Trap House (Filmkritik)

Seit dem krankheitsbedingten Tod seiner Mutter, hat Ray (Dave Bautista) mit der Aufmüpfigkeit seines Sohnes Cody (Jack Champion) zu kämpfen. Zusätzlich ist gerade in seinem Job – er is DEA Agent – ein Partner und Freund von ihm ums Leben gekommen.

Da sein Sohn und die Kinder seiner Kollegen eine Clique sind und einer von ihnen die Gegend wegen Geldmangel verlassen muss, schmieden sie einen Plan. Sie wollen mit dem Wissen und dem Equipment ihrer Eltern, Drogendealer eines örtlichen Kartells überfallen, um ans schnelle Geld zu kommen…

Ende Januar 2026 kommt „The Wrecking Crew“ auf Amazon Prime, ein Film der wie eine Hommage an die Buddy-Actionkomödien der 90er Jahre wirkt und Jason Mamoa und Dave Bautista in den Hauptrollen hat. Das sieht vom Trailer her, nach einem großen Spaß aus. Zuvor soll uns aber noch dieses Trap House gefangen nehmen, was es nicht tut, sondern uns nach In the Lost Lands und Afterburn, den bereits dritten (besonders auch auf den Unterhaltungswert bezogenen) Flop von Batista beschert.

Da bringt es auch nur wenig, dass Regisseur Michael Dowse bereits 2019 mit Stuber Bekanntschaft mit seinem Star gemacht hat, obwohl ehrlicherweise, kann Batista auf seine Performance bezogen, nichts dafür, dass mir sein neuester Streifen, weniger zugesagt hat. Viel mehr – und ab jetzt folgen Spoiler – ist es der Fokus des Filmes und zwar sind die Kinder der erwachsenen DEA Agenten, hier die eigentlichen Hauptfiguren.

Was sich vielleicht unter der richtigen Regie wie ein großes Abenteuer angefühlt hätte, wo junge Leute in einen Schlamassel geraten, aber wegen dem Adrenalinrausch und dem Geldsegen immer weiter machen wollen, wirkt hier wie die Aktionen von Teenagern, die für ihre Wünsche nicht arbeiten wollen. Life-Life Balance oder wie man das nennen soll. Was dadurch auch passiert, ist dass beide Seiten der Erwachsenen, extrem lächerlich wirken.

Zunächst mal die DEA Agenten, dabei großteils Batistas Charakter, der seinem Sohn nicht von kritischen Ermittlungen in einem gefährlichen Fall abschirmt, nein, er nimmt ihn zu einem Tatort mit und lässt ihn später auch noch (ohne sein Wissen) Beweise fotografieren. Ebenfalls schwach, obwohl die eine oder andere Szene deren Härte vermitteln soll, sind die Mitglieder des Drogenkartells. Wie schnell die gegen Kinder verlieren bzw. von den Cops ausgeschaltet werden, das ist schon ein Haufen von Stümpern.

Dennoch kommt es durch die von Inde Navarrette (Obsession) gespielten Figur Teresa zu einer gewissen „rooting for the bad guy“ Situation, da sie quasi alles verliert und danach eine eiskalte Aktion abliefert. Wenn man sie zum letzen Mal sieht, muss man sich dennoch wiederum wundern was das soll, denn das ist eindeutig ein zu offenes Ende, dass wohl eindeutig auf eine Fortsetzung schielt, die es nie geben wird.

Immer nett ist es dafür Sophia Lillis (Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben) wieder zu sehen, die hier sehr aufgeweckt und sympathisch agiert, während ich Hauptfigur Cody (gespielt von Jack Champion – Scream 6), eher mehr als nervig erlebt habe. Batista und die restlichen Erwachsenen liefern ab und sind denke ich auch bei der Sache, aber sie können auf Grund der Rollen keine Impulse setzen und bleiben alle völlig austauschbar.

Eine Coming of Age Story, mit unrealistischer Handlung, viel Gerede, etwas Action, kaum Humor und dem Schwerpunkt auf den falschen Figuren. 2025 war aus meiner Sicht wirklich kein gutes Jahr für Batista, den ich sonst gerne sehe. Bei über zehn zukünftigen neuen Projekten – unter ihnen auch das Highlander Remake mit Henry Cavill, wo Batista der Bösewicht ist – sehe ich aber durchaus die Chance, ihn noch nicht völlig abschreiben zu müssen.

„Trap House“ bekommt von mir 4/10 den Jungen alles ohne Konsequenzen durchgehen lassende Empfehlungspunkte.


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