TMNT: Shredder’s Revenge (Game-Review)

Es ist wieder soweit: Der Schrottfresser plant übles, übernimmt die Radiostation in der April arbeitet und hat offensichtlich den Plan, den bösen Krang dabei zu unterstützen seine Roboterhülle wieder zusammenzubauen. Außerdem geht dubioses vor bzgl. der Freiheitsstatue, denn Shredders Schergen, der Foot-Clan, wurde häuft dort gesichtet.

Grund genug für die Meister im Pizza-Essen und Sprücheklopfen, sich ihre Waffen zu schnappen, Cowabonga zu rufen und sich dem Bösewicht in den Weg zu stellen!

Ich sage es ohne Umschweife: Meiner Ansicht nach wird „Shredder’s Revenge“ dem Hype nicht gerecht. Und alle, die nur für mal ein paar Sekunden die nostalgisch verklärte Fanbrille absetzen, werden mir zustimmen müssen. Dieses Spiel hat eine grandiose Optik und die Pixelgrafik ist einfach brillant. Aber das Gameplay ist halt doch nicht zu 100% ausgefeilt und vor allem: Die Sache ist einfach dermaßen kurz, dass man sich fragt, warum die so lange für die Entwicklung gebraucht haben.

Man verstehe mich nicht falsch: Die Macher haben den Charme der Vorlage optisch gut einfangen (und mit Vorlage meine ich die Cartoons der 80iger, nicht die originalen Comics und die Verbrechen, die man heute auf Nickelodeon sieht). Ich möchte das optisch betonen. Denn alles andere ist einfach … Standard. Ja, die sieben (sechs von Anfang an, einer wird nach einem Story-Durchlauf freigeschaltet) Charaktere spielen sich marginal verschieden, allerdings mutet es ein wenig seltsam an, wenn April als Reporterin die Gegnerhorden genauso aufmischt die zB Meister Splinter. Aber okay. Ist ja nur ein Spiel. Oder so.

Was mich wirklich ärgert sind drei Dinge: Erstens ist es die kurze Dauer des Spiels. Die Story-Kampagne hat man in gut 45 Minuten durch. Sicher, wer alle Charaktere auf Level 10 hochspielt, der bekommt eine Trophäe, aber mal ehrlich: Sieben mal diese Story durchspielen? Nein, danke. Dazu ist nicht genug davon da. Und die Oberflächenlandkarte ist ja mal komplett für den Hugo.

Zweitens: Die erwähnte Story. Die gibt es nicht. Da hat man einfach riesengroßes Potential verschenkt. Wozu baut man die Original-Eröffnungssequenz ein und dann nutzt man diese Optik (sieht wirklich aus wie aus der Serie genommen) nicht für geniale, witzig und coole Zwischensequenzen? Stattdessen habe ich pro Level ein oder zwei lausige Standbilder? Und wer bitte (in diversen Zeitschriften so gelesen) jubelt, dass die Orignal-Sprecher mit an Bord sind … bitte, was für Drogen nehmt ihr? Die haben jeweils drei Sätze. Maximal.

Drittens: Das Kampfsystem. Ja, man lernt alle paar Minuten einen neuen Move (den man nicht braucht) und das soll wohl motivieren, aber erstens lernen alle die selben Moves und tatsächlich ist es so, dass ich die Bedienung verbesserungswürdig finde. Ich weiß, das ist ein Gegentenor zu allen, die jubeln, wie fein und toll sich das Spiel steuert, aber ich sehe das absolut nicht so. Verzögerte Reaktionszeiten und so weiter. Die Levels mit den Fluggeräten sind generell eine absolute Katastrophe, finde ich. Und wenn sich ankündigt, dass Gegner aus dem Off-Screen hereinstürmen werden, dann gibt es da Szenen, in denen ich nicht wüsste, wie es funktionieren soll, dass man nicht getroffen wird.

Was bleibt also: Ein Nostalgiefakter. Coole Optik. Und je nach Spielweise zwischen 45 Minuten und vielleicht über mehrere Wochen verteilt immer wieder mal 45 Minuten Spaß. Find ich halt ein bisschen wenig. Wären es nicht die Turtles, dann würde niemand über dieses Spiel jubeln. Ganz ehrlich.

Und nur am Rande: Es gibt „seriöse“ Spielemagazin, die schreiben über dieses Spiel hier sechs Seiten! A4! Sorry, aber da braucht man ja fast länger zum Lesen, als um das Spiel hier durchzuspielen.

Und für das Protokoll: Ja, es gibt einen Arcademodus mit drei Leben, bei dem ihr auch die „Story“ schaffen müsst. Würde ich glatt versuchen, wenn die Steuerung besser, die Offscreen-Gegner fairer und das Spiel vom Gameplay her bei den Figuren nicht so ähnlich wäre.

„TMNT: Shredder’s Revenge“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, wer nostalgische Tränchen verdrücken möchte, kann 2,5 Punkte draufhauen, Punkte.


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