Digging Up The Marrow aka How To Catch A Monster – Die Monsterjäger (Filmkritik)

Adam Green (Adam Green) ist Regisseur. Er hat bereits ein paar Horrorfilme gedreht, unter anderem die „Hatchet“-Reihe und es gibt auch eine Fangemeinde, die ihm huldigt. Das bedeutet, natürlich, das auch Fanpost kommt. Im Falle von William Dekker (Ray Wise) sieht die Sache allerdings ein wenig schräg aus, denn der gute Mann meint Monster seien echt und er wisse auch, wo sie wohnen. Er brauche nur jemanden mit Filmerfahrung, der ihm hilft, Beweise zu bringen.

Da Adam generell ein großer Monsterfan ist, lässt er sich auf die Sache ein und versucht mit seinem Kameramann Will Barratt (Will Barratt), Dekker dabei zu unterstützen. Was ist dran an der Sache? Ist Dekker nur irre oder weiß er tatsächlich mehr als alle anderen?

Adam Green IST Regisseur. Er HAT bereits ein paar Horrorfilme gedreht, unter anderem die „Hatchet“-Reihe und es GIBT auch eine Fangemeinde, die ihm huldigt. Bei einer Messe ist der Zeichner Alex Pardee an ihn herangetreten und hat ihm als Dank für die Inspiration, die Green für ihn ist, ein selbst gezeichnetes Heft in die Hand gedrückt.

Im Heft ging es darum, dass ein Fan namens Dekker sich an Alex wendet, und dieser für ihn die Figuren zeichnet, die Dekker gesehen hat und von denen er zu wissen glaubt, wo sie sich aufhalten.

Die Idee gefiel Green so gut, dass er seine Leute zusammengetrommelt und die Idee vorgestellt hat. Was dabei herausgekommen ist, stellt „Digging Up The Marrow“ dar. Der „deutsche“ Titel – „How To Catch A Monster – Die Monsterjäger“ ist völlig irreführend und verspricht mehr Action und mehr Monster als wirklich da sind.

Der Film lebt in erster Linie von Adams Green Enthusiasmus und einem, wie ich finde, sehr unterhaltsamen Drehbuch. Die Dialoge sind die meiste Zeit über sehr flott und stimmig. Die Schauspielkunst von Adam Green ist in meinen Augen nicht die höchste, aber er steigert sich im Laufe des Films und wird dann verdammt gut.

Ray Wise als Dekker zu casten hat ja wirklich für eine Menge Unruhe bei den Fans gesorgt, da diese meinten, mit Ray Wise würde man ja sofort wissen, dass es „nur“ ein fiktiver Film ist. Mhm. Klar. Weil wenn jemand Unbekannter gecastet worden wäre, dann wäre die ganze Story ja weit glaubwürdiger. Absoluter Blödsinn.

Auch deshalb Blödsinn, weil Ray Wise großartig ist. Als Dekker ist er die perfekte Wahl. Der Mann kann genauso nachdenklich Geschichten erzählen wie wütend herumschreien und verzweifelt sein. Er ist einfach – ja, ich sag es nochmals – großartig.

Das Ende allerdings … da gibt es eine Sequenz, die einfach zu lange ist, weil man bereits weiß, worauf sie hinausläuft und die hätte man echt kürzen können. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

Alles in allem ist „Digging Up The Marrow“ ein unterhaltsamer Film von einem Fan für Fans und auch wenn das Ende ein wenig … nun, unterwältigt, so ist der Film in Summe absolut unterhaltsam und das Kreaturendesign – eben von Alex Pardee – wirklich gruselig geworden.

„Digging Up The Marrow“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, ins Marrow grabende, Punkte.


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