Helix – Staffel 2 (Serienkritik)

Ungefähr fünfzehn Monate nach den Ereignissen in der Arktis, ist das Team um Dr. Peter Farragut (Neil Napier) dem möglichen Ausbruch einer potentiell gefährlichen Krankheit auf der Spur und landet auf der Insel St. Germain.

Die Insel wird seit einigen Generationen von einer religiösen Gemeinschaft bewohnt, die vom charismatischen und geheimnisvollen Michael (Steven Weber) angeführt wird.

Helix Season 2

Der amerikanische Sender SyFy hat also ernst gemacht und die Geschichte von „Helix“ in einer zweiten Staffel fortgesetzt. Nachdem man am Ende von Staffel eins sich von der Forschungseinrichtung in der Arktis verabschieden musste, stellte sich die Frage, in welche Richtung die Macher die Geschichte lenken würden.

Ganz am Anfang bekommt man noch einmal eine kurze Zusammenfassung was bisher passiert ist und man sorgt mit dem Song „Do You Know the Way to San Jose by Dionne Warwick“ für die passende Einstimmung. Wie auch in der vorangegangen Staffel ist der Einsatz von Musik, die normalerweise für gute Laune sorgen soll und beruhigend wirkt, hier ein Stilmittel, dass oft in Kombination mit eigentlich verstörend wirkenden Bildern eingesetzt wird.

Für die ganze Geschichte hat man sich einiges vorgenommen. Parallel zur Story rund um Dr. Peter Farragut und dessen Team wird die Geschichte von Dr. Julia Walker erzählt, die dreißig Jahre später auf derselben Insel nach einem Heilmittel sucht. Nun mag jemand der Staffel eins gesehen hat fragen: Und was ist mit dem von Billy Campbell gespielten Dr. Farragut?

Der taucht am Ende der ersten Folge auf, hat wie sich später heraus stellen soll Ermittlungen bezüglich der Ilaria Corporation durchgeführt und wird von den Behörden verfolgt. Natürlich sind auch die Unsterblichen nirgends hin gegangen und man erfährt mehr darüber, warum sie im Wesentlichen das Ende der Menschheit planen.

Überhaupt hat man es geschafft, die meisten Charaktere aus der vorangegangenen Staffel zurückzubringen – wenn auch in einigen Fällen nur kurz. Doch zurück auf die Insel. Das Team muss sich mit Michael, der wie sich bald herausstellt ein größeres Geheimnis hat, und seinen Anhängern, die den Fremden mit Argwohn begegnen, auseinandersetzen.

Die Geschichte nimmt dann im Laufe von erneut dreizehn Folgen einige unerwartete Wendungen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass man sich einiges getraut hat. Zudem sei festgehalten, dass Logik und Nachvollziehbarkeit nicht immer ein Steckenpferd der Serie sind, dafür schafft man es aber umso mehr, die Spannung auf hohem Niveau zu halten.

Optisch hat die Serie ein klares Update erhalten. Das liegt nicht unbedingt an einem höherem Budget als vielmehr daran, dass die neue Location die Notwendigkeit von CGI-Effekten deutlich reduzieren. Was die Charaktere betrifft, hat man einige interessante Entwicklungen eingebaut, die von den jeweiligen Schauspielern perfekt transportiert werden.

Da hätten wir Dr. Alan Farragut (Billy Campbell – „The Rocketeer„) und Dr. Julia Walker (Kyra Zagorsky – „The ABCs of Death„), die beide auf ihre Art versuchen der Menschheit zu helfen und die Pläne von Ilaria zu verhindern. Michael (Steven Weber) ist von Beginn an unheimlich und hat, wie sich kurze Zeit später herausstellen soll, eine Verbindung zu Ilaria.

Dr. Peter Farragut (Neil Napier – „X-Men: Days of Future Past„), der in der ersten Staffel die meiste Zeit als infizierter Zombie sein Unwesen getrieben hat, durchläuft auch hier eine interessante (wenn auch nicht ganz nachvollziehbare) Verwandlung psychischer Natur. Dann ist da noch Amy (Alison Louder), die genug vom Leben in der Gemeinschaft hat und gegen Michael intregiert.

Alles in allem hat man sich für die zweite Staffel viel vorgenommen und dies auch in den meisten Punkten erreicht. Neben den Horrorelementen und interessanten Charakteren die wieder einmal um ihr Leben fürchten müssen, erhält man auch einen kurzen Einblick in das Treiben der Ilaria Corporation. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es noch einige Geschichten gäbe, die es wert wären erzählt zu werden, aber wie es aussieht wird es keine dritte Staffel von „Helix“ geben, obwohl dies am Ende dieser Staffel angedeutet wird.

Die Serie Helix bekommt 7/10 dieses Mal auf der Insel um das Überleben kämpfende Überlebenspunkte.


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