Shopaholic: Die Schnäppchenjägerin – Confessions of a Shopaholic (Filmkritik)

Mein Name ist Rebecca Bloomwood (Isla Fisher) und ich bin ein Shopaholic. Mit diesen Worten stellt sich Becky bei ihrer Selbsthilfegruppe vor, nachdem sie eine Kreditkartenrechnung von über 16.000$ erhalten hat. Schon immer träumte sie davon, im berühmten New York zu leben und von Kopf bis Fuß in die neueste Designermode gekleidet zu sein. Doch als sie ihren Job als Journalistin bei einem Gartenmagazin verliert, wachsen ihr ihre Schulden über den Kopf.

Der Zufall will es, dass sie bei einem Finanzmagazin eine Stelle bekommt, wo sie Tipps rund ums Geld gibt. Die Ironie des Ganzen fällt sogar ihr auf. Als sie dann auch noch Luke (Hugh Dancy) kennen lernt, droht sie, in ihrem selbst geschaffenen Chaos unterzugehen.

Confessions of a Shopaholic

Starproduzent Jerry Bruckheimer und P.J. Hogan, Regisseur der Kultkomödie „Die Hochzeit meines besten Freundes“, adaptieren mit diesm Film die ersten beiden Bände von Sophie Kinsellas Bestsellerreihe über Shopaholic Becky Bloomwood. Ich persönlich habe die Bücher gelesen, die übrigens wirklich genial geschrieben und kaum aus der Hand zu legen sind.

Dennoch, ob der Thematik war zumindest mir schon vor dem ansehen klar, dass hier kein Tiefgang zu finden sein würde. Wenn man die Erwartungen aber geschickterweise schon im Vorhinein richtig ansetzt, ist es nicht ganz so wahrscheinlich komplett enttäuscht zu werden. Der Film plätschert dahin, wirkliche, durchgehende Handlung ist nicht zu finden. Alles wird auf ein paar Stichworten aufgebaut: Shopping, Pleite, Liebe. Ein bisschen simpel, aber funktioniert hat es.

Es macht Spaß, Rebecca zuzusehen, wie sie versucht Schaufenstern und ihren Puppen zu widerstehen. Die lebendig werdenden Schaufensterfiguren sind übrigens gut gemacht! Wenn sie sich ein Selbsthilfevideo zum Thema Kaufsucht gemeinsam mit ihrer besten Freundin ansieht, und ihr Problem verleugnet, kann man nicht anders als zu grinsen und den Kopf zu schütteln. So etwas ist nicht jedermanns Sache und ich kann mich noch erinnern, dass – als ich ihn im Kino sah – einige Zuseher während dem Film den Saal verließen, ohne wieder zurück zu kommen.

Der Film vermittelt dem diesen Genre gegenüber offenen Gemütern, richtig gute Laune, was nicht nur an den hübschen Leuten und den bunten Kleidern liegt. Der Soundtrack macht richtig Spaß. Zu Songs von Amy Winehouse und Kat DeLuna trippelt Hauptdarstellerin Isla Fisher von Szene zu Szene. Da ging die Laune gleich bergauf. Noch heute höre ich gerne mal in diese CD hinein!

Die quietschig bunte Optik trägt dazu bei, dass man sich wie in einem Märchen fühlt. Wie schon bei Sex and the City wird der Film teilweise zu einem einzigen Product-Placement, wenn über Marken geschwärmt wird und Schaufenster von berühmten Boutiquen gezeigt werden. Aber was solls, die Kleider sind schön und werden äußerst ansprechend präsentiert.

Von den Schauspielern fiel keiner sonderlich auf. Isla Fisher (Now You See Me) als Becky ist so extrem naiv und realitätsfremd, dass man nicht umhin kann sich zu fragen, wie diese Frau sich in der realen Welt überhaupt zurecht finden kann.

Ihre beste Freundin wird von der offensichtlich unterforderten Krysten Ritter (Breaking Bad) gespielt. Weiters verirrten sich noch Klasse-Schauspieler wie John Goodman (Argo) und Kristin Scott-Thomas (Bel Ami) in diesen Film. Hugh Dancy als Luke liefert eine eher farblose Performance ab und bleibt kaum im Gedächtnis.

Fazit: Ein Film, der von der Qualität her deutlich hinter den Büchern zurück bleibt und sehr oberflächlich wirkt. Man sollte schon gute Laune haben, bevor man den Schritt wagt diese DVD einzulgen, weil wirklich besser wird sie hier nicht werden. Schlecht Gelaunte werden von der Buntheit und der Grellheit leicht überfordert sein.

Noch ein kleines Zitat:
„When I was seven most of my friends stopped believing in magic. That’s when I first started. They were beautiful, they were happy. They didn’t even need any money, they had magic cards“.

Dieser Film bekommt von mir 6/10 erkaufte Punkte.


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