Act of Valor (Filmkritik)

Ein Elite-Team der Navy-Seals bekommt den Auftrag eine entführte CIA-Agentin zu retten. Nachdem der relativ einfache Auftrag geschafft ist, ist ihre Arbeit aber noch nicht getan, denn ein Terrorist plant mehrere Anschläge auf das US-Territorium und muss folglich aufgehalten werden.

Act-of-Valor

Hinter der Kamera stand das dynamische Duo bestehend aus Mike McCoy und Scott Waugh. Mit einem geradezu lächerlich anmutenden Budget von 12 Millionen Dollar inszenierten sie den wahrscheinlich patriotischsten Film seit langem und einen Film-gewordenen feuchten Traum für Fans der amerikanischen Streitkräfte – ein umfangreiches Repertoire an Militärspielzeug inklusive.

Wer der Inszenierung des US-Militärs aus Filmen wie „Transformers“ nichts abgewinnen konnte, sollte folglich um diesen Streifen einen sehr großen Bogen machen. Abgesehen davon, dass der Film über weite Teile wie ein Rekrutierungsvideo wirkt, bietet der er durchaus einen gewissen Coolness-Faktor, was optisch durch die gelungene Kameraführung unterstützt wird.

Stellenweise stellte ich mir die Frage, ob es sich hier nicht um die Verfilmung eines Computerspieles (wie z.B. Battlefield oder Modern Warfare) handelt. Auf eine tiefgründige Geschichte hat man zwar verzichtet , dafür wurden einige Szenen aus der Sicht der Seals in Szene gesetzt. Diese 3rd-Person-Perspektive wirkt irgendwie cool, sollte den Zockern unter den Zuschauern vertraut sein und verleiht dem Film eine gewisse Einzigartigkeit.

Die eigentliche Geschichte besteht im Wesentlichen aus einem kurzen Kennenlernen der Charaktere, der Planung und Durchführung eines Einsatzes, um mit den neu erhaltenen Infos den nächsten Einsatz zu planen und durchzuführen. Das zu guter Letzt (fast) alles gut wird, kann ich an dieser Stelle verraten, auch wenn ich nicht annehme, irgendjemand ist davon ausgegangen ein Terrorist könnte in irgendeinem Film gegen die geballte Macht der US-Streitkräfte auch nur den Hauch einer Chance haben.

Bei den Schauspielern hat man (vermutlich auch zu Gunsten des Budgets) durch die Bank auf bisher unbekannte Namen zurückgegriffen. Die wirken zwar motiviert, aber leider auch durch die Bank zu blass um auch nur annähernd in Erinnerung zu bleiben. Einzig der bärtige Senior Chief Miller sticht hier ein wenig heraus und hat auch ein paar coole Momente abseits seines Teams.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass „Act of Valor“ keinesfalls ein Film ist, den man gesehen haben muss. Neben der gekonnten Inszenierung hat mir vor allem der Song von „Keith Urban – For You“ gefallen, der im Abspann noch einmal schön die Stimmung des Filmes einfängt.

„Act of Valor“ bekommt von mir 7/10 heldenhafte Empfehlungspunkte.


2 Gedanken zu „Act of Valor (Filmkritik)

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