Valor (Serienkritik)

Nora Madani (Christina Ochoa), ist die erste Soldation in ihrer Einheit, die Helikopter-Pilotin ist. Bei einem Absturz kommen sie und ihr Co-Pilot Captain Leland Gallo (Matt Barr) eine Verschwörung auf die Spur….

Wenn eine Serie auf dem Sender The CW läuft, habe ich automatisch ein wenig andere Erwartungen als bei einer Netflix-Serie. Mit „Valor“ folgt der Sender dem Trend, Serien über das Leben im Militär ins Fernsehen zu bringen, wie schon „The Brave“, „SEAL Team“ und „Six“.

Doch The CW war nicht umsonst dank Liebes-Schmonzetten wie „The Vampire Diaries“, „Jane the Virgin“ in einer gewissen Nische sehr erfolgreich. In „Valor“ versucht man für die Stammseher des Senders alt bekanntes (soll heißen Liebesgeschichten) mit einer Story über Verschwörung, Mord und Entführung zu verbinden. Auch das obligatorische „Love Triangle“ wurde bereits sehr früh etabliert. Ich muss leider sagen, dass diese Kombination zumindest für mich nicht funktioniert.

Es ist zwar lobenswert, dass hier eine Profession gezeigt wird, die gern mal übersehen wird, aber in diesem Fall tut man niemanden einen Gefallen damit, diese Elite-Soldaten in einem nicht sehr vorteilhaften Licht dastehen zu lassen. Ganz davon abgesehen, dass man als Nicht-Amerikaner bei dem ganzen Patriotismus schon mal Probleme hat, die Serie ernst zu nehmen.

„Valor“ kann nicht nur vom Inhalt her nicht mit der Konkurrenz mithalten, sondern auch vom Budget her. Man sieht der Serie an, dass sie nicht viel Geld kostet und an jeder Ecke sparen muss. Da ist es keine gute Voraussetzung, dass man für jede Folge Hubschrauber-Flüge simulieren muss. Wie genau man das Konzept des „Falls der Woche“ fortsetzen will bin ich schon mal gespannt, denn für Hubschrauber-Piloten gibt es im realen Leben wohl nicht soooo viele interessante Aufträge.

Im Zentrum des Geschehens steht eine starke Frau. Nora Madani, gespielt von Christina Ochoa (Blood Drive), ist die erste Hubschrauber-Pilotin in ihrer Einheit. Doch dies wird durch eine Suchtmittelabhängigkeit sofort wieder relativiert. Leider hat Ochoa nicht genug Talent oder Routine, um diesen Charakter zum Leben zu erwecken. Ihre Emotionen wirken nicht glaubwürdig und allgemein wirkt sie sehr steif und auch nicht besonders sympathisch. Relativ realistisch erscheinen die Folgen des Helikopterabsturzes.

Ganz anders dagegen ist der Fall bei Matt Barr (Sleepy Hollow), der Captain Leland Gallo spielt. Barr ist in dieser Rolle ungemein sympathisch und bringt eine dringend nötige Lockerheit in die Serie.

Charlie Barnett (Chicago Fire) spielt die undankbare Rolle von Noras Freund. First Lieutenant Ian Porter ist in derselben Einheit wie seine Freundin. Doch alles was man ihm bisher an Story gönnte, war Nora hinterher zu laufen und sie zu löchern, was nun mit ihr los sei, denn er sei sich sicher, sie verschweige etwas.

Fazit: Don´t do it!

Diese Serie bekommt von mir 4,5/10 am Ziel vorbei schießenden Punkten.


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