Best Of Worst Case: WarBirds aka Mega-Raptor Vs. Humans (Filmkritik)

Als die toughe Pilotin West (Jamie Elle Mann) eines B37-Bombers mit geheimer Fracht und noch geheimerer Mission auf einer Insel crashlanden muss, stellt sich heraus, dass die dort ebenfalls festsitzenden (drei) Japaner nicht die größte Gefahr sind – nein, denn auf der Insel sind ebenfalls (durch das Ausheben von Schützengräben, quasi) Flugsaurier erwacht … und die greifen alles an, was lebt und vor allem – versucht durch die Luft zu entkommen!

WarBirds Trash Film

Es ist kaum zu glauben, auf wen man bei diesen Filmen aller trifft – da hat sich doch glatt Brian Krause in diesen Sci-Fi-Trash-B-Movie-Film verirrt. Für alle, denen der Name nichts sagt: Brian Krause war jahrelang als „Leo“ in der Serie „Charmed“ zu sehen. Vom Trash-Faktor her ist es ja kein allzu weiter Weg von „Charmed“ bis zu dieser Art von Film (ich bitte um Verzeihung, aber auch Fans müssen zugeben, dass „Charmed“ ja gerade aufgrund des Trash-Faktors so viel Charme besitzt) und Brian Kraus passt ausgezeichnet in „Warbirds“ (der 2014 mit dem neuen Titel „Mega-Raptor Vs. Humans“ erneut veröffentlich wurde).

Was viel weniger passt ist, dass die Pilotinnen des Bombers allesamt aus einem Modekatalog der 1940er Jahre stammen könnten. Stramme Damen, immer adrett gekleidt – Haare perfekt und der Lippenstift so rot, als würde es kein Morgen (und kein Gestern) geben. Aber was für Megan Fox (Transformers 2) kein Problem ist, darf auch unseren lieben Trash-Filmen nicht vorgehalten werden, zumal diese kleinen „Diskrepanzen“ nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Wirklich ins Gewicht fallen kann bei „Warbirds“ eigentlich nicht mehr viel, da die Mischung an sich ja gut durchdacht ist und gleich ein paar Boxen der Trash-Fans abgehakt werden: PilotINNEN? Check. Insel? Check. Monster? Check. Saurier? Check. Flugzeuge und Luftkämpfe? Check. Alles soweit da und in bester Ordnung.

Zumindest auf dem Papier. In der Umsetzung ist dann wieder einiges schief gelaufen und wieder einmal ist nicht das Budget das Problem. Oder, naja, teilweise dann doch, wie ich vermute – aber viel mehr hakt es – wie so oft – am Drehbuch.

Wenn zwei der Helden/Innen den Blick über den Strand schweifen lassen, und einem der Sager „There must be hundreds of them!“ ausrutscht, dann sollte man nicht auf den Strand schneiden und dreizundzwanzig (ich habe gezählt!) Saurier zeigen. Das geht nicht gut (Dann lieber das Drehbuch umschreiben auf „There must be over a dozen of them!“) aus. Aber es unterhält. Genauso wie es unterhält, dass Helden die Wahl haben nach links (kein Hindernis) oder rechts (Flammen schneiden den Weg ab) zu laufen und sich für – für – na, erratet ihrs? Richtig – die Flammen zu entscheiden! Um dann heldenhaft zu rufen „Leave me behind! Run!“, um dann als mutig betrauert zu werden. Mut. Genau. So würde ich das auch nennen *räusper*.
Und solcher Szenen gibt es etliche (ich sag nur: „This is for you, Betsy!“) und sie sind sehr amüsant.

Erstaunlich positiv möchte ich die SFX erwähnen. Die Sauerier sehen an sich gut aus, manche der Bewegungen sind zwar etwas abgehakt, aber es wird rechtzeitig geschnitten, um das nicht zu sehr zu zeigen und die Luftkampf-Szenen in welchen die Saurier und Abfangjäger aufeinander losgehen sind auch völlig in Ordnung. Der Bomber sieht sogar mächtig gut aus.

Weniger gut ist die Darstellung der weiblichen Pilotinnen, da diese wirken als wären sie gerade auf einem netten Kaffeekränzchen unterwegs, was sie vermutlich sympathsich erscheinen lassen soll, allerdings nur dazu führt, dass man sie weder als Soldaten noch als Frauen wirklich ernst nehmen kann. Und wenn bei einer Luftschlacht jedes abschließende Wort „Sweetie“ ist, dann weiß ich, dass jemand wirklich den Ernst der Lage nicht erkannt hat.

Auch das bemüht männliche Fluchen/Schimpfen des Skippers (zumindest wird die Oberpilotin so genannt im Film) ist eher anstrengend und peinlich und Jamie Elle Mann hat sich mit diesem Film den „Steven Seagal“-Orden für Frauen verdient. Okay, ganz so schlimm ist es nicht, aber mal ehrlich: Das war wohl die peinlichste schauspielerische Leistung seit Miriam McDonalds „Leistung“ in Sea Beast.

„WarBirds“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, Flugsaurier in perfektem Outfit vom Himmel holende Punkte.

Best of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: Drehbuch, Schauspiel):
Was soll ich sagen? Allein die Idee zu dem Film ist „leicht“ peinlich. Umso witziger das der Film dann doch ein paar witzige Szenen hat, die ihn durchaus sehenswert machen. So die Selbstopferung eines Soldaten oder die „es müssen Hunderte“-Sein-Szene. Geht als witzig durch.

Fazit: Wer über das ober erwähnte Lachen kann – Empfehlung!

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