Attack the Block (Filmkritik)

Im Süden Londons tobt in der Nacht ein Feuerwerk. Kurz nachdem die Gang rund um den jungen Moses (John Boyega) die Krankenschwester Sam (Jodie Whittaker) ausgeraubt hat, fällt ein Meteor vom Himmel auf ein nahegelegenes Auto. Der enthält ein fremdartiges Wesen, dass die Jungs angreift, die es kurzerhand töten. Leider ist das Wesen in Begleitung und das Viertel wird blitzartig von einer Alien-Invasion heimgesucht.

Attack-the-Block

Aliens waren ja schon beinahe überall. Während die aber z.B. in „Cowboys & Aliens“ ersteren das fürchten lehren, legen sie sich in diesem Film mit einer Gruppe Halbstarker an. Die halten es nämlich für eine gute Idee, nur mit Messern und Feuerwerkskörpern bewaffnet, auf die Jagd zu gehen. Während sich also der Zuschauer bei der Grundidee aufs Hirn greift und sich dabei fragt, wieso die Protagonisten nicht schnell und schmerzhaft ins Gras beißen, fängt der Film dann doch irgendwie an Spaß zu machen.

Inszeniert wurde der Spaß vom Engländer Joe Cornish, der mit „Attack the Block“ sein Kino-Debut als Regisseur feiert. Ganz neu in dem Bereich ist er aber nicht, denn er konnte bereits bei diversen Serien ein wenig Erfahrung sammeln. Dank seiner Regie wirkt der Film im Wesentlichen sehr rund, hat aber auch seine Kanten. Damit fängt Cornish die Ghetto-Atmosphäre sehr gut ein und verleiht seinem Film eine gewisse Grundstimmung, die den Zuschauer in ihren Bann zieht.

Aber nicht nur das Setting macht den Film besonders, sondern auch die Tatsache, dass hier bei einem Alien Film mit einem Budget von gerade mal 9 Millionen Pfund gearbeitet wurde. Normalerweise lässt einen so etwas Böses erwarten, sehen die Aliens doch meistens (um nett zu bleiben) bescheiden aus. Hier hat man aber einen einfachen Trick verwendet: die Aliens sind rein schwarz und das einzige was zu sehen ist, sind ihre im Dunklen leuchtenden Zähne.

Wer sich das jetzt gerade nicht vorstellen kann, dem sei gesagt, dass die Viecher wirklich sehr cool und auch extrem unheimlich wirken. Allgemein verzichtet man in „Attack the Block“ gerne auf CGI-Effekte, da diese das Budget vermutlich eh gesprengt hätten. Abgerundet von einem dazu passenden Soundtrack hat man alles was man für einen überzogen coolen Film im Stile von Ghetto-Gangsters & Aliens braucht.

Von der schauspielerischen Seite kann man anmerken dass diese, obwohl man die meisten hierzulande nicht kennt, ihren Job verdammt gut gemacht haben. Vom stillen Anführer bis über den verrückten Gangsterboss und einem ewigen Kiffer ist auch alles vertreten. Diese durchaus schräge Kombination sorgt nicht nur dafür, dass es nie langweilig wird, sondern es wird auch geflucht wie schon lange nicht mehr in einem fürs Kino gedachten Film herum.

Nicht das erhoffte Highlight, aber mit neuen und gut umgesetzten Ideen ist „Attack the Block“ eine klare Empfehlungen für die Fans leichter Unterhaltung.

Der Film „Attack the Block“ bekommt von mir 7,5/10 Empfehlungspunkte.


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