Green Lantern – First Flight (Filmkritik)

Etwas unerwartet bekommt Hal Jordan (Christopher Meloni) von einem im Sterben liegendem Außerirdischen einen mächtigen Ring. Dieser verwandelt ihn in einen Green Lantern, zu einem Mitglied einer intergalaktischen Elitetruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat im Universum für Frieden zu sorgen. Jetzt muss sich Hal nicht nur gegenüber seinen neuen Kameraden beweisen, sondern auch gegen eine Verschwörung im Green Lantern Corps und um das Leben seiner neuen Freunde kämpfen.

Green-Lantern-First-Flight

Nachdem die Realverfilmung des „Green Lantern“ nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, möchte ich die Gelegenheit nutzen um sozusagen seinen kleinen Bruder vorzustellen. Wer jetzt böses denkt – etwa dass hier schnell ein Animationsfilm rausgehauen wurde um auf dem Hype des Kinofilms mit zu schwimmen – sei eines Besseren belehrt. „Green Lantern – First Flight“ entstand bereits 2009 und erzählt vom wahrscheinlich ersten Abenteuer des grünen Ringträgers.

Für Animationsfilme aus dem Hause DC zeigen sich oft dieselben Leute verantwortlich. Daraus ergibt sich eine gewisse Einheitlichkeit. Damit will ich im Wesentlichen sagen: Mag man einen Film, dann wahrscheinlich auch die anderen – es sei denn man hat eine persönliche Abneigung gegenüber dem handlungstragenden Helden. Schön ist in diesem Fall auf jeden Fall, wie nahe der Film seiner Vorlage ist.

Die Zielgruppe dürfte in diesem Fall besonders bei den Fans des Comics liegen. Die Einführung der Charaktere ist hier sehr kurz bzw. quasi nicht vorhanden. Statt dessen stürzen sich Hal und seine Mitstreiter ohne lange Reden zu schwingen direkt ins Getümmel. So wünscht man es sich eigenlich, nur schade dass der Film eher zurückhaltend mit Hintergrundinformationen ist, was ihn für Neulinge im Universum der grünen Laterne beinahe disqualifiziert.

Auf der anderen Seite startet die Geschichte um Hal Jordan eher zögerlich, denn zuerst gilt es sich im Kampf gegen Kleinkriminelle zu behaupten. Auch wenn der Geschichte hier ein wenig die sonst übliche Zerstörungswut fehlt, ist sie doch nie langweilig. Natürlich darf dem Film, wir sprechen hier immerhin über den Animationsfilm einer Comicvorlage, ein würdiger Showdown mit einem übermächtigen Gegner nicht fehlen, bei dem es stilecht um das Schicksal des Universums geht.

Von Seiten der Sprecher, hat man dieses Mal darauf verzichtet namhafte Hollywoodgrößen zu engagieren und stattdessen auf vermutlich etwas preiswertere Serienschauspieler zurückgegriffen. Die Bekannteren unter ihnen dürften Christopher Meloni (Law & Order), Victor Garber (Alias), Tricia Helfer (Battlestar Galactica) und Michael Madsen (24) sein. Wie immer machen die Sprecher ihren Rollen alle Ehre und lassen die richtige Stimmung aufkommen.

„Green Lantern – First Flight“ kann ich prinzipiell allen Fans der bisherigen DC-Animationsfilme empfehlen. Allerdings sollte man es in Erwägung ziehen (sollte man mit dem Stoff nicht vertraut sein), sich den Film erst nach der Realverfilmung anzusehen, da man sonst möglicherweise etwas unbefriedigt zurückgelassen wird.

Der Film bekommt daher von mir nur 7/10 Empfehlungspunkte.


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