Ninja Cheerleaders (Filmkritik)

Der Martial Arts Trainer Sensei Hiroshi (George Takei) wird im Auftrag des skrupellosen Mafiabosses Victor Lazzaro (Michael Pare) entführt. Außerdem hat Lazzaro den Safe mit dem gesamten Vermögen des Trainers mitgehen lassen. Dies ruft die drei besten Schülerinnen des Meisters auf den Plan, deren gesamtes für ihre Collageausbildung gespartes Geld, sich in diesem Safe befand. Courtney, April und Monica werden nun alles in ihrer Macht stehende tun, um sowohl ihren Sensei als auch das angesammelte Geld so schnell wie möglich wieder zurückzubekommen, und wenn es das Letzte ist was sie tun.

Ninja-Cheerleaders

Ja, das ist gut gemachter, unrealistischer Blödsinn wie ich ihn gerne habe. So hübsche, körperlich starke und intelligente Damen findet man natürlich eher selten im wahren Leben. Die drei Mädels sind perfekte Schülerinnen, gehören zu den Besten beim Kampfsport und Cheerleading. Außerdem sind die meisten männlichen Einwohner in der Umgebung Fans ihrer Kunst des GoGo Tanzes, mit dem die drei jungen Damen Geld für ein teures Collage zusammensparen.

Grundsätzlich sind ja Männer sowieso das eindeutig schwache Geschlecht in diesem Film und in den meisten Fällen entweder leicht zu verprügeln oder leicht zu manipulieren, in manchen Fällen natürlich auch trifft beides zu. Girlpower pur ist hier also angesagt in einem zwar wirklich schlechten Film, der aber dank seiner doch recht professionellen Machart und dem ständigen Einsatz (absichtlich) lustiger Szenen mir besser gefallen hat, als ich zuerst erwartet hätte. Der Humor ist auch wirklich erheiternd und nicht so doof oder aus der unteren Schublade wie man es aus so manchen Komödien gewöhnt ist (nach subtilen oder sonderlich geistreichen Aussagen sollte man aber klarerweise auch nicht all zu genau Ausschau halten).

Die meisten Darsteller sind sowieso nur hölzern agierende Statisten, die drei Hauptdarstellerinnen punkten auch mehr durch ihr Aussehen und ein paar smarte Sprüche die doch ganz cool herüberkommen. Michael Pare ist hier als schmieriger Mafiaboss eindeutig unterfordert. George Takei, der gute alte Original Sulu Darsteller aus Raumschiff Enterprise, er mimt den schrullig – arroganten Sensei mit teilweise irrwitzigem Grinsen mit sichtbarer Freude und ihm zuzusehen macht Spass, obwohl er auch klar sichtbar nie ein Oscarkandidat sein wird bzw. gewesen ist.

Wie man bereits erkennen kann mag ich ja unterhaltsame, schlechte Filme, hier stören mich eigentlich nur die wirklich lächerlich amateurhaft wirkenden Schwert- und Faustkämpfe der Cheerleaderinnen, die Abwesenheit von Handlung und Logik haben mich in keiner Weise irritiert.

Eigentlich wollte Regisseur David Presley aber hier vor allem einen Funfilm mit weiblichen Schauwerten für die Männerwelt abliefern, den sich aber auch Frauen auf Grund der geballten Girlpower und den (pseudo)emanzipatorischen Ansätzen ganz gut ansehen können. Nach diesen Kriterien beurteilt ist ihm dieser Film wirklich gut gelungen.

Ninja Cheerleaders bekommt von mir 7/10 mädchenhaft kämpfende (ja das ist in diesem speziellen Fall ein Kompliment) Empfehlungspunkte.


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