Doomsday (Filmkritik)

Nach dem plötzlichen Auftreten eines tödlichen „Reaper – Virus“ in England werden aus Angst einer Epidemie die potentiell infizierten Menschen brutal zurückgetrieben vom Militär, und schließlich hinter einer riesigen um ganz Schottland errichteten Mauer eingesperrt und ihrem Schicksal überlassen. Der Virus konnte so zwar nicht geheilt werden aber ein Übergriff auf andere Länder wurde damit verhindert, und der Reaper – Virus als abgeschlossene Geschichte betrachtet.

27 Jahre später treten jedoch unerwartet neue Infektionsfälle auf und eine Spezialeinheit unter der Führung von Major Eden Sinclair (Rhona Mitra) wird in das Quarantänegebiet geschickt um ein Heilmittel zu finden. In diesem Gebiet wurden nämlich auf geheimen Aufnahmen der Regierung wieder Menschen gesichtet, und wer dort noch lebt, muss aus irgendeinem Grund immun sein und im besten Fall ein Gegenmittel besitzen.

Ein schmutziger, actionreicher Trip in eine postapokalyptische Zukunft, bei dem möglichst viele Menschen auf brutale Weise von uns gehen – solche Filme lassen einem die Zeit den Geist baumeln zu lassen, liefern dabei aber beste Unterhaltung. Zu dieser Kategorie Film gehört auch Neil Marshall`s Doomsday, der es nach Dogsoldiers und The Descent (übrigens auch ein paar Schauspieler aus den beiden Filmen haben ihren Sprung zum Doomsday geschafft) wieder schafft mir mit seinem Beitrag zum aktuellen Horror/Actiongenre viel Spass zu machen.

Die Action kommt grimmig daher, die Kulissen wirken wie aus den Mad Max Filmen bzw. aus dem Mittelalter. Hier werden Menschen gefangen, gekocht und anschließend gegessen, von Leuten, die man wohl am besten als verwilderte, leicht animalisch wirkende Punks aus einer Freakshow bezeichnen könnte.

Rhona Mitra geht als harte, coole Actionheldin voll in ihrer Rolle auf, sie trägt aus schauspielerischer Sicht den Film in ihrer ersten wirklichen Hauptrolle auf ihren gut durchtrainierten Schultern und schwächelt dabei keine Sekunde. Insgesamt also ein tolles Gesamtpaket, nicht viele neue Ideen aber Bekanntes bunt gemischt zu einem sehr gut bekömmlichen Cocktail.

Hier noch eine kleine Weisheit aus dem Film zur Anwendung z.b. beim nächsten Auftreten eines Grippevirus : „In the land of the infected, the immune man is king!“.

Doomsday bekommt von mir 7/10 (selbstverständlich) immune Empfehlungspunkte.


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