Run Fatboy Run (Filmkritik)

Dennis (gespielt von Simon Pegg) ist ein leicht übergewichtiger Verlierertyp der in einem kleinen Kleidergeschäft als Sicherheitsmann arbeitet. Bis heute leidet er unter dem größten Fehler seines Lebens, er hat vor fünf Jahren in völliger Panik seine schwangere Freundin Libby (gespielt von Thandie Newton) vor dem Traualtar sitzen lassen.

Dennis liebt sie aber immer noch, obwohl er sie nur sieht, wenn er Zeit mit ihrem gemeinsamen Sohn Jake verbringen darf. Als Libby jedoch einen neuen Freund präsentiert, der extrem erfolgreich und sportlich ist, weckt das in Dennis den Kampfgeist.
Er möchte endlich etwas in seinem Leben zu Ende bringen und nicht immer davonlaufen. Ein Wohltätigkeitsmarathon, den auch Libby´s neuer Freund regelmäßig läuft, scheint genau der beste Beweis dafür zu sein, dass jeder sich ändern kann.

Simon Pegg alleine reicht schon um einen vergnüglichen Komödienabend zu garantieren.
Obwohl hier der feine Wortwitz seiner früheren Filme wie etwa Shaun of the Dead oder Hot Fuzz fehlt, ist der Film vor allem eines: liebenswert lustig. Dass Run Fatboy Run nicht ohne Klischees auskommt und auch der geneigte Kitschfreund hier ausreichend bedient wird, stört mich dabei wenig.

Dennis bei seinen skurrilen Versuchen ein „cooler Typ“ zu sein zu beobachten ist oft einfach zum Schreien komisch. Er bleibt dabei immer sympathisch, und obwohl bestimmt die meisten Zuseher von sich behaupten werden mehr draufzuhaben als Dennis, kann man immer mit ihm mitfühlen und auch seine Gefühle nachvollziehen. Nette Nebencharaktere und eine fröhliche Musikauswahl runden die ganze Sache zu einem unterhaltsamen Gesamtpaket ab.

Abschließend noch ein kleiner Dialog aus dem Film um den geistigen Zustand der agierenden Figuren darzustellen.
Gordon: „Ich werde die Kinokarten auf E-Bay verkaufen.“
Dennis: „Wer bitte kauft Karten die für eine Vorstellung sind, die gestern war?!?“
Gordon: „Zeitreisende!“

Run Fatboy Run bekommt von mir 7,5/10 laufende,tollpatschige Empfehlungspunkte.


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