P2 (Filmkritik)

Karrierefrau Angela (gespielt von Rachel Nichols) hat auch am 24 Dezember viel zu tun in ihrem Büro, hat sich aber fest vorgenommen, dieses Jahr rechtzeitig zum Weihnachtsessen bei ihrer Schwester aufzutauchen. Als sie schließlich spät aber doch ihr Bürogebäude verlassen will, springt ihr Auto nicht mehr an. Auch ein schnell gerufenes Taxi verpasst Angela, da alle Ausgänge verschlossen sind und der nette Nachtdienstmann in der Eingangshalle spurlos verschwunden ist.

Bei der Suche nach einem Ausgang in der Parkgarage wird die junge Dame plötzlich überfallen und betäubt. Als sie wieder erwacht ist sie an einen Stuhl gefesselt, hat ein neues Kleid an, und der Wachmann des Parkhauses Thomas (gespielt von Wes Bentley) sitzt ihr als Weihnachtsmann verkleidet gegenüber. Er möchte mit ihr das Weihnachtsessen genießen und sie besser kennenlernen. Warum eigentlich sollten sie beide nicht beste Freunde oder auch mehr werden können?

P(arkdeck)2 ist ein Thriller der fast ausschließlich in dem titelgebenden Parkhaus spielt, das ausgezeichnet als trostlos düstere Kulisse ausgenutzt wird. Wes Bentley gibt nach Ghostrider erneut den psychopathischen, einsamen Bösewicht, und hat sichtlich gefallen an seiner Rolle. Er würde als Thomas für Angela alles tun – auch töten, denn für seine etwas kranke Definition von Liebe muss man auch bereit sein Grenzen zu überschreiten.

Rachel Nichols vermeidet als Angela die sonst so oft dummen Entscheidungen der Hauptpersonen während sie auf der Flucht vor irgendwelchen Irren sind, man kann mit ihr mitfühlen und hofft, dass sie heil aus der Sache herauskommt. Für die männlichen Zuseher hat das von Thomas für sie ausgewählte Kleid zusätzlich optische Reize zu bieten.

Diese gesammelten positiven Aspekte sind es dann auch die diesen Film ins bessere Mittelfeld heben. Der Film kommt nämlich nur langsam in die Gänge, wirklich neue Ideen findet man kaum, und einige langatmige Szenen behindern die Spannung etwas.  Insgesamt ein düsterer Film für einen gruseligen Thrillerabend, wobei eine Szene ziemlich eklig geworden ist.

Immerhin – und dies ist ein Zitat des Hauptcharakters – ist der Film „Eine tolle Weise Weihnachten zu ruinieren“!

P2 bekommt von mir 5,5/10 einsame, eiskalte Empfehlungspunkte.


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