Oldies but Goldies: Asterix: Sieg über Cäsar (Filmkritik)

Obelix verliebt sich in die Dorfschönheit. Leider kommt deren großen Liebe zu Besuch und die beiden werden tatsächlich von Römern entführt. Da Obelix quasi das Herz bricht und es ja einfach nicht sein kann, dass man Gallier entführt, machen sich Asterix und Obelix auf den Weg, um die beiden zu befreien.

Die Reise ist eine sehr weite und führt sogar dazu, dass sich die beiden Gallier zur Fremdenlegion melden müssen …

Was für eine Katastrophe. Wirklich. Eigentlich schade, denn der Film ist optisch wirklich gut gelungen. Die Zeichnungen sind super und sehen auch in Bewegung wirklich gut aus – das sieht man wieder einmal wie toll echte „Handarbeit“ grafisch funktionieren kann. Allerdings mangelt es dem Film am Rest.

Üblicherweise leben diese Filme ja vom Charme der Gallier, dem Witz, dem Wortwitz und der einen oder anderen Prügelei, aber bei diesem Film hier kommt Asterix (wie schon bei einem anderen Asterix-Film) als richtig unsympathisch rüber. Vielleicht wurden die Dialoge schlecht übersetzt, das kann ich nicht beurteilen, aber sie sind – gelinde gesagt – einfach nicht lustig.

Asterix löst grundsätzlich – wieder einmal – jedes Problem mit Gewalt oder er lässt es von Obelix lösen. Teilweise begleitet mit wirklich dummen Sprüchen. Das war damals schon nicht witzig und ist auch heute noch nicht witzig. Ich weiß, ich weiß – das Konzept ist schon vielfach erprobt und funktioniert immer wieder – siehe ALLE Bud Spencer und Terrence Hill-Filme (ja nix anderes als Asterix und Obelix in echt), aber hier ist es einfach unpassend und die Gallier gehen wirklich ein paar Schritte zu weit.

Regie haben hier Gaetan und Paul Prizii geführt. Der erstere hat zB bei „Enchanted“ als Storyboard-Macher fungiert und der zweite in den 89er Jahren bei der TV-Serie „Babar, der Elefant“ gearbeitet. Wie gesagt: Die Animationen – und das ist scheinbar der Arbeitsschwerpunkt der beiden – sind erste Klasse, das Timing für Witze (manche Bilder stehen zu lange da, die Pointen versickern, etc) ist einfach schelcht.

Dass Pierre Tchernia bereits bei „Asterix erobert Rom“ mitgeschrieben hat spricht ja sehr stark für ihn, aber hier hat entweder sein Drehbuch versagt (Dialoge) oder die Regie-Herren haben da was in den Sand gesetzt, denn – wie bereits erwähnt: Der Film pendelt immerzu zwischen langweilig und unsympathisch blöd. Da hilft auch das Wagenrennen in Anlehnung an „Ben Hur“ nicht mehr viel.

„Asterix: Sieg über Cäsar“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, leider enttäuschte, Punkte.


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