You Can’t Kill Stephen King (Filmkritik)

Monroe (Monroe Mann), Ronnie (Ronnie Khalil), Hilary (Crystal Arnette), Nicole (Kayle Blogna), Lori (Kate Costello) und Lamont (Justin Brown) fahren auf Urlaub an einen See. Trotz großer Begeisterung ob der Tatsache, dass Stephen King dort in der Nähe zu wohnen scheint, finden es die Freunde doch ein wenig seltsam, dass sich die BewohnerInnen dort allesamt sehr merkwürdig den Fremden gegenüber verhalten. Als dann noch Menschen nach und nach ermordet werden, keimt ein grausiger Verdacht auf.

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Der Film „You Can’t Kill Stephen King“ ist ein Amateurfilm, der es sich wohl zum Ziel gesetzt hat Stephen King zu huldigen. Zumindest könnte man das ob des Titels und des Titelbildes annehmen. Die Anspielungen auf King-Zitate am Titelbild sind nicht zu übersehen und allesamt eigentlich recht gelungen. Traurig nur, dass der Film das nicht mal im Ansatz liefert.

Die Grundidee ist ja super – in dieser netten Stadt wo die netten Leute hinfahren, werden sie eine/r nach dem/der anderen umgebracht – und die Todesfälle/arten sind immer von Stephen King Büchern inspiriert. Was an sich ja wirklich mal ein cooler und (wenn gut gemacht) witziger Ansatz ist. Allerdings versinken diese Ansätze im Chaos oder genau genommen in der Belanglosigkeit, denn wenn zum Beispiel jemand mit einem Hammer erschlagen wird, dann kann man schon sagen, dass das in Stephen Kings Buch „XY“ vorkommt, aber – Hand aufs Herz – da könnte man auch x andere Inspirationen anführen.

Die wirklich „großen“ Geschichten von King – die finden hier nämlich (von kleinen Andeutungen und Seitenhieben abgesehen) keinen Zugang. Dabei wäre der Pool ja nicht gerade klein, oder? Aus dem Stehgreif fallen mir da Dinge ein, wie „Christine“, „Cujo“, „Pennywise“, „Carrie“, „Sleepwalkers“, „Pet Cemetary“ und noch einige andere –die man sofort so einbauen könnte, dass jeder noch so halbwegs klare Fan sofort wüsste, worum es ging, aber stattdessen beruft man sich auf völlig abgedroschene Messer- und Axtmorde, die in jedem anderen beliebigen Film auch vorkommen. Mit dem Zusatz, dass King in irgendeiner seiner hundert Kurzgeschichten auch mal sowas eingebaut hat. Was hier an Potential verschenkt wird ist nahezu unglaublich.

Dass die werten Leute vor der Kamera auch jene sind, die den Film geschrieben und als Regisseure verwirklicht haben, lässt sich aufgrund der Machart des Films nicht leugnen. Ich gebe unumwunden zu, dass die Idee zu dem Film (wie ich bereits mehrmals angeführt habe) wirklich gut ist – aber das reicht halt nicht.

Die Damen, die als Eyecandy genutzt werden sind im Grunde genommen auch nur das: Eye Candy. Dumme Entscheidungen, die den Charakteren im Film das Leben kosten gibt es zu Zuhauf. Allein die Tatsache, dass einer der Charaktere ein echter King-Fan ist und langsam durchdreht (was zu einem fast überraschendem Finale führt) geht als „gelungen“ durch, zumal die Sache auch noch halbwegs gut gespielt ist.

Gerüchteweise hat Stephen King den Trailer des Films sogar auf seiner Website geteilt, was mir ein großes Maß an Respekt für den „King Of Horror“ abringt, allerdings hat er da vermutlich den Film noch nicht in voller Länge gesehen gehabt.

Alles in allem kann man sagen, dass „You Can’t Kill Stephen King“ ein Film ist, der sein gesamtes Potential ehestmöglich in die Tonne kippt um zwei Drittel der Laufzeit lang eine völlig belanglose Slashervariante zu sein, nur um dann gegen Ende wieder ein bisschen Fahrt aufzunehmen und es dann doch noch schafft einen gewissen Unterhaltungswert mit einem Maß an Innovation zu vereinen.

„You Can’t Kill Stephen King“ bekommt von mir 5,5 Punkte, denn zum einmaligen Ansehen ist der Film allemal gut genug, mehr aber (leider) auch nicht.

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