Tasmanian Devils (Filmkritik)

Illegal. Das ist das Wort der Stunde für die Base-Jumper rund um Jayne (Kenneth Mitchell), Anderson (Mike Dopud) und deren Freunde. Denn in dem Naturschutzgebiet gilt ein klares Verbot – aber das stört die Jungs (und Frau) nicht, denn immerhin haben sie genug Kohle im Koffer, um eventuelle Behörden bestechen zu können.

Womit sie allerdings nicht rechnen, ist ein Sturz – und genau das passiert. Einer der Gruppe öffnet den Schirm zu spät, knallt in die Wipfel und schlägt auf dem Boden auf – oder besser: durch den Boden durch, denn er knallt durch das „Dach“ einer Höhle und landet unsanft auf einem Stalagmiten. Blöd noch dazu, dass diese Höhle früher eine Zeremonienkammer zur Beschwörung von teuflischen Wesen in Gestalt von Tasmanischen Teufeln war. Die Erweckung erfolgt durch Blut …

Die Meldung über die unerlaubten Absprünge gehen relativ rasch bei den Park Rangers ein, unter ihnen Alex (Danica McKellar), und die sind alles andere als glücklich. Aber die Streitereien zwischen den (arroganten) Basejumpern und den Rangers wird jäh unterbrochen …

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Eine SyFy-Channel Produktion ist eine SyFy-Channel Produktion. Da kommt man nun mal nicht drum herum. Im Fall von „Tasmanian Devils“ könnte man – wenn man denn wollte – sicher auch Hunderte Dinge finden, die nicht passen und die man dem Film anlasten könnte, aber – Hand aufs Herz – der Film ist super. Und zwar im „echten“ Sinne super und nicht im so-schlecht-das-es-wieder-gut-ist-Sinne (man beachte das fehlende „Best Of Worst Case“ in der Überschrift). Wie dem auch sei – die Erwartungshaltung sollte trotzdem auf „Low Budget“ und „Creature Feature“ stehen, nicht auf Qualitätsfilm. Nur damit ich das erwähnt habe.

Was bei „Tasmanian Devils“ sehr gut gelungen ist, ist das Casting und das beginnt bereits mit den Basejumpers, die zwar ein wenig überheblich sind, aber im Grunde (natürlich mit Ausnahme) sympathische Kerle (und Frau), die einfach nicht ganz begreifen, dass ihr Sport das „Wildlife“ stört. Da ist Mike Dopud (primär als Nebendarsteller in Serien und Blockbustern bekannt, mir aus „Bloodrayne 2: Deliverance“ in Erinnerung) als Anführer perfekt gecastet. Dem Mann glaubt man seine Führungsqualitäten sofort. Terry Chen (auch primär Nebenrollen) als Walsh, gemeinsam mit Rekha Sharma (das gleiche, zB Kali in der Supernatural-Folge „Hammer Of The Gods“) als Lisbon, die glaubhaft ein Pärchen spielen – sie haben die Sympathie sofort auf ihrer Seite.

Als wirklicher Glücksfall stellt sich jedoch Danica McKellar heraus. Ihr erinnert euch sicher an die beliebte alte Serie „Wunderbare Jahre“, oder? Das Nachbarmädchen, die große, unerreichbare Liebe namens Winnie Cooper? Solltet ihr euch gefragt haben, was aus ihr wurde – hier ist sie. Glaubt mir eines: Die Frau hat es drauf. Von ihren optischen Reizen (ja, sie ist bildhübsch) mal ganz abgesehen, spielt sie sich auch durch alle Facetten der Emotionen und macht es richtig gut – bis sie gegen Ende in eine Action-Ripley mutiert – und sogar das glaubhaft vermittelt. Ich will die Frau öfter in solchen Filmen sehen! Definitiv! Außerdem ist die Frau generell ein Hammer – ich kenne jetzt nicht viele Schauspielerinnen, die nebenbei noch ein paar Bücher (Mathematik! Lehrbücher! „Mathe doesn’t suck!“) geschrieben und damit Bestseller gelandet haben. Sie hat es also definitiv nicht nötig bei solch einem Film mitzuspielen, aber man merkt ihr an, dass sie das macht, weil sie dran Spaß hat. Gut so.

Der Rest ist grob Standard, mit dem positiven Unterschied, dass der Anteil an Action stimmt, die Macher auch vor Blut nicht zurückscheuen und es ein paar halbwegs harte Szenen gibt. Die Ideen von Brook Durham (Drehbuch, hat auch Mammoth mit Summer Glau geschrieben und Red: Werewolf Hunter mit Felicia Day) sind wirklich gut gelungen und die Dynamik passt sehr gut. Der/die Dämon/en sehen auch halbwegs gut aus – klar kann man nicht mit Blockbustern mithalten aber für ein kleines Creature Feature sind sie verdammt gut gelungen.

Schade, dass ein emotionaler Höhepunkt in der zweiten Hälfte des Films (zwei Charaktere sterben) in den Sand gesetzt wurde, denn da wäre Potential da gewesen und der Aufbau der Szene ist wirklich verdammt gut gelungen. Schade, dass es dann schiefgeht (bzw. beliebig und rasch runtergekurbelt wird).

Ansonsten – gut, das Ende ist wie immer ein wenig … unterwältigend – ist der Film wirkilch spannend und gut gemacht. Auch optisch ist die Sache rund und gut geglückt – vor allem die Nutzung der Leuchtfackeln sorgt immer wieder mal für in rotes Licht getauchte, coole Momente. Mir war zu keinem Zeitpunkt des Films langweilig.

„Tasmanian Devils“ ist ein kleiner und gut gemachter Film, der wirklich von Anfang bis Ende Spaß macht und mit gut aufgelegten SchauspielerInnen punkten kann. Von mir bekommt er 8 von 10 möglichen, durch den Wald gejagt werdende Punkte

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