Skylanders: Spyro’s Adventure (Game-Review)

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Es ist selten, dass ein Spiel allein schon in konzeptioneller Hinsicht so sehr zu überzeugen weiß, dass man eigentlich nur fasziniert oder begeistert sein kann. Die Idee hinter „Skylanders: Spyro’s Adventure“ ist durch und durch neuartig – und wird jüngere wie auch jung gebliebene Spieler nicht nur mit einem Gaming-Fieber befallen, sondern in ihnen auch eine Sammelleidenschaft auslösen. Auch die Umsetzung ist gelungen und steht der Innovation an sich in nichts nach. Das Ganze hat nur eine einzige Schattenseite: Wer sich wirklich auf „Skylanders“ einlässt, wird nicht umhin kommen, eine hübsche Summe in Erweiterungen, sprich: zusätzliche Spielfiguren, zu investieren.

Nun aber der Reihe nach: Worum geht es bei „Skylanders“, und weshalb liefert Hersteller Activision mit der Spiele-Disc einen seltsam aussehenden, kreisrunden Brunnen und drei Plastikfiguren mit? Zunächst müssen wir festhalten, dass der Brunnen tatsächlich ein „Portal“ ist, das die virtuellen Aspekte des Spiels mit den unmittelbaren, physischen Facetten verbindet. Das Portal verbindet sich – teils über Funk, teils über USB – mit der Spielkonsole oder dem PC. Je nachdem, welche Figuren der Spieler in das bunt leuchtende Zentrum dieses magischen Tores stellt, steht ihm in der virtuellen Welt entweder Spyro oder ein anderer Skylander zur Verfügung. Tauscht er Spyro gegen einen anderen Skylander aus, so wechselt simultan die Spielfigur auf dem Bildschirm.

Gleich zu Spielbeginn erfährt der Spieler, welche Rolle er in „Skylanders“ einnimmt. Als „junger Portal-Meister“ hat er die Aufgabe, mit geschicktem Einsatz der unterschiedlichen Figuren die Skylands und ihre Bewohner vor hereinbrechenden Gefahren zu retten. Jede der Figuren hat bestimmte Eigenschaften, die sich im Spielverlauf erweitern lassen. Je nach Aufgabenstellung liegt es am Portal-Meister (dem Spieler), den richtigen Skylander auf den Bildschirm zu zaubern und die Herausforderungen siegreich durchzustehen. Das Austauschen der Figuren macht eine Menge Spaß. Ein großer Bonus ist, dass sich Spyro und Co. ihre Upgrades „merken“: Das Portal speichert im Fuß der Plastik-Dinger deren Speicherstand. Stellt man sie auf das Portal eines Freundes, stehen sie gleich mit allen erweiterten Fähigkeiten bereit. Egal, um welchen Konsolen-Typ es sich handelt (Cross-Plattform).

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Da die Figuren verschiedenen Elementen zugeordnet sind, lassen sie sich in acht Gruppen einteilen. Ganze 32 unterschiedliche Charaktere kommen so zusammen, von denen in der Grundausstattung nur drei beiliegen. Und auch wenn diese drei ausreichen, um den Kern des Spiels durchzuspielen, liegt der Reiz doch im vollständigen Durchkämmen der Skylands und im Ausschöpfen aller Möglichkeiten. Zusätzlich zu den Spielfiguren gibt es diverse Gegenstände zu kaufen, die zu ganz bestimmten Zwecken einzusetzen sind. Auch hier ist der Nebeneffekt freilich der, dass der Gesamtpreis des Spiels drastisch ansteigt. Dafür bleibt „Skylanders: Spyro’s Adventure“ auf lange Frist interessant.

Die Story ist auf ein jüngeres Publikum gemünzt, was aber nicht heißt, dass der vielerorts manifeste Humor des Spiels Älteren nicht gefallen würde. So bringen nicht wenige Anspielungen auch „Erwachsene“ zum Schmunzeln – speziell dann, wenn eine der handelnden Figuren nur allzu menschliches Verhalten an den Tag legt (z.B. die Kombination aus Narzissmus und Verblendung von Ballonfahrer Flynn). Dass der Plot aus der Feder von Alek Skolow und Joel Cohen stammt, die schon bei „Toy Story“ mitgemischt haben, ist jedenfalls deutlich spürbar und ein klares Plus.

Eine weitere Stärke von „Skylanders“ ist die umfangreiche Multiplayer-Fähigkeit, die durch die bereits erwähnte Möglichkeit unterstützt wird, die Speicherstände der eigenen Figuren plattformunabhängig zu transportieren. Eine weit reichende Internet-Einbindung rundet das sehr breite „Skylanders“-Paket ab. Via Web-Browser lassen sich nicht nur die Spielstände verwalten, sondern auch – eigens entwickelte Flash-Games sei Dank – zusätzliche Punkte ergattern. Activision hält sogar für Mac-User einen Treiber für das Portal bereit, sodass wirklich jeder Rechner eine Einstiegsmöglichkeit in die Skylands ist. Und bis hin zur Treiber-Installation geht alles derart einfach vonstatten, dass jüngere Gamer kaum jemals die Hilfe ihrer Eltern benötigen dürften. Sehr erstaunlich, sehr durchdacht.

„Skylanders: Spyro’s Adventure“ setzt eine tolle Idee ausgezeichnet um – und hat sich damit 8,5 von 10 Punkten verdient. Dass nicht wenige Eltern das steigende Spiele-Budget ihrer Sprösslinge beklagen werden, darüber muss man wohl hinwegsehen.


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