Call Of Duty – Black Ops (Gamereview)

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Heftig zur Sache geht es im neuesten Repräsentanten der „Call of Duty“ Reihe. Kaum ein First-Person-Shooter hat bislang derart dicht gedrängte Action geliefert, kaum ein Kriegsspiel hat eine solche Unmittelbarkeit erreicht. „Black Ops“ wirkt mitunter, als hätte ein Regisseur die wildesten Kampfszenen von drei oder vier Filmen zu einem einzigen Produkt zusammengefasst.

Dass das neue „Call of Duty“ das Gegenteil eines handzahmen Titels ist, hat zu einer recht hohen Einstufung der Altersfreigabe geführt. Angesichts der Gewalt, die im Spiel omnipräsent ist, erscheint die Jugendschutz-Maßnahme aber als fair. Wer alt genug ist, hat dafür keinen Grund, sich über geschnittene Szenen zu beschweren.

Absolut beachtenswert ist die ausgeklügelte Story des Spiels. Man findet sich in der Rolle des US-Soldaten Alex Mason, der in Gefangenschaft geraten ist und grausam verhört wird. Im Drogennebel des Wahrheits-Serums, das ihm gespritzt wird, erlebt Alex verschiedene Flashbacks, die ihn zurück an die Schweinebucht Kubas führen. Und dort geht die Handlung erst richtig los.

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Die verdeckten Missionen, an denen Alex beteiligt ist, werden nicht in ihrer zeitlichen Abfolge gespielt, sondern in der Reihenfolge, wie Alex sie erinnert. Trotzdem ist „Black Ops“ der vielleicht spannendste Vertreter der Serie. Eine Neuerung ist das duale Punktesystem: Mit ansteigender Expertise lassen sich neue Makros frei schalten (neue Spielmodi usw.). Die „Call-of-Duty“-Punkte hingegen sind zum Kauf neuer Waffen und Abzeichen da.

Als sehr gelungen entpuppt sich der facettenreiche Multiplayer-Modus. Wer die deftige Spiele-Kost liebt, erhält hier ein echtes rundum-sorglos-Paket. Spätestens jetzt sollten sich jedoch alle Pazifisten wegdrehen, da nun endgültig keinerlei Sinn mehr in den Gewaltexzessen zu finden ist. Hardcore-Fans werden bedauern, dass in der deutschen Version des Spiels der „Nazi-Zombi“-Modus fehlt. Der Kino-Modus, der zum Vorführen eigener Heldentaten dient, ist aber integriert.

Ein weiterer Wehrmutstropfen der hierzulande erhältlichen Ausgabe von „Black Ops“ ist, dass der englische Originalton fehlt – selbst auf der PS3-Version. Zwar ist die deutsche Synchronfassung eine der besten, die wir bislang gesehen haben. Aber die Stimmen der Schauspieler Sam Worthington, Ed Harris und Gary Oldman hätten wohl doch viele Gamer gerne gehört.

„Black Ops“ bietet alles, was Spieler von einem „Call of Duty“-Titel erwarten können. Wir geben den Geheimmissionen 8 von 10 leider monolingualen Volltrefferpunkten.


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