Mein Schatz, unsere Familie und ich – Four Christmases (Filmkritik)

Kate (Reese Witherspoon) und Brad (Vince Vaughn) sind ein Paar und leben glücklich in San Francisco. Pünktlich zur Weihnachtszeit fliehen sie regelmäßig vor der Familie und begründen dies mit den abstrusesten Geschichten. Denn die Eltern der beiden sind geschieden – und wenn man sie kennenlernt weiß man warum – , haben einen ordentlichen Sprung in der Schüßel und feiern ihr jeweils eigenes Weihnachten. Als der Flug nach Fidschi wegen Schlechtwetters storniert wird, werden Kate und Brad von einem Fersehteam interviewt. Wie es der Zufall so will, haben alle Familienmitglieder diesen Beitrag gesehen und so werden sie zu jeder einzelnen der 4 Feiern zwangsverpflichtet. Überraschungen inklusive…..

Pünktlich zum Fest dürfen typische Weihnachts-Filme aus Hollywood natürlich nicht fehlen.

Dieses Jahr werden Vince Vaughn und Reese Witherspoon ins Rennen geschickt, mit vorweihnachtlicher Besinnlichkeit zu unterhalten. Die romantische Komödie „Mein Schatz, unsere Familie und ich“ vertraut dabei auf die altbewährtes: Ein Traumpaar findet sich, wird auf eine harte Probe gestellt, zerbricht und – ohne zuviel verraten zu wollen – am Ende kommt doch alles ganz anders und sehr happy daher. Was ziemlich komisch daher kommt, ist der deutsche Film Titel, denn der hat so gar nichts mit dem Originaltitel: „Four Christmases“ zu tun.

Was auffällt ist, dass der Regisseur Seth Gordon, seine Charaktere immer wieder in die Bredouille führt. Ob Brad von seinen Brüdern ziemlich brutal zu Boden gewrestled wird oder Kate mit ihrer Nichte in einer Hüpfburg um einen Schwangerschaftstest kämpfen muss und ihre Mutter (Mary Steenburgen) derweil das alte Fotoalbum mit den fiesen Kinderfotos zückt. Einige dieser Konstellationen wirken allerdings sehr konstruiert.

Dass die Komödie dabei nicht ins Lächerliche driftet, ist besonders der starken Besetzung mit Sissy Spacek (Brads Mutter), Robert Duvall (Brads Vater) und Jon Voight (Kates Vater) – sind sie doch allesamt Oscar-prämiert – in den Nebenrollen, zu verdanken. Als nicht mehr nur physische Schläge ausgeteilt werden, sondern auch verbale, gerät der Film zur emotionalen Achterbahnfahrt.

Hat man diesen Film gesehen, fühlt sich mancher unangenehm erinnert und nimmt sich zwangsläufig vor, die eigene Familienfeier besser über die Bühne zu bringen oder gar zu meiden. Ein Klassiker wird aus dem Film wohl kaum werden. Aber er ist mindesten so kurzweilig wie unterhaltsam.

Der Film bekommt von mir 6,5 von 10 weihnachtlichen Empfehlungspunkte.


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