War Machine (2026 Filmkritik)

Nach einem Einsatz, bei dem er selbst verletzt wurde und einen persönlichen Verlust hinnehmen musste, bewirbt der Staff Sergeant (Alan Ritchson) sich immer wieder bei dem Trainings-Programm für die Army Rangers. Er wird jedoch wegen seiner Verletzung aus medizinischen Gründen, mehrmals abgewiesen. Nach zwei Jahren wird er nun endlich aufgenommen und bekommt die Nummer 81.

Er ist zwar der mit Abstand begabteste Rekrut, doch er sondert sich auch ab und treibt seine Leistungen ohne Rücksicht auf seine Gesundheit voran, weswegen er beinahe hinaus geschmissen wird. Er darf sich jedoch beweisen, als Anführer der verbliebenen Rekruten, in einer abschließenden 24 Stunden Rettungsmission…

Regisseur Patrick Hughes hat zuletzt mit The Man From Toronto, seinen für mich bisher schlechtesten Film abgeliefert (mein Liebling von ihm war bisher The Hitman’s Bodyguard). Nun Anfang März 2026 meldet er sich auf Netflix zurück mit einem SciFi-Actionfilm, bei dem die Story von ihm stammt, er am Drehbuch mitgeschrieben hat und auch als Produzent agiert. Für die Hauptrolle konnte Alan Ritchson verpflichtet werden, den man seid seinem Erfolg mit der Reacher Serie, nun auch öfters in Filmen zu sehen bekommt.

War Machine ist dabei abgesehen vielleicht vom letztjährigen Havoc, der wohl brutalste Film, den ich jemals von Netflix produziert gesehen habe. Die Story – richtig geraten, um die geht es eigentlich nicht, sondern rein ums Spektakel – könnte man als Mischung aus zwei Franchises eines anderen Muskelmannes bezeichnen und zwar aus Predator und Terminator. Zwar ist die Maschine hier wirklich nur das, doch hat ihre kompromisslose Jagd doch die Bösartigkeit eines lebenden Wesens an sich.

Ritchson hat mittlerweile ja eine gewisse Niche für sich entdeckt und zwar spielt er öfter Jemanden, der in bestimmten Dingen sehr gut ist – eben oft z.b. darin Menschen zu helfen und vor allem Feinde auszuschalten – dafür hat er mit sozialen Kontakten, die nicht zu seinem engen Kreis gehören, ein Problem. Er ist hier nicht getrennt von den Anderen, weil er der Beste ist, sondern weil er sich absondert.

Was er nicht kann oder viel mehr will, ist Leute anzuführen. Das wollte ich nur hervorheben, denn es bleibt natürlich keine bis wenig Zeit, hier Figuren zu etablieren. Dass sie dir dennoch nicht egal sind (also die paar wichtigsten Rekruten sind gemeint), das liegt an den Spannungen und den Dynamiken untereinander. Somit ist die Sache mit den Emotionen klar und die Action kann losgehen und wow, das fetzt ordentlich.

Wie eine umgekehrte Moby Dick Situation ist diese „Wal Machine“ unerbittlich und scheinbar so programmiert, dass sie einen einmal gescannten Feind so lange jagt, bis er tot ist. Ist das effizient? Völlig egal, Hauptsache ist es macht Spaß. Von einer Panzerauto-Verfolgungsjagd, die wie eine gescriptete Sequenz aus einem der Reboot Tomb Raider Spiele wirkt bis hin zu einem Finale, dass einem Kaiju-Battle ähnelt, das rockt und ist zu keiner Sekunde langweilig.

Dennoch ist es eine Kriegsszenario und Krieg ist kein Spaß. Weswegen explodierende Körper und abgetrennte Gliedmassen, alle paar Minuten die Leinwand rot färben, was den Film erdet zusätzlich zu dem sehr militärischen Ranger Setting. Alan Ritchson (The Ministry of Ungentlemanly Warfare) trägt als 81 den Film charismatisch auf seinen breiten Schultern, als ein traumatisiert Getriebener, mit unglaublichen Kampfpotential. Der Rest des Casts ist ebenso voll bei der Sache.

Ergibt in Summe einen Film, der von der Action her mitreißt und man an die Hauptfiguren doch ehrlich die eine oder andere Emotion verschwendet, bevor sie als Kanonenfutter enden. Die Effekte sind top und die Härte ist erfrischend roh und wuchtig. Nicht ein Film zum Nachdenken (große Überraschung), sondern einer zum Abschalten oder als nötiger Eskapismus mit Australien als perfekte Kulisse, für dieses tödliche Abschlusstraining.

„War Machine“ bekommt von mir 8/10 mit genug Druck auch den stärksten Feind zum Explodieren bringende Empfehlungspunkte.


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