Best Of Worst Case: Megalodon – The Frenzy (Filmkritik)

Die Situation ist scheinbar unter Kontrolle, denn „Megalodon“ wurde besiegt. Dachte man. Denn auf einmal taucht nicht ein Riesenhai auf, sondern gleich mehrere. Und das Kriegsschiff, welches dabei half, den ersten Megalodon zu besiegen ist ja doch ein wenig mitgenommen, also – Hilfe!

Zeitgleich gibt es die Forscherin Rylie Clark (Caroline Williams), die forscht unter dem Meeresspiegel mit Mini-U-Boot und so weiter und natürlich entdeckt sie mit ihrer neuen Forschungsassistentin Kristy (Jessica Chancellor), dass das was seltsames passiert im Meer. So, von wegen Haie und so weiter …

Ach, es ist halt schön, wenn „Connected Movie Universes“ im Trend sind. Da kommt man dann sogar damit durch, dass man zwei Filme, die nichts miteinander zu tun hatten („Megalodon – das Biest aus der Tiefe“ und „Megalodon Rising„) mit einem *hüstel* dritten Teil fortsetzen kann. Nämlich mit diesem hier. Und da es sich hier um „The Asylum“ handelt, weiß man auch gleich, dass es schlimm wird.

Aber man ahnt nicht, wie schlimm.

Fun-Fact: Der Film setzt quasi nahtlos die „Story“ von „Megalodon Rising“ fort und deshalb ist das Kriegsschiff USS King angeschlagen und hat keinen Kapitän mehr. Deshalb wird der „beste Mann“ und die „rechte Hand des ehemaligen Kapitäns“ als neuer Chef ans Ruder gesetzt und der soll die Truppe nach Hause bringen. Nur, dass dieser beste Mann im Vorgängerfilm nicht mal vorkam. Wen juckt’s, denn es ist Eric Roberts! Und dass sich dieser nicht zu schade ist bei jedem Mist mitzumachen und dabei sogar scheinbar Spaß zu haben, nun, das wissen wir als Trashfreunde ja. So auch hier. Er geht – nachdem er gefühlte Jahre telefoniert und allein auf der Brücke tolle Reden hält, mit einer Pumpgun(!) in der Hand auf Megalodon-Jagd. Ja. Genau. Weil … Gründe. Nämlich *räusper*.

Dass die Hai-Attacken auf das Schiff und die Mannschaft immer daraus bestehen, dass die Hai halt die Typen, welche mit MGs auf sie feuern vom Deck beißen ist auch klar. Also auf dieser Seite hier gibt es wirklich, wirklich gar nichts Neues.

Was ist mit den Forscherinnen, fragt ihr? Haben die zumindest Bikinis und sehen heiß aus? J….Nein. Naja. 50:50.

Caroline Williams ist anwesend, spricht als würde sie jemand ein Buch vorlesen und ihre Emotion ist ziemlich genauso ausdrucksstark wie eine Telefonansage. Gleiches die Mimik. Schade, aber nicht verwunderlich. Irgendwie hat die gute Frau ohnehin nie den großen Durchbruch geschafft und wer diesen Film hier sieht, der oder die weiß auch wieso. Oder sie hat sich nicht bemüht (im Gegensatz zu Roberts), kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls ist sei seit jeher eigentlich eher im Trashfilm-Bereich zuhause.

Jessica Chancellor jedoch, die man Williams zur Seite stellt, ist in erster Linie ein Blickfang, was insfoern passt, als sie im echten Leben primär Cosplayerin ist und da muss sie ja auch darauf achten, gut auszusehen. Was widerum heißt, dass sie scheinbar zu wenig Schauspiel-Training gemacht hat, denn hier … ui ui ui. Das ist gar nicht gut. Überhaupt nicht gut.

Andererseits ist das Problem dieses Films ja eigentlich nicht die Schauspielkunst der Mitwirkenden, sondern das Drehbuch bzw. die unglaublich unpackbaren und wirklich langen sinnfreien pseudowissenschaftlichen Dialoge, die selbst aus dem Mund von Profi-Schauspieler:innen nicht glaubwürdig wären. Es ist wirklich fast körperlich schmerzhaft, wie oft hier wem was wie erklärt wird. Ohne jetzt die Inhalte zu beurteilen ist es wirklich heftig, wie of man hier die Bedrohung beschrieben bekommt. Ja, ihr lest richtig – beschrieben(!) bekommt.

Das heißt für den gesamten Film also: Hai-Attacken hat man schon x Mal genauso und beser gesehen. Blickfang: Wer auf schöne Augen und Gesichter und Figur steht: Jessica Chancellor. Wer auf kantige Gesichter steht, die vom Leben erzählen: Eric Roberts. Wer auf Haut und Bikinis steht: Nein. Hier nicht.

Der Film hat also eigentlich für niemanden so richtig was zu bieten. Zugegeben, es gibt ein paar Momente, die von der Idee her witzig waren, aber die Umsetzung ist halt dann gescheitert. So gibt es am Ende die typische amerikanische Lösung („Lasst uns was sprengen!“) – Problem. Die zuständige Person hat – während allesamt versuchen, den Sicherheitsabstand zu erreichen – bemerkt, dass sie den Zünder vergessen hat. Hat mir gefallen. War eine Sekunde lang witzig. Und das war es dann auch schon wieder.

Wer wirklich bis zum Ende durchält, der oder die sieht dann doch die eine oder andere nette Verfolgungsjagd-Szene von Hai und U-Boot (schlechte Effekte sind impliziert) und das geht schon so in Ordnung. Wenn es halt nicht so spät kommen würde und so kurz wäre.

Alles in allem: Einer der Trash-Vertreter, der leider noch nicht mal aus den falschen Gründen Spaß macht. Sorry.

„Megalodon: The Frenzy“ bekommt von mir 2 von 10 möglichen, einen Punkt für Jessica Chancellor und einen für Eric Roberts, Punkte.

Best-of-Worst-Cast-Urteil (Trash-Faktor: Alles):

Leider nicht schlimm genug, dass es lustig ist und die Hai-Attacken zu belanglos um cool zu sein. Optisch gibt’s eigentlich nichts außer Abstriche und für’s männliche Auge wird ebenfalls wenig geboten. Für das weibliche gar nichts. Da kann man/frau nix machen. Der Film hier ist für die Tonne.

Fazit: Langweilig. Mehr nicht.


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