Best Of Worst Case: Toxic Shark (Filmkritik)

Eden (Kabby Borders) hat sich von ihrem Freund getrennt und fährt auf eine Insel, die verspricht ein Paradies für Singels zu sein. Mit dabei sind ihre Freundinnen Gabriella (Cristina Jayo) und Audra (Christina Masterson). Blöd nur, dass ihr Exfreund Sam (Brice Durfee) sich ebenfalls dort erholen will. Natürlich läuft man sich über den Weg. Natürlich geht es nicht besonders gut aus.

Wie das Schicksal so spielt wird diese Konstellation (3 Mädels, 3 Burschen) in Kombination mit den Veranstaltern der Singles-Party natürlich von einem Hai heimgesucht. Dieser Hai allerdings frisst nicht gleich alles und jeden, sondern sein Biss infiziert Menschen mit einem Virus. Dieser macht sie sehr aggressiv und blutrünstig …

Nein. Nein. Nein. Und Nein. Das waren die Antworten auf die wichtigen Fragen, die man sich bei einem Film wie diesem hier stellen sollte.

Frage 1: Ist der Film trashig genug, dass er witzig ist oder zumindest so gut schlecht gemacht, dass der Unterhaltungswert hoch ist? Nein.

Frage 2: Ist der Film blutig, voller Gore mit kreativen Ideen, die dazu führen, dass man auch die x-te Version eines Haifilms auf einer Insel irgendwie spannend finden kann? Nein.

Frage 3: Die Idee eines Zombie-Hais, der durch seinen Biss die Menschen an Land zu Zombies macht ist ja an sich eine witzige Idee. Wird diese genutzt um für Spannung zu sorgen? Oder zumindest für Humor und lustige, irre Szenen? Nein.

Frage 4: Nachdem alles anderen scheinbar nicht gut gelungen ist – sind die Schauspieler*innen fähig, das alles abzufangen und durch ihre Euphorie mitzureissen, oder – sollte dem nicht so sein – reicht ihre Schönheit, um über die anderen Mängel hinwegzutäuschen? Nein.

Damit ist eigentlich alles gesagt. Der Film hat eine witzige Prämisse, die wirklich cool hätte werden können, nutzt sie allerdings zu keiner Sekunde, sondern im Gegenteil – verliert sich in völlig banalen schon x Mal gesehen Hai-Attacken, die zwar okay gemacht sind, aber den Film nicht herausreißen.

Für den Film spricht die Optik der Hauptdarstellerinnen. Die Schauspielkunst schon eher weniger. Am besten von der Mimik her war da noch Cristina Jayo, die interessanterweise erst bei ihrem zweiten Film mitspielt. Alle anderen waren einfach … ich weiß nicht. Entweder überfordert (was schlimm wäre) oder dermaßen gelangweilt, dass sie sich einfach nicht bemüht haben.

Und das Drehbuch … autsch. Elendslange Dialoge zwischen Eden und Sam über ihre Beziehung, die einerseits zum Gähnen anregen und andererseits beide(!) unsympathisch machen. Muss man auch mal schaffen. Die wenigen witzigen Momente werden von den schauspielerischen Leistungen ermordet (und diese Morde treffen viel tiefer ins Herz als jeder Filmtod einer der schablonenhaften Figuren) und sowas wie Spannung kommt sowieso nie auf.

Vor allem die pseudowitzigen Dialoge nerven unheimlich. Die hätte man kürzen, kürzen, kürzen müssen.

„Toxic Shark“ bekommt 4 von 10 möglichen, selbst für Trashfans einfach langweilig seiende, Punkte.

Best-Of-Worst-Case-Urteil (Trashfaktor: Grundidee, Effekte):
Die Prämisse eines Trashfilms, das Drama einer Seifenoper und den Spannungsbogen einer Waschmittelwerbung. Leider ist dieser Film (von den Schauwerten für männliche und weibliche Zuseher*innen abgesehen) einfach völlig daneben.

Fazit: Bei der Menge an Haifilmen kann man diesen hier getrost auslassen und hat nichts, aber auch gar nichts versäumt.


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