Star Wars Episode 3: Die Rache der Sith – Revenge of the Sith (Filmkritik)

Drei Jahre nach den Klonkriegen hat der Anführer der Separatisten, General Grievous, Kanzler Palpatine entführt. Die beiden Jedikrieger Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und Anakin Skywalker (Hayden Christensen) starten einen gewagten Rettungsversuch, bei dem es auch zu einem tödlichen Kampf mit Count Dooku (Christopher Lee) kommt. Die Befreiung des Kanzlers gelingt, doch Anakin wird das Gefühl nicht los, dass der Jedi-Rat ihn und seine Fähigkeiten nicht ausreichend würdigt. Gleichzeitig plagen ihn Visionen vom bevorstehenden Tod seiner schwangeren Frau Padme (Natalie Portman). Ihm ist klar, dass er alles dafür tun wird, nicht erneut einen geliebten Menschen zu verlieren. Während Obi-Wan General Grievous nachjagt, findet sein geängstigter Padawan in Kanzler Palpatine einen verständnisvollen Zuhörer…

Star war 3

Nachdem George Lucas, Regisseur und Drehbuchautor der „Star Wars“-Saga, sich mit „Die dunkle Bedrohung“, dem ersten Teil der neuen Trilogie, so weit vom Flair der Originale entfernte, war es klar, dass die Fans ziemlich verärgert waren. Durch „Angriff der Klonkrieger“ schaffte es Lucas nur bedingt die Kino-Geher zu besänftigen, wenngleich es bedeutete, dass es mit „Die Rache der Sith“ qualitativ fast nur nach oben gehen konnte. Obwohl ich, als der Film ins Kino kam, nicht begeistert war und ihn für den schlechtesten der Trilogie hielt, hat sich meine Meinung nach erneutem Sehen geändert.

Wie schon bei den Vorteilen, setzte Lucas hier wieder im Übermaß an CGI, das qualitativ sehr schwankt. Wirklich störte es mich bei animierten Charakteren. Yoda sieht dermaßen künstlich aus, das es schwer fällt, sich auf ihn und nicht auf die schlechte Animation zu konzentrieren, die ein wirklicher Dorn im Auge ist und auch General Grievous kann man nicht ernst nehmen, vor allem wegen seinen Atemproblemen. Bei Gebäude ist mir das noch eher egal, wenngleich mal meinen sollte, dass es nicht so schwierig sein kann, unbewegliche Objekte am Computer entstehen zu lassen.

Was George Lucas seinen Kino-Gehern wohl nicht zutraut, ist sich gewisse Dinge selber zu denken. Daher lässt er konstant Charaktere offensichtliche Dinge erklären, zB wenn sie eigentlich alleine sind. Oder Roboter die miteinander Englisch reden obwohl kein Mensch in der Nähe ist.

George Lucas versuchte alle losen Enden und Fragen zu beantworten und schaffte dies auch und so legte er den Grundstein für die Original-Trilogie, wenngleich streckenweise sehr unbeholfen. Es ist zwar nett wenn man Chewbacca für 1 Sekunde trifft, aber komplett unnötig für den Plot.

Hayden Christensen (Jumper) als Anakin aka Darth Vader, schaffte es nur bedingt, den in Anakin knapp unter der beherrschten Oberfläche brodelnden Zorn darzustellen und hat während des ganzen Films vielleicht 2 verschiedene Gesichtsausdrücke (das eine wirkt, als ob er unter Verstopfung leide), die ihn steif wirken lassen und man kann fast nicht glauben, dass aus diesem Bubi mal einer der besten Bösewichte der Filmgeschichte werden soll. Was ich aber sagen muss, ist, dass sein erster Auftritt als Böser optisch gut gemacht ist (Gesicht durch Kaputze verhüllt, im Halbdunkel, mit verfärbten Augen). Anakin wechselte nicht mit vollem Bewusstsein die Seiten, sondern schlitterte durch seine Naivität und sein Gefühl der Ohnmacht langsam in seine Rolle als Sith bzw Darth Vader.

Natalie Portman (Thor 2) als Padme hat hier nicht wirklich viel zu tun, außer in Anakin verliebt zu sein und an der Seitenlinie zu stehen, als die Demokratie zu Grunde geht. Verschwunden ist die Padme, die den Bösen auch schon mal in den Arsch tritt, statt dessen ist die sehr clevere Frau dazu verdammt, hinter Anakin zu stehen und nicht sehen zu wollen, dass er sich in ein gefährliches Monster entwickelt. Letztlich ist sie ein Teil von Anakins Motivation sich auf die dunkle Seite der Macht zu begeben, da dieser glaubt, sie so vor ihrem Schicksal retten zu können. Portman ist gemeinsam mit Christensen für einige der dümmeren Sager des Films verantwortlich, die schon mal schmerzen (Ich liebe dich. – Aber ich liebe dich mehr!) und zeigen, dass Drehbuchautor George Lucas nichts von Romantik versteht.

Ewan McGregor (Mortdecai) als Obi Wan Kenobi ist eine meiner Lieblingsfiguren in diesem Film. Er ist gütig, weise und ein guter Lehrer, weswegen ihn Anakins Verrat besonders tief trifft. McGregor darf es in einigen Kampfszenen so richtig krachen lassen und schlägt sich dabei hervorragend. Ein absolutes Highlight ist hier der Endkampf über der Lava, der nicht nur optisch eine Wucht ist, sondern auch mit einem gut gemachten Laserschwert-Duell aufwarten kann. Sowohl Hayden Christensen als auch Ewan McGregor zeigen hier Talent und wirken glaubwürdig, wenn sie sich beinahe ebenbürtig gegenüber stehen.

Fazit: „Die Rache der Sith“ legt den Grundstein für die Original-Trilogie und zeigt die Entwicklung eines fantastischen Bösewichts, der in seine Rolle hinein schlitterte. Dieser Film ist bei weitem nicht so gut wie die Originale, kommt aber von den neuen Teilen noch am ehesten an deren Qualität ran.

Dieser Film bekommt von mir 7/10 schwer atmende Punkte.


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