The Sly Collection (Game Review)

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Drei Spiele in einem – das muss man der „Sly Collection“ mal nachmachen. Nur selten bietet eine einzige Silberscheibe insgesamt 30 Stunden Spielzeit. Der listige Waschbär Sly ist kein Unbekannter, sondern einer der großen Helden der PS2. Sly stammt aus einer Zeit, bevor Ratchet & Clank ihren Weg zu Ruhm und Reichtum antraten.

Dass die Spielesammlung kaum mit Neuerungen aufwartet, überrascht nicht. Move-Besitzer freuen sich zwar über eine Handvoll zusätzlicher Minigames, aber das war’s dann auch schon. Dafür haben Sly und seine Diebes-Kumpels nie besser ausgesehen. Die Spielfiguren haben ein paar Polygone mehr spendiert bekommen. Dass sie jetzt geschmeidiger denn je über den Bildschirm huschen, liegt auch an der verbesserten (akkurateren) Steuerung.

Die bedeutendste Veränderung gegenüber den Urversionen der Sly-Titel ist leicht zu übersehen: Der Bildschirminhalt erstreckt sich nun auf den gesamten HD-Bereich aktueller Fernseher. Die hinzukommenden seitlichen Bereiche des 16:9 Formats vergrößern den Panorama-Eindruck, was gerade bei plattformbasierten Games eine feine Sache ist! Wer sich aber Full HD erwartet, wird enttäuscht. 720p ist das Höchste der Gefühle.

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Immer schon spannend an der Trilogie war und ist, dass jeder Teil einen eigenständigen Weg geht. Der Ur-Sly erzählt eine lineare Geschichte, das Sequel gibt dem Spieler diverse Missionen in Auftrag, und die dritte Folge setzt in Sachen Action nochmal eins drauf. Die 3D-Sequenzen des dritten Teils wurden übrigens aufgepeppt, benötigen aber einen kompatiblen Fernseher.

Die „Sly Collection“ erscheint zu richtigen Zeitpunkt, und das sicher nicht zufällig. Da sich Sony derzeit vor allem auf den „Move“ konzentriert, sind traditionellere Exklusivtitel (ohne „Move“-Betonung) Mangelware. Die Sammlung dürfte wohl vergleichsweise wenig Entwicklungszeit in Anspruch genommen haben – trotzdem vergrößert sie jetzt die Auswahl im Weihnachtsgeschäft.

Mit „echten“ PS3-Titeln (wie dem letzten „Ratchet & Clank“) hält die „Sly Collection“ grafisch natürlich nicht mit. Ungeachtet dessen ist der Spielspaß ein großer. Gelegenheitsspieler sollten aber beachten, dass der Schwierigkeitsgrad von Sly höher ist als derjenige von Ratchet. Vor allem beim Springen ist teils hohe Präzision gefordert.

Wir vermachen der „Sly Collection“ 8 von 10 Punkten. Es sind neu aufgelegte, zum perfekten Zeitpunkt veröffentlichte Empfehlungspunkte.


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