How to Rob a Bank (Filmkritik)

Jinx (Nick Stahl) wollte einfach nur seine 20 Dollar abheben. Nach Abzug der Spesen blieben ihm aber weniger als 20 Dollar und so ging er zur nächst gelegenen Bank um sich zu beschweren und sein Geld direkt zu holen. Pech für Jinx, dass in genau dieser von ihm gewählten Bank ein Überfall unter der Leitung von Simon (Gavin Rossdale) stattfindet.
Nach einem kurzen Handgemenge kann Jinx schließlich in den Tresorraum flüchten, der sich daraufhin verschließt.

Nun sitzt er mit der Computerspeziallistin der Gangster Jessica (Erika Christensen) in einem Tresor voller Schließfächer fest, und hat eigentlich keine Ahnung was er tun soll. Die Diebe wollen hinein, er will nur hinaus und seine 20 Dollar abheben. Mit zwei Handys ausgestattet beginnt Jinx ein Verhandlungsspiel zwischen ihm, der Polizei, den Bankräubern, einem geheimnisvollen Drahtzieher im Hintergrund namens Nick und nicht zuletzt Jessica. Wer wird am Schluss der Gewinner sein der das Geld mit nach Hause nehmen kann?

Dies ist das Erstlingswerk eines jungen, unbekannten Regisseurs (von ihm stammt auch das Drehbuch), und er setzt dabei auf hippe Optik, gute Jungschauspieler und geistreiche Dialoge. Im Verlauf des ganzen Films werden insgesamt 10 Tips angebracht, wie man eine Bank überfallen kann, und auch noch damit davon kommt. Der Film weiß einfach was er ist und zelebriert es auch: hier stehen Spass und gute Unterhaltung im Vordergrund, ob das alles realistisch, ist ist dem Regisseur wohl ziemlich egal.

Wenn Jinx und Jessica über das Leben philosophieren, wie es von uns stiehlt, in Form von Spesen hier und ein paar Steuern dort, dann macht das gleichzeitig Spass, man denkt aber auch automatisch an die vielen kleinen Kosten die das „wahre“ (was soll das denn sein?!?) für uns so alles parat hält.

Nick Stahl, der den meisten wohl als John Connor aus Terminator 3 bekannt sein dürfte, ist dabei als Verlierer der seine große Chance wittert, Herz des Films und macht seine Sache gut und mit viel Spielfreude, Erika Christensen (spielte die Tochter von Michael Douglas in Traffic) ist ihm ebenbürtig und ist als einzige wichtige weibliche Figur auch der optische Leckerbissen.

Insgesamt macht How to rob a bank durchgehend Spass ohne zu schwächeln, und man hat die beiden Hauptdarsteller schnell ins Herz geschlossen und wünscht ihnen eine baldige Flucht aus der brenzlichen Lage (wenn möglich mit viel Geld).

Am Ende folgt hier natürlich noch ein Tip, den man beim nächsten Bankraub unbedingt beachten sollte: „Getting greedy with what you want to steal will only get you caught. You have to ask yourself why you think you can get away with it. Know why and the what, where and how will follow.“

How to rob a bank bekommt von mir 6,5/10 geistreiche Empfehlungspunkte.


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