Monster Island aka Orang Ikan (2025 Filmkritik)

Saito (Dean Fujioka) und Bronson (Callum Woodhouse) sind beide auf einem Kriegsgefangenenschiff gefangen und sie werden zusammengekettet. Als die Lag eskaliert und ein U-Boot das Schiff versenkt, kommen die beiden gerade noch so mit dem Leben davon und werden an den Strand einer verlassenen Insel angespült.

Aber die beiden können sich nicht leiden, weil … Gründe.

Als ein Monster auftaucht, welches offensichtlich auf der Insel wohnt und Bronsen fressen möchte, verjagt Saito es – mehr aus Reflex – was dazu führt, dass die beiden sich zumindest mal nicht mehr gegenseitig umbringen wollen.

Und dann geht es darum gemeinsam einen Weg zu finden, wie man überlebt und vielleicht auch irgendwann und irgendwie von der Insel entkommt …

Wenn man die Zusammenfassung liest, dann hat man eigentlich ein sehr klares Bild des Films vor Augen und irgendwie auch leichte „Enemy Mine“-Vibes. Und ja, das kommt auch gut hin. Aber dann kommt die Tatsache ins Spiel, die viele Filme besser macht als sie eigentlich sein dürften: „Monster Island“ wurde nicht in den USA gedreht, sondern in Asien, konkret Indonesien.

Und das macht einen großen Unterschied, weil der gesamte „US to the rescue“-Part (zum Teil) wegfällt. Ich könnte jetzt spoilern, aber das mach ich nicht. Ich sag es aber so: Beide Protagonisten bekommen ihren Platz im Scheinwerferlicht. Und den Ami-Part hat ein Brite bekommen. Also – alles gut? Naja, fast. Im Kern ist der Film nämlich tatsächlich völlig belanglos. Es geht um genau gar nichts. Wir wissen ja nicht einmal wirklich irgendwas über die Figuren.

Und trotzdem macht der Film Spaß. Er ist flott geschnitten, es gibt eigentlich so gut wie keine Pausen oder unnötige Szenen und die Action stimmt per se. Es gibt ein paar Zweikämpfe, die gut choreografiert sind und auch wenn das Monster im Grunde viel zu oft gezeigt wird, so ist der Spannungsaufbau bis dahin sehr gelungen.

Dazu kommt, dass die Dynamik und Kommunikation zwischen Saito und Bronson wirklich gut gemacht ist (sie sprechen die Sprache des jeweils anderen nicht) und man fühlt wirklich mit den beiden mit und es macht eine Freude zuzusehen, wie sie beginnen aufeinander zu vertrauen.

Das Monster hat ein paar Kills, ein paar davon ziemlich blutig (wenn auch nur kurz) und die Effekte sehen im Grunde genommen alle sehr gut aus. Das Design des Monsters ist jetzt nicht besonders aufregend – man hat ein ähnliches Design schon x Mal gesehen – und man sieht es viel zu früh in seiner Gänze, aber immerhin wird diese Tatsache dann dazu genutzt, dass man das Monster auch wirklich nutzt. Wie oben schon angeführt: Zweikämpfe. Und ja, wenn das Monster einen großen Sprung macht, dann wirkt das – wie in den meisten Filmen – lächerlich. Kommt aber eh nie vor.

Das Ende und was mit dem Monster passiert hat mich dann doch überrascht und ja, ich finde Kämpfe mit Samuraischwertern immer noch cool anzusehen. Die müssen nicht mal lang dauern oder eine extreme Choreografie haben – ich mag das einfach. Stell jemanden mit einem Samuraischwert hin, der (oder die) weiß, wie er (oder sie) es halten muss, stell ihn (oder sie) in Kampfpose und in meinem Hirn blinkt sofort das Wort „episch“ auf.

Wie dem auch sei: Macht „Monster Island“ irgendwas neu? Nein. Nichts. Ist es trotzdem einer der besseren Vertreter dieser Gattung Film, unterhält er und macht er Spa0: Definitiv. Gegen Ende gibt es dann sogar ein wenig Grund zur Rührung, auch wenn ich persönlich das Ende bzw. die letzte Szene (auf nem Schiff) nicht gebraucht hätte. Aber gut. Das schmälert den Rest nicht.

„Monster Island“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, für die einmalige Sichtung absolut ausreichende und unterhaltsame, Punkte.


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