Resident Evil: Operation Raccoon City (Game Review)

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Das T-Virus hat den größten Teil der Bevölkerung in Raccoon City in hirnlose Zombies verwandelt. Während Regierungstruppen versuchen eine weitere Ausbreitung zu stoppen und Hinweise für die Schuld der Umbrella Corporation zu finden, hat die ihre ganz eigenen Pläne. Denn um alle Beweise zu vernichten, schickt Umbrella kurzerhand eine eigene kleine Privatarmee ins Krisengebiet.

Nach dem fünften Resident Evil Teil darf es nun also ein Spin-Off sein. Dieses Mal wird die bereits bekannte Geschichte aus Sicht der anderen Seite erzählt und zwar aus der des Umbrella Security Service. Nun war Umbrella noch nie bekannt dafür, besonderen Wert auf seine Mitarbeiter zu legen und schon kommt das Gefühl auf, dass es dieses Mal vermutlich nicht anders sein wird.

Das Spiel selbst bereitet gemischte Gefühle. Die Areale wirken stellenweise wirklich groß und bieten nicht nur Platz für hervorspringende Zombies, sondern auch für diverse Extras, die ein genaueres Erkunden durchaus lohnenswert machen. Auf der anderen Seite sind viele Bereiche sehr detailarm und gerade die Indoor-Abschnitte sehen leider beinahe alle gleich aus.

Resident Evil: Operation Raccoon City

Etwas störend ist das Deckungssystem, dass wenn überhaupt nur sehr umständlich funktioniert. Die Geschichte an sich wirkt sehr linear und kommt im Wesentlichen ohne Highlights aus. Allerdings wissen die Anspielungen auf frühere Teile durchaus zu gefallen. So trifft man im Laufe der Handlung z.B. auf Jill Valentine oder findet sich in bereits bekannten Umgebungen wieder, um sich dort durch eine Horde Zombies zu schnetzeln.

Etwas, dass dem Spieler durchaus die letzten Nerven rauben kann, ist die künstliche Intelligenz. Da man immer in einer Vierergruppe unterwegs ist, kann die KI der restlichen Kameraden zeitweise schon gewaltig nerven, da diese etwa so geistreich agieren wie die Zombies, die es zu beseitigen gilt. Dieses Verhalten sorgt zuweilen nicht nur für Frust beim Spieler, sondern auch für einen zuweilen stark schwankenden Schwierigkeitsgrad.

Nur gut dass die Missionen auch online mit drei menschlichen Mitspielern spielbar sind. Diese Kombination macht nicht nur mehr Spaß, sondern schafft es zudem noch über so manche Schwächen im Gameplay weg zu täuschen. Über ein spielinternes Erfahrungssystem könnt ihr zudem euer Arsenal und neue Fähigkeiten freischalten. Da man diese Erfahrungspunkte erst nach dem Ende einer Partie bekommt, werden Spieler zusätzlich fürs Durchhalten belohnt.

Sollte man mit der Kampagne durch sein, oder einfach gerade keine Lust darauf haben, gibt es noch den einen oder anderen durchaus unterhaltsamen Multiplayermodus. Neben Dingen wie dem klassischen Team-Deathmatch, sticht hier vor allem der Biohazard-Modus heraus. In diesem Fall müsst ihr eine Virusprobe in die eigene Basis schaffen, während alle anderen versuchen euch aufzuhalten.

Für Resident-Evil Fans ist das Spiel natürlich eine klare Empfehlung. Zusammen mit anderen menschlichen Mitspielern ist die Kampagne zudem sehr unterhaltsam und in Verbindung mit den anderen Multiplayermodis ist Langzeitspaß garantiert. Dennoch hat Capcom bei Resident Evil: Operation Raccoon City einiges an Potential verschenkt.

„Resident Evil: Operation Raccoon City“ bekommt von uns 7,5/10 Empfehlungspunkte.


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