P4,5 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sun, 13 Sep 2026 13:44:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.12 Above and Below (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/15/above-and-below-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/15/above-and-below-2026-filmkritik/#respond Tue, 15 Sep 2026 05:00:09 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39217 Tatiana (Laura Marano) macht ihr Bruder wieder mal Sorgen. Gerade hat er gegen Burns (Antonio Banderas) Geld verloren, doch dieser hat Mitleid mit ihm und deshalb schenkt er ihm einen Ausflug auf einem Boot, auf dem man im Käfig Hai-Tauchen … Weiterlesen

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Tatiana (Laura Marano) macht ihr Bruder wieder mal Sorgen. Gerade hat er gegen Burns (Antonio Banderas) Geld verloren, doch dieser hat Mitleid mit ihm und deshalb schenkt er ihm einen Ausflug auf einem Boot, auf dem man im Käfig Hai-Tauchen kann.

Der Traumurlaub der insgesamt fünf Freunde in Mexiko scheint daher trotz des Geldverlustes, gerettet zu sein. Als sie jedoch zufällig entdecken, dass das Boot gleichzeitig zum Schmuggeln von Drogen benutzt wird, haben sie plötzlich ein ganz andere Probleme…

Von seinem für mich besten Film Accident Man bis hin zu seinem mittelmäßigen Chief of Station, Regisseur Jesse V. Johnson hat sich bei seinen Filmen der Action verschrieben. Darum wundert es auch nicht, dass die imdb hier nicht Horror als Genre angegeben hat, obwohl die Story wie eine Variation von 47 Meters Down klingt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: der Film ist in Summe nicht wirklich gut, aber er hat Dinge, die funktionieren. Wie der Titel bereits vermuten lässt, lauert hier die Gefahr nämlich nicht nur im Wasser, sondern auch darüber. Die zwei Ebenen Drogenschmuggel und Hai-Survival-Drama zu verbinden, ist an sich eine spannende Idee.

Die Szenen unter Wasser sind dann zwar Genre typisch, dafür aber atmosphärisch gelungen. Was man nicht von der menschlichen Gefahr an Bord behaupten kann. Die Stimmung hat mehr von einem Kasperl-Theater, als von einem Kammerspiel. Antonio Banderas (Gun Shy) als Burns holt sich hier einfach seinen Gehaltsscheck ab, ohne sich auch nur ansatzweise anzustrengen.

Den jungen männlichen Darstellern kennt man ihre Unerfahrenheit bzw. wenig vorhandenes Können an, dafür machen die Ladys (nicht nur optisch, obwohl die Kamera unter Wasser von hinten gerne ein gewisses Körperteil in den Fokus rückt) einiges wieder gut. Vor allem Sängerin und Schauspielerin Laura Marano (The Royal Treatment) als Hauptfigur Tatiana überzeugt durch Natürlichkeit und Kampfgeist.

Die Ambivalenz von gewissen Figuren, ist ebenso erfreulich. So nach dem Motto: das Gesetz brechen ja, aber es gibt auch Regeln, so wie etwa zu seinem Wort zu stehen. Dennoch lauert hier die wahre Gefahr bzw. liegt hier der Schwerpunkt, denn die Haie an sich töten nur einen einzigen Menschen.

Grundsätzlich ist es ja nicht schlecht, dem Hai-Genre abseits der Trash-Ebene neue Impulse zu verpassen. 2026 ist aber scheinbar kein gutes Jahr dafür. The Devil’s Mouth und vor allem Chum, haben das zuletzt für mich bewiesen. Hier ist es wohl vor allem das uninspirierte Drehbuch und die größtenteils gelangweilten/überforderten Darsteller, die die Sache hinunter ziehen.

Maranos Performance macht Spaß und die CGI-Haie sehen richtig gut aus, vor allem in Kombination mit den praktischen Effekten (echtes Kunstblut usw). Viel mehr Positives kann ich über diesen Film, der streckenweise langweilig und in den schlimmsten Momenten auch lächerlich ist, nicht wirklich sagen. Der Hai-Boom 2026 geht auf jeden Fall weiter, denn ich habe bereits den nächsten (besseren) Genre-Beitrag gesehen.

„Above and Below“ bekommt von mir 4,5/10 geschenkte Ausflüge auf einem Boot für Drogenschmuggel, in Zukunft lieber nicht annehmende Empfehlungspunkte.

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The Bay (2026 Movie) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/20/the-bay-2026-movie/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/20/the-bay-2026-movie/#respond Thu, 20 Aug 2026 05:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39149 Emma (Francesca Eastwood) und Lani (Dani Oliveros) besuchen die Hochzeit einer Freundin. Dort werden sie von Mandal (Alexander Wraith) angequatscht, der sie zu einer gemeinsamen Bootstour überredet. Zum Hai-Anschauen und füttern. Alles soweit gut, bis es eben nicht mehr gut … Weiterlesen

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Emma (Francesca Eastwood) und Lani (Dani Oliveros) besuchen die Hochzeit einer Freundin. Dort werden sie von Mandal (Alexander Wraith) angequatscht, der sie zu einer gemeinsamen Bootstour überredet. Zum Hai-Anschauen und füttern. Alles soweit gut, bis es eben nicht mehr gut ist. Der Motor des Boots gibt auf und über Funk erreichen sie niemand. Was tun?

Als dann auch noch ein Leck im Boot entsteht, wird die Lage immer brenzliger. Die Emotionen kochen hoch. Was ist die größere Gefahr? Die Haie im Wasser? Oder die Menschen im Boot?

Scheinbar stehen Hai-Filme wieder hoch im Kurs. Zumindest kommt es mir so vor. Vielleicht kriege ich es auch einfach wieder nur mehr mit. Wer weiß – jedenfalls haben wir mit „The Bay“ einen Vertreter dieser Gattung. Oder er wird zumindest so vermarktet. Aber eigentlich trifft es diese Bezeichnung nicht so richtig. Die Haie spielen hier nämlich nur eine untergeordnete Rolle. Die Intention von Drehbuchautor und Regisseur Phil Volken ist klar und die wird auch gut vermittelt: Das Monster ist der Mensch. Haie sind nur Tiere. Weder gut noch böse. Dieser Teil kommt auch ganz gut rüber. Der Rest jedoch … ist teilweise wirklich zäh.

Das liegt zu einem großen Teil daran, dass die Figuren nicht besonders sympathisch sind und ich für meinen Teil auch einfach zu wenig Informationen über sie bekommen habe. Ich meine nicht Fakten, sondern wie sie als Charaktere ticken. Das sind Schablonen mit wirklich wenigen Eigenschaften. Dabei kommen die Männer noch gut weg.

Mandal ist zwar als er Emma auf der Hochzeit beim Buffet anredet nicht unbedingt ein Sympathieträger, aber er entwickelt sich während des Films positiv, wie ich finde. Er hat klare Werte und für die steht er ein. Also ein an und für sich sogar ein sympathischer Charakter. Auch wenn er mehr oder weniger an der ganzen Misere schuld ist. Sein Kollege Ruhan (gespielt von Ta’imua) wird ebenfalls zu einem wichtigen Charakter. Er hat eine Vorgeschichte mit Haien und bekommt deshalb halbwegs Panik – und dann macht er wirklich dumme und selbstsüchtige Sachen.

Die Damen? Die sind Freundinnen. Und die muss man halt mögen, weil sie ja Frauen sind und scheinbar die Opfer. Punktum. Wozu mehr an Charakterzeichnung? Eben. Immerhin wird auf ein peinliches Drama zwischen den beiden verzichtet. Da gibt es keine „Du hast vor zweihundert Jahren mit meinem Freund geschlafen“-Momente oder ähnlich „tolle“ Szene. Ist ja auch schon was.

Trotzdem schafft es der Film nicht, über die Tatsache hinweg zu unterhalten, dass er im Kern ausschließlich auf einem kleinen Mini-Boot spielt. Da kann die Kamera noch so wackelig sein. Wenn die Perspektive egal ist, weil der Hintergrund immer gleich aussieht (Wasser, ein entfernter Strand), dann ist Abwechslung halt schwer.

Es gibt dann ein paar Szenen in denen Menschen sterben (Überraschung!) und diese werden sehr zelebriert. Ich meine nicht die Todesszene an sich, sondern der Schock der noch Überlebenden. Ich verstehe, was versucht wurde und ich finde es ja gut, sich dafür Zeit zu nehmen. Allerdings kommt das alles halt an einem Punkt, an dem ich schon fast zweimal eingeschlafen bin. Es gibt, als Beispiel, eine Szene in der klar ist, dass eine Leiche ins Wasser geschoben werden soll, damit das Blut die Haie ablenkt. Das wäre die Chance, um zu entkommen. Allerdings will das eine der Personen nicht, weil dadurch die Leiche einer geliebten Person sozusagen „entweiht“ wird. Das ist nachvollziehbar. Eine gute Idee, das auch in einen Film einzubauen. Da sind Emotionen. Das ist menschlich. Super.

Allein, die Szene zieht sich ewig. Wirklich ewig. Nicht in Echtzeit, aber emotional. Soll heißen: Es wird langweilig. Noch dazu folgt kurz darauf eine weitere ähnliche Szene. Da habe ich dann gegähnt. Ich honoriere die Idee. Ich zweifle an der Umsetzung.

Dann gibt es noch das „richtige“ Ende. Auch hier gilt: Idee gut. Umsetzung – in diesem Fall sogar ebenfalls gut. Wäre der Film davor nicht so gefühlt lang und zäh gewesen, dann wäre es sicher auch befriedigender. Aber so … naja. Schade. Manche Szenen an sich sind super geworden. Da stimmen Musikeinsatz und -auswahl, die Bilder dazu. Das funktioniert. Leider aber eben weit nicht über den ganzen Zeitraum des Films hinweg. Die meiste Zeit hatte ich beim Anschauen das Gefühl, dass hier künstlich Drama erzeugt wird, wo gar keines ist.

Und das ist für keinen Film eine gute Sache. Schauspielerisch hätte ich mir allerdings – gerade von Clint Eastwoods Tochter – mehr erwartet. Kann aber auch sein, dass die Leistung untergeht, weil der Rest halt … ihr wisst schon. Siehe oben.

„The Bay (2026)“ bekommt von mir 4,5 von 10 möglichen, leider am Drama vorbei inszenierende, Punkte.

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The Devil’s Mouth (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/04/the-devils-mouth-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/04/the-devils-mouth-filmkritik/#respond Tue, 04 Aug 2026 05:00:12 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39093 Ein Thailand-Urlaub von fünf College-Freunden, das klingt doch wie der Traum jedes jungen Menschen, bevor der Ernst des Berufslebens beginnt. Sara (Kathryn Newton) freut sich dabei aus (tragischen) persönlichen Gründen auf Unterwasserhöhlen namens The Devil´s Mouth. Die Stimmung bei dem … Weiterlesen

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Ein Thailand-Urlaub von fünf College-Freunden, das klingt doch wie der Traum jedes jungen Menschen, bevor der Ernst des Berufslebens beginnt. Sara (Kathryn Newton) freut sich dabei aus (tragischen) persönlichen Gründen auf Unterwasserhöhlen namens The Devil´s Mouth.

Die Stimmung bei dem an sich fröhlichen Trip leidet dabei immer wieder unter Max (Lana Condor), die zwar eigentlich die beste Freundin von Sara ist, doch immer alles bestimmen und kontrollieren muss. Als jedoch ein Bullenhai innerhalb der Höhlen auf sie Jagd macht, haben sie plötzlich ganz andere Probleme…

Regisseur Jeff Wadlow (Imaginary) ist hier am Blog unten durch, seit er Kick-Ass 2 verbrochen hat. Bei diesem Ende July 2026 auf Amazon Prime erhältlichen Film bin ich aber dennoch gelandet und zwar wegen Hauptdarstellerin Kathryn Newton. Ihre Energie besonders auch in Horror-Filmen (Freaky, Abigail, Ready or Not 2), mag ich einfach.

Hiermit geht auch der Mini-Boom heiter weiter und zwar geht es darum Creature Features zu drehen, die sich weg vom Trash entwickeln, in dem sie jahrelang verankert schienen. Dank Wadlow waren meine Erwartungen hier sehr gering und das ist auch gut so, denn dieser Film ist über längere Strecken vor allem eines und das ist langweilig.

Die Story rund um den Hai ist dabei der Rahmen, doch in Kern geht es um die von Kathryn Newton gespielte Sara und über ihre Beziehung mit ihrer besten Freundin Max. Max die Macherin, die organisiert, bestimmt, Sara aus einem Tief geholt hat, einfach ihre Meinung durchsetzt. Wenn etwas schief geht, ist es aber natürlich nicht ihre Verantwortung. Kurz: eine toxische Egomanin.

Vielleicht ist das ja der subversive Trick des Filmes, dass man einfach darauf wartet, bis der Hai – der sehr vom Drehbuch gesteuert und nicht natürlich agiert – endlich kurzen Prozess mit ihr macht. Immerhin ist sie durch ihre Entscheidungen an allen Toden ihrer Freunde mitverantwortlich. Davor sollte ihr Sara noch einmal nachdrücklich ihr Fehlverhalten darlegen, damit das Final Girl hier endgültig über sich hinaus wachsen kann.

Bis das passiert – und das ist 100 prozentig vorhersehbar – muss man aber noch die anderen Charaktere loswerden. Bei zwei von denen finde ich das richtig schade (obwohl es klar war) und das kann man dem Drehbuch und den Darstellern ruhig zu gute halten (sympathische Charaktere statt reines Kanonen..sorry, Haifutter), aber gestört hat mich ihr Ableben dennoch.

Was übrigens sehr harmlos inszeniert ist, sind die Hai-Attacken. Man sieht schon Blut, oder einen halbierten Körper, aber die Angriffe an sich bleiben schön zahm. Wie oft Newton dabei in Gefahr ist und wie sie agiert, zwischen Survival-Nerd und echtem Kampfmodus, habe ich sehr sympathisch gefunden. Lana Condor (Pretty Lethal) als Max ist dafür auf mehreren Leveln nervig und manipulativ, das ist schon gut gespielt.

In Summe besticht der Film mit seinen in Bangkok eingefangenen Bildern und mit Katheryn Newton, die von der Art her und im Bikini eine gute Figur macht. Der Film ist handwerklich in Ordnung und erlaubt sich keine Schnitzer, was die Effekte betrifft, aber er bringt so richtig gar nichts Neues für dieses Genre mit und das Drama zwischen den ums Überleben kämpfenden Menschlein, ist für mich unnötig und als „ups, jetzt ist durch einen Streit eine weitere Figur gefressen worden“ Gimmick, auch irgendwie ärgerlich.

„The Devil´s Mouth“ bekommt von mir 4,5/10 das nächste Mal lieber ohne den Tod sämtlicher Freunde den Mut zur Weiterentwicklung findende Empfehlungspunkte.

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Turbulence (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/29/turbulence-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/29/turbulence-2025-filmkritik/#respond Thu, 29 Jan 2026 05:00:54 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38408 Emmy (Hera Hilmar) ist Kindergärtnerin, die nach dem Verlust ihres Babys, gerade eine schwere Zeit durchlebt. Ihr Mann Zach (Jeremy Irvine) ist ein reicher Geschäftsmann, der versucht ihr die Freiheit zu geben, die sie derzeit braucht. Aktuell planen sie gerade … Weiterlesen

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Emmy (Hera Hilmar) ist Kindergärtnerin, die nach dem Verlust ihres Babys, gerade eine schwere Zeit durchlebt. Ihr Mann Zach (Jeremy Irvine) ist ein reicher Geschäftsmann, der versucht ihr die Freiheit zu geben, die sie derzeit braucht. Aktuell planen sie gerade gemeinsam eine Heißluftballon-Fahrt.

Diese soll zu einer Wiederbelebung ihrer Beziehung führen. Als jedoch Julia (Olga Kurylenko) ebenfalls an der Fahrt teilnimmt – eine Dame, der Zach am Vorabend einen Drink spendiert hat und mit ihr ins Gespräch gekommen ist – entwickelt sich plötzlich eine seltsam feindselige und unberechenbare Stimmung an Bord…

Beim letzten Film von Regisseur Claudio Fäh, hat Produzent Andy Mayson erstmals das Drehbuch geschrieben. Der hieß No Way Up und neben zu wenig Bindung zu den Figuren, war auch der fehlende Humor ein Negativpunkt. Nun haben die beiden Herren in den gleichen Funktionen einen weiteren Film gemacht und die ernste Herangehensweise, passt hier besser, doch Vorhersehbarkeit und unsympathische Charaktere, ziehen die Sache ordentlich nach unten.

Beginnen werde ich aber mit dem Szenario. Dies ist nämlich einer dieser Filme, die die meiste Zeit über an einem Ort spielen, um genau zu sein in einem Heißluftballon. Es wurde hier ja auch teilweise in den Dolomiten gedreht und die gewählte Optik, wird die Zuseher wohl eher spalten. Einerseits erschaffen Aufnahmen mit Weitwinkel und wie aus einem Bullauge ein dynamisches mittendrin Gefühl, andererseits wirkt der Himmel, vor allem der Nebel und der Sturm, eher künstlich.

Ob das die Nachbearbeitung besser gemacht hat oder so der Look erst entstanden ist, kann man dabei nicht klar sagen. Langweilig wird es dafür auf Grund der Spannung zwischen den Figuren, auf diesem kleinen Raum nicht wirklich, doch dafür weiß man 100 prozentig, was passieren wird, weswegen ich mir hier fast die Spoiler Warnung sparen kann. Dass der von Kelsey Grammer gespielte, zwischen witzig und nervig schwankende Pilot über Bord gehen wird, ist so klar, dass es schon weh tut.

Vor allem wie es dann passiert. Daran ist Olga Kurylenko (Afterburn) als Julia Schuld und es ist schon eine eigene Kunst ihre Figur, die zumindest teilweise ein Opfer sein soll, so zu gestalten, dass ich mir gewünscht habe, sie wäre stattdessen hinaus geflogen. Wie sie ihre Dialoge bringt wirkt dabei so, als hätte sie kein Gefühl für ihre Figur, weswegen ihre Sätze so aus ihrem Mund kommen, als würden sie auswendig mit der richtigen Emotion versehen, aufgesagt werden.

Was man über Jeremy Irvine (Fallen) als Zach weiß, nun wer da nicht errät ob er ein liebender Ehemann und menschlicher Boss ist oder doch eher ein betrügendes Ekelpaket, der hat entweder noch nie einen Film gesehen oder die Menschenkenntnis eines unerfahrenen Kleinkindes. Was mich freut, ist es nach dem gefloppten Mortal Engines, Hera Hilmar endlich wieder mal zu sehen. Zugegeben, wie sie sich als Emmy, nachdem sie ein Baby verloren hat, verkriecht und den Mann auf Distanz hält, ist zwar verständlich, doch auf längere Sicht sicherlich nicht gesund.

Wie Hilmar dann aber ihr fast elfenhaftes Erscheinungsbild hält und man die Trauer und Verunsicherung immer von ihr ausstrahlen spürt, macht sie mit Abstand zur spannendsten Figur hier. Ebenso stimmig ist ihr Weg aus der Krise und die mehr als eindeutige Symbolik mit dem Ballast des alten Lebens abwerfen und sich befreien. Das macht zwar die übrigen Schwächen nicht besser, aber es liefert die eine Figur, die der Film so bitter nötig hat und das ist die einzige Person, der man wünscht, dass sie diese Ballonfahrt überleben wird.

Ein interessanter Start und eine einnehmende Prämisse, werden hier also schnell in luftiger Höhe, vom Winde verweht. Dass es höchstens eine Figur gibt, die man mögen kann und keine, die richtig herausragt, hilft der Sache ebensowenig wie die Tatsache, dass zwar immer wieder etwas passiert, man aber nie richtig das Gefühl von Gefahr oder Höhenangst spürt. Vor allem weil Hilmar ihre Sache fein macht, habe ich eine einmalige Sichtung an einem anspruchslosen Nachmittag, dennoch nicht bereut.

„Turbulence“ bekommt von mir 4,5/10 lebensverändernde Themen sich wie viel heiße Luft anfühlen lassende Empfehlungspunkte.

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Afterburn (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/04/afterburn-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/04/afterburn-filmkritik/#respond Tue, 04 Nov 2025 05:00:36 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38129 Nachdem eine riesige Sonneneruption einen Großteil der Welt zerstört hat, regieren mächtige Feldherren – auch bekannt als Könige oder Tyrannen – über die überlebenden Menschen. King August (Samuel L. Jackson) ist einer von ihnen und er ist spezialisiert darauf, kulturell … Weiterlesen

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Nachdem eine riesige Sonneneruption einen Großteil der Welt zerstört hat, regieren mächtige Feldherren – auch bekannt als Könige oder Tyrannen – über die überlebenden Menschen. King August (Samuel L. Jackson) ist einer von ihnen und er ist spezialisiert darauf, kulturell wertvolle und leider verschollene Gegenstände, wiederzufinden und zu archivieren.

Das macht er natürlich nicht selbst, sondern er hat dafür Jake (Dave Bautista), der beste Mann um Sachen aller Arten zu finden. Sein aktueller Auftrag betrifft die Beschaffung der Mona Lisa und dafür muss er in ein berüchtigtes Gebiet in Frankreich vordringen, in dem ein grausamer Diktator herrscht…

Dieser Film basiert auf der gleichnamigen Graphic Novel von Red 5 Comics, einem kanadischen Independent Comic-Verlag. Regie führte Ex-Stuntman J.J. Perry, für den es nach Dayshift und The Killer´s Game, sein dritter Film in dieser Funktion ist. Seit 2008 arbeitete man bereits an Ideen, die Story zu verfilmen, da wurden Männer wie Antoine Fuqua (The Equalizer) oder Tommy Wirkola (The Trip) für die Regie genannt und Gerard Butler, sollte die Hauptrolle übernehmen.

Schließlich wurde es Dave Bautista, der die Hauptrolle übernahm und als Produzent mit an Bord kam. Den habe ich dieses Jahr bereits einmal gesehen und zwar in „In the Lost Lands„, für mich eindeutig ein Tiefpunkt in seiner Karriere. Was nach all der Vorgeschichte wohl keinen wundern sollte: natürlich ist dieser Film finanziell ein riesiger Flop gewesen, denn obwohl hier alles nach Home Video Release bzw. heutzutage Streaming Release schreit, war der Film sogar im Kino.

Meine Gefühle waren von Anfang an etwas gemischt. Wenn man in einer der ersten Szenen Batista ein Fernglas benutzen sieht und an mehreren Stellen Rauch aufsteigt, dann war ich mir nicht sicher, ob nun der CGI Rauch oder Batistas gefärbter Bart unechter aussehen würden. Dann folgt sein eigentlich cleverer Einbruch in einen Tresor, danach kommt seine Shotgun zum Einsatz und zwar so wuchtig, blutig und cool, dass es eine Freude ist.

Da wurde mir klar, dass dieser Film leider nie so schlecht werden würde, dass er wieder lustig ist. Die Mischung aus Postapokalypse und autoritärem Regime ist nur in Ansätzen glaubhaft, Alles wirkt irgendwie zu sauber bzw. absichtlich auf schmutzig gemacht. Man kann Vorbilder erkennen, an denen sich die Optik anlehnt, aber der Hommage Status wird nie erreicht, es wird vielmehr die „billige Kopie Atmosphäre“ verstreut.

Die längste Verfolgungsjagd ist anfänglich cool, doch schnell hat man durchschaut, es geht nämlich nur darum Sachen in die Luft zu jagen, immerhin schießt ja ein Panzer auf die Flüchtigen. Nur die Messerkämpfe und Schusswechsel, da spürt man die Kraft dahinter, die bleiben blutig und durchgehend lässig. Wie Batista jedoch beim Finale seine Gegner fast im Wrestling-Stil durch die Gegend wirft, ist beinahe lächerlich und der Kampf gegen die Nummer eins des Oberbösen (und gegen ihn selbst), ist extrem verschenkt, genau wie die dazugehörigen Darsteller.

Und was ist mit den übrigen Schauspielern? Die hab ich alle schon stärker erlebt. Dave Bautista passt physisch, wirkt aber dann unbeholfen, wenn er einen witzigen Spruch lassen will oder sich über seine Situation ärgert. Komisch, unter dem richtigen Regisseur kann er sowas nämlich sehr gut. Olga Kurylenko (Chief of Station) als Rebellin wechselt zwischen übercool und verloren wie ein kleines Kind und Samuel L. Jackson (The Marvels) spielt seinen „König“ nicht als könnte er im Schlaf spielen, sondern als würde er im Schlaf spielen.

Abgerundet durch die schrecklich kitschigen (ja, dürfte gewollt sein, wirkt dennoch daneben) Träume einer besseren Zukunft für den Helden ergibt das einen Film, bei dem man sagen kann, dass es alle Beteiligten egal welche Aufgaben sie in diesem Film hatten, schon mal besser hinbekommen haben. Ich kenne natürlich viel schlimmere Genrebeiträge, aber so generisch, langweilig und fast gänzlich frei von stimmiger Atmosphäre, habe ich schon lange keinen „actionreichen Kinofilm“ mehr gesehen.

„Afterburn“ bekommt von mir 4,5/10 den Willen für eine zivilisierte Welt nach der Apokalypse zu kämpfen, völlig verloren habende Empfehlungspunkte.

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In the Lost Lands (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/04/17/in-the-lost-lands-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/04/17/in-the-lost-lands-filmkritik/#respond Thu, 17 Apr 2025 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37582 Magierin Gray Alys (Milla Jovovich) hat einen Auftrag von ihrer Königin erhalten. Dafür muss sie jedoch in die Verlorenen Lande reisen, weswegen sie einen Reisebegleiter sucht, der sie ans Ziel bringt. Konkret sucht sie nach einem Werwolf, der bisher alle … Weiterlesen

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Magierin Gray Alys (Milla Jovovich) hat einen Auftrag von ihrer Königin erhalten. Dafür muss sie jedoch in die Verlorenen Lande reisen, weswegen sie einen Reisebegleiter sucht, der sie ans Ziel bringt. Konkret sucht sie nach einem Werwolf, der bisher alle seine Jäger, umbringen konnte, weswegen der Begleiter ein wagemutiger sein sollte.

In Boyce (Dave Bautista) findet sie einen Mann, der bereit ist sämtlichen Gefahren an ihrer Seite zu trotzen. Dennoch will er sie immer wieder überreden, das gefährliche Unterfangen, doch lieber zu unterlassen. Das Biest ist jedoch nicht das einzige Problem der beiden, denn sie werden verfolgt von den Gefolgsleuten der Kirche, die sich gegen ihre Königin stellen wollen…

In the Lost Lands ist eine Kurzgeschichte von Game of Thrones Autor George R. R. Martin, die erstmals im Jahr 1982 in der Anthologie-Reihe „Amazons II“ erschienen ist. Er wollte mit Hauptfigur Gray Alys noch mehrere Geschichten verfassen, ist aber nie dazu gekommen. Nach diversen Verzögerungen über einige Jahre, ist die Story nun von Paul W.S. Anderson (Monster Hunter) verfilmt worden und seine Lieblingsdarstellerin im echten und fiktiven Leben Milla Jovovich (sie sind mitsammen verheiratet), hat die Rolle der Gray Alys übernommen.

Herausgekommen ist dabei ein optisch bestechender Film, der beim Schauspiel öfters und beim Drehbuch völlig versagt hat. Aber widmen wir uns doch zuerst den guten Sachen. Visuell taucht man hier in eine ganz eigene Welt ein – spontan fallen mir als optische Vergleiche Priest oder Rebel Moon ein – man befindet sich hier vom Gefühl her irgendwie in einer postapokalyptischen Hyperrealität, beherrscht von einem autoritären Regime.

Die Geschichte an sich, hat dann wiederum etwas von einem Western, wobei, was soll das hier eigentlich für eine Story sein? Kennt ihr den englischen Ausdruck „the story is all over the place“? Genau dafür ist dieser Film ein Paradebeispiel. Intrigen, Twists, Verrat, Revolution, alles in den Mix geworfen und auch wenn viele Filme der letzten Jahre ihre Laufzeit unnötig in die Länge gezogen haben, hier reichen gute 90 Minuten einfach nicht, um ein Gefühl für die Sache zu bekommen.

Aber so ist das eben bei Fast Food, es befriedigt dich nur optisch und am Ende bleibt der Hunger. Die Action ist voller CGI und nicht nur deswegen langweilig und zusätzlich kopiert Anderson sich teilweise selbst, in dem er Zeitlupen wie bei seinen Resident Evil Filmen benutzt. Gray Alys soll ja eine dramatische Figur sein, die (warum auch immer) Niemanden einen Wunsch ablehnen kann, der sie beauftragt. Dadurch entstehen logischerweise mindestens moralische Dilemmas.

Theoretisch zumindest, denn sie ist viel zu kühl und trotz Momenten der Verletzlichkeit viel zu stark – ihre Kräfte werden nie genau definiert, auch wenn vieles eine Illusion ist – und in ihrer alles wissenden Logik gefangen, um zu ihr ein Gefühl aufbauen zu können. Milla Jovovich (Hellboy: Call of Darkness) sieht optisch mit Tattoo und von den Waffen und dem Gewand her cool aus, aber mehr als ihren bereits lange etablierten Standard, liefert sie hier nicht ab.

Dave Bautista (The Killer´s Game) als Boyce ist der generischte Antiheld, den man sich nur vorstellen kann. Es gibt nach circa 40 Minuten da eine Szene, bei der ein Charakter stirbt und seine „emotionale“ Reaktion darauf, finde ich richtig schlecht gespielt. Auch wenn Boyce und Alys sich annähern, wirkt das irgendwie befremdlich und ja, auch unfreiwillig komisch. Dazu wiederum passt das Spiel der übrigen Darsteller, die alle mit ihren Emotionen übertreiben, nennt es einfach „over acting, light“.

In Summe ergibt das einen, wenn nicht den schlechtesten Film von Anderson, den ich jemals gesehen habe und ich kenne fast Alles von ihm. Das reizt die Sinne kurz, doch Innen ist es völlig hohl. Passend dazu soll sein nächster Film eine Verfilmung der House of the Dead Spiele sein (konkret vom dritten Teil) und diesem Thema hat sich ja erstmals Uwe Boll angenommen, die Reise abwärts (auch finanziell, „ItLL“ hat 55 Millionen Dollar gekostet und nicht mal 5 wieder eingespielt), könnte also durchaus weiter gehen.

„In the Lost Lands“ bekommt von mir 4,5/10 um Alles was irgendwie Substanz haben könnte, einen großen Bogen machende Empfehlungspunkte.

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The Crow (2024 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/10/10/the-crow-2024-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/10/10/the-crow-2024-filmkritik/#respond Thu, 10 Oct 2024 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36926 Eric (Bill Skarsgård) ist ein Drogensüchtiger, mit komplizierter Kindheit. In einem Rehabilitationscenter, trifft er auf Musikerin Shelly (FKA twigs). Die beiden Außenseiter freunden sich an, flüchten gemeinsam von diesem Ort und beginnen sich ineinander zu verlieben. Shelly hat jedoch etwas … Weiterlesen

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Eric (Bill Skarsgård) ist ein Drogensüchtiger, mit komplizierter Kindheit. In einem Rehabilitationscenter, trifft er auf Musikerin Shelly (FKA twigs). Die beiden Außenseiter freunden sich an, flüchten gemeinsam von diesem Ort und beginnen sich ineinander zu verlieben.

Shelly hat jedoch etwas auf ihrem Handy gespeichert, dass einen mächtigen Gangster namens Roeg (Danny Huston) belasten könnte, weswegen die beiden Liebenden bald darauf Besuch von seinen Männern bekommen und ohne weitere Vorwarnungen, ermordet werden. Kurz darauf erwacht Eric wieder…

Manche Filme sind einfach zum Scheitern verurteilt. Seit 2008 wird an dieser neuen Version der Comicverfilmung von Autor James O’Barr aus dem Jahr 1989 herum gebastelt, zahlreiche Stars wie etwa Bradley Cooper, Mark Wahlberg oder Jason Momoa waren für die Rolle im Gespräch, wobei sich potentielle Regisseure und Drehbuchversionen, mindestens genauso oft geändert haben. Am Ende wurde dann Rupert Sanders (Ghost in the Shell) als Regisseur auserkoren und Bill Skarsgård spielt die Hauptrolle.

Da Brandon Lee ja bei den Dreharbeiten zur ersten Crow-Verfilmung 1994 ums Leben kam, sprach sich Alex Proyas, der damalige Regisseur, sehr deutlich gegen eine neue Version aus, da es Lee´s Erbe beschmutzen würde. Ich verstehe zwar diesen Gedankengang, aber wenn ich z.b. Heath Ledger nehme, der kurz nach den Dreharbeiten zu The Dark Knight gestorben ist, würde das ja bedeuten, dass niemals wieder Jemand den Joker spielen dürfte. Oder geht es darum, dass du während des Filmes sterben musst oder nie ein Mensch zuvor diese Rolle gespielt hat?

Ich will damit nur sagen, natürlich fand ich wie so gut wie die gesamte Menschheit, einen neuen Crow-Film im Vorfeld unnötig, aber ich bin nicht aus moralischen Gründen dagegen. Auch die „das ist ja genau wie das Original“ vs „das ist ja ganz anders als das Original“ als typische unüberlegte Pauschalkritiken fallen hier weg, da es für mich völlig klar war, dass man auf keinen Fall eine Kopie machen wollte, eben um auf ihre Art und Weise, Lee´s Andenken zu ehren.

Dadurch kommt es gleich zu Beginn zum ersten Problem des Filmes, denn Eric und Shelly lieben sich noch nicht, sie verlieben sich in der ersten halben Stunde des Filmes. Dass die beiden Darsteller kaum Chemie miteinander haben, ist das eine Problem, das andere sind die Charaktere selbst, denn beide sind Menschen, die gerne aus der Realität flüchten. Somit wirkt ihre „Liebe“ zueinander von ihrer Ausstrahlung egoistisch, im Sinne von der Andere ist jeweils die Projektionsfläche der eigenen Gefühle und wird nicht als Person wahrgenommen.

Auch könnte man sagen, dies ist eine Form von Teenager-Liebe, mit all ihren überbordenden Gefühlen im Gegensatz zur ewig (erwachsen) wirkenden Liebe aus dem Original. Überhaupt wirkt Eric hier in seinem Inneren wie ein verunsicherter, kleiner Junge mit einer gehörigen Portion Weltschmerz, den er mit zahlreichen Tattoos und seinem Grunge-Look kompensiert. Passend dazu sieht er aus wie ein Fan von The Cure, wo hingegen Brandon Lee wie ein echter Rockstar aussah.

Wie ich bereits erwähnte, die Änderungen mussten sicherlich sein, aber doch nicht so, dass sie der gesamten Handlung die Basis nehmen. Eric funktioniert von seiner ausgeübten Rache hier rein physisch, weswegen auch sein Hauptgegner wie die falsche Wahl wirkt, denn es ist ein älterer Herr, der ausschließlich über Manipulation seine Opfer tötet. Dabei hat er ebenso übernatürliche Kräfte, was schade ist, denn so wirkt die Handlung weniger geerdet und nur wie „eine Comicverfilmung unter vielen“.

Ich mag Bill Skarsgård als Schauspieler, sein Boy Kills World war dieses Jahr zwar ebenfalls ein Flop, aber wow, das ist für mich auf der reinen Unterhaltungs-Ebene, eben genau der unterhaltsamste Film des Jahres gewesen. Seine beeindruckende körperliche Präsenz (die Muskeln meine ich natürlich) hat er von diesem Film mitgenommen, doch als Eric wirkt er hauptsächlich etwas verloren und man ist sich in eineigen Momenten nicht sicher, wieviel davon nur gespielt ist (die Übergänge sind dabei nämlich fließend).

FKA twigs ist Musikerin, aber als Schauspielerin würde ich sie nicht bezeichnen, ihr verträumtes, plakatives Spiel, wirkt wie aus einem Musikvideo, nur dass es dort passt und hier einfach zu wenig ist. Danny Huston (Angel Has Fallen) spielt Roeg wie alle seine Bösewichte und ohne neue Facetten hinzuzufügen. Ich mag ihn grundsätzlich in Schurkenrollen, aber hier bleibt er blass und was das Schlimmste ist, obwohl es unangenehme Szenen mit ihm gibt, wird er für unsere Krähe selbst, nie wirklich bedrohlich.

Als furchtbar erlebt man den Film wohl dann wohl am ehesten als Fan des Originals. Trennt man sich gedanklich davon, ist der Film immer noch nicht gut, aber ich habe sicherlich hunderte Actionfilme und einige Comicverfilmungen gesehen, dich ich eindeutig schlechter fand. Die Szene mit dem Schwert in der Oper zum Finale hin, ist richtig schön blutig und von den Kills her auch durchaus abwechslungsreich und wie die Musik und die Szenen auf der Bühne dazwischen geschnitten werden, das hat schon was, das fesselt und ist für mich klar die beste Sequenz im gesamten Film.

Shelly zur zweiten Hauptfigur zur machen, Darsteller ohne Chemie miteinander zu wählen und die übernatürliche Ebene zusätzlich mit einer Figur namens Kronos und eben dem Schurken Roeg ins Spiel zu bringen, kann man hier daher durchaus als die gröbsten Fehler bezeichnen. Technisch ist die Sache in Ordnung, auch die meisten Effekte passen, die Gewalt ist roh und stimmig und einige Action-Momente fetzten so richtig, aber in Summe wirkt die Sache ganz ohne Vergleiche zum Original einfach wie Eric hier, etwas verloren und an der ach so großen Liebe, also dem Grundstein der Handlung, zweifelt man einfach, was ironischerweise auch Eric kurz tut.

„The Crow“ bekommt von mir 4,5/10 an der eigenen Liebesdefinition arbeiten müssende Empfehlungspunkte.

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Mike (Mark Wahlberg) ist ein ziemlich bodenständiger Bauarbeiter aus Jersey, der sich durchs Leben feiert und wohl am ehesten ein Problem damit hat, wirklich erwachsen zu werden. Roxanne (Halle Berry) ist CIA-Agentin und die frühere Highschool-Liebe von Mike.

Jahre haben sie sich nicht gesehen, doch plötzlich taucht sie in einer Bar auf, die beiden reden, trinken und gerade als Mike sich denkt, dass er heute Nacht auch noch Spaß einer anderen Sorte erleben wird, betäubt ihn Roxanne und er erwacht nach ein paar Stunden wieder und zwar in London…

Ein normaler Kerl, wird in die Welt der Spione gezogen oder ein für seine Familie normal wirkender Kerl, ist in Wirklichkeit ein Spion. Chris Evans in Ghosted oder Mark Wahlberg selbst in The Family Plan sind Teil dieses Trends auf Streaming-Diensten und bald folgt ein weiterer Film mit Jamie Foxx und das sind noch gar nicht alle Vertreter des „Normalität trifft auf Spionage“ Genres.

Was der auf Serien und Fernsehfilme spezialisierte (z.b. Ballers, Florida Man) Regisseur Julian Farino hier abgeliefert hat, fällt genau in diese Kategorie und auch wenn man die letzten Vertreter durchaus als seicht bezeichnen kann, sind die dennoch auf eine leichte Art und Weise unterhaltsam gewesen. Die im Kern wohnende Belanglosigkeit dieser Form des filmisches Eskapismus, kann man jedoch nicht endlos melken.

„The Union“ lässt sich deshalb wohl am ehesten als „Netflix Fast Food“ bezeichnen, bei dem du die erste Filmhälfte schon wieder vergessen hast, während der Film noch läuft. Das macht dann genau gar nichts, weil du als Filmfreund das Ende und sämtliche Pseudo-Twists (also hier ist das eigentlich eh nur einer) schon in den ersten fünf Minuten antizipieren kannst. Hirn aus und Spaß haben ist schön und gut, aber wenn etwas fad ist, spüre ich das auch ohne mein Gehirn dabei einzuschalten.

Wahlbergs eigene Firma hat ja auch produziert und es kommt mir fast so vor, als hätte er noch einmal eine Rolle annehmen wollen, die er im Schlaf spielen kann, bevor er für Mel Gibson bald in „Flight Risk“ außerhalb der eigenen Komfort-Zone agiert und den Killer mit Halbglatze mimt. Dabei ist er hier noch das Highlight was Sympathien betrifft, obwohl er auch anders kann, in Infinite zum Beispiel, ist er furchtbar unsympathisch.

Als Mike ist er der Single jenseits der Midlife-Crises, der sein Leben genau so lebt, als wäre er noch in der Highschool, nur geht er eben arbeiten statt zur Schule. Ohne Verantwortung und auf Spaß orientiert. Halle Berry (Moonfall) hat zwar einen lässigen Haarschnitt, aber die Action-Momente wirken oft choreographiert und sie ist dabei weit nicht so souverän, wie sie es etwa vor fünf Jahren bei John Wick Kapitel 3 war.

Die Action an sich ist generisch und wirklich völlig ohne Highlights (nicht mal ansatzweise), der Bösewicht langweilig und wie bereits erwähnt errät man ihn gleich und wenn ich schon Jemanden wie J.K. Simmons dabei habe, dann muss ich ihm wenigstens etwas zu tun geben, da reicht schon eine schrullige Art etwa wie bei The Tomorrow War. Die Landschaftsaufnahmen sind natürlich nett und die diversen Locations haben schon einen Reiz, aber das ist Standard, den man ruhig so erwarten kann.

In Summe ist dir die Sache dann am ehesten einfach egal. Man muss sich nicht richtig ärgern darüber, aber es wäre wieder mal an der Zeit zu überlegen, wie oft ich eine im Prinzip immer gleiche Story, noch melken möchte. Aber gut, dieses Problem gibt es in Hollywood schon lange und oft ist mehr vom Selben, beim Publikum ja durchaus erwünscht. Ein wenig mehr Enthusiasmus für die Sache als hier, sollte aber doch möglich sein.

„The Union“ bekommt von mir 4,5/10 den Loser zum Loser mit einer Aufgabe machende Empfehlungspunkte.

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Kinderbuchautorin Jessica (DeWanda Wise) ist mit Musiker Max (Tom Payne) verheiratet, der seine beiden Töchter Taylor (Taegen Burns) und Alice (Pyper Braun) mit in die Beziehung bringt. Jessica hatte nach einem Zwischenfall in ihrer Kindheit mit ihrem psychisch kranken Vater kein leichtes Leben und trotz Therapien, plagen sie noch immer Alpträume, die sie mit ihren Büchern verarbeitet.

Als Jessica mit ihrer neuen Familie in ihr Elternhaus zurückkehrt, beginnt Alice schon bald, die meiste Zeit mit ihrem neuen imaginären Freund zu verbringen. Was Jessica nicht weiß, ist dass auch sie eine Bindung genau zu diesem Wesen hat und es alles andere als freundlich darauf reagiert, in Vergessenheit zu geraten.

Achja, das gute alte Phänomen, bei dem Hollywood im selben Jahr zwei Filme zum selben Thema heraus gebracht hat (wie etwa White House Down und Olympus Has Fallen oder Hercules und Legend of Hercules). Während „IF: Imaginäre Freunde“ mit Ryan Reynolds das Thema später dieses Jahr als Komödie bzw. Familienfilm angeht, versucht Jeff Wadlow die Story, im Horror-Kleid zum Erfolg zu führen. Dafür hat er auch am Drehbuch mitgeschrieben, immerhin ist er nach Truth or Dare und Fantasy Island ja fast schon ein Profi darin, mittelmäßige und schnell wieder in Vergessenheit geratene Genre-Beiträge zu produzieren.

Als Zuschauer ist man da nicht böse, immerhin bleibt im Gedächtnis dann mehr Platz für andere Dinge (abgesehen von besseren Filmen), aber imaginäre Freunde finden so etwas scheinbar nicht so nett. Zumindest wenn du mehr Fantasie als andere Kinder in dir trägst und die Beziehung zu deinem IF, abrupt beenden möchtest. Hoffe der fünfte Teenage Mutant Ninja Turtle, den ich als Kind als IF hatte, kommt mich nicht bald besuchen. Sorry, ich schweife ab und ab jetzt spoile ich ein wenig.

Was man hier vollkommen verpasst, ist es ein wenig Humor in die Sache zu bringen. Das ist sicherlich nicht immer nötig, schon gar nicht bei Horror-Storys, aber hier schwenkt man als Zuseher wegen der extrem ernsten Inszenierung gedanklich immer zwischen „ist das jetzt noch langweilig, oder schon eher lächerlich“ hin und her. Die Effekte den Bären betreffend, wenn der IF dann seine monströse Form zeigt, sind nicht CGI, sondern ein Typ, der in einem Kostüm steckt.

Also eh schön handgemacht, aber so gar nicht gruselig (digital schlecht, wäre hingegen trashig lustig gewesen). Ich verstehe aber durchaus, dass mieses CGI derzeit Hollywood-Blockbuster gepachtet haben. Wenig Gewalt um ein breites Publikum zu erreichen, kann gut funktionieren, wie zuletzt etwa bei M3gan oder Five Nights at Freddys vom selben Studio. Dann muss aber handlungsmäßig etwas passieren.

Leider zieht sich die Sache nach einem Alptraum-Einstieg über eine halbe Stunde so dahin. Sorry, ich meine man lernt die Klischee-Figuren kennen (ich habe bewusst nicht lieben geschrieben). Die kreative Hauptfigur mit dem Trauma, die rebellische Teenagerin mit dem guten Herzen, das einsame Mädchen, dass sich durch ihre Fantasie ablenkt, der fürsorgliche Vater, der alle drei starken Damen unterstützt, die seltsame alte Lady, die mehr zu wissen scheint.

Alles nett und bekannt und man kann es auch subversiv finden, wenn ein dummer Nachbarsjunge, der in jedem anderen Genrefilm gestorben wäre, hier überlebt, aber es zeigt einfach auch, dass man hier um Niemanden Angst haben muss. Liegt das jetzt an der Atmosphäre oder der Figurenzeichnung, nun, das kann jeder für sich entscheiden (wieder ein Spoiler: beide Lager haben recht). DeWanda Wise (Jurassic World Dominion) ist sympathisch als Hauptfigur, Taegen Burns (Blue Ridge) schön bissig ohne nervig zu werden und keiner könnte netter sein als Tom Payne (The Walking Dead) als Vater, aber keine Performance kann diesen Film auf ein anderes Level heben.

In Summe also ist das Ergebnis genau so, wie wir Regisseur Wadlow kennen, nicht schlecht gemacht werden hier bekannte Versatzstücke so angeordnet, wie wir sie bereits kennen und somit ist man kaum involviert. Die Schauspieler sind sehr solide, die Stimmung ist jedoch im besten Fall ein wenig gruselig und über die Kreatur an sich, kann man eigentlich nur lachen (ohne dass es einem dann bei seinem Besuch, im Hals stecken bleiben würde). Leider inszeniert Wadlow als nächstes die Verfilmung der „Danger Girl“ Comics, die ich früher sehr gerne mochte, ich hab jetzt schon Angst (viel mehr als bei Imaginary).

„Imaginary“ bekommt von mir 4,5/10 sich mit der Kreativität extrem zurückhaltende, imaginäre Empfehlungspunkte.

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No Way Up (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/03/19/no-way-up-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/03/19/no-way-up-filmkritik/#respond Tue, 19 Mar 2024 06:00:55 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36385 Ein Schwarm von Vögeln kollidiert mit einem Flugzeug, was kurz darauf dazu führt, dass dieses eine Bruchlandung in den Pazifischen Ozean hinlegt. Das Wrack geht unter und sinkt auf den Meeresgrund. Brandon (Colm Meaney) ist sein Leben lang gewohnt Menschen … Weiterlesen

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Ein Schwarm von Vögeln kollidiert mit einem Flugzeug, was kurz darauf dazu führt, dass dieses eine Bruchlandung in den Pazifischen Ozean hinlegt. Das Wrack geht unter und sinkt auf den Meeresgrund. Brandon (Colm Meaney) ist sein Leben lang gewohnt Menschen zu schützen und die Führung zu übernehmen, doch eine schnelle Hai-Attacke später, sieht die Sache etwas anders aus.

Sein Schützling Ava (Sophie McIntosh) – die Tochter eines einflussreichen Politikers – muss deswegen ihr Potential endlich entfalten und sich um die Rettung der verzweifelten Überlebenden kümmern, obwohl sie selbst mit der Situation ganzheitlich überfordert ist. Was wird die im Flieger Gefangenen zuerst töten, die Haie, das steigende Wasser oder der Mangel an Sauerstoff?

Der neue Film von Regisseur Claudio Fäh (Northmen: A Viking Saga) kombiniert das Katastrophenfilm-Genre mit dem eines Creature Feature. Also sozusagen „Snakes on a Plane“ nur eben mit Haien statt den Schlangen und das dann auch noch Unterwasser. Klingt nach einem großen Spaß, mindestens mal bezogen auf Fans des an zweiter Stelle genannten Genres? Nun das sollte es sein, doch hier wurde so eine unglaublich ernste Herangehensweise gewählt, dass gerade diese Tatsache, das lächerlichste Detail des gesamten Filmes ist.

Zumal sich die Haie doch recht unterschiedlich benehmen, je nachdem wie sie das Drehbuch gerade braucht. Sadistische Jäger, die warten, taktisch ihre Opfer schrecken und verschwinden, wenn ein Taucher gewarnt wird und dieser sich daraufhin umdreht. Andererseits ignorieren sie flüchtende Menschen, wenn sie gerade auf einem armen Opfer herum kauen. Dass man sie in voller Pracht kaum zu sehen bekommt, ist dabei wohl ein Vorteil, weswegen man die Effekte hier kaum angreifen kann.

Die Spannung kommt neben den hungrigen Tierchen ja vor allem durch die Angst vor dem steigenden Wasser und der schwindenden Luft im Flugzeug. Dies löst dann natürlich auch Ängste und Verzweiflung aus unter den Überlebenden und das muss man dann auch spielen können, wegen der emotionalen Bindung zum Publikum wäre es gewesen. Sophie McIntosh (Schöne neue Welt) ist als Ava die Hauptfigur, das Mädchen, für die immer Alles erledigt wurde und die sich jetzt zur Führerin aufschwingen muss.

Sie macht ihre Sache zwar nicht schlecht, aber das nötige Charisma für diese Rolle, fehlt ihr leider etwas. Will Attenborough (Hunter Killer) ist als Kyle der Typ mit der großen Klappe, dem man sein Überleben gönnt, doch kaum daran glaubt und Colm Meaney (In the Land of Saints and Sinners) erdet die Sache etwas mit seiner abgebrüht ruhigen Ausstrahlung. Um das kleine Mädchen wäre es natürlich schon schade (auf Grund ihres Alters), aber in Summe gibt es keinen Charakter, mit dem man richtig mitfiebert.

Wäre noch der Gore-Gehalt und wie dieser eingesetzt wird, auch ein wichtiger Bestandteil eines Hai-Filmes. Außer etwas Blut gibt es eigentlich nur ein, zwei Szenen, bei denen ein Körperteil abgebissen wird und man das auch „sieht“. Also weder richtig brutal, noch richtig blutig und schon gar nicht überdreht, eben dem Rest der Stimmung entsprechend. Ein Drama innerhalb dieser Konstellation wäre schon möglich gewesen, aber dann hätten die Leute vor der Kamera noch besser sein müssen und es hätten zumindest ein paar gute Ideen den Weg ins Drehbuch finden sollen.

Ein sich emotional nicht mit den Zuschauern verbindendes Katastrophen-Drama, wo die Hälfte der Passagiere durch den Absturz stirbt und den Rest zum Großteil die Haie erledigen. Das klingt dann in etwa genau so spannend, wie sich das Endergebnis anfühlt. Das heißt jetzt nicht, dass vor allem ein paar der zwischenmenschlichen Interaktionen, nicht schön nachvollziehbar wären, aber es rechtfertigt die biertrockene Herangehensweise nicht wirklich. Als Trash hätte diese Story, wohl viel besser funktioniert.

„No Way Up“ bekommt von mir 4,5/10 das Versunkene lieber versunken sein lassende Empfehlungspunkte.

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