P7 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 12 Jan 2026 15:50:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Good Boy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/#respond Tue, 13 Jan 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38350 Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden. Aber das ist … Weiterlesen

The post Good Boy (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Indy macht sich Sorgen, denn seinem Herrchen geht es nicht gut. Er scheint krank zu sein, verbringt manchmal den ganzen Tag im Krankenhaus und spuckt Blut. Das allein ist ja schon ein Grund, um unsicher zu werden.

Aber das ist nicht alles, denn immer wieder hat Indy das Gefühl, dass hier noch jemand oder besser: noch etwas hier im Haus ist. Immer wieder sieht er Dinge, Schatten, die scheinbar nach seinem Herrchen greifen und die Schatten tauchen immer öfter auf und kommen immer näher …

Es ist erstaunlich, was Autor und Regisseur Ben Leonberg hier mit diesem Film abgeliefert hat, denn – wie der Titel ja andeutet – die Hauptperson aus deren Sicht der Film erzählt wird, ist die des Hundes. Ja, Indy ist der Hund. Vermutlich ist der Name auch eine nette Hommage an Indiana Jones, aber das ist eine andere Story.

Nun, der Film ist scheinbar in einem Zeitraum von knappen drei Jahren gedreht worden und wem die Prämisse, hier einen Film zu sehen, der zu einhundert Prozent aus der Sicht eines Hundes gedreht wurde, zu schräg oder langweilig vorkommt, dem oder der sei gesagt: Nein. Im Gegenteil. Das ist einerseits das einzige Alleinstellungsmerkmal des Films und dazu kommt auch noch, dass – und glaube kaum, dass ich das schreibe – der gute Hund Indy einfach großartig spielt. Ja. Lest den Satz nochmals. Der Hund spielt großartig. Die Mimik und die Bewegungen – wow, sag ich nur.

Wie bereits erwähnt – über einen Zeitraum von drei Jahre gedreht. Da muss man auch den Hut vor dem Regisseur Ben ziehen, denn ich denke, es war nicht einfach all die Szenen mit dem Hund so zu drehen, dass alles passt und sie die Wirkung haben, die sie haben.

Zugegeben, die Story ist so lala und wenn sich am Ende dann abzeichnet, was eigentlich los ist und was Indy da immer wieder sieht, dann ahnt man das schon sehr sehr lange vorher. Auch gibt es ein paar Dinge, die im Film vorkommen, die wohl einfach bewusst als falsche Fährten gelegt wurden und die eigentlich völlig unnötig waren, weil sie im Kern nichts beitragen.

Die Menschen sieht man nur ganz selten und wenn, dann so wenig wie möglich die Gesichter. Ich hätte es auch mutig gefunden, wenn man nicht verstanden hätte, was sie reden, aber das wäre dann wohl das letzte Tüpfelchen auf dem I gewesen, welches das Publikum vermutlich eher abgeschreckt hätte.

Dazu kommt, dass ich mir nicht sicher bin, warum genau Indy ein „Good Boy“ ist, denn tatsächlich – und das ist jetzt ein kleiner Spoiler – er tut nichts, um sein Herrchen zu warnen oder zu retten. Ich kann mich jetzt nicht erinnern ihn mal irgendwann bellen gehört zu haben, so als Warnung oder so. Indy ist eigentlich ein ziemlich … ruhiger Hund. Abwartend. Beobachtend. Also ziemlich anders als die Hunde, die ich kenne. Natürlich: Das kann auch an den Besitzer:innen liegen. Was weiß ich.

Die Kameraarbeit ist super, die Effekte sehen gut aus und – ja, ich wiederhole mich – man sieht Indy einfach gern zu, weil er wirklich eine grandiose Mimik hat. Und die zählt hier einfach als wichtigster Punkt. Egal, ob er nachdenklich wohin blickt, sein Ohr zuckt oder er erschrocken aus dem Schlaf hochschreckt – das ist einfach alles ein Hammer.

Wie man es also dreht und wendet: Ja, der Film ist unerwarteterweise wirklich sehenswert und die Story bzw. deren Auflösung ist mehr oder weniger sekundär, aber das macht hier überhaupt nichts aus. Zu kompliziert hätte es ja eh nicht werden dürfen, denn sonst hätte der Hund wohl nicht mitgespielt. Und noch ein kleiner Spoiler, weil es ja Leute gibt, die völlig durchdrehen, wenn Tieren bzw. Hunden in Filmen etwas passiert: Keine Angst, Indy überlebt den Film.

Alles in allem holt „Good Boy“ so ziemlich alles aus der Prämisse „Hund ist Hauptperson“ raus, was es rauszuholen gibt. Nochmals: Hut ab!

„Good Boy“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, auf jeden Fall eine interessante Einmalsichtung wert seiende, Punkte.

The post Good Boy (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/01/13/good-boy-filmkritik/feed/ 0
Monster Island aka Orang Ikan (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/29/monster-island-aka-orang-ikan-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/29/monster-island-aka-orang-ikan-2025-filmkritik/#respond Sat, 29 Nov 2025 05:00:24 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38263 Saito (Dean Fujioka) und Bronson (Callum Woodhouse) sind beide auf einem Kriegsgefangenenschiff gefangen und sie werden zusammengekettet. Als die Lag eskaliert und ein U-Boot das Schiff versenkt, kommen die beiden gerade noch so mit dem Leben davon und werden an … Weiterlesen

The post Monster Island aka Orang Ikan (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Saito (Dean Fujioka) und Bronson (Callum Woodhouse) sind beide auf einem Kriegsgefangenenschiff gefangen und sie werden zusammengekettet. Als die Lag eskaliert und ein U-Boot das Schiff versenkt, kommen die beiden gerade noch so mit dem Leben davon und werden an den Strand einer verlassenen Insel angespült.

Aber die beiden können sich nicht leiden, weil … Gründe.

Als ein Monster auftaucht, welches offensichtlich auf der Insel wohnt und Bronsen fressen möchte, verjagt Saito es – mehr aus Reflex – was dazu führt, dass die beiden sich zumindest mal nicht mehr gegenseitig umbringen wollen.

Und dann geht es darum gemeinsam einen Weg zu finden, wie man überlebt und vielleicht auch irgendwann und irgendwie von der Insel entkommt …

Wenn man die Zusammenfassung liest, dann hat man eigentlich ein sehr klares Bild des Films vor Augen und irgendwie auch leichte „Enemy Mine“-Vibes. Und ja, das kommt auch gut hin. Aber dann kommt die Tatsache ins Spiel, die viele Filme besser macht als sie eigentlich sein dürften: „Monster Island“ wurde nicht in den USA gedreht, sondern in Asien, konkret Indonesien.

Und das macht einen großen Unterschied, weil der gesamte „US to the rescue“-Part (zum Teil) wegfällt. Ich könnte jetzt spoilern, aber das mach ich nicht. Ich sag es aber so: Beide Protagonisten bekommen ihren Platz im Scheinwerferlicht. Und den Ami-Part hat ein Brite bekommen. Also – alles gut? Naja, fast. Im Kern ist der Film nämlich tatsächlich völlig belanglos. Es geht um genau gar nichts. Wir wissen ja nicht einmal wirklich irgendwas über die Figuren.

Und trotzdem macht der Film Spaß. Er ist flott geschnitten, es gibt eigentlich so gut wie keine Pausen oder unnötige Szenen und die Action stimmt per se. Es gibt ein paar Zweikämpfe, die gut choreografiert sind und auch wenn das Monster im Grunde viel zu oft gezeigt wird, so ist der Spannungsaufbau bis dahin sehr gelungen.

Dazu kommt, dass die Dynamik und Kommunikation zwischen Saito und Bronson wirklich gut gemacht ist (sie sprechen die Sprache des jeweils anderen nicht) und man fühlt wirklich mit den beiden mit und es macht eine Freude zuzusehen, wie sie beginnen aufeinander zu vertrauen.

Das Monster hat ein paar Kills, ein paar davon ziemlich blutig (wenn auch nur kurz) und die Effekte sehen im Grunde genommen alle sehr gut aus. Das Design des Monsters ist jetzt nicht besonders aufregend – man hat ein ähnliches Design schon x Mal gesehen – und man sieht es viel zu früh in seiner Gänze, aber immerhin wird diese Tatsache dann dazu genutzt, dass man das Monster auch wirklich nutzt. Wie oben schon angeführt: Zweikämpfe. Und ja, wenn das Monster einen großen Sprung macht, dann wirkt das – wie in den meisten Filmen – lächerlich. Kommt aber eh nie vor.

Das Ende und was mit dem Monster passiert hat mich dann doch überrascht und ja, ich finde Kämpfe mit Samuraischwertern immer noch cool anzusehen. Die müssen nicht mal lang dauern oder eine extreme Choreografie haben – ich mag das einfach. Stell jemanden mit einem Samuraischwert hin, der (oder die) weiß, wie er (oder sie) es halten muss, stell ihn (oder sie) in Kampfpose und in meinem Hirn blinkt sofort das Wort „episch“ auf.

Wie dem auch sei: Macht „Monster Island“ irgendwas neu? Nein. Nichts. Ist es trotzdem einer der besseren Vertreter dieser Gattung Film, unterhält er und macht er Spa0: Definitiv. Gegen Ende gibt es dann sogar ein wenig Grund zur Rührung, auch wenn ich persönlich das Ende bzw. die letzte Szene (auf nem Schiff) nicht gebraucht hätte. Aber gut. Das schmälert den Rest nicht.

„Monster Island“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, für die einmalige Sichtung absolut ausreichende und unterhaltsame, Punkte.

The post Monster Island aka Orang Ikan (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/11/29/monster-island-aka-orang-ikan-2025-filmkritik/feed/ 0
Prisoner of War (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/18/prisoner-of-war-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/18/prisoner-of-war-filmkritik/#respond Tue, 18 Nov 2025 05:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38185 Im Jahr 1942 s während dem zweiten Weltkrieg – um genau zu sein während des Kampfes um Bataan, wird das Flugzeug von Royal Air Force Wing Commander James Wright (Scott Adkins) über den Philippinen abgeschossen. Er wird gefangen genommen und … Weiterlesen

The post Prisoner of War (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Im Jahr 1942 s während dem zweiten Weltkrieg – um genau zu sein während des Kampfes um Bataan, wird das Flugzeug von Royal Air Force Wing Commander James Wright (Scott Adkins) über den Philippinen abgeschossen. Er wird gefangen genommen und in ein Gefangenenlager der japanischen Streitkräfte gebracht.

Nachdem er einer schnellen Exekution entkommen kann und dabei drei feindliche Soldaten tötet, wird der Anführer dieses Camps, auf ihn aufmerksam. Lt. Col. Benjiro Ito (Peter Shinkoda) lässt ihn daraufhin am nächsten Tag gegen einen Mann antreten, der im Zweikampf normalerweise kurzen Prozess mit Gefangenen macht…

2025 ist ein gutes Jahr für Fans von Scott Adkins. Nach Take Cover und Diablo ist dies sein dritter Film und ja, auch diesen würde ich über dem Durchschnitt einreihen. Nach einer Story von Adkins führt hier Schauspieler Louis Mandylor (The Flood) Regie. Die zwei sind nach ihren beiden „The Debt Collector“ Filmen alte Bekannte und wer der englischen Sprache mächtig ist, der sollte sich das Interview der Filmfreunde auf Adkins Kanal anhören.

Da kann man hören, wie man mit wenig Geld, unter schweren Bedingungen und unter Zeitdruck einen Film auf die Beine stellen kann, dem man die Strapazen der Produktion nicht ansieht und der dich nicht kalt lässt. Dabei ist der Film vor allem deshalb ein intensives Erlebnis, weil Adkins hier eine gewaltige Leinwandpräsenz an den Tag legt. Wie er steht und seine Blicke, der muss überhaupt nichts sagen und dennoch hast du Respekt vor ihm.

Diese eigene Aura wird dann durch seine überragende Kampfkunst perfekt ergänzt, was sich vor allem deshalb so befriedigend anfühlt, weil ihn seine japanischen Gegner, anfänglich nicht nur unterschätzen, sondern ihn einfach nur nebenbei beseitigen wollen. Der Martial Arts Stil ist dabei auf effektive und schnelle Aktionen konzentriert, Gegner zügig ausschalten zu wollen, ist für ein Kriegsszenario natürlich eine ziemlich einleuchtende Intention.

Dass das Ganze dann auch noch wie ein „Bloodsport Wettkampf im Kriegsgefangenenlager“ aufgezogen wird, erzeugt diese harte, trostlose und auch sadistische/voyeuristische Stimmung, wie Gladiatoren, die sich zur Belustigung ihrer Peiniger gegenseitig umbringen müssen. Peter Shinkoda (Predator Upgrade) hat als Lt.Col. Ito hier das Sagen und wie er James gegenüber von nicht beachten über Abneigung bis hin zu Respekt einiges an Emotionen durchlebt, kann man durch sein Schauspiel sehr schön nachvollziehen.

Diese positiven Aspekte überwiegen klar, aber durch Adkins überragende Erscheinung und natürlich auch weil das Drehbuch sie vernachlässigt, bleiben (abgesehen von Ito) alle übrigen Figuren ziemlich blass. Wenn man eine Figur mehr mag dann nur, weil dich ihr Verhalten an andere Charaktere aus anderen Filmen erinnert, die man ins Herz geschlossen hast. Was auch ein (wohl gewolltes) Problem ist, ist es einen würdigen Gegner für Adkins zu finden.

Dieses Setup irgendwie mit Hommage Qualitäten an alte Charles Bronson Filme auszustatten und dabei nie in den Trashbereich abzurutschen, ist dafür wiederum eine eigene Kunst und der unaufhaltsame „Ein Mann Armee“ Status des Helden zeichnet sich vor allem durch das Durchhaltevermögen und das niemals Aufgeben aus, dennoch ist es vom ersten Kampf an klar, dass seine asiatischen Feinde keine Chance haben. Es fehlt dadurch ein Endboss bei diesem „Tournament“, aber die vorhandene Coolness überstrahlt auch dieses Defizit.

In Summe ein grimmiger, von der Action her greifbarer Film, der gekonnt mit audiovisuellen Spielereien arbeitet und eine im Prinzip sehr einfach Story, niemals banal oder langweilig erscheinen lässt, inklusive einigen „dem Helden zujubeln“ Momente. Mandylor hat auf jeden Fall einen gutes Auge aka er versteht Kino weswegen ich hoffe, dass er neben dem Schauspiel auch weiterhin ebenfalls Regie führt, vielleicht ja sogar wieder mit Adkins an Bord.

„Prisoner of War“ bekommt von mir 7/10 sich nicht einmal ansatzweise von seinen Peinigern einschüchtern lassende Empfehlungspunkte.

The post Prisoner of War (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/11/18/prisoner-of-war-filmkritik/feed/ 0
Silent Hill f (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/06/silent-hill-f-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/06/silent-hill-f-game-review/#respond Thu, 06 Nov 2025 05:00:24 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38195 Der Tag ist wie jeder andere in Ebisugaoka. Die Eltern streiten. Es geht um Hinakos Zukunft. Das Mädchen verlässt das Haus und marschiert zum üblichen Treffpunkt, um sich abzulenken. Bereits am Weg dorthin ist die Stadt menschenleer bis auf ihre … Weiterlesen

The post Silent Hill f (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Der Tag ist wie jeder andere in Ebisugaoka. Die Eltern streiten. Es geht um Hinakos Zukunft. Das Mädchen verlässt das Haus und marschiert zum üblichen Treffpunkt, um sich abzulenken. Bereits am Weg dorthin ist die Stadt menschenleer bis auf ihre drei Freunde Shu (Mann), Rinko (Frau) und Sakuko (Frau). Aber kaum angekommen, plagen Hinako Kopfschmerzen und plötzlich taucht Nebel auf. Mit dem Nebel kommen Spinnenlilien, welche die gesamte Stadt überziehen und sofort eine ihrer Freundinnen töten.

Die Überlebenden fliehen, trennen sich und kommen gerade so noch mit dem Leben davon. Außerdem tauchen in der Stadt selstsam enstellte Monster auf, die Hinako nach dem Leben trachten. Und gerade als es nicht schlimmer werden kann, kehren die Kopfschmerzen zurück, Hinako verliert das Bewusstsein und wacht an einem düsteren Ort auf, der aussieht wie ein alter japanischer Schrein.

Auch dort wird sie von Monstern bedroht, aber ein Mann mit der Maske eines Fuchses hilft ihr und er scheint zu wissen, was hier los ist und wie Hinako wieder nach Hause kommen kann. Wären da nur nicht die Warnungen ihrer alten Spielzeugpuppe, die ihr immer wieder eintrichtert, dass sie dem Fuchsmann nicht trauen darf …

Um es vorweg zu sagen: „Silent Hill f“ ist für mich das ambivalenteste Spiel seit langem. Ist es gut? Kommt drauf an, worauf ihr Wert legt. Ist es schlecht? Kommt drauf an, wie geduldig ihr seid. Das klingt jetzt kryptisch und unschlüssig und genau so fühlt es sich auch an für mich. Ich würde es gern uneingeschränkt empfehlen (Story-Inszenierung, Art-Design, Atmosphäre), kann es aber nicht (Kampfsystem und tatsächlich: Design-Entscheidungen bzgl. Gameplay).

Aber der Reihe nach. Fangen wir mit den positiven Dingen an: Das Art-Design ist schlichtweg großartig. Die Idee mit den Lilien, das Design der Monster und wie diese Silent-Hill-typisch mit Hinakos Psyche zusammenhängen – das ist alles großartig und da gibt es für mich auch nichts dran zu rütteln. Auch die Inszenierung des Horrors funktioniert für mich quasi perfekt – von der Optik und dem Sounddesign her. Das ist alles wirklich richtig klasse und macht definitiv Lust auf mehr. Allein die Vogelscheuchen und wie sie später eingesetzt werden – Hammer. Respekt!

Und dann fangen für mich schon die Probleme an, denn an dieser Stelle würde ein großes ABER folgen. Nur, dass es kein ABER ist. Es ist ein UND. Hier stehen wirklich Plus und Minus gleichwertig gegenüber, ohne das – für mich – das eine das andere schmälern oder ausmerzen kann.

Ich fange mal beim Gameplay an, bevor ich zur Story, deren Präsentation und diversen Design-Entscheidungen komme: Das Gameplay ist im Grunde simpel: Herumlaufen, an bestimmten Stellen zum Klettern Knopf drücken, Monster verhauen oder flüchten, sich darum kümmern, dass die Waffen nicht zerbrechen, an Schreinen Gesundheit und andere Dinge hochleveln und dabei auf einem klaren, linearen Pfad von A nach B zu kommen, immer und in jedem Abschnitt mit einem klaren Ziel vor Augen. So weit – so gut.

Nur: Die Umgebung ist tot. Und ich meine damit nicht menschenleer, sondern tot. Das ist alles zu 100% als Kulisse zu erkennen. Auf Screenshots wirkt das Ganze absolut detailverliebt und ja, dass ist es auch – nur gibt es NULL Interaktion. Weder kippen Flaschen um, noch bewegt sich irgendwas im Wind, noch ist dort sonst irgendwas auch nur irgendwie „echt“. Liegt vielleicht daran, dass ich vor kurzem erst „Assassin’s Creed Shadows“ gespielt habe, in dem man sich sogar seinen Weg querfeldein durch Bambus holzen kann, wenn man denn will – aber hier: Wenn es nicht mit X zur Interaktion markiert ist, dann vergiß es.

Dazu kommen die Wege und extrem künstlichen Blockaden: Wenn ihr zB auf den Wegen durch Reisfelder läuft, dann ist dieser Weg eine Spur höher als die Felder. Dann steht da ein Karren im Weg. Hinako kann nicht außen herumlaufen. Weil … Gründe. Oder zwischen zwei Sträuchern durch, die einen Meter auseinanderstehen. Außen rum auf einem klar vorgegebenen Weg? Ja. Aber durch? Nein. Sinnfrei. Das finde ich bei einem AA-Titel wie zum Beispiel „Scars Above“ völlig in Ordnung, aber bei einem „Silent Hill“ erwarte ich mir im Jahr 2025 eigentlich was anderes. Vor allem hat mich diese Tatsache immer wieder aus der Immersion geschmissen, weil das Spiel mich einfach auf technischer Seite her Dinge nicht hat machen lassen, die völlig logisch wären. Zurück zum Beispiel Reisfeld: Die Bösen Mannequins, die Hinako auflauern, die können vom Reisfeld zu mir raufspringen. Aber ich kann nicht runter? Echt jetzt? Naja. Ist halt so.

Dazu kommt, dass die Kämpfe anfangs für mich eine Qual waren – nicht, weil ich ausweichen und kontern muss und dabei auf die geistige Gesundheit (werte Gaming-Magazine: „Sanity“ heißt nicht Verstand, sondern geistige Gesundheit bzw. Vernunft!) und Hinakos Ausdauer achten muss – das ist kein Thema, das lernt man, das passt. Was nicht passt, ist die Spielfigur in so enge Gassen zu stecken, dass Angriffe oder ausweichen nicht möglich sind. Ja, mag sein, dass es das Ziel ist, die Spieler:innen zum Fliehen zu bewegen, weil Story und Spannung und so – dann gebt uns halt zu diesem Zeitpunkt einfach noch keine Waffe in die Hand. Diese Lösung hier ist irgendwie … so lala. Ich war tatsächlich mehrmals kurz davor das Spiel abzubrechen, schlichtweg, weil das Kampfsystem bzw. eigentlich: Die Austragungsorte der Kämpfe so mies waren, dass ich nicht aufgrund eines Fehlers von mir, sondern aufgrundn eines Fehlers im Design quasi keine Chance hatte. Das finde ich frustig und müsste nicht sein.

Damit komme ich zur Story: Die hat mir wirklich gut gefallen, zumal es für mich weniger – wie oft propagiert wird – um die Rolle der Frau und Geschlechterrollen im Jahr 1960 in Japan geht (juckt mit das wirklich?), sondern um Hinako als Person, die für sich eine schwerwiegende Entscheidung treffen muss und schwerstens(!) mit sich hadert. Mit ihr als Person (nicht Symbol) mitzufühlen wird einem wirklich leicht gemacht zumal die Dinge, zu denen sie gezwungen wird (oder für die sie sich entscheidet), wirklich heftig sind. Es gibt hier ein paar Szenen, die ich niemals so hätte kommen sehen und ich war völlig fasziniert, was hier wie und warum passiert. Das ist alles wirklich extrem gut gemacht und cool umgesetzt und die Inszenierung ist ein Hammer. Gänsehaut hoch 10. Wirklich grandios.

Natürlich kann man sich relativ rasch zusammenreimen was passiert, was wirklich los ist und was alles an Symbolen herumläuft – „Silent Hill f“ ist vieles, aber nicht subtil. Monster, die aus vielen Köpfen bestehen und Gift spucken? Enstellte männliche Dämonen ohne Gesicht, die Hinako anspringen und wenn sie sie erwischen zu Boden drücken und sabbernd ihr Gesicht ablecken? Mannequins mit Traummaßen, entstellt und ohne Gesicht? Hm. Wie gesagt: Subtil ist hier nicht das Gebot der Stunde gewesen. Zumindest nicht bei den Monstern.

Dafür sind die Beziehungen zwischen den Figuren vielschichtiger. Warum zum Beispiel nennt Sakuko Hinako immer „Verräterin“? Warum behautpet Rinko Shu gegenüber, dass Hinako „tot“ sei, wo sie doch neben ihnen steht? Und warum ist Shu so verdammt … verständnisvoll? Das alles wird nach und nach gelöst und kommt durch Dialoge und Tagebucheinträge und Notizen, die man nach und nach findet ans Tageslicht und in letzter Konsequenz ist es eine tief menschliche, tragische, nachvollziehbare und persönliche Geschichte, die mich wirklich berührt hat – bis dann das Ende kam. Das war vermutlich als „WTF?“-Moment geplant und soll animieren, das Spiel im New Game+ zu starten, denn darin (und im New Game++ auch nochmals) ändern sich Dialoge, man findet mehr Notizen und Infos (die man im ersten Durchgang überhaupt nicht finden kann) und außerdem kann man nach dem ersten Durchspielen unter bestimmten Voraussetzungen vier neue Enden (eines davon ein Jux: Das UFO-Ende) freispielen, welche zwar nicht die Geschichte (die bleibt im Kern gleich), aber doch die Beziehungen unter den Figuren ausloten, erhellen und teilweise in einen neuen, stark veränderten Kontext setzen.

So sieht hat man zum Beispiel am Anfang des ersten Durchgangs den Eindruck, dass Hinakos Vater einfach ein dummer Säufer ist, dem seine Familie egal ist. Nun … wie gesagt: Der erste Eindruck. Aber da steckt einiges mehr dahinter. Gleiches bei Rinko, die anfangs wie eine eifersüchtige Rivalin dargestellt wird, nur um später, nun – auch einen anderen Eindruck zu hinterlassen. Sie ist zum Beispiel die erste, die darauf hinweist, dass Hinakos Stimme völlig anders klingt, wenn sie mit Shu spricht (dann redet Hinako mit hörbar tieferer, männlicherer Stimme) als wenn sie mit ihren Freundinnen spricht. Da sind viele kleine, coole Details drin.

Auch gibt es Räume, die im ersten Durchlauf versperrt sind und die man später betreten kann, ebenfalls voller neuer Erkenntnisse. Alles eine coole Sache und eigentlich eine richtig coole Idee (die Genialität eines „Nier: Automata“ wird nie erreicht. Nicht mal die von „Nier: Replicant„). Nur … das Spiel sagt mir NICHTS. Naja, ich kann im Menü lesen, dass es Voraussetzungen gibt, die ich erfüllen muss für Ende X oder Y. Schön. Das bedeutet allerdings nur, dass ich weiß, ich muss erneut(!) jeden Millimeter im Spiel absuchen, um Details und Dinge zu finden, die es im ersten Durchlauf nicht gab. Und im dritten Durchlauf nochmals, und zwar nach Dingen, die es weder im erten noch im zweiten gab. Und sorry – Nein. Einfach NEIN.

Damit kommen wir zum – neben der grundsätzlichen Story, Inszenierung und dem Art- und Sound-Design – zum größten Pluspunkt: Die Karte. „Silent Hill f“ bietet die beste, hilfreichste und wohl schönste Karte, die ich seit langem in einem Spiel gesehen habe. Absolut. Die ist sowas von mit Liebe gestaltet – erneut: Art-Design: 1A -, dass muss man schon gesehen haben. Und noch besser: Hinako zeichnet permanent neue Dinge ein – wenn sie zB etwas Interessantes sieht oder wenn ein Weg versperrt ist oder wenn wieder ein Durchgang frei ist. Das ist richtig hilfreich und wirklich großartig. Im ersten Durchgang.

Im zweiten – ist es 1:1 wie im ersten. Es gibt halt ein paar interessante Orte mehr und ich muss immerzu auf der Karte nachsehen, ob jetzt wo ein Durchgang möglich ist oder nicht – allerdings, und das ist der für mich mühsame Teil, markiert mir das Spiel nicht, ob der Ort im ersten Durchlauf auch schon zugänglich war oder neu ist. Sicher – jetzt kann man mir vorwerfen, dass ich ein fauler Hund bin und ich soll selbst suchen und das Suchen ist ja das Spannende an der Sache und die Freude was Neues zu entdecken ist ja DER große Erfolgsmoment. Sicher. Für euch vielleicht. Mein Alltag ist voll genug von Dingen, die ich mir merken muss, in meinem Hirn ist kein Platz dafür, ob in Kapitel 1 von X die Tür Nummer 27 im ersten Durchlauf offen oder geschlossen war. Sorry. Nein. Da denke ich an die „Resident Evil-Remakes“ mit den Karten, im Sinne von „da gibt es noch was zu finden“ oder „da ist noch was zu tun“-Farbmarkierung und denke mir: Ja, genau das hätte es gebraucht. Im zweiten Durchgang(!). Wenn man schon ganze Storystränge erst im New Game+ einbauen kann, dann wäre das doch ein Klacks gewesen und hätte meiner Meinung nach dem Spiel nichts an Spannung genommen.

Und tja, deshalb ist für mich „Silent Hill f“ ein ambivalentes Spiel: Ich würde es gern richtig, richtig mögen, weil ich die Figuren, das Art-Design, die Bezüge zur japanischen Folklore, die Inszenierung und die Nutzung von symbolhaften Aktionen und alles zusammen mag: Ja, das ist richtig, richtig großartig.

Wenn ich dafür aber drei Mal durch die gleichen engen, von Monstern heimgesuchten Straßen laufen und Häuser durchsuchen muss, ohne zu wissen, wo es etwas Neues gibt … nein, danke. Selbst nachdem ich mich an das Kampfsystem gewöhnt hatte (oder die Stats so hochgepusht, dass die Monster nur kurze Ablenkungen anstatt einem furcheinflössenden Problem waren), war mir das dann einfach zu langweilig. Ein Haus. Fünf Interaktionspunkte. Drei davon leer. Ein Heilkraut. Ein Eisenrohr als Waffe. Nächstes Haus. Vier Interaktionspunkte (im gesamten Haus verteilt!). Zwei davon leer. Eine Schokolade. Eine Opfergabe für den Schrein. Nächstes Haus. Und so weiter und so fort. *gähn* Nein. Einfach Nein.

„Silent Hill f“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, an seinen eigenen Design-Entscheidungen leider zum Teil scheiternde und seine eigentlich grandiose Atomsphäre und tolle Story damit – für mich – kaputtmachende, Punkte.

The post Silent Hill f (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/11/06/silent-hill-f-game-review/feed/ 0
The Conjuring: Last Rites – Conjuring 4: Das letzte Kapitel (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/25/the-conjuring-last-rites-conjuring-4-das-letzte-kapitel-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/25/the-conjuring-last-rites-conjuring-4-das-letzte-kapitel-filmkritik/#respond Sat, 25 Oct 2025 05:00:31 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38123 Wir schreiben das Jahr 1986. Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga) haben sich auf Grund seines schwachen Herzens, schon seid einiger Zeit zurückgezogen. Das heißt sie helfen derzeit keinen Menschen mehr, die von Geistern oder Dämonen heimgesucht werden. … Weiterlesen

The post The Conjuring: Last Rites – Conjuring 4: Das letzte Kapitel (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Wir schreiben das Jahr 1986. Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga) haben sich auf Grund seines schwachen Herzens, schon seid einiger Zeit zurückgezogen. Das heißt sie helfen derzeit keinen Menschen mehr, die von Geistern oder Dämonen heimgesucht werden. Vielmehr macht Ed gerade Tochter Judy (Mia Tomlinson) Sorgen.

Also mehr indirekt, denn sie hat seid einem halben Jahr mit Tony (Ben Hardy) einen fixen Freund und es scheint ernst zu werden. Bald werden die Warrens jedoch wieder in die paranormale Welt hinein gezogen, denn dass Lorraine und Judys Visionen sich vermehren, hat mit ihrer Vergangenheit zu tun und die aktuellen Heimsuchungen einer Großfamilie in Pennsylvania, sind direkt damit verbunden…

Das Conjuring-Universum ist mit einem bisherigen Einspiel von 2,7 Milliarden Dollar, das erfolgreichste Horror-Franchise aller Zeiten und es funktioniert noch immer, denn dieser vierte Teil hat innerhalb der vier Hauptfilme, mit 467 Millionen Dollar, am Meisten eingespielt. Regisseur Michael Chaves führt hier Regie, was er auch bereits beim dritten Teil und dem Ableger The Nun 2 gemacht hat und dabei habe ich schon ein paar Worte über ihn verloren.

Kurz gesagt ist er für mich ein Handwerker, er erzeugt einfach keine (in diesem Fall) dunkle Magie. Dennoch muss ich sagen, dass sein aktueller Film sein bisher bester Beitrag innerhalb des Franchise ist. Von der Story her ist ja klar, dass dies der letzte Fall (und somit auch Film) mit den Warrens sein wird und dieser Auftrag wird als der beworben, der ihre Karrieren beendet hat. Nun diesem Aufbau kann die Handlung weder von den Geistern/Dämonen noch von den Schockmomenten her standhalten.

Dafür gibt es wohl dosierte kleinere Momente, die für Unbehagen sorgen und dann die wilderen Attacken und Aktionen, die für wohligen, bereits stark etablierten Grusel sorgen. Haben die Warrens bei meinem Lieblingsteil – dem zweiten – die Handlung noch spannender gemacht, weil man sie einfach so ins Herz geschlossen hatte, zehrt hier die Geschichte etwas von ihnen. Der Film nimmt sich mit seiner knapp über zwei Stunden Laufzeit dabei sehr viel Zeit, auch die neuen Figuren aka die betroffene Familie als echte Menschen aufzubauen.

Ich hasse es, wenn dir in einem Horrorfilm die Figuren egal sind, aber die Warrens erst nach über einer Stunde direkt mit dem Dämonen des Filmes in Berührung zu bringen, dauert dann doch etwas zu lange. Alles rund um die Warrens, finde ich jedoch passend und ich hätte (fast) nichts davon gekürzt. Besonders der Einstieg in den Film, wo man sie bei ihren Anfängen sieht und Tochter Judy auf die Welt kommt, das ist richtig involvierend.

Wie die Warrens in der Gegenwart des Filmes mit ihrem Rückzug aus dem „Geisterjäger-Geschäft“ umgehen und die Sache mit dem zukünftigen Schwiegersohn, das sind nette Erweiterungen und man spürt, dass somit noch mehr auf dem Spiel steht, für unsere Helden. Beim erwartungsgemäß versöhnlichen und beinahe kitschigen Ende (nein, ein anderes hätte ich mir für die Warrens auch nicht gewünscht) gibt es dann ein kurzes Wiedersehen mit Menschen aus allen drei bisherigen Filmen, denen die beiden geholfen haben plus noch noch mehr Cameos.

Patrick Wilson (Insidious: The Red Door) und Vera Farmiga (Godzilla 2) können ihre Rollen im Schlaf und sie sind stark wie immer, weswegen ich kurz ein paar Worte über zwei andere verliere, die im Gedächtnis bleiben. Mia Tomlinson (The Beast Must Die) als Judy Warren ist so natürlich und herzlich (plus leidet sie unter ihrer Gabe) und Ben Hardy (6 Underground) als ihr Freund Tony so der perfekte und verständnisvolle Schwiegersohn, dass man sie durchaus als potentielle Nachfolger ihrer Eltern sehen könnte, auch wenn das zu ihrem (Film)Glück, nicht passieren wird.

In Summe also ein stimmiger Abschied für die Warrens, involvierend gespielt und technisch fein und sämtliche Geistermomente gruseln (ohne zu schocken). Der große Knall zum Finale ist es nicht geworden, doch das habe ich so auch nicht erwartet und die eine oder andere Szene, hätte man wohl etwas kürzen können, doch die Sympathie für die bekannten und neuen Figuren plus ihre Darsteller, zieht einfach das Gesamterlebnis permanent nach oben. Filmemacher, die es nicht schaffen ihre Figuren liebenswert zu gestalten, sollten sich hier ein Beispiel nehmen.

„The Conjuring: The Last Rites“ bekommt von mir 7/10 den Kreis sich befriedigend schließen lassende Empfehlungspunkte.

The post The Conjuring: Last Rites – Conjuring 4: Das letzte Kapitel (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/10/25/the-conjuring-last-rites-conjuring-4-das-letzte-kapitel-filmkritik/feed/ 0
Kung Fu Panda 4 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/09/06/kung-fu-panda-4-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/09/06/kung-fu-panda-4-filmkritik/#respond Sat, 06 Sep 2025 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37885 Po, der Panda, ist der Drachenkrieger und er lebt von seinem Ruhm, gibt Autogramme und genießt sein Dasein tatsächlich. Aber ein Schatten erhebt sich – sein ehemaliger Erzfeind Tai Lung ist zurück. Zumindest hat es diesen Anschein, denn in Wahrheit … Weiterlesen

The post Kung Fu Panda 4 (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Po, der Panda, ist der Drachenkrieger und er lebt von seinem Ruhm, gibt Autogramme und genießt sein Dasein tatsächlich. Aber ein Schatten erhebt sich – sein ehemaliger Erzfeind Tai Lung ist zurück. Zumindest hat es diesen Anschein, denn in Wahrheit steckt eine andere, gefährlichere Bedrohung dahinter: Das Chameleon.

Davon abgeseshen gibt ihm Meister Shifu einen besonderen Auftrag: Er, der jetzt ein Meister ist, soll sich umsehen, denn es ist Zeit seinen Nachfolger auszuwählen. Aber Po will nicht. Dazu genießt er seine Rolle zu sehr. Und auch eine Konfrontation mit dem Chameleon ist nicht ganz oben auf seiner To-Do-Liste.

Als er die gewitzte Füchsin Zhen kennenlernt könnt sich da allerdings ändern. Denn die Diebin hat eine Verbindung zum Chameleon und kann Po den Weg weisen. Aber kann er ihr vertrauen?

Die Reihe vom dicken Panda, der ja ein Kung-Fu-Krieger wird, hatte von Anfang an ein wenig ein Problem mit den Nachfolgern. Denn so ungewöhnlich die Rolle des Pandas im ersten Film war – an dessen Ende war er der Drachenkrieger. Die Story des Underdogs war zu Ende erzählt. Man hat dann noch zwei weitere Filme aus der Figur rausgequetscht und ich fand diese durchaus unterhaltsam und von den Ideen her auch ganz okay, aber das „Besondere“ an der Figur war weg. Po war, nun, er war Jack Black. Punkt.

Der vierte Teil der Reihe, der ja doch ein paar Jahre seit dem dritten Teil ins Land hat ziehen lassen, nimmt sich dieses Problems scheinbar an indem es Po vor die Herausforderung stellt eine:n Nachfolger:in zu suchen. Und das mag er nicht. Fast so wie die Macher:innen von Dreamworks scheinbar ein Problem damit haben, den guten Panda in Ruhe zu lassen.

Nun also ein neuer Versuch. Der macht zwar ein paar Sachen anders als die Vorgänger, aber er ist deshalb nicht per se besser geworden.

Zum einen nehmen die Mitstreiter von Po keinen Platz mehr im Film ein. Die kommen vor, aber so völlig am Rande, dass man sie auch hätte weglassen können. Zum anderen ist der Film gegen Ende wirklich (für Kinder) furchteinflößend, wenn das Chameleon (Vorsicht: Kleiner Spoiler) alle vorigen Gegner von Po absorbiert hat und mutiert. Das ist gruselig. Für Kinder, wie gesagt. Fiel mir vielleicht in den ersten Filmen nicht so auf, weil ich die ohne Kinder gesehen habe, aber hier – hm. Nun, die sind schon ein wenig ängstlich zurückgezuckt.

Wie dem auch sei: Was der Film gut macht ist die Einführung der neuen Figur Zhen, denn die Füchsin ist wirklich klasse. Die macht Laune, Spaß und man sieht sie die gesamte Zeit über gern. Wie die Sache ausgeht und ob sie wirklich eine Freundin von Po ist oder ob es sich um die klassische „Ich betrüge dich, um dich dann doch zu retten“-Story handelt, nun, darüber muss ich wohl kein Wort verlieren, oder? Eben.

Dabei gibt es ein paar wirklich coole Szenen zu sehen, die ich so nicht kommen gesehen hatte. Zum Beispiel streiten Zhen und Po und kämpfen gegeneinander. Aber dann endet der Kampf, weil Zhen merkt, dass sie Po nich stoppen kann. Was macht sie also? Sie umarmt ihn und bittet ihn, das was er vorhat zu unterlassen. Und Zhen und Po sind da so gut animiert, dass ich wirklich ein kleines Tränchen verdrücken musste.

Auch gibt es ein paar tolle Ansprachen, die aber zu 100% nur Erwachsene witzig finden werden. Wenn Zhen etwa einer Räbuerbande erklärt, dass sie das richtige tun sollen, diese ihre Worte völlig missverstehen und Zhen schließlich den Schlachtruf ändert in „Dann lasst uns gehen und das Richtige aus den falschen Gründen tun!“. Das war super. Aber halt wohl nur für Erwachsene.

Naja, wie dem auch sei – optisch ist der Film top. Die Animationen, das Design, die Grafik – alles sieht wirklich richtig gut aus. Da kann man und darf man nicht meckern. Auch ist der Film per se nie langweilig, wenn auch klar sehr berechenbar. Auch gibt es einen Nebenplot was die Väter von Po betrifft, der zwar nett ist und dessen Sinn man erkennt, aber der leider irgendwie nicht so richtig zieht. Alledings finde ich Pos Gänsevater immer wieder cool, wenn er Menschen, die sich quasi entschuldigen völlig emotionslos auflaufen lässt. So sinngemäß: „Es tut mir so leid, ich habe Mist gebaut.“ Antwort: „Ja, du hast so richtig Mist gebaut.“ … und da kommt da nichts mehr. Wo andere in anderen Filmen Sachen sagen würden wie „Aber du hast dich bemüht“ oder „aber das macht nichts, ich verzeihe dir“, da lässt er die Feststellung einfach im Raum stehen. Fand ich großartig.

In der deutschen Synchro funktionieren ein paar der Witze nicht, weil die Betonung nicht zusammenstimmt und das Pointen-Timing meiner Ansicht nach nicht ganz passt (ist in der englischen Synchro anders), aber alles in allem – ja, der Film war lustig, actionreich und hat mich (und die Kinder) gut unterhalten. Für einen fünften Teil muss man sich dann aber schon ein wenig mehr einfallen lassen.

„Kung Fu Panda 4“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, durch Zhen einen Mehrwert besitzende, Punkte.

The post Kung Fu Panda 4 (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/09/06/kung-fu-panda-4-filmkritik/feed/ 0
Body Snatchers – Die Körperfresser (1993 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/08/21/body-snatchers-die-koerperfresser-1993-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/08/21/body-snatchers-die-koerperfresser-1993-filmkritik/#respond Thu, 21 Aug 2025 05:00:44 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37973 Marti (Gabrielle Anwar) hat sich in ihrem Leben schon mal mehr auf ihren Alltag in der näheren Zukunft gefreut, immerhin ist sie gerade wegen der Arbeit ihres Vaters, mit ihrem kleinen Bruder auf dem Weg in eine abgelegene Militärbasis in … Weiterlesen

The post Body Snatchers – Die Körperfresser (1993 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Marti (Gabrielle Anwar) hat sich in ihrem Leben schon mal mehr auf ihren Alltag in der näheren Zukunft gefreut, immerhin ist sie gerade wegen der Arbeit ihres Vaters, mit ihrem kleinen Bruder auf dem Weg in eine abgelegene Militärbasis in Alabama. Von Stiefmutter Carol (Meg Tilly), ist sie auch nicht gerade der größte Fan.

Als sie in Jenn (Christine Elise) eine Freundin findet und mit Tim (Billy Wirth) einen jungen Mann, der ihr nicht nur äußerlich gefällt, scheint es mit ihrer Laune bergauf zu gehen. Sich auf der Basis vermehrende Aliens, die exakte Kopien von Menschen erzeugen, lösen die Hoffnung auf eine gute Zeit, jedoch schnell wieder in Luft auf…

Dieser Film basiert lose auf dem 1955 erschienenen Roman „The Body Snatchers“ von Autor Jack Finney, der zuvor bereits in den Jahren 1956 und 1978 einmal verfilmt wurde. Ursprünglich sollte Stuart Gordon die Regie übernehmen, der war aber vertraglich gebunden und inszenierte stattdessen Fortress. Abel Ferrara (Bad Lieutenant) sprang ein, ließ das Drehbuch überarbeiten und schließlich begannen im Winter 1991 die Dreharbeiten in einer verlassenen Militär-Basis in Alabama.

Warum ich den Film jetzt nach Jahren wieder einmal gesehen habe, ist weil es für mich als Filmfreund und Sammler von nicht digitalen Medien immer schwieriger wird, in Geschäften Blu-Rays zu finden. Da es im Einkaufszentrum meiner Wahl gerade einen Abverkauf von MediaBooks gab, habe ich zugeschlagen. Bereut habe ich es nicht, denn auch wenn ein ganz bestimmter CGI-Effekt gegen Ende sehr mies gealtert ist, sind die praktischen Effekte noch immer top.

Hinzu kommen grundsätzliche Fragen, die hier aufgeworfen werden. Ist Gleichheit besser als Individualität? Was ist mit Emotionslosigkeit? Es gibt zwar dann keine Liebe, aber auch keinen Hass, keine Trauer oder psychische Schmerzen. Keine Morde, Vergewaltigungen und vor allem keine Kriege. Dies ist sicherlich auch eine Kritik an militärischer Konformität, aber gleich zu funktionieren, ist sicherlich nicht immer negativ.

Als Reaktion auf diese Gleichmacherei, wissen die Überlebenden im Film dann natürlich nur eine Lösung und das ist mit Gewalt zurückzuschlagen. Haben wir Menschen Krieg führen gegen unsere Feinde doch in unserer DNA verankert? Ein perfektes Double von dir, nur eben ohne Gefühle, kann das besser sein als das echte Ich? Übrigens für mich nicht, aber es gibt Menschen die ich kenne, die ohne Emotionen wohl besser funktionieren würden.

Gabrielle Anwar (The Librarian 2) als Marti finde ich dabei eine tolle Hauptfigur, immerhin fühlt sie sich wie ein Alien auf dieser Militärstation, dabei ist sie im Verlauf der Handlung eine der wenigen, die kein Alien ist.

Das finde ich ist ironisch genau wie die Tatsache, dass hier alle Charaktere, etwas unterkühlt wirken. Der Schritt zur Emotionslosigkeit ist also gar nicht so weit, wie man denken könnte. Schön unangenehm manifestiert sich diese Ebene dann in Body Horror Mechanik, diese Tentakel, wie sie Leben kopieren/aussaugen und neues spinnen, die Pflanzen ähnlichen Pods und die Insekten artigen Schreie, das ist schon gruselig und faszinierend zugleich.

In Summe ein sehr geradliniger Film, der mehr Gedanken auslösen kann als zu manch anderer SciFi-Horror, wenn man sich darauf einlässt. Die Atmosphäre hat beinahe durchgängig etwas feindliches an sich, die handgemachten Effekte sind top und die Darsteller überzeugend. Man kann den Film wegen der tristen Atmosphäre durchaus auch eine gewisse Seelenlosigkeit vorwerfen aber ja genau, ihr habt es erraten, auch diese Sichtweise hat auf Grund der Handlung, eine gehörige Portion Ironie mit dabei.

„Body Snatchers“ bekommt von mir 7/10 die best mögliche Version von sich selbst präsentieren wollende Empfehlungspunkte.

The post Body Snatchers – Die Körperfresser (1993 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/08/21/body-snatchers-die-koerperfresser-1993-filmkritik/feed/ 0
It Feeds (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/08/07/it-feeds-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/08/07/it-feeds-filmkritik/#respond Thu, 07 Aug 2025 05:00:21 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37927 Cynthia (Ashley Greene) ist nach außen hin eine gewöhnliche Psychotherapeutin. Ihr engerer Kreis weiß jedoch, dass sie eine spezielle Gabe hat. Sie kann nämlich in den Geist der Menschen einsteigen und so gewisse Traumata an Ort und Stelle heilen. Ihr … Weiterlesen

The post It Feeds (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Cynthia (Ashley Greene) ist nach außen hin eine gewöhnliche Psychotherapeutin. Ihr engerer Kreis weiß jedoch, dass sie eine spezielle Gabe hat. Sie kann nämlich in den Geist der Menschen einsteigen und so gewisse Traumata an Ort und Stelle heilen.

Ihr Tochter Ellie (Ellie O’Brien) ist ihre Stütze und Assistentin, was das Aussuchen von Patienten betrifft. Als ein Mädchen unerwartet an ihre Türe trommelt und von einem Wesen erzählt, dass sie verfolgt, wird diese junge Dame zwar von ihrem Vater ohne den Wunsch nach Hilfe abgeholt, doch Ellie will die Sache nicht auf sich ruhen lassen…

Der kanadische Regisseur Chad Archibald hat sich in den letzten Jahren mit Independent-Horrorproduktionen wie „Bite“ oder „I´ll Take Your Dead“, einen Namen gemacht. Bei seinem neuesten Film hat er auch das Drehbuch geschrieben und laut Interview seinen damals aktuellen persönlichen Lebensmittelpunkt verarbeitet. Er hatte nämlich in kurzer Zeit seinen Vater und seine Mutter verloren, die beide an Krebs erkrankt waren.

Das zentrale Thema des Filmes ist daher klar die Trauer, wie sie dein Leben bestimmen kann, wie man sich ihr stellen und sie verarbeiten kann oder ob man sie ein Stück weit auch verdrängen sollte, um das eigene Leben nicht ganz zu verpassen. Außerdem geht es bei den Hauptdamen hier zwar um Menschen (vor allem die Mutter), die auf Selbstschutz bedacht sind, aber dennoch helfen sie ständig anderen Leuten und vernachlässigen dabei sich selbst/die Beziehung zueinander.

Oft sind ja solche Geister/Dämonen Produktionen auch für ein jüngeres Publikum ausgelegt, aber dies ist ganz klar ein sich sehr erwachsen anfühlender Film. Das spiegelt sich auch in der Erzählgeschwindigkeit wider, die sich sehr viel Zeit lässt die Figuren – also vor allem die beiden zentralen Damen – zu etablieren und ihre Mechanismen, wie sie miteinander umgehen. Somit werden dumme Entscheidungen nachvollziehbar, statt nur zu ärgern (ihr werdet wissen, was ich meine).

Als Quelle der Inspiration für die innere Gedankenwelt aka den Geist der Menschen, in den Cynthia einsteigt, nannte Archibald ja die Nightmare on Elm Street Reihe oder Tarsem Singh Filme wie The Cell oder The Fall. Auch wenn man etwas das geringere Budget merkt, kann man den Einfluss dieser Vorbilder durchaus spüren. Traumatische Events haben dabei die Erinnerung der Menschen verändert und genau in diese steigt Cynthia ein.

Neben dem automatischen Wechsel der Kleidung – immer passend zum jeweiligen Setting – überzeugt auch die Kreatur. Dunkel, schreiend, nicht immer im Vordergrund aber immer bei dir, zehrt sie an deinen Kräften, verbrennt dich und frisst dich langsam auf. Dass dieses Wesen als Metapher für Krebs steht wird zwar nicht einmal angedeutet, aber man kann es erahnen. Auch Jump Scares hat das Ding drauf, diese aber wohl dosiert.

Ashley Greene (The Ritual) als Cynthia und Ellie O’Brien (My Life with the Walter Boys) als Jordan liefern starke Performances ab und sind eindeutig der emotionale Kern der Story. Man wünscht ihnen einfach, dass sie ihr Trauma mitsammen heilen können (und ganz nebenbei auch überleben versteht sich). Shawn Ashmore (Acts of Violence) als Randall hat die intensivste Nebenrolle und auch wenn er sich klar in einer Abwärtsspirale befindet, die Intention hinter seinen Aktionen, kann man immer nachvollziehen.

Das ergibt in Summe einen Film, der zwar per se dem Genre nichts Neues hinzu fügt, sich dafür aber nicht von ungefähr sehr persönlich anfühlt. Man begleitet diese Damen einfach gerne auf ihrer Reise zur inneren Heilung, da hält man die äußeren Narben, auch gleich leichter aus. Die leichten „Dream Warrior Vibes“ beim Finale sind dabei nicht nur stimmig, sondern als Auflehnung gegen die Kreatur (für was sie steht) bitter nötig.

„It Feeds“ bekommt von mir 7/10 alles was an dir zehrt und du los werden kannst, im eigenen Leben schnell ändernde Empfehlungspunkte.

The post It Feeds (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/08/07/it-feeds-filmkritik/feed/ 0
Downrange (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/08/05/downrange-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/08/05/downrange-filmkritik/#respond Tue, 05 Aug 2025 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37915 Todd (Rod Hernandez) und seine Freundin bilden eine Fahrgemeinschaft mit ein paar Leuten und plötzlich haben sie eine Reifenpanne. Jung und fröhlich ist das kein Problem. Man scherzt, man plant, man überlegt wegen einer Werkstatt (schwer, weil mitten im Nirgendwo … Weiterlesen

The post Downrange (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Todd (Rod Hernandez) und seine Freundin bilden eine Fahrgemeinschaft mit ein paar Leuten und plötzlich haben sie eine Reifenpanne. Jung und fröhlich ist das kein Problem. Man scherzt, man plant, man überlegt wegen einer Werkstatt (schwer, weil mitten im Nirgendwo und kein guter Empfang am Mobiltelefon) und entscheidet sich, einfach mit dem Reserverad weiterzufahren, welches jedoch schon halbwegs abgenutzt ist. Kann das jemand wechseln? Naja, alles keine Profis, aber wird schon werden. Aber es ist heiß. Also setzen sich ein paar in den Schatten des Autos, während einer der Jungs den Reifen wechselt und Todds Freundin versucht Empfang am Telefon zu bekommen.

Dann fällt der Schraubenschlüssel laut zu Boden. Der Reservereifen rollt davon. Todd läuft ihm nach. Seine Freundin guckt nach, was mit dem Kollegen beim Reifenwechsel passiert ist.

Nun, es stellt sich heraus, dass ihm ein Scharfschütze den Kopf von den Schultern geschossen hat. Und als sich Todds Freundin umsieht, passiert ihr etwas ähnliches.

Allen ist klar: Da gibt es einen Scharfschützen, der irgendwo weit weg Zielübungen macht und die sechs (bzw. vier übrigen) als Zielscheiben ausgewählt hat. Was tun, wenn der Schütze abgesehen von dem Teil hinter dem Auto, ein freies Schussfeld hat, es nirgends sonst Platz zum Verstecken gibt, die Sonne runterbrennt und man seit Stunden weder eine Haus noch ein anderes Auto gesehen hat? Kann man überhaupt entkommen?

Dieser Film hat mich völlig unvorbereitet und kalt erwischt. Ich kannte den Namen Ryuhei Kitamura nicht, habe nur von „The Midnight Meat Train“ gehört, ihn aber nie gesehen. Vielleicht war ich deshalb völlig überrascht, wie völlig kalt und brutal der Film ist. (Ich habe auch „No One Lives“ nicht gesehen.) Was da mit (toten) Menschen passiert bzw. was man hier alles sieht – das habe ich nicht kommen gesehen. Aber davon lebt der Film im Grunde: Es ist ein kleines, dreckiges Gore-Fest am hellichten Tag.

Mehr ist da nicht drin, fragt ihr? Nun. Nein. Ist es nicht. Die Story ist in einem Satz zusammenzufassen: Sechs Menschen werden mitten im Nirgendwo als Zielscheiben auserkoren von einem Sniper. Das ist es. Der Rest ist die Frage: Was machen sie, um wegzukommen. Und schaffen sie es überhaupt?

Nun, das ist jetzt nicht viel, aber – Hölle, ist das spannend gemacht. Ich habe gelesen, dass sie Schauspieler:innen schlecht sind oder das Drehbuch schlecht und das Ende wird entweder gefeiert oder gehasst. Ich habe das alles anders empfunden. Ich bin ja üblicherweise kein Fan von Filmen, deren reiner Sinn es ist brutal zu sein, aber – hui – das hier war so richtig spannend für mich. Ich fand es richtig spannend, was alles auf einem so begrenzten Stück Raum passieren kann. Welche Ideen die Kids haben. Was der Schütze macht. Wow, sag ich nur. Ich war wirklich gebannt. Und im letzten Drittel wird es dann völlig irre, ganz ehrlich, richtig irre.

Dazu kommt noch, dass ich nicht damit gerechnet habe, wer am Ende übrig bleibt (wenn jemand übrig bleibt). Das Final Girl, welches ich klar als solches für mich definiert hatte, war dann nicht das Final Girl. Das kam für mich völlig aus dem Nichts. Und das Ende … nun, ich war ambivalent ob ich es großartig und völlig schwarzhumorig fand oder ob ich es schlimm und als Downer-Ende empfand. Ich bin mir noch immer nicht sicher.

Wessen ich mir jedoch sicher bin: Ich hatte keine Erwartung und war völlig platt, wie spannend der Film war mit Ideen, die ich so noch nie gesehen habe (und ja, ein paar, die man öfter sieht) und wie völlig aus dem Nichts dann immer wieder brutale Momente eingestreut werden, die man erneut schlimm oder schwarzhumorig finden kann. Es gibt auch ein paar sehr coole Kameraideen, ein paar heftige Szenen (Eltern und Kind, sag ich nur) und ein paar „Mhm“-Momente (Polizei), aber alles in allem – ja, ich war absolut gefangen.

Einziger Wehrmutstropfen für mich: Der wegrollende Reifen. Da ist einfach ein Regiefehler drin, der so nicht hätte passieren dürfen. Aber okay. Pfeif ich mal drauf, zumal der Rest für mich richtig spannend war.

„Downrange“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, absolut heftige und brutale, Punkte.

The post Downrange (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/08/05/downrange-filmkritik/feed/ 0
No One Gets Out Alive (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/07/31/no-one-gets-out-alive-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/07/31/no-one-gets-out-alive-2025-filmkritik/#respond Thu, 31 Jul 2025 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37907 Ambar (Cristina Rodlo) ist eine undokumentierte Migrantin in den USA. Sie hat einen Job, einen falschen Ausweis und allerlei Probleme. Sie verliert ihre Wohnmöglichkeit und muss mehr oder weniger gegen ihren Willen in eine billige Absteige ziehen. Irgendwas ist von … Weiterlesen

The post No One Gets Out Alive (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Ambar (Cristina Rodlo) ist eine undokumentierte Migrantin in den USA. Sie hat einen Job, einen falschen Ausweis und allerlei Probleme. Sie verliert ihre Wohnmöglichkeit und muss mehr oder weniger gegen ihren Willen in eine billige Absteige ziehen. Irgendwas ist von Anfang an komisch in diesem Haus – das merkt sie bereits bei der ersten Begegnung mit dem Vermieter Red (Marc Menchaca), auch wenn dieser halbwegs okay wirkt. Aber sein Bruder Becker (David Figlioli) ist, nun, … sehr seltsam.

Immerhin ist sie nicht die einzige hier im Haus und es ist zumindest eine Bleibe. Auch wenn sie immer wieder schlechte Träume hat, denkt, sie würde in der Ferne eine Frau weinen hören und sie immer wieder eine Art „Steinbox“ sieht, die sich bedrohlich öffnet, bleibt sie – denn was wäre die Alternative?

Und dann passieren wirklich schlimme Dinge …

„No One Gets Out Alive“ basiert auf einem Roman von Adam Nevill, der auch das Buch zu „The Ritual“ geschrieben hat. Ich gestehe noch nie was von dem Herren gehört zu haben, geschweige denn, was von ihm gelesen zu haben – aber ich hab mir jetzt zwei Bücher von ihm besorgt. Laut Kritiker:innen sind die Bücher besser als die Filme und ich fand die Filme ja schon ziemlich gut. Bin ich mal gespannt.

Jedenfalls wurde dieser Film hier von Santiago Menghini inszeniert und das Drehbuch – basierend auf dem Buch von Nevill eben – von Jon Croker und Fernanda Coppel adaptiert. Der Film beginnt wie die meisten Horrorfilme mit einem gruseligen Einstieg und tada – dann sind wir schon bei Ambar. Der Subtext des Films – wie erleben Migranten in den USA ihren Alltag – ist von Anfang an klar. Der Film beginnt schon mit einem Telefonat einer Migrantin mit ihrer Mutter. Und auch Ambar hat einige Probleme.

Es gibt zum Beispiel eine Szene im Film in welcher Ambar von ihrem Verwandten Beto, gespielt von David Barrera, zum Essen eingeladen wird und dessen Frau hat Bedenken. Verwandt? Ja, weitschichtig. Was will die hier? Sicher nur Geld und einen Gefallen? Also auch innerhalb der Community ist es nicht immer leicht. Ambar wird auch – als sie sich illegal einen neuen Pass besorgen will – Geld geklaut und der Pass bleibt auch auf der Strecke. Ebenfalls von der eigenen Community. Alles also schwierig für sie.

Als dann das Drama im Haus seinen Lauf nimmt wird es immer enger für Ambar, denn auch sie hütet ein Geheimnis, welches sie wirklich belastet: Ihre Mutter ist gestorben. Das letzte was sie von ihr gehört hat ist eine Nachricht am Telefon, die sie sich immer wieder anhört, um ihr Gewissen „zu beruhigen“. Mehr zu verraten wäre ein Spoiler, aber wie üblich spielt das am Ende eine große Rolle.

Teilweise ist der Film wirklich brutal, wenn er auch nicht richtig schlimm grafisch wird. Es gibt zum Beispiel eine Szene in welcher ein Mann totgeschlagen wird und die Szene wird durch ein Guckloch in der Tür beobachtet. Man sieht also nicht viel, aber die Geräusche sind schlimm und als dann langsam unter der Tür Blut durchzufließen beginnt, ist man im Bilde was passiert ist. Und die Schläge hören nicht auf. Dann rutscht noch ein Zahn unter der Tür durch und so weiter. Das ist heftig und fühlt sich sehr heftig an.

Natürlich dreht sich viel um die Box und wenn man dann realisiert, was da drin ist und warum passiert was passiert, da muss man schon kurz mal schlucken. Und das Ende bzw. was Ambar am Ende passiert (ich sage nicht, dass sie überlebt, ich sage aber auch nicht, dass sie stirbt), dass hat mir schon einen Knoten im Magen verursacht. Einerseits aufgrund der Bedeutung innerhalb des Filmuniversums. Und andererseits auf der Meta-Ebene, was der Film damit über die Migranten aussagen will und was die „Coping-Strategie“ darstellt.

Auch als Horrorfilm allein funktioniert der Film für mich ebenfalls sehr gut. Schauspielerisch gibt es keine Mängel. Cristina Rodlo trägt den Film gut auf ihren Schultern und die Support-Charaktere machen ihren Job gut. Vor allem die Interaktionen mit Red fühlen sich echt und glaubwürdig an. Und Becker bzw. David Figlioli ist schon eine Präsenz. Es reicht, wenn er einfach im Bild steht und streng guckt, schon rückt man einen Meter zurück und hofft, dass er einen nicht direkt ansieht.

Was natürlich – wie üblich mittlerweile – bei Filmen dieser Art ein wenig schade ist, ist, dass er primär in dunklen, verhangenen und düsteren Zimmern und Umgebungen spielt. Das mag zur Stimmung passen, gibt dem Film aber keine eigene Note. Was man zum Monster am Ende nicht sagen kann – das habe ich so noch nie zuvor gesehen und auch wenn das CGI streckenweise nicht ganz überzeugt, so ist das Monster auf jeden Fall vom Design her sehr außergewöhnlich. Man kann aber auch laut auflachen wenn man es sieht. Ich fand es cool, aber das ist natürlich wirklich zu einhundert Prozent Geschmacksache.

„No One Gets Out Alive“ bekommt von mir 7,5 von 10, auf einer Meta-Ebene als auch Horrorfilm-Ebene funktionierende, Punkte.

The post No One Gets Out Alive (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/07/31/no-one-gets-out-alive-2025-filmkritik/feed/ 0