Fantasy | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 04 Jul 2026 10:56:17 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/#respond Sat, 04 Jul 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39007 Vi ist auf der Suche nach Jinx, denn nach ihrem Attentat ist nichts wie es vorher war. Es gibt Überlebende, aber auch genug Tote. Ambessa nutzt die Stunde und versucht in Piltover mehr Macht zu erhalten. Caitlyn rekrutiert Vi zu … Weiterlesen

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Vi ist auf der Suche nach Jinx, denn nach ihrem Attentat ist nichts wie es vorher war. Es gibt Überlebende, aber auch genug Tote. Ambessa nutzt die Stunde und versucht in Piltover mehr Macht zu erhalten. Caitlyn rekrutiert Vi zu den Enforcern. Währenddessen wird Jinx vermisst. In Zaun – der Stadt unter Piltover – wird sie währenddessen als Heldin verehrt – als Rebellin.

Und natürlich lebt sie noch – sie hat nur den Sinn in ihrem Tun verloren. Das ändert sich als sie Isha trifft. Ein Mädchen, das nicht spricht und das Jinx rettet. Ab da schließt diese sich ihr und ist wie eine kleine Schwester für sie.

Aber das ist nicht alles, denn Jayce rettet Viktor und dieser kommt unerwartet zurück ins Leben. Aber etwas ist passiert mit ihm – es ist mit dem Arcane verbunden. Und er kann Menschen heilen.

Aber das Arcane bereitet Probleme, denn irgendwie reagiert es anders als alle erwartet haben und scheint instabil zu werden. Scheinbar haben die Hexgates damit zu tun.

Caitlyns Mutter starb im Anschlag von Jinx – als macht sie sich in Zaun auf die Jagd nach ihr – und sie kennt keine Gnade.

Anders gesagt: (Fast) alles scheint vor die Hunde zu gehen …

Staffel 2 von „Arcane“ hat eine schwere Last zu tragen, weshalb ich mich sehr lange geweigert habe, sie anzusehen. Die Last ist die Bürde, welche eine quasi perfekte erste Staffel der folgenden Staffel auferlegt. Vor allem, wenn vorab bereits angekündigt wird, dass es die zweite und letzte Staffel wird. Außerdem hatte Staffel ein in meinen Augen ein perfektes Ende. Da anschließen zu wollen – puh. Ich hab’s nicht für möglich gehalten, dass Staffel 2 mit der ersten Staffel mithalten kann.

Und ich hatte recht.

Das bedeutet nicht, dass Staffel 2 schlecht ist, aber von der Genialität der ersten Staffel sind wir weit weg. Das Drehbuch bzw. die Drehbücher können einfach nicht mithalten – es passiert zu viel und das was passiert ist zu groß. Es geht um das Ende der Welt, um den Kampf von Piltover gegen Zaun, gegen das Vakuum, welches durch Jinx‘ Aktionen in der ersten Staffel entstanden ist, um Viktor, der die Zukunft in eine bestimmte Richtung führen will, um Jacye, der das aufhalten will, um Caitlyn, die ihre Mutter rächen und Jinx finden will, um Vi, die nicht nur ihre Schwester finden und stoppen will, sondern sich auch noch in Caitlyn verliebt und zwischenzeitlich mal ihr gebrochenes Herz im Suff ertränken muss, nur um dann auch wieder zu Jinx zu finden, dann noch Heimedinger, der an einem Gerät forscht, welches … das wäre ein Spoiler … und dann haben wir noch Ambessa, welche endgültig die Macht übernehmen will, dazu aber Caitlyn braucht – außerdem noch ihre Tochter Mel, die ein Geheimnis hütet und dieses selbst noch entdecken muss und …

Ihr seht, was ich meine. Die Staffel hat neun Folgen. Neun. Guckt euch mal die Handlungsstränge da oben an. Und das sind nicht mal alle. Ihr ahnt, was das bedeutet: Alles wird relativ rasch abgehandelt – vieles davon ziemlich cool vorbereitet und aufgebaut. Ich war am Anfang wirklich positiv überrascht, wie gut das alles zusammenhängt, von A nach B führt und sich organisch entwickelt. Aber dann tauchen die ersten Risse auf – Entscheidungen oder Szenen, bei denen man unweigerlich denkt „Was?“. Und dann kommt das Finale – und es herrscht Krieg (ich sag nicht wer gegen wen, keine Angst) und dieser Krieg … dauert nicht mal eine Folge und wird im Grunde auf eine Schlacht reduziert. Und danach wird über „den Krieg“ gesprochen als wäre er ein langjähriges Ereignis gewesen anstatt nur ein kleiner Blip am Radar … zumindest fühlt es sich so an.

Wie dem auch sei. Ich sag es mal so: Wenn die Schreiberlinge sich auf die zwischenmenschlichen Elemente konzentrieren, wenn wir der Entwicklung von Jinx und Vi folgen oder von mir aus sogar Caitlyn oder dem psychischen Verfall von Jayce – das funktioniert super. Da ist Gänsehaut. Mehr als nur einmal.

Problem: Durch die wenige Zeit und die viele Handlung wird relativ oft auf das große Ganze hin geschnitten und gewerkt. Das raubt manchen emotionalen Momenten leider genau das: Die Emotion, die ausgelöst werden soll. Vieles funktioniert noch, aber weit nicht mehr alles.

Aber es ist spannend genug und optisch ohnehin wieder eine absolute Augenweide. Also wirklich: Vom Design her und der Farbgebung, den gemischten Zeichenstilen, je nachdem was gezeigt wird – Wow. Alles erste Sahne. Auch die Needle-Drops bzw. genutzten Songs: Wirklich extrem gute Wahl. Das können die Macher:innen einfach. Hut ab!

Und dann kommt die letzte Folge, die leider ziemlich abbaut, wie ich finde. Gerade das Ende der Jinx-Storyline war mehr als enttäuschend, zumal diese ja in Staffel 1 das Herzstück ist. Hier spielt sie die zweite Geige. Und gerade ein Satz wie „You don’t get it, sis. I am wherever you are.“ Ächz. Das hätte funktionieren können – aber da hätten Vi und Jinx viel, viel, viiiiiiel mehr Zeit gemeinsam vor der Kamera (wenn ich das so nennen darf) verbringen müssen. Das mag vielleicht in der Zeitspanne, die abgedeckt wird eine logische und schöne Entwicklung sein – hier war es für mich einfach seltsam (und extrem kitschig, aber das nur am Rande).

Also – ist Staffel 2 sehenswert? Ja. Wenn ihr den Figuren Caitlyn, Jayce, Mel und Ambessa nicht grundsätzlich negativ gegenübersteht, dann solltet ihr auf jeden Fall reinschauen. Allerdings hat das nur Sinn, wenn ihr auch vorher Staffel 1 anseht. Quereinsteiger:innen werden absolut NICHTS von dem verstehen, was da bei wem wie wo abgeht. Unmöglich.

„Arcane – Legaue Of Legends: Finale zweite Staffel“ bekommt von mir 7,5 von 10, immer noch schön anzusehende und streckenweise spannend seienden Punkte.

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Raya und der letzte Drache – Raya and the Last Dragon (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/#respond Sat, 20 Jun 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38827 Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden. Raya hat … Weiterlesen

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Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden.

Raya hat sich die Aufgabe gestellt, diese Scherben zu sammlen und die Welt wieder zu heilen. Der Grund ist simpel: Ihr Vater war der Wächter des Kristalls und es ist mehr oder weniger ihre Schuld, dass er zerbrochen ist …

Raya ist völlig zu Unrecht einer der ein wenig in Vergessenheit geratenen Disney-Filme, denn er ist tatsächlich einer der „besseren“ Filmen der neuen Diseny-Ära. Gemacht wurde er während der Pandemie (2021) und ist dann direkt im Streaming gelandet. Was Schade ist, denn wie gesagt: Der Film ist wirklich gelungen und zwar auf allen Ebenen.

Zum Einen ist Raya eine unheimlich sympathische Protagonistin, die keineswegs fehlerlos ist und bei immer alles funktioniert, sondern sie macht Fehler, sie lernt dazu und kommt so Schritt für Schritt weiter. Auch die Truppe, die sie um sich sammelt kann sich sehen lassen – das Räuberkind mit seiner Affenbande ist genial – ebenso der junge Nudelverlkäufer oder der Barbar mit dem goldenen Herzen. Großartig.

Dann kommen wir zum Drachen, der ja quasi die Hauptfigur im Film ist – Sisu. Der erinnert ziemilch an Mushu aus „Mulan“, aber das passt hier dennoch ganz gut, denn Sisu ist ebenfalls wirklich sympathisch. Natürlich funktioniert es ähnlich – sie ist nämlich keineswegs die mächtigste der Drachen, sondern sie ist halt die eine, die übrig blieb, weil die anderen – die was können – den Kristall machen mussten. Fand ich witzig. Auch ihr absolut unbrechenbarer Optimusmus und der Glauben an das Gute sind großartig und herzerwärmend.

Die Animationen sind astrein und wirklich eine Augenweide – ob es nun um die Städte, die Belichtung oder die Figuren geht – da passt alles super zusammen und sieht großartig aus. Wäre auch auf der großen Leinwand schön gewesen, aber leider – wie oben erwähnt: Streaming.

Was auch auffällt ist der Mangel an Gesangseinlagen, der mir persönlich doch entgegenkommt und ich kann nur festhalten, dass es ein Film für etwas ältere Kinder ist, da die Story doch ein paar sehr spannende Szenen hat. Und gerade das Ende – wo es wirklich aussieht als wäre alles verloren – könnte für kleinere Kinder ein wenig zu heftig sein. Ich fand es jedoch großartig. Das hat punktgenau ins Herz getroffen.

Es wird soweit ich weiß, auch keine Fortsetzung von „Raya“ geben, was ja auch schon mal toll ist. Ein Film auf sich allein und abgeschlossen. Alle Daumen hoch!

Ich kann also „Raya“ allen ans Herz legen, die eine zwar nicht ganz unbekannte oder noch nie irgendwie genutzte Geschichte erzählt, diese dafür mit einem tollen Charakterregiment anreichert, tolle Bilder und Action-Szenen bietet und eine absolut neues und frisches Setting für euch bereithält.

„Raya und der letzte Drache“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, trotz bekannter Zutaten ins Herz treffende, Punkte.

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The Boys – Staffel 5 – Serienfinale (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/#respond Sat, 06 Jun 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38866 Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die … Weiterlesen

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Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die Firma und hat immer wieder kleine Erfolge, die aber von der Regierung sofort zerlegt werden. Beweisvideoes werden als KI-Slop abgetan und überhaaupt – wie könnte man gegen diese Maschine gewinnen?

Hughie (Jack Quaid), Frenchie (Tomer Capone) und Mother’s Milk (Laz Alonso) sind in Gefangenschaft. In einem Lager. Bewacht von Superhelden. Es gibt kein Entkommen.

Aber Butcher hat einen Plan – es gibt immer noch das V1 – das allererste Serum. Und Homelander ist auf dem Weg, es zu finden. Also muss er schneller sein. Aber dazu braucht er Hilfe. Und deshalb müssen die anderen „Boys“ befreit werden.

Natürlich läuft nichts nach Plan. Und es spritzt Blut. Und Gedärm. Und … nun, Homelander lässt sich als „Gott“ ausrufen …

Nein, die Marketing-Abteilung hat entweder die Drehbücher nicht gelesen oder das Memo nicht bekommen. Was ich meine? Nun, wenn man sich die Plakate für Staffel 5 von „The Boys“ ansieht, dann wirkt es als würde der dritte Weltkrieg – Superhelden gegen alle anderen – über die Welt hereinbrechen. Die Welt würde brennen. Ein wenig wie im Musikvideo von „Falling In Revers“ namens „Watch The World Burn“. Aber wie es aussieht wurde der Truppe von Amazon das Budget auf ein Fünftel (ich habe da mehrere Versionen gelesen, die hier kam am öfteren vor) gekürzt und alles was geplant war, musste anders umgesetzt werden. Also keine Materialschlacht. Gar keine. Das ist ein etwa so, als würde man „Return Of The Jedi“ angucken und die Schlacht draußen vorm Fenster des Imperators nicht mal aus der Ferne sehen. Von den Bodentruppen will ich noch nicht mal anfangen.

Für viele Fans war das ein Schlag ins Gesicht – und die haben es den Macher:innen richtig übel genommen. Die finalen Folgen – vor allem die letzten beiden Folgen – wurden fast überall völlig zerrissen. Dabei haben Eric Kripke und sein Team nur das gemacht, was sie machen konnten: Sie haben sich auf die Figuren und emotionale Pay-Offs fokussiert. Meiner Ansicht nach das einzig richtige. Und in den meisten Fällen haben sie auch absolut geliefert. Gibt es auch ein paar Logiklöcher? Oder ein paar Dinge, die nicht zusammenpassen – in dem Sinn, dass sich halt Charaktere hin und wieder so verhalten, wie das Drehbuch es braucht und nicht, wie sie es eigentlich tun sollten? Oder das Kräfte unverhältnimäßig stark sind in der einen Szenen und in der anderen das komplette Gegenteil? Ja, gibt es. Allerdings hätte es viel schlimmer kommen können.

ABER – und das ist für mich ein großes ABER – die Serie liefert in meinen Augen da wo es notwendig ist. Wir kriegen die Storylines geklärt, die zu klären waren und es treffen die richtigen Personen im Showdown aufeinander. Starlight gegen The Deep? Passt. Das Ende von The Deep? Perfekt. Butcher gegen Homelander? Absolut. Ist das Ende Genugtuung pur? Auf jeden Fall. Hughie und Butcher prallen ein letztes Mal zusammen? Aber absolut. Ergebnis? Tränendrücker.

Und natürlich muss jemand am Weg noch das Leben lassen – völlig klar. Und ich war überrascht wie berührt ich war. Mir hat es wirklich Tränen in die Augen gedrückt. Und das war nicht mal in der letzten Folge. Trotzdem – das kam unerwartet (nicht der Charaktertod, sondern die Tränen). Lag vielleicht daran, dass es mein Lieblingscharakter war und auch die Art wie er gestorben ist („I bet you never danced a day in your whole life“) … wenn, dann so. Perfekt.

Auch von der Action-Seite gibt es ein paar super Momente – so zum Beispiel der Gefängnisausbruch. Hammer – richtig cooles, starkes Action-Kino mit sehr psychohygienisch tollen Momenten. Auch die Over-The-Top-Satire kommt nicht zu kurz. Grenzgenial – das Werbevideo von Homelander in welchem Jesus ihm seine Krone überreicht (mit Einblendungen für die Postproduktion á la „remove cables“ beim Runterschweben von Jesus und ähnlichem). Oder die Szene in welcher quasi der Cast von Supernatural sich wieder trifft (mit ein paar anderen Gesichtern dazu) – das war handlungstechnisch völlig irrelevant, aber super anzusehen und lustig – vor allem wie Spider-Man bzw. der Deal von Marvel und Sony aufs Korn genommen wurde. Super!

Und ja, das Ende … für mich war es absolut stimmig, auch wenn es relativ rasch kam und tatsächlich ziemlich kompakt war. Aber die rund 30 Minuten, die es gedauert hat – großes Kino. Und auch Ryan durfte nochmals auftrumpfen. Und dann war es zu Ende. Und es waren noch 35 Minuten übrig. Anders als zuletzt im „Stranger Things„-Finale fand man hier allerdings etwas, um die Zeit gut zu füllen bzw. musste der Showdown so kurz sein, denn es gibt ja noch die „eigentliche“ Story zu Ende zu erzählen – nämlich die von Butcher. Und auch diese bekommt in meinen Augen ein würdiges, passendes Ende. Butcher hat gewonnen, aber er hat alles verloren. Eine der vielleicht härtesten und emotional am tiefsten gehenden Szenen ist jene als Butcher Ryan anbietet für ihn ein neues Leben anzufangen.

Alles in allem – ich war zufrieden. Es war kein Spektakel bzw. mehr „out with a whimper not with a bang“, aber dennoch mit allen für mich wichtigen Teilen drin. Hätte man sich die Gastauftritte der Gen V-Spin-Offs sparen können? Ja. War Soldier Boy notwendig? Nein, hätte man auch anders lösen können – aber es ist immer schön Jensen Ackles zu sehen, also was soll’s? Großartigster Soldier Boy-Moment nachdem er wieder aufgetaut wurde und Homelander das erste ist, was er sieht: „Did you fuck me?“ – Homelander (entsetzt): „What?“ – Soldier Boy: „Is this some kind of incest thing?“ Großartig und beschreibt den Charakter absolut perfekt.

Dass „Liebe“ das eine ist, was Sage nicht mit einberechnet hat – Klischee, billig, völlig aus dem Nichts kommend und nicht passend – aber Schwamm drüber. Was soll’s?

Alles in allem fand ich, dass die Serie einen gebührenden Abschluss bekommen hat. Wäre mehr drin gewesen? Hätte auch ich mich darüber gefreut, wenn man Kripke und seinem Team mehr Geld gegeben und sie mit den Worten „Lasst die Welt brennen!“ losgeschickt hätte, um zu machen, was sie machen wollen? Oh ja. Das wäre episch geworden. Nun. Das ist es nicht. Aber im Rahmen dessen, was möglich war, ist das hier mit Sicherheit die bestmögliche Lösung.

Allein, wie peinlich Homelander ohne Kräfte ist – und wie er reagiert als er begreift, was los ist: Großartig. Genau das, was wir brauchten, was sein musste, was notwendig war. Wenn es Katharsis gibt, dann ist es das hier.

„The Boys – Staffel 5 – die letzte Staffel“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, zwar mit kleineren Portionen kochenden, aber diese sehr schmackhaft machende, Punkte.

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Lee Cronin’s The Mummy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/26/lee-cronins-the-mummy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/26/lee-cronins-the-mummy-filmkritik/#respond Tue, 26 May 2026 05:00:58 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38831 TV Reporter Charlie Cannon (Jack Reynor) lebt gemeinsam mit seiner schwangeren Frau Larissa (Laia Costa) und den gemeinsamen Kindern Katie und Sebastian in Kairo. Katie hat eine geheime Freundin namens Layla, mit der sie im Garten spielt und eines Tages … Weiterlesen

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TV Reporter Charlie Cannon (Jack Reynor) lebt gemeinsam mit seiner schwangeren Frau Larissa (Laia Costa) und den gemeinsamen Kindern Katie und Sebastian in Kairo. Katie hat eine geheime Freundin namens Layla, mit der sie im Garten spielt und eines Tages kommt deren Mutter zu einem ihrer heimlichen Treffen.

Sie entführt Katie und jegliche Versuche der Polizei sie wieder zu finden, bleiben vergeblich. Acht Jahre später stürzt ein Flugzeug ab, das einen Sarkophag transportiert hat. Darin befindet sich ein eingehüllter Mensch, es handelt sich dabei um Katie und sie ist am Leben…

Regisseur Lee Cronin wollte ursprünglich nicht Regie bei einem Mumien Film führen. Da er vom Studio jedoch völlige kreative Freiheit bekommen hat, verarbeitete er mit seinem Drehbuch hierfür laut Interview den Tod seiner Mutter. Dafür hat er dann auch die Regie für einen Nachfolger seines sehr intensiven Evil Dead Rise abgegeben.

Eines war bereits nach den Trailern klar, weiter entfernt von den Mumien Abenteuern mit Brendan Fraser, der im Jahr 2027 einen vierten Teil spendiert bekommen soll, kann Cronin´s Version gar nicht entfernt sein. Eine Mischung aus Mechaniken aus Exorzismus Abenteuern trifft auf die Wucht der Evil Dead Filme gepaart mit etwas Täter-Suche der Marke Seven.

Das ist tonal dann nicht durchgehend stimmig, mit zwei Stunden Spielzeit etwas zu lange geraten und fühlt sich wie einer dieser Filme an, die man entweder total feiert, oder ganz furchtbar findet. Ich befinde mich dabei dann doch irgendwo in der Mitte und habe mir beim Betrachten vor allem eine Frage gestellt: ist unangenehm auch gleichzeitig gruselig bzw. spannend?

Einige Szenen sind einfach nur ekelhaft und das hat nichts mit Gewalt an sich zu tun. Besonders wohl wenn man jüngere Kinder daheim hat, leidet man fast schon selber physisch mit. Vor allem Katies kleine Schwester – ich sag nur Sarg und Zähne – der Moment ist doch so richtig krank geraten. Teilweise ist das wieder so over the top irre, dass ich es gefeiert habe, einige aber wohl völlig aus dem Geschehen werfen wird.

Von den Figuren hat mir Jack Reynor (Sing Street) als Vater am Besten gefallen, denn er wirkt als einziger nicht wie eine nur reagierende Schachfigur auf Cronin´s Spielwiese, sondern er treibt die Handlung mit seiner Suche voran, führt das Finale herbei und verliert dabei nie die Selbstaufopferung eines Vaters für sein Kind aus den Augen.

May Calamawy (Moon Knight) als Detective Dalia ist ebenso sehr intensiv und ihre Skorpion-Szene, wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Überhaupt wirkt der Film vom Ablauf her, als würden sich irritierende Szenen mit den Erholungsphasen für den Zuschauer abwechseln. Das kann dann fesseln, wenn man in den Sog des suchenden Vaters eintaucht.

Es kann aber streckenweise auch lähmen, weil dich der Wahnsinn eben hinaus wirft aus der Immersion und man sich emotional distanzieren muss. Mal ganz abgesehen davon, was mit der Großmutter von Katie passiert. Als Regisseur so den Tod seiner Mutter zu verarbeiten, ist schon sehr speziell, es sei denn er wollte einfach nur den unaussprechlichen Horror ausdrücken, den er durch den Verlust empfunden hat.

Ich habe mich an meine Tante erinnert gefühlt, die nach dem Tod meiner Großmutter meinte, sie wird sie sich mumifizieren lassen und ins Wohnzimmer stellen. Ich sagte damals nur darauf: du bis mit deinem Schmerz/Schock gerade überfordert. Genau auf diese Body Horror-Schockmomente reduziert, ist Cronin´s Vision für mich auch ähnlich daneben wie ein Terrifier, der nur auf Grausamkeiten setzt.

Wie gespielt wird, die Optik von Katie, die Soundeffekte und die immer wieder fesselnde Düster-Atmosphäre sind aber ohne Zweifel großes Horror-Kino und ein paar Augenblicke, vergisst man nicht so schnell. Ich habe den Film in Summe gerne gesehen, doch wem genau ich ihn empfehlen würde, da müsste ich länger darüber nachdenken.

„The Mummy“ bekommt von mir 6,5/10, um geheime Freundinnen im Garten und offene Särge, in Zukunft einen riesigen Bogen machende Empfehlungspunkte.

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The Super Mario Galaxy Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/#respond Thu, 16 Apr 2026 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38717 Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist … Weiterlesen

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Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist nett und schließt sich ihnen gleich mal an.

Die Verstärkung ist auch gut, denn Bowser Junior, der seinen geschrumpften Vater aus dem Schloss von Peach und den Fängen von Mario und Luigi retten will, taucht auf und er entführt Rosalina. Diese hat die Macht das Universum zu verändern ist die Mutter aller Sterne. Bowser Junior will ihre Macht nutzen um seinen Papa stolz zu machen und bedroht damit mehr oder weniger das ganze Universum.

Das kann Peach nicht zulassen und sie macht sich mit Toad auf den Weg, um für Ordnung zu sorgen. Mario und Luigi und Yoshi bleiben derweil Zuhause und sorgen für Ruhe im Königreich. Oder zumindest haben sie das vor, denn Bowser Junior ist gewitzt und überfallt in deren Abwesenheit Peachs Schloss …

Es ist ja immer die Frage, was man sich von einer Videospielumsetzung erwartet. Viel Fanservice? Treue gegenüber den Figuren? Viele Referenzen auf die Spiele? Was ist es? Die Antwort ist auf alle Fragen: Ja. Will man auch eine gute Story? Das hängt wohl vom Spiel ab, würde ich mal meinen. Hätte „The Last Of Us“ funktioniert, wenn man eine andere Story genommen hätte? Wohl kaum. Das Spiel lebt von der Story. Hat der erste Super Mario-Film (also der animierte erste) funktioniert, weil die Story so toll war? Wohl eher nicht. Aber die Interaktion der Figuren war cool, die Optik ein Traum und alles war knallbunt, spaßig und einfach toll anzusehen. Ein Zuckerschock zum Ansehen, sozusagen. Mit viel Herz dabei.

Und beim zweiten Teil verhält es sich ähnlich, nur – das muss ich leider festhalten – mit weniger Herz. Denn die Story von „Galaxy“ ist kurz: Rosalina wird entführt. Peach macht sich auf, sie zu retten. Mario und Luigi und Yoshi folgen ihr. Punktum. Mehr ist da nicht. Und ich meine wirklich: Mehr ist da nicht.

Charaktermomente, wie es sie im ersten Teil gab, als zum Beispiel Luigi seinen Mut findet oder Donkey Kong und Mario sich nach und nach anfreunden – das ist hier alles nicht drin. Yoshi taucht auf – Toad beschwert sich, dass der jetzt einfach so als neuer bester Freund dabei ist. Und das war es dann auch schon. Das einzige, was man halbwegs als Charakterentwicklung bezeichnen könnte, ist die Entwicklung von Bowser selbst, der nämlich am Anfang unter Stockholm-Syndrom leidet und Mario und Luigi als seine neuen besten Freunde sieht. Aber das dauert nicht lange und sein Sohn holt sein altes Ich zurück.

Das war wirklich alles.

Aber mehr braucht es auch nicht. Der Film ist nämlich ebenfalls kunterbunt und wie ein Zuckerschock zum Ansehen. Der Weg von A nach B (also bis zur Rettung) ist nachvollziehbar und hat ein paar Stopps drin – wie das halt bei Heldenreisen üblich ist. Wieso diese Stopps passieren wird nicht lang erklärt, sondern die Sternentore mit denen man herumreist führen halt zu diesen Planeten und dort angekommen, muss man halt gucken, wie man weiter und näher ans Ziel kommt. Das geht immer recht flott und bunt und auch actionreich zu. Und macht gute Laune.

Die Witz-Dichte ist gesunken, der Actionanteil und vor allem die Anzahl der Anspielungen auf die Spiele – ist drastisch gestiegen. Aber – und das finde ich gut – es wirkt für mich weniger, wie hineingestopft, sondern passt irgendwie organisch dazu. Ich meine – natürlich gibt es Jump N Run-Passagen. Natürlich gibt es Power-Ups. Das passt schon alles zusammen und führt auch logisch (nach Videospiel-Logik) von A nach B nach C.

Und es macht einfach Spaß. Ist es simpel, billig und eigentlich fast schon faul, wenn es am Ende einen Abschnitt gibt, in welchem Mario mit Anhang einen Graben durchqueren muss, der von Feuerseilen und Blöcken blockiert wird und auf einmal die Kamera zur Seite dreht, dadurch eine 2D-Optik entsteht und dann der Film herauszoomt und man sieht, dass Bowser Junior die Fallen bedient und er das auf einem Bildschirm tut, der aussieht wie „Super Mario Land“? Ja. Das ist billig. Aber hey – es sieht auch richtig, richtig cool und gut aus.

Solche Gimmicks gibt es Zuhauf und der Film wurde tatsächlich nie langweilig. Dazu passiert zu viel. Allerdings sitzen auch nicht mehr alle Witze und generel – wie oben bereits geschrieben – das Herz war beim ersten Film deutlich mehr angesprochen als hier.

Auch, dass Peach einen neue Hintergrundstory bekommt ist wohl Geschmackssache. Mir war’s egal. Allerdings war das Ende wirklich follt vorbei. Fast ein wenig zu flott. Dafür sahen die Kampfpassagen mit Bowser Juniors Pinsel, der seine Gestalt verändern kann, richtig gut aus. Aus meiner Sicht gibt es für jedes Minus ein Plus oder wenn man es umdrehen mag, für jedes Plus ein Minus. Ein Meilenstein der Filmgeschichte – nein. Niemals. Hirnlose, witzige, harmlose Unterhaltung und eine große Verbeugung vor den kreativen Ideen und Welten der Spiele? Oh ja. Und das sage ich als jemand, der die meisten der Spiele nur von Hörensagen kennt. Aber sogar ich wusste großteils wo was her ist.

Einzig: Ich habe Donkey Kong und seine Bande vermisst. Der war im ersten Teil richtig cool. Und Yoshi ist (da er ja nicht redet) für mich kein ganzer Ersatz. Neuzugang Rosalina ist okay, spielt aber – abgesehen davon entführt zu werden – keine große Rolle im Film. Dafür ist der Zweikampf am Anfang mit ihr und einem Riesenroboter richtig cool.

Alles in allem: Eine solide Fortsetzung, die bunter und actionreicher ist, dafür das Herz und die Handlung vernachlässigt bzw. aufs nötigste reduziert. Kann man sich ansehen, ist unterhaltsam, aber man versäumt auch nichts, wenn man den Film ignoriert. Also alles beim Alten.

„The Super Mario Galaxy Film“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer eine Handlung oder Charakterentwicklung braucht, darf gerne 3 Punkte abziehen, Punkte.

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Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt aka How To Train Your Dragon 3: The Hidden World (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/11/drachenzaehmen-leicht-gemacht-3-die-geheime-welt-aka-how-to-train-your-dragon-3-the-hidden-world-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/11/drachenzaehmen-leicht-gemacht-3-die-geheime-welt-aka-how-to-train-your-dragon-3-the-hidden-world-filmkritik/#respond Sat, 11 Apr 2026 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38685 Nachdem Hiccup seine Unsicherheiten überwunden und Oberhaupt von Berk geworden ist, läuft alles eigentlich ziemlich gut. Sogar ein wenig zu gut, denn er und seine Freunde ziehen herum und halten Drachenjäger auf. Die Drachen, die sie befreien adoptieren sie sozusagen … Weiterlesen

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Nachdem Hiccup seine Unsicherheiten überwunden und Oberhaupt von Berk geworden ist, läuft alles eigentlich ziemlich gut. Sogar ein wenig zu gut, denn er und seine Freunde ziehen herum und halten Drachenjäger auf. Die Drachen, die sie befreien adoptieren sie sozusagen und geben ihnen Unterschlupft auf Berk. Das führt dazu, dass fast alle Drachen der Welt in Berk sind und der Platz eng wird.

Also tun sich die mächtigsten Drachenjäger zusammen und heuern Grimmel (F. Murray Abraham), einen alten, erfahrenen Drachenjäger an, der sich zum Ziel gesetzt hat, alle Nachtschatten der Welt zu fangen und zu töten. Und ist ein wenig schlimmerer Gegner als es Drago im Vorgängerfilm war, denn Grimmel – nun, der hat ein Hirn und einen Plan.

Kurz darauf glauben Hiccup und Toothless ihren Augen nicht zu trauen – es gibt tatsächlich ein weibliches Gegenstück zu Toothless, nämlich einen (wie sie ihn taufen) Tagschatten. Und das ist etwas völlig Neues: Toothless ist verliebt. Richtig verliebt. Und Hiccup muss sich wohl entscheiden, ob er seinen besten Freund genug liebt, um ihn ziehen zu lassen oder ob er ihn zu sehr braucht.

Oder alles ist Teil eines perfiden Plans, um den Nachtschatten zu fangen? Und was ist eigentlich mit dieser „geheimen Welt“, die Hiccups Vater früher immer erwähnt hat? Die geheime Welt der Drachen. Gibt es sie wirklich?

Vorweg – ich kenne die Bücher von Crowell „How To Train Your Dragon“ alle und ich finde sie großartig. Es gibt ein Buch, in welchem sie im Vorwort beichtet, dass jetzt ein Handlupngsstrang anfängt, vor dem sie sich immer gefürchtet hat, denn sie habe damals im allerersten Buch einen Fehler gemacht. Sie hat Hiccup das Vorwort schreiben lassen und dieser – ein alter Mann – meint, dass es, als er noch jung war, Drachen gegeben hat. Diese seinen nun aber aus einem bestimmten Grund alle weg. Und sie müsse jetzt damit anfangen, diesen Storyteil in die Wege zu leiten, was ihr sehr leid täte, aber es würde keinen Weg daran vorbei geben.

Auch wenn die ersten beiden Filme im Grunde Null mit der Handlung der Bücher zu tun haben – nämlich so wirklich gar nichts – so wurden doch Versatzstücke daraus übernommen, wie zum Beispiel die Rückkehr von Hiccups Mutter, viele der Namen der Figuren (auch wenn sie völlig anders aussehen und sich teilweise völlig anders verhalten als im Buch) oder das Setting per se (Drachen als Haustiere). Was sie daraus gemacht haben, war etwas völlig anderes und ich denke tatsächlich, dass das gut war. Denn die Handlungen der Bücher, nun, das wären keine Filme, das wären mehrere TV-Serien. Und Toothless wäre kein Nachtschaftten und niemand würde auf ihm reiten können und so vieles, was den ersten Teil besonders gemacht hat, wäre nicht da. Der zweite Teil war für mich eher ein Actionfest und die Charakterentwicklung von – egal welcher – Figur war quasi nicht vorhanden. Hiccups Mutter war schräg und die Sache mit Stoick … ah, das war nicht fein. Es drehte sich alles darum, zu lernen, sich wie ein Anführer zu verhalten. Und zwar für Hiccup als auch für Toothless. Und es gab Action, Action, Action.

Dieser Teil hier, der hat mich rein vom Trailer her am meisten von allen drei Filmen kalt gelassen. Ich habe ihn mir ehrlich gesagt nur angesehen, weil meine Kinder ihn gucken wollten.

Und ich bin absolut positiv überrascht gewesen. Was dem zweiten Teil an – meiner Ansicht nach – Charakterentwicklungen und -interaktionen fehlt, das ist hier Zuhauf vorhanden. Astrid und Hiccup – grandiose Dynamik. Grobian – super als neuer Mentor. Toothless und Hiccup – beste Freunde, das merkt man sofort. Und – womit ich auch nicht gerechnet hatte – die Liebesgeschichte zwischen Toothless und seiner Freundin – für die nimmt man sich richtig Zeit und die ist einfach herzig anzusehen. Wundervoll!

Dazu kommt der neue Bösewicht Grimmel – der hat nicht extrem viel Screentime, dafür ist jede Szene mit ihm genial. Der hat Hirn, der nutzt es, der genießt die Jagd und denkt nicht dran seinen Job ratzfatz auszuführen, sondern er genießt jede Sekunde davon. Er weiß ja, dass es der letzte Nachtschatten ist und er nie wieder einen jagen wird – großartig. Auch die Nebenfiguren bekommen zum großen Teil ihre Momente im Rampenlicht (nicht immer ein positives Rampenlicht) und optisch ist der Film einfach großartig.

Die Action ist gut in den Film eingestreut, macht Laune und ist nie zu lange um langweilig zu werden (wie im zweiten Teil), sondern fühlt sich immer frisch an und macht auch immer mächtig Spaß. Und dann – nach dem Schlusskampf da hatte ich nicht nur ein Mal, sondern gleich zwei Mal wirklich Tränen der Rührung in den Augen. Ui – das war herrlich. Nach dem aus meiner Sicht eher actionorientierten Teil sowas nachzuliefern – großartig.

Dean Deblois, der auch hier wieder die Regie über hatte und auch das Drehbuch geschrieben hat, hat ganze Arbeit geleistet und die gesamte Emotion, die man sich bei so einem Ende erwartet auch wirklich untergebracht. Und da funktioniert deshalb, weil man sich Zeit für die Figuren und die zwischenmenschlichen Momente nimmt. Und das auch nicht mit Worten von Cressida Crowells erstem Buch und den Worten von Hiccuk einzuleiten („als ich jung war, hatten wir Drachen …“) – super. Ganz, ganz großes Kino.

„Drachenzähmen leicht gemacht 3 – Die geheime Welt“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, einen grandiosen, emotionalen Aschied darstellende, Punkte.

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Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/#respond Tue, 24 Mar 2026 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38631 Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann … Weiterlesen

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Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann das nämlich auch und sie nutzt ihre Fähigkeiten, um verlorene Menschen zu finden. Denn eine weitere Fähigkeit ist es, durch Gegenstände, welche Menschen gehört haben, zu sehen, was diese gemacht haben und wohin sie verschwunden sind.

Ren ist ein Freund von Hisoka und auch immer wieder mal ein Auftraggeber. Gemeinsam mit seiner Assistentin Rui forscht er nämlich über Rituale – vor allem bezogen auf den Berg Hikami. Ein Berg um den sich Legenden ranken – denn viele Menschen verschwinden dort und es gibt auch einen Wald in der Nähe, den viele scheinbar nutzen, um dort zu verschwinden oder sich das Leben zu nehmen.

Eine von denen, die auf dem Berg verschwunden sind, ist Miu. Diese sucht ihre Mutter, die auf dem Berg verschwunden ist und wird nun selbst vermisst.

Yuri und Ren haben außerdem ein Gerät, welches von einem Dr. Aso entwickelt wurde und das nennt sich „Camera Obscura“. Damit kann man Geister fotografieren und „vertreiben“. Dieses Gerät wird auch dringend wichtig, denn auf dem Berg befinden sich viele Geister. Und wie es aussieht werden dort auch regelmäßig Rituale abgehalten, welche dazu dienen die Priesterinnen des schwarzen Wassers dazu zu befähigen, das „schwarze Wasser“ daran zu hindern überzulaufen. Denn würde es überlaufen, dann wäre die Geisterwelt mit der realen Welt verbunden und großes Unheil würde drohen …

„Project Zero: Maiden Of Black Water“ oder wie es eigentlich heißt „Fatal Frame“ ist der fünfte Teil der Reihe. Deshalb dient es vielleicht nur bedingt als Einstieg in die Reihe, aber mir war nicht klar, dass es sich um einen fünften Teil handelt und noch dazu Figuren vorkommen, die aus frühreren Teilen bekannt sind. Das Ding hat auch keinen guten Ruf unter den Fans, denn ein paar Entscheidungen bzgl. der Charakterentwicklungen fanden keinen Gefallen im Publikum.

Das alles wusste ich nicht und jetzt, wo ich es weiß, ist es mir immer noch egal, denn für die Handlung von „Maiden Of Black Water“ spielt das Vorwissen eigentlich keine große Rolle. Ja, vermutlich gibt es in paar Szenen, die emotional anders sitzen, wenn man die Figuren kennt – aber für mich hat die Geschichte per se auch funktioniert.

Wie spielt sich das Teil jetzt und wie funktioniert das alles. Zuerst – das Spiel ist in mehrere Kapitel eingeteilt und man spielt auch im Laufe der Handlung drei Charaktere. Nämlich Yuri, Ren und Miu. Das bedeutet aber auch, dass man im Regelfall immer wieder in den gleichen Gebieten unterwegs ist, die sich auch nicht per se groß verändern. Das kann man mögen, kann einem egal sein, kann aber auch nerven. Mich hat es nicht gestört, da ich relativ rasch von der Geschichte abgeholt wurde und das ständige Aufsuchen der Orte ist ein wichtiger Teil dieser Handlung.

Denn der Berg „erwacht“ bzw. ist das „schwarze Wasser“ wirklich übergelaufen (oder kurz davor) und deshalb zieht es Menschen, die labil sind, immer wieder zum Berg und zu bestimmten Schreinen dort. Das hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Die Atmosphäre der Orte ist dabei meist zum Schneiden dick und man rechnet immer damit, dass irgendwo Geister auftauchen. Ein paar davon harmlos – von denen kann man Fotos machen und bekommt dafür Erfahrungspunkte. Oder es sind bösartige Geister und man muss sie mit der „Camera Obscura“ abwehren.

Das ist dann das Kampfsystem und das klappt nach anfänglicher Eingewöhnung erstaunlich gut. Wenn ein Geist nah genug ist, dann knippst man ein Foto und der Geist verliert einen Teil von sich, der um ihn herumschwebt und sich nach einer gewissen Zeit wieder mit ihm oder ihr verbindet. Wenn sich fünf Teile um den Geist herum bewegen, dann sollte man alle fünf gemeinsam mit dem Geist in den Fokus der Kamera rücken und ein Foto machen, denn das stiehlt diese Teile und schwächt den Geist. Oft genug gemacht und er oder sie verschwindet.

Klingt einfach – braucht aber Übung. Denn die Geister stehen ja nicht still. Sie verschwinden, tauchen aus einer anderen Richtung wieder auf und das bedeutet aus der Ego-Perspektive, in welche das Spiel bei Alktivierung der „Camera Obscura“ umschaltet, viel herumgedrehe. Immerhin gibt es einen Anzeiger, der die Richtung andeutet, aus welcher der Geister bzw. die Geister als auftauchen. Wie gesagt: Nach ein wenig Übung klappt das ganz gut und ist auch spannend, da es noch ein weiteres Element gibt. Nämlich die namensgebende „Fatal Frame“. Sollte ein Geist euch angreifen und ihr macht just in dem Moment, kurz bevor er euch erreicht, ein Foto, dann schwächt ihn das mehr und vor allem kann man dann gleich mehrere Fotos machen ohne neuen Film einzulegen.

Apropos Film: Es gibt ein paar Varianten davon und je nachdem welchen man einlegt in die Kamera, so dauert es länger ein neues Bild machen zu können oder es schwächt die Geister mehr. Außerdem gibt es verschiedene Objektive bzw. Linsen, die man verwenden kann, sodass man zum Beispiel mehr Erfahrugnspunkte bekommt oder ein bisschen Heilung bekommt und so weiter.

Wie gesagt: Im Grunde simpel und in weiten, offenen Flächen auch nicht besonders schwer. Kompliziert wird es nur in engen Räumen oder Gängen und da wird es dann fummelig. Deshalb hatte ich mir rasch angewohnt immer zu schauen, wohin kann ich notfalls zurückweichen, um mehr Raum zum bewegen zu haben. Das Spiel erlaubt das zwar nicht immer, aber es war trotzdem immer machbar, die „Kämpfe“ zu gewinnen.

Die Gegnervielfalt ist halt eher begrenzt, aber das hat mich nicht groß gestört.

Die Grafik ist weit entfernt von aktuellen Grafikkrachern und ist auch von der Farbgebung her eher düster und dunkel. Das muss man mögen und/oder aushalten. Zumal es für die Atmosphäre wichtig ist, nicht zu viel Licht zu haben. Und diese Atmosphäre ist eigentlich der wichtigste Teil des Spiels, denn die ist grandios gelungen. Das liegt auch aum wirklich gut gemachte Sound-Design, dass allein durch die Geräuschkulisse oftmals schon Gänsehaut erzeugt. Dazu kommt, dass die Bewegungen der Figuren immer wieder verlangsamt sind – zum Beispiel wenn sie durch Wasser waten – oder wenn sie vorsichtig Gegenstände aufheben. Vorsichtig deshalb, weil es sein kann, dass aus dem Nichts eine Geisterhand hervorschießt und die Protagonist:innen ins Jenseits ziehen will. Auch die Türen werden immer mit Vorsicht und langsam geöffnet. Alles spannend. Einzige Ausnahme: Selbst wenn die Spielfigur vor etwas flieht öffnet sie die Türen genauso langsam wie sonst auch. Das bricht ein wenig die Immersion und die Bedrohung, aber auch da gewöhnt man sich dran.

Die Geschichte selbst ist im Kern gut und wird auch gut erzählt. Für mich waren keine Fragen offen am Ende. Das liegt auch daran, dass jede Figur Notizen und/oder Bücher findet, welche Aufschluss über diverse Dinge, wie die Rituale am Berg, deren Bedeutung und ähnliche Dinge liefern. So fügt sich rasch alles zusammen und gegen Ende ist eigentlich bei allen Figuren klar, warum sie was wie wo und warum machen (wollen).

Weil gerade bei Enden sind: Es gibt für die weiblichen Figuren jeweils zwei mögliche Enden und für den Herren in der Runde sogar mehr. Das entscheidt man im Grund im letzten Kapitel. Man kann also also Enden freispielen, indem man drei Mal das letzte Kapitel spielt. Warum drei Mail? Weil man ja pro Figur pro Durchgang ein Ende wählen kann. Also kann man in zwei Runden je drei verschiedene Enden sehen. Und für Ren muss man haltnochmals nachlegen. Da das letzte Kapitel hauptsächlich aus Kämpfen besteht ist das zwar nicht optimal, aber auch innerhalb von rund 30 Minunten pro Durchgang erledigt. Kleiner Spoiler: Es gibt wirklich heftige Enden.

Dazu auch noch eine weitere Info: Man sieht während dem Spiel immer wieder Zwischensequenzen oder wenn man Geister, die man gerade besiegt hat, noch rasch anfasst – dann sieht man Erinnerungen an ihre letzten Momente oder wichtige Momente aus ihrem Dasein – die sind gut gemacht und im Stiel von alten, verrauschten Videoaufnahmen. Trotz der „schlechten Filmqualität“ sind da durch heftigste Sachen dabei. Da schneidet sich jemand selbst die Kehle durch, springt von einem Berg in den Tod oder wird brutal niedergemetzelt. Da schenkt sich das Spiel nichts. Also für Menschen mit zartem Gemüt ist das hier sicher nichts. Ich bin mehrmals mit offenem Mund vor dem Bildschirm gesessen und dachte mir, dass das was ich das gerade gesehen haben halbwegs heftig war.

Alles in allem kann ich sagen, dass „Fatal Frame 5“ vielleicht nicht das schickeste und am intuitivsten zu bedienende Spiel ist, aber die Story, die Atmosphäre und die Figuren haben mich bei der Stange gehalten und ich wollte tatsächlich wissen, wie das alles ausgeht und enden kann. Gut gemacht, absolut. Ich glaube zwar nicht, dass ich das Spiel ein zweites Mal spielen werde, aber offen gesprochen: Das mache ich oftmals ohnehin nicht. Dazu gibt es zu viele Spiele auf meiner „To play“-Liste.

„Fatal Frame (oder „Project Zero“): Maiden Of Black Water“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, von seiner Atomsphäre, eigenwilligen Erzählweise und düsteren Optik lebende, Punkte.

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Whistle (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/12/whistle-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/12/whistle-filmkritik/#respond Thu, 12 Mar 2026 05:00:40 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38586 Chrys (Dafne Keen) wechselt nach einem tragischen Ereignis innerhalb ihrer Familie die Schule, um gemeinsam mit ihrem Cousin zu leben. In ihrem Spind findet sie eine seltsame Pfeife, die die Form eines Schädels hat und einem Schüler gehört hat, der … Weiterlesen

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Chrys (Dafne Keen) wechselt nach einem tragischen Ereignis innerhalb ihrer Familie die Schule, um gemeinsam mit ihrem Cousin zu leben. In ihrem Spind findet sie eine seltsame Pfeife, die die Form eines Schädels hat und einem Schüler gehört hat, der Monate zuvor bei einem Unfall verstorben ist.

Sie nimmt das Objekt interessiert an sich, doch es wird ihr im Unterricht von Mr. Craven (Nick Frost) abgenommen. Dieser will die Pfeife zu Geld machen. Dafür bläst er hinein, um die Funktionsfähigkeit zu testen und kurz darauf liegt er tot in seinem Klassenzimmer…

Regisseur Corin Hardy hat einige Musikvideos in seinem Resümee und den einzigen Spielfilm, den ich von ihm kenne, ist The Nun. Der wiederum ist für mich einer der schwächsten Filme im Conjuring-Franchise. Wenn man Bilder für Musik entwickelt, muss man jedoch eines können und das ist Menschen visuell zu fesseln und das kann Mister Hardy sehr gut. Anschauen wollte ich den Film aber wegen Dafne Keen, die ich seit sie als Kind in Logan die Figur der Laura (und später in Deadpool und Wolverine ihre Heldenversion X23) gespielt hat, nie in einer anderen Rolle gesehen habe.

Übrigens ja, ich weiß dass sie in The Acolyte dabei war, aber erstens ist sie da unter viel Schminke versteckt und zweitens gibt es keinen vernünftigen Grund, sich diese Serie anzusehen. Was mich zu der titelspendenden Whistle bringt, die (bzw. den Film) ich als „mixed bag“ erlebt habe. Hier stehen schwere Themen wie Drogenkonsum und die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit im Mittelpunkt und präsentiert werden sie in einer Form, die oberflächlicher nicht sein könnte.

„Aber Spideragent, du hast doch eben die Haupttätigkeit des Regisseurs erwähnt!“ Richtig, aber es gibt zahlreiche Musikvideos mit viel mehr Substanz, die mich auch mehr bewegt haben. Also habe ich beim Betrachten von der emotionalen Ebene, einfach auf die visuelle gewechselt. Dies ist ja ein Film, der ein Gimmick benutzt und sich dann an diese selber aufgestellten Regeln hält. Die könnte man teilweise angreifen, diesen Impuls habe ich aber nie verspürt.

Wer diese Pfeife bläst, den ereilt sein Tod – egal wann oder in welcher Form dieser in der Zukunft eintreten würde – innerhalb von kürzester Zeit. Warum? Hintergründe? Völlig egal, denn es geht hier um die Todes-Szenen und wow, das ist nicht wie man erwarten hätte können ein PG13 Erlebnis, hier spritzt ordentlich Blut und weil es sonst langweilig wäre, haben die Opfer hier alle unterschiedliche Todesarten.

Dabei gibt es besonders eine Szene in einem Zimmer, die auch dank der sich wiederholenden pushenden Musik, länger im Gedächtnis bleibt. Sie ist gleichzeitig fast der Höhepunkt, denn die schnelle Erzähl-Geschwindigkeit, lässt beim Finale etwas nach bzw. wirkt es leicht langgezogen und wenig spektakulär. Von den Charakteren ist der typische Zeitgeist mit dabei – lesbisches Heldenpärchen (hetero ist fad) und ein Drogen verkaufender, weißer Jugendpastor namens Noah (alle Christen sind böse).

Was mir an den übrigen Figuren aber gefallen hat, ist nicht dass sie einem Klischee entsprechen – der Nerd, der Bully, die Neue, der Love Interest – sondern dass gerade das hübsche It-Girl nett ist und alle inkludiert und sich das auch noch ganz natürlich anfühlt. Gespielt wird sie von Ali Skovbye (Grizzly Night) und ihre Grace, der hätte ich das Überleben wirklich gegönnt. Der Rest des Casts ist gut bis solide, was Dafne Keen betrifft, die spielt sehr reduziert und nimmt sich zurück, irritiert hat mich nur ihre offensichtlich als Perücke erkennbarer Kopfschmuck.

Das ergibt in Summe einen Film, den man hauptsächlich wenn nicht ausschließlich wegen den sehr gut gemachten Over the Top Kills ansieht. Ein typischer Zwischendurch-Film für eine Halloween-Party zum Beispiel, trotz der Themen ohne Substanz, dafür mit einigen Schauwerten und ein paar talentierten Jungstars. Ich habe überlegt ob ich den Film mag, aber spätestens nach der Szene im Schlussspann, die eine Kopie des Endes von Smile 2 darstellt, war ich mir sicher, dass ich nur Teile davon mag, aber nicht das gesamte Produkt.

„Whistle“ bekommt von mir 5,5/10 den Tod niemals besiegen, sondern nur hinaus zögern könnende Empfehlungspunkte.

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Resident Evil Requiem (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/#respond Thu, 05 Mar 2026 06:44:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38573 Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. … Weiterlesen

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Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. Als sie dort ankommt findet sie Hinweise, die darauf hindeuten, dass jemand ein Spiel mit ihr spielt und ehe sie sich versieht wird sie entführt und wacht kopfüber hängend in einem seltsamen Raum auf. Blut wird ihr abgenommen und alles sieht irgendwie ein wenig nach einem Krankenhaus oder so aus.

Wie kommt sie hier weg?

Währenddessen ist Leon S. Kennedy auf der Suche nach einem Gegenmittel, denn seit er damals in diese Sache mit den Viren und Umbrella reingeraten ist, ist sein Leben eigentlich die Hölle. Zombies, Mutanten, Untote – unzählige Monster, denen er sich seitdem stellen musste. Aber nun hat ihn der Ursprung eingeholt: Er ist infiziert. Keine Heilung. Der Tod wird bald eintreten. Aber Leon will es nochmal wissen, sucht nach einem Dr. Gideon, denn der hat irgendwie Verbindungen zu Umbrella.

Und Leon wird sich nicht von ein paar lächerlichen Monstern aufhalten lassen …

Ich bin jetzt eher selten auf ein Spiel „gehyped“, sondern eher vorsichtig positiv neugierig. Bei „Resident Evil requiem“ war das anders. Das Ding hat mich schon seit dem ersten Trailer interessiert, denn der Ansatz mit zwei Protagonist:innen mit zwei verschiedenen Spielstilen hat mir als Idee schon mal super gefallen. Grace hat nach einem interessanten Charakter ausgesehen und Leon ist ohnehin Leon. Coolste Socke im Universum.

Tatsächlich habe ich mich nie gefragt, ob das so funktionieren kann – aus der Ego-Perspektive die unerfahrene, junge und verletzliche Grace spielen und aus der Third-Person-Perspektive mit Leon so richtig aufräumen. Wir wissen alle spätestens seit „Resident Evil 7„, dass Capcom First-Person-Horror kann. Und dass sie endlich die Action auch richtig hinbekommen haben hat das „Resident Evil 4 Remake“ gezeigt. Was kann also schiefgehen?

Nun, eine ganze Menge, wenn man ehrlich ist.

Spideragent behauptet ja immer, ich sein ein Fan der Resident-Evil-Reihe, was ich immer aus Reflex verneint habe. Beim letzten Mal habe ich ihm aufgezählt, welche Spiele der Reihe ich gut finde und warum, denn die Gründe sind wirklich verschieden, aber er hat nur gegrinst und mich gefragt, ob mir aufgefallen ist, dass ich alle(!) Teile aufgezählt habe. Nein. War mir nicht aufgefallen. Aber tatsächlich muss ich ihm nachträglich zustimmen. Scheinbar bin ich ein Fan. Aber nicht in dem Sinn, dass ich alles mag, nur weil „Resident Evil“ drauf steht, sondern spannenderweise macht mir jedes Spiel einzeln Spaß. Dass es sich dabei um eine Reihe handelt ist eigentlich Zufall. Aber – ja, ich mag die trashigen Storys. Ich mag die Over-The-Top-Charaktere. Ich mag die Machart und ich finde, dass Capcom mittlerweile das Inszenieren von Story-Teilen bzw. Zwischensequenzen richtig gut drauf haben. Alle Achtung.

Was sie auch gelernt haben – man würde es nicht glauben, wenn man nur Ethan Winters, Persönlichkeitslücke per excellence, im Kopf hat – ist tolle Charaktere zu schreiben. Leon ist nicht einfach in jedem Teil „Leon“, sondern im 2ten Teil ist der Anfänger. Im vierten Teil der harte Hund, der weiß, wie es geht und in „Requiem“ ist er immer noch der harte Hund, aber er ist der harte Hund, der weiß, dass seine Zeit abläuft und er bald keine Möglichkeit mehr hat Vergangenes wieder gutzumachen oder zumindest so etwas wie Vergebung für sich zu finden.

Ich mag Leon. Vor allem in Requiem, auch, oder gerade weil, er so entschlossen ist, am Ende seiner Tage noch etwas Gutes zu tun. Und das ist in diesem Fall die letzten verbleibenden Relikte von Umbrella zu finden und zu vernichten und (primär aus Zufall) das bedeutet auch Grace zu helfen.

Womit wir beim – aus meiner Sicht – Highlight von „requiem“ sind: Grace. Denn – Wow, die ist großartig geschrieben. Liebe Leute, so – genau so! – schreibt man tolle Frauenfiguren. Sie ist zerbrechlich, ängstlich, kann nicht gut mit Leuten und es ist völlig klar, dass alles um sie herum sie bis ins Innerste erschüttert: Trotzdem hält sie durch. Steht nochmals auf. Sucht eine Lösung. Findet die Kraft weiterzumachen. Das ist kein männlicher Action-Held, dem man halt schnell mal die Textur einer jungen Frau übergezogen hat, sondern Grace ist durch und durch eine junge Frau, die schreckliches durchmacht, aber dank ihrer inneren Stärke und ihres Überlebenswillens durchhält. Sie hat immer einen Grund nochmals aufzustehen (zum Beispiel um jemand zu retten) und trifft auch keine dummen Entscheidungen. Und noch dazu ist sie einfach richtig sympathisch. Großartig. Um Spideragent aus einem anderen Review zu paraphrasieren: 100% eine Frau. 100% (auf ihre Art) ein Boss. Aber kein Girlboss. Perfekt. Von der Story her gibt es einen Punkt, der sie fast bricht – was sie für mich nur noch sympathischer machte – und deshalb spielt man dann eine Weile „nur“ Leon. Aber auch das hat mir richtig gut gefallen, weil es für mich absolut nachvollziehbar war, was in ihr vorgeht. Und Charaktere, die fliehen könnten, sich aber trotzdem wieder – metaphorisch gesprochen – umdrehen und dem entgegenstellen, was sie für falsch halten, mag ich sowieso gerne. Grace – willkommen im Resident Evil-Universum.

Spielmechanisch kann man nicht meckern, die Kontrollen sind absolut einfach, intuitiv und alles geht locker und vor allem flott von der Hand. Die Rätsel sind fair, der normale Schwierigkeitsgrad passt sehr gut und die Schauplätze sind nicht zu riesig, aber auch nicht zu klein. Ich musste kein einziges Mal überlegen, was ich zu machen habe oder wo ich jetzt hinmuss, weil die Karte super ist und wichtige Punkte und mögliche genauso wie noch verschlossene Durchgänge markiert werden. Das Crafting-System funktioniert super und das Gegner-Design ist ein Hammer.

Was dieses Mal auch wieder gut gelingt, ist die fiesen Bosse richtig stark einzuführen. Wenn ihr beim ersten Auftauchen von „The Girl“ nicht zusammenzuckt und für ein, zwei Sekunden gelähmt vor dem TV sitzt, dann habt ihr keinen Puls. Aber – und das ist neu und erklärt mir auch den Marketing-Slogan „Evil Always Had A Name“ – die Zombies im ersten Abschnitt sind nicht zu einhundert Prozent Kanonenfutter, sondern haben sich ihre Eigenheiten aus dem Leben, halt auf ein Charaktaristika runtergebrochen, ins Zombie-Sein mitgenommen: Die Putzfrau will die ganze Zeit Blut wegputzen, der Koch sucht immer noch nach Fleisch für seine Hauptmahlzeit, die Sänger:innen singen immer noch gern und tanzen sogar, das Publikum will das auch immer noch sehen. Alles Eigenschaften, die man für sich nutzen kann (und Grace ist eine schlaue Dame), um zu entkommen.

Nach dem ersten Locationwechsel gibt es dann viel Action mit Leon – auch mit alten bekannten Gegnern, warum die wieder auftauchen wird durch die Story erklärt – und hier zieht man auch mal durch ein größeres Gebiet. Manche Action-Momente sind immer noch Over-The-Top, aber ganz ehrlich: Ich will es nicht anders haben.

Grafisch spielt „Requiem“ ohnehin ganz vorne mit. Das Ding sieht einfach – egal in welcher Umgebung, egal ob First- oder Third-Person-Perspektive – unverschämt gut aus und die Details, welche die Entwickler eingebaut haben sind großartig. Ich fand das Design, die Optik, die Lichtstimmumngen und – vor allem auch – das Sounddesign! Hammer.

Wenn Resident Evil weiterhin Outputs auf diesem Niveau auf den Markt bringt, dann kann das nächste Spiel aus der Reihe, egal ob Remake oder neuer Teil oder Spin Off gar nicht rasch genug kommen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn das „requiem“ im Titel des Spiels hat eine völlig andere Bedeutung als ich angenommen hatte. Aber ich will nicht spoilern. Ich sage nur so: Die Story führt so ziemlich alle vorigen Teile zusammen und findet da einen … nennen wir es „Abschluss“ der Umbrella-Viren-Story. Da ist es auch stimmig, dass man ein paar alte Bekannte (Monster) wieder trifft. Das führt halt auch dazu, dass Spieler:innen, welche die Vorteile kennen, einen klaren Vorteil haben. Aber bei Teil 9 einer Spielreihe darf das schon mal sein, zumal ich glaube, dass man auch als Einsteiger:in durchaus weiß, was los ist.

Der Fairness halber muss ich anmerken, dass – logischerweise – Leute, die nur auf den einen oder nur auf den anderne Spielstil (Stealth oder Action) stehen mit der Mischung vermutlich keine Freude haben werden. Ich, der ich beides gern mag, bin richtig zufrieden. Gut gemacht, Capcom!

„Resident Evil requiem“ bekommt von mir 9,5 von 10 möglichen, als Gesamtpaket (fast) alles richtig machende, Punkte.

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Still Wakes The Deep: Siren’s Rest (Game Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/#respond Tue, 24 Feb 2026 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38375 Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie … Weiterlesen

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Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie schon dabei ist, will sie auch die Überreste der vor Ort verstorbenen oder zumindest Erinnerungen an sie sammeln.

Außerdem verbindet Mhairi noch eine private Sache mit der Beira D.

Aber will sie wirklich wissen, was dort passiert ist? Und ist für das bereit, was sie finden wird …?

Das Add-On bzw. der DLC zu „Still Wakes The Deep“ hat mich insofern interessiert, weil ich einfach irgendwie gehofft hatte, dass ein paar der offenen Fragen aus dem Hauptspiel geklärt werden und auch, ob das in meinen Augen rasche Ende doch noch ein wenig erweitert wird. Die erste Ernüchterung folgte sofort: Die Story setzt elf Jahre nach den Ereignissen des Hauptspiels an. Also keine „Parallelhandlung“, die vielleicht Story-Lücken stopft, sondern etwas völlig anderes. Nun denn.

Stichwort Story: Diese ist im DLC eine persönliche Geschichte, die meines Erachtens zwar nett ist, die man aber nicht unbedingt kennen muss, weil sie einerseits null zum Verständnis der Hauptstory beiträgt bzw. keine Lücken füllt. Auch über die Entität, welche ja im Hauptspiel aufgetaucht ist, wird eigentlich nicht wirklich mehr verraten als man eh schon weiß.

Die Verbindung von Mhairi zu einer Person, die auf Beira D gearbeitet hat ist nett, aber ich musste wirklich kurz überlegen, wer das denn jetzt war, zu dem sie diese Verbindung hat – es ist also keine der Töchter unseres ehemaligen Hauptcharakters. Schade. Die Story wird nett erzählt, plätschert aber meiner Ansicht nach eher ohne Höhepunkte vor sich hin.

Die Spielerfahrung ist dieses Mal allerdings ein wenig anders, denn als Taucherin kann man sich ja doch in alle Richtungen bewegen und das Gefühl zu tauchen und in dieser Unterwasserwelt zu sein wird gut einfangen. Auch die Idee mit dem Luftschlauch, der quasi die Nabelschnur darstellt und auch „Umbilical cord“ (also Nabelschnur) genannt wird, ist gut, wird aber einerseits zu wenig genutzt und andererseits ist das Ding auch daran schuld, dass die Immersion rasch an ihre Grenzen kommt. Denn die Umsetzung ist … naja. Wenn ich fünf mal um eine Säule schwimme, dann juckt das niemand. Da bleibt der Luftschlauch bleibt auch nie hängen. Hier hat man meiner Ansicht nach eine Chance verpasst, denn wie cool wäre es gewesen, wenn ich aufpassen muss, wie ich wohin tauche, weil sich sonst der Schlauch verheddert und meine Bewegungsfreiheit einschränkt oder ich – wenn ein Monster auftaucht – nicht einfach irgendwohin abhauen kann, sondern an meine Route buchstäblich gefesselt bin. Aber – so ist es halt nicht. Das Ding ist einfach da und fertig. Ja, storytechnisch wird es ein paar Mal genutzt, aber auch da finde ich, mit zu wenig Druck oder Spannung.

Alles in allem war es nett durch die Gegend zu tauchen und auch die Mementos zu finden war schön – aber im Kern fühlt sich das Gesamtpaket dann doch wie ein unnötiges Anhängsel an, welches weder die Story vertieft noch irgendwas Neues zu erzählen hat.

Schade. Da wäre definitiv mehr drin gewesen.

„Still Wakes The Deep: Siren’s Rest“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, leider sein Potential in keiner Sekunde ausnutzende, Punkte.

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