Fantasy | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 29 Aug 2026 06:18:53 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.10 Best Of Worst Case: Water Park Shark (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/29/best-of-worst-case-water-park-shark-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/29/best-of-worst-case-water-park-shark-filmkritik/#respond Sat, 29 Aug 2026 06:18:53 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39165 Austin Dillard (Matthew Dame) kommt nach vielen Jahren zurück in seine Heimatstadt. Dort nimmt er einen Job als Bademeister an. Und trifft auf alte Bekannte, wie zum Beispiel seine alte Liebe Peyton (Chelsea Gilson), die mittlerweile Sheriff ist. Passend, dass … Weiterlesen

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Austin Dillard (Matthew Dame) kommt nach vielen Jahren zurück in seine Heimatstadt. Dort nimmt er einen Job als Bademeister an. Und trifft auf alte Bekannte, wie zum Beispiel seine alte Liebe Peyton (Chelsea Gilson), die mittlerweile Sheriff ist. Passend, dass seine Rückkehr mit dem Verschwinden von ein paar Leuten zusammenfällt. Außerdem passieren im Park und in der Stadt regelmäßig seltsame Stromschwankungen, als ob irgendetwas Energie absaugen würde.

Stellt sich heraus: Unterhalb des Parks wird Energie abgezapft (wofür wäre ein Spoiler) und die Batterien haben ein Leck. Sie tropfen ins Grundwasser, welches aus dem Meer in den Park fließt – weil’s billig ist. Dieses Batteriesäure lockt Haie an und macht sie irre. Außerdem mutieren sie ein klein wenig.

Und – sie sind im Wasserpark. Was für die Besucher:innen nicht gesund sein kann …

Anthony C. Ferrante kennt man vermutlich nicht. Was man jedoch kennt, ist seine Filmreihe für die er wohl ewig in die Filmgeschichte eingebrannt sein wird. Vielleicht weniger er, aber die Reihe selbst kennen wohl alle: „Sharknado!„. Unter seiner Regie sind alle sechs (ja, sechs) Teile entstanden.

Das hier ist also sein neuer Film. Und er ist wieder mit Haien. Und … er ist tatsächlich besser als die oben erwähnte Reihe, aber dadurch leider auch schlechter. Das klingt jetzt im ersten Moment vermutlich wie ein Widerspruch, ist aber leicht zu erklären: Sind die Sharknados so schlecht, dass sie einfach unglaublich lustig sind, weil sie ja so schlecht sind und den Trashfaktor einfach mit jedem Teil weit nach oben schrauben. Irre. Großartig.

„Water Park Shark“ kann da nicht mal im Ansatz mithalten. Der Irrsinn hält sich in Grenzen und es wirkt wie ein Film von der Stange. Das Setting im Wasserpark wird wenig bis nicht genutzt. Es ist halt eine Location. Die Haie selbst kommen vor, sind aber eher eine Randerscheinung und wirklich bedrohlich oder sonstwas sind sie nicht. Die Fressattacken sind auch die üblichen – Schrei. Unter Waser. Blut. Fertig. Es gibt vielleicht zwei, drei Momente die okay sind. Als zum Beispiel jemand die Wasserrutsche nach unten fetzt und dann auf einmal ein Hai mit offenem Maul in der Röhre steckt. Aber das ist alles nur im Vorbeigehen und wird weder zelebriert noch ist es witzig gemacht.

Schade. Da wurde meines Erachtens viel Potential liegen gelassen. Offensichtlich hat sich hier niemand hingesetzt und überlegt, wie man das Setting für ein Maximum an Irrsinn nutzen kann. Es fühlt sich eher an wie, „Hey. Wasserpark. Passt. Machma.“ – „Wie?“ – „Schauen wir mal, was sich ergibt und möglichst wenig Aufwand darstellt“.

Erneut: Schade.

Interessant, dass sich hier auf die Figuren konzentriert wird. Vor allem die Beziehung zwischen Austin und Peyton steht im Vordergrund und das hat Potential, denn Peyton hat durchaus ein paar coole Sprüche auf Lager und man versteht sofort, warum Austin in die verknallt war (oder ist). Umgedreht … eher weniger. Matthew Dame ist mit Sonnenbrille ein Chris-Evans-Look-Alike, aber ohne … nein. Da wirkt er von der Mimik her als würde nicht bis drei zählen können.

Da kommt es dann aus der ganz abgedrehten Seite, als er während dem Film dann irgendwann erwähnt, dass er eigentilch beim FBI war und einen Fall am Laufen hatte – dieser hat ihn zurück in die Heimatstadt gebracht. Genau. Der Typ war beim FBI. Mhm. Sicher.

Wer sich trotz allem rundherum gut schlägt ist Chelsea Gilson, die einfach das gewisse Etwas in ihrem Schauspiel hat. Die Figur ist schlecht geschrieben, keine Frage, aber ihre Peyton ist zumindest eine Person, die man länger begleiten würde. Und Gilson bringt ihre One-Liner und alles andere absolut gut auf den Punkt. Außerdem hat sie Comedy-Timing. Was vielen anderen fehlt. Außerdem positiv: Sie braucht nicht mal im Bikini rumlaufen, damit man ihr zusehen will. Das geht einfach aufgrund ihrer coolen Ausstrahlung.

Naja. Ein weiteres „Highlight“ ist auf jeden Fall David Chokachi (bekannt als „Cody“ aus „Baywatch“), der hier den ehemaligen Coach von Austin spielt. Der hat die besten Momente. Und bringt die auch super rüber. Der Rest ist Beiwerk, wobei hier die Nebenfiguren tatsächlich am meisten Spaß machen. Auch wenn sie nur wenig vorkommen. So ist zum Beispiel Snow Fang als desillusionierte Rettungsschwimmerin ein Highlight. „You go one by one. Don’t stand up. And don’t hurt yourself. Because you’ll be on your own. I’ll have a break in five minutes.“

Alles in allem ist der Film zu handzahm und nimmt seine völlig irre Prämisse viel zu ernst. Außerdem wird das alles ohne Highlights inszeniert. Alle Enthüllungen, die eigentlich witzig hätten sein können (siehe FBI weiter oben), werden seriös und im Vorbeigehen inszeniert. Schade. Auch da verschenktes Potential.

Ich denke mit Gänsehaut an den Kultdialog von Sharknado 3 zurück, als David Hasselhoff sagt „I’ll do it. So I can be, what I always wanted to be!“ – „An astronaut?“ – „No.“ (dreht sich zu seinem Sohn um, legt ihm bei heroischer Musik die Hand auf die Schulter) „Your hero!“. Hätte man diese Szene so inszeniert wie diesen Film hier … langweilig. Oder umgedreht: Hätte man die Szenen in „Water Park Shark“ mit so viel Witz und Overacting inszeniert – das wäre um Welten besser.

So bleibt ein kleiner, leider enttäuschender Trashfilm übrig, der aufgrund seiner Prämisse viel mehr Spaß machen müsste, als er eigentlich macht.

„Water Park Shark“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, einen Punkt einfach nur, weil ich Trashfilme mag, draufgegebene, Punkte.

Best Of Worst Case – Urteil (Trashfaktor: Prämisse, CGI, Drehbuch, Schnitt):

Leider ein Durchhänger. Hat nicht mal Momente, bei denen am sich denkt, das könnte noch was werden. Plätschert ohne Highlights dahin (Wortspiel ist Absicht). Schade.

Fazit: Kann man sehen, muss man aber nicht.

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Das wandelnde Schloss aka Howl’s Moving Castle (2004 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/25/das-wandelnde-schloss-aka-howls-moving-castle-2004-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/25/das-wandelnde-schloss-aka-howls-moving-castle-2004-filmkritik/#respond Tue, 25 Aug 2026 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39074 Sophie arbeitet in einem Hutladen und repariert dort Hüte. Und das in einer Zeit, in welcher sich das Land gerade im Krieg befindet. Eines Tages wird sie beim Spaziergang von Soldaten belästigt, aber von einem seltsamen, mysteriösen Mann, der scheinbar … Weiterlesen

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Sophie arbeitet in einem Hutladen und repariert dort Hüte. Und das in einer Zeit, in welcher sich das Land gerade im Krieg befindet. Eines Tages wird sie beim Spaziergang von Soldaten belästigt, aber von einem seltsamen, mysteriösen Mann, der scheinbar ein Zauberer ist, gerettet. Aber auch er wird verfolgt, nämlich von seltsamen Schattenwesen. Aber die beiden können entkommen. So rasch, wie er in ihr Leben getreten ist, ist er auch wieder weg.

Kurz darauf bekommt Sophie Besuch von einer abartigen Frau, die einen Fluch über sei ausspricht. Der Grund ist simpel: Der Zauberer hat ihr geholfen und das gefällt der Hexe gar nicht. Als Sophie am nächsten Morgen aufwacht, ist sie eine alte Frau. Sie flieht und stolpert mehr durch Zufall über eine Vogelscheuche, die zu leben scheint und in ein Schloss.

Das Schloss bewegt sich auf vier Beinen durch die Gegend und wird von „Howl“ bewohnt. Dem besagten Zauberer, der Sophie gerettet hat. Aber wie es aussieht, ist es Howl, der tatsächlich Hilfe braucht. Denn der Grund für die ständige Bewegung des Schlosses liegt darin, dass auch Howl verfolgt wird. Er soll nämlich in den Krieg eingreifen, weigert sich aber. Noch dazu hat die Hexe, die Sophie verflucht hat, noch eine Rechnung mit ihm offen.

Lang kann Howl die Flucht nicht mehr aufrecht erhalten, denn die Magie, die er dazu braucht, raubt ihm jeden Tag ein wenig mehr Menschlichkeit. Langsam, aber sicher wird er zu einem Monster werden. Auch, weil er seine Magie durch einen Pakt mit einem Dämon, der nun als Feuerflamme im Schloss wohnt, eingegangen ist …

Also, wenn man versucht die gesamten Handlungsstränge von „Das wandelnde Schloss“ bzw. „Howl’s Moving Castle“ zusammenzufassen, dann merkt man erst so richtig, wie viel in dem Film los ist und wie viel Vorgeschichte ein Großteil der Protagonist:innen mit sich herumschleppen. Das merkt man während dem Film tatsächlich gar nicht so groß, weil so viel passiert, dass man ohnehin mitdenken muss, um den Faden nicht zu verlieren.

Vielleicht einen Schritt zurück: Der Film ist von Hayao Miyazaki und der ist durchaus für seine optisch tollen und ansprechenden, aber auch nicht immer leichten Filme bekannt. Vor allem natürlich mit dem Studio Ghibli. Das sollte man kennen. Bzw kennt man und frau im Regelfall Filme vom Studio Ghibli, auch wenn der Name vielleicht unbekannt ist.

Auf der Liste des Studios stehen so Perlen wie „Prinzessin Mononoke“ oder „Mein Nachbar Totoro“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Die Chroniken von Erdsee“ oder „Ponyo“. Und noch viele, viele weitere. Fast jeder davon ein Klassiker. Es gab eine Zeit, da war jeder Film vom Studio Ghibli ein Event – wie Pixar damals. Nur japanisch. Und handgezeichnet. Das Studio hat klar einen eigenen Stil und es gibt ja aktuell sogar immer noch den Trend bei KI-Bildern „im Stil vom Studio Ghibli“. Kennt man einfach.

„Howl’s Moving Castle“ ist sehr ambitioniert und nach einem eher langsamen und entspannten Einstieg nimmt der Film immer mehr an Fahrt auf und gegen Ende eskaliert das Ganze absolut. Was als kleine Story von Sophie beginnt, wird am Ende zu einer Story der Weltenrettungen und des Widerstand gegen den Krieg, der bis dahin allerdings bereits durch die Lande zieht und da geht richtig die Post ab. Also hier ist einiges los.

Dass man den Überblick nicht verliert, liegt daran, dass die Story aus der Sicht von Sophie erzählt wird, die mehr oder weniger gegen ihren Willen, in die ganze Sache mit reingezogen wird – und sich am Ende (Überraschung …) auch als Teil der Lösung herausstellt. Und das ist auch das einzige Manko des Films – er nimmt so viele Storyfäden und Figuren mit, dass er gegen Ende nur einen Teil davon befriedigend auflösen kann.

Nur ein minimaler Spoiler (weil’s für die Handlung nicht so wichtig ist): Sophie richtet als sie als alte Frau aus der Stadt flieht im Vorbeigehen eine Vogelscheuche auf, die sie am Wegrand findet. Stellt sich heraus, die lebt, springt herum und begleitet sie immer wieder Mal. Gegen Ende – da werden dann Flüch aufgehoben und so weiter – stellt sich heraus: Das ist der Prinz vom Nachbarland und der wird jetzt sofort den Krieg beenden. Was für’n Zufall. Und wie passend.

Naja, der Film hat trotzdem viel zu bieten: Schauwerte über Schauwerte, eine philosophische Story und vor allem die Figuren sind wirklich fein. Nur als Beispiel: Sophie muss in Vertretung von Howl zur Beraterin des Königs. Am Weg dahin, trifft sie auf die Hexe, die sie zu einer alten Frau verflucht hat. Die ist richtig, richtig dick. Sophie beschwert sich bei ihr, weil sie sie zurück verwandeln soll. Daraufhin erklärt ihr die Hexe, dass könne sie nicht. Sie wüsste nur, wie man Flüche ausspreche, nicht wie man sie breche. Na dann. Zur Königin rauf ist es eine endlos lange Treppe. Tut sich Sophie schon schwer, aber die Hexe ist so dick und schwer, dass sie mehrmals fast zusammenbricht. Was tut Sophie? Hilft ihr und feuert sie an.

Das sind einfach Verhaltensweisen, die irgendwie seltsam sind, mit denen man nicht rechnet und die trotzdem irgendwie passen. Und die Hexe spielt dann später noch eine absolut wichtige Rolle, auch wenn man sich nie ganz sicher ist, ob die jetzt eine der Bösen ist – immerhin ist sie Schuld an Sophies Zustand -, oder ob sie nicht vielleicht doch irgendwie zu den Guten gehört.

Ja, es ist ein seltsamer Film. Anders kann man das nicht nennen, aber er reißt mit, er berührt und auch wenn dann gegen Ende auf jedwede Logik gepfiffen wird und alles viel zu schnell zu einem Ende kommt, so packt der dennoch und nimmt einen mit auf eine spannende und unerwartet ernste und intensive Reise.

„Das wandelnde Schloss“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, eine fantastische Geschichte mit einem nicht ganz so fantastischen Abschluss, erzählende Geschichte.

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The Last House (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/18/the-last-house-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/18/the-last-house-2026-filmkritik/#respond Tue, 18 Aug 2026 05:00:55 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39143 Jason (Wagner Moura) ist gerade Fischen, als unerwartet und von keiner Wetterstation angekündigt, riesige Regenwolken aufziehen. Er fährt sofort in seinen Vorort von Seattle nach Hause, wo ihn seine Frau Ann (Greta Lee), die beiden Kinder und der Hund bereits … Weiterlesen

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Jason (Wagner Moura) ist gerade Fischen, als unerwartet und von keiner Wetterstation angekündigt, riesige Regenwolken aufziehen. Er fährt sofort in seinen Vorort von Seattle nach Hause, wo ihn seine Frau Ann (Greta Lee), die beiden Kinder und der Hund bereits erwarten.

Als sie trotz des schlechten Wetters das Haus noch einmal verlassen wollen, bemerken sie, dass sie das nicht mehr können. Der Regen hat einen speziellen Film um das Gebäude gezogen, ein Entkommen scheint völlig unmöglich zu sein und ihr Haus ist nicht das einzige, das davon betroffen ist…

Der neue Film des französischen Regisseurs Louis Leterrier (Die Unfassbaren) läuft seit Mitte August 2026 auf Netflix. Ich wurde auf ihn aufmerksam, weil sich zahlreiche Kritiker darauf eingeschossen haben, dass dies ein ganz furchtbares Filmerlebnis ist. So schlimm aber kann es doch gar nicht sein, oder?

Ist es zumindest für mich auch nicht (die Leute kennen scheinbar einfach zu wenig richtig schlechte Filme). Zunächst mal erinnert das Setting an eine gewisse Pandemie, die ein Großteil der Menschheit, schon wieder verdrängt hat. Wie getrennt sind wir als moderne Gesellschaft von der Natur und gegenseitig als Menschen/Familie?

Ohne Internet und später auch Strom, müssen sich die Menschen zurück besinnen auf praktische Dinge und ihr Umfeld muss so effektiv wie möglich genutzt werden. Eine heile (kein Sarkasmus) Familie in den Mittelpunkt zu stellen, finde ich dabei für das moderne Hollywood, fast schon wieder erfrischend.

Der Ton die erste Stunde über ist erstaunlich leicht und verspielt, dafür verfehlen spätere dramatische Ereignisse, nicht ihre Wirkung. Die Dynamiken – Vater, Mutter, Kind – sind bekannt und realistisch gestaltet und den Geist, in unsichern Zeiten niemals aufgeben zu wollen, hat schon was inspirierendes an sich.

Die Botschaft ist dabei eine sehr simple. Die Menschen sind der Feind der Erde, sie zerstören und nehmen sich zu viel, irgendwann musste die Natur ja zurück schlagen. Eine mögliche Lösung wird nicht durch einen gewalttätigen Konflikt herbei geführt, sondern nur durch Gnade/Barmherzigkeit ist ein Coextistieren möglich.

Was ich aber auch gespürt habe: wenn man nicht ins Geschehen eintauchen kann, dann wirkt die erste Hälfte des Filmes eher langatmig (da passiert nicht wirklich was), dann gibt es kurze aquatische Monster-Action-Passagen und das Ende soll zwar einen Neustart andeuten, wirkt jedoch völlig offen und unbefriedigend.

Dass der Film für mich zur einmaligen Sichtung funktioniert hat, liegt sicherlich auch an den Darstellern. Greta Lee (Tron: Ares) und Wagner Moura (Civil War) als Eltern sind dabei das Herz des Filmes und von liebevoll verspielt bis manisch und kurz vor dem Nervenzusammenbruch, nimmt dich ihr Spiel gekonnt mit auf die Reise.

In Summe daher ein typischer Streaming-Film (ich weiß, das ist kein Kompliment, soll es auch nicht sein), von denen es die gibt, die aus der Masse heraus stechen, jedoch auch viel schlimmere als diesen Film. Sich gegenseitig wieder mehr wahrzunehmen, sein Zu Hause neu zu entdecken und nicht mehr zu nehmen, als man wirklich braucht sind dabei Sachen, die ich mir gedanklich mitgenommen habe.

„The Last House“ bekommt von mir 6/10 mit Köpfchen, Gefühl und Zusammenhalt das Überleben sichernde Empfehlungspunkte.

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Die Melodie des Meeres aka Song Of The Sea (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/15/die-melodie-des-meeres-aka-song-of-the-sea-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/15/die-melodie-des-meeres-aka-song-of-the-sea-filmkritik/#respond Sat, 15 Aug 2026 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39050 Der kleine Ben hat ein Problem mit seiner Schwester. Sie nervt ihn unglaublich. Seine Mutter ist vor Jahren verschwunden, ihr Vater trauert immer noch und seine kleine Schwester Saoirse spricht nicht mehr. Das nervt. Außerdem will sie immer seine Sachen. … Weiterlesen

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Der kleine Ben hat ein Problem mit seiner Schwester. Sie nervt ihn unglaublich. Seine Mutter ist vor Jahren verschwunden, ihr Vater trauert immer noch und seine kleine Schwester Saoirse spricht nicht mehr. Das nervt. Außerdem will sie immer seine Sachen. Insbesondere eine Muschel, die ihm ihre Mutter hinterlassen hat. Dass sie mitten im Nirgendwo einem Leuchtturm am Meer wohnen, macht die Sache nicht besser. Nur sein Hund ist ihm ein Quell der Freude.

Aber da gibt es dann auch noch Großmutter, die beschließt, dass die Kinder in die Stadt ziehen müssen. Vor allem, da sie Saoirse erst gestern völlig nass am Strand liegend gefunden hat. Die Kinder sind ja in Lebensgefahr!

Kinder eingepackt, Vater und Hund zurückgelassen, ab in die Stadt. Aber Ben mag nicht. Er haut ab und macht sich auf den Weg retour. Saoirse folgt ihm – und dann passiert es. Sie verschwindet. Und plötzlich merkt Ben, dass seine Schwester ihm doch wichtig ist und er tut alles, um sie zu finden.

Dazu muss er sich aber duch viele Gefahren und Sagengestalten kämpfen … denn es gibt einen Grund, weshalb Saoirse verschwunden ist …

Wenn ich früher gemerkt hätte, dass die Macher:innen von „Song Of The Sea“ jene sind, die auch „Wolfwalkers“ gemacht haben, dann hätte ich mir den Film schon viel früher angesehen. Denn „Wolfwalkers“ fand ich wirklich großartig. Richtig großartig.

Und auch „Song Of The Sea“ enttäuscht nicht, auch wenn es eine völlig andere Art von Film ist. Hier ist ganz viel Melancholie und Traurigkeit dabei, das Ende ist bittersüß, wunderschön und traurig zugleich. Auch sind viele der Sagengestalten ein wenig seltsam für mitteleuropäische Menschen.

Ich weiß nicht, wie die alle namentlich heißen, aber sie sind toll. Der Kern der Geschichte beginnt relativ spät, wie ich der Fairness halber anmerken muss und der 2D-Animationsstil mag vielleicht nicht den Geschmack von allen treffen, aber was hier an Herzblut drinsteckt, das ist so richtig, richtig zu bemerken.

Die Entwicklung die Ben durchmacht, seine Erkenntnis, dass er seine kleine Schwester über alles liebt und alles für sie auf sich nehmen würde – das wird richtig herzerwärmend erzählt. Dann gibt es noch eine Hexe, die Menschen und anderen ihre Gefühle raubt und sie damit in Stein verwandelt. Der Grund? Sie hatte einen Sohn, der war ein Riese, aber … lange Geschichte, aber sie ist nicht 100%ig böse. Auch wie das gelöst wird – super.

Die Musik ist ohnehin auch toll und herzergreifend. Wäre auch seltsam, wenn die Musik bei einem Film mit diesem Titel schlecht wäre.

Ich hab den Film mit meinen Kindern angesehen und zeitweise war ich kurz am überlegen, ob er ihnen nicht zu steil wird – die Teile mit der Hexe zum Beispiel. Der Weg zu ihrer Hütte ist mit Statuten ausgelegt und man sieht natürlich, dass das früher Menschen waren. Und die Metapher von „zu Stein werden ohne Emotionen“ … ich war mir nicht sicher, ob sie das nicht verwirrt.

Absolutes Gegenteil: Die haben mir erklärt, was da passiert. „Schau mal, Papa! Die haben keine Gefühle mehr, drum sind sie zu Stein verwandelt. Weil, wer nichts mehr fühlt, der mag auch nichts mehr machen, sondern nur noch starr herumsitzen.“

Hola, die Waldfee (wie Snöfried denken würde). Und auch, wenn das Ende ein bisschen traurig ist, so ist es auch wunderschön. Und wenn dann die Kleine zum ersten Mal spricht – Tränen, sag ich nur. Tränen. Bei mir, nicht bei den Kindern.

„Die Melodie des Meeres“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut sehenswerte und märchenhafte, Punkte.

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Best Of Worst Case: Raptor Attack bzw. Raptor’s Revenge (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/11/raptor-attack-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/11/raptor-attack-2026-filmkritik/#respond Tue, 11 Aug 2026 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39110 Jevan (Jemma Hines) will mit ihrem Mann (Jacob Dalton) und ihren beiden (fast erwachsenen) Töchtern, die Großmutter besuchen. Die wohnt weit draußen am (Schott)Land und lebt sehr zurückgezogen. Jevan macht sich Sorgen, denn Mama reagiert auf keine Anrufe und keine … Weiterlesen

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Jevan (Jemma Hines) will mit ihrem Mann (Jacob Dalton) und ihren beiden (fast erwachsenen) Töchtern, die Großmutter besuchen. Die wohnt weit draußen am (Schott)Land und lebt sehr zurückgezogen. Jevan macht sich Sorgen, denn Mama reagiert auf keine Anrufe und keine Nachrichten.

Als die Familie dann ankommt, finden sie Blutspuren vor dem Haus und in der Küche. Kurz darauf finden sie ihre Überreste. Stellt sich raus, dass hier ein scheinbar sehr wildes Tier sein Unwesen treibt.

Und dieses Tier ist nichts anderes als ein von Oma gezüchteter Raptor namens „Robert“, der ausgebrochen ist und sein Unwesen rund um die Farm treibt, wie nach und nach mehrere Personen feststellen werden müssen …

Nur zur Erinnerung, weil ich schon lange kein Review eines Trashfilms mehr geschrieben habe: Ich mag Trashfilme. Ich mag die dummen Entscheidungen der Figuren und die schlechten Effekte. Ich mag es, wenn Herzblut drinsteckt, aber einfach das Rundherum nicht reicht. Da verzeihe ich viel.

Und dann stolpere ich immer wieder über Filme wie diesen hier.

Hier passt wenig zusammen. Oder sehr viel. Das ist vermutlich eine Frage des Blickwinkels, denn: Das Budget war offensichtlich sehr gering. Im Grunde sind die Drehorte die Farm der Oma (und auch da nur vier Räume + Keller) und die Weiden, Wiesen und Wälder rund um diese Farm herum. Auch die Menge an Personen, die vorkommen ist sehr begrenzt und eingeschränkt.

Das ist aber nicht mein Problem. Es gibt viele Filme mit kleinem Cast, begrenzten Handlungsorten und trotzdem machen die Spaß. Mein Problem, oder anders gesagt, ProblemE (die Mehrzahl ist wichtig) mit dem Film laufen auf eine einfache, grundlegende Frage hinaus:

Wenn man schon Geld in die Hand nimmt, um einen Film zu machen – warum juckt es dann niemand, ob sich alle wie Vollidioten benehmen?

Ich meine, im Ernst jetzt? Ein paar Beispiele: Die Familie findet die Hälfte(!) der (Groß)Mutter. Offensichtlich von Tieren gefressen. Sie werden gewarnt, dass das Ding noch herumlaufen könnte in der Gegend. Blutspuren sind auch im(!) Haus. Was macht die Familie? „Naja, jetzt sind wir so weit gefahren. Dann bleiben wir doch auf Urlaub hier. Tralala.“ In dem Haus, in dem sie die Tote gefunden haben. Na dann.

Oder: Die Mutter sagt, dass sie am Morgen noch eine Runde spazieren gehen will im Wald. Die Töchter finden ein paar Minuten darauf erneut frisch er- und zerlegtes Fleisch direkt auf der Farm. Und sie entscheiden sich, der Mutter nichts zu sagen, weil sie das nervös werden lassen könnte. Logisch, nicht?

Oder: Sie sehen, wie drei Menschen vom Raptor eingeholt und gefressen werden. Schlussfolgerung: Der ist schnell. Was machen wir also? Richtig. Wir versuchen ihm zu Fuß zu entkommen. Ich meine, klar. Was auch sonst?

Die Regie bzw. der Schnitt bzw. das Schauspiel legen dann noch eins obendrauf. Müsste ich jetzt alles aufzählen, dann würde das hier ein Roman werden. Und der wäre sicher spannender als der Film, aber das nur am Rande.

Es wird versucht Spannung aufzubauen, indem zum Beispiel die Mutter ihrer Familie sagt, sie würde noch was besorgen – aber sie steckt sich ein großes Messer ein, weil sie den Raptor (da wissen sie schon, was es ist) aus Rache für den Tod ihrer Mutter abmurksen will. Die gute Jevan folgt also den Spuren des Sauriers und glaubt auch mehrfach, ihn gesehen zu haben. Die Familie macht sich Sorgen und geht sie suchen. Alle sind panisch, weil sie sich solche Sorgen machen. Dann finden sie Jevan. Alle(!) steigen aus dem Auto und laufen unglaublich weit (natürlich gemeinsam und unbewaffnet) zu ihr. Dann gibt es eine Umarmung, weil ja alle so froh sind, sich wiederzuhaben. Und vom Schnitt, der Mimik und der Regie her ist sofort alles gut. Bedrohung weg, weil – jetzt sind es ja vier Personen. Nämlich. Kann gar nix mehr schiefgehen.

Das Schauspiel ist – leider – grottig. Liegt es an der Kamera, die alle Personen sehr nachteilig einfängt, oder liegt es am Schauspiel selbst – ich kann es nicht sagen. Aber es tut wirklich fast körperlich weh, den Leuten zuzusehen. Vor allem Jemma Hines ist richtig schmerzhaft. Jacob Dalton hat zwei oder drei Momente, in denen hat er gutes Gespür für Comedy-Timing und Mimik. Aber ansonsten ebenfalls: Nein.

Auch toll: Es gibt ein Labor unter der Farm. Dort hat Mama/Oma die Saurier gezüchtet. Und die hatte eine Assistentin. Die kommt dann auch die Farm, weil sie sich auch Sorgen macht. Aber – großes Aber – sie kennt den Code zum Eingang für das Labor nicht. Mhm. Okay. Und aus dem Nichts fällt allen ein, dass Jevan ja immer so gern Rätsel gelöst hat und Mama/Oma das ja wusste, also ist der Code sicher ein Rätsel. Und natürlich hat sie es in zwei Atemzügen gelöst.

Also fassen wir zusammen: Schauspiel suboptimal. Inszenierung und Schnitt: Kann man nur mit viel gutem Willen so nennen. Schauspiel: wenig bis nicht vorhanden. Drehbuch? Ich weiß nicht, ob die sowas hatten. Und wenn ja, dann hat es niemand gelesen. Bei so viel Stumpfsinn hätte doch irgendjemand(!) sagen müssen: „Moment … WAS machen die? Seid ihr irre? Niemand würde das tun!“ Und das bei gefühlt jeder dritten oder vierten Szene.

Und das Schlimmste: Die nehmen das ernst! Das gleiche Drehbuch aber mit Humor inszeniert, der sich bewusst ist, was für Schwachsinn hier passiert. Das hätte großartig sein können. Ein bisschen Meta-Humor, zum Drüberstreuen. Zum Beispiel bei der oben erwähnten „Jevan suchen und finden“-Szene. Könnte alles genauso inszeniert sein und wenn dann alle sich umarmen und alles Spannung (von Musik, Schnitt und allem) weg ist, dann hätte man eins der Mädchen sagen lassen können: „Was für ein Glück, dass wir alle zusammen sind. So kann uns der Dino nichts anhaben.“ Dann hätte Jacob Dalton einen seiner coolen-witzigen Blicke aufsetzen können, einen Moment innehalten und sagen: „Moment.“ – kurze Pause, alle sehen ihn, die Rädchen in seinem Kopf rattern – „Lauft!“. Schnitt. Alle Vor der Tür beim Haus. Irgendjemand sagt: „Gut mitgedacht, Dad.“ Dad sagt: „Danke. Als mir klar wurde, dass der richtig scharfe …“ – ZACK. Dino schnappt ihn. Alle kreischen und laufen Weg. Schnitt. Im Haus. Tochter zu Mama: „Vielleicht hätten wir gleich ins Haus laufen sollen, anstatt draußen zu warten.“

Ihr wisst, was ich meine, oder?

Oh – und damit es gesagt ist: Die Effekte bzw. der Raptor sieht für so einen Film tatsächlich ziemlich gut aus. Kann man jetzt nicht von allen Effekten im Film behaupten. Aber der Raptor, ja, der funktioniert.

Jedenfalls tut der Film ein bisschen im Kopf und ganz viel im Herzen weh. Und selbstverständlich bemerken sie am Ende, dass Robert eine Roberta war. Und dann wird auf ein Ei geschnitten. Ooooooh, die Spannung! /sarcasmoff

„Rapter Attack“ bzw. „Raptor’s Revenge“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, leider nicht mal schlecht-lustig seiende, Punkte.

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Star Wars: The Mandalorian and Grogu (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/08/star-wars-the-mandalorian-and-grogu-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/08/star-wars-the-mandalorian-and-grogu-filmkritik/#respond Sat, 08 Aug 2026 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39071 Der mandalorianische Kopfgeldjäger Din Djarin (Pedro Pascal) und sein Adoptivsohn und Schützling Grogu, arbeiten für die Neue Republik. Ihr aktueller Auftrag kommt von Colonel Ward (Sigourney Weaver) persönlich. Dieser führt sie zur Heimat der gefährlichen Hutt Zwillinge, die Informationen haben … Weiterlesen

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Der mandalorianische Kopfgeldjäger Din Djarin (Pedro Pascal) und sein Adoptivsohn und Schützling Grogu, arbeiten für die Neue Republik. Ihr aktueller Auftrag kommt von Colonel Ward (Sigourney Weaver) persönlich.

Dieser führt sie zur Heimat der gefährlichen Hutt Zwillinge, die Informationen haben über einen Neo-Imperialistischen Kriegslord. Um an dieses Wissen zu gelangen, muss Mando aber natürlich zuerst etwas für sie tun und zwar einen Verwandten aus der Gefangenschaft befreien…

In den letzten Jahren hat es Disney ja geschafft, die früher leuchtenden Augen der Fans bei Ankündigungen neuer Projekte, fast völlig zu verdunkeln. Seit The Rise of Skywalker aus dem Jahr 2019, hat es auch keine Filme aus dem Franchise mehr gegeben. Dafür aber zahlreiche Serien, wie etwa zuletzt den furchtbaren The Acolyte.

Es gab aber auch Lichtblicke, wie etwa die erste Staffel von The Mandalorian. Zwischen 2019 und 2023 liefen drei Staffeln (24 Folgen) der Serie und es sollte auch eine vierte geben, doch diese Pläne haben sich geändert und so wurde schließlich ein Spielfilm aus der Story gemacht. Regie führte dabei Jon Favreau (Iron Man 2), der auch am Drehbuch mitgeschrieben hat, genau wie Dave Filoni, der derzeitige Boss des SW-Universums.

Noch kurz zur Klarstellung: ich habe keine der Disney+ Star Wars Serien bisher gesehen, bei Mandalorian habe ich aber zumindest bei der ersten Staffel hinein geschaut, was vielversprechend aussah. Die letzten beiden SW-Filme, haben mir zu viel an moderat vorhandenem Interesse an diesem Universum genommen. Dennoch ist dies kein Hate-Watch, denn ich wollte zumindest behaupten können, jeden SW-Film einmal gesehen zu haben.

Was auf Grund der Ausgangslage wenig verwunderlich ist, ist dass sich der Film nicht wie ein Kino-Erlebnis anfühlt, sondern wie ein fürs Streaming entwickeltes Abenteuer. Richtige SW-Atmosphäre, kommt ebenso kaum auf, dafür aber Mando-Serien-Stimmung. Wer genauer hinschaut kann auch das episodenhafte erkennen, wann jeweils die eine Folge aus gewesen wäre, hätte man das Serien-Format beibehalten.

Die Minimal-Story an sich stört mich nicht, extrem aufgefallen ist mir aber die Charakterentwicklung, denn die ist null vorhanden. Sowohl Mando als auch Grogu sind am Ende des Filmes – auf das bezogen wer sie sind – genau dort, wo sie auch am Anfang waren. Nur wie sehr einige Grogu-Momente auf das Verkaufen von Merchandise ausgelegt sind (vor allem er beim Essen), ist noch klarer zu erkennen.

Dass Grogu je nachdem ob es das Drehbuch gerade braucht, hin und wieder auf seien Kräfte vergisst, ist leicht irritierend. Das klingt jetzt alles negativ aber wisst ihr wie der Film wegen meines geringen Anspruchs dennoch funktioniert hat? Als anspruchsloses SciFi-Actionkino gepaart mit einer gehörigen Portion Creature Feature und etwas Puppentheater, um die beiden Teile zu verbinden.

Im Prinzip fliegt Mando nämlich von einer Action-Sequenz zur nächsten. Eine Bar, eine Arena, ein altes Gebäude, Raumschiffe, Luftkampf und natürlich die Fights gegen sämtliche Kreaturen des Weltalls. Diese sind so zahlreich wie zuletzt in Predator: Badlands, nur dass es hier nicht einmal grünes Blut zu sehen gibt, muss ja alles kinderfreundlich bleiben.

Grogu schwankt dabei zwischen niedlich, witzig und etwas lächerlich hin und her und immer wenn er alleine agiert, kommt die ansonsten schnelle Action, sofort zum Stillstand. Angst hat man um die beiden Helden natürlich null, denn denen passiert sowieso nichts. Dafür gibt es einige Anspielungen und auch Cameos rund um das SW-Universum und ja, Pedro Pascal (The Fantastic Four: First Steps) sieht man nur circa 5 Minuten, die restliche Zeit beschränkt er sich (in der OV) aufs Voice Acting.

Ist das jetzt Alles so schlimm, wie es klingt? Nun auf das moderne Star Wars bezogen, nicht wirklich. Unterschiedliche Sets und Welten, die galaktische Stimmung verbreiten, genug Grogu, damit die Kids jubeln und mehr als ausreichend Action, damit auch der Papa zufrieden ist. Nur Vergleiche mit SW der Prä-Disney-Ära, wären ziemlich vernichtend, aber das ist eigentlich schon seit Jahren so.

P.S.: Das einzige richtig gute hier, ist die Filmmusik von Ludwig Göransson, die ich derzeit sehr gerne beim Autofahren höre. Die wandert von mystisch hin zu einer Western ähnlichen Stimmung bis hin zur galaktischen Freak-Show und macht das gesamte Erlebnis, um einiges unterhaltsamer.

„The Mandalorian and Grogu“ bekommt von mir 6,5/10 die infantile Kopfgeldjagd als neuen Trend etablieren wollende Empfehlungspunkte.

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Supergirl (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/#respond Sat, 01 Aug 2026 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39095 Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter einer Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt Karas Vater sie in … Weiterlesen

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Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter einer Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt Karas Vater sie in einem Rettungsversuch mit einer Raumkapsel zu ihrem Cousin Kal-El zur Erde. Dort fühlt sich Kara aber nicht heimisch.

Aktuell hat sie Geburtstag. Den 23. Geburtstag, um genau zu sein. Und sie lässt sich treiben, feiert, macht Party – das Gefühl, die Erde sei ihre Heimat, hat sie noch nicht. Also ist sie unterwegs, nutzt Planeten mit roter Sonne (die ihr die Kräfte raubt) um sich ins Koma zu saufen und zu vergessen. Allein ihr Hund Krypto ist immer bei ihr.

Eines Tages trifft sie in einer Bar Ruthye (Eve Ridley), deren Eltern und Bruder von Krem (Matthias Schoenaerts) umgebracht wurden. Sie sucht nach Hilfe, denn sie will Krem finden und ihn töten. Dabei stellt sie sich jedoch eher ungeschickt an und so muss Kara einschreiten, um ihr zu helfen.

Ehe sie sich versieht, ist Krem mit ihrem Raumschiff auf und davon und Krypto tödlich verletzt. Er wurde vergiftet und sie hat nur ein paar Tage Zeit, um das Gegengift von Krem zu besorgen …

Gleich vorweg: Das mit Abstand Beste an Supergirl ist Milly Alcock. Wer also mit ihr in der Rolle als Kara Zor-El nichts anfangen kann, der oder die kann die Finger (bzw. die Augen) von dem Film lassen. Für diese Version der bekannten Figur ist sie die perfekte Besetzung – egal ob von der Art wie sie sich bewegt, ihre Blicke, ihre Mimik – das passt alles wunderbar. Das ist ab der ersten Sekunde genau dieses Supergirl, dass sich selbst verloren hat, Party macht, einen Sinn sucht und trotzdem irgendwie auch das Richtige tun will. Und Millie Alcock bringt das alles super rüber. Aus meiner Sicht hilfreich ist natürlich, dass sie meiner Ansicht nach kein Allerweltsgesicht besitzt, sondern gerade ihre Mundpartie ziemlich interessant aussieht. Das liest sich jetzt vielleicht komisch, aber wer die Trailer kennt weiß vermutlich, was ich meine. Kara Zor-Els Mundpartie ist quasi das Gegenstück zu Robocops Kinn. Sie erzählt die halbe Geschichte.

Und das ist auch notwendig, denn da hapert es bei diesem Film hier am allermeisten: an der Geschichte bzw. am Drehbuch. Und teilweise an der Green-Screen-Arbeit, aber dazu später mehr.

Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte sind ja die Figuren und ihre Beweggründe und auch wenn man sich bemüht, hier so etwas wie Charakterbögen zu schaffen – es gelingt einfach nicht. Gleiches gilt für eine Spannungskurve. Ich meine vom Setup her hat man ja schon mal frech bei „John Wick“ geklaut, was aber danach kommt, nun – das ist einfach schlecht im Ablauf. Die Szenen einzeln sind an sich gut und stimmig, was aber völlig – und ich meine völlig(!) – fehlt ist, ist das Gefühl der Dringlichkeit und der Sorge von Kara um Krypto.

Craig Gillespie schafft es als Regisseur nicht, irgendwelche Akzente zu setzen. Die emotionalen, humanen Momente ziehen sich zu lange und es gibt zu viel Bla-Bla und Exposition und quatschen über Gefühle. Die Action ist teilweise zu lang bzw. fühlt sie sich zu lange an, weil sie einfach nicht besonders toll ist. Und Momente, die emotional heftig hätten ausfallen sollen (aufgrund einer Entscheidung von Kara sterben direkt drei Personen), plätschern einfach so vorbei.

Da ist also einiges schiefgelaufen.

Das tut insofern doppelt weh, weil ich wirklich gehofft hatte, dass der Film gut wird. Mir hat Alcock von Anfang an in der Rolle gefallen und ich dachte mir, ja, das kann etwas werden. Dann kamen die Trailer und ich wurde skeptisch. Berechtigt, wie ich mittlerweile weiß.

Ich kann nicht mal den Finger richtig drauflegen, weil es einfach … so viel zu sagen geben würde. Die Choreografie ist langweilig. Die Schläge klingen heftig, aber es sieht einfach lahm aus. Wenn gegen Ende Supergirl dann herumfliegt und aufmischt, dann fand ich zwar die Idee mit der Zeitlupe und der Musik großartig – es sieht nur leider streckenweise halt ziemlich schlimm und schlecht gemacht aus. Schade. Wirklich schade.

Meines Erachtens ist da auch beim Schnitt einiges schiefgelaufen.

Dann zum Timing und der Spannungskurve: Wann immer der Film vom ersten Gang in den zweiten schalten will, fällt jemanden ein, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Flashback oder Gefühlsgespräche wäre. Und das zieht sich dann. Sosehr ich die Auftritte von Superman genossen habe – sie sind zu lang. Und an den falschen Stellen.

Jason Momoa wird ohnehin verschenkt – der hat zwar ein paar gute Momente, aber in Summe hätte die Figur keiner im Film gebraucht, Eve Ridley ist mehr nervig als sympathisch und alle anderen sind ohnehin irrelevant. Manche Szenen sind dreist aus der Star-Wars-Kantine geklaut und – apropos: Das ist auch ein wirklich guter Punkt: Das Make-Up-Department hat richtig gute Arbeit geleistet. Was hier herumkreucht und -fleucht. Hut ab! Das sieht alles richtig cool und gut aus.

Anders gesagt: Ich hätte den Film echt gern gemocht und würde hier gern schreiben, wie toll er ist. Ich kann’s nur nicht. Und wieder einmal das Tragische daran: Da steckt ein richtig guter Film drin (wenn man die Szenen in denen Kara ihre Kräfte verliert vielleicht um die Hälfte reduzieren würde und die andere Hälfte besser handlungstechnisch erklären), aber an dem wurde konsequent vorbei inszeniert und vorbei geschnitten. Wirklich, wirklich schade.

Vor allem für Milly Alcock, die mir in dieser Rolle tatsächlich richtig gut gefallen hat. Und natürlich Krypto. Aber der kommt im Film so wenig vor, dass man sich unweigerlich fragen muss, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre sich einen anderen Story-Aufhänger zu suchen, damit der Hund zumindest die Story retten kann. Aber – es hat nicht sein sollen.

Oh – und eine Frage: Wann können wir denn bitte mit dem Hollywood-Pseudo-Feminismus-für-Kinder aufhören? Ruthye ist da so ein Überbleibsel, welches echt nerven kann. „Warum ist er SuperMAN und du SuperGIRL?“ Mhm. Spart es euch einfach. Es findet niemand lustig und wie die Gleichstellung in Hollyood aussieht, wissen wir nicht erst seit Harvey Weinstein.

Aber zurück zu Gillspie: Ich fand ja „I, Tonya“ einen spannenden Film und „Lars And The Real Girl“ ist ja auch halbwegs bekannt. Vielleicht liegt das Problem darin – und je länger ich darüber nachdenke, des wahrscheinlicher kommt es mir vor -, dass Gillspie die Charaktermomente durchaus drauf hätte. Das sieht man an ja an seinen anderen Filmen. Was er halt scheinbar nicht so drauf hat, ist Action. Ohne die geht’s halt nicht in einem Superheld:innenfilm. Für mich also ein klarer Fall von falscher Regisseur für diesen Film. Ähnlich wie Nia DaCosta bei „The Marvels„. Nicht alle Independent-Regisseur:innen eignen sich für Blockbuster.

„Supergirl“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider nicht richtig abhebende, Punkte.

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Der Astronaut – Project Hail Mary (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/25/der-astronaut-project-hail-mary-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/25/der-astronaut-project-hail-mary-filmkritik/#respond Sat, 25 Jul 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38797 Im Jahr 2032 erwacht Ryland Grace (Ryan Gosling) aus seinem künstlichen Tiefschlaf in einem Raumschiff. Er ist alleine und ohne Erinnerung, warum er sich hier befindet. Langsam erkundet er das Schiff und bemerkt, dass er sich Lichtjahre von der Erde … Weiterlesen

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Im Jahr 2032 erwacht Ryland Grace (Ryan Gosling) aus seinem künstlichen Tiefschlaf in einem Raumschiff. Er ist alleine und ohne Erinnerung, warum er sich hier befindet. Langsam erkundet er das Schiff und bemerkt, dass er sich Lichtjahre von der Erde entfernt befindet.

Langsam kommen seine Erinnerungen zurück und somit das Ziel seiner Mission: die Sonne wird von einem Organismus befallen, wodurch alles Leben auf der Erde in naher Zukunft einfrieren wird. Grace Reise führt ihn zum einzigen Planeten im bekannten Sonnensystem, der nicht von der sogenannten Astrophage befallen ist…

Zu Beginn eine kurze Frage: Wann habt ihr zum letzten Mal zu Beginn des Abspannes eines Filmes, Hoffnung verspürt? Einfach das Gefühl, nicht Angst vor der Zukunft zu haben, sondern gemeinsam mit seinen Liebsten allen Herausforderungen der Welt gewachsen zu sein? Ich kann mich nicht daran erinnern, wann das zuletzt ein Film bei mir geschafft hat. Willkommen bei Project Hail Mary.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Autor Andy Weir aus dem Jahr 2021, haben die beiden Regisseure Phil Lord und Christopher Miller (The Lego Movie, 22 Jump Street) gemeinsam mit Hauptdarsteller und Produzent Ryan Gosling hier etwas auf die Beine gestellt, was Hollywood scheinbar seid Jahren verloren hat.

Ich spreche davon einen Blockbuster zu schaffen, der Herz und Hirn hat und statt modernen Agendas Themen behandelt, die jeden Menschen betreffen oder man zumindest nachvollziehen kann. Was bist du bereit zu geben, für geliebte Wesen? Was für das Wohl der gesamten Menschheit? Wo hört der Egoismus auf und die Empathie beginnt? Und nur ganz nebenbei: die Leichtigkeit, die hier durch Humor erzeugt wird, ist dennoch immer wieder spürbar, jedoch ohne der Spannung zu schaden.

Selbst wenn man es als Metapher nimmt: „nur Leben kann das Nichts/den die Sonne fressenden Organismus“ eindämmen, ich finde diese der Unendlichen Geschichte ähnlichen Botschaft (nur Fantasie kann das Nichts stoppen) einfach universell. Ebenfalls ein spannendes Thema ist die Art und Weise, wie sich Menschen durch Unsicherheiten selbst bremsen können.

Das macht Ryland Grace auch zu einer perfekten Hauptfigur, denn er hat mehr spezifisches Wissen, als die meisten Menschen auf der Welt, doch ebenso groß ist seine Unsicherheit. Ich muss Ryan Gosling (The Fall Guy) hier wirklich ein riesiges Lob aussprechen, denn ich kann mir keinen anderen Darsteller in dieser Rolle vorstellen.

Wie charmant, spielerisch und auch tollpatschig er agiert und dabei ohne es zu merken ständig „mikro über sich hinauswachs Aktionen“ liefert, das ist großes Kino. Passend dazu sind die eingefangenen Bilder so, als würde man sich selbst im Weltall befinden und der Soundtrack fesselt und ja, auch der liefert dieses „alles wird gut“ Gefühl.

Was mich zu Rocky bringt, gesteuert und gesprochen von James Ortiz und seiner Puppenspieler-Crew. Wer glaubt, für einen Felsen kann man keine Gefühle entwickeln, nun der hat Rocky noch nicht kennen gelernt. Von seinen Bewegungen über seine Art zu sprechen bis hin zu seinem Verständnis von richtig und falsch, er ist schon ein echter Fels in der Brandung und seine Interaktionen mit Grace porträtieren in Summe einfach eine wundervolle Freundschaft.

Nach circa 50 Minuten trifft Grace auf Rocky und nach weiteren 100 Minuten, ist der Film zu Ende und nein, trotz längeren ruhigeren Sequenzen vor allem zu Beginn und zahlreichen Rückblicken, würde ich hier keine Minute streichen wollen. Gosling hat ja in einem Interview gesagt, es sei nicht die Aufgabe der Zuschauer ins Kino zu gehen sondern Aufgabe der Filmemacher/Darsteller etwas zu schaffen, dass Menschen ins Kino lockt.

Eine selbstverständliche Aussage könnte man meinen doch nicht in Zeiten, in denen wir als Kunden, wenn wir etwas schlecht finden, als die Bösen hingestellt werden. Warum ich das nun am Ende noch erwähne? Nun ich will euch zeigen, dass man auch im Jahr 2026 rund um einen Film (auch die Promotion) alles richtig machen kann, man benötigt nur die richtigen Leute mit dem richtigen Mindset.

P.S.: Ich habe den Film mittlerweile drei mal gesehen und ich muss sagen, das ist vor allem auf menschlicher Ebene großartig und das obwohl man die Art und Weise, wie Grace auf dem Raumschiff gelandet ist, leicht moralisch angreifen könnte. Der Film nützt sich nicht ab, sondern wird bei mehrmaliger Sichtung irgendwie noch besser, weil die Bindung zum Geschehen noch mehr wächst. Höchstens Menschen, die sich das Kind in sich als Erwachsener nicht behalten haben, könnte die Sache zu infantil sein. Aber genug geschrieben, ich schließe mit Rockys Worten, als perfekte Werbung für diesen Film: „Amaze, Amaze, Amaze“!

„Project Hail Mary“ bekommt von mir 10/10 keine Flucht vor der Realität porträtierende, sondern eine Erinnerung wozu wir fähig seiende Empfehlungspunkte.

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Red Riding aka Little Red (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/09/red-riding-aka-little-red-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/09/red-riding-aka-little-red-filmkritik/#respond Thu, 09 Jul 2026 05:22:44 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39018 Nachdem ihre Mutter an einer Überdosis stirbt, zieht Redele (Victoria Tait) nach Schottland zur Oma. Dort ist alles neu und Red, wie sie genannt wird, braucht ein wenig um sich einzugewöhnen. Sie knüpft Kontakte und trifft schräge Menschen. Wie zum … Weiterlesen

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Nachdem ihre Mutter an einer Überdosis stirbt, zieht Redele (Victoria Tait) nach Schottland zur Oma. Dort ist alles neu und Red, wie sie genannt wird, braucht ein wenig um sich einzugewöhnen. Sie knüpft Kontakte und trifft schräge Menschen. Wie zum Beispiel – so stellt sich heraus – ihre Großmutter ein wenig schräg ist … aber da ist sie nicht allein …

Ein Film, der „Rotkäppchen“ in der Moderne erzählt? Gedreht in Schottland mit (im Originalton) schottischen Akzenten? Und schottischen Landschaftsaufnahmen? Und großen, alten Häusern? Und dann noch produziert von Neil Marshall? Passt. Nehm ich. Guck ich mir an.

Die Ernüchterung tritt dann jedoch rasch ein, denn was ein an sich guter Film hätte werden können (freilich ohne wirklich neue Ansätze. Leider), leistet sich dann doch zu viele Schnitzer um über die gesamte Länge zu funktionieren und zu unterhalten.

Vorweg vielleicht: Die Figur von „Red“ ist an sich nicht unbedingt so richtig sympathisch und manchmal fragt man sich, ob sie eine Sache jetzt gemacht hat, weil es im Drehbuch stand oder ob das ihr Charakter wirklich so machen würde, aber gut. Das Problem kommt ja häufiger vor. Schauspielerisch macht Victoria Tait in ihrer ersten Rolle so gut wie alles richtig – die Figur ist halt jetzt nicht unbedingt eine, die ihr weltweiten Ruhm bringen wird.

Ansonsten ist schauspielerisch alles dabei: Von super über okay bis zu ‚echt jetzt‘ (auch bekannt als „overacting“). Aber in Summe funktioniert das alles schon ganz gut. Da kann ich aus dem Stehgreif ein Dutzend Filme aufzählen, die weit schlimmer sind und nicht in Schottland spielen mit (im Original) schottischen Akzenten. Ich weiß, dass ich das schon erwähnt habe, aber ich finde einfach Schottland optisch großartig und auch der schottische Akzent ist für meine Ohren einfach großartig. Nur damit ihr Bescheid wisst – ich bin da vielleicht ein wenig vorbelastet.

Für den Film spricht auch noch die Optik: Wir kriegen hier wirklich oftmals schöne, coole Bilder. Manche streng arrangiert (Szene beim Esstisch, sag ich nur) und andere einfach aufgrund der natürlichen Schönheit alter Herrenhäuser und Wälder und Landschaften. Da gibt es nichts zu meckern. Die handgemachten (schätze ich mal) Effekte sehen großteils super aus, wobei ich das großteils hervorheben möchte. Aber auch hier: alles im Rahmen.

Wo es halt dann rasch hakt ist die Musik. Die ist einfach immer da. Immer. Bodenski von der Band „Subway To Sally“ hat mal gesagt, um Lautstärke zu spüren muss es davor und danach auch mal leise sein. Das hätte jemand vielleicht Debut-Regisseur Craig Conway (er hat bei vielen Filmen von Marshall mitgemacht) sagen sollen. Die Musik an sich ist schon mal Geschmacksache, das aber jede Sekunde ohne Gespräch damit zugekleistert wird … das geht gar nicht. Keine Szene, keine Emotion wird stehen gelassen um wirken zu können – immer ist die Musik da, die dir sagen will, ob das jetzt episch oder traurig oder was auch immer sein will. Fand ich mühsam und tatsächlich richtig störend.

Auch Drehbuchautor Peter Stylianou hat vielleicht ein paar Dinge aufzuholen, denn wenn ein Film von Seiten Handlung erst im letzten Drittel mal in die Gänge kommt, dann kann man froh sein in Zeiten wie diesen noch jemand zu haben, der überhaupt dabei bleibt. Ich war tatsächlich mehrmals verleitet, den Film abzuschalten – weil schlichtweg nichts Spannendes passiert ist. Wenn man schon über eine Stunde Spannung aufbauen will, dann muss man an der Eskalationsschraube drehen. Man kann nicht einmal drehen und dann darauf hoffen, dass das jetzt bis zum Ende hin hält. Ja, es gibt ein paar Momente, die wären vermutlich zur Eskalation gedacht, aber – nein. Ich hab nix gespürt. Lag vielleicht auch an der Regie bzw. der Musik oder an beidem, aber so richtig funktioniert hat das für mich in der Form nicht.

Was die Auflösung der Story betrifft … hm. Ich sage mal so: Wenn jemand „Rotkäppchen“, welches im Original ja „Red Riding Hood“ heißt, nacherzählt und die Hauptfigur „Redele“ mit Spitznamen „Red“ nennt, ihr dann den Nachnamen „Riding“ gibt und ihre Mutter „Scarlett“ tauft, dann weiß man, dass hier ein Filmemacher ganz clever (oder ganz faul, ist wohl Ansichtssache) sein wollte. Ich sag es mal so: Metaphern, irgendwer? Die wären hier im Dutzend billig abzugeben.

Und ja, natürlich kann Red mit Schrotflinten umgehen und Kämpfe mit ausgewachsenen Männern gewinnen. Das ist ja wohl klar.

Also – nein, ich kann TROTZ Schottland und schottischen Akzenten, an sich schönen Bildern und absolut ausreichendem Schauspiel NICHT empfehlen. Hab ich schon schlechtere Filme gesehen? Ja. Bessere? Ja. Aber in dem Fall halt doppelt schade, weil das verschenkte Potential wirklich offensichtlich ist.

„Red Riding“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, leider an sich selbst scheiternde, Punkte.

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Mortal Kombat II (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/#respond Tue, 07 Jul 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38895 Neun mal hintereinander haben die Krieger der Erde beim Mortal Kombat bereits verloren. Sollte dies beim nun anstehenden zehnten Turnier wieder passieren, wird Shao Khan (Martyn Ford) seine gewalttätige Herrschaft, auf die Erde ausweiten. Für den Kampf auf unserer Seite … Weiterlesen

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Neun mal hintereinander haben die Krieger der Erde beim Mortal Kombat bereits verloren. Sollte dies beim nun anstehenden zehnten Turnier wieder passieren, wird Shao Khan (Martyn Ford) seine gewalttätige Herrschaft, auf die Erde ausweiten.

Für den Kampf auf unserer Seite fehlt noch ein Krieger und die Götter haben sich für den herunter gekommenen Schauspieler Johnny Cage (Karl Urban) entschieden. Klingt aussichtslos? Nun mit Kitana (Adeline Rudolph) haben die Guten wenigstens noch eine Verbündete auf der Gegenseite, die ihnen Informationen liefert…

Fünf Jahre später meldet sich Regisseur Simon McQuoid nun zurück, mit einer Fortsetzung seiner Mortal Kombat Wiederbelebung aus dem Jahr 2021. Die viel kritisierte, extra für den Film erfundene Figur des Cole rückt nun stark in den Hintergrund, dafür treten zwei Figuren ins Rampenlicht, die der Erstling völlig ignoriert hat.

Der dramatische Fokus liegt nun auf Kitana – eine der besten weiblichen Figuren aus den Spielen – und der Spaßfaktor wird durch Johnny Cage in die Höhe geschraubt, was comic relief betrifft, ist er sicherlich einer der unterhaltsamsten Figuren des Franchise überhaupt.

Neben den beiden, haben mir auch Nebenfiguren sehr gut gefallen, besonders die, die witzig sein sollen und das auch 100 prozentig sind. Kano wieder zu beleben habe ich richtig gefeiert, genau wie seine nerdigen Vergleiche (z.b. nennt er den blassen Necromancer Quan Chi „Pennywise„). Baraka als Fanboy des großen Johnny Cage ist ebenso ein Fest.

Die Rahmenhandlung an sich wird dieses mal auf ein Minimum reduziert und es geht nun hauptsächlich genau um das, was ein Beat ’em up Spiel ausmacht. So folgt ein Kampf dem nächsten, wobei man bei jedem der Fights schon vorher genau weiß, wer gewinnen wird, wer am Leben gelassen wird, oder eine Fatality abbekommt.

Spannend ist das somit nicht, unterhaltsam bleibt es aber durchgehend. Das Budget war ja 25 Millionen höher als beim ersten Teil und das sieht man auch an den abwechslungsreichen Sets und den Effekten, die (fast) durchgehend überzeugen können. Mehr Einspiel hat dies übrigens nicht gebracht und wegen der Underperformance am Box Office, wurde ein geplanter dritter Teil, derzeit auf Eis gelegt.

Karl Urban (The Bluff) hat als Johnny Cage offensichtlich wahnsinnig Spaß und dieser 80er Jahre Hero Charme sprüht förmlich von der Leinwand. Adeline Rudolph (Resident Evil-Serie) als Kitana verbindet gekonnt Elemente wie Härte, Grazie und Menschlichkeit, die sie alle als Herrscherin und Kriegerin an den Tag lege sollte. Das Problem mit dem langweiligen Helden des Erstlings, wurde somit erfolgreich behoben.

Schöne Schauwerte, blutige Finisher, witzige Nebenfiguren, eine abwechslungsreiche Choreographie, coole Helden und ein Angst einflößender Shao Kahn als Gegenspieler. Warum das zwar viel Spaß macht aber nicht großartig ist, zeigt schön die letzte Szene. Was im Spiel logisch ist, nimmt dem Film nämlich etwas die Substanz.

Damit meine ich, dass sie sich am Ende aufmachen, die gefallenen Kameraden wieder zu beleben. Keine Konsequenzen kann man nämlich sehr gut mit nicht involviert werden gleichsetzen. Das ist aber vor allem auf Videospiel-Verfilmungen bezogen, doch auch jammern auf höherem Niveau und ich würde mir einen dritten Teil, sicherlich anschauen.

„Mortal Kombat II“ bekommt von mir 7,5/10 für den finalen Erfolg, die richtige Perspektive benötigende Empfehlungspunkte.

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