Action | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Thu, 25 Jun 2026 06:14:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Utopia (2013 Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/#respond Thu, 25 Jun 2026 06:05:26 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38963 Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. … Weiterlesen

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Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. Und auf einmal bricht ihre Welt zusammen und kein Stein bleibt auf dem anderen.

Von nun an müssen sie sich zusammenraufen, denn nicht nur der Comic und seine Bedeutung machen ihnen das Leben schwer, sondern auch eine Organisation namens „Das Netzwerk“, welches gnadenlos Jagd auf sie macht – und vor nichts zurückschreckt …

Ich war völlig sprachlos und geschockt, als ich gesehen habe, dass es eine 2020iger Version der Serie „Utopia“ gibt. Die ist tatsächlich ein Amazon-Remake der britischen Serie mit gleichem Namen. Alter Verwalter, was soll das denn bitte? Völlig absurd. Nur, um das klarzustellen: Ich hatte bis heute keine Ahnung von diesem Remake und ich erwähne es nur, damit ihr die Finger davon lasst und euch bitte die Original-Version von 2013 anseht. Das ist wichtig, denn – die ist einfach absolut unpackbar der Hammer!

Man merkt halt ab der ersten Szene, dass wir hier keine amerikanische Weichspül-Serie vor uns haben, sondern eine britische. Und das die werten Damen und Herren da drüber durchaus Sachen produzieren können, die auch richtig wehtun wissen wir ja nicht erst seit Danny Boyles „Trainspotting“.

Vorweg: Ihr merkt vielleicht, dass die Zusammenfassung oben ungewohnt kryptisch ist. Das liegt daran, dass man mit möglichst wenig Vorwissen in die Serie hineingehen sollte. Ich habe auch alle Namen weggelassen, weil es euch wie mir gehen wird – ihr werdet euch eine Zeitlang wirklich fragen, wer jetzt die Hauptperson ist – wer ist gut? wer ist böse? Was ist wessen Ziel? Und wer gehört zu wem?

Da ist alles drin: Paranoia. Hilfe. Opferbereitschaft. Verrat. Mord und Totschlag. Liebe. Und das gesamt auf acht Folgen gepresst. Die noch dazu einen stimmigen Abschluss finden. Mehr will ich jetzt da gar nicht verraten.

Aber – die Schauspieler:innen sind alle top. Ich meine, ich bin vielleicht ein klein wenig vorbelastet, weil ich den englisch-britischen Dialekt einfach Liebe und man den Dialogen hier einfach anmerkt: Die hat jemand verfasst, der oder die die Sprache kennt und weiß, wie was klingen muss. Eine amerikanisierte Version davon will ich mir gar nicht vorstellen. Das ist in etwa so als würde jemand oberösterreichische Sprichwörter im Dialekt in einen Film einbauen und das absolut zur Charakterdarstellung einer Figur nutzen – nur um mitzuerleben, wie diese Person auf Hochdeutsch von einem Berliner nachsynchronisiert wird. Es mag sein, dass die Worte das gleiche bedeuten, aber Himmel wirkt das anders.

Jedenfalls geben sich hier doch gleich ein paar Namen die man kennt (oder kennen sollte) die Ehre: Ian McDiarmid (Palpatine, der „somehow returned“ ist aus Star Wars), Stephen Rea („V For Vendetta“ oder „Stuck„), Emilia Jones („“) oder Alistair Petrie („Star Wars: Rogue One„, „Andor“ oder „The Night Manager“).

Und das Schauspiel ist über jeden Zweifel erhaben – ebenso die Optik der Serie. Da gibt es eigentlich kein Bild, welches nicht durchkomponier ist – egal, ob Farbe, Formen oder Platzierung. Vor allem die Farbgebung – das knallgelbe Cover der Blu-Ray-Box kommt nicht von irgendwo. Also auch filmtechnisch gibt es hier null auszusetzen. Ich meine – seht euch einfach mal den Trailer an, dann wisst ihr was ich meine. Und Danny Kelly (Erschaffer der Serie) und seine Leute, die haben es geschafft, die gesamte Serie über durchzuziehen, nicht nur im Trailer. Einfach ein Hammer!

Ihr seht also: Es gibt genau keinen Grund sich „Utopia“ (erneut: Das Original!) nicht anzusehen. Aber ganz viele Gründe dafür.

Ich würde euch allerdings empfehlen erst mal in die erste Folge reinzugucken. Es gibt da gleich am Anfang eine Szene, die man so vermutlich in keiner amerikanischen Serie finden würde. Und ihr werdet relativ schnell wissen, warum nicht. Wenn ihr was da passiert spannend findet und aushaltet (nein, kein torture porn), dann könnt ihr euch alle anderen Folgen reinziehen, denn dann wird es euch genauso mitreissen wie mich.

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber nochmals: Seht euch Utopia (2013-Version) an! Ihr werdet es nicht bereuen. Das ist eine sträflich unterbewertetsten Serien überhaupt. Und wenn ihr – so wie ich eben – britische Akzente mögt, dann könnt ich gleich auf 10 Punkte aufrunden.

Oh – und wer unbedingt eine Schublade braucht: Ich würde sagen, „Utopia“ ist eine Thriller-Crime-Drama-Action-Serie mit Sci-Fi-Elementen (ist ne Standpunktfrage …). Und einfach, damit es draußen ist: Neil Maskell ist einfach ein absoluter Wahnsinn! Vor allem, wenn man Interviews mit ihm aus dem echten Leben kennt und weiß, wie nett und sympathisch der rüberkommt, dann kann man bei Utopia nur mit offenem Mund da sitzen und staunen, staunen, staunen.

„Utopia – Staffel 1“ bekommt 9 von 10 möglichen, besser und spannender geht’s fast nicht, Punkte.

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Worldbreaker (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/23/worldbreaker-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/23/worldbreaker-filmkritik/#respond Tue, 23 Jun 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38935 Eines Tages krochen „Breakers“ getaufte Wesen aus einer Öffnung aus der Erde und begannen damit, jagt auf die Menschheit zu machen. Ihr Vater (Luke Evans) hat jahrelang an der Front gekämpft, doch nach einer Verletzung ist es nun Zeit für … Weiterlesen

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Eines Tages krochen „Breakers“ getaufte Wesen aus einer Öffnung aus der Erde und begannen damit, jagt auf die Menschheit zu machen. Ihr Vater (Luke Evans) hat jahrelang an der Front gekämpft, doch nach einer Verletzung ist es nun Zeit für ihre Mutter (Milla Jovovich) in den Kampf zu ziehen.

Willa (Billie Boullet) selbst flüchtet mit ihrem Vater in der Zwischenzeit auf eine einsame Insel. Dort beginnt er mit ihrem Training, denn eines Tages wird auch sie sich dem Krieg um die Erde stellen müssen…

Ist auch schon wieder über zehn Jahre her, dass ich mit Stonehearst Asylum meinen letzten Film von Regisseur Brad Anderson gesehen habe. Warum ich hier gelandet bin und den Film gerne gesehen habe, liegt aber an Billie Boullet. Die habe ich zuletzt in der Man on Fire Serie kennen gelernt, wo ich ihr ehrlich authentisches Spiel, sehr geschätzt habe.

Probleme hat das Abenteuer jedoch durchaus, ich fange aber mal mit der künstlich voran getriebenen, „culture war“ Ebene an. Ich habe hierzu einen Thumbnail einer Review auf YouTube gesehen und da stand doch ehrlich „Feminist Zombie Hunter, The Movie“ aka der Film ist woke. Wo das her kommt, ist klar, aber wow ist das daneben.

Von der Story her haben natürlich zuerst die Männer gegen die Wesen aus der Erde den Kampf aufgenommen. Zumindest bis man merkte, dass Männer sich durch Bisse und Kratzer in sogenannte Hybride verwandeln, was bei Frauen nur sehr selten vorkommt. Deshalb sind jetzt nur mehr Damen an der Front.

Das wird aber nicht glorifiziert, sondern manche Ladys werden dadurch durchaus überheblich, was nicht vom Geschlecht abhängt, sondern typisch menschlich ist. Was aber nach dem Einstieg der Kern des Filmes ist, ist ein Vater, der seine Tochter auf das Überleben in einer Welt voller Wesen vorbereitet, die sie sonst auf der Stelle töten würden.

Hier liegt auf das gesamte Werk bezogen, dann auch das echte Problem, denn zum Film hätte der Titel „Worldbuilding“ besser gepasst. Die erste halbe Stunde wird die Ausgangslage erklärt, dann folgt die Coming of Age Story der Tochter als Aufbau und plötzlich ist der Film vorbei. Mit Voice Over und dem Wissen wie es wohl ausgegangen sein muss, aber das fühlt sich schon sehr wie teasen ohne pleasen an.

Vom Genre her ist es aber sowieso eher ein Drama, Action gibt es nur zu Beginn und gegen Ende, wobei diese Momente sehr kurz sind. Das Design der Hybriden ist dabei handgemacht und angenehm creepy. Milla Jovovich (In the Lost Lands) wird eher als bekannterer Name für Werbezwecke benutzt, sie hat nämlich nur relativ wenig Screentime.

Dies ist aber sowieso der Film von der wieder sehr lebendig und direkt agierenden Boullet und von Luke Evans (Weekend in Taipei), die ihre Rollen mit vollem Einsatz leben. Er ist genau die Art von Vater, der selbst zwar auch gebrochen ist, aber alles für seine Tochter tut und tun würde. Schützen ist dabei zwar gut, aber lehren eben noch besser.

Wenn genau das Zwischenmenschliche der zwei Charaktere und das Spiel der Schauspieler etwas ist, was dich als Filmfan fesseln kann, dann bist du hier richtig. Ansonsten fühlt sich das Ganze etwas zu sehr wie der Pilotfilm einer Serie an. Wer Action oder Horror erwartet, der ist hier ebenso falsch, da diese Genres nur in Ansätzen vorkommen.

P.S.: Noch mal zum Culture War: Hier ist ein weißer, heterosexueller Vater in einer positiven Mentoren-Funktion die Hauptfigur und durch ihn erinnert man sich auch wieder daran, wie wichtig es ist, Geschichten zu erzählen, die Hoffnung spenden. Plus fragt ihn sogar seine Tochter, ob alle Männer böse sind, weil sie sich anstecken und verwandeln durch die Breaker. Spoiler: die Antwort lautet nein.

„Worldbreaker“ bekommt von mir 6/10 die Hoffnung durch den Blick auf das eigene Kind, niemals aufgebende Empfehlungspunkte.

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Raya und der letzte Drache (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/#respond Sat, 20 Jun 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38827 Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden. Raya hat … Weiterlesen

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Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden.

Raya hat sich die Aufgabe gestellt, diese Scherben zu sammlen und die Welt wieder zu heilen. Der Grund ist simpel: Ihr Vater war der Wächter des Kristalls und es ist mehr oder weniger ihre Schuld, dass er zerbrochen ist …

Raya ist völlig zu Unrecht einer der ein wenig in Vergessenheit geratenen Disney-Filme, denn er ist tatsächlich einer der „besseren“ Filmen der neuen Diseny-Ära. Gemacht wurde er während der Pandemie (2021) und ist dann direkt im Streaming gelandet. Was Schade ist, denn wie gesagt: Der Film ist wirklich gelungen und zwar auf allen Ebenen.

Zum Einen ist Raya eine unheimlich sympathische Protagonistin, die keineswegs fehlerlos ist und bei immer alles funktioniert, sondern sie macht Fehler, sie lernt dazu und kommt so Schritt für Schritt weiter. Auch die Truppe, die sie um sich sammelt kann sich sehen lassen – das Räuberkind mit seiner Affenbande ist genial – ebenso der junge Nudelverlkäufer oder der Barbar mit dem goldenen Herzen. Großartig.

Dann kommen wir zum Drachen, der ja quasi die Hauptfigur im Film ist – Sisu. Der erinnert ziemilch an Mushu aus „Mulan“, aber das passt hier dennoch ganz gut, denn Sisu ist ebenfalls wirklich sympathisch. Natürlich funktioniert es ähnlich – sie ist nämlich keineswegs die mächtigste der Drachen, sondern sie ist halt die eine, die übrig blieb, weil die anderen – die was können – den Kristall machen mussten. Fand ich witzig. Auch ihr absolut unbrechenbarer Optimusmus und der Glauben an das Gute sind großartig und herzerwärmend.

Die Animationen sind astrein und wirklich eine Augenweide – ob es nun um die Städte, die Belichtung oder die Figuren geht – da passt alles super zusammen und sieht großartig aus. Wäre auch auf der großen Leinwand schön gewesen, aber leider – wie oben erwähnt: Streaming.

Was auch auffällt ist der Mangel an Gesangseinlagen, der mir persönlich doch entgegenkommt und ich kann nur festhalten, dass es ein Film für etwas ältere Kinder ist, da die Story doch ein paar sehr spannende Szenen hat. Und gerade das Ende – wo es wirklich aussieht als wäre alles verloren – könnte für kleinere Kinder ein wenig zu heftig sein. Ich fand es jedoch großartig. Das hat punktgenau ins Herz getroffen.

Es wird soweit ich weiß, auch keine Fortsetzung von „Raya“ geben, was ja auch schon mal toll ist. Ein Film auf sich allein und abgeschlossen. Alle Daumen hoch!

Ich kann also „Raya“ allen ans Herz legen, die eine zwar nicht ganz unbekannte oder noch nie irgendwie genutzte Geschichte erzählt, diese dafür mit einem tollen Charakterregiment anreichert, tolle Bilder und Action-Szenen bietet und eine absolut neues und frisches Setting für euch bereithält.

„Raya und der letzte Drache“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, trotz bekannter Zutaten ins Herz treffende, Punkte.

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In the Grey (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/18/in-the-grey-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/18/in-the-grey-filmkritik/#respond Thu, 18 Jun 2026 05:00:05 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38909 Rachel (Eiza González) ist eine dieser gnadenlosen Anwälte, die sich auf das Eintreiben von Schulden von mächtigen superreichen Klienten spezialisiert hat. Aktuell steht sie vor einer ihrer bisher schwierigsten Aufgaben. Deshalb organisiert sie sich wie so oft die Hilfe ihrer … Weiterlesen

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Rachel (Eiza González) ist eine dieser gnadenlosen Anwälte, die sich auf das Eintreiben von Schulden von mächtigen superreichen Klienten spezialisiert hat. Aktuell steht sie vor einer ihrer bisher schwierigsten Aufgaben.

Deshalb organisiert sie sich wie so oft die Hilfe ihrer Mitarbeiter Sid (Henry Cavill) und Bronco (Jake Gyllenhaal), zwei Extraktionsspezialisten, die auf Sabotage, Bestechung und Täuschung spezialisiert sind und nebenbei auch noch jeden Schusswechsel, für sich entscheiden können…

Die letzten Guy Ritchie Filme, die mir richtig gut gefallen haben, sind mit The Gentlemen und Cash Truck sieben bzw. fünf Jahre her. Letztes Jahr kam mit Fountain of Youth dann doch leider ein sehr zahmes Abenteuer. Mit In the Grey meldet er sich nun als Drehbuchautor und Regisseur zurück und hat ein paar alte Bekannte mitgebracht.

Ich fange hier gleich mit dem eigentlichen Problem an. Dies ist ein Film, in dem unheimlich viel geredet und erklärt wird. Die Exposition, also die Erklärungen, die Planung und Ausführungen wie Rachel und ihr Team ihr Ziel erreichen, dauert mit circa 50 Minuten, mehr als die Hälfte des gesamten Filmes.

Ja, vor allem Henry Cavill (The Ministry of Ungentlemanly Warfare) aber auch Jake Gyllenhaal (The Guilty) gehen als Sid und Bronco fast über vor Charisma und Coolness und ihre kleinen, gegenseitigen Sticheleien bringen dich zum Schmunzeln. Ja, Eiza González (Ash) als Rachel ist clever, tough, sexy und bleibt dennoch menschlich greifbar.

Das Problem sind weder die Figuren noch die dazu gehörigen Darsteller. Die Schwierigkeiten, die durch die ständigen Voiceover entstehen, zeigen sich als ein permanentes Gefühl, dass die Handlung nie über die imaginierte Ebene hinaus kommt. Es fühlt sich an als würde man Sid und Bronco in einen Lamborghini setzen, nur um sie dann mit 30 kmh für einen Hochglanz-Werbefilm durch ein Dorf tuckern zu lassen.

In den besten Momenten kommt für Ritchie typische Coolness vor, aber weder die Action sprüht involvierende Direktheit aus, noch sind die Gespräche besonders geistreich. Das ist zwar schon jammern auf höherem Niveau, eben auf der Ebene, auf der seine besseren Filme funktionieren, aber dennoch.

Dies ist einfach ein wenig wie die KI-Version eines Ritchie Abenteuers. Oberflächlich ist alles top und was er vorhat mit seinen Spielfiguren, ist durchaus interessant. Nur muss er dann auch wirklich spielen mit seinen Charakteren und sie nicht einfach nur in der Vitrine bewundern.

Das ist jetzt freilich etwas überspitzt und vor allem zum Finale hin, tut sich dann doch mehr und weniger wird gesprochen. Einen echten Höhepunkt gibt es dabei aber ebenso nicht. Ein Film der förmlich dazu einlädt, zwischendurch auf sein Handy zu schauen, was angesichts der Beteiligten Menschen, doch schade ist.

„In the Grey“ bekommt von mir 5,5/10 sich trotz Dauerbeschallung, in der Grauzone verlaufende Empfehlungspunkte.

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Good Luck, Have Fun, Don’t Die (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/#respond Sat, 13 Jun 2026 05:00:41 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38614 In einem Imbiss der Marke Norms in Los Angeles erscheint um exakt 23:10 Uhr ein seltsam gekleideter Mann. Er sagt er sei aus der Zukunft und die Erde wurde von einer künstlichen Superintelligenz zerstört, was er mit seiner Zeitreise verhindern … Weiterlesen

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In einem Imbiss der Marke Norms in Los Angeles erscheint um exakt 23:10 Uhr ein seltsam gekleideter Mann. Er sagt er sei aus der Zukunft und die Erde wurde von einer künstlichen Superintelligenz zerstört, was er mit seiner Zeitreise verhindern soll.

Für diese Mission braucht er eine ihm unbekannte, bestimmte Kombination von Menschen, die sich in diesem Lokal befinden. Da ihn erwartungsgemäß niemand der anwesenden Menschen ernst nimmt, macht er sie auf die Bombe aufmerksam, die um seinen Körper geschnallt ist…

Seit dem 2016 erschienenen, für mich sehr starken aber kommerziell nicht erfolgreichen A Cure for Wellness, hat Regisseur Gore Verbinski keinen Film mehr inszeniert. Neun Jahre später meldet er sich nun zurück, wieder mit einem großartig schrägen Projekt, dass Außenseiter in den Mittelpunkte stellt und nicht einmal die Hälfte seiner Kosten von 20 Millionen Dollar wieder einspielen konnte.

Keine Ahnung, ob er sich nun wieder eine Auszeit gönnt, aber ich freue mich einfach mal darüber, dass es den Film gibt. Was man dem Werk vorwerfen könnte, ist dass man mit der Kritik mit Schwerpunkt AI aka Künstliche Intelligenz, um einige Jahre zu spät dran ist. Die Übertreibungen der Inszenierung, bezogen darauf wie sich die Welt verändert hat, setzen für mich dieses Argument aber wieder außer Kraft.

Das ganze Abenteuer hat eine gewisse LARP (Life Action Role Play) Atmosphäre, die dem etbalierten „Ende der Welt Szenario“, einen witzigen Unterton verpasst. Der Mann aus der Zukunft mit seinem seltsamen Outfit und das Mädchen im Prinzessinnen-Kostüm führen dieses Team an und die beiden sind sowohl als Figuren als auch von den Darstellern her top.

Sam Rockwell (JoJo Rabbit) liefert vor allem am Anfang im Diner eine Ein Mann Show ab und man hängt an seinen Lippen während man sich fragt, ob er vielleicht einfach nur verrückt ist. Haley Lu Richardson (The Last Survivors) als Ingrid ist ein perfekt natürlicher Antipol zur heutigen Gesellschaft, mit ihrer Allergie auf elektronische Geräte und WiFi.

Neben der bereits angesprochen Grundstimmung, den Figuren und wie seltsam außerhalb der Norm sich das ganze Abenteuer anfühlt, sind es dann die satirischen Übertreibungen, die leider wohl teilweise nicht allzu weit von der Realität entfernt sind. Handys und Gedankenkontrolle sind dabei eine Sache.

Besonders auf die USA bezogen ist das mit dem Klonen von Opfern von Schießereien in Schulen eine Schlag in die Magengrube, der in Summe bitterböse ist. Dass auch die Schützen geklont werden können, dabei der Staat noch mehr dazu zahlt als bei den Opfern und sie stolz darauf sind, dass die Wahrscheinlichkeit bei 70 Prozent liegt, dass dieser nicht wieder tötet, spiegelt dabei den nicht gesellschaftsfähigen Humor wider.

Wenn man sich nur mit nimmt, mehr in die Gesichter seiner Liebsten zu schauen und weniger auf seinen Handy-Bildschirm, dann hat der Film aus meiner Sicht bereits gewonnen. Etwas hinter die Kulissen zu schauen und Eigenheiten nach dem „Gleich machen Prinzip“ nicht ausmerzen zu wollen, sondern zu feiern, sind ebenso gute Impulse.

„Good Luck, Have Fun, Don´t Die“ bekommt von mir 8/10 an den Wiederholungen wachsende Empfehlungspunkte.

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Anaconda (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/#respond Thu, 11 Jun 2026 05:32:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38791 Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes … Weiterlesen

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Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes Video schenkt, in welchem sie gemeinsam einen Action-Film gedreht haben, steht sein Entschluss fest: Er dreht ein Reboot zu ihrem Lieblingsfilm: Anaconda. Dazu braucht er ein Team und ein Drehbuch.

Nach kurzem Überlegen steigt Doug ein und ihre alten Kumpane sind auch wieder mit dabei – nicht lange danach findet man sich im Dschungel wieder, bereit, diesen Film zu drehen. Aber korrupte Goldgräber und eine wirklich, wirklich große Schlange machen der Sache einen Strich durch die Rechnung und bald wird nicht nur im Film ums Überleben gekämpft, sondern auch in der echten Welt …

Ob es wirklich notwendig war, eine Art Reboot von „Anaconda“ zu machen, muss jede:r für sich beurteilen – denn immerhin ist der Trashstreifen aus dem Jahr 1997 ein Kultfilm mit Ice Cube und Jennifer Lopez. Immerhin – so kann man vielleicht argumentieren – ist es kein richtiges Reboot, sondern eine Art „Legacy-Sequel“ oder wie immer man das mittlerweile nennt. Soll heißen: Ja, es tauchen zwei Schauspiele:innen aus dem 1997iger Film auf.

Vom Schauspiel her gibt es nicht groß was auszusetzten – Black („Kung Fu Panda„) und Rudd („Ghostbusters: Afterlife„) machen, was halt Black und Rudd machen, nur dieses Mal halt zusammen und die Chemie zwischen den beiden passt. Man glaubt ihnen die tiefe Freundschaft und auch Black ist wieder aus seinem „Minecraft“-Mode zu etwas ein wenig geerdeterer Schauspielerei zurückgekehrt. Thandie Newton habe ich schon ewig nicht mehr in einem Film gesehen – zumindest kann ich mich nur an sie erinnernals besten Teil von „Mission: Impossible II„. Passt auch. Steve Zahn kämpft sich mit super Mimik durch einen so-lala-Figur, die manchmal großartig ist und manchmal einfach für billige Witze herhalten muss. Selton Mello als Schlangenfänger Santiago reißt jede einzelne Szene in welcher er ist an sich – die Figur und wie sie gespielt ist: Großartig. Daniela Melchior aus Gunns „The Suicide Squad“ (und die tollste Figur darin) … war dabei. Die Rolle ist okay, aber die hätte man auch aus dem Film streichen können und man hätte nichts verpasst.

Ansonsten – nun, Tom Gormican nimmt sich Zeit, um seine Figuren zu etablieren und scheinbar hatte er auch vor die Filmindustrie mit ihren Remakes und Sequels und Reboots auf die Schippe zu nehmen, aber das gelingt nur bedingt. Es gibt ein paar gute Witze bezüglich der Entstehung eines Films und wenn man selbst schon Mal ein Filmbudget berechnen musste, dann fühlt man jeden einzelnen Moment davon und ja – sie stimmen alle. Ansonsten funktionieren ein paar der Witze gut, ein paar andere dafür in meinen Augen überhaupt nicht – vor allem eine Szene in der es um das „Anpinkeln“ einer Wunde geht – die war einfach zu lange und hatte dann keinerlei Konsequenz. Noch dazu war sie seltsam platziert und hätte man die aus dem Film genommen, dann wäre er dadurch besser geworden und niemand hätte gemerkt, dass sie überhaupt fehlt. Also ja, so eine Szene ist es – die nur aus dem Grund drin ist einen billigen Witz möglichst lange auszuschlachten.

Die Effekte sind in Ordnung. Der Subplot um die Goldgräber ist völlig unnötig und wenn es im dritten Akt dann zur Sache geht, dann ist alles viel zu sehr auf Hochglanz poliert, um irgendwie auch nur eine Sekunde Angst um die Figuren zu haben, aber das war ja wohl auch von Anfang an klar. Charakterentwicklung gibt es im Grunde keine, wozu auch? Ich erwähne das nur, weil es im Film mehrere Dialoge gibt, in welchen Filmregeln diskutiert werden und die Meinung, jeder Film müsse ein „Thema“ haben, wird als Fakt präsentiert. Für’s Protokoll: Mir ist nicht klar, welches das hier sein soll. Aber vielleicht ist das ja der Witz daran.

Die Schlange kommt zu kurz vor und wirklich bedrohlich ist sie nie – die Figuren sind gut beschützt durch die Plot-Armour und sterben tun nur andere. Auch das irgendwie zu erwarten.

Wenn das jetzt alles zu banal oder zu lustlos klingt: Der Film hat seine Momente. Wirklich witzige Szenen, die auch funktionieren – am besten eben die Kombination Black/Rudd – und eine oder zwei der Action-Sequenzen fühlen sich gut an (auch wenn hier die Plot-Armour fast schon aufsteht und dem Publikum winkt), aber es ist kein Film, der auch nur irgendwie in Erinnerung bleiben wird. Dazu ist er zu beliebig und austauschbar – und es steckt in Summe auch keine einzige wirklich großartige Idee drin. Ein Einmal-Nebenbei-an-einem-Regentag-ansehen-Film. Ich würde ihn sogar von der Atmosphäre her mehr als TV-Film als Kinofilm bezeichnen.

Ein wenig schade ist das in Summe schon, denn immerhin hat Tom Gormican mit „The Unbearable Weight Of Massive Talent“ mit Nicoles Cage und Pedro Pascal ja richtig abgeliefert. Das tut „Anaconda“ nicht. Aber so richtig rocken tut er auch nicht.

„Anaconda 2025“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, als nettes Gimmick einmal funktionierende, aber sicher nicht im Gedächtnis bleibende, Punkte.

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Fuze (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/09/fuze-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/09/fuze-2025-filmkritik/#respond Tue, 09 Jun 2026 05:00:11 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38858 Ein Bombe, die scheinbar aus dem zweiten Weltkrieg stammt, wird auf einer Baustelle in Paddington/London gefunden. Major Will Tranter (Aaron Taylor-Johnson) und sein Team werden mit der Entschärfung der Bombe beauftragt. Währenddessen nutzen Karalis (Theo James), X (Sam Worthington) und … Weiterlesen

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Ein Bombe, die scheinbar aus dem zweiten Weltkrieg stammt, wird auf einer Baustelle in Paddington/London gefunden. Major Will Tranter (Aaron Taylor-Johnson) und sein Team werden mit der Entschärfung der Bombe beauftragt.

Währenddessen nutzen Karalis (Theo James), X (Sam Worthington) und ihre zwei Partner die Evakuierung der Gegend, um in die Al Muraqabah Bank einzubrechen…

Hell or High Water ist wohl sein bisher bekanntestes Werk als Regisseur, doch ich kenne vom Schotten David Mackenzie bisher nur Outlaw King. Sein neuestes Werk habe ich mir aber nicht wegen ihm, sondern den Darstellern angeschaut, allen voran Aaron Taylor-Johnson.

Seit Kick Ass habe ich ihn auf dem Radar und egal ob er nun extrem cool wie in Bullet Train ist oder ein richtig feiger Egoist wie in The Fall Guy, man sieht ihm einfach gerne bei der Arbeit zu. Gepaart mit Sam Worthington (The Exorcism) und Theo James (The Monkey) bekommt man hier also drei kernige Jungs in Schlüsselrollen geliefert.

Die Handlung an sich teilt sich in zwei Teile. Dabei ist dies so eine Art von Film, die für mich genau einmal gut funktionieren, wenn du eben noch nicht genau weißt, was gespielt wird. Damit meine ich wer wen betrügen wird, wer mit wem hinter den Kulissen zusammen arbeitet und wer rein böse ist, oder Verbrechen für „die gute Sache“ begeht.

Die erste Filmhälfte weiß dabei zu fesseln, indem parallel die Bombenentschärfung/Evakuierung läuft und dabei zeitgleich ein Banküberfall stattfindet (was übrigens kein Spoiler ist, denn damit wirbt der Trailer). Dabei finde ich die Art und Weise wie Mackenzie es schafft, dass man den Räubern Erfolg wünscht, ohne sie zu kennen, irgendwie faszinierend.

Hier steht Taylor-Johnsons Figur im Mittelpunkt, dessen Major kompetent aber abgekämpft wirkt. Die zweite Filmhälfte konzentriert sich auf die Flucht, Betrug und den Versuch als Zuschauer clever zu sein und die Zusammenhänge zu erraten (was durchaus möglich ist). Hier trifft dann James Figur ins Rampenlicht, ein Schlitzohr das manipuliert und überfordert ist, aber dennoch noch immer irgendwie ein Ass im Ärmel zu haben scheint.

Das Finale liefert eine befriedigende Auflösung, zeigt in einem Rückblick wie es dazu gekommen ist und im Schlussspann sieht man dann noch zu aufheiternder Musik die Auflösung. Hört ihr meine Begeisterung schon heraus? Nicht falsch verstehen, das geht als routiniert gemachter und gut gespielter Thriller schon in Ordnung, aber es bleibt durchgehend unspektakulär.

Taylor-Johnson und James ziehen ihr Ding durch, der Anfang fesselt mit der „Bomben-Stimmung“ und das Finale entlässt dich mit einem lächeln. Kein großer Wurf, aber ärgern musste ich mich auch nie und Langeweile kommt ebenso kaum auf. Früher ein typischer DVD-Release, heute ein (trotz kurzem Ausflug ins Kino z.b. in England) Streaming-Erlebnis für Zwischendurch.

„Fuze“ bekommt von mir 6/10 Diamanten auch als beste Freunde der Jungs etablierende Empfehlungspunkte.

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The Boys – Staffel 5 – Serienfinale (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/#respond Sat, 06 Jun 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38866 Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die … Weiterlesen

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Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die Firma und hat immer wieder kleine Erfolge, die aber von der Regierung sofort zerlegt werden. Beweisvideoes werden als KI-Slop abgetan und überhaaupt – wie könnte man gegen diese Maschine gewinnen?

Hughie (Jack Quaid), Frenchie (Tomer Capone) und Mother’s Milk (Laz Alonso) sind in Gefangenschaft. In einem Lager. Bewacht von Superhelden. Es gibt kein Entkommen.

Aber Butcher hat einen Plan – es gibt immer noch das V1 – das allererste Serum. Und Homelander ist auf dem Weg, es zu finden. Also muss er schneller sein. Aber dazu braucht er Hilfe. Und deshalb müssen die anderen „Boys“ befreit werden.

Natürlich läuft nichts nach Plan. Und es spritzt Blut. Und Gedärm. Und … nun, Homelander lässt sich als „Gott“ ausrufen …

Nein, die Marketing-Abteilung hat entweder die Drehbücher nicht gelesen oder das Memo nicht bekommen. Was ich meine? Nun, wenn man sich die Plakate für Staffel 5 von „The Boys“ ansieht, dann wirkt es als würde der dritte Weltkrieg – Superhelden gegen alle anderen – über die Welt hereinbrechen. Die Welt würde brennen. Ein wenig wie im Musikvideo von „Falling In Revers“ namens „Watch The World Burn“. Aber wie es aussieht wurde der Truppe von Amazon das Budget auf ein Fünftel (ich habe da mehrere Versionen gelesen, die hier kam am öfteren vor) gekürzt und alles was geplant war, musste anders umgesetzt werden. Also keine Materialschlacht. Gar keine. Das ist ein etwa so, als würde man „Return Of The Jedi“ angucken und die Schlacht draußen vorm Fenster des Imperators nicht mal aus der Ferne sehen. Von den Bodentruppen will ich noch nicht mal anfangen.

Für viele Fans war das ein Schlag ins Gesicht – und die haben es den Macher:innen richtig übel genommen. Die finalen Folgen – vor allem die letzten beiden Folgen – wurden fast überall völlig zerrissen. Dabei haben Eric Kripke und sein Team nur das gemacht, was sie machen konnten: Sie haben sich auf die Figuren und emotionale Pay-Offs fokussiert. Meiner Ansicht nach das einzig richtige. Und in den meisten Fällen haben sie auch absolut geliefert. Gibt es auch ein paar Logiklöcher? Oder ein paar Dinge, die nicht zusammenpassen – in dem Sinn, dass sich halt Charaktere hin und wieder so verhalten, wie das Drehbuch es braucht und nicht, wie sie es eigentlich tun sollten? Oder das Kräfte unverhältnimäßig stark sind in der einen Szenen und in der anderen das komplette Gegenteil? Ja, gibt es. Allerdings hätte es viel schlimmer kommen können.

ABER – und das ist für mich ein großes ABER – die Serie liefert in meinen Augen da wo es notwendig ist. Wir kriegen die Storylines geklärt, die zu klären waren und es treffen die richtigen Personen im Showdown aufeinander. Starlight gegen The Deep? Passt. Das Ende von The Deep? Perfekt. Butcher gegen Homelander? Absolut. Ist das Ende Genugtuung pur? Auf jeden Fall. Hughie und Butcher prallen ein letztes Mal zusammen? Aber absolut. Ergebnis? Tränendrücker.

Und natürlich muss jemand am Weg noch das Leben lassen – völlig klar. Und ich war überrascht wie berührt ich war. Mir hat es wirklich Tränen in die Augen gedrückt. Und das war nicht mal in der letzten Folge. Trotzdem – das kam unerwartet (nicht der Charaktertod, sondern die Tränen). Lag vielleicht daran, dass es mein Lieblingscharakter war und auch die Art wie er gestorben ist („I bet you never danced a day in your whole life“) … wenn, dann so. Perfekt.

Auch von der Action-Seite gibt es ein paar super Momente – so zum Beispiel der Gefängnisausbruch. Hammer – richtig cooles, starkes Action-Kino mit sehr psychohygienisch tollen Momenten. Auch die Over-The-Top-Satire kommt nicht zu kurz. Grenzgenial – das Werbevideo von Homelander in welchem Jesus ihm seine Krone überreicht (mit Einblendungen für die Postproduktion á la „remove cables“ beim Runterschweben von Jesus und ähnlichem). Oder die Szene in welcher quasi der Cast von Supernatural sich wieder trifft (mit ein paar anderen Gesichtern dazu) – das war handlungstechnisch völlig irrelevant, aber super anzusehen und lustig – vor allem wie Spider-Man bzw. der Deal von Marvel und Sony aufs Korn genommen wurde. Super!

Und ja, das Ende … für mich war es absolut stimmig, auch wenn es relativ rasch kam und tatsächlich ziemlich kompakt war. Aber die rund 30 Minuten, die es gedauert hat – großes Kino. Und auch Ryan durfte nochmals auftrumpfen. Und dann war es zu Ende. Und es waren noch 35 Minuten übrig. Anders als zuletzt im „Stranger Things„-Finale fand man hier allerdings etwas, um die Zeit gut zu füllen bzw. musste der Showdown so kurz sein, denn es gibt ja noch die „eigentliche“ Story zu Ende zu erzählen – nämlich die von Butcher. Und auch diese bekommt in meinen Augen ein würdiges, passendes Ende. Butcher hat gewonnen, aber er hat alles verloren. Eine der vielleicht härtesten und emotional am tiefsten gehenden Szenen ist jene als Butcher Ryan anbietet für ihn ein neues Leben anzufangen.

Alles in allem – ich war zufrieden. Es war kein Spektakel bzw. mehr „out with a whimper not with a bang“, aber dennoch mit allen für mich wichtigen Teilen drin. Hätte man sich die Gastauftritte der Gen V-Spin-Offs sparen können? Ja. War Soldier Boy notwendig? Nein, hätte man auch anders lösen können – aber es ist immer schön Jensen Ackles zu sehen, also was soll’s? Großartigster Soldier Boy-Moment nachdem er wieder aufgetaut wurde und Homelander das erste ist, was er sieht: „Did you fuck me?“ – Homelander (entsetzt): „What?“ – Soldier Boy: „Is this some kind of incest thing?“ Großartig und beschreibt den Charakter absolut perfekt.

Dass „Liebe“ das eine ist, was Sage nicht mit einberechnet hat – Klischee, billig, völlig aus dem Nichts kommend und nicht passend – aber Schwamm drüber. Was soll’s?

Alles in allem fand ich, dass die Serie einen gebührenden Abschluss bekommen hat. Wäre mehr drin gewesen? Hätte auch ich mich darüber gefreut, wenn man Kripke und seinem Team mehr Geld gegeben und sie mit den Worten „Lasst die Welt brennen!“ losgeschickt hätte, um zu machen, was sie machen wollen? Oh ja. Das wäre episch geworden. Nun. Das ist es nicht. Aber im Rahmen dessen, was möglich war, ist das hier mit Sicherheit die bestmögliche Lösung.

Allein, wie peinlich Homelander ohne Kräfte ist – und wie er reagiert als er begreift, was los ist: Großartig. Genau das, was wir brauchten, was sein musste, was notwendig war. Wenn es Katharsis gibt, dann ist es das hier.

„The Boys – Staffel 5 – die letzte Staffel“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, zwar mit kleineren Portionen kochenden, aber diese sehr schmackhaft machende, Punkte.

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Over Your Dead Body (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/04/over-your-dead-body-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/04/over-your-dead-body-2026-filmkritik/#respond Thu, 04 Jun 2026 05:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38847 Lisa (Samara Weaving) ist eine aufstrebende Schauspielerin, die nur auf die richtige Rolle für ihren Durchbruch wartet. Dan (Jason Segel) ist ihr Ehemann und arbeitet als Regisseur für Werbungen, nachdem sein bisher einziger Spielfilm, schon Jahre her ist. Gemeinsam wollen … Weiterlesen

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Lisa (Samara Weaving) ist eine aufstrebende Schauspielerin, die nur auf die richtige Rolle für ihren Durchbruch wartet. Dan (Jason Segel) ist ihr Ehemann und arbeitet als Regisseur für Werbungen, nachdem sein bisher einziger Spielfilm, schon Jahre her ist.

Gemeinsam wollen sie ein Wochenende in einer einsamen Hütte am See verbringen, doch da beide unglücklich sind in der Ehe, kommt es ständig zu Streitereien. Genau dieses Problem möchte Dan eben mit diesem Ausflug lösen, indem er seine Frau umbringt und im See versenkt…

Warum macht man nur fünf Jahre später ein Remake des norwegischen Filmes The Trip von Tommy Wirkola (Thrash), obwohl Aksel Hennie und Noomie Rapace auch schon in zahlreichen amerikanischen Produktionen mit dabei waren? Richtig, weil sich Amerikaner laut Studie am Liebsten Amerikaner auf der Leinwand ansehen und Hauptdarstellerin Samara Weaving Australierin ist. Alles klar?

Wie dem auch sei, ursprünglich sollte Wirkola selbst die neue Version inszenieren, am Ende hat aber schließlich Jorma Taccone (Popstar) am Regiestuhl Platz genommen. Im Prinzip handelt es sich hier um eine ziemlich genaue Kopie des Originals, bis auf eine Änderung der Dynamik.

Hier ist nämlich einer der drei Antagonisten eine emotional sehr instabile Frau (im Original waren es drei männliche Flüchtlinge), die Gefängniswärterin der beiden anderen war und mit einem von ihnen, eine Beziehung hat. Für mich keine gelungene Veränderung, denn ihre Figur ist nie bedrohlich, dafür aber durchgehend nervig.

Das ist für mich auch der wahre Zwei-Kampf hier (nämlich gute Performances vs schlechte): Juliette Lewis (Strange Days) ist in dieser Rolle vom psychotisch sein her anstrengend und Jason Segal (Windfall) als Ehemann ist unlustig und durchgehend unsympathisch. Ob mir diese beiden Figuren auf Grund der schauspielerischen Leistung oder des Drehbuches nicht gefallen haben, nun ich bin mir beim Schreiben dieser Zeilen noch immer nicht ganz sicher.

Timothy Olyphant (Alien: Earth) hingegen ist als Anführer der Bösen richtig schön eigenartig und unberechenbar und ebenfalls wie immer großartig ist Samara Weaving (Ready or Not 2) als bissige Ehefrau. Ansonsten ist der trockene, schwarze Humor des Originals durch zynische Dialoge und Slapstick-Einlagen ersetzt worden und der erbitterte Ehekrieg, verlagert sich mehr auf die Meta-Ebene.

Das sich gegenseitig umbringen wollen und sich dann wieder zusammen raufen durch eine Gefahr von außen, nun auch das finde ich hat hier keinen Biss, da dir als Zuschauer egal ist, ob die Hauptfiguren am Ende wieder zusammen sind. Besonders der Ehemann ist nun viel zu tollpatschig und auch weinerlich geraten. Selbst die Gewalt, die ist zwar nicht zahmer geworden, dafür wirkt sie aber irgendwie weniger schmerzhaft. Sie ist hier Selbstzweck und man soll sie nicht schlimm finden, sondern darüber lachen.

In Summe also (wieder mal) ein unnötiges Remake, das in den meisten Bereichen schwächer ist, als das Original. Ohne zu vergleichen oder ohne das Ursprungsmaterial zu kennen ist das Erlebnis wohl besser, aber die Charaktere bleiben dir dennoch großteils egal. Getragen von Weaving und Olyphant und auch auf Grund der überdrehten Grundatmosphäre, ist gegen eine einmalige Sichtung aus meiner Sicht aber nichts einzuwenden.

„Over Your Dead Body“ bekommt von mir 6/10 den Mythos der idyllischen Hütte am See, durch den Fleischwolf drehende Empfehlungspunkte.

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The Boys – Staffel 4 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/#respond Tue, 02 Jun 2026 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38863 Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die … Weiterlesen

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Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die Suche nach einem Weg, um ihn zu stoppen. The Deep und Black Noir halten Homelander immer noch die Stange.

Außerdem gesellt sich Firecracker zum Team – eine Ultra-Patriotin, die mit Starlight eine eigene Rechnung zu begleichen hat. Und Firecracker ist einerseits absolut loyal Homelander gegenüber und andererseits eine Social-Media-Expertin. Sie weiß, wie man die Massen medial manipuliert.

Währenddessen passieren mehrere Dinge, unter anderem hat Hughies Vater einen Herzinfarkt und im Zuge dessen lernt Hughie seine Mutter kennen. Auch kein leichtes Verhältnis. Und Butcher, nun Butcher droht an den Nachwirkungen seiner Dosis V zu sterben. Außerdem wird noch um Ryan – Homelanders Sohn – gekämpft, denn dieser kann die Rettung sein oder die endgültige Vernichtung der Welt … wenn es da nicht noch die Option auf ein Virus gäbe, welches scheinbar alle Menschen mit Superkräften töten würde … nur, wo ist es, wer hat es, wer weiß davon und wer holt es sich zuerst um dann was damit zu machen? Es freizusetzen oder es zu vernichten?

Langweilig wird es nicht bei den „Boys“, dass kann man so sagen. Aber mittlerweile sind wir ja eh wegen der Figuren hier und nicht wegen der – das kann man so sagen – doch hin und wieder mit Plot-Holes gesegneten Geschichte(n). Auch wenn Staffel 4 hier noch relativ gut daherkommt. Grundsätzlich macht die Sache nach wie vor Spaß und man sieht allen gern zu – manche Teile waren sogar wirklich berührend, wie zum Beispiel der Teil mit Hughies Vater (ein grandioser Simon Pegg).

Auch die Teile mit Firecracker und wie sie tatsächlich Starlight zerlegt sind großartig geworden – man hat tatsächlich das Gefühl, dass hier eine Sache abgeht bei der „The Boys“ nicht gewinnen können. Was soll man schon tun gegen eine solche Geldmaschine mit Superkräften und vor allem – Mediengewalt. Dieses Thema wird hier super zelebriert und ich denke, dass wirklich jede:r versteht, was hier passiert und wie die Mechanismen funktionieren. Fand ich großartig.

Das Bittere an der Sache ist halt, dass die Realität die Serie längst eingeholt hat. Man nehme nur den Anschluss an Staffel 3 – wie Homelanders öffentlicher Mord verteidigt wird. Da wird der Becherwerfer als Radikaler und Bösewicht hingestellt und im Rampenlicht in gekauften Shows komplett zerlegt. Folgerichtig wird Homelander natürlich freigesprochen. Hätte vor nicht allzu vielen Jahren vielleicht noch als Satire funktioniert, mittlerweile sehen wir das alles halt täglich 1:1 in den USA. Ich denke alle wissen, wovon ich rede.

Ein wenig schräg fand ich, dass Homelander sich Hilfe holt von „Sister Sage“, die intelligenteste Frau der Welt, die mit ihm einen Plan aushecken soll, wie er an die absolute Macht kommt. Und sie macht mit, weil sie die Herausforderung liebt (eigentlich plant sie das Ende der Welt – denn ihr größter Traum ist absolute Einsamkeit, weil sie dann die Dummheit, die sie umgibt nicht mehr aushalten muss). Die Figur war gut und schlecht gleichzeitig. Richtig warm wurde ich mit ihr bis zum Ende nicht – das ist halt das Problem, wenn man jemand in eine Serie packt, die „intelligenter als alle anderen ist“. Die kann halt per Definition nicht schlauer sein als jene, die die Serie schreiben … aber das nur am Rande.

Weniger gefallen hat mir eine Storyline zwischen Hughie und Starlight, denn diese wird gefangen und an ihre Stelle kommt eine Gestaltwandlerin, die sich mächtig an Hughie ranmacht und das führt dann – natürlich – zu Komplikationen, denn er braucht halt doch ein bisschen lang bis er merkt, dass das nicht seine Annie ist. Und die ist dann mächtig sauer. Zumindest eine Weile.

Herz der Staffel sind aber für mich nach wie vor Frenchie und Kimiko. Die beiden sind einfach ein Hammer und Kimikos Superkräfte werden hier auch mehrmals gut genutzt. Vor allem finde ich aber immer noch die Diskrepanz zwischen Kimikos kindlicher Mimik (grandios gespielt) und ihren absout beinharten, brutalen Attacken richtig toll und mitreissend. Man glaubt ihr einfach wirklich beides. Hut ab.

Aber auch hier gibt es einen Wehrmutstropfen, denn Frenchie nähert sich einem Mann aus Starlights Opposition an, hat dann eine Affäre mit ihm laufen und wie sich herausstellt war es Fenchie, der „damals“ dessen Eltern gekillt hat. Das war … ein wenig sehr konstruiert und außerdem finde ich auch, dass es einfach nicht so richtig gepasst hat. Ich habe kein Problem mit homosexuellen Beziehungen, aber wie das lief und endete war einfach nicht gut geschrieben und wie bereits erwähnt: Die Storyline fand ich unnötig. War nicht schlimm, hat die Serie aber in meinen Augen unnötig ausgebremst.

Zwischendrin gibt es dann mal eine Folge, die zwar handlungstechnisch wichtig ist, bei der ich mir aber bis jetzt nicht sicher bin, ob ich sie toll irre oder einfach nur dumm fand. Ich bin mir noch immer nicht sicher. Ich sag nur: Fleischfressende, mutierte, fliegende Superschafe. Also Shaun das Schaf auf Drogen quasi. Ich bleibe dabei: Genial oder strunzdumm. Die Jury berät noch.

Und ja, dann kommt das Finale und wie es sich gehört muss vor der letzten Staffel nochmals alles gehörig eskalieren und zwar natürlich in einem Moment, der eigentlich Hoffnung hätte geben sollen, Vertrauen schaffen und vielleicht sogar Homelanders Ende einläuten können. Aber tja, das wäre halt dann fast ein Happy-Zwischenende vor der finalen Staffel – das darf dann doch nicht sein. Die Konsequenzen aus diesem Moment sind heftig und mannigfaltig – und das Ende ist ein gemeiner Cliffhanger. Aber ja, es macht Laune auf mehr und man will wissen, wie es weitergeht.

Oh – und Butcher hat eine vielleicht ein wenig abgedroschene Storyline, denn sein Kontakt mit V hat seinem ohnehin schon grenzwertigen morlischen und psychischen Verfall beschleunigt – er sieht jetzt zum Beispiel Becca und tauscht sich mit ihr aus … und ja, auch das hat Konsequenzen.

Und für’s Protokoll: Firecracker – love to hate you 🙂

Zusammengefasst kann ich für mich festhalten, dass das hohe Niveau in Summe nicht gehalten werden kann, es aber immer noch genug zum Feiern gibt – die Anspielungen auf die aktuelle Politik sind heftig und tun fast phsyisch weh. Die Nachzeichnung von Missinformation und der Propagandamaschine im Jahr 2025ff trifft es perfekt und viele Figuren liebt man zu hassen. Es tun sich auch teilweise unerwartete Allianzen auf und alles in allem: Ja, doch. Das war gut. Das hat gepasst. Ob es noch Satire ist, nun, darüber lässt sich streiten. Aber was können denn die Macher:innen dafür, wenn sie Realität sie rechts überholt?

Über das Casting brauche ich eh kein Wort verlieren, denn das ist einfach top. Anthony Starr, Karl Urban und auch alle anderen – ja, das passt. Das passt perfekt.

„The Boys – Staffel 4“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, das Finale einläutende, Punkte.

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