Action | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 26 Sep 2026 11:35:24 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.12 Tom und Jerry und der verlorene Kompass (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/26/tom-und-jerry-und-der-verlorene-kompass-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/26/tom-und-jerry-und-der-verlorene-kompass-filmkritik/#respond Sat, 26 Sep 2026 05:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39248 Jerry möchte ein Museum besuchen, aber Tom hält vor der Tür Wache, denn er ist der Nachtwächter. Wie üblich gibt es ein Katz-und-Maus-Spiel. Dabei geht einiges zu Bruch und durch einen dummen Zufall werden die beiden in eine andere Dimension … Weiterlesen →

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Jerry möchte ein Museum besuchen, aber Tom hält vor der Tür Wache, denn er ist der Nachtwächter. Wie üblich gibt es ein Katz-und-Maus-Spiel. Dabei geht einiges zu Bruch und durch einen dummen Zufall werden die beiden in eine andere Dimension transportiert.

Dort sieht es aus wie im alten China, es gibt Magie und Götter. Und irgendwie wollen alle den Kompass von Tom.

Das Problem: Es gibt einen Bösewicht namens Mega-Rat und dieser will die Macht des Kompass für wirklich gemeine Dinge missbrauchen …

Das erste Mal, dass ich mir dachte, da kann was nicht stimmen, war beim Vorspann. Oder anders: Ich war verwundert, denn im Vorspann wurden viele Namen genannt, die scheinbar ziemlich chinesisch klangen. Bei Tom und Jerry? Hm. Es keimte Skepsis auf.

Der Vorspann war eigentlich ganz okay gemacht: Jerry auf ein paar witzige Arten auf dem Weg ins Museum. Auch wenn ich mir bereits dachte, dass das Niveau der Animationen nun, nicht unbedingt großartig wirkte.

Hätte ich gewusst, was da die nächsten Minuten noch alles passieren würde, ich wäre aufgestanden und gegangen und hätte mein Geld zurückverlangt. Denn – Hand aufs Herz – mit Tom und Jerry, so wie man sie kennt, hat das hier wenig zu tun. Die beiden sind absolute Nebenfiguren. Hier geht es um eine alte Fehde zwischen Göttern und Tom und Jerry – kommen halt auch vor.

Davon abgesehen ist der ganze Film gemacht wie eine Manga-Verfilmung. Von den Gesten her, von den Actionszenen her, von der übertriebenen Inszenierung inklusive der Mimik und Geräusche und Ansagen wie „Ich werde euch vernichten!“ und so weiter. Wie passt das alles zu Tom und Jerry? Eigentlich gar nicht.

Es gibt dann ein paar Storyideen, die an sich ganz okay sind – so stellt sich heraus, dass Mega-Rat eigentlich früher gemobbt wurde und sich deshalb zum Bösewicht entwickelt hat. Oder warum ein bestimmter Gott, der „vielleicht“ gut ist, sich so um den Kompass schert und was er tun muss, um seinen größten Wunsch zu erfüllen. Gute Storyansätze – aber das passt alles nicht in einen Tom und Jerry-Film bzw. ist es so weit weg von dem was man sehen will oder zu sehen hofft.

In einem Anime kann das funktionieren. Aber hier – nein. Wie erwähnt sind Tom und Jerry so in die Story gepresst, dass man die einfach streichen könnte und alles würde vermutlich besser funktionieren. Wer immer hier also dachte, es sei eine gute Idee: Nein. Einfach nein.

Optisch wird es war besser und vor allem die Kulissen in der alternativen Dimension sehen ganz gut aus und manche Kamerafahrten sind auch wirklich okay, aber in Summe ist das alles bzw. wirkt das alles eher billig gemacht. Und je länger der Film dauert, desto mehr nervt das alles auch.

Und zwar nicht nur mich. Als der Film zu Ende war, da haben meine Kinder mich gefragt, worum es da jetzt eigentlich ging und es fiel mir tatsächlich ein bisschen schwer zu erklären, was da gerade alles abging.

Visuelles Spektakel? Check. Endkampf von bösem Riesengegner, der Godzilla-mäßig alles in Schutt und Asche legt? Check. Anime-Posen? Check. Pseudocoole oder pseudowichtige Ansagen: Aber hallo.

Alles in allem: Würd ich mir nie wieder ansehen. Hat sogar ein wenig im Hirn wehgetan.

Schade – ich hätte mich gefreut mal einen Tom und Jerry-Film im Kino zu sehen, aber der Charme der alten 2D-Serien und auch die Einfachheit der Handlungen sind hier nicht drin. Das 3D tut den Figuren nicht gut. Und was die „Handlung“ betrifft, denke ich, habe ich oben schon genug darüber geschrieben.

Was für ein Reinfall.

„Tom und Jerry: Der verlorene Kompass“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, sogar nur sehr bedingt kindertaugliche, Punkte.

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Mayday (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/19/mayday-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/19/mayday-2026-filmkritik/#respond Sat, 19 Sep 2026 05:00:23 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39199 Leutnant Troy Brennan (Ryan Reynolds) ist auf Aufklärungsmission über dem sowjetischem Gebiet unterwegs, als er und sein Partner entdeckt und abgeschossen werden. Troy überlebt, befindet sich jedoch mitten im feindlichen Gebiet. Verletzt hat er in der russischen Wildnis eigentlich keine … Weiterlesen →

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Leutnant Troy Brennan (Ryan Reynolds) ist auf Aufklärungsmission über dem sowjetischem Gebiet unterwegs, als er und sein Partner entdeckt und abgeschossen werden. Troy überlebt, befindet sich jedoch mitten im feindlichen Gebiet.

Verletzt hat er in der russischen Wildnis eigentlich keine Chance, er wird jedoch von Nikolai Ustinov (Kenneth Branagh) gefunden, der ihn in seine Hütte bringt und seine Wunde verpflegt. Warum hilft ihm dieser Mann, wo sie doch am Papier Feinde sind?

Ja, für mich besteht kein Zweifel, John Francis Daley und Jonathan Goldstein sind zwei Drehbuchautoren und Regisseure, die gemeinsam ein sehr gutes Gespür dafür haben, was für ein Ausgangsmaterial sie verfilmen. Sehr schön konnte man dies zuletzt bereits bei Dungeons & Dragons: Honor Among Thieves sehen.

Dass sie als nächstes an einem 15ten (alle zusammen gerechnet) Star Trek Film arbeiten, lässt mich sogar diesem (nach Section 31 sich am Boden befindenden) Franchise, wieder hoffnungsvoll entgegen blicken. Ihr aktueller Film ist aber eine Buddy-Actionkomödie, die im Jahr 1987 spielt und seit Anfang September auf AppleTV+ läuft.

Statt altbacken zu wirken oder „more of the same“ abzuliefern, wird man (aka ich) hier bestens unterhalten. Zunächst mal ist dies optisch und von der gesamten Machart nie als Streaming-Film zu identifizieren. Apple hat da eindeutig die Nase vorn bzw. das stärkste Produktionsteam und wohl am meisten Geld dahinter (siehe als Beispiel z.b. auch The Gorge).

Dann wären da die Kameraeinstellungen und Fahrten, die dir das „dabei sein“ Gefühl vermitteln. Blick aus der Kiste, wenn sie geöffnet wird, vibrierende Decke bei Explosionen, oft sieht man nicht den Blickwinkel, den das Gehirn erwarten würde und das hat mich involviert. Die Illusion eines Russlands der 80er Jahre, wird ebenfalls perfekt zum Leben erweckt.

Der Humor ist dabei einfach sympathisch und es gibt zwei Szenen, die ohne Worte funktionieren, aber gerade deswegen so witzig sind, dass ich herzhaft lassen musste. Die Botschaft ist simpel aber universell: glaub deiner Regierung nicht jedes Wort, mach dir ein eigenes Bild und „alle Menschen eines Landes sind so“, ist niemals richtig.

Genial verbunden werden all diese Pluspunkte durch die Darsteller, allen voran Kenneth Branagh (Dunkirk) als Nikolai Ustinov. Ein Amerika und vor allem den Film Top Gun liebender Russe, der zu Beginn wie die Dame aus Stephen Kings Misery agiert, sich im weiteren Verlauf dann als Ex-KGB Kämpfer mit trockenem Humor entpuppt, der Probleme hat sich seiner Tochter zu öffnen, das muss man schon gesehen haben.

Branagh schafft es sogar immer wieder Ryan Reynolds als Troy aus seinem Deadpool-Autopiloten zu holen, der hier auch emotionale Momente nicht mit unnötigem Humor untergräbt, was sicherlich aber ebenso am Drehbuch liegt. Die zwei Männer sind in Kombination einfach sehr unterhaltsam. Maria Bakalova (Bodies Bodies Bodies) als Tochter Anna holt als Abrundung die menschliche Seite von Nikolai hervor.

In Summe also eine wohl durchdachte und mit Liebe gemachte Komödie mit Action-Einlagen, die Interesse statt Langeweile erzeugen kann und das ganze wird getragen von Schauspielern, die in bester Spiellaune genau wissen, was ihre Aufgabe ist. Die beiden Regisseure sollte jeder Mensch, der gerne gut unterhalten wird, auf jeden Fall auf dem Radar haben.

„Mayday“ bekommt von mir 8,5/10 Rettung auf mehreren Ebenen erfahrende Empfehlungspunkte.

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The End Of Oak Street (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/17/the-end-of-oak-street-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/17/the-end-of-oak-street-filmkritik/#respond Thu, 17 Sep 2026 05:56:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39221 Denise (Anne Hathaway) und Greg (Ewan McGregor) sind verheiratet, haben zwei Kinder und einen Hund. Aber die Ehe bröckelt. Er trinkt, sie schreibt an einem Roman, in dem es um eine Frau mit zwei Kindern geht, die sich scheiden lassen … Weiterlesen →

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Denise (Anne Hathaway) und Greg (Ewan McGregor) sind verheiratet, haben zwei Kinder und einen Hund. Aber die Ehe bröckelt. Er trinkt, sie schreibt an einem Roman, in dem es um eine Frau mit zwei Kindern geht, die sich scheiden lassen will. Die Kinder hören nur durch die geschlossene Kinderzimmertür, wie sich die Eltern immer mehr voneinander entfernen.

Eines Morgens ist aber alles anders, denn in der Nacht sind seltsame Lichter aufgetaucht und die Familie steht vor einer Herausforderung, die niemand kommen sehen kann: Das gesamte Viertel wurde scheinbar in der Zeit zurückgeschleudert und ist jetzt umgeben von Urwald. Und in dem Leben Dinosaurier. Die sich langsam mal das Viertel ansehen, scheinbar genauso überrascht wie die Familie. Nur zählt für die Dinos nur eins: Sie haben Hunger.

Kann sich die Familie zusammenraufen und ihre Konflikte überwinden, um das hier zu überleben?

Da haben wir also wieder einen Dino-Film, der an der Kinokasse abstaubt und scheinbar in den ersten beiden Tagen nach seiner Veröffentlichung bereits rund 60 % seines Budgets wieder eingespielt hat. Gratulation an alle Involvierten, allen voran natürlich dem Regisseur David Robert Mitchell. Der Mann hat vorher „It follows“ und „Under The Silver Lake“ gemacht. „It follows“ wurde damals ja quasi als Neuerfindung des Horrorfilms gefeiert. Habe ich nicht so empfunden, aber ich gönne allen ihren Erfolg.

Für „Oak Street“ gibt sich Mitchell allerdings sehr handzahm und der Film bietet eigentlich keine Überraschungen. Die Einzige, die man vielleicht so nennen kann, ist, dass die Figuren ein wenig mehr Tiefe bekommen als in vielen anderen Filmen. Aber im Grunde geht es auch hier nicht über Klischees hinaus. Greg, ein grandioser Ewan McGregor, der immer optimistisch ist und seine Frau Denise (Anne Hathaway spielt wie üblich Anne Hathaway), die das schön langsam zum Kotzen findet, sich aber den Schritt in Richtung Trennung nicht zu gehen traut und stattdessen lieber ihren Wunsch in Romanform auslebt. Familiendramastoff, wie er im Buche steht.

Dann streut man Dinos darüber und das alles rückt in den Hintergrund. Und natürlich – was auch sonst? – rauft die Familie sich zusammen, entdeckt, wie sehr man sich ja eigentlich lieb hat und bla bla bla. Schön, wenn einen die Dino-Apokalypse wieder zusammenbringt. Freut mich für euch.

Was die Dinos betrifft: Die Effekte und Optik sind wohl auf dem neueren Stand der Erkenntnis, soll heißen, sie sehen gut aus, passen super ins Bild (großteils zumindest) und sie haben teilweise Federn. Ungewohnt, aber passend.

Weniger passend finde ich den Mangel an Spannung, der im Film vorherrscht. Ja, am Anfang, als noch der Panikmodus regiert und die Platts (so der Nachname der Familie) sich im Haus einsperren, bekommt man durch die Geräuschkulisse im Außen mit, wie die Nachbarschaft dezimiert wird und einen Pterodactyl-Angriff auf einen Nachbarn beobachtet die Familie auch. Schreitet aber nicht ein. Wenn das eine Metapher sein soll, dann ist sie ein wenig plakativ geraten.

Generell dachte ich mir nach gut drei Viertel des Films, dass die unterliegende Message zu sein scheint: Hilf niemanden, denn du stirbst sonst. Das passiert nämlich so gut wie allen Leuten, auf welche die Platts treffen. Ein paar kommen wirklich nur aus ihren Verstecken, um ihnen zu helfen – meistens, weil sie sich aus Dämlichkeit in dumme, ausweglose Situationen gebracht haben – und gehen dann sozusagen als Dank dafür drauf. Schöne Message, oder?

Generell fand ich die Idee toll, die Kameraführung und Inszenierung funktioniert super, mit ein paar coolen Entscheidungen, was die Bildkomposition betrifft. Aber in Summe war der Film eine herbe Enttäuschung für mich. Zum einen – und das schreibe ich nicht, weil es mich grundsätzlich stört, sondern weil es wieder dermaßen plakativ ist -, sind hier die Frauen wieder einmal die wahren Heldinnen und die Männer sind alle Idioten. Und das meine ich genauso.

Beispiel: Der Sohn der Familie nimmt Pfeil und Bogen mit, weil … Gründe. Und wenn es dann darum geht, jemand zu retten, dann trifft er natürlich kein einziges Mal und er muss immer gerettet werden. Entweder von seiner Mutter oder seiner Schwester, aber der bekommt allein nie was auf die Reihe. Er ist auch der Grund, warum – im Grunde – ein Familienmitglied draufgeht. Er sieht nämlich seinen Hund draußen, weshalb er aus dem sicheren Haus ausbricht und ihm folgt. Dann folgt ihm seine Schwester und dann folgen ihnen die Eltern. Ja. Es ist diese Art von Film.

Auch der Papa – da rettet er Denise, indem er einen T-Rex (oder Allosaurus, bin ich mir nicht mehr sicher) einen Schlegel gegen die Birne donnert, was diesen von den Socken wirft, nur um ihm dann den Rücken zuzudrehen und mit seiner Frau zu reden. Dümmste Entscheidung überhaupt.

Ja, es gibt einen Todesfall in der „nuclear familiy“. Das hat mich dann doch überrascht. Auch der Umgang damit. Das ist wirklich eine starke Szene, weil die Reaktionen so nachvollziehbar sind. Die sichtlich unter Schock stehende Person funktioniert und auf die Tipps eines der Kinder, das ihr sagt, was sie machen sollen, reagiert sie, indem sie es anschreit, dass sie gerade gesehen hat, wie X gefressen wurde. Das Kind starrt sie kurz an, dann treten Tränen in seine Augen und es sagt: „Ich auch.“ Dann erst macht es „klick“ beim Elternteil und dieser checkt, dass es sich zusammenreißen und stark sein muss. Das hat mir gefallen. Danach nimmt sich der Film auch ein wenig Zeit, um die Trauer zu zeigen. Das finde ich in Filmen immer gut.

Und für alle, die es wissen wollen: Nein, der Film hält das nicht durch. Natürlich wird wieder alles gut, immerhin reden wir hier von „Zeitreisen“. So wie generell das Ende ein Haufen Kitsch ist und einfach nicht logisch zum Rest passt. Sorry, leichte Spoiler, aber wir sehen dann Personen, die vorher gestorben sind, die jetzt wieder leben, weil sie jemand angerufen hat und ihnen gesagt hat, sie sollen abhauen – die Familie landet nämlich ein paar Minuten vor den komischen Lichtern in der Jetztzeit. Genau. Der Nachbar, der wohl das A****loch im Film sein soll, verlässt mitten in der Nacht sein Haus und fährt irgendwohin, weil ihm die Nachbarn, die er ohnehin nicht mag, sagen, er soll das tun. Mhm. Also die Dinosaurier sind glaubwürdiger.

Egal – ich bin ohnehin nicht wirklich begeistert vom Film. Er ist okay, hat aber so viel mehr Potenzial geboten als hier umgesetzt wird. So viele Drehbuchmomente, in denen ich mich gefragt habe, warum man das nicht weggelassen hat oder zumindest anders gemacht. Ich fand es zum Ärgern. Zu viele Klischees. Und manche Dinos tauchen aus dem Nichts auf, einfach, damit man „Spannung“ erzeugen kann (gähn), gerade gegen Ende des Films hagelt es viele dieser Momente. Schade. In der ersten Hälfte wurde das alles entspannter und besser inszeniert.

Nochmals kurz zurück zum Ende: Die Entscheidung, die hier getroffen wird, bzw. was hier gemacht wird – da darf man wirklich keine paar Minuten lang nachdenken, denn eigentlich ist das moralisch ein Wahnsinn. Aber vielleicht war das Absicht. Vielleicht hat Mitchell seinen Horrorfilmfaible doch ein wenig einfließen lassen und er wollte, dass die Leute sich denken „Moment“ – und dann in Horror und Schockstarre übergehen und über die Kaltschnäuzigkeit einer der Figuren entsetzt sind?

Keine Ahnung. Vermutlich denke ich da mehr drüber nach als die Macher selbst. Vielleicht fanden sie es einfach nur cool oder ihnen sind andere Ideen ausgegangen.

„The End Of Oak Street“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, leider in der zweiten Hälfte ganz stark nachlassende und sogar verärgert machende, Punkte.

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Above and Below aka Tides of Fear (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/15/above-and-below-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/15/above-and-below-2026-filmkritik/#respond Tue, 15 Sep 2026 05:00:09 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39217 Tatiana (Laura Marano) macht ihr Bruder wieder mal Sorgen. Gerade hat er gegen Burns (Antonio Banderas) Geld verloren, doch dieser hat Mitleid mit ihm und deshalb schenkt er ihm einen Ausflug auf einem Boot, auf dem man im Käfig Hai-Tauchen … Weiterlesen →

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Tatiana (Laura Marano) macht ihr Bruder wieder mal Sorgen. Gerade hat er gegen Burns (Antonio Banderas) Geld verloren, doch dieser hat Mitleid mit ihm und deshalb schenkt er ihm einen Ausflug auf einem Boot, auf dem man im Käfig Hai-Tauchen kann.

Der Traumurlaub der insgesamt fünf Freunde in Mexiko scheint daher trotz des Geldverlustes, gerettet zu sein. Als sie jedoch zufällig entdecken, dass das Boot gleichzeitig zum Schmuggeln von Drogen benutzt wird, haben sie plötzlich ein ganz andere Probleme…

Von seinem für mich besten Film Accident Man bis hin zu seinem mittelmäßigen Chief of Station, Regisseur Jesse V. Johnson hat sich bei seinen Filmen der Action verschrieben. Darum wundert es auch nicht, dass die imdb hier nicht Horror als Genre angegeben hat, obwohl die Story wie eine Variation von 47 Meters Down klingt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: der Film ist in Summe nicht wirklich gut, aber er hat Dinge, die funktionieren. Wie der Titel bereits vermuten lässt, lauert hier die Gefahr nämlich nicht nur im Wasser, sondern auch darüber. Die zwei Ebenen Drogenschmuggel und Hai-Survival-Drama zu verbinden, ist an sich eine spannende Idee.

Die Szenen unter Wasser sind dann zwar Genre typisch, dafür aber atmosphärisch gelungen. Was man nicht von der menschlichen Gefahr an Bord behaupten kann. Die Stimmung hat mehr von einem Kasperl-Theater, als von einem Kammerspiel. Antonio Banderas (Gun Shy) als Burns holt sich hier einfach seinen Gehaltsscheck ab, ohne sich auch nur ansatzweise anzustrengen.

Den jungen männlichen Darstellern kennt man ihre Unerfahrenheit bzw. wenig vorhandenes Können an, dafür machen die Ladys (nicht nur optisch, obwohl die Kamera unter Wasser von hinten gerne ein gewisses Körperteil in den Fokus rückt) einiges wieder gut. Vor allem Sängerin und Schauspielerin Laura Marano (The Royal Treatment) als Hauptfigur Tatiana überzeugt durch Natürlichkeit und Kampfgeist.

Die Ambivalenz von gewissen Figuren, ist ebenso erfreulich. So nach dem Motto: das Gesetz brechen ja, aber es gibt auch Regeln, so wie etwa zu seinem Wort zu stehen. Dennoch lauert hier die wahre Gefahr bzw. liegt hier der Schwerpunkt, denn die Haie an sich töten nur einen einzigen Menschen.

Grundsätzlich ist es ja nicht schlecht, dem Hai-Genre abseits der Trash-Ebene neue Impulse zu verpassen. 2026 ist aber scheinbar kein gutes Jahr dafür. The Devil’s Mouth und vor allem Chum, haben das zuletzt für mich bewiesen. Hier ist es wohl vor allem das uninspirierte Drehbuch und die größtenteils gelangweilten/überforderten Darsteller, die die Sache hinunter ziehen.

Maranos Performance macht Spaß und die CGI-Haie sehen richtig gut aus, vor allem in Kombination mit den praktischen Effekten (echtes Kunstblut usw). Viel mehr Positives kann ich über diesen Film, der streckenweise langweilig und in den schlimmsten Momenten auch lächerlich ist, nicht wirklich sagen. Der Hai-Boom 2026 geht auf jeden Fall weiter, denn ich habe bereits den nächsten (besseren) Genre-Beitrag gesehen.

„Above and Below“ bekommt von mir 4,5/10 geschenkte Ausflüge auf einem Boot für Drogenschmuggel, in Zukunft lieber nicht annehmende Empfehlungspunkte.

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The Runner (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/10/the-runner-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/10/the-runner-filmkritik/#respond Thu, 10 Sep 2026 05:00:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39192 Maia (Gal Gadot) arbeitet als Anwältin in London. Gerade hat sie ihren Sohn in der Schule abgeliefert und geht danach eine Runde laufen durch den Park. Nach einiger Zeit bekommt sie einen Anruf vom Handy ihres Sohnes Noah (Rory Wilmot). … Weiterlesen →

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Maia (Gal Gadot) arbeitet als Anwältin in London. Gerade hat sie ihren Sohn in der Schule abgeliefert und geht danach eine Runde laufen durch den Park. Nach einiger Zeit bekommt sie einen Anruf vom Handy ihres Sohnes Noah (Rory Wilmot).

Am anderen Ende befindet sich ein unbekannter Anrufer (Damian Lewis) der angibt, ihren Sohn in seiner Gewalt zu haben. Wenn sie nicht tut was er will, dann wird Noah aus seinem diabetischen Koma, nicht mehr aufwachen…

Ich erzähle euch nun eine Geschichte: kurz nach der Geburt ihres vierten Kindes, erholte sich Gal Gadot gerade von den Folgen einer zerebralen Sinusvenenthrombose (dabei blockiert ein Blutgerinnsel den Blutfluss aus dem Gehirn). Während dieser Zeit landete das Drehbuch von The Runner auf ihrem Schreibtisch.

Sie machte sich einen Zoom-Call mit Regisseur Kevin Macdonald (State of Play) aus, nur um aus körperlichen Gründen abzusagen, da sie 85 Prozent des Filmes laufend verbringen müsste. Auf die Frage, was ihre gesundheitlichen Probleme wären, antwortete sie CVST (abgekürzt). Darauf antwortete Macdonald verblüfft, dass er sechs Wochen zuvor genau das selbe Problem hatte.

Wegen diesem geteilten „Gesundheits-Schreck“ konnte er sich nur Gadot in dieser Rolle vorstellen. Er sprach mit dem Studio, sie warteten einige Zeit auf ihre Genesung und nach einem intensiven Training mit einem olympischen Laufcoach, stand bzw. lief sie schließlich vor der Kamera für AmazonPrime. Dem körperlichen Verfall in Richtung best möglicher Gesundheit entgegenlaufend, schön für sie.

Wer mich kennt weiß jetzt schon genau, warum ich das hier erzählt habe. Genau, diese Story ist nämlich viel erfreulicher, als der fertige Film bei dem noch am Besten ist, dass er nach unter 80 Minuten Laufzeit, auch schon wieder vorbei ist. Hauptprobleme sind (ab jetzt folgen Spoiler): Gadot als Maia soll zum Zielort laufen, damit sie besser vom Bösewicht überwacht werden kann.

Diese Prämisse ist lächerlich (so viel kann dabei schief gehen aus Sicht des Schurken) und manche Filme kommen mit so etwas durch, hier muss man aber immer wieder mal einfach den Kopf schütteln. Die Kritik an der nach Handy süchtigen KI-Gesellschaft verpufft und ärgert nur, weil sie mit dem plumpen Zeigefinger der Größe eines Big Bens präsentiert wird.

Wie mit Wackelkamera und schnellen Schnitten Spannung beim Laufen erzeugt werden soll, ist zwar naheliegend bzw. nachvollziehbar, in der Praxis nervt es jedoch schon nach einigen Minuten und erzeugt beinahe Kopfschmerzen, wenn man zu konzentriert hinsieht. Ebenfalls klar warum aber fast noch anstrengender, ist das ständige Schnaufen von Gadot, dass wohl dramatisch sein soll, das man aber ruhig einige Dezibel hinunter schrauben hätte können.

Dann wäre da Gal Gadot (Heart of Stone). Es gibt natürlich schlechtere Schauspieler, aber ihre Bandbreite ist begrenzt. Darum sind ihre besten Momente hier wohl auch physisch und nicht emotional. Damian Lewis (Homeland) als Entführer ist ein anderes Kaliber, er wird aber verschenkt und bekommt kaum etwas zu tun.

Was ist dann am Ende die Moral von der Geschichte? Eine Anwältin ist hier die Heldin, die sich dafür rühmt, dass sie die Erzählweise kontrolliert und so beim Finale das bekommt, was sie will. Nach dem Motto: Manipulierst du, gewinnst du am Ende und dabei bitte ja nie zu viel Wahrheit einbauen. Irgendwie eine schöne scheinheilige Moral, fast wie aus einem modernen Disney Film.

Dass sie ihren unbewaffneten Vater erschossen hat als Kind, weil er ihre Mutter verprügelt hat und diese für die Tat ins Gefängnis gegangen ist und dass sie als Erwachsene sich dann einen Samenspender gesucht hat, damit es ja keine väterliche Bezugsperson für ihren Sohn (ha, so ein Pech aber auch) gibt, das ignorieren wir dabei lieber einfach (ach modernes Storytelling, U Gotta Love it).

„The Runner“ bekommt von mir 3,5/10 vor den eigenen Schwächen nicht davon laufen könnende Empfehlungspunkte.

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Reacher – Staffel 3 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/05/reacher-staffel-3-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/05/reacher-staffel-3-serienkritik/#respond Sat, 05 Sep 2026 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39155 Gerade als Jack Reacher (Alan Ritchson) einen Diebstahl an einer Bushaltestelle verhindert, sieht er plötzlich einen Mann namens Quinn (Brian Tee), den er für tot gehalten hatte, da er ihn auf Grund seiner Missetaten, selbst erschossen hat. Reachers Weg diesem … Weiterlesen →

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Gerade als Jack Reacher (Alan Ritchson) einen Diebstahl an einer Bushaltestelle verhindert, sieht er plötzlich einen Mann namens Quinn (Brian Tee), den er für tot gehalten hatte, da er ihn auf Grund seiner Missetaten, selbst erschossen hat.

Reachers Weg diesem Mann näher zu kommen, bringt ihn zu einer Zusammenarbeit mit DEA Agent Susan Duffy (Sonya Cassidy) und einem damit verbundenen Undercover Einsatz bei Gangsterboss Zachary Beck (Anthony Michael Hall), dessen Sohn Richard (Johnny Berchtold) er vor einer Entführung gerettet hat…

Die dritte Staffel von Reacher auf AmazonPrime umfasst erneut acht Folgen und konnte ab Ende März 2025 komplett gestreamt werden (und ja, ich habe wieder bis zum Start der aktuellen Staffel mit der Sichtung gewartet – mit August 2026 startete die vierte Staffel). Verfilmt wurde dieses mal das siebte Buch der Serie mit dem Namen „Persuader“.

Reacher rein als Person ist ja keiner, mit dem man das Wort „subtil“ assoziieren würde. Wenn man Namen von Videospiel-Genres nehmen würde, dann wäre er neben den immer wieder kehrenden Shooter Elementen, in der ersten Staffel als Brawler unterwegs, Staffel zwei ist dann ein Coop-Fighter und bei Staffel drei ist Stealth die neue Mechanik.

Reacher ist undercover und bei seiner Art Probleme zu lösen, ist das eine ziemlich große Herausforderung. Ebenso neu für ihn ist es mit Paulie – der Nummer 1 seines Gegenspielers – einen Feind zu haben, der sowohl größer als auch stärker als er selbst ist. Hinzu kommt eine Cop-Lady als Love Interest, die genau so direkt wie er ist und zwischenmenschliche Begegnungen, genau so nüchtern betrachtet.

Die Action tritt daher zu Gunsten der Thriller-Spannung auch streckenweise in den Hintergrund, jedoch bekommt man im Gegenzug dafür den XXL-Kampf Reacher vs Paulie in der letzten Folge spendiert. Bis dahin gilt es gleich mehrere lose Fäden aka Menschen in Bedrängnis, zu einem befriedigenden Ende zu bringen.

Sonya Cassidy (Survivor) als Duffy liefert sich mit Reacher die besten und für ihn typischen Gespräche und kann sogar auf eine unterhaltsame Art mit ihm mithalten. Johnny Berchtold (The Passenger) als Richard wünscht man die Stärke zu finden, um sich aus dem Schatten seines Vaters und dessen Welt heraus zu kämpfen und bei Olivier Richters (Black Widow) als Paulie denkt man sich ständig, wie Reacher diesen Brocken wohl besiegen können wird.

Alan Ritchson (War Machine) lebt seine Rolle weiterhin als hätte er niemals etwas anderes gespielt und wie er hier seine klaren Pläne langsam auflockert, wenn sonst ein Mensch, den er zu schätzen gelernt hat, darunter leiden würde, ist durchaus eine neue Seite von ihm. Maria Sten als Neagley darf natürlich auch wieder cool und lässig als Unterstützung vorbei schauen.

Jede Staffel hat sich bis jetzt von der Dynamik etwas anders angefühlt, ohne den typischen Reacher Charme zu verlieren. Diese Staffel punktet mit sehr unterschiedlichen Figuren, die alle interessant und/oder sympathisch sind und jede Person etwas zu verlieren hat. Das Ende der Story überrascht dabei vielleicht weniger, dafür ist es umso befriedigender.

„Reacher Staffel 3“ bekommt von mir 8/10 zwischen den eigenen Stärken gekonnt hin und her wechselnde Empfehlungspunkte.

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Mutiny (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/01/mutiny-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/01/mutiny-2026-filmkritik/#respond Tue, 01 Sep 2026 05:00:08 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39163 Cole Reed (Jason Statham) war früher Soldat und Polizist, arbeitet nun jedoch als Bodyguard für einen Milliardär in Bangkok. Dieser sieht ihn – nachdem er ihm das Leben gerettet hat – schon eine geraume Zeit als Teil der Familie an. … Weiterlesen →

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Cole Reed (Jason Statham) war früher Soldat und Polizist, arbeitet nun jedoch als Bodyguard für einen Milliardär in Bangkok. Dieser sieht ihn – nachdem er ihm das Leben gerettet hat – schon eine geraume Zeit als Teil der Familie an.

Als sein Schützling bei einem Anschlag getötet wird und die Täter es Cole in die Schuhe schieben wollen, macht er sich auf eigene Faust auf, die Verbrecher zu finden und einen nach dem anderen, aus dem Weg zu räumen…

Der Franzose Jean-François Richet ist gerade auf einer einsilbigen 90er Jahre Action-Retro-Welle unterwegs. Zuletzt drehte er Plane und als nächstes folgt die Fortsetzung „Ship“. Dazwischen gibt es ein kleine Mutiny zu bewundern, um genau zu sein darf dabei Jason Statham wieder mal aufräumen, dieses mal auf einem Boot.

Ich bin ja vor kurzem wieder auf ein Statham Interview gestoßen in dem er sagt, dass er sich nicht als Schauspieler sieht. Er hat einfach seine Nische gefunden und macht das Beste draus. Gratuliere zu seiner Selbsterkenntnis und dennoch muss ich gleichzeitig widersprechen, denn es gibt viele andere Darsteller, die Emotionen schlechter vermitteln können als er.

Aber gut, um wieder mal für Kontext einen Vergleich mit Statham Vehikeln der neueren Zeit zu ziehen: The Beekeeper macht mehr Spaß und bei Shelter zuletzt, schätzt man die Verletzlichkeit der Figuren und wünscht ihnen ein Happy End. Bei Mutiny ist das nicht so. Hier hat man um Niemanden Angst.

Ja, Annabelle Wallis (Malignant) spielt eine toughe Lady, die zu ihrer kleinen Tochter heimkehren möchte, sie ist dir aber als Zuschauer in Summe egal. Auch Statham als Cole Reed ist hier wieder abgebrühter und emotionsloser als zuletzt, dafür hat der Film etwas, dass gerade Franzosen aus meiner Erfahrung sehr entspricht.

Ich meine damit diese gewisse humorlose Härte. Sébastien Vanicek (er stammt auch aus Frankreich) hat das mit Evil Dead Burn vor kurzem auch gemacht. Dort hat es mir nicht gefallen, aber für einen Statham Film, passt das durchaus. Überraschend ist dabei, wie wohl dosiert die Action-Momente eingesetzt werden.

Wenn sie dann kommen sind sie jedoch erwartungsgemäß hart, übersichtlich gefilmt, blutig und sehr effizient. Leider ist die Coolness nicht ganz durchgehend vorhanden, denn nicht jeder Schnitt wirkt stimmig. Dennoch sind diese Szenen die Highlights eines Stathams, der schon in Ordnung geht, aber sonst nur mehr mit Roland Møller (Citadel) als kernigen Bösewicht punkten kann.

Kurzweilig, grimmig, mit einem souveränen Statham, den man auf Grund seines Status feiern kann, nicht weil der Film mit seiner minimalen Minimalhandlung, etwas dazu beitragen würde. Das Boot-Setting mit all den beengenden Räumen und schmalen Gängen ist dabei eine erfrischende Abwechslung und bietet genug Gegenstände, die man als Waffen einsetzen kann.

„Mutiny“ bekommt von mir 6/10 Menschenhändler ihren Taten entsprechend brutal beseitigende Empfehlungspunkte.

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Das wandelnde Schloss aka Howl’s Moving Castle (2004 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/25/das-wandelnde-schloss-aka-howls-moving-castle-2004-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/25/das-wandelnde-schloss-aka-howls-moving-castle-2004-filmkritik/#respond Tue, 25 Aug 2026 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39074 Sophie arbeitet in einem Hutladen und repariert dort Hüte. Und das in einer Zeit, in welcher sich das Land gerade im Krieg befindet. Eines Tages wird sie beim Spaziergang von Soldaten belästigt, aber von einem seltsamen, mysteriösen Mann, der scheinbar … Weiterlesen →

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Sophie arbeitet in einem Hutladen und repariert dort Hüte. Und das in einer Zeit, in welcher sich das Land gerade im Krieg befindet. Eines Tages wird sie beim Spaziergang von Soldaten belästigt, aber von einem seltsamen, mysteriösen Mann, der scheinbar ein Zauberer ist, gerettet. Aber auch er wird verfolgt, nämlich von seltsamen Schattenwesen. Aber die beiden können entkommen. So rasch, wie er in ihr Leben getreten ist, ist er auch wieder weg.

Kurz darauf bekommt Sophie Besuch von einer abartigen Frau, die einen Fluch über sei ausspricht. Der Grund ist simpel: Der Zauberer hat ihr geholfen und das gefällt der Hexe gar nicht. Als Sophie am nächsten Morgen aufwacht, ist sie eine alte Frau. Sie flieht und stolpert mehr durch Zufall über eine Vogelscheuche, die zu leben scheint und in ein Schloss.

Das Schloss bewegt sich auf vier Beinen durch die Gegend und wird von „Howl“ bewohnt. Dem besagten Zauberer, der Sophie gerettet hat. Aber wie es aussieht, ist es Howl, der tatsächlich Hilfe braucht. Denn der Grund für die ständige Bewegung des Schlosses liegt darin, dass auch Howl verfolgt wird. Er soll nämlich in den Krieg eingreifen, weigert sich aber. Noch dazu hat die Hexe, die Sophie verflucht hat, noch eine Rechnung mit ihm offen.

Lang kann Howl die Flucht nicht mehr aufrecht erhalten, denn die Magie, die er dazu braucht, raubt ihm jeden Tag ein wenig mehr Menschlichkeit. Langsam, aber sicher wird er zu einem Monster werden. Auch, weil er seine Magie durch einen Pakt mit einem Dämon, der nun als Feuerflamme im Schloss wohnt, eingegangen ist …

Also, wenn man versucht die gesamten Handlungsstränge von „Das wandelnde Schloss“ bzw. „Howl’s Moving Castle“ zusammenzufassen, dann merkt man erst so richtig, wie viel in dem Film los ist und wie viel Vorgeschichte ein Großteil der Protagonist:innen mit sich herumschleppen. Das merkt man während dem Film tatsächlich gar nicht so groß, weil so viel passiert, dass man ohnehin mitdenken muss, um den Faden nicht zu verlieren.

Vielleicht einen Schritt zurück: Der Film ist von Hayao Miyazaki und der ist durchaus für seine optisch tollen und ansprechenden, aber auch nicht immer leichten Filme bekannt. Vor allem natürlich mit dem Studio Ghibli. Das sollte man kennen. Bzw kennt man und frau im Regelfall Filme vom Studio Ghibli, auch wenn der Name vielleicht unbekannt ist.

Auf der Liste des Studios stehen so Perlen wie „Prinzessin Mononoke“ oder „Mein Nachbar Totoro“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Die Chroniken von Erdsee“ oder „Ponyo“. Und noch viele, viele weitere. Fast jeder davon ein Klassiker. Es gab eine Zeit, da war jeder Film vom Studio Ghibli ein Event – wie Pixar damals. Nur japanisch. Und handgezeichnet. Das Studio hat klar einen eigenen Stil und es gibt ja aktuell sogar immer noch den Trend bei KI-Bildern „im Stil vom Studio Ghibli“. Kennt man einfach.

„Howl’s Moving Castle“ ist sehr ambitioniert und nach einem eher langsamen und entspannten Einstieg nimmt der Film immer mehr an Fahrt auf und gegen Ende eskaliert das Ganze absolut. Was als kleine Story von Sophie beginnt, wird am Ende zu einer Story der Weltenrettungen und des Widerstand gegen den Krieg, der bis dahin allerdings bereits durch die Lande zieht und da geht richtig die Post ab. Also hier ist einiges los.

Dass man den Überblick nicht verliert, liegt daran, dass die Story aus der Sicht von Sophie erzählt wird, die mehr oder weniger gegen ihren Willen, in die ganze Sache mit reingezogen wird – und sich am Ende (Überraschung …) auch als Teil der Lösung herausstellt. Und das ist auch das einzige Manko des Films – er nimmt so viele Storyfäden und Figuren mit, dass er gegen Ende nur einen Teil davon befriedigend auflösen kann.

Nur ein minimaler Spoiler (weil’s für die Handlung nicht so wichtig ist): Sophie richtet als sie als alte Frau aus der Stadt flieht im Vorbeigehen eine Vogelscheuche auf, die sie am Wegrand findet. Stellt sich heraus, die lebt, springt herum und begleitet sie immer wieder Mal. Gegen Ende – da werden dann Flüch aufgehoben und so weiter – stellt sich heraus: Das ist der Prinz vom Nachbarland und der wird jetzt sofort den Krieg beenden. Was für’n Zufall. Und wie passend.

Naja, der Film hat trotzdem viel zu bieten: Schauwerte über Schauwerte, eine philosophische Story und vor allem die Figuren sind wirklich fein. Nur als Beispiel: Sophie muss in Vertretung von Howl zur Beraterin des Königs. Am Weg dahin, trifft sie auf die Hexe, die sie zu einer alten Frau verflucht hat. Die ist richtig, richtig dick. Sophie beschwert sich bei ihr, weil sie sie zurück verwandeln soll. Daraufhin erklärt ihr die Hexe, dass könne sie nicht. Sie wüsste nur, wie man Flüche ausspreche, nicht wie man sie breche. Na dann. Zur Königin rauf ist es eine endlos lange Treppe. Tut sich Sophie schon schwer, aber die Hexe ist so dick und schwer, dass sie mehrmals fast zusammenbricht. Was tut Sophie? Hilft ihr und feuert sie an.

Das sind einfach Verhaltensweisen, die irgendwie seltsam sind, mit denen man nicht rechnet und die trotzdem irgendwie passen. Und die Hexe spielt dann später noch eine absolut wichtige Rolle, auch wenn man sich nie ganz sicher ist, ob die jetzt eine der Bösen ist – immerhin ist sie Schuld an Sophies Zustand -, oder ob sie nicht vielleicht doch irgendwie zu den Guten gehört.

Ja, es ist ein seltsamer Film. Anders kann man das nicht nennen, aber er reißt mit, er berührt und auch wenn dann gegen Ende auf jedwede Logik gepfiffen wird und alles viel zu schnell zu einem Ende kommt, so packt der dennoch und nimmt einen mit auf eine spannende und unerwartet ernste und intensive Reise.

„Das wandelnde Schloss“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, eine fantastische Geschichte mit einem nicht ganz so fantastischen Abschluss, erzählende Geschichte.

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The Last House (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/18/the-last-house-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/18/the-last-house-2026-filmkritik/#respond Tue, 18 Aug 2026 05:00:55 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39143 Jason (Wagner Moura) ist gerade Fischen, als unerwartet und von keiner Wetterstation angekündigt, riesige Regenwolken aufziehen. Er fährt sofort in seinen Vorort von Seattle nach Hause, wo ihn seine Frau Ann (Greta Lee), die beiden Kinder und der Hund bereits … Weiterlesen →

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Jason (Wagner Moura) ist gerade Fischen, als unerwartet und von keiner Wetterstation angekündigt, riesige Regenwolken aufziehen. Er fährt sofort in seinen Vorort von Seattle nach Hause, wo ihn seine Frau Ann (Greta Lee), die beiden Kinder und der Hund bereits erwarten.

Als sie trotz des schlechten Wetters das Haus noch einmal verlassen wollen, bemerken sie, dass sie das nicht mehr können. Der Regen hat einen speziellen Film um das Gebäude gezogen, ein Entkommen scheint völlig unmöglich zu sein und ihr Haus ist nicht das einzige, das davon betroffen ist…

Der neue Film des französischen Regisseurs Louis Leterrier (Die Unfassbaren) läuft seit Mitte August 2026 auf Netflix. Ich wurde auf ihn aufmerksam, weil sich zahlreiche Kritiker darauf eingeschossen haben, dass dies ein ganz furchtbares Filmerlebnis ist. So schlimm aber kann es doch gar nicht sein, oder?

Ist es zumindest für mich auch nicht (die Leute kennen scheinbar einfach zu wenig richtig schlechte Filme). Zunächst mal erinnert das Setting an eine gewisse Pandemie, die ein Großteil der Menschheit, schon wieder verdrängt hat. Wie getrennt sind wir als moderne Gesellschaft von der Natur und gegenseitig als Menschen/Familie?

Ohne Internet und später auch Strom, müssen sich die Menschen zurück besinnen auf praktische Dinge und ihr Umfeld muss so effektiv wie möglich genutzt werden. Eine heile (kein Sarkasmus) Familie in den Mittelpunkt zu stellen, finde ich dabei für das moderne Hollywood, fast schon wieder erfrischend.

Der Ton die erste Stunde über ist erstaunlich leicht und verspielt, dafür verfehlen spätere dramatische Ereignisse, nicht ihre Wirkung. Die Dynamiken – Vater, Mutter, Kind – sind bekannt und realistisch gestaltet und den Geist, in unsichern Zeiten niemals aufgeben zu wollen, hat schon was inspirierendes an sich.

Die Botschaft ist dabei eine sehr simple. Die Menschen sind der Feind der Erde, sie zerstören und nehmen sich zu viel, irgendwann musste die Natur ja zurück schlagen. Eine mögliche Lösung wird nicht durch einen gewalttätigen Konflikt herbei geführt, sondern nur durch Gnade/Barmherzigkeit ist ein Coextistieren möglich.

Was ich aber auch gespürt habe: wenn man nicht ins Geschehen eintauchen kann, dann wirkt die erste Hälfte des Filmes eher langatmig (da passiert nicht wirklich was), dann gibt es kurze aquatische Monster-Action-Passagen und das Ende soll zwar einen Neustart andeuten, wirkt jedoch völlig offen und unbefriedigend.

Dass der Film für mich zur einmaligen Sichtung funktioniert hat, liegt sicherlich auch an den Darstellern. Greta Lee (Tron: Ares) und Wagner Moura (Civil War) als Eltern sind dabei das Herz des Filmes und von liebevoll verspielt bis manisch und kurz vor dem Nervenzusammenbruch, nimmt dich ihr Spiel gekonnt mit auf die Reise.

In Summe daher ein typischer Streaming-Film (ich weiß, das ist kein Kompliment, soll es auch nicht sein), von denen es die gibt, die aus der Masse heraus stechen, jedoch auch viel schlimmere als diesen Film. Sich gegenseitig wieder mehr wahrzunehmen, sein Zu Hause neu zu entdecken und nicht mehr zu nehmen, als man wirklich braucht sind dabei Sachen, die ich mir gedanklich mitgenommen habe.

„The Last House“ bekommt von mir 6/10 mit Köpfchen, Gefühl und Zusammenhalt das Überleben sichernde Empfehlungspunkte.

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Best Of Worst Case: Raptor Attack bzw. Raptor’s Revenge (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/11/raptor-attack-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/11/raptor-attack-2026-filmkritik/#respond Tue, 11 Aug 2026 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39110 Jevan (Jemma Hines) will mit ihrem Mann (Jacob Dalton) und ihren beiden (fast erwachsenen) Töchtern, die Großmutter besuchen. Die wohnt weit draußen am (Schott)Land und lebt sehr zurückgezogen. Jevan macht sich Sorgen, denn Mama reagiert auf keine Anrufe und keine … Weiterlesen →

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Jevan (Jemma Hines) will mit ihrem Mann (Jacob Dalton) und ihren beiden (fast erwachsenen) Töchtern, die Großmutter besuchen. Die wohnt weit draußen am (Schott)Land und lebt sehr zurückgezogen. Jevan macht sich Sorgen, denn Mama reagiert auf keine Anrufe und keine Nachrichten.

Als die Familie dann ankommt, finden sie Blutspuren vor dem Haus und in der Küche. Kurz darauf finden sie ihre Überreste. Stellt sich raus, dass hier ein scheinbar sehr wildes Tier sein Unwesen treibt.

Und dieses Tier ist nichts anderes als ein von Oma gezüchteter Raptor namens „Robert“, der ausgebrochen ist und sein Unwesen rund um die Farm treibt, wie nach und nach mehrere Personen feststellen werden müssen …

Nur zur Erinnerung, weil ich schon lange kein Review eines Trashfilms mehr geschrieben habe: Ich mag Trashfilme. Ich mag die dummen Entscheidungen der Figuren und die schlechten Effekte. Ich mag es, wenn Herzblut drinsteckt, aber einfach das Rundherum nicht reicht. Da verzeihe ich viel.

Und dann stolpere ich immer wieder über Filme wie diesen hier.

Hier passt wenig zusammen. Oder sehr viel. Das ist vermutlich eine Frage des Blickwinkels, denn: Das Budget war offensichtlich sehr gering. Im Grunde sind die Drehorte die Farm der Oma (und auch da nur vier Räume + Keller) und die Weiden, Wiesen und Wälder rund um diese Farm herum. Auch die Menge an Personen, die vorkommen ist sehr begrenzt und eingeschränkt.

Das ist aber nicht mein Problem. Es gibt viele Filme mit kleinem Cast, begrenzten Handlungsorten und trotzdem machen die Spaß. Mein Problem, oder anders gesagt, ProblemE (die Mehrzahl ist wichtig) mit dem Film laufen auf eine einfache, grundlegende Frage hinaus:

Wenn man schon Geld in die Hand nimmt, um einen Film zu machen – warum juckt es dann niemand, ob sich alle wie Vollidioten benehmen?

Ich meine, im Ernst jetzt? Ein paar Beispiele: Die Familie findet die Hälfte(!) der (Groß)Mutter. Offensichtlich von Tieren gefressen. Sie werden gewarnt, dass das Ding noch herumlaufen könnte in der Gegend. Blutspuren sind auch im(!) Haus. Was macht die Familie? „Naja, jetzt sind wir so weit gefahren. Dann bleiben wir doch auf Urlaub hier. Tralala.“ In dem Haus, in dem sie die Tote gefunden haben. Na dann.

Oder: Die Mutter sagt, dass sie am Morgen noch eine Runde spazieren gehen will im Wald. Die Töchter finden ein paar Minuten darauf erneut frisch er- und zerlegtes Fleisch direkt auf der Farm. Und sie entscheiden sich, der Mutter nichts zu sagen, weil sie das nervös werden lassen könnte. Logisch, nicht?

Oder: Sie sehen, wie drei Menschen vom Raptor eingeholt und gefressen werden. Schlussfolgerung: Der ist schnell. Was machen wir also? Richtig. Wir versuchen ihm zu Fuß zu entkommen. Ich meine, klar. Was auch sonst?

Die Regie bzw. der Schnitt bzw. das Schauspiel legen dann noch eins obendrauf. Müsste ich jetzt alles aufzählen, dann würde das hier ein Roman werden. Und der wäre sicher spannender als der Film, aber das nur am Rande.

Es wird versucht Spannung aufzubauen, indem zum Beispiel die Mutter ihrer Familie sagt, sie würde noch was besorgen – aber sie steckt sich ein großes Messer ein, weil sie den Raptor (da wissen sie schon, was es ist) aus Rache für den Tod ihrer Mutter abmurksen will. Die gute Jevan folgt also den Spuren des Sauriers und glaubt auch mehrfach, ihn gesehen zu haben. Die Familie macht sich Sorgen und geht sie suchen. Alle sind panisch, weil sie sich solche Sorgen machen. Dann finden sie Jevan. Alle(!) steigen aus dem Auto und laufen unglaublich weit (natürlich gemeinsam und unbewaffnet) zu ihr. Dann gibt es eine Umarmung, weil ja alle so froh sind, sich wiederzuhaben. Und vom Schnitt, der Mimik und der Regie her ist sofort alles gut. Bedrohung weg, weil – jetzt sind es ja vier Personen. Nämlich. Kann gar nix mehr schiefgehen.

Das Schauspiel ist – leider – grottig. Liegt es an der Kamera, die alle Personen sehr nachteilig einfängt, oder liegt es am Schauspiel selbst – ich kann es nicht sagen. Aber es tut wirklich fast körperlich weh, den Leuten zuzusehen. Vor allem Jemma Hines ist richtig schmerzhaft. Jacob Dalton hat zwei oder drei Momente, in denen hat er gutes Gespür für Comedy-Timing und Mimik. Aber ansonsten ebenfalls: Nein.

Auch toll: Es gibt ein Labor unter der Farm. Dort hat Mama/Oma die Saurier gezüchtet. Und die hatte eine Assistentin. Die kommt dann auch die Farm, weil sie sich auch Sorgen macht. Aber – großes Aber – sie kennt den Code zum Eingang für das Labor nicht. Mhm. Okay. Und aus dem Nichts fällt allen ein, dass Jevan ja immer so gern Rätsel gelöst hat und Mama/Oma das ja wusste, also ist der Code sicher ein Rätsel. Und natürlich hat sie es in zwei Atemzügen gelöst.

Also fassen wir zusammen: Schauspiel suboptimal. Inszenierung und Schnitt: Kann man nur mit viel gutem Willen so nennen. Schauspiel: wenig bis nicht vorhanden. Drehbuch? Ich weiß nicht, ob die sowas hatten. Und wenn ja, dann hat es niemand gelesen. Bei so viel Stumpfsinn hätte doch irgendjemand(!) sagen müssen: „Moment … WAS machen die? Seid ihr irre? Niemand würde das tun!“ Und das bei gefühlt jeder dritten oder vierten Szene.

Und das Schlimmste: Die nehmen das ernst! Das gleiche Drehbuch aber mit Humor inszeniert, der sich bewusst ist, was für Schwachsinn hier passiert. Das hätte großartig sein können. Ein bisschen Meta-Humor, zum Drüberstreuen. Zum Beispiel bei der oben erwähnten „Jevan suchen und finden“-Szene. Könnte alles genauso inszeniert sein und wenn dann alle sich umarmen und alles Spannung (von Musik, Schnitt und allem) weg ist, dann hätte man eins der Mädchen sagen lassen können: „Was für ein Glück, dass wir alle zusammen sind. So kann uns der Dino nichts anhaben.“ Dann hätte Jacob Dalton einen seiner coolen-witzigen Blicke aufsetzen können, einen Moment innehalten und sagen: „Moment.“ – kurze Pause, alle sehen ihn, die Rädchen in seinem Kopf rattern – „Lauft!“. Schnitt. Alle Vor der Tür beim Haus. Irgendjemand sagt: „Gut mitgedacht, Dad.“ Dad sagt: „Danke. Als mir klar wurde, dass der richtig scharfe …“ – ZACK. Dino schnappt ihn. Alle kreischen und laufen Weg. Schnitt. Im Haus. Tochter zu Mama: „Vielleicht hätten wir gleich ins Haus laufen sollen, anstatt draußen zu warten.“

Ihr wisst, was ich meine, oder?

Oh – und damit es gesagt ist: Die Effekte bzw. der Raptor sieht für so einen Film tatsächlich ziemlich gut aus. Kann man jetzt nicht von allen Effekten im Film behaupten. Aber der Raptor, ja, der funktioniert.

Jedenfalls tut der Film ein bisschen im Kopf und ganz viel im Herzen weh. Und selbstverständlich bemerken sie am Ende, dass Robert eine Roberta war. Und dann wird auf ein Ei geschnitten. Ooooooh, die Spannung! /sarcasmoff

„Rapter Attack“ bzw. „Raptor’s Revenge“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, leider nicht mal schlecht-lustig seiende, Punkte.

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