P7,5 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 04 Jul 2026 10:56:17 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/#respond Sat, 04 Jul 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39007 Vi ist auf der Suche nach Jinx, denn nach ihrem Attentat ist nichts wie es vorher war. Es gibt Überlebende, aber auch genug Tote. Ambessa nutzt die Stunde und versucht in Piltover mehr Macht zu erhalten. Caitlyn rekrutiert Vi zu … Weiterlesen

The post Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Vi ist auf der Suche nach Jinx, denn nach ihrem Attentat ist nichts wie es vorher war. Es gibt Überlebende, aber auch genug Tote. Ambessa nutzt die Stunde und versucht in Piltover mehr Macht zu erhalten. Caitlyn rekrutiert Vi zu den Enforcern. Währenddessen wird Jinx vermisst. In Zaun – der Stadt unter Piltover – wird sie währenddessen als Heldin verehrt – als Rebellin.

Und natürlich lebt sie noch – sie hat nur den Sinn in ihrem Tun verloren. Das ändert sich als sie Isha trifft. Ein Mädchen, das nicht spricht und das Jinx rettet. Ab da schließt diese sich ihr und ist wie eine kleine Schwester für sie.

Aber das ist nicht alles, denn Jayce rettet Viktor und dieser kommt unerwartet zurück ins Leben. Aber etwas ist passiert mit ihm – es ist mit dem Arcane verbunden. Und er kann Menschen heilen.

Aber das Arcane bereitet Probleme, denn irgendwie reagiert es anders als alle erwartet haben und scheint instabil zu werden. Scheinbar haben die Hexgates damit zu tun.

Caitlyns Mutter starb im Anschlag von Jinx – als macht sie sich in Zaun auf die Jagd nach ihr – und sie kennt keine Gnade.

Anders gesagt: (Fast) alles scheint vor die Hunde zu gehen …

Staffel 2 von „Arcane“ hat eine schwere Last zu tragen, weshalb ich mich sehr lange geweigert habe, sie anzusehen. Die Last ist die Bürde, welche eine quasi perfekte erste Staffel der folgenden Staffel auferlegt. Vor allem, wenn vorab bereits angekündigt wird, dass es die zweite und letzte Staffel wird. Außerdem hatte Staffel ein in meinen Augen ein perfektes Ende. Da anschließen zu wollen – puh. Ich hab’s nicht für möglich gehalten, dass Staffel 2 mit der ersten Staffel mithalten kann.

Und ich hatte recht.

Das bedeutet nicht, dass Staffel 2 schlecht ist, aber von der Genialität der ersten Staffel sind wir weit weg. Das Drehbuch bzw. die Drehbücher können einfach nicht mithalten – es passiert zu viel und das was passiert ist zu groß. Es geht um das Ende der Welt, um den Kampf von Piltover gegen Zaun, gegen das Vakuum, welches durch Jinx‘ Aktionen in der ersten Staffel entstanden ist, um Viktor, der die Zukunft in eine bestimmte Richtung führen will, um Jacye, der das aufhalten will, um Caitlyn, die ihre Mutter rächen und Jinx finden will, um Vi, die nicht nur ihre Schwester finden und stoppen will, sondern sich auch noch in Caitlyn verliebt und zwischenzeitlich mal ihr gebrochenes Herz im Suff ertränken muss, nur um dann auch wieder zu Jinx zu finden, dann noch Heimedinger, der an einem Gerät forscht, welches … das wäre ein Spoiler … und dann haben wir noch Ambessa, welche endgültig die Macht übernehmen will, dazu aber Caitlyn braucht – außerdem noch ihre Tochter Mel, die ein Geheimnis hütet und dieses selbst noch entdecken muss und …

Ihr seht, was ich meine. Die Staffel hat neun Folgen. Neun. Guckt euch mal die Handlungsstränge da oben an. Und das sind nicht mal alle. Ihr ahnt, was das bedeutet: Alles wird relativ rasch abgehandelt – vieles davon ziemlich cool vorbereitet und aufgebaut. Ich war am Anfang wirklich positiv überrascht, wie gut das alles zusammenhängt, von A nach B führt und sich organisch entwickelt. Aber dann tauchen die ersten Risse auf – Entscheidungen oder Szenen, bei denen man unweigerlich denkt „Was?“. Und dann kommt das Finale – und es herrscht Krieg (ich sag nicht wer gegen wen, keine Angst) und dieser Krieg … dauert nicht mal eine Folge und wird im Grunde auf eine Schlacht reduziert. Und danach wird über „den Krieg“ gesprochen als wäre er ein langjähriges Ereignis gewesen anstatt nur ein kleiner Blip am Radar … zumindest fühlt es sich so an.

Wie dem auch sei. Ich sag es mal so: Wenn die Schreiberlinge sich auf die zwischenmenschlichen Elemente konzentrieren, wenn wir der Entwicklung von Jinx und Vi folgen oder von mir aus sogar Caitlyn oder dem psychischen Verfall von Jayce – das funktioniert super. Da ist Gänsehaut. Mehr als nur einmal.

Problem: Durch die wenige Zeit und die viele Handlung wird relativ oft auf das große Ganze hin geschnitten und gewerkt. Das raubt manchen emotionalen Momenten leider genau das: Die Emotion, die ausgelöst werden soll. Vieles funktioniert noch, aber weit nicht mehr alles.

Aber es ist spannend genug und optisch ohnehin wieder eine absolute Augenweide. Also wirklich: Vom Design her und der Farbgebung, den gemischten Zeichenstilen, je nachdem was gezeigt wird – Wow. Alles erste Sahne. Auch die Needle-Drops bzw. genutzten Songs: Wirklich extrem gute Wahl. Das können die Macher:innen einfach. Hut ab!

Und dann kommt die letzte Folge, die leider ziemlich abbaut, wie ich finde. Gerade das Ende der Jinx-Storyline war mehr als enttäuschend, zumal diese ja in Staffel 1 das Herzstück ist. Hier spielt sie die zweite Geige. Und gerade ein Satz wie „You don’t get it, sis. I am wherever you are.“ Ächz. Das hätte funktionieren können – aber da hätten Vi und Jinx viel, viel, viiiiiiel mehr Zeit gemeinsam vor der Kamera (wenn ich das so nennen darf) verbringen müssen. Das mag vielleicht in der Zeitspanne, die abgedeckt wird eine logische und schöne Entwicklung sein – hier war es für mich einfach seltsam (und extrem kitschig, aber das nur am Rande).

Also – ist Staffel 2 sehenswert? Ja. Wenn ihr den Figuren Caitlyn, Jayce, Mel und Ambessa nicht grundsätzlich negativ gegenübersteht, dann solltet ihr auf jeden Fall reinschauen. Allerdings hat das nur Sinn, wenn ihr auch vorher Staffel 1 anseht. Quereinsteiger:innen werden absolut NICHTS von dem verstehen, was da bei wem wie wo abgeht. Unmöglich.

„Arcane – Legaue Of Legends: Finale zweite Staffel“ bekommt von mir 7,5 von 10, immer noch schön anzusehende und streckenweise spannend seienden Punkte.

The post Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/feed/ 0
The Boys – Staffel 4 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/#respond Tue, 02 Jun 2026 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38863 Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die … Weiterlesen

The post The Boys – Staffel 4 (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die Suche nach einem Weg, um ihn zu stoppen. The Deep und Black Noir halten Homelander immer noch die Stange.

Außerdem gesellt sich Firecracker zum Team – eine Ultra-Patriotin, die mit Starlight eine eigene Rechnung zu begleichen hat. Und Firecracker ist einerseits absolut loyal Homelander gegenüber und andererseits eine Social-Media-Expertin. Sie weiß, wie man die Massen medial manipuliert.

Währenddessen passieren mehrere Dinge, unter anderem hat Hughies Vater einen Herzinfarkt und im Zuge dessen lernt Hughie seine Mutter kennen. Auch kein leichtes Verhältnis. Und Butcher, nun Butcher droht an den Nachwirkungen seiner Dosis V zu sterben. Außerdem wird noch um Ryan – Homelanders Sohn – gekämpft, denn dieser kann die Rettung sein oder die endgültige Vernichtung der Welt … wenn es da nicht noch die Option auf ein Virus gäbe, welches scheinbar alle Menschen mit Superkräften töten würde … nur, wo ist es, wer hat es, wer weiß davon und wer holt es sich zuerst um dann was damit zu machen? Es freizusetzen oder es zu vernichten?

Langweilig wird es nicht bei den „Boys“, dass kann man so sagen. Aber mittlerweile sind wir ja eh wegen der Figuren hier und nicht wegen der – das kann man so sagen – doch hin und wieder mit Plot-Holes gesegneten Geschichte(n). Auch wenn Staffel 4 hier noch relativ gut daherkommt. Grundsätzlich macht die Sache nach wie vor Spaß und man sieht allen gern zu – manche Teile waren sogar wirklich berührend, wie zum Beispiel der Teil mit Hughies Vater (ein grandioser Simon Pegg).

Auch die Teile mit Firecracker und wie sie tatsächlich Starlight zerlegt sind großartig geworden – man hat tatsächlich das Gefühl, dass hier eine Sache abgeht bei der „The Boys“ nicht gewinnen können. Was soll man schon tun gegen eine solche Geldmaschine mit Superkräften und vor allem – Mediengewalt. Dieses Thema wird hier super zelebriert und ich denke, dass wirklich jede:r versteht, was hier passiert und wie die Mechanismen funktionieren. Fand ich großartig.

Das Bittere an der Sache ist halt, dass die Realität die Serie längst eingeholt hat. Man nehme nur den Anschluss an Staffel 3 – wie Homelanders öffentlicher Mord verteidigt wird. Da wird der Becherwerfer als Radikaler und Bösewicht hingestellt und im Rampenlicht in gekauften Shows komplett zerlegt. Folgerichtig wird Homelander natürlich freigesprochen. Hätte vor nicht allzu vielen Jahren vielleicht noch als Satire funktioniert, mittlerweile sehen wir das alles halt täglich 1:1 in den USA. Ich denke alle wissen, wovon ich rede.

Ein wenig schräg fand ich, dass Homelander sich Hilfe holt von „Sister Sage“, die intelligenteste Frau der Welt, die mit ihm einen Plan aushecken soll, wie er an die absolute Macht kommt. Und sie macht mit, weil sie die Herausforderung liebt (eigentlich plant sie das Ende der Welt – denn ihr größter Traum ist absolute Einsamkeit, weil sie dann die Dummheit, die sie umgibt nicht mehr aushalten muss). Die Figur war gut und schlecht gleichzeitig. Richtig warm wurde ich mit ihr bis zum Ende nicht – das ist halt das Problem, wenn man jemand in eine Serie packt, die „intelligenter als alle anderen ist“. Die kann halt per Definition nicht schlauer sein als jene, die die Serie schreiben … aber das nur am Rande.

Weniger gefallen hat mir eine Storyline zwischen Hughie und Starlight, denn diese wird gefangen und an ihre Stelle kommt eine Gestaltwandlerin, die sich mächtig an Hughie ranmacht und das führt dann – natürlich – zu Komplikationen, denn er braucht halt doch ein bisschen lang bis er merkt, dass das nicht seine Annie ist. Und die ist dann mächtig sauer. Zumindest eine Weile.

Herz der Staffel sind aber für mich nach wie vor Frenchie und Kimiko. Die beiden sind einfach ein Hammer und Kimikos Superkräfte werden hier auch mehrmals gut genutzt. Vor allem finde ich aber immer noch die Diskrepanz zwischen Kimikos kindlicher Mimik (grandios gespielt) und ihren absout beinharten, brutalen Attacken richtig toll und mitreissend. Man glaubt ihr einfach wirklich beides. Hut ab.

Aber auch hier gibt es einen Wehrmutstropfen, denn Frenchie nähert sich einem Mann aus Starlights Opposition an, hat dann eine Affäre mit ihm laufen und wie sich herausstellt war es Fenchie, der „damals“ dessen Eltern gekillt hat. Das war … ein wenig sehr konstruiert und außerdem finde ich auch, dass es einfach nicht so richtig gepasst hat. Ich habe kein Problem mit homosexuellen Beziehungen, aber wie das lief und endete war einfach nicht gut geschrieben und wie bereits erwähnt: Die Storyline fand ich unnötig. War nicht schlimm, hat die Serie aber in meinen Augen unnötig ausgebremst.

Zwischendrin gibt es dann mal eine Folge, die zwar handlungstechnisch wichtig ist, bei der ich mir aber bis jetzt nicht sicher bin, ob ich sie toll irre oder einfach nur dumm fand. Ich bin mir noch immer nicht sicher. Ich sag nur: Fleischfressende, mutierte, fliegende Superschafe. Also Shaun das Schaf auf Drogen quasi. Ich bleibe dabei: Genial oder strunzdumm. Die Jury berät noch.

Und ja, dann kommt das Finale und wie es sich gehört muss vor der letzten Staffel nochmals alles gehörig eskalieren und zwar natürlich in einem Moment, der eigentlich Hoffnung hätte geben sollen, Vertrauen schaffen und vielleicht sogar Homelanders Ende einläuten können. Aber tja, das wäre halt dann fast ein Happy-Zwischenende vor der finalen Staffel – das darf dann doch nicht sein. Die Konsequenzen aus diesem Moment sind heftig und mannigfaltig – und das Ende ist ein gemeiner Cliffhanger. Aber ja, es macht Laune auf mehr und man will wissen, wie es weitergeht.

Oh – und Butcher hat eine vielleicht ein wenig abgedroschene Storyline, denn sein Kontakt mit V hat seinem ohnehin schon grenzwertigen morlischen und psychischen Verfall beschleunigt – er sieht jetzt zum Beispiel Becca und tauscht sich mit ihr aus … und ja, auch das hat Konsequenzen.

Und für’s Protokoll: Firecracker – love to hate you 🙂

Zusammengefasst kann ich für mich festhalten, dass das hohe Niveau in Summe nicht gehalten werden kann, es aber immer noch genug zum Feiern gibt – die Anspielungen auf die aktuelle Politik sind heftig und tun fast phsyisch weh. Die Nachzeichnung von Missinformation und der Propagandamaschine im Jahr 2025ff trifft es perfekt und viele Figuren liebt man zu hassen. Es tun sich auch teilweise unerwartete Allianzen auf und alles in allem: Ja, doch. Das war gut. Das hat gepasst. Ob es noch Satire ist, nun, darüber lässt sich streiten. Aber was können denn die Macher:innen dafür, wenn sie Realität sie rechts überholt?

Über das Casting brauche ich eh kein Wort verlieren, denn das ist einfach top. Anthony Starr, Karl Urban und auch alle anderen – ja, das passt. Das passt perfekt.

„The Boys – Staffel 4“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, das Finale einläutende, Punkte.

The post The Boys – Staffel 4 (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/feed/ 0
Normal (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/#respond Sat, 30 May 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38841 Die kleine Stadt Normal in Minnesota hat mit Ulysses (Bob Odenkirk) gerade einen Übergangs-Sheriff erhalten. Dieser hat seine eigenen, privaten Probleme und hält sich deswegen abgesehen von seiner Arbeit, aus den Angelegenheiten der Stadt so weit es geht heraus. Als … Weiterlesen

The post Normal (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Die kleine Stadt Normal in Minnesota hat mit Ulysses (Bob Odenkirk) gerade einen Übergangs-Sheriff erhalten. Dieser hat seine eigenen, privaten Probleme und hält sich deswegen abgesehen von seiner Arbeit, aus den Angelegenheiten der Stadt so weit es geht heraus.

Als jedoch Keith (Brendan Fletcher) und seine Partnerin die örtliche Bank überfallen und Ulysses das Gebäude betreten will um zu verhandeln, eröffnen seine Deputys plötzlich das Feuer auf ihn und die Menschen innerhalb der Bank…

Nicht nur von den ersten beiden Buchstaben des Titels, hat der neue Film von Regisseur Ben Wheatley (Meg 2) Ähnlichkeiten mit einem gewissen anderen Franchise. Für Nobody (und dessen Fortsetzung) mit Hauptdarsteller Bob Odenkirk hat Derek Kolstad das Drehbuch verfasst und für Normal haben die beiden Herren nun gemeinsam die Geschichte geschrieben.

Mit kleinen Veränderungen könnte man die Sache dann auch durchaus als dritten Nobody-Teil sehen, doch es entsteht hier neben Ähnlichkeiten, eben doch eine eigene Dynamik. Der Charme einer Kleinstadt trifft auf die Yakuza, während sich trockener, situationsbedingter Humor mit explosiv, blutiger Action abwechselt.

Odenkirk legt seine Figur des Ulysses als beobachtenden Mann an, der nach einem persönlichen Drama sich selbst wieder finden muss. Die Suche spiegelt sich beruflich in wechselnden Aushilfssheriff-Jobs wieder und seiner Art, wie er seine Arbeit macht, z.b. „Park Better“ auf einen Strafzettel einer Falschparkerin zu schreiben, statt eine echte Strafe zu verhängen.

Normal ist natürlich alles andere als normal und Ulysses steckt schon bald mittendrin, statt sich brav raushalten zu können. Wie sich wohl jeder denken kann, liegt genau darin die Ironie. Wie zuletzt etwa bei Ballerina hat er bald die gesamte Stadt zum ihn Töten wollenden Feind und das sind laut aussagen des Bürgermeisters 1890 Menschen (nicht das auch nur ansatzweise so viele Menschen zu sehen sind, aber dennoch).

Wenn dann der Briefträger, der Arzt oder die alte Lady vom Wollgeschäft anfangen ihre Waffen zu zücken, hat man die Figuren mit ihren schrulligen Eigenheiten auf beiden Seiten, schon längst lieb gewonnen, weswegen das Geschehen dann auch weit weniger kalt lässt, wie man auf Grund des lakonischen Grundtones vermuten hätte können.

Neben dem sich selbst suchenden Ulysses kämpfen auch zwei liebenswert überforderte Bankräuber plus ihr Hund um ihr leben. Dann wäre da noch der kurze Anfall einer „modern agenda“ in Form der „Tochter“ des früheren Sheriffs, doch wenn das schon einbaut, dann bitte so wie hier. Einfach Kind statt Tochter zu ihr sagen, dann wird ihre nicht binäre Einstellung nicht mehr weiter thematisiert.

Gezielter Humor, genug erschossene, erstochene und explodierende Körper um eine Turnhalle zu füllen und Figuren, die man entweder gerne verlieren sieht, oder ihnen zujubeln will. Das alles wird durch genug Story etabliert, durch die Performances verbunden und durch die knackige Action voran getrieben. Auf Grund der Beteiligten vor und hinter der Kamera, funktioniert dieser Mix hier wieder für Odenkirk typisch mal richtig gut.

„Normal“ bekommt von mir 7,5/10 die friedliche Atmosphäre einer Kleinstadt, in ewigen Frieden umwandelnde Empfehlungspunkte.

The post Normal (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/feed/ 0
Ready or Not 2: Here I Come (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/21/ready-or-not-2-here-i-come-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/21/ready-or-not-2-here-i-come-filmkritik/#respond Thu, 21 May 2026 05:00:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38775 Grace MacCaullay (Samara Weaving) hat es geschafft, sie hat die Nacht überlebt, was dafür wiederum ihren Jägern – der Familie ihres frisch angetrauten Mannes und ihm selbst – das Leben gekostet hat. Im Spital wird sie von ihrer Schwester Faith … Weiterlesen

The post Ready or Not 2: Here I Come (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Grace MacCaullay (Samara Weaving) hat es geschafft, sie hat die Nacht überlebt, was dafür wiederum ihren Jägern – der Familie ihres frisch angetrauten Mannes und ihm selbst – das Leben gekostet hat. Im Spital wird sie von ihrer Schwester Faith (Kathryn Newton) besucht, mit der sie sich vor Jahren zerstritten hat.

Das soll aber nicht die einzige Überraschung bleiben, denn neben einem Cop, der sie wegen Mord anklagen will, sind scheinbar weiterhin Menschen hinter ihr her. Als die beiden Schwestern betäubt werden und gefesselt wieder erwachen, erklärt ihnen der Anwalt (Elijah Wood), dass durch ihren Sieg ein neues Spiel gestartet wurde…

Man könnte es durchaus als das Finale der Trilogie der explodierenden Körper bezeichnen. Wie ich auf drei Filme bei zwei Teilen komme? Ganz einfach, wenn man neben dem ersten Ready or Not aus dem Jahr 2019 auch Abigail von 2024 hinzu nimmt, bei dem Matt Bettinell-Olpin und Tyler Gillett ebenfalls die Regie über hatten, ist diese Sichtweise ganz einfach.

Nein, so haben die Filme nichts miteinander zu tun, außer dass in der Fortsetzung nun Scream Queen Samara Weaving (Borderline), auf Scream Princess Kathryn Newton (Freaky) trifft, die auch in Abigail mit dabei war (ihr dortiger Co-Star Kevin Durand hat in hier übrigens auch einen Cameo-Auftritt).

Der Film beginnt dabei wirklich exakt nach dem Ende des Erstlings und bietet in Summe auch genau das, was man von zweiten Teilen erwartet, eben das selbe plus irgendwie mehr davon. Das bekommt man auch, jedoch hat sich der Schwerpunkt was das Genre betrifft, hier etwas verschoben.

Das ist jetzt natürlich bezogen auf Menschen, die Horror-Fans sind und bei denen explodierende Körper, längst zum Alltag gehören. Dies ist eine Buddy-Komödie, die auf blutige Situationskomik gemixt mit bissigen Dialogen zwischen den beiden Schwestern setzt und der Horror sich rein auf die Menschenjagd-Ebene bezieht.

So etwas wie Suspense ist dabei unnötig und Angst um die beiden Damen hat man auch nicht, ist doch klar, dass die nicht sterben werden (und nicht falsch verstehen, das will man auch nicht). Dabei finde ich zwar die beiden Charaktere witzig, doch vor allem hatte ich hier Spaß an der Kombination Weaving/Newton als Darsteller, als an ihren Figuren.

Ihre Gegner sind entweder dämlich oder abstossend (oder beides) aber Elijah Wood (Come to Daddy) als „Anwalt des Teufels“ macht mit seiner bedrohlichen Ruhe und Niemanden bevorzugenden Art und Weise – haltet euch brav an die Regeln! – alles richtig und bleibt so positiv im Gedächtnis.

Die Jagd durch Wälder und alte Gebäude gipfelt dann gewohnt in einer Flut von sehr befriedigenden Blutfontänen und der Gewissheit, dass hier alle Beteiligten sehr offensichtlich eine Menge Spaß hatten. Und ja, die überträgt sich auch auf den Zuschauer. Auf Grund des humorigen Untertons und des „Final Girls-Sicherheitsnetzes“, spürt man die high stakes in Summe dabei nicht wirklich.

Teil 1 hat sich frischer angefühlt und er war spannender, dafür macht Teil 2 mehr Spaß und die Riege an tollen Darstellern ist noch größer. Mit dem ähnlich angelegten und gerade erschienenen They Will Kill You, kann die Fortsetzung weder auf den Irrsinn noch auf die Choreographie bezogen, ebenso nicht mithalten. Perfekt funktioniert der Film aber als Double Feature mit dem Erstling, denn hier geht die Party dann erst richtig los.

„Ready or Not 2“ bekommt von mir 7,5/10 dem Schwestern Tag-Team vs den reichen Satanisten permanent zujubelnde Empfehlungspunkte.

The post Ready or Not 2: Here I Come (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/05/21/ready-or-not-2-here-i-come-filmkritik/feed/ 0
Dolly (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/#respond Thu, 07 May 2026 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38705 Macy (Fabianne Therese) ist extrem glücklich in ihrer Beziehung mit Chase (Seann William Scott). Als er einen Ausflug in die Wälder plant, in denen er Teile seiner Kindheit verbracht hat, ist sie sich sicher, dass er sie fragen wird, ob … Weiterlesen

The post Dolly (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Macy (Fabianne Therese) ist extrem glücklich in ihrer Beziehung mit Chase (Seann William Scott). Als er einen Ausflug in die Wälder plant, in denen er Teile seiner Kindheit verbracht hat, ist sie sich sicher, dass er sie fragen wird, ob sie ihn heiraten will.

Da er aber eine Tochter hat, die Macy zwar sehr gerne hat, sie aber selbst nie Mutter werden wollte, hat sie gemischte Gefühle, was seinen kommenden Antrag betrifft. Als Chase auf ihrem Trip seltsame Geräusche hört, will er nach dem Rechten sehen und kommt nicht mehr zurück…

Hiermit hat Regisseur Rod Blackhurst (Blood for Dust) seinen eigenen Kurzfilm „Babygirl“ aus dem Jahr 2022, zu einem Spielfilm gemacht, also seine vier minütige Idee auf 75 Minuten erweitert. Was den Film herausstechen lässt, ist dass er auf 16 MM gefilmt wurde und so in Summe wie ein Slasher aus den 70er Jahren wirkt, obwohl er in der Jetztzeit spielt.

Ein wenig wie zuletzt bei Primate, kommt dem Film dabei die kürzere Laufzeit entgegen. Ein durchaus willkommener Trend, denn all die aufgeblasen langen Filme, nur damit man möglichst lange mit dem Streaming Dienst seiner Wahl beschäftigt ist, gibt es wirklich genug. Dolly ist dabei viele Dinge und erreicht damit zwei Sachen: das Erlebnis lässt dich nicht kalt und du durchlebst unterschiedlichste Emotionen.

Eine Affinität für Horror und besonders natürlich Retro-Backwood-Slasher zu haben, ist dabei natürlich ein riesiger Bonus. Was Dolly als Figur bringt, ist diese extreme Unberechenbarkeit. Da sie selbst immer wieder mit ihrem Geisteszustand hadert, ist der Übergang von „sie will dich erwürgen“ zu „sie will dich in den Arm nehmen“ fließend. Neben ihrer Kleidung und der Puppenmaske, ist dabei vor allem ihre Größe richtig einschüchternd.

Max the Impaler heißt die Wrestlerin im Kostüm und wow, wenn dir die eine gibt, dann stehst du so schnell nicht mehr auf. Was Dolly grundsätzlich mit Menschen macht, denen sie begegnet, ist sie brutal aus dem Leben scheiden zu lassen. Das könnte aber vielleicht sogar das nettere Schicksal sein, wenn man auf sie trifft, denn hat sie dich als ihr Kind/Baby auserkoren, dann fängt der „Spaß“ erst richtig an.

Was sie mit Hauptfigur Macy macht, das ist unbequem, ekelig, schräg und lächerlich. Gerade auch deswegen, weil es in einem anderen Umfeld bei einer richtigen Mutter und ihrem Baby, völlig normal wäre. Blackhurst weiß dabei sehr genau was die Kamera nicht zeigen muss und man dennoch genau spürt, was die Aktionen mit Macy machen. Sie wird ja von Fabianne Therese gespielt und die habe doch echt seit John Dies at the End aus dem Jahr 2013, in keinem Film mehr gesehen.

Ihre „All In“ Performance kann man förmlich körperlich spüren und ich denke nach Ende der Dreharbeiten, wird sie eine kurze 24 Stunden Schlafsession eingelegt haben. Ihren Freund spielt Seann William Scott (The Wrath of Becky) und seine dummen Entscheidungen und sein mangelnder Kampfgeist, das kann man durchaus als billige Klischee-Ideen des Drehbuchs bezeichnen, um die Handlung voran zu treiben (auch wenn ein kleiner Twist dabei ist).

Die spezielle gewählte Optik, das Erscheinungsbild und Gehabe von Dolly und das Spiel von Fabianne sorgen als Ganzes aber für ein wirklich atmosphärisches Erlebnis, dem man sogar leichte Texas Chainsaw Massacre Schwingungen unterstellen kann. Dass die blutigen Szenen auf eine zügige Over the Top Weise gefilmt wurden, ist ebenso eine feine Sache (ich mag Torture Porn einfach nicht). Klein, gemein und alles andere als rein, so ist das schon fein und nun schlaf schön mein Babylein.

„Dolly“ bekommt von mir 7,5/10 das Baby in dir erweckende, um überleben könnende Empfehlungspunkte.

The post Dolly (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/feed/ 0
Sinners (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/#respond Tue, 21 Apr 2026 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38721 Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. … Weiterlesen

The post Sinners (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. Sie mieten einen alten, großen Stall und rekrutieren alte Bekannte und Liebschaften, um die Bude zum Laufen zu bringen. Mit dabei haben sie auch Jedidiah (Saul Williams), denn er spielt super Gitarre und singt großartig. Alles läuft gut.

Nur – nicht allzu weit entfernt flieht ein irischer, verletzter Mann vor Indianer und versteckt sich im Haus von freundlichen Farmern. Als jedoch die Nacht hereinbricht, stellt sich rasch heraus, dass das ein Fehler war. Die Indianer haben sie gewarnt: Der Kerl ist gefährlich und ein Monster. Und die meinten das wortwörtlich: Der Flüchtling ist nämlich ein Vampir.

Und als der Typ (mit seinen neuen zwei Jüngern) die Musik von Stall hört, da will er mitmachen. Primär, weil er seine Mann- und Frauschaft vergrößern möchte. Aber Smoke lässt ihn nicht rein. Was kein Problem ist, denn er kann warten – irgendwann muss ja schließlich jemand rauskommen …

„Sinners“ hat ja einen nicht gerade unbekannten Rekord aufgestellt: Es ist der für die meisten Oscars nominierte Film überhaupt. Mehr als „Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ oder „Titanic“ oder „Citizen Kane“. Und gleich vorweg: Nein. Das ist meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt. Meiner Ansicht nach haben die Oscars damit vollständig bewiesen, dass sie Oscars ein Politikum sind. Nicht, dass wir das nicht schon wussten, aber das war für mich der letzte Beweis.

Das klingt jetzt als würde ich „Sinners“ nicht gut finden – aber das stimmt nicht. Der Film ist gut, sogar richtig gut. Vor allem die erste Stunde als die Figuren eingeführt werden und Smoke und Stack ihre alten Bekannten besuchen. Da gibt es eine großartige Szene, welche das „Aufpassen auf mein Auto“ betrifft und die Reaktion auf eine leichte … Ehrverletzung. Super Szenen. Großartig. Erinnert ein wenig an „Der Pate“ in seiner Konsequenz und macht neugierig, was hier noch so alles passieren wird.

Die erste Stunde, wie gesagt: Ganz großes Kino mit super Performances und grandioser, richtig guter Blues-Musik. Hammer.

Dann taucht der Vampir auf – und sein Auftauchen ist auch noch cool. Auch das erste Aufeinandertreffen ist ziemlich cool. Aber je länger der Film dauert, desto mehr verliert er. Die Vorgänge im Stall sind absolut vorhersehbar und man weiß eigentlich wirklich schon, was alles passieren wird. Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler sich heftig in den Mythos der Vampire hineinlehnt, der besagt, dass diese erst ins Haus gebeten werden müssen, bevor sie es betreten können. Da gibt es ein paar wirklich coole Momente, die voller Spannung sind und Dialoge, die es in sich haben. Da ist der Film richtig gut.

Aber das bleibt halt nicht so und die Action, die dazwischen immer wieder vorkommt ist leider halbwegs banal und der finale Kampf ist irgendwie antiklimatisch. Auch der Effekt als sich eines der Monster auflöst – ihr werdet wissen, was ich meine – sieht ziemlich mies aus. Und dann ist der Film noch nicht mal aus. Für einen Film, der nicht der Abschluss einer Trilogie ist oder das Ende eines Franchise, hat er ziemlich viele Enden. Nämlich drei. Bzw. vier. Kommt darauf an, was man jetzt alles rechnet.

Es gibt dann nach den Vampiren noch eine Gruppe von Gegnern, die völlig unnötig sind und an den Film drangepappt wirkt – ein wenig „persönliches Wishful Thinking“ von Seiten Regie, wenn ich das so nennen darf. War völlig unnötig. Diesen Storystrang hätte man absolut weit besser in den Film einbauen und auflösen können. ABer egal, es ist, was es ist. Und dann gibt es noch eine Szene – „Post Credits“ würde man wohl sagen oder „Mid Credits“. Egal. Jedenfalls war auch diese aus meiner Sicht völlig unnötig und man bekommt nochmals erklärt, was passiert ist. Mhm. Als hätte man das nicht ohnehin kapiert.

Aber gut. Soll sein. Ich gönne es Ryan Coogler nach seinem absoluten Fehlschlag namens „Wakanda Forever“ einen Erfolg zu haben. Und wie bereits gesagt: Der Film ist gut. Die erste Hälfte ist sogar richtig, richtig gut. Die zweite hat auch ihre Momente. Und ja, bei der Story denkt man unweigerlich an „From Dusk Til Dawn„, aber „Sinners“ fühlt sich völlig anders an. Die Story mag insofern ähnlich sein, als dass das Genre in der Halbzeit kippt, aber Coogler spielt die gesamte Sache bierernst und düster ab. Also weit weg vom genialen Anarcho-Chaos eines „From Dusk Til Dawn“. Deshalb kann man meiner Ansicht nach die Filme nicht einmal vergleichen.

Wie dem auch sei: Ich kann den Film auf jeden Fall allen empfehlen, die Blues-Musik mögen, kein Problem mit einem Genre-Shift in der Mitte haben und die Roadmovies genauso mögen wie Vampirfilme. Optisch gibt sich der Film keine Blöße und auch die Schauspieler:innen sind perfekt gecastet. Michael B. Jordan spielt seine Doppelrolle absolut toll und auch alle anderen sind super gelaunt und voll bei der Sache.

Alles in allem: Für mich ein absolut gelungener, guter Film, der mir zeigt, dass Coogler es doch kann, wenn er will und wenn man ihn lässt.

„Sinners“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, ein blueslastiges Roadmovie-Western-Stück zum Vampirfilm umfunktionierende, Punkte.

The post Sinners (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/feed/ 0
Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/#respond Tue, 24 Mar 2026 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38631 Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann … Weiterlesen

The post Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann das nämlich auch und sie nutzt ihre Fähigkeiten, um verlorene Menschen zu finden. Denn eine weitere Fähigkeit ist es, durch Gegenstände, welche Menschen gehört haben, zu sehen, was diese gemacht haben und wohin sie verschwunden sind.

Ren ist ein Freund von Hisoka und auch immer wieder mal ein Auftraggeber. Gemeinsam mit seiner Assistentin Rui forscht er nämlich über Rituale – vor allem bezogen auf den Berg Hikami. Ein Berg um den sich Legenden ranken – denn viele Menschen verschwinden dort und es gibt auch einen Wald in der Nähe, den viele scheinbar nutzen, um dort zu verschwinden oder sich das Leben zu nehmen.

Eine von denen, die auf dem Berg verschwunden sind, ist Miu. Diese sucht ihre Mutter, die auf dem Berg verschwunden ist und wird nun selbst vermisst.

Yuri und Ren haben außerdem ein Gerät, welches von einem Dr. Aso entwickelt wurde und das nennt sich „Camera Obscura“. Damit kann man Geister fotografieren und „vertreiben“. Dieses Gerät wird auch dringend wichtig, denn auf dem Berg befinden sich viele Geister. Und wie es aussieht werden dort auch regelmäßig Rituale abgehalten, welche dazu dienen die Priesterinnen des schwarzen Wassers dazu zu befähigen, das „schwarze Wasser“ daran zu hindern überzulaufen. Denn würde es überlaufen, dann wäre die Geisterwelt mit der realen Welt verbunden und großes Unheil würde drohen …

„Project Zero: Maiden Of Black Water“ oder wie es eigentlich heißt „Fatal Frame“ ist der fünfte Teil der Reihe. Deshalb dient es vielleicht nur bedingt als Einstieg in die Reihe, aber mir war nicht klar, dass es sich um einen fünften Teil handelt und noch dazu Figuren vorkommen, die aus frühreren Teilen bekannt sind. Das Ding hat auch keinen guten Ruf unter den Fans, denn ein paar Entscheidungen bzgl. der Charakterentwicklungen fanden keinen Gefallen im Publikum.

Das alles wusste ich nicht und jetzt, wo ich es weiß, ist es mir immer noch egal, denn für die Handlung von „Maiden Of Black Water“ spielt das Vorwissen eigentlich keine große Rolle. Ja, vermutlich gibt es in paar Szenen, die emotional anders sitzen, wenn man die Figuren kennt – aber für mich hat die Geschichte per se auch funktioniert.

Wie spielt sich das Teil jetzt und wie funktioniert das alles. Zuerst – das Spiel ist in mehrere Kapitel eingeteilt und man spielt auch im Laufe der Handlung drei Charaktere. Nämlich Yuri, Ren und Miu. Das bedeutet aber auch, dass man im Regelfall immer wieder in den gleichen Gebieten unterwegs ist, die sich auch nicht per se groß verändern. Das kann man mögen, kann einem egal sein, kann aber auch nerven. Mich hat es nicht gestört, da ich relativ rasch von der Geschichte abgeholt wurde und das ständige Aufsuchen der Orte ist ein wichtiger Teil dieser Handlung.

Denn der Berg „erwacht“ bzw. ist das „schwarze Wasser“ wirklich übergelaufen (oder kurz davor) und deshalb zieht es Menschen, die labil sind, immer wieder zum Berg und zu bestimmten Schreinen dort. Das hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Die Atmosphäre der Orte ist dabei meist zum Schneiden dick und man rechnet immer damit, dass irgendwo Geister auftauchen. Ein paar davon harmlos – von denen kann man Fotos machen und bekommt dafür Erfahrungspunkte. Oder es sind bösartige Geister und man muss sie mit der „Camera Obscura“ abwehren.

Das ist dann das Kampfsystem und das klappt nach anfänglicher Eingewöhnung erstaunlich gut. Wenn ein Geist nah genug ist, dann knippst man ein Foto und der Geist verliert einen Teil von sich, der um ihn herumschwebt und sich nach einer gewissen Zeit wieder mit ihm oder ihr verbindet. Wenn sich fünf Teile um den Geist herum bewegen, dann sollte man alle fünf gemeinsam mit dem Geist in den Fokus der Kamera rücken und ein Foto machen, denn das stiehlt diese Teile und schwächt den Geist. Oft genug gemacht und er oder sie verschwindet.

Klingt einfach – braucht aber Übung. Denn die Geister stehen ja nicht still. Sie verschwinden, tauchen aus einer anderen Richtung wieder auf und das bedeutet aus der Ego-Perspektive, in welche das Spiel bei Alktivierung der „Camera Obscura“ umschaltet, viel herumgedrehe. Immerhin gibt es einen Anzeiger, der die Richtung andeutet, aus welcher der Geister bzw. die Geister als auftauchen. Wie gesagt: Nach ein wenig Übung klappt das ganz gut und ist auch spannend, da es noch ein weiteres Element gibt. Nämlich die namensgebende „Fatal Frame“. Sollte ein Geist euch angreifen und ihr macht just in dem Moment, kurz bevor er euch erreicht, ein Foto, dann schwächt ihn das mehr und vor allem kann man dann gleich mehrere Fotos machen ohne neuen Film einzulegen.

Apropos Film: Es gibt ein paar Varianten davon und je nachdem welchen man einlegt in die Kamera, so dauert es länger ein neues Bild machen zu können oder es schwächt die Geister mehr. Außerdem gibt es verschiedene Objektive bzw. Linsen, die man verwenden kann, sodass man zum Beispiel mehr Erfahrugnspunkte bekommt oder ein bisschen Heilung bekommt und so weiter.

Wie gesagt: Im Grunde simpel und in weiten, offenen Flächen auch nicht besonders schwer. Kompliziert wird es nur in engen Räumen oder Gängen und da wird es dann fummelig. Deshalb hatte ich mir rasch angewohnt immer zu schauen, wohin kann ich notfalls zurückweichen, um mehr Raum zum bewegen zu haben. Das Spiel erlaubt das zwar nicht immer, aber es war trotzdem immer machbar, die „Kämpfe“ zu gewinnen.

Die Gegnervielfalt ist halt eher begrenzt, aber das hat mich nicht groß gestört.

Die Grafik ist weit entfernt von aktuellen Grafikkrachern und ist auch von der Farbgebung her eher düster und dunkel. Das muss man mögen und/oder aushalten. Zumal es für die Atmosphäre wichtig ist, nicht zu viel Licht zu haben. Und diese Atmosphäre ist eigentlich der wichtigste Teil des Spiels, denn die ist grandios gelungen. Das liegt auch aum wirklich gut gemachte Sound-Design, dass allein durch die Geräuschkulisse oftmals schon Gänsehaut erzeugt. Dazu kommt, dass die Bewegungen der Figuren immer wieder verlangsamt sind – zum Beispiel wenn sie durch Wasser waten – oder wenn sie vorsichtig Gegenstände aufheben. Vorsichtig deshalb, weil es sein kann, dass aus dem Nichts eine Geisterhand hervorschießt und die Protagonist:innen ins Jenseits ziehen will. Auch die Türen werden immer mit Vorsicht und langsam geöffnet. Alles spannend. Einzige Ausnahme: Selbst wenn die Spielfigur vor etwas flieht öffnet sie die Türen genauso langsam wie sonst auch. Das bricht ein wenig die Immersion und die Bedrohung, aber auch da gewöhnt man sich dran.

Die Geschichte selbst ist im Kern gut und wird auch gut erzählt. Für mich waren keine Fragen offen am Ende. Das liegt auch daran, dass jede Figur Notizen und/oder Bücher findet, welche Aufschluss über diverse Dinge, wie die Rituale am Berg, deren Bedeutung und ähnliche Dinge liefern. So fügt sich rasch alles zusammen und gegen Ende ist eigentlich bei allen Figuren klar, warum sie was wie wo und warum machen (wollen).

Weil gerade bei Enden sind: Es gibt für die weiblichen Figuren jeweils zwei mögliche Enden und für den Herren in der Runde sogar mehr. Das entscheidt man im Grund im letzten Kapitel. Man kann also also Enden freispielen, indem man drei Mal das letzte Kapitel spielt. Warum drei Mail? Weil man ja pro Figur pro Durchgang ein Ende wählen kann. Also kann man in zwei Runden je drei verschiedene Enden sehen. Und für Ren muss man haltnochmals nachlegen. Da das letzte Kapitel hauptsächlich aus Kämpfen besteht ist das zwar nicht optimal, aber auch innerhalb von rund 30 Minunten pro Durchgang erledigt. Kleiner Spoiler: Es gibt wirklich heftige Enden.

Dazu auch noch eine weitere Info: Man sieht während dem Spiel immer wieder Zwischensequenzen oder wenn man Geister, die man gerade besiegt hat, noch rasch anfasst – dann sieht man Erinnerungen an ihre letzten Momente oder wichtige Momente aus ihrem Dasein – die sind gut gemacht und im Stiel von alten, verrauschten Videoaufnahmen. Trotz der „schlechten Filmqualität“ sind da durch heftigste Sachen dabei. Da schneidet sich jemand selbst die Kehle durch, springt von einem Berg in den Tod oder wird brutal niedergemetzelt. Da schenkt sich das Spiel nichts. Also für Menschen mit zartem Gemüt ist das hier sicher nichts. Ich bin mehrmals mit offenem Mund vor dem Bildschirm gesessen und dachte mir, dass das was ich das gerade gesehen haben halbwegs heftig war.

Alles in allem kann ich sagen, dass „Fatal Frame 5“ vielleicht nicht das schickeste und am intuitivsten zu bedienende Spiel ist, aber die Story, die Atmosphäre und die Figuren haben mich bei der Stange gehalten und ich wollte tatsächlich wissen, wie das alles ausgeht und enden kann. Gut gemacht, absolut. Ich glaube zwar nicht, dass ich das Spiel ein zweites Mal spielen werde, aber offen gesprochen: Das mache ich oftmals ohnehin nicht. Dazu gibt es zu viele Spiele auf meiner „To play“-Liste.

„Fatal Frame (oder „Project Zero“): Maiden Of Black Water“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, von seiner Atomsphäre, eigenwilligen Erzählweise und düsteren Optik lebende, Punkte.

The post Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/feed/ 0
The Housemaid (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/#respond Sat, 14 Feb 2026 05:00:23 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38528 Millie (Sydney Sweeney) hat ein Problem – sie braucht dringend einen Job und eine Unterkunft, denn sonst erfüllt sie die Auflagen ihrer Bewährungshilfe nicht und muss zurück ins Gefängnis. Da kommt ihr das Jobangebot von Nina (Amanda Seyfried) gerade recht, … Weiterlesen

The post The Housemaid (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Millie (Sydney Sweeney) hat ein Problem – sie braucht dringend einen Job und eine Unterkunft, denn sonst erfüllt sie die Auflagen ihrer Bewährungshilfe nicht und muss zurück ins Gefängnis. Da kommt ihr das Jobangebot von Nina (Amanda Seyfried) gerade recht, denn diese sucht eine Haushälterin.

Dann lernt Millie Andrew (Brandon Sklenar) kennen, Ninas Mann – und dieser ist einerseits eine Augenweide und andererseits auch extrem charmant. Die Tochter CeCe (Indiana Elle) ist ein wenig seltsam und unnahbar und sagt hin und wieder komische Sachen á la „Juice is a privilege and therefore deserves to be served in a clean glas.“ Aber hey – womit findet man sich nicht alles ab, wenn die eigene Existenz auf dem Spiel steht.

Dann merkt Millie aber sehr rasch, dass hier im Haus was gewaltig unrund läuft, denn bereits am ersten wirklichen Arbeitstag tickt Nina völlig aus, beschuldigt Millie, wichtige Unterlagen entsorgt zu haben und zerlegt dabei die halbe Küche. Andrew schreitet ein und kann seine Frau beruhigen, aber eines ist Millie klar – die gute Nina hat schwere Probleme und Andrew ist viel zu nett zu ihr. Und außerdem sieht er wirklich verdammt gut aus …

Freida McFadden hat das Buch geschrieben, auf welchem dieser Film hier basiert und es war ein richtiger Bestseller. Warum, fragt man sich als Uneingeweihte(r) unweigerlich, denn der Trailer sieht anch einem typischen Film dieser Art aus. Und das ist er auch – die erste Stunde lang zumindest. Diese Zeit braucht der Film nämlich um alle möglichen Klischees bezüglich der Situation „Haushälterin“ und „durchgeknallte Arbeitgeberin mit heißem Ehemann“ abzuarbeiten und dann folgt eine Konfrontation – die anders ausgeht als ich erwartet hatte.

Relativ rasch wird die Geschichte dann nochmals aus anderer Perspektive erzählt und nach und nach wird klar, was hier wirklich gespielt wird. Selbst für Nicht-Kenner des Buches dürfte allerdings sehr, sehr rasch klar sein, was hier gespielt wird und was wirklich vor sich geht – aber das tut der Sache und dem Spaß keinen Abbruch.

Das liegt in erster Linie an Amanda Seyfried („A Million Ways To Die In The West„, „Ted 2„), die hier alle Register zieht und als Nina einfach alles gibt – die Frau ist hier eine Tour de Force und möglicherweise gar nicht so wahnsinnig, wie man am Anfang denkt. Ich war völlig baff, denn ich kannte sie in erster Linie aus „Mamma Mia! Here We Go Again“ und da war sie auch gut, aber das hier – das ist richtig stark. Dazu kommt Brendan Sklenar, der als Andrew die absolute Ruhe ausstrahlt und mit seiner Samtstimme manche Szene deutlich deeskaliert – auch hier: wunderbare gecastet. Dass der gute Herr ganz oft in Unterhemden rumläuft und sogar seinen nackten Po zeigen darf, wir die weibliche Zuseherschaft sicher freuen und teilt das Eye-Candy (fast) 50:50 auf. Die andere Hälfte ist Sydney Sweeney („Madame Web„, „Immaculate„), die ja scheinbar wunderschön ist und ja, auch hier darf man sie kurz nackt betrachten und an ihrem Körperbau erfreuen (wenn dass jemand wollen sollte). Insofern spannend, als sie und Amanda Seyfried auch als Produzent:innen fungieren, das hier also schon sehr bewusst eingesetzt ist.

So viel zu den Schauwerten per se – was ich allerdings anführen muss, ist dass die schauspielerische Leistung von Sweeney klar die schwächere von den Hauptfiguren ist. Mit Abstand sogar. Und aus persönlicher Sicht kann sie in punkto Ausstrahlung Amanda Seyfried in keiner Sekunde das Wasser reichen. Das ist insofern wichtig, weil Andrew ja ein Auge auf sie geworfen hat – was ich bei dem Mauerblümchen per se nicht verstehen kann. Aber gut, das stand so im Drehbuch und wenn ich mal das Hirn ausschalte, dann kann ich mir schon einreden, dass der arme Mann ja von seiner Frau so schikaniert wird, dass es weniger ans Sweeneys Optik liegt, als an ihrer entspannten Art. Denn – das muss man so festhalten – was Nina in der erste Stunde so liefert, das ist schon heftigst und vermutlich wäre andere halbwegs attraktive Frau für ihn ebenfalls in Frage gekommen.

Jedenfalls kommt dann die Mitte des Films und dann drehen sich ein paar Dinge und ja, den Twist sieht man von weitem kommen, trotzdem war es tatsächlich sehr schön zuzusehen, wie sich manche Szenen und Aussagen die in der ersten Hälfte passieren in der zweiten Hälfte umdrehen. Das hat tatsächlich richtig gut getan und ich habe gern dabei zugesehen, wie sich die (erwartete) Handlung entfaltet.

Paul Feig hat hier meiner Ansicht nach einen völlig klaren, durchkomponierten Film abgeliefert, der ohne große Tiefe einfach spannend und unterhaltsam ist und ja, man kann ihm schon eine Message zudichten – muss man aber nicht. Auch wenn gerade das Ende dazu regelrecht einlädt. Das ist übrigens auch mein größter Kritikpunkt im Film: Es gibt am Ende eine Szene in welcher eine sehr wichtige Person für das Schicksal der Pro- und Antagonist:innen plötzlich eine Verbindung zu einer der Hauptfiguren aus dem Hut zaubert und deshalb entwickelt sich die Szene in eine bestimmte Richtung weiter (wer den Film gesehen hat, der/die wird verstehen, was ich meine). Das hätte es aus meiner Sicht nicht gebraucht – nämlich gar nicht. Ich finde die Szene wäre weit stärker gewesen, wäre dieser Konnex nicht da gewesen und die Szene wäre trotzdem ausgegangen, wie sie ausging.

Aber hey – es ist nicht mein Film und nicht meine Entscheidung. Und mein Buch war es auch nicht.

Wie dem auch sei – ich fand die knapp über zwei Stunden dauerende Reise mit den drei Haupfiguren wirklich unterhaltsam, spannend und schön irre, war mehrmals beeindruckt von Amanda Seyfried, musste mehrmals seufzen über den Versuch von Sweeney schauzuspielen und hab die absolute Ruhe, die Sklenar ausstrahlt, genossen. Auch der Flashback etwa zur Mitte des Films war meiner Ansicht nach gut plaziert und kurz genug, damit klar war, was Sache ist, aber auch ausführlich genug, damit man versteht, was da emotional alles passierte.

Ich hatte mir von dem Film wirklich nicht viel erwartet, eher gedacht, es wäre so ein Film zum Nebenbeigucken und Drübstreuen, bin dann aber relativ rasch zum „aktiv gucken“ übergegangen, weil der Film wirklich einen guten Flow hat, nie langweilig wird und die Story auch mit ihren Andeutungen, Bruchstücken und Umdeutungen sehr gut erzählt wird. Anspruch? Nein. Unterhaltungswert? Oh ja.

Ein Sequel mit dem Titel „The Housemaid’s Secrets“ ist bereits beschlossen und wird produziert werden. Bei dem Ende kann man sich gut vorstellen, worum es da gehen wird und naja, ich bin gespannt.

„The Housemaid“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, im Haushalt für Ordnung sorgende, Punkte.

The post The Housemaid (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/feed/ 0
The Wrecking Crew (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/#respond Sat, 07 Feb 2026 05:00:09 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38474 Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, … Weiterlesen

The post The Wrecking Crew (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, raufen sich die zwei zusammen.

Vor allem auch weil ihr Vater scheinbar an seine Kinder Informationen weiter gegeben hat, die sie jedoch nicht bekommen haben. Was der Yakuza wiederum egal ist, denn die wollen zuerst Jonny und dann auch den Rest der Familie am Liebsten ganz von der Bildfläche verschwinden lassen…

Regisseur Angel Manuel Soto hat zuletzt mit Blue Beetle einen Comichelden verfilmt und als nächstes wagt er sich an eine filmische Version der „Just Cause“ Computerspiele. Dazwischen hat er eine Buddy-Actionkomödie für AmazonPrime gedreht, die sich als Hommage an die gute alte Zeit sieht, als solche Filme an der Tagesordnung standen. Durch Drehorte wie Hawaii und Neuseeland wird dabei zusätzlich ein gewisses tropisches Urlaubsfeeling erzeugt, was trotz ernsten Momenten, den lockeren Grundton unterstreicht.

Ich beginne gleich mit der einzigen Sache, die den Spaß hier etwas (nicht zu viel) bremsen könnte und das ist die eigene Erwartungshaltung. Dave Bautista und Jason Momoa machen gemeinsame Sache (Gegner waren sie ja bereits) und vermöbeln böse Jungs…baby yeah, count me in! Nicht falsch verstehen, das Ergebnis bereitet durchgehend Freude, hat Charme, Witz, knackige Action, übercoole Momente und brutale ebenso, aber gefeiert wie zuletzt etwa den ähnlich funktionierenden Heads of State, habe ich den Film nicht.

Warum das Werk hier so gut funktioniert, liegt dennoch an den beiden Herren. Batista hat nun endlich aufgehört, sich seine Haare (also hier den Bart) zu färben, denn das wirkt bei ihm extrem künstlich. Außerdem sind seine Oneliner wieder witzig, gerade bei ihm fällt mir immer auf, wenn ein Regisseur ihn nicht richtig führen kann oder er sich scheinbar nicht so wohl fühlt. Vielleicht schaltet er aber auch einfach zwischen „ich mache diesen Film gerne“ oder „ich verdiene damit mein Geld“ hin und her und das merkt man dann auch.

Sein James hat eine gewisse Würde an sich, ist Familienmensch und scheut nicht davor, sein Ego hinten an zu stellen. Jason Momoa schaltet in den letzten Jahren ja zwischen anspruchsvolleren Projekten immer wieder in seinen „von der Leine gelassenen“ Over the Top Modus (wie etwa in Aquaman 2) und den zelebriert er als Jonny durchgehend. Dabei ist seine Überdrehtheit natürlich nur ein Schutz, um seinen Schmerz zu verstecken, dabei hilft natürlich auch der Alkohol, denn nüchtern ist er in diesem Film kaum.

In Nebenrollen glänzen dann die Ladies, so wie Morena Baccarin (Elevation) als Momoas On/Off Freundin Valentina, die tough, verspielt und ziemlich clever ist und Frankie Adams (Mortal Engines) als nicht minder kämpferische Kusine der beiden Herren. Neben Situationskomik, lockeren Sprüchen und Familiendrama, wissen auch die Action-Momente zu gefallen. Abwechslungsreich von fast nacktem Kampf mit allem, was man in die Finger bekommt über Schießereien bis hin zu diversen Verfolgungsjagden.

Dabei geht es immer wieder auch blutig zu, wie etwa bei voller Fahrt ein Arm abgetrennt wird, habe ich so noch nie gesehen. Den Rest erledigt die atemberaubende Kulisse, die wie bereits erwähnt, einfach nach Freizeit und Entspannung schreit. Gerade deshalb wirken die ganzen Schurken hier wie Störfaktoren, die schnellstens entfernt gehören, damit wir alle in unseren wohl verdienten Freizeit-Modus umschalten können.

Das ergibt in Summe keinen Überhit, aber auf Streaming-Filme innerhalb des rein auf Unterhaltung zielenden Action-Genres bezogen, sicherlich einen der bessern Projekte der letzten Jahre. Besonders für Bautista freut mich dies, nach seinen drei Flops (In the Lost Lands, Afterburn und Trap House) in Folge, hat er und wir mit ihm scheinbar wieder Spaß vor der Kamera zu stehen. Also einfach hinsetzen, die Probleme der Welt für eine kurze Zeit vergessen, Dinge kaputt machen und danach mit mehr Energie weiter machen, das passt durchaus.

„The Wrecking Crew“ bekommt von mir 7,5/10 sich durch viel Zerstörung am Ende zusammen raufende Empfehlungspunkte.

The post The Wrecking Crew (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/feed/ 0
Still Wakes The Deep (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/#respond Sat, 17 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38371 Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause … Weiterlesen

The post Still Wakes The Deep (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause kann. Seine Frau war darüber nicht sehr erfreut, es gab einen handfesten Streit und sie drohte sogar mit Scheidung. Auch vermisst er seine beiden Töchter.

Aber an diesem Tag holt ihn alles ein, denn der Boss will ihn sehen und Caz vermutet, dass die Polizei ihn aufgespürt hat. So ist es auch. Er wird gefeuert und macht sich gerade auf dem Weg zum Hubschrauber, der ihn zurück aufs Festland bringen soll, als eine Explosion die Plattform erschüttert.

Und schon bald darauf ist nichts mehr so wie es einmal war …

Ich habe schon öfter von „Still Wakes The Deep“ gehört und war immer interessiert daran, aber ich bin nich dazu gekommen. Nun – endlich – war es soweit und ich muss sagen, ich bin ziemlich beeindruckt. Zumindest zum größten Teil. Aber der Reihe nach.

„Still Wakes The Deep“ ist ein Horror-Spiel, in welchem ihr in der First-Person-Perspektive durch die Plattform hetzt und versucht irgendwie von dort wegzukommen. Das ist auf sich allein gestellt schon mal ein Hammer, denn die Macher:innen geben sich weder grafisch noch atmosphärisch eine Blöße. Das Spiel sieht verdammt gut aus (Ausgenommen Gesichter) und die Atomsphäre, die manche Areal verströmt, die ist zum Schneiden dick.

Dazu kommt ein extrem gelungenes Sound-Design und die Belichtung ist ein Hammer. Was ich auch großartig finde – die Handlung ist örtlich irgendwo in den Gewässern in der Gegend von Schottland angesiedelt, was bedeutet die hervorragenden englischen Synchronsprecher haben alle einen schottischen Dialekt. Herrlich. Wie oft man hier „mate“ hört oder „f*ckin“. Fühlt sich einfach echt und gut an.

Der große Nachteil von „Still Wakes The Deep“ ist allerdings das Gameplay, denn wenn man es genau nimmt, dann läuft man herum, klettert mal wo rauf oder runter und hin und wieder drückt man einen Hebel. Und wenn man das fünfte Mal eine Sicherung tauscht und die genau gleiche Animation sieht, dann fragt man sich schon, ob das nicht vielleicht auch anders gegangen wäre. Naja.

Wie dem auch sei – die Beira D-Plattform ist der Hauptcharakter, denn das Ding ist beeindruckend. Man fühlt sich tatsächlich wie an einem richtigen Ort. Manchmal dachte ich mir, kann ich das Öl und den Rauch wirklich riechen. Das ist wirklich beeindruckend, wie gut die das hinbekommen haben.

Wo sie halt dann aus meiner Sicht straucheln sind ein paar andere Dinge, nämlich konkret die Story an sich. Die leiht sich ein paar Momente aus „John Carpenter’s The Thing“ und ähnlichen Filmen. Ja, die Explosion passiert, weil die Herren wo bohren, wo sie nicht bohren sollten. Und ja, dann kommt was aus dem Boden und macht sich auf der Station breit. Ja, auch zu Body-Horror-Momenten kommt es. Und zwar zu einigen. Und wie soll man das Ding denn besiegen? Oder will man das überhaupt? Eigentlich will man nur weg.

Und das alles funktioniert, aber zu keiner Sekunde hatte ich zu keiner der Figuren (auch zu Caz selbst) auch nur irgendwie eine emotionale Verbindung. Irgendwo habe ich gelesen, dass es im Spiel darum geht, sich Dingen zu stellen und das Weglaufen alles nur schlimmer macht (Caz Flucht vor der Polizei quasi als Metapher), aber ich glaube, da hat sich ein Redakteur oder Spieler mehr Gedanken gemacht als die Macher:innen selbst.

Das nächste ist das Ende. So toll die Atomsphäre ist und so spannend die Wege und Mittel wie Caz und seine Kumpels versuchen, die Lage zu retten oder zumindest Zeit zu gewinnen – das ist alles cool und toll inszeniert, aber die Begegnungen mit diversen Monstern sind … naja, suboptimal umgesetzt, sag ich mal (ihr könnt euch nur verstecken oder weglaufen) und das Ende kommt dann richtig, richtig abrupt. Da hatte ich irgendwie das Gefühl, dass den Macher:innen die Geduld oder Ideen ausgegangen sind.

Egal – in Summe war „Still Wakes The Deep“ ein cooler Trip, den ich sogar so gern gespielt habe, dass ich mir den DLC „Siren’s Rest“ auch besorgt habe. Dazu ein anderes Mal mehr.

Wer also ein Horror-Spiel mit toller Atmosphäre, cooler Grafik und einem absolut kultigen und gut umgesetzten Ort spielen mag, den man ja in Spielen eher selten betritt (ich kann mich nur an die berüchtigte Mission in „Splinter Cell“ erinnern, die auf einer Ölplattform spielt), dann unbedingt zugreifen. Auch wenn das Ganze schon nach knappen 6 Stunden wieder vorbei ist.

„Still Wakes The Deep“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, mit Atmosphäre und (dafür gibt es nen Extrapunkt) schottischem Charme punktenden, Punkte.

The post Still Wakes The Deep (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/feed/ 0