P7,5 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 20 Apr 2026 18:34:32 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Sinners (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/#respond Tue, 21 Apr 2026 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38721 Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. … Weiterlesen

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Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. Sie mieten einen alten, großen Stall und rekrutieren alte Bekannte und Liebschaften, um die Bude zum Laufen zu bringen. Mit dabei haben sie auch Jedidiah (Saul Williams), denn er spielt super Gitarre und singt großartig. Alles läuft gut.

Nur – nicht allzu weit entfernt flieht ein irischer, verletzter Mann vor Indianer und versteckt sich im Haus von freundlichen Farmern. Als jedoch die Nacht hereinbricht, stellt sich rasch heraus, dass das ein Fehler war. Die Indianer haben sie gewarnt: Der Kerl ist gefährlich und ein Monster. Und die meinten das wortwörtlich: Der Flüchtling ist nämlich ein Vampir.

Und als der Typ (mit seinen neuen zwei Jüngern) die Musik von Stall hört, da will er mitmachen. Primär, weil er seine Mann- und Frauschaft vergrößern möchte. Aber Smoke lässt ihn nicht rein. Was kein Problem ist, denn er kann warten – irgendwann muss ja schließlich jemand rauskommen …

„Sinners“ hat ja einen nicht gerade unbekannten Rekord aufgestellt: Es ist der für die meisten Oscars nominierte Film überhaupt. Mehr als „Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ oder „Titanic“ oder „Citizen Kane“. Und gleich vorweg: Nein. Das ist meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt. Meiner Ansicht nach haben die Oscars damit vollständig bewiesen, dass sie Oscars ein Politikum sind. Nicht, dass wir das nicht schon wussten, aber das war für mich der letzte Beweis.

Das klingt jetzt als würde ich „Sinners“ nicht gut finden – aber das stimmt nicht. Der Film ist gut, sogar richtig gut. Vor allem die erste Stunde als die Figuren eingeführt werden und Smoke und Stack ihre alten Bekannten besuchen. Da gibt es eine großartige Szene, welche das „Aufpassen auf mein Auto“ betrifft und die Reaktion auf eine leichte … Ehrverletzung. Super Szenen. Großartig. Erinnert ein wenig an „Der Pate“ in seiner Konsequenz und macht neugierig, was hier noch so alles passieren wird.

Die erste Stunde, wie gesagt: Ganz großes Kino mit super Performances und grandioser, richtig guter Blues-Musik. Hammer.

Dann taucht der Vampir auf – und sein Auftauchen ist auch noch cool. Auch das erste Aufeinandertreffen ist ziemlich cool. Aber je länger der Film dauert, desto mehr verliert er. Die Vorgänge im Stall sind absolut vorhersehbar und man weiß eigentlich wirklich schon, was alles passieren wird. Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler sich heftig in den Mythos der Vampire hineinlehnt, der besagt, dass diese erst ins Haus gebeten werden müssen, bevor sie es betreten können. Da gibt es ein paar wirklich coole Momente, die voller Spannung sind und Dialoge, die es in sich haben. Da ist der Film richtig gut.

Aber das bleibt halt nicht so und die Action, die dazwischen immer wieder vorkommt ist leider halbwegs banal und der finale Kampf ist irgendwie antiklimatisch. Auch der Effekt als sich eines der Monster auflöst – ihr werdet wissen, was ich meine – sieht ziemlich mies aus. Und dann ist der Film noch nicht mal aus. Für einen Film, der nicht der Abschluss einer Trilogie ist oder das Ende eines Franchise, hat er ziemlich viele Enden. Nämlich drei. Bzw. vier. Kommt darauf an, was man jetzt alles rechnet.

Es gibt dann nach den Vampiren noch eine Gruppe von Gegnern, die völlig unnötig sind und an den Film drangepappt wirkt – ein wenig „persönliches Wishful Thinking“ von Seiten Regie, wenn ich das so nennen darf. War völlig unnötig. Diesen Storystrang hätte man absolut weit besser in den Film einbauen und auflösen können. ABer egal, es ist, was es ist. Und dann gibt es noch eine Szene – „Post Credits“ würde man wohl sagen oder „Mid Credits“. Egal. Jedenfalls war auch diese aus meiner Sicht völlig unnötig und man bekommt nochmals erklärt, was passiert ist. Mhm. Als hätte man das nicht ohnehin kapiert.

Aber gut. Soll sein. Ich gönne es Ryan Coogler nach seinem absoluten Fehlschlag namens „Wakanda Forever“ einen Erfolg zu haben. Und wie bereits gesagt: Der Film ist gut. Die erste Hälfte ist sogar richtig, richtig gut. Die zweite hat auch ihre Momente. Und ja, bei der Story denkt man unweigerlich an „From Dusk Til Dawn„, aber „Sinners“ fühlt sich völlig anders an. Die Story mag insofern ähnlich sein, als dass das Genre in der Halbzeit kippt, aber Coogler spielt die gesamte Sache bierernst und düster ab. Also weit weg vom genialen Anarcho-Chaos eines „From Dusk Til Dawn“. Deshalb kann man meiner Ansicht nach die Filme nicht einmal vergleichen.

Wie dem auch sei: Ich kann den Film auf jeden Fall allen empfehlen, die Blues-Musik mögen, kein Problem mit einem Genre-Shift in der Mitte haben und die Roadmovies genauso mögen wie Vampirfilme. Optisch gibt sich der Film keine Blöße und auch die Schauspieler:innen sind perfekt gecastet. Michael B. Jordan spielt seine Doppelrolle absolut toll und auch alle anderen sind super gelaunt und voll bei der Sache.

Alles in allem: Für mich ein absolut gelungener, guter Film, der mir zeigt, dass Coogler es doch kann, wenn er will und wenn man ihn lässt.

„Sinners“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, ein blueslastiges Roadmovie-Western-Stück zum Vampirfilm umfunktionierende, Punkte.

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Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/#respond Tue, 24 Mar 2026 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38631 Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann … Weiterlesen

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Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann das nämlich auch und sie nutzt ihre Fähigkeiten, um verlorene Menschen zu finden. Denn eine weitere Fähigkeit ist es, durch Gegenstände, welche Menschen gehört haben, zu sehen, was diese gemacht haben und wohin sie verschwunden sind.

Ren ist ein Freund von Hisoka und auch immer wieder mal ein Auftraggeber. Gemeinsam mit seiner Assistentin Rui forscht er nämlich über Rituale – vor allem bezogen auf den Berg Hikami. Ein Berg um den sich Legenden ranken – denn viele Menschen verschwinden dort und es gibt auch einen Wald in der Nähe, den viele scheinbar nutzen, um dort zu verschwinden oder sich das Leben zu nehmen.

Eine von denen, die auf dem Berg verschwunden sind, ist Miu. Diese sucht ihre Mutter, die auf dem Berg verschwunden ist und wird nun selbst vermisst.

Yuri und Ren haben außerdem ein Gerät, welches von einem Dr. Aso entwickelt wurde und das nennt sich „Camera Obscura“. Damit kann man Geister fotografieren und „vertreiben“. Dieses Gerät wird auch dringend wichtig, denn auf dem Berg befinden sich viele Geister. Und wie es aussieht werden dort auch regelmäßig Rituale abgehalten, welche dazu dienen die Priesterinnen des schwarzen Wassers dazu zu befähigen, das „schwarze Wasser“ daran zu hindern überzulaufen. Denn würde es überlaufen, dann wäre die Geisterwelt mit der realen Welt verbunden und großes Unheil würde drohen …

„Project Zero: Maiden Of Black Water“ oder wie es eigentlich heißt „Fatal Frame“ ist der fünfte Teil der Reihe. Deshalb dient es vielleicht nur bedingt als Einstieg in die Reihe, aber mir war nicht klar, dass es sich um einen fünften Teil handelt und noch dazu Figuren vorkommen, die aus frühreren Teilen bekannt sind. Das Ding hat auch keinen guten Ruf unter den Fans, denn ein paar Entscheidungen bzgl. der Charakterentwicklungen fanden keinen Gefallen im Publikum.

Das alles wusste ich nicht und jetzt, wo ich es weiß, ist es mir immer noch egal, denn für die Handlung von „Maiden Of Black Water“ spielt das Vorwissen eigentlich keine große Rolle. Ja, vermutlich gibt es in paar Szenen, die emotional anders sitzen, wenn man die Figuren kennt – aber für mich hat die Geschichte per se auch funktioniert.

Wie spielt sich das Teil jetzt und wie funktioniert das alles. Zuerst – das Spiel ist in mehrere Kapitel eingeteilt und man spielt auch im Laufe der Handlung drei Charaktere. Nämlich Yuri, Ren und Miu. Das bedeutet aber auch, dass man im Regelfall immer wieder in den gleichen Gebieten unterwegs ist, die sich auch nicht per se groß verändern. Das kann man mögen, kann einem egal sein, kann aber auch nerven. Mich hat es nicht gestört, da ich relativ rasch von der Geschichte abgeholt wurde und das ständige Aufsuchen der Orte ist ein wichtiger Teil dieser Handlung.

Denn der Berg „erwacht“ bzw. ist das „schwarze Wasser“ wirklich übergelaufen (oder kurz davor) und deshalb zieht es Menschen, die labil sind, immer wieder zum Berg und zu bestimmten Schreinen dort. Das hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Die Atmosphäre der Orte ist dabei meist zum Schneiden dick und man rechnet immer damit, dass irgendwo Geister auftauchen. Ein paar davon harmlos – von denen kann man Fotos machen und bekommt dafür Erfahrungspunkte. Oder es sind bösartige Geister und man muss sie mit der „Camera Obscura“ abwehren.

Das ist dann das Kampfsystem und das klappt nach anfänglicher Eingewöhnung erstaunlich gut. Wenn ein Geist nah genug ist, dann knippst man ein Foto und der Geist verliert einen Teil von sich, der um ihn herumschwebt und sich nach einer gewissen Zeit wieder mit ihm oder ihr verbindet. Wenn sich fünf Teile um den Geist herum bewegen, dann sollte man alle fünf gemeinsam mit dem Geist in den Fokus der Kamera rücken und ein Foto machen, denn das stiehlt diese Teile und schwächt den Geist. Oft genug gemacht und er oder sie verschwindet.

Klingt einfach – braucht aber Übung. Denn die Geister stehen ja nicht still. Sie verschwinden, tauchen aus einer anderen Richtung wieder auf und das bedeutet aus der Ego-Perspektive, in welche das Spiel bei Alktivierung der „Camera Obscura“ umschaltet, viel herumgedrehe. Immerhin gibt es einen Anzeiger, der die Richtung andeutet, aus welcher der Geister bzw. die Geister als auftauchen. Wie gesagt: Nach ein wenig Übung klappt das ganz gut und ist auch spannend, da es noch ein weiteres Element gibt. Nämlich die namensgebende „Fatal Frame“. Sollte ein Geist euch angreifen und ihr macht just in dem Moment, kurz bevor er euch erreicht, ein Foto, dann schwächt ihn das mehr und vor allem kann man dann gleich mehrere Fotos machen ohne neuen Film einzulegen.

Apropos Film: Es gibt ein paar Varianten davon und je nachdem welchen man einlegt in die Kamera, so dauert es länger ein neues Bild machen zu können oder es schwächt die Geister mehr. Außerdem gibt es verschiedene Objektive bzw. Linsen, die man verwenden kann, sodass man zum Beispiel mehr Erfahrugnspunkte bekommt oder ein bisschen Heilung bekommt und so weiter.

Wie gesagt: Im Grunde simpel und in weiten, offenen Flächen auch nicht besonders schwer. Kompliziert wird es nur in engen Räumen oder Gängen und da wird es dann fummelig. Deshalb hatte ich mir rasch angewohnt immer zu schauen, wohin kann ich notfalls zurückweichen, um mehr Raum zum bewegen zu haben. Das Spiel erlaubt das zwar nicht immer, aber es war trotzdem immer machbar, die „Kämpfe“ zu gewinnen.

Die Gegnervielfalt ist halt eher begrenzt, aber das hat mich nicht groß gestört.

Die Grafik ist weit entfernt von aktuellen Grafikkrachern und ist auch von der Farbgebung her eher düster und dunkel. Das muss man mögen und/oder aushalten. Zumal es für die Atmosphäre wichtig ist, nicht zu viel Licht zu haben. Und diese Atmosphäre ist eigentlich der wichtigste Teil des Spiels, denn die ist grandios gelungen. Das liegt auch aum wirklich gut gemachte Sound-Design, dass allein durch die Geräuschkulisse oftmals schon Gänsehaut erzeugt. Dazu kommt, dass die Bewegungen der Figuren immer wieder verlangsamt sind – zum Beispiel wenn sie durch Wasser waten – oder wenn sie vorsichtig Gegenstände aufheben. Vorsichtig deshalb, weil es sein kann, dass aus dem Nichts eine Geisterhand hervorschießt und die Protagonist:innen ins Jenseits ziehen will. Auch die Türen werden immer mit Vorsicht und langsam geöffnet. Alles spannend. Einzige Ausnahme: Selbst wenn die Spielfigur vor etwas flieht öffnet sie die Türen genauso langsam wie sonst auch. Das bricht ein wenig die Immersion und die Bedrohung, aber auch da gewöhnt man sich dran.

Die Geschichte selbst ist im Kern gut und wird auch gut erzählt. Für mich waren keine Fragen offen am Ende. Das liegt auch daran, dass jede Figur Notizen und/oder Bücher findet, welche Aufschluss über diverse Dinge, wie die Rituale am Berg, deren Bedeutung und ähnliche Dinge liefern. So fügt sich rasch alles zusammen und gegen Ende ist eigentlich bei allen Figuren klar, warum sie was wie wo und warum machen (wollen).

Weil gerade bei Enden sind: Es gibt für die weiblichen Figuren jeweils zwei mögliche Enden und für den Herren in der Runde sogar mehr. Das entscheidt man im Grund im letzten Kapitel. Man kann also also Enden freispielen, indem man drei Mal das letzte Kapitel spielt. Warum drei Mail? Weil man ja pro Figur pro Durchgang ein Ende wählen kann. Also kann man in zwei Runden je drei verschiedene Enden sehen. Und für Ren muss man haltnochmals nachlegen. Da das letzte Kapitel hauptsächlich aus Kämpfen besteht ist das zwar nicht optimal, aber auch innerhalb von rund 30 Minunten pro Durchgang erledigt. Kleiner Spoiler: Es gibt wirklich heftige Enden.

Dazu auch noch eine weitere Info: Man sieht während dem Spiel immer wieder Zwischensequenzen oder wenn man Geister, die man gerade besiegt hat, noch rasch anfasst – dann sieht man Erinnerungen an ihre letzten Momente oder wichtige Momente aus ihrem Dasein – die sind gut gemacht und im Stiel von alten, verrauschten Videoaufnahmen. Trotz der „schlechten Filmqualität“ sind da durch heftigste Sachen dabei. Da schneidet sich jemand selbst die Kehle durch, springt von einem Berg in den Tod oder wird brutal niedergemetzelt. Da schenkt sich das Spiel nichts. Also für Menschen mit zartem Gemüt ist das hier sicher nichts. Ich bin mehrmals mit offenem Mund vor dem Bildschirm gesessen und dachte mir, dass das was ich das gerade gesehen haben halbwegs heftig war.

Alles in allem kann ich sagen, dass „Fatal Frame 5“ vielleicht nicht das schickeste und am intuitivsten zu bedienende Spiel ist, aber die Story, die Atmosphäre und die Figuren haben mich bei der Stange gehalten und ich wollte tatsächlich wissen, wie das alles ausgeht und enden kann. Gut gemacht, absolut. Ich glaube zwar nicht, dass ich das Spiel ein zweites Mal spielen werde, aber offen gesprochen: Das mache ich oftmals ohnehin nicht. Dazu gibt es zu viele Spiele auf meiner „To play“-Liste.

„Fatal Frame (oder „Project Zero“): Maiden Of Black Water“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, von seiner Atomsphäre, eigenwilligen Erzählweise und düsteren Optik lebende, Punkte.

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The Housemaid (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/14/the-housemaid-filmkritik/#respond Sat, 14 Feb 2026 05:00:23 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38528 Millie (Sydney Sweeney) hat ein Problem – sie braucht dringend einen Job und eine Unterkunft, denn sonst erfüllt sie die Auflagen ihrer Bewährungshilfe nicht und muss zurück ins Gefängnis. Da kommt ihr das Jobangebot von Nina (Amanda Seyfried) gerade recht, … Weiterlesen

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Millie (Sydney Sweeney) hat ein Problem – sie braucht dringend einen Job und eine Unterkunft, denn sonst erfüllt sie die Auflagen ihrer Bewährungshilfe nicht und muss zurück ins Gefängnis. Da kommt ihr das Jobangebot von Nina (Amanda Seyfried) gerade recht, denn diese sucht eine Haushälterin.

Dann lernt Millie Andrew (Brandon Sklenar) kennen, Ninas Mann – und dieser ist einerseits eine Augenweide und andererseits auch extrem charmant. Die Tochter CeCe (Indiana Elle) ist ein wenig seltsam und unnahbar und sagt hin und wieder komische Sachen á la „Juice is a privilege and therefore deserves to be served in a clean glas.“ Aber hey – womit findet man sich nicht alles ab, wenn die eigene Existenz auf dem Spiel steht.

Dann merkt Millie aber sehr rasch, dass hier im Haus was gewaltig unrund läuft, denn bereits am ersten wirklichen Arbeitstag tickt Nina völlig aus, beschuldigt Millie, wichtige Unterlagen entsorgt zu haben und zerlegt dabei die halbe Küche. Andrew schreitet ein und kann seine Frau beruhigen, aber eines ist Millie klar – die gute Nina hat schwere Probleme und Andrew ist viel zu nett zu ihr. Und außerdem sieht er wirklich verdammt gut aus …

Freida McFadden hat das Buch geschrieben, auf welchem dieser Film hier basiert und es war ein richtiger Bestseller. Warum, fragt man sich als Uneingeweihte(r) unweigerlich, denn der Trailer sieht anch einem typischen Film dieser Art aus. Und das ist er auch – die erste Stunde lang zumindest. Diese Zeit braucht der Film nämlich um alle möglichen Klischees bezüglich der Situation „Haushälterin“ und „durchgeknallte Arbeitgeberin mit heißem Ehemann“ abzuarbeiten und dann folgt eine Konfrontation – die anders ausgeht als ich erwartet hatte.

Relativ rasch wird die Geschichte dann nochmals aus anderer Perspektive erzählt und nach und nach wird klar, was hier wirklich gespielt wird. Selbst für Nicht-Kenner des Buches dürfte allerdings sehr, sehr rasch klar sein, was hier gespielt wird und was wirklich vor sich geht – aber das tut der Sache und dem Spaß keinen Abbruch.

Das liegt in erster Linie an Amanda Seyfried („A Million Ways To Die In The West„, „Ted 2„), die hier alle Register zieht und als Nina einfach alles gibt – die Frau ist hier eine Tour de Force und möglicherweise gar nicht so wahnsinnig, wie man am Anfang denkt. Ich war völlig baff, denn ich kannte sie in erster Linie aus „Mamma Mia! Here We Go Again“ und da war sie auch gut, aber das hier – das ist richtig stark. Dazu kommt Brendan Sklenar, der als Andrew die absolute Ruhe ausstrahlt und mit seiner Samtstimme manche Szene deutlich deeskaliert – auch hier: wunderbare gecastet. Dass der gute Herr ganz oft in Unterhemden rumläuft und sogar seinen nackten Po zeigen darf, wir die weibliche Zuseherschaft sicher freuen und teilt das Eye-Candy (fast) 50:50 auf. Die andere Hälfte ist Sydney Sweeney („Madame Web„, „Immaculate„), die ja scheinbar wunderschön ist und ja, auch hier darf man sie kurz nackt betrachten und an ihrem Körperbau erfreuen (wenn dass jemand wollen sollte). Insofern spannend, als sie und Amanda Seyfried auch als Produzent:innen fungieren, das hier also schon sehr bewusst eingesetzt ist.

So viel zu den Schauwerten per se – was ich allerdings anführen muss, ist dass die schauspielerische Leistung von Sweeney klar die schwächere von den Hauptfiguren ist. Mit Abstand sogar. Und aus persönlicher Sicht kann sie in punkto Ausstrahlung Amanda Seyfried in keiner Sekunde das Wasser reichen. Das ist insofern wichtig, weil Andrew ja ein Auge auf sie geworfen hat – was ich bei dem Mauerblümchen per se nicht verstehen kann. Aber gut, das stand so im Drehbuch und wenn ich mal das Hirn ausschalte, dann kann ich mir schon einreden, dass der arme Mann ja von seiner Frau so schikaniert wird, dass es weniger ans Sweeneys Optik liegt, als an ihrer entspannten Art. Denn – das muss man so festhalten – was Nina in der erste Stunde so liefert, das ist schon heftigst und vermutlich wäre andere halbwegs attraktive Frau für ihn ebenfalls in Frage gekommen.

Jedenfalls kommt dann die Mitte des Films und dann drehen sich ein paar Dinge und ja, den Twist sieht man von weitem kommen, trotzdem war es tatsächlich sehr schön zuzusehen, wie sich manche Szenen und Aussagen die in der ersten Hälfte passieren in der zweiten Hälfte umdrehen. Das hat tatsächlich richtig gut getan und ich habe gern dabei zugesehen, wie sich die (erwartete) Handlung entfaltet.

Paul Feig hat hier meiner Ansicht nach einen völlig klaren, durchkomponierten Film abgeliefert, der ohne große Tiefe einfach spannend und unterhaltsam ist und ja, man kann ihm schon eine Message zudichten – muss man aber nicht. Auch wenn gerade das Ende dazu regelrecht einlädt. Das ist übrigens auch mein größter Kritikpunkt im Film: Es gibt am Ende eine Szene in welcher eine sehr wichtige Person für das Schicksal der Pro- und Antagonist:innen plötzlich eine Verbindung zu einer der Hauptfiguren aus dem Hut zaubert und deshalb entwickelt sich die Szene in eine bestimmte Richtung weiter (wer den Film gesehen hat, der/die wird verstehen, was ich meine). Das hätte es aus meiner Sicht nicht gebraucht – nämlich gar nicht. Ich finde die Szene wäre weit stärker gewesen, wäre dieser Konnex nicht da gewesen und die Szene wäre trotzdem ausgegangen, wie sie ausging.

Aber hey – es ist nicht mein Film und nicht meine Entscheidung. Und mein Buch war es auch nicht.

Wie dem auch sei – ich fand die knapp über zwei Stunden dauerende Reise mit den drei Haupfiguren wirklich unterhaltsam, spannend und schön irre, war mehrmals beeindruckt von Amanda Seyfried, musste mehrmals seufzen über den Versuch von Sweeney schauzuspielen und hab die absolute Ruhe, die Sklenar ausstrahlt, genossen. Auch der Flashback etwa zur Mitte des Films war meiner Ansicht nach gut plaziert und kurz genug, damit klar war, was Sache ist, aber auch ausführlich genug, damit man versteht, was da emotional alles passierte.

Ich hatte mir von dem Film wirklich nicht viel erwartet, eher gedacht, es wäre so ein Film zum Nebenbeigucken und Drübstreuen, bin dann aber relativ rasch zum „aktiv gucken“ übergegangen, weil der Film wirklich einen guten Flow hat, nie langweilig wird und die Story auch mit ihren Andeutungen, Bruchstücken und Umdeutungen sehr gut erzählt wird. Anspruch? Nein. Unterhaltungswert? Oh ja.

Ein Sequel mit dem Titel „The Housemaid’s Secrets“ ist bereits beschlossen und wird produziert werden. Bei dem Ende kann man sich gut vorstellen, worum es da gehen wird und naja, ich bin gespannt.

„The Housemaid“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, im Haushalt für Ordnung sorgende, Punkte.

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The Wrecking Crew (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/#respond Sat, 07 Feb 2026 05:00:09 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38474 Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, … Weiterlesen

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Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, raufen sich die zwei zusammen.

Vor allem auch weil ihr Vater scheinbar an seine Kinder Informationen weiter gegeben hat, die sie jedoch nicht bekommen haben. Was der Yakuza wiederum egal ist, denn die wollen zuerst Jonny und dann auch den Rest der Familie am Liebsten ganz von der Bildfläche verschwinden lassen…

Regisseur Angel Manuel Soto hat zuletzt mit Blue Beetle einen Comichelden verfilmt und als nächstes wagt er sich an eine filmische Version der „Just Cause“ Computerspiele. Dazwischen hat er eine Buddy-Actionkomödie für AmazonPrime gedreht, die sich als Hommage an die gute alte Zeit sieht, als solche Filme an der Tagesordnung standen. Durch Drehorte wie Hawaii und Neuseeland wird dabei zusätzlich ein gewisses tropisches Urlaubsfeeling erzeugt, was trotz ernsten Momenten, den lockeren Grundton unterstreicht.

Ich beginne gleich mit der einzigen Sache, die den Spaß hier etwas (nicht zu viel) bremsen könnte und das ist die eigene Erwartungshaltung. Dave Bautista und Jason Momoa machen gemeinsame Sache (Gegner waren sie ja bereits) und vermöbeln böse Jungs…baby yeah, count me in! Nicht falsch verstehen, das Ergebnis bereitet durchgehend Freude, hat Charme, Witz, knackige Action, übercoole Momente und brutale ebenso, aber gefeiert wie zuletzt etwa den ähnlich funktionierenden Heads of State, habe ich den Film nicht.

Warum das Werk hier so gut funktioniert, liegt dennoch an den beiden Herren. Batista hat nun endlich aufgehört, sich seine Haare (also hier den Bart) zu färben, denn das wirkt bei ihm extrem künstlich. Außerdem sind seine Oneliner wieder witzig, gerade bei ihm fällt mir immer auf, wenn ein Regisseur ihn nicht richtig führen kann oder er sich scheinbar nicht so wohl fühlt. Vielleicht schaltet er aber auch einfach zwischen „ich mache diesen Film gerne“ oder „ich verdiene damit mein Geld“ hin und her und das merkt man dann auch.

Sein James hat eine gewisse Würde an sich, ist Familienmensch und scheut nicht davor, sein Ego hinten an zu stellen. Jason Momoa schaltet in den letzten Jahren ja zwischen anspruchsvolleren Projekten immer wieder in seinen „von der Leine gelassenen“ Over the Top Modus (wie etwa in Aquaman 2) und den zelebriert er als Jonny durchgehend. Dabei ist seine Überdrehtheit natürlich nur ein Schutz, um seinen Schmerz zu verstecken, dabei hilft natürlich auch der Alkohol, denn nüchtern ist er in diesem Film kaum.

In Nebenrollen glänzen dann die Ladies, so wie Morena Baccarin (Elevation) als Momoas On/Off Freundin Valentina, die tough, verspielt und ziemlich clever ist und Frankie Adams (Mortal Engines) als nicht minder kämpferische Kusine der beiden Herren. Neben Situationskomik, lockeren Sprüchen und Familiendrama, wissen auch die Action-Momente zu gefallen. Abwechslungsreich von fast nacktem Kampf mit allem, was man in die Finger bekommt über Schießereien bis hin zu diversen Verfolgungsjagden.

Dabei geht es immer wieder auch blutig zu, wie etwa bei voller Fahrt ein Arm abgetrennt wird, habe ich so noch nie gesehen. Den Rest erledigt die atemberaubende Kulisse, die wie bereits erwähnt, einfach nach Freizeit und Entspannung schreit. Gerade deshalb wirken die ganzen Schurken hier wie Störfaktoren, die schnellstens entfernt gehören, damit wir alle in unseren wohl verdienten Freizeit-Modus umschalten können.

Das ergibt in Summe keinen Überhit, aber auf Streaming-Filme innerhalb des rein auf Unterhaltung zielenden Action-Genres bezogen, sicherlich einen der bessern Projekte der letzten Jahre. Besonders für Bautista freut mich dies, nach seinen drei Flops (In the Lost Lands, Afterburn und Trap House) in Folge, hat er und wir mit ihm scheinbar wieder Spaß vor der Kamera zu stehen. Also einfach hinsetzen, die Probleme der Welt für eine kurze Zeit vergessen, Dinge kaputt machen und danach mit mehr Energie weiter machen, das passt durchaus.

„The Wrecking Crew“ bekommt von mir 7,5/10 sich durch viel Zerstörung am Ende zusammen raufende Empfehlungspunkte.

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Still Wakes The Deep (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/#respond Sat, 17 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38371 Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause … Weiterlesen

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Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause kann. Seine Frau war darüber nicht sehr erfreut, es gab einen handfesten Streit und sie drohte sogar mit Scheidung. Auch vermisst er seine beiden Töchter.

Aber an diesem Tag holt ihn alles ein, denn der Boss will ihn sehen und Caz vermutet, dass die Polizei ihn aufgespürt hat. So ist es auch. Er wird gefeuert und macht sich gerade auf dem Weg zum Hubschrauber, der ihn zurück aufs Festland bringen soll, als eine Explosion die Plattform erschüttert.

Und schon bald darauf ist nichts mehr so wie es einmal war …

Ich habe schon öfter von „Still Wakes The Deep“ gehört und war immer interessiert daran, aber ich bin nich dazu gekommen. Nun – endlich – war es soweit und ich muss sagen, ich bin ziemlich beeindruckt. Zumindest zum größten Teil. Aber der Reihe nach.

„Still Wakes The Deep“ ist ein Horror-Spiel, in welchem ihr in der First-Person-Perspektive durch die Plattform hetzt und versucht irgendwie von dort wegzukommen. Das ist auf sich allein gestellt schon mal ein Hammer, denn die Macher:innen geben sich weder grafisch noch atmosphärisch eine Blöße. Das Spiel sieht verdammt gut aus (Ausgenommen Gesichter) und die Atomsphäre, die manche Areal verströmt, die ist zum Schneiden dick.

Dazu kommt ein extrem gelungenes Sound-Design und die Belichtung ist ein Hammer. Was ich auch großartig finde – die Handlung ist örtlich irgendwo in den Gewässern in der Gegend von Schottland angesiedelt, was bedeutet die hervorragenden englischen Synchronsprecher haben alle einen schottischen Dialekt. Herrlich. Wie oft man hier „mate“ hört oder „f*ckin“. Fühlt sich einfach echt und gut an.

Der große Nachteil von „Still Wakes The Deep“ ist allerdings das Gameplay, denn wenn man es genau nimmt, dann läuft man herum, klettert mal wo rauf oder runter und hin und wieder drückt man einen Hebel. Und wenn man das fünfte Mal eine Sicherung tauscht und die genau gleiche Animation sieht, dann fragt man sich schon, ob das nicht vielleicht auch anders gegangen wäre. Naja.

Wie dem auch sei – die Beira D-Plattform ist der Hauptcharakter, denn das Ding ist beeindruckend. Man fühlt sich tatsächlich wie an einem richtigen Ort. Manchmal dachte ich mir, kann ich das Öl und den Rauch wirklich riechen. Das ist wirklich beeindruckend, wie gut die das hinbekommen haben.

Wo sie halt dann aus meiner Sicht straucheln sind ein paar andere Dinge, nämlich konkret die Story an sich. Die leiht sich ein paar Momente aus „John Carpenter’s The Thing“ und ähnlichen Filmen. Ja, die Explosion passiert, weil die Herren wo bohren, wo sie nicht bohren sollten. Und ja, dann kommt was aus dem Boden und macht sich auf der Station breit. Ja, auch zu Body-Horror-Momenten kommt es. Und zwar zu einigen. Und wie soll man das Ding denn besiegen? Oder will man das überhaupt? Eigentlich will man nur weg.

Und das alles funktioniert, aber zu keiner Sekunde hatte ich zu keiner der Figuren (auch zu Caz selbst) auch nur irgendwie eine emotionale Verbindung. Irgendwo habe ich gelesen, dass es im Spiel darum geht, sich Dingen zu stellen und das Weglaufen alles nur schlimmer macht (Caz Flucht vor der Polizei quasi als Metapher), aber ich glaube, da hat sich ein Redakteur oder Spieler mehr Gedanken gemacht als die Macher:innen selbst.

Das nächste ist das Ende. So toll die Atomsphäre ist und so spannend die Wege und Mittel wie Caz und seine Kumpels versuchen, die Lage zu retten oder zumindest Zeit zu gewinnen – das ist alles cool und toll inszeniert, aber die Begegnungen mit diversen Monstern sind … naja, suboptimal umgesetzt, sag ich mal (ihr könnt euch nur verstecken oder weglaufen) und das Ende kommt dann richtig, richtig abrupt. Da hatte ich irgendwie das Gefühl, dass den Macher:innen die Geduld oder Ideen ausgegangen sind.

Egal – in Summe war „Still Wakes The Deep“ ein cooler Trip, den ich sogar so gern gespielt habe, dass ich mir den DLC „Siren’s Rest“ auch besorgt habe. Dazu ein anderes Mal mehr.

Wer also ein Horror-Spiel mit toller Atmosphäre, cooler Grafik und einem absolut kultigen und gut umgesetzten Ort spielen mag, den man ja in Spielen eher selten betritt (ich kann mich nur an die berüchtigte Mission in „Splinter Cell“ erinnern, die auf einer Ölplattform spielt), dann unbedingt zugreifen. Auch wenn das Ganze schon nach knappen 6 Stunden wieder vorbei ist.

„Still Wakes The Deep“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, mit Atmosphäre und (dafür gibt es nen Extrapunkt) schottischem Charme punktenden, Punkte.

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Alien: Earth – Staffel 1 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/20/alien-earth-staffel-1-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/20/alien-earth-staffel-1-serienkritik/#respond Sat, 20 Dec 2025 05:00:40 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38248 Im Jahr 2120 kontrollieren fünf große Unternehmen die Erde und das kolonisierte Solarsystem. Nach einer 65 Jahre andauernden Mission der Weyland-Yutani Corporation, wobei es dabei ging diverse Alien-Spezies einzufangen und zu studieren, ist das Raumschiff bereit für die Heimreise auf … Weiterlesen

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Im Jahr 2120 kontrollieren fünf große Unternehmen die Erde und das kolonisierte Solarsystem. Nach einer 65 Jahre andauernden Mission der Weyland-Yutani Corporation, wobei es dabei ging diverse Alien-Spezies einzufangen und zu studieren, ist das Raumschiff bereit für die Heimreise auf die Erde, doch es kommt durch Komplikationen, zu einem Absturz des Schiffes.

Es landet mitten im Gebiet der Prodigy Corporation, die sofort eine Rettungsmission startet, die schon schnell zu einer „die Kreaturen für sich beanspruchen“ Mission wird. Mittendrin ist dabei Wendy (Sydney Chandler), die vor kurzem noch ein sterbendes kleines Mädchen war und deren Bewusstsein sich nun in einem synthetischen Prototyp von Prodigy befindet…

Noah Hawley ist manchen Leuten ein Begriff, weil er für Serien wie Legion oder Fargo verantwortlich war und dabei auch bei einigen Folgen Regie geführt hat. Aktuell widmet er sich der Erweiterung eines Franchise, dass letztes Jahr mit Romulus wieder auf der Bildfläche erschienen ist und es auch weitere Filme geben wird. Zwischen August und September 2025 wurden nun auf Hulu (bei uns Disney+) die acht Folgen der Alien: Earth Serie veröffentlicht.

Sie spielt zwei Jahre vor den Ereignissen des ersten Alien-Films, jedoch in einer alternativen Zeitlinie, außerhalb des Kanons der Filme. Eines ist dabei unmissverständlich klar und das Thema wird auch immer wieder aufgegriffen: dies ist eine Peter Pan Story, eingebettet ins Alien-Universum. Die Größe ist weitläufig, durchaus auch stellenweise berauschend und behandelt Themen wie was macht Persönlichkeit und Identität aus und die Anmaßungen der Superreichen.

Was ziemlich schnell auffällt, ist dass die Facehugger und Xenomorphs hier nicht die Hauptrolle spielen. Es ist die Story der jungen Prototyp Hybriden – also die mit dem Bewusstsein der Kinder in künstlichen Körpern – der Hauptfokus und nebenbei werden noch ein paar andere Kreaturen eingeführt, die was den Body-Horror betrifft, in ihren Arten zu töten den Ekelfaktor der Aliens sogar noch übertreffen.

Man könnte durchaus sagen, dies ist eine Mischung aus Gesprächen/Beobachtungen über Existenz und Macht an sich und der Freude daran Menschen zuzusehen, wie sie auf unterschiedliche und stets blutige Art und Weise zerlegt werden. Die Effekte sind dabei richtig großartig, ebenso die Kameraeinstellungen und die Art, wie der Score bei jeder Folge mitsammen mit den Einblendungen der Titel und der kurzen Zusammenfassung der letzten Ereignisse ein unangenehmes Gefühl erzeugen und dich die Rocksongs am Ende jeder Folge, gehypt zurück lassen.

Mit Effekte meine ich dabei sowohl das CGI, als auch die handgemachten Gore-Momente. Die Schauspieler sind dabei ebenso perfekt in ihren Rollen. Egal ob Sydney Chandler (Don´t Worry Darling), die mit weit geöffneten Augen die Welt entdeckt und im weiteren Verlauf immer unheimlicher wird, oder Samuel Blenkin (Mickey 17) als Boy, der Prototyp überhaupt auf die überheblichste Form von Narzissmus und Amoralität bezogen über Timothy Olyphant (Havoc) als Synth mit speziell trockenen Humor, das ist großes Kino.

Was mich zu den Negativpunkten bringt, denn so gut auch die Darsteller sind, so ambivalent sind die Gefühle, die man ihren Figuren gegenüber hat. Es geht mir nicht darum, dass ich schwarz und weiß brauche und eine klare Identifikationsfigur, aber auch auf Grund der Masse an Figuren wird man als Zuseher hier eher zum Voyeur, als dass man zum Mitfiebern motiviert werden würde. Coole Aktionen liefern viele der Charaktere, aber um keinen hat man Angst bzw. gibt es genug andere Sachen, auf die man sich hier konzentrieren kann.

Nach den ersten vier Folgen, gibt es bei Folge fünf so etwas wie einen Mini-Alienfilm zu bewundern (also die Ereignisse, die zum Absturz in Folge eins geführt haben) und der ist von der Intensität wohl nicht ohne Grund die am Besten bewertete Folge auf der IMDB, aber hier ist mir etwas bei ein paar Aktionen so richtig aufgefallen, nämlich wie dumm einige die Protagonisten teilweise agieren. Atemschutz bei einer operativen Entfernung eines Aliens? Brauchen wir nicht, wird schon keinen Abwehrmechanismus haben.

Einen Container mit Kreaturen richtig mit Deckel verschließen? Aber nein, da dauert ja dann das hin und her viel zu lange. In eine Zelle eintreten, ohne dabei auf das darin befindliche Alien zu achten? Nicht nötig, will ich Jemanden helfen, verschwindet der Rest der Welt einfach aus der Wahrnehmung. Das ging dann so weit, dass ich wirklich in einer Folge eine Pause einlegen musste, um all die vom Drehbuch auferlegten Unachtsamkeiten aka Blödheiten abschütteln zu können.

Das sind Wissenschaftler und Ärzte und auch wenn die Hybriden Kinder sind, sollen sie doch angeblich super intelligent sein. Wäre dies ein Final Destination Film, der Tod bräuchte überhaupt nix zu planen und vorzubereiten, die beseitigen sich schon von selbst. Neben der für Disney typischen finalen Übermacht der weiblichen Hauptfigur, hat mich das mehrmals völlig aus der Immersion heraus geworfen. Was eben gerade deswegen schade ist, weil einige Teile hier so gut wären.

Ein starker Beginn, der in der fünften Folge seinen Höhepunkt findet und dann geht es bergab. Wenn eine Story sich so verläuft in mehreren Handlungssträngen und am Ende zwar eine Neuaufstellung liefert, aber für keinen der wichtigen Figuren Antworten liefert, dann werden die zunächst selbst erzeugten Erwartungen, einfach nicht erfüllt. Was Hawley für die bereits genehmigte zweite Staffel vor hat, ist dennoch spannend und ich werde sie mir sicherlich ansehen, aber ich würde es nicht Vorfreude nennen, eher Neugier.

„Alien: Earth“ Staffel 1 bekommt von mir 7,5/10 sich selbst etwas im Weg stehende und dabei zu viel wollen und zu wenig aussagende Empfehlungspunkte.

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Tron: Ares (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/02/tron-ares-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/02/tron-ares-filmkritik/#respond Tue, 02 Dec 2025 05:00:04 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38192 29 Minuten. Dann zerfallen alle Dinge oder Lebewesen, die aus dem Grid in die reale Welt geholt werden. Deshalb setzen zwei verfeindete Firmen alles daran, den Code dafür zu finden, permanente Sachen zu erschaffen. Genau diesen Code hat Eve Kim … Weiterlesen

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29 Minuten. Dann zerfallen alle Dinge oder Lebewesen, die aus dem Grid in die reale Welt geholt werden. Deshalb setzen zwei verfeindete Firmen alles daran, den Code dafür zu finden, permanente Sachen zu erschaffen. Genau diesen Code hat Eve Kim (Greta Lee) gerade gefunden und wird deswegen gejagt.

Ihr Konkurrent Julian Dillinger (Evan Peters) hat Ares (Jared Leto) aka sein Master Control Program – den perfekten Soldaten – ausgeschickt, um Eve um jeden Preis einzufangen und ihr Wissen zu stehlen. Dabei wird schnell klar, dass Ares eigenes Interesse seine 29 Minuten zu verlängern ihm wichtiger ist, als seine Befehle…

Manche „Franchises“ funktionieren außerhalb der Norm (wobei ich mich damit auf die drei Filme beziehe, nicht die zahlreichen Spiele oder die kurzlebige Uprising Serie). Im Jahr 1982 entstand der erste Tron, damals ein visueller Vorreiter was computergenerierte Effekte betrifft. Trotz finanziellem Erfolg sollte es bis 2010 dauern, bis die Story mit Legacy fortgesetzt wurde. Auch hier wurde genug eingespielt, dennoch vergingen weitere 15 Jahre bis zum dritten Teil.

Die ersten beiden Teile gelten mittlerweile als Kult, ein Status, den Ares inszeniert von Regisseur Joachim Rønning (Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales) sicherlich auch in Zukunft nicht erreichen wird. Er ist auch der erste Flop innerhalb der Filmreihe und konnte bisher nicht mal sein Budget wieder einspielen. Ich hatte damit jedoch meinen Spaß, weil ich ihn auf eine bestimmte Weise erlebt habe, aber vorher muss ich kurz weg von der digitalen, auf die Meta- (aka reale) Ebene gehen.

Der ganze Diskurs rund um Produktionen von Disney, ist schön langsam lächerlich. Ja, die haben die letzten Jahre unglaublich viel Mist produziert. Dennoch bin ich kein „Simp“ wenn ich etwas von ihnen gut finde und kein „Hater“, wenn mir etwas nicht gefällt. Es ist übrigens auch nicht jeder konservativ denkende Mensch ein Nazi und nicht jeder Liberale würde gerne neben Stalin auf dem Thron (fast hätte ich jetzt unabsichtlich Tron geschrieben) sitzen. Zur Wiederholung: das Schubladendenken ersetzt den Diskurs und das ist schade.

Das reicht jetzt, so viel zum „Tiefgang“, den der Film in keiner Weise hat. Dafür ist er für Tron typisch, ein audiovisueller Trip – den ich genau als solchen und viel weniger als einen Film erlebt habe – der neben der Optik eindeutig auch von der Musik der Nine Inch Nails geprägt ist, die der Sache klar ihren Stempel aufdrücken und für Eigenständigkeit sorgen (wie es Daft Punkt bereits beim Vorgänger gemacht haben).

Das Szenario an sich entspricht im Prinzip einer einzigen, langen Verfolgungsjagd, am besten vergleichbar mit den ersten beiden Terminator Filmen. Der Suspense-Faktor und die geistreichen Dialoge fehlen zwar, aber bei einem überlangen Musikvideo, ist das auch nicht nötig. Auf Jared Leto hacken Filmfreunde seit Morbius ja gerne herum, aber als Ares finde ich seine zurückhaltende Art, seiner Figur entsprechend sehr passend. Wie er dabei dennoch sporadisch Humor einbindet, ist ebenfalls sehr gelungen.

Greta Lee (The Morning Show) als Eve Kim lernt man zunächst unnahbar und als Arbeitstier kennen, doch im Laufe der Handlung ist man schon auf ihrer Seite, vor allem ihre physische Präsenz kommt für mich gut zur Geltung. Evan Peters (American Horror Story) ist verschenkt als Elon Musk Verschnitt aka Tech-Millionär ohne Moral und Jodie Turner-Smith ist als Athena sehr arrogant und unsympathisch, was sie seit ihren Interviews zu The Acolyte, sowieso auch als reale Person für mich ist.

Schaut man also hinter die Schauwerte oder hinterfragt die Logik, dann wird man hiermit kein freudiges Erlebnis haben. Auch wie das Vermächtnis von Flynn aus Legacy zu Beginn lieblos gehandhabt wurde, ist nicht die feine englische Art (eher die Disney Art, Mann durch Frauen ersetzen und so), aber es war mir ziemlich egal. Wohl sicherlich einer der oberflächlichsten Blockbuster des Jahres, dafür liefert er auf dieser Ebene ein perfektes Erlebnis mit ebensolchen Effekten. Das hat für mich in diesem Fall gereicht.

„Tron: Ares“ bekommt von mir 7,5/10 mit der Naivität eines Kindes, das echte Leben als erstrebenswerte Alternative zum Grid glorifizierende Empfehlungspunkte (ob das jetzt ironisch war, kann jeder für sich entscheiden).

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The Fantastic Four: First Steps (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/22/the-fantastic-four-first-steps-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/22/the-fantastic-four-first-steps-filmkritik/#respond Sat, 22 Nov 2025 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38069 Die Fantastic Four sind so beliebt wie nie zuvor und werden allerorts als Helden gefeiert. Nebenbei kommt auf Reed (Pedro Pascal) und Sue (Vanessa Kirby) gerade ihre größte Aufgabe zu, denn sie bekommen ein Baby. Die heile Welt wird jedoch … Weiterlesen

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Die Fantastic Four sind so beliebt wie nie zuvor und werden allerorts als Helden gefeiert. Nebenbei kommt auf Reed (Pedro Pascal) und Sue (Vanessa Kirby) gerade ihre größte Aufgabe zu, denn sie bekommen ein Baby. Die heile Welt wird jedoch abrupt durch das Auftreten eines außerirdischen Wesens namens Shalla-Bal (Julia Garner) gestört, das die Ankunft von Galactus ankündigt.

Der wiederum ist eine Kreatur mit gewaltiger Macht, der ganze Planten frisst, um den Schmerz seines schier endlosen Hungers zu stillen. Die FF brechen daraufhin mit ihrem Raumschiff auf, um Galactus zu konfrontieren oder/und mit ihm zu verhandeln, bevor er ihren geliebten Planeten samt jedem einzelnen Lebewesen vernichten kann…

Dies ist der bereits 37te Film des MCU und er leitet die Phase 6 des Marvel Cinematic Universe ein. Neben der vergessenen Version aus den 90er Jahren, den beiden trashig unterhaltsamen Filmen aus den Jahren 2005 und 2007 und der ziemlich verpatzten Version von 2015, ist dies dabei bereits die vierte Inkarnation und gleichzeitig auch der vierte Versuch, die allerste Superhelden-Familie von Marvel, erfolgreich auf die Leinwand zu bringen.

Regie führt hier Matt Shakman, der bereits bei der Wanda Vision Serie Erfahrungen mit Marvel sammeln konnte. Ich finde einige der hier getroffenen Entscheidungen dann richtig gut, andere Dinge haben mich hingegen wiederum gestört. Um darüber Worte verlieren zu können, werde ich ab jetzt spoilern. Zunächst mal zur Optik, dieser retro futuristischen Alternativversion der 60er Jahre. Die ist frisch, unverbraucht und mischt gekonnt nostalgische und zukünftige Technologien miteinander.

Die CGI-Momente sind top und auch Galactus ist schön riesig, bedrohlich und wirkt einigermaßen unaufhaltsam. Von der Story her gibt es dabei eine kurze Anspielung auf einen Kult, der ein Ende durch ihn herbeisehnt und dann ist mir im Schlussspann doch echt etwas passiert, dass mir noch nie in einem MCU-Abenteuer passiert ist, ich habe einen Song gehört, den ich mir dann suchen musste, seitdem schon mehrere male gehört habe und auch anderen vorgespielt habe.

Let Us Be Devoured heißt das gute Stück von Andrea Datzman und es spiegelt für mich perfekt eine Ebene von Nerd-Humor wider, die ich liebe. Schaut euch den Film an und hört danach den Song, wenn ihr den genau so feiert, dann seid ihr mit mir auf einer Wellenlänge. Überhaupt ist der Score von Michael Giacchino (Star Trek) wirklich großartig, im Sinne von Stimmung erhellend und zum Mitsummen anregend.

Neben Optik und Musik ist hier ein dritter fetter Pluspunkt, wie mit Johnny Storm und Ben Grimm umgegangen wird. The Thing war noch nie so herzlich und verkommt nie zum Opfer diverser Scherze. Die Fackel ist dann aber mein charakterliches Highlight. Der ist zwar immer noch am Papier ein Frauenheld, aber auf eine viel verspieltere Art und Weise und neben seinem gewinnenden Auftreten, kann er Leute und deren Emotionen, sehr gut lesen.

Wenn man bedenkt wie anders Joseph Quinn zuletzt in Gladiator 2 gespielt hat, dann kann man eindeutig seine Bandbreite erkennen. Was mich zu den negativen Aspekten führt und da hätten wir Pedro Pascal (der witziger Weise auch bei G2 dabei war). Nein, ich bin nicht auf den „der ist überall dabei, jetzt hassen wir ihn“ Wagen aufgesprungen aber sorry, hier läuft für mich 100 prozentig Pedro Pascal über die Leinwand und nicht Reed Richards. Irgendwie hat er sich einfach wie ein Fremdkörper angefühlt.

Vanessa Kirby (Hobbs and Shaw) als Sue ist besser und es ist nur ihrer Schauspielkunst zu verdanken, dass sie gegen das Girlboss-Disney-Drehbuch ankämpfen kann. Bis sie quasi im Alleingang beim Finale Galactus besiegt, ja genau den, das Gott ähnliche Wesen, dass ganze Planeten frisst. Wer mir jetzt erzählen will, dass das nur ein Metapher sein soll, dass nichts zwischen eine Mutter und ihr Kind kommen kann, dann kann ich nur danke sagen, aber nein danke, das kaufe ich ihnen nicht ab. Die Stärke der Familie als Motiv, funktioniert aber unabhängig davon als heiler Ruhepol in einer bedrohlichen Welt.

Der weibliche Silver Surfer ist mir dafür egal (also auf den Backlash bezogen, weil nicht der männliche gewählt wurde), aber da sie Johnny am Ende um seinen Heldenmoment beraubt, ergibt das in Kombination mit Sue doch einen unnötigen und durchaus langweilig gelösten Moment „for the modern audience“. Die Möglichkeit für ein richtig starkes Gesamtpaket ist somit durchaus spürbar, wird aber durch einige Entscheidungen nach unten gezogen.

Was die Einzigartigkeit des Settings und den Wiedererkennungswert und Funfaktor der Musik betrifft, ist dies somit sicherlich das Highlight innerhalb des MCU der letzte Zeit. Für einen Hit ist es mir dann aber durch die bremsenden Faktoren doch zu wenig, der beste FF-Film der bisher jemals gedreht wurde, ist es dennoch. Auf jeden Fall ist es gut, dass es nun dauert bis Ende 2026, bevor der nächste Film des MCU startet, wobei ein mit nostalgischen und neuen Charakteren überfülltes und hier im Schlussspan auch angekündigtes Mammut-Projekt wie Avengers: Doomsday, wahrscheinlich sowieso ein Hit wird, auch wenn ihn die längere Anlaufzeit, nicht wirklich besser machen sollte.

„Fantastic Four First Steps“ bekommt von mir 7,5/10 wie man von der Außenwelt aufgenommen wird nicht immer lenken könnende Empfehlungspunkte.

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The Stuff (1985 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/01/the-stuff-1985-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/01/the-stuff-1985-filmkritik/#respond Sat, 01 Nov 2025 10:40:31 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38176 Es sickert aus der Erde. Es ist köstlich – es nimmt die Welt im Sturm. Genug ist nie genug und es ist alles, was du brauchst: The Stuff. Das neue Dessert für alle. Quasi ein Joghurt, aber eines, dass es … Weiterlesen

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Es sickert aus der Erde. Es ist köstlich – es nimmt die Welt im Sturm. Genug ist nie genug und es ist alles, was du brauchst: The Stuff. Das neue Dessert für alle. Quasi ein Joghurt, aber eines, dass es in sich hat.

Aber Jason (Scott Bloom) sieht eines Tages, wie sich „The Stuff“ im KÜhlschrank von allein bewegt und ahnt, dass etwas nicht stimmen kann. Auch seine Eltern und sein Bruder beginnen, sich seltsam zu verhalten.

Woanders wird David (Michael Moriarty) engagiert, um herauszufinden, wie und wo „The Stuff“ produziert wird, denn der unheimliche Erfolg ruft natürlich Neider auf den Plan. Das Rezept ist streng geheim und David ist Experte für Industrie-Sabotage.

Und David findet viel heraus. Vielleicht zu viel …

Larry Cohen, Drehbuchautor und Regisseur von „The Stuff“, war mir in erster Linie durch den alten Film namens „American Monster“ bekannt, Originaltitel „Q – The Winged Serpent“, den ich vor vielen, vielen Jahren mal gesehen habe und der mir damals sehr gut gefallen hat.

Mit „The Stuff“ hat er sich allerdings selbst übertroffen und gleichzeitig ins Aus geschossen. Soweit ich recherchieren konnte, wäre der Film um einiges länger als er jetzt tatsächlich ist. Das Studio hat viel rausgeschnitten und Cohen war mit dem Endprodukt nicht so richtig zufrieden. Ich verstehe, warum. Dazu gleich mehr. Zuerst noch die Info: Auch das Studio war nicht erfreut über den Film, denn die wollten einen Body-Horror-Film haben – ähnlich wie „The Blob“. Was sie bekommen haben ist eine Satire, eine ziemlich irre, geniale Satire, aber dennoch eine Satire. Und Angst hat man bei „The Stuff“ eigentlich keine Sekunde.

Der Grund warum beide Seiten unzufrieden waren ist einfach erklärt: Man kann aus einer Satire keinen Horrorfilm schneiden und wenn man diese Satire dann als Horrorfilm vermarktet, dann sind potentielle Fans enttäuscht und das finanzielle Einspielergebnis, nun, ist suboptimal.

Im Gegenzug hat man als Regisseur, der den Film gedreht hat, immerzu das Wissen, dass der Film als Satire – hätte man ihn in seiner ursprünglichen Form belassen – wirklich toll funktioniert hätte. Nur kann man das halt niemanden beweisen, wenn das Studio den Film so nicht veröffentlichen will. Ein Problem, welches ja auch heute noch des Öfteren so gibt.

In Summe ist es schade, denn man merkt die fehlenden Teile des Films den ganzen Film lang und gerade gegen Ende fällt es extrem auf, dass hier komplette Szenen fehlen müssen. Weil die Stimmung von Szene A zu B nicht. zusammenpasst, weil Personen, die eben noch an Ort X waren auf einmal an Ort Y sind und so weiter.

Dabei hat der Film vieles, was für ihn spricht. Das beginnt bereits bei der ersten Szene. Ich habe kurz überlegt, ob ich was übersprungen haben unabsichtlich, oder ob sonst etwas falsch lief, aber nein – der Film beginnt genau so: Ein Bauarbeiter sieht etwas Weißes aus der Erde blubbern. Und sein erster Reflex ist es, den Finger reinzustecken und das Zeug in den Mund zu schieben(!). Ein Kollege kommt und fragt, was er macht. Er sagt: „Das musst du probieren – das ist köstlich!“. Und dann sehen wir in der nächsten Szene bereits, wie „The Stuff“ die Welt im STurm nimmt.

Wer hier bereits den Kopf schüttelt, der oder die hat noch gar nichts gesehen. Das geht so weiter. Und natürlich sind sich alle Macher:innen bewusst gewesen, was sie hier für einen Film machen – und haben einen großen Spaß dabei. Allen voran Michael Moriarty, der David super charmant spielt und der den Film über weite Strecken zusammenhält.

Auch die Nebenfiguren sind toll. Ob nun „Choclate Charlie“ (Garret Morris) oder Nicole (Andrea Marcovicci) oder Col. Spears (Paul Sorvino). Alles Unikate. Charlie zum Beispiel ist das Gesicht eines Schokoladeartikels, der von „The Stuff“ quasi aus dem Rennen geworfen wurde. Und der Typ ist – im positiven Sinne – irre. Nicole ist die Marketingleiterin, die „The Stuff“ eigentlich erst so populär gemacht hat – aber sie ahnte bereits, dass da was schräg war und tut sich mit David zusammen. Und Col. Spears? Nun, der ist ein völlig eigenes Kaliber und als US-Colonel großartig überzeichnet. Als sie zB eine Anlage stürmen und „The Stuff“ alle, die es übernommen hat, verlässt und dadurch tötet ist richtig sauer, weil die jetzt alle tot sind und nicht er es war, der sie umgenietet hat. Liest sich schräg, ist aber völlig absurd und witzig anzusehen.

Im Kern ist „The Stuff“ also eine Mischung aus „Invasion der Körperfresser“ und „The Blob“, gemischt mit ganz viel satirischer Konsumkritik, die auch heute noch funktioniert.

Witzig finde ich: Auch wenn der Film im Grunde floppte, so gibt es eine ganze Staffel von „Supernatural“, die genau die gleiche Handlung aufgreift und die Story so richtig zelebriert. Da sieht man, welches Potential die schräge Story gehabt hätte.

Was soll ich sagen? Wer folgende Zeile nicht per se großartig findet, ist im falschen Film: „Ladies and gentleman: We are under attack by a popular dessert known as ‚The Stuff‘!“. Großartig. Einfach großartig.

„The Stuff“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, leider durch Studioschnitte seiner Glorie beraubte, Punkte.

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Haunted Hotel (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/14/haunted-hotel-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/14/haunted-hotel-serienkritik/#respond Tue, 14 Oct 2025 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38109 Katherine (Eliza Coupe) hat ein Hotel geerbt, da ihr Bruder verstorben ist. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Ben (Skylar Gisondo) und Esther (Natalie Palamides) zieht sie ein, stellt aber rasch fest, dass sich hier einiges tut, was so nicht klar … Weiterlesen

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Katherine (Eliza Coupe) hat ein Hotel geerbt, da ihr Bruder verstorben ist. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Ben (Skylar Gisondo) und Esther (Natalie Palamides) zieht sie ein, stellt aber rasch fest, dass sich hier einiges tut, was so nicht klar war. Denn das Hotel ist verwunschen. Alle, die in dem Hotel oder in einem gewissen Umkreis davon sterben, bleiben als Geister hier.

Dieses Schicksal hat auch Katherines Bruder Nathan (Will Forte) ereilt, er immer noch als Geist hier ist, sein Dasein eigentlich ganz okay findet und mit Tipps und Tricks bei der Hotelführung mitredet. Wenn auch selten wirklich hilfreich.

Trotz diverser Rückschläge versucht Katherine das Hotel zu führen und auch davon leben zu können. Die Anwesenheit der Geister macht das allerdings schwierig. Dazu kommt noch die Präsenz eines Höllendämons namens Abbadon (Jimmi Simpson), der im Körper eines ewig jungen Kindes gefangen ist und sich der Familie sozusagen angeschlossen hat, wenn auch aus völlig eigenen Motiven heraus.

Alltag? Pft. Wer braucht schon Ruhe und Ordnung?

Netflix kann durchaus gute Serien produzieren, was ich vor allem im Animationsbereich manifestiert (haha, Wortspiel!). Um es gleich vorweg zu sagen: „Haunted Hotel“ erfindet weder das Rad neu, noch sind die Figuren besonders kreativ geworden – trotzdem macht die Sache jedoch Spaß. Das liegt an den flotten Dialogen und den schrägen Möglichkeiten, welche die Geister und die Interaktion mit ebendiesen bieten. Zumindest in den ersten Folgen ist es noch die Überraschung, wie die Familie mit der Situation umgeht, die für gute Laune sorgt – so spielt Töchterlein Esther in der ersten Folge mit einem typischen Slasher-Killer „Mörder“ und „Opfer“. Das war schon witzig anzusehen. Auch die anderen Geister, insofern sie eine Persönlichkeit bekommen haben, sind unterhaltsam und schräg.

Je länger die Serie dauert, desto mehr rücken diese Dinge jedoch in den Hintergrund, einfach weil der Faktor des Neuen wegfällt und man schon ein wenig daran gewöhnt ist, dass jetzt dann wieder etwas Schräges passiert. Da gibt es einen gewissen Gewöhnungseffekt. Die Macher:innen – allen voran der Showrunner Matt Roller, der auch bei Community und Rick und Morty mitgewerkt hat, bemühen sich, diese Tatsache zu entkräften indem sie sich auf die Schicksale der menschlichen Protagonist:innen konzentrieren und eben deren Eigenschaften.

Da gibt es zum Beispiel Ben, der ältere Sohn, der eine Affäre mit einem Geist aus den 1920er Jahren anfängt. Oder Esther, die ihre Freizeit mit Abbadon verbringt und sich selbst schwarze Magie beibringt, was sie oft zur Lösung aber auch zur Ursache diverser Probleme werden lässt. Katherine muss mit dem Hotel, dem finanziellen Kollaps (der allerdings nie irgendwie richtig Thema wird) und ihrem Single-Dasein umgehen. Das führt zum Beispiel in einer Folge dazu, dass sich die Honeymoon-Suite in Katherine verknallt und diese das anfangs durchaus genießt. Und ja, ihr lest richtig: Ein Zimmer verknallt sich in Katherine.

Heimlicher (oder auch nicht ganz so heimlicher) Star der Show ist allerdings Abbadon, der – all seiner magischen Höllenkräfte beraubt – ein Dasein als junger Knirps fristet, allerdings mit dem Wissen von Äonen aus der Hölle und keiner Ahnung, wie die aktuelle Welt funktioniert. Das wird oft wirklich cool genutzt – als Beispiel eine Folge, die er damit verbringt hinter einer Tür zwischen zwei Wänden gefangen zu sein, weil er Türstopper ihn einsperrt. Geniale Szenen und Dialoge. Sein einziger Freund – und ehemals Erzfeind -: Eine Spinne. Großartig.

Vom Zeichenstil und den Animationen her ist alles erste Sahne. Und ja, die Macher:innen sind sich auch nicht zu schade immer wieder Referenzen oder visuelle Witze und Hommagen an Horrorklassiker einzubauen. So steht zum Beispiel Quint (aus „Der weiße Hai“ ) im Wasser im See und angelt. Allerdings nur die obere Hälfte, weil die untere ja der weiße Hai gefressen hat. Und solche Anspielungen gibt es Zuhauf. Ich habe sicher nicht alle mitbekommen. Die, die ich verstanden habe waren allerdings sehr liebevoll eingebaut.

Die letzten Episoden sind dann – wie ich finde – besser als die kurzen, netten, aber unspektakulären Folgen in der Mitte – und gerade die letzte Folge ist ein Hammer. Da haben die Macher:innen wohl erst entdeckt, was für Potential diverser Charaktere eigentlich haben. Auch eine Folge in welcher Esther einen Zombie als Vater-Eratz in die Sprechstunde schickt ist super geworden.

Leider muss ich auch ein Thema ansprechen, welches mir schon stark gegen den Strich geht: Ja, die Serie hat die üblichen Klischees. Katherine ist die Powerfrau, die intelligent ist und an welcher die gesamte Last der Familie und des Hotels hängt. Esther ist die kleine Wunderfee, die quasi alle anderen mit ihrem IQ und ihrem arkanem Wissen in den Schatten stellt. Ben ist der dumme männliche Teenager, der selten mit dem Kopf, sondern mit dem zwischen den Beinen denkt. Und Nathan ist einfach ein Depp, der im Leben nichts auf die Reihe gebracht hat und auch als Geist nicht die beste Figure macht und der sich nutzlos vorkommt. Ihr seht worauf ich hinauswill: Die Männer sind dumm. Die Frauen sind super. Damit muss man leben – oder es ignorieren können. Wen sowas stört: Macht einen Bogen.

In diesem Fall hat es mich nicht gejuckt, weil einfach rundherum viel passiert und die Gag-Dichte hoch ist, als auch die Synchronsprecher (in der englischen OV) einen Hammer-Job machen. Gerade diverse Mini-Szenen und Momente sind großartig. Es gibt zB eine Folge in welcher die Eigenschaften von Ben in Form von „Klonen“ ein Eigenleben entwicklen und eine ist dabei, die nennt sich „Katzen-Ben“, der trägt einen Hoodie mit Katzenohren und macht relativ oft unterwürfige Gesten mit einem leicht sexuellen „Miau“ dazu. Das führt den (Original)-Ben dazu, ihm während einer Flucht die Worte „I don’t understand how you’re a part of me.“ entgegenzuschmeißen.

Das sind so kleine, aber feine Momente, in denen subtilerer, anarchischer Humor durchscheint, der aber nie zum richtigen Ausbruch kommt. „Rick und Morty“ ist das hier nicht. Es ist nicht mal „Community“. Aber es funktioniert, macht Laune und tatsächlich hoffe ich auch eine zweite Staffel. Und wenn wir schon dabei sind: Bringt „Inside Job“ zurück!

„Haunted Hotel“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, sein Potential nicht vollends ausschöpfende, aber sehr unterhaltsame, Punkte.

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