P7,5 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 24 Aug 2026 06:16:59 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.10 Das wandelnde Schloss aka Howl’s Moving Castle (2004 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/25/das-wandelnde-schloss-aka-howls-moving-castle-2004-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/25/das-wandelnde-schloss-aka-howls-moving-castle-2004-filmkritik/#respond Tue, 25 Aug 2026 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39074 Sophie arbeitet in einem Hutladen und repariert dort Hüte. Und das in einer Zeit, in welcher sich das Land gerade im Krieg befindet. Eines Tages wird sie beim Spaziergang von Soldaten belästigt, aber von einem seltsamen, mysteriösen Mann, der scheinbar … Weiterlesen

The post Das wandelnde Schloss aka Howl’s Moving Castle (2004 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Sophie arbeitet in einem Hutladen und repariert dort Hüte. Und das in einer Zeit, in welcher sich das Land gerade im Krieg befindet. Eines Tages wird sie beim Spaziergang von Soldaten belästigt, aber von einem seltsamen, mysteriösen Mann, der scheinbar ein Zauberer ist, gerettet. Aber auch er wird verfolgt, nämlich von seltsamen Schattenwesen. Aber die beiden können entkommen. So rasch, wie er in ihr Leben getreten ist, ist er auch wieder weg.

Kurz darauf bekommt Sophie Besuch von einer abartigen Frau, die einen Fluch über sei ausspricht. Der Grund ist simpel: Der Zauberer hat ihr geholfen und das gefällt der Hexe gar nicht. Als Sophie am nächsten Morgen aufwacht, ist sie eine alte Frau. Sie flieht und stolpert mehr durch Zufall über eine Vogelscheuche, die zu leben scheint und in ein Schloss.

Das Schloss bewegt sich auf vier Beinen durch die Gegend und wird von „Howl“ bewohnt. Dem besagten Zauberer, der Sophie gerettet hat. Aber wie es aussieht, ist es Howl, der tatsächlich Hilfe braucht. Denn der Grund für die ständige Bewegung des Schlosses liegt darin, dass auch Howl verfolgt wird. Er soll nämlich in den Krieg eingreifen, weigert sich aber. Noch dazu hat die Hexe, die Sophie verflucht hat, noch eine Rechnung mit ihm offen.

Lang kann Howl die Flucht nicht mehr aufrecht erhalten, denn die Magie, die er dazu braucht, raubt ihm jeden Tag ein wenig mehr Menschlichkeit. Langsam, aber sicher wird er zu einem Monster werden. Auch, weil er seine Magie durch einen Pakt mit einem Dämon, der nun als Feuerflamme im Schloss wohnt, eingegangen ist …

Also, wenn man versucht die gesamten Handlungsstränge von „Das wandelnde Schloss“ bzw. „Howl’s Moving Castle“ zusammenzufassen, dann merkt man erst so richtig, wie viel in dem Film los ist und wie viel Vorgeschichte ein Großteil der Protagonist:innen mit sich herumschleppen. Das merkt man während dem Film tatsächlich gar nicht so groß, weil so viel passiert, dass man ohnehin mitdenken muss, um den Faden nicht zu verlieren.

Vielleicht einen Schritt zurück: Der Film ist von Hayao Miyazaki und der ist durchaus für seine optisch tollen und ansprechenden, aber auch nicht immer leichten Filme bekannt. Vor allem natürlich mit dem Studio Ghibli. Das sollte man kennen. Bzw kennt man und frau im Regelfall Filme vom Studio Ghibli, auch wenn der Name vielleicht unbekannt ist.

Auf der Liste des Studios stehen so Perlen wie „Prinzessin Mononoke“ oder „Mein Nachbar Totoro“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Die Chroniken von Erdsee“ oder „Ponyo“. Und noch viele, viele weitere. Fast jeder davon ein Klassiker. Es gab eine Zeit, da war jeder Film vom Studio Ghibli ein Event – wie Pixar damals. Nur japanisch. Und handgezeichnet. Das Studio hat klar einen eigenen Stil und es gibt ja aktuell sogar immer noch den Trend bei KI-Bildern „im Stil vom Studio Ghibli“. Kennt man einfach.

„Howl’s Moving Castle“ ist sehr ambitioniert und nach einem eher langsamen und entspannten Einstieg nimmt der Film immer mehr an Fahrt auf und gegen Ende eskaliert das Ganze absolut. Was als kleine Story von Sophie beginnt, wird am Ende zu einer Story der Weltenrettungen und des Widerstand gegen den Krieg, der bis dahin allerdings bereits durch die Lande zieht und da geht richtig die Post ab. Also hier ist einiges los.

Dass man den Überblick nicht verliert, liegt daran, dass die Story aus der Sicht von Sophie erzählt wird, die mehr oder weniger gegen ihren Willen, in die ganze Sache mit reingezogen wird – und sich am Ende (Überraschung …) auch als Teil der Lösung herausstellt. Und das ist auch das einzige Manko des Films – er nimmt so viele Storyfäden und Figuren mit, dass er gegen Ende nur einen Teil davon befriedigend auflösen kann.

Nur ein minimaler Spoiler (weil’s für die Handlung nicht so wichtig ist): Sophie richtet als sie als alte Frau aus der Stadt flieht im Vorbeigehen eine Vogelscheuche auf, die sie am Wegrand findet. Stellt sich heraus, die lebt, springt herum und begleitet sie immer wieder Mal. Gegen Ende – da werden dann Flüch aufgehoben und so weiter – stellt sich heraus: Das ist der Prinz vom Nachbarland und der wird jetzt sofort den Krieg beenden. Was für’n Zufall. Und wie passend.

Naja, der Film hat trotzdem viel zu bieten: Schauwerte über Schauwerte, eine philosophische Story und vor allem die Figuren sind wirklich fein. Nur als Beispiel: Sophie muss in Vertretung von Howl zur Beraterin des Königs. Am Weg dahin, trifft sie auf die Hexe, die sie zu einer alten Frau verflucht hat. Die ist richtig, richtig dick. Sophie beschwert sich bei ihr, weil sie sie zurück verwandeln soll. Daraufhin erklärt ihr die Hexe, dass könne sie nicht. Sie wüsste nur, wie man Flüche ausspreche, nicht wie man sie breche. Na dann. Zur Königin rauf ist es eine endlos lange Treppe. Tut sich Sophie schon schwer, aber die Hexe ist so dick und schwer, dass sie mehrmals fast zusammenbricht. Was tut Sophie? Hilft ihr und feuert sie an.

Das sind einfach Verhaltensweisen, die irgendwie seltsam sind, mit denen man nicht rechnet und die trotzdem irgendwie passen. Und die Hexe spielt dann später noch eine absolut wichtige Rolle, auch wenn man sich nie ganz sicher ist, ob die jetzt eine der Bösen ist – immerhin ist sie Schuld an Sophies Zustand -, oder ob sie nicht vielleicht doch irgendwie zu den Guten gehört.

Ja, es ist ein seltsamer Film. Anders kann man das nicht nennen, aber er reißt mit, er berührt und auch wenn dann gegen Ende auf jedwede Logik gepfiffen wird und alles viel zu schnell zu einem Ende kommt, so packt der dennoch und nimmt einen mit auf eine spannende und unerwartet ernste und intensive Reise.

„Das wandelnde Schloss“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, eine fantastische Geschichte mit einem nicht ganz so fantastischen Abschluss, erzählende Geschichte.

The post Das wandelnde Schloss aka Howl’s Moving Castle (2004 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/08/25/das-wandelnde-schloss-aka-howls-moving-castle-2004-filmkritik/feed/ 0
Christopher Nolan’s The Odyssey (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/23/christopher-nolans-the-odyssey-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/23/christopher-nolans-the-odyssey-filmkritik/#respond Thu, 23 Jul 2026 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39059 Nachdem Odysseus (Matt Damon) durch einen Trick die Belagerung von Troja beendet hat, macht er sich mit seiner Crew auf die Heimfahrt. Dumm nur, dass er eine Abkürzung nehmen möchte, die ihn zu einer Insel bringt. Dort wollen sie ihren … Weiterlesen

The post Christopher Nolan’s The Odyssey (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Nachdem Odysseus (Matt Damon) durch einen Trick die Belagerung von Troja beendet hat, macht er sich mit seiner Crew auf die Heimfahrt. Dumm nur, dass er eine Abkürzung nehmen möchte, die ihn zu einer Insel bringt. Dort wollen sie ihren Proviant aufstocken, folgen einem Schaf und treffen in einer Höhle auf den Schafhirten. Der ist allerdings ein Riese und ein Zyklop. Der gleich mal ein paar von Odysseus Männern frisst. Durch einen Trick schaffen sie es zu entkommen, blenden allerdings den Zyklopen – soll heißen: Sie machen ihn blind.

Das war ein Fehler. Denn der Zyklop ruft im Schmerz immer wieder einen Namen: Poseidon! Deshalb denken Odysseus Männer, der Zyklop wäre ein Sohn von Poseidon und der Gott des Meeres hätte Odysseus deshalb verflucht.

Das zeigt sich darin, dass der Schiffweg nach Hause, der im schlimmsten Fall Monate dauern sollte, mehrere Jahre dauert.

Und Zuhause warten seine Frau Penelope (Anna Hathaway) und sein Sohn Telemachus (Tom Holland) auf seine Heimkehr, während viele Freier seit knapp drei Jahren dort warten und auf ihre Kosten leben. Aber Penelope will keinen neuen Mann. Lange allerdings wird das nicht mehr klappen …

Es gibt vermutlich bereits Tausende Kritiken da draußen, die sich um Nolan’s „The Odyssey“ drehen. Und grob die Hälfte davon zerlegt den Film, weil er historisch nicht akurat ist. Die andere Hälfte zerlegt ihn, weil er ein optisches Wunderfest darstellt. Irgendwo gibt es eine Schnittmenge von jenen, die es großartig finden, dass Nolan noch auf echte Effekte und Drehen vor Ort setzt.

Ich lasse jetzt mal den ganzen technischen Schnickschnack außen vor, denn in Wahrheit ist es völlig egal wie der Film gedreht wurde. Was man merkt, ist, dass die Leute vor Ort waren – an echten Stränden und Wiesen. Da gibt es keinen bzw. wenig Greenscreen und nur ein bisschen Sound Stage. DAS ist wirklich großartig. Weil man das merkt. Weil die Leute sich einfach im echten Rauam realistischer und sicherer bewegen. Also für das – Hut ab. Die ganze Story mit den IMAX-Kameras und all dem anderen Zeug? Juckt mich nicht.

Der Backlash für das Casting. Ich möchte da gar nicht viele Worte darüber verlieren, nur so viel: Page ist nicht Achilles und auch kein Stand-In für Achilles. Es ist ein eigener Charakter und der passt sehr gut in die Story, die Nolan erzählen will. All die Memes und all die Wortmeldungen á la „Page würde im Krieg in Troja keine zehn Minuten überleben“ – stimmt. Nolan weiß das auch. Stellt euch eine Person vor, von der ihr mit einem Blick wisst: Diese Person ist für niemanden eine Gefahr. Genau. Page. Nach einer Minute im Film stirbt der Charakter. Zack. Aus. Der Grund dafür ist logisch. Erzählt Odysseus später mal, es sei der großartigste Krieger überhaupt gewesen? Ja. Aber das ist eine klare Lüge, die er erzählt um jemand anderen zu beschämen.

Zweite Sache: Lupita Nyong’o. Passt sie in die Rolle(n)? Nein. Hat sie gestört? Nein. Sie kommt vielleicht in Summe fünf Minuten vor. Und für die Handlung ist sie im Kern sogar unwichtig. Die Odyssee startet NACH dem trojanischen Krieg. Auch wenn dessen Auswirkungen natürlich der Grund für die „Odyssee“ darstellt.

Kurz zum Casting generell: Ich bin völlig beeindruckt gewesen, welche Schauspiel-Kaliber Nolan um sich scharen kann – sogar für völlige Nebenauftritte, die eben quasi „du zwinkerst und sie sind vorbei“-Momente sind. Komplett irre.

Schade dabei: Es gibt ein paar Casting-Entscheidungen, die einfach nicht gut waren. Zum Beispiel Jon Bernthal. Der ist völlig fehlbesetzt und wirkt wie im falschen Film. Oder Zendaya (die übrigens keine Göttin spielt, sondern das schlechte Gewissen von Odysseus – er nennt es nur Athena) – allerdings halt ich die generell schlecht aus. Tom Holland – der war okay, aber der ist und bleibt Spider-Man. Der kann nichts anderes mehr spielen. Nie wieder. Der Rest – okay.

Matt Damon: Hammer! Der war für mich einfach großartig. Charlize Theron? Hab jede Sekunde im Film mit ihr geliebt – ja klar will Odysseus jahrlang bei der bleiben. Die Frau hat einfach Charisma. Die braucht nur stillstehen und in die Kamera gucken und ich würde mir das stundenlang ansehen.

Ansonsten: Der Film ist kein audiovisuelles Fest. Er ist auch nicht episch. Er erzählt eine Geschichte, die sich über mehrere Jahre erstreckt, ja. Aber das macht ihn noch nicht episch. Die Größe der Geschichte ist in diesem Fall sogar sekundär, denn Nolan hat sich entschieden, sich auf Odysseus zu konzentrieren. All die Massenschlachten im Trailer bzw. die Eindrücke, die ihr habt, die wie Massenschlachten wirken – es gibt keine. Nicht wirklich.

Was wir dafür haben: Einge Szenen in denen der Fokus verrutscht und das Bild unscharf ist (kann passieren mitten im Regen und Sturm) und viele Szenen in denen Odysseus mit seinen Männern flieht. In Richtung Boot. Das wirkt manchmal glaubwürdig (die Flucht vor dem Zykklopen) und manchmal extrem(!) unglaubwürdig, wie die Flucht vor den Riesenkriegern in den Silberrüstungen (Laestrygonians, wer es genau wissen will – oder zumindest angelehnt an diese).

Um die Story kurz zu umreissen: Nolan klappert nicht alle vierzehn Stationen der Odysee ab. Er kürzt zusammen und er verpasst vielen sogar eine extreme Kurzversion (die erwähnten Laestrygonianer – Insel, Kind, Hallo sagen, Kind schreit – Krieger kommen und killen alle. Kein Palast, keine Königin, kein König, der gleich mal zwei Krieger frisst, kein Hafen, kein Steinwurf, kein Versenken von 11 von 12 Schiffen, usw).

Es ist also jederzeit möglich Nolans Film aus dieser Perspektive zu zerlegen und zwar in kleinste Einzelteile. Absolut. Das geht sogar für Laien, die nur zum Teil wissen, was die Odysee überhaupt sein soll, weil Nolan oftmals auch keinen Kontext liefert – warum nochmals greifen die Laestrygonianer an? – nur als Beispiel. Ich hatte Leute im Kino neben mir, die haben nach dem Film bei ein paar Szenen laut beratschlagt, was das eigentlich passiert ist und warum.

Also der Film ist mit Sicherheit weder ein visuelles – dazu bietet er zu wenig Schauwerte – noch ein storymäßiges – dazu hat er zu viele Storylücken in sich – Meisterwerk.

Was er auf jeden Fall ist: Audiovisuell für das Kino gemacht. Im Heim-TV kann er nur verlieren. Gibt’s gar nicht anders.

Was mich überrascht hat – ich bin kein Nolan-Fanboy, ich kenne „Following“, „Memento„, „The Prestige“ und die „Batman“-Filme von ihm. „Inception“ fand ich so langweilig, dass ich ihn nicht mal fertig geguckt habe – das war wirklich ein Film von Mr. Filmtechnik, bei dem ich beim letzten großen Monolog von Odysseus Tränen in den Augen hatte. Weil alles an diesen Punkt geführt hat – die gesamte Reise mitsamt allen Stationen und ganz viel Kleinigkeiten am Weg hat dorthin geführt. Das fand ich wirklich großartig und Matt Damon hat schwer geliefert. Das hat mir fast das Herz gebrochen.

Es wird im Film ja immer wieder mal erwähnt bzw. wird Odysseus unterstellt, er wolle ja gar nicht nach Hause – Hammer. Oder die „People From the Sea“, die brandschatzend übers Meer brausen – all das wird aufgelöst und ich hatte wirklich – ich wiederhole: Bei einem Nolan-Film! – Tränen in den Augen.

Und ja, das hat mit Troja zu tun. Und um auch diesen Punkt gleich mal klarzustellen: Dieser Film baut seine Story nicht nur aus der Odysee zusammen. Es spielt auch die Illias (der Krieg bzw. die Belagerung von Troja) mit rein oder Virgils Aeneid (hab ich nie gelesen), wenn es um das Rundherum und Kontext (was passierte mit Agamemnon, aus „Agamemnon“ von Aeschylus, als Beispiel) geht. Also all die Argumente á la „Das ist nicht Homers Odyssee“ – Korrekt. Ist es nicht. Na und?

Also all die „Experten“ – schon klar. Ihr kennt die Odyssee auswendig. Und jene, die meinen, die „Götter“ im Film hätten göttlicher aussehen sollen, nun – es gibt keine Götter Film. Überhaupt keine. Gar keine. Nicht ein einziges Mal. Für jene, die die „irdische Optik“ der „Götter“ ankreiden.

Ich denke, man kann an dem Film auch so einiges aussetzen – ohne Sachen erfinden zu müssen.

Was ich auch eher so mau fand waren 50% der Musik. Trommeln (oder ähnliche Instrumente), die immer schneller und schneller schlagen – minutenlang! Das ist einfach mühsam. Ja, es funktioniert. Aber ich würde es nicht mal als Musik bezeichnen. Percussion. Okay. Aber nicht wirklich gut. Am Ende dann – der oben erwähnte Monolog – da war es dann toll. Da hat es gelickt. Da haben Bild, Musik, Sprache und alles zusammen mehr ergeben als die Summe der einzelnen Teile. Das war Gänsehaut.

Alles in allem: Ja, „The Odyssey“ war ein Erlebnis im Kino. Viel wird von dem Film allerdings nicht bleiben. Die Kontroverse rund um den Film wird größer bleiben als der Film. Denn dieser ist sicher sehenswert, aber mehr nicht. Ist der große „aha“-Moment gegen Ende die zweieinhalb Stunden vorher wert? Vermutlich nicht. Vor allem hätte man den Effekt auch mit weit kürzerer Laufzeit erzielen können. Und ich war auch deswegen so ergriffen, weil ich ihn nicht kommen gesehen habe.

Ist es völlig abartig, dass null Griechen im Film gecastet wurden? Ja. Absolut. Macht das den Film schlechter oder besser? Nein.

„Christopher Nolan’s The Odyssey“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, sehenswerte, aber nicht umwerfende und sicher nur im Kino richtig funktionierende, Punkte.

The post Christopher Nolan’s The Odyssey (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/07/23/christopher-nolans-the-odyssey-filmkritik/feed/ 0
Mortal Kombat II (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/#respond Tue, 07 Jul 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38895 Neun mal hintereinander haben die Krieger der Erde beim Mortal Kombat bereits verloren. Sollte dies beim nun anstehenden zehnten Turnier wieder passieren, wird Shao Khan (Martyn Ford) seine gewalttätige Herrschaft, auf die Erde ausweiten. Für den Kampf auf unserer Seite … Weiterlesen

The post Mortal Kombat II (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Neun mal hintereinander haben die Krieger der Erde beim Mortal Kombat bereits verloren. Sollte dies beim nun anstehenden zehnten Turnier wieder passieren, wird Shao Khan (Martyn Ford) seine gewalttätige Herrschaft, auf die Erde ausweiten.

Für den Kampf auf unserer Seite fehlt noch ein Krieger und die Götter haben sich für den herunter gekommenen Schauspieler Johnny Cage (Karl Urban) entschieden. Klingt aussichtslos? Nun mit Kitana (Adeline Rudolph) haben die Guten wenigstens noch eine Verbündete auf der Gegenseite, die ihnen Informationen liefert…

Fünf Jahre später meldet sich Regisseur Simon McQuoid nun zurück, mit einer Fortsetzung seiner Mortal Kombat Wiederbelebung aus dem Jahr 2021. Die viel kritisierte, extra für den Film erfundene Figur des Cole rückt nun stark in den Hintergrund, dafür treten zwei Figuren ins Rampenlicht, die der Erstling völlig ignoriert hat.

Der dramatische Fokus liegt nun auf Kitana – eine der besten weiblichen Figuren aus den Spielen – und der Spaßfaktor wird durch Johnny Cage in die Höhe geschraubt, was comic relief betrifft, ist er sicherlich einer der unterhaltsamsten Figuren des Franchise überhaupt.

Neben den beiden, haben mir auch Nebenfiguren sehr gut gefallen, besonders die, die witzig sein sollen und das auch 100 prozentig sind. Kano wieder zu beleben habe ich richtig gefeiert, genau wie seine nerdigen Vergleiche (z.b. nennt er den blassen Necromancer Quan Chi „Pennywise„). Baraka als Fanboy des großen Johnny Cage ist ebenso ein Fest.

Die Rahmenhandlung an sich wird dieses mal auf ein Minimum reduziert und es geht nun hauptsächlich genau um das, was ein Beat ’em up Spiel ausmacht. So folgt ein Kampf dem nächsten, wobei man bei jedem der Fights schon vorher genau weiß, wer gewinnen wird, wer am Leben gelassen wird, oder eine Fatality abbekommt.

Spannend ist das somit nicht, unterhaltsam bleibt es aber durchgehend. Das Budget war ja 25 Millionen höher als beim ersten Teil und das sieht man auch an den abwechslungsreichen Sets und den Effekten, die (fast) durchgehend überzeugen können. Mehr Einspiel hat dies übrigens nicht gebracht und wegen der Underperformance am Box Office, wurde ein geplanter dritter Teil, derzeit auf Eis gelegt.

Karl Urban (The Bluff) hat als Johnny Cage offensichtlich wahnsinnig Spaß und dieser 80er Jahre Hero Charme sprüht förmlich von der Leinwand. Adeline Rudolph (Resident Evil-Serie) als Kitana verbindet gekonnt Elemente wie Härte, Grazie und Menschlichkeit, die sie alle als Herrscherin und Kriegerin an den Tag lege sollte. Das Problem mit dem langweiligen Helden des Erstlings, wurde somit erfolgreich behoben.

Schöne Schauwerte, blutige Finisher, witzige Nebenfiguren, eine abwechslungsreiche Choreographie, coole Helden und ein Angst einflößender Shao Kahn als Gegenspieler. Warum das zwar viel Spaß macht aber nicht großartig ist, zeigt schön die letzte Szene. Was im Spiel logisch ist, nimmt dem Film nämlich etwas die Substanz.

Damit meine ich, dass sie sich am Ende aufmachen, die gefallenen Kameraden wieder zu beleben. Keine Konsequenzen kann man nämlich sehr gut mit nicht involviert werden gleichsetzen. Das ist aber vor allem auf Videospiel-Verfilmungen bezogen, doch auch jammern auf höherem Niveau und ich würde mir einen dritten Teil, sicherlich anschauen.

„Mortal Kombat II“ bekommt von mir 7,5/10 für den finalen Erfolg, die richtige Perspektive benötigende Empfehlungspunkte.

The post Mortal Kombat II (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/feed/ 0
Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/#respond Sat, 04 Jul 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39007 Vi ist auf der Suche nach Jinx, denn nach ihrem Attentat ist nichts wie es vorher war. Es gibt Überlebende, aber auch genug Tote. Ambessa nutzt die Stunde und versucht in Piltover mehr Macht zu erhalten. Caitlyn rekrutiert Vi zu … Weiterlesen

The post Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Vi ist auf der Suche nach Jinx, denn nach ihrem Attentat ist nichts wie es vorher war. Es gibt Überlebende, aber auch genug Tote. Ambessa nutzt die Stunde und versucht in Piltover mehr Macht zu erhalten. Caitlyn rekrutiert Vi zu den Enforcern. Währenddessen wird Jinx vermisst. In Zaun – der Stadt unter Piltover – wird sie währenddessen als Heldin verehrt – als Rebellin.

Und natürlich lebt sie noch – sie hat nur den Sinn in ihrem Tun verloren. Das ändert sich als sie Isha trifft. Ein Mädchen, das nicht spricht und das Jinx rettet. Ab da schließt diese sich ihr und ist wie eine kleine Schwester für sie.

Aber das ist nicht alles, denn Jayce rettet Viktor und dieser kommt unerwartet zurück ins Leben. Aber etwas ist passiert mit ihm – es ist mit dem Arcane verbunden. Und er kann Menschen heilen.

Aber das Arcane bereitet Probleme, denn irgendwie reagiert es anders als alle erwartet haben und scheint instabil zu werden. Scheinbar haben die Hexgates damit zu tun.

Caitlyns Mutter starb im Anschlag von Jinx – als macht sie sich in Zaun auf die Jagd nach ihr – und sie kennt keine Gnade.

Anders gesagt: (Fast) alles scheint vor die Hunde zu gehen …

Staffel 2 von „Arcane“ hat eine schwere Last zu tragen, weshalb ich mich sehr lange geweigert habe, sie anzusehen. Die Last ist die Bürde, welche eine quasi perfekte erste Staffel der folgenden Staffel auferlegt. Vor allem, wenn vorab bereits angekündigt wird, dass es die zweite und letzte Staffel wird. Außerdem hatte Staffel ein in meinen Augen ein perfektes Ende. Da anschließen zu wollen – puh. Ich hab’s nicht für möglich gehalten, dass Staffel 2 mit der ersten Staffel mithalten kann.

Und ich hatte recht.

Das bedeutet nicht, dass Staffel 2 schlecht ist, aber von der Genialität der ersten Staffel sind wir weit weg. Das Drehbuch bzw. die Drehbücher können einfach nicht mithalten – es passiert zu viel und das was passiert ist zu groß. Es geht um das Ende der Welt, um den Kampf von Piltover gegen Zaun, gegen das Vakuum, welches durch Jinx‘ Aktionen in der ersten Staffel entstanden ist, um Viktor, der die Zukunft in eine bestimmte Richtung führen will, um Jacye, der das aufhalten will, um Caitlyn, die ihre Mutter rächen und Jinx finden will, um Vi, die nicht nur ihre Schwester finden und stoppen will, sondern sich auch noch in Caitlyn verliebt und zwischenzeitlich mal ihr gebrochenes Herz im Suff ertränken muss, nur um dann auch wieder zu Jinx zu finden, dann noch Heimedinger, der an einem Gerät forscht, welches … das wäre ein Spoiler … und dann haben wir noch Ambessa, welche endgültig die Macht übernehmen will, dazu aber Caitlyn braucht – außerdem noch ihre Tochter Mel, die ein Geheimnis hütet und dieses selbst noch entdecken muss und …

Ihr seht, was ich meine. Die Staffel hat neun Folgen. Neun. Guckt euch mal die Handlungsstränge da oben an. Und das sind nicht mal alle. Ihr ahnt, was das bedeutet: Alles wird relativ rasch abgehandelt – vieles davon ziemlich cool vorbereitet und aufgebaut. Ich war am Anfang wirklich positiv überrascht, wie gut das alles zusammenhängt, von A nach B führt und sich organisch entwickelt. Aber dann tauchen die ersten Risse auf – Entscheidungen oder Szenen, bei denen man unweigerlich denkt „Was?“. Und dann kommt das Finale – und es herrscht Krieg (ich sag nicht wer gegen wen, keine Angst) und dieser Krieg … dauert nicht mal eine Folge und wird im Grunde auf eine Schlacht reduziert. Und danach wird über „den Krieg“ gesprochen als wäre er ein langjähriges Ereignis gewesen anstatt nur ein kleiner Blip am Radar … zumindest fühlt es sich so an.

Wie dem auch sei. Ich sag es mal so: Wenn die Schreiberlinge sich auf die zwischenmenschlichen Elemente konzentrieren, wenn wir der Entwicklung von Jinx und Vi folgen oder von mir aus sogar Caitlyn oder dem psychischen Verfall von Jayce – das funktioniert super. Da ist Gänsehaut. Mehr als nur einmal.

Problem: Durch die wenige Zeit und die viele Handlung wird relativ oft auf das große Ganze hin geschnitten und gewerkt. Das raubt manchen emotionalen Momenten leider genau das: Die Emotion, die ausgelöst werden soll. Vieles funktioniert noch, aber weit nicht mehr alles.

Aber es ist spannend genug und optisch ohnehin wieder eine absolute Augenweide. Also wirklich: Vom Design her und der Farbgebung, den gemischten Zeichenstilen, je nachdem was gezeigt wird – Wow. Alles erste Sahne. Auch die Needle-Drops bzw. genutzten Songs: Wirklich extrem gute Wahl. Das können die Macher:innen einfach. Hut ab!

Und dann kommt die letzte Folge, die leider ziemlich abbaut, wie ich finde. Gerade das Ende der Jinx-Storyline war mehr als enttäuschend, zumal diese ja in Staffel 1 das Herzstück ist. Hier spielt sie die zweite Geige. Und gerade ein Satz wie „You don’t get it, sis. I am wherever you are.“ Ächz. Das hätte funktionieren können – aber da hätten Vi und Jinx viel, viel, viiiiiiel mehr Zeit gemeinsam vor der Kamera (wenn ich das so nennen darf) verbringen müssen. Das mag vielleicht in der Zeitspanne, die abgedeckt wird eine logische und schöne Entwicklung sein – hier war es für mich einfach seltsam (und extrem kitschig, aber das nur am Rande).

Also – ist Staffel 2 sehenswert? Ja. Wenn ihr den Figuren Caitlyn, Jayce, Mel und Ambessa nicht grundsätzlich negativ gegenübersteht, dann solltet ihr auf jeden Fall reinschauen. Allerdings hat das nur Sinn, wenn ihr auch vorher Staffel 1 anseht. Quereinsteiger:innen werden absolut NICHTS von dem verstehen, was da bei wem wie wo abgeht. Unmöglich.

„Arcane – Legaue Of Legends: Finale zweite Staffel“ bekommt von mir 7,5 von 10, immer noch schön anzusehende und streckenweise spannend seienden Punkte.

The post Arcane – League Of Legends – Finale Staffel (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/07/04/arcane-league-of-legends-finale-staffel-serienkritik/feed/ 0
The Boys – Staffel 4 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/#respond Tue, 02 Jun 2026 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38863 Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die … Weiterlesen

The post The Boys – Staffel 4 (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die Suche nach einem Weg, um ihn zu stoppen. The Deep und Black Noir halten Homelander immer noch die Stange.

Außerdem gesellt sich Firecracker zum Team – eine Ultra-Patriotin, die mit Starlight eine eigene Rechnung zu begleichen hat. Und Firecracker ist einerseits absolut loyal Homelander gegenüber und andererseits eine Social-Media-Expertin. Sie weiß, wie man die Massen medial manipuliert.

Währenddessen passieren mehrere Dinge, unter anderem hat Hughies Vater einen Herzinfarkt und im Zuge dessen lernt Hughie seine Mutter kennen. Auch kein leichtes Verhältnis. Und Butcher, nun Butcher droht an den Nachwirkungen seiner Dosis V zu sterben. Außerdem wird noch um Ryan – Homelanders Sohn – gekämpft, denn dieser kann die Rettung sein oder die endgültige Vernichtung der Welt … wenn es da nicht noch die Option auf ein Virus gäbe, welches scheinbar alle Menschen mit Superkräften töten würde … nur, wo ist es, wer hat es, wer weiß davon und wer holt es sich zuerst um dann was damit zu machen? Es freizusetzen oder es zu vernichten?

Langweilig wird es nicht bei den „Boys“, dass kann man so sagen. Aber mittlerweile sind wir ja eh wegen der Figuren hier und nicht wegen der – das kann man so sagen – doch hin und wieder mit Plot-Holes gesegneten Geschichte(n). Auch wenn Staffel 4 hier noch relativ gut daherkommt. Grundsätzlich macht die Sache nach wie vor Spaß und man sieht allen gern zu – manche Teile waren sogar wirklich berührend, wie zum Beispiel der Teil mit Hughies Vater (ein grandioser Simon Pegg).

Auch die Teile mit Firecracker und wie sie tatsächlich Starlight zerlegt sind großartig geworden – man hat tatsächlich das Gefühl, dass hier eine Sache abgeht bei der „The Boys“ nicht gewinnen können. Was soll man schon tun gegen eine solche Geldmaschine mit Superkräften und vor allem – Mediengewalt. Dieses Thema wird hier super zelebriert und ich denke, dass wirklich jede:r versteht, was hier passiert und wie die Mechanismen funktionieren. Fand ich großartig.

Das Bittere an der Sache ist halt, dass die Realität die Serie längst eingeholt hat. Man nehme nur den Anschluss an Staffel 3 – wie Homelanders öffentlicher Mord verteidigt wird. Da wird der Becherwerfer als Radikaler und Bösewicht hingestellt und im Rampenlicht in gekauften Shows komplett zerlegt. Folgerichtig wird Homelander natürlich freigesprochen. Hätte vor nicht allzu vielen Jahren vielleicht noch als Satire funktioniert, mittlerweile sehen wir das alles halt täglich 1:1 in den USA. Ich denke alle wissen, wovon ich rede.

Ein wenig schräg fand ich, dass Homelander sich Hilfe holt von „Sister Sage“, die intelligenteste Frau der Welt, die mit ihm einen Plan aushecken soll, wie er an die absolute Macht kommt. Und sie macht mit, weil sie die Herausforderung liebt (eigentlich plant sie das Ende der Welt – denn ihr größter Traum ist absolute Einsamkeit, weil sie dann die Dummheit, die sie umgibt nicht mehr aushalten muss). Die Figur war gut und schlecht gleichzeitig. Richtig warm wurde ich mit ihr bis zum Ende nicht – das ist halt das Problem, wenn man jemand in eine Serie packt, die „intelligenter als alle anderen ist“. Die kann halt per Definition nicht schlauer sein als jene, die die Serie schreiben … aber das nur am Rande.

Weniger gefallen hat mir eine Storyline zwischen Hughie und Starlight, denn diese wird gefangen und an ihre Stelle kommt eine Gestaltwandlerin, die sich mächtig an Hughie ranmacht und das führt dann – natürlich – zu Komplikationen, denn er braucht halt doch ein bisschen lang bis er merkt, dass das nicht seine Annie ist. Und die ist dann mächtig sauer. Zumindest eine Weile.

Herz der Staffel sind aber für mich nach wie vor Frenchie und Kimiko. Die beiden sind einfach ein Hammer und Kimikos Superkräfte werden hier auch mehrmals gut genutzt. Vor allem finde ich aber immer noch die Diskrepanz zwischen Kimikos kindlicher Mimik (grandios gespielt) und ihren absout beinharten, brutalen Attacken richtig toll und mitreissend. Man glaubt ihr einfach wirklich beides. Hut ab.

Aber auch hier gibt es einen Wehrmutstropfen, denn Frenchie nähert sich einem Mann aus Starlights Opposition an, hat dann eine Affäre mit ihm laufen und wie sich herausstellt war es Fenchie, der „damals“ dessen Eltern gekillt hat. Das war … ein wenig sehr konstruiert und außerdem finde ich auch, dass es einfach nicht so richtig gepasst hat. Ich habe kein Problem mit homosexuellen Beziehungen, aber wie das lief und endete war einfach nicht gut geschrieben und wie bereits erwähnt: Die Storyline fand ich unnötig. War nicht schlimm, hat die Serie aber in meinen Augen unnötig ausgebremst.

Zwischendrin gibt es dann mal eine Folge, die zwar handlungstechnisch wichtig ist, bei der ich mir aber bis jetzt nicht sicher bin, ob ich sie toll irre oder einfach nur dumm fand. Ich bin mir noch immer nicht sicher. Ich sag nur: Fleischfressende, mutierte, fliegende Superschafe. Also Shaun das Schaf auf Drogen quasi. Ich bleibe dabei: Genial oder strunzdumm. Die Jury berät noch.

Und ja, dann kommt das Finale und wie es sich gehört muss vor der letzten Staffel nochmals alles gehörig eskalieren und zwar natürlich in einem Moment, der eigentlich Hoffnung hätte geben sollen, Vertrauen schaffen und vielleicht sogar Homelanders Ende einläuten können. Aber tja, das wäre halt dann fast ein Happy-Zwischenende vor der finalen Staffel – das darf dann doch nicht sein. Die Konsequenzen aus diesem Moment sind heftig und mannigfaltig – und das Ende ist ein gemeiner Cliffhanger. Aber ja, es macht Laune auf mehr und man will wissen, wie es weitergeht.

Oh – und Butcher hat eine vielleicht ein wenig abgedroschene Storyline, denn sein Kontakt mit V hat seinem ohnehin schon grenzwertigen morlischen und psychischen Verfall beschleunigt – er sieht jetzt zum Beispiel Becca und tauscht sich mit ihr aus … und ja, auch das hat Konsequenzen.

Und für’s Protokoll: Firecracker – love to hate you 🙂

Zusammengefasst kann ich für mich festhalten, dass das hohe Niveau in Summe nicht gehalten werden kann, es aber immer noch genug zum Feiern gibt – die Anspielungen auf die aktuelle Politik sind heftig und tun fast phsyisch weh. Die Nachzeichnung von Missinformation und der Propagandamaschine im Jahr 2025ff trifft es perfekt und viele Figuren liebt man zu hassen. Es tun sich auch teilweise unerwartete Allianzen auf und alles in allem: Ja, doch. Das war gut. Das hat gepasst. Ob es noch Satire ist, nun, darüber lässt sich streiten. Aber was können denn die Macher:innen dafür, wenn sie Realität sie rechts überholt?

Über das Casting brauche ich eh kein Wort verlieren, denn das ist einfach top. Anthony Starr, Karl Urban und auch alle anderen – ja, das passt. Das passt perfekt.

„The Boys – Staffel 4“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, das Finale einläutende, Punkte.

The post The Boys – Staffel 4 (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/feed/ 0
Normal (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/#respond Sat, 30 May 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38841 Die kleine Stadt Normal in Minnesota hat mit Ulysses (Bob Odenkirk) gerade einen Übergangs-Sheriff erhalten. Dieser hat seine eigenen, privaten Probleme und hält sich deswegen abgesehen von seiner Arbeit, aus den Angelegenheiten der Stadt so weit es geht heraus. Als … Weiterlesen

The post Normal (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Die kleine Stadt Normal in Minnesota hat mit Ulysses (Bob Odenkirk) gerade einen Übergangs-Sheriff erhalten. Dieser hat seine eigenen, privaten Probleme und hält sich deswegen abgesehen von seiner Arbeit, aus den Angelegenheiten der Stadt so weit es geht heraus.

Als jedoch Keith (Brendan Fletcher) und seine Partnerin die örtliche Bank überfallen und Ulysses das Gebäude betreten will um zu verhandeln, eröffnen seine Deputys plötzlich das Feuer auf ihn und die Menschen innerhalb der Bank…

Nicht nur von den ersten beiden Buchstaben des Titels, hat der neue Film von Regisseur Ben Wheatley (Meg 2) Ähnlichkeiten mit einem gewissen anderen Franchise. Für Nobody (und dessen Fortsetzung) mit Hauptdarsteller Bob Odenkirk hat Derek Kolstad das Drehbuch verfasst und für Normal haben die beiden Herren nun gemeinsam die Geschichte geschrieben.

Mit kleinen Veränderungen könnte man die Sache dann auch durchaus als dritten Nobody-Teil sehen, doch es entsteht hier neben Ähnlichkeiten, eben doch eine eigene Dynamik. Der Charme einer Kleinstadt trifft auf die Yakuza, während sich trockener, situationsbedingter Humor mit explosiv, blutiger Action abwechselt.

Odenkirk legt seine Figur des Ulysses als beobachtenden Mann an, der nach einem persönlichen Drama sich selbst wieder finden muss. Die Suche spiegelt sich beruflich in wechselnden Aushilfssheriff-Jobs wieder und seiner Art, wie er seine Arbeit macht, z.b. „Park Better“ auf einen Strafzettel einer Falschparkerin zu schreiben, statt eine echte Strafe zu verhängen.

Normal ist natürlich alles andere als normal und Ulysses steckt schon bald mittendrin, statt sich brav raushalten zu können. Wie sich wohl jeder denken kann, liegt genau darin die Ironie. Wie zuletzt etwa bei Ballerina hat er bald die gesamte Stadt zum ihn Töten wollenden Feind und das sind laut aussagen des Bürgermeisters 1890 Menschen (nicht das auch nur ansatzweise so viele Menschen zu sehen sind, aber dennoch).

Wenn dann der Briefträger, der Arzt oder die alte Lady vom Wollgeschäft anfangen ihre Waffen zu zücken, hat man die Figuren mit ihren schrulligen Eigenheiten auf beiden Seiten, schon längst lieb gewonnen, weswegen das Geschehen dann auch weit weniger kalt lässt, wie man auf Grund des lakonischen Grundtones vermuten hätte können.

Neben dem sich selbst suchenden Ulysses kämpfen auch zwei liebenswert überforderte Bankräuber plus ihr Hund um ihr leben. Dann wäre da noch der kurze Anfall einer „modern agenda“ in Form der „Tochter“ des früheren Sheriffs, doch wenn das schon einbaut, dann bitte so wie hier. Einfach Kind statt Tochter zu ihr sagen, dann wird ihre nicht binäre Einstellung nicht mehr weiter thematisiert.

Gezielter Humor, genug erschossene, erstochene und explodierende Körper um eine Turnhalle zu füllen und Figuren, die man entweder gerne verlieren sieht, oder ihnen zujubeln will. Das alles wird durch genug Story etabliert, durch die Performances verbunden und durch die knackige Action voran getrieben. Auf Grund der Beteiligten vor und hinter der Kamera, funktioniert dieser Mix hier wieder für Odenkirk typisch mal richtig gut.

„Normal“ bekommt von mir 7,5/10 die friedliche Atmosphäre einer Kleinstadt, in ewigen Frieden umwandelnde Empfehlungspunkte.

The post Normal (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/feed/ 0
Ready or Not 2: Here I Come (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/21/ready-or-not-2-here-i-come-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/21/ready-or-not-2-here-i-come-filmkritik/#respond Thu, 21 May 2026 05:00:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38775 Grace MacCaullay (Samara Weaving) hat es geschafft, sie hat die Nacht überlebt, was dafür wiederum ihren Jägern – der Familie ihres frisch angetrauten Mannes und ihm selbst – das Leben gekostet hat. Im Spital wird sie von ihrer Schwester Faith … Weiterlesen

The post Ready or Not 2: Here I Come (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Grace MacCaullay (Samara Weaving) hat es geschafft, sie hat die Nacht überlebt, was dafür wiederum ihren Jägern – der Familie ihres frisch angetrauten Mannes und ihm selbst – das Leben gekostet hat. Im Spital wird sie von ihrer Schwester Faith (Kathryn Newton) besucht, mit der sie sich vor Jahren zerstritten hat.

Das soll aber nicht die einzige Überraschung bleiben, denn neben einem Cop, der sie wegen Mord anklagen will, sind scheinbar weiterhin Menschen hinter ihr her. Als die beiden Schwestern betäubt werden und gefesselt wieder erwachen, erklärt ihnen der Anwalt (Elijah Wood), dass durch ihren Sieg ein neues Spiel gestartet wurde…

Man könnte es durchaus als das Finale der Trilogie der explodierenden Körper bezeichnen. Wie ich auf drei Filme bei zwei Teilen komme? Ganz einfach, wenn man neben dem ersten Ready or Not aus dem Jahr 2019 auch Abigail von 2024 hinzu nimmt, bei dem Matt Bettinell-Olpin und Tyler Gillett ebenfalls die Regie über hatten, ist diese Sichtweise ganz einfach.

Nein, so haben die Filme nichts miteinander zu tun, außer dass in der Fortsetzung nun Scream Queen Samara Weaving (Borderline), auf Scream Princess Kathryn Newton (Freaky) trifft, die auch in Abigail mit dabei war (ihr dortiger Co-Star Kevin Durand hat in hier übrigens auch einen Cameo-Auftritt).

Der Film beginnt dabei wirklich exakt nach dem Ende des Erstlings und bietet in Summe auch genau das, was man von zweiten Teilen erwartet, eben das selbe plus irgendwie mehr davon. Das bekommt man auch, jedoch hat sich der Schwerpunkt was das Genre betrifft, hier etwas verschoben.

Das ist jetzt natürlich bezogen auf Menschen, die Horror-Fans sind und bei denen explodierende Körper, längst zum Alltag gehören. Dies ist eine Buddy-Komödie, die auf blutige Situationskomik gemixt mit bissigen Dialogen zwischen den beiden Schwestern setzt und der Horror sich rein auf die Menschenjagd-Ebene bezieht.

So etwas wie Suspense ist dabei unnötig und Angst um die beiden Damen hat man auch nicht, ist doch klar, dass die nicht sterben werden (und nicht falsch verstehen, das will man auch nicht). Dabei finde ich zwar die beiden Charaktere witzig, doch vor allem hatte ich hier Spaß an der Kombination Weaving/Newton als Darsteller, als an ihren Figuren.

Ihre Gegner sind entweder dämlich oder abstossend (oder beides) aber Elijah Wood (Come to Daddy) als „Anwalt des Teufels“ macht mit seiner bedrohlichen Ruhe und Niemanden bevorzugenden Art und Weise – haltet euch brav an die Regeln! – alles richtig und bleibt so positiv im Gedächtnis.

Die Jagd durch Wälder und alte Gebäude gipfelt dann gewohnt in einer Flut von sehr befriedigenden Blutfontänen und der Gewissheit, dass hier alle Beteiligten sehr offensichtlich eine Menge Spaß hatten. Und ja, die überträgt sich auch auf den Zuschauer. Auf Grund des humorigen Untertons und des „Final Girls-Sicherheitsnetzes“, spürt man die high stakes in Summe dabei nicht wirklich.

Teil 1 hat sich frischer angefühlt und er war spannender, dafür macht Teil 2 mehr Spaß und die Riege an tollen Darstellern ist noch größer. Mit dem ähnlich angelegten und gerade erschienenen They Will Kill You, kann die Fortsetzung weder auf den Irrsinn noch auf die Choreographie bezogen, ebenso nicht mithalten. Perfekt funktioniert der Film aber als Double Feature mit dem Erstling, denn hier geht die Party dann erst richtig los.

„Ready or Not 2“ bekommt von mir 7,5/10 dem Schwestern Tag-Team vs den reichen Satanisten permanent zujubelnde Empfehlungspunkte.

The post Ready or Not 2: Here I Come (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/05/21/ready-or-not-2-here-i-come-filmkritik/feed/ 0
Dolly (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/#respond Thu, 07 May 2026 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38705 Macy (Fabianne Therese) ist extrem glücklich in ihrer Beziehung mit Chase (Seann William Scott). Als er einen Ausflug in die Wälder plant, in denen er Teile seiner Kindheit verbracht hat, ist sie sich sicher, dass er sie fragen wird, ob … Weiterlesen

The post Dolly (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Macy (Fabianne Therese) ist extrem glücklich in ihrer Beziehung mit Chase (Seann William Scott). Als er einen Ausflug in die Wälder plant, in denen er Teile seiner Kindheit verbracht hat, ist sie sich sicher, dass er sie fragen wird, ob sie ihn heiraten will.

Da er aber eine Tochter hat, die Macy zwar sehr gerne hat, sie aber selbst nie Mutter werden wollte, hat sie gemischte Gefühle, was seinen kommenden Antrag betrifft. Als Chase auf ihrem Trip seltsame Geräusche hört, will er nach dem Rechten sehen und kommt nicht mehr zurück…

Hiermit hat Regisseur Rod Blackhurst (Blood for Dust) seinen eigenen Kurzfilm „Babygirl“ aus dem Jahr 2022, zu einem Spielfilm gemacht, also seine vier minütige Idee auf 75 Minuten erweitert. Was den Film herausstechen lässt, ist dass er auf 16 MM gefilmt wurde und so in Summe wie ein Slasher aus den 70er Jahren wirkt, obwohl er in der Jetztzeit spielt.

Ein wenig wie zuletzt bei Primate, kommt dem Film dabei die kürzere Laufzeit entgegen. Ein durchaus willkommener Trend, denn all die aufgeblasen langen Filme, nur damit man möglichst lange mit dem Streaming Dienst seiner Wahl beschäftigt ist, gibt es wirklich genug. Dolly ist dabei viele Dinge und erreicht damit zwei Sachen: das Erlebnis lässt dich nicht kalt und du durchlebst unterschiedlichste Emotionen.

Eine Affinität für Horror und besonders natürlich Retro-Backwood-Slasher zu haben, ist dabei natürlich ein riesiger Bonus. Was Dolly als Figur bringt, ist diese extreme Unberechenbarkeit. Da sie selbst immer wieder mit ihrem Geisteszustand hadert, ist der Übergang von „sie will dich erwürgen“ zu „sie will dich in den Arm nehmen“ fließend. Neben ihrer Kleidung und der Puppenmaske, ist dabei vor allem ihre Größe richtig einschüchternd.

Max the Impaler heißt die Wrestlerin im Kostüm und wow, wenn dir die eine gibt, dann stehst du so schnell nicht mehr auf. Was Dolly grundsätzlich mit Menschen macht, denen sie begegnet, ist sie brutal aus dem Leben scheiden zu lassen. Das könnte aber vielleicht sogar das nettere Schicksal sein, wenn man auf sie trifft, denn hat sie dich als ihr Kind/Baby auserkoren, dann fängt der „Spaß“ erst richtig an.

Was sie mit Hauptfigur Macy macht, das ist unbequem, ekelig, schräg und lächerlich. Gerade auch deswegen, weil es in einem anderen Umfeld bei einer richtigen Mutter und ihrem Baby, völlig normal wäre. Blackhurst weiß dabei sehr genau was die Kamera nicht zeigen muss und man dennoch genau spürt, was die Aktionen mit Macy machen. Sie wird ja von Fabianne Therese gespielt und die habe doch echt seit John Dies at the End aus dem Jahr 2013, in keinem Film mehr gesehen.

Ihre „All In“ Performance kann man förmlich körperlich spüren und ich denke nach Ende der Dreharbeiten, wird sie eine kurze 24 Stunden Schlafsession eingelegt haben. Ihren Freund spielt Seann William Scott (The Wrath of Becky) und seine dummen Entscheidungen und sein mangelnder Kampfgeist, das kann man durchaus als billige Klischee-Ideen des Drehbuchs bezeichnen, um die Handlung voran zu treiben (auch wenn ein kleiner Twist dabei ist).

Die spezielle gewählte Optik, das Erscheinungsbild und Gehabe von Dolly und das Spiel von Fabianne sorgen als Ganzes aber für ein wirklich atmosphärisches Erlebnis, dem man sogar leichte Texas Chainsaw Massacre Schwingungen unterstellen kann. Dass die blutigen Szenen auf eine zügige Over the Top Weise gefilmt wurden, ist ebenso eine feine Sache (ich mag Torture Porn einfach nicht). Klein, gemein und alles andere als rein, so ist das schon fein und nun schlaf schön mein Babylein.

„Dolly“ bekommt von mir 7,5/10 das Baby in dir erweckende, um überleben könnende Empfehlungspunkte.

The post Dolly (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/feed/ 0
Sinners (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/#respond Tue, 21 Apr 2026 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38721 Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. … Weiterlesen

The post Sinners (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. Sie mieten einen alten, großen Stall und rekrutieren alte Bekannte und Liebschaften, um die Bude zum Laufen zu bringen. Mit dabei haben sie auch Jedidiah (Saul Williams), denn er spielt super Gitarre und singt großartig. Alles läuft gut.

Nur – nicht allzu weit entfernt flieht ein irischer, verletzter Mann vor Indianer und versteckt sich im Haus von freundlichen Farmern. Als jedoch die Nacht hereinbricht, stellt sich rasch heraus, dass das ein Fehler war. Die Indianer haben sie gewarnt: Der Kerl ist gefährlich und ein Monster. Und die meinten das wortwörtlich: Der Flüchtling ist nämlich ein Vampir.

Und als der Typ (mit seinen neuen zwei Jüngern) die Musik von Stall hört, da will er mitmachen. Primär, weil er seine Mann- und Frauschaft vergrößern möchte. Aber Smoke lässt ihn nicht rein. Was kein Problem ist, denn er kann warten – irgendwann muss ja schließlich jemand rauskommen …

„Sinners“ hat ja einen nicht gerade unbekannten Rekord aufgestellt: Es ist der für die meisten Oscars nominierte Film überhaupt. Mehr als „Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ oder „Titanic“ oder „Citizen Kane“. Und gleich vorweg: Nein. Das ist meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt. Meiner Ansicht nach haben die Oscars damit vollständig bewiesen, dass sie Oscars ein Politikum sind. Nicht, dass wir das nicht schon wussten, aber das war für mich der letzte Beweis.

Das klingt jetzt als würde ich „Sinners“ nicht gut finden – aber das stimmt nicht. Der Film ist gut, sogar richtig gut. Vor allem die erste Stunde als die Figuren eingeführt werden und Smoke und Stack ihre alten Bekannten besuchen. Da gibt es eine großartige Szene, welche das „Aufpassen auf mein Auto“ betrifft und die Reaktion auf eine leichte … Ehrverletzung. Super Szenen. Großartig. Erinnert ein wenig an „Der Pate“ in seiner Konsequenz und macht neugierig, was hier noch so alles passieren wird.

Die erste Stunde, wie gesagt: Ganz großes Kino mit super Performances und grandioser, richtig guter Blues-Musik. Hammer.

Dann taucht der Vampir auf – und sein Auftauchen ist auch noch cool. Auch das erste Aufeinandertreffen ist ziemlich cool. Aber je länger der Film dauert, desto mehr verliert er. Die Vorgänge im Stall sind absolut vorhersehbar und man weiß eigentlich wirklich schon, was alles passieren wird. Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler sich heftig in den Mythos der Vampire hineinlehnt, der besagt, dass diese erst ins Haus gebeten werden müssen, bevor sie es betreten können. Da gibt es ein paar wirklich coole Momente, die voller Spannung sind und Dialoge, die es in sich haben. Da ist der Film richtig gut.

Aber das bleibt halt nicht so und die Action, die dazwischen immer wieder vorkommt ist leider halbwegs banal und der finale Kampf ist irgendwie antiklimatisch. Auch der Effekt als sich eines der Monster auflöst – ihr werdet wissen, was ich meine – sieht ziemlich mies aus. Und dann ist der Film noch nicht mal aus. Für einen Film, der nicht der Abschluss einer Trilogie ist oder das Ende eines Franchise, hat er ziemlich viele Enden. Nämlich drei. Bzw. vier. Kommt darauf an, was man jetzt alles rechnet.

Es gibt dann nach den Vampiren noch eine Gruppe von Gegnern, die völlig unnötig sind und an den Film drangepappt wirkt – ein wenig „persönliches Wishful Thinking“ von Seiten Regie, wenn ich das so nennen darf. War völlig unnötig. Diesen Storystrang hätte man absolut weit besser in den Film einbauen und auflösen können. ABer egal, es ist, was es ist. Und dann gibt es noch eine Szene – „Post Credits“ würde man wohl sagen oder „Mid Credits“. Egal. Jedenfalls war auch diese aus meiner Sicht völlig unnötig und man bekommt nochmals erklärt, was passiert ist. Mhm. Als hätte man das nicht ohnehin kapiert.

Aber gut. Soll sein. Ich gönne es Ryan Coogler nach seinem absoluten Fehlschlag namens „Wakanda Forever“ einen Erfolg zu haben. Und wie bereits gesagt: Der Film ist gut. Die erste Hälfte ist sogar richtig, richtig gut. Die zweite hat auch ihre Momente. Und ja, bei der Story denkt man unweigerlich an „From Dusk Til Dawn„, aber „Sinners“ fühlt sich völlig anders an. Die Story mag insofern ähnlich sein, als dass das Genre in der Halbzeit kippt, aber Coogler spielt die gesamte Sache bierernst und düster ab. Also weit weg vom genialen Anarcho-Chaos eines „From Dusk Til Dawn“. Deshalb kann man meiner Ansicht nach die Filme nicht einmal vergleichen.

Wie dem auch sei: Ich kann den Film auf jeden Fall allen empfehlen, die Blues-Musik mögen, kein Problem mit einem Genre-Shift in der Mitte haben und die Roadmovies genauso mögen wie Vampirfilme. Optisch gibt sich der Film keine Blöße und auch die Schauspieler:innen sind perfekt gecastet. Michael B. Jordan spielt seine Doppelrolle absolut toll und auch alle anderen sind super gelaunt und voll bei der Sache.

Alles in allem: Für mich ein absolut gelungener, guter Film, der mir zeigt, dass Coogler es doch kann, wenn er will und wenn man ihn lässt.

„Sinners“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, ein blueslastiges Roadmovie-Western-Stück zum Vampirfilm umfunktionierende, Punkte.

The post Sinners (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/feed/ 0
Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/#respond Tue, 24 Mar 2026 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38631 Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann … Weiterlesen

The post Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann das nämlich auch und sie nutzt ihre Fähigkeiten, um verlorene Menschen zu finden. Denn eine weitere Fähigkeit ist es, durch Gegenstände, welche Menschen gehört haben, zu sehen, was diese gemacht haben und wohin sie verschwunden sind.

Ren ist ein Freund von Hisoka und auch immer wieder mal ein Auftraggeber. Gemeinsam mit seiner Assistentin Rui forscht er nämlich über Rituale – vor allem bezogen auf den Berg Hikami. Ein Berg um den sich Legenden ranken – denn viele Menschen verschwinden dort und es gibt auch einen Wald in der Nähe, den viele scheinbar nutzen, um dort zu verschwinden oder sich das Leben zu nehmen.

Eine von denen, die auf dem Berg verschwunden sind, ist Miu. Diese sucht ihre Mutter, die auf dem Berg verschwunden ist und wird nun selbst vermisst.

Yuri und Ren haben außerdem ein Gerät, welches von einem Dr. Aso entwickelt wurde und das nennt sich „Camera Obscura“. Damit kann man Geister fotografieren und „vertreiben“. Dieses Gerät wird auch dringend wichtig, denn auf dem Berg befinden sich viele Geister. Und wie es aussieht werden dort auch regelmäßig Rituale abgehalten, welche dazu dienen die Priesterinnen des schwarzen Wassers dazu zu befähigen, das „schwarze Wasser“ daran zu hindern überzulaufen. Denn würde es überlaufen, dann wäre die Geisterwelt mit der realen Welt verbunden und großes Unheil würde drohen …

„Project Zero: Maiden Of Black Water“ oder wie es eigentlich heißt „Fatal Frame“ ist der fünfte Teil der Reihe. Deshalb dient es vielleicht nur bedingt als Einstieg in die Reihe, aber mir war nicht klar, dass es sich um einen fünften Teil handelt und noch dazu Figuren vorkommen, die aus frühreren Teilen bekannt sind. Das Ding hat auch keinen guten Ruf unter den Fans, denn ein paar Entscheidungen bzgl. der Charakterentwicklungen fanden keinen Gefallen im Publikum.

Das alles wusste ich nicht und jetzt, wo ich es weiß, ist es mir immer noch egal, denn für die Handlung von „Maiden Of Black Water“ spielt das Vorwissen eigentlich keine große Rolle. Ja, vermutlich gibt es in paar Szenen, die emotional anders sitzen, wenn man die Figuren kennt – aber für mich hat die Geschichte per se auch funktioniert.

Wie spielt sich das Teil jetzt und wie funktioniert das alles. Zuerst – das Spiel ist in mehrere Kapitel eingeteilt und man spielt auch im Laufe der Handlung drei Charaktere. Nämlich Yuri, Ren und Miu. Das bedeutet aber auch, dass man im Regelfall immer wieder in den gleichen Gebieten unterwegs ist, die sich auch nicht per se groß verändern. Das kann man mögen, kann einem egal sein, kann aber auch nerven. Mich hat es nicht gestört, da ich relativ rasch von der Geschichte abgeholt wurde und das ständige Aufsuchen der Orte ist ein wichtiger Teil dieser Handlung.

Denn der Berg „erwacht“ bzw. ist das „schwarze Wasser“ wirklich übergelaufen (oder kurz davor) und deshalb zieht es Menschen, die labil sind, immer wieder zum Berg und zu bestimmten Schreinen dort. Das hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Die Atmosphäre der Orte ist dabei meist zum Schneiden dick und man rechnet immer damit, dass irgendwo Geister auftauchen. Ein paar davon harmlos – von denen kann man Fotos machen und bekommt dafür Erfahrungspunkte. Oder es sind bösartige Geister und man muss sie mit der „Camera Obscura“ abwehren.

Das ist dann das Kampfsystem und das klappt nach anfänglicher Eingewöhnung erstaunlich gut. Wenn ein Geist nah genug ist, dann knippst man ein Foto und der Geist verliert einen Teil von sich, der um ihn herumschwebt und sich nach einer gewissen Zeit wieder mit ihm oder ihr verbindet. Wenn sich fünf Teile um den Geist herum bewegen, dann sollte man alle fünf gemeinsam mit dem Geist in den Fokus der Kamera rücken und ein Foto machen, denn das stiehlt diese Teile und schwächt den Geist. Oft genug gemacht und er oder sie verschwindet.

Klingt einfach – braucht aber Übung. Denn die Geister stehen ja nicht still. Sie verschwinden, tauchen aus einer anderen Richtung wieder auf und das bedeutet aus der Ego-Perspektive, in welche das Spiel bei Alktivierung der „Camera Obscura“ umschaltet, viel herumgedrehe. Immerhin gibt es einen Anzeiger, der die Richtung andeutet, aus welcher der Geister bzw. die Geister als auftauchen. Wie gesagt: Nach ein wenig Übung klappt das ganz gut und ist auch spannend, da es noch ein weiteres Element gibt. Nämlich die namensgebende „Fatal Frame“. Sollte ein Geist euch angreifen und ihr macht just in dem Moment, kurz bevor er euch erreicht, ein Foto, dann schwächt ihn das mehr und vor allem kann man dann gleich mehrere Fotos machen ohne neuen Film einzulegen.

Apropos Film: Es gibt ein paar Varianten davon und je nachdem welchen man einlegt in die Kamera, so dauert es länger ein neues Bild machen zu können oder es schwächt die Geister mehr. Außerdem gibt es verschiedene Objektive bzw. Linsen, die man verwenden kann, sodass man zum Beispiel mehr Erfahrugnspunkte bekommt oder ein bisschen Heilung bekommt und so weiter.

Wie gesagt: Im Grunde simpel und in weiten, offenen Flächen auch nicht besonders schwer. Kompliziert wird es nur in engen Räumen oder Gängen und da wird es dann fummelig. Deshalb hatte ich mir rasch angewohnt immer zu schauen, wohin kann ich notfalls zurückweichen, um mehr Raum zum bewegen zu haben. Das Spiel erlaubt das zwar nicht immer, aber es war trotzdem immer machbar, die „Kämpfe“ zu gewinnen.

Die Gegnervielfalt ist halt eher begrenzt, aber das hat mich nicht groß gestört.

Die Grafik ist weit entfernt von aktuellen Grafikkrachern und ist auch von der Farbgebung her eher düster und dunkel. Das muss man mögen und/oder aushalten. Zumal es für die Atmosphäre wichtig ist, nicht zu viel Licht zu haben. Und diese Atmosphäre ist eigentlich der wichtigste Teil des Spiels, denn die ist grandios gelungen. Das liegt auch aum wirklich gut gemachte Sound-Design, dass allein durch die Geräuschkulisse oftmals schon Gänsehaut erzeugt. Dazu kommt, dass die Bewegungen der Figuren immer wieder verlangsamt sind – zum Beispiel wenn sie durch Wasser waten – oder wenn sie vorsichtig Gegenstände aufheben. Vorsichtig deshalb, weil es sein kann, dass aus dem Nichts eine Geisterhand hervorschießt und die Protagonist:innen ins Jenseits ziehen will. Auch die Türen werden immer mit Vorsicht und langsam geöffnet. Alles spannend. Einzige Ausnahme: Selbst wenn die Spielfigur vor etwas flieht öffnet sie die Türen genauso langsam wie sonst auch. Das bricht ein wenig die Immersion und die Bedrohung, aber auch da gewöhnt man sich dran.

Die Geschichte selbst ist im Kern gut und wird auch gut erzählt. Für mich waren keine Fragen offen am Ende. Das liegt auch daran, dass jede Figur Notizen und/oder Bücher findet, welche Aufschluss über diverse Dinge, wie die Rituale am Berg, deren Bedeutung und ähnliche Dinge liefern. So fügt sich rasch alles zusammen und gegen Ende ist eigentlich bei allen Figuren klar, warum sie was wie wo und warum machen (wollen).

Weil gerade bei Enden sind: Es gibt für die weiblichen Figuren jeweils zwei mögliche Enden und für den Herren in der Runde sogar mehr. Das entscheidt man im Grund im letzten Kapitel. Man kann also also Enden freispielen, indem man drei Mal das letzte Kapitel spielt. Warum drei Mail? Weil man ja pro Figur pro Durchgang ein Ende wählen kann. Also kann man in zwei Runden je drei verschiedene Enden sehen. Und für Ren muss man haltnochmals nachlegen. Da das letzte Kapitel hauptsächlich aus Kämpfen besteht ist das zwar nicht optimal, aber auch innerhalb von rund 30 Minunten pro Durchgang erledigt. Kleiner Spoiler: Es gibt wirklich heftige Enden.

Dazu auch noch eine weitere Info: Man sieht während dem Spiel immer wieder Zwischensequenzen oder wenn man Geister, die man gerade besiegt hat, noch rasch anfasst – dann sieht man Erinnerungen an ihre letzten Momente oder wichtige Momente aus ihrem Dasein – die sind gut gemacht und im Stiel von alten, verrauschten Videoaufnahmen. Trotz der „schlechten Filmqualität“ sind da durch heftigste Sachen dabei. Da schneidet sich jemand selbst die Kehle durch, springt von einem Berg in den Tod oder wird brutal niedergemetzelt. Da schenkt sich das Spiel nichts. Also für Menschen mit zartem Gemüt ist das hier sicher nichts. Ich bin mehrmals mit offenem Mund vor dem Bildschirm gesessen und dachte mir, dass das was ich das gerade gesehen haben halbwegs heftig war.

Alles in allem kann ich sagen, dass „Fatal Frame 5“ vielleicht nicht das schickeste und am intuitivsten zu bedienende Spiel ist, aber die Story, die Atmosphäre und die Figuren haben mich bei der Stange gehalten und ich wollte tatsächlich wissen, wie das alles ausgeht und enden kann. Gut gemacht, absolut. Ich glaube zwar nicht, dass ich das Spiel ein zweites Mal spielen werde, aber offen gesprochen: Das mache ich oftmals ohnehin nicht. Dazu gibt es zu viele Spiele auf meiner „To play“-Liste.

„Fatal Frame (oder „Project Zero“): Maiden Of Black Water“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, von seiner Atomsphäre, eigenwilligen Erzählweise und düsteren Optik lebende, Punkte.

The post Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/feed/ 0