Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 29 Nov 2025 00:18:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Monster Island aka Orang Ikan (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/29/monster-island-aka-orang-ikan-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/29/monster-island-aka-orang-ikan-2025-filmkritik/#respond Sat, 29 Nov 2025 05:00:24 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38263 Saito (Dean Fujioka) und Bronson (Callum Woodhouse) sind beide auf einem Kriegsgefangenenschiff gefangen und sie werden zusammengekettet. Als die Lag eskaliert und ein U-Boot das Schiff versenkt, kommen die beiden gerade noch so mit dem Leben davon und werden an … Weiterlesen

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Saito (Dean Fujioka) und Bronson (Callum Woodhouse) sind beide auf einem Kriegsgefangenenschiff gefangen und sie werden zusammengekettet. Als die Lag eskaliert und ein U-Boot das Schiff versenkt, kommen die beiden gerade noch so mit dem Leben davon und werden an den Strand einer verlassenen Insel angespült.

Aber die beiden können sich nicht leiden, weil … Gründe.

Als ein Monster auftaucht, welches offensichtlich auf der Insel wohnt und Bronsen fressen möchte, verjagt Saito es – mehr aus Reflex – was dazu führt, dass die beiden sich zumindest mal nicht mehr gegenseitig umbringen wollen.

Und dann geht es darum gemeinsam einen Weg zu finden, wie man überlebt und vielleicht auch irgendwann und irgendwie von der Insel entkommt …

Wenn man die Zusammenfassung liest, dann hat man eigentlich ein sehr klares Bild des Films vor Augen und irgendwie auch leichte „Enemy Mine“-Vibes. Und ja, das kommt auch gut hin. Aber dann kommt die Tatsache ins Spiel, die viele Filme besser macht als sie eigentlich sein dürften: „Monster Island“ wurde nicht in den USA gedreht, sondern in Asien, konkret Indonesien.

Und das macht einen großen Unterschied, weil der gesamte „US to the rescue“-Part (zum Teil) wegfällt. Ich könnte jetzt spoilern, aber das mach ich nicht. Ich sag es aber so: Beide Protagonisten bekommen ihren Platz im Scheinwerferlicht. Und den Ami-Part hat ein Brite bekommen. Also – alles gut? Naja, fast. Im Kern ist der Film nämlich tatsächlich völlig belanglos. Es geht um genau gar nichts. Wir wissen ja nicht einmal wirklich irgendwas über die Figuren.

Und trotzdem macht der Film Spaß. Er ist flott geschnitten, es gibt eigentlich so gut wie keine Pausen oder unnötige Szenen und die Action stimmt per se. Es gibt ein paar Zweikämpfe, die gut choreografiert sind und auch wenn das Monster im Grunde viel zu oft gezeigt wird, so ist der Spannungsaufbau bis dahin sehr gelungen.

Dazu kommt, dass die Dynamik und Kommunikation zwischen Saito und Bronson wirklich gut gemacht ist (sie sprechen die Sprache des jeweils anderen nicht) und man fühlt wirklich mit den beiden mit und es macht eine Freude zuzusehen, wie sie beginnen aufeinander zu vertrauen.

Das Monster hat ein paar Kills, ein paar davon ziemlich blutig (wenn auch nur kurz) und die Effekte sehen im Grunde genommen alle sehr gut aus. Das Design des Monsters ist jetzt nicht besonders aufregend – man hat ein ähnliches Design schon x Mal gesehen – und man sieht es viel zu früh in seiner Gänze, aber immerhin wird diese Tatsache dann dazu genutzt, dass man das Monster auch wirklich nutzt. Wie oben schon angeführt: Zweikämpfe. Und ja, wenn das Monster einen großen Sprung macht, dann wirkt das – wie in den meisten Filmen – lächerlich. Kommt aber eh nie vor.

Das Ende und was mit dem Monster passiert hat mich dann doch überrascht und ja, ich finde Kämpfe mit Samuraischwertern immer noch cool anzusehen. Die müssen nicht mal lang dauern oder eine extreme Choreografie haben – ich mag das einfach. Stell jemanden mit einem Samuraischwert hin, der (oder die) weiß, wie er (oder sie) es halten muss, stell ihn (oder sie) in Kampfpose und in meinem Hirn blinkt sofort das Wort „episch“ auf.

Wie dem auch sei: Macht „Monster Island“ irgendwas neu? Nein. Nichts. Ist es trotzdem einer der besseren Vertreter dieser Gattung Film, unterhält er und macht er Spa0: Definitiv. Gegen Ende gibt es dann sogar ein wenig Grund zur Rührung, auch wenn ich persönlich das Ende bzw. die letzte Szene (auf nem Schiff) nicht gebraucht hätte. Aber gut. Das schmälert den Rest nicht.

„Monster Island“ bekommt von mir 7 von 10 möglichen, für die einmalige Sichtung absolut ausreichende und unterhaltsame, Punkte.

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F1: The Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/27/f1-the-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/27/f1-the-movie-filmkritik/#respond Thu, 27 Nov 2025 05:00:38 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38218 Ruben (Javier Bardem) droht sein Formel 1 Team zu verlieren, weil sich die erwarteten Erfolge, nicht einstellen wollen. Darum überredet er seinen alten Freund Sonny (Brad Pitt) aus dem Ruhestand zurück zu kehren, um das Team auf den richtigen Weg … Weiterlesen

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Ruben (Javier Bardem) droht sein Formel 1 Team zu verlieren, weil sich die erwarteten Erfolge, nicht einstellen wollen. Darum überredet er seinen alten Freund Sonny (Brad Pitt) aus dem Ruhestand zurück zu kehren, um das Team auf den richtigen Weg zu führen.

Dazu gehört vor allem den künftigen Star Joshua Pearce (Damson Idris) zu trainieren und sein rohes Talent mit Sonnys Erfahrungen zu kombinieren. Gar nicht so leicht, denn beide Herren haben sichtlich Schwierigkeiten sich auf Grund des Altersunterschiedes, ernst nehmen zu können…

Regisseur Joseph Kosinski kenne ich persönlich durch Filme wie Tron: Legacy und Oblivion, die beide schon über zehn Jahre alt sind. Aktuell schwimmt er aber auf einer Erfolgswelle, da er im Jahr 2022 mit Top Gun: Maverick einen Blockbuster geschaffen hat, der das Kino nach der Corona-Pause, wieder ins Leben zurück geholt hat. Sein neuester Film ist ein in der Formel 1 Welt angesiedeltes Sportdrama, also nicht wirklich meine Art von Film, doch ein Freund von mir wollte ihn gerne sehen.

Was den finanziellen Bereich anbelangt, hat der Film gleich drei Dinge erreicht: er hat das bisher beste Einspielergebnis für die Apple Studios gebracht, er ist der erfolgreichste Film aller Zeiten mit Autorennen als Thema und Brad Pitt hat ebenso noch nie mehr Menschen ins Kino gelockt (bisher 631 Millionen Dollar). Gedreht wurde hierfür auch in Silverstone an den Grand Prix Wochenenden der Jahre 2023 und 2024, während den World Championships.

Einige bekannte Namen aus der Formel 1 Welt bekommt man dabei zu sehen und Lewis Hamilton zum Beispiel, ist auch als Produzent mit an Bord. Diese Authentizität ist sicherlich ein großer Grund für den Erfolg, obwohl sie da auch schon wieder aufhört, denn was Sonny vor allem zu Beginn alles aufführt bzw. trickst, da muss man nun wirklich kein Kenner der Materie sein um zu wissen, dass diese Aktionen so nicht durchgehen würden aka unrealistisch sind.

Worüber man jedoch kaum zum Nachdenken kommt, Kosinski´s Vision verleiht der gesamten Sache nämlich eine kinetische Energie, der man sich nur schwer entziehen kann. Bessere im Sinne von einnehmender oder stellenweise auch atemberaubendere Aufnahmen eines Rennens, habe ich bisher noch in keinem Film erlebt. Dass die wichtigsten Figuren dann noch so gestaltet sind, dass man ihrer Entwicklung gerne folgen, vermischt die visuellen Reize schließlich mit einem wohligen Gefühl.

Brad Pitt habe ich zuletzt im großartigen Bullet Train gesehen und dort genau wie hier als Sonny sprüht er förmlich vor Charisma, gepaart mit Spielfreude. Sein Gehabe ist das eines Spitzbuben, doch das Spiel ist nur an der Oberfläche, der weiß, dass seine beste Zeit vorüber ist. Wie er aber genau dem nachjagt, was seinen Alltag mit Leben füllt, auch wenn es für ihn lebensgefährlich ist, kann man nur allzu gut nachvollziehen.

Javier Bardem (Mother!) als Ruben ist sein vernünftigeres Gegenstück und bester Freund des Helden und Kerry Condon (Saints and Sinners) ist als Kate deshalb so sympathisch, weil sie eine unabhängige und starke Lady ist und natürlich Sonnys Charme dennoch nicht widerstehen kann. Nur Damson Idris (The Commuter) als Jungstar Joshua war mir eigentlich egal, denn auch wenn er einen guten Kern hat ist mir sein Gehabe zu arrogant und sein Verhalten weite Strecken über zu unüberlegt.

Was in Summe etwas ergibt, was früher nicht wegzudenken war in Hollywood und heutzutage kaum mehr produziert wird: ein Blockbuster für die ganze Familie. Egal ob alt oder jung, da kannst du dir was mitnehmen und das alles auch noch ohne moderne Agendas. Ich, der ich Formel 1 als den langweiligsten „Passivsport“ aller Zeiten bezeichnen würde, hatte hiermit meinen Spaß. Das hat mich selbst überrascht und ja auch viel besser unterhalten, als ich es erwartet hätte.

„F1“ bekommt von mir 8/10 durch zahlreiche Rückschläge zum ersehnten Erfolg kommende Empfehlungspunkte.

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Trapped In Her Dorm Room (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/#respond Tue, 25 Nov 2025 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38259 Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und … Weiterlesen

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Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und mitbekommt, dass sie eventuell in einen anderen verknallt sein könnte, dreht er am Rad, stellt sie zur Rede, es kommt zum Handgemenge und plötzlich sieht sich Erin mit der Tatsache konfrontiert, dass Cade sie in ihrem Zimmer eingesperrt und allen von ihrem Handy aus eine Nachricht geschickt hat, dass sie doch nicht mitfährt, denn sie muss ein Kunstprojekt fertigstellen.

Und Cade wird keine Ruhe geben, bis Erin endlich verseht, dass sie ja eigentlich ihn liebt …

Ich hatte keine Ahnung, was Lifetime ist, als ich mir „Trapped In Her Dorm Room“ angesehen habe. In Kurzfassung und stark vereinfacht: Die machen TV-Filme. Auf TV-Niveau. Also … tja. Genau.

In diesem Fall basiert die Geschichte scheinbar auf einer wahren Begebenheit, auch wenn man wohl davon ausgehen kann, dass man sich einige Freiheiten genommen hat. Aber das spielt im Grunde keine Rolle, denn die Prämisse ist doch halbwegs gut und das kann durchaus funktionieren. Und das tut es teilweise auch. Konkret dachte ich mir bei Minute 53 (der Film dauert knapp 90), dass das ja jetzt doch glaubwürdig wird vom Schauspiel her.

Das klingt jetzt böser als es gemeint ist, denn Ciara Hanna und Will Sparks III bemühen sich, den Film spannend zu machen und das ist ja auch das Wichtige bei diesem Film hier, denn die meiste Zeit sehen wir zwei Menschen, die sich unterhalten und da soll ja auch Spannung aufkommen.

Nun. Nein. Meistens nicht. Das liegt daran, dass Will Sparks III die meiste Zeit über wie ein Milchbubi wirkt, der in etwa so viel Gefahr ausstrahlt wie ein Zwergpincher. Sicher. Er kann beißen, aber … ihr wisst schon. Eh nett.

Ähnliches gilt für Ciara Hanna, welche die meiste Zeit über leicht angepisst wirkt, aber nur sehr selten so etwas wie Verzweiflung oder Angst ausstrahlt. Es ist mehr … „barely an inconvenience“. Schade. Denn später kommt dann doch sowas wie Schauspiel dazu, auch wenn ich der Fairness halber anmerken sollte, dass man mit dem Drehbuch auch nicht so besonders viel anfangen kann.

Deshalb: Dran denken, dass es ein Fernsehfilm ist und dafür war er völlig okay. Es gibt dann sogar zwei, drei Szenen, die so etwas wie Spannung aufbauen und ein paar Situationen waren tatsächlich gut gemacht und gut geschnitten.

Und wenn dann die Sache am Laufen ist, dann – baut man wieder Mist. Kleiner Spoiler: Erin versteckt sich und tritt barfuß auf einen ca. 5 cm langen Nagel, der aus einem Brett hervorsteckt, quieckt kurz, weshalb Cade auf sie aufmerksam wird. Und gleich darauf geht sie wieder ganz normal. Also … mit so einem Nagel im Fuß … mhm. Außerdem hinterlässt sie nicht mal Blutspuren. Aber das ist eine andere Sache.

Und nachdem die Sache gelöst ist gibt es noch eine kurze Szene in welcher Erin mit ihrer Mutter spricht und die ist in Summe (Schauspiel, Dialog) die Definition von „cringe“.

Alles in allem: Schade, weil ich denke, dass Ciara Hanna es durchaus drauf hätte. Unter guter Regie hätte vermutlich auch Will Sparks III bedrohlich gewirkt, aber so wie das hier relativ lieblos runtergedreht wurde … nein. Liebe Leute, man kann sich auch bei Fernsehfilmen bemühen, ehrlich.

„Trapped In Her Dorm Room“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, leider weit hinter den Möglichkeiten (sogar für einen TV-Film) zurückbleibende, Punkte.

Trailer: Leider keiner verfügbar.

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The Fantastic Four: First Steps (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/22/the-fantastic-four-first-steps-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/22/the-fantastic-four-first-steps-filmkritik/#respond Sat, 22 Nov 2025 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38069 Die Fantastic Four sind so beliebt wie nie zuvor und werden allerorts als Helden gefeiert. Nebenbei kommt auf Reed (Pedro Pascal) und Sue (Vanessa Kirby) gerade ihre größte Aufgabe zu, denn sie bekommen ein Baby. Die heile Welt wird jedoch … Weiterlesen

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Die Fantastic Four sind so beliebt wie nie zuvor und werden allerorts als Helden gefeiert. Nebenbei kommt auf Reed (Pedro Pascal) und Sue (Vanessa Kirby) gerade ihre größte Aufgabe zu, denn sie bekommen ein Baby. Die heile Welt wird jedoch abrupt durch das Auftreten eines außerirdischen Wesens namens Shalla-Bal (Julia Garner) gestört, das die Ankunft von Galactus ankündigt.

Der wiederum ist eine Kreatur mit gewaltiger Macht, der ganze Planten frisst, um den Schmerz seines schier endlosen Hungers zu stillen. Die FF brechen daraufhin mit ihrem Raumschiff auf, um Galactus zu konfrontieren oder/und mit ihm zu verhandeln, bevor er ihren geliebten Planeten samt jedem einzelnen Lebewesen vernichten kann…

Dies ist der bereits 37te Film des MCU und er leitet die Phase 6 des Marvel Cinematic Universe ein. Neben der vergessenen Version aus den 90er Jahren, den beiden trashig unterhaltsamen Filmen aus den Jahren 2005 und 2007 und der ziemlich verpatzten Version von 2015, ist dies dabei bereits die vierte Inkarnation und gleichzeitig auch der vierte Versuch, die allerste Superhelden-Familie von Marvel, erfolgreich auf die Leinwand zu bringen.

Regie führt hier Matt Shakman, der bereits bei der Wanda Vision Serie Erfahrungen mit Marvel sammeln konnte. Ich finde einige der hier getroffenen Entscheidungen dann richtig gut, andere Dinge haben mich hingegen wiederum gestört. Um darüber Worte verlieren zu können, werde ich ab jetzt spoilern. Zunächst mal zur Optik, dieser retro futuristischen Alternativversion der 60er Jahre. Die ist frisch, unverbraucht und mischt gekonnt nostalgische und zukünftige Technologien miteinander.

Die CGI-Momente sind top und auch Galactus ist schön riesig, bedrohlich und wirkt einigermaßen unaufhaltsam. Von der Story her gibt es dabei eine kurze Anspielung auf einen Kult, der ein Ende durch ihn herbeisehnt und dann ist mir im Schlussspann doch echt etwas passiert, dass mir noch nie in einem MCU-Abenteuer passiert ist, ich habe einen Song gehört, den ich mir dann suchen musste, seitdem schon mehrere male gehört habe und auch anderen vorgespielt habe.

Let Us Be Devoured heißt das gute Stück von Andrea Datzman und es spiegelt für mich perfekt eine Ebene von Nerd-Humor wider, die ich liebe. Schaut euch den Film an und hört danach den Song, wenn ihr den genau so feiert, dann seid ihr mit mir auf einer Wellenlänge. Überhaupt ist der Score von Michael Giacchino (Star Trek) wirklich großartig, im Sinne von Stimmung erhellend und zum Mitsummen anregend.

Neben Optik und Musik ist hier ein dritter fetter Pluspunkt, wie mit Johnny Storm und Ben Grimm umgegangen wird. The Thing war noch nie so herzlich und verkommt nie zum Opfer diverser Scherze. Die Fackel ist dann aber mein charakterliches Highlight. Der ist zwar immer noch am Papier ein Frauenheld, aber auf eine viel verspieltere Art und Weise und neben seinem gewinnenden Auftreten, kann er Leute und deren Emotionen, sehr gut lesen.

Wenn man bedenkt wie anders Joseph Quinn zuletzt in Gladiator 2 gespielt hat, dann kann man eindeutig seine Bandbreite erkennen. Was mich zu den negativen Aspekten führt und da hätten wir Pedro Pascal (der witziger Weise auch bei G2 dabei war). Nein, ich bin nicht auf den „der ist überall dabei, jetzt hassen wir ihn“ Wagen aufgesprungen aber sorry, hier läuft für mich 100 prozentig Pedro Pascal über die Leinwand und nicht Reed Richards. Irgendwie hat er sich einfach wie ein Fremdkörper angefühlt.

Vanessa Kirby (Hobbs and Shaw) als Sue ist besser und es ist nur ihrer Schauspielkunst zu verdanken, dass sie gegen das Girlboss-Disney-Drehbuch ankämpfen kann. Bis sie quasi im Alleingang beim Finale Galactus besiegt, ja genau den, das Gott ähnliche Wesen, dass ganze Planeten frisst. Wer mir jetzt erzählen will, dass das nur ein Metapher sein soll, dass nichts zwischen eine Mutter und ihr Kind kommen kann, dann kann ich nur danke sagen, aber nein danke, das kaufe ich ihnen nicht ab. Die Stärke der Familie als Motiv, funktioniert aber unabhängig davon als heiler Ruhepol in einer bedrohlichen Welt.

Der weibliche Silver Surfer ist mir dafür egal (also auf den Backlash bezogen, weil nicht der männliche gewählt wurde), aber da sie Johnny am Ende um seinen Heldenmoment beraubt, ergibt das in Kombination mit Sue doch einen unnötigen und durchaus langweilig gelösten Moment „for the modern audience“. Die Möglichkeit für ein richtig starkes Gesamtpaket ist somit durchaus spürbar, wird aber durch einige Entscheidungen nach unten gezogen.

Was die Einzigartigkeit des Settings und den Wiedererkennungswert und Funfaktor der Musik betrifft, ist dies somit sicherlich das Highlight innerhalb des MCU der letzte Zeit. Für einen Hit ist es mir dann aber durch die bremsenden Faktoren doch zu wenig, der beste FF-Film der bisher jemals gedreht wurde, ist es dennoch. Auf jeden Fall ist es gut, dass es nun dauert bis Ende 2026, bevor der nächste Film des MCU startet, wobei ein mit nostalgischen und neuen Charakteren überfülltes und hier im Schlussspan auch angekündigtes Mammut-Projekt wie Avengers: Doomsday, wahrscheinlich sowieso ein Hit wird, auch wenn ihn die längere Anlaufzeit, nicht wirklich besser machen sollte.

„Fantastic Four First Steps“ bekommt von mir 7,5/10 wie man von der Außenwelt aufgenommen wird nicht immer lenken könnende Empfehlungspunkte.

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Arcadian (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/#respond Thu, 20 Nov 2025 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38242 Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr … Weiterlesen

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Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr interessiert ist. Immerhin sind menschliche Kontakte selten in dieser Welt. Aber nachts, nun, da muss man Zuhause sein, alles abschließen und sich ruhig verhalten.

Denn in der Nacht, da kommen SIE. Niemand weiß, woher sie kommen, warum sie Menschen jagen und was sie wollen. Aber sie sind da und sie sind gefährlich und lautlos. Und sie scheinen intelligent zu sein.

Und dann kommt Thomas eines abends nicht nach Hause …

Die wichtigste Information zuerst: Guckt euch nicht den Trailer an. Und dann die zweite: „Arcadian“ ist kein Action-Film. Und die dritte wichtige Info: Nicolas Cage ist nicht die Hauptrolle.

So, jetzt wo das ist aus dem Weg ist: „Arcadian“ ist richtig gut. Vorausgesetzt man kommt mit der korrekten Erwartungshaltung in den Genuss den Film zu sehen. Ja, ich sage Genuss, denn „Arcadian“ macht ein paar Sachen richtig gut. Zum einen: Es lässt viele Dinge im Dunkeln, das hält das Mysterium am Leben und man braucht die Antworten zum Folgen des Plots auch nicht. Das zweite ist der „Slow Burn“. Der Film lässt sich Zeit, lässt die Figuren und ihre Verbindungen vorzustellen und man merkt, wie sehr Paul seine Söhne liebt. Allerdings ist Paul nach einer Weile nicht mehr der Hauptfokus, aber bis dahin ist Cage ein Hammer wie immer. Etwas weniger aufgeregt und sehr bodenständig, aber 100% passend.

Und es gibt eine Szene, die ich einfach absolut großartig fand und die Pauls Charakter super beschreibt: Als seiner Söhne eines Nachts nicht nach Hause kommt, macht er sich in der (gefährlichen) Nacht auf, um ihn zu suchen und irgendwann findet er ihn. Es ist klar, dass dieser Sohn selbst schuld an der Misere und der Gefahr ist, in der sie nun stecken, da die Monster sie gefunden haben. Pauls erste Reaktion: Er fragt seinen Sohn, ob er verletzt ist. Die zweite Reaktion: Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sich, einfach froh, dass er ihn gefunden hat. Kein Vorwurf, nichts. Es ist im Blick seines Sohns völlig klar, dass er weiß, er hat Mist gebaut. Kein Grund es ihm nochmals unter die Nase zu reiben. Stattdessen zeigt er ihm einfach, wie sehr er ihn liebt. Eine Mini-Szene, die man rasch übersehen kann, aber ich fand das einfach großartig (ja, seit ich Vater bin springe ich auf solche Szenen einfach an, ich gebe es zu).

Aber keine Angst – wenn dann die Monster kommen, dann wird es cool. Denn die Monster sind … schräg. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher ob ich lachen soll, aber dann stellt sich heraus, dass sie einfach richtig gefährlich und intelligent – bis zu einem gewissen Grad.

Ja, der Film ist sehr vorhersehbar, das kann ich nicht abstreiten. Ab einem gewissen Punkt war absolut klar was passieren würde und sogar wie es passieren würde, aber es war trotzdem spannend anzusehen.

Schauspielerisch sind die drei jungen Leute die Hauptakteur:innen und sie machen ihre Sache richtig gut. Nic Cage ist Nic Cage (soll heißen: immer gut).

Regisseur Benjamin Brewer hat hier sienen ersten Langfilm abgeliefert (nach Musikvideos und einem Kurzfilm), hat aber bereits bei einigen Filmen mitgearbeitet (zum Beispiel bei „Everything Everywhere All At Once“ – bei den Effekten). Deshalb sehen wohl die Monster auch einfach gut und echt aus. Eine Szene mit einem langen Arm ist übrigens richtig unheimlich geworden. Und die Art, wie die Monster sich in einer Gruppe fortbewegen: Schräg aber auch irgendwie cool. Und nur am Rande: Die Monster wurden von „Goofy“ (ja, der Goofy von Mickey Mouse) inspiriert. Und ja, das sieht man.

Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Wackelkamera, die fand ich einfach zeitweise unnötig stressig und unübersichtlich. Aber alles in allem: Ja, der Film war klasse.

Der Fairness halber: Ich habe drei Anläufe gebraucht, um ihn mir anzusehen. Das lag allerdings scheinbar nicht am Film, sondern einfach daran, dass ich viel zu müde für einen Slow Burner war. Denn ehrlich: „Arcadian“ macht verdammt viel richtig.

„Arcadian“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, erst beim dritten Versuch, dann dafür richtig, zündende Punkte.

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Prisoner of War (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/18/prisoner-of-war-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/18/prisoner-of-war-filmkritik/#respond Tue, 18 Nov 2025 05:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38185 Im Jahr 1942 s während dem zweiten Weltkrieg – um genau zu sein während des Kampfes um Bataan, wird das Flugzeug von Royal Air Force Wing Commander James Wright (Scott Adkins) über den Philippinen abgeschossen. Er wird gefangen genommen und … Weiterlesen

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Im Jahr 1942 s während dem zweiten Weltkrieg – um genau zu sein während des Kampfes um Bataan, wird das Flugzeug von Royal Air Force Wing Commander James Wright (Scott Adkins) über den Philippinen abgeschossen. Er wird gefangen genommen und in ein Gefangenenlager der japanischen Streitkräfte gebracht.

Nachdem er einer schnellen Exekution entkommen kann und dabei drei feindliche Soldaten tötet, wird der Anführer dieses Camps, auf ihn aufmerksam. Lt. Col. Benjiro Ito (Peter Shinkoda) lässt ihn daraufhin am nächsten Tag gegen einen Mann antreten, der im Zweikampf normalerweise kurzen Prozess mit Gefangenen macht…

2025 ist ein gutes Jahr für Fans von Scott Adkins. Nach Take Cover und Diablo ist dies sein dritter Film und ja, auch diesen würde ich über dem Durchschnitt einreihen. Nach einer Story von Adkins führt hier Schauspieler Louis Mandylor (The Flood) Regie. Die zwei sind nach ihren beiden „The Debt Collector“ Filmen alte Bekannte und wer der englischen Sprache mächtig ist, der sollte sich das Interview der Filmfreunde auf Adkins Kanal anhören.

Da kann man hören, wie man mit wenig Geld, unter schweren Bedingungen und unter Zeitdruck einen Film auf die Beine stellen kann, dem man die Strapazen der Produktion nicht ansieht und der dich nicht kalt lässt. Dabei ist der Film vor allem deshalb ein intensives Erlebnis, weil Adkins hier eine gewaltige Leinwandpräsenz an den Tag legt. Wie er steht und seine Blicke, der muss überhaupt nichts sagen und dennoch hast du Respekt vor ihm.

Diese eigene Aura wird dann durch seine überragende Kampfkunst perfekt ergänzt, was sich vor allem deshalb so befriedigend anfühlt, weil ihn seine japanischen Gegner, anfänglich nicht nur unterschätzen, sondern ihn einfach nur nebenbei beseitigen wollen. Der Martial Arts Stil ist dabei auf effektive und schnelle Aktionen konzentriert, Gegner zügig ausschalten zu wollen, ist für ein Kriegsszenario natürlich eine ziemlich einleuchtende Intention.

Dass das Ganze dann auch noch wie ein „Bloodsport Wettkampf im Kriegsgefangenenlager“ aufgezogen wird, erzeugt diese harte, trostlose und auch sadistische/voyeuristische Stimmung, wie Gladiatoren, die sich zur Belustigung ihrer Peiniger gegenseitig umbringen müssen. Peter Shinkoda (Predator Upgrade) hat als Lt.Col. Ito hier das Sagen und wie er James gegenüber von nicht beachten über Abneigung bis hin zu Respekt einiges an Emotionen durchlebt, kann man durch sein Schauspiel sehr schön nachvollziehen.

Diese positiven Aspekte überwiegen klar, aber durch Adkins überragende Erscheinung und natürlich auch weil das Drehbuch sie vernachlässigt, bleiben (abgesehen von Ito) alle übrigen Figuren ziemlich blass. Wenn man eine Figur mehr mag dann nur, weil dich ihr Verhalten an andere Charaktere aus anderen Filmen erinnert, die man ins Herz geschlossen hast. Was auch ein (wohl gewolltes) Problem ist, ist es einen würdigen Gegner für Adkins zu finden.

Dieses Setup irgendwie mit Hommage Qualitäten an alte Charles Bronson Filme auszustatten und dabei nie in den Trashbereich abzurutschen, ist dafür wiederum eine eigene Kunst und der unaufhaltsame „Ein Mann Armee“ Status des Helden zeichnet sich vor allem durch das Durchhaltevermögen und das niemals Aufgeben aus, dennoch ist es vom ersten Kampf an klar, dass seine asiatischen Feinde keine Chance haben. Es fehlt dadurch ein Endboss bei diesem „Tournament“, aber die vorhandene Coolness überstrahlt auch dieses Defizit.

In Summe ein grimmiger, von der Action her greifbarer Film, der gekonnt mit audiovisuellen Spielereien arbeitet und eine im Prinzip sehr einfach Story, niemals banal oder langweilig erscheinen lässt, inklusive einigen „dem Helden zujubeln“ Momente. Mandylor hat auf jeden Fall einen gutes Auge aka er versteht Kino weswegen ich hoffe, dass er neben dem Schauspiel auch weiterhin ebenfalls Regie führt, vielleicht ja sogar wieder mit Adkins an Bord.

„Prisoner of War“ bekommt von mir 7/10 sich nicht einmal ansatzweise von seinen Peinigern einschüchtern lassende Empfehlungspunkte.

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The Running Man (1987 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/15/the-running-man-1987-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/15/the-running-man-1987-filmkritik/#respond Sat, 15 Nov 2025 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38226 Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) hat Pech: Er wird für ein Verbrechen verurteilt, welches er nicht begannen hat und muss nun in der Game-Show „The Running Man“ um sein Leben kämpfen. Die Menschen werden von einem korrupten Staat regiert, der sie … Weiterlesen

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Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) hat Pech: Er wird für ein Verbrechen verurteilt, welches er nicht begannen hat und muss nun in der Game-Show „The Running Man“ um sein Leben kämpfen.

Die Menschen werden von einem korrupten Staat regiert, der sie mit der Show ablenken möchte. Brot und Spiele. Der Clou dabei: Wer „The Running Man“ überlebt wird begnadigt, bekommt einen Preis und kann sich alle Wünsche erfüllen.

Nur stellt Richards rasch fest, dass auch das (so wie alles andere quasi auch) eine Lüge ist …

Stephen King hat vor vielen Jahren einmal versucht Bücher unter einem anderen Namen zu veröffentlichen, unter anderem um zu gucken, ob diese sich auch verkaufen würden. Und … tja, was ich soll ich sagen. Das hat sieben Jahre funktioniert und durchaus ein paar wirklich bekannte und erfolgreiche Bücher geschrieben, so zum Beispiel (bereits verfilmt) „Thinner“ oder (vor kurzem im Kino) „The Long Walk“. Und natürlich – „The Running Man“.

Und was in den 1980iger noch „in“? Genau One-Man-Armeen aka Arnold Schwarzenegger oder Sylvester Stallone. Und das hier ist ein Schwarzenegger-Film durch und durch. „The Running Man“ hat alles was ein Schwarzenegger-Film braucht und dazu noch etwas Neues: Für die 80iger ein cooles Artdesign, Bossgegner, eine Art Level-Struktur und Gesellschaftskritik. Das war neu. Glaube ich. Ich habe keine Ahnung, ich war damals knappe 10 Jahre alt und habe den Film ein paar Jahre später gesehen und – und alle meine Freunde genauso – habe ihn geliebt.

Ich glaube, ich habe „The Running Man“ sicher fünfzig Mal gesehen. Der Film ist kein Meisterwerk, aber ich fand ihn damals – und ich finde es immer noch – einen der besten Schwarzenegger-Filme überhaupt. Das liegt an den coolen Gegnern, in Form von „Subzero“ oder „Chainsaw“ oder „Dynamo“, die alle ihr eigenes Ding hatten.

Und ja, das war 1987 – also fünf Jahre VOR dem ersten Mortal Kombat. Ich lehne mich jetzt ein wenig aus dem sprichwörtlichen Fenster und sage es mal so: Wer den Film heute sieht und sich denkt, er hat Mortal Kombat (sogar den Auwahlbildschirm!) zu verdanken: Nein. Falsch. Umgekehrt 🙂

Und ziemlich so läuft der Film auch ab: Eine Reihe von Zweikämpfen von Richards, der die Typen alle fertig macht (meist durch Einsatz ihrer Trademarks) und coole One-Liner schiebt. Daneben gibt es noch einen Plot mit Widerstandskämpfern, die sich gegen das Regime auflehnen und die Macher der Show blosstellen wollen. Außerdem reißt Richards – nachdem ihn anfangs alle hassen, weil er ja ein Verbrecher ist – das Ruder herum und wird ein Publikumsliebling.

Was ich ein wenig schade fand war das Ende, welches die coolen Zweikämpfe gegen eine relativ austauschbare „Wir stürmen die Zentrale mit Soldaten“-Szene tauscht, auch wenn der Payoff gegen den Moderator der Show sehr zufriedenstellend ausfällt.

Jahre später habe ich das Buch gelesen und war dann überrascht wie viele Freiheiten sich der Film genommen hat, denn in meiner Welt stimmte an „The Running Man“ alles und er war auch stimmig. Also wirklich: Großartig. Und ich war überrascht, wie viel davon nicht von King kam, sondern von Steven E. de Souza, der das Drehbuch geschrieben hat und Paul Michael Glaser, der die Regie übernommen hatte (Fun Fact: Kennt ihr Starsky & Hutch? Ja? Er hat Starsky gespielt). Ich weiß nicht, wer das Set- und Figurendesign gemacht hat, aber: Hut ab! Großartig.

Im Jahr 2025 kann man rückblickend wirklich nur noch sagen: Ja. Er ist immer noch genauso großartig. Ganz genau so großartig. Die Effekte mögen gealtert sein, die Dialoge mögen an der cheese oder cringe-Grenze kratzen, aber alles in allem: Ja. Das ist immer noch ein Film, den man sich problemlos heute anschauen kann.

Es gibt gerade eine Neuverfilmung des Buches von Edgar Wright im Kino, deshalb kam ich auch auf die Idee mir den alten Film nochmals anzusehen und ich muss sagen: Ich werde mir den neuen Film nicht ansehen. Jetzt wo ich den alten Film wieder gesehen habe merke ich, ich brauche keinen anderen „Running Man“ als diesen. Auch wenn Wright meinte, er würde sich mehr ans Buch halten (SPOILER: gegen Ende des Buches fetzt Richards mit einem Flugzeug in die Zentrale und das letzte was alle sehen ist Richards, der ihnen den Mittelfinger zeigt bevor sie alle hochgehen). Und ich mag bis jetzt alle(!) Filme von Edgar Wright. Hier werde ich trotzdem passen. Es gibt nur einen echten „Running Man“ – Hi, Arnold!

„The Running Man“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, für mich immer und ewig ein Kultfilm bleibende, Punkte.

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Beast of War (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/13/beast-of-war-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/13/beast-of-war-filmkritik/#respond Thu, 13 Nov 2025 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38164 Während des zweiten Weltkrieges wird ein australisches Kriegsschiff von einem japanischen Kampfjet zerstört. Ein paar der überlebenden Männer können sich danach auf ein größeres, schwimmendes Teile des Schiffes retten, dass sich als provisorisches Floß benutzen lässt. Neben Orientierungslosigkeit und möglichem … Weiterlesen

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Während des zweiten Weltkrieges wird ein australisches Kriegsschiff von einem japanischen Kampfjet zerstört. Ein paar der überlebenden Männer können sich danach auf ein größeres, schwimmendes Teile des Schiffes retten, dass sich als provisorisches Floß benutzen lässt.

Neben Orientierungslosigkeit und möglichem weiteren Feindkontakt, bekommen sie dabei schon bald ein noch viel größeres Problem: ein weißer Hai umkreist sie und es hat den Anschein er wird nicht aufgeben, bis er jeden einzelnen von ihnen, als Beute genossen hat…

Regisseur und Drehbuchautor Kiah Roache-Turner bleibt seinem Lieblingsgenre Horror treu, wechselt aber nach Zombies in Wyrmwood und Spinnen in Sting, nun erneut die Gegenspieler der Helden. Neben dem Krieg an sich, ist das hier dann ein Hai. Richtig gelesen, dies ist ein Kriegsfilm gemixt mit einem Creature Feature und ja, der Film nimmt sich ernst und ist alles andere als eine Komödie.

Der Beginn hier beim Training im Lager etabliert sehr gekonnt die wichtigsten Charaktere und ihre Zwecke. Der traumatisierte, kämpferische Held, sein körperlich schwächerer Sidekick mit dem Hirn und dem Herz am rechten Fleck, der egoistische Angeber, der doofe Typ, der sicher sterben wird und weitere Kerle, die man am Besten als Haifutter bezeichnen kann. Das nimmt dann auch den Hauptteil der Handlung in Anspruch und dadurch kommen Einschränkungen.

Wer wegen dem Genremix – abgesehen vom Setting – ein Kriegsszenario erwartet, der wird hier sicherlich enttäuscht werden. Die Fahrt in den Kampf führt nämlich nach Beschuss direkt ins Wasser und somit zum Hai. Die Handlung spielt dann bis zum Ende beinahe ausschließlich auf einem im Wasser treibenden Teil eines Wrackes und da spielt sich der Hai dann mit seiner Beute. Der Charakter des Tieres wirkt dabei fast schon menschlich, einfach auf Grund wie ihn die Kamera zeigt, gepaart mit den „Blicken“.

Neben menschlichen Gegnern führt dabei auch Dummheit dazu, dass die Männer immer weiter dezimiert werden und etwas Wagemut, treibt die Handlung zusätzlich voran. Die Atmosphäre ist durchgängig geprägt von Nebel und satten Farbtönen, die dem Ganzen eine bühnenhafte Stimmung verleihen. Die zwischenmenschlichen Momente bleiben spannend und intensiv genug, so dass gestreckt wirkende Momente, schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Hin und wieder kommt auch der ziemlich schwarze Humor durch und der wirkt angesichts der Story sehr natürlich und ist trotz der Ernsthaftigkeit der Inszenierung, sicherlich angebracht. Das Trauma des Haupthelden ist dabei für meinen Geschmack etwas zu theatralisch bzw. bedeutungsschwanger inszeniert und kulminiert dann in einer Over the Top Auflösung, aber im Prinzip ist das schon dennoch stimmig und passt ins Gesamtbild.

Mark Coles Smith (We Bury the Dead) macht seine Sache sehr gut als Leo, das Beobachten bevor er zuschlägt, sein Mut und sein Kampfgeist auch ohne dabei an sich zu denken, machen ihn zu einem guten Anführer, dem man folgen will. Sam Delich (Christmas, Bloody Christmas) als Des schafft es hingegen perfekt, dass man seine arrogante Art und seine im Kern klar vorhandene Feigheit so richtig schön zu hassen lernt.

In Summe für mich kein großer Hit und auf Roache-Turner bezogen für mich sein bisher schwächster Film, doch als Hai-Film im ungewohnten Setting, mit ordentlichen Kreatur-Effekten und schön blutigen Details bei den Angriffen, funktioniert der Film sehr gut. Nach diesem Beast macht der Regisseur übrigens die „Dogs of War“, der auch in der Vergangenheit spielt und bei dem Soldaten Nazis bekämpfen sollen, bis sie in den Wäldern auf etwas übernatürlich Böses treffen, das weit gefährlicher ist. Das klingt dann doch auch wieder nach einem Film, den ich mir ansehen möchte.

„Beast of War“ bekommt von mir 6/10 den wahren Feind unter Wasser findende Empfehlungspunkte.

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The Last Showgirl (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/11/the-last-showgirl-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/11/the-last-showgirl-filmkritik/#respond Tue, 11 Nov 2025 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38206 Shelly (Pamela Anderson) ist Tänzerin in der Show the „Rizzle Dazzle“ und diese Show ist ihr Leben. Als ihr eines Tages ihr Boss Eddie (Dave Bautista) verkündet, dass die Show eingestellt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Während die … Weiterlesen

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Shelly (Pamela Anderson) ist Tänzerin in der Show the „Rizzle Dazzle“ und diese Show ist ihr Leben. Als ihr eines Tages ihr Boss Eddie (Dave Bautista) verkündet, dass die Show eingestellt wird, bricht für sie eine Welt zusammen.

Während die anderen, jüngeren Tänzerinnen nach neuen Gigs suchen und primär in Strip-Clubs zu landen scheinen, wehrt sich Shelly gegen diese Entwicklung. Denn in ihren Augen ist ihre Show mehr als nur „Arsch & Titten“, wie ihre Tochter die Show bezeichnet, sondern ein Zeitdokument auf hohem Niveau.

Shelly selbst, als alternde Darstellerin, liebt die Show auch deshalb, weil die paar Minunten in denen sie im Rampenlicht steht, ihr zeigen, dass sie noch immer gesehen wird, noch immer jemand ist – anstatt wie im Privatleben eine mehr oder weniger gescheiterte Existenz zu sein …

Gleich vorab: Der Text oben ist mehr oder weniger die Zusammenfassung aus der Presseaussendung zum Film. Das merkt man auch daran, dass der Film bereits im Pressetext erklärt werden muss, weil er – ebenfalls gleich mit der Tür ins Haus – nichts selbst vermittelt oder zu sagen hat. Nämlich wirklich nichts.

Was wir hier zu sehen bekommen ist ein Abriss aus einem – meiner Ansicht nach – gescheiterten Leben einer glorifizierten GoGo-Tänzerin und dieses wird zu einem theatralischem Nichts aufgeblasen, welches dann in einem völlig konstruierten quasi Happy-End mündet. Wenn man das denn so nennen kann, denn ein wirkliches Ende (weder emotional noch sonstwie) gibt es eigentlich nicht. Der Film hört im Grunde genommen einfach auf und lässt viel offen.

Kann sein, dass ich dem Film Unrecht tue, aber ich war eigentlich vom Trailer weg gespannt und wollte ihn sehen – natürlich auch, weil Pamela Anderson hoch gepriesen wurde für ihre Vorstellung in diesem Film -, aber was dann kam war … unterwältigend.

Das Drehbuch pfeift aus allen Löchern – weil es keine Story gibt und auch keinen wirklich roten Faden, es sind alles nur Fragmente, die zwar funktionieren könnten, es aber nicht tun – und die Inszenierung durch die Regie ist … ich weiß nicht, wie ich es sagen soll … es ist einfach alles so schreklich … egal.

Es gibt ein paar Punkte in der „Story“, die vermutlich schockieren oder überrachen sollen, aber diese werden so völlig nebenbei präsentiert, dass ich mir bei drei von fünf „Offenbarungen“ dachte „Na und?“ und die anderen zwei haben mich nicht mal irgendwie berührt. Da wäre sogar ein „Na und?“ schon zu viel an Emotion gewesen. Schade. Echt schade.

Dabei muss man sich den Cast mal anschauen: Dave Bautista, der ja spielen kann, wenn er will, wie wir wissen. Jamie Lee Curtis, die hier eine der peinlichsten Rollen ihrer Karriere abgibt – allerdings denke ich, ist das so gewollt. Die Figur ist peinlich hoch drei und Curtis zelebriert das Ganze. Es gibt dann eine Tanzszene von ihr, die alle, die sich noch an „True Lies“ und ihren Tanz erinnern, ängstlich das Weite suchen lässt. Und das soll eine ehemalige Tänzerin sein? Mhm. Klar.

Und Pamela Anderson? Ich sage es mal so: Meine Frau und ich haben den Film zuerst mit der deutschen Tonspur angesehen, haben dann aber aufgrund der schrecklichen Synchro beschlossen, dass wir auf Englisch umschalten und waren dann nach ein paar Minuten überrascht, dass es nicht an der Synchro lag, sondern der Film ist einfach einerseits so schlecht geschrieben und andererseits auch nicht gut gespielt. Sicher, wenn man Aufnahmen von Anderson, wie sie im Gegenlicht und bei ganz vielen Lense Flares und verschwommenen Bildern durch die Stadt tanzt – mit passender hochdramatisch-trauriger Musik – dann ja, dann spielt sie gut, aber sonst? Die einzige Emotion, die ich während dem Film von ihr vermittelt bekommen habe, war Freude, wenn sie den Mund nicht aufgemacht hat. Ich weiß nicht, welchen Film die Leute gesehen haben, die ihr Schauspiel gut fanden, aber dieser hier kann es nicht gewesen sein.

Regie hat hier Gia Coppola geführt, Nichte von Sofia Coppola und Enkelin von Francis Ford Coppola, aber man sieht hier wieder einmal, dass ein Name vielleicht Türen öffnen oder Geld für einen Film bringen kann – nur hat ein Namen offensichtlich nichts mit Talent zu tun, denn das hier ist einfach schlechtes Handwerk. Ich wollte diesen Film mögen. Meine Frau auch. Aber wir haben beide relativ rasch festgestellt, dass hier emotional null passiert und haben gehofft, dass sich vielleicht gegen Ende hin noch was tut – immerhin spricht Shelly immer über die Show und wie sie sich fühlt auf der Bühne und wie toll die Kostüme sind und so weiter und so fort.

„Vielleicht sieht man ja die Show am Ende und alles ergibt einen Sinn!“, habe ich noch gesagt. Denn das wäre durchaus ein Schluss gewesen, der alles in eine Perspektive gesetzt hätte. Der letzte, große Auftritt – man sitzt als Zuseher vor dem TV und ist völlig sprachlos, ob dieser imposanten, großartigen Show und versteht plötzlich, warum Shelly macht, was sie macht.

Aber Nein. Das heißt: Ja. Man sieht die Show. Oder einen Teil. Konrekt sind es ein paar Sekunden Aufnahmen mit Pamela Anderson in einem seltsamen Kostüm, wie sie komisch in die Kamera grinst und das war es. Man sieht nicht mal die Show an sich. Man sieht nur sie dort oben stehen. Und im Publikum – weil es ja auch so versöhnlich enden muss – sehen wir ihren „Liebsten“ und ihre Tochter, die sie anlächeln.

Warum lächelt ihr? Wenn das Shellys Lebensmittelpunkt und Quell der Freude ist, dann solltet ihr Weinen, denn die gute Frau braucht auf ganz vielen Ebenen Hilfe und Unterstützung.

Vermutlich habe ich den Film einfach nicht verstanden. Gut, war das langweilig und emotional belanglos.

„The Last Showgirl“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, weil Bautista cool spielt, Punkte.

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The Lost Bus (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/08/the-lost-bus-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/08/the-lost-bus-filmkritik/#respond Sat, 08 Nov 2025 05:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38153 Was hat Schulbus-Fahrer Kevin (Matthew McConaughey) heute für einen Tag? Nun sein Sohn ist krank, klagt sein Leid seiner Mutter, die Ex ruft ihn daraufhin an und es artet wie immer in letzter Zeit, in einen Streit aus. Seine Schüler … Weiterlesen

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Was hat Schulbus-Fahrer Kevin (Matthew McConaughey) heute für einen Tag? Nun sein Sohn ist krank, klagt sein Leid seiner Mutter, die Ex ruft ihn daraufhin an und es artet wie immer in letzter Zeit, in einen Streit aus. Seine Schüler hat er abgeliefert, doch tanken muss er noch und er ist über der Zeit, weswegen ihm seine Bosslady mit Kündigung droht.

Das Alles rückt aber durch ein riesiges Lauffeuer in den Hintergrund und die Tatsache, dass Kevin den einzigen Bus in der Nähe fährt, der eine Schulklasse mit über zwanzig Kindern von Lehrerin Mary (America Ferrera), abholen und vor dem Brand in Sicherheit bringen kann…

Regisseur Paul Greengrass habe ich kennengelernt durch seine drei Filme innerhalb des Bourne-Franchise mit Matt Damon. Was jedoch seine wahre Leidenschaft zu sein scheint, ist es Geschichten zu verfilmen, die auf wahren Begebenheiten beruhen, wie er etwa mit Green Zone oder 22. Juli demonstriert hat. Sein neuester Film, der nach einem kurzen Ausflug im Kino nun auf AppleTV+ läuft, basiert auf dem Buch „Paradise: One Town’s Struggle to Survive an American Wildfire“ von Autorin Lizzie Johnson.

Dabei geht es um die Geschichte des Busfahrers Kevin McKay, der im Jahr 2018 während dem schlimmsten Lauffeuer, dass Kalifornien je erlebt hat, 22 Schüler und zwei Lehrer heil durch das Feuerchaos manövriert hat. Die zweite Lehrkraft wurde hier aus der Story entfernt, weil sie nicht beteiligt werden wollte. Wer Greengrass frühere Filme kennt, der liebt oder hasst auch seinen Lieblings-Kamerastil und das ist die Wackelkamera.

Ich bin kein Fan davon, aber hier funktioniert sie, weil es so gut zum unkontrollierbaren Szenario passt. Überhaupt gibt es immer wieder Einstellungen, die die einnehmenden Performances der Hauptdarsteller, zeitweise in den Hintergrund drängen. Wie ein helles Gegenstück zu einem schwarzen Nichts, dass Alles zu verschlingen droht, bahnt sich hier die Feuerwalze durch das Geschehen. Ich kann ohne Zweifel behaupten, dass ich Feuer noch nie so beängstigend inszeniert erlebt habe.

Überhaupt wirken diese Drohnenflüge über die brennenden Szenarien fast so, wie die fliegenden Angriffe der Dämonen in den Evil Dead Filmen, bevor sie von dir Besitz ergreifen. Dadurch bekommt man auch das Gefühl, das Feuer hätte ein eigenes Bewusstsein und hat dabei neben der Zerstörung der Natur und Häuser, nur eines im Sinn und das ist die Jagd nach Menschen. Die brennende Zerstörung aus der Totale, erinnert dabei an dämonische Feuerplaneten aus irgendeinem SciFi-Film.

Mittendrin kommen dann genau die Charaktere zum Einsatz, die normaler nicht sein könnten und über sich hinaus wachsen müssen. Dieser Beginn, als man Matthew McConaughey (The Gentlemen) als Kevin in seinem Alltag sieht, mit Geldsorgen, einem Sohn der sagt dass er ihn hasst und einem Hund, den er seid seiner Zeit als Welpe hat und eingeschläfert werden muss, da spürt man so richtig die Schwere des Lebens. Mit Tunnelblick auf diese Sorgen gerichtet, wirkt das verschlingende Feuer und das damit all die Sorgen vorbei sind, schon fast wieder verlockend.

Wie Busfahrer Kevin dabei immer ein normaler Mensch bleibt und trotz Verzweiflung immer wieder weiter macht, sollte dabei jedem „normalen“ Menschen Hoffnung geben. Es zeigt einfach, dass dran zu bleiben und das zu nutzen, was dir das Leben gelehrt hat, auch in Extremsituationen reichen kann, ganz ohne Special Skills. In America Ferrera (Barbie) als Lehrerin Mary hat er eine starke Gefährtin, die stets darum bemüht ist, für ihre Schüler ruhig zu bleiben und sich mit Kevin zu besprechen, was der beste Weg ist.

In Summe also ein sehr gelungener Mix aus Drama und Suspense, mit tollen Performances und Effekten und Bildern auf das Feuer bezogen, wie ich sie noch nie gesehen habe. Übrigens spielt McConaugheys Sohn auch im Film seinen Sohn – er hat beim Vorsprechen aber nicht seinen berühmten Nachnamen benutzt – und seine Großmutter im Film, ist in Wirklichkeit ebenfalls Matthews Mutter. Nur so als kleine, für mich sympathische Information am Rande.

„The Lost Bus“ bekommt von mir 8/10, einer heißen Fahrt eine sehr unangenehme neue Bedeutung gebende Empfehlungspunkte.

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