P3 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 24 Nov 2025 21:12:44 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Trapped In Her Dorm Room (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/25/trapped-in-her-dorm-room-filmkritik/#respond Tue, 25 Nov 2025 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38259 Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und … Weiterlesen

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Erin (Ciara Hanna) ist Kunststudentin. Sie plant mit ihren Freunden im Spring Break auf Urlaub zu fahren. Aber sie hat nicht mit Cade (Will Sparks III) gerechnet, der in sie verschossen ist. Als er sie bei einer Party beobachtet und mitbekommt, dass sie eventuell in einen anderen verknallt sein könnte, dreht er am Rad, stellt sie zur Rede, es kommt zum Handgemenge und plötzlich sieht sich Erin mit der Tatsache konfrontiert, dass Cade sie in ihrem Zimmer eingesperrt und allen von ihrem Handy aus eine Nachricht geschickt hat, dass sie doch nicht mitfährt, denn sie muss ein Kunstprojekt fertigstellen.

Und Cade wird keine Ruhe geben, bis Erin endlich verseht, dass sie ja eigentlich ihn liebt …

Ich hatte keine Ahnung, was Lifetime ist, als ich mir „Trapped In Her Dorm Room“ angesehen habe. In Kurzfassung und stark vereinfacht: Die machen TV-Filme. Auf TV-Niveau. Also … tja. Genau.

In diesem Fall basiert die Geschichte scheinbar auf einer wahren Begebenheit, auch wenn man wohl davon ausgehen kann, dass man sich einige Freiheiten genommen hat. Aber das spielt im Grunde keine Rolle, denn die Prämisse ist doch halbwegs gut und das kann durchaus funktionieren. Und das tut es teilweise auch. Konkret dachte ich mir bei Minute 53 (der Film dauert knapp 90), dass das ja jetzt doch glaubwürdig wird vom Schauspiel her.

Das klingt jetzt böser als es gemeint ist, denn Ciara Hanna und Will Sparks III bemühen sich, den Film spannend zu machen und das ist ja auch das Wichtige bei diesem Film hier, denn die meiste Zeit sehen wir zwei Menschen, die sich unterhalten und da soll ja auch Spannung aufkommen.

Nun. Nein. Meistens nicht. Das liegt daran, dass Will Sparks III die meiste Zeit über wie ein Milchbubi wirkt, der in etwa so viel Gefahr ausstrahlt wie ein Zwergpincher. Sicher. Er kann beißen, aber … ihr wisst schon. Eh nett.

Ähnliches gilt für Ciara Hanna, welche die meiste Zeit über leicht angepisst wirkt, aber nur sehr selten so etwas wie Verzweiflung oder Angst ausstrahlt. Es ist mehr … „barely an inconvenience“. Schade. Denn später kommt dann doch sowas wie Schauspiel dazu, auch wenn ich der Fairness halber anmerken sollte, dass man mit dem Drehbuch auch nicht so besonders viel anfangen kann.

Deshalb: Dran denken, dass es ein Fernsehfilm ist und dafür war er völlig okay. Es gibt dann sogar zwei, drei Szenen, die so etwas wie Spannung aufbauen und ein paar Situationen waren tatsächlich gut gemacht und gut geschnitten.

Und wenn dann die Sache am Laufen ist, dann – baut man wieder Mist. Kleiner Spoiler: Erin versteckt sich und tritt barfuß auf einen ca. 5 cm langen Nagel, der aus einem Brett hervorsteckt, quieckt kurz, weshalb Cade auf sie aufmerksam wird. Und gleich darauf geht sie wieder ganz normal. Also … mit so einem Nagel im Fuß … mhm. Außerdem hinterlässt sie nicht mal Blutspuren. Aber das ist eine andere Sache.

Und nachdem die Sache gelöst ist gibt es noch eine kurze Szene in welcher Erin mit ihrer Mutter spricht und die ist in Summe (Schauspiel, Dialog) die Definition von „cringe“.

Alles in allem: Schade, weil ich denke, dass Ciara Hanna es durchaus drauf hätte. Unter guter Regie hätte vermutlich auch Will Sparks III bedrohlich gewirkt, aber so wie das hier relativ lieblos runtergedreht wurde … nein. Liebe Leute, man kann sich auch bei Fernsehfilmen bemühen, ehrlich.

„Trapped In Her Dorm Room“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, leider weit hinter den Möglichkeiten (sogar für einen TV-Film) zurückbleibende, Punkte.

Trailer: Leider keiner verfügbar.

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The House Was Not Hungry Then (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/07/17/the-house-was-not-hungry-then-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/07/17/the-house-was-not-hungry-then-filmkritik/#respond Thu, 17 Jul 2025 05:00:31 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37846 Eine junge Frau sucht nach ihrem Vater und landet in einem alten, verlassenen Haus. Es stellt sich jedoch heraus, dass es kein normales Haus ist. Ein Immobilienmakler bringt Interessierte hin, welche dann verschwinden. Das Haus … nun, ernährt sich von … Weiterlesen

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Eine junge Frau sucht nach ihrem Vater und landet in einem alten, verlassenen Haus. Es stellt sich jedoch heraus, dass es kein normales Haus ist. Ein Immobilienmakler bringt Interessierte hin, welche dann verschwinden. Das Haus … nun, ernährt sich von ihnen. Oder etwas, was im Haus lebt oder was vom Haus Besitz ergriffen hat …

… hm …
… tja …


Also, … nun, es ist schwer zu beschreiben, was „The House Was Not Hungry Then“ ist. Ein Film? Naja, schon, irgendwie. Also in dem Sinne, dass es eine Geschichte gibt und Menschen vorkommen und Bilder mit Ton gezeigt werden. Aber … so richtig als Film würde ich das Ding nicht sehen, eher ist es eine … Geduldsprobe gepaart mit einem Aufmerksamkeits- und Hörtest.

Warum? Nun, dazu muss ich relativ viel vom Film vorwegnehmen. Es kommt euch in Summe vielleicht wenig vor, aber für diesen Film ist es viel, weil es, nun, weil halt nicht mehr als das da ist.

Zuerst mal: Der Film besteht aus fünf oder sechs fixen Kameraperspektiven. Später kommen noch welche dazu, aber das ist quasi schon ganz am Schluss des Films. Diese Kamerawinkel zeigen Räume in einem verlassenen Haus. Zum Beispiel eine Weitwinkelaufnahme, welche das gesamte (leere) Wohnzimmer abdeckt inklusive der Fenster links im Bild, geradeaus und einem kleinen Bereich rechts, weil dort eine Tür ist – nämlich der Eingangsbereich. Dazu gibt es einen Raum im Stockwerk drüber, Gänge und ich glaube, das war es soweit.

Der Film fängt auch damit an, diese Räume „vorzustellen“. Soll heißen: Lange Aufnahmen von allen Räumen, die vorkommen. Leer. Und ich meine wirklich lange Aufnahmen. Man merkt, dass man mit den Augen die Räume absucht, immer bemüht irgendwas zu erkennen, zu entdecken oder festzustellen, dass sich irgendwas darin regt. Aber: Nein. Tut es nicht.

Dann doch – Bewegung im Wohnzimmerfenster links. Ein Auto fährt vor. Schemen von Menschen. Jemand mit Regenschirm scheint vorbeizugehen. Vermutlich spricht jemand, aber das konnte ich nicht hören, weil der Ton so unglaublich leise ist, dass ich eine zeitlang dachte, es wäre ein Stummfilm. Dann Schnitt zur Eingangstür. Jemand bittet die Menschen hinein, sie sollen sich das Haus ansehen, wie ich vermute. Er selbst bleibt draußen. Dann sieht man die Personen ziemlich lang verschiedene Räume angucken. Treppen hochgehen. Oder auch nur die Schatten der Leute an einer Wand, aber sogar die muss man mehr erahnen. Und dann – Plupp, sind sie weg. Der „Makler“ holt ein Tuch, das noch übrig ist und fährt wieder.

Später bricht eine junge Frau ein. Und dann fängt quasi die „Story“ an. Oder sie würde anfangen, wenn man nicht so sehr damit beschäftigt wäre, sich darauf zu konzentrieren irgendwas von dem was sie sagt zu verstehen, weil es so unglaublich leise ist. Später spricht dann das Haus mit ihr durch Texteinblendungen. Oder das, was im Haus ist, oder was auch immer.

Am Ende gibt es sogar so etwas wie eine Auflösung, aber ehrlich: So cool die Idee der fixen Perspektiven (es ist quasi die Sicht des „Hauses“) ist, so sehr distanziert sie einen vom Geschehen und dass man den Ton eigentlich bis auf wenige Ausnahmen nicht wirklich versteht macht die Sache nicht besser.

In erster Linie habe ich mir den Film bis zu Ende angesehen, weil ich wissen wollte, ob das so bleibt (ja, tut es) und ob es so etwas wie eine Geschichte gibt (kann sein, ich hab ja nix verstanden, aber von den Texteinblendungen her konnte ich mir was zusammenreimen).

Es ist ein interessanter Ansatz, was Drehbuchautor und Regisseur Harry Aspinwall hier liefert, aber trotzdem hat er sich hier meiner Ansicht nach schwer vertan. Ja, die Idee ist cool, aber die Umsetzung hapert dermaßen, dass ich nicht mal Cineasten mit Kunstinteresse und Experimentalfilmliebe eine Empfehlung aussprechen kann, weil alles, wirklich alles was der Film zu bieten hat, die Grundidee ist. Schade.

„The House Was Not Hungry Then“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, und zwei davon für den coolen Filmtitel, Punkte.

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Star Trek: Section 31 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/02/11/star-trek-section-31-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/02/11/star-trek-section-31-filmkritik/#respond Tue, 11 Feb 2025 05:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37336 Die gefürchtete Imperatorin Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) genießt ihr Leben in ihrem Club Baraam unter falschem Namen, außerhalb der Föderation. Eines Tages bekommt sie jedoch Besuch von Alok (Omari Hardwick) und seiner Truppe, die der Sektion 31 angehören. Sie wollen … Weiterlesen

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Die gefürchtete Imperatorin Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) genießt ihr Leben in ihrem Club Baraam unter falschem Namen, außerhalb der Föderation. Eines Tages bekommt sie jedoch Besuch von Alok (Omari Hardwick) und seiner Truppe, die der Sektion 31 angehören.

Sie wollen Georgiou für einen geheimen Auftrag anwerben und nach etwas Überredungskunst, ist sie schließlich mit dabei. Was sie jedoch nicht weiß, ist wie eng der Auftrag mit ihrer Vergangenheit verknüpft ist und wie groß die Gefahr ist, die von ihrer eigenen, in einem früheren Leben getroffenen Entscheidung, ausgehen wird…

Ursprünglich als Serie geplant, wurde dieses Spin-Off von Star Trek Discovery nicht zuletzt wegen einer gewissen Pandemie, zu einem Film umkonzipiert. Olatunde Osunsanmi hat insgesamt bei 14 Folgen von Discovery, verteilt auf alle fünf Staffeln, Regie geführt und auch bei diesem 14. Star Trek Film (haha) und ersten fürs Fernsehen konzipierten Film, das Zepter übernommen. Neben einem Blick in die Vergangenheit geht es hier um die weiteren Abenteuer von Philippa Georgiou, nachdem sie in der dritten Staffel, aus der Serie ausgeschieden ist.

Kurz will ich noch mal anbringen, dass ich keiner bin, der das „moderne Star Trek“ automatisch niedermacht und furchtbar findet (siehe meine Discovery Kritiken). Dieser Film ist jedoch wirklich daneben und das gleich auf mehreren Ebenen. Zunächst mal spürt man das „ich wurde für den kleinen Bildschirm geschaffen“ Gefühl, in jeder einzelnen Szene. Dies ist vom Eindruck her ein Pilotfilm einer Serie und nicht mal ansatzweise, kommt Kino-Feeling auf.

Das alleine wäre nicht schlimm, aber wer SciFi-Erfahrung hat, weiß jetzt hoffentlich was ich meine: es gibt in Kanada gedrehte Genre-Kost, die wirklich gelungen ist und dann gibt es die, mit dem billig kanadischen SciFi-Filter überzogene Kost und genau so wirkt Section 31. Dann wären da die Figuren (auf Spoiler pfeife ich übrigens) und damit kommt auch das größte Problem zum Vorschein, man hat nämlich offensichtlich nicht gewusst, was man für eine Art von Film hier machen will.

Georgious Vergangenheit ist voll von Drama, Gewalt und Fehlentscheidungen. So beginnt der Film auch in der Vergangenheit, das ist dann durchaus intensiv und dramatisch. In der Gegenwart wird dann jedoch versucht, aus der schrägen Truppe, einen Guardians of the Galaxy Klon zu machen. Leider ist aber null Gefühl für die Figuren vorhanden (von den Machern meine ich) und deshalb sind alle auf lustig getrimmten Gespräche, einfach nur dumm, peinlich und zum Fremdschämen.

Abgesehen davon sollte Section 31 nicht eine Undercover Spezialeinheit sein? Das hier ist ein Haufen von Einzelkämpfern, keine vorher trainierte Truppe, die müssen sich erst zusammenraufen. Ja, die Guardians-Dynamik, schon klar, aber nein, es sollte doch die Section 31 Dynamik sein. Kleines Detail am Rande: es ist eine eigene Kunst uninteressante Schablonen, Entschuldigung, Figuren zu schaffen und dann eine von ihnen dermaßen nebenbei umzubringen, dass man dies dennoch als seltsam kalt wahrnimmt, Irritation gelungen, die Patientin ist tot.

Die von Michelle Yeoh (The Witcher: Blood Origin) gespielte Philippa Georgiou, ist eine der vielschichtigsten Figuren bei Discovery gewesen, das schimmert hier aber nur mehr ansatzweise durch und vor allem auch das vorhersehbare Drama zum Finale hin, nimmt ihrer Figur einiges an Spannung, was fast teilweise zur Eigenparodie führt. Miku Martineau (Kate) als jüngere Version ist dafür intensiv und Kacey Rohl (The Magicians) als Starfleet Dame mit Chaos-Affinität ist die einzige, die mich zum Schmunzeln gebracht hat. Der Rest des Casts ist in Ordnung, sie füllen ihre lahmen Figuren so gut wie es geht mit Leben.

Schlechter als die mieseste Discovery Staffel? Ja, durchaus. Das ist ein zusammengeflicktes Irgendwas, das wohl auch nur entstanden ist, weil Michelle Yeoh einen Oscar für „Everything Everywhere All at Once“ erhalten hat und man den Hype mitnehmen wollte. Ihr dortiger Co-Star Jamie Lee Curtis ist übrigens am Ende als Cameo-Hologramm-Auftritt mit dabei und dabei musste ich sofort an Curtis Performance in Borderlands denken, was ich bezeichnend und sehr passende finde, für diesen gesamten Film.

„Section 31“ bekommt von mir 3/10 manche Dinge und auch einige Menschen lieber völlig geheim haltende Empfehlungspunkte.

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Stream (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/10/24/stream-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/10/24/stream-filmkritik/#respond Thu, 24 Oct 2024 06:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37014 Ein Familienausflug. Was für Vater Roy (Charles Edwin Powell) und Mutter Elaine (Danielle Harris) ein Wunsch ist, ist für Teenager-Tochter Taylor (Sydney Malakeh) natürlich ein Alptraum. Sohn Kevin (Wesley Holloway) hingegen ist noch ein Kind, dem reicht es im Gegensatz … Weiterlesen

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Ein Familienausflug. Was für Vater Roy (Charles Edwin Powell) und Mutter Elaine (Danielle Harris) ein Wunsch ist, ist für Teenager-Tochter Taylor (Sydney Malakeh) natürlich ein Alptraum. Sohn Kevin (Wesley Holloway) hingegen ist noch ein Kind, dem reicht es im Gegensatz zu seiner Schwester, wenn er sein Tablet nicht allzu oft, aus der Hand legen muss.

Da die Familie in einem Hotel landet, dass vom seltsam exaltierten Mr. Lockwood (Jeffrey Combs) geführt wird, hier vier Killer ihr Unwesen treiben, man auf das Überleben der Gäste wetten kann und das Ganze dann auch noch gefilmt/gestreamt wird, sollten sie sich als Familie jedoch schnellstens wieder zusammen raufen, wenn sie auch nur den Hauch einer Chance auf ein gemeinsames Überleben haben möchten…

Mal so ganz grundsätzlich: ich bin Fan von Horrorfilmen, was für Kenner dieses Blogs, sicherlich keine Neuigkeit ist. Was ich nicht mag, ist das Terrifier-Franchise, dass ich nach kurzem durchsrcollen durch den zweiten Teil, für mich abgeschrieben habe. Also die pantomimischen Manierismen von Art finde ich schon auf diese irre Joker Weise unterhaltsam, aber der ganze Gore-Torture-Porn Anteil, langweilt und lähmt mich, entspricht er doch am ehesten meinem vergangenem Ich, dass sich solche Sachen als Mutprobe/Herausforderung zwischen Freunden angeschaut hat.

Für Stream wurden über 180.000 Dollar mit Hilfe von Crowdfunding aufgetrieben (den Teil finde ich sympathisch) und einige Beteiligte von Terrifier sind mit dabei. Regisseur Michael Leavy spielte im ersten Teil eine Rolle und fungierte im zweiten als Produzent und Assistent Director. David Howard Thornton spielt Art und hier einen der Killer und Terrifier 1-3 Regisseur Damien Leone, ist hier als Special MakeUp Typ und ebenfalls Produzent mit dabei.

Da ich Slasher mag, habe ich dann trotz des Teams dem Film eine Chance gegeben, bereut habe ich es zwar nicht, aber das Negative überwiegt für mich eindeutig. Was das hier zusätzlich ist, ist was man durchaus als Cameo-Porn bezeichnen könnte, denn hier sind so viele Darsteller aus diversen Horrorfilmen dabei, dass man einige sogar in den Schlussspann verbannen musste. In manchen Filme funktionieren solche Gastauftritte gut, hier hat es eher einen „ich habe euch schon verstanden Beigeschmack“ und den Stempel Selbstzweck verdient.

Beim Beseitigen der Stars und unbekannten Sternchen, ist der Film dann durchaus „harmloser“ als Art zur Sache geht und wenn man es beim Bohren durch einen Kopf mal übertreibt und sich am Ende ein Augapfel mit dreht oder eine sadistische Version von Kreis und Kreutz Tick Tack Toe gespielt wird, dann ist das so over the top, dass man fast grinsen muss und emotional sowieso vom Geschehen distanziert ist.

Wenn dann auch noch nicht charismatische Maskenkiller auf Menschen treffen, die dir egal sind, dann stehen eben wieder genau nur die Kills im Vordergrund und da werden Fans der Macher sicherlich auf Grund deren Vorgeschichte enttäuscht sein. Schauspielerisch wird nicht viel geboten, mit der Ausnahme von Genre-Größe Jeffrey Combs (Would You Rather), der als Mister Lockwood herrlich übertreiben darf als völlig unmoralischer lokaler Leiter der Spiele.

Dass hier ein Vater für seine Kinder kämpfen darf und im Prinzip der Held der Story ist, ist für das moderne Hollywood eine feine und rar gewordene Sache, jedoch – SPOILER – dass er beim Finale von seiner Tochter getötet wird, weil sie ihn für einen der Killer hält, finde ich völlig unnnötig. Nein, das ist kein schockierender Schluss, das ist ein (in mehreren Hinsichten) Todesstoss, für einen Film, der dir zu diesem Zeitpunkt sowieso fast schon völlig egal ist. SPOILER ENDE.

Selbst die Sozialkritik verkommt dabei zur Selbstparodie, denn wenn bei dieser titelspendenden Streaming-Show Menschen aller Schichten auf Menschenleben wetten und man dann Vater, Mutter und Baby im Bett sieht, wie sie geldgeil auf den Bildschirm starren, dann denkt man sich nicht „ja, genau so funktioniert die Bestie Mensch“ sondern eigentlich nur mehr „auf Wiedersehen, ärgert mit eurem Blödsinn Jemand anderen“. Hätte ich als Fan Geld in dieses Projekt hineingesteckt, ich wäre sauer gewesen.

„Stream“ bekommt von mir 3/10 den Stream mit sofortiger Wirkung abbrechende Empfehlungspunkte.

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Silenced: The House (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2024/06/13/silenced-the-house-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2024/06/13/silenced-the-house-game-review/#respond Thu, 13 Jun 2024 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36525 Ashley ist mit einer Gruppe von „Freunden“ auf dem Weg zu einem Haus im Wald. Sinn: Eine Geburtstagsparty feiern. Aber irgendwie ist die Stimmung ein wenig seltsam. Das mag zum großen Teil daran liegen, dass Ashley vorhat, alle abschlachten zu … Weiterlesen

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Ashley ist mit einer Gruppe von „Freunden“ auf dem Weg zu einem Haus im Wald. Sinn: Eine Geburtstagsparty feiern. Aber irgendwie ist die Stimmung ein wenig seltsam. Das mag zum großen Teil daran liegen, dass Ashley vorhat, alle abschlachten zu lassen, denn sie hat einen Deal mit einem Geisterwesen, welches sich von Schmerzen ernährt.

Aber das wissen die anderen natürlich nicht und so marschiert man – trotz böser, kleiner Ereignisse am kurzen Weg – ins Haus. Und wider besseren Wissens kommt es sogar so weit, dass Ashley, die scheinbar den Ruf einer Hexe hat, dazu angehalten wird eine Seance abzuhalten. Und dann bricht die Hölle los …

„Silenced: The House“ ist eine Visual Novel. Das bedeutet, es gibt viel zu lesen. Und ich meine wirklich viel zu lesen. Dass Englisch noch dazu nicht die Muttersprache der Programmierer:innen ist, scheint auch immer wieder durch. Oder wenn sie es ist, dann merkt man den Mangel am amerikanischen Schulsystem. Aber das nur am Rande.

Jedenfalls kann man das hier keinesfalls als Spiel bezeichnen, da die Interaktionsmöglichkeiten sehr, sehr gering sind. Tatsächlich gibt es knapp fünf Momente, an denen ihr eine Entscheidung trefft, die den Ablauf der Story beinflusst. Und die sind nicht mal verzweigt. Nehmt ihr die „falsche“ Entscheidung, dann bekommt ihr (teilweise erst nach mehreren Minuten) ein Game-Over-Fenster und das war es. Zurück zum Start. Immerhin waren die Macher:innen intelligent genug, dass sie eine „Skip“-Funktion eingebaut haben, man also Teile, die man schon gesehen hat, im Schnelldurchlauf durchfetzen lässt. Aber auch da ist ein Fehler – denn bei mir sind dann auch Teile, die ich noch nicht kannte im Schnelldurchlauf durchgerattert.

Wer also so etwas wie „Gameplay“ erwartet, der oder die kann hier einen Bogen rum machen, denn das ist nicht vorhanden. Es würde zwar ein paar Momente im Spiel geben, wo sich so etwas wie Gameplay anbieten würde, aber das hat man wohl einfach mal ignoriert.

Für das Spiel spricht die an sich interessante Ausgangslage und die Optik. Die Figuren sind Geschmackssache und die Hintergründe oft leer, aber dafür sind die Monster cool getroffen und es gibt ein oder zwei Überraschungen in der Story, die ich dann doch nicht kommen gesehen habe.

Schade ist halt wirklich, dass so gut wie alles in schnöden Textfenstern beschrieben wird und die Aha-Momente, welche die Story eigentlich zu bieten hätte, dadurch ein mal mehr mal weniger motiviertes Schulterzucken als Reaktion heraufbeschwören. Mehr ist da nicht. Und auch die Story, wenn man sie bis zum Ende hin spielt, hätte nochmals eine große Überarbeitung gebraucht.

Rein vom Aufbau her wäre da viel mehr drin gewesen. Es gibt ja nicht per Spaß so etwas wie „Aufbau“ und „Auflösung“ in Geschichten (egal ob Spiel, Film oder Buch). Und hier kommen immer mal wieder kurz bevor sich ein Storystrang auflöst neue Namen oder Infos ins Spiel, die man vielleicht vorher schon hätte einbauen können oder rote Heringe (also falsche Fährten) legen, damit es so etwas wie Überraschungsmomente und „aha“-Erlebnisse gibt. Aber so ist das ein wirres durcheinander.

Beispiel: Einer der Jugendlichen hat etwas Schlimmes in seiner Vergangenheit getan und auf einmal poppt ein Geist auf, der eben deshalb zu schaden kam und will ihn töten. So weit, so zu erwarten. Was dann aber mühsam ist, ist dass der Geist in den folgenden Teilen mit Namen angesprochen wird. Ein Name, der mir einerseits nichts sagt und andererseits auch keinen Konnex mit dem von mir gesehenen Bildern auslöst, weil ich (bis auf eine oder zwei Ausnahmen) nicht mal weiß, welches der Monster im Bild das jetzt sein soll. Das Linke? Das Rechte? Und wer ist das andere? Toll – jetzt habe ich zwei Namen, die mir nichts über die Story erzählen und für mich völlig irrelevant sind, aber danke. Vielleicht wäre mehr Hintergrund gut gewesen. Man hätte ja auch zB einen Flashback einbauen können, der oder die mir ein wenig näherbringt (auch emotional), warum gerade dieser oder diese Geist/er spezielle diese Person verfolgt. Ja, es gibt diese Infos, aber die werden einfach so in den Raum geschmissen.

Schade. Das hätte man besser, viel, viel besser hinbekommen können.

Also alles in allem: Coole Optik. Coole Idee. Bei der Inszenierung und vor allem beim „Drehbuch“ viel Luft nach oben. Von Gameplay mag ich jetzt gar nicht mal anfangen.

„Silenced: The House“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, viel Potential verschenkende, Punkte.

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Warlock III: The End of Innocence (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/04/25/warlock-iii-the-end-of-innocence-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/04/25/warlock-iii-the-end-of-innocence-filmkritik/#respond Thu, 25 Apr 2024 06:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36432 Studentin Kris (Ashley Laurence) wird von ihrer Erbschaft eines mehrere 100 Jahre alten Hauses berichtet und da sie erst vor kurzer Zeit erfahren hat, dass sie adoptiert wurde, hofft sie hier etwas über ihre Vorfahren zu lernen. Sie fährt zunächst … Weiterlesen

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Studentin Kris (Ashley Laurence) wird von ihrer Erbschaft eines mehrere 100 Jahre alten Hauses berichtet und da sie erst vor kurzer Zeit erfahren hat, dass sie adoptiert wurde, hofft sie hier etwas über ihre Vorfahren zu lernen. Sie fährt zunächst alleine zu dem abgelegenen Haus in der Provinz und erlebt gleich in der ersten Nacht seltsame Geräusche und Erscheinungen.

Sie ist bereit das Gebäude wieder fluchtartig zu verlassen, als ihr Freund mit vier ihrer besten Freund auftaucht, um sie emotional zu unterstützen und um Zeit miteinander zu verbringen. Als kurz darauf ein mysteriöser Mann (Bruce Payne) an der Türe klingelt und vorgibt ein Architekt zu sein, ist es schon bald vorbei mit dem friedlichen Zusammensein…

Ja, das tut schon einigermaßen weh. Man kann durchaus sagen, dass das Betrachten dieses Filmes psychische Schmerzen bereitet, vor allem wenn man ihn mit Warlock und Warlock Armageddon vergleicht. Was mich bei diesem dritten und letzten (auch keine Überraschung) Teil aus dem Jahr 1999 überhaupt nicht wundert, ist dass Regisseur und Drehbuchautor Eric Freiser, hiermit seine Karriere so gut wie beendet hat bzw. nachher keine Jobs mehr bekommen hat.

Dieses mal ist das einzige, was diesen Teil mit den vorherigen verbindet, ein dummer deutscher Zusatztitel, bei dem „The End of Innocence“ mit „Das Geisterschloss“ sehr direkt übersetzt wurde. Zusätzlich spielt die Handlung in einem alten Gebäude, aber keinem Schloss. Julian Sands ist dabei rechtzeitig abgesprungen, denn der Warlock wird dieses mal von Bruce Payne (Highlander 4) gespielt, der sich hier dann auch als der einzige Lichtblick entpuppt.

Was spätestens bei den ersten „gruseligen“ Szenen im titelspendenden Gebäude auffällt, ist wie stümperhaft hier gearbeitet wird. Diese Sound-Effekte, das Spiel mit Licht und Schatten und der Schnitt, also das bekommen Filmstudenten im ersten Semester besser hin. Aber keine Sorge, es steigert sich langsam und wird noch schlimmer. Nein, leider nicht auf eine Art und Weise, die diesen Trash lustig machen würde.

Es gibt hier auch nur entweder blasse oder unsympathische Hauptfiguren, da haben Freiser und zwei weitere Schreiberlinge, beim Drehbuch ganze Arbeit geleistet. Dass die dann laut Filmlogik das „Final Girl“ dem Warlock freiwillig übergeben müssen, könnte dir als Zuseher daher nicht gleichgültiger sein. Die Effekte sind dabei zwar wieder (gehört ja fast schon zum Stil des Franchise) schlecht, aber den Charme haben sie völlig verloren. Überhaupt ist alles was die beiden Vorgänger gut gemacht hat, nirgendwo zu finden.

Eine Sequenz in einer Folterkammer wirkt so billig und schlecht gespielt, dass ich sie mir zweimal angesehen habe, damit ich es glauben konnte, doch dann kommt auch noch das Finale. Wie die Heldin den Warlock mit dem Messer in Schach hält, das ist nicht mehr schlecht, das wirkt schon eher wie eine Parodie. Billig und ohne Gefühl für das Franchise oder Horror an sich, den Namen Warlock hat die Sache wirklich nicht verdient.

Was mich zu Bruce Payne bringt. Der kann Schurken sehr gut spielen und wie er hier beobachtet, manipuliert und zynische Freude am Leid seiner Opfer hat, da geht schon eine gewisse Faszination von ihm aus. Beim letzten Kampf kann dann aber auch er nichts mehr retten. Ashley Laurence ist durch Hellraiser 1 und 2 ja keine Fremde innerhalb des Genres, doch auch sie wirkt teilweise planlos und auch wenn sie gegen die allgegenwärtige Lustlosigkeit anspielt, steht sie wie Payne auf verlorenen Posten.

Scheinbar ist es typisch für einige Horror-Trilogien, den dritten Film klar in den Sand zu setzen, wie es auch bei Düstere Legenden 3 und I’ll Always Know What You Did Last Summer der Fall war. Schade, denn hier wäre kein weiterer Teil eindeutig besser gewesen, als dieser Teil. Zumindest als Fan von Bruce Payne bekommt man hier eine weitere Bestätigung, dass er Bösewichte wie diesen im Schlaf spielen kann, dabei aber immer zu überzeugen weiß.

„Warlock 3“ bekommt von mir 3/10 durch den von Payne gelieferten pain verstärkte Empfehlungspunkte.

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Black Noise (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/29/black-noise-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/29/black-noise-filmkritik/#respond Thu, 29 Feb 2024 06:00:09 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36065 Für seine Rückkehr ins Söldner-Team, hätte sich Jordan (Alex Pettyfer) wirklich einen besseren Einstieg gewünscht. Eine „harmlose“ Rettungsmission auf einer einsamen Insel der Reichen hätte es werden sollen, doch nach einem unerklärlichen Ereignis, dass Töne betrifft, die Menschen beeinflussen, ist … Weiterlesen

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Für seine Rückkehr ins Söldner-Team, hätte sich Jordan (Alex Pettyfer) wirklich einen besseren Einstieg gewünscht. Eine „harmlose“ Rettungsmission auf einer einsamen Insel der Reichen hätte es werden sollen, doch nach einem unerklärlichen Ereignis, dass Töne betrifft, die Menschen beeinflussen, ist der ursprüngliche Plan kaum mehr durchführbar.

Nachdem Leo (Jackson Rathbone) und seine übrigen Kollegen immer instabiler werden, will das Team den Rückzug antreten. Doch sie haben ein weiteres Problem, denn irgendeine unheimliche Macht scheint sie davon abhalten zu wollen, die Insel lebendig wieder zu verlassen…

Keine Ahnung was sich Regisseur Philippe Martinez (Das Chaos Experiment) hier gedacht hat. Bezogen ist diese Aussage auf das Drehbuch, dass er mit zwei weiteren Personen geschrieben hat und das so wirkt, als wären ihnen auf halben Weg nicht nur sämtliche Ideen ausgegangen, sondern eher so, als wäre ihnen der Inhalt völlig egal gewesen. Nicht dass die erste Hälfte so großartig wäre, aber was dann kommt hat fast das Niveau von The Collective, einem der schwächsten Filme, die ich 2023 gesehen habe.

Ab jetzt folgen Spoiler. An sich ist die Grundidee am Papier spannend. Eine Insel der Reichen und Schönen, doch alle sind scheinbar spurlos verschwunden. Ein unheimlicher, markerschütterndes Geräusch, dass immer stärker werdende Halluzinationen hervorruft und zwar an das traumatischte Ereignis deines Lebens. Wo kommt dieser Ton her? Eine moderne Waffe? Geister? Außerirdische? Alles scheint möglich und Niemand ist sicher.

Jetzt bringe ich euch ein paar Beispiele, die dich als Zuschauer, immer wieder mal aus dem Geschehen werfen. Elite-Söldner, die in ein Gebäude gehen, wo offensichtlich etwas vorgefallen ist. Erst als sie drinnen sind, legen sie schutzsichere Westen an und holen ihre Waffen aus den Taschen, dann wird das Gebäude durchsucht. Falls da nämlich Jemand lauern würde, hätte der sicher brav gewartet, bis die Söldner vorbereitet sind.

Ein Selbstmord (der verhindert hätte werden können) wird mit schrecklich theatralischer Musik unterlegt und dem passenden „Schauspiel“ der Darsteller ging offensichtlich die Regieanweisung „schaut betroffen in die selbe Richtung, das schneide ich dann so zusammen, dass es völlig unstimmig wirkt.“ Ein Söldner bricht aus einer Vierer-Formation aus (er war der hinterste Mann) und natürlich fällt es erst Minuten später auf, dass er weg ist. Wie haben die noch einmal so lange überleben können?

Warum halte ich einer Kollegin beim Verstecken den Mund zu, wenn es gar keine Anzeichen dafür gibt, dass sie schreien wollte? Warum ziehe ich meine Schuhe aus und renne mit den Socken durch den nassen Sand, um ein Boot zu erreichen? Warum beeinflussen die Geräusche den Hauptcharakter nicht? Ich könnte jetzt noch weiter machen, was definitiv kein gutes Zeichen ist, denn ich bin nicht ein Mensch, dem Filmfehler sofort auffallen oder immer auch gleich stören, aber wow, hier passt einfach sehr vieles nicht zusammen.

Das Finale ist dann auch noch von den Effekten her eine Frechheit und ist von der Inszenierung her einfach lächerlich, mal ganz abgesehen davon, dass es keine echte Auflösung gibt, für die Ereignisse. Genau so ziellos wie die Regie, agieren dann auch die Darsteller. Nur Jackson Rathbone (The Island) schafft es, irgendwie sein eigenes Ding durchzuziehen, ohne dass man ihn klar sympathisch findet oder hasst, im Vergleich zu Alex Pettyfer (The Strange Ones), der eigentlich durchaus spielen kann, hier aber sein Programm beinahe ausschließlich mit einem Gesichtsausdruck herunterkurbelt.

Das passiert also, wenn man kein zusammenhängendes und stimmiges Drehbuch schreiben kann, kein Gespür dafür hat, was wie wirkt beim Filmen und seinen Darstellern keinerlei Führung anbietet, um seiner (nicht vorhandenen) Vision zu folgen. Natürlich geht es immer noch schlimmer, aber vor allem auf die bekannteren Schauspieler bezogen und wo die vorher schon dabei waren, fällt dies schon unter die Kategorie: man muss das schon gesehen haben, um es glauben zu können.

„Black Noise“ bekommt von mir 3/10 sich ein durchgehend schwarzes Bild passend zum schwarzen Sound, aus Gründen der Stimmigkeit wünschende Empfehlungspunkte.

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Best Of Worst Case: Pillow Party Massacre (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/01/25/best-of-worst-case-pillow-party-massacre-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/01/25/best-of-worst-case-pillow-party-massacre-filmkritik/#respond Thu, 25 Jan 2024 06:51:06 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36238 Auf dem Abschlussball lassen sich vier Freundinnen eine gemeine Sache einfallen: Sie legen eine Freundin rein, die sie das gesamte Jahr immer wieder mit schlechten, praktischen Scherzen aufs Kreuz gelegt hat. In diesem Fall: Der Junge, an dem sie Interesse … Weiterlesen

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Auf dem Abschlussball lassen sich vier Freundinnen eine gemeine Sache einfallen: Sie legen eine Freundin rein, die sie das gesamte Jahr immer wieder mit schlechten, praktischen Scherzen aufs Kreuz gelegt hat. In diesem Fall: Der Junge, an dem sie Interesse hat und der sich ihre Zuneigung mehr oder weniger erschlichen hat, will mit ihr „allein sein“. Aber als sie halbnackt am WC wartet, da kommt die halbe Klasse und filmt das Ding auch noch. Das führt dazu, dass Ashley (Savannah Raye Jones) durchdreht, Schüsse fallen – Drama.

Zwei Jahre später verabreden sich die Freundinnen, um wieder in das alte Haus zu fahren, in welchem sie – damals noch mit Ashley – gemeinsame Zeiten und Feiern verbracht haben. Zum Teil, um endlich mit der Vergangenheit abschließen zu können, zum Teil, um einfach einen netten Sommer zu haben.

Aber wie es das Schicksal will: Jemand wartet dort auf sie. Jemand, der oder die, es darauf anlegt, die Mädchen – scheinbar aus Rache – ins Jenseits zu befördern. Als dann auch noch im Radio durchgesagt wird, dass aus der nicht weit entfernten Irrenanstalt jemand ausgebrochen ist, denken alle Ashley sei zurück und würde sich rächen wollen …

Calvin Morie McCarthy, der mir bis dato unbekannt war, dürfte einer von jenen sein, die ganz gut damit oder davon leben, andere, bekannte und erfolgreiche Filme aufzugreifen und billigere Versionen davon herzustellen. Sicher nicht auf einem so schlechten Niveau wie „The Asylum“, aber auch nicht gerade preisverdächtig. So auch „Pillow Party Massacre“. Wer zu jung ist, um das zu wissen: Es gab eine Reihe von drei Filmen, die Anfang der 1980iger durchaus trashige Hits waren namens „Slumber Party Massacre“. Inhaltlich kann man es kurz zusammenfassen: Hübsche Damen in wenig bis leichter Kleidung (oder auch gar keiner) werden von einem Killer verfolgt, der sie nach und nach über den sprichwörtlichen Jordan schickt. Alles in einem Haus und ja, es waren diese typischen „Studentinnenverbindungen“ bzw. Sorrorities. Was am meisten davon hängen geblieben ist, ist die Tatsache, dass ein Killer mit einem Bohrer(!) herumgelaufen ist. Soweit ich mich erinnere war das im ersten Teil der Fall, aber es kann auch sein, dass es in allen der Fall war. Meine Erinnerung vermischt die drei Filme gern. Vermutlich weil sie einfach so ähnlich sind bzw. waren.

Jedenfalls ist „Pillow Party Massacre“ natürlich ein Rip-Off dieser Filme, auch wenn man sich fragen muss, ob im Jahr 2023 noch irgendjemand diese alten Filme kannte. Nun, Calvon Morie McCarthy offensichtlich schon, denn sein Film folgt dem Muster relativ gut und ja, es wird auch wenig „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ reingemischt. Ein blöder Plan, ein Toter, Schuldgefühle, Jahres später Wiedervereinigung und ein bisschen Rache.

Und tja, sollte man denken, das kann ja auch 2023 gut funktionieren. Allerdings müsste man einen politisch herrlich unkorrekten Film machen mit Kamerapositionen, welche die jungen Damen sehr klar von ihrer körperlichen Seite her betonen und dann müsste die Sache auch noch sowas wie Spannung aufbauen, ein bisschen brutal (gerne auch nur angedeutet – ich denke an die Szene von „Slumber Party Massacre“, als man sieht, dass an der Decke der blutige Bohrer herauskommt) und natürlich mit einem kreativen Gimmick.

Aber das scheint 2023 eben nicht mehr möglich zu sein oder McCarthy (der für das Drehbuch und die Regie verantwortlich zeichnet) wollte das nicht. Also haben wir hier einen Film, der sich ganz viel um Dialoge dreht, die tatsächlich gegen Ende des Films nirgendwo hinführen. Das hier ist ein Film von der Stange mit einem Pseudo-Twist am Ende, der emotional genau Null auslöst und den man sich auch hätte sparen können. Da wäre so ziemlich jede andere Auflösung spannender gewesen.

Das Schauspiel ist in Ordnung, würde ich mal sagen, auch wenn es nicht per se gut ist. Außerdem ging das Casting meiner Ansicht daneben. Sam (Laura Welsh) als Hauptfigur zu nehmen war ein Fehler. In der Rolle als auch im Casting. Alle drei anderen Figuren sind potentiell interessanter als sie, auch wenn ich das Wort „interessanter“ sehr weit fasse, denn interessant per se ist hier niemand. Einzig vielleicht die Park Rangerin Cunningham (Stephanie Leet), die aber zu kurz vorkommt.

Dazu ist der Film mit Szenen gefüllt die vermutlich Spannung oder Sympathie für die Mädchen schüren sollen, dabei aber kläglich versagen. So treffen sie bei einem Zwischenstopp eine Veteranen vom Vietnam-Krieg, dem sie dann Erdnüsse und Bier schenken, was dazu führt, dass dieser ihnen eine „Danke“-Münze schenkt, die mit einer tragischen und vermutlich Mitgefühl erzeugen sollenden Story überreicht wird. Hat keine Konsequenz, auch der Veteran kommt nie wieder vor. Auch hier: Verschenktes Potential.

Generell ist im Film ganz viel Gerede von wegen Schuldgefühlen und „Ach, ich sehe Ashley überall“ und was weiß ich noch, was am Papier vielleicht gut zu lesen ist, im Film aber einfach keine Emotion weckt. Das sind schon Dialoge, die man mit guten Schauspieler:innen fühlen hätte können. Den Zwist zwischen den jungen Damen spüren und so weiter. Hier dachte mir, dass mir jemand vorliest, was jemand anderer denkt, dass ich sagen soll. Und die „Eskalation“ (ein wenig später) sieht so aus, dass es seine Polsterschlacht gibt, weil das scheinbar die Art und Weise ist, wie junge Frauen ihre Streitigkeiten beilegen. Während dieser Polsterschlacht zieht auch eine der Damen völlig ohne Grund ihr Oberteil aus. Sinnfreie Szene. Ich sehe, was sie hätte bedeuten sollen (die Polsterschlacht, nicht das ausziehen), aber erneut: Emotion nicht vorhanden.

Was mich dann tatsächlich überrascht hat, war wer am Ende aller stirbt. Ich hatte halb damit gerechnet, dass alle vier Damen überleben, einfach weil sie dann doch irgendwie sympathisch rüberkommen, aber nein. Alle bis auf eine sterben und wenn ich euch jetzt sage, dass die Überlebende jene ist, die am uninteressantesten ist, dann ist das auch kein Spoiler. Aber scheinbar dürfen nur jene überleben, die ständig Schuldgefühle haben. Alle anderen sind ja per se schlechte Menschen. Ich fand ja Miles (Allegra Sweeney), Barbra (Chynne Rae Shurts) und Alana (Jex Kellington) viel besser im Schauspiel als auch in ihren Rollen.

Die Morde passieren dann relativ rasch und man bemüht sich so etwas wie Brutalität hineinzubringen (Köpfen, auf Ast aufspießen, Gesicht in heiße Kohlen drücken), aber einerseits ist es schlecht gemacht (optisch) und andererseits passt der Sound teilweise nicht zur Optik (wenn man jeamnden mit dem Gesicht auf heiße Kohlen drückt, dann glaube ich nicht, dass ich diese Person gurgeln(!) höre) und außerdem erneut: keine Emotion. Naja, stimmt so nicht. Ich dachte mir schon drei Mal „schade, hätte gehofft, dass sie überlebt“, aber das waren eher kurze Millisekunden und nichts, was mich jetzt irgendwie tief getroffen hätte. Dazu ist der Film zu platt.

Was super funktioniert ist der Einstieg mit 8oiger Jahre Synthie-Sound und Optik. Und von Ashley hätte ich gern mehr gesehen – die hätte auch als Figur spannend sein können. Aber alles in allem: Nein. So geht das nicht. Tut mir leid.

„Pillow Party Massacre“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, an der Pillow Party genauso wie am Massace scheiternde, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil: Trashfaktor (Schauspiel, Effekte, Drehbuch)

Leider nicht schlecht genug um witzig zu sein. Nicht gut genug um spannend zu sein. Und nicht gut genug gespielt um den zentralen Plot der Reue und Vergebung zu vermitteln. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Wer einen Film mit diesem Titel macht, der braucht mehr Frauen mit viel weniger Kleidung und weit mehr Ausstrahlung als diese hier. Ich mag den Ansatz bzgl. „normaler Schönheit“, aber ohne Ausstrahlung geht gar nichts. Und was die Kills, die ja der zweite Punkt sind, warum Leute sich sowas hier ansehen, betrifft: Ja, da sind Ideen drin (ich sage nur: Steine, Sack und Gesicht), aber alles in allem: Zu Handzahm für Gore-Freunde und zu schlecht gemacht für alle anderen.

Fazit: Sorry, kann man sich sparen.

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Best Of Worst Case: Alien Invasion (2023 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2023/11/18/best-of-worst-case-alien-invasion-2023-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2023/11/18/best-of-worst-case-alien-invasion-2023-filmkritik/#respond Sat, 18 Nov 2023 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36012 Lyra (Sarah T. Cohen), Norma (Amber Doig-Thorne) und Ursa (May Kelly) brechen gemeinsam mit Freunden beim reichen Nachbarn ein, weil dieser einen Pool und ein Luxusanwesen hat und so ein Einbruch hat ja noch nie, überhaupt nie, negative Konsequenzen nach … Weiterlesen

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Lyra (Sarah T. Cohen), Norma (Amber Doig-Thorne) und Ursa (May Kelly) brechen gemeinsam mit Freunden beim reichen Nachbarn ein, weil dieser einen Pool und ein Luxusanwesen hat und so ein Einbruch hat ja noch nie, überhaupt nie, negative Konsequenzen nach sich gezogen.

Nur findet einer der sie begleitenden Jungs in einem Ausstellungsraum ein Gebilde, dass aussieht wie ein kristallenes Ei oder so in der Art, groß wie ein Medizinball. Natürlich kann man das nicht in Ruhe lassen, sondern das muss man sich näher ansehen.

Aber dann taucht plötzlich noch jemand auf und dieser jemand hat es auf das Ei abgesehen. Er spricht mit dem Ding, er hätschelt es und er … freut sich auf das Alien, welches aus diesem Ei schlüpft. Nur damit, dass es ein bisschen aggressiv ist, hat er scheinbar nicht gerechnet …

Und ja, ich gebe zu, dass „Blood And Honey“ mich auf die Macher:innen dahinter neugierig hat werden lassen. Also habe ich mal so geguckt, was die Damen und Herren da noch alles so aus ihrem Hut gezaubert haben. Das gilt auch für die Darsteller:innen und da bin ich über „Alien Invasion“ gestolpert, der vom Trailer her ja durchaus Potential hätte unterhaltsam zu sein, schlechtes CGI mal außen vor gelassen.

Kleine Vorwarnung: Das einzige was hier Potential hat ist die Schnittkunst der Trailermacher:innen, denn aus diesem Film einen Trailer zu zaubern, der zumindest im Ansatz Lust auf mehr macht, nun, das ist eine Kunst. Ganz ehrlich.

Was läuft bei diesem Film hier alles schief und was rettet ihn vor dem Totalausfall? Nun, retten per se tut ihn nichts, denn der Film ist zu einhundert Prozent ein Trashfilm. Es wird also im Regelfall niemand geben, der ihn jetzt als neuen Lieblingsfilm bezeichnen wird. Es gibt allerdings eine oder zwei Szenen, die durchaus von der Idee her gut geworden sind und die man auch sonst mit Sicherheit in keinem anderen Film finden würde.

Tatsächlich musste ich beim Ansehen kurz an „Rise Of The Animals“ denken. Ganz konkret an die Szene als ein Pferd(!) k.o. geschlagen wird und ich dachte ich falle vom Sessel vor Lachen. Nun, mit solchen Momenten filmhistorischer Wichtigkeit kann „Alien Invasion“ nicht aufwarten, nicht mal im Ansatz. Was ich tatsächlich großartig fand ist eine (ja, nur die eine) Konfrontation später im Film bzw. gegen Ende hin. In einem Satz zusammengefasst: Priester boxt mit einem Alien. Großartig.

Jetzt bitte nicht missverstehen: Das Schauspiel ist im besten Fall hölzern. Das gilt auch für diese Szene. Bei den anderen Szenen sticht zwar manche Dame in kurzen Momenten positiv hervor, aber im Summe ist das hier ein Schnell-Produkt. „Stell dich hierhin. Sag deinen Satz. Super. Dann stell dich da drüber hin. Guckt entsetzt. Passt. Jetzt gehst du da rüber und …“ Tja. Schnellverfahren beim Dreh. Das sieht man ganz gut an eigentlich nicht sehr aufwändigen Szenen.

Beispiel? Drei Damen gehen nebeneinander über die Wiese und reden. Eine Szene, wie man sie oft in Filmen sieht. Charaktere reden miteinander, während sie zielstrebig von A nach B ziehen. Standard. Kann man nicht viel falsch machen. Dachtet ihr zumindest. Vielleicht kennt ihr das aus anderen Filmen: Wenn man einfach merkt, dass da Leute in einem Tempo gehen, denen gesagt wurde, dass sie bis zu einem bestimmten Punkt eine bestimmte Menge an Text gesprochen haben müssen und es kein Gespür dafür gibt, warum die Personen da sind wo sie sind? Im Regelfall haben die Leute in Szenen ja was vor. Die gehen zum Beispiel (für so einen Film typisch) in Richtung Pool. Oder ins Haus. Oder in die Garage. Aber sie haben ein klar definiertes Ziel und das spürt man ja, wenn Leute gehen – man merkt es beim Ansehen, wenn sie wohin gehen wollen. Hier nicht. Hier sieht man drei Damen, die über einen Rasen gehen und allesamt keine Ahnung haben woher sie kommen oder wohin sie gehen wollen. Da ist kein einziger Schritt irgendwie natürlich, alles wirkt als würde jede der drei überlegen wie groß der Schritt jetzt sein darf und wie langsam oder schnell sie den Fuß nach unten setzen darf, damit sie die anderen beiden nicht durcheinanderbringt. Zielstrebig? Ha, genau.

Lustig, eigentlich. Wenn der Rest nur nicht so langweilig wäre. Das Alien ist ein bisschen ein Verschnitt vom, nun, Alien-Alien. Nur ist das Wesen hier meistens eher unkreativ in seinem Vorgehen. Soll heißen, es flitzt ein wenig unmotiviert von A nach B und trifft es auf potentielle Opfer (also alle anderen auftauchenden Figuren), dann verwendet es seine Krallen um damit auf jemanden, der außerhalb des Bildes liegt einzuschlagen und CGI-Blut spritzt. Oder es nimmt jemand an der Gurgel hebt ihn/sie hoch und bricht dieser Person das Genick. Tut mir leid, wenn ich das jetzt so emotionslos schreibe, aber es ist einfach langweilig und völlig unspannend. Da könnte man irgendjemand hinstellen. Wozu hat man sich dieses an und für sich coole Kostüm ausgesucht bzw. einen Alien-Film gemacht, wenn das Ding dann außer seiner Optik NULL drauf hat?

Dazu kommt noch, dass dieser Film hier wirklich zu dunkel geraten ist. Ein paar Szenen sind gut beleuchtet (naturgemäß jene mit Damen in knapper Bekleidung), aber in Summe ist so „naja“ geworden. Da spielt es auch keine Rolle ob die Nacht von rotem Licht durchflutet ist oder von blauem – man sieht zu wenig. Und wenn dann ein Close-Up auf ein Gesicht gemacht wird, dann sieht man in erster Line jemanden der oder die versucht panisch zu gucken. Die Betonung liegt auf „versucht“. Einzige Ausnahme für mich war May Kelly (die ich eben aus „Winnie The Pooh“ kenne), aber auch diese ist hier dermaßen schlecht, dass ihre fünf Minuten im eben erwähnten anderen Film ungefähr das Hundertfache an glaubwürdiger Emotion zeigen. Schade.

Auch Amber Doig-Thorne war beim Puh-Film dabei und ist hier in meinen Augen (und Ohren) einfach nicht fähig so etwas wie passende Emotion zu vermitteln. Aber die Dame war auch bei Puh bereits diejenige, die bei mir in keiner Weise hängengeblieben ist.

Alles in allem ist das hier also ein netter Versuch, der allerdings zu 90% schiefgeht. Und die 10 Prozent die funktionieren reißen weder den Rest raus noch machen sie ihn irgendwie halbwegs erträglich. Highlight ist wie gesagt diese eine Szene – von der Idee her. Gemacht ist die Szene nämlich nicht besonders gut. Erwähnen muss ich der Vollständigkeit halber auch noch die Hauptfigur die von Sarah T. Cohen gespielt wird und die keine, aber auch gar keine, Akzente setzen kann.

Aber die Hoffnung auf Besserung bleibt, zumal May Kelly und Sarah T. Cohen bald wieder gemeinsam vor der Kamera stehen, nämlich bei „Sky Monster“. Naja. Ich weiß nicht, ob Hoffnung hier das richtige Wort ist.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: Effekte, Drehbuch, Schauspiel, Sound-Design):

Nicht schlecht genug um witzig zu sein, sondern einfach nur schlecht und spannungsarm. Nimmt sich selbst viel zu ernst und die Macher:innen scheinen der Meinung gewesen zu sein, dass sie hier einen guten, spannenden Film machen. Ist es nicht. Aber um für Lacher zu sorgen ist es nicht peinlich genug, um cool zu sein sind die Szenen (mit einer Ausnahme) zu durchschnittlich und um spannend zu sein ist das alles zu vorhersehbar und unglaubwürdig gespielt.

Fazit: Macht keinen Spaß. Nicht mal als Negativbeispiel, weil die ganze Sache einfach durch die Bank so richtig banal ist.

„Alien Invasion“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, alle falsche Stücken spielenden, Punkte.

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Terrifier 2 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2023/10/31/terrifier-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2023/10/31/terrifier-2-filmkritik/#respond Tue, 31 Oct 2023 06:50:34 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=35931 Art der Clown (David Howard Thorton) wird von einer übernatürlichen Macht wiederbelebt, nachdem er getötet wurde, weil er (unter anderem) zwei Frauen an Halloween verfolgt und grausam ermordet hat. Diese Macht holt aber nicht nur ihn zurück ins Leben, sondern … Weiterlesen

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Art der Clown (David Howard Thorton) wird von einer übernatürlichen Macht wiederbelebt, nachdem er getötet wurde, weil er (unter anderem) zwei Frauen an Halloween verfolgt und grausam ermordet hat. Diese Macht holt aber nicht nur ihn zurück ins Leben, sondern stellt ihm auch eine genauso verrückte Clownin (Amelie McLain) zur Seite.

Dieses Mal verfolgt Art eine junge Frau namens Sienna (Lauren LaVera), die sich allerdings zu wehren weiß, und ihren Bruder. Deshalb zieht Art immer größere Schneisen an Mord und Totschlag, bis es schließlich zu einer letzten Konfrontation kommt, bei der klar wird, dass auch Sienna Hilfe von übernatürlicher Seite erhalten hat …

Ich weiß jetzt nicht, wie ich diese Kritik hier anfangen soll, denn ich bin tatsächlich noch immer ein bisschen sprachlos. Das liegt nicht daran, dass ich jetzt so schockiert über diesen Film bin oder dass die Gewalt im Film mich quasi sprachlos gemacht hätte, sondern an der Tatsache, dass ich echt nicht weiß, was ich von diesem Machwerk hier halten soll.

Mega-Hype, brutalster Film der Welt, Leute haben (sich übergebend) das Kino verlassen, usw usw usw. Und dann bekomme ich … das hier.

Ist der Film brutal? Sicher. Und natürlich könnte man jetzt über die Sinnhaftigkeit von Gewalt in Filmen diskutieren. Man könnte fragen, wozu diese notwendig ist und dann könnte man anführen, dass es manchmal Gewalt braucht, um die Handlung voranzutreiben oder um bestimmte Motivationen von Charakteren zu begründen und manchmal ist sie auch einfach da, weil sie cool aussieht (John Wick, nur als Beispiel).

Und dann gibt es Filme wie diesen hier für den der Begriff „Torture Porn“ erfunden wurde. Meiner Meinung nach gibt es keine andere Erklärung hierfür, außer, dass die Macher:innen testen wollten, wie weit sie mit der (völlig überzogenen und übertriebenen) Darstellung von Gewalt gehen können. Denn das ist tatsächlich das einzige Alleinstellungsmerkmal des Films.

Wenn man nach den Reaktionen und Bewertungen geht, die dieser Film hier eingefahren hat, dann stellen sich für mich ganz viele Fragen. Zum Beispiel, tut mir leid, ich muss diesen Film wieder erwähnen, warum „Winnie The Pooh: Blood And Honey“ so schlecht abschneidet und dieser Film hier tatsächlich zum großen Teil richtig gute Bewertungen hat.

Es gibt bei diesem Film hier nichts, was ich per se jetzt richtig gut oder außergewöhnlich finden würde. Er ist ziemlich brutal – auf eine Art und Weise, die ich persönlich nicht als schwarzen Humor (oder wie oft beschrieben wird „tongue in cheek“) identifizieren könnte. Jemand zu lebendig zu häuten und dann noch Salz zu holen, um das auf die Wunden zu streuen während das Opfer noch lebt … sorry, aber das finde ich in keiner Konstellation witzig (das ist übrigens noch der harmlose Teil). Das ist eine Schlachtplatte. Mehr nicht. Mit viel gutem Willen kann man die Abfolge an Szenen mit Lauren LaVera (sie spielt Sienna) als Handlung titulieren und mit noch viel mehr guten Willen kann man sie als Final Girl par excellence sehen, aber tatsächlich braucht man für das, was man hier Story nennt nicht mal wirklich einen Bierdeckel (Mädel träumt vom Angriff eines Killerclowns, ebendieses Mädel baut sich seit Wochen eine Amazonenrüstung, weil sie diese in den Notizen ihres Vaters gesehen hat, für ein Cosplay/Halloweeen und dann muss sie wirklich in diesem Kostüm gegen besagten Clown antreten. Zauberschwert(!) inklusive. Story Ende).

Positiv gesehen: Art der Clown und seine Gehilfin sehen wirklich böse aus. Hut ab vor diesem Teil der Produktion bzw. der Macher:innen und vor allem dem Kostümdepartment und dem Schauspieler David Howard Thornton. Der scheint mit der Rolle den Spaß seines Lebens zu haben. Auch die Effekte, großteils praktisch, sind wirklich richtig gut geworden (was durchaus Übelkeit und Brechreiz hervorrufen könnte, wie ich meine). Dafür großen Respekt an dieser Stelle. Ich habe jetzt keine Ahnung, wie hoch das Budget war, aber das war sicher verdammt viel Arbeit. Die Frage, die sich mir trotzdem stellt ist: Warum? Da mordet ein (mittlerweile übernatürlicher, anders als im ersten Teil) Bösewicht zahllose Menschen auf übertriebene (was für mich nicht gleichzusetzen ist mit witzige) Art und Weise und das ist die Story des Films?

Und: Dafür wird der Film gelobt?
Ich verstehe es nicht. Ich verstehe es wirklich nicht.

Jetzt mal rein objektiv: Effekte: Top. Schauspiel: Kann man manchmal nicht mal so nennen, aber meistens okay, großteils sogar in Ordnung (wenn man angsterfüllt oder schmerzerfüllt Schreien oder Wimmern als Schauspiel zählt, dann haben wir hier ein paar Scream-Queen/King-Anwärter:innen). Optik und Ausstattung: Top. Drehbuch: Naja.

Ich hab mal einen Kunst-Kurz-Film gesehen, der hieß Ölfilm und da sah man zehn Minuten lang, wie Öl von A nach B gegossen wurde und auf einer Glasplatte einen Film gezogen hat. Das war ähnlich wie das hier. Ja, ich verstehe die Doppeldeutigkeit, ich honoriere den Witz und die Idee, aber das ist nach 10 Sekunden uninteressant. Warum mache ich da 10 Minuten draus?

Hier das gleiche: Warum mache ich da 2 Stunden 20 Minuten draus? Da passiert nichts außer „abschlachten“. Und ein paar Pseudo-Szenen mit Sienna, damit man behaupten kann man hätte eine Story. Ja, die Optik (Engel und Teufel) und so weiter, da kann man schon hineininterpretieren und so weiter (ihr wisst schon: Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse und so Zeug). Eh alles okay, aber … warum so lang?

Selbst Gorehounds müssen wohl zugeben, dass man locker eine Stunde kürzen hätte können. Aber dann wäre vermutlich von dem zarten Pflänzchen namens „Story“ gar nichts mehr übrig geblieben. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das eine Rolle gespielt hätte.

Falls man es nicht gemerkt hat: Ich finde das Ding hier einfach völlig unnötig. Ich spreche hier nicht von einem moralischen Standpunkt aus, sondern von einem filmischen Standpunkt. Es ist ja selten, dass ich an einem Film nichts finde, was mir gefällt – so gibt es ja auch bei diesem hier was, was ich gut finde (Effekte, Austattung) -, aber ich frage mich tatsächlich, warum man sowas produziert. Das ist für mich völlig inhaltsleer und emotionslos (von Ekel mal abgesehen, denn Grusel oder so habe ich keine Sekunde empfunden). Filmhistorisch gesehen ist vermutlich trotzdem ein Kompliment fällig (wenn man das so nennen kann): Die Grenzen des Zeigbaren sind hiermit sicher nach oben verschoben worden. Muss man auch mal schaffen (muss man natürlich nicht, aber wenn man es drauf anlegt, dann kann man immerhin sagen: Mission erfüllt).

Bis zu einem gewissen Grad kann ich es ja nachvollziehen. Der Drehbuchautor und Regisseur Damien Leone beschäftigt sich seit mittlerweile sechzehn Jahren mit seiner Figur „Art“ (und ich denke man kann davon ausgehen, dass der Name des Clowns ein erhobener Zeigefinger in eine bestimmte „Arthouse“-Richtung darstellt). Von Kurzfilmen über Kurzfilm-Sammlungen bis hin zum ersten Langfilm und halt jetzt den zweiten. Und alle erzählen im Grunde die gleiche (oder eine sehr ähnliche) Story.

Was kann man, vor allem da Damien Leone in erster Linie Effektemacher ist, denn von mal zu mal anders machen? Kreativere Wege finden um Menschen zu foltern oder zu töten, vermutlich. Der Rest ist leider altbekannt. Und wenn man im Vorfilm „seine Schöpfung“ sterben lässt, dann kann man sie ja nur übernatürlich zurückbringen, oder? Also im Kontext ergibt das dann alles schon Sinn. Es ist halt einfach für mich in Wahrheit einfach nur so unglaublich langweilig und schrecklich banal. Für mich ist das hier ein bisschen wie die ersten Uwe Boll Filme, also so in Richtung „Alone In The Dark“: Da hat man jemand mehr Budget gegeben und jetzt testet dieser jemand in Filmlänge aus, was man damit alles machen kann. Kann ich nachvollziehen, kann ich aus effekt-technischer Sicht auch durchaus würdigen, aber unterhaltsam war es für mich nicht.

Und Ja, es wird einen dritten Teil geben, was am Ende von diesem Teil hier ja nicht mit wenig Blut und laaaaaangem (*gähn*) Aufbau angeteasert wird. Ich frage mich, was wohl die Story sein wird …?

Dieser kleine Teaser am Ende fasst für mich übrigens den gesamten Film sehr gut zusammen. Die Szene ist ewig lang, man ertrinkt quasi in Blut und bekommt eine möglichst eklige Szene gefühlt eine Stunde lang zu sehen, obwohl man schon nach zehn Sekunden weiß, worauf das hinauslaufen wird. Nein, danke. Dafür ist mir die Zeit zu schade.

Weil die Frage auftauchen wird: Warum ich „Blood And Honey“ um so viel besser fand? Weil ich mir dort nie sicher war, wer jetzt überleben wird, was als nächstes passieren wird und ich wirklich gespannt war, wie die Sache weitergeht (sicher, im Nachhinein war die Spannung umsonst, weil es genauso weitergeht wie man sich denkt, aber zumindest war da Spannung da). Hier sitze ich nur da, gucke mir ein Gemetzel an und weiß im Grunde genommen schon die gesamte Zeit über, wo das hinführt. Schade, denn Talent (nochmals: Effekte, Kostüm, Ausstattung, teilweise die Beleuchtung und sogar das Schauspiel) erkennt man klar. Ich finde halt schade, dass das Ergebnis derartig spannungsarm ist.

Gorehounds, die von brutalen Szenen nicht genug bekommen können und die auf alles andere pfeifen, die können getrost nochmals 5 oder 6 Punkte draufschlagen. Alle anderen: Großer, riesengroßer Bogen.

„Terrifier 2“ bekommt von mir 3 von 10 möglichen, zwei für die oben erwähnten positiven Punkte und einen für Lauren LaVera, mir aber ansonsten rein gar nichts gebende, Punkte.

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