Mystery | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Thu, 25 Jun 2026 06:14:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Utopia (2013 Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/#respond Thu, 25 Jun 2026 06:05:26 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38963 Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. … Weiterlesen

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Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. Und auf einmal bricht ihre Welt zusammen und kein Stein bleibt auf dem anderen.

Von nun an müssen sie sich zusammenraufen, denn nicht nur der Comic und seine Bedeutung machen ihnen das Leben schwer, sondern auch eine Organisation namens „Das Netzwerk“, welches gnadenlos Jagd auf sie macht – und vor nichts zurückschreckt …

Ich war völlig sprachlos und geschockt, als ich gesehen habe, dass es eine 2020iger Version der Serie „Utopia“ gibt. Die ist tatsächlich ein Amazon-Remake der britischen Serie mit gleichem Namen. Alter Verwalter, was soll das denn bitte? Völlig absurd. Nur, um das klarzustellen: Ich hatte bis heute keine Ahnung von diesem Remake und ich erwähne es nur, damit ihr die Finger davon lasst und euch bitte die Original-Version von 2013 anseht. Das ist wichtig, denn – die ist einfach absolut unpackbar der Hammer!

Man merkt halt ab der ersten Szene, dass wir hier keine amerikanische Weichspül-Serie vor uns haben, sondern eine britische. Und das die werten Damen und Herren da drüber durchaus Sachen produzieren können, die auch richtig wehtun wissen wir ja nicht erst seit Danny Boyles „Trainspotting“.

Vorweg: Ihr merkt vielleicht, dass die Zusammenfassung oben ungewohnt kryptisch ist. Das liegt daran, dass man mit möglichst wenig Vorwissen in die Serie hineingehen sollte. Ich habe auch alle Namen weggelassen, weil es euch wie mir gehen wird – ihr werdet euch eine Zeitlang wirklich fragen, wer jetzt die Hauptperson ist – wer ist gut? wer ist böse? Was ist wessen Ziel? Und wer gehört zu wem?

Da ist alles drin: Paranoia. Hilfe. Opferbereitschaft. Verrat. Mord und Totschlag. Liebe. Und das gesamt auf acht Folgen gepresst. Die noch dazu einen stimmigen Abschluss finden. Mehr will ich jetzt da gar nicht verraten.

Aber – die Schauspieler:innen sind alle top. Ich meine, ich bin vielleicht ein klein wenig vorbelastet, weil ich den englisch-britischen Dialekt einfach Liebe und man den Dialogen hier einfach anmerkt: Die hat jemand verfasst, der oder die die Sprache kennt und weiß, wie was klingen muss. Eine amerikanisierte Version davon will ich mir gar nicht vorstellen. Das ist in etwa so als würde jemand oberösterreichische Sprichwörter im Dialekt in einen Film einbauen und das absolut zur Charakterdarstellung einer Figur nutzen – nur um mitzuerleben, wie diese Person auf Hochdeutsch von einem Berliner nachsynchronisiert wird. Es mag sein, dass die Worte das gleiche bedeuten, aber Himmel wirkt das anders.

Jedenfalls geben sich hier doch gleich ein paar Namen die man kennt (oder kennen sollte) die Ehre: Ian McDiarmid (Palpatine, der „somehow returned“ ist aus Star Wars), Stephen Rea („V For Vendetta“ oder „Stuck„), Emilia Jones („“) oder Alistair Petrie („Star Wars: Rogue One„, „Andor“ oder „The Night Manager“).

Und das Schauspiel ist über jeden Zweifel erhaben – ebenso die Optik der Serie. Da gibt es eigentlich kein Bild, welches nicht durchkomponier ist – egal, ob Farbe, Formen oder Platzierung. Vor allem die Farbgebung – das knallgelbe Cover der Blu-Ray-Box kommt nicht von irgendwo. Also auch filmtechnisch gibt es hier null auszusetzen. Ich meine – seht euch einfach mal den Trailer an, dann wisst ihr was ich meine. Und Danny Kelly (Erschaffer der Serie) und seine Leute, die haben es geschafft, die gesamte Serie über durchzuziehen, nicht nur im Trailer. Einfach ein Hammer!

Ihr seht also: Es gibt genau keinen Grund sich „Utopia“ (erneut: Das Original!) nicht anzusehen. Aber ganz viele Gründe dafür.

Ich würde euch allerdings empfehlen erst mal in die erste Folge reinzugucken. Es gibt da gleich am Anfang eine Szene, die man so vermutlich in keiner amerikanischen Serie finden würde. Und ihr werdet relativ schnell wissen, warum nicht. Wenn ihr was da passiert spannend findet und aushaltet (nein, kein torture porn), dann könnt ihr euch alle anderen Folgen reinziehen, denn dann wird es euch genauso mitreissen wie mich.

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber nochmals: Seht euch Utopia (2013-Version) an! Ihr werdet es nicht bereuen. Das ist eine sträflich unterbewertetsten Serien überhaupt. Und wenn ihr – so wie ich eben – britische Akzente mögt, dann könnt ich gleich auf 10 Punkte aufrunden.

Oh – und wer unbedingt eine Schublade braucht: Ich würde sagen, „Utopia“ ist eine Thriller-Crime-Drama-Action-Serie mit Sci-Fi-Elementen (ist ne Standpunktfrage …). Und einfach, damit es draußen ist: Neil Maskell ist einfach ein absoluter Wahnsinn! Vor allem, wenn man Interviews mit ihm aus dem echten Leben kennt und weiß, wie nett und sympathisch der rüberkommt, dann kann man bei Utopia nur mit offenem Mund da sitzen und staunen, staunen, staunen.

„Utopia – Staffel 1“ bekommt 9 von 10 möglichen, besser und spannender geht’s fast nicht, Punkte.

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The Boys – Staffel 4 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/02/the-boys-staffel-4-serienkritik/#respond Tue, 02 Jun 2026 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38863 Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die … Weiterlesen

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Nachdem Homelander einen Mann den Kopf weggeschossen hat, nachdem dieser seinem Sohn einen Becher an den Kopf geworfen hat und ihm dafür zugejubelt wurde, nimmt sein Größenwahn völlig neue Formen an. Währenddessen machen sich die Boys immer noch auf die Suche nach einem Weg, um ihn zu stoppen. The Deep und Black Noir halten Homelander immer noch die Stange.

Außerdem gesellt sich Firecracker zum Team – eine Ultra-Patriotin, die mit Starlight eine eigene Rechnung zu begleichen hat. Und Firecracker ist einerseits absolut loyal Homelander gegenüber und andererseits eine Social-Media-Expertin. Sie weiß, wie man die Massen medial manipuliert.

Währenddessen passieren mehrere Dinge, unter anderem hat Hughies Vater einen Herzinfarkt und im Zuge dessen lernt Hughie seine Mutter kennen. Auch kein leichtes Verhältnis. Und Butcher, nun Butcher droht an den Nachwirkungen seiner Dosis V zu sterben. Außerdem wird noch um Ryan – Homelanders Sohn – gekämpft, denn dieser kann die Rettung sein oder die endgültige Vernichtung der Welt … wenn es da nicht noch die Option auf ein Virus gäbe, welches scheinbar alle Menschen mit Superkräften töten würde … nur, wo ist es, wer hat es, wer weiß davon und wer holt es sich zuerst um dann was damit zu machen? Es freizusetzen oder es zu vernichten?

Langweilig wird es nicht bei den „Boys“, dass kann man so sagen. Aber mittlerweile sind wir ja eh wegen der Figuren hier und nicht wegen der – das kann man so sagen – doch hin und wieder mit Plot-Holes gesegneten Geschichte(n). Auch wenn Staffel 4 hier noch relativ gut daherkommt. Grundsätzlich macht die Sache nach wie vor Spaß und man sieht allen gern zu – manche Teile waren sogar wirklich berührend, wie zum Beispiel der Teil mit Hughies Vater (ein grandioser Simon Pegg).

Auch die Teile mit Firecracker und wie sie tatsächlich Starlight zerlegt sind großartig geworden – man hat tatsächlich das Gefühl, dass hier eine Sache abgeht bei der „The Boys“ nicht gewinnen können. Was soll man schon tun gegen eine solche Geldmaschine mit Superkräften und vor allem – Mediengewalt. Dieses Thema wird hier super zelebriert und ich denke, dass wirklich jede:r versteht, was hier passiert und wie die Mechanismen funktionieren. Fand ich großartig.

Das Bittere an der Sache ist halt, dass die Realität die Serie längst eingeholt hat. Man nehme nur den Anschluss an Staffel 3 – wie Homelanders öffentlicher Mord verteidigt wird. Da wird der Becherwerfer als Radikaler und Bösewicht hingestellt und im Rampenlicht in gekauften Shows komplett zerlegt. Folgerichtig wird Homelander natürlich freigesprochen. Hätte vor nicht allzu vielen Jahren vielleicht noch als Satire funktioniert, mittlerweile sehen wir das alles halt täglich 1:1 in den USA. Ich denke alle wissen, wovon ich rede.

Ein wenig schräg fand ich, dass Homelander sich Hilfe holt von „Sister Sage“, die intelligenteste Frau der Welt, die mit ihm einen Plan aushecken soll, wie er an die absolute Macht kommt. Und sie macht mit, weil sie die Herausforderung liebt (eigentlich plant sie das Ende der Welt – denn ihr größter Traum ist absolute Einsamkeit, weil sie dann die Dummheit, die sie umgibt nicht mehr aushalten muss). Die Figur war gut und schlecht gleichzeitig. Richtig warm wurde ich mit ihr bis zum Ende nicht – das ist halt das Problem, wenn man jemand in eine Serie packt, die „intelligenter als alle anderen ist“. Die kann halt per Definition nicht schlauer sein als jene, die die Serie schreiben … aber das nur am Rande.

Weniger gefallen hat mir eine Storyline zwischen Hughie und Starlight, denn diese wird gefangen und an ihre Stelle kommt eine Gestaltwandlerin, die sich mächtig an Hughie ranmacht und das führt dann – natürlich – zu Komplikationen, denn er braucht halt doch ein bisschen lang bis er merkt, dass das nicht seine Annie ist. Und die ist dann mächtig sauer. Zumindest eine Weile.

Herz der Staffel sind aber für mich nach wie vor Frenchie und Kimiko. Die beiden sind einfach ein Hammer und Kimikos Superkräfte werden hier auch mehrmals gut genutzt. Vor allem finde ich aber immer noch die Diskrepanz zwischen Kimikos kindlicher Mimik (grandios gespielt) und ihren absout beinharten, brutalen Attacken richtig toll und mitreissend. Man glaubt ihr einfach wirklich beides. Hut ab.

Aber auch hier gibt es einen Wehrmutstropfen, denn Frenchie nähert sich einem Mann aus Starlights Opposition an, hat dann eine Affäre mit ihm laufen und wie sich herausstellt war es Fenchie, der „damals“ dessen Eltern gekillt hat. Das war … ein wenig sehr konstruiert und außerdem finde ich auch, dass es einfach nicht so richtig gepasst hat. Ich habe kein Problem mit homosexuellen Beziehungen, aber wie das lief und endete war einfach nicht gut geschrieben und wie bereits erwähnt: Die Storyline fand ich unnötig. War nicht schlimm, hat die Serie aber in meinen Augen unnötig ausgebremst.

Zwischendrin gibt es dann mal eine Folge, die zwar handlungstechnisch wichtig ist, bei der ich mir aber bis jetzt nicht sicher bin, ob ich sie toll irre oder einfach nur dumm fand. Ich bin mir noch immer nicht sicher. Ich sag nur: Fleischfressende, mutierte, fliegende Superschafe. Also Shaun das Schaf auf Drogen quasi. Ich bleibe dabei: Genial oder strunzdumm. Die Jury berät noch.

Und ja, dann kommt das Finale und wie es sich gehört muss vor der letzten Staffel nochmals alles gehörig eskalieren und zwar natürlich in einem Moment, der eigentlich Hoffnung hätte geben sollen, Vertrauen schaffen und vielleicht sogar Homelanders Ende einläuten können. Aber tja, das wäre halt dann fast ein Happy-Zwischenende vor der finalen Staffel – das darf dann doch nicht sein. Die Konsequenzen aus diesem Moment sind heftig und mannigfaltig – und das Ende ist ein gemeiner Cliffhanger. Aber ja, es macht Laune auf mehr und man will wissen, wie es weitergeht.

Oh – und Butcher hat eine vielleicht ein wenig abgedroschene Storyline, denn sein Kontakt mit V hat seinem ohnehin schon grenzwertigen morlischen und psychischen Verfall beschleunigt – er sieht jetzt zum Beispiel Becca und tauscht sich mit ihr aus … und ja, auch das hat Konsequenzen.

Und für’s Protokoll: Firecracker – love to hate you 🙂

Zusammengefasst kann ich für mich festhalten, dass das hohe Niveau in Summe nicht gehalten werden kann, es aber immer noch genug zum Feiern gibt – die Anspielungen auf die aktuelle Politik sind heftig und tun fast phsyisch weh. Die Nachzeichnung von Missinformation und der Propagandamaschine im Jahr 2025ff trifft es perfekt und viele Figuren liebt man zu hassen. Es tun sich auch teilweise unerwartete Allianzen auf und alles in allem: Ja, doch. Das war gut. Das hat gepasst. Ob es noch Satire ist, nun, darüber lässt sich streiten. Aber was können denn die Macher:innen dafür, wenn sie Realität sie rechts überholt?

Über das Casting brauche ich eh kein Wort verlieren, denn das ist einfach top. Anthony Starr, Karl Urban und auch alle anderen – ja, das passt. Das passt perfekt.

„The Boys – Staffel 4“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, das Finale einläutende, Punkte.

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Things Heard And Seen (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/28/things-heard-and-seen-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/28/things-heard-and-seen-filmkritik/#respond Thu, 28 May 2026 05:52:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38806 George (James Norton) zieht mit seiner Frau Catherine (Amanda Seyfried) in eine neue Stadt – er hat einen Job an der Uni bekommen, hauptsächlich, weil ein alter Bekannter und ehemaliger Professor von ihm für ihn gebürgt hat. Relativ rasch findet … Weiterlesen

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George (James Norton) zieht mit seiner Frau Catherine (Amanda Seyfried) in eine neue Stadt – er hat einen Job an der Uni bekommen, hauptsächlich, weil ein alter Bekannter und ehemaliger Professor von ihm für ihn gebürgt hat. Relativ rasch findet man, wenn schon keine Freunde, dann zumindest nette Bekannte. Alles scheint okay zu sein.

Was Catherine aber nicht weiß: In ihrem Haus ist ein Mord passiert. Und vermutlich nicht nur einer. Sie sieht Dinge, hört Dinge und manchmal scheinen sich Gegenstände von selbst zu bewegen. Auch findet sie einen alten Ring und glaubt, dass sie mit einer der verstorbenen Bewohner:innen kommunizieren kann.

Und langsam aber sicher scheint sich George mehr und mehr von ihr zu entfernen …

Um eine Sache gleich mal klarzustellen: Das hier ist kein Amanda Seyfried-Film. Es ist ein James Norton-Film. Das klingt im ersten Moment vielleicht wie eine seltsame Info, aber wer sich hier ein Amanda Seyfried-Vehikel erwartet, der oder die wird wohl am Ende ein wenig enttäuscht sein. Wobei … das Ende. Hm. Aber dazu später mehr.

„Things Heard & Seen“ basiert auf einem Buch von Elizabeth Brundage mit dem Titel „All Things Cease To Appear“ – was ich einen weit besseren und tolleren Titel finde als „Things Heard & Seen“, aber okay – das ist wohl Geschmackssache. Jedenfalls kenne ich das Buch nicht und ich werde es wohl auch nicht lesen, auch wenn mich interessieren würde, ob das Ende auch im Buch … naja, ich will nicht spoilern. Aber ich fände es schon spannend, ob die Enden gleich sind. Und ob es im Buch besser funktioniert. Aber das nur am Rande.

Zurück zum Anfang: Der Film ist kein Horrorfilm. Es ist ein Familiendrama und wenn man so will, dann vielleicht sogar ein Stück weit ein Thriller mit übernatürlichen Elementen, die aber eine lange Zeit fast gar keine Rolle spielen und am Ende dann auf einmal aufgrund der Symbolwirkung extrem wichtig werden. Ach. Ich merke, ich komme immer wieder sofort auf das Ende zu sprechen. Na gut, dann halt das Ende.

Das hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits fand ich es unerwartet und wie sich der Konflikt zwischen George und Catherine löst – das habe ich nicht kommen gesehen. Ehrlich nicht. Ich hatte mit etwas völlig anderem gerechnet. Also hier ein Pluspunkt. Man sieht dann auch die Konsequenzen aus dieser Lösung. Auch das hat mir gut gefallen. Aber das Ende, das wirkliche, richtige, „jetzt kommt der Abspann“-Ende – nein. Das fand ich optisch gelungen, aber wie es dazu kam und wie es gemacht wurde – das war zwar nachvollziehbar, aber es war leider völlig unbefriedigend.

Dazu muss man vielleicht anmerken, dass den ganzen Film lang ein Philosoph ein wichtiger Ideengeber ist – nämlich Emanuel Swedenborg. Die Grundidee ist – wenn ich das korrekt verstanden habe – dass es keinen Himmel und keine Hölle per se gibt, sondern zwei Welten. Die echte Welt und die spirituelle Welt. Und die beiden sind permanent miteinander verknüpft. Alles im Hier hat ein Gegentstück im Dort und umgekehrt. Der zweite Ansatz ist, dass nur böse Menschen böse Geister anziehen, während gute Menschen gute Geister anziehen – wenn ich die „Gegenseite“ jetzt einfach mal „Geister“ nennen darf.

Und ja – das Ende hat mit dem Übergang von einer Welt in die andere zu tun und damit, dass Sünden gebüßt werden müssen. Wenn nicht in dieser, dann in der anderen Welt. Da hab ich allerdings das Problem, dass es dazu einen Übergang von A nach B geben muss. Also einen Tod. Und der führt dann von A nach B. Heißt aber im Umkehrschluss: ich kann in Leben A mit allem durchkommen – in Leben B, wenn ich denn dann dort lande, muss ich dafür zahlen, weil ich durch meine Tätigkeiten in der „hier“-Welt ja böses Karma gesammelt habe. Die Idee war, wenn ich das korrekt übersetze, dass Karma einen immer einholt. Auch wenn mir nicht klar ist, was für eine Erleichterung oder Genugtuung es sein soll, wenn ich weiß, dass ein Mensch, der ein Leben lang nur schlimme Sachen macht irgendwann im „Jenseits“ dafür zahlen muss. Außerdem klingt das ohnehin verdächtig nach gefühlt x anderen Philosophien und Religionen auch … aber gut. Ich mach hier einen Punkt. Das würde sonst ausufern.

Der Film jedenfalls hat mich gut drei Viertel lang wirklich gefesselt. Das liegt an der Kamera, der doch kompakten und gut erzählten Story, den kleinen Momenten und vor allem am Spiel von Norton („Flatliners„-Remake) und Seyfried („The Housemaid„). Was hier wie eine Geschichte über eine Entfremdung in einer Beziehung beginnt, bekommt plötzlich durch zwei drei Informationen aus der Vergangenheit einen bedrohlichen Hintergrund und dann entwicklt sich die Geschichte scheinbar in eine Richtung, die man kommen sieht, um dann unerwarteter, aber realistischer, weise scharf abzubiegen.

Da bin ich schon kurz mal sprachlos vor dem TV gesessen – ehrlich. Das hab ich nicht kommen gesehen. Und dann war ich gespannt, wie das weitergeht. Hat mir gefallen. Bis dann das „richtige“ Ende kommt. Also der Punkt an dem Film wirklich aufhört. Da kippt für mich die Sache dann in unnötig verkopft und pseudophilosophisch. Man will vermitteln, dass Karma existiert und alle und jede und jeder seinen Preis zahlen muss – aber das wird einfach nicht gut gemacht. Die Geschichte zwischen George und Catherine ist ohne diesen Hintergrund und ohne die „Meta-Ebene“ eigentlich spannend genug, diesen ganz Hokuspokus braucht man eigentlich nicht.

Naja, es ist wie es ist. Tatsächlich hat der Film mich – vom Ende abgesehen – gut unterhalten. Er war spannend, er war super gespielt und auch die die ganzen Nebenrollen sind super besetzt und alle sind mit dem Herzen dabei. Also – TROTZ des Endes – fand ich den Film wirklich gut. Auch wenn er mich mit einem unguten Gefühl in der Magengegend zurückgelassen hat – obwohl es mir vorkam, als hätte man versucht, den Film mit einer positiven Message zu beenden. Oder als hätte man gedacht, man würde den Film mit einer positiven Message enden lassen. „I will do for you what she did for me“. Mhm. Na dann.

„Things Heard & Seen“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende und sich leider gegen Ende in seiner Philosophie verlierende, Punkte.

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Salem’s Lot – Brennen muss Salem (2024 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/23/salems-lot-brennen-muss-salem-2024-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/23/salems-lot-brennen-muss-salem-2024-filmkritik/#respond Sat, 23 May 2026 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38836 Ben Mears (Lewis Pullman) kehrt nach Jahren in seine alte Heimatstadt Salem’s Lot zurück. Just zu dieser Zeit eröffent auch Mr. Straker ein Geschäft. Er ist es auch, der im alten Marsten-Haus eingezogen ist. Ein Haus, von dem seit ewigen … Weiterlesen

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Ben Mears (Lewis Pullman) kehrt nach Jahren in seine alte Heimatstadt Salem’s Lot zurück. Just zu dieser Zeit eröffent auch Mr. Straker ein Geschäft. Er ist es auch, der im alten Marsten-Haus eingezogen ist. Ein Haus, von dem seit ewigen Zeiten erzählt wird, es sei verflucht und dort würde es spuken.

Just als Ben sich Susan (Makenzie Leigh) annähert passiert ein Unglück. Ein Junge verschwindet. Suchtrupps werden gegründet. Auch der Priester Callahan (John Benjamin Hickey) und der Lehrer Matt Burke (Bill Camp) nehmen daran teil. Aber sie finden ihn nicht.

Währenddessen macht der junge Mark (Jordan Preston Carter) eine unangenehme Erfahrung: Der vermisste Junge besucht ihn des nachts und erbittet Einlass in sein Zimmer, denn der Meister würde das befehlen.

Immer mehr Menschen verschwinden oder tauchen verändert wieder auf – Salem’s Lot beginnt sich zu leeren. Was geht hier vor und wie kann man es stoppen?

Keine Ahnung, die wie vielte Verfilmung von Stephen King’s „Salem’s Lot“ dies hier schon ist. Ich kann mich an die ganz alte Version – eine Miniserie – aus dem Jahr 1979 erinnern und an das „Remake“ von 2004 mit Rob Lowe in der Rolle des Ben Mears. Während ich an die 1979-Version gute Erinnerungen habe, bin ich erst durch Recherche daran erinnert worden, dass es das ja auch noch gab. Hat wohl keinen großen Eindruck bei mir hinterlassen.

Naja, jedenfalls war es wieder einmal Zeit, denn im Jahr 2026 braucht man keine neuen Ideen, man muss nur alte Ideen wieder aufwärmen. Das reicht ja bekanntlich eh schon aus.

Zum Glück fühlt sich diese „Neuverfilmung“ etwas bodenständiger und frischer an als ich erwartet hatte – die Eröffnung des Films und der langsame Aufbau sind richtig gut gemacht und haben wir wirklich gut gefallen. Ich wollte eigentlich nur mal reingucken, bin dann aber bis zum Schluss drangeblieben. Das sagt doch auch schon was aus. Und Nein, ich habe auch nebenbei nicht mit dem Handy gespielt oder darauf geguckt (was ich allerdings eh nie mache).

Also alles in Butter? Nein, leider nicht. Obwohl der Film in Summe sehr, sehr viel richtig macht und gerade in der ersten Hälfte die Stimmung richtig düster, bedrohlich und böse ist, so verliert sich das in der zweiten Hälfte ein wenig. Was auch daran liegt, dass in der zweiten Hälfte dann leider so viel passieren muss, dass vieles davon ein wenig gehetzt wird. Das fällt vielleicht weniger auf, wenn man das Buch oder die Vorgänger-Verfilmungen nicht kennt – das kann ich leider nich beurteilen.

Schauspielerisch funktioniert alles super, auch wenn ich mich anfangs an die Art zu sprechen von Makenzie Leigh gewöhnen musste – ihre Figur hatte dennoch ein paar sehr schöne Momente (ich sag nur: „Warum sagst du mir das so laut?“). Lewis Pullmann macht seinen Job schon gut, setzt aber keine Akzente – das tun dafür John Benjamin Hickey als Vater Callahan, der nur wenig Szenen hat, die aber absolut die seinen sind, oder Bill Camp, dessen Charakter einfach von seiner ersten Szene weg einfach ein Symapthieträger ist und Alfre Woodard als Gerichtsmedizinerin Cody ist auch spitze besetzt. Ein Fall also in dem die Nebenrollen mehr hergeben und besser wirken als die Hauptfigur. Das liegt allerdings mehr an der Art, wie das Drehbuch geschrieben ist als am Schauspiel, denn Ben hat jetzt per so auch keine großartigen Momente im Film, wie ich leider gestehen muss.

Was mich ein wenig genervt hat, ist die Figur von Mark, denn der kleine Horrorfan sollte eigentlich ein Sympathieträger sein, wirkt jedoch wie ein vorpubertärer Großkotz. Dass es dann noch dazu er ist, der als großer Held quasi alle rettet (die halt noch da sind) und immer wieder quasi als Held etabliert wird, ist deshalb sehr schade, wie ich finde.

Was dem Film aber tatsächlich nicht gut tut, ist die Tatsache, dass die Vampire zum großen Teil aus CGI bestehen oder zumindest damit erweitert wurden. Das sieht einfach zu plastikmäßig aus und wirkt wenig bis nicht bedrohlich, sondern primär lächerlich. Auch deshalb funktioniert die erste Hälfte des Films besser, weil man da immer nur blitzartige Momente einstreut in denen sie/er gezeigt wird/werden. Wenn man sie dann länger sieht, dann verlieren sie viel von ihrem Horror. Gerade Barlow als Oberbösewicht bleibt (man verzeihe das Wortspiel) sehr blass.

Außerdem leistet man sich bei ein paar Szenen dramaturgisch bzw. logisch ein paar Schnitzer. Nur so ein Gedanke: Wenn der kleine Bruder vermisst wird, ich nach drei Tagen (oder mehr) seine Mundharmonika vor dem Fenster spielen höre, seinen Namen rufe und er nicht reagiert – dann kann ich wohl davon ausgehen, dass das nicht mein Bruder ist dort draußen, oder? Warum sollte mich der nach Tagen der Suche und Sorge und Panik mit einer Mundharmonika zum Narren halten? Eben.

Lässt man solche logischen Brecher mal außer Acht, dann funktioniert alles erstaunlich gut. Der Film ist flott, gut erzählt und wie gesagt gibt sich schauspielerisch niemand eine (erneut: tut mir leid für das Wortspiel) eine Blöße. Ein paar nette visuelle Ideen sind dann auch noch drin – zum Beispiel eine Art kurzes Schattenspiel bei einer Verfolgung durch den Wald – das sieht richtig gut und unheimlich aus.

Alles in allem bekommt die 2024iger Version von „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“ von mir 6,5 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung auf jeden Fall geeignet und trotz kleiner Schnitzer absolut unterhaltsame Punkte.

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Project Zero: Maiden Of Black Water aka Fatal Frame – Maiden Of Black Water (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/24/project-zero-maiden-of-black-water-aka-fatal-frame-maiden-of-black-water-game-review/#respond Tue, 24 Mar 2026 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38631 Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann … Weiterlesen

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Yuri kann Dinge sehen, die sonst niemand sehen kann, nämlich Geister und Tote. Sie reden mit ihr, drängen sie zu Dingen. Irgendwann wird es so schlimm, dass sie sich das Leben nehmen will, wird aber von Hisoka gerettet. Diese kann das nämlich auch und sie nutzt ihre Fähigkeiten, um verlorene Menschen zu finden. Denn eine weitere Fähigkeit ist es, durch Gegenstände, welche Menschen gehört haben, zu sehen, was diese gemacht haben und wohin sie verschwunden sind.

Ren ist ein Freund von Hisoka und auch immer wieder mal ein Auftraggeber. Gemeinsam mit seiner Assistentin Rui forscht er nämlich über Rituale – vor allem bezogen auf den Berg Hikami. Ein Berg um den sich Legenden ranken – denn viele Menschen verschwinden dort und es gibt auch einen Wald in der Nähe, den viele scheinbar nutzen, um dort zu verschwinden oder sich das Leben zu nehmen.

Eine von denen, die auf dem Berg verschwunden sind, ist Miu. Diese sucht ihre Mutter, die auf dem Berg verschwunden ist und wird nun selbst vermisst.

Yuri und Ren haben außerdem ein Gerät, welches von einem Dr. Aso entwickelt wurde und das nennt sich „Camera Obscura“. Damit kann man Geister fotografieren und „vertreiben“. Dieses Gerät wird auch dringend wichtig, denn auf dem Berg befinden sich viele Geister. Und wie es aussieht werden dort auch regelmäßig Rituale abgehalten, welche dazu dienen die Priesterinnen des schwarzen Wassers dazu zu befähigen, das „schwarze Wasser“ daran zu hindern überzulaufen. Denn würde es überlaufen, dann wäre die Geisterwelt mit der realen Welt verbunden und großes Unheil würde drohen …

„Project Zero: Maiden Of Black Water“ oder wie es eigentlich heißt „Fatal Frame“ ist der fünfte Teil der Reihe. Deshalb dient es vielleicht nur bedingt als Einstieg in die Reihe, aber mir war nicht klar, dass es sich um einen fünften Teil handelt und noch dazu Figuren vorkommen, die aus frühreren Teilen bekannt sind. Das Ding hat auch keinen guten Ruf unter den Fans, denn ein paar Entscheidungen bzgl. der Charakterentwicklungen fanden keinen Gefallen im Publikum.

Das alles wusste ich nicht und jetzt, wo ich es weiß, ist es mir immer noch egal, denn für die Handlung von „Maiden Of Black Water“ spielt das Vorwissen eigentlich keine große Rolle. Ja, vermutlich gibt es in paar Szenen, die emotional anders sitzen, wenn man die Figuren kennt – aber für mich hat die Geschichte per se auch funktioniert.

Wie spielt sich das Teil jetzt und wie funktioniert das alles. Zuerst – das Spiel ist in mehrere Kapitel eingeteilt und man spielt auch im Laufe der Handlung drei Charaktere. Nämlich Yuri, Ren und Miu. Das bedeutet aber auch, dass man im Regelfall immer wieder in den gleichen Gebieten unterwegs ist, die sich auch nicht per se groß verändern. Das kann man mögen, kann einem egal sein, kann aber auch nerven. Mich hat es nicht gestört, da ich relativ rasch von der Geschichte abgeholt wurde und das ständige Aufsuchen der Orte ist ein wichtiger Teil dieser Handlung.

Denn der Berg „erwacht“ bzw. ist das „schwarze Wasser“ wirklich übergelaufen (oder kurz davor) und deshalb zieht es Menschen, die labil sind, immer wieder zum Berg und zu bestimmten Schreinen dort. Das hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Die Atmosphäre der Orte ist dabei meist zum Schneiden dick und man rechnet immer damit, dass irgendwo Geister auftauchen. Ein paar davon harmlos – von denen kann man Fotos machen und bekommt dafür Erfahrungspunkte. Oder es sind bösartige Geister und man muss sie mit der „Camera Obscura“ abwehren.

Das ist dann das Kampfsystem und das klappt nach anfänglicher Eingewöhnung erstaunlich gut. Wenn ein Geist nah genug ist, dann knippst man ein Foto und der Geist verliert einen Teil von sich, der um ihn herumschwebt und sich nach einer gewissen Zeit wieder mit ihm oder ihr verbindet. Wenn sich fünf Teile um den Geist herum bewegen, dann sollte man alle fünf gemeinsam mit dem Geist in den Fokus der Kamera rücken und ein Foto machen, denn das stiehlt diese Teile und schwächt den Geist. Oft genug gemacht und er oder sie verschwindet.

Klingt einfach – braucht aber Übung. Denn die Geister stehen ja nicht still. Sie verschwinden, tauchen aus einer anderen Richtung wieder auf und das bedeutet aus der Ego-Perspektive, in welche das Spiel bei Alktivierung der „Camera Obscura“ umschaltet, viel herumgedrehe. Immerhin gibt es einen Anzeiger, der die Richtung andeutet, aus welcher der Geister bzw. die Geister als auftauchen. Wie gesagt: Nach ein wenig Übung klappt das ganz gut und ist auch spannend, da es noch ein weiteres Element gibt. Nämlich die namensgebende „Fatal Frame“. Sollte ein Geist euch angreifen und ihr macht just in dem Moment, kurz bevor er euch erreicht, ein Foto, dann schwächt ihn das mehr und vor allem kann man dann gleich mehrere Fotos machen ohne neuen Film einzulegen.

Apropos Film: Es gibt ein paar Varianten davon und je nachdem welchen man einlegt in die Kamera, so dauert es länger ein neues Bild machen zu können oder es schwächt die Geister mehr. Außerdem gibt es verschiedene Objektive bzw. Linsen, die man verwenden kann, sodass man zum Beispiel mehr Erfahrugnspunkte bekommt oder ein bisschen Heilung bekommt und so weiter.

Wie gesagt: Im Grunde simpel und in weiten, offenen Flächen auch nicht besonders schwer. Kompliziert wird es nur in engen Räumen oder Gängen und da wird es dann fummelig. Deshalb hatte ich mir rasch angewohnt immer zu schauen, wohin kann ich notfalls zurückweichen, um mehr Raum zum bewegen zu haben. Das Spiel erlaubt das zwar nicht immer, aber es war trotzdem immer machbar, die „Kämpfe“ zu gewinnen.

Die Gegnervielfalt ist halt eher begrenzt, aber das hat mich nicht groß gestört.

Die Grafik ist weit entfernt von aktuellen Grafikkrachern und ist auch von der Farbgebung her eher düster und dunkel. Das muss man mögen und/oder aushalten. Zumal es für die Atmosphäre wichtig ist, nicht zu viel Licht zu haben. Und diese Atmosphäre ist eigentlich der wichtigste Teil des Spiels, denn die ist grandios gelungen. Das liegt auch aum wirklich gut gemachte Sound-Design, dass allein durch die Geräuschkulisse oftmals schon Gänsehaut erzeugt. Dazu kommt, dass die Bewegungen der Figuren immer wieder verlangsamt sind – zum Beispiel wenn sie durch Wasser waten – oder wenn sie vorsichtig Gegenstände aufheben. Vorsichtig deshalb, weil es sein kann, dass aus dem Nichts eine Geisterhand hervorschießt und die Protagonist:innen ins Jenseits ziehen will. Auch die Türen werden immer mit Vorsicht und langsam geöffnet. Alles spannend. Einzige Ausnahme: Selbst wenn die Spielfigur vor etwas flieht öffnet sie die Türen genauso langsam wie sonst auch. Das bricht ein wenig die Immersion und die Bedrohung, aber auch da gewöhnt man sich dran.

Die Geschichte selbst ist im Kern gut und wird auch gut erzählt. Für mich waren keine Fragen offen am Ende. Das liegt auch daran, dass jede Figur Notizen und/oder Bücher findet, welche Aufschluss über diverse Dinge, wie die Rituale am Berg, deren Bedeutung und ähnliche Dinge liefern. So fügt sich rasch alles zusammen und gegen Ende ist eigentlich bei allen Figuren klar, warum sie was wie wo und warum machen (wollen).

Weil gerade bei Enden sind: Es gibt für die weiblichen Figuren jeweils zwei mögliche Enden und für den Herren in der Runde sogar mehr. Das entscheidt man im Grund im letzten Kapitel. Man kann also also Enden freispielen, indem man drei Mal das letzte Kapitel spielt. Warum drei Mail? Weil man ja pro Figur pro Durchgang ein Ende wählen kann. Also kann man in zwei Runden je drei verschiedene Enden sehen. Und für Ren muss man haltnochmals nachlegen. Da das letzte Kapitel hauptsächlich aus Kämpfen besteht ist das zwar nicht optimal, aber auch innerhalb von rund 30 Minunten pro Durchgang erledigt. Kleiner Spoiler: Es gibt wirklich heftige Enden.

Dazu auch noch eine weitere Info: Man sieht während dem Spiel immer wieder Zwischensequenzen oder wenn man Geister, die man gerade besiegt hat, noch rasch anfasst – dann sieht man Erinnerungen an ihre letzten Momente oder wichtige Momente aus ihrem Dasein – die sind gut gemacht und im Stiel von alten, verrauschten Videoaufnahmen. Trotz der „schlechten Filmqualität“ sind da durch heftigste Sachen dabei. Da schneidet sich jemand selbst die Kehle durch, springt von einem Berg in den Tod oder wird brutal niedergemetzelt. Da schenkt sich das Spiel nichts. Also für Menschen mit zartem Gemüt ist das hier sicher nichts. Ich bin mehrmals mit offenem Mund vor dem Bildschirm gesessen und dachte mir, dass das was ich das gerade gesehen haben halbwegs heftig war.

Alles in allem kann ich sagen, dass „Fatal Frame 5“ vielleicht nicht das schickeste und am intuitivsten zu bedienende Spiel ist, aber die Story, die Atmosphäre und die Figuren haben mich bei der Stange gehalten und ich wollte tatsächlich wissen, wie das alles ausgeht und enden kann. Gut gemacht, absolut. Ich glaube zwar nicht, dass ich das Spiel ein zweites Mal spielen werde, aber offen gesprochen: Das mache ich oftmals ohnehin nicht. Dazu gibt es zu viele Spiele auf meiner „To play“-Liste.

„Fatal Frame (oder „Project Zero“): Maiden Of Black Water“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, von seiner Atomsphäre, eigenwilligen Erzählweise und düsteren Optik lebende, Punkte.

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The Calling Witch (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/19/the-calling-witch-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/19/the-calling-witch-filmkritik/#respond Thu, 19 Mar 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38628 Die Mutter von Virginia (Danika Golombek) hat sich erhängt. Sie, ihr Bruder Edward (Grayson Eddey) und ihr Vater Warren (Marcus DeAnda) bleiben allein zurück. Das letzte Buch, welches ihre Mutter geschrieben hat, trug den Titel „The Calling Witch“. Und diese … Weiterlesen

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Die Mutter von Virginia (Danika Golombek) hat sich erhängt. Sie, ihr Bruder Edward (Grayson Eddey) und ihr Vater Warren (Marcus DeAnda) bleiben allein zurück. Das letzte Buch, welches ihre Mutter geschrieben hat, trug den Titel „The Calling Witch“. Und diese Hexe scheint Gestalt anzunehmen, denn ungewöhnliche Dinge passieren. Einbrüche in das Atelier der Mutter – aber die ortsansässigen Rowdies behaupten strikt, nichts damit zu tun zu haben.

Irgendetwas geht hier vor. Die Frage stellt sich, ob es sich um übernatürliche Vorkommnisse handelt, oder ob etwas ganz anderes gespielt wird …

Das Plakat bzw. der Poster zu „The Calling Witch“ ließ auf einen klassischen Geister-Film hoffen. Die übliche Geschichte halt: Letztes Buch. Hexe. Mutter tot. Tralala.

Nur, das stimmt nicht. Denn „The Calling Witch“ ist ein völlig anderer Film als man denkt. Tatsächlich ist es ein Familiendrama, welches sich in erster Linie um die Erkenntnisse von Virginia dreht, die nach und nach feststellen muss, dass ihre Familie vielleicht nicht die Familie ist für die sie sie hält.

Das klingt jetzt ein wenig kryptisch, aber noch mehr zu verraten wären absolut Spoiler.

Was man auf jeden Fall wissen sollte, bevor man sich den Film ansieht: Erwartet euch keinen Haunted House-Streifen á la „Conjuring“ oder ähnliches. Das ist der Film nämlich überhaupt nicht. Zu keiner Sekunde.

Was der Film auch nicht ist: Besonders gut. Zumindest mich hat die Story spätestens zu dem Zeitpunkt verloren als klar geworden ist, was hier wirklich abgeht. Das ist ungefähr zur Mitte des Films. Die zweite Hälfte beschäftigt sich dann mit den Auswirkungen dieser Erkenntnisse. Das ist an sich eine coole Idee, wenn der Twist nur nicht so schrecklich … öde wäre.

Das Skript verlässt sich nämlich zu einhundert Prozent darauf, dass ihr mit Virginia mitfiebert und sie und Edward sympathisch findet. Wenn dann die Enthüllung kommt, dann reißt das Virginia schon mal den metaphorischen Boden unter den Füßen weg. Mir als Zuseher ging es eher so, dass ich mir dachte „WTF?“. Aber nicht die positive Version davon, sondern eher die „ihr dachtet, dass ihr damit durchkommt“-Version.

Ja, die Idee ist gut und auch die Teilung des Films in zwei Teile mit Teil A – seltsame Vorkommnisse, Enthüllung, Teil B – die Auswirkungen, finde ich gut. Nur die Umsetzung ist leider nicht geglückt.

Ich wurde die gesamte Zeit nicht wirklich warm mit Virginia. Und auch die anderen Figuren – eh okay, aber irgendwie war ich die gesamte Zeit seltsam distanziert. Das mag daran liegen, dass das Buch der Mutter „The Calling Witch“ ein Kinderbuch/Horrorbuch ist – und die Illustrationen zeigen ganz klar ihr eigenes Haus. Mir ist schon klar – nach Ansicht des Films – warum das so sein muss und warum das so passt, aber das hat mich von Anfang an irritiert. Tatsächlich habe ich mir die Frage gestellt, warum eine Frau so was machen würde. Und sich danach das Leben nimmt.

Folgende Absätze könnten als Spoiler durchgehen, also Vorsicht.

Warum macht man so was?

Variante A: Es ist ein Horrorfilm. Geister. Besessenheit. Sie wurde von einem Geist dazu gezwungen. Sowas in der Art. Aber da ist halt rasch klar, dass das so nicht passen kann.

Variante B: Das Buch ist ein Geständnis. Ein sehr, sehr plakatives Geständnis und die Mutter hat nicht ertragen, was sie da gestanden hat.

Alles andere würde von einem narrativen Standpunkt her nicht sinnvoll. Und wenn das gesickert ist, dann weiß man, dass das Buch eigentlich bereits die gesamte Handlung mitsamt Twist und allem drum und dran vorwegnimmt und verrät.

Deshalb hat die „schockierende Enthüllung“ bei mir ein ziemlich emotionsloses „Ah, dachte ich mir doch“ ausgelöst. Nochmals: Schade. Da ist meiner Ansicht nach ein dramaturgischer Fehler passiert – man hätte den Film nicht mit diesem Buch anfangen lassen dürfen, sondern es erst nach und nach enthüllen. Aber – ich bin weder der Drehbuchautor noch der Regisseur des Films.

Wie dem auch sei: Der Film ist an sich gut gemacht ohne große Ausfälle. Er ist nicht immer ganz logisch, sie es von Entscheidungen, welche die Protagonisten treffen, noch von seiner internen Logik her. Und ein paar Dinge sind wirklich an den Haaren herbeigezogen.

Naja, für eine Einmalsichtung passt es, aber erwartet euch halt nicht zu viel. Und – das tut mir auch leid, das schreiben zu müssen – Danika Golombek trägt den Film für mich leider nicht. Sorry. Vielleicht wäre es besser gewesen Edward als Hauptfigur zu nehmen. Als Nebenfigur hätte Virginia vielleicht besser abgeschnitten.

Für mich ist „The Calling Witch“ einer dieser Filme, der sich zu sehr auf die Story fokussiert, sich dabei für ziemlich clever hält und halt leider nicht an die Emotionen denkt, die er vermitteln sollte bzw. seine Charaktere in meinen Augen eher als Mittel zum Zweck behandelt.

„The Calling Witch“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, mit falschem Marketing beworbene, Punkte.

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Resident Evil Village: Shadows Of Rose (DLC-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/14/resident-evil-village-shadows-of-rose-dlc-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/14/resident-evil-village-shadows-of-rose-dlc-review/#respond Sat, 14 Mar 2026 05:30:15 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38552 Rose, die Tochter von Ethan und Mia Winters, ist eine Teenagerin geworden und die Tatsache, dass sie „Kräfte“ hat, wiegt schwer auf ihr. In der Schule wird sie gehänselt und sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine normale Teenagerin zu … Weiterlesen

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Rose, die Tochter von Ethan und Mia Winters, ist eine Teenagerin geworden und die Tatsache, dass sie „Kräfte“ hat, wiegt schwer auf ihr. In der Schule wird sie gehänselt und sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine normale Teenagerin zu sein. Dazu zu gehören. Da kommt ihr das Treffen mit Agenten K, der ihr erklärt, dass er möglicherweise einen Weg für sie gefunden hat, ihre Kräfte loszuwerden, gerade recht.

Angeblich gibt es im Bewusstsein des Megamyceten (also dem Schimmelzeug aus „Village“) einen Kristall, der ihr diese Kräfte nehmen kann. Also begibt sich Rose dort hinein, muss aber rasch feststellen, dass noch jemand dort zugegen ist, denn der Megamycete hat nicht nur sie aufgenommen, sondern auch die Erinnerungen von anderen, mächtigeren Personen, die mit ihm in Berührung gekommen sind.

Also muss Rose versuchen, den Kristall zu finden und sich nicht zu tief im Bewusstsein dieses Dings zu verlieren. Zum Glück kommt ihr jemand zu Hilfe, der zwar nicht sichtbar ist, aber ihr immer wieder Tipps und Hinweise hinterlässt und mit dem sie später sogar kommunizieren kann.

Aber ist dieser jemand wirklich eine Hilfe oder ist alles eine perfide Falle und etwas viel Böseres ist hier am Werk …?

Die Tatsache, dass „Resident Evil Requiem“ in nicht mal einem Tag erscheint, hat mich dazu gebracht, endlich den finalen DLC für „Resident Evil Village“ zu spielen, der laut meinen Infos das Ende der Storyline rund um die Familie Winters beinhaltet. Nachdem Rose nur aus dem Abspann von „Village“ bekannt ist, war meine Erwartungshaltung eher niedrig – zugegeben: Der gesamte achte Teil der Hauptreihe dreht sich um Ethans Versuche Rose zu retten, allerdings ist sie da noch ein Baby und das ist doch ein gewaltiger Unterschied zu einer Teenagerin.

Entgegen meiner Erwartung war ich dann doch positiv überrascht, weil ich Rose ziemlich rasch ziemlich sympathisch fand – knappe drei Stunden sind jetzt nich viel Zeit um eine neue Person als starken Charakter zu etablieren, aber bei Rose ging das relativ rasch, weil allein schon ihr Wunsch endlich normal zu sein trotzdem irgendwie auf Resonanz bei mir gestoßen ist und auch die Tatsache, dass sie ein Opfer ihrer Schulkolleginnen ist, die sie mit ihren Kräften im Nu wegputzen könnte, sich aber dazu entscheidet, lieber still zu leiden, macht sie sympathisch.

Auch ihre Interaktion mit ihrem „Schutzengel Michael“ hat mir gefallen und der deplatzierte Teenager-Humor, der klar zur Stressverarbeitung dient, hat mir gefallen. Als „Michael“ ihr zum Beispiel eine Pistole beschafft, damit sie sich wehren kann, ist ihr erster Kommentar: „I was hoping for a pony, but … alright.“ Kann mein peinlich finden. Mir hat’s gefallen.

So wie mir generell die gesamte Story und ihre Machart und Inszenierung gefallen haben, denn das ist das A und O von „Shadows Of Rose“. Es gibt keinen Sammelkram und nichts in dieser Art – hier geht es rein um die Story und das macht diesen DLC für mich wirklich angenehm, weil man die Geschichte genießen kann und nicht ständig das Gefühl hat, man hätte etwas übersehen oder so.

Die Story ist im Grunde in drei oder vier Teile, äh, geteilt. Der erste ist wohlbekannt in seiner Art – Mosnter wegballern, Wege freimachen, Schlüssel finden. Das übliche Resi-Zeug halt. Gut gemacht mit optisch beeindruckenden Schauplätzen und einem interessanten, wenn auch austauschbaren, Gegenspieler.

Der zweite Teil ist ein Hammer – ich will nichts verraten, aber hier hat wohl Dr. Who Pate gestanden und ich fand die Gegner hier wirklich gruselig und die Spannung war wirklich hoch. Wow. Das hat richtig gerockt. Dann kommt der dritte Teil, der sich ähnlich anfühlt wie der zweite, nur weniger gut, weil sich die Gegner auf weniger erschreckende Gegner verändern – auch wenn die Implikation in der Geschichte, wer diese Gegner sind oder was sie implizieren sofort noch mehr Sympathie für Rose aufkommen lassen. Symbolisch super gemacht.

Der letzte Teil ist dann eher kurz und eine Ballerbude, aber aufgrund eines Aufeinandertreffens von zwei Charakteren dann doch anders als der Anfang und alles in allem hat mir die Auflösung gut gefallen. Nichts davon überraschend, aber wie von Resident Evil mittlerweile ja gewohnt, wirklich stark inszeniert.

Dass man die Story mit allem Drum und Dran dumm und peinlich und trashig finden kann (und objektiv gesehen auch muss) ändert nichts daran, dass die Story-Beats für mich funktioniert und mich emotional nicht kalt gelassen haben. Ob das nun das Ende der Story von der Familie Winters ist … hm. Das ist für mich in der Form nicht klar. Grundsätzlich glaube ich, dass man später mal auf Rose zurückgreifen wird. Ich würde mich über ein Wiedersehen freuen.

Optisch gibt es hier keine Kritik von mir und alles läuft flüssig. Das Gameplay kennt man mittlerweile ja und Capcom weiß mittlerweile auch, wie man selbst die schrägsten Dinge super inszeniert. Find ich gut.

Bei der „Winter’s Expansion“ sind dann noch Charaktere für den Mercenaries-Mode dabei und andere Gusto-Stückchen, aber für mich wäre auch allein „Shadows Of Rose“ (allein schon wegen den beiden Mittelteilen) schon genug gewesen, dann das hier ist ein richtig guter DLC.

„Shadows Of Rose“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, für einen DLC überraschend viele Spielmechaniken bietende, Punkte.

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Resident Evil Requiem (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/05/resident-evil-requiem-game-review/#respond Thu, 05 Mar 2026 06:44:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38573 Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. … Weiterlesen

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Grace Ashcroft ist FBI-Agentin (aber eigentlich nur im Büro Zuhause) und hat ein Problem: Ihr Boss will, dass sie einen Tatort untersucht. Dieser befindet sich in genau dem Hotel in welchem ihre Mutter vor Jahren vor ihren Augen ermordet wurde. Als sie dort ankommt findet sie Hinweise, die darauf hindeuten, dass jemand ein Spiel mit ihr spielt und ehe sie sich versieht wird sie entführt und wacht kopfüber hängend in einem seltsamen Raum auf. Blut wird ihr abgenommen und alles sieht irgendwie ein wenig nach einem Krankenhaus oder so aus.

Wie kommt sie hier weg?

Währenddessen ist Leon S. Kennedy auf der Suche nach einem Gegenmittel, denn seit er damals in diese Sache mit den Viren und Umbrella reingeraten ist, ist sein Leben eigentlich die Hölle. Zombies, Mutanten, Untote – unzählige Monster, denen er sich seitdem stellen musste. Aber nun hat ihn der Ursprung eingeholt: Er ist infiziert. Keine Heilung. Der Tod wird bald eintreten. Aber Leon will es nochmal wissen, sucht nach einem Dr. Gideon, denn der hat irgendwie Verbindungen zu Umbrella.

Und Leon wird sich nicht von ein paar lächerlichen Monstern aufhalten lassen …

Ich bin jetzt eher selten auf ein Spiel „gehyped“, sondern eher vorsichtig positiv neugierig. Bei „Resident Evil requiem“ war das anders. Das Ding hat mich schon seit dem ersten Trailer interessiert, denn der Ansatz mit zwei Protagonist:innen mit zwei verschiedenen Spielstilen hat mir als Idee schon mal super gefallen. Grace hat nach einem interessanten Charakter ausgesehen und Leon ist ohnehin Leon. Coolste Socke im Universum.

Tatsächlich habe ich mich nie gefragt, ob das so funktionieren kann – aus der Ego-Perspektive die unerfahrene, junge und verletzliche Grace spielen und aus der Third-Person-Perspektive mit Leon so richtig aufräumen. Wir wissen alle spätestens seit „Resident Evil 7„, dass Capcom First-Person-Horror kann. Und dass sie endlich die Action auch richtig hinbekommen haben hat das „Resident Evil 4 Remake“ gezeigt. Was kann also schiefgehen?

Nun, eine ganze Menge, wenn man ehrlich ist.

Spideragent behauptet ja immer, ich sein ein Fan der Resident-Evil-Reihe, was ich immer aus Reflex verneint habe. Beim letzten Mal habe ich ihm aufgezählt, welche Spiele der Reihe ich gut finde und warum, denn die Gründe sind wirklich verschieden, aber er hat nur gegrinst und mich gefragt, ob mir aufgefallen ist, dass ich alle(!) Teile aufgezählt habe. Nein. War mir nicht aufgefallen. Aber tatsächlich muss ich ihm nachträglich zustimmen. Scheinbar bin ich ein Fan. Aber nicht in dem Sinn, dass ich alles mag, nur weil „Resident Evil“ drauf steht, sondern spannenderweise macht mir jedes Spiel einzeln Spaß. Dass es sich dabei um eine Reihe handelt ist eigentlich Zufall. Aber – ja, ich mag die trashigen Storys. Ich mag die Over-The-Top-Charaktere. Ich mag die Machart und ich finde, dass Capcom mittlerweile das Inszenieren von Story-Teilen bzw. Zwischensequenzen richtig gut drauf haben. Alle Achtung.

Was sie auch gelernt haben – man würde es nicht glauben, wenn man nur Ethan Winters, Persönlichkeitslücke per excellence, im Kopf hat – ist tolle Charaktere zu schreiben. Leon ist nicht einfach in jedem Teil „Leon“, sondern im 2ten Teil ist der Anfänger. Im vierten Teil der harte Hund, der weiß, wie es geht und in „Requiem“ ist er immer noch der harte Hund, aber er ist der harte Hund, der weiß, dass seine Zeit abläuft und er bald keine Möglichkeit mehr hat Vergangenes wieder gutzumachen oder zumindest so etwas wie Vergebung für sich zu finden.

Ich mag Leon. Vor allem in Requiem, auch, oder gerade weil, er so entschlossen ist, am Ende seiner Tage noch etwas Gutes zu tun. Und das ist in diesem Fall die letzten verbleibenden Relikte von Umbrella zu finden und zu vernichten und (primär aus Zufall) das bedeutet auch Grace zu helfen.

Womit wir beim – aus meiner Sicht – Highlight von „requiem“ sind: Grace. Denn – Wow, die ist großartig geschrieben. Liebe Leute, so – genau so! – schreibt man tolle Frauenfiguren. Sie ist zerbrechlich, ängstlich, kann nicht gut mit Leuten und es ist völlig klar, dass alles um sie herum sie bis ins Innerste erschüttert: Trotzdem hält sie durch. Steht nochmals auf. Sucht eine Lösung. Findet die Kraft weiterzumachen. Das ist kein männlicher Action-Held, dem man halt schnell mal die Textur einer jungen Frau übergezogen hat, sondern Grace ist durch und durch eine junge Frau, die schreckliches durchmacht, aber dank ihrer inneren Stärke und ihres Überlebenswillens durchhält. Sie hat immer einen Grund nochmals aufzustehen (zum Beispiel um jemand zu retten) und trifft auch keine dummen Entscheidungen. Und noch dazu ist sie einfach richtig sympathisch. Großartig. Um Spideragent aus einem anderen Review zu paraphrasieren: 100% eine Frau. 100% (auf ihre Art) ein Boss. Aber kein Girlboss. Perfekt. Von der Story her gibt es einen Punkt, der sie fast bricht – was sie für mich nur noch sympathischer machte – und deshalb spielt man dann eine Weile „nur“ Leon. Aber auch das hat mir richtig gut gefallen, weil es für mich absolut nachvollziehbar war, was in ihr vorgeht. Und Charaktere, die fliehen könnten, sich aber trotzdem wieder – metaphorisch gesprochen – umdrehen und dem entgegenstellen, was sie für falsch halten, mag ich sowieso gerne. Grace – willkommen im Resident Evil-Universum.

Spielmechanisch kann man nicht meckern, die Kontrollen sind absolut einfach, intuitiv und alles geht locker und vor allem flott von der Hand. Die Rätsel sind fair, der normale Schwierigkeitsgrad passt sehr gut und die Schauplätze sind nicht zu riesig, aber auch nicht zu klein. Ich musste kein einziges Mal überlegen, was ich zu machen habe oder wo ich jetzt hinmuss, weil die Karte super ist und wichtige Punkte und mögliche genauso wie noch verschlossene Durchgänge markiert werden. Das Crafting-System funktioniert super und das Gegner-Design ist ein Hammer.

Was dieses Mal auch wieder gut gelingt, ist die fiesen Bosse richtig stark einzuführen. Wenn ihr beim ersten Auftauchen von „The Girl“ nicht zusammenzuckt und für ein, zwei Sekunden gelähmt vor dem TV sitzt, dann habt ihr keinen Puls. Aber – und das ist neu und erklärt mir auch den Marketing-Slogan „Evil Always Had A Name“ – die Zombies im ersten Abschnitt sind nicht zu einhundert Prozent Kanonenfutter, sondern haben sich ihre Eigenheiten aus dem Leben, halt auf ein Charaktaristika runtergebrochen, ins Zombie-Sein mitgenommen: Die Putzfrau will die ganze Zeit Blut wegputzen, der Koch sucht immer noch nach Fleisch für seine Hauptmahlzeit, die Sänger:innen singen immer noch gern und tanzen sogar, das Publikum will das auch immer noch sehen. Alles Eigenschaften, die man für sich nutzen kann (und Grace ist eine schlaue Dame), um zu entkommen.

Nach dem ersten Locationwechsel gibt es dann viel Action mit Leon – auch mit alten bekannten Gegnern, warum die wieder auftauchen wird durch die Story erklärt – und hier zieht man auch mal durch ein größeres Gebiet. Manche Action-Momente sind immer noch Over-The-Top, aber ganz ehrlich: Ich will es nicht anders haben.

Grafisch spielt „Requiem“ ohnehin ganz vorne mit. Das Ding sieht einfach – egal in welcher Umgebung, egal ob First- oder Third-Person-Perspektive – unverschämt gut aus und die Details, welche die Entwickler eingebaut haben sind großartig. Ich fand das Design, die Optik, die Lichtstimmumngen und – vor allem auch – das Sounddesign! Hammer.

Wenn Resident Evil weiterhin Outputs auf diesem Niveau auf den Markt bringt, dann kann das nächste Spiel aus der Reihe, egal ob Remake oder neuer Teil oder Spin Off gar nicht rasch genug kommen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, denn das „requiem“ im Titel des Spiels hat eine völlig andere Bedeutung als ich angenommen hatte. Aber ich will nicht spoilern. Ich sage nur so: Die Story führt so ziemlich alle vorigen Teile zusammen und findet da einen … nennen wir es „Abschluss“ der Umbrella-Viren-Story. Da ist es auch stimmig, dass man ein paar alte Bekannte (Monster) wieder trifft. Das führt halt auch dazu, dass Spieler:innen, welche die Vorteile kennen, einen klaren Vorteil haben. Aber bei Teil 9 einer Spielreihe darf das schon mal sein, zumal ich glaube, dass man auch als Einsteiger:in durchaus weiß, was los ist.

Der Fairness halber muss ich anmerken, dass – logischerweise – Leute, die nur auf den einen oder nur auf den anderne Spielstil (Stealth oder Action) stehen mit der Mischung vermutlich keine Freude haben werden. Ich, der ich beides gern mag, bin richtig zufrieden. Gut gemacht, Capcom!

„Resident Evil requiem“ bekommt von mir 9,5 von 10 möglichen, als Gesamtpaket (fast) alles richtig machende, Punkte.

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Still Wakes The Deep: Siren’s Rest (Game Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/24/still-wakes-the-deep-sirens-rest-game-review/#respond Tue, 24 Feb 2026 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38375 Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie … Weiterlesen

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Mhairi ist Taucherin und mit ihrer Crew ist sie unter Wasser unterwegs um die Überreste der Ölbohrplattform Beira D elf Jahre nach deren Untergang zu untersuchen. Was auch immer dort vorgefallen ist – Mhairi will es wissen. Und wenn sie schon dabei ist, will sie auch die Überreste der vor Ort verstorbenen oder zumindest Erinnerungen an sie sammeln.

Außerdem verbindet Mhairi noch eine private Sache mit der Beira D.

Aber will sie wirklich wissen, was dort passiert ist? Und ist für das bereit, was sie finden wird …?

Das Add-On bzw. der DLC zu „Still Wakes The Deep“ hat mich insofern interessiert, weil ich einfach irgendwie gehofft hatte, dass ein paar der offenen Fragen aus dem Hauptspiel geklärt werden und auch, ob das in meinen Augen rasche Ende doch noch ein wenig erweitert wird. Die erste Ernüchterung folgte sofort: Die Story setzt elf Jahre nach den Ereignissen des Hauptspiels an. Also keine „Parallelhandlung“, die vielleicht Story-Lücken stopft, sondern etwas völlig anderes. Nun denn.

Stichwort Story: Diese ist im DLC eine persönliche Geschichte, die meines Erachtens zwar nett ist, die man aber nicht unbedingt kennen muss, weil sie einerseits null zum Verständnis der Hauptstory beiträgt bzw. keine Lücken füllt. Auch über die Entität, welche ja im Hauptspiel aufgetaucht ist, wird eigentlich nicht wirklich mehr verraten als man eh schon weiß.

Die Verbindung von Mhairi zu einer Person, die auf Beira D gearbeitet hat ist nett, aber ich musste wirklich kurz überlegen, wer das denn jetzt war, zu dem sie diese Verbindung hat – es ist also keine der Töchter unseres ehemaligen Hauptcharakters. Schade. Die Story wird nett erzählt, plätschert aber meiner Ansicht nach eher ohne Höhepunkte vor sich hin.

Die Spielerfahrung ist dieses Mal allerdings ein wenig anders, denn als Taucherin kann man sich ja doch in alle Richtungen bewegen und das Gefühl zu tauchen und in dieser Unterwasserwelt zu sein wird gut einfangen. Auch die Idee mit dem Luftschlauch, der quasi die Nabelschnur darstellt und auch „Umbilical cord“ (also Nabelschnur) genannt wird, ist gut, wird aber einerseits zu wenig genutzt und andererseits ist das Ding auch daran schuld, dass die Immersion rasch an ihre Grenzen kommt. Denn die Umsetzung ist … naja. Wenn ich fünf mal um eine Säule schwimme, dann juckt das niemand. Da bleibt der Luftschlauch bleibt auch nie hängen. Hier hat man meiner Ansicht nach eine Chance verpasst, denn wie cool wäre es gewesen, wenn ich aufpassen muss, wie ich wohin tauche, weil sich sonst der Schlauch verheddert und meine Bewegungsfreiheit einschränkt oder ich – wenn ein Monster auftaucht – nicht einfach irgendwohin abhauen kann, sondern an meine Route buchstäblich gefesselt bin. Aber – so ist es halt nicht. Das Ding ist einfach da und fertig. Ja, storytechnisch wird es ein paar Mal genutzt, aber auch da finde ich, mit zu wenig Druck oder Spannung.

Alles in allem war es nett durch die Gegend zu tauchen und auch die Mementos zu finden war schön – aber im Kern fühlt sich das Gesamtpaket dann doch wie ein unnötiges Anhängsel an, welches weder die Story vertieft noch irgendwas Neues zu erzählen hat.

Schade. Da wäre definitiv mehr drin gewesen.

„Still Wakes The Deep: Siren’s Rest“ bekommt von mir 5,5 von 10 möglichen, leider sein Potential in keiner Sekunde ausnutzende, Punkte.

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The Rip (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/17/the-rip-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/17/the-rip-filmkritik/#respond Tue, 17 Feb 2026 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38499 Captain Jackie Velez vom Miami-Dade Police Department wird ermordet und sofort machen Gerüchte über korrupte Cops die Runde und ihr gesamtes Team wird verdächtigt. Der nun aufgestiegene Anführer des Tactical Narcotics Teams (TNT), Lieutenant Dane Dumars (Matt Damon), bekommt gleichzeitig … Weiterlesen

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Captain Jackie Velez vom Miami-Dade Police Department wird ermordet und sofort machen Gerüchte über korrupte Cops die Runde und ihr gesamtes Team wird verdächtigt. Der nun aufgestiegene Anführer des Tactical Narcotics Teams (TNT), Lieutenant Dane Dumars (Matt Damon), bekommt gleichzeitig einen Tip mit einer Adresse für ein Haus, in dem illegales Geld versteckt sein soll.

Er bricht gemeinsam mit Detective Sergeant J.D. Byrne (Ben Affleck) und den restlichen drei Teammitgliedern sofort zu dem Haus auf, dass von Desi Molina (Sasha Calle) bewohnt wird. Als sie die gewaltige Summe von über 20 Millionen Dollar Drogengeld entdecken, hält sich Dumars nicht ans Protokoll und leitet dies nicht an die Dienststelle weiter, sondern er konfisziert die Handys seiner Leute und will die Sache mit und innerhalb seines Teams klären…

Stretch, Boss Level und Copshop, Regisseur und Drehbuchautor Joe Carnahan hat in den letzten Jahren immer wieder Thriller abgeliefert, die coole Action-Momente beinhalten und in Summe einfach Spaß machen. Seit Jänner 2026 läuft nun sein aktueller Film auf Netflix und für die beiden Hauptrollen, konnte er Matt Damon und Ben Affleck verpflichten können. Mit Damon gibt es auch ein aktuelles Interview, über das ich kurz ein paar Worte verlieren möchte.

Er spricht über das Thema, dass moderne Filme immer dümmer werden. Das zeigt sich darin, dass z.b. Auflösungen nach einem Twist nicht nur gezeigt, sondern auch erklärt werden. Das wiederum ist scheinbar nötig, weil immer mehr Menschen in abgelenkter Form Filme konsumieren, also etwa gleichzeitig mit dem Handy spielen. Deshalb sind doppelte Auflösungen laut Produzenten nötig geworden. Ich persönlich finde das schade, aber wenn man den Grund dafür hört, dann haben wir als Fans des Medium Film, diese Entwicklung wohl verdient.

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Erlebnis und im Vergleich zu meinen drei oben genannten Lieblingsfilmen von Carnahan, kommt dieser Rip völlig ohne Humor aus. Die Atmosphäre ist düster und angespannt, innerhalb des Teams kommt es zu Meinungsverschiedenheiten und das Vertrauen in die Kollegen leidet extrem. Als Zuseher ist man eigentlich durchgehend am Spekulieren, ob es gleich mehrere Verräter gibt, die das Geld über das Gewissen/den Job stellen.

Wer hier ein schmutziger Cop ist, wer für den Mord an ihrer Chefin verantwortlich ist, einfach wem man hier trauen kann, das – unterstützt von den engagierten Performances – macht den Reiz der ganzen Sache aus. Wenn man die Auflösung dann kennt, ist das im Rückblick kein Film, der bei einer Zweitsichtung noch spannend wäre bzw. bin ich einer, der sich oft nicht ganze Filme, sondern Lieblings-Szenen, immer wieder ansieht. Solche gibt es hier nicht.

Die Schießereien sind intensiv (und verwackelt), die Verfolgungsjagden kurz und knackig gehalten, Highlights sind keine dabei. Matt Damon (Jason Bourne) als Dumars und Ben Affleck (Hypnotic) als Byrne kennt man ihre Freundschaft im echten Leben an, ihre Figuren haben eine gewisse Vertrautheit und ihre Streitigkeiten wirken wie die zwischen Brüdern. Dennoch haben die zwei die intensivsten Momente. Der Lichtblick in all der Abgebrühtheit, ist dann aber Sasha Calle.

Sie habe ich als (verschenktes) Supergirl in The Flash kennengelernt und ihre Desi ist aufgeweckt, nicht auf den Mund gefallen und hat das Herz am rechten Fleck. Ebenfalls interessant war es für mich als Freund von Scott Adkins (Prisoner of War), ihn hier (als FBI Bruder von Afflecks Charakter) in einer Rolle zu sehen, die null Kämpfe beinhaltet. In Summe machen hier alle Darsteller einen guten Job, vor allem die Ladys sind auf natürliche Weise einfach lässig.

Was heißt das nun für den Film als Ganzes? Auf Carnahan bezogen nicht schlecht, aber nicht bei meinen Lieblingen dabei. Auf Netflix bezogen sicherlich einer der besseren Thriller, egal ob nun auf die Machart als auch auf Handlung und Schauspiel bezogen. Das Ende überrascht dabei kaum (außer vielleicht man hat zwischendurch aufs Handy geschaut), aber es ist sehr befriedigend und es gibt einen sehr schönen Moment zwischen – kleiner Spoiler – Desi und Dumars.

„The Rip“ bekommt von mir 6,5/10 den Verlockungen durch das liebe Geld, konstant widerstehende Empfehlungspunkte.

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