P4 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 27 Dec 2025 12:37:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Coyotes (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/#respond Tue, 30 Dec 2025 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38337 Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts … Weiterlesen

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Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts Arbeitswut und seine mangelnden Aktivitäten mit seiner Familie, zum Thema gemacht.

Bald kann „der Mann im Haus“ jedoch auf eine ganz andere Art und Weise die Liebe zu seiner Familie, unter Beweis stellen. Sein Haus wird nämlich von einer Meute von hungrigen Kojoten umzingelt und sie scheinen neben einer extra Portion an Aggression, auch einen starken Appetit auf Menschenfleisch im Gepäck zu haben…

Regisseur Colin Minihan (Extraterrestrial) hat früh in seiner Karriere, bei über 100 Musikvideos die Regie übernommen. Ein paar Minuten zu unterhalten, ist eine Sache, aber bei einem Spielfilm die Spannung zu halten, eine ganz andere. Ich kenne seine anderen Filme nicht, aber seine Coyotes sind für mich auf mehreren Ebenen nicht stimmig inszeniert. Dazu passend auch ein kleines Detail und zwar dass die imdb als Genre für den Film, Horror nicht mit angegeben hat.

Was am ehesten noch funktioniert, ist dass man dem Hass auf reiche Menschen von Normalsterblichen (also uns Zusehern), ein Ventil liefert, um der Schadenfreude freien Lauf zu lassen. Abgesehen davon, dass man im besten Fall nicht ein Mensch sein möchte, der so tickt, funktioniert der Film selbst im Verlauf der Handlung, dann doch nicht wirklich so. Sicherlich sterben hier reiche Leute, doch du freust dich erstens nicht darüber, weil sie dir egal sind und zweitens spielen sie nicht die Hauptrolle.

Die spielt die „sympathische“ reiche Familie und eigentlich ist der Schwerpunkt der Story/Moral eben Familie an sich und dass man sie wahrnehmen soll, für einander da sein wollen sollte und nicht immer nur an die Arbeit denkt. Ob sich das Verhalten des Vaters nach Ende der Ereignisse ändern wird, ehrlich gesagt ich habe keine echte Änderung gespürt. Falls man es übrigens nicht gemerkt hat, dass war mein Versuch, ein paar positive Sachen als erstes zu bringen.

Wo A Breed Apart nicht zuletzt an den Effekten gescheitert ist, liegt hier eher der Schwachpunkt in der Art der Inszenierung und der Tatsache, dass Kojoten einfach nicht furchterregend aussehen. Ja, das Heulen hat schon was gruseliges und Hundeattacken im echten Leben, können durchaus auch tödlich enden, doch das weiß man einfach, man sieht und spürt es hier jedoch nie. Ebenso kommt keine Spannung auf, eher das Gegenteil ist der Fall, schnell macht sich Langeweile breit.

Ihr könnt es schon erahnen, nein, es ist auch nichts hier so schlecht, dass es wieder lustig wäre und das Wort Trash, kann ich höchstens auf das Drehbuch beziehen, aber nicht auf die Effekte oder das Schauspiel, obwohl dies ja am Papier ein Creature Feature sein soll. Ohne das Genre Horror? Nun man sieht zumindest eine übel zugerichtete Person, aber ansonsten ist die Sache ziemlich zahm geraten.

Justin Long (It’s a Wonderful Knife) als Scott läuft ziemlich planlos durch die Gegend und sein über sich hinauswachsen – wenn man es denn so nennen kann – ist eher lächerlich. Kate Bosworth (Before I Wake) als seine Frau Liv wirkt etwas lebendiger, kann aber auch keine Impulse setzen, die im Gedächtnis bleiben würden. Nur beim Miniauftritt von Katherine McNamara zu Beginn musste ich grinsen (so einen „Cameo-Kill“ hat sie auch bei Life Snatcher schon hingelegt), weil sie als Einzige so over the top fruchtbar ist, dass man ihr die Kojoten „gönnt“.

Nicht dass es hier im Vorfeld einen Hype gegeben hätte, aber sorry, das ist in Summe einfach ein „big nothing burger“. Horror ist es nur im Ansatz, eine Komödie ist es höchstens in Form von satirischen Spitzen und für Trash ist es vor allem von der Professionalität zu gut. Somit kann ich den Film eigentlich Niemanden wirklich empfehlen und eine Botschaft, kann ich mir hier sowieso keine mitnehmen. Ein Erlebnis der Marke: nicht ärgerlich, eher unheimlich belanglos und nichts aussagend.

„Coyotes“ bekommt von mir 4/10 den Hass auf reiche Menschen durch die Wut auf uninspirierte Drehbücher ersetzende Empfehlungspunkte.

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The Witcher – Staffel 4 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/13/the-witcher-staffel-4-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/13/the-witcher-staffel-4-serienkritik/#respond Sat, 13 Dec 2025 05:00:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38305 Ciri (Freya Allen) hat sich „den Ratten“ angeschlossen und will ihr altes Leben hinter sich lassen. Leider ist immer noch die gesamte Welt hinter ihr her. Es kommt sogar so weit, dass ein Kopfgeldjäger namens Leo Bonhart auf sie angesetzt … Weiterlesen

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Ciri (Freya Allen) hat sich „den Ratten“ angeschlossen und will ihr altes Leben hinter sich lassen. Leider ist immer noch die gesamte Welt hinter ihr her. Es kommt sogar so weit, dass ein Kopfgeldjäger namens Leo Bonhart auf sie angesetzt wird. Und der Mann ist vielleicht irre – aber er ist auch irre gut.

Geralt (Liam Hemsworth) ist inzwischen dabei, seine Wunden heilen zu lassen, eine Bande an Helfer:innen um sich zu scharen, und Ciri als auch Yennefer (Anya Chalotra) zu suchen.

Yennefer ist hingegen dabei die übriggebliebenen Zaubererinnen zusammenzusuchen, um sie in eine Schlacht gegen den Verräter Vilgefortz (Mahesh Jadu) zu führen.

Und ihre Wege werden sich bis zum Ende nicht kreuzen … naja, außer einmal. Kurz. Zwecks Sex. Nämlich.

Man merkt es am Sarkasmus. „The Witcher“ hat jetzt auch mich verloren. Ich habe die ersten drei Staffel ja durchaus unterhaltsam gefunden (auch wenn Staffel 2 sich sehr, sehr weit vom Ursprungsmaterial entfernt hat, eine Sache auf die ich in der Kritik gar nicht eingegangen bin, wie ich bemerkt habe). Ich bin immer noch der Meinung, dass sich eine Interpretation oder Adaption durchaus Freiheiten nehmen darf, was Handlung, Figuren und so weiter betrifft. Und alles, was bis jetzt gelaufen ist, war eigentlich okay für mich. Manche Entscheidung habe ich nicht verstanden, aber das ist okay, ich muss nicht alles verstehen. Und speziell in Staffel 3 war es für mich so, dass die Eckpfeiler der Story jene der Bücher waren – alles so weit für mich im grünen Bereich.

Aber Staffel 4 … ach, ich weiß nicht, … nein, halt, doch. Ich weiß genau, was mich hier stört und warum die vierte Staffel trotz der grundsätzlich ja dieses Mal sehr einfachen und klaren Handlung und gewisser Eckpunkte, die auch den Büchern folgen, mir einfach nicht gefallen hat.

Weil die Macher:innen jetzt einfach drauf gepfiffen haben. Hier wird einfach was abgearbeitet und es kann mir keiner mehr erzählen, dass hier irgendwie Herzblut drin steckt. Nein. Gibt es nicht. Denn dann wäre das alles hier weit besser und weit weniger peinlich erzählt worden. Ich habe mich so oft geärgert, weil es Szenen gegeben hat, die ja, die kommen im Buch vor, aber Himmel ist das peinlich umgesetzt. Das ist keine Inkompetenz, das ist einfach Desinteresse.

Ein paar Beispiele: Ciri wird immer brutaler und passt sich immer mehr den „Ratten“ an … aus Gründen (dazu später mehr). Hier? Hier wird sie zum nervigen, dummen Bossbitch. Ciri nervt. Nämlich richtig. Und zwar die gesamte Zeit über. Sie wird hier nicht gefährlich oder brutal (ja, schon auch) oder verliert sich selbst, sondern in erster Linie wird sie präpotent und ein Kotzbrocken. Sorry, aber … da hat wohl jemand was missverstanden in der Story. Oder sich bewusst für diese Version entschieden. Und wenn ja, dann frage ich mich: Warum? Warum sollte man Ciri auf Biegen und Brechen unsympathisch machen wollen? Ich verstehe es nicht.

Oder Yennefer. War die in der dritten Staffel meiner Ansicht nach schon der Schwachpunkt, so ist sie hier erneut der Schwachpunkt. Charisma? Nein. Absolut nicht. Und dann gibt es noch eine Szene in welcher ihr jemand erklärt, was für eine tolle Anführerin sie sei. Nein. Einfach nein. Die Figur ist mittlerweile einfach nur noch peinlich. Was eine unglaubliche Powerfrau hätte sein können (und sollen!) ist mittlerweile ebenfalls eine nervige Bossbitch, die nichts auf die Reihe kriegt und gelobt wird für die Dinge, die sie angeblich so gut kann, die wir aber nicht sehen. Mhm. Tolle Anführerin. Okay. Sehen wir da auch mal irgendwann? Nein? Okay. Ich frag ja nur. Was viel mehr gepasst hätte? Wenn alle Yennefer misstrauen, weil sie ja offensichtlich ihre eigenen Ziele hat und – sind wir mal ehrlich – sie die ganze Zeit Mist baut. Spoiler: Das ist was im Buch passiert. Niemand will ihr beistehen. Auch wird die Lodge der Zauberer:innen nicht von Yen gegründet. Und es ist auch nicht Yen, die sie alle zusammenbringt. Tatsächlich bricht Yen den Kontakt zu ihnen ab, weil sie zwar alle auch Ciri wollen, aber aus völlig anderen (und ziemlich selbstsüchtigen) Gründen. Weil sie keinen Deut besser sind als die anderen (Männer). Alle Fraktionen im Witcher-Universum haben eine eigene, selbstsüchtige Agenda! Da gibt es kein Männer = böse und Frauen = edel. Aber egal. Mir macht es nichts, dass das geändert wurde – aber dann hätte das doch zumindest gut schreiben, inszenieren und umsetzen können, oder nicht? Was ist das hier?

Da kommt dann auch noch Triss tief betroffen, weil Yen sie alle verlassen will – und zwar nach der erbärmlichsten „We Women“-Rede, die ich je gehört habe, vorgebracht auf eine solch peinliche Art und Weise, dass ich mich frage, wie hoch der Gehaltsscheck für die anderen Leute in der Szene war, dass die nicht lachend oder kopfschüttelnd oder beides einfach vom Fleck weg das Set verlassen haben. Würg.

Und dann Geralt. Geralt ist tatsächlich auch in neuer Besetzung die beste Figur in der Serie. Nur ist es halt nicht Geralt. Das. Ist. Nicht. Geralt. Und das liegt nicht an der Optik oder Schauspielkunst von Hemsworth. Der passt schon. Aber es hätte ihm vielleicht mal jemand sagen sollen, dass Geralt kein Indiana jones ist, der die ganze Zeit über amüsiert schmunzelt oder grinst. Grinst! Geralt von Rivia, der in der vorigen Staffel (produziert und geschrieben und inszeniert von den gleichen Macher:innen!) eine Szene bekommen hat, in der Ritterspron und Ciri ihn auf die Schaufel nehmen, weil er nicht grinsen kann. Und hier grinst er in allen Szenen. Und ja, es ist in 99% der Fälle unpassend. Seine Szenen selbst sind auch nicht der Hammer und von der Betonung und der Stimme will ich gar nicht anfangen. Ihr seht – viel auszusetzen. Und trotzdem noch immer der beste Teil der Show.

Ich könnte jetzt noch über die Gefährten reden, aber auch hier – Potential Ende nie und alles verschenkt. Da gibt es ausgedehnte Reden über Motivationen und extrem lange Abschiede für Figuren, die mir völlig egal sind (in der TV Serie egal sind!) und elendig lange Erklärungen über Emotionen und Geschehnisse, die ich gern gesehen und gefühlt hätte. Nein, die müssen mir lang und breit erklärt werden, weil wir sagen dir jetzt, was du fühlen sollst! Nämlich. Warum dich als Zuseher(in) dazu bringen, Emotionen zu fühlen, wenn wir sie dir doch einfach sagen können? Was soll dieser Mist? Check the box. Mehr ist das nicht mehr.

Ein Wort noch zu den „Ratten“: Wenn das keine Highschool-Kids sind, die von ihren reichen Eltern zu viel Geld bekommen und glauben, jetzt rebellieren zu müssen, dann weiß ich auch nicht. Das sollte doch eine Truppe sein, die auf der Straße lebt, gefürchtet ist, die Morden und Stehlen und die einfach „abgefuckt“ sind. Nein. Hier nicht. Die gesamte Truppe könntet ihr als Bullies in einen beliebten Highschool-Film setzen und die brauchen sich nicht einmal umziehen. Wisst ihr, wie die „Ratten“ im Buch sind? Mörder und Räuber. Selbstgerecht, egoistisch und – Verzeihung – Dreckschweine. Und die Beziehung von Mistle und Ciri? Mistle vergewaltigt sie mehr oder weniger und dann kommt es zum „Stockholm“-Syndrom (ja, die Bücher sind heftiger Tobak – gibt ja einen Grund, warum „The Witcher“ mal als das „neue Game Of Thrones“ gehandelt wurde). Das hier? Was soll das sein? Aber okay. Okay. Es hätte ja funktionieren können. Wenn man eine jugendfreie, locker-leichte Version haben will, bitteschön, hab ich kein Problem damit. Änderungen sind okay – aber sooooo langweilig gemacht? Warum diese Schablonen und Witzfiguren? Es ist zum Kotzen.

Und als letztes: Das Set-Design. Nur als Beispiel: Wenn ihr mir einen belebten Markt zeigen wollt, dann sollten da mehr als zwei Personen stehen. Und alles ist sauber. Da ist kein Staub, da liegt nichts herum. Alles ist sortiert. Das ist steril wie ein Krankenhaus. Wenn ihr schon alles auf Soundstages dreht, dann bemüht euch wenigstens es so aussehen zu lassen, als ob dort wirklich Leute leben würden.

Das Beste an Staffel 4? Leo Bonhart. Und der ist ein absolut abartige, sadistischer, ekliger, grauslicher Mann. Ein Monster in der Gestalt eines Mannes. Und das ist die Figur, die hier am Besten wirkt. Weil der wie ein Charakter mit Geschichte wirkt. Das ist kein Abziehbild. Seine Auftritt sind vielleicht kurz – aber die hinterlassen Eindruck. Jedes Mal, wenn er auftaucht, dann ändert das etwas am Verlauf der Story. Alle anderen Entwicklungen sind im Grunde (ja, sogar die Schlacht mit Vilgefortz) egal. Oh – SPOILER – sie töten Vesemir. Warum? Einfach so. Hat genau NULL Auswirkungen. Schon gar nicht auf Geralt (den Vesemir seinen Sohn nennt). Warum, Leute, warum? In Interviews habe ich gelesen, dass Lauren His-Dings (die Showrunnerin) meinte, dass alle Tode in der Serie Gewicht haben, weil man die Entwicklung der anderen Figuren dadurch vorantreiben kann. Mhm. Es starben diese Staffel einige Leute (bei den meisten wusste ich nicht mehr wer sie sind, so „wichtig“ sind sie gewesen) – und das hat NULL Auswirkungen auf irgendwen.

Zusammengefasst: Ganz ehrlich. Die bemühen sich nicht einmal mehr. Schade. Wirklich schade. Ansätze wären da, aber wer nicht will …

„The Witcher – Season 4“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, zumindest ist Triss kurz dabei und einzelne Momente gehen als okay durch, Punkte.

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The Last Showgirl (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/11/the-last-showgirl-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/11/the-last-showgirl-filmkritik/#respond Tue, 11 Nov 2025 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38206 Shelly (Pamela Anderson) ist Tänzerin in der Show the „Rizzle Dazzle“ und diese Show ist ihr Leben. Als ihr eines Tages ihr Boss Eddie (Dave Bautista) verkündet, dass die Show eingestellt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Während die … Weiterlesen

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Shelly (Pamela Anderson) ist Tänzerin in der Show the „Rizzle Dazzle“ und diese Show ist ihr Leben. Als ihr eines Tages ihr Boss Eddie (Dave Bautista) verkündet, dass die Show eingestellt wird, bricht für sie eine Welt zusammen.

Während die anderen, jüngeren Tänzerinnen nach neuen Gigs suchen und primär in Strip-Clubs zu landen scheinen, wehrt sich Shelly gegen diese Entwicklung. Denn in ihren Augen ist ihre Show mehr als nur „Arsch & Titten“, wie ihre Tochter die Show bezeichnet, sondern ein Zeitdokument auf hohem Niveau.

Shelly selbst, als alternde Darstellerin, liebt die Show auch deshalb, weil die paar Minunten in denen sie im Rampenlicht steht, ihr zeigen, dass sie noch immer gesehen wird, noch immer jemand ist – anstatt wie im Privatleben eine mehr oder weniger gescheiterte Existenz zu sein …

Gleich vorab: Der Text oben ist mehr oder weniger die Zusammenfassung aus der Presseaussendung zum Film. Das merkt man auch daran, dass der Film bereits im Pressetext erklärt werden muss, weil er – ebenfalls gleich mit der Tür ins Haus – nichts selbst vermittelt oder zu sagen hat. Nämlich wirklich nichts.

Was wir hier zu sehen bekommen ist ein Abriss aus einem – meiner Ansicht nach – gescheiterten Leben einer glorifizierten GoGo-Tänzerin und dieses wird zu einem theatralischem Nichts aufgeblasen, welches dann in einem völlig konstruierten quasi Happy-End mündet. Wenn man das denn so nennen kann, denn ein wirkliches Ende (weder emotional noch sonstwie) gibt es eigentlich nicht. Der Film hört im Grunde genommen einfach auf und lässt viel offen.

Kann sein, dass ich dem Film Unrecht tue, aber ich war eigentlich vom Trailer weg gespannt und wollte ihn sehen – natürlich auch, weil Pamela Anderson hoch gepriesen wurde für ihre Vorstellung in diesem Film -, aber was dann kam war … unterwältigend.

Das Drehbuch pfeift aus allen Löchern – weil es keine Story gibt und auch keinen wirklich roten Faden, es sind alles nur Fragmente, die zwar funktionieren könnten, es aber nicht tun – und die Inszenierung durch die Regie ist … ich weiß nicht, wie ich es sagen soll … es ist einfach alles so schreklich … egal.

Es gibt ein paar Punkte in der „Story“, die vermutlich schockieren oder überrachen sollen, aber diese werden so völlig nebenbei präsentiert, dass ich mir bei drei von fünf „Offenbarungen“ dachte „Na und?“ und die anderen zwei haben mich nicht mal irgendwie berührt. Da wäre sogar ein „Na und?“ schon zu viel an Emotion gewesen. Schade. Echt schade.

Dabei muss man sich den Cast mal anschauen: Dave Bautista, der ja spielen kann, wenn er will, wie wir wissen. Jamie Lee Curtis, die hier eine der peinlichsten Rollen ihrer Karriere abgibt – allerdings denke ich, ist das so gewollt. Die Figur ist peinlich hoch drei und Curtis zelebriert das Ganze. Es gibt dann eine Tanzszene von ihr, die alle, die sich noch an „True Lies“ und ihren Tanz erinnern, ängstlich das Weite suchen lässt. Und das soll eine ehemalige Tänzerin sein? Mhm. Klar.

Und Pamela Anderson? Ich sage es mal so: Meine Frau und ich haben den Film zuerst mit der deutschen Tonspur angesehen, haben dann aber aufgrund der schrecklichen Synchro beschlossen, dass wir auf Englisch umschalten und waren dann nach ein paar Minuten überrascht, dass es nicht an der Synchro lag, sondern der Film ist einfach einerseits so schlecht geschrieben und andererseits auch nicht gut gespielt. Sicher, wenn man Aufnahmen von Anderson, wie sie im Gegenlicht und bei ganz vielen Lense Flares und verschwommenen Bildern durch die Stadt tanzt – mit passender hochdramatisch-trauriger Musik – dann ja, dann spielt sie gut, aber sonst? Die einzige Emotion, die ich während dem Film von ihr vermittelt bekommen habe, war Freude, wenn sie den Mund nicht aufgemacht hat. Ich weiß nicht, welchen Film die Leute gesehen haben, die ihr Schauspiel gut fanden, aber dieser hier kann es nicht gewesen sein.

Regie hat hier Gia Coppola geführt, Nichte von Sofia Coppola und Enkelin von Francis Ford Coppola, aber man sieht hier wieder einmal, dass ein Name vielleicht Türen öffnen oder Geld für einen Film bringen kann – nur hat ein Namen offensichtlich nichts mit Talent zu tun, denn das hier ist einfach schlechtes Handwerk. Ich wollte diesen Film mögen. Meine Frau auch. Aber wir haben beide relativ rasch festgestellt, dass hier emotional null passiert und haben gehofft, dass sich vielleicht gegen Ende hin noch was tut – immerhin spricht Shelly immer über die Show und wie sie sich fühlt auf der Bühne und wie toll die Kostüme sind und so weiter und so fort.

„Vielleicht sieht man ja die Show am Ende und alles ergibt einen Sinn!“, habe ich noch gesagt. Denn das wäre durchaus ein Schluss gewesen, der alles in eine Perspektive gesetzt hätte. Der letzte, große Auftritt – man sitzt als Zuseher vor dem TV und ist völlig sprachlos, ob dieser imposanten, großartigen Show und versteht plötzlich, warum Shelly macht, was sie macht.

Aber Nein. Das heißt: Ja. Man sieht die Show. Oder einen Teil. Konrekt sind es ein paar Sekunden Aufnahmen mit Pamela Anderson in einem seltsamen Kostüm, wie sie komisch in die Kamera grinst und das war es. Man sieht nicht mal die Show an sich. Man sieht nur sie dort oben stehen. Und im Publikum – weil es ja auch so versöhnlich enden muss – sehen wir ihren „Liebsten“ und ihre Tochter, die sie anlächeln.

Warum lächelt ihr? Wenn das Shellys Lebensmittelpunkt und Quell der Freude ist, dann solltet ihr Weinen, denn die gute Frau braucht auf ganz vielen Ebenen Hilfe und Unterstützung.

Vermutlich habe ich den Film einfach nicht verstanden. Gut, war das langweilig und emotional belanglos.

„The Last Showgirl“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, weil Bautista cool spielt, Punkte.

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Best Of Worst Case: Bambi: The Reckoning (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/04/best-of-worst-case-bambi-the-reckoning-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/04/best-of-worst-case-bambi-the-reckoning-filmkritik/#respond Sat, 04 Oct 2025 05:00:13 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38082 Xana (Roxanne McKee) ist mit ihrem Sohn auf dem Weg zum Kindsvater. Die beiden leben getrennt. Aber am Weg passiert etwas sehr Seltsames und Tödliches: Das Auto wird von einem Hirsch von der Straße gerammt und das Tier verfolgt ganz … Weiterlesen

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Xana (Roxanne McKee) ist mit ihrem Sohn auf dem Weg zum Kindsvater. Die beiden leben getrennt. Aber am Weg passiert etwas sehr Seltsames und Tödliches: Das Auto wird von einem Hirsch von der Straße gerammt und das Tier verfolgt ganz offensichtlich möderische Absichten. Noch dazu scheint es mutiert zu sein, denn ein normaler Hirsch hat weder solche Kraft noch sieht er so aus.

Die Flucht gelingt (wenn auch nicht allen), aber das Tier nimmt die Verfolgung auf. Und wie sich herausstellt ist es nicht allein der Hirsch, sondern generell ein paar Bewohner:innen des Waldes, die sich jetzt mal die Zeit nehmen, um Rache zu üben an den Menschen, die sie offensichtlich zu lange zu schlecht behandelt haben …

Da haben wir ihn nun – den vierten Vertreter des „Twisted Childhood Universe“. Was vor ein paar Jahren mit „Winnie The Pooh: Blood And Honey“ seinen Anfang nahm, hat nun Bambi erreicht.

Und was soll ich sagen? Der Film wird online von einigen als der bis dato beste Eintrag der „Reihe“ tituliert. Das mag jetzt bei einer Trashfilm-Reihe wie dieser allerdings nicht viel heißen, auch wenn man anmerken muss, dass „Blood And Honey 2“ schon weit positiver ankam und auch „Peter Pan’s Neverland Nightmare“ manche wirklich überzeugt hat. Letzteren hab ich noch nicht gesehen. Werde ich sicher irgendwann mal nachholen, aber ich bin jetzt nicht per se ein Fan der Reihe.

Damit kommen wir zu „Bambi“. Das weltbekannte Rehkitz ist erwachsen geworden, ist dank Sondermüll im Wald mutiert und nun macht es Jagd auf Menschen. Und Bambi mordet viel, das kann ich euch sagen.

Was ich euch auch sagen kann: Es ist jetzt nicht der großartigste Film aller Zeiten geworden. Tatsächlich empfand ich ihn sogar als halbwegs langweilig und ganz offen gesprochen bin ich ein wenig entsetzt, wie wenig man die Tatsache nutzt, dass das hier freaking Bambi ist. Streicht den Namen und ihr habt keine Ahnung, dass dies Bambi sein soll. Also man macht aus der an und für sich spannenden Situation wieder mal nichts.

Es gibt dann auch noch die drangepeppte Storyline mit der Mutter-Sohn und Kindsvater (natürlich der Böse) – Dynamik, aber die war einfach nur aufgesetzt. Und es gibt noch Jäger, die Bambi jagen, weil sie … halt Bambi jagen. Fein. Na dann.

Alles in allem hab ich mir ja nicht viel erwartet und vielleicht werden ja ein paar Dinge, die ich oben erwähne im Film erklärt, aber tatsächlich waren mir die im Film vorkommenden Figuren dermaßen egal, dass ich gedanklich mehrmals leider davongewandert bin und erst wieder zum Film zurückkam als irgendjemand einen Schrei ausgestoßen hat (was, das sei der Fairness halber angemerkt, oft passiert).

Schauspielerisch haben wir genau das Niveau welches zu erwarten war, aber da habe ich schon weit schlimmeres gesehen. Tatsächlich gibt es wenig Kritik meinerseits. Die Farbgebung ist auf Grau und Grau und Bläulich ausgelegt. Das CGI ist besser als erwartet und die paar Szenen in denen der Film sowas wie Humor durchsickern lässt – konkret: Die Persiflage auf „Jurassic Park“ (Bambi hat gelernt Türen zu öffnen) und die Szene mit den Hasen – da macht er richtig Spaß. Aber das kommt leider zu selten und zu kurz vor.

Am Ende kommt dann noch der Versuch auf die Tränendrüse zu drücken, aber – ihr erahnt es – meine einzige Emotion war: „Mhm. Na dann.“ Auch wenn (Vorsicht: Leichter Spoiler) das Rehkitz zuckersüß ist.

Alles in allem: Ist eh okay. Meine Referenz bei Tierhorror ist und bleibt „Rise Of The Animals„, weil wenn Trash, dann richtig Trash. Und ja, ich erwähne das immer wieder: Da wird ein Pferd k.o. geschlagen 🙂 In „Rise Of The Animals“. Nicht hier. Hier schlägt Bambi andere tot. Ist aber weit weniger lustig.

„Bambi: The Reckoning“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, eh ganz okay seiende Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: Drehbuch, Schauspiel):

Wieder so ein Fall bei dem man sagen kann, dass der Film für einen richtigen Trashfilm zu gut gemacht ist. Aber gleichzeitig ist er nicht gut genug um als „echter“ Film durchzugehen. Wir bewegen uns hier im Graubereich, wobei man schon anmerken muss, wenn sich jemand einen Film mit dem Titel „Bambi: The Reckoning“ ansieht, dann muss ja doch klar sein worauf man sich einlässt.

Fazit: Einmal ansehen geht okay, ist aber nichts Besonderes.

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I Know What You Did Last Summer – Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/02/i-know-what-you-did-last-summer-ich-weiss-was-du-letzten-sommer-getan-hast-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/02/i-know-what-you-did-last-summer-ich-weiss-was-du-letzten-sommer-getan-hast-2025-filmkritik/#respond Thu, 02 Oct 2025 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38031 Fünf Freunden passiert das, was bereits circa 30 Jahre zuvor in ihrem Heimatort passiert ist. Ein Unfall mit Todesfolge und das damit verbundene Geheimnis, dass die fünf beteiligten Freunde, für sich behalten wollen. Ein Jahr später haben sich die Reaktionen … Weiterlesen

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Fünf Freunden passiert das, was bereits circa 30 Jahre zuvor in ihrem Heimatort passiert ist. Ein Unfall mit Todesfolge und das damit verbundene Geheimnis, dass die fünf beteiligten Freunde, für sich behalten wollen. Ein Jahr später haben sich die Reaktionen auf diese Schuld, bei den jungen Leuten unterschiedlich ausgewirkt, doch jeder versucht sein Leben weiter zu führen.

Bis Danica (Madelyn Cline) bei ihrer „Bridal Shower“ (ein Geschenkfest für eine zukünftige Braut) einen Zettel mit den Worten „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ bekommt. Die damit erzeugte Angst ist groß, jeder wirkt verdächtig und bald gibt es in Form von Danicas Verlobten, auch den ersten Toten…

Nach dem kultigen Original-Film aus dem Jahre 1997 und der ein Jahr später veröffentlichen, unterhaltsamen Fortsetzung, ist dies fast 30 Jahre später, eine direkte Weiterführung der Geschichte. Ignoriert werden dabei der miese dritte Teil und die halbgare Serie aus 2021, die es nur auf eine Staffel geschafft hat. Regie führt hier Jennifer Kaytin Robinson (Do Revenge) und sie ist auch am Drehbuch beteiligt und als Produzentin mit an Bord.

Um es gleich vorweg zu nehmen: hier funktioniert nur sehr wenig und um es zu beschreiben aka meinen Emotionen freien Lauf lassen zu können, folgen ab jetzt viele SPOILER. Zuerst mal gleich zu einem verhassten Hollywood Trend. Die Nostalgie-Falle bzw. sogenannte Legacy-Charaktere, wieder zurück zu bringen. Vor allem männliche Helden hassen sie ja schon seit Jahren, weswegen ihr Image natürlich demontiert werden muss. Beispiele gefällig?

Entweder sie sterben unnötigerweise wie Han Solo in Episode 7, oder unnötig und unnötig brutal wie Dewey in Scream (2022) oder sie werden zusätzlich vor dem Tod noch lächerlich gemacht wie Luke Skywalker in Episode 8. Auch möglich und vielleicht noch schlimmer, ist ihm eine junge Dame gegenüber zu stellen, die alles besser kann und ihn am Schluss rettet, wie beim letzten Indiana Jones, da macht das Leben Spaß. Was fehlt da noch als mögliche Erweiterung?

Richtig, der frühere Held ist gefallen und wird selbst zum Killer und dann darf er sterben, wie Ray in diesem aktuellen Sommer-Film. Jaja, wird erklärt mit Trauma verdrängen und nicht los lassen können, schon klar, aber das hat für mich so richtig gar nicht gepasst. Heldin Julie (aus den ersten beiden Teilen) hat auch nichts zu tun, außer die jungen Leute zum Kämpfen zu animieren und Ray beim Finale abzulenken, aber sie bleibt natürlich die Gute, hat sich ja weiter entwickelt und so, alles klar.

Nun zu Kritikpunkten, bei denen die Metaebene nicht hinein ragt. Die Morde an sich, sind vom Schnitt her großteils so gestaltet, dass sie dieses „something is off“ Gefühl erzeugen. Wie ein hin und her von „was soll ich zeigen und was ist zu brutal“. Außerdem sind sie unkreativ und so langweilig gestaltet, wie die meisten Figuren, denen man nicht mal den Tod wünscht, weil man sie schon wieder vergessen hat.

Hier kommt dann die einzige Rettung ins Spiel, damit das Erlebnis hier nicht total furchtbar wird und das ist Madelyn Cline (Glass Onion) als Danica. Wie sie dieses oberflächliche Getue mit alle den Life-Coaches, schöner Leben Hilfstips und Tabletten managed und dennoch sympathisch ist, kämpft und sozusagen vom sicheren Opfer zum Co-Final Girl mutiert, ist große Klasse. Sie spielt das großartig, rettet hier für mich einiges und sieht dabei auch noch gut aus. Vom Comedic Relief zum kämpfenden Final Girl, dass echte Angst ausstrahlt hin und her schalten zu können, das muss man so mal hinbekommen. Ich habe es richtig gefeiert, als sie am Ende doch überlebt hat.

Vorhersehbar ist hingegen der angebliche Twist. Als Ray auf die Frage ob er mit July verheiratet war mit „unglücklicherweise“ antwortet (pfui, was für eine toxische, nicht selbstreflexive Reaktion, so einer kann kein Held sein) in Verbindung mit dem Wissen, dass eine Murder Podcast Dame ihn kurz vor ihrem Tod demaskiert und erkennt (wir Zuschauer sehen ihn dabei freilich noch nicht), da weiß man schon genau, dass er zumindest einer der Killer sein muss. Nein, ich bin nicht der beste Detektiv, aber wer aufpasst, der erkennt das ziemlich leicht.

Das angebliche Final Girl Ava vom Klischee-Image zu korrumpieren, indem sie sich beim Sex (von Männern und Frauen, ach wie modern) würgen aka bestrafen lässt für ihr schlechtes Gewissen, kann man durchaus noch interessant finden, auch dass sie und Danica sich nach dem Finale ausmachen, dass sie die überlebende Killerin wohl gemeinsam töten müssen. Das Julie aber im Schlussspann auf die wieder von Brandy gespielte Karla aus dem zweiten Teil trifft, ist reiner Click Bait Inhalt, für einen potentiellen weiteren Teil.

In Summe war wohl Robinson einfach die Falsche für dieses Projekt, denn Mechanismen zu verstehen heißt noch lange nicht, auch ein Gefühl für eine Sache zu haben. Betrachtet man diesen Slasher außerhalb eines Franchise, ist er ebenso höchstens mittelmäßig, aber innerhalb des IKWYDLS-Universums, ist er eine Enttäuschung auf (fast) allen Ebenen und nicht einmal in Ansätzen auf eine lustige Art und Weise schlecht, wie der furchtbare dritte Teil.

„I Know What You Did Last Summer“ bekommt von mir 4/10 den Sommer als Lieblingsjahreszeit endgültig hinter sich lassende Empfehlungspunkte.

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Familie Smith fährt nach Schweden in den Urlaub. Ganz konkret wollen sie ein kleines Festival auf einer abgelegenen Insel sehen, denn dort fand vor Jahren ein Massaker statt – Kannibalismus inklusive. Der Grund: Die Invasion der Engländer und eine Quarantäne.

Jedenfalls ist es bereits bei der Ankunft – oder eigentlich schon vorher in einem Café in dem sie kurz was essen wollen – schräg. Und Nein, sie sind nicht willkommen. Außer bei ihrem Anbieter der AirBnB-Wohnung. Aber auch nur deshalb, weil er ihre Tochter durch versteckte Überwachungskameras stalken will.

Und dann findet das Festival statt. Und jemand bringt ihnen Kekse. Und irgendwie schmecken die komisch. Und dann gibt es Tote.

Viele. Tote.

Wenn ich vor ein paar Jahren gelesen habe, das Nick Frost in einem Film dabei ist, dann musste ich dick grinsen und war mir sicher: Der Film wird vielleicht kein Meilenstein der Filmgeschichte, aber zumindest ist er unterhaltsam. Nun. Das stimmt schon eine Weile nicht mehr.

Und das gleiche gilt nun auch für Filme bei denen er das Drehbuch geschrieben hat. Denn das hat er bei „Get Away“ gemacht. Die Grundidee ist nett, der Twist nach gut 2/3 des Films zwar heftigst vorgezeichnet und angekündigt, aber dennoch als Idee nett. Und ich will gar nicht näher ins Detail gehen, außer: Nein, nur weil Blut fließt und Leute geköpft werden, ist ein Film auch für Gore-Fans nicht automatisch gut. Die Balance Humor/Horror ist eine feine Linie, und wenn Brutalo-Action auch lustig sein soll, dann sollte man einiges an Erfahrung mitbringen.

Und eigentlich sollte man Nick Frost so ein Drehbuch zutrauen, denn immerhin treffen zB „Shaun Of The Dead“ oder „World’s End“ diese Linie super bzw. schaffen diese den Spagat und schaffen es sogar es leicht aussehen zu lassen.

Nun, nach den letzten Filmen von Nick Frost und speziell diesem hier, wissen wir, warum die oben erwähnten Filme funktioniert haben: Drehbuch von Simon Pegg. Regie von Edgar Wright. Vielleicht mit ein paar Einsprengseln von Nick Frost, aber viel kann es nicht gewesen sein.

Hier stammt wie oben erwähnt das Drehbuch von ihm. Die Regie hat Steffen Haars übernommen, der mir nichts sagte und den ich nach „Get Away“ auch nicht weiter verfolgen werde. Die ersten zwei Drittel sind uninspirierter Durchschnittsfilm und das letzte Drittel ist Blutvergießen ohne emotionales involviert sein, noch dazu manchmal am Schauspiel scheiternd bzw. am Drehbuch, dass einfach zu bemüht witzig sein will. Und es meistens einfach nicht ist.

Ich finde auch das Ende ziemlich doof. Ich sage mal so: Wenn Mörder:innen einen Meter entfernt vom Polizisten sitzen und dann laut(!) Dinge sagen wie (sinngemäß): „Killing those people really made me aprecciate you more as a person“, dann ist das seltsam. Richtig seltsam. Ja, man musste wohl noch einen letzten schlechten Witz anbringen, aber allein an der Tatsache, dass es keinen Menschen juckt, dass der Polizist einen Meter daneben steht, kann man ablesen, was das Problem des Films ist.

Nämlich: So viele Dinge im Film sind einfach für die Zuseher:innen gemacht mit völliger Gleichgültigkeit gegenüber den Regeln des eigenen Films. Und wenn dann Killer herumspazieren, die so viel Spaß an der Sache haben und das Gesamtpaket als großartig lustige Komödie gespielt wird, dann nervt das irgendwann. Zumal wir jene, die ermordet werden eigentlich selten etwas Böses tun sehen (ja, ein paar gibt es, aber in Summe erstaunlich wenige).

Wie dem auch sei: Der Film ist weder lustig noch spannend und als Kommentar über die Kolonialisierungstätigkeiten der Briten aus Sicht eines Landes welches „kolonialisiert“ wird ist er zu wenig konkret und zu wenig anklagend bzw. stellt er die Killer:innen als zu sympathisch dar. Und auch das finde ich ultimativ dumm. Wie dem auch sei, was auch immer „Get Away“ sein soll – für mich versagt er auf so gut wie allen Linien.

Und das muss man bei der Prämisse und diesen Schauspieler:innen erst einmal schaffen.

„Get Away“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, keine seiner Möglichkeiten ausnutzende und seine Chanccn in den Sand setzten etwas daraus machende, Punkte.

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Red Sonja (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/09/23/red-sonja-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/09/23/red-sonja-2025-filmkritik/#respond Tue, 23 Sep 2025 05:00:38 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38046 Als sie noch ein kleines Kind war, haben Barbaren ihr Dorf angegriffen und die meisten Einwohner ihres Dorfes umgebracht. Sonja (Matilda Lutz) konnte damals fliehen und lebt seitdem mit ihrem treuen Pferd in den Wäldern. Als Söldner in den Wald … Weiterlesen

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Als sie noch ein kleines Kind war, haben Barbaren ihr Dorf angegriffen und die meisten Einwohner ihres Dorfes umgebracht. Sonja (Matilda Lutz) konnte damals fliehen und lebt seitdem mit ihrem treuen Pferd in den Wäldern. Als Söldner in den Wald eindringen und unschuldige Tiere töten, macht sie sich an die Verfolgung.

Sie erfährt, dass die Soldaten exotische Tiere einfangen, um sie in der Arena für ihren Herrscher Draygan (Robert Sheehan) gegen seine gefangenen Feinde antreten zu lassen. Daraufhin will sich Sonja sofort an die Befreiung der Kreaturen machen, landet aber durch die feindliche Übermacht kurz danach selbst in der Arena…

Nachdem ersten Red Sonja Film mit Brigitte Nielsen aus dem Jahr 1985, gab es jahrelang Pläne für einen weiteren Teil. Verschiedne Regisseure (u.a. Robert Rodriguez und Bryan Singer) wurden mit dem Projekt in Verbindung gebracht und auch die Idee es als Fortsetzung für das Conan the Barbarian Remake aus dem Jahr 2011 zu planen, wurde verfolgt und nach dessen Flop wieder verworfen. Nach all den Jahren war es dann schließlich M.J. Bassett (Rogue), die auf dem Regiestuhl Platz nehmen durfte.

Ich beantworte gleich zu Beginn nicht die „hat sich das lange Warten gelohnt“ Frage sondern stelle lieber eine andere: wie viele Projekte mit derart vielen Problemen im Vorfeld und einer Planung über Jahrzehnte, sind am Ende wirklich gut geworden? Richtig, spontan fällt mir da auch keines ein. Wollt ihr auch noch wissen, wer maßgeblich am Drehbuch beteiligt war? Das wäre Tasha Huo, die zuvor „großartige“ Dinge wie The Witcher Blood Origins und Tomb Raider: The Legend of Lara Croft geschrieben hat.

Wie man bereits erwarten konnte, ist Red Sonja purer Trash und in den besten Momenten einfach herrlich unfreiwillig komisch. Bevor ich ein paar Beispiele gebe muss ich noch festhalten, dass Matilda Lutz (Zone 414) nichts dafür kann. Ihr Schauspiel wirkt pur und verletzlich in ruhigen Momenten und von ihren Muskeln her und ihren Blicken und Bewegungen, macht sie auch in den Action-Momenten eine gute Figur. Ein reiner Zusammenschnitt nur ihrer Szenen, wäre (nicht nur optisch) ein besserer Film.

Am Witzigsten finde ich die Pseudo-Auflehnung gegen den sogenannten Male Gaze, der auch in Interviews thematisiert wurde. Zuerst trägt sie den klassischen Kettenbikini als Zeichen der Unterdrückung des Patriarchats, dann verlangt sie „eine echte Rüstung“ und die bleibt an den selben Orten angreifbar – kurzer Rock plus bauchfrei – aber laut Lutz Aussagen „now she owns it“. Hmm, das lass ich mal einfach so stehen.

Dann wären da die Schauplätze, von denen ausnahmslos alle wie Settings wirken, also wie extra geschaffen für den Film und keine echten Locations. Nicht mal der Wald wirkt richtig echt. Die Kostüme schwanken ebenso zwischen vielleicht glaubhaft und Laientheater hin und her. Das World Building ist quasi nicht existent, z.b. die Affenmenschen gibt es hier einfach ohne Hintergründe, genau wie andere Fabelwesen wie den Cyclops, der wegen dem geringen Budget schnell wieder flüchten darf.

Es gibt zusätzlich gleich zwei grundlegende Probleme mit dem Bösewicht. Robert Sheehan (Mortal Engines) als Draygan ist das größte „Manbaby“ seit Kylo Ren. Ein Weichei mit dem Charisma eines Lamas (also einem Außenseiter-Lama, nicht einem, dass innerhalb einer Gruppe funktionieren würde) und der soll der mächtigste Anführer weit und breit sein und zwar aus eigener Kraft? Ja, seine Macht kommt von der Wissenschaft, aber das glaubt man ihm ebenso wenig.

Der Endkampf bleibt Sonja und uns verwehrt und dann kommt ein weiteres aktuelles Hollywood-Problem hinzu: der Böse darf nicht einfach böse sein. Wäre er doch als Kind nicht entführt worden, wäre er doch besser beschützt worden, alles ist grau, unverdiente weil keine Reue zeigende Wiedergutmachung und Vergebung stehen im Raum, aber natürlich erst beim Finale aus dem Nichts und ohne vorherigen Aufbau. Das ist keine Vielschichtigkeit sondern eher eine Indoktrination von Menschen, dass sie Verbrecher/Verbrechen, auch im echten Leben nicht schlimm finden (siehe aktuell in Amerika das Feiern eines Attentats).

Teils doofe Dialoge wie „ich trage ein Holzschwert“ und die Antwort „dann hoffen wir, dass dein Gegner kein Biber ist“ (ja, das ist fast wörtlich der geistreiche Dialog) tragen zusätzlich dazu bei, dass sämtliche Ansätze auf ernsthafte Unterhaltung, im Keim erstickt werden. Die Kampfkunst der Heldin, kommt nebenbei aus dem Nichts also ohne Trainings-Montage. Der Großteil der Schande hier geht aber ziemlich klar vom unüberlegten Drehbuch aus, denn gute Leute, hält auch wenig Budget nicht auf. Ein Film der Marke: sollte man gesehen haben, damit man glauben kann, dass so etwas im Jahr 2025 veröffentlicht wird.

„Red Sonja“ bekommt von mir 4/10, das Kunststück den Girlboss im Film als das geringste Problem porträtierende und als Zuschauer erlebende Empfehlungspunkte.

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The Bayou aka Gator Creek (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/08/19/the-bayou-aka-gator-creek-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/08/19/the-bayou-aka-gator-creek-2025-filmkritik/#respond Tue, 19 Aug 2025 05:00:37 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37936 Irgendwo in den Sümpfen Amerikas gibt es ein verstecktes Drogenlabor, welches gestürmt und hochgenommen wird. Dabei tritt die Droge aus und sickert in den Sumpf. Das bringt die Alligatoren dort dazu, zu mutieren und bissiger und gefährlicher zu werden als … Weiterlesen

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Irgendwo in den Sümpfen Amerikas gibt es ein verstecktes Drogenlabor, welches gestürmt und hochgenommen wird. Dabei tritt die Droge aus und sickert in den Sumpf. Das bringt die Alligatoren dort dazu, zu mutieren und bissiger und gefährlicher zu werden als zuvor. Sie greifen auch bevorzugt Menschen an. Dazu kommt, dass Alligatoren-Eier unter anderem dadurch einen hohen Preis am Schwarzmarkt erhalten.

Just zu dieser Zeit fährt Kyle (Athena Strates) mit ihrer Freundin Alice (Madalena Aragão) und zwei weiteren „Freunden“ in die Sümpfe um die Asche ihres toten Bruders zu verstreuen. Um Geld zu sparen wird ein unregistrierter Charterflug genommen, der – genau – abstürzt. Und zwar mitten in diese Sümpfe.

Da es keine Hoffnung auf eine Rettungsmannschaft gibt, wird versucht zu Fuß von der Absturzstelle wegzukommen und sicheres Terrain zu erreichen, als dann jemand der Meinung ist, es wäre eine gute Idee ein paar Alligatoreneier mitzunehmen, denn immerhin muss man ja irgendwie schauen, dass man zu Geld kommt, wenn man wieder Zuhause ist …

Das war ja mal ein Reinfall. Schade. Da war Potential drin, aber das wurde ordentlich versemmelt. Wo fange ich an? Nun, vielleicht bei den Dingen, die mich filmtechnisch gestört haben, wobei ich nicht sagen kann, ob das am Drehbuch oder am Schnitt oder der Regie liegt: Es fehlen Szenen. Das ist die kurze Version.

Die längere Version liest sich so: Wir haben es hier mit einem Film zu tun, in welcher die Dynamik zwischen den Personen eine große Rolle spielt oder spielen sollte. Zumindest hat man diesen Eindruck. Da gibt es zum Beispiel Malika, die Kyle nicht leiden kann, aber trotzdem mit dabei ist, weil sie eine Freundin von ihrem Bruder war. Und Alice, die beste Freundin von Kyle. Und Sam, der Partner von Malika. Eine Konstellation, die Spannung aufbauen kann und interne Konflikte provoziert. Die kommen auch immer wieder mal vor, werden aber seltsam gelöst, weil:

Es gibt auch alle anderen Gäste an Bord des Flugzeugs. Und diese sind, nun, am Anfang zunächst mal einfach da. Und das meine ich buchstäblich. Da gehen die vier oben erwähnten Hauptakteur:innen zum Flugzeug, es wird auf den Piloten geschnitten, der sagt ein paar Worte, dann sagt er „steigt ein“ und als zurückgeschnitten wird stehen da nicht 4 sondern 10 Personen vor dem Flugzeug. Kann funktionieren. Hier aber nicht. Weil es keine Montage war, sondern eine in sich geschlossene Szene, in welcher aus dem Nichts ein Haufen Leute im Bild stehen, die ich nicht kenne und keine Ahnung habe, woher die kommen.

Oder der Absturz des Flugzeugs: Einer der „Gäste“ telefoniert die gesamte Zeit – alle anderen bitten ihn, endlich damit aufzuhören und dann steht einer auf, voller Wut, schlägt sich den Kopf am Dach des Flugzeugs (ja, es ist so klein) und deshalb stürtzt die Maschine ab. Ja, ihr lest richtig. Die Maschine stürzt ab, weil ein Passagier mit dem Kopf gegen die Decke kracht. Kann jetzt sein, dass das Flugzeug so alt und kaputt ist, dass ein Riss entstanden ist, die Luft rausgesogen wird und so alles bergab geht, aber – ich weiß es nicht. Ich hab’s nicht gesehen und nicht mitbekommen. Alles was ich gesehen habe: Da haut sich einer den Kopf an – Aaaaaa, Absturz!

Völlig irre.

Und das geht so weiter. Da gibt es Gespräche zwischen den Überlebenden und dann wird auf zwei Personen geschnitten, die sich tröstend in den Armen liegen. Zwei Personen, die – soweit wir bis jetzt gesehen haben – noch niemals auch nur eine Sekunde Kontakt zueinander hatten. Das ist ja okay und nachvollziehbar, dass die sich trötsten, aber dann bräuchte man zumindest eine kurze Szene davor, in welcher man sieht, wie es dazu kommt, dass gerade die beiden sich umarmen. Oder eine Person sitzt völlig verstört an Land, guckt auf die Teile des (völlig zerstörten) Flugzeugs und fragt, ob sie weiterfliegen können. Kyle schüttelt den Kopf und sagt „nein“. Ich war ein wenig verwirrt, aber dann dämmerte mir: „Ok. Die ist blind.“ Da ergab die Szene dann Sinn. Keine paar Minuten später sieht diese Person aber in der Ferne Alligatoren. Ist die jetzt doch nicht blind? Was? Was zur Hölle …?

Und und und. Das könnte ich jetzt eine ganze Weile so weiterführen, aber ich denke, ihr versteht was ich meine. Da gibt es Szenen, die in sich geschlossen gut gemacht und inszeniert sind, aber im Kontext des Films einfach nicht passen. Zum Beispiel wird relativ am Anfang an einer Tankstelle (wo sonst?) ein alter Mann gezeigt, der Kyle von einem „bösen Biest“ erzählt, welches eine Narbe über einem Auge hat. Quasi DER Killer-Alligator. Der kommt dann nicht mehr vor, bis – zum Finale. Da stehen sie plötzlich vor dem Ding, welches sich genau wie alle anderen Alligatoren benimmt. Nur hat es halt eine Narbe am Auge. Der Schlusskampf wird dann so inszeniert als wäre es die lange aufgebaute Konfrontation zwischen Alligator und Menschen. Tatsächlich sehen wir das Vieh zum ersten Mal. Die Szene ist gut gemacht, aber ihre Gewichtung ist völlig neben der Spur. Wenn ich einen Kampf aufziehe wie Batman gegen Superman, dann brauche ich vorher Kontext und Konfrontation zwischen den beiden. Hier? Nix davon.

Dann die Charaktere … die sind allesamt zum Wegschmeißen. Es gibt hier niemand, und ich meine NIEMAND, die oder den man wirklich mögen kann (naja, von Malikas Freund vielleicht abgesehen). Entweder sie sind unsympathisch oder sie kommen zu wenig vor als dass man irgendeine Meinung zu ihnen haben kann. Ausnahme ist der Pilot Frank, herrlich überdreht gespielt von Adonis Anthony. Der ist ein Kotzbrocken mit hellen Momenten. Aber auch der wird völlig verschenkt.

Es gibt dann nämlich doch eine oder zwei coole Szenen im Film. Zum Beispiel schnappt sich Frank Malika, die Unruhe in die Gruppe bringt und Zwietracht sät, und will sie umbringen, weil er „solche wie dich aus dem Krieg kennt. Über Leichen gehen um die eigene Haut zu retten. Du zerstörst das Team und deshalb unsere Überlebenschancen“. Starke Szene mit großem Potential. Das wird dann verschenkt, weil ein Alligator Frank den Kopf zerbeißt (oder fast. Weil wir haben eine Szene nach dem Abspann, die Frank verwundet zeigt, während wir Alligatoren schnaufen hören).

Und Kyle … nun, es gibt eine andere Szene in welcher Malika sich beschwert, dass Kyle scheinbar jetzt die Chefin ist und wer das bitteschön bestimmt hat. Immerhin hat die ja auch keine Ahnung (und ja, sie weiß viel, sie sagt viele richtige Sachen, aber sie macht es auf eine völlig unsympathische Art und Weise und es klingt wirklich immer „von oben herab“). Und alle sprechen Kyle ihr Vertrauen aus – warum sie das machen ist allerdings völlig unverständlich. Zumal sie ein paar Mal auch richtig todbringend danebenliegt.

Und das Ende … nun, es gibt drei Enden (die Szene mit Frank mitgerechnet) und daran sieht man, wie ernst und wichtig sich der Film nimmt. Und das völlig zu Unrecht.

Alles was ich wollte, war einen trashigen Tier-Horror-Film sehen. Ich weiß nicht, was das hier sein soll, von „Flickwerk“ mal abgesehen. Sorry, aber wer Alligatoren-Horror sehen will: „Black Water„, „Rogue“ oder sogar „Alligator“ sind allesamt um ein Vielfaches besser. Gilt auch für „Ragin Cajun Redneck Gators„.

„The Bayou“ oder „Gator Creek“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, weil technisch zumindest gut gemachte, Punkte.

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Model House (2024 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/07/08/model-house-2024-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/07/08/model-house-2024-filmkritik/#respond Tue, 08 Jul 2025 05:00:02 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37833 Es ist ein Geschenk – ein Wochenende im Model-House, wo sich die fünf Influencerinnen einquartieren um in aller Ruhe und abgeschieden vom Rest der Welt Content zu produzieren. In letzter Sekunde fällt allerdings eines der Models einem dummen Unfall zum … Weiterlesen

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Es ist ein Geschenk – ein Wochenende im Model-House, wo sich die fünf Influencerinnen einquartieren um in aller Ruhe und abgeschieden vom Rest der Welt Content zu produzieren. In letzter Sekunde fällt allerdings eines der Models einem dummen Unfall zum Opfer und deshalb wird Ersatz mitgeschickt. Der ist zwar nicht so berühmt, aber immerhin ist Ersatz da.

Aber dann überfallen Unbekannte mit Masken das Haus und nehmen die Influencerinnen als Geiseln. Der Plan ist simpel: Eine Spendenseite für das verunfallte Model, das Geld soll aber zu den Geiselnehmer:innen gehen.

Niemand soll zu schaden kommen. Es geht rein ums Geld. Natürlich klappt das nicht so einfach …

Ich kann nicht mehr sagen, warum ich mir dachte, es wäre eine gute Idee mir „Model House“ anzusehen. Vermutlich dachte ich, jetzt habe ich so viele schlimme Filme mit leicht bekleideten Damen gesehen („Kill Her Goats“ oder „M.U.C.K.„), dass ich mal einen sehen will der halbwegs gut ist.

Nun. Falscher Film.

Und zwar auf mehreren Ebenen: Zum einen sind die fünf Influencerinnen nicht unbedingt schauspielerische Hightlights. Zwar ist Scout Taylor-Compton („A Creature Was Stirring„) dabei, aber erstens spielt sie keine große Rolle und zweitens fällt sie weder positiv noch negativ auf – das mag auch daran liegen, dass sie die meiste Zeit über einen Maske trägt.

Der einzige andere Schauspieler, den ich noch kannte, ist Philip Andre Botello und zwar aus dem – objektiv und allgemein gesprochen – eher amateurhaften und nicht besonders gelungenen „A Killer In The House“ (ich fand ihn grundsätzlich nicht schlimm, wenn auch ausbaufähig). Hier spielt er einen ähnlichen Charakter – nämlich einen durchgeknallten Killer, der einfach keine Moral kennt und kaltblütig tötet. Hier halt aus kalter Überlegung, im anderen Film aus einer Obsession und einem Wahn heraus. Was auch immer die Motivation ist: Es ist gut gespielt und man kauft ihm die Rolle ab.

Was man halt leider nicht sagen kann über die anderen auftretenden Personen im Film. Am ehesten kann man noch Chris Zylka nennen. Der war in Kombination mit Scout Taylor-Compton schon auch okay.

Warum man allerdings Corey Anne Roberts als Hauptfigur bzw. Final Girl so prägnant auf das Poster packen musste, weiß ich auch nicht, zumal es im Film eine Szene gibt, in welcher es aussieht, als wäre sie erschossen worden: Und bevor sich jemand über Spoiler aufregt: Als ob ihr euch den Film ansehen würdet. Und wer den Poster sieht ist ohnehin gespoilert. Also: Einfach nicht nachschauen, wer sich hinter dem Namen versteckt und ihr seid save.

Die Regie ist völlig unaufgeregt und geht keine Experimente ein. Die Farbgebung und das Licht sind eher ein wenig dunkel geraten und gehen in eine beige/erdige Richtung. Naja, keine großen Auffälligkeiten hier.

Der Plot des Films ist – offen gesprochen -hanebüchen, aber wenn man sich drauf einlässt, dann gibt es durchaus Momente, die funktionieren.

Mir hat zum Beispiel gefallen, dass die Invasoren die Damen nur „kidnappen“ wollen – die nutzen halt jede Gelegenheit um den beiden übel mitzuspielen und dann gibt es die erste Tote. Mehr ein Unfall als alles andere. Und von da an gerät alles außer Kontrolle. Was auch daran liegen kann, dass ein neuer Charakter auftaucht, der da keine so großen Skrupel hat. Tja – das bedeutet dann natürlich, dass auch die Mädel weniger zimperlich werden.

Was halt wirklich ein Problem ist: Die allererste Szene des Films – in welcher Bella Baylor (das Model, welches es nicht zum Model House schafft) stirbt, ist mit Lexi Atkins am besten besetzt. Dieser Frau glaubt man das Model-Sein und außerdem spielt sie in ihrer Szene auch gut. Das Licht ist super und die Effekte sind cool geworden. Alles danach fällt einfach ab.

Es hilft auch nicht, dass alles danach erstmal für eine gute (mindestens) halbe Stunde Leerlauf hat. Mit viel gutem Willen könnte man sagen, wir lernen die Charaktere kennen, aber das wäre eine völlig falsche Verwendung des Wortes „Charaktere“, denn – ihr habt es erraten – sowas gibt es hier nicht. Nehmen wir Flip. Dessen Charakterbeschreibung über den ganzen Film kann man zusammenfassen mit a) Halbbruder von Annie und b) Brutal. Und das ist schon mehr als die meisten anderen bekommen.

Klar, jetzt kann man sagen, dass der Film damit die Oberflächlichkeit der Social-Media-Szene anprangert, aber – sorry – Nein. Einfach Nein.

Nun, was bleibt: Am Anfang viel Leerlauf, dann ein paar nette Ideen vom Ablauf der Abwärtsspirale her kombiniert mit schlechtem und hin und wieder doch passablen Schauspiel und ein Ende, welches vermutlich ungewöhnlich und mutig sein soll – und das im Grunde genommen auch ist. Leider ist halt die emotionale Bindung, nun, wie soll ich sagen? Nun … abwesend. Nämlich zu 100%. Auch als das Final Girl dann wieder aufsteht dachte ich nur „aha“ ohne irgendwie ein Gefühl der Freude oder Erleichterung zu empfinden.

Naja, es ist was es ist. Ich habe schon viel schlimmere bzw. schlechtere Filme als diesen hier gesehen. Aber ich würde ihn jetzt auch nicht als „gut“ bezeichnen.

Wirklich witzig – weil so peinlich schlecht – fand ich die Szenen in welchen die „Influencerinnen“ auf „sexy“ machen, weil … sorry. Da ist nix sexy. Eine macht einen „sexy Tanz“ a lá Kim Basinger zu „you can leave your hat on“ und … was soll ich sagen. Das hat Erinnerungen an die „sexy“ Damen aus „Snake Club“ hervorgerufen. Ja. So schlimm.

Als dann die Invasorin ihren Kumpel noch anschreit, er soll jetzt aufhören zu filmen, weil er was er sieht scheinbar zu sexy findet, nun … da musst ich wirklich laut auflachen. Unfreiwillig komisch ist trotzdem immer noch noch komisch.

Wer einen guten(!) Film mit einer ähnlichen Prämisse sehen will: Guckt euch „Girlhouse“ an. Der ist um ein vielfaches besser.

„Model House“ bekommt 4 von 10 möglichen, leider weder sexy noch spannend seiende Punkte.

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Hermione Granger … ah, nein, sorry: LORI Granger (India Fowler) ist Außenseiterin und hat nur eine Freundin namens Megan (Suzanna Son). Diese kifft und ist eine Rebellin. Trotzdem – oder gerade deswegen – hat sich Lori als Prom Queen beworben. Denn um Loris Familie rankt sich eine dramatische Geschichte: Ihre Mutter hat ihren Vater erstochen. Sie wurde zwar freigesprochen, aber dennoch – der schlechte Ruf blieb hängen. Vielleicht kann sie ja dadurch ein „normales“ Leben führen.

Auf der anderen Seite steht das „Wolf Pack“ (ja, wirklich), eine Truppe rund um die arrogante Tiffany (Fina Strazza), die von ihrer Familie zu einer „Gewinnerin“ erzogen werden soll. Und dann ist Prom da.

Interessanterweise bringt jemand eine Bewerberin nach der anderen um die Ecke, bis es am Ende auf ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen Lori und Tiffany hinausläuft. Zumindest, wenn der (oder die?) Mörder nicht schneller ist/sind …

Die „Fear Street„-Trilogie von Netflix hat mir ja wirklich richtig gut gefallen und als ich gesehen habe, dass es einen weiteren Film aus dem „Fear Street“-Universum gibt, da hab ich mich gefreut und musste natürlich gleich gucken, wie er geworden ist und … nun, okay. Hm. Was soll ich sagen, außer: Nicht gut. Gar nicht gut.

Das liegt nicht mal daran, dass der Film mit den ersten drei Filmen quasi nichts zu tun hat (bis auf ein paar nette Easter Eggs), sondern daran, dass er allein auf sich gestellt einfach … schlecht ist. Das liegt zur Hälfte am Schauspiel, welches nicht richtig schlimm, aber auch nie gut ist.

Dann liegt es an den Figuren: Wir erfahren nichts über Lori (außer der Vorgeschichte) oder über Tiffany (außer, dass sie eine B***h ist) oder über Megan (außer, dass sie halt eine Rebellin ist und kifft) und auch über sonst niemanden. Da gibt es eine Charaktere, da gibt es nur Plot-Devices. Mehr ist da nicht drin.

Die Dialoge tun streckenweise wirklich weh, ganz ehrlich, und das Drehbuch ist einfach schlecht. Es gibt ein paar brutale Morde, wenn man auf sowas steht, aber auch nicht so brutal, dass Gore-Hounds ihre Freude haben werden. Vor allem gibt es dann doch sowas wie ein oder zwei sympathische Charaktere, die – Spoiler! – nicht überleben.

Die Motivation des/der Killer/s ist hanebüchen und leider irgendwie peinlich. Dazu kommen, wie bereits geschrieben, schwache Dialoge von Figuren, die keine echten Charakterzüge haben und ein Ende, das man eigentlich nur als antiklimatisch bezeichnen kann. Logik hat übrigens auch hier keinen Einzug gefunden und ich kann nur erneut auf die schauspielerischen Leistungen hinweisen: Die sind einfach durch die Bank schwach. Und dass diese Personen als „Prom Queens“ infrage kommen ist auch spannend, denn ja, auch wenn die Damen hübsch sind, die haben allesamt null Ausstrahlung (bis auf eine, aber keine Angst, die stirbt eh rasch).

Was mir gefallen hat war der Charakter von Megan, die zwar eine zeitlang knapp an Klischee und nervig vorbeischrammt, aber sich dann doch mausert und ich kann nur sagen: so eine Freundin kann man sich nur wünschen. Ich muss auch anführen, dass ich den Eindruck hatte, dass stark angedeutet wurde, dass Megan in Lori verknallt ist. Ich kann mich da auch täuschen, aber da waren starke Vibes in diese Richtung. Und Nein, dieser Storybogen führt nirgends hin, wird nicht mal erwähnt.

Wie dem auch sei: „Fear Street: Prom Queen“ macht dem „Fear Street“-Film-Universum genau keine Ehre. Im Gegenteil. Sollte es einen weiteren Film aus der Reihe geben, dann werde ich da meine Erwartungshaltung ganz unten ansetzen.

Und das Ende? Ich kann nur den Kopf schütteln. Hätte Sinn gehabt, wenn es so etwas wie Charakterentwicklung gegeben hätte, aber so … völlig am Sinn vorbei.

„Fear Street: Prom Queen“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, leider an vielem scheiternde, Punkte.

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