P6,5 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Thu, 30 Jul 2026 08:31:03 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Supergirl (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/#respond Sat, 01 Aug 2026 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39095 Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter ein Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt ihr Vater sie in … Weiterlesen

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Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter ein Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt ihr Vater sie in einem Rettungsversucht mit einer Raumkapsel zu ihrem Cousin Kal-El zur Erde. Dort fühlt sich Kara aber nicht heimisch.

Aktuell hat sie Geburtstag. Den 23. Geburtstag, um genau zu sein. Und sie lässt sich treiben, feiert, macht Party – das Gefühl, die Erde sei ihre Heimat, hat sie noch nicht. Also ist sie unterwegs, nutzt Planeten mit roter Sonne (die ihr die Kräfte raubt) um sich ins Koma zu saufen und zu vergessen. Allein ihr Hund Krypto ist immer bei ihr.

Eines Tages trifft sie in einer Bar Ruthye (Eve Ridley), deren Eltern und Bruder von Krem (Matthias Schoenaerts) umgebracht wurden. Sie sucht nach Hilfe, denn sie will Krem finden und ihn töten. Dabei stellt sie sich jedoch eher ungeschickt an und so muss Kara einschreiten, um ihr zu helfen.

Ehe sie sich versieht ist Krem mit ihrem Raumschiff auf und davon und Krypto tödlich verletzt. Er wurde vergiftet und sie hat nur ein paar Tage Zeit, um das Gegengift von Krem zu besorgen …

Gleich vorweg: Das mit Abstand beste an Supergirl ist Milly Alcock. Wer also mit ihr in der Rolle als Kara Zor-El nichts anfangen kann, der oder die kann die Finger (bzw. die Augen) von dem Film lassen. Für diese Version der bekannten Figur ist sie die perfekte Besetzung – egal ob von der Art wie sie sich bewegt, ihre Blicke, ihre Mimik – das passt alles wunderbar. Das ist ab der ersten Sekunde genau dieses Supergirl, dass sich selbst verloren hat, Party macht, einen Sinn sucht und trotzdem irgendwie auch das Richtige tun will. Und Millie Alcock bringt das alles super rüber. Aus meiner Sicht hilfreich ist natürlich, dass sie meiner Ansicht nach kein absolute Allerweltsgesicht besitzt, sondern gerade ihre Mundpartie ziemlich interessant aussieht. Das liest sich jetzt vielleicht komisch, aber wer die Trailer kennt weiß vermutlich was ich meine. Kara Zor-Els Mundpartie ist quasi das Gegenstück zu Robocops Kinn. Sie erzählt die halbe Geschichte.

Und das ist auch notwendig, denn da hapert es bei diesem Film hier mit Abstand am meisten. An der Geschichte. Am Drehbuch. Und teilweise an der Green-Screen-Arbeit, aber dazu später mehr.

Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte sind ja die Figuren und ihre Beweggründe und auch wenn man sich bemüht, hier so etwas wie Charakterbögen zu schaffen – es gelingt einfach nicht. Gleiches gilt für eine Spannungskurve. Ich meine vom Setup her hat man ja schon mal frech bei „John Wick“ geklaut, was aber danach kommt, nun – das ist einfach schlecht im Ablauf. Die Szenen einzeln sind an sich gut und stimmig, was aber völlig – und ich meine völlig(!) – fehlt ist, ist das Gefühl der Dringlichkeit und der Sorge von Kara um Krypto.

Craig Gillespie schafft es als Regisseur nicht, irgendwelche Akzente zu setzen. Die emotionalen, humanen Momente ziehen sich zu lange und es gibt zu viel Bla-Bla und Exposition und quatschen über Gefühle. Die Action ist teilweise zu lang bzw. fühlt sie sich zu lange an, weil sie einfach nicht besonders toll ist. Und Momente, die heftig hätten ausfallen sollen (aufgrund einer Entscheidung von Kara sterben direkt drei Personen), plätschern einfach so vorbei.

Da ist also einiges schief gelaufen.

Das tut insofern doppelt weh, weil ich wirklich gehofft hatte, dass der Film gut wird. Mir hat Alcock von Anfang an in der Rolle gefallen und ich dachte mir, ja, das kann was werden. Dann kamen die Trailer und ich wurde skeptisch. Berechtigt, wie ich mittlerweile weiß.

Ich kann nicht mal den Finger richtig drauf legen, weil es einfach … so viel zu sagen geben würde. Die Choreografie ist langweilig. Die Schläge klingen heftig, aber es sieht einfach lahm aus und wenn gegen Ende dann Supergirl herumfliegt und aufmischt, dann fand ich zwar die Idee mit der Zeitlupe und der Musik großartig – es sieht nur leider streckenweise halt ziemlich schlimm und schlecht gemacht aus. Schade. Wirklich schade. Meines Erachtens ist da auch beim Schnitt einiges schiefgelaufen.

Dazu das Timing und die Spannungskurve: Wann immer der Film vom ersten Gang in den zweiten schalten will, fällt jemanden ein, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Flashback oder irgendwas wäre. Und das zieht sich dann. So sehr ich die Aufrtitte von Superman genossen habe – sie sind zu lang. Und an den falschen Stellen.

Jason Momoa wird ohnehin verschenkt – der hat zwar ein paar gute Momente, aber in Summe hätte die Figur keiner im Film gebraucht, Eve Ridley ist mehr nervig als sympathisch und alle anderen sind ohnehin irrelevant. Manche Szenen sind dreist aus der Star-Wars-Kantine geklaut und – apropos: Das ist auch ein wirklich guter Punkt: Das Make-Up-Department hat richtig gute Arbeit geleistet. Was hier herumkreucht und -fleucht. Hut ab! Das sieht alles richtig cool und gut aus.

Anders gesagt: Ich hätte den Film echt gern gemocht und würde hier gern schreiben wie toll er ist. Ich kann’s nur nicht. Und wieder einmal das Tragische daran: Da steckt ein richtig guter Film drin (wenn man die Szenen in denen Kara ihre Kräfte verliert vielleicht um die Hälfte reduzieren würde und die andere Hälfte besser handlungstechnisch erklären), aber an dem wurde konsequenz vorbeinszeniert und vorbeigeschnitten. Wirklich, wirklich schade.

Vor allem für Milly Alcock, die mir in dieser Rolle tatsächlich richtig gut gefallen hat. Und natürlich Krypto. Aber der kommt im Film so wenig vor, dass man sich unweigerlich fragen muss, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre sich einen anderen Story-Aufhänger zu suchen, damit der Hund zumindest die Story retten kann. Aber – es hat nicht sein sollen.

Oh – und eine Frage: Wann können wir denn bitte mit dem Hollywood-Pseudo-Feminismus-für-Kinder aufhören? Ruthye ist da so ein Überbleibsel, welches echt nerven kann. „Warum ist er SuperMAN und du SuperGIRL?“ Mhm. Spart es euch einfach. Es findet niemand lustig und wie die Gleichstellung in Hollyood aussieht wissen wir nicht erst seit Harvey Weinstein.

Aber zurück zu Gillspie: Ich fand ja „I, Tonya“ einen spannenden Film und „Lars And The Real Girl“ ist ja auch halbwegs bekannt. Vielleicht liegt das Problem darin – und je länger ich darüber nachdenke, des wahrscheinlicher kommt es mir vor -, dass Gillspie die Charaktermomente durchaus drauf hätte. Das sieht man an ja an seinen anderen Filmen. Was er halt scheinbar nicht so drauf hat ist Action. Ohne die geht’s halt nicht in einem Superheld:innenfilm. Für mich also ein klarer Fall von falscher Regisseur für diesen Film. Ähnlich wie Nia DaCosta bei „The Marvels„. Nicht alle Independent-Regisseur:innen eigenen sich für Blockbuster.

„Supergirl“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider nicht richtig abhebende, Punkte.

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Mockbuster (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/28/mockbuster-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/28/mockbuster-filmkritik/#respond Tue, 28 Jul 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39079 Anthony Frith hat ein Problem: Er wollte immer schon Filmregisseur werden, ist aber in seinem Job gefangen. Ja, er macht Filme, aber es sind Produktfilme und Werbevideos. Der letzte Auftrag kam von seinen eigenen Eltern. Jetzt wird er selbst Vater … Weiterlesen

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Anthony Frith hat ein Problem: Er wollte immer schon Filmregisseur werden, ist aber in seinem Job gefangen. Ja, er macht Filme, aber es sind Produktfilme und Werbevideos. Der letzte Auftrag kam von seinen eigenen Eltern. Jetzt wird er selbst Vater und irgendwie hat er das Gefühl, dass er seinen Traum jetzt angehen oder für immer vergessen muss.

Also tut er, was man so tut: Er bewirbt sich überall, bekommt laufend Absagen und wagt dann einen interessanten Schritt: Er schreibt „The Asylum“ an und fragt, ob er einen Film drehen darf. Und die sagen „Ja“.

Also macht sich Anthony von Australien auf zu „The Asylum“, bekommt einen Crashkurs, wie dort das Filme drehen läuft und wirklich spannend wird es, als er die Bedingungen hört: Er braucht ein Team vor Ort in Australien, das Drehbuch kommt von „The Asylum“ und das Budget bestimmen ebenfalls sie.

Außerdem wäre der Dreh in knapp drei Monaten und der geplante Drehzeitraum? Sechs Tage …

Dieser Film ist quasi für mich gemacht. Und Hut ab vor Anthony Frith, soweit mitgedacht zu haben, dass er gleich mitsamt dem Dreh des Aslyum-Films eine Dokumentation mitdreht. Das hat sich sicher ausgezahlt.

Im Kern ist es genauso, wie wir alle es immer vermutet haben: Kein Geld. Kein Budget. Keine Zeit. Und jetzt mach mal. Anthony bekommt quasi eine Woche vor dem Drehbeginn das Drehbuch. Sein interessierter Produzent winkt lachend ab, als er das Drehbuch und das Budget erfährt und fünf Tage vor Drehbeginn hat er noch nicht einmal Schauspieler:innen.

Ein kleiner Wahnsinn.

Wirklich cool sind auch die Einblicke in die Welt von Asylum selbst. Das waren für mich sogar die besten Momente – die Interviews mit den Verantwortlichen dahinter. Vor allem Paul Bales ist ein Hammer, der die ganze Zeit über Ansagen rauswirft, die zeigen, dass er absout weiß, was sie machen, wie sie es machen und warum sie es machen.

Egal, ob er die eigenen Film als „shitty movies“ bezeichnet, die Zuseher:innen als „very special crowd“ oder die Filmemacher, die sich bei ihnen bewerben als geisteskrank. „Why do we let you make a movie? Well, for one – we get a movie out of it for almost nothing and you are clearly mentally unstable.“ Großartig. Der ist die ganze Zeit über ein Hammer. „I am a sell-out-whore. I know.“

All die Einblicke hinter die Kulissen von „The Asylum“ sind viel spannender als der Dreh an sich, wie ich gestehen muss, denn der läuft genauso, wie man sich das vorstellt ab. Sechs Tage Zeit – da sind Spannungen vorprogrammiert und offen gesprochen, war das der für mich langweiligere Teil. Was ich spannend fand: Alle Kostüme mussten von „The Asylum“ genehmigt werden und das machen sie nicht ein paar Tage vor Drehstart (der ohnehin ja nur sechs Tage Drehzeit einkalkuliert hat), sondern am ersten Drehtag. Und dann brauchen die Stunden(!) um alles zu genehmigen. Dass da die Nerven bei allen blank liegen ist auch klar.

Auch als Anthony feststellt, dass es schwierig wird mit dem Budget eine Crew aufzutreiben und ihm Brendan – der Produzent auf Seiten von „The Asylum“ geschickt wird -, wird – da geht dann die Post ab. Und spätestens, als man dann sieht, wie doch alle Durchbeißen und Spaß bei der Sache haben und auch Anthony endlich – am letzten Drehtag – versteht, was er hier eigentlich macht und er die ganze Zeit über viel mehr Spaß hätte haben sollen – da ist man dann schon live dabei.

Großartig auch der Special-Effects-Meister, der Anthony sehr klar zu verstehen gibt, dass das VFX-Team genau drei Wochen Zeit hat, um die VFX zu produzieren, er sich also bemühen soll keinen Mist abzuliefern. Dann der Dreh. Dann die Nachbesprechung, weil es ein paar Probleme beim Schnitt gibt – zB laufen alle in Richtung X vor dem Dino davon, der eigentlich laut voriger Einstellung in Richtung X steht. Also laufen sie ihm alle in die Arme. Oder der Bildausschnitt ist so gewählt, dass wenn der VFX-Mann den Dino da einbaut, wo er hinsollte und zwar in der Größe, wie er aussehen sollte, dann würde man nur seine Zehen und, nun, „Balls“, sehen.

Großes Kino, diese Dialoge.

Was bleibt: Ja, „The Asylum“-Filme laufen beim Dreh genauso, wie man es sich dachte ab. Ganz genau so.

Und irgendwie hab ich Lust bekommen mir „The Land That Time Forgot“ anzusehen … ja, das ist der Film im Film, den Anthony mit seiner Crew dreht.

Kudos an Michael Paré, der wie ein sympathischer Profi wirkt und auch Eric Roberts, der aus seiner Sicht absolut klarstellt, dass es keinen Unterschied gibt zwischen einem Dreh wie „The Dark Knight“ oder „Sharknado“. Du gehst hin und machst deinen Job – nämlich Schauspiel. Sicher – im ersten Fall gehst du auf ein Set und steht ins Gotham City – das ist … wow. Im zweiten stehst du bei irgendwem im Garten, aber das Schauspiel – das bleibt gleich.

Kommt richtig sympathisch rüber, der gute Mann.

Ich fand es auch toll, wie viele Leute Anthony anfragt, um mit ihnen über seinen Dreh zu reden und die das auch machen. So sitzt er (als Beispiel) mit den Machern von „Talk To Me“ und „Bring Her Back“ beisammen. Als Anthony ihnen den Drehzeitplan und das Budget nennt kriegen beide einen Lachkrampf und lassen sich zur Aussage hinreißen, dass man dafür gerade mal ein halbwegs gutes YouTube-Video hinbekommen würde.

Alles in allem eine charmante Doku über die Enstehung eines Films von einer Filmschmiede, die wohl mehr berüchtigt als berühmt ist (und ja auch auf diesem Blog öfter mal erwähnt wird).

„Mockbuster“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, interessante Einblicke bietende, Punkte.

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Mike & Nick & Nick & Alice (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/21/mike-nick-nick-alice-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/21/mike-nick-nick-alice-filmkritik/#respond Tue, 21 Jul 2026 05:00:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39047 Quick Draw Mike (James Marsden) wurde ermordet für einen Verrat, den er gar nicht begangen hat. Zumindest lief die Sache das erste Mal so ab. Nick (Vince Vaughn) hat nämlich eine Zeitmaschine im Keller eines Erfinders entdeckt und will die … Weiterlesen

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Quick Draw Mike (James Marsden) wurde ermordet für einen Verrat, den er gar nicht begangen hat. Zumindest lief die Sache das erste Mal so ab. Nick (Vince Vaughn) hat nämlich eine Zeitmaschine im Keller eines Erfinders entdeckt und will die Sache wieder hinbiegen.

Das einzige Problem ist der Nick aus der Gegenwart, aber den wird er mit Hilfe von Mike, schon überzeugen können. Zeit für Alice (Eiza González) muss ebenfalls sein in der Geschichte, immerhin ist sie Nicks Frau und Mike hat eine Affäre mit ihr…

Nach Happily ist dies erst der zweite Spielfilm von BenDavid Grabinski, der hier auch wieder alleine für das Drehbuch verantwortlich war. Es ist ein wilder Mix geworden, der seine Zeitreise Story mit vor allem wegen den Gesprächen schräger Situationskomik verbindet und mit wilden, gar nicht mal so unblutigen Action-Einlagen, das Ganze verbindet.

Wie man von dieser Beschreibung bereits erkennen kann, ist dies ein rein auf Unterhaltung ausgelegtes Abenteuer, dass mit seiner Kurzweiligkeit und seinem spielfreudigen Cast besticht. Wie essentiell Gespräche über Gilmore Girls und die Frage, wer denn der beste Boyfriend für Rory gewesen ist, wirklich sind, wird hier ebenfalls aufgeklärt.

Was ich auch gelernt habe: für zwei Vince Vaughn´s (Freaky) auf einer Leinwand, ist definitiv genug Platz. Dabei machen es die feinen Nuancen im Gesicht aus, der eine will etwas wieder gut machen, der andere ist ein Egoist, der aber nur ein, zwei falsche Entscheidungen davon entfernt ist, wie sein zukünftiges Ich zu werden.

Egal ob sie sich zunächst bekämpfen oder später gemeinsam Gangster beseitigen, das macht Spaß. James Marsden (Sonic) als Quick Draw Mike vereint zwischenmenschliche Unsicherheiten und Angst um sein Leben mit effektiver Coolness und der Humor kommt weder bei ihm noch bei Eiza González (In The Grey) als Alice zu kurz.

Reaktionen, Oneliner, Gespräche, wo zwei Beteiligte völlig aneinander vorbei reden und wie der gesamte Cast diese präsentiert, machen für mich auch die kleinen, sich summierenden Freuden aus, die mir bei diesem ansonsten eher schneller wieder in Vergessenheit geratenen Spaß, in Erinnerung geblieben sind.

Der Cameo-Auftritt von Dolph Lundgren (Aquaman 2) hat eine „grinsendes Kopfschütteln“ Reaktion bei mir erzeugt und Jimmy Tatro (Scream 7) als Jimmy Boy ist herrlich übercool mit völliger Funkstille zwischen seinen Ohren und einem Musikvideo im Schlussspann, in dem sich noch ein paar weitere, witzige Deleted Scenes befinden.

Die Atmosphäre am Set wird von den Darstellern eins zu eins aufs Publikum übertragen und das ist in diesem Fall sehr gut. Ein typischer Streaming Film der guten Kategorie (läuft auf Disney+), schnelllebig und ohne echte Substanz, aber einmalig wirklich unterhaltsam. Und jetzt legt los, baut euch eure eigene Zeitmaschine und behebt Fehler, die ihr in der Vergangenheit begangen habt!

„Mike & Nick & Nick & Alice“ bekommt von mir 6,5/10 mit der Ex und dem besten Kumpel, doppelten Spaß habende Empfehlungspunkte.

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Hoppers (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/30/hoppers-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/30/hoppers-filmkritik/#respond Tue, 30 Jun 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38978 Mabel liebt Tiere. Deshalb rettet sie diese auch gern – vor allem aus den Schullaboren. Und deshalb landet sie auch bei ihrer Großmutter. Die Eltern ziehen weg und Mabel bleibt bei ihrer Großmutter, die ihr beibringt ihren Jähzorn zu bezwingen, … Weiterlesen

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Mabel liebt Tiere. Deshalb rettet sie diese auch gern – vor allem aus den Schullaboren. Und deshalb landet sie auch bei ihrer Großmutter. Die Eltern ziehen weg und Mabel bleibt bei ihrer Großmutter, die ihr beibringt ihren Jähzorn zu bezwingen, indem sie ihr einen wundervollen Platz in der Natur zeigt.

Jahre später entdeckt Mabel, dass Bürgermeister Jerry eine Umfahrungsstraße bauen will – genau durch den Teich und ihren speziellen Platz. Das geht rechtlich leider, weil keine Tiere mehr dort leben. Was Mabel komisch vorkommt …

Da kommt eine geheime Erfindung der Schul-Wissenschaftler gerade recht, denn die haben eine Möglichkeit gefunden, seinen Geist in eine Tierattrappe zu übertragen. Und Mabel tut das – sie schlüpft in die Gestalt eines Bibers und macht sich auf den Weg, die Tiere zurückzubringen, denn nur diese können den Ort retten …

Ich habe seit Jahren keinen Pixar-Film mehr gesehen. „Hoppers“ habe ich ursprünglich nicht mal mitbekommen. Wir haben mit den Kindern einen Filmabend gemacht und auf Disney+ geguckt, was es gerade so gibt. Und tja – hier kommt „Hoppers“ ins Spiel.

Grundsätzlich ist der Film gelungen – er sieht gut aus, die Tiere sind cool gemacht und die paar Hauptfiguren sind witzig genug, dass es den Film zusammenhält. Die Handlung ist hauchdünn und natürlich ist das Ende zu zuckersüß um auch nur irgendwie wahr sein zu können, aber hey – Kinderfilm.

Auch wenn es ein paar Szenen gibt, die echt halbwegs irre sind – so übernimmt eine Bösewicht einmal einen Menschenroboter und dessen Mimik und Gestik sind hart grenzwertig. Fast schon ein wenig Horrorfilm. Lust für Erwachsene (erinnert an die Schabe in der Menschenhaut aus „MIB„), für Kinder heftig (aber nicht zu heftig).

Irgendwo habe ich gelesen, dass der Film der lustigste sei, den Pixar jemals gemacht hätten. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Ja, ein paar Witze waren super. Vor allem ein paar wirklich dunkle Witze („Wichtig ist, dass wir noch leben …“, sagt der Regenwurm und die Sekunde drauf schnappt ihn der Vogel), haben mich abgeholt und ich musste schallend lachen. Natürlich zieht nicht jeder Witz8, aber wie erwähnt: Er bleibt unterhaltsam und spannend. Mabel ist eine coole Hauptfigur, die auch mal Mist bauen und daran wachsen darf.

Und die richtigen Helden sind ohnehin King George und die andern Tiere. Die Auftrittsdauer variiert zwar wenig, aber alle kommen mal zum Zug. Und King George wird euch richtig ans Herz wachen. Im Kern ist der die Hauptfigur und macht auch mit Mabel gemeinsam die größte Entwicklung durch. Ach, so ein lieber Otter.

Es ist übrigens natürlich wieder so, dass die – in meinen Augen – besten Witze und Szenen im Trailer sind („Willst du ihn noch immer essen?“ – „Nein. Jetzt ist es komisch.“ – find ich immer wieder großartig), aber der Film hat auch danaben noch genug Herz und Action, sodass alles funktioniert. Ein paar Szenen sind dann doch auch berührend – als zum Beispiel Mabel am Anfang Unterschriften für den Erhalt der Lichtung sammelt, dann bei einem alten Mann landet, ihm den ganzen Tag hilft und ihn zuquascht, bis sie am Abend bemerkt: Er hat sein Hörgerät ausgeschaltet gehabt. Aber er erbarmt sich und unterschreibt ihre Liste. Denkt sie. Als sie dann nachschaut, was dort steht, hat er ihr seine Einkaufsliste auf ihre Petition geschrieben.

Das sind halt Witze, die finde ich lustig. Meine Kinder haben glaube ich mehr gelacht, weil ich gelacht habe. Aber gut. Ist halt so.

Gegen Ende drückt man dann halt doch noch so richtig auf das Over-the-top-Gaspedal („Ich sag nur Haidi.“) und Absurdität, aber was hat man denn erwartet? Eben. Dazwischen sind halt viele kleine Gags, die mir besser gefallen („Woher hat er die Krone?“ – „DAS ist deine Frage?“) und die halt innerhalb eins Blinzeln vorbei sind. Man denke nur an das Ende des Bösewichts. Fand ich großartig, dauert aber keine Sekunde. Und erneut: Ich hab mich weggescheppert (in diesem Fall gemeinsam mit den Kindern, anstatt die Kinder meinetwegen).

Die Message des Films ist an sich super: Es gibt keine Tierwelt. Es gibt keine Menschenwelt. Es gibt nur eine gemeinsame Welt, weil es EIN Ökosystem ist.

„Hoppers“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, den Teich bzw. die Lichtung rettende, Punkte.

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Anaconda (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/#respond Thu, 11 Jun 2026 05:32:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38791 Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes … Weiterlesen

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Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes Video schenkt, in welchem sie gemeinsam einen Action-Film gedreht haben, steht sein Entschluss fest: Er dreht ein Reboot zu ihrem Lieblingsfilm: Anaconda. Dazu braucht er ein Team und ein Drehbuch.

Nach kurzem Überlegen steigt Doug ein und ihre alten Kumpane sind auch wieder mit dabei – nicht lange danach findet man sich im Dschungel wieder, bereit, diesen Film zu drehen. Aber korrupte Goldgräber und eine wirklich, wirklich große Schlange machen der Sache einen Strich durch die Rechnung und bald wird nicht nur im Film ums Überleben gekämpft, sondern auch in der echten Welt …

Ob es wirklich notwendig war, eine Art Reboot von „Anaconda“ zu machen, muss jede:r für sich beurteilen – denn immerhin ist der Trashstreifen aus dem Jahr 1997 ein Kultfilm mit Ice Cube und Jennifer Lopez. Immerhin – so kann man vielleicht argumentieren – ist es kein richtiges Reboot, sondern eine Art „Legacy-Sequel“ oder wie immer man das mittlerweile nennt. Soll heißen: Ja, es tauchen zwei Schauspiele:innen aus dem 1997iger Film auf.

Vom Schauspiel her gibt es nicht groß was auszusetzten – Black („Kung Fu Panda„) und Rudd („Ghostbusters: Afterlife„) machen, was halt Black und Rudd machen, nur dieses Mal halt zusammen und die Chemie zwischen den beiden passt. Man glaubt ihnen die tiefe Freundschaft und auch Black ist wieder aus seinem „Minecraft“-Mode zu etwas ein wenig geerdeterer Schauspielerei zurückgekehrt. Thandie Newton habe ich schon ewig nicht mehr in einem Film gesehen – zumindest kann ich mich nur an sie erinnernals besten Teil von „Mission: Impossible II„. Passt auch. Steve Zahn kämpft sich mit super Mimik durch einen so-lala-Figur, die manchmal großartig ist und manchmal einfach für billige Witze herhalten muss. Selton Mello als Schlangenfänger Santiago reißt jede einzelne Szene in welcher er ist an sich – die Figur und wie sie gespielt ist: Großartig. Daniela Melchior aus Gunns „The Suicide Squad“ (und die tollste Figur darin) … war dabei. Die Rolle ist okay, aber die hätte man auch aus dem Film streichen können und man hätte nichts verpasst.

Ansonsten – nun, Tom Gormican nimmt sich Zeit, um seine Figuren zu etablieren und scheinbar hatte er auch vor die Filmindustrie mit ihren Remakes und Sequels und Reboots auf die Schippe zu nehmen, aber das gelingt nur bedingt. Es gibt ein paar gute Witze bezüglich der Entstehung eines Films und wenn man selbst schon Mal ein Filmbudget berechnen musste, dann fühlt man jeden einzelnen Moment davon und ja – sie stimmen alle. Ansonsten funktionieren ein paar der Witze gut, ein paar andere dafür in meinen Augen überhaupt nicht – vor allem eine Szene in der es um das „Anpinkeln“ einer Wunde geht – die war einfach zu lange und hatte dann keinerlei Konsequenz. Noch dazu war sie seltsam platziert und hätte man die aus dem Film genommen, dann wäre er dadurch besser geworden und niemand hätte gemerkt, dass sie überhaupt fehlt. Also ja, so eine Szene ist es – die nur aus dem Grund drin ist einen billigen Witz möglichst lange auszuschlachten.

Die Effekte sind in Ordnung. Der Subplot um die Goldgräber ist völlig unnötig und wenn es im dritten Akt dann zur Sache geht, dann ist alles viel zu sehr auf Hochglanz poliert, um irgendwie auch nur eine Sekunde Angst um die Figuren zu haben, aber das war ja wohl auch von Anfang an klar. Charakterentwicklung gibt es im Grunde keine, wozu auch? Ich erwähne das nur, weil es im Film mehrere Dialoge gibt, in welchen Filmregeln diskutiert werden und die Meinung, jeder Film müsse ein „Thema“ haben, wird als Fakt präsentiert. Für’s Protokoll: Mir ist nicht klar, welches das hier sein soll. Aber vielleicht ist das ja der Witz daran.

Die Schlange kommt zu kurz vor und wirklich bedrohlich ist sie nie – die Figuren sind gut beschützt durch die Plot-Armour und sterben tun nur andere. Auch das irgendwie zu erwarten.

Wenn das jetzt alles zu banal oder zu lustlos klingt: Der Film hat seine Momente. Wirklich witzige Szenen, die auch funktionieren – am besten eben die Kombination Black/Rudd – und eine oder zwei der Action-Sequenzen fühlen sich gut an (auch wenn hier die Plot-Armour fast schon aufsteht und dem Publikum winkt), aber es ist kein Film, der auch nur irgendwie in Erinnerung bleiben wird. Dazu ist er zu beliebig und austauschbar – und es steckt in Summe auch keine einzige wirklich großartige Idee drin. Ein Einmal-Nebenbei-an-einem-Regentag-ansehen-Film. Ich würde ihn sogar von der Atmosphäre her mehr als TV-Film als Kinofilm bezeichnen.

Ein wenig schade ist das in Summe schon, denn immerhin hat Tom Gormican mit „The Unbearable Weight Of Massive Talent“ mit Nicoles Cage und Pedro Pascal ja richtig abgeliefert. Das tut „Anaconda“ nicht. Aber so richtig rocken tut er auch nicht.

„Anaconda 2025“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, als nettes Gimmick einmal funktionierende, aber sicher nicht im Gedächtnis bleibende, Punkte.

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Lee Cronin’s The Mummy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/26/lee-cronins-the-mummy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/26/lee-cronins-the-mummy-filmkritik/#respond Tue, 26 May 2026 05:00:58 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38831 TV Reporter Charlie Cannon (Jack Reynor) lebt gemeinsam mit seiner schwangeren Frau Larissa (Laia Costa) und den gemeinsamen Kindern Katie und Sebastian in Kairo. Katie hat eine geheime Freundin namens Layla, mit der sie im Garten spielt und eines Tages … Weiterlesen

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TV Reporter Charlie Cannon (Jack Reynor) lebt gemeinsam mit seiner schwangeren Frau Larissa (Laia Costa) und den gemeinsamen Kindern Katie und Sebastian in Kairo. Katie hat eine geheime Freundin namens Layla, mit der sie im Garten spielt und eines Tages kommt deren Mutter zu einem ihrer heimlichen Treffen.

Sie entführt Katie und jegliche Versuche der Polizei sie wieder zu finden, bleiben vergeblich. Acht Jahre später stürzt ein Flugzeug ab, das einen Sarkophag transportiert hat. Darin befindet sich ein eingehüllter Mensch, es handelt sich dabei um Katie und sie ist am Leben…

Regisseur Lee Cronin wollte ursprünglich nicht Regie bei einem Mumien Film führen. Da er vom Studio jedoch völlige kreative Freiheit bekommen hat, verarbeitete er mit seinem Drehbuch hierfür laut Interview den Tod seiner Mutter. Dafür hat er dann auch die Regie für einen Nachfolger seines sehr intensiven Evil Dead Rise abgegeben.

Eines war bereits nach den Trailern klar, weiter entfernt von den Mumien Abenteuern mit Brendan Fraser, der im Jahr 2027 einen vierten Teil spendiert bekommen soll, kann Cronin´s Version gar nicht entfernt sein. Eine Mischung aus Mechaniken aus Exorzismus Abenteuern trifft auf die Wucht der Evil Dead Filme gepaart mit etwas Täter-Suche der Marke Seven.

Das ist tonal dann nicht durchgehend stimmig, mit zwei Stunden Spielzeit etwas zu lange geraten und fühlt sich wie einer dieser Filme an, die man entweder total feiert, oder ganz furchtbar findet. Ich befinde mich dabei dann doch irgendwo in der Mitte und habe mir beim Betrachten vor allem eine Frage gestellt: ist unangenehm auch gleichzeitig gruselig bzw. spannend?

Einige Szenen sind einfach nur ekelhaft und das hat nichts mit Gewalt an sich zu tun. Besonders wohl wenn man jüngere Kinder daheim hat, leidet man fast schon selber physisch mit. Vor allem Katies kleine Schwester – ich sag nur Sarg und Zähne – der Moment ist doch so richtig krank geraten. Teilweise ist das wieder so over the top irre, dass ich es gefeiert habe, einige aber wohl völlig aus dem Geschehen werfen wird.

Von den Figuren hat mir Jack Reynor (Sing Street) als Vater am Besten gefallen, denn er wirkt als einziger nicht wie eine nur reagierende Schachfigur auf Cronin´s Spielwiese, sondern er treibt die Handlung mit seiner Suche voran, führt das Finale herbei und verliert dabei nie die Selbstaufopferung eines Vaters für sein Kind aus den Augen.

May Calamawy (Moon Knight) als Detective Dalia ist ebenso sehr intensiv und ihre Skorpion-Szene, wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Überhaupt wirkt der Film vom Ablauf her, als würden sich irritierende Szenen mit den Erholungsphasen für den Zuschauer abwechseln. Das kann dann fesseln, wenn man in den Sog des suchenden Vaters eintaucht.

Es kann aber streckenweise auch lähmen, weil dich der Wahnsinn eben hinaus wirft aus der Immersion und man sich emotional distanzieren muss. Mal ganz abgesehen davon, was mit der Großmutter von Katie passiert. Als Regisseur so den Tod seiner Mutter zu verarbeiten, ist schon sehr speziell, es sei denn er wollte einfach nur den unaussprechlichen Horror ausdrücken, den er durch den Verlust empfunden hat.

Ich habe mich an meine Tante erinnert gefühlt, die nach dem Tod meiner Großmutter meinte, sie wird sie sich mumifizieren lassen und ins Wohnzimmer stellen. Ich sagte damals nur darauf: du bis mit deinem Schmerz/Schock gerade überfordert. Genau auf diese Body Horror-Schockmomente reduziert, ist Cronin´s Vision für mich auch ähnlich daneben wie ein Terrifier, der nur auf Grausamkeiten setzt.

Wie gespielt wird, die Optik von Katie, die Soundeffekte und die immer wieder fesselnde Düster-Atmosphäre sind aber ohne Zweifel großes Horror-Kino und ein paar Augenblicke, vergisst man nicht so schnell. Ich habe den Film in Summe gerne gesehen, doch wem genau ich ihn empfehlen würde, da müsste ich länger darüber nachdenken.

„The Mummy“ bekommt von mir 6,5/10, um geheime Freundinnen im Garten und offene Särge, in Zukunft einen riesigen Bogen machende Empfehlungspunkte.

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Salem’s Lot – Brennen muss Salem (2024 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/23/salems-lot-brennen-muss-salem-2024-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/23/salems-lot-brennen-muss-salem-2024-filmkritik/#respond Sat, 23 May 2026 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38836 Ben Mears (Lewis Pullman) kehrt nach Jahren in seine alte Heimatstadt Salem’s Lot zurück. Just zu dieser Zeit eröffent auch Mr. Straker ein Geschäft. Er ist es auch, der im alten Marsten-Haus eingezogen ist. Ein Haus, von dem seit ewigen … Weiterlesen

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Ben Mears (Lewis Pullman) kehrt nach Jahren in seine alte Heimatstadt Salem’s Lot zurück. Just zu dieser Zeit eröffent auch Mr. Straker ein Geschäft. Er ist es auch, der im alten Marsten-Haus eingezogen ist. Ein Haus, von dem seit ewigen Zeiten erzählt wird, es sei verflucht und dort würde es spuken.

Just als Ben sich Susan (Makenzie Leigh) annähert passiert ein Unglück. Ein Junge verschwindet. Suchtrupps werden gegründet. Auch der Priester Callahan (John Benjamin Hickey) und der Lehrer Matt Burke (Bill Camp) nehmen daran teil. Aber sie finden ihn nicht.

Währenddessen macht der junge Mark (Jordan Preston Carter) eine unangenehme Erfahrung: Der vermisste Junge besucht ihn des nachts und erbittet Einlass in sein Zimmer, denn der Meister würde das befehlen.

Immer mehr Menschen verschwinden oder tauchen verändert wieder auf – Salem’s Lot beginnt sich zu leeren. Was geht hier vor und wie kann man es stoppen?

Keine Ahnung, die wie vielte Verfilmung von Stephen King’s „Salem’s Lot“ dies hier schon ist. Ich kann mich an die ganz alte Version – eine Miniserie – aus dem Jahr 1979 erinnern und an das „Remake“ von 2004 mit Rob Lowe in der Rolle des Ben Mears. Während ich an die 1979-Version gute Erinnerungen habe, bin ich erst durch Recherche daran erinnert worden, dass es das ja auch noch gab. Hat wohl keinen großen Eindruck bei mir hinterlassen.

Naja, jedenfalls war es wieder einmal Zeit, denn im Jahr 2026 braucht man keine neuen Ideen, man muss nur alte Ideen wieder aufwärmen. Das reicht ja bekanntlich eh schon aus.

Zum Glück fühlt sich diese „Neuverfilmung“ etwas bodenständiger und frischer an als ich erwartet hatte – die Eröffnung des Films und der langsame Aufbau sind richtig gut gemacht und haben wir wirklich gut gefallen. Ich wollte eigentlich nur mal reingucken, bin dann aber bis zum Schluss drangeblieben. Das sagt doch auch schon was aus. Und Nein, ich habe auch nebenbei nicht mit dem Handy gespielt oder darauf geguckt (was ich allerdings eh nie mache).

Also alles in Butter? Nein, leider nicht. Obwohl der Film in Summe sehr, sehr viel richtig macht und gerade in der ersten Hälfte die Stimmung richtig düster, bedrohlich und böse ist, so verliert sich das in der zweiten Hälfte ein wenig. Was auch daran liegt, dass in der zweiten Hälfte dann leider so viel passieren muss, dass vieles davon ein wenig gehetzt wird. Das fällt vielleicht weniger auf, wenn man das Buch oder die Vorgänger-Verfilmungen nicht kennt – das kann ich leider nich beurteilen.

Schauspielerisch funktioniert alles super, auch wenn ich mich anfangs an die Art zu sprechen von Makenzie Leigh gewöhnen musste – ihre Figur hatte dennoch ein paar sehr schöne Momente (ich sag nur: „Warum sagst du mir das so laut?“). Lewis Pullmann macht seinen Job schon gut, setzt aber keine Akzente – das tun dafür John Benjamin Hickey als Vater Callahan, der nur wenig Szenen hat, die aber absolut die seinen sind, oder Bill Camp, dessen Charakter einfach von seiner ersten Szene weg einfach ein Symapthieträger ist und Alfre Woodard als Gerichtsmedizinerin Cody ist auch spitze besetzt. Ein Fall also in dem die Nebenrollen mehr hergeben und besser wirken als die Hauptfigur. Das liegt allerdings mehr an der Art, wie das Drehbuch geschrieben ist als am Schauspiel, denn Ben hat jetzt per so auch keine großartigen Momente im Film, wie ich leider gestehen muss.

Was mich ein wenig genervt hat, ist die Figur von Mark, denn der kleine Horrorfan sollte eigentlich ein Sympathieträger sein, wirkt jedoch wie ein vorpubertärer Großkotz. Dass es dann noch dazu er ist, der als großer Held quasi alle rettet (die halt noch da sind) und immer wieder quasi als Held etabliert wird, ist deshalb sehr schade, wie ich finde.

Was dem Film aber tatsächlich nicht gut tut, ist die Tatsache, dass die Vampire zum großen Teil aus CGI bestehen oder zumindest damit erweitert wurden. Das sieht einfach zu plastikmäßig aus und wirkt wenig bis nicht bedrohlich, sondern primär lächerlich. Auch deshalb funktioniert die erste Hälfte des Films besser, weil man da immer nur blitzartige Momente einstreut in denen sie/er gezeigt wird/werden. Wenn man sie dann länger sieht, dann verlieren sie viel von ihrem Horror. Gerade Barlow als Oberbösewicht bleibt (man verzeihe das Wortspiel) sehr blass.

Außerdem leistet man sich bei ein paar Szenen dramaturgisch bzw. logisch ein paar Schnitzer. Nur so ein Gedanke: Wenn der kleine Bruder vermisst wird, ich nach drei Tagen (oder mehr) seine Mundharmonika vor dem Fenster spielen höre, seinen Namen rufe und er nicht reagiert – dann kann ich wohl davon ausgehen, dass das nicht mein Bruder ist dort draußen, oder? Warum sollte mich der nach Tagen der Suche und Sorge und Panik mit einer Mundharmonika zum Narren halten? Eben.

Lässt man solche logischen Brecher mal außer Acht, dann funktioniert alles erstaunlich gut. Der Film ist flott, gut erzählt und wie gesagt gibt sich schauspielerisch niemand eine (erneut: tut mir leid für das Wortspiel) eine Blöße. Ein paar nette visuelle Ideen sind dann auch noch drin – zum Beispiel eine Art kurzes Schattenspiel bei einer Verfolgung durch den Wald – das sieht richtig gut und unheimlich aus.

Alles in allem bekommt die 2024iger Version von „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“ von mir 6,5 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung auf jeden Fall geeignet und trotz kleiner Schnitzer absolut unterhaltsame Punkte.

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Apex (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/14/apex-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/14/apex-2026-filmkritik/#respond Thu, 14 May 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38788 Sasha (Charlize Theron) ist mit ihrem Partner Tommy (Eric Bana) klettern – es kommt, wie es kommen muss: Ein Unglück passiert und Sasha bleibt allein zurück. Einige Zeit später ist sie in Australien unterwegs – allein. Sie will ihre Grenzen … Weiterlesen

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Sasha (Charlize Theron) ist mit ihrem Partner Tommy (Eric Bana) klettern – es kommt, wie es kommen muss: Ein Unglück passiert und Sasha bleibt allein zurück. Einige Zeit später ist sie in Australien unterwegs – allein. Sie will ihre Grenzen austesten, um festzustellen, ob sie sich noch spürt.

Vor Ort trifft sie Bem (Taron Egerton), der ihr Tipps gibt, wo sie eine relativ harte Strecke mit dem Kayak befahren und klettern kann, und Sasha nimmt die Herausforderung an.

Als Sasha ihn kurz darauf mitten am Trail trifft ahnt sie bereits, dass er vielleicht nicht unbedingt der zuvorkommende Kerl ist, für den er sich ausgibt – zumal auf dem Trail, wie sie gelernt hat, immer wieder Menschen spurlos verschwinden …

Ich mag Charlize Theron grundsätzlich. Ich mag ihr Schauspiel, wie sie aussieht und im Regelfall auch die Filme in denen sie mitspielt („Mad Max: Fury Road„, „Prometheus„, „Aeon Flux„, „Kubo and the Two Strings„“ Atomic Blonde„). Nicht, dass ich alle gesehen habe, aber üblicherweise wertet ihre Präsenz einen Film auf. Ähnlich läuft es mit Taron Egerton, den ich eine zeitlang sogar für James McAvoy gehalten habe aufgrund seiner Optik, auch wenn ich zugegebenermaßen nur „Kingsman„, „The Golden Circle“ und „Rocketman“ mit ihm kenne.

Was „Apex“ hier betrifft, so wird eine absolut altbekannte und klare und übliche und schon hundert Mal erzählte Geschichte nochmals erzählt. Jene der traumatisierten Frau, die allein unterwegs ist und dann von einem vermeintliche Irren verfolgt wird und sie um ihr Leben kämpfen muss – und naturgemäß in diesem Kampf entdeckt, dass sie ja doch leben will.

Das kann spannend sein und das kann langweilig sein und dieser Film hier, nun, offen gesprochen ist er tatsächlich spannend geraten. Das liegt in erster Linie an der Inszenierung von Baltasar Kormakur, von dem ich bis jetzt noch keinen Film kenne, der sein Handwerk aber absolut versteht und der hier die Kulisse von Australien wirklich perfekt nutzt. Man merkt an der Regie und der Inszenierung auch, dass er eigentlich kein Amerikaner ist, sondern Isländer – der weiß halt, wie man Steine und Natur inszeniert. Sein Kameramann fängt manche Teile des Outbacks/Dschungels wirklich richtig großartig ein – wenn Sasha vom reißenden Wasser mitgerissen wird, dann sieht das richtig heftig und cool aus und man spürt jeden Wassertropfen im Gesicht. Oder als Sasha am Anfang des Films aufwacht und ihren Kopf aus dem Zelt steckt, in dem sie geschlafen hat, und man sieht, dass dieses Zelt in ungeahnter Höhe an einem Berg hängt und unter dem Boden des Zelts – nun: da ist nichts, nur ein Abgrund. Man kann die Bedrohung durch die Umwelt absolut spüren – so richtig nämlich.

Das kann man über die Figur von Ben allerdings nicht sagen. Ja, er ist irre. Ja, er ist bedrohlich. Aber das liegt zum großen Teil wirklich nur an den Szenen in denen die beiden in echter Interaktion sind, sich also gegenüberstehen. Da wirkt die Gefahr, da liegt Spannung in der Luft. Jene Szenen in denen Ben irre wirken soll, zum Beispiel als er erzählt, dass seine Mutter „die erste war und er sie immer bei sich trägt“, da kam mir sogar ein Lachen aus. Peinlich.

Wenn es dann aber zum Schlagabtausch der beiden kommt – dann wird es richtig cool, denn die beiden schenken sich nichts. Und wie dieser Schlagabtausch endet und wie generell das richtige(!) Finale abläuft – Respekt. Das habe ich so noch nie gesehen und das fand ich mutig. Mir hat das richtig gut gefallen. War mal was anderes. Respekt an den Drehbuchautoren Jeremy Robbins. Zumindest für diese Idee.

Davor gibt es natürlich die Verfolgungsjagd und die ist an sich spannend – auch wenn Theron nie wirklich bedroht wirkt. Ihre Mimik ist eher steif und vor allem hat sie einen absoluten „Na, dann …“-Blick drauf, der nichts verät über ihre Emotion, bzw. ist ihre Emotion eine absolut gleichbleibende, egal, ob sie mit Pfeilen beschossen oder verfolgt wird oder mit dem Fluss mitgerissen. Erst später kommt dann ein wenig mehr Abwechslung in ihre Mimik aber anfangs war da wirklich wenig los.

Taren Egerton ist allerdings super – der hat einen Riesenspaß und auch wenn seine Figur nicht immer funktioniert und er halt auch immer dort ist, wo das Drehbuch ihn gerade braucht – egal wie unmöglich, sinnfrei oder unlgisch das ist. Also wenn Sasha drei Kilometer mit dem Fluss mitgerissen wird, dann watet Sasha an Land und natürlich wartet Ben dort. Oder sie klettert aus einer Höhle ins Freie und guckt mit dem Gucker durch die Gegend – wen erspäht sie da – natürlich Ben. Realistisch? Nein. Und natürlich ist er fünf Sekunden später in Schussnähe. Also da war ich zwei, drei Mal knapp vor dem Abschalten, weil es echt schon zäh war und die Spannung arg abgewürgt hat.

Das Finale hat für mich wieder viel gut gemacht (auch wenn es an sich nichts Besonderes ist), aber der Weg dahin war primär gut anzusehen, weil Theron einfach eine gute Figur macht, Egerton Spaß mal drei hat und die Optik der Gegend einfach super eingefangen wird. Aber um Logik darf man sich da nicht kümmern, sonst geht alles den Bach runter.

„Apex“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, trotz aller Logikschwächen und unlogischer, drehbuchtechnischer „Zufälligkeiten“ sehenswerte Punkte.

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100% Wolf (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/#respond Tue, 05 May 2026 05:39:33 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38765 Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel … Weiterlesen

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Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel mag seinen Platz nicht hergeben und daher kommt es ihm sehr gelegen, als an Freddys „Tag der Verwandlung“ – also der Tag an dem Freddy sich das erste Mal in einen Werwolf verwandelt – etwas wirklich Schräges passiert.

Freddy wird nämlich nicht wirklich zu einem Werwolf … sondern zu einem Werpudel. Mit pinken Haaren. Und das führt zu allerlei Problemen …

Es gibt so Filme, nachdem man die gesehen hat, vermisst man die alten Pixar-Zeiten. Also, nicht so richtig vermissen, aber man versteht wieder einmal, dass es einen Unterschied macht, wie man eine Geschichte erzählt und wie sehr das Handwerk der Regie oder des Schnitts einen Film über den Durchschnitt heben können. Denn genau das ist „100% Wolf“.

Warum ich über Pixar schreibe? Weil „100% Wolf“ trotz der Inhaltsangabe kein Horrorfilm ist – ich nehme an spätestens beim Pudel war euch das klar -, sondern ein Animationsfilm für Kinder. Und für die hat er auch gut funktioniert. Der Film ist flott erzählt, relativ gut gemacht in Sachen Animation und die Witze sind meistens so, dass die Kinder lachen mussten und auch ich als Erwachsener musste hin und wieder schmunzeln.

Was halt wirklich auffällt – zumindest mir ist es bereits während dem Film aufgefallen – ist, dass Schnitt auch so manches kaputt machen kann. Der Film hat ein paar Szenen, bei denen es wirklich gut gewesen wäre am Ende einer Szene noch ein, zwei Sekunden zu zeigen, was passiert – einfach um das Geschehene nachwirken zu lassen. Oder an anderen Stellen den Enthüllungen ein wenig mehr Zeit zum „atmen“ zu geben. Da merkt dann schon, dass hier zwar Filmemacher am Werk waren, diese aber noch ein wenig Luft nach oben haben.

Das gilt auch für die Figuren, die am Papier alle sicher großartig gewesen sind. So gibt es zum Beispiel noch einen Menschen, der glaubt, dass Freddy entführt oder getötet wurde von Werwölfen und der deshalb Jagd auf sie macht. Oder die Hunde, die Freddy am Weg trifft und die ja eigentlich seine Feinde sein sollten – die haben alle Potential und ihre netten Eigenheiten, nur werden sie halt viel zu wenig genutzt. Das merkt man zum Beispiel an der Figur der Batty, die ja Freddys beste Freundin wird und die eine tragische Geschichte hat und man versteht als Zuseher (erwachsener Zuseher) sofort, wohin die Autor:innen mit der Figur wollten und welche Emotionen sie auslösen wollen – sie handeln nur alles zu rasch (und zu plakativ) ab.

Für Kinder, wie erwähnt, passt das. Es ist bunt, es ist Action, es ist lustig und man muss nicht viel nachdenken. Vielleicht guck ich mal ins 2009 erschienene Buch von Jayne Lyons, weil mich interessiert, ob das im Buch besser funktioniert und rüberkommt. Mal sehen. Der Film wurde jedenfalls nicht in Amerika, sondern in Australien produziert und im Original ehrt ihn Samara Weaving mit ihrer Synchronstimme. Ich kann allerdings nicht sagen, wie gut sie den Job macht, da ich mir den Film aufgrund der Kinder in deutscher Sprache ansehen „durfte“. Die Synchro war völlig in Ordnung.

Immerhin war der Film so erfolgreich, dass es einen zweiten Teil mit dem kreativen Titel „200% Wolf“ gibt und außerdem einen Serienableger „100% Wolf – die Legende vom Mondstein“ (Staffel 2 hat einen anderen Untertitel), aber meine Kinder haben weder jemals nach einer Fortsetzunge noch nach einer Serie gefragt – was sie üblicherweise machen, wenn ihnen Figuren oder Settings gefallen. Sagt ja auch schon was aus.

Die Formulierung „Einmal Ansehen, dann vergessen“, ist mehr oder weniger für diesen Film erfunden wurden. Unterhaltsam, ja. Aber nicht irgendwie Besonders.

„100% Wolf“ bekommt von mir 6,5 von 10, weil grundsätzlich gut gemachte, auch wenn Luft nach oben ist, Punkte.

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Thrash (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/02/thrash-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/02/thrash-filmkritik/#respond Sat, 02 May 2026 05:00:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38729 Ein Hurrikane der Kategorie 5 ist kurz davor, eine kleine Küstenstadt zu erreichen. Kein Ort an dem man sich zu diesem Zeitpunkt befinden will, schon gar nicht, wenn man auch noch wie Lisa (Phoebe Dynevor) hochschwanger ist. Sich nach dem … Weiterlesen

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Ein Hurrikane der Kategorie 5 ist kurz davor, eine kleine Küstenstadt zu erreichen. Kein Ort an dem man sich zu diesem Zeitpunkt befinden will, schon gar nicht, wenn man auch noch wie Lisa (Phoebe Dynevor) hochschwanger ist.

Sich nach dem Tod der eigenen Mutter in einem Zustand zu befinden, der Panikattacken beim Verlassen der eigenen vier Wände verursacht, bringt Dakota (Whitney Peak) ebenfalls in eine suboptimale Position. Dennoch sind die beiden Damen nun mal hier und Lisa ist auf Hilfe angewiesen…

Nein, ihr habt euch nicht verlesen, auch wenn der Film über seine Produktionszeit zahlreiche Namensänderungen spendiert bekommen hat. Dies ist zwar (neben einem starken Hauch von Katastrophen-Abenteuer) ein Creature Feature mit Haien als Antagonisten, dennoch handelt es sich nicht um einen Trash-Film, sondern um einen Film namens Thrash.

Das bedeutet auf deutsch je nach Zusammenhang etwa so viel wie verprügeln, oder im Sport vernichtend schlagen, sich hin und her werfen oder etwas ausdiskutieren. Dabei kann man mehrere Übersetzungen auf Tommy Wirkolas (The Trip) neuen Film anwenden, den es seit Anfang April 2026 auf Netflix zu sehen gibt, nachdem Sony den ursprünglichen Kino-Release auf Eis gelegt hat.

Der Film bedient gleich beide Genres, nutzt die Naturgewalten aber eher als Setup für das Hai-Szenario. Dabei wird das Rad erwartungsgemäß nicht neu erfunden, aber in seiner knackigen unter 90 minütigen Laufzeit, macht Wirkola mit dem auch von ihm verfassten Drehbuch, etwas grundlegendes sehr richtig.

Es ist zwar einfach, aber es funktioniert eben so gut wie immer. Er wählt Protagonisten, denen das Leben zumindest in letzter Zeit übel mitgespielt hat bzw. die man als Außenseiter bezeichnen kann. Parallel werden dabei zwei sich nicht berührende Storys erzählt, neben den beiden Hauptladys geht es auch um drei Waisen mit gar nicht mal so netten Pflegeeltern.

Die Figuren mag man also von der Ausgangslage her und die Darsteller liefern den Rest. Vor allem Phoebe Dynevor (Bridgerton) als Lisa macht das richtig gut, denn ihre Situation ist völlig drüber und endet in einer over the top Geburts-Szene, die leicht nur lächerlich hätte sein können, wäre sie nicht so cool in ihrer Performance.

Ebenfalls großartig sind die Haie. Das betrifft die Effekte aber vor allem auch die Bewegungen und die damit verbundene Geschwindigkeit, mit der sie auf ihre Opfer zusteuern. Abgetrennte Körperteile gibt es dabei erwartungsgemäß ebenfalls und ja, die Tierchen wirken sogar wieder mal bedrohlich, egal ob als unsichtbare Gefahr oder direkter Angreifer.

Das ergibt in Summe einen sehr kurzweiligen Film, mit sympathischen Figuren, starken Effekten, gestylter Dramatik, gezieltem Humor und sehr bewusst gewählten larger than life Momenten, die ich mir nach dem Film gleich nochmal angesehen habe. Das macht schon Spaß und genau das habe ich auf Grund des Regisseurs auch erwartet.

„Thrash“ bekommt von mir 6,5/10 die Vorzüge einer Wassergeburt nutzende Empfehlungspunkte.

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