spideragent | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Fri, 10 Jul 2026 13:43:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Backrooms (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/11/backrooms-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/11/backrooms-filmkritik/#respond Sat, 11 Jul 2026 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38982 Clark (Chiwetel Ejiofor) lebt seit ihn seine Exfrau aus dem Haus geworfen hat, nur mehr für die Arbeit. Am Abend genehmigt er sich dabei den einen oder anderen Drink. Aber er arbeitet auch daran, sein Leben zu ändern. Zumindest versucht … Weiterlesen

The post Backrooms (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Clark (Chiwetel Ejiofor) lebt seit ihn seine Exfrau aus dem Haus geworfen hat, nur mehr für die Arbeit. Am Abend genehmigt er sich dabei den einen oder anderen Drink. Aber er arbeitet auch daran, sein Leben zu ändern.

Zumindest versucht er seine Probleme mir Therapeutin Mary (Renate Reinsve) aufzuarbeiten. Als er eines nachts wieder mal in seinem Geschäft schläft und es zu wiederholten Stromsschwankungen kommt, entdeckt er im Untergeschoss einen Durchgang in der Wand, der in einen seltsamen gelben Raum führt…

The Backrooms entstanden im Jahr 2019 in einem 4chan-Thread (ein soziales Netzwerk) und werden in seinem Ursprung als „Creepypasta“ bezeichnet, was eine allgemeiner Begriff für im Internet verbreitete Inhalte mit Horror-Themen ist. YouTuber
Kane Parsons hat daraus zwischen 2022 und 2025 eine Webserie gemacht, die es bisher auf 24 Folgen gebracht hat (und es soll weiter gehen).

Nach dem Erfolg im Netz wurde der erst zwanzig jährige Kalifornier von zahlreichen Studios angesprochen, eine Film-Version der Handlung fürs Kino zu inszenieren. 2026 kam die Sache dann ins Kino und es wurde ein richtiges Hollywood-Märchen daraus, denn der Film hat bei Kosten von 10 Millionen Dollar bisher 360 wieder eingespielt und ist der bisher erfolgreichste Film überhaupt für Studio A24.

Komplexer als in seinem Ursprung sind die Räume hier eine physische Manifestation des kollektiven Unterbewusstseins und von ungelösten, psychologischen Trauma. Für eintretende Menschen sind sie ein psychischer Spiegel, der absorbiert, Erinnerungen falsch abspeichert und emotionalen Ballast in einer Endlosschleife präsentiert.

Klingt gar nicht mal so leicht als Thema für einen jungen Mann, aber Angehörige der Gen Z Altersklasse, schauen eben auch gerne hinter die Kulissen. Kennt man diese Hintergründe, überrascht die ruhigere Erzähl-Geschwindigkeit dann nicht wirklich. Die Anspannung ist von Beginn an immer da, der Sog der Räume zieht dich als Zuschauer nach unten und das Gefühl ausbrechen zu wollen, wird immer stärker.

Auch Hauptfigur Clark scheint einen Ausweg zu suchen, aber er bewegt sich nur endlos in seiner „Emotional Comfort“ Zone, als echte Lösungen/Änderungen im echten Leben zu suchen. Auch die zweite Protagonistin Mary hängt in ihrem Trauma fest, aber während es für sie noch Hoffnung zu geben scheint, wirkt er doch einigermaßen verloren.

Vom technischen her ist das Sounddesign in Kombination mit den Farbtönen, den Kamerafahrten und Einstellungen und dem Aussehen der Möbel und Kreaturen in den Räumen so gestaltet, dass man irgendwie eine abstossende Faszination dafür empfindet. Man will doch auch weg laufen und dennoch gleichzeitig auch wieder hinsehen. Typisch schizophren, wie wir Menschlein eben sind.

Chiwetel Ejiofor darf hier nach zuletzt mehreren unwichtigen Nebenrollen (in Infinite oder The Old Guard 2) endlich wieder zeigen, was er kann. Seinen Clark kann man zwar verstehen, jedoch wird er mit zunehmender Manie immer unsympathischer. Renate Reinsve (A Different Man) als Mary ist ebenso stark als nach außen hin kontrollierte Dame, in deren Inneren, Vergangenes immer wieder an die Oberfläche kommt.

Die Mythologie und Überlegungen dahinter sind spannend und als eine Erinnerung daran, den Mut zu fassen aus ungesunden Spiralen im eigenen Leben ausbrechen zu wollen, kann ich das Erlebnis nur loben. Die Räume sind dabei nicht nur Gimmick sondern der Kern und darauf stützt sich der ganze Film. Gut und vor allem gut gemacht ist das, keine Frage, aber der große Hit abgesehen vom finanziellen, ist es in seiner Gesamtheit für mich nicht geworden. Trotz Hoffnung, ist die Grundstimmung dann doch zu depressiv.

„Backrooms“ bekommt von mir 7/10 den Blick weg vom Problem, hin zu einer möglichen Lösung richtende Empfehlungspunkte.

The post Backrooms (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/07/11/backrooms-filmkritik/feed/ 0
Mortal Kombat II (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/#respond Tue, 07 Jul 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38895 Neun mal hintereinander haben die Krieger der Erde beim Mortal Kombat bereits verloren. Sollte dies beim nun anstehenden zehnten Turnier wieder passieren, wird Shao Khan (Martyn Ford) seine gewalttätige Herrschaft, auf die Erde ausweiten. Für den Kampf auf unserer Seite … Weiterlesen

The post Mortal Kombat II (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Neun mal hintereinander haben die Krieger der Erde beim Mortal Kombat bereits verloren. Sollte dies beim nun anstehenden zehnten Turnier wieder passieren, wird Shao Khan (Martyn Ford) seine gewalttätige Herrschaft, auf die Erde ausweiten.

Für den Kampf auf unserer Seite fehlt noch ein Krieger und die Götter haben sich für den herunter gekommenen Schauspieler Johnny Cage (Karl Urban) entschieden. Klingt aussichtslos? Nun mit Kitana (Adeline Rudolph) haben die Guten wenigstens noch eine Verbündete auf der Gegenseite, die ihnen Informationen liefert…

Fünf Jahre später meldet sich Regisseur Simon McQuoid nun zurück, mit einer Fortsetzung seiner Mortal Kombat Wiederbelebung aus dem Jahr 2021. Die viel kritisierte, extra für den Film erfundene Figur des Cole rückt nun stark in den Hintergrund, dafür treten zwei Figuren ins Rampenlicht, die der Erstling völlig ignoriert hat.

Der dramatische Fokus liegt nun auf Kitana – eine der besten weiblichen Figuren aus den Spielen – und der Spaßfaktor wird durch Johnny Cage in die Höhe geschraubt, was comic relief betrifft, ist er sicherlich einer der unterhaltsamsten Figuren des Franchise überhaupt.

Neben den beiden, haben mir auch Nebenfiguren sehr gut gefallen, besonders die, die witzig sein sollen und das auch 100 prozentig sind. Kano wieder zu beleben habe ich richtig gefeiert, genau wie seine nerdigen Vergleiche (z.b. nennt er den blassen Necromancer Quan Chi „Pennywise„). Baraka als Fanboy des großen Johnny Cage ist ebenso ein Fest.

Die Rahmenhandlung an sich wird dieses mal auf ein Minimum reduziert und es geht nun hauptsächlich genau um das, was ein Beat ’em up Spiel ausmacht. So folgt ein Kampf dem nächsten, wobei man bei jedem der Fights schon vorher genau weiß, wer gewinnen wird, wer am Leben gelassen wird, oder eine Fatality abbekommt.

Spannend ist das somit nicht, unterhaltsam bleibt es aber durchgehend. Das Budget war ja 25 Millionen höher als beim ersten Teil und das sieht man auch an den abwechslungsreichen Sets und den Effekten, die (fast) durchgehend überzeugen können. Mehr Einspiel hat dies übrigens nicht gebracht und wegen der Underperformance am Box Office, wurde ein geplanter dritter Teil, derzeit auf Eis gelegt.

Karl Urban (The Bluff) hat als Johnny Cage offensichtlich wahnsinnig Spaß und dieser 80er Jahre Hero Charme sprüht förmlich von der Leinwand. Adeline Rudolph (Resident Evil-Serie) als Kitana verbindet gekonnt Elemente wie Härte, Grazie und Menschlichkeit, die sie alle als Herrscherin und Kriegerin an den Tag lege sollte. Das Problem mit dem langweiligen Helden des Erstlings, wurde somit erfolgreich behoben.

Schöne Schauwerte, blutige Finisher, witzige Nebenfiguren, eine abwechslungsreiche Choreographie, coole Helden und ein Angst einflößender Shao Kahn als Gegenspieler. Warum das zwar viel Spaß macht aber nicht großartig ist, zeigt schön die letzte Szene. Was im Spiel logisch ist, nimmt dem Film nämlich etwas die Substanz.

Damit meine ich, dass sie sich am Ende aufmachen, die gefallenen Kameraden wieder zu beleben. Keine Konsequenzen kann man nämlich sehr gut mit nicht involviert werden gleichsetzen. Das ist aber vor allem auf Videospiel-Verfilmungen bezogen, doch auch jammern auf höherem Niveau und ich würde mir einen dritten Teil, sicherlich anschauen.

„Mortal Kombat II“ bekommt von mir 7,5/10 für den finalen Erfolg, die richtige Perspektive benötigende Empfehlungspunkte.

The post Mortal Kombat II (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/07/07/mortal-kombat-ii-filmkritik/feed/ 0
Citizen Vigilante (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/02/citizen-vigilante-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/02/citizen-vigilante-filmkritik/#respond Thu, 02 Jul 2026 05:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38955 Sanders (Armie Hammer) hat genug von Gesetzen, die Opfer im Stich lassen und Täter beschützen. Deshalb ist er als Vigilante der Bürger selbst auf den Straßen unterwegs. Dabei hat er ebenso korrupte Richter auf dem Radar und nein, keiner überlebt, … Weiterlesen

The post Citizen Vigilante (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Sanders (Armie Hammer) hat genug von Gesetzen, die Opfer im Stich lassen und Täter beschützen. Deshalb ist er als Vigilante der Bürger selbst auf den Straßen unterwegs.

Dabei hat er ebenso korrupte Richter auf dem Radar und nein, keiner überlebt, der sich einmal auf seiner Liste befindet. Das ruft natürlich unweigerlich die Cops in Form von Interpol Regional Chief Henry (Costas Mandylor) auf den Plan…

Im Jahr 2016 hat sich der kontroverse deutsche Regisseur Uwe Boll mit seinem Finale der Rampage Trilogie, von der Filmwelt temporär verabschiedet. Der DVD/Blu-Ray Markt war am Zusammenbrechen und ohne diese Einnahmen, konnte er seine Projekte nicht mehr finanzieren. Seitdem hat er mit seinem Sterne-Restaurant „Bauhaus“ in Vancouver ein zweites finanzielles Standbein gefunden.

Gleichzeitig wurde Streaming immer populärer, weswegen er einen neuen Weg gefunden hat, mit seinen Independent Produktionen, Geld zu machen. Citizen Vigilante – der ursprünglich The Dark Knight heißen sollte, keine Ahnung warum Warner Bros. da was dagegen hatte – ist nun sein bereits fünftes Projekt seit seiner Rückkehr.

Hier kommen Verbrechen vor, die von wahren Missetaten in Europa (etwa England) inspiriert wurden, auch in Deutschland. Reaktionen darauf? In good old Germany wurde dem Film ein FSK-Rating verwehrt, weswegen er weder im Kino noch im Stream erscheinen darf. Eine Klage hat Boll verloren aber an die SPIO hätte er sich noch wenden können. Internationale Nachrichten wie „Hate Speech punished more harshly than gang rape“ sind jedoch wohl die bessere Werbung.

Es ist genau dieses Lead Up zum Finale, dass dich wirklich den Kopf schütteln lässt. 7 Jugendliche vergewaltigen ein 14 jähriges Mädchen und werden dafür nicht eingesperrt. Warum? Weil laut Richter die Politik versagt hat, die Jugendlichen richtig zu integrieren. Sie seien genau so Opfer wie das Mädchen und die Vergewaltigung war in einer Form ein Schrei nach Struktur.

Dass dieser Wortlaut dem real gesprochen Wort der zuständigen Richter im Sinn entspricht, sollte wohl jedem einzelnen Menschen zu denken geben. Bringt Boll seine Botschaft subtil rüber? Ja, genau, mit der Subtilität eines Vorschlaghammers. Kommt die emotionale Wucht an, oder bekommt man Wut auf die Dinge, wie sie in unserer Welt laufen? Oh ja, das schafft der Film zu 100 Prozent.

Der durch dumme Aktionen in der #MeToo-Ära gecancelte Armie Hammer (Wounds) wurde laut seinem Interview selbst von Boll für die Rolle angeschrieben und man sieht ihm die Freude an, dass er endlich wieder seinen Traumjob nachgehen kann. Seine Kinder hätten ihm geholfen zu überleben und die Aussicht auf neue Rollen hat ihm die Kraft gegeben, weiter machen zu können.

Als Sanders ist er konzentriert, unerschütterlich in seinen Vorstellungen und wenn er seine Gerechtigkeit ausübt, dann gibt es keine Gefangenen. Wie er den Schimmel bei einem Bordell-Besuch erkennt oder das SWAT-Team warnt, bevor er das Feuer eröffnet (plus die von Boll absichtlich irritierend fröhliche Musik), sind dabei kleine Eigenheiten, die ihm Profil verleihen, obwohl man nichts über seine Beweggründe weiß.

Wer sich nicht in seiner unbeweglichen Blase befindet, der wird auch unweigerlich zum Diskurs angeregt. Warum gewisse Menschen aus gewissen Kulturen anders funktionieren, ist die eine Frage. Als Ausrede für ein Verbrechen – z.b. ich steche Jemanden ab – da muss das dann aber egal sein, wo ich herkomme bzw. darf es die Strafe nicht beeinflussen. Und wenn die Gesellschaft/Regierung der wahre Übeltäter sein soll, dann ändert doch bitte etwas daran.

Rache-Thriller wie etwa in den letzten Jahren die „Equalizer“ Trilogie sind ja deshalb so beliebt, weil da endlich Jemand etwas tut, wo alle anderen schlafen. Bolls Vigilante ist dabei aber irgendwie zu nahe an der Realität und vor allem deshalb auch für Leugner unangenehm, wie auch etwa Sound of Freedom für manche aus den falschen Gründen Propaganda war.

Wenn ich nett bin würde ich schreiben: Filmtechnisch und dramaturgisch sprüht das Werk durchaus europäischen Independent-Flair aus. Sonst müsste ich sagen, die Erzählstruktur ist etwas konfus, die Darsteller sind blass und die Fahrten des Panzerfahrzeugs durch die Stadt, dauern gefühlt eine halbe Stunde. Die große Kunst ist es hier aber, wie sehr Boll wieder mal aufregen und polarisieren kann und sowohl Leute aus dem linken als auch rechten Lager, zu extremen Aussagen verleitet.

Die moderne (etablierte) linke Seite ist schon längst bereit für Gewalt, wie wenn etwa die Ermordung von Charlie Kirk gefeiert wurde, oder man dazu aufruft, Donald Trump zu töten. Der finale Teil des Filmes löst dann die Frage aus: soll die Gegenseite (damit meine ich die normalen Rechten, nicht die extremen) auch diese Route wählen und ist das daraus resultierende Massaker wirklich das, was wir wollen?

Das Beste wäre natürlich die Menschen, die etwas ändern könnten, würden das auch tun. Wenn z.b. in Deutschland drei von fünf Vergewaltigungen von Männern aus anderen Ländern begangen wurden, dann soll man solche Aussagen nicht als Rassismus oder Hetze abtun und nichts tun, sondern lieber versuchen dahinter zu kommen, warum das so ist.

Was wäre also unsere Aufgabe? Ich finde nicht, dass Bolls Film mehr als andere Selbstjustiz Thriller dazu aufruft, selbst auf der Straße aufzuräumen. Er zeigt viel eher die Ohnmacht der Menschen, die Suche nach Rettung und den Frust über ein stagnierendes System, in dem sich die kontrahierenden Seiten, gegenseitig klischeebehaftetes Schubladendenken um die Ohren hauen.

„Citizen Vigilante“ bekommt von mir 5/10 sofortigem Abwimmeln mit kalkulierter Provokation entgegen wirkende Empfehlungspunkte.

The post Citizen Vigilante (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/07/02/citizen-vigilante-filmkritik/feed/ 0
Pizza Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/27/pizza-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/27/pizza-movie-filmkritik/#respond Sat, 27 Jun 2026 05:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38726 Jack (Gaten Matarazzo) ist nach einer verpatzten Aktion als Maskottchen der Football Mannschaft, bei fast allen auf seiner Hochschule unten durch. Sein Zimmerkollege Montgomery (Sean Giambrone) leidet unterdessen darunter, dass er sich nicht traut, seinen Schwarm anzusprechen. Als sie – … Weiterlesen

The post Pizza Movie (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Jack (Gaten Matarazzo) ist nach einer verpatzten Aktion als Maskottchen der Football Mannschaft, bei fast allen auf seiner Hochschule unten durch. Sein Zimmerkollege Montgomery (Sean Giambrone) leidet unterdessen darunter, dass er sich nicht traut, seinen Schwarm anzusprechen.

Als sie – nachdem sie wieder einmal von anderen Studenten gemobbt wurden – eine Schachtel mit Tabletten/Drogen finden und beide auch noch jeweils eine davon schlucken, beginnt eine Nacht voll mit irrwitzigen Strapazen…

Nick Kocher und Brian McElhaney wurden vor Jahren auf Medien wie YouTube bekannt als Sketch-Duo „BriTANicK“ und gewannen Preise als Schreiber der Gags für Saturday Night Live. Im Jahr 2026 haben sie sich nun nach drei Kurzfilmen getraut, ihren ersten Spielfilm zu inszenieren, bei dem sie natürlich auch das Drehbuch beigesteuert haben und als Produzenten agieren. Sehen kann man das Ergebnis nun auf Hulu bzw. Disney+.

Ihr erster Film ist dabei ein Fest geworden, voll mit verrückten und kreativen Ideen, bei dem es nüchtern betrachtet um Nichts geht, man aber beim Anschauen das Gefühl hat, es würde um Alles gehen. Ich weiß im Prinzip nicht wirklich, wie ich dieses Erlebnis beschreiben soll, weswegen ich einfach ein paar Begebenheiten vorbringen möchte.

Daniel Radcliffe (Guns Akimbo) spricht Lysander Featherhelm, einen Schmetterling einer der Hauptfiguren und es kommt kurzfristig auch zu einem Körpertausch mit seinem Besitzer. Wenn ich sonst nichts über diesen Film gewusst hätte wäre mir bei dieser Beschreibung sofort klar gewesen, dass ich den Film sehen will.

Von einer Musikerin, die durch Elektroschocks ihren Sänger zum Singen bringt, weil dies die Schreie bei einer Geburt nachstellen soll über einen Lieferroboter, der sich für einen zufriedenen Kunden inklusive positiver Bewertung sogar mit Stiegen (seinem Todfeind!) anlegt bis hin zu den sämtlichen Stufen, die der Drogenkonsum auslöst und die allesamt großartig sind, ich hab schon lange nicht sehr so oft grinsen und lachen müssen.

Die wichtigsten Figuren sind nicht nur Außenseiter, sondern vor allem die beiden Jungs werden als echte Loser gesehen. Diese Tatsache gepaart mit diesem Gefühl, dass die Suche nach einer Pizza zur wichtigsten Nacht ihres bisherigen Lebens wird und sie dabei als Menschen wachsen und zwischenmenschlich einiges seltsames aber auch sehr emotionales abläuft, das ist genau meine Art von schräg.

Sean Giambrone (Die Goldbergs) als Montgomery und Gaten Matarazzo (Stranger Things) als Jack ergänzen sich perfekt als beste Freunde, die schließt man ins Herz, weil sie einfach ehrlich sind (und schlecht lügen können) und ihnen nur selten etwas gelingt. Lulu Wilson (Becky, Wrath of Becky) als Lizzy vervollständigt das Trio und ihre Blicke mit ihren weit aufgerissenen Augen, spiegeln schön den vorherrschenden Irrsinn wider.

Es gibt noch zahlreiche weitere starke Schauspieler in witzigen Rollen und gerade weil sie das so ernst spielen, ist es so lustig. Auch die Metaebene darf dabei natürlich nicht fehlen. In Summe zwar sicherlich kein Film für Jedermann, aber was „Stoner Komödien“ betrifft (aus Mangel eines passenderen Genres, nenne ich das mal so) ist das mit Abstand das herzlichste und unterhaltsamste Werk, dass ich jemals gesehen habe.

„Pizza Movie“ bekommt von mir 8,5/10 die Nacht nicht vor der Frühstücks-Pizza lobende Empfehlungspunkte.

The post Pizza Movie (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/27/pizza-movie-filmkritik/feed/ 0
Worldbreaker (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/23/worldbreaker-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/23/worldbreaker-filmkritik/#respond Tue, 23 Jun 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38935 Eines Tages krochen „Breakers“ getaufte Wesen aus einer Öffnung aus der Erde und begannen damit, jagt auf die Menschheit zu machen. Ihr Vater (Luke Evans) hat jahrelang an der Front gekämpft, doch nach einer Verletzung ist es nun Zeit für … Weiterlesen

The post Worldbreaker (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Eines Tages krochen „Breakers“ getaufte Wesen aus einer Öffnung aus der Erde und begannen damit, jagt auf die Menschheit zu machen. Ihr Vater (Luke Evans) hat jahrelang an der Front gekämpft, doch nach einer Verletzung ist es nun Zeit für ihre Mutter (Milla Jovovich) in den Kampf zu ziehen.

Willa (Billie Boullet) selbst flüchtet mit ihrem Vater in der Zwischenzeit auf eine einsame Insel. Dort beginnt er mit ihrem Training, denn eines Tages wird auch sie sich dem Krieg um die Erde stellen müssen…

Ist auch schon wieder über zehn Jahre her, dass ich mit Stonehearst Asylum meinen letzten Film von Regisseur Brad Anderson gesehen habe. Warum ich hier gelandet bin und den Film gerne gesehen habe, liegt aber an Billie Boullet. Die habe ich zuletzt in der Man on Fire Serie kennen gelernt, wo ich ihr ehrlich authentisches Spiel, sehr geschätzt habe.

Probleme hat das Abenteuer jedoch durchaus, ich fange aber mal mit der künstlich voran getriebenen, „culture war“ Ebene an. Ich habe hierzu einen Thumbnail einer Review auf YouTube gesehen und da stand doch ehrlich „Feminist Zombie Hunter, The Movie“ aka der Film ist woke. Wo das her kommt, ist klar, aber wow ist das daneben.

Von der Story her haben natürlich zuerst die Männer gegen die Wesen aus der Erde den Kampf aufgenommen. Zumindest bis man merkte, dass Männer sich durch Bisse und Kratzer in sogenannte Hybride verwandeln, was bei Frauen nur sehr selten vorkommt. Deshalb sind jetzt nur mehr Damen an der Front.

Das wird aber nicht glorifiziert, sondern manche Ladys werden dadurch durchaus überheblich, was nicht vom Geschlecht abhängt, sondern typisch menschlich ist. Was aber nach dem Einstieg der Kern des Filmes ist, ist ein Vater, der seine Tochter auf das Überleben in einer Welt voller Wesen vorbereitet, die sie sonst auf der Stelle töten würden.

Hier liegt auf das gesamte Werk bezogen, dann auch das echte Problem, denn zum Film hätte der Titel „Worldbuilding“ besser gepasst. Die erste halbe Stunde wird die Ausgangslage erklärt, dann folgt die Coming of Age Story der Tochter als Aufbau und plötzlich ist der Film vorbei. Mit Voice Over und dem Wissen wie es wohl ausgegangen sein muss, aber das fühlt sich schon sehr wie teasen ohne pleasen an.

Vom Genre her ist es aber sowieso eher ein Drama, Action gibt es nur zu Beginn und gegen Ende, wobei diese Momente sehr kurz sind. Das Design der Hybriden ist dabei handgemacht und angenehm creepy. Milla Jovovich (In the Lost Lands) wird eher als bekannterer Name für Werbezwecke benutzt, sie hat nämlich nur relativ wenig Screentime.

Dies ist aber sowieso der Film von der wieder sehr lebendig und direkt agierenden Boullet und von Luke Evans (Weekend in Taipei), die ihre Rollen mit vollem Einsatz leben. Er ist genau die Art von Vater, der selbst zwar auch gebrochen ist, aber alles für seine Tochter tut und tun würde. Schützen ist dabei zwar gut, aber lehren eben noch besser.

Wenn genau das Zwischenmenschliche der zwei Charaktere und das Spiel der Schauspieler etwas ist, was dich als Filmfan fesseln kann, dann bist du hier richtig. Ansonsten fühlt sich das Ganze etwas zu sehr wie der Pilotfilm einer Serie an. Wer Action oder Horror erwartet, der ist hier ebenso falsch, da diese Genres nur in Ansätzen vorkommen.

P.S.: Noch mal zum Culture War: Hier ist ein weißer, heterosexueller Vater in einer positiven Mentoren-Funktion die Hauptfigur und durch ihn erinnert man sich auch wieder daran, wie wichtig es ist, Geschichten zu erzählen, die Hoffnung spenden. Plus fragt ihn sogar seine Tochter, ob alle Männer böse sind, weil sie sich anstecken und verwandeln durch die Breaker. Spoiler: die Antwort lautet nein.

„Worldbreaker“ bekommt von mir 6/10 die Hoffnung durch den Blick auf das eigene Kind, niemals aufgebende Empfehlungspunkte.

The post Worldbreaker (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/23/worldbreaker-filmkritik/feed/ 0
In the Grey (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/18/in-the-grey-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/18/in-the-grey-filmkritik/#respond Thu, 18 Jun 2026 05:00:05 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38909 Rachel (Eiza González) ist eine dieser gnadenlosen Anwälte, die sich auf das Eintreiben von Schulden von mächtigen superreichen Klienten spezialisiert hat. Aktuell steht sie vor einer ihrer bisher schwierigsten Aufgaben. Deshalb organisiert sie sich wie so oft die Hilfe ihrer … Weiterlesen

The post In the Grey (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Rachel (Eiza González) ist eine dieser gnadenlosen Anwälte, die sich auf das Eintreiben von Schulden von mächtigen superreichen Klienten spezialisiert hat. Aktuell steht sie vor einer ihrer bisher schwierigsten Aufgaben.

Deshalb organisiert sie sich wie so oft die Hilfe ihrer Mitarbeiter Sid (Henry Cavill) und Bronco (Jake Gyllenhaal), zwei Extraktionsspezialisten, die auf Sabotage, Bestechung und Täuschung spezialisiert sind und nebenbei auch noch jeden Schusswechsel, für sich entscheiden können…

Die letzten Guy Ritchie Filme, die mir richtig gut gefallen haben, sind mit The Gentlemen und Cash Truck sieben bzw. fünf Jahre her. Letztes Jahr kam mit Fountain of Youth dann doch leider ein sehr zahmes Abenteuer. Mit In the Grey meldet er sich nun als Drehbuchautor und Regisseur zurück und hat ein paar alte Bekannte mitgebracht.

Ich fange hier gleich mit dem eigentlichen Problem an. Dies ist ein Film, in dem unheimlich viel geredet und erklärt wird. Die Exposition, also die Erklärungen, die Planung und Ausführungen wie Rachel und ihr Team ihr Ziel erreichen, dauert mit circa 50 Minuten, mehr als die Hälfte des gesamten Filmes.

Ja, vor allem Henry Cavill (The Ministry of Ungentlemanly Warfare) aber auch Jake Gyllenhaal (The Guilty) gehen als Sid und Bronco fast über vor Charisma und Coolness und ihre kleinen, gegenseitigen Sticheleien bringen dich zum Schmunzeln. Ja, Eiza González (Ash) als Rachel ist clever, tough, sexy und bleibt dennoch menschlich greifbar.

Das Problem sind weder die Figuren noch die dazu gehörigen Darsteller. Die Schwierigkeiten, die durch die ständigen Voiceover entstehen, zeigen sich als ein permanentes Gefühl, dass die Handlung nie über die imaginierte Ebene hinaus kommt. Es fühlt sich an als würde man Sid und Bronco in einen Lamborghini setzen, nur um sie dann mit 30 kmh für einen Hochglanz-Werbefilm durch ein Dorf tuckern zu lassen.

In den besten Momenten kommt für Ritchie typische Coolness vor, aber weder die Action sprüht involvierende Direktheit aus, noch sind die Gespräche besonders geistreich. Das ist zwar schon jammern auf höherem Niveau, eben auf der Ebene, auf der seine besseren Filme funktionieren, aber dennoch.

Dies ist einfach ein wenig wie die KI-Version eines Ritchie Abenteuers. Oberflächlich ist alles top und was er vorhat mit seinen Spielfiguren, ist durchaus interessant. Nur muss er dann auch wirklich spielen mit seinen Charakteren und sie nicht einfach nur in der Vitrine bewundern.

Das ist jetzt freilich etwas überspitzt und vor allem zum Finale hin, tut sich dann doch mehr und weniger wird gesprochen. Einen echten Höhepunkt gibt es dabei aber ebenso nicht. Ein Film der förmlich dazu einlädt, zwischendurch auf sein Handy zu schauen, was angesichts der Beteiligten Menschen, doch schade ist.

„In the Grey“ bekommt von mir 5,5/10 sich trotz Dauerbeschallung, in der Grauzone verlaufende Empfehlungspunkte.

The post In the Grey (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/18/in-the-grey-filmkritik/feed/ 0
Good Luck, Have Fun, Don’t Die (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/#respond Sat, 13 Jun 2026 05:00:41 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38614 In einem Imbiss der Marke Norms in Los Angeles erscheint um exakt 23:10 Uhr ein seltsam gekleideter Mann. Er sagt er sei aus der Zukunft und die Erde wurde von einer künstlichen Superintelligenz zerstört, was er mit seiner Zeitreise verhindern … Weiterlesen

The post Good Luck, Have Fun, Don’t Die (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
In einem Imbiss der Marke Norms in Los Angeles erscheint um exakt 23:10 Uhr ein seltsam gekleideter Mann. Er sagt er sei aus der Zukunft und die Erde wurde von einer künstlichen Superintelligenz zerstört, was er mit seiner Zeitreise verhindern soll.

Für diese Mission braucht er eine ihm unbekannte, bestimmte Kombination von Menschen, die sich in diesem Lokal befinden. Da ihn erwartungsgemäß niemand der anwesenden Menschen ernst nimmt, macht er sie auf die Bombe aufmerksam, die um seinen Körper geschnallt ist…

Seit dem 2016 erschienenen, für mich sehr starken aber kommerziell nicht erfolgreichen A Cure for Wellness, hat Regisseur Gore Verbinski keinen Film mehr inszeniert. Neun Jahre später meldet er sich nun zurück, wieder mit einem großartig schrägen Projekt, dass Außenseiter in den Mittelpunkte stellt und nicht einmal die Hälfte seiner Kosten von 20 Millionen Dollar wieder einspielen konnte.

Keine Ahnung, ob er sich nun wieder eine Auszeit gönnt, aber ich freue mich einfach mal darüber, dass es den Film gibt. Was man dem Werk vorwerfen könnte, ist dass man mit der Kritik mit Schwerpunkt AI aka Künstliche Intelligenz, um einige Jahre zu spät dran ist. Die Übertreibungen der Inszenierung, bezogen darauf wie sich die Welt verändert hat, setzen für mich dieses Argument aber wieder außer Kraft.

Das ganze Abenteuer hat eine gewisse LARP (Life Action Role Play) Atmosphäre, die dem etbalierten „Ende der Welt Szenario“, einen witzigen Unterton verpasst. Der Mann aus der Zukunft mit seinem seltsamen Outfit und das Mädchen im Prinzessinnen-Kostüm führen dieses Team an und die beiden sind sowohl als Figuren als auch von den Darstellern her top.

Sam Rockwell (JoJo Rabbit) liefert vor allem am Anfang im Diner eine Ein Mann Show ab und man hängt an seinen Lippen während man sich fragt, ob er vielleicht einfach nur verrückt ist. Haley Lu Richardson (The Last Survivors) als Ingrid ist ein perfekt natürlicher Antipol zur heutigen Gesellschaft, mit ihrer Allergie auf elektronische Geräte und WiFi.

Neben der bereits angesprochen Grundstimmung, den Figuren und wie seltsam außerhalb der Norm sich das ganze Abenteuer anfühlt, sind es dann die satirischen Übertreibungen, die leider wohl teilweise nicht allzu weit von der Realität entfernt sind. Handys und Gedankenkontrolle sind dabei eine Sache.

Besonders auf die USA bezogen ist das mit dem Klonen von Opfern von Schießereien in Schulen eine Schlag in die Magengrube, der in Summe bitterböse ist. Dass auch die Schützen geklont werden können, dabei der Staat noch mehr dazu zahlt als bei den Opfern und sie stolz darauf sind, dass die Wahrscheinlichkeit bei 70 Prozent liegt, dass dieser nicht wieder tötet, spiegelt dabei den nicht gesellschaftsfähigen Humor wider.

Wenn man sich nur mit nimmt, mehr in die Gesichter seiner Liebsten zu schauen und weniger auf seinen Handy-Bildschirm, dann hat der Film aus meiner Sicht bereits gewonnen. Etwas hinter die Kulissen zu schauen und Eigenheiten nach dem „Gleich machen Prinzip“ nicht ausmerzen zu wollen, sondern zu feiern, sind ebenso gute Impulse.

„Good Luck, Have Fun, Don´t Die“ bekommt von mir 8/10 an den Wiederholungen wachsende Empfehlungspunkte.

The post Good Luck, Have Fun, Don’t Die (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/feed/ 0
Fuze (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/09/fuze-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/09/fuze-2025-filmkritik/#respond Tue, 09 Jun 2026 05:00:11 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38858 Ein Bombe, die scheinbar aus dem zweiten Weltkrieg stammt, wird auf einer Baustelle in Paddington/London gefunden. Major Will Tranter (Aaron Taylor-Johnson) und sein Team werden mit der Entschärfung der Bombe beauftragt. Währenddessen nutzen Karalis (Theo James), X (Sam Worthington) und … Weiterlesen

The post Fuze (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Ein Bombe, die scheinbar aus dem zweiten Weltkrieg stammt, wird auf einer Baustelle in Paddington/London gefunden. Major Will Tranter (Aaron Taylor-Johnson) und sein Team werden mit der Entschärfung der Bombe beauftragt.

Währenddessen nutzen Karalis (Theo James), X (Sam Worthington) und ihre zwei Partner die Evakuierung der Gegend, um in die Al Muraqabah Bank einzubrechen…

Hell or High Water ist wohl sein bisher bekanntestes Werk als Regisseur, doch ich kenne vom Schotten David Mackenzie bisher nur Outlaw King. Sein neuestes Werk habe ich mir aber nicht wegen ihm, sondern den Darstellern angeschaut, allen voran Aaron Taylor-Johnson.

Seit Kick Ass habe ich ihn auf dem Radar und egal ob er nun extrem cool wie in Bullet Train ist oder ein richtig feiger Egoist wie in The Fall Guy, man sieht ihm einfach gerne bei der Arbeit zu. Gepaart mit Sam Worthington (The Exorcism) und Theo James (The Monkey) bekommt man hier also drei kernige Jungs in Schlüsselrollen geliefert.

Die Handlung an sich teilt sich in zwei Teile. Dabei ist dies so eine Art von Film, die für mich genau einmal gut funktionieren, wenn du eben noch nicht genau weißt, was gespielt wird. Damit meine ich wer wen betrügen wird, wer mit wem hinter den Kulissen zusammen arbeitet und wer rein böse ist, oder Verbrechen für „die gute Sache“ begeht.

Die erste Filmhälfte weiß dabei zu fesseln, indem parallel die Bombenentschärfung/Evakuierung läuft und dabei zeitgleich ein Banküberfall stattfindet (was übrigens kein Spoiler ist, denn damit wirbt der Trailer). Dabei finde ich die Art und Weise wie Mackenzie es schafft, dass man den Räubern Erfolg wünscht, ohne sie zu kennen, irgendwie faszinierend.

Hier steht Taylor-Johnsons Figur im Mittelpunkt, dessen Major kompetent aber abgekämpft wirkt. Die zweite Filmhälfte konzentriert sich auf die Flucht, Betrug und den Versuch als Zuschauer clever zu sein und die Zusammenhänge zu erraten (was durchaus möglich ist). Hier trifft dann James Figur ins Rampenlicht, ein Schlitzohr das manipuliert und überfordert ist, aber dennoch noch immer irgendwie ein Ass im Ärmel zu haben scheint.

Das Finale liefert eine befriedigende Auflösung, zeigt in einem Rückblick wie es dazu gekommen ist und im Schlussspann sieht man dann noch zu aufheiternder Musik die Auflösung. Hört ihr meine Begeisterung schon heraus? Nicht falsch verstehen, das geht als routiniert gemachter und gut gespielter Thriller schon in Ordnung, aber es bleibt durchgehend unspektakulär.

Taylor-Johnson und James ziehen ihr Ding durch, der Anfang fesselt mit der „Bomben-Stimmung“ und das Finale entlässt dich mit einem lächeln. Kein großer Wurf, aber ärgern musste ich mich auch nie und Langeweile kommt ebenso kaum auf. Früher ein typischer DVD-Release, heute ein (trotz kurzem Ausflug ins Kino z.b. in England) Streaming-Erlebnis für Zwischendurch.

„Fuze“ bekommt von mir 6/10 Diamanten auch als beste Freunde der Jungs etablierende Empfehlungspunkte.

The post Fuze (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/09/fuze-2025-filmkritik/feed/ 0
Over Your Dead Body (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/04/over-your-dead-body-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/04/over-your-dead-body-2026-filmkritik/#respond Thu, 04 Jun 2026 05:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38847 Lisa (Samara Weaving) ist eine aufstrebende Schauspielerin, die nur auf die richtige Rolle für ihren Durchbruch wartet. Dan (Jason Segel) ist ihr Ehemann und arbeitet als Regisseur für Werbungen, nachdem sein bisher einziger Spielfilm, schon Jahre her ist. Gemeinsam wollen … Weiterlesen

The post Over Your Dead Body (2026 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Lisa (Samara Weaving) ist eine aufstrebende Schauspielerin, die nur auf die richtige Rolle für ihren Durchbruch wartet. Dan (Jason Segel) ist ihr Ehemann und arbeitet als Regisseur für Werbungen, nachdem sein bisher einziger Spielfilm, schon Jahre her ist.

Gemeinsam wollen sie ein Wochenende in einer einsamen Hütte am See verbringen, doch da beide unglücklich sind in der Ehe, kommt es ständig zu Streitereien. Genau dieses Problem möchte Dan eben mit diesem Ausflug lösen, indem er seine Frau umbringt und im See versenkt…

Warum macht man nur fünf Jahre später ein Remake des norwegischen Filmes The Trip von Tommy Wirkola (Thrash), obwohl Aksel Hennie und Noomie Rapace auch schon in zahlreichen amerikanischen Produktionen mit dabei waren? Richtig, weil sich Amerikaner laut Studie am Liebsten Amerikaner auf der Leinwand ansehen und Hauptdarstellerin Samara Weaving Australierin ist. Alles klar?

Wie dem auch sei, ursprünglich sollte Wirkola selbst die neue Version inszenieren, am Ende hat aber schließlich Jorma Taccone (Popstar) am Regiestuhl Platz genommen. Im Prinzip handelt es sich hier um eine ziemlich genaue Kopie des Originals, bis auf eine Änderung der Dynamik.

Hier ist nämlich einer der drei Antagonisten eine emotional sehr instabile Frau (im Original waren es drei männliche Flüchtlinge), die Gefängniswärterin der beiden anderen war und mit einem von ihnen, eine Beziehung hat. Für mich keine gelungene Veränderung, denn ihre Figur ist nie bedrohlich, dafür aber durchgehend nervig.

Das ist für mich auch der wahre Zwei-Kampf hier (nämlich gute Performances vs schlechte): Juliette Lewis (Strange Days) ist in dieser Rolle vom psychotisch sein her anstrengend und Jason Segal (Windfall) als Ehemann ist unlustig und durchgehend unsympathisch. Ob mir diese beiden Figuren auf Grund der schauspielerischen Leistung oder des Drehbuches nicht gefallen haben, nun ich bin mir beim Schreiben dieser Zeilen noch immer nicht ganz sicher.

Timothy Olyphant (Alien: Earth) hingegen ist als Anführer der Bösen richtig schön eigenartig und unberechenbar und ebenfalls wie immer großartig ist Samara Weaving (Ready or Not 2) als bissige Ehefrau. Ansonsten ist der trockene, schwarze Humor des Originals durch zynische Dialoge und Slapstick-Einlagen ersetzt worden und der erbitterte Ehekrieg, verlagert sich mehr auf die Meta-Ebene.

Das sich gegenseitig umbringen wollen und sich dann wieder zusammen raufen durch eine Gefahr von außen, nun auch das finde ich hat hier keinen Biss, da dir als Zuschauer egal ist, ob die Hauptfiguren am Ende wieder zusammen sind. Besonders der Ehemann ist nun viel zu tollpatschig und auch weinerlich geraten. Selbst die Gewalt, die ist zwar nicht zahmer geworden, dafür wirkt sie aber irgendwie weniger schmerzhaft. Sie ist hier Selbstzweck und man soll sie nicht schlimm finden, sondern darüber lachen.

In Summe also (wieder mal) ein unnötiges Remake, das in den meisten Bereichen schwächer ist, als das Original. Ohne zu vergleichen oder ohne das Ursprungsmaterial zu kennen ist das Erlebnis wohl besser, aber die Charaktere bleiben dir dennoch großteils egal. Getragen von Weaving und Olyphant und auch auf Grund der überdrehten Grundatmosphäre, ist gegen eine einmalige Sichtung aus meiner Sicht aber nichts einzuwenden.

„Over Your Dead Body“ bekommt von mir 6/10 den Mythos der idyllischen Hütte am See, durch den Fleischwolf drehende Empfehlungspunkte.

The post Over Your Dead Body (2026 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/04/over-your-dead-body-2026-filmkritik/feed/ 0
Normal (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/#respond Sat, 30 May 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38841 Die kleine Stadt Normal in Minnesota hat mit Ulysses (Bob Odenkirk) gerade einen Übergangs-Sheriff erhalten. Dieser hat seine eigenen, privaten Probleme und hält sich deswegen abgesehen von seiner Arbeit, aus den Angelegenheiten der Stadt so weit es geht heraus. Als … Weiterlesen

The post Normal (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Die kleine Stadt Normal in Minnesota hat mit Ulysses (Bob Odenkirk) gerade einen Übergangs-Sheriff erhalten. Dieser hat seine eigenen, privaten Probleme und hält sich deswegen abgesehen von seiner Arbeit, aus den Angelegenheiten der Stadt so weit es geht heraus.

Als jedoch Keith (Brendan Fletcher) und seine Partnerin die örtliche Bank überfallen und Ulysses das Gebäude betreten will um zu verhandeln, eröffnen seine Deputys plötzlich das Feuer auf ihn und die Menschen innerhalb der Bank…

Nicht nur von den ersten beiden Buchstaben des Titels, hat der neue Film von Regisseur Ben Wheatley (Meg 2) Ähnlichkeiten mit einem gewissen anderen Franchise. Für Nobody (und dessen Fortsetzung) mit Hauptdarsteller Bob Odenkirk hat Derek Kolstad das Drehbuch verfasst und für Normal haben die beiden Herren nun gemeinsam die Geschichte geschrieben.

Mit kleinen Veränderungen könnte man die Sache dann auch durchaus als dritten Nobody-Teil sehen, doch es entsteht hier neben Ähnlichkeiten, eben doch eine eigene Dynamik. Der Charme einer Kleinstadt trifft auf die Yakuza, während sich trockener, situationsbedingter Humor mit explosiv, blutiger Action abwechselt.

Odenkirk legt seine Figur des Ulysses als beobachtenden Mann an, der nach einem persönlichen Drama sich selbst wieder finden muss. Die Suche spiegelt sich beruflich in wechselnden Aushilfssheriff-Jobs wieder und seiner Art, wie er seine Arbeit macht, z.b. „Park Better“ auf einen Strafzettel einer Falschparkerin zu schreiben, statt eine echte Strafe zu verhängen.

Normal ist natürlich alles andere als normal und Ulysses steckt schon bald mittendrin, statt sich brav raushalten zu können. Wie sich wohl jeder denken kann, liegt genau darin die Ironie. Wie zuletzt etwa bei Ballerina hat er bald die gesamte Stadt zum ihn Töten wollenden Feind und das sind laut aussagen des Bürgermeisters 1890 Menschen (nicht das auch nur ansatzweise so viele Menschen zu sehen sind, aber dennoch).

Wenn dann der Briefträger, der Arzt oder die alte Lady vom Wollgeschäft anfangen ihre Waffen zu zücken, hat man die Figuren mit ihren schrulligen Eigenheiten auf beiden Seiten, schon längst lieb gewonnen, weswegen das Geschehen dann auch weit weniger kalt lässt, wie man auf Grund des lakonischen Grundtones vermuten hätte können.

Neben dem sich selbst suchenden Ulysses kämpfen auch zwei liebenswert überforderte Bankräuber plus ihr Hund um ihr leben. Dann wäre da noch der kurze Anfall einer „modern agenda“ in Form der „Tochter“ des früheren Sheriffs, doch wenn das schon einbaut, dann bitte so wie hier. Einfach Kind statt Tochter zu ihr sagen, dann wird ihre nicht binäre Einstellung nicht mehr weiter thematisiert.

Gezielter Humor, genug erschossene, erstochene und explodierende Körper um eine Turnhalle zu füllen und Figuren, die man entweder gerne verlieren sieht, oder ihnen zujubeln will. Das alles wird durch genug Story etabliert, durch die Performances verbunden und durch die knackige Action voran getrieben. Auf Grund der Beteiligten vor und hinter der Kamera, funktioniert dieser Mix hier wieder für Odenkirk typisch mal richtig gut.

„Normal“ bekommt von mir 7,5/10 die friedliche Atmosphäre einer Kleinstadt, in ewigen Frieden umwandelnde Empfehlungspunkte.

The post Normal (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/feed/ 0