Komödie | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 10 Aug 2026 07:17:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.10 Supergirl (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/01/supergirl-2026-filmkritik/#respond Sat, 01 Aug 2026 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39095 Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter einer Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt Karas Vater sie in … Weiterlesen

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Kara Zor-El (Milly Alcock) lebte auf Krypton, aber der Plant wurde zerstört. Ein Teil jedoch wurde vom Rest des Planeten unter einer Schutzhülle abgekoppelt und es gab Überlebende. Aber die Hülle hat ein Ablaufdatum, also schickt Karas Vater sie in einem Rettungsversuch mit einer Raumkapsel zu ihrem Cousin Kal-El zur Erde. Dort fühlt sich Kara aber nicht heimisch.

Aktuell hat sie Geburtstag. Den 23. Geburtstag, um genau zu sein. Und sie lässt sich treiben, feiert, macht Party – das Gefühl, die Erde sei ihre Heimat, hat sie noch nicht. Also ist sie unterwegs, nutzt Planeten mit roter Sonne (die ihr die Kräfte raubt) um sich ins Koma zu saufen und zu vergessen. Allein ihr Hund Krypto ist immer bei ihr.

Eines Tages trifft sie in einer Bar Ruthye (Eve Ridley), deren Eltern und Bruder von Krem (Matthias Schoenaerts) umgebracht wurden. Sie sucht nach Hilfe, denn sie will Krem finden und ihn töten. Dabei stellt sie sich jedoch eher ungeschickt an und so muss Kara einschreiten, um ihr zu helfen.

Ehe sie sich versieht, ist Krem mit ihrem Raumschiff auf und davon und Krypto tödlich verletzt. Er wurde vergiftet und sie hat nur ein paar Tage Zeit, um das Gegengift von Krem zu besorgen …

Gleich vorweg: Das mit Abstand Beste an Supergirl ist Milly Alcock. Wer also mit ihr in der Rolle als Kara Zor-El nichts anfangen kann, der oder die kann die Finger (bzw. die Augen) von dem Film lassen. Für diese Version der bekannten Figur ist sie die perfekte Besetzung – egal ob von der Art wie sie sich bewegt, ihre Blicke, ihre Mimik – das passt alles wunderbar. Das ist ab der ersten Sekunde genau dieses Supergirl, dass sich selbst verloren hat, Party macht, einen Sinn sucht und trotzdem irgendwie auch das Richtige tun will. Und Millie Alcock bringt das alles super rüber. Aus meiner Sicht hilfreich ist natürlich, dass sie meiner Ansicht nach kein Allerweltsgesicht besitzt, sondern gerade ihre Mundpartie ziemlich interessant aussieht. Das liest sich jetzt vielleicht komisch, aber wer die Trailer kennt weiß vermutlich, was ich meine. Kara Zor-Els Mundpartie ist quasi das Gegenstück zu Robocops Kinn. Sie erzählt die halbe Geschichte.

Und das ist auch notwendig, denn da hapert es bei diesem Film hier am allermeisten: an der Geschichte bzw. am Drehbuch. Und teilweise an der Green-Screen-Arbeit, aber dazu später mehr.

Dreh- und Angelpunkt einer Geschichte sind ja die Figuren und ihre Beweggründe und auch wenn man sich bemüht, hier so etwas wie Charakterbögen zu schaffen – es gelingt einfach nicht. Gleiches gilt für eine Spannungskurve. Ich meine vom Setup her hat man ja schon mal frech bei „John Wick“ geklaut, was aber danach kommt, nun – das ist einfach schlecht im Ablauf. Die Szenen einzeln sind an sich gut und stimmig, was aber völlig – und ich meine völlig(!) – fehlt ist, ist das Gefühl der Dringlichkeit und der Sorge von Kara um Krypto.

Craig Gillespie schafft es als Regisseur nicht, irgendwelche Akzente zu setzen. Die emotionalen, humanen Momente ziehen sich zu lange und es gibt zu viel Bla-Bla und Exposition und quatschen über Gefühle. Die Action ist teilweise zu lang bzw. fühlt sie sich zu lange an, weil sie einfach nicht besonders toll ist. Und Momente, die emotional heftig hätten ausfallen sollen (aufgrund einer Entscheidung von Kara sterben direkt drei Personen), plätschern einfach so vorbei.

Da ist also einiges schiefgelaufen.

Das tut insofern doppelt weh, weil ich wirklich gehofft hatte, dass der Film gut wird. Mir hat Alcock von Anfang an in der Rolle gefallen und ich dachte mir, ja, das kann etwas werden. Dann kamen die Trailer und ich wurde skeptisch. Berechtigt, wie ich mittlerweile weiß.

Ich kann nicht mal den Finger richtig drauflegen, weil es einfach … so viel zu sagen geben würde. Die Choreografie ist langweilig. Die Schläge klingen heftig, aber es sieht einfach lahm aus. Wenn gegen Ende Supergirl dann herumfliegt und aufmischt, dann fand ich zwar die Idee mit der Zeitlupe und der Musik großartig – es sieht nur leider streckenweise halt ziemlich schlimm und schlecht gemacht aus. Schade. Wirklich schade.

Meines Erachtens ist da auch beim Schnitt einiges schiefgelaufen.

Dann zum Timing und der Spannungskurve: Wann immer der Film vom ersten Gang in den zweiten schalten will, fällt jemanden ein, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Flashback oder Gefühlsgespräche wäre. Und das zieht sich dann. Sosehr ich die Auftritte von Superman genossen habe – sie sind zu lang. Und an den falschen Stellen.

Jason Momoa wird ohnehin verschenkt – der hat zwar ein paar gute Momente, aber in Summe hätte die Figur keiner im Film gebraucht, Eve Ridley ist mehr nervig als sympathisch und alle anderen sind ohnehin irrelevant. Manche Szenen sind dreist aus der Star-Wars-Kantine geklaut und – apropos: Das ist auch ein wirklich guter Punkt: Das Make-Up-Department hat richtig gute Arbeit geleistet. Was hier herumkreucht und -fleucht. Hut ab! Das sieht alles richtig cool und gut aus.

Anders gesagt: Ich hätte den Film echt gern gemocht und würde hier gern schreiben, wie toll er ist. Ich kann’s nur nicht. Und wieder einmal das Tragische daran: Da steckt ein richtig guter Film drin (wenn man die Szenen in denen Kara ihre Kräfte verliert vielleicht um die Hälfte reduzieren würde und die andere Hälfte besser handlungstechnisch erklären), aber an dem wurde konsequent vorbei inszeniert und vorbei geschnitten. Wirklich, wirklich schade.

Vor allem für Milly Alcock, die mir in dieser Rolle tatsächlich richtig gut gefallen hat. Und natürlich Krypto. Aber der kommt im Film so wenig vor, dass man sich unweigerlich fragen muss, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre sich einen anderen Story-Aufhänger zu suchen, damit der Hund zumindest die Story retten kann. Aber – es hat nicht sein sollen.

Oh – und eine Frage: Wann können wir denn bitte mit dem Hollywood-Pseudo-Feminismus-für-Kinder aufhören? Ruthye ist da so ein Überbleibsel, welches echt nerven kann. „Warum ist er SuperMAN und du SuperGIRL?“ Mhm. Spart es euch einfach. Es findet niemand lustig und wie die Gleichstellung in Hollyood aussieht, wissen wir nicht erst seit Harvey Weinstein.

Aber zurück zu Gillspie: Ich fand ja „I, Tonya“ einen spannenden Film und „Lars And The Real Girl“ ist ja auch halbwegs bekannt. Vielleicht liegt das Problem darin – und je länger ich darüber nachdenke, des wahrscheinlicher kommt es mir vor -, dass Gillspie die Charaktermomente durchaus drauf hätte. Das sieht man an ja an seinen anderen Filmen. Was er halt scheinbar nicht so drauf hat, ist Action. Ohne die geht’s halt nicht in einem Superheld:innenfilm. Für mich also ein klarer Fall von falscher Regisseur für diesen Film. Ähnlich wie Nia DaCosta bei „The Marvels„. Nicht alle Independent-Regisseur:innen eignen sich für Blockbuster.

„Supergirl“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider nicht richtig abhebende, Punkte.

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Der Astronaut – Project Hail Mary (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/25/der-astronaut-project-hail-mary-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/25/der-astronaut-project-hail-mary-filmkritik/#respond Sat, 25 Jul 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38797 Im Jahr 2032 erwacht Ryland Grace (Ryan Gosling) aus seinem künstlichen Tiefschlaf in einem Raumschiff. Er ist alleine und ohne Erinnerung, warum er sich hier befindet. Langsam erkundet er das Schiff und bemerkt, dass er sich Lichtjahre von der Erde … Weiterlesen

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Im Jahr 2032 erwacht Ryland Grace (Ryan Gosling) aus seinem künstlichen Tiefschlaf in einem Raumschiff. Er ist alleine und ohne Erinnerung, warum er sich hier befindet. Langsam erkundet er das Schiff und bemerkt, dass er sich Lichtjahre von der Erde entfernt befindet.

Langsam kommen seine Erinnerungen zurück und somit das Ziel seiner Mission: die Sonne wird von einem Organismus befallen, wodurch alles Leben auf der Erde in naher Zukunft einfrieren wird. Grace Reise führt ihn zum einzigen Planeten im bekannten Sonnensystem, der nicht von der sogenannten Astrophage befallen ist…

Zu Beginn eine kurze Frage: Wann habt ihr zum letzten Mal zu Beginn des Abspannes eines Filmes, Hoffnung verspürt? Einfach das Gefühl, nicht Angst vor der Zukunft zu haben, sondern gemeinsam mit seinen Liebsten allen Herausforderungen der Welt gewachsen zu sein? Ich kann mich nicht daran erinnern, wann das zuletzt ein Film bei mir geschafft hat. Willkommen bei Project Hail Mary.

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Autor Andy Weir aus dem Jahr 2021, haben die beiden Regisseure Phil Lord und Christopher Miller (The Lego Movie, 22 Jump Street) gemeinsam mit Hauptdarsteller und Produzent Ryan Gosling hier etwas auf die Beine gestellt, was Hollywood scheinbar seid Jahren verloren hat.

Ich spreche davon einen Blockbuster zu schaffen, der Herz und Hirn hat und statt modernen Agendas Themen behandelt, die jeden Menschen betreffen oder man zumindest nachvollziehen kann. Was bist du bereit zu geben, für geliebte Wesen? Was für das Wohl der gesamten Menschheit? Wo hört der Egoismus auf und die Empathie beginnt? Und nur ganz nebenbei: die Leichtigkeit, die hier durch Humor erzeugt wird, ist dennoch immer wieder spürbar, jedoch ohne der Spannung zu schaden.

Selbst wenn man es als Metapher nimmt: „nur Leben kann das Nichts/den die Sonne fressenden Organismus“ eindämmen, ich finde diese der Unendlichen Geschichte ähnlichen Botschaft (nur Fantasie kann das Nichts stoppen) einfach universell. Ebenfalls ein spannendes Thema ist die Art und Weise, wie sich Menschen durch Unsicherheiten selbst bremsen können.

Das macht Ryland Grace auch zu einer perfekten Hauptfigur, denn er hat mehr spezifisches Wissen, als die meisten Menschen auf der Welt, doch ebenso groß ist seine Unsicherheit. Ich muss Ryan Gosling (The Fall Guy) hier wirklich ein riesiges Lob aussprechen, denn ich kann mir keinen anderen Darsteller in dieser Rolle vorstellen.

Wie charmant, spielerisch und auch tollpatschig er agiert und dabei ohne es zu merken ständig „mikro über sich hinauswachs Aktionen“ liefert, das ist großes Kino. Passend dazu sind die eingefangenen Bilder so, als würde man sich selbst im Weltall befinden und der Soundtrack fesselt und ja, auch der liefert dieses „alles wird gut“ Gefühl.

Was mich zu Rocky bringt, gesteuert und gesprochen von James Ortiz und seiner Puppenspieler-Crew. Wer glaubt, für einen Felsen kann man keine Gefühle entwickeln, nun der hat Rocky noch nicht kennen gelernt. Von seinen Bewegungen über seine Art zu sprechen bis hin zu seinem Verständnis von richtig und falsch, er ist schon ein echter Fels in der Brandung und seine Interaktionen mit Grace porträtieren in Summe einfach eine wundervolle Freundschaft.

Nach circa 50 Minuten trifft Grace auf Rocky und nach weiteren 100 Minuten, ist der Film zu Ende und nein, trotz längeren ruhigeren Sequenzen vor allem zu Beginn und zahlreichen Rückblicken, würde ich hier keine Minute streichen wollen. Gosling hat ja in einem Interview gesagt, es sei nicht die Aufgabe der Zuschauer ins Kino zu gehen sondern Aufgabe der Filmemacher/Darsteller etwas zu schaffen, dass Menschen ins Kino lockt.

Eine selbstverständliche Aussage könnte man meinen doch nicht in Zeiten, in denen wir als Kunden, wenn wir etwas schlecht finden, als die Bösen hingestellt werden. Warum ich das nun am Ende noch erwähne? Nun ich will euch zeigen, dass man auch im Jahr 2026 rund um einen Film (auch die Promotion) alles richtig machen kann, man benötigt nur die richtigen Leute mit dem richtigen Mindset.

P.S.: Ich habe den Film mittlerweile drei mal gesehen und ich muss sagen, das ist vor allem auf menschlicher Ebene großartig und das obwohl man die Art und Weise, wie Grace auf dem Raumschiff gelandet ist, leicht moralisch angreifen könnte. Der Film nützt sich nicht ab, sondern wird bei mehrmaliger Sichtung irgendwie noch besser, weil die Bindung zum Geschehen noch mehr wächst. Höchstens Menschen, die sich das Kind in sich als Erwachsener nicht behalten haben, könnte die Sache zu infantil sein. Aber genug geschrieben, ich schließe mit Rockys Worten, als perfekte Werbung für diesen Film: „Amaze, Amaze, Amaze“!

„Project Hail Mary“ bekommt von mir 10/10 keine Flucht vor der Realität porträtierende, sondern eine Erinnerung wozu wir fähig seiende Empfehlungspunkte.

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Mike & Nick & Nick & Alice (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/21/mike-nick-nick-alice-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/21/mike-nick-nick-alice-filmkritik/#respond Tue, 21 Jul 2026 05:00:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39047 Quick Draw Mike (James Marsden) wurde ermordet für einen Verrat, den er gar nicht begangen hat. Zumindest lief die Sache das erste Mal so ab. Nick (Vince Vaughn) hat nämlich eine Zeitmaschine im Keller eines Erfinders entdeckt und will die … Weiterlesen

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Quick Draw Mike (James Marsden) wurde ermordet für einen Verrat, den er gar nicht begangen hat. Zumindest lief die Sache das erste Mal so ab. Nick (Vince Vaughn) hat nämlich eine Zeitmaschine im Keller eines Erfinders entdeckt und will die Sache wieder hinbiegen.

Das einzige Problem ist der Nick aus der Gegenwart, aber den wird er mit Hilfe von Mike, schon überzeugen können. Zeit für Alice (Eiza González) muss ebenfalls sein in der Geschichte, immerhin ist sie Nicks Frau und Mike hat eine Affäre mit ihr…

Nach Happily ist dies erst der zweite Spielfilm von BenDavid Grabinski, der hier auch wieder alleine für das Drehbuch verantwortlich war. Es ist ein wilder Mix geworden, der seine Zeitreise Story mit vor allem wegen den Gesprächen schräger Situationskomik verbindet und mit wilden, gar nicht mal so unblutigen Action-Einlagen, das Ganze verbindet.

Wie man von dieser Beschreibung bereits erkennen kann, ist dies ein rein auf Unterhaltung ausgelegtes Abenteuer, dass mit seiner Kurzweiligkeit und seinem spielfreudigen Cast besticht. Wie essentiell Gespräche über Gilmore Girls und die Frage, wer denn der beste Boyfriend für Rory gewesen ist, wirklich sind, wird hier ebenfalls aufgeklärt.

Was ich auch gelernt habe: für zwei Vince Vaughn´s (Freaky) auf einer Leinwand, ist definitiv genug Platz. Dabei machen es die feinen Nuancen im Gesicht aus, der eine will etwas wieder gut machen, der andere ist ein Egoist, der aber nur ein, zwei falsche Entscheidungen davon entfernt ist, wie sein zukünftiges Ich zu werden.

Egal ob sie sich zunächst bekämpfen oder später gemeinsam Gangster beseitigen, das macht Spaß. James Marsden (Sonic) als Quick Draw Mike vereint zwischenmenschliche Unsicherheiten und Angst um sein Leben mit effektiver Coolness und der Humor kommt weder bei ihm noch bei Eiza González (In The Grey) als Alice zu kurz.

Reaktionen, Oneliner, Gespräche, wo zwei Beteiligte völlig aneinander vorbei reden und wie der gesamte Cast diese präsentiert, machen für mich auch die kleinen, sich summierenden Freuden aus, die mir bei diesem ansonsten eher schneller wieder in Vergessenheit geratenen Spaß, in Erinnerung geblieben sind.

Der Cameo-Auftritt von Dolph Lundgren (Aquaman 2) hat eine „grinsendes Kopfschütteln“ Reaktion bei mir erzeugt und Jimmy Tatro (Scream 7) als Jimmy Boy ist herrlich übercool mit völliger Funkstille zwischen seinen Ohren und einem Musikvideo im Schlussspann, in dem sich noch ein paar weitere, witzige Deleted Scenes befinden.

Die Atmosphäre am Set wird von den Darstellern eins zu eins aufs Publikum übertragen und das ist in diesem Fall sehr gut. Ein typischer Streaming Film der guten Kategorie (läuft auf Disney+), schnelllebig und ohne echte Substanz, aber einmalig wirklich unterhaltsam. Und jetzt legt los, baut euch eure eigene Zeitmaschine und behebt Fehler, die ihr in der Vergangenheit begangen habt!

„Mike & Nick & Nick & Alice“ bekommt von mir 6,5/10 mit der Ex und dem besten Kumpel, doppelten Spaß habende Empfehlungspunkte.

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Hoppers (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/30/hoppers-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/30/hoppers-filmkritik/#respond Tue, 30 Jun 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38978 Mabel liebt Tiere. Deshalb rettet sie diese auch gern – vor allem aus den Schullaboren. Und deshalb landet sie auch bei ihrer Großmutter. Die Eltern ziehen weg und Mabel bleibt bei ihrer Großmutter, die ihr beibringt ihren Jähzorn zu bezwingen, … Weiterlesen

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Mabel liebt Tiere. Deshalb rettet sie diese auch gern – vor allem aus den Schullaboren. Und deshalb landet sie auch bei ihrer Großmutter. Die Eltern ziehen weg und Mabel bleibt bei ihrer Großmutter, die ihr beibringt ihren Jähzorn zu bezwingen, indem sie ihr einen wundervollen Platz in der Natur zeigt.

Jahre später entdeckt Mabel, dass Bürgermeister Jerry eine Umfahrungsstraße bauen will – genau durch den Teich und ihren speziellen Platz. Das geht rechtlich leider, weil keine Tiere mehr dort leben. Was Mabel komisch vorkommt …

Da kommt eine geheime Erfindung der Schul-Wissenschaftler gerade recht, denn die haben eine Möglichkeit gefunden, seinen Geist in eine Tierattrappe zu übertragen. Und Mabel tut das – sie schlüpft in die Gestalt eines Bibers und macht sich auf den Weg, die Tiere zurückzubringen, denn nur diese können den Ort retten …

Ich habe seit Jahren keinen Pixar-Film mehr gesehen. „Hoppers“ habe ich ursprünglich nicht mal mitbekommen. Wir haben mit den Kindern einen Filmabend gemacht und auf Disney+ geguckt, was es gerade so gibt. Und tja – hier kommt „Hoppers“ ins Spiel.

Grundsätzlich ist der Film gelungen – er sieht gut aus, die Tiere sind cool gemacht und die paar Hauptfiguren sind witzig genug, dass es den Film zusammenhält. Die Handlung ist hauchdünn und natürlich ist das Ende zu zuckersüß um auch nur irgendwie wahr sein zu können, aber hey – Kinderfilm.

Auch wenn es ein paar Szenen gibt, die echt halbwegs irre sind – so übernimmt eine Bösewicht einmal einen Menschenroboter und dessen Mimik und Gestik sind hart grenzwertig. Fast schon ein wenig Horrorfilm. Lust für Erwachsene (erinnert an die Schabe in der Menschenhaut aus „MIB„), für Kinder heftig (aber nicht zu heftig).

Irgendwo habe ich gelesen, dass der Film der lustigste sei, den Pixar jemals gemacht hätten. Das kann ich für mich nicht bestätigen. Ja, ein paar Witze waren super. Vor allem ein paar wirklich dunkle Witze („Wichtig ist, dass wir noch leben …“, sagt der Regenwurm und die Sekunde drauf schnappt ihn der Vogel), haben mich abgeholt und ich musste schallend lachen. Natürlich zieht nicht jeder Witz8, aber wie erwähnt: Er bleibt unterhaltsam und spannend. Mabel ist eine coole Hauptfigur, die auch mal Mist bauen und daran wachsen darf.

Und die richtigen Helden sind ohnehin King George und die andern Tiere. Die Auftrittsdauer variiert zwar wenig, aber alle kommen mal zum Zug. Und King George wird euch richtig ans Herz wachen. Im Kern ist der die Hauptfigur und macht auch mit Mabel gemeinsam die größte Entwicklung durch. Ach, so ein lieber Otter.

Es ist übrigens natürlich wieder so, dass die – in meinen Augen – besten Witze und Szenen im Trailer sind („Willst du ihn noch immer essen?“ – „Nein. Jetzt ist es komisch.“ – find ich immer wieder großartig), aber der Film hat auch danaben noch genug Herz und Action, sodass alles funktioniert. Ein paar Szenen sind dann doch auch berührend – als zum Beispiel Mabel am Anfang Unterschriften für den Erhalt der Lichtung sammelt, dann bei einem alten Mann landet, ihm den ganzen Tag hilft und ihn zuquascht, bis sie am Abend bemerkt: Er hat sein Hörgerät ausgeschaltet gehabt. Aber er erbarmt sich und unterschreibt ihre Liste. Denkt sie. Als sie dann nachschaut, was dort steht, hat er ihr seine Einkaufsliste auf ihre Petition geschrieben.

Das sind halt Witze, die finde ich lustig. Meine Kinder haben glaube ich mehr gelacht, weil ich gelacht habe. Aber gut. Ist halt so.

Gegen Ende drückt man dann halt doch noch so richtig auf das Over-the-top-Gaspedal („Ich sag nur Haidi.“) und Absurdität, aber was hat man denn erwartet? Eben. Dazwischen sind halt viele kleine Gags, die mir besser gefallen („Woher hat er die Krone?“ – „DAS ist deine Frage?“) und die halt innerhalb eins Blinzeln vorbei sind. Man denke nur an das Ende des Bösewichts. Fand ich großartig, dauert aber keine Sekunde. Und erneut: Ich hab mich weggescheppert (in diesem Fall gemeinsam mit den Kindern, anstatt die Kinder meinetwegen).

Die Message des Films ist an sich super: Es gibt keine Tierwelt. Es gibt keine Menschenwelt. Es gibt nur eine gemeinsame Welt, weil es EIN Ökosystem ist.

„Hoppers“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, den Teich bzw. die Lichtung rettende, Punkte.

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Pizza Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/27/pizza-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/27/pizza-movie-filmkritik/#respond Sat, 27 Jun 2026 05:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38726 Jack (Gaten Matarazzo) ist nach einer verpatzten Aktion als Maskottchen der Football Mannschaft, bei fast allen auf seiner Hochschule unten durch. Sein Zimmerkollege Montgomery (Sean Giambrone) leidet unterdessen darunter, dass er sich nicht traut, seinen Schwarm anzusprechen. Als sie – … Weiterlesen

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Jack (Gaten Matarazzo) ist nach einer verpatzten Aktion als Maskottchen der Football Mannschaft, bei fast allen auf seiner Hochschule unten durch. Sein Zimmerkollege Montgomery (Sean Giambrone) leidet unterdessen darunter, dass er sich nicht traut, seinen Schwarm anzusprechen.

Als sie – nachdem sie wieder einmal von anderen Studenten gemobbt wurden – eine Schachtel mit Tabletten/Drogen finden und beide auch noch jeweils eine davon schlucken, beginnt eine Nacht voll mit irrwitzigen Strapazen…

Nick Kocher und Brian McElhaney wurden vor Jahren auf Medien wie YouTube bekannt als Sketch-Duo „BriTANicK“ und gewannen Preise als Schreiber der Gags für Saturday Night Live. Im Jahr 2026 haben sie sich nun nach drei Kurzfilmen getraut, ihren ersten Spielfilm zu inszenieren, bei dem sie natürlich auch das Drehbuch beigesteuert haben und als Produzenten agieren. Sehen kann man das Ergebnis nun auf Hulu bzw. Disney+.

Ihr erster Film ist dabei ein Fest geworden, voll mit verrückten und kreativen Ideen, bei dem es nüchtern betrachtet um Nichts geht, man aber beim Anschauen das Gefühl hat, es würde um Alles gehen. Ich weiß im Prinzip nicht wirklich, wie ich dieses Erlebnis beschreiben soll, weswegen ich einfach ein paar Begebenheiten vorbringen möchte.

Daniel Radcliffe (Guns Akimbo) spricht Lysander Featherhelm, einen Schmetterling einer der Hauptfiguren und es kommt kurzfristig auch zu einem Körpertausch mit seinem Besitzer. Wenn ich sonst nichts über diesen Film gewusst hätte wäre mir bei dieser Beschreibung sofort klar gewesen, dass ich den Film sehen will.

Von einer Musikerin, die durch Elektroschocks ihren Sänger zum Singen bringt, weil dies die Schreie bei einer Geburt nachstellen soll über einen Lieferroboter, der sich für einen zufriedenen Kunden inklusive positiver Bewertung sogar mit Stiegen (seinem Todfeind!) anlegt bis hin zu den sämtlichen Stufen, die der Drogenkonsum auslöst und die allesamt großartig sind, ich hab schon lange nicht sehr so oft grinsen und lachen müssen.

Die wichtigsten Figuren sind nicht nur Außenseiter, sondern vor allem die beiden Jungs werden als echte Loser gesehen. Diese Tatsache gepaart mit diesem Gefühl, dass die Suche nach einer Pizza zur wichtigsten Nacht ihres bisherigen Lebens wird und sie dabei als Menschen wachsen und zwischenmenschlich einiges seltsames aber auch sehr emotionales abläuft, das ist genau meine Art von schräg.

Sean Giambrone (Die Goldbergs) als Montgomery und Gaten Matarazzo (Stranger Things) als Jack ergänzen sich perfekt als beste Freunde, die schließt man ins Herz, weil sie einfach ehrlich sind (und schlecht lügen können) und ihnen nur selten etwas gelingt. Lulu Wilson (Becky, Wrath of Becky) als Lizzy vervollständigt das Trio und ihre Blicke mit ihren weit aufgerissenen Augen, spiegeln schön den vorherrschenden Irrsinn wider.

Es gibt noch zahlreiche weitere starke Schauspieler in witzigen Rollen und gerade weil sie das so ernst spielen, ist es so lustig. Auch die Metaebene darf dabei natürlich nicht fehlen. In Summe zwar sicherlich kein Film für Jedermann, aber was „Stoner Komödien“ betrifft (aus Mangel eines passenderen Genres, nenne ich das mal so) ist das mit Abstand das herzlichste und unterhaltsamste Werk, dass ich jemals gesehen habe.

„Pizza Movie“ bekommt von mir 8,5/10 die Nacht nicht vor der Frühstücks-Pizza lobende Empfehlungspunkte.

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Raya und der letzte Drache – Raya and the Last Dragon (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/20/raya-und-der-letzte-drache-filmkritik/#respond Sat, 20 Jun 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38827 Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden. Raya hat … Weiterlesen

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Der Kontinent ging unter. Die Drachen sind versteinert. Die Menschen sind in mehrere Völker aufgeteilt und zerstritten. Der Grund ist ein Kristall, welches durch die Magie der Drachen erzeugt wurde, zerbrochen ist. Und die Scherben müssen zusammengefügt werden.

Raya hat sich die Aufgabe gestellt, diese Scherben zu sammlen und die Welt wieder zu heilen. Der Grund ist simpel: Ihr Vater war der Wächter des Kristalls und es ist mehr oder weniger ihre Schuld, dass er zerbrochen ist …

Raya ist völlig zu Unrecht einer der ein wenig in Vergessenheit geratenen Disney-Filme, denn er ist tatsächlich einer der „besseren“ Filmen der neuen Diseny-Ära. Gemacht wurde er während der Pandemie (2021) und ist dann direkt im Streaming gelandet. Was Schade ist, denn wie gesagt: Der Film ist wirklich gelungen und zwar auf allen Ebenen.

Zum Einen ist Raya eine unheimlich sympathische Protagonistin, die keineswegs fehlerlos ist und bei immer alles funktioniert, sondern sie macht Fehler, sie lernt dazu und kommt so Schritt für Schritt weiter. Auch die Truppe, die sie um sich sammelt kann sich sehen lassen – das Räuberkind mit seiner Affenbande ist genial – ebenso der junge Nudelverlkäufer oder der Barbar mit dem goldenen Herzen. Großartig.

Dann kommen wir zum Drachen, der ja quasi die Hauptfigur im Film ist – Sisu. Der erinnert ziemilch an Mushu aus „Mulan“, aber das passt hier dennoch ganz gut, denn Sisu ist ebenfalls wirklich sympathisch. Natürlich funktioniert es ähnlich – sie ist nämlich keineswegs die mächtigste der Drachen, sondern sie ist halt die eine, die übrig blieb, weil die anderen – die was können – den Kristall machen mussten. Fand ich witzig. Auch ihr absolut unbrechenbarer Optimusmus und der Glauben an das Gute sind großartig und herzerwärmend.

Die Animationen sind astrein und wirklich eine Augenweide – ob es nun um die Städte, die Belichtung oder die Figuren geht – da passt alles super zusammen und sieht großartig aus. Wäre auch auf der großen Leinwand schön gewesen, aber leider – wie oben erwähnt: Streaming.

Was auch auffällt ist der Mangel an Gesangseinlagen, der mir persönlich doch entgegenkommt und ich kann nur festhalten, dass es ein Film für etwas ältere Kinder ist, da die Story doch ein paar sehr spannende Szenen hat. Und gerade das Ende – wo es wirklich aussieht als wäre alles verloren – könnte für kleinere Kinder ein wenig zu heftig sein. Ich fand es jedoch großartig. Das hat punktgenau ins Herz getroffen.

Es wird soweit ich weiß, auch keine Fortsetzung von „Raya“ geben, was ja auch schon mal toll ist. Ein Film auf sich allein und abgeschlossen. Alle Daumen hoch!

Ich kann also „Raya“ allen ans Herz legen, die eine zwar nicht ganz unbekannte oder noch nie irgendwie genutzte Geschichte erzählt, diese dafür mit einem tollen Charakterregiment anreichert, tolle Bilder und Action-Szenen bietet und eine absolut neues und frisches Setting für euch bereithält.

„Raya und der letzte Drache“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, trotz bekannter Zutaten ins Herz treffende, Punkte.

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Good Luck, Have Fun, Don’t Die (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/#respond Sat, 13 Jun 2026 05:00:41 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38614 In einem Imbiss der Marke Norms in Los Angeles erscheint um exakt 23:10 Uhr ein seltsam gekleideter Mann. Er sagt er sei aus der Zukunft und die Erde wurde von einer künstlichen Superintelligenz zerstört, was er mit seiner Zeitreise verhindern … Weiterlesen

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In einem Imbiss der Marke Norms in Los Angeles erscheint um exakt 23:10 Uhr ein seltsam gekleideter Mann. Er sagt er sei aus der Zukunft und die Erde wurde von einer künstlichen Superintelligenz zerstört, was er mit seiner Zeitreise verhindern soll.

Für diese Mission braucht er eine ihm unbekannte, bestimmte Kombination von Menschen, die sich in diesem Lokal befinden. Da ihn erwartungsgemäß niemand der anwesenden Menschen ernst nimmt, macht er sie auf die Bombe aufmerksam, die um seinen Körper geschnallt ist…

Seit dem 2016 erschienenen, für mich sehr starken aber kommerziell nicht erfolgreichen A Cure for Wellness, hat Regisseur Gore Verbinski keinen Film mehr inszeniert. Neun Jahre später meldet er sich nun zurück, wieder mit einem großartig schrägen Projekt, dass Außenseiter in den Mittelpunkte stellt und nicht einmal die Hälfte seiner Kosten von 20 Millionen Dollar wieder einspielen konnte.

Keine Ahnung, ob er sich nun wieder eine Auszeit gönnt, aber ich freue mich einfach mal darüber, dass es den Film gibt. Was man dem Werk vorwerfen könnte, ist dass man mit der Kritik mit Schwerpunkt AI aka Künstliche Intelligenz, um einige Jahre zu spät dran ist. Die Übertreibungen der Inszenierung, bezogen darauf wie sich die Welt verändert hat, setzen für mich dieses Argument aber wieder außer Kraft.

Das ganze Abenteuer hat eine gewisse LARP (Life Action Role Play) Atmosphäre, die dem etbalierten „Ende der Welt Szenario“, einen witzigen Unterton verpasst. Der Mann aus der Zukunft mit seinem seltsamen Outfit und das Mädchen im Prinzessinnen-Kostüm führen dieses Team an und die beiden sind sowohl als Figuren als auch von den Darstellern her top.

Sam Rockwell (JoJo Rabbit) liefert vor allem am Anfang im Diner eine Ein Mann Show ab und man hängt an seinen Lippen während man sich fragt, ob er vielleicht einfach nur verrückt ist. Haley Lu Richardson (The Last Survivors) als Ingrid ist ein perfekt natürlicher Antipol zur heutigen Gesellschaft, mit ihrer Allergie auf elektronische Geräte und WiFi.

Neben der bereits angesprochen Grundstimmung, den Figuren und wie seltsam außerhalb der Norm sich das ganze Abenteuer anfühlt, sind es dann die satirischen Übertreibungen, die leider wohl teilweise nicht allzu weit von der Realität entfernt sind. Handys und Gedankenkontrolle sind dabei eine Sache.

Besonders auf die USA bezogen ist das mit dem Klonen von Opfern von Schießereien in Schulen eine Schlag in die Magengrube, der in Summe bitterböse ist. Dass auch die Schützen geklont werden können, dabei der Staat noch mehr dazu zahlt als bei den Opfern und sie stolz darauf sind, dass die Wahrscheinlichkeit bei 70 Prozent liegt, dass dieser nicht wieder tötet, spiegelt dabei den nicht gesellschaftsfähigen Humor wider.

Wenn man sich nur mit nimmt, mehr in die Gesichter seiner Liebsten zu schauen und weniger auf seinen Handy-Bildschirm, dann hat der Film aus meiner Sicht bereits gewonnen. Etwas hinter die Kulissen zu schauen und Eigenheiten nach dem „Gleich machen Prinzip“ nicht ausmerzen zu wollen, sondern zu feiern, sind ebenso gute Impulse.

„Good Luck, Have Fun, Don´t Die“ bekommt von mir 8/10 an den Wiederholungen wachsende Empfehlungspunkte.

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Anaconda (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/11/anaconda-2025-filmkritik/#respond Thu, 11 Jun 2026 05:32:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38791 Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes … Weiterlesen

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Ronald (Paul Rudd) hat kein Glück mehr. Seitdem er seine Rolle in „SWAT“ verloren hat, bekommt er nur noch Mini-Jobs und von seinem letzten wurde er sogar gefeuert. Als er seinem besten Freund Doug (Jack Black) zum Geburtstag ein altes Video schenkt, in welchem sie gemeinsam einen Action-Film gedreht haben, steht sein Entschluss fest: Er dreht ein Reboot zu ihrem Lieblingsfilm: Anaconda. Dazu braucht er ein Team und ein Drehbuch.

Nach kurzem Überlegen steigt Doug ein und ihre alten Kumpane sind auch wieder mit dabei – nicht lange danach findet man sich im Dschungel wieder, bereit, diesen Film zu drehen. Aber korrupte Goldgräber und eine wirklich, wirklich große Schlange machen der Sache einen Strich durch die Rechnung und bald wird nicht nur im Film ums Überleben gekämpft, sondern auch in der echten Welt …

Ob es wirklich notwendig war, eine Art Reboot von „Anaconda“ zu machen, muss jede:r für sich beurteilen – denn immerhin ist der Trashstreifen aus dem Jahr 1997 ein Kultfilm mit Ice Cube und Jennifer Lopez. Immerhin – so kann man vielleicht argumentieren – ist es kein richtiges Reboot, sondern eine Art „Legacy-Sequel“ oder wie immer man das mittlerweile nennt. Soll heißen: Ja, es tauchen zwei Schauspiele:innen aus dem 1997iger Film auf.

Vom Schauspiel her gibt es nicht groß was auszusetzten – Black („Kung Fu Panda„) und Rudd („Ghostbusters: Afterlife„) machen, was halt Black und Rudd machen, nur dieses Mal halt zusammen und die Chemie zwischen den beiden passt. Man glaubt ihnen die tiefe Freundschaft und auch Black ist wieder aus seinem „Minecraft“-Mode zu etwas ein wenig geerdeterer Schauspielerei zurückgekehrt. Thandie Newton habe ich schon ewig nicht mehr in einem Film gesehen – zumindest kann ich mich nur an sie erinnernals besten Teil von „Mission: Impossible II„. Passt auch. Steve Zahn kämpft sich mit super Mimik durch einen so-lala-Figur, die manchmal großartig ist und manchmal einfach für billige Witze herhalten muss. Selton Mello als Schlangenfänger Santiago reißt jede einzelne Szene in welcher er ist an sich – die Figur und wie sie gespielt ist: Großartig. Daniela Melchior aus Gunns „The Suicide Squad“ (und die tollste Figur darin) … war dabei. Die Rolle ist okay, aber die hätte man auch aus dem Film streichen können und man hätte nichts verpasst.

Ansonsten – nun, Tom Gormican nimmt sich Zeit, um seine Figuren zu etablieren und scheinbar hatte er auch vor die Filmindustrie mit ihren Remakes und Sequels und Reboots auf die Schippe zu nehmen, aber das gelingt nur bedingt. Es gibt ein paar gute Witze bezüglich der Entstehung eines Films und wenn man selbst schon Mal ein Filmbudget berechnen musste, dann fühlt man jeden einzelnen Moment davon und ja – sie stimmen alle. Ansonsten funktionieren ein paar der Witze gut, ein paar andere dafür in meinen Augen überhaupt nicht – vor allem eine Szene in der es um das „Anpinkeln“ einer Wunde geht – die war einfach zu lange und hatte dann keinerlei Konsequenz. Noch dazu war sie seltsam platziert und hätte man die aus dem Film genommen, dann wäre er dadurch besser geworden und niemand hätte gemerkt, dass sie überhaupt fehlt. Also ja, so eine Szene ist es – die nur aus dem Grund drin ist einen billigen Witz möglichst lange auszuschlachten.

Die Effekte sind in Ordnung. Der Subplot um die Goldgräber ist völlig unnötig und wenn es im dritten Akt dann zur Sache geht, dann ist alles viel zu sehr auf Hochglanz poliert, um irgendwie auch nur eine Sekunde Angst um die Figuren zu haben, aber das war ja wohl auch von Anfang an klar. Charakterentwicklung gibt es im Grunde keine, wozu auch? Ich erwähne das nur, weil es im Film mehrere Dialoge gibt, in welchen Filmregeln diskutiert werden und die Meinung, jeder Film müsse ein „Thema“ haben, wird als Fakt präsentiert. Für’s Protokoll: Mir ist nicht klar, welches das hier sein soll. Aber vielleicht ist das ja der Witz daran.

Die Schlange kommt zu kurz vor und wirklich bedrohlich ist sie nie – die Figuren sind gut beschützt durch die Plot-Armour und sterben tun nur andere. Auch das irgendwie zu erwarten.

Wenn das jetzt alles zu banal oder zu lustlos klingt: Der Film hat seine Momente. Wirklich witzige Szenen, die auch funktionieren – am besten eben die Kombination Black/Rudd – und eine oder zwei der Action-Sequenzen fühlen sich gut an (auch wenn hier die Plot-Armour fast schon aufsteht und dem Publikum winkt), aber es ist kein Film, der auch nur irgendwie in Erinnerung bleiben wird. Dazu ist er zu beliebig und austauschbar – und es steckt in Summe auch keine einzige wirklich großartige Idee drin. Ein Einmal-Nebenbei-an-einem-Regentag-ansehen-Film. Ich würde ihn sogar von der Atmosphäre her mehr als TV-Film als Kinofilm bezeichnen.

Ein wenig schade ist das in Summe schon, denn immerhin hat Tom Gormican mit „The Unbearable Weight Of Massive Talent“ mit Nicoles Cage und Pedro Pascal ja richtig abgeliefert. Das tut „Anaconda“ nicht. Aber so richtig rocken tut er auch nicht.

„Anaconda 2025“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, als nettes Gimmick einmal funktionierende, aber sicher nicht im Gedächtnis bleibende, Punkte.

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The Boys – Staffel 5 – Serienfinale (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/#respond Sat, 06 Jun 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38866 Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die … Weiterlesen

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Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die Firma und hat immer wieder kleine Erfolge, die aber von der Regierung sofort zerlegt werden. Beweisvideoes werden als KI-Slop abgetan und überhaaupt – wie könnte man gegen diese Maschine gewinnen?

Hughie (Jack Quaid), Frenchie (Tomer Capone) und Mother’s Milk (Laz Alonso) sind in Gefangenschaft. In einem Lager. Bewacht von Superhelden. Es gibt kein Entkommen.

Aber Butcher hat einen Plan – es gibt immer noch das V1 – das allererste Serum. Und Homelander ist auf dem Weg, es zu finden. Also muss er schneller sein. Aber dazu braucht er Hilfe. Und deshalb müssen die anderen „Boys“ befreit werden.

Natürlich läuft nichts nach Plan. Und es spritzt Blut. Und Gedärm. Und … nun, Homelander lässt sich als „Gott“ ausrufen …

Nein, die Marketing-Abteilung hat entweder die Drehbücher nicht gelesen oder das Memo nicht bekommen. Was ich meine? Nun, wenn man sich die Plakate für Staffel 5 von „The Boys“ ansieht, dann wirkt es als würde der dritte Weltkrieg – Superhelden gegen alle anderen – über die Welt hereinbrechen. Die Welt würde brennen. Ein wenig wie im Musikvideo von „Falling In Revers“ namens „Watch The World Burn“. Aber wie es aussieht wurde der Truppe von Amazon das Budget auf ein Fünftel (ich habe da mehrere Versionen gelesen, die hier kam am öfteren vor) gekürzt und alles was geplant war, musste anders umgesetzt werden. Also keine Materialschlacht. Gar keine. Das ist ein etwa so, als würde man „Return Of The Jedi“ angucken und die Schlacht draußen vorm Fenster des Imperators nicht mal aus der Ferne sehen. Von den Bodentruppen will ich noch nicht mal anfangen.

Für viele Fans war das ein Schlag ins Gesicht – und die haben es den Macher:innen richtig übel genommen. Die finalen Folgen – vor allem die letzten beiden Folgen – wurden fast überall völlig zerrissen. Dabei haben Eric Kripke und sein Team nur das gemacht, was sie machen konnten: Sie haben sich auf die Figuren und emotionale Pay-Offs fokussiert. Meiner Ansicht nach das einzig richtige. Und in den meisten Fällen haben sie auch absolut geliefert. Gibt es auch ein paar Logiklöcher? Oder ein paar Dinge, die nicht zusammenpassen – in dem Sinn, dass sich halt Charaktere hin und wieder so verhalten, wie das Drehbuch es braucht und nicht, wie sie es eigentlich tun sollten? Oder das Kräfte unverhältnimäßig stark sind in der einen Szenen und in der anderen das komplette Gegenteil? Ja, gibt es. Allerdings hätte es viel schlimmer kommen können.

ABER – und das ist für mich ein großes ABER – die Serie liefert in meinen Augen da wo es notwendig ist. Wir kriegen die Storylines geklärt, die zu klären waren und es treffen die richtigen Personen im Showdown aufeinander. Starlight gegen The Deep? Passt. Das Ende von The Deep? Perfekt. Butcher gegen Homelander? Absolut. Ist das Ende Genugtuung pur? Auf jeden Fall. Hughie und Butcher prallen ein letztes Mal zusammen? Aber absolut. Ergebnis? Tränendrücker.

Und natürlich muss jemand am Weg noch das Leben lassen – völlig klar. Und ich war überrascht wie berührt ich war. Mir hat es wirklich Tränen in die Augen gedrückt. Und das war nicht mal in der letzten Folge. Trotzdem – das kam unerwartet (nicht der Charaktertod, sondern die Tränen). Lag vielleicht daran, dass es mein Lieblingscharakter war und auch die Art wie er gestorben ist („I bet you never danced a day in your whole life“) … wenn, dann so. Perfekt.

Auch von der Action-Seite gibt es ein paar super Momente – so zum Beispiel der Gefängnisausbruch. Hammer – richtig cooles, starkes Action-Kino mit sehr psychohygienisch tollen Momenten. Auch die Over-The-Top-Satire kommt nicht zu kurz. Grenzgenial – das Werbevideo von Homelander in welchem Jesus ihm seine Krone überreicht (mit Einblendungen für die Postproduktion á la „remove cables“ beim Runterschweben von Jesus und ähnlichem). Oder die Szene in welcher quasi der Cast von Supernatural sich wieder trifft (mit ein paar anderen Gesichtern dazu) – das war handlungstechnisch völlig irrelevant, aber super anzusehen und lustig – vor allem wie Spider-Man bzw. der Deal von Marvel und Sony aufs Korn genommen wurde. Super!

Und ja, das Ende … für mich war es absolut stimmig, auch wenn es relativ rasch kam und tatsächlich ziemlich kompakt war. Aber die rund 30 Minuten, die es gedauert hat – großes Kino. Und auch Ryan durfte nochmals auftrumpfen. Und dann war es zu Ende. Und es waren noch 35 Minuten übrig. Anders als zuletzt im „Stranger Things„-Finale fand man hier allerdings etwas, um die Zeit gut zu füllen bzw. musste der Showdown so kurz sein, denn es gibt ja noch die „eigentliche“ Story zu Ende zu erzählen – nämlich die von Butcher. Und auch diese bekommt in meinen Augen ein würdiges, passendes Ende. Butcher hat gewonnen, aber er hat alles verloren. Eine der vielleicht härtesten und emotional am tiefsten gehenden Szenen ist jene als Butcher Ryan anbietet für ihn ein neues Leben anzufangen.

Alles in allem – ich war zufrieden. Es war kein Spektakel bzw. mehr „out with a whimper not with a bang“, aber dennoch mit allen für mich wichtigen Teilen drin. Hätte man sich die Gastauftritte der Gen V-Spin-Offs sparen können? Ja. War Soldier Boy notwendig? Nein, hätte man auch anders lösen können – aber es ist immer schön Jensen Ackles zu sehen, also was soll’s? Großartigster Soldier Boy-Moment nachdem er wieder aufgetaut wurde und Homelander das erste ist, was er sieht: „Did you fuck me?“ – Homelander (entsetzt): „What?“ – Soldier Boy: „Is this some kind of incest thing?“ Großartig und beschreibt den Charakter absolut perfekt.

Dass „Liebe“ das eine ist, was Sage nicht mit einberechnet hat – Klischee, billig, völlig aus dem Nichts kommend und nicht passend – aber Schwamm drüber. Was soll’s?

Alles in allem fand ich, dass die Serie einen gebührenden Abschluss bekommen hat. Wäre mehr drin gewesen? Hätte auch ich mich darüber gefreut, wenn man Kripke und seinem Team mehr Geld gegeben und sie mit den Worten „Lasst die Welt brennen!“ losgeschickt hätte, um zu machen, was sie machen wollen? Oh ja. Das wäre episch geworden. Nun. Das ist es nicht. Aber im Rahmen dessen, was möglich war, ist das hier mit Sicherheit die bestmögliche Lösung.

Allein, wie peinlich Homelander ohne Kräfte ist – und wie er reagiert als er begreift, was los ist: Großartig. Genau das, was wir brauchten, was sein musste, was notwendig war. Wenn es Katharsis gibt, dann ist es das hier.

„The Boys – Staffel 5 – die letzte Staffel“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, zwar mit kleineren Portionen kochenden, aber diese sehr schmackhaft machende, Punkte.

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Over Your Dead Body (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/04/over-your-dead-body-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/04/over-your-dead-body-2026-filmkritik/#respond Thu, 04 Jun 2026 05:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38847 Lisa (Samara Weaving) ist eine aufstrebende Schauspielerin, die nur auf die richtige Rolle für ihren Durchbruch wartet. Dan (Jason Segel) ist ihr Ehemann und arbeitet als Regisseur für Werbungen, nachdem sein bisher einziger Spielfilm, schon Jahre her ist. Gemeinsam wollen … Weiterlesen

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Lisa (Samara Weaving) ist eine aufstrebende Schauspielerin, die nur auf die richtige Rolle für ihren Durchbruch wartet. Dan (Jason Segel) ist ihr Ehemann und arbeitet als Regisseur für Werbungen, nachdem sein bisher einziger Spielfilm, schon Jahre her ist.

Gemeinsam wollen sie ein Wochenende in einer einsamen Hütte am See verbringen, doch da beide unglücklich sind in der Ehe, kommt es ständig zu Streitereien. Genau dieses Problem möchte Dan eben mit diesem Ausflug lösen, indem er seine Frau umbringt und im See versenkt…

Warum macht man nur fünf Jahre später ein Remake des norwegischen Filmes The Trip von Tommy Wirkola (Thrash), obwohl Aksel Hennie und Noomie Rapace auch schon in zahlreichen amerikanischen Produktionen mit dabei waren? Richtig, weil sich Amerikaner laut Studie am Liebsten Amerikaner auf der Leinwand ansehen und Hauptdarstellerin Samara Weaving Australierin ist. Alles klar?

Wie dem auch sei, ursprünglich sollte Wirkola selbst die neue Version inszenieren, am Ende hat aber schließlich Jorma Taccone (Popstar) am Regiestuhl Platz genommen. Im Prinzip handelt es sich hier um eine ziemlich genaue Kopie des Originals, bis auf eine Änderung der Dynamik.

Hier ist nämlich einer der drei Antagonisten eine emotional sehr instabile Frau (im Original waren es drei männliche Flüchtlinge), die Gefängniswärterin der beiden anderen war und mit einem von ihnen, eine Beziehung hat. Für mich keine gelungene Veränderung, denn ihre Figur ist nie bedrohlich, dafür aber durchgehend nervig.

Das ist für mich auch der wahre Zwei-Kampf hier (nämlich gute Performances vs schlechte): Juliette Lewis (Strange Days) ist in dieser Rolle vom psychotisch sein her anstrengend und Jason Segal (Windfall) als Ehemann ist unlustig und durchgehend unsympathisch. Ob mir diese beiden Figuren auf Grund der schauspielerischen Leistung oder des Drehbuches nicht gefallen haben, nun ich bin mir beim Schreiben dieser Zeilen noch immer nicht ganz sicher.

Timothy Olyphant (Alien: Earth) hingegen ist als Anführer der Bösen richtig schön eigenartig und unberechenbar und ebenfalls wie immer großartig ist Samara Weaving (Ready or Not 2) als bissige Ehefrau. Ansonsten ist der trockene, schwarze Humor des Originals durch zynische Dialoge und Slapstick-Einlagen ersetzt worden und der erbitterte Ehekrieg, verlagert sich mehr auf die Meta-Ebene.

Das sich gegenseitig umbringen wollen und sich dann wieder zusammen raufen durch eine Gefahr von außen, nun auch das finde ich hat hier keinen Biss, da dir als Zuschauer egal ist, ob die Hauptfiguren am Ende wieder zusammen sind. Besonders der Ehemann ist nun viel zu tollpatschig und auch weinerlich geraten. Selbst die Gewalt, die ist zwar nicht zahmer geworden, dafür wirkt sie aber irgendwie weniger schmerzhaft. Sie ist hier Selbstzweck und man soll sie nicht schlimm finden, sondern darüber lachen.

In Summe also (wieder mal) ein unnötiges Remake, das in den meisten Bereichen schwächer ist, als das Original. Ohne zu vergleichen oder ohne das Ursprungsmaterial zu kennen ist das Erlebnis wohl besser, aber die Charaktere bleiben dir dennoch großteils egal. Getragen von Weaving und Olyphant und auch auf Grund der überdrehten Grundatmosphäre, ist gegen eine einmalige Sichtung aus meiner Sicht aber nichts einzuwenden.

„Over Your Dead Body“ bekommt von mir 6/10 den Mythos der idyllischen Hütte am See, durch den Fleischwolf drehende Empfehlungspunkte.

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