Komödie | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Tue, 23 Apr 2024 06:33:12 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.4 Cats (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/04/23/cats-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/04/23/cats-filmkritik/#respond Tue, 23 Apr 2024 06:33:12 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36486 Katzen. Sie treffen sich. Sie haben eine Königin. Und sie wird einen aus ihrer Mitte auserwählen, der oder die in den Himmel kommt. Aber diese Ehre will ein räudiger Straßenkater, der magische Fähigkeiten besitzt, für sich beanspruchen und er beginnt … Weiterlesen

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Katzen. Sie treffen sich. Sie haben eine Königin. Und sie wird einen aus ihrer Mitte auserwählen, der oder die in den Himmel kommt. Aber diese Ehre will ein räudiger Straßenkater, der magische Fähigkeiten besitzt, für sich beanspruchen und er beginnt damit, nach und nach seine Konkurrenz auszuschalten.

Jemand muss ihn aufhalten, damit der jellicle Tag bzw. die Nacht zu einem Erfolg für alle Katzen werden kann … Oder so ähnlich.

Tatsächlich könnte ich es so zusammenfassen: Jellicle hier und jellicle da. Was immer „jellicle“ auch bedeutet. Angeblich heißt es „dear little cats“. Was auch immer.

Es kommt ja eher selten vor, dass ich bereits in der Zusammenfassung sehr deutlich zeige, was ich von einem Film halte, aber „Cats“ hat sich diese Ehre mehr als verdient. Ich weiß nicht welche und wie viele Drogen die Macher:innen dieses Werks konsumiert haben, bevor sie mit den Dreharbeiten begonnen haben, aber das was hier passiert … das kann man fast nicht in Worte fassen. Und in keinem, in wiederhole: keinem!, positiven Sinn.

Das Musical „Cats“ dürfte ja wohl doch allen ein Begriff sein, selbst wenn man es selbst nie gehört hat. Das ist kein Drama, denn in meinen Augen ist „Cats“ das am meisten überbewertete Musical überhaupt. Es gibt – in meinen Augen – keine Handlung, außer das eine Reihe an Katzen vorgestellt werden und wie sich diese verhalten. Und ja, die „Rahmenhandlung“ (ja, genau) ist mehr oder weniger vorhanden, aber offen gesprochen: Wen juckt das?

Man merkt bereits, dass ich kein Fan des Musicals bin. Grundsätzlich mag ich Musicals ja gerne, wenn die Musik und die Geschichte passen (mein absoluter Favorit für immer: Les Misérables. Und „Jesus Christ Superstar“, auch wenn ich das eher als Rock-Oper bezeichnen würde). Das war bei „Cats“ für mich nie der Fall. Und ich liebe Katzen.

Ich denke man kann eh nichts mehr über diesen Film schreiben, was noch nicht geschrieben wurde. Einzig eine Anekdote muss ich anführen, weil die alles sagt, was es zu sagen gibt. Ich weiß nicht, ob sie stimmt, aber wenn nicht, dann wurde sie gut erfunden. Scheinbar hat Andrew Lloyd Webber nach Sichtung des Films und nach Verlassen des Kinos sofort seinen Weg in eine Tierhandlung gefunden und einen Hund gekauft. Einfach als Zeichen seiner Missachtung für diese Umsetzung/Adaption. Und ein paar Wochen später wollte er von X nach Y fliegen, aber die Fluglinie hat ihm verboten den Hund mitzunehmen. Webber reagierte scheinbar so, dass er der Fluglinie mitteilte, er brauche diesen Hund, denn das sei seine Therapie gegen die Verbrechen die ihm mit dem „Cats“-Film angetan wurde und ohne diese Ausgleich würde er in Depressionen verfallen. Die Antwort der Fluglinie: „Gutes Argument. Nehmen sie ihn mit“.

Wie bereits erwähnt: Wenn nicht wahr, dann toll erfunden.

Und das trifft es für den Film einfach gut. Es ist irre, wie viel Zeit, Geld und Ressourcen für … für … sowas verwendet wurden. Dabei ist die Optik des Films noch das bessere daran. Da eh alles vor dem Green-Screen entstanden ist (inklusive aller Körper), sieht alles so künstlich auch, dass es für mich schon keinen Unterschied mehr macht, ob es gut oder schlecht aussieht. Es passt einfach. Dazu kommt, dass die Gesangseinlagen für meinen Geschmack einfach unter Standard waren. Die Musik wirkt weder so happy, noch so wuchtig oder episch noch so emotional wie es eigentlich sein sollte.

Wer „Cats“ in Summe nicht kennt, kennt ja trotzdem mit Sicherheit „Memory“. Das Lied kennt einfach jede Person. Zumindest in meiner Generation. Im Film wird der Song drei Mal, ich wiederhole: Drei. Mal., angestimmt. Und ja, das nervt. Ich mag das Lied (das einzige Lied von „Cats“, das ich mag), aber das war zu viel. Zumal die Inszenierung dann noch dazu einen auf Tränendrüsendrücker macht, jedes einzige verdammte Mal, wenn es angestimmt wird. Und auch, weil ich schon dabei bin, zu erwähnen: Je andere Version, die ich bis dato gehört habe (und das sind viele) ist besser als diese hier. Traurig. Wirklich traurig.

Warum sich so Schauspielgrößen wie Judi Dench, Ian McKellen, Idris Elba oder Ray Winstone für so etwas hergegeben haben, ist mir schleierhaft. Auch Rebel Wilson spielt mit und – haltet euch fest – Taylor Swift. Ja, ihr lest richtig: Taylor Swift. Wenn dieser Film also etwas beweist, dann das große Starpower nicht immer ausreicht, um auch etwas zu schaffen, was auch nur annähernd gut ist.

Was Tom Hooper, der ja doch auf Filme wie „The King’s Speech“ oder „The Danish Girl“ zurückblicken kann, sich hierbei gedacht hat, ist mir ein Rätsel. Andererseits hat er ja auch „Les Misérables“ mit Hugh Jackman, Russel Crow, Helena Bonham Carter und Anna Hathaway und anderen gemacht, der ja durchaus in Ordnung war. Nicht der Wahnsinn, aber zumindest keine Katastrophe.

Alles in allem kann ich hier nur festhalten, was man vielleicht eh schon wusste. Ich wollte den Film tatsächlich deshalb sehen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass er so schlimm ist, wie alle immer meinen bzw. schreiben. Ich gehe ja eher selten mit der Meinung im Internet einher, aber hier, Leute, hier trifft das alles wirklich zu. Ich habe beim Ansehen gemerkt, wie meine Hirnzellen nacheinander aufgegeben haben und meine Augen haben irgendwann zu tränen begonnen. Es kann auch sein, dass es Tränen waren, weil ich immerzu zwischen Lachkrämpfen und ungläubigem „Echt jetzt?!“ hin und her gesprungen bin.

„Cats“ bekommt von mir 2 von 10 möglichen, auf so vielen Ebenen den Glauben an das Gute in Musicals oder Filmen verbrennde, Punkte.

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The American Society Of Magical Negros (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/04/18/the-american-society-of-magical-negros-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/04/18/the-american-society-of-magical-negros-filmkritik/#respond Thu, 18 Apr 2024 05:00:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36480 Aren (Justice Smith) ist Künstler. Er macht Skulpturen bzw. Kunstwerke aus Fäden. Bei einer seiner letzten Ausstellungen bzw. bei einer Ausstellung an welcher er teilnimmt, kommt es jedoch soweit, dass absolut niemand Interesse an seiner Arbeit hat und man ihn … Weiterlesen

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Aren (Justice Smith) ist Künstler. Er macht Skulpturen bzw. Kunstwerke aus Fäden. Bei einer seiner letzten Ausstellungen bzw. bei einer Ausstellung an welcher er teilnimmt, kommt es jedoch soweit, dass absolut niemand Interesse an seiner Arbeit hat und man ihn sogar für einen Hausangstellten hält. Das führt dazu, dass man die eigentlich geplante Solo-Ausstellung absagt.

Relativ fertig mit der Welt trifft er am Nach-Hause-Weg eine junge, weiße Frau, die scheinbar unter dem Einluss von bewusstseinserweiternden Substanzen (und/oder Alkohol) Geld vom Automaten beheben will, es aber nicht schafft. Aren will helfen, aber die Sache nimmt eine schiefe Wendung, da die Dame zu kaputt im Kopf ist, um zu verstehen, was sie gerade macht und tut und sagt. Als dann zwei (weiße) Typen kommen, da wird das Missverständnis für Aren ein Spiel auf Leben und Tod.

Zumindest fast, denn er wird auf beinahe magische Weise von Roger (David Alan Grier) gerettet, der ihm gleich darauf einen Job anbietet. Wie sich rasch herausstellt, arbeitet Roger nämlich für die „American Society Of Magical Negros“, deren Aufgabe es ist, weiße Menschen (man lies: Männer) so zu behandeln und zu bestärken, dass sie sich sicher fühlen. Denn das hilft allen anderen Kulturen und Rassen (im Sinne von Hautfarben) auf der Welt.

Sein erster Auftrag wird allerdings gleich mal zur Herkulesaufgabe, denn er soll dem Mitarbeiter eines Social-Media-Unternehmens dabei helfen, durchzustarten. Nur ist das die Firma, deren Gesichtsscan leider den kleinen Nachteil hat, dass es Schwarze Menschen nicht voneinander unterscheiden kann – was zu einem Backlash führt. Auch nicht gerade hilfreich ist, dass Lizzie (An-Li Bogan), eine Kollegin, das Interesse von beiden jungen Männern geweckt hat …

Es ist entweder Sarkasmus oder es ist Zynismus. Ich bin mir nicht ganz sicher. Was es auf jeden Fall sein soll: Eine Pointe. Die ich jedoch nicht sehe. Was ich sehe ist: Feigheit. Und das ist schade.

Aber zurück zum Start: Die Idee zur „Magical Society“ ist Kobi Libii, der hier für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnet, gekommen und ja, die Idee – das muss ich zugeben – hat enormes Potential. Es gibt eine Vereinigung von PoCs (People Of Color, hier alles Schwarze), die den Job haben, die Weißen bei Laune zu halten, damit das Töten der farbigen Bevölkerung endlich mal aufhört – sich die Weißen also endlich mal entspannen können und verstehen, dass die anderen auch einfach nur in Ruhe leben wollen.

Klingt ja schon mal gut und hätte mit dem richtigen Drehbuch und der richtigen Regie und dem richtigen Cast ja durchaus cool werden können – eine bitterböse Satire, ein heftiger Horrorthriller – Potential vorhanden.

Wofür sich Hr. Libii allerdings entschieden hat ist eine Romnatische Komödie mit leichten sozialkritischen Untertönen, die leider entweder zu leise sind oder zu sehr aus dem Nichts kommen, um wirklich zu harmonieren. Das Hauptproblem, welches Aren nämlich hat, ist eines von Loyalitäten – er muss sich entscheiden: Seinen Job tun, versuchen sein Ziel mit der Person zu verkuppeln, in die eigentlich er verknallt ist, oder darauf pfeifen und ihr sagen was er für sie (und sie für ihn) empfindet. Es geht also in erster Linie um Loyalität zu „den seinen“. Denn die Society ist magisch und nur, wenn sich alle an die Regeln halten, dann wirkt die Magie.

Nur gibt es halt immer wieder Ausreißer, die dann dazu führen, dass die Magie kurz versagt, bis man die Person die sich nicht an die Regeln gehalten hat ausgestoßen hat und – ich zitiere! – „die schlimmste Strafe bekommt, die man sich vorstellen kann“: Als normalsterblicher Schwarzer im heutigen Amerika zu leben. Genau. Lasst das mal sickern. Vermutlich war früher in Amerika viel, viel leichter „schwarz“ zu sein. Aber lassen wir das mal so stehen.

Es ist so unglaublich schade. Ich denke nur an „Get Out“ und dessen Ende, als ein Streifenwagen von der Polizei auftaucht und ich mir dachte: „Oh, Mist.“, weil ich mir dachte, das ist das Ende für unseren jungen, schwarzen Helden. Dieser Gedanke hat alles gesagt, was gesagt werden musste. Und hier gibt es eine(!) Szene, die ähnlich gebaut ist. Als die beiden Typen auftauchen während Aren versucht der Dame beim Bankomat zu helfen, da ist völlig klar: Aren wird mindestens im Krankenhaus enden. Einfach nur weil er helfen wollte und weil er schwarz ist. Da steigt die Spannung und das Unwohlsein halbwegs hoch.

Und dann wird das alles so verschenkt. Libii hätte sicher viele Beispiele wie oben finden können, bei denen man einfach merkt: „Mist – das hier wird böse enden.“, einfach nur, weil der Charakter schwarz ist. Und dann die Rettung(en) durch Magie durch unseren jungen Anfänger-Helden. Er schafft es halt nicht jedes Mal. Aber er lernt dazu und gegen Ende, da ist er ein richtiger Profi, hat alles im Griff, er rekrutiert immerzu weitere „Magical Negros“. Bis er am Ende draufkommt: Alle Schwarzen auf der ganzen Welt haben plötzlich diesen Job: Dafür zu sorgen, dass die Weißen ruhig bleiben und nicht anfangen aus Angst alle anderen abzuknallen. Dann dreht er sich in die Kamera, spricht direkt in die Kamera und fragt: „Did I do the right thing?“. Und Ende.

Klingt schlimm? Mag sein. Aber immer noch um Millionen Jahre besser (und mutiger) als das, was hier geliefert wird. Der sozialkritische Unterton oder die Gefahr, die Aren eigentlich bannen soll, ist kein Thema mehr. Nicht wirklich. Und da wird so unglaublich viel Potential auf so unglaublich vielen Ebenen verschenkt.

Irgendwann gegen Ende hält Aren dann noch eine emotionale Rede, die sicher der Höhepunkt des Films sein sollte und es irgendwie auch ist – aber an diesem Punkt juckt es mich kaum noch bzw. sehe ich keinen Film mehr und keine Filmfigur, sondern einfach jemand, der über das Gefühl spricht, wie es ist ein Schwarzer in Amerika zu sein. Berührt mich das? Ja, weil es von Justice Smith wirklich großartig gespielt wird (wenn es denn überhaupt gespielt ist). Aber das hat Null mit dem Film zu tun. Die Szene kannst du mir losgelöst vom Rest vorspielen und sie würde mich dennoch berühren. Sie kommt nur völlig aus dem Nichts, weil ich nie das GEfühl hatte, dass Aren irgendein(!) Problem hat – außer, dass er in Lizzie verknallt ist und das nicht gut ist. Völlig irre (und ja, es is völlig nachvollziehbar, warum er sich in sie verknallt – weil: die ist richtig cool).

Aber die Szene im Film für den Film? Oder was sie für Aren als Figur bedeutet? Völlig egal. Völlig. Weil mir Aren als Person eigentlich egal ist. Ich kenne den Typen ja selbst nach 90 Minuten nicht mal wirklich.

Hat der Freunde? Hat er Eltern? Geschwister? Wer ist er? Was macht er (von der Kunst mal abgesehen)? Wir erfahren nichts über ihn (seine Mutter war scheinbar eine Weiße). Er ist einfach eine Projektionsfläche für DAS Problem. Und das ist schade. Gerade, weil sich die Geschichte so sehr auf die Liebesgeschichte fokussiert, dass alles andere völlig untergeht. Und für welches Problem ist er die Projektionsfläche, wollt ihr wissen?. Nicht die Sozialkritik, nein. Die Angst der Schwarzen, oder so, nein. Das Problem, für das er steht lautet: Hänge ich weiter mit meinen „Bros“ rum oder entscheide ich mich für mich und die Liebe? (Natürlich auch weil Lizzie von An-Li Bogan richtig sympathisch und ehrlich interessant gespielt wird, ist die Antwort darauf relativ leicht). Leider hilft das dem Film in Summe nicht wirklich, denn als Rom-Com ist er eher unterer Durchschnitt. Und der „Gag“ am Ende … sorry, nein. Einfach nein.

Alles in allem eine coole Idee, die halt leider in dieser Form nicht für einen ganzen Film, geschweige denn für einen spannenden und unterhaltsamen Film gereicht hat. Und ein Drehbuch, welches mutig beginnt und dann ganz scharf auf die harmlose (man lies: belanglose) Romanze hin abbiegt. Dass die Regie noch dazu völlig belanglos und beliebig ist, ist da noch das kleinere Problem. Ach, und Justice Smith wird bei mir nie, niemals als guter Schauspieler bezeichnet werden. Ich mochte seine Figur in „Dungeons & Dragons: Honour Among Thieves„, aber in allen anderen Dingen in denen ich ihn gesehen habe gilt ebenfalls: Nein. Einfach Nein.

Und bevor ich es vergesse: Der Film wurde nach drei Wochen wieder aus den Kinos genommen. Scheinbar kam er nicht so gut an.

„The American Society Of Magical Negros“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, einen davon allein für die natürliche Ausstrahlung von An-Li Bogan und einen für die emotionale Rede am Ende des Films bekommende, Punkte.

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Slumber Party Massacre II (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/04/13/slumber-party-massacre-ii-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/04/13/slumber-party-massacre-ii-filmkritik/#respond Sat, 13 Apr 2024 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36450 Nachdem sie den Angriff des „Driller Killer“ überlebt hat, ist ihre Schwester in eine Anstalt gekommen, denn sie ist durchgedreht und war nicht mehr zu beruhigen. Aber sie nicht, sie hat alles im Griff. Sie geht weiterhin bzw. wieder zur … Weiterlesen

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Nachdem sie den Angriff des „Driller Killer“ überlebt hat, ist ihre Schwester in eine Anstalt gekommen, denn sie ist durchgedreht und war nicht mehr zu beruhigen. Aber sie nicht, sie hat alles im Griff. Sie geht weiterhin bzw. wieder zur Schule und ja, was soll man sagen: Die ersten Gefühle im Intimbereich regen sich. Da passt es gut, dass auch das andere Geschlecht langsam auf sie aufmerksam wird.

Aber der Schatten dieser einen Nacht bleibt über ihr hängen – und es kommt wie es kommen muss. Nachdem Mutter ihr erlaubt, bei einer Freundin zu übernachten anstatt ihre Schwester im Krankenhaus zu besuchen, taucht er wieder auf: Der Driller-Killer!

Oder nicht? Ist alles nur in ihrem Kopf?

Dieses Mal ging die Aufgabe ein Drehbuch zu schreiben an Deborah Brock, die auch gleich die Regie übernommen hat. Und es ist eine direkte Fortsetzung des ersten Teils, wenn auch … anders. Vom Gefühl her völlig anders. Der erste Teil des Films ist ein wenig Teenie-Romanze, vom „versteckt vor Mama am Weg zur Schule schminken“ über „die eigene Teenie-Girl-Band“ haben, bis hin zum ersten Kuss. Alles da.

Dann kommt die neue „Slumber Party“ ins Spiel und die Sache wird ein Psychothriller Und dann, im letzten Drittel, da wird es dann … hm, nun, wie nennt mal das? Rock-Musical-Killer-Dance-Act mit Elvis-Einschlag? Oder so?

Hm, vielleicht ist es nachvollziehbar, wenn ich euch verrate, dass der Killer dieses Mal nicht nur einen Bohrer als Mordwaffe hat, sondern dieser Bohrer ist das Ende einer E-Gitarre. Und der Mörder hat nichts mit dem Kerl aus dem ersten Teil zu tun, sondern er sieht aus wie ein Elivs-Verschnitt, hat eine Zigarette im Mundwinkel und tja, er singt. Und tanzt. Und killt dabei.

Und das ist dann tatsächlich richtig cool und witzig und Atanas Ilitch ist perfekt als „Driller Killer“ gecastet, Hüftschwung, verschmitzen Grinsen und Schmalzlocke. Ja, da gibt es durchaus wenig subtile Metaphern zum sexuellen Erwachen – ratet mal, wann der Killer zum ersten Mal auftaucht – und natürlich gibt es dieses Mal einen Twist am Ende. Ich will nichts spoilern, aber wenn ich euch sage, dass es kein übernatürlicher Mörder ist, er aber dennoch wie aus dem Nichts überall auftaucht, dann habt ihr schon ein Bild dazu, was hier wirklich abgeht.

Wie dem auch sei: Die Teile passen nicht zu 100% zusammen. Der Anfang ist zu lang und der Mittelteil zu mittel, sorry, auch zu lang und das Ende bzw. das Finale zu plötzlich und abgehoben. Die Idee dahinter mag gut gewesen sein, aber so richtig zündet das Ganze bei mir nicht. Sicher, der Driller Killer inklusive der Bohrer-Gitarre (man kann es auch Phallus-Symbol nennen) sind ikonisch, aber das liegt wirklich mehr an den letzten 20 Minuten. Alles davor hätte man um mindestens die Hälfte kürzen können.

Das Drehbuch ist also weit weniger clever als der erste Teil und es nimmt sich viel zu ernst – bis es halt dann gegen Ende zu 100% kippt. Aber bis dahin muss man erst mal durchhalten und das ist teilweise schon schwer und ein wenig qualvoll. Aber dann haut es richtig rein.

Trotzdem würde ich mir diesen Teil hier nicht nochmals ansehen – da gucke ich vorher nochmals den ersten Teil oder das – richtig gelungene – Remake. Aber einmal – einmal sollte man die Sache schon gesehen haben, einfach um glauben zu können, was da abgeht.

Aber könnt gleich die erste Stunde überspringen, ich verrate euch was passiert: Erwachsene, die wie Jugendliche tun, verlieben sich, haben eine Girl-Band und feiern eine Party. Namen merken? Dynamiken untereinander? Ja, ist nett, ist auch durchdacht, spielt aber keine Rolle. Ich bin normalerweise nicht so, aber hier kann ich nur sagen: Bring on the Driller-Killer! Weil der Teil cool, abartig und irre ist. Der Rest ist so … meh.

„Slumber Party Massacre II“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, im letzten Drittel viel rausreißende, aber nicht herumreißende, Punkte.

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Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland aka „Das Camp des Grauens 3“ (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/03/21/sleepaway-camp-iii-teenage-wasteland-aka-das-camp-des-grauens-3-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/03/21/sleepaway-camp-iii-teenage-wasteland-aka-das-camp-des-grauens-3-filmkritik/#respond Thu, 21 Mar 2024 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36363 Es heißt ja, dass die Mörder(innen) immer wieder an den Ort der Tat zurückkehren. Dieses Mal heißt das Camp „New Horizon“ und soll reiche Jugendliche und unterprivilegierte Jugendliche zusammenbringen. Der Ort: Das ehemalige Camp Awarak. Unter neuer Leitung. Angela (Pamela … Weiterlesen

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Es heißt ja, dass die Mörder(innen) immer wieder an den Ort der Tat zurückkehren. Dieses Mal heißt das Camp „New Horizon“ und soll reiche Jugendliche und unterprivilegierte Jugendliche zusammenbringen. Der Ort: Das ehemalige Camp Awarak. Unter neuer Leitung.

Angela (Pamela Springsteen) schleust sich mit geklauten und gefälschten Papieren als Teilnehmerin in das Camp ein. In der Hoffnung, dass dieses Mal die Leute ein wenig freundlicher sind. Aber alles kommt, wie es kommt.

Jugendliche sind Jugendliche und natürlich kommt es, wie es kommen muss …

Ja, beim dritten Teil stellen sich dann doch schön langsam erste Ermüdungserscheinungen ein. Weniger beim Drehbuch, welches mit ein paar interessanten Ideen daher kommt, sondern mehr beim Schauspiel und der Inszenierung. So wirken alle Beteiligten mehr oder weniger lustlos und auch Pamela Springsteen wirkt die meiste Zeit über so, dass sie ihre One-Liner halt sagt, aber das Timing und die Betonung passen halt nur noch selten.

Dabei sind ein paar wirklich nette Szenen dabei. Als der Camp-Leiter fragt „Where did you learn to chop wood like that?“, da antwortet sie „Oh – I chopped a lot of things with an axe before. Just never wood.“ Oder als sie zu dritt angeln sind und plötzlich Jasons Maske an der Angel hängt. Die Frage taucht auf, wer da gestern so harte Party gemacht hat und welches Datum man heute habe. Antwort: Samstag, der 14.

Auch witzig, dass teilweise Schauspieler:innen aus dem zweiten Teil kleinere Rollen in der Produktion des dritten Teils übernommen haben. So hat zum Beispiel Valerie Hartmann, die im zweiten Teil Ally spielt, im dritten Teil einen Waschbären für seinen kurzen Auftritt im Film trainiert und andere ähnliche Dinge. Fand ich cool.

Trotzdem ist der dritte Teil einfach dermaßen entschärft worden, dass die Morde teilweise nicht mal ganz klar sind, wie sie denn passieren und zum anderen wirkt die Sache wirklich lustlos inszeniert. Da hätte man manche Szene durchaus spannend gestalten können, aber sie werden halt einfach so runtergekurbelt. Ja, es macht durchaus noch Spaß, auch wenn man klar sagen kann, dass die kurze Laufzeit dem Film absolut gut tut, denn länger wäre die Sache nicht mehr gegangen.

Was auch schade ist, ist dass Angela viel zu oft einfach einen dicken Ast in der Hand hat und damit auf jemanden einprügelt. Das mag praktisch und pragmatisch von ihr als Figur sein, aber als Zuseher:in ist es einfach rasch langweilig.

Es gibt übrigens auch einen vierten Teil namens „Sleepaway Camp IV: The Survivor“, aber den habe ich mir dann doch nicht angesehen, denn der wurde nach mehreren Drehtagen abgebrochen und irgendeiner in die Produktion involvierten Menschen hat aus dem Material und aus Szenen von Teil 1, Teil 2 und Teil 3 eine Art Mini-Fortsetzung geschnitten. Wie man sich denken kann besteht der Film wohl zum größten Teil aus Rückblenden. Und das neue Material ist unbearbeitet. Nein, danke.

Tja, so geht dann ein Franchise zu Ende. Und ich meine den dritten Teil und nicht den vierten, denn auch der Schlussgag zündet dann nicht mehr so richtig. Mir hätte es gefallen, wenn man den Mumm gehabt hätte Angelas Treiben endgültig zu beenden, aber wie üblich muss man(n) sich ja eine Hintertür offen lassen.

Michael J. Pollard gibt sich ein Stelldichein als abartiger Campleiter, ich bin mir aber nicht sicher, wie viel Lust er beim Dreh hatte. Richtig motiviert wirkt wirklich niemand bis auf Cliff Brand (spielt den Aufpasser und Polizisten Barney, der seinen Sohn auf dem Camp im Jahr davor an Angela verloren hat). Gefallen hat mir auch, wie das Kitsch-Pärchen gegen Ende mit der ganzen Sache umgeht und dass Angela wohl einen Plan hatte (anders als in Teil 2 kommen die beiden quasi mit dem Leben davon, weil die ja „brav“ sind). War irgendwie klar, dass man das so einbauen musste, als Spiegelung und Veränderung zum zweiten Teil. Passt ins Bild, ist aber zu wenig, um wirklich zu zünden oder als innovativ zu gelten.

Fein fand ich auch, wie die Konfrontation (die unausweichlich passieren muss) mit Barney abläuft. Das war so herrlich antiklimatisch, dass es schon wieder super war. Ehrlich.

Alles in allem: Geht als gerade noch gut durch, wenn man den zweiten Teil mochte, aber so grundsätzlich ist es eigentlich nur mehr vom Gleichen. Nicht mehr. Nicht weniger. Nur schlechter gemacht und gespielt. Schade.

„Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland“ (oder: Camp des Grauens 3, wie er bei uns heißt) bekommt 6 von 10 möglichen, den Absprung verpasst habende, Punkte.

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Sleepaway Camp II: Unhappy Camper aka „Das Camp des Grauens 2“ (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/03/12/sleepaway-camp-ii-unhappy-camper-aka-das-camp-des-grauens-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/03/12/sleepaway-camp-ii-unhappy-camper-aka-das-camp-des-grauens-2-filmkritik/#respond Tue, 12 Mar 2024 04:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36361 Angela Baker (Pamela Springsteen) wurde aus der Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher entlassen und gilt als rehabilitiert. Deshalb hat sie einen neuen Namen und ist als Aufseherin zurückgekehrt in ihr altes Camp. Dort passt sie auf die Kids auf, damit … Weiterlesen

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Angela Baker (Pamela Springsteen) wurde aus der Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher entlassen und gilt als rehabilitiert. Deshalb hat sie einen neuen Namen und ist als Aufseherin zurückgekehrt in ihr altes Camp. Dort passt sie auf die Kids auf, damit diese sich nicht daneben benehmen und schön brav, artig und keusch bleiben. Das sind aber nicht viele und nur Molly (Reneé Estevez) scheint Angela zu gefallen. Denn Molly steht auf einen Jungen und dieser auf sie, aber sie gehen es ruhig und langsam – und eben eher keusch an.

Aber die anderen – allen voran Ally (Valerie Hartmann) – sind wohl nur aus einem einzigen Grund auf das Camp gefahren. Das andere Geschlecht (im doppelten Wortsinn) kennenlernen und andere ärgern.

Das kann Angela aber nunmal überhaupt nicht zulassen. Und so wird eine/r nach dem/der anderen „nach Hause geschickt“ …

Das nennt man dann wohl einen totalen Stilbruch. Seltsam irgendwie, dass der zweite Teil sich völlig anders anfühlt als der erste, wo doch so viele Zutaten gleich sind. Ein Camp, Jugendliche und Aufpasser, Wälder, erste zärtliche Gehversuche – und Mord- und Totschlag. Alles wie im ersten Teil. Nur das der erste voller Irrer ist. Der zweite ist da wirklich handzahmer bzw. massentauglicher.

Da die Kids im Ferienlager jetzt auch alle älter sind kommt natürlich auch mehr Sex vor und einige Szenen mit entblößten Brüsten sind zu sehen, auch ein paar (harmlose und von der Kamera her jugendfrei positionierte) Sexszenen sind auch dabei. Alles im Rahmen.

Aber die Hauptsache ist, dass Angela nun wirklich Angela ist und sie hat einen „Freddy“ gemacht. Ich meine damit, dass sie nun eine Killerin ist, die flotte Sprüche schiebt, immer irgendwie ein verschmitztes Grinsen im Gesicht hat und der man irgendwie nicht so richtig böse sein kann. Selbst wenn sie teilweise wirklich böse Sachen macht.

Neben den optisch aufgrund des Alters der Schauspieler:innen schon mal anderen Vorzeichen, ist es vor allem der Wechsel der Darstellerin von Angela – Pamela Springsteen hat die Rolle von Felissa Rose übernommen. Und ich muss sagen. Die Schwester von „The Boss“ Bruce macht ihre Sache gut.

Das zweite Highlight ist natürlich Valerie Hartmann, die als Ally absolut Spaß daran hat ihren Körper zu zeigen und andererseits bleibt sie aber zum größten Teil auf der sympathischen Seite, auch wenn sie eine halbwegs exhibitionistische Ader hat. Molly, die von Reneé Estevez (die Schwester von Charlie Sheen und Emilio Estevez) gespielt wird, ist die eigentliche Hauptfigur – die Camp Besucherin, die als Identifikationsfigur für die Zuseher:innen dienen soll und an der auch Angela einen Narren gefressen hat.

Das Schauspiel geht okay, das Sounddesign ist allerdings ziemlich holprig und die Spannung …nein, so kann man das nicht nennen … das Interesse daran, was als nächstes wie passiert ist vorhanden, wird aber vom Sounddesign manchmal untergraben (so wird eine Campteilnehmerin quasi im Kackbecken des Plumpsklos ertränkt bzw. von Blutegeln getötet – und das Sounddesign spiegelt weder Dramatik noch Horror noch sonstwas wieder).

Die Morde per se sind teilweise ganz okay von der Kreativität her und auch jetzt nie so wirklich voyeuristisch inszeniert, aber es ist schon klar, dass die Sympathie der Macher:innen auf Angelas Seite liegen.

Apropos Macher:innen. Die haben gewechselt. Das Drehbuch hat Michael Hitchcock verfasst unter dem Pseudonym Fritz Gordon. Auch das vom dritten Teil ist von ihm verfasst worden. Die Regie hat allerdings Michael A. Simpson übernommen und der macht seinen Job zum größten Teil ganz gut. Nicht neu oder innovativ, aber gut.

Alles in allem eine andere Art von Film als der erste Teil. Weit weniger ernst und von den Figuren her mit Abstand normaler, aber auf andere Art unterhaltsam und doch irgendwie gut. Ging soweit ich weiß großteils unter in der Auswertung damals und wurde auch gleich in einem Zug mit dem dritten Teil (gleiches Team) mit nur einer Woche Pause dazwischen gedreht.

Bonus-Highlight: Die Hommage an „Freitag der 13“ und „Nightmare On Elm Street“. Fand ich cool.

„Sleepaway Camp II: Unhappy Camper“ bekommt 7 von 10, es anders als der erste Teil angehende, Punkte.

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The Retirement Plan (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/20/the-retirement-plan-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/20/the-retirement-plan-filmkritik/#respond Tue, 20 Feb 2024 06:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=35961 Ashley (Ashley Greene) hat ein Problem. Ihr Mann hat Gangsterboss Donnie (Jackie Earle Haley) einen USB-Stick gestohlen und auf diesem befinden sich heikle Daten, die dieser unbedingt wieder zurück haben will. Deshalb will sie gemeinsam mit ihrer Tochter, zu ihrem … Weiterlesen

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Ashley (Ashley Greene) hat ein Problem. Ihr Mann hat Gangsterboss Donnie (Jackie Earle Haley) einen USB-Stick gestohlen und auf diesem befinden sich heikle Daten, die dieser unbedingt wieder zurück haben will. Deshalb will sie gemeinsam mit ihrer Tochter, zu ihrem Vater Matt (Nicolas Cage) flüchten, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat und der abgeschieden auf den Kaimaninseln lebt.

Da Ashley keine Karte mehr bekommt und direkten Verfolgern entgehen möchte, schickt sie ihre Tochter alleine voraus auf die Reise. Während sie und Matt sich kennenlernen, schickt Donnie unter anderem seinen besten Mann Bobo (Ron Perlman) aus, um den Stick wieder zu holen und alle Beteiligten zu beseitigen. Keiner von ihnen hat jedoch mit den speziellen Fähigkeiten von Matt gerechnet, schon gar nicht seine Tochter Ashley…

Es klappt nicht immer so, wie man es möchte. Zumindest behaupte ich hier einfach mal, Regisseur und Drehbuchautor Tim Brown (Buckley´s Chance) wollte hier eine schräge, coole und lustige Action-Komödie drehen und hatte dabei auch Vorbilder wie Tarantino oder Guy Ritchie im Kopf. Ok, viel Budget hat er nicht, doch dafür sind Nicolas Cage in der Hauptrolle und gute Leute wie Jackie Earle Haley und Ron Perlman als Schurken mit dabei.

In Amerika lief er sogar im Kino und bescherte Cage das schlechteste Startwochenende, seiner Karriere. Sicherlich ist diese Tatsache kein klares Zeichen für Qualität, was man wiederum kaum als neues Wissen bezeichnen kann. Dennoch kann man daran kein wirkliches Interesse für den Film ableiten. Leider kann hier dann nicht einmal Cage die Sache herumreißen. Nicht dass das Erlebnis hier so schlimm wäre, ich würde es eher als „belangloses Hin und Her ohne dem Aufkommen von Spannung“ bezeichnen.

Zunächst mal zu Cage selbst, den ich zuletzt in Sympathie for the Devil wieder mal großartig gefunden habe, der hier als Matt aber nie so richtig in die Gänge kommt. Die langen weißen Haare, das Hawaii-Hemd, einfach sein gesamtes Auftreten strahlt dieses „ich bin zu alt für diesen Scheiß“ Gefühl aus, das zwar gut zu seiner Figur passt, ihm aber in diesem Fall einiges an Präsenz raubt. Er wirkt einfach trotz seiner Fähigkeiten und Taten, irgendwie nie einschüchternd.

Dann wäre da der von Ron Perlman (Poker Face) gespielte Handlanger des Schurken, der sich mit dem von ihm entführten Mädchen anfreundet. Wie das dann aufgelöst wird, strahlt im letzten Moment zwar ein gewisses „ich will gar nicht gegen dich gewinnen“ Gefühl aus, ist in der gesamten Ausführung aber einfach unstimmig. Jackie Earle Haley als sein Boss wirkt wie ein wütendes Rumpelstilzchen und nicht wie ein unberechenbarer Gangsterboss, keine Ahnung warum er solche Parts (etwa auch seine Minirolle in Hypnotic) annimmt, früher waren er und seine Rollen einfach besser.

Die Action schwankt zwischen unspektakulär und ganz witzig und genau der Humor hält dann die Sache auch ganz gut über Wasser. Bei den skurrilen Momenten, muss man nämlich zumindest grinsen, bei sozusagen intensiveren, kommt jedoch keine Spannung auf, denn dies ist wieder mal ein Film jener Sorte, wo man genau weiß, wer am Ende heil aus der Sache heraus kommt. Dass nicht jeder Schnitt oder jeder Effekt immer stimmig ist, fällt dann kaum mehr ins Gewicht.

Ich will nicht behaupten, dass man hiermit keinen seichte Unterhaltung für einen verregneten Nachmittag finden kann, aber wenn man wie ich ein Freund von Nicolas Cage ist, dann hätte man sich schon mehr gewünscht, denn ohne ihn gäbe es kaum einen Grund, sich diesen Film zu gönnen. Ok, wäre Liam Neeson Matt, wäre das doch ziemlich witzig. 50/50 also, mit Sympathie for the Devil und Renfield zwei gute, mit The Old Way und The Retirement Plan zwei mittelmäßige, in Summe kein schlechter Schnitt für meinen aktuellen „Cage-Film-Konsum“.

„The Retirement Plan“ 6/10 die Familie durch den Einsatz von wiederholter Gewaltanwendung, wieder zusammen führende Empfehlungspunkte.

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Baldur’s Gate III (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/03/baldurs-gate-iii-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/03/baldurs-gate-iii-game-review/#respond Sat, 03 Feb 2024 05:00:08 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36267 Es ist kein guter Tag. Zuerst werdet ihr von den Illithid entführt – eine Rasse, die durch die Dimensionen springen kann – und dann wird euch auch noch ein Wurm ins Hirn gepflanzt, der euch innerhalb von wenigen Tagen komplett … Weiterlesen

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Es ist kein guter Tag. Zuerst werdet ihr von den Illithid entführt – eine Rasse, die durch die Dimensionen springen kann – und dann wird euch auch noch ein Wurm ins Hirn gepflanzt, der euch innerhalb von wenigen Tagen komplett übernehmen und zu einem der ihren machen wird. Aber dann kommt ihr frei und werdet von einer fremden Macht gerettet. Allerdings habt ihr immer noch den Wurm im Kopf.

Also ist das Ziel klar: Den Wurm loswerden und verhindern, dass ihr zu einem der „Gedankenschinder“ werdet. Relativ rasch trefft ihr auf weitere Überlebende, welche das gleiche Schicksal erfahren haben wie ihr. Und diese schließen sich euch an, denn alle wollen – ausnahmslos – den Wurm loswerden.

Als ihr nach und nach Möglichkeiten entdeckt, wie das vielleicht(!) funktionieren könnte, kommt ihr einer Sache auf die Spur, die viel größer ist als „nur“ ein Wurm in eurem Kopf. Die Illithid sind nämlich nicht das Problem. Sie sind ein Symptom. Hinter den Kulissen zieht nämlich eine Art neuer Gott die Fäden. Der „Absolute“. Und er oder sie oder es hat den Plan, sich die gesamte Schwertküste unter den Nagel zu reißen.
Und ihr seid Teil dieses Plans, ob ihr nun wollt oder nicht …

„Baldur’s Gate“. Der Name allein lässt mich ein wenig schaudern, denn der erste und vor allem der zweite Teil mit dem Zusatz „Schatten von Amn“ haben mir damals, vor über zwanzig Jahren, beim Erscheinen viele, ganz viele Stunden an Rollenspielfreiheit geschenkt und Momente, Charaktere und Möglichkeiten gezeigt, die ich davor nicht für möglich gehalten hätte.

Ich bin seither dem Rollenspiel-Genre verfallen. Wenn es zwei Spiele gibt, die mir die Liebe zu diesem Medium – Computer- und Konsolenspiele – fast aufgezwungen haben, dann waren das „Monkey Island“ und „Baldur’s Gate“. Ich habe sie geliebt. Tue es heute noch. Anders als „Baldur’s Gate“ habe ich allerdings die ersten drei „Monkey Island“-Spiele noch dutzende Mal durchgespielt. „Baldur’s Gate“ war damals schon lang und ich hatte nie die Muse es nochmals neu anzufangen, auch weil es dazwischen so viele andere gute Spiele gab, die ich ohne durch „Baldur’s Gate“ auf den Geschmack gekommen zu sein, sonst versäumt hatte. Und ehrlich: Diese erste Erfahrung hat keines der folgenden Spiele überbieten können.

Bis heute.

Denn, um es gleich vorweg zu sagen, „Baldur’s Gate III“ wird dem Hype gerecht. Absolut. Das bedeutet nicht, dass es für jedermann oder -frau bedingungslos zu empfehlen ist, aber es bedeutet, dass es das, was es macht, unvergleichlich gut macht. Nämlich ein ROLLENspiel zu sein. Es macht einfach einen riesengroßen Unterschied, mit welcher Figur ihr euch ins Getümmel werft. Ob ihr eine menschliche Bardin spielt oder einen zwergischen Krieger – das Spiel spielt sich anders. Situationen laufen anders ab, Figuren reagieren (nicht alle, klarerweise) anders auf euch. Und die Entscheidungen, die ihr während des Spiels – oftmals auch ohne es zu merken – trefft, die werden euch immer wieder einholen und eure Taten haben wirklich Konsequenzen. Spürbare Konsequenzen.

Meine Figur im ersten Durchlauf war eine weibliche Bardin namens Tavrasate. Ihr seht das Bild oben. Und was soll ich sagen: Ich habe mich in meine Figur verknallt – und nicht nur ich. Die Angebote zum Beischlaf sind von den Mitgliedern meiner Truppe durchaus auch wenig subtil immer wieder mal gekommen. Ich kann es verstehen. Sie ist eine ziemlich toughe Nuss, mit viel Wortwitz und dem Herzen absolut am richtigen Fleck. Nicht meine Worte. Die Worte meiner Mitstreiter:innen. Und auch die haben es in sich. Egal, ob wir vom Vampir Astarion sprechen, Zauberer Gale, der Githyanki Lae’zel oder der Shar-Anhängerin Shadowheart. Und wenn ich jetzt von Karlach zu reden anfange, dann kann ich mit dem Schwärmen überhaupt nicht mehr aufhören. Selten eine liebenswertere Figur kennengelernt als diese. Ein Wahnsinn.

Allerdings nicht von Anfang an. Anfangs war ich ziemlich skeptisch, ob die Figuren wirklich was taugen, denn manche wirken anfangs steif und unnahbar, teils sogar arrogant. Lernt man sie besser kennen und fangen sie an sich zu öffnen, dann kommen absolut hervorragend geschriebene, liebenswerte Persönlichkeiten zum Vorschein, die alle ihr Kreuz zu tragen haben und das auf ihre bestmögliche Art und Weise tun. Und ich möchte keine der Figuren missen.

Das gilt generell für viele, ganz viele Figuren in „Baldur’s Gate III“. Auch wenn sie nur Nebenrollen sind: Sie haben Charakter. Sie haben Ziele. Sie haben klare Persönlichkeitsmerkmale. Und – sie sind alle (ausnahmslos! – bis auf viele Zivilisten in Baldur’s Gate selbst) brillant vertont. Respekt vor Larian („Divinity: Original Sin„), für das, was sie da abgezogen haben. Der Aufwand muss ein Wahnsinn gewesen sein, aber es hat sich bezahlt gemacht. Und das ist eine der großen Stärken des Spiels.

Man merkt einfach die gesamte Zeit über, dass hier jemand ein richtig, richtig gutes Spiel machen wollte mit möglichst viel (man lese: nicht uneingeschränkt, aber so viel wie möglich) Freiheit. Da sind scheinbar Leute beisammen gesessen und haben sich überlegt, was Spieler:innen alles tun und ausprobieren könnten und haben dann Reaktionen darauf geschrieben, vertont und ins Spiel gepackt. Ganz, ganz viele Kleinigkeiten, die man vielleicht nur versucht, weil man wissen will, ob das überhaupt geht – sie funktionieren. Und sie sind noch dazu genauso inszeniert als wären sie Teil einer durchgeplanten Hauptmission. DAS ist in meinen Augen die größte Errungenschaft von Larian Studios. Nichts fühlt sich an als wäre es Beiwerk. Alles was ihr macht – und sei es eine völlig unwichtige Nebensache – wird so inszeniert und behandelt, als wäre es wichtig. Es fühlt sich deshalb auch wichtig an. Hier wird nichts mit einem Satz in einem Textfenster abgehandelt. Hier gibt es mindestens einen Cut auf eine Figur, ein paar (vertonte) Worte und das ganze auf einem derart hohen Niveau, das müssen andere Spiele in Hauptstory-Stränge packen.

Dazu kommt die Erzählerin, die viele eurer Aktionen kommentiert oder beschreibt und auch diese ist perfekt getroffen. Immer nah an der Grenze zum Sarkasmus, aber selten darüber, kommentiert sie alles mit einem gewissen Charme in der Stimme, der immerzu zu sagen scheint „Ja, das hast du gemacht. Aber bist du dir sicher, dass das eine gute Idee war?“. Das hält die Spannung immerzu aufrecht. Und tatsächlich muss ich gestehen, dass nicht immer alles, was ich getan habe, eine gute Idee war. Aber auch das gehört zum Spiel. Mach Dinge, triff Entscheidungen, freu dich über oder lebe mit den Konsequenzen und schau mal, was die Zukunft bringt.

Die Hauptstory ist in drei Akte eingeteilt und die Gebiete sind groß. Auch wenn ich sicher knapp 50% meiner Spielzeit in Baldur’s Gate (der Hauptstadt) verbracht habe, fühlte sich alles wie aus einem Guss an. Und die einzelnen Gebiete haben auch noch weitere Karten in sich, die man – je nach Weg – verpassen oder eben besuchen kann. Und eure Geschichte geht weiter. Für welchen Weg ihr euch auch entscheidet – es ist euer Weg. Mit allen Für und Wider. Und es fühlt sich alles gleichwertig an. Respekt. Riesengroßer Respekt.

Was mir auch wunderbar gefallen hat: Die Quests der Begleiter:innen sind mit der Haupthandlung verbunden und fügen sich nach und nach in die größeren Handlungsbögen ein. Es gibt einen Grund, warum diese Truppe zusammengekommen ist. Und das merkt man auch immer wieder. Auch, dass es (Vorsicht, kleiner Spoiler) keinen „großen Bösen“ gibt, sondern mehrere Missetäter:innen, die einen Plan haben, fand ich super. Auch wenn es gegen Ende natürlich auf einen großen Finalkampf hinausläuft (der super war). Aber alles in allem: Die Story ist großartig. Zu jeder Zeit. Je nachdem welchen Weg ihr wählt wartet auch der eine oder andere Twist auch auf euch – und ein paar davon habe ich echt nicht kommen gesehen.

Das Kampfsystem ist, wie von Larian gewohnt, rundenbasiert und eure Fähigkeiten erweitern sich im Laufe der Zeit. Anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, ist es später, wenn man sich an die Menge an Möglichkeiten durch Zauber, Angriffe, Scrolls, Tränke und Aktionspunkte, gewöhnt hat – großartig. Die Freiheit, Kämpfe auszutragen wie man es will, hat mich immer wieder umgehauen. Da komme ich aus einem Dungeon in dem ich ein paar Sachen gemacht habe, die einer Horde Goblins scheinbar nicht gefallen hat, und sehe mich einer richtig großen Übermacht gegenüber. Panik meinerseits. Meine Gruppe war erschöpft (da waren ein paar knackige Kämpfe in dem Dungeon) und dann steht da diese riesengroße Gruppe. Aber – nachdenken, umsehen, das Schlachtfeld ansehen, überlegen, welche Zauber und Möglichkeiten ich noch habe – und dann zur Tat: Da stehen vier Goblins mit Bogen auf einem Holzsteg, der nur von einer Säule getragen wird? Säule wegbrennen. Das Ding bricht ein, reißt die vier nach unten und erschlägt noch zwei darunter stehende Gegner. Mein Zauberer schickt einen Eishagel auf eine andere Gruppe, der einerseits Schaden verursacht und noch dazu den Boden rutschig macht. Meine Bardin wirft einen Feuerball (dank eines Scrolls) drauf – nochmals Schaden und das Ding schmilzt noch dazu den Eisboden. Also schickt meine vierte Figur einen Blitz nach und stromt alle, die im geschmolzenen Wasser stehen. Runde Eins vorbei. Es stehen nur noch ein Drittel der Angreifer. Der Rest ist aus dem Spiel.

Großartig ist das.

Optisch ist das Spiel sowieso ein Wahnsinn. So viele Details! Das Art-Design ist ein Hammer, die Musik passt perfekt und apropos: Es gibt einen Bosskampf, bei dem im Hintergrund die Musik anschwillt, ein Chor(!) plötzlich das Geschehen gesanglich kommentiert und als dann auch noch der Gegner mitsingt (mit einer großartigen Stimme!) bin ich völlig platt. Ganz. Großes. Kino. Und das ist ein optionaler(!) Bosskampf gewesen.

Ihr merkt: Ich bin hin und weg. Das erste Spiel seit Jahren, in das ich im ersten Durchlauf knapp 120 Stunden investiert habe und bei welchem ich nach zwei oder drei Wochen Pause, sofort einen weiteren Lauf starten werde. Weil es so gut ist. Weil es so viel Spaß macht. Weil es einfach ein Gefühl auslöst, dass ich bei einem Spiel seit sehr, sehr langer Zeit nicht mehr hatte.

„Baldur’s Gate III“ fühlt sich an wie „Nachhause kommen“. Und das muss man erst einmal schaffen. Danke an Larian Studios. Die mir fast ein wenig leidtun. Denn ehrlich: Das hier, das kann man nicht mehr toppen.

Das heißt nicht, dass das Spiel ohne Fehler ist – ja, sind Bugs. Die Performance ist in Baldur’s Gate spürbar schlechter als in weniger bevölkerten Orten, euer Hauptcharakter gibt in den Gesprächen keinen Ton von sich und die Hauptstory ist nun mal die Hauptstory – ein paar der Ereignisse müssen passieren, also passieren sie auch. Das WIE mag sich ändern, aber das WAS bleibt gleich.

Aber das ist alles jammern auf hohem Niveau – denn hier greifen einfach so viele Rädchen richtig ineinander … das macht einfach richtig, richtig Spaß. Bis zum (per Patch nachgereichten) coolen Epilog. Und denkt dran: Was für die einen ein Happy End ist für die anderen eine Katastrophe.

„Baldur’s Gate III“ bekommt von mir 10 von 10 möglichen, fast alles richtig machende und mich als Spieler zu 100% ernst nehmende, Punkte.

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The Family Plan (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/01/the-family-plan-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/01/the-family-plan-filmkritik/#respond Thu, 01 Feb 2024 06:00:30 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36204 Dan (Mark Wahlberg) ist Autoverkäufer, Ehemann von Jessica (Michelle Monaghan) und Vater von drei Kindern. Außer dass der neue Freund seiner Tochter Nina (Zoe Colletti) sie immer mehr von ihrem Karriereziel als Journalistin wegbringt und sein Sohn Kyle (Van Crosby) … Weiterlesen

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Dan (Mark Wahlberg) ist Autoverkäufer, Ehemann von Jessica (Michelle Monaghan) und Vater von drei Kindern. Außer dass der neue Freund seiner Tochter Nina (Zoe Colletti) sie immer mehr von ihrem Karriereziel als Journalistin wegbringt und sein Sohn Kyle (Van Crosby) lieber Videospiele spielt, anstatt soziale Kontakte zu knüpfen, läuft sein Leben äußerst routiniert, friedlich und geregelt ab.

Als er jedoch eines Tages mit seinem Baby einkaufen ist, will ihn ein Mann verletzten und offensichtlich umbringen. Dan war nämlich in seinem Leben vor seiner Familie Auftragskiller und sein Ex-Arbeitgeber McCaffrey (Ciarán Hinds) scheint nun seine neue Identität herausgefunden zu haben. Was bedeutet, dass Dan und seine Familie, schnell vereisen müssen. Was schwierig zu erklären wird, denn weder seine Frau noch die Kids, wissen von Dan´s früheren Leben…

Ich sehe Mark Wahlberg im Prinzip gerne weswegen es mich sehr freut, dass ich seinen neuesten Film von seiner Motivation her, als das Gegenteil von Infinite bezeichne, wo seine lustlose Performance einer der Tiefpunkte des gesamten Filmes war. Der von Wahlberg selbst produzierte Film „The Family Plan“ läuft seit Mitte Dezember 2023 auf Apple TV+ und laut Statistik ist er der bisher meist gesehene Film des Streaming-Dienstes.

Regie führte Serien-Experte Simon Cellan Jones (er hat beispielsweise Folgen von Jessica Jones, The Expanse oder Shooter inszeniert) und auch sein nächster Film „Arthur the King“, hat Wahlberg in der Hauptrolle. Die beiden verstehen sich also scheinbar ganz gut und genau so steht es auch um die Chemie der Schauspieler, die hier die Familie spielen. Ihr kennt das ja sicher, manche Filme sind vorhersehbar und man kann sie nicht nur aus diesem Grund leicht angreifen, andere wiederum, nun die funktionierten einfach.

So ist es mir hier gegangen und ich hatte schon länger nicht mehr so viel Spaß, bei einer leichten Action-Komödie. Wie gesagt, das liegt für mich hauptsächlich an der Familien-Dynamik und den Performances, denn man erkennt Twists hier schon im Vorfeld und auch wie und warum die Emotionen auf und ab gehen werden, bevor das obligatorische Happy End kommt, erahnt man früh. Dennoch, dieser Familie wünscht man genau das, nämlich ein glückliches Leben zusammen.

Mark Wahlberg (Uncharted) als Dan, war schon lange nicht mehr so charismatisch. Kontrolliert und voller Regeln als Familienvater, effektiv und smart als Killer. Michelle Monaghan (Black Site) als seine Frau Jessica ist charmant und durchaus auch für die eine oder andere Überraschung gut. Zoe Colletti (Scary Stories To Tell In The Dark) als Tochter Nina bringt diese Teenager-Energie mit, gegen die du nicht ankommst, wenn sie in die falsche Richtung läuft aber warte nur drauf, bis sie auf deiner Seite ist, dann hast du gewonnen.

Ciarán Hinds (In the Land of Saints and Sinners) als böser Großvater ist zwar wie immer charismatisch, wirkt aber auch verschenkt, weil er kaum etwas zu tun bekommt. Maggie Q (Fear the Night) als Gwen ist herrlich arrogant und wer sie kennt der weiß, dass sie nicht einfach nur kurz am Anfang als flüchtige Begegnung dabei ist. Das weiß man einfach schon, genau wie dass die Familie nach dem Bruch, auf Grund der Geheimnisse von Dan, am Ende eine stärkere Einheit bildet, als noch zuvor. Aber eben, um Überraschungen zu erleben, muss man wo anders hingehen.

Dazu kommen nette Seitenhiebe auf all zu gegen das System rebellierende Menschen, die es mit der Monogamie nicht so ernst nehmen und dem Phänomen des Online-Viedeospielhelden, im TikTok-Zeitalter. Ist das keine sinnvolle Beschäftigung und ist man dabei vielleicht einsam? Leiden soziale Kontakte? Ja und Nein bekommt man als Antwort serviert. Neben dem Humor und den Dingen zum Nachdenken, ist die Action dann kurzweilig, stylish und übersichtlich inszeniert.

In Summe daher ein Spaß über und für die ganze Familie (außer den Jüngsten versteht sich). Man kann sein Hirn entspannen und sich berieseln lassen und genau das ist auch immer wieder mal nötig. Dieses Blockbuster-Feeling zu erzeugen inklusive sympathischen Figuren, das bekommen in letzter Zeit immer weniger Macher richtig hin, von dem her braucht man nur den richtigen Anwendungszweck und Anspruch, dann hat man hiermit sicherlich seinen Freude.

„The Family Plan“ bekommt von mir 7/10 sich selber und der Familie treu bleibende Empfehlungspunkte.

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Baby Assassins (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/01/09/baby-assassins-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/01/09/baby-assassins-filmkritik/#respond Tue, 09 Jan 2024 06:00:37 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36044 Mahiro (Saori Izawa) und Chisato (Akari Takaishi) sind Nachwuchs-Killerinnen. Von ihrer Organisation wird verlangt, dass sie zumindest vorübergehend zusammen wohnen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Zusätzlich soll sich jede von ihnen auch einen „normalen“ Nebenjob suchen, was sich jedoch vor … Weiterlesen

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Mahiro (Saori Izawa) und Chisato (Akari Takaishi) sind Nachwuchs-Killerinnen. Von ihrer Organisation wird verlangt, dass sie zumindest vorübergehend zusammen wohnen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Zusätzlich soll sich jede von ihnen auch einen „normalen“ Nebenjob suchen, was sich jedoch vor allem für Mahiro, als große Herausforderung darstellt.

Als die zwei ihren aktuellen Auftrag erledigen, wird die Yakuza auf sie aufmerksam, weil einer der Ihren getötet wurde. Als Chisato um ihre Kolleginnen zu retten, dann auch noch zwei hohe Tiere innerhalb der Organisation erschießt wird klar, dass sie gemeinsam mit ihrer Zimmergenossin, bald einiges zu tun bekommt…

Bei diesen tödlichen Babies (also um genau zu sein zwei Mädels im Teenager-Alter) hat Yugo Sakamoto (Green Bullet) Regie geführt und das Drehbuch geschrieben. Es handelt sich um eine japanische Produktion aus dem Jahr 2021, die es nun zwei Jahre später, auch in den deutschsprachigen Raum geschafft hat. In der Zwischenzeit hat Sakamoto übrigens mit den gleichen Hauptdarstellerinnen, eine Fortsetzung gedreht.

Freut mich, dass so etwas funktioniert, denn der Mix hier ist auch für japanische Verhältnisse wie ich finde, doch ziemlich irre. Infantiles Verhalten trifft auf ausgefeilte Choreographie, gepaart mit einer Kaltschnäuzigkeit, die man selten zu sehen bekommt und zusätzlich noch versehen mit Kritik an der japanischen Jugend zum drüber Streuen. Das erkennt man übrigens auch so, da muss man sich in deren Kultur nicht wirklich auskennen.

Einen Mann in den Kopf schießen, die Leiche in eine Tonne stecken, einmal durchatmen und ab ins Kino. Wirklich „instant“-mäßig schalten die Damen hier um zwischen ihrem mörderischen Job und ihrer kindlichen Suche nach Unterhaltung. Man schüttelt manchmal den Kopf, findet Aktionen so schräg, dass sie wieder lustig sind und denkt sich mehrere male einfach „das war jetzt so daneben, dass es fast schon wieder realistisch wirkt“.

Dass man die Grundatmosphäre dennoch ernst nimmt, liegt fast weniger an den Morden als viel mehr an den Kämpfen und wie sie inszeniert sind. Diese Fights übernimmt vor allem eine der Mädels und die ist relativ klein, aber dafür schnell. Wie sie ausweicht und sich um die Gegner wickelt, hat etwas von einem Tanz und wirkt auf Kampfszenen allgemein bezogen, ziemlich frisch. Gut platzierte und stylishe Kopfschüsse, haben dann beide Mädels in ihrem Repertoire.

Mahiro Darstellerin Saori Izawa, war z.b. bei Snake Eyes oder John Wick 4 als Stuntdouble mit dabei und dass sie sich bewegen kann, das sieht man auch dank der dynamischen und sich ständig um das Geschehen bewegenden Kamera sehr deutlich. Zusätzlich ist ihre „ich bin Soziopathin, ich kann nicht so gut mit Menschen“ Masche einfach witzig, weil man es ihr diese Tatsache deutlich ansieht. Dass sie sich immer mehr mit der von Akari Takaishi sehr lebenslustig gespielten Chisato anfreundet, macht beide Damen trotz ihrer Eigenheiten, nur noch sympathischer.

Was soll ich sagen, ich war mir bis kurz vor dem Ende selbst nicht sicher, ob ich da jetzt gut unterhalten wurde, oder die Sache einfach nur schräg finde. In Summe stimmt beides und das ist gut so, denn es kommt in dieser Form kaum vor. Ich verstehe zwar jeden, der auf Grund der infantilen Momente sich hier verabschiedet, aber ich finde die Mischung hier seltsam und anders, aber auf jeden Fall schwer in Ordnung. Teil 2 wird auf eindeutig gesichtet von mir, so bald er bei uns erhältlich ist.

„Baby Assassins“ bekommt von mir 8/10 die geringere Erfahrung, mit überbordend verspielter Energie wieder ausgleichende Empfehlungspunkte.

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