Crime | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sun, 19 Jul 2026 08:44:20 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Mike & Nick & Nick & Alice (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/21/mike-nick-nick-alice-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/21/mike-nick-nick-alice-filmkritik/#respond Tue, 21 Jul 2026 05:00:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39047 Quick Draw Mike (James Marsden) wurde ermordet für einen Verrat, den er gar nicht begangen hat. Zumindest lief die Sache das erste Mal so ab. Nick (Vince Vaughn) hat nämlich eine Zeitmaschine im Keller eines Erfinders entdeckt und will die … Weiterlesen

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Quick Draw Mike (James Marsden) wurde ermordet für einen Verrat, den er gar nicht begangen hat. Zumindest lief die Sache das erste Mal so ab. Nick (Vince Vaughn) hat nämlich eine Zeitmaschine im Keller eines Erfinders entdeckt und will die Sache wieder hinbiegen.

Das einzige Problem ist der Nick aus der Gegenwart, aber den wird er mit Hilfe von Mike, schon überzeugen können. Zeit für Alice (Eiza González) muss ebenfalls sein in der Geschichte, immerhin ist sie Nicks Frau und Mike hat eine Affäre mit ihr…

Nach Happily ist dies erst der zweite Spielfilm von BenDavid Grabinski, der hier auch wieder alleine für das Drehbuch verantwortlich war. Es ist ein wilder Mix geworden, der seine Zeitreise Story mit vor allem wegen den Gesprächen schräger Situationskomik verbindet und mit wilden, gar nicht mal so unblutigen Action-Einlagen, das Ganze verbindet.

Wie man von dieser Beschreibung bereits erkennen kann, ist dies ein rein auf Unterhaltung ausgelegtes Abenteuer, dass mit seiner Kurzweiligkeit und seinem spielfreudigen Cast besticht. Wie essentiell Gespräche über Gilmore Girls und die Frage, wer denn der beste Boyfriend für Rory gewesen ist, wirklich sind, wird hier ebenfalls aufgeklärt.

Was ich auch gelernt habe: für zwei Vince Vaughn´s (Freaky) auf einer Leinwand, ist definitiv genug Platz. Dabei machen es die feinen Nuancen im Gesicht aus, der eine will etwas wieder gut machen, der andere ist ein Egoist, der aber nur ein, zwei falsche Entscheidungen davon entfernt ist, wie sein zukünftiges Ich zu werden.

Egal ob sie sich zunächst bekämpfen oder später gemeinsam Gangster beseitigen, das macht Spaß. James Marsden (Sonic) als Quick Draw Mike vereint zwischenmenschliche Unsicherheiten und Angst um sein Leben mit effektiver Coolness und der Humor kommt weder bei ihm noch bei Eiza González (In The Grey) als Alice zu kurz.

Reaktionen, Oneliner, Gespräche, wo zwei Beteiligte völlig aneinander vorbei reden und wie der gesamte Cast diese präsentiert, machen für mich auch die kleinen, sich summierenden Freuden aus, die mir bei diesem ansonsten eher schneller wieder in Vergessenheit geratenen Spaß, in Erinnerung geblieben sind.

Der Cameo-Auftritt von Dolph Lundgren (Aquaman 2) hat eine „grinsendes Kopfschütteln“ Reaktion bei mir erzeugt und Jimmy Tatro (Scream 7) als Jimmy Boy ist herrlich übercool mit völliger Funkstille zwischen seinen Ohren und einem Musikvideo im Schlussspann, in dem sich noch ein paar weitere, witzige Deleted Scenes befinden.

Die Atmosphäre am Set wird von den Darstellern eins zu eins aufs Publikum übertragen und das ist in diesem Fall sehr gut. Ein typischer Streaming Film der guten Kategorie (läuft auf Disney+), schnelllebig und ohne echte Substanz, aber einmalig wirklich unterhaltsam. Und jetzt legt los, baut euch eure eigene Zeitmaschine und behebt Fehler, die ihr in der Vergangenheit begangen habt!

„Mike & Nick & Nick & Alice“ bekommt von mir 6,5/10 mit der Ex und dem besten Kumpel, doppelten Spaß habende Empfehlungspunkte.

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Utopia (2013 Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/25/utopia-2013-serienkritik/#comments Thu, 25 Jun 2026 06:05:26 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38963 Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. … Weiterlesen

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Eigentlich sind sie ja alle harmlos. Sie sind Comic-Fans, vielleicht ein wenig nerdig und auch irgendwie komisch. Aber grundsätzlich nett. Außer ihrer Liebe zu Comics verbindet sie eigentlich nicht viel. Bis eines Tages „Das Utopia Experiment“ in ihre Hände fällt. Und auf einmal bricht ihre Welt zusammen und kein Stein bleibt auf dem anderen.

Von nun an müssen sie sich zusammenraufen, denn nicht nur der Comic und seine Bedeutung machen ihnen das Leben schwer, sondern auch eine Organisation namens „Das Netzwerk“, welches gnadenlos Jagd auf sie macht – und vor nichts zurückschreckt …

Ich war völlig sprachlos und geschockt, als ich gesehen habe, dass es eine 2020iger Version der Serie „Utopia“ gibt. Die ist tatsächlich ein Amazon-Remake der britischen Serie mit gleichem Namen. Alter Verwalter, was soll das denn bitte? Völlig absurd. Nur, um das klarzustellen: Ich hatte bis heute keine Ahnung von diesem Remake und ich erwähne es nur, damit ihr die Finger davon lasst und euch bitte die Original-Version von 2013 anseht. Das ist wichtig, denn – die ist einfach absolut unpackbar der Hammer!

Man merkt halt ab der ersten Szene, dass wir hier keine amerikanische Weichspül-Serie vor uns haben, sondern eine britische. Und das die werten Damen und Herren da drüber durchaus Sachen produzieren können, die auch richtig wehtun wissen wir ja nicht erst seit Danny Boyles „Trainspotting“.

Vorweg: Ihr merkt vielleicht, dass die Zusammenfassung oben ungewohnt kryptisch ist. Das liegt daran, dass man mit möglichst wenig Vorwissen in die Serie hineingehen sollte. Ich habe auch alle Namen weggelassen, weil es euch wie mir gehen wird – ihr werdet euch eine Zeitlang wirklich fragen, wer jetzt die Hauptperson ist – wer ist gut? wer ist böse? Was ist wessen Ziel? Und wer gehört zu wem?

Da ist alles drin: Paranoia. Hilfe. Opferbereitschaft. Verrat. Mord und Totschlag. Liebe. Und das gesamt auf acht Folgen gepresst. Die noch dazu einen stimmigen Abschluss finden. Mehr will ich jetzt da gar nicht verraten.

Aber – die Schauspieler:innen sind alle top. Ich meine, ich bin vielleicht ein klein wenig vorbelastet, weil ich den englisch-britischen Dialekt einfach Liebe und man den Dialogen hier einfach anmerkt: Die hat jemand verfasst, der oder die die Sprache kennt und weiß, wie was klingen muss. Eine amerikanisierte Version davon will ich mir gar nicht vorstellen. Das ist in etwa so als würde jemand oberösterreichische Sprichwörter im Dialekt in einen Film einbauen und das absolut zur Charakterdarstellung einer Figur nutzen – nur um mitzuerleben, wie diese Person auf Hochdeutsch von einem Berliner nachsynchronisiert wird. Es mag sein, dass die Worte das gleiche bedeuten, aber Himmel wirkt das anders.

Jedenfalls geben sich hier doch gleich ein paar Namen die man kennt (oder kennen sollte) die Ehre: Ian McDiarmid (Palpatine, der „somehow returned“ ist aus Star Wars), Stephen Rea („V For Vendetta“ oder „Stuck„), Emilia Jones („“) oder Alistair Petrie („Star Wars: Rogue One„, „Andor“ oder „The Night Manager“).

Und das Schauspiel ist über jeden Zweifel erhaben – ebenso die Optik der Serie. Da gibt es eigentlich kein Bild, welches nicht durchkomponier ist – egal, ob Farbe, Formen oder Platzierung. Vor allem die Farbgebung – das knallgelbe Cover der Blu-Ray-Box kommt nicht von irgendwo. Also auch filmtechnisch gibt es hier null auszusetzen. Ich meine – seht euch einfach mal den Trailer an, dann wisst ihr was ich meine. Und Danny Kelly (Erschaffer der Serie) und seine Leute, die haben es geschafft, die gesamte Serie über durchzuziehen, nicht nur im Trailer. Einfach ein Hammer!

Ihr seht also: Es gibt genau keinen Grund sich „Utopia“ (erneut: Das Original!) nicht anzusehen. Aber ganz viele Gründe dafür.

Ich würde euch allerdings empfehlen erst mal in die erste Folge reinzugucken. Es gibt da gleich am Anfang eine Szene, die man so vermutlich in keiner amerikanischen Serie finden würde. Und ihr werdet relativ schnell wissen, warum nicht. Wenn ihr was da passiert spannend findet und aushaltet (nein, kein torture porn), dann könnt ihr euch alle anderen Folgen reinziehen, denn dann wird es euch genauso mitreissen wie mich.

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber nochmals: Seht euch Utopia (2013-Version) an! Ihr werdet es nicht bereuen. Das ist eine sträflich unterbewertetsten Serien überhaupt. Und wenn ihr – so wie ich eben – britische Akzente mögt, dann könnt ich gleich auf 10 Punkte aufrunden.

Oh – und wer unbedingt eine Schublade braucht: Ich würde sagen, „Utopia“ ist eine Thriller-Crime-Drama-Action-Serie mit Sci-Fi-Elementen (ist ne Standpunktfrage …). Und einfach, damit es draußen ist: Neil Maskell ist einfach ein absoluter Wahnsinn! Vor allem, wenn man Interviews mit ihm aus dem echten Leben kennt und weiß, wie nett und sympathisch der rüberkommt, dann kann man bei Utopia nur mit offenem Mund da sitzen und staunen, staunen, staunen.

„Utopia – Staffel 1“ bekommt 9 von 10 möglichen, besser und spannender geht’s fast nicht, Punkte.

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Attentat 1942 (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/16/attentat-1942-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/16/attentat-1942-game-review/#respond Tue, 16 Jun 2026 05:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38917 Im Jahr 1942 wird in der Tschechoslowakei ein Attentat auf den Gestapo-Offizier Reinhard Heydrich verübt. Das Attentat schlägt fehl und so werden die Urheber ausgeforscht und die Nationalsozialisten gehen da nicht wirklich zimperlich vor. Großmutter ist dabei die Wohnung auszuräumen … Weiterlesen

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Im Jahr 1942 wird in der Tschechoslowakei ein Attentat auf den Gestapo-Offizier Reinhard Heydrich verübt. Das Attentat schlägt fehl und so werden die Urheber ausgeforscht und die Nationalsozialisten gehen da nicht wirklich zimperlich vor. Großmutter ist dabei die Wohnung auszuräumen und alte Sachen zu entsorgen und dabei stolpert ihr über Unterlagen von damals. Es ist nicht so richtig klar, ob und wie euer Großvater in die ganze Sache involviert war. Fix ist, dass er kurz nach dem Attentat verhaftet wurde.

Es liegt nun an euch, durch Interviews in der Jetztzeit mit den wenigen Überlebenden und Zeitzeugen zu reden und herauszufinden, was damals los war …

Wieder einmal bin ich durch Zufall auf ein wirklich spannendes Spiel gestoßen. „Attentat 1942“ hab ich auf GOG entdeckt und dachte mir, dass das spanned klingt. Ich weiß ohnehin viel zu wenig über die Besatzungszeit in anderen Ländern – also dachte ich mir, ich schau mal rein.

Rein spielerisch ist das Ganze nicht sonderlich herausfordernd – man klickt sich durch Interviews, stellt Zusammenhänge her, klappert Zeugen ab und hin und wieder löst man ein Minispielchen – wenn es zB ums Aufräumen oder so geht. Stellt man – teilweise – die richtigen Zusammenhänge her, dann tun sich neue Dialogoptionen auf.

Scheitern kann man per se nicht, aber es gibt (scheinbar) verschiedene Enden. Man kann es ja in den Gesprächen vergeigen und zum Beispiel wichtige Informationen nicht erhalten.

Im Grunde also spielerisch eher anspruchslos, aber doch – durch die eingestreuten Interviews und vor allem durch die Geschichte, die sich nach und nach vor den geneigten Spieler:innen ausbreitet, bleibt die ganze Sache allerdings richtig spannend. Ich fand es faszinierend, die Geschehnisse von damals sozusagen aus „erster Hand“ zu hören und zu erleben.

Wichtige Abläufe und Szenen werden in wirklich gut gemachten, gemalten Zwischensequenzen erzählt und man merkt den Macher:innen an, dass sie wirklich recherchiert und Zeitzeugen befragt haben. Ob die Schauspieler:innen selbst die Zeitzeugen sind, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall sind sie sehr glaubwürdig.

Ich habe ein Ende erreicht, welches mir sehr gut gefallen hat, weil ich einerseits wirklich draufgekommen bin, was los war und wie Großvater invovliert war – und außerdem habe ich es zwei Personen ermöglicht eine alte Bürde loszuwerden und die Art und Weise, wie das inszeniert war – das war schon emotionales Kino.

Kein leichtes Spiel von der Story her, vom Gameplay schon, aber ich finde ein sehr interessantes, gut gemachtes und an einem Abend locker durchzuspielendes Zeit-Dokument – in Point-And-Click-Form halt.

Hat mir wirklich, wirklich gut gefallen.

„Attentat 1942“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, als spielbares Zeitdokument alles richtig machende, Punkte.

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Fuze (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/09/fuze-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/09/fuze-2025-filmkritik/#respond Tue, 09 Jun 2026 05:00:11 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38858 Ein Bombe, die scheinbar aus dem zweiten Weltkrieg stammt, wird auf einer Baustelle in Paddington/London gefunden. Major Will Tranter (Aaron Taylor-Johnson) und sein Team werden mit der Entschärfung der Bombe beauftragt. Währenddessen nutzen Karalis (Theo James), X (Sam Worthington) und … Weiterlesen

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Ein Bombe, die scheinbar aus dem zweiten Weltkrieg stammt, wird auf einer Baustelle in Paddington/London gefunden. Major Will Tranter (Aaron Taylor-Johnson) und sein Team werden mit der Entschärfung der Bombe beauftragt.

Währenddessen nutzen Karalis (Theo James), X (Sam Worthington) und ihre zwei Partner die Evakuierung der Gegend, um in die Al Muraqabah Bank einzubrechen…

Hell or High Water ist wohl sein bisher bekanntestes Werk als Regisseur, doch ich kenne vom Schotten David Mackenzie bisher nur Outlaw King. Sein neuestes Werk habe ich mir aber nicht wegen ihm, sondern den Darstellern angeschaut, allen voran Aaron Taylor-Johnson.

Seit Kick Ass habe ich ihn auf dem Radar und egal ob er nun extrem cool wie in Bullet Train ist oder ein richtig feiger Egoist wie in The Fall Guy, man sieht ihm einfach gerne bei der Arbeit zu. Gepaart mit Sam Worthington (The Exorcism) und Theo James (The Monkey) bekommt man hier also drei kernige Jungs in Schlüsselrollen geliefert.

Die Handlung an sich teilt sich in zwei Teile. Dabei ist dies so eine Art von Film, die für mich genau einmal gut funktionieren, wenn du eben noch nicht genau weißt, was gespielt wird. Damit meine ich wer wen betrügen wird, wer mit wem hinter den Kulissen zusammen arbeitet und wer rein böse ist, oder Verbrechen für „die gute Sache“ begeht.

Die erste Filmhälfte weiß dabei zu fesseln, indem parallel die Bombenentschärfung/Evakuierung läuft und dabei zeitgleich ein Banküberfall stattfindet (was übrigens kein Spoiler ist, denn damit wirbt der Trailer). Dabei finde ich die Art und Weise wie Mackenzie es schafft, dass man den Räubern Erfolg wünscht, ohne sie zu kennen, irgendwie faszinierend.

Hier steht Taylor-Johnsons Figur im Mittelpunkt, dessen Major kompetent aber abgekämpft wirkt. Die zweite Filmhälfte konzentriert sich auf die Flucht, Betrug und den Versuch als Zuschauer clever zu sein und die Zusammenhänge zu erraten (was durchaus möglich ist). Hier trifft dann James Figur ins Rampenlicht, ein Schlitzohr das manipuliert und überfordert ist, aber dennoch noch immer irgendwie ein Ass im Ärmel zu haben scheint.

Das Finale liefert eine befriedigende Auflösung, zeigt in einem Rückblick wie es dazu gekommen ist und im Schlussspann sieht man dann noch zu aufheiternder Musik die Auflösung. Hört ihr meine Begeisterung schon heraus? Nicht falsch verstehen, das geht als routiniert gemachter und gut gespielter Thriller schon in Ordnung, aber es bleibt durchgehend unspektakulär.

Taylor-Johnson und James ziehen ihr Ding durch, der Anfang fesselt mit der „Bomben-Stimmung“ und das Finale entlässt dich mit einem lächeln. Kein großer Wurf, aber ärgern musste ich mich auch nie und Langeweile kommt ebenso kaum auf. Früher ein typischer DVD-Release, heute ein (trotz kurzem Ausflug ins Kino z.b. in England) Streaming-Erlebnis für Zwischendurch.

„Fuze“ bekommt von mir 6/10 Diamanten auch als beste Freunde der Jungs etablierende Empfehlungspunkte.

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The Boys – Staffel 5 – Serienfinale (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/#respond Sat, 06 Jun 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38866 Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die … Weiterlesen

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Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die Firma und hat immer wieder kleine Erfolge, die aber von der Regierung sofort zerlegt werden. Beweisvideoes werden als KI-Slop abgetan und überhaaupt – wie könnte man gegen diese Maschine gewinnen?

Hughie (Jack Quaid), Frenchie (Tomer Capone) und Mother’s Milk (Laz Alonso) sind in Gefangenschaft. In einem Lager. Bewacht von Superhelden. Es gibt kein Entkommen.

Aber Butcher hat einen Plan – es gibt immer noch das V1 – das allererste Serum. Und Homelander ist auf dem Weg, es zu finden. Also muss er schneller sein. Aber dazu braucht er Hilfe. Und deshalb müssen die anderen „Boys“ befreit werden.

Natürlich läuft nichts nach Plan. Und es spritzt Blut. Und Gedärm. Und … nun, Homelander lässt sich als „Gott“ ausrufen …

Nein, die Marketing-Abteilung hat entweder die Drehbücher nicht gelesen oder das Memo nicht bekommen. Was ich meine? Nun, wenn man sich die Plakate für Staffel 5 von „The Boys“ ansieht, dann wirkt es als würde der dritte Weltkrieg – Superhelden gegen alle anderen – über die Welt hereinbrechen. Die Welt würde brennen. Ein wenig wie im Musikvideo von „Falling In Revers“ namens „Watch The World Burn“. Aber wie es aussieht wurde der Truppe von Amazon das Budget auf ein Fünftel (ich habe da mehrere Versionen gelesen, die hier kam am öfteren vor) gekürzt und alles was geplant war, musste anders umgesetzt werden. Also keine Materialschlacht. Gar keine. Das ist ein etwa so, als würde man „Return Of The Jedi“ angucken und die Schlacht draußen vorm Fenster des Imperators nicht mal aus der Ferne sehen. Von den Bodentruppen will ich noch nicht mal anfangen.

Für viele Fans war das ein Schlag ins Gesicht – und die haben es den Macher:innen richtig übel genommen. Die finalen Folgen – vor allem die letzten beiden Folgen – wurden fast überall völlig zerrissen. Dabei haben Eric Kripke und sein Team nur das gemacht, was sie machen konnten: Sie haben sich auf die Figuren und emotionale Pay-Offs fokussiert. Meiner Ansicht nach das einzig richtige. Und in den meisten Fällen haben sie auch absolut geliefert. Gibt es auch ein paar Logiklöcher? Oder ein paar Dinge, die nicht zusammenpassen – in dem Sinn, dass sich halt Charaktere hin und wieder so verhalten, wie das Drehbuch es braucht und nicht, wie sie es eigentlich tun sollten? Oder das Kräfte unverhältnimäßig stark sind in der einen Szenen und in der anderen das komplette Gegenteil? Ja, gibt es. Allerdings hätte es viel schlimmer kommen können.

ABER – und das ist für mich ein großes ABER – die Serie liefert in meinen Augen da wo es notwendig ist. Wir kriegen die Storylines geklärt, die zu klären waren und es treffen die richtigen Personen im Showdown aufeinander. Starlight gegen The Deep? Passt. Das Ende von The Deep? Perfekt. Butcher gegen Homelander? Absolut. Ist das Ende Genugtuung pur? Auf jeden Fall. Hughie und Butcher prallen ein letztes Mal zusammen? Aber absolut. Ergebnis? Tränendrücker.

Und natürlich muss jemand am Weg noch das Leben lassen – völlig klar. Und ich war überrascht wie berührt ich war. Mir hat es wirklich Tränen in die Augen gedrückt. Und das war nicht mal in der letzten Folge. Trotzdem – das kam unerwartet (nicht der Charaktertod, sondern die Tränen). Lag vielleicht daran, dass es mein Lieblingscharakter war und auch die Art wie er gestorben ist („I bet you never danced a day in your whole life“) … wenn, dann so. Perfekt.

Auch von der Action-Seite gibt es ein paar super Momente – so zum Beispiel der Gefängnisausbruch. Hammer – richtig cooles, starkes Action-Kino mit sehr psychohygienisch tollen Momenten. Auch die Over-The-Top-Satire kommt nicht zu kurz. Grenzgenial – das Werbevideo von Homelander in welchem Jesus ihm seine Krone überreicht (mit Einblendungen für die Postproduktion á la „remove cables“ beim Runterschweben von Jesus und ähnlichem). Oder die Szene in welcher quasi der Cast von Supernatural sich wieder trifft (mit ein paar anderen Gesichtern dazu) – das war handlungstechnisch völlig irrelevant, aber super anzusehen und lustig – vor allem wie Spider-Man bzw. der Deal von Marvel und Sony aufs Korn genommen wurde. Super!

Und ja, das Ende … für mich war es absolut stimmig, auch wenn es relativ rasch kam und tatsächlich ziemlich kompakt war. Aber die rund 30 Minuten, die es gedauert hat – großes Kino. Und auch Ryan durfte nochmals auftrumpfen. Und dann war es zu Ende. Und es waren noch 35 Minuten übrig. Anders als zuletzt im „Stranger Things„-Finale fand man hier allerdings etwas, um die Zeit gut zu füllen bzw. musste der Showdown so kurz sein, denn es gibt ja noch die „eigentliche“ Story zu Ende zu erzählen – nämlich die von Butcher. Und auch diese bekommt in meinen Augen ein würdiges, passendes Ende. Butcher hat gewonnen, aber er hat alles verloren. Eine der vielleicht härtesten und emotional am tiefsten gehenden Szenen ist jene als Butcher Ryan anbietet für ihn ein neues Leben anzufangen.

Alles in allem – ich war zufrieden. Es war kein Spektakel bzw. mehr „out with a whimper not with a bang“, aber dennoch mit allen für mich wichtigen Teilen drin. Hätte man sich die Gastauftritte der Gen V-Spin-Offs sparen können? Ja. War Soldier Boy notwendig? Nein, hätte man auch anders lösen können – aber es ist immer schön Jensen Ackles zu sehen, also was soll’s? Großartigster Soldier Boy-Moment nachdem er wieder aufgetaut wurde und Homelander das erste ist, was er sieht: „Did you fuck me?“ – Homelander (entsetzt): „What?“ – Soldier Boy: „Is this some kind of incest thing?“ Großartig und beschreibt den Charakter absolut perfekt.

Dass „Liebe“ das eine ist, was Sage nicht mit einberechnet hat – Klischee, billig, völlig aus dem Nichts kommend und nicht passend – aber Schwamm drüber. Was soll’s?

Alles in allem fand ich, dass die Serie einen gebührenden Abschluss bekommen hat. Wäre mehr drin gewesen? Hätte auch ich mich darüber gefreut, wenn man Kripke und seinem Team mehr Geld gegeben und sie mit den Worten „Lasst die Welt brennen!“ losgeschickt hätte, um zu machen, was sie machen wollen? Oh ja. Das wäre episch geworden. Nun. Das ist es nicht. Aber im Rahmen dessen, was möglich war, ist das hier mit Sicherheit die bestmögliche Lösung.

Allein, wie peinlich Homelander ohne Kräfte ist – und wie er reagiert als er begreift, was los ist: Großartig. Genau das, was wir brauchten, was sein musste, was notwendig war. Wenn es Katharsis gibt, dann ist es das hier.

„The Boys – Staffel 5 – die letzte Staffel“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, zwar mit kleineren Portionen kochenden, aber diese sehr schmackhaft machende, Punkte.

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Normal (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/30/normal-filmkritik/#respond Sat, 30 May 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38841 Die kleine Stadt Normal in Minnesota hat mit Ulysses (Bob Odenkirk) gerade einen Übergangs-Sheriff erhalten. Dieser hat seine eigenen, privaten Probleme und hält sich deswegen abgesehen von seiner Arbeit, aus den Angelegenheiten der Stadt so weit es geht heraus. Als … Weiterlesen

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Die kleine Stadt Normal in Minnesota hat mit Ulysses (Bob Odenkirk) gerade einen Übergangs-Sheriff erhalten. Dieser hat seine eigenen, privaten Probleme und hält sich deswegen abgesehen von seiner Arbeit, aus den Angelegenheiten der Stadt so weit es geht heraus.

Als jedoch Keith (Brendan Fletcher) und seine Partnerin die örtliche Bank überfallen und Ulysses das Gebäude betreten will um zu verhandeln, eröffnen seine Deputys plötzlich das Feuer auf ihn und die Menschen innerhalb der Bank…

Nicht nur von den ersten beiden Buchstaben des Titels, hat der neue Film von Regisseur Ben Wheatley (Meg 2) Ähnlichkeiten mit einem gewissen anderen Franchise. Für Nobody (und dessen Fortsetzung) mit Hauptdarsteller Bob Odenkirk hat Derek Kolstad das Drehbuch verfasst und für Normal haben die beiden Herren nun gemeinsam die Geschichte geschrieben.

Mit kleinen Veränderungen könnte man die Sache dann auch durchaus als dritten Nobody-Teil sehen, doch es entsteht hier neben Ähnlichkeiten, eben doch eine eigene Dynamik. Der Charme einer Kleinstadt trifft auf die Yakuza, während sich trockener, situationsbedingter Humor mit explosiv, blutiger Action abwechselt.

Odenkirk legt seine Figur des Ulysses als beobachtenden Mann an, der nach einem persönlichen Drama sich selbst wieder finden muss. Die Suche spiegelt sich beruflich in wechselnden Aushilfssheriff-Jobs wieder und seiner Art, wie er seine Arbeit macht, z.b. „Park Better“ auf einen Strafzettel einer Falschparkerin zu schreiben, statt eine echte Strafe zu verhängen.

Normal ist natürlich alles andere als normal und Ulysses steckt schon bald mittendrin, statt sich brav raushalten zu können. Wie sich wohl jeder denken kann, liegt genau darin die Ironie. Wie zuletzt etwa bei Ballerina hat er bald die gesamte Stadt zum ihn Töten wollenden Feind und das sind laut aussagen des Bürgermeisters 1890 Menschen (nicht das auch nur ansatzweise so viele Menschen zu sehen sind, aber dennoch).

Wenn dann der Briefträger, der Arzt oder die alte Lady vom Wollgeschäft anfangen ihre Waffen zu zücken, hat man die Figuren mit ihren schrulligen Eigenheiten auf beiden Seiten, schon längst lieb gewonnen, weswegen das Geschehen dann auch weit weniger kalt lässt, wie man auf Grund des lakonischen Grundtones vermuten hätte können.

Neben dem sich selbst suchenden Ulysses kämpfen auch zwei liebenswert überforderte Bankräuber plus ihr Hund um ihr leben. Dann wäre da noch der kurze Anfall einer „modern agenda“ in Form der „Tochter“ des früheren Sheriffs, doch wenn das schon einbaut, dann bitte so wie hier. Einfach Kind statt Tochter zu ihr sagen, dann wird ihre nicht binäre Einstellung nicht mehr weiter thematisiert.

Gezielter Humor, genug erschossene, erstochene und explodierende Körper um eine Turnhalle zu füllen und Figuren, die man entweder gerne verlieren sieht, oder ihnen zujubeln will. Das alles wird durch genug Story etabliert, durch die Performances verbunden und durch die knackige Action voran getrieben. Auf Grund der Beteiligten vor und hinter der Kamera, funktioniert dieser Mix hier wieder für Odenkirk typisch mal richtig gut.

„Normal“ bekommt von mir 7,5/10 die friedliche Atmosphäre einer Kleinstadt, in ewigen Frieden umwandelnde Empfehlungspunkte.

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Things Heard And Seen (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/28/things-heard-and-seen-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/28/things-heard-and-seen-filmkritik/#respond Thu, 28 May 2026 05:52:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38806 George (James Norton) zieht mit seiner Frau Catherine (Amanda Seyfried) in eine neue Stadt – er hat einen Job an der Uni bekommen, hauptsächlich, weil ein alter Bekannter und ehemaliger Professor von ihm für ihn gebürgt hat. Relativ rasch findet … Weiterlesen

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George (James Norton) zieht mit seiner Frau Catherine (Amanda Seyfried) in eine neue Stadt – er hat einen Job an der Uni bekommen, hauptsächlich, weil ein alter Bekannter und ehemaliger Professor von ihm für ihn gebürgt hat. Relativ rasch findet man, wenn schon keine Freunde, dann zumindest nette Bekannte. Alles scheint okay zu sein.

Was Catherine aber nicht weiß: In ihrem Haus ist ein Mord passiert. Und vermutlich nicht nur einer. Sie sieht Dinge, hört Dinge und manchmal scheinen sich Gegenstände von selbst zu bewegen. Auch findet sie einen alten Ring und glaubt, dass sie mit einer der verstorbenen Bewohner:innen kommunizieren kann.

Und langsam aber sicher scheint sich George mehr und mehr von ihr zu entfernen …

Um eine Sache gleich mal klarzustellen: Das hier ist kein Amanda Seyfried-Film. Es ist ein James Norton-Film. Das klingt im ersten Moment vielleicht wie eine seltsame Info, aber wer sich hier ein Amanda Seyfried-Vehikel erwartet, der oder die wird wohl am Ende ein wenig enttäuscht sein. Wobei … das Ende. Hm. Aber dazu später mehr.

„Things Heard & Seen“ basiert auf einem Buch von Elizabeth Brundage mit dem Titel „All Things Cease To Appear“ – was ich einen weit besseren und tolleren Titel finde als „Things Heard & Seen“, aber okay – das ist wohl Geschmackssache. Jedenfalls kenne ich das Buch nicht und ich werde es wohl auch nicht lesen, auch wenn mich interessieren würde, ob das Ende auch im Buch … naja, ich will nicht spoilern. Aber ich fände es schon spannend, ob die Enden gleich sind. Und ob es im Buch besser funktioniert. Aber das nur am Rande.

Zurück zum Anfang: Der Film ist kein Horrorfilm. Es ist ein Familiendrama und wenn man so will, dann vielleicht sogar ein Stück weit ein Thriller mit übernatürlichen Elementen, die aber eine lange Zeit fast gar keine Rolle spielen und am Ende dann auf einmal aufgrund der Symbolwirkung extrem wichtig werden. Ach. Ich merke, ich komme immer wieder sofort auf das Ende zu sprechen. Na gut, dann halt das Ende.

Das hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits fand ich es unerwartet und wie sich der Konflikt zwischen George und Catherine löst – das habe ich nicht kommen gesehen. Ehrlich nicht. Ich hatte mit etwas völlig anderem gerechnet. Also hier ein Pluspunkt. Man sieht dann auch die Konsequenzen aus dieser Lösung. Auch das hat mir gut gefallen. Aber das Ende, das wirkliche, richtige, „jetzt kommt der Abspann“-Ende – nein. Das fand ich optisch gelungen, aber wie es dazu kam und wie es gemacht wurde – das war zwar nachvollziehbar, aber es war leider völlig unbefriedigend.

Dazu muss man vielleicht anmerken, dass den ganzen Film lang ein Philosoph ein wichtiger Ideengeber ist – nämlich Emanuel Swedenborg. Die Grundidee ist – wenn ich das korrekt verstanden habe – dass es keinen Himmel und keine Hölle per se gibt, sondern zwei Welten. Die echte Welt und die spirituelle Welt. Und die beiden sind permanent miteinander verknüpft. Alles im Hier hat ein Gegentstück im Dort und umgekehrt. Der zweite Ansatz ist, dass nur böse Menschen böse Geister anziehen, während gute Menschen gute Geister anziehen – wenn ich die „Gegenseite“ jetzt einfach mal „Geister“ nennen darf.

Und ja – das Ende hat mit dem Übergang von einer Welt in die andere zu tun und damit, dass Sünden gebüßt werden müssen. Wenn nicht in dieser, dann in der anderen Welt. Da hab ich allerdings das Problem, dass es dazu einen Übergang von A nach B geben muss. Also einen Tod. Und der führt dann von A nach B. Heißt aber im Umkehrschluss: ich kann in Leben A mit allem durchkommen – in Leben B, wenn ich denn dann dort lande, muss ich dafür zahlen, weil ich durch meine Tätigkeiten in der „hier“-Welt ja böses Karma gesammelt habe. Die Idee war, wenn ich das korrekt übersetze, dass Karma einen immer einholt. Auch wenn mir nicht klar ist, was für eine Erleichterung oder Genugtuung es sein soll, wenn ich weiß, dass ein Mensch, der ein Leben lang nur schlimme Sachen macht irgendwann im „Jenseits“ dafür zahlen muss. Außerdem klingt das ohnehin verdächtig nach gefühlt x anderen Philosophien und Religionen auch … aber gut. Ich mach hier einen Punkt. Das würde sonst ausufern.

Der Film jedenfalls hat mich gut drei Viertel lang wirklich gefesselt. Das liegt an der Kamera, der doch kompakten und gut erzählten Story, den kleinen Momenten und vor allem am Spiel von Norton („Flatliners„-Remake) und Seyfried („The Housemaid„). Was hier wie eine Geschichte über eine Entfremdung in einer Beziehung beginnt, bekommt plötzlich durch zwei drei Informationen aus der Vergangenheit einen bedrohlichen Hintergrund und dann entwicklt sich die Geschichte scheinbar in eine Richtung, die man kommen sieht, um dann unerwarteter, aber realistischer, weise scharf abzubiegen.

Da bin ich schon kurz mal sprachlos vor dem TV gesessen – ehrlich. Das hab ich nicht kommen gesehen. Und dann war ich gespannt, wie das weitergeht. Hat mir gefallen. Bis dann das „richtige“ Ende kommt. Also der Punkt an dem Film wirklich aufhört. Da kippt für mich die Sache dann in unnötig verkopft und pseudophilosophisch. Man will vermitteln, dass Karma existiert und alle und jede und jeder seinen Preis zahlen muss – aber das wird einfach nicht gut gemacht. Die Geschichte zwischen George und Catherine ist ohne diesen Hintergrund und ohne die „Meta-Ebene“ eigentlich spannend genug, diesen ganz Hokuspokus braucht man eigentlich nicht.

Naja, es ist wie es ist. Tatsächlich hat der Film mich – vom Ende abgesehen – gut unterhalten. Er war spannend, er war super gespielt und auch die die ganzen Nebenrollen sind super besetzt und alle sind mit dem Herzen dabei. Also – TROTZ des Endes – fand ich den Film wirklich gut. Auch wenn er mich mit einem unguten Gefühl in der Magengegend zurückgelassen hat – obwohl es mir vorkam, als hätte man versucht, den Film mit einer positiven Message zu beenden. Oder als hätte man gedacht, man würde den Film mit einer positiven Message enden lassen. „I will do for you what she did for me“. Mhm. Na dann.

„Things Heard & Seen“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende und sich leider gegen Ende in seiner Philosophie verlierende, Punkte.

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Sasha (Charlize Theron) ist mit ihrem Partner Tommy (Eric Bana) klettern – es kommt, wie es kommen muss: Ein Unglück passiert und Sasha bleibt allein zurück. Einige Zeit später ist sie in Australien unterwegs – allein. Sie will ihre Grenzen austesten, um festzustellen, ob sie sich noch spürt.

Vor Ort trifft sie Bem (Taron Egerton), der ihr Tipps gibt, wo sie eine relativ harte Strecke mit dem Kayak befahren und klettern kann, und Sasha nimmt die Herausforderung an.

Als Sasha ihn kurz darauf mitten am Trail trifft ahnt sie bereits, dass er vielleicht nicht unbedingt der zuvorkommende Kerl ist, für den er sich ausgibt – zumal auf dem Trail, wie sie gelernt hat, immer wieder Menschen spurlos verschwinden …

Ich mag Charlize Theron grundsätzlich. Ich mag ihr Schauspiel, wie sie aussieht und im Regelfall auch die Filme in denen sie mitspielt („Mad Max: Fury Road„, „Prometheus„, „Aeon Flux„, „Kubo and the Two Strings„“ Atomic Blonde„). Nicht, dass ich alle gesehen habe, aber üblicherweise wertet ihre Präsenz einen Film auf. Ähnlich läuft es mit Taron Egerton, den ich eine zeitlang sogar für James McAvoy gehalten habe aufgrund seiner Optik, auch wenn ich zugegebenermaßen nur „Kingsman„, „The Golden Circle“ und „Rocketman“ mit ihm kenne.

Was „Apex“ hier betrifft, so wird eine absolut altbekannte und klare und übliche und schon hundert Mal erzählte Geschichte nochmals erzählt. Jene der traumatisierten Frau, die allein unterwegs ist und dann von einem vermeintliche Irren verfolgt wird und sie um ihr Leben kämpfen muss – und naturgemäß in diesem Kampf entdeckt, dass sie ja doch leben will.

Das kann spannend sein und das kann langweilig sein und dieser Film hier, nun, offen gesprochen ist er tatsächlich spannend geraten. Das liegt in erster Linie an der Inszenierung von Baltasar Kormakur, von dem ich bis jetzt noch keinen Film kenne, der sein Handwerk aber absolut versteht und der hier die Kulisse von Australien wirklich perfekt nutzt. Man merkt an der Regie und der Inszenierung auch, dass er eigentlich kein Amerikaner ist, sondern Isländer – der weiß halt, wie man Steine und Natur inszeniert. Sein Kameramann fängt manche Teile des Outbacks/Dschungels wirklich richtig großartig ein – wenn Sasha vom reißenden Wasser mitgerissen wird, dann sieht das richtig heftig und cool aus und man spürt jeden Wassertropfen im Gesicht. Oder als Sasha am Anfang des Films aufwacht und ihren Kopf aus dem Zelt steckt, in dem sie geschlafen hat, und man sieht, dass dieses Zelt in ungeahnter Höhe an einem Berg hängt und unter dem Boden des Zelts – nun: da ist nichts, nur ein Abgrund. Man kann die Bedrohung durch die Umwelt absolut spüren – so richtig nämlich.

Das kann man über die Figur von Ben allerdings nicht sagen. Ja, er ist irre. Ja, er ist bedrohlich. Aber das liegt zum großen Teil wirklich nur an den Szenen in denen die beiden in echter Interaktion sind, sich also gegenüberstehen. Da wirkt die Gefahr, da liegt Spannung in der Luft. Jene Szenen in denen Ben irre wirken soll, zum Beispiel als er erzählt, dass seine Mutter „die erste war und er sie immer bei sich trägt“, da kam mir sogar ein Lachen aus. Peinlich.

Wenn es dann aber zum Schlagabtausch der beiden kommt – dann wird es richtig cool, denn die beiden schenken sich nichts. Und wie dieser Schlagabtausch endet und wie generell das richtige(!) Finale abläuft – Respekt. Das habe ich so noch nie gesehen und das fand ich mutig. Mir hat das richtig gut gefallen. War mal was anderes. Respekt an den Drehbuchautoren Jeremy Robbins. Zumindest für diese Idee.

Davor gibt es natürlich die Verfolgungsjagd und die ist an sich spannend – auch wenn Theron nie wirklich bedroht wirkt. Ihre Mimik ist eher steif und vor allem hat sie einen absoluten „Na, dann …“-Blick drauf, der nichts verät über ihre Emotion, bzw. ist ihre Emotion eine absolut gleichbleibende, egal, ob sie mit Pfeilen beschossen oder verfolgt wird oder mit dem Fluss mitgerissen. Erst später kommt dann ein wenig mehr Abwechslung in ihre Mimik aber anfangs war da wirklich wenig los.

Taren Egerton ist allerdings super – der hat einen Riesenspaß und auch wenn seine Figur nicht immer funktioniert und er halt auch immer dort ist, wo das Drehbuch ihn gerade braucht – egal wie unmöglich, sinnfrei oder unlgisch das ist. Also wenn Sasha drei Kilometer mit dem Fluss mitgerissen wird, dann watet Sasha an Land und natürlich wartet Ben dort. Oder sie klettert aus einer Höhle ins Freie und guckt mit dem Gucker durch die Gegend – wen erspäht sie da – natürlich Ben. Realistisch? Nein. Und natürlich ist er fünf Sekunden später in Schussnähe. Also da war ich zwei, drei Mal knapp vor dem Abschalten, weil es echt schon zäh war und die Spannung arg abgewürgt hat.

Das Finale hat für mich wieder viel gut gemacht (auch wenn es an sich nichts Besonderes ist), aber der Weg dahin war primär gut anzusehen, weil Theron einfach eine gute Figur macht, Egerton Spaß mal drei hat und die Optik der Gegend einfach super eingefangen wird. Aber um Logik darf man sich da nicht kümmern, sonst geht alles den Bach runter.

„Apex“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, trotz aller Logikschwächen und unlogischer, drehbuchtechnischer „Zufälligkeiten“ sehenswerte Punkte.

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Man on Fire (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/12/man-on-fire-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/12/man-on-fire-serienkritik/#respond Tue, 12 May 2026 05:00:11 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38778 John Creasy (Yahya Abdul-Mateen II) war einer der besten Söldner, den man für Geld kaufen kann. Bis sein gesamtes Team bei seinem letzten Auftrag getötet wurde. Seither ist er ein zielloser Alkoholiker mit Suizidgedanken. Ein alter Freund und Kollege holt … Weiterlesen

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John Creasy (Yahya Abdul-Mateen II) war einer der besten Söldner, den man für Geld kaufen kann. Bis sein gesamtes Team bei seinem letzten Auftrag getötet wurde. Seither ist er ein zielloser Alkoholiker mit Suizidgedanken.

Ein alter Freund und Kollege holt ihn schließlich für eine neue Aufgabe nach Brasilien, doch John ist noch immer am Boden. Bis plötzlich eine Tragödie passiert und er für die junge Poe (Billie Boullet), zum einzigen Freund und Beschützer mutiert…

„Man on Fire“ ist ein Thriller-Roman aus dem Jahr 1980, geschrieben von Autor Philip Nicholson unter dem Pseudonym A. J. Quinnell. Rund um Hauptfigur John Creasy hat er danach noch vier Fortsetzungen geschrieben. Verfilmt wurde bisher jedoch nur der erste Teil, dabei gibt es bisher eine französische Version aus dem Jahr 1987 und eine amerikanische mit Denzel Washington aus dem Jahr 2004.

Netflix hat Creasys Abenteuer nun ins Serienformat verwandelt und die sieben Folgen der ersten Staffel (ob es weitere gibt, wird sich erst noch entscheiden) laufen seit Ende April auf Netflix. Nachdem die Handlung der Filme in Italien und Mexico City gespielt hat, wurde nun Brasilien als Location gewählt.

Das erweist sich für mich dann auch als einer der größten Pluspunkte für die Serie, die in Summe nichts Besonderes ist, jedoch einige Teile beinhaltet, die mich involviert haben. Exotisch, faszinierend, gefährlich. Das Setting ist genau wie das Klima aufgeladen und ständig mischt sich zum Urlaubsfeeling, eine gewisse Unsicherheit dazu.

Wer von der Story her böse ist und wie alles am Ende ausgeht, ist dabei mehr als eindeutig, auf Grund der Figuren und deren Darsteller, will man das aber dann dennoch auch sehen. Besonders die Beziehung von John Creasy und Poe Rayburn trägt dabei vor allem emotional die Handlung.

Sie ist für ihn eine Anker, ein Grund, warum er noch leben will, obwohl er sich schon längst aufgegeben hat. Ebenso ist er für sie eine Bezugsperson und Vaterfigur, nachdem sie sonst ziemlich Alles verloren hat. Billie Boullet (Worldbreaker) als Poe macht das richtig überzeugend, vom trotzigen Teenager hin zu dem Menschen, der für Emotionen innerhalb der Härte dieser Welt sorgt und ihre Gefühle auf ihrer Zunge trägt.

Yahya Abdul-Mateen II (Aquaman 2) als Creasy hat die Serie auch mit produziert und ich muss ihn dafür loben, wie er so überhaupt nicht arrogant rüber kommt. Eine Ein-Mann Armee? Vielleicht, wenn er sich nicht gerade selbst ausknockt oder sich wieder mal opfern will. Man traut ihm zwar alles zu, aber nicht, dass er auch immer darauf zugreifen kann.

Ebenso weiß die Dynamik mit den anderen Figuren des Teams zu gefallen, wobei diese bunt zusammen gewürfelt sind, unterschiedlicher nicht sein könnten und man zum Beispiel mit der Figur des Vico einen typischen Bully-Bösewicht nimmt, der hier zum Antihelden mutiert, was ich als sehr erfrischend erlebt habe.

In Summe also könnt ihr die Handlung vergessen und im Prinzip auch die Action – ist gut gemacht, aber nichts außergewöhnliches – und lasst euch von Brasilien und den Beziehungen der Figuren untereinander unterhalten und mitreißen bis hin zu einem erwarteten, aber sehr stimmigen Ende inklusive einem Teaser auf mögliche weitere Abenteuer. Kann man sich gut ansehen, ich war nicht begeistert, dafür aber zufrieden.

„Man on Fire“ bekommt von mir 7/10 unerwartet durch Verlust einen neuen Grund leben zu wollen findende Empfehlungspunkte.

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Mercy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/09/mercy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/09/mercy-filmkritik/#respond Sat, 09 May 2026 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38783 Als Chris Raven (Chris Pratt) erwacht, stellt er entsetzt fest, dass er an einen Stuhl gebunden ist und einer KI gegenübersitzt, die ihm mitteilt, dass er verhaftet wurde, weil er seine Frau ermordet hat. Chris ist völlig fertig, denn er … Weiterlesen

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Als Chris Raven (Chris Pratt) erwacht, stellt er entsetzt fest, dass er an einen Stuhl gebunden ist und einer KI gegenübersitzt, die ihm mitteilt, dass er verhaftet wurde, weil er seine Frau ermordet hat. Chris ist völlig fertig, denn er kann sich an nichts erinnern. Außer, dass er einer der ersten war, der die KI „Maddox“ (Rebecca Ferguson) gefeiert hat, weil diese eine objektive Richterin und Vollstreckerin ist. Als Chris jetzt jedoch selbst als Angeklagter hier sitzt, da kommen ihm dann doch Bedenken.

Er hat ein wenig über eine Stunde Zeit, um seine Unschuld zu beweisen. Dafür bekommt er Zugriff auf alle Systeme auf die auch Maddox Zugriff hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und bei Chris geht es um jede Minute …

Ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der gegen Ende absolut entgleist, der keine zwei Sekunden nachdenken aushält, weil sofort jedwede Logik zusammenbricht und den man mit drei Zeilen Text hätte retten können.

Aber zurück zum Start: Der Film ist super gemacht, die Optik, die visuellen Effekte – das funktioniert unglaublich gut. Im Grunde erleben wir den gesamten Film aus der Sicht von Chris Raven, der ja an einen Sessel gefesselt ist. Eingeblendete Videoaufzeichnungen, einerseits von Bodycams über Türklingel-Kameras bis hin zu Handyvideos und Social-Media-Postings.

Das hätte rasch nervig und anstregend werden können, zumal Maddox auch zwischen verschiedenen Dateiordner herumspringt und wir alle Dinge rund um Chris im Raum projiziert sehen. Das sieht eigentlich immer gut aus – ist manchmal aber auch einfach nur Selbstzweck, denn sind wir ehrlich: Welchen Mehrwert hat es innerhalb des Films für irgendjemand, dass – als man zum Beispiel sieht, wie eine Hütte in die Luft gejagt wird, das Feuer rund um Chris realistisch in den Film projiziert wird? Genau keinen. Außerhalb des Films hat es jedoch einen Grund: Es sieht einfach cool aus.

Und als ich gesehen habe, wer diesen Film hier gemacht hat – also Regie und Produktion – war mir sofort klar, dass der Film zwei Dinge erfüllen wird: Eine grandiose Optik und eine Story die um Storylücken herumgeschrieben wurden und nicht Storylücken in einer an sich durchdachten Story.

Aber ehrlich: Die ersten zwei Drittel war mir das egal, denn die Spannung war hoch, das Tempo flott und die Optik hat einfach mitgerissen. Der Schnitt hat genau das richtige Timing: Man springt als Zuseher wild durch die Datenbanken und da wird visuell einiges geboten, aber es ist nie „zu“ schnell. Das Tempo ist gerade richtig, sodass man das was man sieht aufnehmen und verarbeiten und seine Bedeutung verstehen kann, bevor es zur nächsten Info weitergeht. Alle Achtung.

Aber im letzten Drittel wirft man dann alle Zurückhaltung über Bord und dazu kommt noch, dass der Drehbuchautor einfach nicht mehr wusste, wie er alle Storystränge zusammenhalten soll und ehrlich gesagt fühlte es sich tatsächlich fast wie ein anderer Film an. Und auch die KI benimmt sich gegen Ende einfach völlig absurd.

Es wird jetzt kein großer Spoiler sein, wenn ich folgende Frage stelle: Wenn die KI Zugriff auf alle technischen Geräte hat und alle Geräte an das Netz angeschlossen werden müssen, wieso kann sie dann eine gefilmte Entführung übersehen? Ich meine … meine Telefon kann mir zehn Minuten nachdem ich mit jemanden neben dem Telefon darüber gesprochen habe, eine Werbung dazu unterjubeln und „zufällig“ anzeigen – aber es gibt keine Automatismen, welche Entführungen melden? Oder Morde? Wo doch quasi die gesamte Stadt mehr oder minder aus Kameras besteht? Pft. Nein. Sinnfrei.

Dabei hätte man einfach nur drei Zeilen Dialog einbauen müssen. Einen kurzen Dialog, in dem der KI genau diese Frage gestellt wird und die KI antwortet, dass so viele Daten auf sie einprasseln, dass ihre Energiereserven für die permanente und Analyse quasi das Land lahmlegen würden, weshalb man sich entschlossen hat, ihre Rechenleistung einzudämmen und sie auf Gerichtsverfahren und damit zusammenhängende Datafeeds reduziert hat. Punkt. Fertig. Logikproblem gelöst. Es hätte auch noch ein weiteres Problem gelöst: Der dritte Akt hätte nicht so ausarten können – zum Beispiel eine Bombe auf Rädern von einer Detonation abhalten.

Schauspielerisch gibt Chris Pratt sein Bestes und die meiste Zeit reicht es auch. Manchmal ist er knapp am Scheitern und den aggressiven, wütenden Cop am Ende mit den zusammengezogenen Augenbrauen – sorry, da musste ich einfach laut auflachen. Aber – es ist okay. Von Rebecca Ferguson kann man ja nicht viel verlangen, ich meine – sie spricht eine KI. Und das macht sie die meiste Zeit über, auch wenn sie immer wieder einmal zu menschlich klingt, zu oft blinzelt und sich zu viel bewegt, für eine KI. Aber auch hier: Die Leistung passt schon. Das Problem ist – siehe oben – das Skript. Das wäre wirklich um einiges besser gegangen.

Hat es trotzdem Spaß gemacht: Für die ersten zwei Drittel: Ja, absolut. Das letzte Drittel zieht den Film dann ein wenig runter, aber nicht genug, dass er deshalb nicht sehenswert wäre.

„Mercy“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, visuell grandiose aber drehbuchtechnisch am Ende scheiternde, Punkte

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