P5 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 18 Jul 2026 19:58:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 The Whistler (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/18/the-whistler-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/18/the-whistler-filmkritik/#respond Sat, 18 Jul 2026 05:00:34 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39033 Nicole (Diane Guerrero) und ihr Mann ziehen zurück aufs Land bzw. nach Venezuela. Passend, dass auch ihr Schwiegervater vor kurzem verstorben ist und ihr Mann jetzt der Mann im Haus ist. Laut ihrer Schwiegermutter. Und der Mann im Haus ist … Weiterlesen

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Nicole (Diane Guerrero) und ihr Mann ziehen zurück aufs Land bzw. nach Venezuela. Passend, dass auch ihr Schwiegervater vor kurzem verstorben ist und ihr Mann jetzt der Mann im Haus ist. Laut ihrer Schwiegermutter. Und der Mann im Haus ist dringend notwendig, denn die Farm bzw. Ranch hat Probleme: Die Felder im Besitz der Familie werden von „Squattern“ genutzt, die es sich dort gemütlich gemacht haben.

Und außerdem geht irgendetwas um in den Reihen der Felder. Etwas, dass der Folklore nach „The Whistler“ heißt. Und wenn du ihn sein Lied pfeifen hörst, dann bist du kurz darauf Geschichte.

Alles nur Gerüchte, so Nicoles Mann. Das sind sicher die Squatter, die Leute über den Jordan schicken. Immerhin machen die Voodoo oder so Zeug. Aber Nicole glaubt der Sache nicht …

Wenn ich den Film auf einen Satz zusammenfassen darf: Ein Monster, dieses Mal pfeift es, geht am Land um und killt mehr oder weniger wahllos Leute bis es aufgehalten wird.

Das ist es. Mehr ist es nicht. Das Monster ist neu, aber auch nur dem Namen nach – alles andere an ihm ist zu 100% generisch. Es gibt auch keinen Twist. Man sieht in der ersten Szene wie es entsteht. Ja, nach knapp zwei Drittel sehen wir, dass die erste Szene uns – oh Schock! – etwas vorenthalten hat, was damals passiert ist und das soll wohl unseren Blick auf einen Charakter im Film verändern. Mir war’s völlig egal, weil auch alle Figuren im Film zu 100% austauschbar sind.

Ich musst ehrlich gesagt sogar den Namen der Hauptfigur nachschlagen, weil ich ihn zehn Minuten nach dem Film nicht mehr wusste. Die zwischenmenschlichen Momenten zwischen Nicole und ihrem Mann sind fast ein wenig schmerzhaft. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass die beiden ihr Kind verloren haben und auch deshalb in Venezuela sind – Abstand. Neuanfang.

Klappt wie in jedem anderen Horrorfilm natürlich wunderbar.

Ich kann es nicht sagen, zumindest kann ich den Finger nicht auf die Wunde legen, aber der Film hat es zu keinem Moment geschafft, mich abzuholen. Vielleicht liegt es dann der Werbekatalog-Optik von Diane Guerrero – ja, sie sieht gut aus. Sie kann spielen. Aber irgendwie hat sie für mich nicht in den Film gepasst. Zu sauber, zu adrett, zu „schön“.

Der Rest des Films hat einen dreckigen, natürlichen Look. Man merkt, es ist Venezuela und nicht irgendein High-Tech-Vorort in Amerika. Der Dschungel ist da. Die Männer auf der Farm, die Squatter – das sind Personen, die wirken als hätten sie schon dort gelebt und gehörten zu Land – also kudos in diese Richtung.

Die Entscheidung Diane Guerrero so wirken zu lassen, war vermutlich eine bewusste Entscheidung, weil das „Großstadtmädel“ aufs Land kommt und dort nicht hinpasst. Was allerdings ja nicht stimmt, denn sie spricht ja perfekt spanisch und überhaupt, wenn man die Backstory … ach, egal. Ich denke da mehr drüber nach als die Macher:innen.

Es gibt wie üblich nach knapp zwei Drittel mal einen so genannten Twist, der einer war, der auch gut gemacht war, aber er wird quasi sofort aufgelöst – man sieht es ja! – nur, um dann einige Zeit später als „Twist“ aufgegriffen zu werden. Äh – Nein. Das war kein Twist. Das habt ihr ja vorher schon gezeigt. Aber gut. Haben sie vielleicht vergessen.

Naja, ich formuliere es mal nett: Der Film ist absolut in Ordnung. Er macht nichts grundlegend falsch, aber auch nichts grundlegend anders oder Interessantes. Das Schauspiel passt schon. Die Kameraarbeit funkt. Die Optik ist (großteils) passend.

Es scheitert halt an einem Drehbuch, welches irgendwie zumindest für mich nie wirklich zündet. Und dann plätschert es noch eine Weile herum und dann ist er aus. Es gibt dann noch – natürlich! – eine Szene in welcher Nicole mit ihrem verstobenen Kind sprechen kann – immerhin will sie das ja nachdem sie von all dem Voodoo erfährt – und tja, was soll ich sagen?

Ich verweise auf den ersten Absatz dieser Review.

„The Whistler“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, als grundlegend okay, aber halt auch völlig generisch seiende, Punkte.

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Passenger (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/16/passenger-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/16/passenger-2026-filmkritik/#respond Thu, 16 Jul 2026 05:00:35 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39024 Die eigenen vier Wände als Gefängnis sehen, als feststecken an einem Ort. Für Tyler (Jacob Scipio) ist gerade sein Traum in Erfüllung gegangen, denn er und seine Freundin Maddie (Lou Llobell) haben ihre Wohnung aufgegeben und einen Van gekauft. Nach … Weiterlesen

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Die eigenen vier Wände als Gefängnis sehen, als feststecken an einem Ort. Für Tyler (Jacob Scipio) ist gerade sein Traum in Erfüllung gegangen, denn er und seine Freundin Maddie (Lou Llobell) haben ihre Wohnung aufgegeben und einen Van gekauft.

Nach ein paar Wochen auf der Straße, überholt sie eines Nachts ein Auto, dass kurz darauf einen Unfall hat. Die beiden bleiben stehen um zu helfen und ab diesem Zeitpunkt, geschehen seltsame Dinge und vor allem Maddie fühlt sich irgendwie verfolgt…

Regisseur André Øvredal fühlt sich sichtlich Zu Hause innerhalb des Horror-Genres, zuletzt kam von ihm 2023 The Last Voyage of the Demeter. 2026 ist ja grundsätzlich ein sehr starkes Jahr für Freunde der gruseligen Kunst, aber es gab auch Filme wie Psycho Killer. Leider ist dieser extra für den Film erfundene „Passagier“, ebenso nicht gerade allzu spannend geraten.

Das Setting finde ich dabei aber sowohl interessant alas auch unverbraucht, denn dass es einen modernen Trend gibt hin zum „Van-Life“, also das nomadische Leben im Campervan, war mir bisher nicht bewusst. Sich im Wald eine kleine Leinwand aufzustellen um Filmabend zu machen oder am Parkplatz am Strand zu übernachten, da kommt die Atmosphäre dieses Lebensstils sehr schön zur Geltung.

Das ist jedoch nur der Rahmen, denn die langen, dunklen Straßen mit den geflüsterten urbanen Legenden und der dazugehörigen Roadside-Folklore, sind der eigentliche Hauptdarsteller. Der Passagier als Gegenspieler ist schön klassisch gestaltet und kaum von anderen Geistern/Dämonen in Filmen zu unterscheiden. Ein paar gut getimte Jump Scares, verfehlen dabei ihre Wirkung nicht, falls man auf solche anfällig ist.

Gestört haben mich manche zu sehr konstruiert wirkende Sequenzen, bei denen „künstlich“ Spannung erzeugt werden soll. Wenn sich etwa eine Person vom Van wegdreht, die Kamera mit ihre eine Runde dreht und das Auto dann plötzlich weiter weg parkt, hat mich das schon beim ersten Mal genervt und es kommt mehrmals vor.

Auch typische vorhersehbare Dinge, z.b. wie ein Beamer gehalten wird als Lichtquelle, wo sofort klar ist, dass der kurze Zeit später vor Schreck fallen gelassen wird, haben mich aus dem Geschehen geworfen. Den Rest erledigt Jacob Scipio, den ich wenn er hart Jungs spielt (siehe Massive Talent oder Expendables 4), eigentlich ganz gut finde.

Als Tyler kann er vor allem mit den übernatürlichen Teilen nicht wirklich etwas anfangen. Sein ausgesprochenes „ich glaube dir“ seiner Verlobten gegenüber ist richtig irritierend, da es so unglaubwürdig klingt und er hat mehrere Momente, wo er Sätze mit einem „there is something off“ Charakter versieht und nein, das gehört nicht zu seiner Rolle.

Lou Llobell (Foundation) als Maddie agiert da viel stimmiger, mit ihr kann man auch besser mitleiden. Vor der Mittelmäßigkeit kann diesen Film aber Niemand retten, auch nicht kleine Gewaltspitzen mit fast abgetrennten Köpfen. Ergibt in Summe einen soliden Genre-Beitrag, der in keiner Weise im Gedächtnis bleibt und einige Seher wohl durchaus auch langweilen könnte.

„Passenger“ bekommt von mir 5/10 den Reiz des Lebens auf der Straße, völlig verloren habende Empfehlungspunkte.

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Red Riding aka Little Red (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/09/red-riding-aka-little-red-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/09/red-riding-aka-little-red-filmkritik/#respond Thu, 09 Jul 2026 05:22:44 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39018 Nachdem ihre Mutter an einer Überdosis stirbt, zieht Redele (Victoria Tait) nach Schottland zur Oma. Dort ist alles neu und Red, wie sie genannt wird, braucht ein wenig um sich einzugewöhnen. Sie knüpft Kontakte und trifft schräge Menschen. Wie zum … Weiterlesen

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Nachdem ihre Mutter an einer Überdosis stirbt, zieht Redele (Victoria Tait) nach Schottland zur Oma. Dort ist alles neu und Red, wie sie genannt wird, braucht ein wenig um sich einzugewöhnen. Sie knüpft Kontakte und trifft schräge Menschen. Wie zum Beispiel – so stellt sich heraus – ihre Großmutter ein wenig schräg ist … aber da ist sie nicht allein …

Ein Film, der „Rotkäppchen“ in der Moderne erzählt? Gedreht in Schottland mit (im Originalton) schottischen Akzenten? Und schottischen Landschaftsaufnahmen? Und großen, alten Häusern? Und dann noch produziert von Neil Marshall? Passt. Nehm ich. Guck ich mir an.

Die Ernüchterung tritt dann jedoch rasch ein, denn was ein an sich guter Film hätte werden können (freilich ohne wirklich neue Ansätze. Leider), leistet sich dann doch zu viele Schnitzer um über die gesamte Länge zu funktionieren und zu unterhalten.

Vorweg vielleicht: Die Figur von „Red“ ist an sich nicht unbedingt so richtig sympathisch und manchmal fragt man sich, ob sie eine Sache jetzt gemacht hat, weil es im Drehbuch stand oder ob das ihr Charakter wirklich so machen würde, aber gut. Das Problem kommt ja häufiger vor. Schauspielerisch macht Victoria Tait in ihrer ersten Rolle so gut wie alles richtig – die Figur ist halt jetzt nicht unbedingt eine, die ihr weltweiten Ruhm bringen wird.

Ansonsten ist schauspielerisch alles dabei: Von super über okay bis zu ‚echt jetzt‘ (auch bekannt als „overacting“). Aber in Summe funktioniert das alles schon ganz gut. Da kann ich aus dem Stehgreif ein Dutzend Filme aufzählen, die weit schlimmer sind und nicht in Schottland spielen mit (im Original) schottischen Akzenten. Ich weiß, dass ich das schon erwähnt habe, aber ich finde einfach Schottland optisch großartig und auch der schottische Akzent ist für meine Ohren einfach großartig. Nur damit ihr Bescheid wisst – ich bin da vielleicht ein wenig vorbelastet.

Für den Film spricht auch noch die Optik: Wir kriegen hier wirklich oftmals schöne, coole Bilder. Manche streng arrangiert (Szene beim Esstisch, sag ich nur) und andere einfach aufgrund der natürlichen Schönheit alter Herrenhäuser und Wälder und Landschaften. Da gibt es nichts zu meckern. Die handgemachten (schätze ich mal) Effekte sehen großteils super aus, wobei ich das großteils hervorheben möchte. Aber auch hier: alles im Rahmen.

Wo es halt dann rasch hakt ist die Musik. Die ist einfach immer da. Immer. Bodenski von der Band „Subway To Sally“ hat mal gesagt, um Lautstärke zu spüren muss es davor und danach auch mal leise sein. Das hätte jemand vielleicht Debut-Regisseur Craig Conway (er hat bei vielen Filmen von Marshall mitgemacht) sagen sollen. Die Musik an sich ist schon mal Geschmacksache, das aber jede Sekunde ohne Gespräch damit zugekleistert wird … das geht gar nicht. Keine Szene, keine Emotion wird stehen gelassen um wirken zu können – immer ist die Musik da, die dir sagen will, ob das jetzt episch oder traurig oder was auch immer sein will. Fand ich mühsam und tatsächlich richtig störend.

Auch Drehbuchautor Peter Stylianou hat vielleicht ein paar Dinge aufzuholen, denn wenn ein Film von Seiten Handlung erst im letzten Drittel mal in die Gänge kommt, dann kann man froh sein in Zeiten wie diesen noch jemand zu haben, der überhaupt dabei bleibt. Ich war tatsächlich mehrmals verleitet, den Film abzuschalten – weil schlichtweg nichts Spannendes passiert ist. Wenn man schon über eine Stunde Spannung aufbauen will, dann muss man an der Eskalationsschraube drehen. Man kann nicht einmal drehen und dann darauf hoffen, dass das jetzt bis zum Ende hin hält. Ja, es gibt ein paar Momente, die wären vermutlich zur Eskalation gedacht, aber – nein. Ich hab nix gespürt. Lag vielleicht auch an der Regie bzw. der Musik oder an beidem, aber so richtig funktioniert hat das für mich in der Form nicht.

Was die Auflösung der Story betrifft … hm. Ich sage mal so: Wenn jemand „Rotkäppchen“, welches im Original ja „Red Riding Hood“ heißt, nacherzählt und die Hauptfigur „Redele“ mit Spitznamen „Red“ nennt, ihr dann den Nachnamen „Riding“ gibt und ihre Mutter „Scarlett“ tauft, dann weiß man, dass hier ein Filmemacher ganz clever (oder ganz faul, ist wohl Ansichtssache) sein wollte. Ich sag es mal so: Metaphern, irgendwer? Die wären hier im Dutzend billig abzugeben.

Und ja, natürlich kann Red mit Schrotflinten umgehen und Kämpfe mit ausgewachsenen Männern gewinnen. Das ist ja wohl klar.

Also – nein, ich kann TROTZ Schottland und schottischen Akzenten, an sich schönen Bildern und absolut ausreichendem Schauspiel NICHT empfehlen. Hab ich schon schlechtere Filme gesehen? Ja. Bessere? Ja. Aber in dem Fall halt doppelt schade, weil das verschenkte Potential wirklich offensichtlich ist.

„Red Riding“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, leider an sich selbst scheiternde, Punkte.

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Citizen Vigilante (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/02/citizen-vigilante-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/02/citizen-vigilante-filmkritik/#respond Thu, 02 Jul 2026 05:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38955 Sanders (Armie Hammer) hat genug von Gesetzen, die Opfer im Stich lassen und Täter beschützen. Deshalb ist er als Vigilante der Bürger selbst auf den Straßen unterwegs. Dabei hat er ebenso korrupte Richter auf dem Radar und nein, keiner überlebt, … Weiterlesen

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Sanders (Armie Hammer) hat genug von Gesetzen, die Opfer im Stich lassen und Täter beschützen. Deshalb ist er als Vigilante der Bürger selbst auf den Straßen unterwegs.

Dabei hat er ebenso korrupte Richter auf dem Radar und nein, keiner überlebt, der sich einmal auf seiner Liste befindet. Das ruft natürlich unweigerlich die Cops in Form von Interpol Regional Chief Henry (Costas Mandylor) auf den Plan…

Im Jahr 2016 hat sich der kontroverse deutsche Regisseur Uwe Boll mit seinem Finale der Rampage Trilogie, von der Filmwelt temporär verabschiedet. Der DVD/Blu-Ray Markt war am Zusammenbrechen und ohne diese Einnahmen, konnte er seine Projekte nicht mehr finanzieren. Seitdem hat er mit seinem Sterne-Restaurant „Bauhaus“ in Vancouver ein zweites finanzielles Standbein gefunden.

Gleichzeitig wurde Streaming immer populärer, weswegen er einen neuen Weg gefunden hat, mit seinen Independent Produktionen, Geld zu machen. Citizen Vigilante – der ursprünglich The Dark Knight heißen sollte, keine Ahnung warum Warner Bros. da was dagegen hatte – ist nun sein bereits fünftes Projekt seit seiner Rückkehr.

Hier kommen Verbrechen vor, die von wahren Missetaten in Europa (etwa England) inspiriert wurden, auch in Deutschland. Reaktionen darauf? In good old Germany wurde dem Film ein FSK-Rating verwehrt, weswegen er weder im Kino noch im Stream erscheinen darf. Eine Klage hat Boll verloren aber an die SPIO hätte er sich noch wenden können. Internationale Nachrichten wie „Hate Speech punished more harshly than gang rape“ sind jedoch wohl die bessere Werbung.

Es ist genau dieses Lead Up zum Finale, dass dich wirklich den Kopf schütteln lässt. 7 Jugendliche vergewaltigen ein 14 jähriges Mädchen und werden dafür nicht eingesperrt. Warum? Weil laut Richter die Politik versagt hat, die Jugendlichen richtig zu integrieren. Sie seien genau so Opfer wie das Mädchen und die Vergewaltigung war in einer Form ein Schrei nach Struktur.

Dass dieser Wortlaut dem real gesprochen Wort der zuständigen Richter im Sinn entspricht, sollte wohl jedem einzelnen Menschen zu denken geben. Bringt Boll seine Botschaft subtil rüber? Ja, genau, mit der Subtilität eines Vorschlaghammers. Kommt die emotionale Wucht an, oder bekommt man Wut auf die Dinge, wie sie in unserer Welt laufen? Oh ja, das schafft der Film zu 100 Prozent.

Der durch dumme Aktionen in der #MeToo-Ära gecancelte Armie Hammer (Wounds) wurde laut seinem Interview selbst von Boll für die Rolle angeschrieben und man sieht ihm die Freude an, dass er endlich wieder seinen Traumjob nachgehen kann. Seine Kinder hätten ihm geholfen zu überleben und die Aussicht auf neue Rollen hat ihm die Kraft gegeben, weiter machen zu können.

Als Sanders ist er konzentriert, unerschütterlich in seinen Vorstellungen und wenn er seine Gerechtigkeit ausübt, dann gibt es keine Gefangenen. Wie er den Schimmel bei einem Bordell-Besuch erkennt oder das SWAT-Team warnt, bevor er das Feuer eröffnet (plus die von Boll absichtlich irritierend fröhliche Musik), sind dabei kleine Eigenheiten, die ihm Profil verleihen, obwohl man nichts über seine Beweggründe weiß.

Wer sich nicht in seiner unbeweglichen Blase befindet, der wird auch unweigerlich zum Diskurs angeregt. Warum gewisse Menschen aus gewissen Kulturen anders funktionieren, ist die eine Frage. Als Ausrede für ein Verbrechen – z.b. ich steche Jemanden ab – da muss das dann aber egal sein, wo ich herkomme bzw. darf es die Strafe nicht beeinflussen. Und wenn die Gesellschaft/Regierung der wahre Übeltäter sein soll, dann ändert doch bitte etwas daran.

Rache-Thriller wie etwa in den letzten Jahren die „Equalizer“ Trilogie sind ja deshalb so beliebt, weil da endlich Jemand etwas tut, wo alle anderen schlafen. Bolls Vigilante ist dabei aber irgendwie zu nahe an der Realität und vor allem deshalb auch für Leugner unangenehm, wie auch etwa Sound of Freedom für manche aus den falschen Gründen Propaganda war.

Wenn ich nett bin würde ich schreiben: Filmtechnisch und dramaturgisch sprüht das Werk durchaus europäischen Independent-Flair aus. Sonst müsste ich sagen, die Erzählstruktur ist etwas konfus, die Darsteller sind blass und die Fahrten des Panzerfahrzeugs durch die Stadt, dauern gefühlt eine halbe Stunde. Die große Kunst ist es hier aber, wie sehr Boll wieder mal aufregen und polarisieren kann und sowohl Leute aus dem linken als auch rechten Lager, zu extremen Aussagen verleitet.

Die moderne (etablierte) linke Seite ist schon längst bereit für Gewalt, wie wenn etwa die Ermordung von Charlie Kirk gefeiert wurde, oder man dazu aufruft, Donald Trump zu töten. Der finale Teil des Filmes löst dann die Frage aus: soll die Gegenseite (damit meine ich die normalen Rechten, nicht die extremen) auch diese Route wählen und ist das daraus resultierende Massaker wirklich das, was wir wollen?

Das Beste wäre natürlich die Menschen, die etwas ändern könnten, würden das auch tun. Wenn z.b. in Deutschland drei von fünf Vergewaltigungen von Männern aus anderen Ländern begangen wurden, dann soll man solche Aussagen nicht als Rassismus oder Hetze abtun und nichts tun, sondern lieber versuchen dahinter zu kommen, warum das so ist.

Was wäre also unsere Aufgabe? Ich finde nicht, dass Bolls Film mehr als andere Selbstjustiz Thriller dazu aufruft, selbst auf der Straße aufzuräumen. Er zeigt viel eher die Ohnmacht der Menschen, die Suche nach Rettung und den Frust über ein stagnierendes System, in dem sich die kontrahierenden Seiten, gegenseitig klischeebehaftetes Schubladendenken um die Ohren hauen.

„Citizen Vigilante“ bekommt von mir 5/10 sofortigem Abwimmeln mit kalkulierter Provokation entgegen wirkende Empfehlungspunkte.

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Do Not Enter (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/28/do-not-enter-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/28/do-not-enter-2026-filmkritik/#respond Tue, 28 Apr 2026 05:00:36 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38692 Eine vierköpfige Truppe von Influencern sucht nach der einen Story die sie brauchen, um endlich die erwünschten Klicks zu bekommen. Da sie sich darauf spezialisiert haben, versteckte urbane Schätze zu finden, um sie der Welt zu präsentieren, haben sie sich … Weiterlesen

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Eine vierköpfige Truppe von Influencern sucht nach der einen Story die sie brauchen, um endlich die erwünschten Klicks zu bekommen. Da sie sich darauf spezialisiert haben, versteckte urbane Schätze zu finden, um sie der Welt zu präsentieren, haben sie sich aktuell ein verlassenes Hotel ausgesucht.

Hier soll ein großer Schatz versteckt sein, doch als sie dort ankommen, lauern eindeutig mehr Gefahren, als sie sich jemals erträumt hätten. Aber eines dürfte wohl klar sein: Ein paar Influencer werden sich doch fix nicht von ein wenig Satanismus aufhalten lassen, oder etwa doch?

Ich kannte ihn namentlich bisher nicht, doch Marc Klasfeld ist laut meiner Recherche einer der besten Musikvideo-Regisseure der Gegenwart. In diesem Bereich hat er bisher bereits bei weit über 100 von ihnen die Regie übernommen (z.b. für Bands wie Aerosmith, Bon Jovi, Foo Fighters oder Sum 41 um nur ein paar wenige zu nennen). Abgesehen von seiner Satire „The L.A. Riot Spectacular“ aus dem Jahr 2005, hat er jedoch nie bei einem Spielfilm das Zepter übernommen.

Im Jahr 2026 sollte dies sich doch ändern, denn mit Do Not Enter hat er erstmals einen Horrorfilm inszeniert. Diese Vor-Informationen haben bei mir dann eigentlich nur eine Erwartung ausgelöst und zwar dass der Film mindestens optisch ansprechend sein wird. Ich werde es gleich vorweg nehmen: der Film ist ansonsten in etwa so beliebig wie das (Klischee)-Leben eines Influencers.

Was für mich aber unerwartet war, ist wer hier eine positive Rolle spielt. Ich – in meiner Welt auch der Rest der Menschheit – bin ja von der Message in modernen Hollywood Filmen geschädigt. Mit der von Laurence O’Fuarain (Sandman) gespielten Figur des Balenger ist hier dann doch wirklich ein weißer, heterosexueller Mann in einer Beschützer-Rolle mit dabei und wisst ihr was, er sucht auch noch seine vermisste Ehefrau.

Das hat für ich fast schon wieder Retro-Vibes versprüht und auch sonst sind die vier restlichen Hauptfiguren so gespielt, dass man sie sympathisch findet, ohne zu viel über sie zu wissen. Was mir ebenso gefallen hat und dafür gibt es jetzt einen SPOILER, ist dass alle vier überleben. Ich liebe das Final Girl Format, doch für das hier gewählte Ende, ist das schon extrem stimmig so. SPOILER ENDE

Die weiße, Ghoul ähnliche Kreatur, die beim Laufen alle vier Extremitäten benutzt, wirkt vom Design her bekannt, doch wenn man genauer hin sieht (also nicht zu genau, weil die Effekte nicht durchgängig gelungen sind) dann hat sein Aussehen doch etwas eigenständig Monströses und Abstoßendes an sich. Als böse Creature in diesem Feature ist er für mich gelungen, aber eben auch so überhaupt nichts Besonderes.

Als Kanonenfutter dienen dann noch drei menschliche Bösewichte, von denen vor allem einer ziemlich unmenschlich ist und man im Hinterkopf schnell den Gedanken hegt: gut, dass die Kreatur gerne Herzen aus Brustkörben entfernt, mal sehen, ob er doch eines hat. Dennoch ist die Zielgruppe hierfür zu beschreiben etwas schwer, denn für typische PG13 Teenie-Gucker ist dies zu hart, doch erwachsene Horrorfans, werden sich eher druchgehend langweilen.

Nach 85 Minuten ist der Spaß dann auch schon wieder vorbei und ich habe es nicht bereut, mir den Film einmal angesehen zu haben. Nein, definitiv nichts für die Sammlung, aber als oberflächlicher Guilty Pleasure Happen, kann man sich die Sache sicherlich „gönnen“. Erfrischend ist wie bereits erwähnt, vor allem die Figurenzeichnung, denn neben dem Beschützer sind die Influencer hier weit weniger dumm und oberflächlich dargestellt, als in vielen anderen Produktionen.

„Do Not Enter“ bekommt von mir 5/10 Verbotsschilder nicht nur ignorierende, sondern als Einladung sehende Empfehlungspunkte.

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The Strangers: Chapter 1 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/26/the-strangers-chapter-1-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/26/the-strangers-chapter-1-filmkritik/#respond Thu, 26 Mar 2026 05:00:38 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38621 Ein kleiner Neustart schadet doch nie? Maya (Madelaine Petsch) und ihr Freund Ryan (Froy Gutierrez) wagen ihn auf jeden Fall und sind deshalb mit ihrem Auto zu einem Job-Interview unterwegs und feiern dabei gleichzeitig ihren Jahrestag. Leider werden sie auf … Weiterlesen

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Ein kleiner Neustart schadet doch nie? Maya (Madelaine Petsch) und ihr Freund Ryan (Froy Gutierrez) wagen ihn auf jeden Fall und sind deshalb mit ihrem Auto zu einem Job-Interview unterwegs und feiern dabei gleichzeitig ihren Jahrestag. Leider werden sie auf Grund eines Defektes dazu gezwungen, eine Nacht in einem Airbnb in Oregon zu verbringen.

Was eine romantische Nacht in der Einöde sein könnte, wird schon bald zu einem Kampf um Leben und Tod, als drei maskierte Figuren auftauchen. Die sind zusätzlich auch noch bewaffnet und haben scheinbar nur ein Hobby und das ist Jagd auf Menschen zu machen…

So, ihr kennt das von mir ja schon, aber zu Beginn muss ich nun etwas ausholen. The Strangers stammt aus dem Jahr 2008 und lebt vor allem von der spannenden Atmosphäre. Zehn Jahre später folgte mit anderen Darstellern und neuem Regisseur der viel brutalere The Strangers: Prey at Night, den manche viel schwächer finden und andere wiederum mittlerweile als Kult feiern. Danach wurde es wieder ruhig um das Franchise, bis eine neue Trilogie angekündigt wurde.

Chapter 1 kam 2024, im folgenden Jahr Chapter 2 und Anfang 2026 nun Chapter 3. Regie dabei führt Renny Harlin (The Bricklayer), was auf Grund seiner letzten, sehr mittelmäßigen Filme, bei Fans nicht gerade Freudenschreie hervor brachte. Es folgten erste Reviews und die Teile in Summe wurden von einigen Kritikern – oder nennen wir es lieber „dem Internet“ – als die schlechteste Trilogie aller Zeit bezeichnet.

Abgesehen von diesem Vorwissen, sollte man zu meiner Herangehensweise, noch drei entscheidende Dinge wissen. Erstens sind Slasher bei mir ein sehr beliebtes Subgenre. Zweitens habe ich die früheren beiden Strangers-Teile nicht gesehen. Drittens habe ich mir – und es sollte ja ursprünglich auch nachträglich einen Supercut geben, also alle drei Filme als ein langes Solo-Erlebnis, was auf Grund all des Hasses, so wohl nicht mehr passieren wird – alle drei Teile (nicht an einem Tag) angesehen, bevor ich meine Reviews dazu geschrieben habe.

Das verändert meine Sichtweise auf das große Ganze und Vergleiche mit dem Original, kann ich wie ihr ja eben gelesen habt, auch keine liefern. Was mich zum Film selbst bringt, der es wohl dennoch am Schwersten von allen drei Chaptern hat, da er im Prinzip eine Neuauflage des Erstlings ist. Was für mich das Unangenehmste dabei ist, ist die reine Zufälligkeit der Aktionen. „Warum macht ihr das“ mit „weil ihr hier seid“ zu beantworten, zeigt wie unheimlich willkürlich Gewalt-Verbrechen an sich sein können.

Ein ausgeklügeltes Rache-Motiv zu haben ist eine Sache, aber es dem Zufall zu überlassen und ohne Ausnahme jeden zu jagen, der sich in einem bestimmten Haus einnistet, dieser Nihilismus, der ohne viel Sadismus dafür mit reichlich Empathielosigkeit auskommt, hat eindeutig etwas irritierendes an sich. Was die Reaktionen der beiden Opfer betrifft, da finde ich den Wechsel schön zwischen überlegt handeln, weil sie nachdenken konnten und dumme Entscheidungen treffen, weil sie die Panik übermannt hat.

Der Bodycount bleibt gering, die Brutalität hält sich in Grenzen und das Finale – ab jetzt sind Spoiler nötig – ich mag, dass sich die Strangers nicht mit ihnen spielen. Die geben ihnen Zeit noch kurze letzte Worte zu wechseln und stechen dann jeweils einmal mit dem Messer zu. Sollte das Jemand überleben weil die Rettung bald genug kommt, dann geht das Spiel einfach weiter, siehe Teil 2. Das ist kein Höhepunkt oder PayOff, aber es passt sehr gut zu diesen seltsamen Maskentypen (sozusagen ausbluten lassen statt sofort zu töten).

Ich werde im zweiten Teil noch weiter darauf eingehen, aber es zeichnet sich hier schon ab, das ist eine Madelaine Petsch (Polaroid) Show. Wie natürlich sie ihre Normalität spielt und ihre Angst, mit der sie völlig überfordert ist, ich hatte dabei immer das Gefühl, dass der Terror in ihren Augen echt ist und sie ihn nicht verdient hat. Tut sie auch nicht, ist nämlich random und so. Alleinstehend ist dieser Film weder innovativ noch extrem spannend oder brutal. Das Ende fühlt sich sehr offen an – Maya lebt, aber die Killer sind ihr auf den Fersen.

Was ihn für die Trilogie wichtig macht, ist der Schnitt für Maya, das Ende der Normalität für sie. Hier ist sie ein Opfer, doch erste Anzeichen zu ihrem Wandel zur Kämpferin, wurden bereits gesät. Für alle Hater da draußen: natürlich ist es bei so etwas wie den Strangers nicht mein Anspruch, den Film zu verteidigen – langweilig, da passiert zu wenig, keine Erklärungen – ich verstehe die Kritik aber gerade was Slasher betrifft gibt es so viel Material, dass ganzheitlich schlechter ist als das hier, aber egal, man muss eben nicht alle Leute verstehen, schon gar nicht Masken tragende Fremde.

„The Strangers: Chapter 1“ bekommt von mir 5/10, die Idylle der Kleinstadt als Spielwiese für Menschenjagd nutzende Empfehlungspunkte.

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Seclusion (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/10/seclusion-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/10/seclusion-filmkritik/#respond Tue, 10 Mar 2026 06:25:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38483 Madeleine (Nicky Whelan) ist Therapeutin und ihr letzter Klient offenbart ihr, dass er sie liebt, sie ihn betrogen hätte und versucht sie umzubringen. Sie überlebt jedoch, schreibt ein Buch darüber und wird Bestseller-Autorin. Wie das Leben halt so gehen kann. … Weiterlesen

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Madeleine (Nicky Whelan) ist Therapeutin und ihr letzter Klient offenbart ihr, dass er sie liebt, sie ihn betrogen hätte und versucht sie umzubringen. Sie überlebt jedoch, schreibt ein Buch darüber und wird Bestseller-Autorin. Wie das Leben halt so gehen kann. Für ihr zweites Buch hat sie ihre Patientin Heather (Amy Wade) ausgewählt und über die möchte sie schreiben.

Nach einem Vorfall zieht sie sich zurück in ihre Heimatstadt, wo ihre Schwester Kelly (Dominique Swain) lebt und ihr Vater (Fred Sullivan) bald seinen runden Geburtstag feiert.

Aber eines nachts erwischt Madeleine einen Einbrecher, der jedoch unerkannt entkommen kann und bald darauf stellt sie fest, dass sie verfolgt wird. Als sie das Heather erzählt macht diese sich Sorgen um „ihre“ Psychiaterin und macht sich auf den Weg zu ihr. Als sie dann unangekündigt bei der Feier ihres Vaters auftaucht, stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht Heather der unheimliche Stalker ist, zumal sie nicht wieder fahren will und sich mehr oder weniger in Heathers Leben breitmacht …

Ich weiß offen gesprochen nicht, was der Film mit „Abgeschiedenheit“ zu tun haben soll, denn abgeschieden ist Madeleine eigentlich nie. Im Grunde ist sie immer von Menschen umgeben, außer halt, wenn sie allein in der Nacht im Haus ist. So wie alle anderen Singles auch. Aber gut. Soll sein.

Der Film selbst wäre potentiell spannend und Nicky Whelan gibt sich auch alle Mühe schauspielerisch zu überzeugen. Vergebens zwar, aber immerhin. Ihre Madeleine wirkt als wäre sie aus einer Folge „Desperate Houswives“ falsch abgebogen und dann eben hier in diesem Film gelandet, der übrigens optisch absolut ein Fernsehfilm ist. Das zieht sich durch den gesamten Film, wie gleich mal anmerken muss. Das betrifft die Belichtung, die Sets und vor allem das Schauspiel, welches niemals Kino-Niveau erreicht, sondern meistens so auf deutsches Serienformat-Niveau herumdümpelt (gilt in diesem Fall spannenderweise vor allem für den englischen Originalton).

Interessant fand ich, dass dann doch zwei eher bekanntere Gesichter im Film zu finden sind. Da wäre zum einen Fred Sullivan, den zwar niemand einem bestimmten Film zuordnen kann, aber dessen Gesicht man einfach kennt und der wirkt hier – wie eigentlich immer – absolut sympathisch und nett. Hat aber jetzt auch nicht viel zu tun außer da zu sein und seine erfolglreiche Tochter zu bevorzugen 😉

Und damit wären wir bei Dominique Swain, welche die Schwester von Madeleine spielt und die Tochter, die halt Zuhause blieb, keine Karriere gemacht hat und in der Kleinstadt versumpft ist. Wenn ich das mal so plakativ überspitzen darf. Und das hat mich fast ein wenig erschüttert, denn Dominique Swain … naja, heutzutage kennt sie vermutlich quasi niemand mehr. Aber eine zeitlang war die Dame die neue Mischung aus Drew Barrymore und Scarlett Johannson. Nachdem sie vor vielen Monden in der Neuverfilmung von „Lolita“ eben die namensgebende Lolita gespielt hat (an der Seite von Jeremy Irons) und davor bei „Face/Off“ dabei war, ist sie quasi medial durchgestartet – und den Sprung in die große Liga dann jedoch niemals so richtig hinbekommen. Auch wenn sie mit vielen bekannten Leuten vor der Kamera stand (Udo Kier, Jensen Ackles, Eric Roberts, Christina Ricci, Michael Madsen, Mickey Rourke, usw) ist sie dann doch rasch im Bereich der Trash-Filme gelandet.

Und was sie hier abzieht, dass ist schon fast eine Frechheit. Ich meine, ja, das kommt jetzt ein wenig drauf an, wie man die Sache sieht, denn wenn der Auftrag war, ihre Rolle so anzulegen, dass man Kelly von Anfang an nicht mag – Bingo. Das hat sie absolut auf den Punkt gebracht. Und Kelly macht auch richtig miese Sache, das gleich mal vorweg. Was ich aber spannend finde – und das wirkte so auf mich – ist, dass das Schauspiel in diesem Film primär darauf hinauslauft, den Kopf nach vorne zu strecken, die Stirn zu runzeln und das war es dann. Mehr ist das nicht drin. Und das mir das auffällt sagt schon viel aus.

Aber – wie gesagt, der Fairness halber – das war vielleicht so gewollt von der Regie, kann ich nicht sagen. Ich fand es schräg.

Was halt auch nicht hilft sind Anschlussfehler im Schnitt, wenn Person A zum Beispiel, die Hand am Kopf hat, dann wird geschnitten und in der nächsten Szene hängt die Hand zur Seite runter oder solche Dinge. Mag vielleicht nicht groß stören und es ist auch meistens nur eine knappe Sekunde im Bild, aber irgendwie hat mich das irritiert.

Die Story ist aus dem Lehrbuch und nimmt dann eine gaaaaaanz andere Wendung als man denken würde *hüstel* (genau …) und das Ende ist dann ein dermaßen übertriebenes Kitsch-und-Rosen-Ende, dass ich fast kotzen musste. Ich bin kein Therapeut, aber was da – sogar für Laien klar ersichtlich – an Vorschriften gebrochen wird und so weiter – irre. Also wenn Madeleine auch nur irgendwie weiter in ihrem Job arbeiten kann/darf (was im Film so ist), dann ist das absolute Sci-Fi und sonst nichts. Das ärgert mich vermutlich hauptsächlich deshalb, weil ich viele Therapeut:innen kenne und Verschwiegenheitspflicht und Therapeuten/Klient:innen-Beziehung bzw. Nähe eine Dauerthema ist – und dann kommt sowas in einen Film … naja. Vielleicht sind die rechtlichen Rahmenbedingungen in anderen Ländern ja anders. Was weiß ich.

Jedenfalls war der Film grundsätzlich okay, wenn auch wenig überraschend, ein paar Szenen waren sogar wirklich gut von der Idee, auch wenn die schauspielerische Leistung nicht so prickelnd war. Amy Wade als Heather macht übrigens eine gute Figur und die Ambivalenz für die Zuseher:innen, ob sie jetzt die Böse ist oder nicht, kommt gut rüber.

Alles in allem ist der Film ganz okay, bietet keine großen Überraschungen und auch keine schlimmen Ausfälle. Spannungsaufbau ist wenig vorhanden, sei es von der Inszenierung oder von der Story her – aber für eine Einmalsichtung mit der richtigen Erwartungshaltung ganz okay.

„Seclusion“ bekommt 5 von 10 möglichen, in Summe absolut durchschnittlich seiende, Punkte.

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Im Jahr 2002, also zwei Jahre nachdem Serienkiller William von den Geistern seiner Opfer getötet wurde, ist für Mike (Josh Hutcherson) der Alltag wieder eingekehrt. Dazu gehört es sich um seine jüngere Schwester Abby (Piper Rubio) zu kümmern, die jedoch ihre geisterhaften Freunde, sehr vermisst.

Vanessa (Elizabeth Lail) leidet ebenfalls unter ihrer Verbindung zu den Ereignissen, hat aktuell aber sogar ein Date mit Mike. Als drei Geisterjäger rund um Lisa (Mckenna Grace) das ursprüngliche Freddy Fazbear’s Pizza Lokal besuchen, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die Mike, Abby und Vanessa, wieder mitten in den übernatürlichen Schlamassel zurück werfen…

Im Jahr 2023 folgte die erste Verfilmung der Five Nights at Freddy’s Spiele und auf Grund des finanziellen Erfolges, bekommen wir nur zwei Jahre später, eine Fortsetzung präsentiert. Dieser Teil hat nun mehr gekostet und etwas weniger wieder erwirtschaftet, dennoch wurde ungefähr das vierfache der Kosten wieder eingespielt, weswegen es 2027, einen dritten Teil geben soll. Was gleich geblieben ist, ist dass Kritiker diese Film gehasst haben.

Als Steigerung war er sogar bei einigen in der Kategorie „schlechteste Horror-Filme von 2025“ vertreten. Auch ich finde ihn deutlich schwächer als den ebenfalls nicht großartigen aber durchaus unterhaltsamen Erstling, doch der Rest ist für mich übertrieben. Wieder auf dem Regiestuhl sitzt Emma Tammi (The Wind) und auch die drei Hauptdarsteller sind wieder mit dabei. Auf der Metaebene gibt es dann bereits eine erste Enttäuschung und zwar dass es hier zu einer Scream-Reunion kommen soll.

Richtig, hier spielen sowohl erneut Matthew Lillard mit als auch erstmals Skeet Ulrich aka Stu und Billy in Scream. Und was glaubt ihr, haben die viel Screentime und treffen sie aufeinander? Ich glaube diese Frage könnt ihr ohne meine Hilfe, auch beantworten. Dann hätten wir die Figuren und auf Josh Hutcherson (The Beekeeper) bezogen, auch ein gewisses Desinteresse des Schauspielers, weil er auf Autopilot seine Rolle spielt.

Sein Mike ist dabei auch vom Drehbuch her einfach langweilig, er wirkt bemüht, doch hat ihn die Überwindung seines Traumas aus dem ersten Teil, irgendwie zu einem unsympathischeren Menschen gemacht. Vor allem wie er auch gegen Ende mit der von Elizabeth Lail (Countdown) gespielten Vanessa umgeht. Sie ist auch die einzige, die emotional involviert wirkt, der ich ihren inneren Konflikt glaube und ihr einen Weg hin zu mehr Normalität gewünscht habe.

Die dritte wiederkehrende Figur ist Piper Rubio als Abby und wie ihr Bruder Mike, gefällt sie mir hier um einiges weniger. Sie ist im Prinzip nur dazu da, dass sie die schlimmen Ereignisse weiter vorantreibt und sich in Gefahr begibt, weil sie ihre toten/kaputten (je nachdem auf welche Ebene man sich bezieht) Freunde, so sehr vermisst. Die Bedrohung geht dabei eine Zeit lang von einer besessenen Mckenna Grace (Annabelle 3) aus und sie gehört vom Design her zu den besten Figuren, ist aber leider kaum zu sehen.

Die animatronischen Figuren und die damit verbundenen Effekte sind weiterhin top, doch hat sich das seltsame und auch unheimliche Gefühl, das ihr Erscheinungsbild ausgelöst hat, irgendwie bereits etwas abgenutzt und teilweise wirken sie nur mehr lustig bis hin zu lächerlich. Die Offline-Kills wären extrem blutig – würde man sie sehen – von zerquetschten Köpfen bis hin zu abgetrennten Körperteilen, die man dann sogar unscharf im Hintergrund zu Boden fallen sieht.

Bei all dem was mir hier schwächer erscheint wiegt wohl am Schwersten, dass man das Gefühl hat, dass sich nichts getan hat. Das ist recyceln der gleichen Idee, ohne Weiterentwicklung. Abgesehen von Vanessa, bei der ich wissen möchte, wie es mit ihr weitergeht, sind dir alle Figuren ziemlich egal. Ich kann also verstehen, dass Menschen dies als Totalreinfall sehen, für mich ist es wohl am ehesten ein Schnellschuss, ohne wirkliche neue Impulse. Einzig die Kritik an Erwachsenen, die nicht auf Kinder hören oder diese ignorieren, die ist bitter, weil dies viel zu oft vorkommt.

„Five Nights at Freddy’s 2“ bekommt von mir 5/10 die Puppen inklusive der Puppenspielerin, lieber einige Zeit etwas ruhen lassende Empfehlungspunkte.

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Bruno (Marko Zaror) ist ein Ex-Seal, der nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders bei einem Einsatz, unter einer Posttraumatische Belastungsstörung leidet. Er versumpft in Bars, durchlebt immer wieder die tragischen Augenblicke und denkt auch an Selbstmord.

Bis eines Tages plötzlich eine junge Dame namens Athena (Jane Mirro) leblos vor seinem Zuhause liegt. Er kann sie wiederbeleben, bietet ihr einen Unterschlupf an und schließlich verlieben sich die beiden. Bis nach kurzer Zeit plötzlich bewaffnete Männer auftauchen und sie ohne Vorwarnung einfach entführen…

Nach Diablo ist dies die zweite Story von Marko Zaror, der auch am Drehbuch beteiligt war, produziert hat, Hauptdarsteller ist und die Regie über die Martial Arts Szenen übernommen hat. Die übrige Regie übernahm Brandon Slagle und das erklärt einiges, denn seine Filme sind im besten Fall unfreiwillig komisch wie etwa The Flood. Ein weiteres Problem ist Zaror selbst, denn bis jetzt kenne ich ihn nur als meist exzentrischen Gegenspieler von diversen Helden.

Hier ist er aber nun selbst mindestens der Antiheld und er darf sich auch noch verlieben. Es geht mir nicht darum zu behaupten, Martial Arts Schauspieler könnten nur eine Sache spielen, gerade Scott Adkins finde ich von seinen Filmen her doch vielseitig und er bleibt dabei auch glaubwürdig. Zaror hingegen schwankt hier zwischen liebevoll tumb aka weiß sein Charakter nicht genau, wie er seine Gefühle ausdrücken soll und unglaubwürdig gespielt hin und her.

Das sind aber nur ein paar Szenen, denn was er dafür in den Kampfszenen zeigt, ist dynamisch, wuchtig und macht Spaß. Wäre ich jetzt zynisch könnte ich schreiben: spielt den Rest vor und schaut euch genau diese Sequenzen an. Was aus meiner Sicht aber schade wäre, nicht weil ich den Film als gut bezeichnen würde, er ist aber definitiv ein Guilty Pleasure Erlebnis. Als wäre die Story direkt aus dem Gehirn eines noch immer gerne träumenden Jungen extrahiert worden.

Der große Bube ist in diesem Fall Zaror und was er bekommt ist eine Traumfrau, die quasi aus dem Nichts bei ihm auftaucht und im Prinzip wie für ihn geschaffen wurde. Welcher Single-Mann auf der Suche, würde sich bitte nicht genau das wünschen? Keine Bewerbungsgespräche aka Dates, sondern sofort ein emotional intimer Start, aus dem dann schnell Liebe wird? So entsteht hier dann auch ein gewisses „Märchen für Erwachsene“ Feeling.

Dabei fühlen ist gut, denken sollte man aber eher lieber lassen, denn der Plot wird gegen Ende abstruser aber wie gesagt: als Fabel geht das schon so durch. Zaror überzeugt klar vor allem physisch und rein von seiner Präsenz her. Mit Brooke Ence (Wonder Woman) hat er eine Partnerin zur Verfügung gestellt bekommen, die ebenfalls vor allem mit ihren Muskeln beeindrucken kann. Louis Mandylor (Daylights End) darf als väterlicher Mentor für Ruhe und das nötige Gefühl sorgen.

Fans des Stars können hier also ruhig einen Blick riskieren, genauso wie Freunde der Kampfkunst. Wer eine gewisse Toleranz für Schwankungen zwischen Naivität und nicht gänzlich stimmigen Plot-Ideen hat, der wird sich auch sicherlich nicht ärgern müssen. Sieht man es als Hommage an Videotheken Actionkracher der 90er Jahre, dann kann man ihn wiederum richtig gut finden. Nur glaube ich nicht ganz, dass er so gemeint war. Auf jeden Fall ist Zaror als Psycho, von seinen Performances um einiges unterhaltsamer.

„Affinity“ bekommt von mir 5/10 Suizidgedanken durch Liebesfreuden ersetzende Empfehlungspunkte.

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Der Einsatz ist gefährlich – immerhin ist Krieg. Es ist ein Häuserkampf und der Feind lauert überall. Aber die Special Forces kriegen es hin, sie schaffen es ihr Missionsziel zu erfüllen, weil – gleißendes Licht. Ohnmacht. Stakkatobilder.

Aufwachen in einem fremden Raum. Wo ist man? Was ist passiert?

Schnell stellt sich heraus, dass die Soldaten entführt wurden und sich nun auf einem außerirdischenn Raumschiff befinden. Aber sie tragen ihre Uniformen noch. Sie haben ihre Waffen noch. Und dann greifen die Aliens an. Man wehrt sich, findet weitere Überlebende und beschließt, hier rauszukommen, koste es, was es wolle …

Wie immer, wenn ich eine Inhaltsangabe wie oben schreibe, konkret ohne Schauspieler:innen zu nennen oder die Namen von Figuren, dann weiß man ja schon, wie das hier enden wird, oder? Ich meine, ja, es gibt drei Namen im Film, die vermutlich doch ein paar Leuten was sagen werden. Zum Beispiel Max Martini („The Unit“ oder „Pacific Rim„) oder auch Brianna Hildebrand (Negasonic Teenage Warhead in allen „Deadpool„-Filmen) und dann natürlich auch noch Linda Hamilton („Terminator: Dark Fate„).

Aber das reißt den Film nicht raus, zumal alle drei und eigentlich generell alle im Film, nichts zu tun haben. Das liegt meiner Ansicht nach an drei Dingen:

Ich fange mal mit a) Set-Design an, denn das Raumschiff in welchen sich unsere Soldaten dann befinden besteht aus vielen mal engeren, mal breiteren Gängen und das ist in Summe schlichtweg langweilig. Mir ist schon klar, dass dies deshalb so gewählt wurde, weil durch die Einführung der Soldaten im Häuserkampfe gezeigt werden soll, dass sie deshalb überlegen sind, weil sie wissen wie man in engen Verhältnissen kämpft. Das weiß mein Hirn, mein Herz war gelangweilt. Sicher, es spielt sich nicht alles nur in engen Räumen ab, aber ehrlich: Ob ich jetzt zusehen, wie Soldaten auf engen, staubigen Straßen herumballern oder in engen, staubigen Gängen – es macht keinen Unterschied für mich.

Dann kommen wir zu Punkt b) Drehbuch – ich weiß nicht, ob es Absicht ist oder ob es passiert ist, aber grundsätzlich verfolge ich Charaktere gern, wenn sie eine Entwicklung durchmachen. Und man beachte das Wort Charaktere. Die gibt es hier nicht. Das sind nicht mal Schablonen. Es sind schlichtweg alle völlig austauschbar. Und noch dazu werden alle Klischees erfüllt. Und die „Twists“ sind so toll, dass mir gerade mal ein Gähnen entkommen ist („Was? Du bist meine totgeglaubte Tochter? Wer hätte das gedacht?“). Und für’s Protokoll: Linda Hamiltion taucht nach einer Stunde auf, hat die Rolle der „Ich bin schon so lange hier und habe überlebt, weil ich allein und ein Badass bin, aber jetzt kommt ihr, braucht meine Hilfe und weil ich ja so ein gutes Herz habe, helfe ich euch und begebe mich deshalb in Gefahr“-Dame. Ist halt sonst meist ein Mann, aber glaubt mir: Es macht keinen Unterschied.

Und dann kommen wir zu c) Action-Fokus. Es ist ja bekannt, dass mir bei zu viel Action, die nichts zur Handlung beiträgt und nur cool aussieht (oder im schlimmsten Fall nicht mal das) rasch langweilig wird. Nun, hier war mir nach zehn Minuten bereits langweilig. Weil die Action einfach viel zu lange dauert und das Vermitteln von Charaktereigenschaftenn oder sowas wie das Hervorheben von einzelnen Personen einfach nicht passiert oder funktioniert. Klar kann man argumentieren, dass der Anfang zeigen soll, dass das Team als Gruppe funktioniert wie eine Einheit eben, aber da passt nicht zum Rest der Story. Wobei mir das sogar noch egal ist, denn viel schlimmer finde ich, dass – zumindest ich – von Anfang an so distanziert war wie schon lange nicht mehr bei einem Film, weil ich das Gefühl hatte, ich schaue jemanden beim Spielen von „Call Of Duty“ zu. Echt. Das hat sich genauso angefühlt. Und das über die ersten 15 Minuten, weil erst dann die Entführung passiert. Und dann gibt es Schießereien im Raumschiff – die fühlen sich genauso an.

Zusammengefasst kann ich nur sagen: Handwerklich (Belichtung, Kamera) ist der Film gut gemacht, keine Frage. Aber er ist halt einfach so richtig, schrecklich langweilig und belanglos. Null Emotion. Null Spannung. Und vom Design der Aliens will ich nicht mal anfangen.

Irgendwie merkt man, dass Regisseur und Drehbuchautor William Kaufman früher im Regelfall erst sehr spät in Filmreihen eingestiegen ist („The Marine 4“ oder „Jarhead 3“. Man kennt ja die Art und Qualität der Direkt-auf-DVD-Produktionen und die nimmt im Regelfall mit der Höhe der Zahl hinter dem Titel ab (ja, es gibt Ausnahmen). Das hier ist handwerklich solide. Aber mehr nicht.

„Osiris“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, für Menschen die das erste Mal einen Actionfilm sehen oder vielleicht Let’s Plays der Single-Player-Kampagnen von Call of Duty spannend finden (wobei die dramaturgisch weit besser inszeniert sind als das hier) interessant seiende, Punkte.

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