P6 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sun, 18 Jan 2026 10:43:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Stone Cold Fox (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/20/stone-cold-fox-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/20/stone-cold-fox-filmkritik/#respond Tue, 20 Jan 2026 05:00:05 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38253 Irgendwann in den 80er Jahren. Fox (Kiernan Shipka) ist nach ständigen Streitereien mit ihrer Mutter von zu Hause weggelaufen. Sie lebt mehr oder weniger auf der Straße vor sich hin, bis Goldie (Krysten Ritter) auf sie aufmerksam wird und sie … Weiterlesen

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Irgendwann in den 80er Jahren. Fox (Kiernan Shipka) ist nach ständigen Streitereien mit ihrer Mutter von zu Hause weggelaufen. Sie lebt mehr oder weniger auf der Straße vor sich hin, bis Goldie (Krysten Ritter) auf sie aufmerksam wird und sie unter ihrer Fittiche nimmt.

In ihrer Kommune befinden sich noch vier weitere verlorene Seelen und obwohl Goldie für Fox zur ersten großen Liebe wird ist ihr dennoch klar, dass sie unter dem Regime einer Frau, die ihr Geld mit Drogengeschäften verdient, auf die Dauer nicht glücklich sein wird…

Nach diversen Rollen innerhalb des Filmgeschäftes (u.a. Szenenbildnerin, Artdirektorin) und der Regie bei einigen Kurzfilmen, ist dies das Spielfilmdebüt von Sophie Tabet, bei dem auch die Story und das Drehbuch von ihr stammen und sie als Produzentin fungiert hat. Um es gleich vorweg zu nehmen: man bekommt hier in Summe einen „mixed bag“, denn manche Filme mixen Tragik und Humor sehr gekonnt, doch hier funktionieren sie eher nebeneinander, wie zwei unterschiedliche Welten.

Man kann das auch vom 80er Jahre Setting ableiten, dass für die Handlung nicht wirklich wichtig ist. Es geht viel mehr darum, eine bestimmte Stimmung einzufangen, also das Style over Substance Prinzip. Als Vergleich nehme ich kurz Boy Kills World her, der völlig über der Normalität funktioniert, die emotionalen Szenen, ihn aber in der Realität verankert haben und sich echt angefühlt haben. Hier sind sie eher wie ein Fremdkörper gestaltet, die man hinter sich lassen möchte.

Da es sich um eine Trauma handelt und man dieses ja nicht verdrängen sondern verarbeiten und dann mit dem Leben weiter machen sollte, könnte das auch von Tabet durchaus gewollt sein, aber gespürt hab ich es nicht. Was sich jedoch wie eine echte Bedrohung anfühlt, ist neben einem korrupten Cop klar die Sektendynamik und wie sich eine starke Persönlichkeit zur Lösung aller Probleme stilisieren kann, obwohl sie nur eine Puppenspielerin ist, die deinen Faden jederzeit durchtrennen kann.

Sehr gut haben für mich die schrulligen Nebenfiguren funktioniert (obwohl einige verschenkt sind), wobei Mishel Prada (The Continental) als Combat Nurse Frankie mit „Posttraumatischer Belastungsstörung“, klar ein Highlight darstellt. Sie und ihr Actionfilme liebenden „Bruder“ und die mit ihnen verbundene Trainingssequenz, mit Wurfsternen und Nunchakus, das macht einfach Laune. Was dabei völlig verloren geht, ist das Gefühl Fox müsste sich beeilen, weil sie ja gesucht wird und gleichzeitig Jemanden retten will.

Das macht die Szene an sich nicht weniger unterhaltsam, soll nur ein weiterer Hinweis darauf sein, dass hier nicht alles zusammen passt. Karen Fukuhara (Suicide Squad) so richtig gar nichts zu tun zu geben und Jamie Chung (The Misfits) kaum etwas, ist dabei eher noch eine echte Schande. Dafür darf Krysten Ritter (Jessica Jones) schön manisch, manipulativ und machthungrig agieren und Kiefer Sutherland (The Contractor) dominiert als eiskalter Dirty Cop sämtliche seiner Momente.

Kiernan Shipka (Red One) ist wie so oft lakonisch unterwegs (ich glaube langsam, sie ist einfach so), ihre eigene Energie als Fox, wie sie immer weiter macht ohne Perspektive oder besondere Fähigkeiten und dennoch ständig die richtigen Leute findet, die ihr helfen, das ist schon spannend so. Sie ist der Charakter, der zwischen drinnen sein und Metaebene wechselt und dass das wiederum funktioniert, liegt zum großen Teil an Shipkas lässig unterkühlter Power.

Auch auf Grund des Finales, bei dem doch überraschenderweise Unerwartetes ans Tageslicht kommt und den letzten Szenen, habe ich den Film als Ganzes gerne gesehen. Wäre man hier die reine Unterhaltungsschiene gefahren, ohne dem Versuch Tiefe zu erzeugen, mir hätte es wohl noch besser gefallen. Allein wegen der Optik, der Eigenheiten und den „eigenständig seltsamen“ Nebenfiguren, kann man aber auf jeden Fall einen Blick riskieren.

„Stone Cold Fox“ bekommt von mir 6/10 um Jemanden retten zu können, nicht immer auch anwesend sein müssende Empfehlungspunkte.

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Troll 2 (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/23/troll-2-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/23/troll-2-2025-filmkritik/#respond Tue, 23 Dec 2025 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38302 Nachdem der Troll besiegt wurde und zu Stein erstarrte, kehrt Ruhe ein in Norwegen. Nora Tidemann (Ine Marie Wilmann) lebt zurückgezogen und führt die Forschung (und den Wahn) ihres Vaters fort, denn sie ist der Meinung, es müsse noch mehr … Weiterlesen

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Nachdem der Troll besiegt wurde und zu Stein erstarrte, kehrt Ruhe ein in Norwegen. Nora Tidemann (Ine Marie Wilmann) lebt zurückgezogen und führt die Forschung (und den Wahn) ihres Vaters fort, denn sie ist der Meinung, es müsse noch mehr von diesen Trollen geben.

Eines Tages taucht Andreas Isaksen (Kim Falck) wieder bei ihr auf, denn sie hatte Recht: Zumindest ein weiterer Troll wurde gefunden und er wurde von der Regierung in einem geheimen Labor untersucht. Aber die Forschungen stehen still, man hat keine neuen Erkenntnisse. Also holt man Tidemann dazu, vielleicht hat die ja neue Ideen.

Und ja, was soll man sagen: Tidemann erweckt den Troll zum Leben. Nur ist dieser hier ein wirklich gemeines Exemplar und er will in erster Linie eins: Rache.

Wie soll man diesen Troll jetzt aufhalten? Hat man aus der Gefahr, die vom ersten Troll ausging, etwas gelernt? Oder wird auch dieser hier eine Schneise an Verwüstung ziehen?

Fortsetzungen. Man liebt sie oder man hasst sie. Regisseure, die sich schwer mit Drehbüchern tun, die in sich stimmig sind. Man findet sie lustig oder man findet sie amateurhaft. Hier haben wir auf jeden Fall eine Fortsetzung, die genau nicht notwendig gewesen wäre, aber nachdem der erste „Troll“ ja doch ziemlichen Erfolg hatte, war klar, dass man einen zweiten Film machen würde. Und auch dieser kümmert sich nicht unbedingt um die große Logik.

UV-Strahlen lassen die Trolle also zu Stein erstarren? Warum kann ein Troll dann im Sonnenlicht herumlaufen? Das hab ich mich schon im ersten Teil gefragt und immerhin ist die Auflösung am Ende des ersten Films so, dass der Troll ja versteinert, weil die Sonne aufgeht. Obwohl er davor mehrmals schon im Tageslicht zu sehen war.

Und entgegen mancher Internetnutzer, die ja alles wissen, aber scheinbar keine fünf Sekunden Zeit haben, um zumindest ein wenig zu recherchieren: Nein, auf Bergen ist die UV-Strahlung nicht weniger, sondern mehr. Also Nein, ein Troll kann am Berg nicht länger in der Sonne bleiben als im Tal, sondern umgekehrt. Physik nennt man das. Aber egal – um Logik geht es hier eh nicht.

Was ich an dem Film gut fand sind die Figuren, die zurückkehren, allen voran natürlich Isaksen und Sigrid (immer noch ein Highlight). Aber auch Kapitän Kris und Tidemann sind fein und die Neuzugänge sind auch völlig in Ordnung. An der Optik gibt es jetzt auch nicht viel auszusetzen und vor allem die Trolle (ja, Mehrzahl) sehen absolut in Ordnung aus.

Was mich dann doch stört ist wie Roar Uthaug die Regie inszeniert und sich einfach (war bei „Tomb Raider“ auch schon so) nicht um so etwas wie Logik kümmert. Das ist die meiste Zeit über egal, weil es nicht ins Gewicht fällt, so ungefähr: Gut, dann kann der Typ halt im Sonnenlicht gehen, mir doch egal. Allerdings wird es dann ein wenig seltsam, wenn man in Szenen richtig viel Aufhebens um zum Beispiel die Rekrutierung der Bevölkerung im Kampf gegen den Troll macht, nur um dann – wenn es zum Kampf kommt – niemanden aus der Bevölkerung dabei zu haben.

Kann man ja machen, aber dann hätte man ja einbauen können, dass irgendjemand sagt, dass die Bevölkerung für die Vorbereitugn wichtig war, man sie dann aber auch Sicherheitsgründen evakuiert hat und das Miliär beim Kämpfen ranlässt. Aber hier – da gibt es eine komplette Sequenz inklusiver der typischen Motivationsansprache und dann – alle weg.

Und dann macht man das gleich ein zweites Mal: Da gibt es einen Zweikampf zwischen zwei Trollen und das Militär ist abgehauen, hat alle Waffen liegen lassen und nur zwei von unseren Hauptpersonen beharken den bösen Typen weiter. Echt? Alle Soldaten verschwinden nicht nur, sondern lassen auch ihre Waffen fallen und kommen nicht zurück? Da sind in keiner einzigen weiteren Aufnahme Soldaten zu sehen. Nicht mal beim Weglaufen. Puff. In Luft aufgelöst. Fand ich offen gesprochen richtig schwach.

Und ja, am Ende muss sich ein wichtiger Charakter opfern und natürlich der, der das meiste zu verlieren hat. Fand ich ebenfalls schwach. Wirklich schwach. Es passt zur Figur und ja, es gibt auch eine Star-Trek-Referenz („The needs of the many outweigh the needs of the few“) und ja, ich hatte Tränen in den Augen, aber trotzdem habe ich mich geärgert.

Super übrigens, dass eine Figur am Anfang des Films zu einer anderen sagt: „Don’t forget – you are not Superman, you are Clark Kent.“ Hat mir gefallen. Es gibt übrigens auch noch eine andere Szene in welcher für mich unerwartet ein Charakter stirbt, was einen anderen zu einem Fast-Duell mit dem Troll bringt. Das war eine starke Szene in welcher eigentlich nichts passiert, außer, dass sich die zwei ansehen, bis einer einknickt – aber hey, da lag echt Spannung in der Luft.

Oh – und dass die tollen Soldaten mit ihrer „Geheimwaffe“ keine Chance haben ist auch klar. Aber auch hier: Warum man mit einem Hubschrauber im Sturzflug auf ein Ziel hinfliegt und dann umdrehen muss und wieder hinfliegen, verstehe ich nicht. Ist nicht der große Vorteil von Hubschraubern, dass sie in der Luft „stehen bleiben“ können?

Potential ist also da gewesen und die Figuren hätten auch gepasst. Man macht halt so schrecklich wenig daraus, tragischerweise. Natürlich hält man sich eine Tür für einen dritten Teil offen, aber sind wir mal ehrlich: Es hätte den zweiten Film in dieser Version eigentlich schon niemand gebraucht.

„Troll 2“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, leider von den Effekten abgesehen halbwegs schwächelnde, Punkte.

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Most Beautiful Island (2017 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/09/most-beautiful-island-2017-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/09/most-beautiful-island-2017-filmkritik/#respond Tue, 09 Dec 2025 20:44:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38281 Luciana (Ana Asensio) ist eine undokumentierte Migrantin. Sie hat keine Papiere und muss jeden Job annehmen, den sie hat. Sie teilt sich eine Wohnung mit einem Bekannten, der sie sehr genau daran erinnert, wann die Miete fällig ist. Sie hält … Weiterlesen

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Luciana (Ana Asensio) ist eine undokumentierte Migrantin. Sie hat keine Papiere und muss jeden Job annehmen, den sie hat. Sie teilt sich eine Wohnung mit einem Bekannten, der sie sehr genau daran erinnert, wann die Miete fällig ist. Sie hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und kommt kaum durch den Tag.

Eines Tages erzählt ihr eine Bekannte von einem lukrativen Job, der nur daraus besteht als optischer Aufputz bei einer Party herumzustehen und dafür wirklich gut bezahlt zu werden.

Zuerst unsicher, muss sie noch ein paar Dinge erledigen, denn für die Party braucht sie ein schwarzes Kleid und außerdem Zeit, die sie eigentlich bei einem anderen Job erledigen müsste.

Aber Luciana hat einen Plan. Und sie ist stur. Auch wenn die Party anders abläuft, als sie sich das vielleicht vorgestellt hat …

Über „Most Beautiful Island“ bin ich per Zufall gestolpert, wie halt so oft in meinem Fall. Und wenn etwas halbwegs interessant aussieht, dann guck ich halt mal rein. Bei diesem Film war es so Ich wusste tatsächlich nicht so richtig, worauf ich mich einlasse, aber es wurde als Thriller/Horrorfilm verkauft, also hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung.

Vorweg: Diese wird nicht erfüllt. Zu keiner Sekunde. Es ist kein Horrorfilm. Es ist auch kein Thriller. Ich kann nicht mal genau sagen, was er ist, weil er einfach Genres mixt, auch wenn Horror per Definition nicht dazu gehört.

Zurück zum Film: Wir verfolgen über die ersten zwei Drittel den Weg von Luciana, die es wirklich nicht leicht hat und deren Leben, wenn man ein wenig darüber nachdenkt, tatsächlich wirklich traurig und deprimierend ist. Die Jobs, die sie hat, der Druck, der die gesamte Zeit auf ihr lastet – all das ist teilweise wirklich heftig mitanzusehen.

Andererseits hat sie ein paar Tricks auf Lager, die dann doch irgendwie nicht ganz okay sind und die sie zur Betrügerin machen. Ja, man versteht zwar, warum sie macht, was sie macht, aber dennoch muss man nicht damit einverstanden sein. Nachdem sie eine Migrantin ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es Leute gibt, die zum Beispiel sagen würde, sie soll einfach wieder heimfahren (was nicht geht. Mit welchem Geld denn?). Dazu kommt noch, dass sie in der doch relativ kurzen Zeit viele Leute trifft, die sie einfach damit durchkommen lassen, einfach, weil sie eine Frau ist und weil sie zumindest Manieren hat.

Es gibt zum Beispiel eine Szene in der sie einem Taxifahrer erst nachdem er sie abgesetzt hat, wo sie hinwill, dass sie kein Geld hat und das sie ihn morgen bezahlen wird, wenn er ihr seine Dienstnummer sagt. Er pfeift auf das Geld im Sinne von „passt schon“ und fährt wieder. Ja, sie kommt damit durch. Ist es symapthisch? Naja, nicht so wirklich. Zumal sie das einfach zu oft macht.

Und dann kommt sie zu der Party – auf Umwegen – und irgendwie sollen wir dann mit ihr zittern, was da auf sie zukommt und … nun, nein. Was Spannung erzeugt, sind die anderen Damen mit ihr im Raum, die vage Andeutungen durch die Gegend werfen und teilweise auch richtig Panik schieben und alle werden in einer von Besucher:innen festgelegten Reihenfolge in einen extra Raum geholt. Manche kommen wieder raus. Andere nach ziemlichem Gekreische nicht mehr. Auch das erzeugt Spannung. Genauso wie die Tatsache, dass sie eine Handtasche mit Vorhangschloss bekommen hat und man sich fragt, was da drin ist (und ja, das erfährt man).

Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich etwas unterwältigt war, ob er Auflösung, was auf dieser Party passiert, aber gut – zumindest war es etwas, was ich noch nie gesehen habe und womit ich nicht gerechnet hatte.

Nach dem Film habe ich kurz überlegen müssen, ob mir der Film jetzt gefallen hat oder nicht, weil ich irgendwie trotzdem etwas anderes und irgendwie mehr erwartet hatte. Im Kern ist der Film langsam, es passiert nicht viel was jetzt wirklich Auswirkungen hat, wir begleiten einfach Luciana in ihrem Leben und bei ihren täglichen Kämpfen. Und trotzdem … ja, er hat mir gefallen. Es war interessant, ich bin gedanklich dabei geblieben und ich habe mir Gedanken danach gemacht.

Ein großer Faktor für mein „Dranbleiben“ ist die Person Ana Asensio, die das Drehbuch geschrieben, die Regie gemacht und auch gleich noch die Hauptrolle übernommen hat. Sie selbst ist Migrantin, kommt aus Spanien, hat dort auch ein paar Filme gemacht und dann gemeinsam mit Larry Fessenden (ja, der Typ, der „Until Dawn“ mitgeschrieben und auch darin gespielt hat – Larry Fessenden sollte B-Movie-Horror-Fans ein Begriff sein, denke ich) diesen hier produziert. Fessenden spielt auch eine kleine Rolle im Film.

Jedenfalls ist sie einerseits eine verdammt hübsche Frau und andererseits ist absolut keine verdammt hübsche Frau. Aber sie hat Ausstrahlung. Sie hat eine faszinierende Mimik und sie wusste offensichtlich genau, was sie hier im Film machen wollte. Und es funktioniert. Ich denke, wenn der Film eine halbe Stunde länger gedauert hätte, wäre es auch okay gewesen für mich. Weil ich von der Figur fasziniert war und auch wie Asensio sie darstellt. Die Frau hat einfach dieses gewisse Etwas. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir andere Filme mit ihr ansehen würde – aber hier, hier passt sie perfekt.

„Most Beautiful Island“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, langsam aufbauende und auch langsam ausklingende, Punkte.

PS: Wer Angst vor Spinnen hat – lasst die Finger von diesem Film. Ernsthaft. Macht einen großen Bogen drum herum.

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Beast of War (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/13/beast-of-war-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/13/beast-of-war-filmkritik/#respond Thu, 13 Nov 2025 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38164 Während des zweiten Weltkrieges wird ein australisches Kriegsschiff von einem japanischen Kampfjet zerstört. Ein paar der überlebenden Männer können sich danach auf ein größeres, schwimmendes Teile des Schiffes retten, dass sich als provisorisches Floß benutzen lässt. Neben Orientierungslosigkeit und möglichem … Weiterlesen

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Während des zweiten Weltkrieges wird ein australisches Kriegsschiff von einem japanischen Kampfjet zerstört. Ein paar der überlebenden Männer können sich danach auf ein größeres, schwimmendes Teile des Schiffes retten, dass sich als provisorisches Floß benutzen lässt.

Neben Orientierungslosigkeit und möglichem weiteren Feindkontakt, bekommen sie dabei schon bald ein noch viel größeres Problem: ein weißer Hai umkreist sie und es hat den Anschein er wird nicht aufgeben, bis er jeden einzelnen von ihnen, als Beute genossen hat…

Regisseur und Drehbuchautor Kiah Roache-Turner bleibt seinem Lieblingsgenre Horror treu, wechselt aber nach Zombies in Wyrmwood und Spinnen in Sting, nun erneut die Gegenspieler der Helden. Neben dem Krieg an sich, ist das hier dann ein Hai. Richtig gelesen, dies ist ein Kriegsfilm gemixt mit einem Creature Feature und ja, der Film nimmt sich ernst und ist alles andere als eine Komödie.

Der Beginn hier beim Training im Lager etabliert sehr gekonnt die wichtigsten Charaktere und ihre Zwecke. Der traumatisierte, kämpferische Held, sein körperlich schwächerer Sidekick mit dem Hirn und dem Herz am rechten Fleck, der egoistische Angeber, der doofe Typ, der sicher sterben wird und weitere Kerle, die man am Besten als Haifutter bezeichnen kann. Das nimmt dann auch den Hauptteil der Handlung in Anspruch und dadurch kommen Einschränkungen.

Wer wegen dem Genremix – abgesehen vom Setting – ein Kriegsszenario erwartet, der wird hier sicherlich enttäuscht werden. Die Fahrt in den Kampf führt nämlich nach Beschuss direkt ins Wasser und somit zum Hai. Die Handlung spielt dann bis zum Ende beinahe ausschließlich auf einem im Wasser treibenden Teil eines Wrackes und da spielt sich der Hai dann mit seiner Beute. Der Charakter des Tieres wirkt dabei fast schon menschlich, einfach auf Grund wie ihn die Kamera zeigt, gepaart mit den „Blicken“.

Neben menschlichen Gegnern führt dabei auch Dummheit dazu, dass die Männer immer weiter dezimiert werden und etwas Wagemut, treibt die Handlung zusätzlich voran. Die Atmosphäre ist durchgängig geprägt von Nebel und satten Farbtönen, die dem Ganzen eine bühnenhafte Stimmung verleihen. Die zwischenmenschlichen Momente bleiben spannend und intensiv genug, so dass gestreckt wirkende Momente, schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Hin und wieder kommt auch der ziemlich schwarze Humor durch und der wirkt angesichts der Story sehr natürlich und ist trotz der Ernsthaftigkeit der Inszenierung, sicherlich angebracht. Das Trauma des Haupthelden ist dabei für meinen Geschmack etwas zu theatralisch bzw. bedeutungsschwanger inszeniert und kulminiert dann in einer Over the Top Auflösung, aber im Prinzip ist das schon dennoch stimmig und passt ins Gesamtbild.

Mark Coles Smith (We Bury the Dead) macht seine Sache sehr gut als Leo, das Beobachten bevor er zuschlägt, sein Mut und sein Kampfgeist auch ohne dabei an sich zu denken, machen ihn zu einem guten Anführer, dem man folgen will. Sam Delich (Christmas, Bloody Christmas) als Des schafft es hingegen perfekt, dass man seine arrogante Art und seine im Kern klar vorhandene Feigheit so richtig schön zu hassen lernt.

In Summe für mich kein großer Hit und auf Roache-Turner bezogen für mich sein bisher schwächster Film, doch als Hai-Film im ungewohnten Setting, mit ordentlichen Kreatur-Effekten und schön blutigen Details bei den Angriffen, funktioniert der Film sehr gut. Nach diesem Beast macht der Regisseur übrigens die „Dogs of War“, der auch in der Vergangenheit spielt und bei dem Soldaten Nazis bekämpfen sollen, bis sie in den Wäldern auf etwas übernatürlich Böses treffen, das weit gefährlicher ist. Das klingt dann doch auch wieder nach einem Film, den ich mir ansehen möchte.

„Beast of War“ bekommt von mir 6/10 den wahren Feind unter Wasser findende Empfehlungspunkte.

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Civil War (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/09/20/civil-war-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/09/20/civil-war-filmkritik/#respond Sat, 20 Sep 2025 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38009 Lee (Kirsten Dunst) ist Kriegsfotografin, aber nie im Leben hätte sie sich jemals gedacht, dass sie diesen Job in ihrem eigenen Land ausüben würde. Aber genau das tut sie. Denn es herrscht ein Bürgerkrieg in den USA und wie es … Weiterlesen

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Lee (Kirsten Dunst) ist Kriegsfotografin, aber nie im Leben hätte sie sich jemals gedacht, dass sie diesen Job in ihrem eigenen Land ausüben würde. Aber genau das tut sie. Denn es herrscht ein Bürgerkrieg in den USA und wie es aussieht verliert der Präsident, der scheinbar einige schlimme Sachen gemacht hat, wie zum Beispiel das eigene Land zu bombardieren. Nachdem dieser sich aber isoliert hat, haben Lee und ihr Partner Joel (Wagner Moura) einen Plan: Nach DC fahren und ein letztes, einzigartiges Interview mit ihm führen.

Begleitet werden sie dabei vom Veteranen und ehemaligen Konkurrenten Sammy (Stephen McKinley Henderson) und der aufstrebenden und Lee nacheifern wollenden Jessie (Cailee Spaeny).

Der Weg ist weit und er führt durch ein völlig entzweites und zerrissenes Amerika, an jeder Ecke eine Bedrohung. Und alles wird von Lee und ihren Leuten fotografisch festgehalten …

Die Werbung für „Civil War“ hat ein völlig falsches Bild vom Thema des Films gezeichnet, das muss ich gleich am Anfang festhalten, denn das hier ist kein Film über politische Unruhen und einen Bürgerkrieg in Amerika. Ja, das ist der Hintergrund der Story, aber die Story selbst ist einerseits eine Coming-Of-Age-Story in Hinblick auf Jessie und eine Reise der Selbsterkenntnis für Lee. Das ist die Story. Ehrlich. Da geht es nicht darum, warum wer wen wo angegriffen hat oder welche Spannungen und Spaltungen letztlich zum Bürgerkrieg geführt haben – das alles wird im Vorbeigehen mal als vage Andeutung in den Raum geworfen. Man bekommt auch keine Sichtweisen auf irgendeine der beiden Seiten geboten oder vielleicht sogar sowas wie eine Charakterzeichnung für den Präsidenten oder so – der übrigens in seinen fünf Minuten Screentime von Nick „Ron Swanson“ Offerman gespielt wird und der allein in der ersten Szene deutliche Anleihen bei einem aktuellen Präsidenten nimmt („Some say it is the greatest victory in the history of victories …“).

Jetzt, wo das geklärt ist: Ist der Film gut?

Nun, das hängt stark von eurer Erwartungshaltung ab. Erwartet ihr euch irgendeine neue Erkenntnis zu irgendwas, dann – nein. Nein, ist er nicht, weil Erkenntnisse gibt es nicht und das interessiert scheinbar auch niemand. Von „Der Mensch ist selbst sein größter Feind“ mal abgesehen, aber das wusstet ihr hoffentlich vorher schon.

Erwartet ihr euch starke Bilder, ein paar eindringliche Szenen und ist es euch egal, wie berechenbar die Story ausgeht? Dann ja. Dann ist der Film definitiv sehenswert, denn die Szenen, die gelungen sind, die sind richtig stark. Am eindrucksvollsten wohl eine Szene in welcher die Crew auf Soldaten trifft, die gerade eine Menge Leichen entsorgen und denken, sie können sich auf ihre Presseausweise berufen und sprechen die Soldaten an, was böse endet und eine der intensivsten und spannungsgeladensten Szenen des Films darstellt. Man merkt einfach wieder einmal, dass kein Monster je so spannend sein kann oder keine Horrorfilm-Szene so spannend sein kann, wie ein paar Menschen, die reden – wenn sie einen Konflikt austragen und die Gefahr besteht, dass die Stimmung jederzeit kippen kann. Das war eine Hammerszene, echt jetzt.

Leider gibt es dann auch völlig abstruse Szenen, die für mich typisch Alex Garland sind (ihr erinnert euch: „Men“ oder „Annihilation“ und der gelungene „28 Years Later„). Ein Auto „überholt“ die Crew – es sind bekannte Journalisten. Einer vom anderen Auto springt in laufender Fahrt ins andere Auto, wodurch Jessie cool sein will und das auch macht – woraufhin der andere Fahrer davonbraust.
Warum? Keine Ahnung. Weil es cool aussieht. Und solche Szenen gibt es ein paar. Die werden zum Glück von anderen (siehe oben) Szenen aufgefangen und deshalb bleibt der Film auch spannend, aber so richtig zünden wollte er bei mir nicht.

Das liegt daran, dass Lee völlig unnahbar bleibt, Jessie eigentlich sogar unsympathisch wird und Joel, nun, der ist super, aber der kann auch nichts mehr retten.

Und das Ende ist – von der Actionsequenz die bis dahin führt abgesehen – extrem antiklimatisch. Weil man weiß, was kommen wird. Ich sage mal so, wenn Person A zu Person B sagt: „You know you probably will die.“ und Person B dann sagt: „I know. Will you take my picture when I do?“ und Person A wiederum sagt: „You bet I will“, dann weiß man, dass es genau umgedreht passieren wird. Ja, es soll die Abgebrühtheit von Person A zeigen, aber … nein. Einfach nein.

Abgesehen davon gibt es dann ein paar Momente bzw. Emotionen von Charakteren, die für mich völlig aus dem Nichts kamen. Zum Beispiel hat Person X einen Panikanfall mitten im Schlachtgetümmel – was ich verstehe, darum geht es nicht -, aber dass dies so völlig aus dem Nichts kommt fand ich … mies. Das ist fast ein Charakterbruch. Nein. Streicht das „fast“. Schräge Sache, das.

Jedenfall ist „Civil War“ spannend anzusehen ob bestimmter Szenen, in Summe ist der Film für mich jedoch nicht stimmig gewesen und manche Szenen sind einerseits völlig zu lang geraten und andererseits auch völlig unnötig für die Geschichte, die erzählt wird. Und das trifft für mich auf viele der „neueren“ Alex Garland-Filme zu (bei denen er selbst Regie geführt hat): Einzelne Szenen sind super geschriebene, inszenierte und dichte, spannungsgeladene Momente. Aber die Filme als Ganzes konnten mich bis jetzt nur bedingt überzeugen.

Schauspielerisch 1A, vor allem Moura und Henderson und Dunst sind super. Aber das war zu erwarten.

„Civil War“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, eine alte Gesichte mit vereinzelten intensiven Szenen erzählende, Punkte.

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Diablo (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/07/15/diablo-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/07/15/diablo-2025-filmkritik/#respond Tue, 15 Jul 2025 05:00:52 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37778 Kris (Scott Adkins) hat es ihrer verstorbenen Mutter versprochen und sobald er aus dem Gefängnis entlassen wurde, auch in die Tat umgesetzt. Er hat Elisa (Alanna De La Rossa), die Tochter eines Gangsterbosses, entführt, weil ihre Mutter ein anderes Leben … Weiterlesen

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Kris (Scott Adkins) hat es ihrer verstorbenen Mutter versprochen und sobald er aus dem Gefängnis entlassen wurde, auch in die Tat umgesetzt. Er hat Elisa (Alanna De La Rossa), die Tochter eines Gangsterbosses, entführt, weil ihre Mutter ein anderes Leben für sie geplant hätte.

Neben einer nicht gerade kooperativen Elisa und ihrem Vater, der sie natürlich zurück haben will, hat Kris bald noch ein größeres Problem. El Corvo (Marko Zaror) ist ein irrer Killer, der Elisa in die Finger bekommen will, um sie als Druckmittel zu benutzen, da er bei einem vergangenen Job, von ihrem Vater hintergangen wurde…

Was für eine wunderbare Feindschaft zweier Martial Arts Könner. Dieser Zweikampf beschränkt sich freilich rein auf die Leinwand, denn Scott Adkins und Marko Zaror, sind im echten Leben Freunde. Erstmals trafen sie 2010 in Undisputed 3 aufeinander, was seitdem schon des öfteren passiert ist. Auch die Idee zu „Diablo“ stammt von den beiden, sie haben deshalb auch am Drehbuch mitgeschrieben und fungieren als Produzenten.

Regie führte der Chilene Ernesto Díaz Espinoza, der mit dem ebenfalls aus Chile stammenden Zaror, schon mehrfach zusammen gearbeitet hat (zuletzt bei „Die Faust des Condor“). Wie zu erwarten ist der Film dann vor allem wegen der Konfrontation der beiden Hauptfiguren spannend, doch es kommt bei diesem, eigentlich sehr bekannten und die Story voran treibenden Motif – es geht wieder mal um Rache – eine unerwartete Dynamik dazu.

Nervig geschriebene Teenager, gehören ja oft zu den unerträglichste Figuren in der Filmwelt. Auch die junge Dame hier macht genau dann Dummheiten, wenn man ihr vorher sagt, sie solle keine machen. Die Dynamik zwischen ihr und Adkins ist jedoch witzig, gerade weil sie so trotzig, angefressen und kämpferisch agiert und ihre Emotionen, wie ein Schutzschild vor sich her schiebt. Ein Mann will sie hier in seinem goldenen Palast einsperren, einer setzt sie als Druckmittel ein und riskiert ihren Tod und der dritte will sie einfach nur in Sicherheit bringen.

Innerhalb dieses Flucht-Szenarios, gibt es dann ein paar fein choreographierte, bodenständige Kämpfe, die schmutzig wirken und man die Wucht hinter den Schlägen, durchaus spüren kann. Marko Zaror habe ich ja zuletzt in Nebenrollen gesehen, wo er jeweils als irrer Killer, trotz weniger Minuten Screentime, im Gedächtnis geblieben ist (etwa in The Killers Game oder Fight or Flight). In Diablo erweitert er diese Rolle, hier wirkt er eher wie ein perverser, sadistischer Killer, was die Halbglatze irgendwie zusätzlich unterstützt.

Scott Adkins (Take Cover) wiederum, darf zwischen den Kämpfen verletzlicher und menschlicher wirken, immerhin will er die junge Dame ja am Leben halten und zumindest zu Beginn, macht sie es ihm nicht gerade leicht. Alanna De La Rossa (Dominique) heißt die mir bisher unbekannte Schauspielerin, doch mit ihrer energiegeladenen Ausstrahlung wäre es eine feine Sache, sie öfters auf der Leinwand zu sehen.

Klein, wuchtig, ohne viel unnötigem Getöse. In Summe daher ein Fest für B-Movie Action und Martial Arts Abenteuer Freunde und natürlich ein Must See für Adkins und Zaror Fans, obwohl Marko außerhalb von Filmen aus seiner Heimat, auch einmal die Heldenrolle verdient hätte. Er ist aber eben ein richtig fieser Gegenspieler und Adkins sehe ich persönlich trotz seiner schurkischen Abstecher (z.b. Triple Threat), viel lieber als einen der Guten.

„Diablo“ bekommt von 6/10 drei Männer um eine junge Lady streiten lassende Empfehlungspunkte.

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Until Dawn (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/06/17/until-dawn-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/06/17/until-dawn-filmkritik/#respond Tue, 17 Jun 2025 05:00:52 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37726 Da Clover (Ella Rubin) die Suche nach ihrer vermissten Schwester Melanie nie aufgegeben hat, reist sie zusammen mit vier Freunden in die Gegend, in der sie zuletzt gesehen wurde. Kräftige Regenschauer zwingen sie dabei schon bald dazu, einen Unterschlupf zu … Weiterlesen

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Da Clover (Ella Rubin) die Suche nach ihrer vermissten Schwester Melanie nie aufgegeben hat, reist sie zusammen mit vier Freunden in die Gegend, in der sie zuletzt gesehen wurde. Kräftige Regenschauer zwingen sie dabei schon bald dazu, einen Unterschlupf zu suchen.

Die fünf jungen Leute betreten ein verlassenes Besucherzentrum, wo sie plötzlich von einem maskierten und bewaffneten Killer angegriffen und einer nach dem anderen umgebracht werden. Kurz danach erwachen sie wieder und die Nacht beginnt erneut…

Manche Sachen, die muss man nicht verstehen. Als im Jahr 2015 Supermassive Games Until Dawn auf der Playstation 4 herausgebracht hat, handelte es sich im Prinzip um einen Horrorfilm, zum selber Spielen. Das Konzept hat funktioniert und es folgten einige weitere Vertreter des Genres. Wenn man das Konzept des Spieles also in einen Film verwandeln will, hebt man nicht die eigene Prämisse dann auf bzw. führt sie ad absurdum?

Aber ich will mal nicht kleinlich sein, denn das Problem wurde laut Regisseur ja gelöst. Vielleicht liegt es aber auch an dem verpatzten PS5 Remake (von Oktober 2024), dass ursprünglich mit dem Film zeitgleich erscheinen sollte und man die Handlung nicht kopieren wollte, denn der Film ist keine Verfilmung der Story, sondern spielt innerhalb des selben Universums und erzählt eine eigene Geschichte. Es gibt nur Anspielungen auf das Spiel und Peter Stormare wiederholt seine Rolle des Dr. Hill.

Dafür hat sich der von David F. Sandberg inszenierte Film, der nach seinem verpatzten zweiten Shazam Film, hiermit wieder zu seinen Horror-Wurzeln (Lights Out, Annabelle 2) zurückkehrt, den sogenannten Backlash von zahlreichen Fans eingehandelt. Auch wenn ich diesen übertrieben finde muss ich doch feststellen, dass diese „Drama“ rund um den Film um einiges spannender ist, als der Film selbst.

Optisch sieht er wahnsinnig gut aus, das muss man ihm lassen. Auch die Effekte sind stimmig und durchaus blutig, dies ist mit Abstand der brutalste Film des Regisseurs. Leider arbeiten aber zwei (für mich) Tatsachen gegen die mögliche Spannung. Dass nach dem Tod der fünf Protagonisten die Uhr zurück gedreht wird und sie nun auf eine andere Art und Weise sterben bzw. sich in einem anderen Horror-Subgenre befinden, klingt am Papier wie eine coole Idee.

Egal ob sich die Gegner ändern, so ist dennoch klar, dass sie ein paar Runden lang sterben werden. Das ist kaum überraschend. Eher schon, wie wenig Versionen tatsächlich gezeigt werden. Slasher/Geister/Body-Horror Themen erlebt man, dann gibt es noch kurze Szenen, wo sie aufgezeichnet wurden (aka Tode, die man nicht live erlebt hat als Zuschauer) und wenn man nach 13 Toden es nicht bis zum Morgengrauen geschafft hat, dann wird man zu „SPOILER“ den aus dem Spiel bekannten Wendigos „SPOILER ENDE“.

Fühlt sich etwas an, als wären hier Ideen zusammengeworfen worden, was in einem Spiel funktionieren kann, hier aber etwas beliebig wirkt. Es gibt auch laut Sandberg zahlreiche deleted Scenes und ein sehr anderes, alternatives Ende des Filmes, man hat also scheinbar herum experimentiert, was grundsätzlich gut ist, der klare Plan hat aber scheinbar gefehlt. Auch nicht hilfreich ist, dass die Charaktere keine Persönlichkeit haben und sich nicht weiter entwickeln.

Wobei so stimmt das nicht ganz, Ji-young Yoo (Freaky Tales) als Medium Megan hat doch so etwas wie eine echte Persönlichkeit, die hat man schon gerne. Ella Rubin (Fear Street: Prom Queen) als eigentliche Hauptfigur Clover ist dagegen blass, was nicht an ihr liegt, sie ist einfach wie ein Prototyp eines (faden) Final Girls geschrieben. Selbst Odessa A’zion, nach Hellraiser und The Inhabitant bereits erfahren innerhalb des Genres, darf emotional werden, aber das war es dann auch schon wieder. Die beiden Jungs sind dir egal und Peter Stormare (Bang Bang Baby), ja, der ist auch da.

Auch wenn das jetzt alles sehr ernüchternd klingt, das ist für mich kein Film, über den ich mich geärgert habe. Er geht einfach nur völlig unter in der Masse und auch wenn er als Ganzes um einiges besser als die miesen Vertreter des Genres – was das Kino der letzten Jahre betrifft – ist, hat man auf Grund des Ausgangsmaterials und der Beteiligten doch das Gefühl, dass hier durchaus mehr drin gewesen wäre. Kann man sich anschauen, man hat aber nichts verpasst, wenn man ihn auslässt.

„Until Dawn“ bekommt von mir 6/10 bis zum Morgengrauen lieber noch einmal das Spiel (die PS4-Version) durchspielende Empfehlungspunkte.

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Archäologe Luke Purdue (John Krasinski), wird innerhalb seiner Zunft nicht mehr ernst genommen. Warum? Weil er wie sein Vater vor ihm, ein Schatzjäger ist. Dabei ist mehr die Reise sein Ziel, nicht der Preis am Ende. Aktuell hat er gerade vor, die Quelle ewiger Jugend zu finden, wofür er seine Schwester Charlotte (Natalie Portman) aufsucht.

Die ist nach anfänglichen Schwierigkeiten und Zögern schließlich auch mit dabei. Neben der Kunst, die Geheimnisse zum Finden dieses Ortes zu entschlüsseln, haben die Geschwister neben Cops und Gangstern, aber bald noch ein weiteres Problem. Esme (Eiza González) und ihre Leute einer geheimen Organisation wurden geschickt, die Artefakte beschützen wollen, die niemals gefunden werden sollten…

Was kreiert man, wenn man Elemente aus Indiana Jones, The Da Vinci Code und die The Thomas Crown Affair nimmt, Guy Ritchie (The Ministry of Ungentlemanly Warfare) auf dem Regiestuhl Platz nehmen lässt und den Film für einen Streaming Dienst (AppleTV+) produzieren lässt, der für seine teuren und edel wirkenden Looks (zuletzt etwa The Gorge) bekannt ist? Richtig, dann bekommt man eine Quelle ewiger Jugend, aber natürlich mit einem Haken.

Wenn etwas zu gut klingt, dann muss es auch eine negative Seite haben. Man hätte es natürlich erwarten können oder sogar müssen, aber Überraschungen gibt es hier wirklich keine, alle Entwicklungen sämtlicher wichtiger Figuren, kann man voraus sehen. Genau so hat die Quelle natürlich ihren Preis. Viel generischer wäre es was Handlung und die Charaktere betrifft, also kaum mehr gegangen.

Wisst ihr was, teilweise ist das dann aber wieder egal. Aber für viele Szenen, die den Eskapismus auf eine starke Art und Weise stützen, gibt es Momente, die dich vor dem Eintauchen in die Story, fern halten. Wie der Held hier aus sämtlichen lebensgefährlichen Situationen mit Gangstern heraus kommt, wird nur mehr übertroffen von dem Hin und Her mit seiner Jägerin. Zwischen ihnen knistert es zwar und sie will ihn nicht töten, aber wow, die Konfrontationen zwischen ihnen wiederholen nur die gleichen Muster, werden mit der Zeit fast lächerlich und zehren an ihrer Coolness.

Wunderbar funktionieren dafür die Locations. Thailand, Österreich, die Pyramiden von Giza, die sind beim Dreh genau zu diesen Orten auch gereist, ohne sie nur im Computer zu erzeugen und das sieht man auch. In Erinnerung geblieben ist mir dabei die Bergung eines Fracks aus dem Meer, einfach die Verbindung der Bilder mit dem Soundtrack, das ist das pure Gefühl von Abenteuer und unentdeckten Geheimnissen.

Den Humor betreffend, schwankt die Sache ebenso, konkret zwischen „da muss ich nicht einmal schmunzeln“ und „oh, das war jetzt schön schräg“ hin und her. Was mich zu den Darstellern bringt, allen voran John Krasinski (IF) als Luke. Der hat Charisma, hat diesen Spitzbuben Charme und ist trotz (oder vielleicht auch wegen) seinen infantilen Aktionen, durchgängig sympathisch. Eiza González (Ash) als Esme ist lässig und sexy und behält sich trotz der handlungsbedingten Ineffizienz, immer einen gewissen Unberechenbarkeits-Faktor.

Natalie Portman (Thor: Love & Thunder) als Charlotte finde ich hingegen leider etwas fehlbesetzt, gerade wenn sie dann auftaut, schlagfertiger wird und aus sich heraus geht, wirkt das für mich „gespielt“. Ich sehe sie sonst gerne, aber ohne es genau festlegen zu können, irgendwas war off an ihrer Performance. Der Rest des Casts ist bis in die Nebenrollen gut besetzt und alle sind in großer Spiellaune.

Das ergibt in Summe einen von diesen Filmen, bei denen ich genau sagen kann, was mir mehr und was weniger gefallen hat und sich dies auch immer wieder abwechselt. Perfekt für einen verregneten Nachmittag, auch für die erweiterte Familie, weil die Sache immer relativ zahm bleibt. Rein für die Schauplätze und das immer wieder aufkeimende Abenteuer-Feeling, kann man also ruhig einen Blick riskieren, mit angepasster Erwartungshaltung versteht sich.

„Fountain of Youth“ bekommt von 6/10 die Tage lieber mit mehr Leben als mit mehr Jugend füllende Empfehlungspunkte.

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Ash (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/05/01/ash-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/05/01/ash-filmkritik/#respond Thu, 01 May 2025 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37642 Riya (Eiza González) erwacht auf einer Raumstation auf einem fremden Planeten. Als sie sich auf die Suche nach ihrer Crew macht, stellt sie schnell fest, dass ihre Freunde auf grausame Art und Weise, getötet wurden. Als sie mit den Nachforschungen … Weiterlesen

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Riya (Eiza González) erwacht auf einer Raumstation auf einem fremden Planeten. Als sie sich auf die Suche nach ihrer Crew macht, stellt sie schnell fest, dass ihre Freunde auf grausame Art und Weise, getötet wurden.

Als sie mit den Nachforschungen beginnt wird ihr klar, dass sie neben den fehlenden Erinnerungen, ihren Sinnen und ihrem Geist, nicht durchgehend trauen kann, denn sie sieht immer wieder Bilder und entfremdete Gesichter, die sie nicht zuordnen kann…

Ash (neu auf AmazonPrime) ist viele Dinge, aber sicherlich kein Film, für die breite Masse. Steven Ellison aka Flying Lotus ist ein amerikanischer Filmemacher, DJ, Musikproduzent und Rapper. Den Umgang mit computergenerierten Bildern hat er von YouTube gelernt, gedreht wurde Ash in einer stillgelegten Tür-Fabrik in Neuseeland und der von ihm geschriebene Soundtrack, ist von John Carpenter inspiriert. Für das Finale bzw. das Wesen beim Schlusskampf, hat er die Resident Evil Spiele als Vorbild genannt.

Das ist ähnlich Low Budget und kreativ wie bei Prospect und darum aus meiner Sicht auch Wert unterstützt zu werden, doch hat der Film für mich weniger gut funktioniert und mich durchaus auch stellenweise auf eine lähmende Art und Weise gelangweilt. Passend dazu, was Lotus die meiste Zeit über macht, fühlt sich die Sache wie ein Musikvideo an, um genau zu sein wie ein audiovisueller Drogenrausch. Was genial sein könnte für drei Minuten, funktioniert eineinhalb Stunden, weit weniger gut.

Zusätzlich muss ein Musikvideo keinen Sinn ergeben (was viele Künstler ausnutzen um sich auszutoben), doch ein Film, sollte dies doch als Anspruch haben. Aber gut, Fragen nach Logik hab ich schnell ignoriert, geht ja um Aliens, was weiß denn ich, wie die ticken. Es ist hier ein bißchen, wie es mir zuletzt bei The Monkey gegangen ist, wenn dort jeden Moment Alle sterben könnten und du dich hier nie auf deine Sinne oder dein Hirn verlassen kannst und nichts als real annehmen darfst, dann wird dir dieser Strudel als Zuschauer im schlimmsten Fall egal, zumindest benötigt man aber emotionalen Abstand.

Eine Minimalhandlung an sich greife ich grundsätzlich selten an, Hauptsache ist, ich werde mitgerissen. Die erste Stunde hier schafft das dann nur teilweise, erst bei der Auflösung und dem Finale, kommt dann zusätzlicher Schwung und schöner Body-Horror Irrsinn hinzu. Übrigens konnte ich während des Filmes den Film nicht nennen, der ebenfalls viel mit Überblendungen und Zwischenschnitten dieser Art arbeitet, aber beim Schreiben, ist es mir nun wieder eingefallen: es war natürlich Possessor von Brandon Cronenberg, der ja auch nicht gerade wenig künstlerischen Anspruch hat.

So und jetzt erzähle ich euch noch etwas über Eiza González (The Ministry of Ungentlemanly Warfare) als Riya, die ich grundsätzlich gut finde und gerne sehe, aber mich nicht als Fan bezeichnen würde. Ich habe von Männern gelesen, die diesen Film besser fanden, weil sie heiß ist und von Frauen (denen ich Eifersucht auf ihre Schönheit unterstelle), dass sie den Trip durch ihr hölzernes Spiel bremst. Die meiste Zeit über, muss sie ängstlich, erschrocken und paranoid wirken und auf viele Sachen reagieren, die sie sich vorstellen muss. Ich finde ihre Performance daher sehr stimmig bzw. hatte keine Probleme damit und wenn sie nebenbei gut aussieht, wem außer „woken lunatics“, stört denn das bitte sehr?

Neben ihr sind dann alle nur Nebendarsteller, aber Aaron Paul (Eye in the Sky) als Brion, hat durchaus ein paar intensivere Momente. Iko Uwais (Expend4bles) hingegen, ist ein reiner „Füller-Charakter“, der wohl nur dabei ist, weil er einmal kurz sein Martial Arts Können zeigen kann. Aber um das geht es hier auch nicht wirklich, denn auch Riya hat ja keinen greifbaren Charakter, sie ist vielmehr Projektionsfläche, die sich für uns Zuschauer diesem Trip aussetzt.

In Summe also auch wenn ich vielleicht negativer geklungen habe eine Empfehlung vor allem für Leute, die offen sind, Horror und SciFi mögen und sich wieder mal etwas außerhalb der Norm gönnen wollen. Optisch und vom Sound kann man diese Art von Film, kaum besser machen. Wäre dieser Film eine Droge – und nein liebe Kinder da draußen, ihr sollt keine Drogen konsumieren – dann würde ich sagen, danke für den Trip und die Erfahrung, aber meine Art von Droge, ist das nicht, auch wenn ich Teile des Ganzen durchaus schätze.

„Ash“ bekommt von mir 6/10 sich freiwillig im Gehirn herumstochern lassende Empfehlungspunkte.

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Family Pack aka Die Werwölfe von Düsterwald (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/04/24/family-pack-aka-die-werwoelfe-von-duesterwald-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/04/24/family-pack-aka-die-werwoelfe-von-duesterwald-filmkritik/#respond Thu, 24 Apr 2025 08:59:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37567 Es ist ein bekanntes Gesellschaftsspiel: Alle Spieler:innen ziehen Karten und haben so ihre Rollen. Die einen sind Jäger, die anderen Werwölfe und dazwischen gibt es die Dorfbewohner:innen. Wenn die Nacht hereinbricht schließen alle die Augen und nur die Werwölfe werden … Weiterlesen

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Es ist ein bekanntes Gesellschaftsspiel: Alle Spieler:innen ziehen Karten und haben so ihre Rollen. Die einen sind Jäger, die anderen Werwölfe und dazwischen gibt es die Dorfbewohner:innen. Wenn die Nacht hereinbricht schließen alle die Augen und nur die Werwölfe werden wach. Diese suchen sich ein Opfer aus. Am nächsten Morgen erwachen alle, bis auf die Opfer. Und die Jäger:innen müssen nun herausfinden, wer die Werwölfe sind.

So sitzt auch die Familie rund um Großvater Gilbert (Jean Reno) im Kreis und will das Spiel spielen, nur ist Opa mittlerweile ein wenig dement und auch so ist die Familie nicht zu einhundert Prozent rund. Pubertät und andere Dinge machen die Sache schwierig.

Aber dann passiert etwas und als alle aufwachen, da stellen sie fest: Sie sind scheinbar in der Zeit zurückgereist ins tiefe Mittelalter und sie befinden sich mitten im Spiel vor vielen hundert Jahren wieder. Wie das Problem lösen und wie wieder zurückkommen in ihre Zeit?

Es gibt ja das allseits bekannt Spiel „Werwölfe“. Den Zusatz mit dem Düsterwald kannte ich lange Zeit nicht. Wir haben das in meiner Zeit damals am Jugendlager oftmals bis spät in die Nacht hinein gespielt und erst Jahre später habe ich mitbekommen, dass es da ein „richtiges“ Spiel dazu gibt, mit Charakterkarten und so.

Jedenfalls ist das die Basis für diesen Film hier und wer sich jetzt so etwas wie „Jumanji“ nur eben mit dem Werwolf-Spiel und von Franzosen gemacht vorstellt, der oder die liegt punktgenau richtig. Es ist kein Horrorfilm, es ist auch kein Actionfilm, es ist ein harmloser Fantasy-Spaß für die ganze Familie, auch wenn aufgrund des Themas natürlich durchaus ein paar Ereignisse vorkommen, die nicht ganz so harmlos sind.

Als Beispiel sei die Hinrichtung einer unschuldigen Person als Werwolf genannt. Aber das gehört ja mehr oder weniger zum Spiel.

Witzig fand ich die Situationen in die sich die Familie immer wieder reinbugsiert, weil sie einfach nicht ganz rund sind oder nicht ganz verstehen in welcher Zeit sie sich nunmal befinden. So ist zum Beispiel die Mutter eine sehr emanzipierte Frau und als sie einer anderen Frau im „Dorf“ Tipps gibt, wie sie sich gegen ihren gewalttätigen Mann wehren kann, da wird sie quasi verschleppt und als Hexe bezeichnet und so weiter. Also – ja, lustig. Aber doch mit Hintergrund und wer schwarzen Humor nicht mag, der oder die wird das eine oder andere Mal ein Problem haben.

Die Auflösung wer sich jetzt hinter den Wölfen verbirgt oder ob jemand aus der Familie ein Werwolf ist (immerhin gibt es die Karten ja …) ist jetzt nicht so mächtig beeindruckend, aber dafür kommt die Hexen-Komponente nochmals zum Zug und da fand ich den Gag dann doch gelungen. Oder die Message. Oder die Kombination aus beiden.

Dass Jean Reno hier mitspielt habe ich als etwas seltsam empfunden, immerhin habe ich den als großen Star in Erinnerung gehabt. Aber bei genauerem Nachdenken musste ich dann vor mir selbst zugeben, dass ich schon ewig keinen Film mehr mit ihm gesehen habe. Also passt es dann auch irgendwie, dass er hier dabei ist (man glaubt es kaum, „Die purpurnen Flüsse“ ist auch schon über 20 Jahre her … von „Leon“ nicht mal anzufangen).

Was ich – unabhängig vom Film oder den Charakteren – nie, nie witzig finden werde, ist, wenn sich Menschen als Barden bzw. Minnesänger:innen ausgeben, dann richtig schlecht singen und das umstehende Volk freudig nickt. Das kommt auch hier vor – ist richtig peinlich und hätte man sich sparen können. Gehört aber wohl zu dieser Art Film dazu. Weil es ja soooo witzig ist. Nämlich. *räusper*

Wie dem auch sei: Ein harmloser Spaß mit dem Herzen am richtigen Fleck, Effekten die in Ordnung sind und einer Spannugnsschraube, die man so nicht nennen kann. Aber das Ende vom Handlungsstrang vom dementen Großvater war sehr berührend. Echt nämlich.

„Die Werwölfe vom Düsterwald“ bekommt 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung völlig in Ordnung gehende, Punkte.

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