Sci-Fi | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 24 Mar 2025 08:34:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.5 The Electric State (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/03/25/the-electric-state-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/03/25/the-electric-state-filmkritik/#respond Tue, 25 Mar 2025 06:00:37 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37495 Auf einer alternativen Version dieser Erde, kommt es im Jahr 1990 zu einem Aufstand der Roboter gegen die Menschen und zu einem anschließenden Krieg, den die Menschheit wahrscheinlich verloren hätte, hätte der CEO der Firma Skate namens Ethan Skate (Stanley … Weiterlesen

The post The Electric State (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Auf einer alternativen Version dieser Erde, kommt es im Jahr 1990 zu einem Aufstand der Roboter gegen die Menschen und zu einem anschließenden Krieg, den die Menschheit wahrscheinlich verloren hätte, hätte der CEO der Firma Skate namens Ethan Skate (Stanley Tucci), nicht eine bahnbrechende Erfindung präsentiert, mit der die Maschinen, zur Aufgabe gezwungen wurden.

Vier Jahre später lebt die Waise Michelle (Millie Bobby Brown) bei ihrem sie schlecht behandelnden Ziehvater, bis sie eines Tages Besuch von einem Roboter bekommt, der scheinbar irgendwie von ihrem offiziell verstorbenen Bruder kontrolliert wird. Gemeinsam machen sie sich daraufhin auf eine gefährliche Reise und bekommen dabei schon bald Unterstützung vom Veteranen Keats (Chris Pratt), der ebenfalls einen sehr hilfreichen Roboter an seiner Seite hat…

Die Russo Brüder Joe und Anthony (Avengers Endgame) können es einfach nicht lassen. Im Jahr 2022 drehten sie mit The Gray Man die bis dato teuerste Netflix Produktion um 200 Millionen Dollar. Nun melden sie sich zurück mit einer sehr losen Verfilmung eines illustrierten Romans aus dem Jahr 2018 vom schwedischen Autor Simon Stålenhag und dafür haben sie 320 Millionen Dollar verbraten, was den Film zur neuesten, teuersten Produktion des Streaming-Anbieters macht.

Bei Kritikern kam das Werk sehr schlecht weg – auch wegen den Kosten – doch vor allem deswegen, weil eben von der melancholischen Vorlage, so gut wie nichts übrig geblieben ist. Da ich diese nicht kenne, lasse ich diesen Aspekt übrigens gänzlich weg bei meinen Eindrücken. Was man dafür auch als Nicht-Kenner des Ausgangsmaterials sehr deutlich merkt, ist dass die Russos hier einen Film im Stil der frühen Stephen Spielberg und Robert Zemeckis Filme aus den 80er Jahren machen wollten.

Wie gesagt, man merkt es, aber die Magie fehlt. Dies ist eine Buddy-Teambuilding-Komödie, die angefangen von den Darstellern über die Handlung bis hin zur „Charakter-Entwicklung“ null Risiko eingeht und man die vorhandenen Dynamiken, schon in zahlreichen Filmen um einiges mitreißender inszeniert bewundern durfte. Zusätzlich – und vielleicht geht es nur mir so – gefällt mir das Design der Roboter nicht wirklich. Man muss sie nicht alle lächerlich finden, aber Gefühle zu ihnen, baut man keine auf (ach wie gerne hatte ich doch Bumblebee, die hier sind mir aber egal).

Passend dazu, ist zwar Chris Pratt wie immer sympathisch, spielt seinen Keats jedoch so, als wäre er ein schlechterer Schauspieler, der seine eigene Performance als Starlord kopieren wollen würde (ich hoffe ihr versteht was ich damit meine). Millie Bobby Brown bleibt scheinbar weiterhin die Wunderwaffe von Netflix (zuletzt im schwachen Damsel) und was soll ich sagen, ihre Michelle ist ein Abziehbild einer hoffnungsvollen Heldin inklusive Coming Of Age Story, nur ohne Substanz.

Das klingt jetzt beim Schreiben übrigens schlimmer, als ich den Film erlebt habe (er ist für mich keine Total-Katastrophe), er hat nur einfach keine Highlights und keine Szene, die ich mir gerne öfters wieder ansehen würde. Bei dem Geld und den Verantwortlichen, da erwartet man sich irgendwie involvierendere Unterhaltung mit mehr/anderen Schauwerten. Die Effekte rund um die Roboter sind dafür sehr gut (bis auf kleine Ausreißer) und die Optik an sich ist bestechend.

Warum man im Kampf die Waffe eines Feindes nicht aufhebt und ihn beseitigt (nachdem dieser sie mehrmalig fallen lässt) oder warum man die Sicherheitscodes eines Ex-Mitarbeiters, der die Firma offensichtlich nicht im Guten verlassen hat, nicht ändert, da habe ich keine Ahnung. Auch der Endkampf und wie er abläuft, ist im Prinzip streckenweise ziemlich lächerlich. Die Andersartigkeit nicht ausgrenzen/ausnützen Botschaft und der Wink mit dem „Immer Online Flucht aus der Realität“ Zaunpfahl ist dann dermaßen plakativ, dass es wie ein Video über den Klimawandel von Leonardo Di Caprio wirkt.

Neben den Effekten haben höchstwahrscheinlich auch die zahlreichen Gaststars einiges an Geld gekostet. Stanley Tucci (Citadel) ist schön arrogant und machtgeil, Giancarlo Esposito (Abigail) wie immer schön furchteinflössend aber am Ende doch menschlich und Ke Huy Quan (Love Hurts) ist trotz Fehlern sympathisch. Bei den Sprechern sind unter anderem Woody Harrelson (Triangle of Sadness), Anthony Mackie (Elevation) oder Alan Tudyk (Serenity) mit dabei. Die bekannten Gesichter/Stimmen sind zwar nett, ändern in Summe am Unterhaltungswert aber kaum etwas.

Geschriebene Worte können durch uns Leser zur Magie im Kopf werden. Ein geschriebenes Drehbuch, das sollte der Regisseur (oder in diesem Fall eben Mehrzahl) zu Magie auf der Leinwand (dem Bildschirm) machen und zwar schon bevor es in unseren Köpfen landet. Man spürt auch, dass die Russos dies erreichen wollten, doch es gelingt nur ansatzweise. Ingesamt für mich nach dem Trailer, der mich so gar nicht angesprochen hat, keine Enttäuschung, aber um das Geld und mit diesen Leuten (ja, ich wiederhole mich)…ach was, vergesst das, engagiert einfach talentiertere Leute für eure Drehbücher, geht doch das eine oder andere Risiko ein und lasst ihnen mehr Zeit für Charakterentwicklungen, dann kann es fast nur bergauf gehen.

„The Electric State“ bekommt von mir 5/10 die Flucht vor der Flucht vor der Realität einleitende Empfehlungspunkte.

The post The Electric State (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/03/25/the-electric-state-filmkritik/feed/ 0
Stellar Blade (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2025/03/22/stellar-blade-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2025/03/22/stellar-blade-game-review/#respond Sat, 22 Mar 2025 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37445 Nachdem die Naytibas auf der Erde aufgetaucht sind, haben sich die Menschen zurückgezogen. Sie wurden beinahe vernichtet. Aber jetzt ist der Tag der Befreiung – denken sie. Eine ganze Armee an EVE-Airborne-Soldatinnen wird über Eidos-7 (früher bekannt als Erde) abgeworfen … Weiterlesen

The post Stellar Blade (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Nachdem die Naytibas auf der Erde aufgetaucht sind, haben sich die Menschen zurückgezogen. Sie wurden beinahe vernichtet. Aber jetzt ist der Tag der Befreiung – denken sie. Eine ganze Armee an EVE-Airborne-Soldatinnen wird über Eidos-7 (früher bekannt als Erde) abgeworfen und soll sich bis zum Elder-Naytiba durchkämpfen, denn irgendwo muss es das Nest geben – den Ursprung der Naytibas (entstellte, mutierte Monster).

Aber alles geht schief – am Ende steht EVE allein da und wird nur durch Zufall von Adam gerettet und die beiden machen einen Deal: Eve hilft ihm, Zugang zu geheimen Daten und einer Hyperzelle (eine unglaublich kraftvolle Energiequelle) zu bekommen, dafür hilft er ihr einen Alpha-Naytiba (die den Schlüssel zum Elder-Naybita enthalten) zu finden, denn sie will ihre Mission um jeden Preis erfüllen.

Während ihrer Reise treffen sie auch auf Lily, eine weitere Überlebende des Airborne-Squadrons, welchem auch Eve angehörte – umso besser, dass die Dame Mechanikerin ist.

Aber nach und nach tauchen Zweifel auf. Eve finden Botschaften von jenen, die vor ihr bereits diesen Versuch gestartet haben. Es scheint nicht alles so zu sein, wie ihr und ihren Kolleginnen erzählt wurde. Und als Adam ihr dann auch noch eröffnet, dass es eine Menschenstadt auf Eidos-7 gibt, da kann Eve kaum glauben, was sie hört und sieht. Aber auch in dieser Stadt – Xion genannt – scheint nicht alles, wie es scheint …

Fangen wir mit dem offensichtlichen an: „Stellar Blade“ vom Entwicklerstudio Shift Up sieht unverschämt gut aus. Und in Bewegung noch besser als im Standbild. Die Optik ist detailverliebt, läuft flüssig und ist vom Art-Design her einfach ein Traum. Jede neue Gegend – egal ob Wüste, Kanal, Stadt oder … andere Gegenden: Es sieht toll aus und ist vollgestopft mit unnötigem Krimskrams, der aber einfach eine Atmosphäre schafft, die man mit dem Messer schneiden kann. Hammer.

Nimmt man dann noch die Musik dazu, dann ist man ohnehin völlig platt, denn die ist richtig, richtig gut und wird selbst in Dauerschleife nicht langweilig – also alle Achtung. Immerhin ist das hier das erste(!) richtige Spiel von Shift-Up. Vorher haben sie ein Casual Game gemacht und das hier ist das erste … Triple-A? Double-A? Was auch immer-Game und ich kann es nur wiederholen: Hammer!

Wie bitte? Was? Ihr dachtet, ich will auf etwas anderes, offensichtliches hinaus? Was meint ihr denn?

Achso – ihr meint die Kontroverse, die von vornherein um das Spiel entstanden ist und mit dem Spiel an sich überhaupt nichts zu tun hat? *seufz* Na gut, dann gehe ich halt kurz da drauf ein. Fassen wir es kurz: Eve ist sexy. Und sie kann im Spiel über 40 Kostüme freischalten bzw. herstellen und sicher mehr als die Hälfte davon setzt ihre weiblichen Reize absolut „reizvoll“ in Szene. Ja. Wie schlimm (Vorsicht: Sarkasmus).

Dazu gab es vor der Veröffentlichung des Spiels Aussagen des Spieldirektors, der meinte, man würde sich der Hinterseite von Eve genauso widmen wie der Vorderseite, denn immerhin wurde der Vorderseite eine Brust-Physik spendiert, denn scheinbar ist es extrem wichtig, dass die weibliche Anatomie in einem Spiel wie diesem anatomisch und schwerkraftmäßig korrekt … wackelt. Na dann. Ist mir zwar schnuppe, aber wenn das für wen wichtig ist – soll sein. (Abgesehen davon, dass man Eve normalerweise eh nur in Zwischensequenzen von der Seite oder vorne sieht). Oh – deshalb die Aussage mit der Hinterseite? Ja, die ist auch prominent in Szene gesetzt, allerdings finde ich das jetzt nicht aufdringlicher als in Mass Effect (Hallo, Miranda! Hallo, Ashley!) oder „Nier: Automata“ (Hallo 2B! Hallo A2!) oder so gut wie jedem Tomb Raider und so weiter und so fort. Was mir allerdings aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Entwickler(:innen?) wohl bewusst war, dass man Eve die meiste Zeit über von hinten sieht und deshalb auch die Rückseite aller Kostüme(!) extrem detailliert (also Rücken und Co) designt und durchdacht hat. Soll heißen: Sieht richtig gut aus. Man sehe sich nur die Details am Ende der Overknee-Socks am Bild oben an oder die Cyberpunk-Elemente auf diversen Kleidungen – Hammer. Das ist mal detailverliebt (ich gehe davon aus, dass sich die Aussage also nicht auf Eve’s – virtuelles, digitales, zu 100% nicht reales – Hinterteil bezogen hat. In einem Spielemagazin habe ich folgenden Satz gelesen: „Da werden [beim Hinterteil und den Brüsten] Massen in Bewegung gesetzt“. Keine Ahnung, was solche Aussagen in einem Spieletest zu suchen haben. Seriöser Journalismus bitte, keine pubertierenden Nerds oder so …nur, damit wir das geklärt haben (*räusper*). Und vor allem: Was? Vielleicht bin ich blind und nochmals – ja, Eve ist sexy, aber … was? Kann ich nicht nachvollziehen und nein, sehe ich nicht. Hätte es die Kontroverse nicht gegeben, es wäre mir nicht mal aufgefallen, dass es sowas wie eine „Brust-Physik“ im Spiel gibt).

Allerdings sieht Eve in Bewegung grundsätzlich super aus (wie ohnehin das ganze Spiel) – die Kicks, die Schwerthiebe, das Parieren, eigentlich alles ist super animiert, funktioniert nach einiger Eingewöhnung auch wunderbar und rockt so richtig.

Was macht man also als Eve? Nun – rumlaufen, rumspringen, raufklettern, kämpfen. Und nebenbei eine Entdeckung nach der anderen machen, an deren Ende von Eves Welt kein Stein mehr auf dem anderen steht. Aber das war ja irgendwie zu erwarten.

Und das ist wohl auch der größte Fehler, den sich „Stellar Blade“ leistet: Die Story ist zu 100% vorhersehbar. Ja, es gibt am Weg die eine oder andere Abzweigung, die man vielleicht nicht kommen gesehen hat, aber in Summe ist alles von Anfang an völlig klar. Man weiß, was am Ende kommt, man ahnt die Wahrheit hinter den Naytibas und man weiß auch weit vor dem Ende und der großen Offenbarung wer dahinter steckt.

ABER – und das ist absichtlich in Großbuchstaben – der Weg ist das Ziel. Und der Weg fühlt sich einfach unglaublich gut an. Als ich den Point Of No Return erreicht hatte, dachte ich mir „Okay, … das Endgame kommt aber schon überraschend bald. Ist das Spiel so kurz?“ – und dann ging die Story noch richtig lange(!) weiter. Finde ich großartig. Man lässt sich Zeit eine Geschichte zu erzählen. Man inszeniert sie so, dass man alles ernst nimmt was passiert, man hat ein paar kleine Wendungen und man hat sogar einige Inhalte, die man verpassen kann (die aber toll sind!) und es gibt drei verschiedene Enden, wobei … hm, sagen wir 2,5.

Und die Orte die man besucht – wow. 1A. Ich habe jede Sekunde von Stellar Blade – nach den ersten zwei Stunden Gewöhnung ans Kampfsystem – genossen. Wirklich. Weil das Kampfsystem einfach so viel Spaß macht und es auch Fehler verzeiht. Weil der Skilltree stetig wächst und man den Fortschritt merkt. Weil das Monsterdesign cool und hässlich und gleichzeitig wunderschön ist. Weil die Musik ein Hammer ist, weil die Dialoge zwischen Adam und Lily und Eve einfach nett sind (ja, Kitsch und Pathos, aber bitte – wo nicht?).

Kleine Design-Entscheidungen, die spielerisch null Unterschied machen, aber trotzdem zeigen, wie durchdacht die Entwickler alles haben, heben die Atmosphäre nochmals höher – als Beispiel Eves Schwert, das sie in keine Scheide steckt oder sie sich auf den Rücken schnallt, so wie andere, sondern sie hängt es an ihr Haarband, welches ihren Zopf zusammenhält und das Schwert zerlegt sich so, dass es wie Haarschmuck aussieht. Fand ich super. Auch das viele Bewegungen und kleine Geste einfach anmiert sind. Finde ich toll. Da steckt viel Liebe und Bemühen drin.

… auch wenn viele dieser Dinge aus anderen Spielen bekannt sind, das muss man klar sagen.
Als Beispiele: Die Musik könnte 1:1 aus „Nier: Automata“ stammen (was ein dickes Lob ist – „Nier: Automata“ ist und bleibt wohl der einzige Game-OST, den ich mir importiert habe, weil er so gut ist). Die Animation, wie Eve Truhen öffnet könnte aus den ersten drei „God Of War„-Teilen stammen. Die Finishing-Moves und überhaupt generell viele ihrer Schwert-Moves sind quasi 1:1 „Bayonetta“ (auch hier gibt es schlimmere Vorbilder und ja, es sieht richtig stilisch und cool aus) und die Passagen, in denen man auf dem Schwert „Schlitten“ fährt kennt man auch von woanders.

ABER – erneut absolut bewusst in Großbuchstaben – „Stellar Blade“ ist mehr als die Summe seiner Teile und der Flow, in den man unweigerlich gerät, ist wirklich grandios. Nur noch diese Mission, nur noch da oben nach Dosen suchen, nur noch dieses Camp freischalten, nur noch diese Region erkunden, nur noch schnell Ressourcen sammeln, um ein neues Outfit freizuschalten … also – ja, der Spielfluss ist top.

Ich lese immer wieder mal wo, dass die Dialoge so schlimm sind und man sich fremdschämen muss, aber ich muss auch hier wieder einmal dagegen sprechen: Haben wir Shakespeare vor uns? Nein. Aber den will 2025 auch keiner mehr im Originalton hören. Haben wir Rosamunde Pichler? Nein, auch nicht. Tatsächlich gibt es viele Momente, die geprägt sind von den richtigen Worten im richtigen Tonfall und mit passender Musik unterlegt – auch wenn mich keine der Storywendungen … nein, eine, die mit Lily zu tun hat, die hat mich echt überrascht, aber sonst – keine der Storywendungen per se überrascht hat, sondern eher bestätigt in dem was ich eh schon wusste, so war ich dennoch berührt und die finale Entscheidung ist mir wirklich schwer gefallen. Und ich hatte – glaube ich – dann das beste (zumindest in meinen Augen) Ende. War gut. War richtig gut.

Was ist dann das größte Manko von „Stellar Blade“? Nun, ich würde sagen. Das größte Manko ist sein Vorbild: „Nier: Automata„. Es ist quasi unmöglich, wenn man „NieR: Automata“ kennt, während dem Spielen von „Stellar Blade“ nicht ständig an 2B und 9S und A2 zu denken. Weil es … nun, davon inspiriert ist, ist schwer untertrieben. Tatsächlich könnte man bei „Stellar Blade“ die Bösewichte und die Story austauschen und man hätte quasi ein „NieR“ mit besserer Grafik. Punkt. Auch wenn (sorry, das muss ich einfach anmerken) Eve in keiner Weise mit 2B (oder A2, wenn wir schon dabei sind) in punkto Sex-Appeal mithalten kann. Aber hey – Geschmäcker sind verschieden.

Jedenfalls fühlt sich das alles so dermaßen bekannt an – inklusive quasi aller(!) Story-Twists. Nur, dass halt „NieR“ noch ein paar mehr hat, als „Stellar Blade“. Und das die Macher große Fans sind ist ja nicht erst seit dem „Stellar Blade x NieR“-DLC bekannt, in welchem man durch Emil und dem Sammeln von Stellar Tears Kostüme und Frisuren von 2B und Co kaufen kann. Und – cooles Detail – wenn man dann das anzieht und herumläuft, dann läuft sogar die Musik(!) von „NieR“. So viel zu Fan-Service und Fan-Sein. Ich fand das ganz großes Kino – und das lässt hoffen, wie ein neues „NieR“ optisch aussehen könnte. Ich kriege schon schwache Knie, wenn ich nur daran denke. Tatsächlich kommt „Stellar Blade“ dem Gefühl von „NieR“ so nahe, dass es fast ein Sequel sein könnte. Und wenn das mal kein Lob ist, dann weiß ich auch nicht (erneut: Mit Abstrichen – ich glaube nicht, dass man „NieR: Automata“ toppen kann).

Jedenfalls: An der Ambition ein neues „NieR“ zu sein scheitert „Stellar Blade“. Zu wenig Abwechslung, zu wenig Überraschung, zu wenig packende Emotion, zu wenig Änderungen im Gameplay, zu wenig Risiko in der Story und dem, was man sich machen traut. Während „NieR: Automata“ kein Spiel ist, sondern eine emotionale Erfahrung, die man macht, bleibt „Stellar Blade“ „nur“ ein Spiel. Ein richtig, richtig gutes, cooles, feines, atomsphärisch dichtes, spannendes, kultiges Spiel bei dem ich absolut auf einen Nachfolger hoffe und das wohl beste Action-Spiel seit „Bayonetta“ (auf der PS3), das ich seit langem gespielt habe.

Oder – um die Kontroverse lächelnd zu ignorieren – mit anderen Worten: Sexy, berührend UND großartiges Gameplay mit toller Atmosphäre? Ja. Danke. Bitte mehr davon.

„Staller Blade“ bekommt 9 von 10 möglichen, seine Ambitionen fast erreichende, Punkte.

The post Stellar Blade (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/03/22/stellar-blade-game-review/feed/ 0
The Gorge (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/03/01/the-gorge-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/03/01/the-gorge-filmkritik/#respond Sat, 01 Mar 2025 05:00:54 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37390 Levi (Miles Teller) war früher U.S. Marine und ist einer der besten Scharfschützen der Welt, was sein Leben sehr einsam macht. Ebenso fehlt ihm der Antrieb, wenn er gerade als Söldner keinen Auftrag hat. Da kommt ihm ein neuer Angebot … Weiterlesen

The post The Gorge (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Levi (Miles Teller) war früher U.S. Marine und ist einer der besten Scharfschützen der Welt, was sein Leben sehr einsam macht. Ebenso fehlt ihm der Antrieb, wenn er gerade als Söldner keinen Auftrag hat. Da kommt ihm ein neuer Angebot gerade recht, wobei er sich hierfür zu einem unbekannten Ort begeben soll und dort ein ganzes Jahr in ziemlicher Isolation verbringen muss.

Hier wird er eine Schlucht namens Gorge bewachen, aus der „Nichts“ heraus flüchten darf. Was das genau ist, wird er schon bald genug erfahren. Zuvor sucht jedoch die Bewacherin auf der anderen Seite der Schlucht Kontakt zu ihm, eine Dame namens Drasa (Anya Taylor-Joy), obwohl jegliche Kommunikation zwischen den stationierten Soldaten, strengstens verboten ist…

Regisseur Scott Derrickson kann Horror (Sinister, The Black Phone) und er kann auch Fantasy-Blockbuster (Dr. Strange) inszenieren. Mit The Gorge, der seit 14.03.25 auf dem Streaming Dienst AppleTV+ läuft, hat er nun beide Genres vereint und ihnen auch gleich noch einen romantischen Rahmen verpasst. Klingt schräg und tonal höchstwahrscheinlich unstimmig? Möglich, aber nicht wenn man Derrickson hinter und Anya Taylor-Joy und Miles Teller vor der Kamera als „Waffen“ hat.

In Summe wirkt das Ganze auf mich wie ein Märchen und genau so fühlt es sich eben auch an. Wie es bei einem Märchen eben ist, gibt es infantile Momente, magische Anziehung zwischen Personen, doch auch düstere Abgründe und gruselige Wesen tummeln sich in einer solchen Geschichte. Der Aufbau, wo die beiden Hauptfiguren als die Außenseiter und Einzelkämpfer etabliert werden, die sie nun mal jobbedingt sind, nimmt sich ausreichend Zeit und setzt voll auf die offensichtliche Chemie zwischen den Darstellern.

Wie sie sich gegenseitig auftauen, wie sie ihre Barrieren hinter sich lassen, das Alles ist unglaublich natürlich, streckenweise fast kindlich (wohl wegen der jahrelangen Vernachlässigung dieses Teiles des Lebens) schön, nie langweilig und wichtig für den zweiten Teil des Filmes. Der dann bessere Effekte hat als so manche Comicverfilmung der letzten Jahre (was zugegeben keine echte Kunst ist) und setzt voll auf die Verbindung der beiden, die zuvor etabliert wurde.

Dabei finde ich dieses Tag-Team Gefühl besonders stimmig, einfach wie sich die zwei unterstützen, ergänzen und retten. Wobei ich hier die Kampf-Ebene meine, nicht die Gefühle zueinander. Was dahintersteckt, also hinter The Gorge, ist typisch und kein Spoiler für mich (Vertuschung, geheime Organisation usw.) und deshalb wohl von der Glaubwürdigkeit, nahe and er Realität (was da alles im Hintergrund läuft auf unserer Welt, will ich gar nicht so genau wissen).

Natürlich passt dies Sache hier auch vor allem deswegen, weil es die Hauptdarsteller drauf haben. Anya Taylor-Joy (The Menu) vereint als Drasa diese innere Düsterheit mit ausgelassener Lebensfreude, wobei sie blitzschnell fokussiert und sich auf den eintrainierten Überlebensmodus umstellen kann. Dass sie dich aus der Reserve locken kann und du auf einmal an einem anderen Menschen interessiert wirst, obwohl du dieses Kapitel für dich abgeschlossen hast, ist eindeutig nachvollziehbar.

Wie Miles Teller (War Dogs) als Levi dann aus seiner Verlorenheit heraus auftaut, passt exakt zum oben genannten Märchen-Feeling. Sich gemeinsam aus der Einsamkeit führen, ist für mich eine feine Sache. In einer Nebenrolle ist dann auch noch Sigourney Weaver (A Monster Calls) mit dabei, als geheimnisvolle Auftraggeberin, aber in ihrem Fall muss man als Fan nur lächeln, einfach weil sie dabei ist, sie hat nämlich kaum etwas zu tun.

Die Konkurrenz hat viel Fast Food, schon klar, für mich ist dies aber einer der stimmigsten Streaming-Filme der letzten Zeit, ohne dabei nach Höherem zur greifen. Wenn man Derricksons übrige Filme als Romane bezeichnen würde, dann wäre dies hier eine Kurzgeschichte. Die Zuschauer haben den Film dennoch oder deswegen zum bisher erfolgreichsten Film des Streamers gemacht. Das Herz ist am rechten Fleck und eine Botschaft, dass man jede Schlucht zwischen sich überwinden kann, auch wenn diese die Hölle symbolisiert, kann man gar nicht genug verbreiten. A full Teller of Joy sozusagen, wenn ihr versteht, was ich meine.

„The Gorge“ bekommt von mir 8/10 sich gegenseitig heilende Empfehlungspunkte.

The post The Gorge (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/03/01/the-gorge-filmkritik/feed/ 0
Star Trek: Section 31 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/02/11/star-trek-section-31-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/02/11/star-trek-section-31-filmkritik/#respond Tue, 11 Feb 2025 05:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37336 Die gefürchtete Imperatorin Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) genießt ihr Leben in ihrem Club Baraam unter falschem Namen, außerhalb der Föderation. Eines Tages bekommt sie jedoch Besuch von Alok (Omari Hardwick) und seiner Truppe, die der Sektion 31 angehören. Sie wollen … Weiterlesen

The post Star Trek: Section 31 (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Die gefürchtete Imperatorin Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) genießt ihr Leben in ihrem Club Baraam unter falschem Namen, außerhalb der Föderation. Eines Tages bekommt sie jedoch Besuch von Alok (Omari Hardwick) und seiner Truppe, die der Sektion 31 angehören.

Sie wollen Georgiou für einen geheimen Auftrag anwerben und nach etwas Überredungskunst, ist sie schließlich mit dabei. Was sie jedoch nicht weiß, ist wie eng der Auftrag mit ihrer Vergangenheit verknüpft ist und wie groß die Gefahr ist, die von ihrer eigenen, in einem früheren Leben getroffenen Entscheidung, ausgehen wird…

Ursprünglich als Serie geplant, wurde dieses Spin-Off von Star Trek Discovery nicht zuletzt wegen einer gewissen Pandemie, zu einem Film umkonzipiert. Olatunde Osunsanmi hat insgesamt bei 14 Folgen von Discovery, verteilt auf alle fünf Staffeln, Regie geführt und auch bei diesem 14. Star Trek Film (haha) und ersten fürs Fernsehen konzipierten Film, das Zepter übernommen. Neben einem Blick in die Vergangenheit geht es hier um die weiteren Abenteuer von Philippa Georgiou, nachdem sie in der dritten Staffel, aus der Serie ausgeschieden ist.

Kurz will ich noch mal anbringen, dass ich keiner bin, der das „moderne Star Trek“ automatisch niedermacht und furchtbar findet (siehe meine Discovery Kritiken). Dieser Film ist jedoch wirklich daneben und das gleich auf mehreren Ebenen. Zunächst mal spürt man das „ich wurde für den kleinen Bildschirm geschaffen“ Gefühl, in jeder einzelnen Szene. Dies ist vom Eindruck her ein Pilotfilm einer Serie und nicht mal ansatzweise, kommt Kino-Feeling auf.

Das alleine wäre nicht schlimm, aber wer SciFi-Erfahrung hat, weiß jetzt hoffentlich was ich meine: es gibt in Kanada gedrehte Genre-Kost, die wirklich gelungen ist und dann gibt es die, mit dem billig kanadischen SciFi-Filter überzogene Kost und genau so wirkt Section 31. Dann wären da die Figuren (auf Spoiler pfeife ich übrigens) und damit kommt auch das größte Problem zum Vorschein, man hat nämlich offensichtlich nicht gewusst, was man für eine Art von Film hier machen will.

Georgious Vergangenheit ist voll von Drama, Gewalt und Fehlentscheidungen. So beginnt der Film auch in der Vergangenheit, das ist dann durchaus intensiv und dramatisch. In der Gegenwart wird dann jedoch versucht, aus der schrägen Truppe, einen Guardians of the Galaxy Klon zu machen. Leider ist aber null Gefühl für die Figuren vorhanden (von den Machern meine ich) und deshalb sind alle auf lustig getrimmten Gespräche, einfach nur dumm, peinlich und zum Fremdschämen.

Abgesehen davon sollte Section 31 nicht eine Undercover Spezialeinheit sein? Das hier ist ein Haufen von Einzelkämpfern, keine vorher trainierte Truppe, die müssen sich erst zusammenraufen. Ja, die Guardians-Dynamik, schon klar, aber nein, es sollte doch die Section 31 Dynamik sein. Kleines Detail am Rande: es ist eine eigene Kunst uninteressante Schablonen, Entschuldigung, Figuren zu schaffen und dann eine von ihnen dermaßen nebenbei umzubringen, dass man dies dennoch als seltsam kalt wahrnimmt, Irritation gelungen, die Patientin ist tot.

Die von Michelle Yeoh (The Witcher: Blood Origin) gespielte Philippa Georgiou, ist eine der vielschichtigsten Figuren bei Discovery gewesen, das schimmert hier aber nur mehr ansatzweise durch und vor allem auch das vorhersehbare Drama zum Finale hin, nimmt ihrer Figur einiges an Spannung, was fast teilweise zur Eigenparodie führt. Miku Martineau (Kate) als jüngere Version ist dafür intensiv und Kacey Rohl (The Magicians) als Starfleet Dame mit Chaos-Affinität ist die einzige, die mich zum Schmunzeln gebracht hat. Der Rest des Casts ist in Ordnung, sie füllen ihre lahmen Figuren so gut wie es geht mit Leben.

Schlechter als die mieseste Discovery Staffel? Ja, durchaus. Das ist ein zusammengeflicktes Irgendwas, das wohl auch nur entstanden ist, weil Michelle Yeoh einen Oscar für „Everything Everywhere All at Once“ erhalten hat und man den Hype mitnehmen wollte. Ihr dortiger Co-Star Jamie Lee Curtis ist übrigens am Ende als Cameo-Hologramm-Auftritt mit dabei und dabei musste ich sofort an Curtis Performance in Borderlands denken, was ich bezeichnend und sehr passende finde, für diesen gesamten Film.

„Section 31“ bekommt von mir 3/10 manche Dinge und auch einige Menschen lieber völlig geheim haltende Empfehlungspunkte.

The post Star Trek: Section 31 (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/02/11/star-trek-section-31-filmkritik/feed/ 0
Marvel Midnight Suns (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2025/02/04/marvel-midnight-suns-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2025/02/04/marvel-midnight-suns-game-review/#respond Tue, 04 Feb 2025 05:00:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37305 Dr. Faustus – seines Zeichens ein Mystiker der kriminellen Organisation Hydra – erweckt mit seinen Gehilf:innen die Mutter der Dämonen – auch bekannt als Lilith – zum Leben. Sie soll ihm helfen, die Welt zu erobern und unter seine Fittiche … Weiterlesen

The post Marvel Midnight Suns (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Dr. Faustus – seines Zeichens ein Mystiker der kriminellen Organisation Hydra – erweckt mit seinen Gehilf:innen die Mutter der Dämonen – auch bekannt als Lilith – zum Leben. Sie soll ihm helfen, die Welt zu erobern und unter seine Fittiche zu bringen. Nun, er hat aber falsch kalkuliert, denn Lilith denkt natürlich nicht daran, sich irgendwem zu unterwerfen, sondern hat eigentlich nur eines im Sinn: Den Gott Chachton zu erwecken.

Und da Lilith eine Naturgewalt ist, andere ihren Willen aufzwingen und sie unterwerfen kann indem sie ihre Ängste ausnützt, fallen auch rasch die ersten Superhelden unter ihren Einfluss und werden zu ihren Handlangern.

Es bleibt also nicht viel übrig, als die Midnight Suns – eine Gruppe Superheld:innen, die in einer Taschendimension über „The Hunter“ wachen – zu rekrutieren und besagte(n) Hunter ebenfalls wieder zum Leben zu erwecken. Denn Hunter ist das Kind von Lilith. Und vor 300 Jahren hat dieses Lilith bereits einmal besiegt.

Alle Hoffnung ruht nun auf Hunter. Eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen, die Midnight Suns mit den Avengers zusammenführen und dafür sorgen, dass Lilith Einhalt geboten wird? Klare Sache. Mit nicht wenigen Kompliaktionen auf dem Weg …

Als ich in den Trailer gesehen habe, dass Firaxis (die Macher:innen von „XCOM“ und „XCOM 2„) jetzt auf Kartendecks umgestiegen sind war für mich klar: ich mache da einen Bogen drum, denn irgendwie reizen mich diese Deck-Building-Spiele überhaupt nicht. Warum ich mich dann doch dazu entschlossen habe der ganzen Sache eine Chance zu geben? Ich weiß es nicht mehr. Neugier. Ein Sale von „Midnight Suns“ inklusive allen DLCs. Sowas in der Art.

Und ich habe keine Sekunde davon bereut. Auch wenn ich naturgemäß erst mal umdenken musste, nur um dann festzustellen, dass eigentlich eh alles wie bei XCOM ist – mit zwei großen Ausnahmen.

Die erste Ausnahme bezieht sich auf die Story und das Rundherum. So toll ich XCOM und XCOM 2 gefunden habe, so war die Story nicht unbedingt das größte Highlight von beiden. Der Fokus lag klar auf dem Management und der Handhabe „eurer“ Truppe an selbst erstellen Soldaten bzw. Widerstandskämpfer:innen. Das ist hier anders. Zwar baut man sich seinen oder seine Hunter selbst zusammen, und man kann sie während des Spiels auch klar insofern formen, als dass sie eher zur „guten“ Seiten oder zur „dunklen“ Seite gehört und auch ihre Beziehungen zu anderen Held:innen kann stark beeinflusst werden, aber alle anderen Figuren und wann sie wo auftauchen sind klar vorgegeben.

Das bedeutet, dass wir Missionen mit Magik, Ghost Rider, Blade, Iron Man, Dr. Strange und später auch Wolverine, Captain America und – wer die DLCs hat – auch Venom oder Storm durchführen, mit dem Ziel Liliths Pläne zu vereiteln, Hydra das Handwerk zu legen und – erneut: Wer die DLCs hat – Dracula und Sin aufzuhalten.

Dazu leben wir uns im Game-Hub namens „The Abbey“ ein, erforschen das große Gelände, lösen dort Mini-Rätsel und finden viel Sammelkram und Hintergrundinformationen. In erster Linie bauen wir jedoch Beziehungen zu den mit uns hier verweilenden Superheld:innen auf. Und das ist die erste wirklich große Änderung: Ich war völlig platt, wie viel Dialog und Story hier drin stecken. Richtig, richtig viel Dialog und Story. Und beides ist wirklich gut gelungen. Die Dialoge können manchmal ein wenig länger dauern als nötig, aber da die Synchrosprecher:innen richtig gut sind, war es mir nie langweilig – zumal wirklich jedes Gespräch Sinn ergibt im Kontext und auch die Bindung zu den Figuren damit wirklich stärker wird.

Ein absolutes Highlight war für mich Iron Man, der nicht nur stark geschrieben ist, sondern auch perfektes Voice-Acting bietet und so viele witzige, typische Tony-Sprüche auf einen Haufen – großartig. Diese Figur ist enorm großartig. Aber das trifft auch auf alle anderen zu. Egal ob Spider-Man, Ghost Rider oder die eher unbekannten Nico und Magik – Hammer. Blade ist eine absolut coole Socke und nach „Midnight Suns“ will man unbedingt mehr von ihm sehen – egal, ob auf der Leinwand oder als Serie. Hauptsache die Figur ist so gut geschrieben wie hier. Wenn es ein Spiel dann sogar schafft, dass man die overpowerte Captain Marvel symapthisch findet, dann spricht das doch schon ziemlich FÜR das Drehbuch-Team.

Und – ich weiß, schon wieder – wer die DLCs hat, der oder die kommt auch in den Genuß (ja, Genuß) von Deadpool. Auch der wurde wirklich gut getroffen.

Die zweite Änderung betrifft die Kämpfe: Es gibt jetzt ein Kartensystem, welches alle Fähigkeiten der verschiedenen Held:innen auf sie angepasst beinhaltet. Diese lassen sich – wenn man zwei gleiche Karten hat – upgraden (passenderweise bei Blade, der das Training über hat). Pro Figur gibt es eine Menge Karten, aber immer nur acht kann man in den Kampf mitnehmen und pro Runde werden ein paar davon gezogen. Zufallsgenerator. Drei Karten darf man pro Zug (egal ob vom gleichen Helden oder von verschiedenen) ausspielen. Zwei darf man auf Wunsch neu ziehen. Und außerdem darf man einmal eine Figur bewegen – und dabei gleichzeitig, so gewünscht eine gegnerische Figur aus dem Weg oder – bevorzugt – in harte, schmerzhafte Gegenstände schubsen. Manche Karten bringen „Helden“-Punkte und andere Karten brauchen eine bestimmte Menge dieser Punkte um ausgespielt werden zu können. Wieder andere Karten – „Quick-„-Karten – haben die Möglichkeit, dass kein Ausspielen verbraucht wird, wenn bei ihrem Ausspielen ein Gegner K.O. geht.

Die Kampfarenen sind relativ klein, dafür mit allerlei Kram vollgestellt, den unsere Superheld:innen gut für sich nutzen können: Kisten durch die Gegend schießen, Gegner in Stromkästen schubsen oder Straßenlaternen auf deren Birnen knallen lassen. Auch hier sind Heldenpunkte notwendig. Wer klug plant, der oder die kann so ganze Kettenreaktionen auslösen oder in Kombination mit den „Quick-Karten“ sozusagen oder dem Ausspielen einer Karte (bzw. dem Ausspielen und Zurückerhalten) ganze Kampfarenen leer räumen.

Das alles liest sich kompliziert, ist aber nach zwei, drei Kämpfen relativ leicht zu durchschauen und die ganze Angelegenheit ist viel taktischer als ich es erwartet hatte. Meine Befürchtung bei so Kartenspielen ist ja, dass immer alles vom Faktor Glück abhängt, aber das hier ist nicht so. Im Grunde ist es immer spannend und immer ein neues kleines Rätsel, wie man jetzt mit den Karten die man hat, die bösen Jungs und Mädels vermöbelt. Es gab eigentlich bis zum Ende meiner über 60 Stunden langen Kampagne immer spannend und die Kämpfe wurden mir nie langweilig.

Das liegt auch daran, dass die Kombinationen aus Gegnertypen sich immer wieder neu mischen und bis zum Ende hin immer wieder neue Feinde eingführt werden. Auch die sogenannten „Fallen“ (Superhelden, die unter Liliths Kontrolle sind), die immer wieder auftauchen können und besonders mächtig sind, sowie verschiedene Missionsziele, haben mich wirklich bis zum Schluss super unterhalten und ich kann nur wiederholen: Es war nie langweilig, nie unfair – aber immer fordernd.

Auch die Aufteilung der Spielelemente hat für mich super funktioniert. Am Morgen macht man eine Runde, redet mit wem man will, sieht sich an, was Strange und Stark erforscht haben, upgraded Karten, traniert mit Kolleg:innen und spricht mit allen möglichen Superheld:innen, die alle so ihre Problemchen – auch untereinander (für mich war die Storyline von Peter mit Robbie und Tony Stark ein absolutes Highlight) – haben.

Hat man alles beisammen was man wollte, dann geht es ab zum Missionstisch und dann spielt man entweder eine „generische“ Mission, die Belohnungen im Sinne von Upgrade-Material und Freundschaftspunkten bringt, oder eine Story-Mission, welche eigentlich alle unglaublich gut inszeniert sind. Ich bin der Meinung, dass die Story von „Midnight Suns“ auch als Filmreihe oder TV-Serie perfekt funktionieren würde.

Kommt man von der Mission retour, so kann man mit den anderen noch plaudern, sich beratschlagen, mit ausgewählten Personen zu zweit abhängen oder die Mysterien des Abbey-Umlands erforschen. Was ich sehr empfehlen würde. Das Ding ist größer und mit mehr Sachen vollgestopft als ich zuerst dachte. Auch wenn ich gestehen muss, dass die Rätsel per se diesen Namen nicht verdienen. Spaß hat es trotzdem gemacht.

Technisch ist alles auf astreinem Niveau – ich hatte keine Bugs, keine Grafikfehler und alles hat super geklappt. Ladezeiten gibt es, die sind aber angenehm kurz und ganz wichtig: Für die Animations-Leute muss ich eine absolute Lanze brechen.

Wenn man es genau nimmt, so sind die Gefechte ja ein Kartenspiel, in dem es darum geht, die Lebenspunkte der anderen durch das Ausspielen diverser Karten gegen Null zu bringen. Mehr ist es im Grunde nicht. Aber was da optisch abgeht und wie das alles inszeniert ist – Hut ab. Egal ob Tony seinen Iron Man-Anzug nutzt, Wolverine seine Krallen sprechen lässt, Nico ihren Zauberstab benutzt oder Magik Gegner durch ihre Portale tritt. Das sieht alles dermaßen genial und cool aus – das wird selbst beim einhundersten Mal ansehen nicht langweilig, weil es einfach so dynamisch wirkt. Alle Achtung – wie sagt man: Die Optik isst mit. Hier stimmt das auf jeden Fall und die Optik ist – egal ob wir vom Art-Design, den Animationen oder der Inszenierung sprechen – 1A gelungen. Großen Respekt.

Die Story hat auch die eine oder andere Wendung und es tauchen immer wieder Mal neue Figuren auf, die sich euch dann später (oder gleich) anschließen – und alle haben Sinn in diesem Setting. Aber nicht nur das. Auch die Entwicklungen der Figuren untereinander werden beachtet und da werden meiner Ansicht nach auch wirklich gute – wenn auch vielleicht nicht per se neue – Geschichten erzählt. Die Freundschaft von Peter und Robbie zum Beispiel, die zarten Bande von Blade und Captain Marvel, die Hass-Liebe von Tony und Stephen Strange, die pragmatische Art von Wolverine oder die Erfahrungen, die Magik im Limbo mit Mephisto gemacht hat (perfekt geschrieben übrigens. Mephisto war ein weiteres Hightlight!) – all das ist mit der grundsätzlichen Story gut verwoben, bringt die Figuren näher und führt tatsächlich dazu, dass man sich für deren weiteren Weg interessiert.

Und das Finale ist dann das Tüpfelchen auf dem I, wenn ich das ohne Spoiler so sagen darf. Ich habe mir schon sowas in der Art erwartet, denn wenn man zwischen den Zeilen lesen kann und auch die Gespräche von Sara (auch bekannt als „Cartaker“ – quasi Prof. X der Midnight Suns, Schwester von Lilith und Ziehmutter von Hunter) über die Vorgeschichte von Lilith und ihre Verbindung zu Agatha (Harkness. Jetzt, wo ich diese Version der Figur kenne, verstehe ich, warum so viele die Serie „Agatha All Along“ nicht mochten) sind im Laufe der Handlung wirklich berührend.

Alles in allem: Ich kann nur allen die sich für Marvel-Superheld:innen interessieren und sich ein klein wenig für Strategie-Spiele erwärmen können ans Herz legen. Ebenso umgekehrt: Alle deren Herz für Strategiespiele schlägt und nur minimales Interesse an Marvel-Superheld:innen haben – gönnt euch „Midnight Suns“.

Das Kampfsystem macht richtig Laune und ist super durchdachte. Die Figuren großartig geschrieben und die Hauptstory zwar ein klein wenig vorhersehbar, aber wunderbar inszeniert und die Atomsphäre ist großartig.

„Midnight Suns“ bekommt von mir 9,5 von 10 möglichen, das in meinen Augen bis dato bester Superheld:innenspiel darstellende, Punkte.

The post Marvel Midnight Suns (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/02/04/marvel-midnight-suns-game-review/feed/ 0
Venom: The Last Dance (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/02/01/venom-the-last-dance-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/02/01/venom-the-last-dance-filmkritik/#respond Sat, 01 Feb 2025 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37216 Eddie Brock (Tom Hardy) und sein Symbiont Venom sind auf der Flucht und zwar gleich vor mehreren Feinden und aus verschiedenen Gründen. Erstens wird Eddie für einen Mord gesucht, den er nicht begangen hat. Zweitens will eine geheime Organisation, an … Weiterlesen

The post Venom: The Last Dance (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Eddie Brock (Tom Hardy) und sein Symbiont Venom sind auf der Flucht und zwar gleich vor mehreren Feinden und aus verschiedenen Gründen. Erstens wird Eddie für einen Mord gesucht, den er nicht begangen hat. Zweitens will eine geheime Organisation, an den Symbionten heran kommen.

Drittens hat Venoms Erzeuger einen Weg gefunden, aus seinem Gefängnis heraus seine Xenophage Handlanger zu senden. Diese sind nicht nur nahezu unzerstörbar, sie können Venom auch überall orten, zumindest immer dann, wenn er Eddie völlig übernimmt…

Das SSU aka Sony’s Spider-Man Universe, gilt als gescheitert. Nachdem Sony die Idee hatte, Filme aus dem Spiderman Universum zu bringen nur eben ohne Spiderman, waren einige Fans bereits skeptisch. Das Problem für mich waren aber nicht die Figuren, sondern die Qualität der Filme an sich, die zwar unterhaltsam waren, jedoch eher aus den falschen Gründen. Damit meine ich die Solofilme Morbius, Madame Web und den letzten des SSU, Kraven The Hunter.

Was jedoch gutes heraus gekommen ist bzw. wofür ich das SSU schätze, ist die Venom-Trilogie, die – obwohl jeder weitere Teil weniger einspielen konnte – insgesamt über 1,8 Milliarden Dollar eingespielt hat. Dabei haben sowohl der Erstling von 2018 von Regisseur Ruben Fleischer (Zombieland), als auch die Fortsetzung aus 2021 von Andy Serkis (Mowgli), sowie dieser Last Dance etwas gemeinsam, bei allen hat Kelly Marcel (Cruella) am Drehbuch mitgeschrieben. Den dritten Teil hat sie nun alleine geschrieben (nach einer Story von ihr und Tom Hardy) und auch gleich erstmals die Regie übernommen.

Was es geworden ist, ist ein stimmiger Abschluss der Handlung und mit genau dem Mix zwischen banalen zwischenmenschlichen Momenten, Slapstick Wahnsinn und dem drohenden Ende der Welt, für das ich das Franchise liebe. Dabei führt die Handlung zwar einige neue Charaktere ein, doch ist es die Beziehung zwischen Eddie und Venom, die klar im Vordergrund steht. Befreit vom Fokus her auch dadurch, dass hier erstmals auf die Figur von Eddies Ex Anne (sie war schon im zweiten Teil unnötig) völlig verzichtet wurde.

Die beiden sind hier dann fast durchgehend auf der Flucht, sozusagen ein letzter Roadtrip zusammen. Dabei werden sie nicht nur Spezialeinheiten gejagt, sondern auch von sogenannten Xenophage, die von Knull erzeugt wurden, dem gefangenen Schöpfer der Symbionten. Knull wird in der OV von Andy Serkis gesprochen und nur als zukünftige Gefahr aufgebaut, aber wow war der unangenehm übermächtig in den Comics und genau das spürt man hier auch, ohne es direkt zu erleben.

Beeindruckend konstant gut bis sehr gut sind dabei die CGI-Effekte, besonders wenn man bedenkt, was die Konkurrenz in letzter Zeit so treibt und wie viele Aliens sich am Ende auf der Leinwand befinden. Die zwischenmenschlichen Momente funktionieren besonders zwischen Eddie und Venom mittlerweile perfekt und wenn der Symbiont seinem Träger dabei im übertragenen Sinne das Prinzip „gib dem Leben nicht mehr Tage sondern den Tagen mehr Leben“ aufdrängt (ja, ich meine den Tanz mit Mrs. Chen), dann kann ich diese beiden einfach nur gerne haben.

Tom Hardy (The Revenant) liebt diese Rolle und deswegen brauche ich über seine perfekt spielfreudige Version von Eddie, nicht wirklich noch mehr wohlwollende Worte verlieren. Neben ihm haben mir vor allem die Nebenrollen gefallen, wie etwa Rhys Ifans (The King´s Man) als Aliens liebender Hippie-Vater, Clark Backo (Letterkenny) als aufgeweckte Wissenschaftlerin oder Stephen Graham (Rocketman) als veränderter Polizist Mulligan aus dem zweiten Teil.

Besonders Spaß – und damit folgt in diesem Absatz ein Spoiler – hatte ich mit dem Finale, wo verschiedenste Symbionten Wissenschafter übernehmen, um gemeinsam gegen einen Xenophage zu kämpfen und um Venom zu unterstützen. Das wirkt die wenn ein Comic-Traum, auf der Leinwand wahr wird und schade ist dabei nur, dass fast alle Symbionten nicht überleben. Wie dann das Finale selbst gestaltet ist, nun neben einem feuchten Auge kann ich Venom nun nicht mehr unterstellen, dass er sich immer infantil benimmt und nie erwachsen reagiert.

Somit ist die Venom-Trilogie in Summe für mich wie gesagt das Unterhaltsamste und am Meisten meinen Humor treffende, was das SSU erschaffen hat und rein dafür bin ich froh, dass es Sony probiert hat. Laut Hardy kann es sein, dass seine Figur wo anders wieder vorkommen kann doch auch wenn dies nicht der Fall ist, diese drei Comicfilme (ja, wieder mal nicht Comic Verfilmungen) zeigen sehr schön, wie wichtig Freundschaften sind und wie locker es zugehen kann, wenn man auf Agendas pfeift.

„Venom: The Last Dance“ bekommt von mir 8,5/10 die Reise als Ziel sehende und vorübergehend für Frieden sorgende Empfehlungspunkte.

The post Venom: The Last Dance (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/02/01/venom-the-last-dance-filmkritik/feed/ 0
Y2K (2024 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/01/28/y2k-2024-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/01/28/y2k-2024-filmkritik/#respond Tue, 28 Jan 2025 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37311 Wir schreiben das Jahr 1999. Eli (Jaeden Martell) wird nach etwas Alkohol-Konsum von seinem besten Freund Danny (Julian Dennison) dazu überredet, zu einer Millenniums-Party zu gehen. Sein Hauptgrund hinzugehen ist Laura (Rachel Zegler), in die er schon ewig heimlich verliebt … Weiterlesen

The post Y2K (2024 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Wir schreiben das Jahr 1999. Eli (Jaeden Martell) wird nach etwas Alkohol-Konsum von seinem besten Freund Danny (Julian Dennison) dazu überredet, zu einer Millenniums-Party zu gehen. Sein Hauptgrund hinzugehen ist Laura (Rachel Zegler), in die er schon ewig heimlich verliebt ist.

Als es schließlich Mitternacht wird, haben alle Anwesenden mit einem ganz anderen Problem zu Kämpfen. Ein Virus hat scheinbar alle Maschinen befallen und diese haben nun nur mehr eines im Sinn: alle Menschen von dieser Erde zu beseitigen. Geröstet durch eine Killer-Mikrowelle, erschossen durch CD-Kopfschüsse oder niedergestreckt durch die federndes Bett, Decken-Ventilator Kombination, hier gibt es scheinbar kein Entrinnen…

Schauspieler Kyle Mooney hat bei über 180 Folgen von Saturday Night Live mitgespielt und auch dazu Drehbücher verfasst, überhaupt hat seine Karriere klar einen Schwerpunkt im Genre der Komödie. Umso erstaunlicher ist es deswegen, wie unlustig sein Regiedebüt geworden ist, bei dem er auch am Drehbuch mitgeschrieben und eine Rolle übernommen hat. Die Mischung beschreibe ich jetzt mal als Kiffer-Horror-Komödie, die zum Millennium spielt.

Die Ausgangslage spielen also genau mit diesen Ängsten, die viele Menschen zur Jahrtausendwende hatten, entweder dass die Welt untergehen würde, Naturkatastrophen und ähnliches oder etwa, dass sich die Technik gegen uns wendet. Genau diese „unheimlich neue“ Idee, wurde dann hier aufgegriffen. Als Jemand der das damals miterlebt hat muss ich sagen, dass ich erstens damals nicht auf den Hysterie-Hype aufgesprungen bin und aus heutiger Sicht die Sache und alles drum herum, einfach nur lächerlich wirkt.

Das wiederum passt zu diesem Film wieder sehr gut. Positiv gut (nicht verwirrt sein, ihr versteht mich schon) und für manche Generationen sicherlich nostalgisch, ist der Soundtrack, mit Korn, Fatboy Slim, Mandy Moore und Limp Bizkit, wobei hier Frontmann Fred Durst, auch gleich mitspielt. Nostalgie ist dann irgendwie das einzige, was hier ein paar Sachen wieder gut macht, denn ein Tamagotchi als Kopf einer Killermaschine, da muss man schon fast wieder grinsen.

Die Handlung stolpert von einem Punkt zum Nächsten, die Dialoge schwanken zwischen belanglos, unlustig und bedeutungsschwanger herum und immer wenn man ein bestimmtes Gefühl vermitteln will bzw. der Zuschauer etwas fühlen soll, dann spürt man genau, was der Macher erreichen wollte, nur fühlt man es nicht wirklich, man weiß eben nur, dass man dies gerade tun sollte. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern, ein einziges mal gelacht zu haben, auch nicht wegen unfreiwillig komischen Szenen.

Zusätzlich sind dir dann auch noch die Figuren egal, weil sie so schön klischeehaft geschrieben sind. Was vielleicht in Richtung Parodie gehen sollte, aber wie so vieles hier, nicht wirklich ankommt, wie es gemeint war. Jaeden Martell (Metal Lords) als Eli spielt den stinknormalen Kerl, den sein Umfeld als Verlierer wahrnimmt, perfekt und man hat auch nichts gegen ihn, aber irgendwie wird man nicht involviert in seine „Hero-Journey“.

Was mich zu Rachel Zegler (Shazam 2) bringt – ursprünglich sollte übrigens Jenna Ortega die Rolle spielen, konnte dann aber zeitlich nicht, gut für sie – die im Prinzip keine schlechte Schauspielerin ist, deren präpotente Interviews zu diversen Themen, sie jedoch als ziemlich narzisstische junge Dame etabliert haben. Was so weit geht, dass es in ihre Rollen hineinragt, vor allem auch wenn ihre Laura sich hier beschwert, dass populär zu sein, dir eine Zielscheibe aufdrückt.

Hier geht es also in Summe um gar nichts, auch bekannt als das Ende der Welt. Das ist wohl die akkurateste Beschreibung und ganz im Ernst, wenn man nicht selbst ein Dauer-Kiffer ist und sich als Self-Insert auf der Leinwand sehen möchte, dann wüsste ich nicht, wie man mit diesem Film Spaß haben könnte (vielleicht ja als Hardcore-Fan der 90er/2000er Jahre). Immerhin hat mich Fred Durst damals mit Rollin durch meine Fortgeh-Zeit begleitet, für diese Erinnerung gibt es einen Punkt mehr von mir.

„Y2K“ bekommt von mir 3,5/10 die Erde lieber den Maschinen überlassende Empfehlungspunkte.

The post Y2K (2024 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/01/28/y2k-2024-filmkritik/feed/ 0
Uglies (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/01/23/uglies-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/01/23/uglies-filmkritik/#respond Thu, 23 Jan 2025 06:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37316 Wir befinden uns 300 Jahre in der Zukunft. Tally (Joey King) kann es kaum erwarten: bald feiert sie ihren 16ten Geburtstag und dann wird sie einer Prozedur unterzogen, die körperliche Unterschiede ausmerzt und dich einfach schön macht. Eigentlich ist dies … Weiterlesen

The post Uglies (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Wir befinden uns 300 Jahre in der Zukunft. Tally (Joey King) kann es kaum erwarten: bald feiert sie ihren 16ten Geburtstag und dann wird sie einer Prozedur unterzogen, die körperliche Unterschiede ausmerzt und dich einfach schön macht. Eigentlich ist dies der Traum aller Jugendlichen, das glaubt Tally zumindest.

Bis sie Shay (Brianne Tju) kennenlernt und sich damit schon bald eine neue Welt eröffnet, ohne Gleichmacherei und ohne Überwachung durch den Staat. Dafür wäre es ein Leben auf der Flucht, denn der Staat sieht diese Lebensart als Stil der Rebellen an und möchte diese Menschen unbedingt einfangen und der Prozedur unterziehen…

Der Hype rund um die Verfilmungen von Young Adult Romanen, ist abgesehen von kleinen (finanziell nicht erfolgreichen) Ausnahmen wie etwa The Darkest Minds, nun schon seit circa 10 Jahren wieder vorbei. Da dabei die vier zwischen 2005 und 2007 erschienenen Bücher des Uglies Franchise von Autor Scott Westerfeld nicht dabei waren, dachte niemand mehr an eine Verfilmung des Stoffes. Nun für was gibt es Streaming Dienste, denn auf Netflix läuft seit September 2024, der erste Teil in filmischer Form.

Ich muss ja zugeben ich als mittelalterlicher Mann, hätte ich mir diesen von Regisseur McG (The Babysitter: Killer Queen) inszenierten Film nicht angesehen (hab auch die Bücher nicht gelesen), hätte ihn meine zwölf jährige Nichte nicht sehen wollen, die gerade auf Besuch war. Es ist auch ein Film, den man total leicht angreifen kann, aber wenn man ihn mit Jemandem aus der Zielgruppe ansieht, dann ist das noch einmal ein anderes Gefühl (was mich bei der Kritik nur leicht beeinflussen wird, versprochen).

Aber ich komme gleich auf das Grundthema hier, dass ja nicht aktueller sein könnte (obwohl das erste Buch auch schon wieder 20 Jahre alt ist). Schönheitsstandards etabliert durch Instagram oder TikTok, wo die Filter anfangen und die KI aufhört, weiß dabei keiner so genau. Hauptsache ist man fühlt sich schlecht, weil man diesen Idealen nicht entsprechen kann. Was ist da die Lösung? Richtig, alle werden mittels Schönheitschirurgie zu ihrem idealen Selbst, dann gibt es keine Konflikte und schon gar keine Kriege mehr.

Die Individualität aufgeben und dafür makellose Schönheit erlangen, es gäbe sicher einige Menschen, die diesen Tausch durchziehen würden. Was dabei aber fast logisch ist, ist die zusätzliche Kontrolle durch den Staat. Nicht zuletzt deswegen gibt es auch die Rebellen, die sich gegen dieses Leben entschieden haben und auf der Flucht vor dem Staat in der Wildnis wohnen. Mit dem richtigen Alter oder einer gewissen Naivität, findet man dies sicherlich weit weniger vorhersehbar, das Konzept an sich ist aber an sich leicht zu durchschauen.

Die obligatorische Dreiecksbeziehung darf natürlich (wenn auch großteils nur angedeutet) genau wie Verrat und anschließende Reue auch nicht fehlen, aber richtig schlimm sind teilweise die Effekte und dabei beziehe ich mich eigentlich ausschließlich auf die Hoverboard Szenen. Wie die Figuren hier damit über den Boden schweben sieht manchmal nur künstlich aus, aber teilweise auch einfach nur billig und ja, durchaus auch sehr trashig.

Richtig gut ist dafür Joey King (Bullet Train) als Hauptfigur Tally, immer menschlich, neugierig, mit Idealen versehen aber wegen ihres Altes dennoch gut manipulierbar. Brianne Tju (Unhuman) ist sympathisch als Shay, ein rebellischer Freigeist bei der es nur eine Frage der Zeit ist, bis es Ärger gibt und Laverne Cox (Jolt) versprüht gekonnt den eiskalten Charme einer skrupellosen Politikerin in einer Machtposition.

Das „Ende“ ist dann zu hundert Prozent erkennbar als erster Teil einer längeren Geschichte, da viel zu viele Fragen offen sind und die Sache eigentlich gerade erst richtig losgegangen ist. Wer im YA-Genre erfahren ist, der bekommt daher genau das, was bereits bekannt und etabliert ist. Trotz der Schwächen würde ich durchaus wissen wollen, wie es weitergeht. In Summe lebt der Film von seinem sympathischen Cast, der immer aktuellen Schönheits-Thematik und der künstlichen Stimmung der Stadt, die als starker Kontrast zu den weiten Wäldern präsentiert wird.

„Uglies“ bekommt von mir 5/10 außen hässlich zu sein, der inneren Hässlichkeit immer vorziehende Empfehlungspunkte.

The post Uglies (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/01/23/uglies-filmkritik/feed/ 0
Elevation (2024 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/01/18/elevation-2024-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/01/18/elevation-2024-filmkritik/#respond Sat, 18 Jan 2025 06:00:58 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37236 Vor drei Jahren sind die sogenannten Reapers aus Löchern in der Erde gekrochen und haben einen Großteil der Menschheit ausgelöscht. Die Überlebenden wohnen in kleinen Kommunen, die sich allesamt im Bergland befinden, denn die Kreaturen greifen in Lagen über 2438,4 … Weiterlesen

The post Elevation (2024 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Vor drei Jahren sind die sogenannten Reapers aus Löchern in der Erde gekrochen und haben einen Großteil der Menschheit ausgelöscht. Die Überlebenden wohnen in kleinen Kommunen, die sich allesamt im Bergland befinden, denn die Kreaturen greifen in Lagen über 2438,4 Höhenmetern, aus unbekannten Gründen nicht an. Will (Anthony Mackie) ist einer dieser Überlebenden.

Er muss aktuell jedoch die Sicherheit seines zu Hauses verlassen, braucht er doch Medizin für seinen kranken Sohn. Begleitet von Nina (Morena Baccarin) die von Schuldgefühlen getrieben nach einer Waffe gegen die Monster sucht und Katie (Maddie Hasson), die heimlich Gefühle für Will hat, macht er sich auf eine Reise auf, von der es möglicherweise, kein zurück mehr gibt…

George Nolfi hatte sein Debüt im Jahr 2011 mit Der Plan – The Adjustment Bureau und seitdem hat er sich den unterschiedlichsten Genres gewidmet. Sein letzter Film – das Drama „The Banker“ – kam 2020 heraus und Anthony Mackie spielt die Hauptrolle, was er bei dieser neuerlichen Zusammenarbeit, wieder tut, ebenso fungiert er als Produzent. Im Amerika lief der Film sogar kurz im Kino, mit wenig Erfolg, 3,3 Millionen Dollar konnten von den 18 Millionen Produktionskosten, wieder eingespielt werden.

Ein kleiner Sci-Fi Film, mit für dieses Genre (und innerhalb von Amerika) geringem Budget, ein paar bekannteren Namen und keinem Franchise angehörend, das funktioniert heutzutage kaum im Kino. Der Film wirkt dabei eindeutig so, als wäre er für Netflix und Co. geschaffen, wo er wohl auch seine Erfolge gefeiert hätte. In Summe ist es dann aber die Story an sich, die mögliches mangelndes Interesse erklären könnte.

Damit meine ich nicht die Inspirationsquellen und dass dem Genre nichts Neues hinzugefügt wurde (das habe ich nämlich auch nicht erwartet). Schlimm ist viel mehr das Gefühl, hier einen Pilotfilm einer Serie bzw. den ersten Teil einer Trilogie gesehen zu haben. Der Film hört nämlich mit einer Lösung für das Problem der überlebenden Menschen auf und im Schlussspann dann, wird eine Gegenreaktion der Feinde der Erde gezeigt.

Somit fühlt sich der Film eben wie ein Beginn an, wobei man offensichtlich nie erfahren wird, wie es weitergehen wird. Ich verzichte übrigens auf eine Spoiler-Warnung, weil was ich preisgebe nach meinem Empfinden, in diesem Fall nichts an Spannung nimmt. Ich komme somit endlich zu positiven Dingen. Die Bergwelten (gedreht wurde in Colorado) erzeugen gekonnt den Eindruck einer schier endlosen Reihe von Wäldern, Hügeln und Gräsern, die einerseits wunderschön sind, in denen aber auch Gefahren lauern können.

Die drei Hauptfiguren um die es geht, werden überzeugend von ihren Darstellern gespielt, ohne dass sich diese sonderlich anstrengen müssten (man mag sie aber dennoch). Anthony Mackie (Outside the Wire) als Will spielt glaubwürdig den Wechsel zwischen Angst um einen kranken Sohn und den Willen, alles für ihn zu tun. Morena Baccarin (Fast Charlie) als Nina ist schön zynisch, wobei immer ihr verletzter weicher Kern durchscheint und Maddie Hasson (Malignant) als Katie ist der perfekte Prototyp einer Figur, der man das Überleben wünscht, obwohl man genau weiß, dass das nicht passieren wird.

Dass die Kreaturen nur unter einer bestimmten Höhengrenze agieren, bringt ein gewisses Mysterium mit sich und gleichzeitig eine sichere Zone für die Überlebenden, die natürlich handlungsbedingt in die gefährlichen Zonen eindringen müssen. Atmosphärisch und optisch ist diese Flucht spannend inszeniert und eine gewisse Befriedigung kann man am Ende (?) durchaus empfinden, aber ganz rund ist die Sache wie erwähnt eben nicht, weil es sich so offen anfühlt.

Das ergibt in Summe einen kleinen, nach bekannten Mustern ablaufenden SciFi-Postapokalypse-Thriller, der schön gefilmt und kompetent gespielt ist und zu sehr auf weitere Teils schielt, obwohl ein finanzieller Flop aus meiner Sicht von Anfang an ziemlich wahrscheinlich war. Die Handlung hätte besser in einer Serie funktioniert, obwohl auch diese ohne fesselnde Ideen, wohl nach einer Staffel eingestellt worden wäre. Dennoch, das kann man sich schon anschauen, wieder mal in einer anspruchslosen Zwischendurch-Phase am Sonntag Nachmittag.

„Elevation“ bekommt von mir 5,5/10 den Anschein von Kontrolle zurück erobernde Empfehlungspunkte.

The post Elevation (2024 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/01/18/elevation-2024-filmkritik/feed/ 0
Colour Out Of Space (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/11/28/colour-out-of-space-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/11/28/colour-out-of-space-filmkritik/#respond Thu, 28 Nov 2024 05:00:11 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37106 Irgendwo abseits der Stadt wohnt Nathan (Nicolas Cage) mit seiner Familie – Frau, Kinder, Hund – und züchtet Alpakas. Alles ist ruhig, alles ist gut. Bis eines Tages scheinbar ein Meteorit im Garten landet. Zuerst ist es eine kleine Mediensensation, … Weiterlesen

The post Colour Out Of Space (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Irgendwo abseits der Stadt wohnt Nathan (Nicolas Cage) mit seiner Familie – Frau, Kinder, Hund – und züchtet Alpakas. Alles ist ruhig, alles ist gut. Bis eines Tages scheinbar ein Meteorit im Garten landet.

Zuerst ist es eine kleine Mediensensation, aber dann löst sich das Ding auf und alles ist beim alten … oder?

Nun, nicht ganz, den seltsame Dinge beginnen zu passieren. Und Schritt für Schritt eskaliert die Lage. Oder bildet sich Nathan das alles nur ein und wird er langsam verrückt?

Es ist schon eine Weile her, dass ich eine Geschichte von H. P. Lovecraft gelesen habe – ich würde sagen, sicher zwanzig Jahre und damals war das alles natürlich herrlich verboten, geheim, düster und spannend. Und ja, Lovecraft ist der trockenste Schreiberling den ich kenne. Mögen seine Geschichten und seine Erfindungen (die „Großen Alten“, Cthulu und noch viele andere) auch noch so toll sein – sein Schreibstil war damals eher zäh zu lesen.

Naja, das ändert nichts daran, dass er kulturellen Einfluss mal 1000 hatte und hat und es natürlich das völlig eigene Genre „lovecraftian“ erschaffen hat. Meist bedeutet das, Monster mit Tentakel, eine Ursache irgendwo aus den tiefen des Alls und ein böses Ende. Oh – und Body Horror. Wie konnte ich Body Horror fast vergessen?

Ich meine, immerhin sind zwei der am bekanntesten Filme, die stark Themen von Lovecraft aufgreifen „The Ting“ und „Event Horizon„. Body Horror. Klar.

Jedenfalls liefert „Die Farbe aus dem All“ auf allen Fronten. Zum einen mit der Farbe. So ziemlich alle Varianten von Lila kommen vor (und kommt wohl am ehesten an das hin, was Lovecraft beschrieben hat) und Nicolas Cage ist eine Naturgewalt. Aber das Drehbuch und der Regisseur sind geschickt genug, dass sie keine Cage-Show daraus machen, sondern wirklich eine langsamem Story aufbauen und Figuren rund um ihn platzieren, diesen auch Raum geben und – wichtig – auch von abartigen und schrecklichen Momenten nicht halt machen.

Ja, da passieren ein paar wirklich abartige Dinge und die Effekte sind richtig gut geworden. Kein CGI – Handarbeit und passende Beleuchtung und Detailaufnahmen zusammengenommen ergeben Hammereffekte. Und ja, es spritzt Blut.

Aber der wahre Horror passiert ja woanders – nämlich in der langsamen Talfahrt in den Wahnsinn und was das mit der Familie macht. Ich meine damit: Schlimmer als das, was passiert (und da passiert Schlimmes) ist hier, wen es passiert und wie es passiert. Gute Vorsätze, gute Charaktereigenschaften – das führt hier nicht zur Rettung oder Heilung. Eine Mutter die ihr Kind schützend umarmt anstatt davonzulaufen – Pech.

Das ist der wahre Horror hier – die Unausweichlichkeit dessen, was passiert.

Alle hier machen einen überzeugenden Job, ob es nun Joely Richardson als Ehefrau und Mutter Theresa ist, mit welcher der Horror beginnt oder Tochter Lavinia, die von Madeleine Arthur perfekt gespielt wird und deren Entwicklung auch keineswegs ohne ist.

Drehbuchautor und Regisseur Richard Stanley hat hier stark geliefert und er hat definitiv gewusst was er tut. Wer die Farbe Lila in allen Schattierungen nicht mag, der oder die muss das hier auslassen, aber alle, die einen Slowburner mit einem grandiosen Nicolas Cage sehen wollen und heftigen Bodyhorror (auch emotional) aushalten – das hier ansehen. Ernsthaft.

Es ist sicher eine der besten Adaptierungen von Lovecrafts Arbeit (ohne die „Großen Alten“ zeigen zu müssen) und diese Art von Film so durchzuziehen – Hut ab von den Machern. Hut ab.

„The Colour Out Of Space“ bzw. „Die Farbe aus dem All“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, sich anfangs dann doch sehr, sehr langsam entwickelnde, Punkte.

The post Colour Out Of Space (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2024/11/28/colour-out-of-space-filmkritik/feed/ 0