P6 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 20 Jun 2026 09:50:27 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Worldbreaker (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/23/worldbreaker-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/23/worldbreaker-filmkritik/#respond Tue, 23 Jun 2026 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38935 Eines Tages krochen „Breakers“ getaufte Wesen aus einer Öffnung aus der Erde und begannen damit, jagt auf die Menschheit zu machen. Ihr Vater (Luke Evans) hat jahrelang an der Front gekämpft, doch nach einer Verletzung ist es nun Zeit für … Weiterlesen

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Eines Tages krochen „Breakers“ getaufte Wesen aus einer Öffnung aus der Erde und begannen damit, jagt auf die Menschheit zu machen. Ihr Vater (Luke Evans) hat jahrelang an der Front gekämpft, doch nach einer Verletzung ist es nun Zeit für ihre Mutter (Milla Jovovich) in den Kampf zu ziehen.

Willa (Billie Boullet) selbst flüchtet mit ihrem Vater in der Zwischenzeit auf eine einsame Insel. Dort beginnt er mit ihrem Training, denn eines Tages wird auch sie sich dem Krieg um die Erde stellen müssen…

Ist auch schon wieder über zehn Jahre her, dass ich mit Stonehearst Asylum meinen letzten Film von Regisseur Brad Anderson gesehen habe. Warum ich hier gelandet bin und den Film gerne gesehen habe, liegt aber an Billie Boullet. Die habe ich zuletzt in der Man on Fire Serie kennen gelernt, wo ich ihr ehrlich authentisches Spiel, sehr geschätzt habe.

Probleme hat das Abenteuer jedoch durchaus, ich fange aber mal mit der künstlich voran getriebenen, „culture war“ Ebene an. Ich habe hierzu einen Thumbnail einer Review auf YouTube gesehen und da stand doch ehrlich „Feminist Zombie Hunter, The Movie“ aka der Film ist woke. Wo das her kommt, ist klar, aber wow ist das daneben.

Von der Story her haben natürlich zuerst die Männer gegen die Wesen aus der Erde den Kampf aufgenommen. Zumindest bis man merkte, dass Männer sich durch Bisse und Kratzer in sogenannte Hybride verwandeln, was bei Frauen nur sehr selten vorkommt. Deshalb sind jetzt nur mehr Damen an der Front.

Das wird aber nicht glorifiziert, sondern manche Ladys werden dadurch durchaus überheblich, was nicht vom Geschlecht abhängt, sondern typisch menschlich ist. Was aber nach dem Einstieg der Kern des Filmes ist, ist ein Vater, der seine Tochter auf das Überleben in einer Welt voller Wesen vorbereitet, die sie sonst auf der Stelle töten würden.

Hier liegt auf das gesamte Werk bezogen, dann auch das echte Problem, denn zum Film hätte der Titel „Worldbuilding“ besser gepasst. Die erste halbe Stunde wird die Ausgangslage erklärt, dann folgt die Coming of Age Story der Tochter als Aufbau und plötzlich ist der Film vorbei. Mit Voice Over und dem Wissen wie es wohl ausgegangen sein muss, aber das fühlt sich schon sehr wie teasen ohne pleasen an.

Vom Genre her ist es aber sowieso eher ein Drama, Action gibt es nur zu Beginn und gegen Ende, wobei diese Momente sehr kurz sind. Das Design der Hybriden ist dabei handgemacht und angenehm creepy. Milla Jovovich (In the Lost Lands) wird eher als bekannterer Name für Werbezwecke benutzt, sie hat nämlich nur relativ wenig Screentime.

Dies ist aber sowieso der Film von der wieder sehr lebendig und direkt agierenden Boullet und von Luke Evans (Weekend in Taipei), die ihre Rollen mit vollem Einsatz leben. Er ist genau die Art von Vater, der selbst zwar auch gebrochen ist, aber alles für seine Tochter tut und tun würde. Schützen ist dabei zwar gut, aber lehren eben noch besser.

Wenn genau das Zwischenmenschliche der zwei Charaktere und das Spiel der Schauspieler etwas ist, was dich als Filmfan fesseln kann, dann bist du hier richtig. Ansonsten fühlt sich das Ganze etwas zu sehr wie der Pilotfilm einer Serie an. Wer Action oder Horror erwartet, der ist hier ebenso falsch, da diese Genres nur in Ansätzen vorkommen.

P.S.: Noch mal zum Culture War: Hier ist ein weißer, heterosexueller Vater in einer positiven Mentoren-Funktion die Hauptfigur und durch ihn erinnert man sich auch wieder daran, wie wichtig es ist, Geschichten zu erzählen, die Hoffnung spenden. Plus fragt ihn sogar seine Tochter, ob alle Männer böse sind, weil sie sich anstecken und verwandeln durch die Breaker. Spoiler: die Antwort lautet nein.

„Worldbreaker“ bekommt von mir 6/10 die Hoffnung durch den Blick auf das eigene Kind, niemals aufgebende Empfehlungspunkte.

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Fuze (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/09/fuze-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/09/fuze-2025-filmkritik/#respond Tue, 09 Jun 2026 05:00:11 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38858 Ein Bombe, die scheinbar aus dem zweiten Weltkrieg stammt, wird auf einer Baustelle in Paddington/London gefunden. Major Will Tranter (Aaron Taylor-Johnson) und sein Team werden mit der Entschärfung der Bombe beauftragt. Währenddessen nutzen Karalis (Theo James), X (Sam Worthington) und … Weiterlesen

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Ein Bombe, die scheinbar aus dem zweiten Weltkrieg stammt, wird auf einer Baustelle in Paddington/London gefunden. Major Will Tranter (Aaron Taylor-Johnson) und sein Team werden mit der Entschärfung der Bombe beauftragt.

Währenddessen nutzen Karalis (Theo James), X (Sam Worthington) und ihre zwei Partner die Evakuierung der Gegend, um in die Al Muraqabah Bank einzubrechen…

Hell or High Water ist wohl sein bisher bekanntestes Werk als Regisseur, doch ich kenne vom Schotten David Mackenzie bisher nur Outlaw King. Sein neuestes Werk habe ich mir aber nicht wegen ihm, sondern den Darstellern angeschaut, allen voran Aaron Taylor-Johnson.

Seit Kick Ass habe ich ihn auf dem Radar und egal ob er nun extrem cool wie in Bullet Train ist oder ein richtig feiger Egoist wie in The Fall Guy, man sieht ihm einfach gerne bei der Arbeit zu. Gepaart mit Sam Worthington (The Exorcism) und Theo James (The Monkey) bekommt man hier also drei kernige Jungs in Schlüsselrollen geliefert.

Die Handlung an sich teilt sich in zwei Teile. Dabei ist dies so eine Art von Film, die für mich genau einmal gut funktionieren, wenn du eben noch nicht genau weißt, was gespielt wird. Damit meine ich wer wen betrügen wird, wer mit wem hinter den Kulissen zusammen arbeitet und wer rein böse ist, oder Verbrechen für „die gute Sache“ begeht.

Die erste Filmhälfte weiß dabei zu fesseln, indem parallel die Bombenentschärfung/Evakuierung läuft und dabei zeitgleich ein Banküberfall stattfindet (was übrigens kein Spoiler ist, denn damit wirbt der Trailer). Dabei finde ich die Art und Weise wie Mackenzie es schafft, dass man den Räubern Erfolg wünscht, ohne sie zu kennen, irgendwie faszinierend.

Hier steht Taylor-Johnsons Figur im Mittelpunkt, dessen Major kompetent aber abgekämpft wirkt. Die zweite Filmhälfte konzentriert sich auf die Flucht, Betrug und den Versuch als Zuschauer clever zu sein und die Zusammenhänge zu erraten (was durchaus möglich ist). Hier trifft dann James Figur ins Rampenlicht, ein Schlitzohr das manipuliert und überfordert ist, aber dennoch noch immer irgendwie ein Ass im Ärmel zu haben scheint.

Das Finale liefert eine befriedigende Auflösung, zeigt in einem Rückblick wie es dazu gekommen ist und im Schlussspann sieht man dann noch zu aufheiternder Musik die Auflösung. Hört ihr meine Begeisterung schon heraus? Nicht falsch verstehen, das geht als routiniert gemachter und gut gespielter Thriller schon in Ordnung, aber es bleibt durchgehend unspektakulär.

Taylor-Johnson und James ziehen ihr Ding durch, der Anfang fesselt mit der „Bomben-Stimmung“ und das Finale entlässt dich mit einem lächeln. Kein großer Wurf, aber ärgern musste ich mich auch nie und Langeweile kommt ebenso kaum auf. Früher ein typischer DVD-Release, heute ein (trotz kurzem Ausflug ins Kino z.b. in England) Streaming-Erlebnis für Zwischendurch.

„Fuze“ bekommt von mir 6/10 Diamanten auch als beste Freunde der Jungs etablierende Empfehlungspunkte.

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Over Your Dead Body (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/04/over-your-dead-body-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/04/over-your-dead-body-2026-filmkritik/#respond Thu, 04 Jun 2026 05:00:47 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38847 Lisa (Samara Weaving) ist eine aufstrebende Schauspielerin, die nur auf die richtige Rolle für ihren Durchbruch wartet. Dan (Jason Segel) ist ihr Ehemann und arbeitet als Regisseur für Werbungen, nachdem sein bisher einziger Spielfilm, schon Jahre her ist. Gemeinsam wollen … Weiterlesen

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Lisa (Samara Weaving) ist eine aufstrebende Schauspielerin, die nur auf die richtige Rolle für ihren Durchbruch wartet. Dan (Jason Segel) ist ihr Ehemann und arbeitet als Regisseur für Werbungen, nachdem sein bisher einziger Spielfilm, schon Jahre her ist.

Gemeinsam wollen sie ein Wochenende in einer einsamen Hütte am See verbringen, doch da beide unglücklich sind in der Ehe, kommt es ständig zu Streitereien. Genau dieses Problem möchte Dan eben mit diesem Ausflug lösen, indem er seine Frau umbringt und im See versenkt…

Warum macht man nur fünf Jahre später ein Remake des norwegischen Filmes The Trip von Tommy Wirkola (Thrash), obwohl Aksel Hennie und Noomie Rapace auch schon in zahlreichen amerikanischen Produktionen mit dabei waren? Richtig, weil sich Amerikaner laut Studie am Liebsten Amerikaner auf der Leinwand ansehen und Hauptdarstellerin Samara Weaving Australierin ist. Alles klar?

Wie dem auch sei, ursprünglich sollte Wirkola selbst die neue Version inszenieren, am Ende hat aber schließlich Jorma Taccone (Popstar) am Regiestuhl Platz genommen. Im Prinzip handelt es sich hier um eine ziemlich genaue Kopie des Originals, bis auf eine Änderung der Dynamik.

Hier ist nämlich einer der drei Antagonisten eine emotional sehr instabile Frau (im Original waren es drei männliche Flüchtlinge), die Gefängniswärterin der beiden anderen war und mit einem von ihnen, eine Beziehung hat. Für mich keine gelungene Veränderung, denn ihre Figur ist nie bedrohlich, dafür aber durchgehend nervig.

Das ist für mich auch der wahre Zwei-Kampf hier (nämlich gute Performances vs schlechte): Juliette Lewis (Strange Days) ist in dieser Rolle vom psychotisch sein her anstrengend und Jason Segal (Windfall) als Ehemann ist unlustig und durchgehend unsympathisch. Ob mir diese beiden Figuren auf Grund der schauspielerischen Leistung oder des Drehbuches nicht gefallen haben, nun ich bin mir beim Schreiben dieser Zeilen noch immer nicht ganz sicher.

Timothy Olyphant (Alien: Earth) hingegen ist als Anführer der Bösen richtig schön eigenartig und unberechenbar und ebenfalls wie immer großartig ist Samara Weaving (Ready or Not 2) als bissige Ehefrau. Ansonsten ist der trockene, schwarze Humor des Originals durch zynische Dialoge und Slapstick-Einlagen ersetzt worden und der erbitterte Ehekrieg, verlagert sich mehr auf die Meta-Ebene.

Das sich gegenseitig umbringen wollen und sich dann wieder zusammen raufen durch eine Gefahr von außen, nun auch das finde ich hat hier keinen Biss, da dir als Zuschauer egal ist, ob die Hauptfiguren am Ende wieder zusammen sind. Besonders der Ehemann ist nun viel zu tollpatschig und auch weinerlich geraten. Selbst die Gewalt, die ist zwar nicht zahmer geworden, dafür wirkt sie aber irgendwie weniger schmerzhaft. Sie ist hier Selbstzweck und man soll sie nicht schlimm finden, sondern darüber lachen.

In Summe also (wieder mal) ein unnötiges Remake, das in den meisten Bereichen schwächer ist, als das Original. Ohne zu vergleichen oder ohne das Ursprungsmaterial zu kennen ist das Erlebnis wohl besser, aber die Charaktere bleiben dir dennoch großteils egal. Getragen von Weaving und Olyphant und auch auf Grund der überdrehten Grundatmosphäre, ist gegen eine einmalige Sichtung aus meiner Sicht aber nichts einzuwenden.

„Over Your Dead Body“ bekommt von mir 6/10 den Mythos der idyllischen Hütte am See, durch den Fleischwolf drehende Empfehlungspunkte.

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Things Heard And Seen (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/28/things-heard-and-seen-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/28/things-heard-and-seen-filmkritik/#respond Thu, 28 May 2026 05:52:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38806 George (James Norton) zieht mit seiner Frau Catherine (Amanda Seyfried) in eine neue Stadt – er hat einen Job an der Uni bekommen, hauptsächlich, weil ein alter Bekannter und ehemaliger Professor von ihm für ihn gebürgt hat. Relativ rasch findet … Weiterlesen

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George (James Norton) zieht mit seiner Frau Catherine (Amanda Seyfried) in eine neue Stadt – er hat einen Job an der Uni bekommen, hauptsächlich, weil ein alter Bekannter und ehemaliger Professor von ihm für ihn gebürgt hat. Relativ rasch findet man, wenn schon keine Freunde, dann zumindest nette Bekannte. Alles scheint okay zu sein.

Was Catherine aber nicht weiß: In ihrem Haus ist ein Mord passiert. Und vermutlich nicht nur einer. Sie sieht Dinge, hört Dinge und manchmal scheinen sich Gegenstände von selbst zu bewegen. Auch findet sie einen alten Ring und glaubt, dass sie mit einer der verstorbenen Bewohner:innen kommunizieren kann.

Und langsam aber sicher scheint sich George mehr und mehr von ihr zu entfernen …

Um eine Sache gleich mal klarzustellen: Das hier ist kein Amanda Seyfried-Film. Es ist ein James Norton-Film. Das klingt im ersten Moment vielleicht wie eine seltsame Info, aber wer sich hier ein Amanda Seyfried-Vehikel erwartet, der oder die wird wohl am Ende ein wenig enttäuscht sein. Wobei … das Ende. Hm. Aber dazu später mehr.

„Things Heard & Seen“ basiert auf einem Buch von Elizabeth Brundage mit dem Titel „All Things Cease To Appear“ – was ich einen weit besseren und tolleren Titel finde als „Things Heard & Seen“, aber okay – das ist wohl Geschmackssache. Jedenfalls kenne ich das Buch nicht und ich werde es wohl auch nicht lesen, auch wenn mich interessieren würde, ob das Ende auch im Buch … naja, ich will nicht spoilern. Aber ich fände es schon spannend, ob die Enden gleich sind. Und ob es im Buch besser funktioniert. Aber das nur am Rande.

Zurück zum Anfang: Der Film ist kein Horrorfilm. Es ist ein Familiendrama und wenn man so will, dann vielleicht sogar ein Stück weit ein Thriller mit übernatürlichen Elementen, die aber eine lange Zeit fast gar keine Rolle spielen und am Ende dann auf einmal aufgrund der Symbolwirkung extrem wichtig werden. Ach. Ich merke, ich komme immer wieder sofort auf das Ende zu sprechen. Na gut, dann halt das Ende.

Das hat mich sehr zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits fand ich es unerwartet und wie sich der Konflikt zwischen George und Catherine löst – das habe ich nicht kommen gesehen. Ehrlich nicht. Ich hatte mit etwas völlig anderem gerechnet. Also hier ein Pluspunkt. Man sieht dann auch die Konsequenzen aus dieser Lösung. Auch das hat mir gut gefallen. Aber das Ende, das wirkliche, richtige, „jetzt kommt der Abspann“-Ende – nein. Das fand ich optisch gelungen, aber wie es dazu kam und wie es gemacht wurde – das war zwar nachvollziehbar, aber es war leider völlig unbefriedigend.

Dazu muss man vielleicht anmerken, dass den ganzen Film lang ein Philosoph ein wichtiger Ideengeber ist – nämlich Emanuel Swedenborg. Die Grundidee ist – wenn ich das korrekt verstanden habe – dass es keinen Himmel und keine Hölle per se gibt, sondern zwei Welten. Die echte Welt und die spirituelle Welt. Und die beiden sind permanent miteinander verknüpft. Alles im Hier hat ein Gegentstück im Dort und umgekehrt. Der zweite Ansatz ist, dass nur böse Menschen böse Geister anziehen, während gute Menschen gute Geister anziehen – wenn ich die „Gegenseite“ jetzt einfach mal „Geister“ nennen darf.

Und ja – das Ende hat mit dem Übergang von einer Welt in die andere zu tun und damit, dass Sünden gebüßt werden müssen. Wenn nicht in dieser, dann in der anderen Welt. Da hab ich allerdings das Problem, dass es dazu einen Übergang von A nach B geben muss. Also einen Tod. Und der führt dann von A nach B. Heißt aber im Umkehrschluss: ich kann in Leben A mit allem durchkommen – in Leben B, wenn ich denn dann dort lande, muss ich dafür zahlen, weil ich durch meine Tätigkeiten in der „hier“-Welt ja böses Karma gesammelt habe. Die Idee war, wenn ich das korrekt übersetze, dass Karma einen immer einholt. Auch wenn mir nicht klar ist, was für eine Erleichterung oder Genugtuung es sein soll, wenn ich weiß, dass ein Mensch, der ein Leben lang nur schlimme Sachen macht irgendwann im „Jenseits“ dafür zahlen muss. Außerdem klingt das ohnehin verdächtig nach gefühlt x anderen Philosophien und Religionen auch … aber gut. Ich mach hier einen Punkt. Das würde sonst ausufern.

Der Film jedenfalls hat mich gut drei Viertel lang wirklich gefesselt. Das liegt an der Kamera, der doch kompakten und gut erzählten Story, den kleinen Momenten und vor allem am Spiel von Norton („Flatliners„-Remake) und Seyfried („The Housemaid„). Was hier wie eine Geschichte über eine Entfremdung in einer Beziehung beginnt, bekommt plötzlich durch zwei drei Informationen aus der Vergangenheit einen bedrohlichen Hintergrund und dann entwicklt sich die Geschichte scheinbar in eine Richtung, die man kommen sieht, um dann unerwarteter, aber realistischer, weise scharf abzubiegen.

Da bin ich schon kurz mal sprachlos vor dem TV gesessen – ehrlich. Das hab ich nicht kommen gesehen. Und dann war ich gespannt, wie das weitergeht. Hat mir gefallen. Bis dann das „richtige“ Ende kommt. Also der Punkt an dem Film wirklich aufhört. Da kippt für mich die Sache dann in unnötig verkopft und pseudophilosophisch. Man will vermitteln, dass Karma existiert und alle und jede und jeder seinen Preis zahlen muss – aber das wird einfach nicht gut gemacht. Die Geschichte zwischen George und Catherine ist ohne diesen Hintergrund und ohne die „Meta-Ebene“ eigentlich spannend genug, diesen ganz Hokuspokus braucht man eigentlich nicht.

Naja, es ist wie es ist. Tatsächlich hat der Film mich – vom Ende abgesehen – gut unterhalten. Er war spannend, er war super gespielt und auch die die ganzen Nebenrollen sind super besetzt und alle sind mit dem Herzen dabei. Also – TROTZ des Endes – fand ich den Film wirklich gut. Auch wenn er mich mit einem unguten Gefühl in der Magengegend zurückgelassen hat – obwohl es mir vorkam, als hätte man versucht, den Film mit einer positiven Message zu beenden. Oder als hätte man gedacht, man würde den Film mit einer positiven Message enden lassen. „I will do for you what she did for me“. Mhm. Na dann.

„Things Heard & Seen“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende und sich leider gegen Ende in seiner Philosophie verlierende, Punkte.

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Mercy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/09/mercy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/09/mercy-filmkritik/#respond Sat, 09 May 2026 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38783 Als Chris Raven (Chris Pratt) erwacht, stellt er entsetzt fest, dass er an einen Stuhl gebunden ist und einer KI gegenübersitzt, die ihm mitteilt, dass er verhaftet wurde, weil er seine Frau ermordet hat. Chris ist völlig fertig, denn er … Weiterlesen

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Als Chris Raven (Chris Pratt) erwacht, stellt er entsetzt fest, dass er an einen Stuhl gebunden ist und einer KI gegenübersitzt, die ihm mitteilt, dass er verhaftet wurde, weil er seine Frau ermordet hat. Chris ist völlig fertig, denn er kann sich an nichts erinnern. Außer, dass er einer der ersten war, der die KI „Maddox“ (Rebecca Ferguson) gefeiert hat, weil diese eine objektive Richterin und Vollstreckerin ist. Als Chris jetzt jedoch selbst als Angeklagter hier sitzt, da kommen ihm dann doch Bedenken.

Er hat ein wenig über eine Stunde Zeit, um seine Unschuld zu beweisen. Dafür bekommt er Zugriff auf alle Systeme auf die auch Maddox Zugriff hat. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und bei Chris geht es um jede Minute …

Ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der gegen Ende absolut entgleist, der keine zwei Sekunden nachdenken aushält, weil sofort jedwede Logik zusammenbricht und den man mit drei Zeilen Text hätte retten können.

Aber zurück zum Start: Der Film ist super gemacht, die Optik, die visuellen Effekte – das funktioniert unglaublich gut. Im Grunde erleben wir den gesamten Film aus der Sicht von Chris Raven, der ja an einen Sessel gefesselt ist. Eingeblendete Videoaufzeichnungen, einerseits von Bodycams über Türklingel-Kameras bis hin zu Handyvideos und Social-Media-Postings.

Das hätte rasch nervig und anstregend werden können, zumal Maddox auch zwischen verschiedenen Dateiordner herumspringt und wir alle Dinge rund um Chris im Raum projiziert sehen. Das sieht eigentlich immer gut aus – ist manchmal aber auch einfach nur Selbstzweck, denn sind wir ehrlich: Welchen Mehrwert hat es innerhalb des Films für irgendjemand, dass – als man zum Beispiel sieht, wie eine Hütte in die Luft gejagt wird, das Feuer rund um Chris realistisch in den Film projiziert wird? Genau keinen. Außerhalb des Films hat es jedoch einen Grund: Es sieht einfach cool aus.

Und als ich gesehen habe, wer diesen Film hier gemacht hat – also Regie und Produktion – war mir sofort klar, dass der Film zwei Dinge erfüllen wird: Eine grandiose Optik und eine Story die um Storylücken herumgeschrieben wurden und nicht Storylücken in einer an sich durchdachten Story.

Aber ehrlich: Die ersten zwei Drittel war mir das egal, denn die Spannung war hoch, das Tempo flott und die Optik hat einfach mitgerissen. Der Schnitt hat genau das richtige Timing: Man springt als Zuseher wild durch die Datenbanken und da wird visuell einiges geboten, aber es ist nie „zu“ schnell. Das Tempo ist gerade richtig, sodass man das was man sieht aufnehmen und verarbeiten und seine Bedeutung verstehen kann, bevor es zur nächsten Info weitergeht. Alle Achtung.

Aber im letzten Drittel wirft man dann alle Zurückhaltung über Bord und dazu kommt noch, dass der Drehbuchautor einfach nicht mehr wusste, wie er alle Storystränge zusammenhalten soll und ehrlich gesagt fühlte es sich tatsächlich fast wie ein anderer Film an. Und auch die KI benimmt sich gegen Ende einfach völlig absurd.

Es wird jetzt kein großer Spoiler sein, wenn ich folgende Frage stelle: Wenn die KI Zugriff auf alle technischen Geräte hat und alle Geräte an das Netz angeschlossen werden müssen, wieso kann sie dann eine gefilmte Entführung übersehen? Ich meine … meine Telefon kann mir zehn Minuten nachdem ich mit jemanden neben dem Telefon darüber gesprochen habe, eine Werbung dazu unterjubeln und „zufällig“ anzeigen – aber es gibt keine Automatismen, welche Entführungen melden? Oder Morde? Wo doch quasi die gesamte Stadt mehr oder minder aus Kameras besteht? Pft. Nein. Sinnfrei.

Dabei hätte man einfach nur drei Zeilen Dialog einbauen müssen. Einen kurzen Dialog, in dem der KI genau diese Frage gestellt wird und die KI antwortet, dass so viele Daten auf sie einprasseln, dass ihre Energiereserven für die permanente und Analyse quasi das Land lahmlegen würden, weshalb man sich entschlossen hat, ihre Rechenleistung einzudämmen und sie auf Gerichtsverfahren und damit zusammenhängende Datafeeds reduziert hat. Punkt. Fertig. Logikproblem gelöst. Es hätte auch noch ein weiteres Problem gelöst: Der dritte Akt hätte nicht so ausarten können – zum Beispiel eine Bombe auf Rädern von einer Detonation abhalten.

Schauspielerisch gibt Chris Pratt sein Bestes und die meiste Zeit reicht es auch. Manchmal ist er knapp am Scheitern und den aggressiven, wütenden Cop am Ende mit den zusammengezogenen Augenbrauen – sorry, da musste ich einfach laut auflachen. Aber – es ist okay. Von Rebecca Ferguson kann man ja nicht viel verlangen, ich meine – sie spricht eine KI. Und das macht sie die meiste Zeit über, auch wenn sie immer wieder einmal zu menschlich klingt, zu oft blinzelt und sich zu viel bewegt, für eine KI. Aber auch hier: Die Leistung passt schon. Das Problem ist – siehe oben – das Skript. Das wäre wirklich um einiges besser gegangen.

Hat es trotzdem Spaß gemacht: Für die ersten zwei Drittel: Ja, absolut. Das letzte Drittel zieht den Film dann ein wenig runter, aber nicht genug, dass er deshalb nicht sehenswert wäre.

„Mercy“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, visuell grandiose aber drehbuchtechnisch am Ende scheiternde, Punkte

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Die nackte Kanone aka The Naked Gun (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/#respond Thu, 30 Apr 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38759 Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der … Weiterlesen

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Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der Polizei als Selbstmord deklariert wurde, ihr keine Ruhe lässt – es ist nämlich ihr Bruder und sie ist sich sicher: Er wurde ermordet.

Gegen seinen Willen wir Frank also in einen Kriminalfall hineingezogenm, der weit größere Ausmaße annimmt, als er gedacht hat, denn er Unternehmer Richard Cane (Danny Huston) hat etwas erfunden, was Menschen auf Knopfdruck zu mordenden Bestien machen kann. Und er hat vor, das Ding in Kürze zu benutzen.

Aber Frank ist ihm auf der Spur …

Ein Remake bzw. ein Neuanfang der „Nackten Kanone“. Das muss man sich mal trauen und in meinen Augen sollte man sich sehr, sehr sicher sein, dass man mit den alten drei Filmen zumindest mithalten kann. Die ersten Trailer waren okay, aber haben mich nicht umgehauen. Und jetzt, wo ich den ganzen Film kenne, weiß ich: Ja, das gilt für den ganzen Film. Mit dem Bonus von ein paar Fremdschäm-Momenten sondergleichen.

Regisseur und (Mit)Drehbuchautor Akiva Schaffer kannte ich in erster Linie als Teil der „Musikgruppe“ The Lonely Island, wo er gemeinsam mit Andy Samberg („Popstar: Never stop never stopping„) und Jorma Taccone eben Musik macht. Völlig irre Texte inklusive. Und ganz viele Sexwitze. Aber wenn die Jungs ins Schwarze treffen, dann richtig. Ich denke da nur an „I Threw It On The Ground“ oder an „Jack Sparrow“. Großes Kino.

Dennoch: Die nackte Kanone? Hm. Naja. Ich sage mal so: Die Ansätze sind da, aber weder die Regie noch das Drehbuch, noch nicht mal Liam Neeson schaffen es, wirklich an den Humor und das anarische Gefühl der Original-Trilogie (von der Serie „Police Squad“ will ich noch nicht mal anfangen) anzuknüpfen. Es gibt ein paar Stellen an denen ich wirklich von Herzen laut lachen musste, aber die meisten Witze haben mir maximal ein Schmunzeln entlockt und es gibt mindestens genauso viele Fehlschläge wie Treffer.

Vor allem fehlen mir die ikonischen Momente, derer es in den Urpsrungsfilmen so viele gibt, Momente oder Aktionen, die wirklich hängenbleiben im Kopf und die man sich beim Beisammensitzen mit Freunden dann gegenseitig an den Kopf wirft und allein bei der Erinnerung schon lachen muss. Und ja, Liam Neeson ist kein Leslie Nielson. Das ist nun einmal so. Er gibt sein Bestes und streckenweise ist er die perfekte Besetzung für Frank Drebin Jr. Und hin und wieder wirkt er fehlplatziert.

Pamela Anderson als toughe Lady ist ebenfalls in Ordnung und spielt meines Erachtens auch besser als in ihren so genannten „ernsten Rollen“. Danny Huston ist super, wie eh und je, hat aber zu wenig zu tun und ist als Gegenspieler halt auch einfach zu einhundert Prozent austauschbar. Da hilft es auch nichts, wenn der Plot bzw. die Story ebenfalls geklaut ist – nämlich von „Kingsman„. Und dort funktioniert der gesamte Wahnsinn einfach um ein Vielfaches besser. Das hätte man besser vermeiden sollen. Wenn jemand einen Knopf drückt und Leute animalisch werden und durchdrehen, dann habe ich automatisch den Vergleich mit der Szene in der Kirche (ja, „Kingsman“) vor mir. Und wer bitteschön, will denn da mithalten können? Eben.

Dazu kommt, das manche Witze einfach zu langsam aufgebaut sind und das Timing nicht passt – ob das nun am Schauspiel oder am Schnitt liegt variiert je nach Witz und Szene. Aber in Summe – leider funktioniert es zu oft nicht. Auch die Absurdität der Szenen kommt irgendwie nicht so richtig rüber. Da wird zum Beispiel die Vorgesetzt von Frank (Chief Davis, gespielt von CCH Pounder) mitten in der Nacht geweckt und meint dann „Bringt mir sofort Drebbin hierher!“. Schnitt – Drebbin steht in ihrem Schlafzimmer und sie schimpft ihn. Absurd, ja. Aber es funktioniert nicht, weil der Wahnsinn so „nebenbei passiert“ und vor allem – es ist zu wenig(!) Wahnsinn. In der Szene zum Beispiel hätte es gebraucht, dass jemand Frank festnimmt, ins Polizeiquartier bringt, durch enge Gänge schleust, dann eine Tür im Polizeirevier öffnet und auf einmal stehen sie im Schlafzimmer vom Chief. Die Szenen sind da – der Aufbau passt nicht.

Und gegen Ende taucht dann eine Eule auf, die sich als Frank Drebin Sr. herausstellt – das war hochnotpeinlich in Summe. Und es gibt noch ein paar andere Szenen, die ich mehr peinlich als witzig fand, aber gut – das ist immer Geschmacksache. Ein paar Momente gibt es, die sich wie „früher“ anfühlen, aber bei weitem nicht genügend. Und ja, ich fand den Running Gag mit dem Kaffee toll – aber auch da: Die Pointe sitzt eher selten.

Dann gibt es noch eine Szene mit Bodycam – die war einfach viel zu lange und der Witz hat auch nicht so besonders funktioniert. Zumal der Täter sich dann ergeben hat, weil er wirklich gefilmt wurde. Hier wäre es zB viel besser gewesen, dass er aufgegeben hätte, weil er die Bodycam-Aufnahmen von Frank nicht mehr ertragen. Man hat sich also einfach viel zu wenig getraut.

In Summe okay, aber für mich kein wirklicher „Naked Gun“-Film. Schade eigentlich. Die Ansätze wären ja da gewesen.

„The Naked Gun“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende, aber sicher nie Kult werdende, Punkte.#

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CW (Cassandra Naud) hat es irgendwie geschafft, von der Insel auf welcher sie zurückgelassen wurde zu entkommen. Sie lebt jetzt zufrieden mit ihrer Freundin zusammen und alles ist gut. Bis sie zu ihrem Jubiläum eine besondere Reise planen, aber ihr Spezialzimmer in letzter Sekunde an eine bekannte Influencerin vergeben wird und sie ein Downgrade bekommen.

Als diese dann noch mit CWs Freundin flirtet, ist ihr Schicksal eigentlich besiegelt.

Aber Madison (Emily Tennant), die für die Morde von CW angeklagt, aber freigesprochen wurde, bemerkt den Todesfall und beginnt zu ermitteln, denn sie hat den Verdacht, dass CW wieder da ist …

Da ist er – der zweite Teil zu Influencer und wie ich bereits im Review zum Vorgänger sagte – die Geschichte war zu Ende erzählt. Das merkt man auch daran, dass der Anschluss an den ersten Film im Grunde nicht erklärt wird. CW war auf der Insel, allein, ohne Möglichkeit wegzukommen. Jetzt ist sie wieder da und hat sogar eine Freundin. Wie es dazu kam? Die Freundin wird erklärt – da gibt es sogar eine unpassend platzierte, ausführliche Rückblende dazu -, aber die Sache mit der Insel? Nun, sagen wir mal so: CW ist quasi Batman – die kann das. Oder so.

Naja. Egal. Zumindest scheint das die Herangehensweise von Kurtis David Harder zu sein, der auch den ersten Teil geschrieben und inszeniert hat. Und tatsächlich muss ich ihm insofern rechtgeben, dass es für die Handlung völllig irrelevant ist, wie CW wieder retour gekommen ist. Wäre es interessant? Ja. Ist es wichtig? Nein.

Den recht schnell wird klar, was hier Sache ist – es ist die Jagd von Madison auf CW. Und die nimmt relativ rasch an (unrealistischer) Fahrt auf. Denn CW und Madison sind Weltenbummler und ja, ich weiß, wir haben Technologie, werden überwacht und wer hacken kann ist scheinbar fährig alles überall zu tun. Wie? Computerzeugs halt. Jedenfalls ist das Drehbuch eine ganze Ecke schwächer als im ersten Teil, denn hier treffen so viele Menschen durch Zufall aufeinander, die sich vermutlich in zehn Leben nie treffen würden, dass man den Realitätsanspruch in seinem Kopf schon wirklich früh abschalten muss.

Wenn man das schafft, dann ist der Film kurzweilig, unterhaltsam und streckenweise richtig irre. Die eingführten männlichen Inflluencer sind kaputte Typen, die in allem eigentlich nur eine Chance sehen, ihre Reichweite zu vergrößern und ihre Fangemeinde zu erweitern. Witzige Typen für einen Film – im echten Leben wären sie zum Kotzen. Aber gespielt werden sie gut.

Ach ja, der Film fängt mit einem dramatischen Selbstmord von einer völlig neuen Figur an, zu der man keinen Bezug hat. Üblicherweise wird dann die Geschichte erzählt, wie es dazu kam und wir folgen dem Leben dieser Person quasi nach einem Zeitsprung bis hier und jetzt. Das passiert in dieser Form nicht. Ja, die Person kommt vor. Ja, wir lernen ein paar Dinge über sie, aber tatsächlich hat mich der Tod dann im Laufe des Films – natürlich kommen wir zu diesem Punkt – absolut kalt gelassen. Hätte man diesen Teil der Geschichte weggelassen, dann würde nicht mal was fehlen.

Im Kern ist es ja nicht mal die Jagd von Madison auf CW oder CWs Flucht vor Madison, welche hier die Handlung darstellen. Die Handlung ist dünn, sehr dünn, voller unlogischer und unrealistischer Entwicklungen und nicht mal so richtig spannend. Aber irgendwie bin ich drangeblieben und war doch gut unterhalten. Das liegt in erster Linie an der Spielfreude von allen Involvierten. Auch die männlichen Influencer (wie geschrieben: Kotzbrocken oder Würstchen, je nach Standpunkt) sind super gespieilt. Und vor allem Emily Tennant und Cassandra Naud halten bei der Stange.

Das Finale verläuft dann ziemlich so, wie ich mir das gedacht hatte, auch wenn es dann doch ein wenig anders ausgeht als ich vermutet hatte. Also – ich meine jetzt keinen Twist oder so, sondern einfach, dass CW einen ziemlich dummen Fehler macht, die Aktionen völlig „Over-The-Top“ werden (ein cooler Comic-Cat-Fight) und die Reaktion auf das eben passierte ist einfach schräg und ich hab mir wirklich kurz überlegt, ob das jetzt ein Fiebertraum einer der Protagonist:innen ist oder ob das wirklich ist, was laut Drehbuch passiert.

Ja, kryptisch, ich weiß.

Wie dem auch sei: „Influencers“ ist kein großartiger Film, er ist locker lässig angreifbar, leistet sich viele Fehler und Logigklöcher, aber er ist auch dank der grandiosen Optik und paar richtig coolen Locations eifnach super anzusehen und vor allem Cassandra Naud darf wieder zeigen was sie draufhat.

„Influencers“ bekommt 6 von 10 möglichen, aufgrund zu vieler Logiklöcher und ein paar Schnitzern, möglichen Punkte.

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Ercell (Priyanka Chopra Jonas) lebt zusammen mit ihrem Mann, dessen Schwester und dem gemeinsamen Sohn in einem Inselparadies. Früher war sie jedoch die gefürchtete Piratin Bloody Mary, da sie als Teenager von Captain Connor (Karl Urban) gefangen genommen wurde, der sie zu einer skrupellosen Piratin und seiner Liebhaberin gemacht hatte.

Bis sie ihn eines Tages verraten und verletzt hat und mit einer Kiste voller Gold verschwunden ist. Genau dieses Leben holt sie nun wieder ein, denn Connor ist mit seinem Schiff auf dem Weg zu ihrer neuen Heimat und er hat Ercells Mann als Gefangenen mit an Bord…

Seit dem im Jahr 2004 erschienenen Film „Haven“ hat Frank E. Flowers ausschließlich bei Musikvideos, Serien und Kurzfilmen die Regie übernommen. Für AmazonPrime hat er nun seine lange Abstinenz unterbrochen und einen Piraten-Actionfilm inszeniert, bei dem ursprünglich Zoe Saldana (Guardians of the Galaxy) die Hauptrolle übernehmen sollte. Sie ist weiterhin als Produzentin mit an Bord, doch die Antihelden-Rolle hat schließlich Priyanka Chopra Jonas übernommen.

Die ist derzeit ja sozusagen eines der Gesichter von Amazon, nach ihrer Serie Citadel (die zweite Staffel soll bald kommen) und dem Film Heads of State von 2025. Um den „Zeitgeist-Filter“ kurz anzuwenden, hier gleich folgende Information: ja, hier kämpfen dunkelhäutige Frauen und Kinder, gegen böse, weiße, toxisch maskuline Männer. Das sind aber erstens Piraten – da soll das abgesehen von der One Piece Crew so sein – und zweitens ist es für den Film völlig egal.

Es geht nämlich außer um Schauwerte um so ziemlich gar nichts. Auf Grund des unverbrauchten Insel-Settings und dem Hineinragen der Realität – dieser Winter 2025/2026 war ziemlich kalt und reich an Schnee – zelebriert man beim Ansehen förmlich dieses Urlaubs-Feeling, plus dieses Gefühl von Freiheit, dass die Seefahrt mit sich bringt. Den stärksten Pluspunkt dies zwischendurch als kleinen Happen zu genießen, liefert dann aber klar Karl Urban (The Boys).

Natürlich ist der sowieso immer mindestens sehr unterhaltsam, aber hier reißt er mit seinem raubeinigen Charme, einfach alle seine Szenen an sich. Man liebt es eindeutig ihn zu hassen und auch wenn es klar ist, wie es enden wird, weil von der Story her hundertprozentig nötig und weil es sich um kein Franchise handelt, aber so einen Gegner bringt man nicht um, den lässt man immer wieder mal in Erscheinung treten.

Was die Härte betrifft, da geht Amazon ebenso wenig zimperlich vor. Vielleicht nicht ganz so rabiat wie zuletzt in The Wrecking Crew, doch Morde abseits der Kamera, gibt es nur selten. Dabei macht die in solchen Fights bereits erprobte Chopra eine gute Figur, auch wenn teilweise die Kameraführung zu chaotisch wirkt und ein paar Aktionen durchaus aufgesetzt in Sinne von zu sehr inszeniert und nicht spontan wirken.

Was ich dafür schätze, sind schräge Kleinigkeiten. Wenn Ercell zu Beginn eine Muschel im Garten stört, die aus der geraden Reihe der Muscheln verschoben wird und sie dann im weiteren Verlauf eine Muschel aus dem Set nimmt, einem Piraten den Kopf damit einschlägt und sie dann wieder genau fein säuberlich in die Reihe legt, dann fällt dies exakt in die Art von individuellen Eigenheiten, die ich zu schätze weiß. Oder etwa wenn ihr Sohn seinen Dolch sucht und sie den noch schnell „diskret“ aus dem Nacken eines Gegners entfernen muss.

Das ergibt in Summe ein kurzweiliges Piratenabenteuer, das schöne Landschaftsbilder, starke Ladys, raue Typen und coole Oneliner kombiniert und somit genau den Musikvideo-Wurzeln des Regisseurs entspricht. Für Fans von Urban sowieso ein klarer Tip aber auch Chopra schafft es mit ihrer Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit bzw. Piratin und Mutter, dass man sie nie als unsympathisch erlebt. Sie ist am ehesten ein Girl und ein Boss, aber eben nicht beides zusammen.

„The Bluff“ bekommt von mir 6/10 diese eine Dame niemals hinter sich lassen könnende Empfehlungspunkte.

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Spike (Alfie Williams) muss sich beweisen – wenn er einen Zweikampf gewinnt, dann darf er als neuer „Jimmy“ bei der Gruppe mitwirken und unter Leitung des obersten Jimmy (Jack O’Connell) mit durch das Land ziehen, dessen Lehre verbreiten und die Sünder bestrafen. Nachdem es ein Kampf auf Leben und Tod ist, wehrt sich Spike – und gewinnt.

Als er mit den „Jimmies“ durch das Land zieht, merkt er jedoch rasch, in welches Umfeld er hier geraten ist – Satanisten, welche andere Leute sadistisch ermorden, weil sie denken, dadurch „old Nick“ (den Teufel) zu unterstützen, denn die „Zombieplage“ ist schließlich dessen Machwerk.

Bei einer Erkundungstour entdeckt eine der Jimmys Dr. Kelson (Ralph Fiennes), der gerade dabei ist, einen Alpha, den er Samson (Chi Lewis-Parry) nennt, zu bändigen und vielleicht sogar zu heilen. Sie hält ihn für den Teufel, da er mit den „Zombies“ reden kann und berichtet das – einem sichtlich irritierten Anführer-Jimmy. Aber man macht sich auf dem Weg zu ihm, immerhin ist es ja das Ziel, diesen zu treffen.

Und dann prallen die Welten aufeinander …

Meine Erwartungshaltung an diesen Film war erneut tendentiell Null. Ich kenne keinen Film von Nia DaCosta der mir gefällt (ja, das „Candyman„-Remake inkludiert), deshalb war ich unterwältigt, als ich gelesen habe, dass sie hier die Regie in der Hand hat. Das Drehbuch ist natürlich erneut von Garland. Und das merkt man im Guten wie im Schlechten.

Die Story ist keine Fortführung des ersten Teils – so kommen weder die Insel, noch Spikes Vater, noch sonst irgendwas in dieser Richtung vor -, es ist noch nicht einmal eine Fortführung der Storyline von Spikes Entwicklung. Stattdessen wird der Weg vom Finale des ersten Teils weiterverfolgt und es wird sofort mit dem Jimmy-Clan angefangen. Und bei dem bleiben wir auch bis zum Ende.

Das ist gut. Und das ist schlecht. Denn einerseits ist der Clan interessant und sein Anführer ein spannender Charakter, nur ist das Ganze meiner Ansicht nach schon ziemlich Malen-nach-Zahlen. Da kann jetzt DaCosta nix dafür und sie gibt sich alle Mühe den Film interessant zu inszenieren (böse Zungen würden sagen Danny Boyle zu kopieren) und schreckt vor allem im ersten Drittel auch nicht vor richtig brutalen Szenen zurück, aber das alles übertüncht meiner Ansicht nur einen relativ schwachen Plot.

Was sehen wir konkret und warum finde ich es zu wenig?

Wir sehen Spikes Aufnahme in die Gruppe. Dann überfällt die Truppe einen Hof und schlachtet die Bewohner:innen brutal ab. Einige der Jimmys gehen drauf. Dr. Kelson wird gesichtet. Die Gruppe geht hin. Parallel sehen wir Dr. Kelson, der sich Samson annähert und eine Idee hat, wie man vielleicht das Virus heilen könnte. Und dann taucht die Gruppe Jimmys auf. Ein Gespräch zwischen Dr. Kelson und Jimmy Crystal. Dann die Konfrontation und Ende.

Mehr ist da nicht. Und das ist im Grund genommen nicht wirklich viel. Die Szenen mit den Jimmys sind zwar im positiven Sinn irre und erzeugen Spannung, weil man halt nie genau weiß, was als nächstes passieren wird („Tell me – will you leave again?“ – „But of course.“ Pause. „But first we will murder you all.“). Aber so richtig zur Story haben sie für mich nicht viel beigetragen. Ja, Jimmy Crystal ist irre. Okay, das wussten wir im Grunde schon. Und die anderen bekommen wenig bis keine Backstory.

Der Teil mit Dr. Kelson ist an sich spannend, aber leider auch zu einhundert Prozent vorhersehbar und irgendwann hab ich genug drogenmüde Augen und Zuckungen gesehen, damit ich verstehe was mir vermittelt werden soll.

Der spannendste Teil war das Treffen zwischen Dr. Kelson und Jimmy Crystal, weil das ein ziemlich offenes und ehrliches Gespräch war und wirklich cool anzuhören. Was dann folgt … nun, das ist Geschmackssache. Es gibt dann einen Auftritt von Dr. Kelson, den man entweder grandios oder peinlich finden kann. Ich fand ihn peinlich. Da ist grandiose Musik („The Number Of The Beast“ von Iron Maiden) und eine interessante Optik (ich würde sagen da hat jemand den Sänger der Smashing Pumpkins kopiert oder die späten Tiamat) und Fiennes gibt sein Bestes, aber in Summe: Sorry. Nein. Das war nicht meins.

Die folgende Konfrontation, also was konkret passiert, wie es endet und warum sich alles anders entwickelt als vermutlich gedacht – kleiner Spoiler: Kelson erkennt Spike – fand ich dann wieder gut. Genauso, wie ich die Masken der Jimmys gut fand. Und das ein „Thank you“ so viel beinhalten kann ist wirklich super rübergekommen und hat mir sehr gut gefallen.

Fand ich den Film jetzt gut? Hm. Schwer zu sagen. Ich bereue nicht, ihn gesehen zu haben, fand einige Ideen darin super, hab mir aber überlegt, ob ich ihn auch super finden würde, wenn es kein „28 xy later“-Film wäre, sondern einen anderen Titel tragen würde. Ich muss gestehen: Vermutlich nicht. Vermutlich hätte ihn mies gefunden, wenn er irgendeinen anderen Titel gehabt hätte. So ehrlich muss ich sein.

Und das am Ende dann auf einmal Jim (Cilian Murphy) aus dem allerersten „28 Days Later“ auftaucht, war ja bereits angekündigt und erfreulich, weil Cilian Murphy, wirkt aber im Moment noch richtig aufgesetzt und irgendwie deplaziert. Nicht so schräg wie das Ende vom Vorgänger, aber doch irgendwie seltsam. Was das für den möglichen dritten Teil bedeuten kann – keine Ahnung. Ich habe Null Ahnung, wo die Reise da jetzt hingehen könnte. Alles ist möglich, alles ist offen. So gesehen ist auch die Spannung in diese Richtung gering, weil es für mich keine Erwartungshaltung geben kann, wenn ich nicht weiß, worauf jemand hinauswill. Und so wie ich Garland kenne, wird er ohnehin auf nichts hinauswollen, sondern einfach mittdrin aufhören.

„28 Days Later – The Bone Temple“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, gute Ansätze habende, sich für mich aber zu sehr verzettelnde, Punkte.

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We Bury the Dead (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/26/we-bury-the-dead-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/26/we-bury-the-dead-filmkritik/#respond Thu, 26 Feb 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38534 Nachdem die USA unabsichtlich eine experimentelle Waffe bei der östlichen Küste von Tasmanien gezündet haben, wird die Stadt Hobart zerstört und alle Einwohner erleiden einen sofortigen Gehirntod. Manche von ihnen erlangen jedoch motorische Fähigkeiten zurück, doch je länger sie wieder … Weiterlesen

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Nachdem die USA unabsichtlich eine experimentelle Waffe bei der östlichen Küste von Tasmanien gezündet haben, wird die Stadt Hobart zerstört und alle Einwohner erleiden einen sofortigen Gehirntod. Manche von ihnen erlangen jedoch motorische Fähigkeiten zurück, doch je länger sie wieder „am Leben“ sind, desto aggressiver werden sie.

Die amerikanische Physiotherapeutin Ava (Daisy Ridley) meldet sich freiwillig um zusammen mit dem Militär die Leichen der Bewohner der Insel zu bergen und zu entsorgen. Dabei verfolgt sie jedoch eigene Ziele, denn ihr Mann hat sich auf einer Geschäftsreise in dem Gebiet befunden und sie will ihn umbedingt wieder finden…

Dies ist das erste Mal, dass Regisseur und Drehbuchautor Zak Hilditch (These Final Hours, Rattlesnake), auf meinem Radar aufgetaucht ist. Daisy Ridley (Cleaner) hingegen, kenne ich dank einem gewissen Franchise, dass zuletzt mit The Acolyte an einem Tiefpunkt angekommen ist, schon länger. Das gemeinsame Projekt dieser beiden ist eine australisch-amerikanische Co-Produktion und versucht dem Zombie-Genre, neue Impulse hinzuzufügen.

Im Vorfeld sollte man jedoch noch wissen – ja, nun geht es wie so oft um die Erwartungshaltung – dass dieser Film in erster Linie ein Drama ist, mit dem Hauptthema Verlust, Trauer und wie man damit umgehen lernt und abschließen kann. Die erste halbe Stunde ist dementsprechend deprimierend. Wenn zum Leichen Bergen Häuser aufgebrochen werden und überall Menschen in der Küche, der Badewanne, im Garten liegen, die innerhalb von Sekunden aus dem Leben gerissen wurden, dann ist die Atmosphäre ziemlich hoffnungslos.

Die unheimliche Schwere, die so erzeugt wird, zieht sich durch den gesamten Film, lässt dabei aber auch leichte subtile Freiräume für schwarzen Humor. Nach circa einer halben Stunde wandelt sich der Film dann hin zu einem Roadtrip durch die Postapokalypse. Da kommt dann als Bridge (wie bei einem Song) ein kurzer Psycho-Thriller Abschnitt vor, bevor es zum erwarteten Ziel der Reise kommt und zu einer letzten Szene, die wie aus einem Märchen erscheint.

Wenn es dazwischen zu seltenen Zombie-Attacken kommt, dann ist dies für das Genre typisch bekannt und nichts Besonderes. Wenn diese Kreaturen jedoch vereinzelt noch – ich nenne es hier der Einfachheit halber – an ihrer Menschlichkeit festhalten können (die Wohnwagen-Szene), was auch beim Finale zum Tragen kommt, dann sind dies sowohl spannende als auch berührende Augenblicke. Das breitere Spektrum bleibt aber nur an der Oberfläche, zentral geht es um die Auswirkungen auf Ava.

Daisy Ridley macht ihre Sache richtig gut, vor allem auch bei den immer wieder eingebundenen Rückblicken kann sie unterschiedliche Seiten von sich zeigen. Ihr Weg von Verzweiflung hin zu Kampfgeist, der hat schon was. Brenton Thwaites (Office Uprising) als Clay verkörpert vor allem zu Beginn perfekt diese „mir doch egal“ Haltung, er ist laut und lässig und ein schönes Gegenstück zu der schweigsamen Ava.

Mark Coles Smith (Beast of War) als Riley muss ich noch erwähnen, denn auch wenn er nur eine Nebenrolle hat, der bleibt dank seines „Umgangs mit der Gesamtsituation“ im Gedächtnis. Bei all den positiven Einflüssen von unterschiedlichen Genre muss man dennoch sagen, dass vor allem das Thema Trauer plakativ bleibt und nur dank Ridleys Spiel greifbar wird und auch wenn das Design der Zombies unheimlich ist un die bereits erwähnte Menschlichkeit als Idee dabei ist, bleibt die Sache sehr zahm.

Das ergibt in Summe einen Film, der aus dem geringen Budget mit Hilfe von Setting, Make Up und Darstellern einiges raus holt und man daher Avas Reise gerne folgt. Umgehauen hat mich hier zwar Nichts, jedoch bleibt man durchgehend involviert genug, dass eine einmalige Sichtung, durchaus spannend bleibt. Eines ist auf jeden Fall klar (und ich bin kein Fan von ihr), Ridley kann spielen, egal was all die (teils berechtigten) Disney SW-Hater sagen.

„We Bury the Dead“ bekommt von mir 6/10 die Würde der Toten zu ehren versuchende Empfehlungspunkte.

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