History | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Tue, 03 Mar 2026 12:26:54 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 The Bluff (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/03/the-bluff-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/03/the-bluff-filmkritik/#respond Tue, 03 Mar 2026 05:00:54 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38578 Ercell (Priyanka Chopra Jonas) lebt zusammen mit ihrem Mann, dessen Schwester und dem gemeinsamen Sohn in einem Inselparadies. Früher war sie jedoch die gefürchtete Piratin Bloody Mary, da sie als Teenager von Captain Connor (Karl Urban) gefangen genommen wurde, der … Weiterlesen

The post The Bluff (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Ercell (Priyanka Chopra Jonas) lebt zusammen mit ihrem Mann, dessen Schwester und dem gemeinsamen Sohn in einem Inselparadies. Früher war sie jedoch die gefürchtete Piratin Bloody Mary, da sie als Teenager von Captain Connor (Karl Urban) gefangen genommen wurde, der sie zu einer skrupellosen Piratin und seiner Liebhaberin gemacht hatte.

Bis sie ihn eines Tages verraten und verletzt hat und mit einer Kiste voller Gold verschwunden ist. Genau dieses Leben holt sie nun wieder ein, denn Connor ist mit seinem Schiff auf dem Weg zu ihrer neuen Heimat und er hat Ercells Mann als Gefangenen mit an Bord…

Seit dem im Jahr 2004 erschienenen Film „Haven“ hat Frank E. Flowers ausschließlich bei Musikvideos, Serien und Kurzfilmen die Regie übernommen. Für AmazonPrime hat er nun seine lange Abstinenz unterbrochen und einen Piraten-Actionfilm inszeniert, bei dem ursprünglich Zoe Saldana (Guardians of the Galaxy) die Hauptrolle übernehmen sollte. Sie ist weiterhin als Produzentin mit an Bord, doch die Antihelden-Rolle hat schließlich Priyanka Chopra Jonas übernommen.

Die ist derzeit ja sozusagen eines der Gesichter von Amazon, nach ihrer Serie Citadel (die zweite Staffel soll bald kommen) und dem Film Heads of State von 2025. Um den „Zeitgeist-Filter“ kurz anzuwenden, hier gleich folgende Information: ja, hier kämpfen dunkelhäutige Frauen und Kinder, gegen böse, weiße, toxisch maskuline Männer. Das sind aber erstens Piraten – da soll das abgesehen von der One Piece Crew so sein – und zweitens ist es für den Film völlig egal.

Es geht nämlich außer um Schauwerte um so ziemlich gar nichts. Auf Grund des unverbrauchten Insel-Settings und dem Hineinragen der Realität – dieser Winter 2025/2026 war ziemlich kalt und reich an Schnee – zelebriert man beim Ansehen förmlich dieses Urlaubs-Feeling, plus dieses Gefühl von Freiheit, dass die Seefahrt mit sich bringt. Den stärksten Pluspunkt dies zwischendurch als kleinen Happen zu genießen, liefert dann aber klar Karl Urban (The Boys).

Natürlich ist der sowieso immer mindestens sehr unterhaltsam, aber hier reißt er mit seinem raubeinigen Charme, einfach alle seine Szenen an sich. Man liebt es eindeutig ihn zu hassen und auch wenn es klar ist, wie es enden wird, weil von der Story her hundertprozentig nötig und weil es sich um kein Franchise handelt, aber so einen Gegner bringt man nicht um, den lässt man immer wieder mal in Erscheinung treten.

Was die Härte betrifft, da geht Amazon ebenso wenig zimperlich vor. Vielleicht nicht ganz so rabiat wie zuletzt in The Wrecking Crew, doch Morde abseits der Kamera, gibt es nur selten. Dabei macht die in solchen Fights bereits erprobte Chopra eine gute Figur, auch wenn teilweise die Kameraführung zu chaotisch wirkt und ein paar Aktionen durchaus aufgesetzt in Sinne von zu sehr inszeniert und nicht spontan wirken.

Was ich dafür schätze, sind schräge Kleinigkeiten. Wenn Ercell zu Beginn eine Muschel im Garten stört, die aus der geraden Reihe der Muscheln verschoben wird und sie dann im weiteren Verlauf eine Muschel aus dem Set nimmt, einem Piraten den Kopf damit einschlägt und sie dann wieder genau fein säuberlich in die Reihe legt, dann fällt dies exakt in die Art von individuellen Eigenheiten, die ich zu schätze weiß. Oder etwa wenn ihr Sohn seinen Dolch sucht und sie den noch schnell „diskret“ aus dem Nacken eines Gegners entfernen muss.

Das ergibt in Summe ein kurzweiliges Piratenabenteuer, das schöne Landschaftsbilder, starke Ladys, raue Typen und coole Oneliner kombiniert und somit genau den Musikvideo-Wurzeln des Regisseurs entspricht. Für Fans von Urban sowieso ein klarer Tip aber auch Chopra schafft es mit ihrer Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit bzw. Piratin und Mutter, dass man sie nie als unsympathisch erlebt. Sie ist am ehesten ein Girl und ein Boss, aber eben nicht beides zusammen.

„The Bluff“ bekommt von mir 6/10 diese eine Dame niemals hinter sich lassen könnende Empfehlungspunkte.

The post The Bluff (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/03/03/the-bluff-filmkritik/feed/ 0
Assassin’s Creed Shadows (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/18/assassins-creed-shadows-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/18/assassins-creed-shadows-game-review/#respond Sat, 18 Oct 2025 05:00:34 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38099 Das Leben ist Idylle. Japan. Freies Land. Ehre. Pflicht. Höflichkeit. Aber die Zeiten sind hart und Nobunaga will das gesamte Land unter seiner Herrschaft vereinen. Und dazu schreckt er auch vor Waffengewalt nicht zurück. Er überzieht das gesamte Land mit … Weiterlesen

The post Assassin’s Creed Shadows (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Das Leben ist Idylle. Japan. Freies Land. Ehre. Pflicht. Höflichkeit. Aber die Zeiten sind hart und Nobunaga will das gesamte Land unter seiner Herrschaft vereinen. Und dazu schreckt er auch vor Waffengewalt nicht zurück. Er überzieht das gesamte Land mit Krieg, verleibt sich eine Provinz nach der anderen ein verlangt absoluten Gehorsam. So passiert das auch in Iga, Heimatort von Naoe, die mit ihrem Vater und ihrer Großmutter ein beschauliches Leben lebt. Ihre Mutter ist verschollen – totgeglaubt.

Als Iga von Nobunaga und seiner Armee überfallen wird, muss sich Naoe beweisen – als Shinobi und als Erbin ihres Vaters. Jener Tag bzw. jene Nacht verändern alles. Zum einen erfährt Naoe viel über ihre Vergangenheit und ihr Vater hat viel vor ihr geheimgehalten. Das meiste davon hat mit einer versteckten Klinge zu tun.

Als Nobunaga dann Iga niederbrennt ist ein Samurai in der Gruppe dabei, der als Nobunagas Kampfhund dient – Yasuke. Ein schwarzer Samurai und klarer Feind von Naoe. Sie kommt nur knapp mit dem Leben davon.

Nachdem Naoe sich von den Schrecken dieser Nacht erholt hat und bereit ist in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, wird klar, dass auch der schwarze Samurai eine Rolle spielt, die anders aussieht als zuerst gedacht: Als Naoe in eine Falle gerät, da rettet er sie. Und schwört ihr die Treue. Denn auch er hat eine Vergangenheit mit der versteckten Klinge. Und das Wort „Templer“ hat für ihn eine viel größere und bedrohlichere Bedeutung als für Naoe.

Was sich jedoch bald ändern wird …

Viel hing am Erfolg von „Assassin’s Creed Shadows“. Ubisoft ist gestrauchelt, ach, was schreibe ich: Die sind schwer gestürzt. Und nachdem „Star Wars Outlaws“ den gewünschten Erfolg (weder in den Kritiken noch finanziell) gebracht hat, war die Frage, ob Ubisoft weiterhin Ubisoft bleiben wird. „Shadows“ hat die Sache zumindest zum Teil wieder rausgerissen – auch wenn eine zweimalige Verschiebung notwendig war, damit der Start möglichst bugfrei und rund abläuft. Aber das hat sich ausgezahlt – ich zumindest hatte bei meinem Durchspielen in über 100 Stunden keinerlei Probleme oder Bugs. Null. Nada. Keine.

Zumindest das ist Ubisolft geglückt. Allerdings muss man anmerken, dass auch „Dragon Age: The Veilguard“ technisch betrachtet absolut reibungslos gestartet ist und ich habe selten ein so poliertes (positiv gemeint) Spiel gespielt in den letzten Jahren. Geholfen hat es trotzdem nicht und das Spiel ist gnadenlos gescheitert.

Ein Schicksal, welches auch „Assassin’s Creed Shadows“ hätte bevorstehen können. Ich habe null Kenntnis über Verkaufszahlen, soweit ich jedoch herausfinden konnte war „Shadows“ ein Erfolg. Trotzdem hat Ubisoft ein paar seiner großen IPs ausgegliedert und (wenn ich mich korrekt entsinne) mit Tencent bzw. deren Geld ein neues Studio namens „Vantage Studios“ gegründet, welches die größten Marken á la Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six überwachen soll.

Wie dem auch sei – das nur als Hintergrund und warum der Erfolg von „Shadows“ für Ubisoft so wichtig war bzw. immer noch ist.

Was ist jetzt aber mit dem Spiel an sich? Nun, zuerst die Eckdaten: Wir bewegen uns in der Gegend von 1756 durch Japan. Wir haben zwei Protagonist:innen. Naoe als schleichende Shinobi und Yasuke als Samurai mit mächtig Durchschlag. Letzteren schaltet man allerdings erst im Laufe der Story frei. Bei mir hat das schon mal gut 15 Stunden gedauert, wenn nicht sogar länger. Und die beiden spielen sich tatsächlich verschieden. Mit Yasuke Aussichtspunkte erklettern? Vergesst es. Mit Naoe eine halbe Armee konfrontieren? Keine Chance. Die beiden haben klar ihre Rollen. Es gibt auch Missionen, die entweder die eine oder der andere annehmen kann und der oder dem anderen versperrt sind. Das ist im Regelfall allerdings von der Story her völlig klar und nachvollziehbar. Bis auf kleinere Ausnahmen, in denen zB Yasuke einen Gefangenen befreien soll. Ich hatte jedoch mehr Lust auf Stealth. Die Folge: Als ich dann vor dem Gefängnis saß meinte Naoe sinngemäß: „Da ist ein Gefangner den Yasuke befreien sollte.“ Und das war es dann. Nix mit „trotzdem Tor öffnen“ oder so. Hätte man vielleicht besser lösen können. Wobei das bei mir nur ein einziges Mal vorkam.

Von den doppelten Protagonist:innen abgesehen gibt es auch noch ein paar weitere Neuerungen: Die Aussichtspunkte zum Beispiel. Die sind immer noch da, nur ist es dieses Mal so, dass sie nicht die gesamte Karte aufdecken, sondern nur einen Teil und außerdem muss man selbst die Gegend von dort oben aus absuchen und so deckt man nach und nach interessante Orte auf. Diese werden mit einem Fragezeichen markiert und wer wissen will, was sich dort versteckt muss schon selbst hinlaufen/reiten. Hat ein wenig gedauert, bis mir das klar wurde – finde ich aber im Nachheinein ein passende und coole Idee. Wer alle Aussichtspunkte einer Provinz erreicht hat, deckt (seit dem letzten Patch zumindest) die gesamte Provinz auf. Find ich auch gut.

Neu ist auch, dass die Möglichkeit die Skilltrees bis oben zu nutzen nicht nur an Erfahrungspunkte, sondern an Wissenslevel geknüpft ist. So muss man – auch hier pro Person verschiedene – Nebenaufgaben erfüllen und beim Erreichen einer bestimmten Anzahl wird das nächste Wissenslevel freigeschaltet und man kann auf neue Skills zugreifen. Auch zuerst ungewohnt, aber mit der Zeit hat mir das auch gefallen. Zumal die Nebenaktivitäten Spaß machen und man kommt auch ganz nach oben wenn man nicht alle „abarbeitet“.

Einige werden vermutlich sauer sein, dass die versteckte Klinge nicht automatisch alle Gegner liquidiert, dazu muss man erst Skills freischalten, die in meinen Augen jedoch rasch zu erreichen sind und mit der richtigen Ausrüstung wird man immer noch zum tödlichsten Schatten in der Nacht. Ich hatte zB meine Tanto ausgerüstet, was bedeutet, dass Doppel-Attentate möglich waren und noch dazu Kleidung angelegt, die ich mit einem Buff verstärkt hatte, welcher es Nao ermöglichte nach erfolgreichem Einsatz der versteckten Klinge ein Wurfmesser auf den nächstbesten Gegner zu werfen – One-Hit-Kill inklusive. Macht Spaß, kann ich nur sagen.

Genauso wie es Spaß macht mit Yasuke versperrte Türen einfach niederzurennen oder Gegner mit dem berüchtigten Kick durch die Gegend zu kicken. Auch die Auswahl der Waffen ist breit und passt zur jeweiligen Figur, auch wenn ich für mich realativ rasch beschlossen hatte, mich auf Katanas, Bogen und die versteckte Klinge zu konzentrieren.

Das Kampfsystem setzt auf Parieren oder Ausweichen – roten Angriffen muss man ausweichen und blaue Angriffe kann man parieren. Allerdings habe ich das Timing nie so richtig hinbekommen. Macht aber nix – vorausgesetzt es stört euch nicht, wenn eure Figur (Naoe zumindest – Yasuke steckt so viele Treffer ein, dass er ohnehin fast nicht sterben kann – mit der richtigen Rüstung!) herumrollt wie Geralt in „The Witcher: Wild Hunt„.

Ihr merkt es schon: Ich mochte und mag „Shadows“. Nämlich wirklich. Das Gameplay ist großartig. Stealth funktioniert toll – vor allem mit Naoes Greifhaken und der Möglichkeit Lichtquellen zu löschen. Die zerstörbare Umgebung macht auch Laune. Und das sich die Jahreszeiten (je nachdem wie oft man die Schnellreise nutzt und andere Parameter, die gezählt werden) unregelmäßig ändern fand ich auch toll. Zumal Japan im Winter wirklich gänzlich anders aussieht als im Frühling oder Herbst (grandiose Farben! Überhaupt sieht das Spiel wahnsinnig toll aus!). Mitzählen darf man allerdings nicht und das Timing ist manchmal storytechnisch ein Problem. Wenn ich zB rasch und dringend aus Storygründen von A nach B muss und auf einmal ist am Weg statt Herbst Winter, dann passt das nicht immer so ganz mit der Zeit zusammen, die da am Weg überhaupt vergehen kann. Aber geschenkt. Das sind Kinderkrankheiten und das System selbst ist super. Und – wie gesagt – optisch generell 1A.

Was ich Ubisoft allerdings ankreide bzw. was sie wirklich selten hinbekommen ist das Erzählen der Story: Vorweg: Ich mag die Story. Ja, es ist eine Rachgeschichte, aber es steckt mehr drin. Nur wird sie ein wenig holprig erzählt. Am Anfang hat man eine richtige Wagenladung an Rückblenden, Zwischensequenzen und Story – und dann passiert viele Stunden in denen man/frau die zwölf Attentatsziele und alle anderen (unglaublich viele) Zielpersonen ausschaltet wenig bis nichts. Die Figuren bleiben wenig im Kopf, die Geschichten sind nett, aber nicht herausragend und eigentlich bleibt man nur dran, weil die Game-Mechaniken einfach toll sind und super funktionieren. Das Gameplay macht einfach Spaß. Und dann wird am Ende wieder ein Haufen Story aus dem Ärmel geschüttelt.

Da hat man eine große Chance verpasst. Die Storyrückblicke und/oder die Offenbarungen und diverse Plot-Twists (nennen wir es mal so) hätte man ja mit den Zielen verknüpfen können und wie in den älteren Teilen (oder das letzte Mal in großartiger Form in in „Origins„) nach Erledigen der Zielpersonen in Zwiegesprächen und/oder spielbaren Rückblicken erzählen können. Das wäre sich locker ausgegangen. So wäre man mehr an der Story drangeblieben und gerade die Rückblenden hätten sich perfekt dafür angeboten. Die Reihenfolge wäre ja egal gewesen, weil man ja eh alle in den richtigen Kontext setzt. Schade. So meuchelt man sich stundenlang durch austauschbare Gegnerhorden (erneut: Gampelay ist großartig), bis am Ende dann auf einmal alles gleichzeitig passiert.

Naoe und Yasuke sind toll – vor allem in Kombination. Und die Szenen in welcher sie (zwei Mal) als Gegner aufeinandertreffen fand ich richtig großartig. Vor allem das zweite Mal, als Naoe realisiert, wer sie da begleitet hat die ganze Zeit und warum sie anfangs als Monster gesehen wurde. Da hatte ich wirklich nasse Augen – das war ganz großes Kino. Ja. Danach sind Yasuke und Naoe ein bisschen sehr schnell sehr gute Freunde (je nachdem, welche Missionen ihr als nächstes angeht kann es schon sein, dass die beiden fünf Minuten später scherzen wie ewige Freunde). Hat man das mal akzeptiert ist allerdings wieder alles in Butter und die Beziehung der beiden, geprägt von Respekt und einem gemeinsamen Ziel, ist wunderbar anzusehen. Auch wenn man in den Missionen immer nur einen der beiden spielt, so gibt es auch immer wieder mal Aufträge, bei denen beide zB ein Schloss stürmen und Naoe die Schützen ausschalten muss während Yasuke im Hof aufräumt. Funktioniert. Aber auch das hätte man sicher besser lösen können.

Auch besser hätte man die Gegenwartsstory lösen können, die mit einer ziemlich interessanten Prämisse einhergeht. IHR/WIR, die Spieler:innen, sind das nächste Ziel der Templer:innen. Gehirnwäsche, Lügen und KI – mit diesen Methoden sollen wir unterjocht werden. Und die spielbaren Erinnerungen von Naoe und Yasuke erwecken den Geist der Rebellion in euch/uns. Coole Idee – auch nett gemacht, aber leider sind die Storyschnipsel im Animus-Hub, im sogenannten „Vault“ versteckt. Ihr müsst regelmäßig neu generierte Missionen erfüllen, damit Punkte sammeln und nur dann könnt ihr Belohnungen freischalten. Es gibt mehrere „Projekte“. Und in 21 Stufen pro Projekt schaltet man entweder Ausrüstung, Keys oder eben Storyschnipsel (Audio-Logs, Textfragmente, usw) frei. Nett und eigentlich okay. Ein bisschen zäh ist es dennoch, wenn ich drei Tage warten muss auf die nächsten generierten Missionen und doch nur wissen will, wie dieser Teil der Story weitergeht.

„Assassin’s Creed Shadows“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, ein rundum cooles Erlebnis bietende, Punkte.

PS: Nein, „Assassin’s Creed Shadows“ ist kein „Ghost Of Tsushima“ oder „Ghost Of Yotei“. Es ist in erster Linie ein „Assassin’s Creed“ mit all dessen Vor- und Nachteilen. Das muss euch klar sein, sonst werdet ihr enttäuscht. Ich für meinen Teil? Ich find’s/fand’s großartig.

The post Assassin’s Creed Shadows (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/10/18/assassins-creed-shadows-game-review/feed/ 0
Gladiator II (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/01/04/gladiator-ii-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/01/04/gladiator-ii-filmkritik/#respond Sat, 04 Jan 2025 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37240 Sechszehn Jahre nach dem Tod von Marcus Aurelius, wird Rom von zwei korrupten Kaisern geführt. In deren Namen erobert General Acacius (Pedro Pascal) das Königreich Numidia in Nord Afrika. Bei dem Kampf verliert der Flüchtling Hanno (Paul Mescal) seine Ehefrau … Weiterlesen

The post Gladiator II (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Sechszehn Jahre nach dem Tod von Marcus Aurelius, wird Rom von zwei korrupten Kaisern geführt. In deren Namen erobert General Acacius (Pedro Pascal) das Königreich Numidia in Nord Afrika. Bei dem Kampf verliert der Flüchtling Hanno (Paul Mescal) seine Ehefrau und wird selbst gefangen genommen und nach Rom als Sklave gebracht.

Dort wird Meister Macrinus (Denzel Washington) auf ihn aufmerksam, da er seine Wut erkennt und aus ihm einen Gladiator machen möchte. Was bis jetzt noch keiner weiß, ist dass Hanno nicht sein richtiger Name ist, er ursprünglich als Kind aus Rom geflüchtet ist und seine Eltern keine Unbekannten sind…

Gladiator aus dem Jahr 2000, genießt mittlerweile bei vielen Filmfreunden Kultstatus und ist auch sehr gut gealtert. Für mich persönlich ist Russell Crowe spätestens seitdem, einer meiner Lieblings-Schauspieler. Bereits ein Jahr später begannen Überlegungen und Pläne für einen zweiten Teil, doch es sollte insgesamt ganze 24 Jahre dauern, bis Regisseur Ridley Scott (The Martian) eine Fortsetzung seines Erstlings ins Kino bringen konnte.

Grundsätzlich hätte ein Film wie Gladiator ehrlicherweise keine Fortsetzung gebraucht und im Kern wird hier auch die selbe Geschichte noch einmal erzählt. Weder die emotionale Wucht noch die einnehmende Performance von Crowe kann hier reproduziert werden. Genau aus diesen Gründen, habe ich das Original seit Jahren nicht mehr gesehen. Diesen zweiten Teil, würde ich mir aber auch öfters ansehen. Bevor das jetzt schizophren klingt, hier meine Erklärung.

Dieser zweite Teil ist abgesehen vom Spektakel (vor allem bei den Gladiatoren-Kämpfen), in allen Bereichen schwächer als das Original. Was er dafür macht, das ist Spaß, genau auf die „Hirn aus Blockbuster“ Art und Weise, die Hollywood ziemlich verlernt zu haben scheint. Für mich ist das stimmig, weil Teil 1 zu erreichen, wäre sowieso ein nicht erfüllbares Ziel gewesen. Darum rein auf Unterhaltung in Form von Schauwerten zu gehen, ist keine dumme Sache.

Was dafür dumm ist – und ich schreibe das, weil es hier sehr auffällt – sind Entwicklungen, die nicht verdient erscheinen sondern nur passieren, weil sie im Drehbuch stehen. Spoiler Beispiele? Lucius schreit seine Mutter an, sie solle verschwinden hin zu er will sie nicht verlieren, weil er sie gerade wieder gefunden hat oder wie sein Name alleine reicht, dass ganze Armeen auf ihn hören. Ja, seine Name hat Gewicht, aber man sieht diese Tatsache nicht als Entwicklung bzw. spürt es nicht.

Was aber eben großartig funktioniert, ist das Spektakel, wer braucht schon historische Genauigkeit in so einem Film (kein Sarkasmus). Killer-Affen, ein mit Wasser gefülltes Kolosseum voller Haie und ein Nashorn inklusive ein auf ihm reitender Champion, das ist in etwa auf dem Level, auf dem Denzel Washington (The Equalizer 3) hier Macrinus spielt. Jede Szene reißt er an sich, manipuliert, beobachtet, schüchtert ein, mordet und hat sichtlich einen riesigen Spaß dabei.

Paul Mescal (Aftersun) ist kein Crowe, aber vor allem wenn er ironisch ist und in all seinen Action-Sequenzen, überzeugt er ohne Zweifel. Ich finde ihn sehr gut (nicht spitze), genau wie Pedro Pascal (Prospect) als General Acacius, der genug hat von dem ewigen Töten. Die Musik von Harry Gregson-Williams (Prometheus) nimmt Themen des Erstlings auf, seines früheren Mentors Hans Zimmer und fügt Variationen und Erweiterungen hinzu, so wie über 100 Minuten neuen Score, der sehr stimmig geraten ist und genau zu diesem Franchise passt.

In Summe also keine nötige oder nennt es wenn ihr wollt würdige Fortsetzung, aber was die Wucht der Inszenierung mit all den Sets, Kostümen und Effekten betrifft plus die Spielfreude der Darsteller, ergibt das durchaus einen Film, der bei seiner über zwei Stunden langen Laufzeit, niemals langweilig wird. Wer das Genre mag und nicht ständig Vergleiche mit dem Original macht, der wird bei diesem von manchen Kritikern als „dumb action movie“ bezeichneten Film, somit sicherlich seine epische Freude haben.

„Gladiator II“ bekommt von mir 7,5/10 die Kunst Rachegedanken loslassen zu können, erlernende Empfehlungspunkte.

The post Gladiator II (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2025/01/04/gladiator-ii-filmkritik/feed/ 0
Assassin’s Creed Mirage (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2024/10/03/assassins-creed-mirage-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2024/10/03/assassins-creed-mirage-game-review/#respond Thu, 03 Oct 2024 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36962 Basim ist ein Straßenkind, er lebt mit anderen Waisen zusammen, ist mehr oder weniger der „Große“ unter ihnen und gemeinsam mit seiner getreuen Freundin Nehal, kümmert er sich um die Truppe. Aber Basim will mehr. Er will zu den „Hidden … Weiterlesen

The post Assassin’s Creed Mirage (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Basim ist ein Straßenkind, er lebt mit anderen Waisen zusammen, ist mehr oder weniger der „Große“ unter ihnen und gemeinsam mit seiner getreuen Freundin Nehal, kümmert er sich um die Truppe. Aber Basim will mehr. Er will zu den „Hidden Ones“ gehören, eine Organisation, die im Schatten lebt und dem Lichte dient. Im Zuge einer Mission passiert dann ein großes Unglück und Basim muss fliehen, entkommt nur knapp mit dem Leben.

Die „Hidden Ones“ lesen ihn auf, peppeln ihn auf und unterrichten ihn als einen der Ihren. Jahre später kehrt er nach Baghdad zurück, um herauszufinden, warum der „Orden der Ältesten“ sich hier niedergelassen hat und muss feststellen, dass alles mit einem alten Artefakt zu tun hat, dass er damals – bevor die Katastrophe begann – angefasst und aktiviert hat.

Und als wäre das nicht genug, wird er in seinen Träumen von einem Djinni heimgesucht, der bei jedem Attentat immer näher und immer weiter in die Realität überzugreifen scheint …

Die Ausgangslage war gut, die Idee ebenfalls und die Story eigentlich schon vorgeschrieben. „Assassin’s Creed Mirage“ hätte ein astreiner Hit werden können, wenn man einfach nur das gemacht hätte, was man angekündigt hat: Die Vorgeschichte des Charakters Basim, den viele wohl aus dem „Vorgänger“ Valhalla kennen, zu erzählen.

Alle die diesen gespielt haben, wissen ja, was mit Basim passiert, wer er ist und dass Ubisoft ihn als die neue Hauptfigur etabliert haben. Da hat es sich ja mehr oder weniger angeboten, ihm ein eigenes Spinn-Off zu gönnen. Angekündigt bzw. angedacht als DLC für „Valhalla“ hat man sich dann zum Glück entschieden einen eigenen Serieneintrag daraus zu machen.

„Zum Glück“ deshalb, weil bei „Mirage“ wieder viel von dem Ballast, der durch „Origins„, „Odyssey“ und „Valhalla“ angehäuft wurde, über Bord geworfen wurde.

Zum einen besinnt man sich auf eine viel kleinere Map und eine viel persönlichere Geschichte und damit auch auf eine viel, viel kürzere Spielzeit. Tatsächlich habe ich „Mirage“ in knapp 20 Stunden (ein bisschen drüber) durchgespielt und dabei auch viele der Nebenquests erledigt. Kein Vergleich zu den vorigen drei Einträgen der Franchise.

Das bedeutet, in „Mirage“ hat man nur eine große Stadt in welcher man sich austoben kann – nämlich Baghdad. Und die sieht großartig aus, wenn auch farblich ob der Geographie und Zeit in der wir uns befinden vielleicht ein bisschen viel gelb/braun/sandig. Aber da gewöhnt man sich rasch dran und wenn man erst näher hinsieht, dann fällt auch rasch auf, wie viel Liebe in diese Spielwiese geflossen ist. Die Stadt sieht fantastisch aus.

Ja, es gibt ein paar kleinere Gebiete im Umland, aber der Kern des Abenteuers spielt in der Stadt. Dort gibt es mehrere Distrike und jeweils ein Büro der Assassinen und natürlich auch ein paar Mitglieder des „Bösen Ordens“, die man nach und nach eliminieren muss. In welcher Reihenfolge bleibt einem selbst überlassen. In letzter Konsequenz kommt man aber natürlich immer zum gleichen Ziel, denn „Mirage“ ist (wie zu erwarten) völlig linear in seiner Story.

Die Story … nun, dazu kommen wir später.

Was vom Gameplay her nach ein wenig Eingewöhnung wieder ordentlich Spaß macht und funktioniert ist der Parcours. Das Laufen durch die Stadt, das Herumturnen auf Dächern und die Attentate. Es gibt ein paar neue/alte Werkzeuge und drei Skilltrees, die Fähigkeiten freischalten, die durchaus Sinn haben, aber nicht bahnbrechend sind. Werkzeuge wie Blasrohr und Rauchbomben schaltet man auch nach und nach und in gewünschter Reihenfolge frei, aber vieles vom Fortschritt ist tatsächlich mit Story-Momenten verknüpft. Das passt gut, so ist Basmin eigentlich nie überstark und die Herausforderung bleibt die meiste Zeit konstant.

Wer bei dem Wort „Herauforderung“ lachen musste – ja, ich stimme zu. „Assassin’s Creed“ war nie eine schwere Reihe und ist es auch jetzt nicht. Dazu kommt noch ein neue Fähigkeit, die Basim ermöglicht (je nachdem wie stark aufgeladen) bis zu fünf Zielpersonen gleichzeitig ohne Möglichkeit zur Gegenwehr aus dem Weg zu räumen. Das macht manche Stellen schon fast zu einfach, aber hey – wem es zu leicht ist, der oder die verzichtet halt darauf.

Also das Gameplay ist wieder Stealth und Assassine, kein Brawler und Dauerkampfactionsimulator, wie es die Wikinger teilweise waren. Fand ich gut und es hat mir gefallen wieder mal Hinweise auf Personen zu sammeln, sie auszuhorchen, über Dächer zu schleichen und versteckt zuzuschlagen. Vor allem gibt es jetzt bei wichtigen Zielen eine kurze Zusammenfassung über deren Taten und dann „Assassination Boxes“. Das bedeutet, man muss die Zielperson ausschalten und hat im Regelfall mehrere Wege bis zu ihr durchzudringen. Klingt allerdings spannender als es dann ist. Ich meine, wir haben hier keine Spielwiese á la Hitman. Es bleibt „Assassin’s Creed“.

Also hier – läuft alles, funktioniert alles. Bei mir hat die Nostalgie zu früher sicher insofern positiv gewirkt, als dass es ein wenig „nach Hause kommen“ war.

Dann zur Story: Die sollte eigentlich das Kernstück des Spiels sein. Gefühlsmäßig haben Ubisoft das in meiner Welt allerdings verbockt. Dabei ist es meines Erachtens doch tatsächlich relativ simpel gewesen. Die Idee mit dem Djinni und so weiter – das hatte alles Potential. Nur macht man nicht viel daraus. Der Einstieg, wie es zu dem Unglück kommt, was dann passiert und wie Basim bei den Assassinen landet – das ist emotional, rockt und reißt mit.

Und dann wird man gefühlt das halbe Spiel lang von A nach B nach C gejagt, um Personen zu töten, die böse sind und die alle ganz, ganz böse Namen haben, aber eigentlich nie wirklich hängen bleiben, weil sie für das Spiel keine Bedeutung haben, sondern nur ein Weg sind, um die „großen“ Bösewichter ein wenig länger hinter dem Vorhang zu halten.

Denn auch nur diese bekommen Videosequenzen spendiert und auch nur bei diesen taucht der Djinni auf. Und das kann – je nachdem wie ihr spielt und in welcher Reihenfolge – ganz lange dauern. Irgendwann hatte ich sogar vergessen, dass der Djinni Teil der Story war. Bis es dann gegen Ende plötzlich wieder richtig wichtig wird. Und dann wird die Sache aufgelöst und – Puff. Spiel zu Ende. Auch ein Konflikt mit einer wichtigen Person ist meiner Ansicht völlig verschenkt worden. Und die Erkenntis, dass Nehal … nun, ich sage mal so: Wer das nicht nach einem Viertel der Spielzeit kommen gesehen hat, der oder die soll zum symbolischen Augenarzt.

Ich kann es nur wiederholen: Es wäre so einfach gewesen. Und sie haben es vergeigt. Die Videosequenzen, welche die Story erzählen sind richtig cool gemacht. Grafisch toll, super geschnitten und cool gemacht. Aber das was sie erzählen ist halt meistens ziemlich platt und außerdem meistens pseudo-kryptisch. Das führt sogar dazu, dass Menschen die „Valhalla“ nicht gespielt haben, am Ende im Grunde genommen keinen Deut mehr wissen als am Anfang. Wie kann man das denn machen? Da gibt es keine Erklärung? Keine Einführung? Kein „Closure“ für die ganze Sache? Das wird einfach so hingeworfen, abgehakt und fertig damit. Auch Nebenfiguren, die stark eingeführt werden (Ali oder Beshi) werden dann so nebenbei aus der Geschichte geschrieben und jene, die eigentlich so aufgebaut werden, als würde da noch groß was kommen: Nix. Die kommen nur mehr als Erwähnung in einem Dialog vor. Schade. Schade. Schade.

Nein, damit hat sich Ubisoft keinen Gefallen getan. Man erfährt in „Mirage“ (kleiner Spoiler) nicht mal, wer die Person war, die hinter dem Djinni gesteckt ist bzw. um wessen Erinnerungen es sich eigentlich handelt, geschweige denn, warum das wichtig ist. Oder die Tatsache, dass es die ISU (nach Assassin’s Creed Lore) gegeben hat und wer die waren und wie das alles überhaupt sein kann … nichts davon wird wirklich angesprochen. Leute, das hat am Ende von „Assassin’s Creed II“ schon besser funktioniert und das ist … ziemlich alt.

Schade, Ubisoft. „Mirage“ hätte ein richtiges Juwel werden können, aber so … nun, so erkennt man gerade an der Geschichte, die man erzählt und der Tatsache, wie unvollständig sie eigentlich erzählt wird, dass es halt doch „nur“ ein aufgeblasener DLC ist für „Valhalla“ war. Ein schöner, unterhaltsamer, in seinen Spielmechaniken gut funktionierender DLC, der sich endlich wieder auf das wesentliche (Assassinen!) konzentriert, aber von der Story her so richtig schwächelt. Die Tatsache, dass es Leute gibt, die „Mirage“ auch spielen könnten, ohne „Valhalla“ zu kennen (oder: noch nie ein Assassin’s Creed zuvor gespielt haben), scheint niemand zu interessieren. Das bedeutet halt auch, dass die eigentlich am Papier bestehenden emotionalen Höhepunkte keine sind. Ich wiederhole: Schade. Schade. Schade.

„Assassin’s Creed Mirage“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider weit hinter den gewecketen Erwartungen zurückbleibende, Punkte.

The post Assassin’s Creed Mirage (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2024/10/03/assassins-creed-mirage-game-review/feed/ 0
Assassin’s Creed Valhalla: Wrath Of The Druids (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2022/02/05/assassins-creed-valhalla-wrath-of-the-druids-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2022/02/05/assassins-creed-valhalla-wrath-of-the-druids-game-review/#respond Sat, 05 Feb 2022 05:00:06 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34204 Nach seinen langen und in letzter Konsequenz durchaus erfolgreichen Bemühungen eine neue Heimat für seinen Clan zu finden, hat sich Eivor eigentlich Ruhe verdient. Dem Clan geht es gut. Er ist der neue Anführer. Alles ist soweit in guter Ordnung. … Weiterlesen

The post Assassin’s Creed Valhalla: Wrath Of The Druids (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Nach seinen langen und in letzter Konsequenz durchaus erfolgreichen Bemühungen eine neue Heimat für seinen Clan zu finden, hat sich Eivor eigentlich Ruhe verdient. Dem Clan geht es gut. Er ist der neue Anführer. Alles ist soweit in guter Ordnung.

Aber dann kommt Besuch aus Irland und bringt die Einladung des Königs von Dublin: Eivor soll zu Besuch kommen, denn Barid, Eivors Cousin, braucht Unterstützung.

Natürlich macht sich Eivor auf die Reise, vor allem, um weitere Handelsbeziehungen aufzubauen, aber auch um Cousin Barid zu seinem Erfolg zu gratulieren, denn die beiden haben sich Jahre nicht gesehen.

Als Eivor jedoch in Dublin ankommt stellt sich rasch heraus, dass nicht alles so toll läuft, wie es zuerst den Eindruck hatte. Denn auch in Irland gibt es verfeindete Clans und Flann Sinna ist bemüht, sie alle unter seinem (christlichen) Banner zu vereinen, egal ob mit Argumenten oder mit dem Schwert. An seiner Seite: Die ehemalige Druidin Ciara.

Durch eine Verkettung von Umständen findet sich Eivor plötzlich an der Seite von Barid, um Flann Senna zu beweisen, dass er die Krone Dublins zurecht auf seinem Haupt trägt …

Ich habe tatsächlich wieder mal ein gutes Jahr Pause von Assassin’s Creed gebraucht, denn der Umfang der aktuellen Titel sorgt mittlerweile echt dafür, dass ich ja jedes Mal mehrere Monate an einem Spiel hänge. Mittleweile sogar schon ohne DLCs.

Der Grund für meine Rückkehr zu „Valhalla“ war ein Crossover-Event. Und zwar gibt es ein gratis Update, welches „Valhalla“ eine komplett neue Mission spendiert, welches ein Wiedersehen mit einer alten Bekannten garantiert. Und zwar mit Kassandra aus „Odyssey„. Da musste ich ja quasi fast wieder zurückkehren nach England. Und was soll ich sagen? Der Crossover-Event hat mich nicht enttäuscht. Gut gelaunt, schnippisch und großartig eingebaut ist Kassandra auch in diesem Mini-Event eine Naturgewalt. Ich finde die Figur inklusive ihrer Entwicklung immer noch großartig (das Event in Odyssey ist größer: Man bekommt eine komplette neue Insel spendiert und die Story zeichnet den Weg von Kassandra nach, wie sie sich mit ihrer Bestimmung als „Hüterin des Stabs“ arrangiert.

Aber hier soll es um den kostenpflichtigen DLC „Zorn der Druiden“ gehen, der auch Teil des Season Pass ist. Und tja, was bekommt man denn in Irland so geliefert?

In erster Linie eine neue Story mit neuen Figuren, die wie üblich darauf hinausläuft, dass man einen alten Kult ausschalten muss (Dieses Mal mit dem Titel „Children Of Danu“) und zwar wie gewohnt indem man Hinweise auf die Identität der Mitglieder findet und diese dann ein:en nach dem/der anderen ausschaltet. Nebenbei gilt es das Wohlwollen diverser selbst ernannter Könige für Flann Sinna zu gewinnen und damit wiederum dessen Wohlwollen für Cousin Barid zu sichern, der seinen Anspruch auf den Thron wiederum für seinen Sohn Sichfrith in trockenen Tüchern wissen will.

Das heißt, es gibt eine Handvoll neuer Charaktere, von denen die „Poetess“ Ciara klar heraussticht. Allein der erste Auftritt der Frau macht sie absolut sympathisch. Ich erzähle nichts, das muss man gesehen haben. Unspektakulär, aber man mag die Dame einfach sofort. Und das bleibt so die ganze Zeit über.

Außerdem nutzen die Gegner, also die Druiden, ein Gas, welches Halluzinationen hervorruft, was heißt, dass Eivor unter anderem gegen Werwölfe kämpfen muss. Und die Druiden sind stärker und haben andere Fähigkeiten als die alten Gegner.

Aber wie ist das Gameplay? Nun, dass kann man kurz fassen: Ganz. Genau. Wie. In. Valhalla. Gibt es gar nichts Neues? Nein. Es gibt gar nichts Neues. Wie? Gar nichts? Nein, gar nichts.

Lang ausformuliert: Ihr stürmt Festungen, ihr besteht Prüfungen der Morrigan (ersetzen die Pilz-Mini-Missionen, sind aber das gleiche), ihr nehmt Handelsposten ein (damit ihr den Handel in Dublin weiter nach oben treiben könnt), ihr schaltet Zielpersonen aus, ihr bekämpft sogar zwei Drengr und zwei „seltene Tiere“. Ich kann es nur wiederholen: „Zorn der Druiden“ macht genau gar nichts neu (okay, die Handelsmöglichkeiten könnte man neu nennen, aber es läuft auf das Sammeln von Ressourcen heraus und funktioniert wie der Fischfang im Hauptspiel). Sogar die verfluchten Cairns sind wieder dabei.

Die Gegend ist neu, allerdings unterscheidet sich Irland nicht so großartig von den Gebieten Valhallas. Wie auch? Grüne Weide, Schafe, Hügel, scheiß Wetter. Sieht das alles wirklich gut aus? Ja, und wie. Würde ich anhand eines Screenshots erkennen, ob ich „Valhalla“ oder „Wrath Of The Druids“ vor mir habe … ich könnte es nicht sagen. Es sei denn es wäre ein Regenbogen im Bild. Das wäre dann „Zorn der Druiden“, denn hier gibt es zum ersten Mal automatische angezeigte, vom Wetter abhängige, Regenbögen zu bestaunen. Kitschig? Ja. Aber auch schön: Ebenfalls Ja.

Wer also mehr vom gleichen aushält oder sogar möchte, der oder die macht bei „Wrath Of The Druids“ nichts falsch. Es macht nach monatelanger Absenz wieder Spaß mit Eivor durch die Gegend zu reiten, aber alle Argumente die für oder gegen Valhalla gesprochen habe, treffen auch 1:1 hier zu.

Trotzdem wurde ich gut unterhalten. Das liegt vor allem an den Figuren und der Tatsache, dass die Karte halt nicht so groß ist und es so gut wie keinen Leerlauf gibt. Trotzdem: Wer sich auch nur den Hauch eines Experiments erwartet, der oder die kann einen Bogen um den DLC machen, da Ubisoft hier absolut auf Nummer sicher gespielt hat. Die Story an sich ist nett und ganz gut inszeniert, das Ende ist episch und wenn ihr euch nicht allzu ungeschickt anstellt, dann bekommt ihr eine coole neue Waffe.

Mehr ist da nicht. Auch wenn ich denke, wir bräuchten mehr Ciara. Ja, definitiv. Das wäre eine gute Idee gewesen.

Und der Trailer? Weit stimmiger und atmosphärischer als die Erweiterung. Was nicht heißt, dass sie schlecht ist. Aber sie ist halt auch absolut nichts Besonders. Oh, und falls sich jemand fragen sollte, ob der DLC der Gegenwartshandlung etwas hinzufügt: Nein. Die kommt nicht einmal vor.

„Assassin’s Creed: Wrath Of The Druids“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, sich auf alten Formeln ausruhende, Punkte.

The post Assassin’s Creed Valhalla: Wrath Of The Druids (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/02/05/assassins-creed-valhalla-wrath-of-the-druids-game-review/feed/ 0
The Reckoning (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/03/04/the-reckoning-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/03/04/the-reckoning-filmkritik/#respond Thu, 04 Mar 2021 06:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33083 London, zu Zeiten der großen Plage in der zweiten Hälfte des 16ten Jahrhunderts. Grace (Charlotte Kirk) ist verzweifelt, denn vor kurzem hat sich ihr an der Pest erkrankter Mann Joseph (Joe Anderson) selbst das Leben genommen und seitdem sieht sie … Weiterlesen

The post The Reckoning (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
London, zu Zeiten der großen Plage in der zweiten Hälfte des 16ten Jahrhunderts. Grace (Charlotte Kirk) ist verzweifelt, denn vor kurzem hat sich ihr an der Pest erkrankter Mann Joseph (Joe Anderson) selbst das Leben genommen und seitdem sieht sie ihn immer wieder in ihren Tagträumen. Als hätte sie so nicht schon genug Sorgen, muss sie sich neben ihrem Baby, auch noch mit finanziellen Nöten herum schlagen.

Da sie jedoch eine starke Persönlichkeit ist und sich sich gegen die Avancen des Besitzers ihres Grundstückes wehrt, wird sie kurz darauf gefangen genommen. Ihr soll wegen Hexerei der Prozess gemacht werden und damit sie auch ja gesteht, dass sie eine Hexe ist, wird extra John Moorcroft (Sean Pertwee) eingeladen. Er ist ein Mann der Kirche und nach seinen „Befragungs-Methoden“, hat sich bis jetzt noch jede Frau der Hexerei schuldig bekannt.

Ich mochte Regisseur Neill Marshall schon immer sehr gerne. Im Jahr 2002 lernte ich ihn mit Dog Soldiers kennen, es folgte The Descent, Doomsday und Centurion. Zuletzt wurde die Comicverfilmung Hellboy: Call of Darkness nicht gerade positiv aufgenommen. Laut Interview hat er dafür die Einmischung des Studios verantwortlich gemacht und The Reckoning sei nun wieder ein echter Marshall.

Sollte das stimmen, dann finde ich es sehr schade, denn dies ist für mich eindeutig sein schwächster Film. Also furchtbar schlecht geht anders, aber meine Erwartungshaltung bei ihm ist einfach immer über dem Durchschnitt, aber genau dieses berühmte Mittelmaß bekommt man hier. Als Hintergrundwissen schadet es dabei nicht wenn man weiß, dass Charlotte Kirk bereits mit mehreren hohen Tieren in Hollywood Affären hatte und auch einige von ihnen damit karrieretechnisch zu Fall gebracht hat.

Nun hat sie sich eben Neill Marshall geangelt, die Hauptrolle in seinem Film bekommen, am Drehbuch mitgeschrieben und mit produziert. Das erwähne ich deshalb, weil man die Idee hinter dem Film viel klarer sieht, wenn man die Umstände der Entstehung kennt. Dies ist nämlich klar ein Vehikel, um Kirk als Leading Lady zu etablieren. Und – Überraschung – auch in Marshalls nächsten Film soll sie wieder dabei sein. Dabei will er dafür zu seinen Wurzeln zurück kehren, mal sehen ob das klappt.

So, nun aber endlich zum Film selbst. Frauen als Schuldige an der Pest darzustellen, damit die Schuldigen an der Krankheit gefunden sind und das Volk weiß, wen es dafür hassen muss. So weit so klar. Was jedoch nie aufgeklärt wird, ist ob der Dämon aka Teufel, der Grace immer wieder besucht und sie verführen will, echt ist, oder sich alles nur in ihrem Kopf abspielt. Es gibt am Ende nämlich auch eine Szene, wo man den Dämon sieht und dies klar nicht aus der Sicht von Grace.

Heißt das nun Hexen gab/gibt es wirklich, wenn sie dem Dämon nachgegeben haben? Wurden die dann zurecht verbannt? Warum sind dann alle Damen im Film offensichtlich unschuldig und Opfer der bösen Männer? Falls ihr euch nun wundert: ja, alle Männer sind hier Schweine oder Feiglinge, nur der Junge noch nicht, bei dem ist das böse Männergen wohl noch nicht ganz entwickelt. Was ist hier dann die Botschaft? Vielleicht soll der dämonische Besuch aber auch nur die paar Nacktszenen von Kirk möglich machen, immerhin muss man seine Frau ja gekonnt in Szene setzen (seht ihr, der Film sorgt selbst für Ironie, die muss man gar nicht erst suchen).

Was Kirk dann alles aushält, soll sicher ein Statement sein gegen die unterdrückenden Männer. Hat eigentlich schon Jemand erwähnt, dass Kirk wirklich stark ist und eine klare Leading Lady? Also wie normal sie gehen kann, welche Kraft sie hat und wie gepflegt sie aussieht nach den ekelhaften Foltermethoden (die man zum Glück kaum sieht), das ist schon eine eigene Kunst. Aber vielleicht ist sie ja doch eine Hexe – eine zauberhafte eben, wie bei Charmed – und hat sich selber geheilt.

Sorry, aber wenn ich so bissig dahin schreibe dann merke ich, dass der Film viel besser funktioniert, wenn man ihn nicht ernst nimmt. Das wiederum bin ich von Marshall nicht gewohnt und darum habe ich ihn nicht so angesehen. Atmosphärisch ist das Gesamtprodukt (nicht durchgehend) ganz stimmig, dafür hat vor allem Sean Pertwee (The Seasoning House), den Marshall schon mehrmals bei seinen Filmen dabei hatte, sichtlich seine Freude an der Rolle des feigen, manipulativen und selbstgerechten Mannes, der die Macht der Kirche hinter sich hat.

Insgesamt daher ein Film, der mich einfach nie richtig hinein gezogen hat und ich beim Betrachten viel zu viel Zeit hatte, über diverse Verbindungen auf der Metaebene nachzudenken. Vor allem für Fans von Pertwee zu empfehlen und auch wenn man es bisher nicht heraus lesen konnte, auch Kirk macht ihre Sache recht ordentlich. Trotz alledem wirkt dies alles etwas gebremst, also „Marshall light“ sozusagen und ist an mehreren Stellen nicht ganz stimmig. Hoffe der Regisseur ist bei seinem nächsten Werk, wieder voll bei der Sache.

„The Reckoning“ bekommt von mir 5/10 eine stimmiges Abenteuer als unmögliche Hexerei erkennende Empfehlungspunkte.

The post The Reckoning (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2021/03/04/the-reckoning-filmkritik/feed/ 0
Grenzgänger – Zwischen den Zeiten (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/01/21/grenzgaenger-zwischen-den-zeiten-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/01/21/grenzgaenger-zwischen-den-zeiten-filmkritik/#respond Thu, 21 Jan 2021 06:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33009 Mikhail Shurov (Pavel Priluchny) ist ein Geschäftsmann, der sich auf ein zwielichtiges Geschäft eingelassen hat und deshalb das Versprochene auch halten muss. Deshalb sind ihm die zwei Demonstranten, die auf seiner Baustelle streiken, ein Dorn im Auge. Sie wollen dass … Weiterlesen

The post Grenzgänger – Zwischen den Zeiten (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Mikhail Shurov (Pavel Priluchny) ist ein Geschäftsmann, der sich auf ein zwielichtiges Geschäft eingelassen hat und deshalb das Versprochene auch halten muss. Deshalb sind ihm die zwei Demonstranten, die auf seiner Baustelle streiken, ein Dorn im Auge. Sie wollen dass die Stätte als Erinnerung an gefallene russische Helden im zweiten Weltkrieg erhalten bleibt, weshalb die Dame vor Ort Mikhail deren Geschichte näher bringt.

Als sie sich gerade unter der Erde befinden, kommt es jedoch zu einem Unfall und Mikhail verliert das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, befindet er sich an der selben Stelle, nur einige Jahre zuvor und zwar mitten im Kriegsgeschehen. Als er einige Strapazen später wieder in der Jetztzeit zu sich kommt, scheint das alles wie ein seltsamer Traum, doch kurz darauf sieht er wieder zahlreiche Zeitstrudel, die ihm offenbar etwas zeigen wollen…

Auch wenn ich damit eher alleine dastehe mit meiner Assoziation nach Betrachten des Filmes, doch dieses russische Abenteuer von Regisseur Dmitriy Tyurin (Trigger), mit dramatischer Grundstory und übernatürlichen Elementen, hat mich von seiner Grundthematik her an „A Christmas Carol“ von Charles Dickens erinnert. Dessen Protagonisten Ebenezer Scrooge zeigten Geister unter anderem auch Szenen aus der Vergangenheit, um ihn zu einem besseren Menschen zu machen und hier ist es Mikhail, der die Gefallenen im Krieg nicht zu ehren weiß.

Plötzlich ist er dann dabei am Schauplatz des Krieges, sieht lebendige Menschen, deren Story er nur von Fotos und Briefen kennt und sucht Verwandte, von deren Existenz er nichts wusste. Keine Sorge, die Auflösung am Ende ist einfach und kann man auch bald erahnen, doch das nimmt der Sache nichts an Wucht. Zu Beginn ist es schräg und wirkt befremdlich, wenn ein Mann mit Anzug mitten durch das Schlachtfeld stolpert, doch dann wird man genau wie er, immer mehr ins Geschehen involviert.

Das ist deswegen jedoch natürlich kein existentielles Drama, es sind schon klar „Blockbuster-Gefühle“ die hier im größer als das Leben Stil vermittelt werden, aber es funktioniert. Auch auf der Effekt-Ebene, denn die „Zeitstrudel“ bzw. Übergänge zwischen Gegenwart und Vergangenheit sind gut getrickst und die Kostüme und Settings überzeugen ebenso. Dabei wird erstaunlich wenig mit Humor abgefangen, alles wird (zumindest einem Teil der Themen entsprechend) sehr ernst inszeniert, man erzeugt damit aber niemals lächerliche Situationen.

Erstaunlich – wenn auch nicht verwunderlich – ist aus emotionaler Sicht die Tatsache, mit wieviel mehr „echten“ Gefühlen die Menschen in den Kriegszeiten agiert haben, im Vergleich zum Gleichgültigen Handeln der meisten Leute in der Jetztzeit. Und das obwohl sie permanent mit Grausamkeiten und Tod konfrontiert waren (oder vielleicht ja gerade deswegen). Die Interaktion mit Mikhail, ist dann emotional noch mal ein eigenes Kapitel.

Zunächst irritiert und nur mit Fluchtgedanken beschäftigt, fängt er immer mehr an sich zu involvieren und ist schließlich auf einer Mission, bei der er selbst weder den genauen Auftrag noch das Ziel zu kennen scheint. So weit das möglich ist, denn scheinbar sieht ihn Niemand und Menschen gehen einfach durch ihn durch, als wäre er ein Geist. Pavel Priluchny (Silver Spoon) als Mikhail macht seine Sache dabei sehr gut, denn zunächst ist er wirklich oberflächlich und unsympathisch, doch er taut richtig schön auf und ist gegen Ende eine Mensch, der sicherlich einige Sachen sehr anders sieht.

Insgesamt daher ein Film, der zwei Welten aufeinander prallen lässt und dabei erstaunlich gut ein homogenes Ganzes schafft. Emotional wird man auf jeden Fall mitgerissen und Schauwerte gibt es ebenso genug. Die Auflösung ist wie gesagt beinahe etwas zu einfach, aber das stört in Summe nicht wirklich. Zu guter Letzt wird auf Grund der Ereignisse sogar beim Zuschauer etwas die Selbstreflexion angeworfen und das ist nun wirklich so gut wie immer eine feine Sache.

„Grenzgänger“ bekommt von mir 7/10 aus der Vergangenheit spät aber doch seine Lehren ziehende Empfehlungspunkte.

The post Grenzgänger – Zwischen den Zeiten (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2021/01/21/grenzgaenger-zwischen-den-zeiten-filmkritik/feed/ 0
Young Guns (1988 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2020/11/12/young-guns-1988-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2020/11/12/young-guns-1988-filmkritik/#respond Thu, 12 Nov 2020 06:00:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=32733 John Tunstall (Terence Stamp) hat ein Herz für Herumtreiber. Deshalb nimmt er auf seiner Farm auch immer wieder junge Vagabunde auf, bringt ihnen Lesen und Schreiben bei und will sie auf den „richtigen“ Pfad zurückführen. Allerdings sieht L. G. Murphy … Weiterlesen

The post Young Guns (1988 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
John Tunstall (Terence Stamp) hat ein Herz für Herumtreiber. Deshalb nimmt er auf seiner Farm auch immer wieder junge Vagabunde auf, bringt ihnen Lesen und Schreiben bei und will sie auf den „richtigen“ Pfad zurückführen. Allerdings sieht L. G. Murphy (Jack Palance) ihn als Konkurrenz. Und Murphy hat so gut wie alle wichtigen Leute in seiner Tasche. Vom Sheriff angefangen bis hin zum Governeur. Nach einer durchzechten Neujahresfeier passiert es: Murphy lässt Tunstall vor den Augen seiner „Vagabunden“ über den Haufen schießen.

Dieser Haufen an Vagabunden besteht allerdings unter anderem aus Billy The Kid Emilio Estevev), „Doc“ Scurlock (Kiefer Sutherland), Dick Brewer (Charlie Sheen) und Chavez Y Chavez (Loud Diamond Philipps). Und die Jungs lassen sich zu Hilfssherifss ernennen, um die Haftbefehle gegen die Mörder zu vollstrecken.

Allerdings hat William H. Bonney aka Billy The Kid nicht vor die Mörder zu verhaften, sondern Selbstjustiz zu üben. Und noch bevor man bis drei zählen kann, werden die Jäger selbst zu gejagten …

„Young Guns“ habe ich sicher schon zwanzig Mal gesehen. Es war einer dieser Filme, der mich als Junge so richtig beeindruckt hat und einer er Gründe, weshalb ich irgendwann mal dachte, ich möchte Cowboy – oder noch besser: Revolverheld – werden. Der Hauptgrund war sicher die Darstellung von Emilio Estevez als Billy The Kid.

Tatsächlich ist – wenn ich mir den Film heute ansehe, was ich vor kurzem getan habe – Billy sicher kein Held. Eigentlich ist er sogar ein ziemlicher Ungust, wie man so schön sagt. Trotzdem blieb er in meinem Kopf der Held der Geschichte. Und die Geschichte ist ja spannend. Billy hatte ja viele Namen und angeblich wurde er ja von seinem Freund Pat Garett von hinten erschossen. Es gibt allerdings auch Stimmen, die behaupten, dass dies nur ein Trick gewesen sei und Billy überhaupt nicht erschossen wurde (siehe dazu den zweiten Teil „Young Guns II“).

Über das Verhältnis von Billy und Pat Garrett gibt es ja durchaus mehrere Filme (nicht zuletzt „Pat Garrett und Billy The Kid“, dem wir ja „Knockin‘ On Heavens Door“ von Bob Dylan zu verdanken haben, denn genau um diese beiden geht es ja in dem Lied. Aber das nur am Rande.

Was „Young Guns“ so gut macht, ist das, was auch „Guardians Of The Galaxy“ gut macht: Es gibt einen verhältnismäßig großen Cast, aber man schafft es, allen Figuren einen Charakter zu geben und auch wenn sich die Zeit vor der Kamera natürlich klar in Richtung Billy fokussiert, so bekommen auch die anderen genug zu tun, um interessant zu bleiben. Hintergrundgeschichten bekommen nur ein Bruchteil der Charaktere spendiert, aber allein ihre Interaktionen untereinander sind spannend genug, dass man einfach wissen möchte, was mit ihnen allen passiert.

In meinem Kopf war „Young Guns“ immer ein Actionfilm, was er auch ist – wenn dann mal geballert wird. Allerdings passiert sehr viel verdichtete Handlung und die Geschichte vergeht wie im Fluge. Auch heute kann man sich den Film noch gut ansehen und er macht immer noch spaß.

Drehbuchautor John Fusco (der auch „The Highwaymen“ mit Kevin Costner geschrieben hat) wusste schon damals, wie man das macht. Und Christopher Cain hat ohne große Überraschungen, aber dennoch geschickt inszeniert (ich mochte übrigens den Film, den Cain vor „Young Guns“ gemacht hat, nämlich „The Prinicpal“ mit Jim Belushi als er noch ernste Rollen annahm, auch sehr gern).

Der große Bonus von „Young Guns“ sind natürlich die schrägen, schwarzhumorigen Szenen, wie zum Beispiel ein „Schönling Kopfgeldjäger“, der in einer Bar damit prahlt, derjenige zu sein, der Billys Kopfgeld einstreicht. Während Billy ein paar Meter weiter neben ihm steht und ihm zuhört, wohl wissend, dass der Kerl nicht mal eine Ahnung hat, wie Billy The Kid aussieht. Wie die Szene weitergeht und wie Billy ihn immer weiter provoziert, bis die Sache ein klares Ende nimmt. Das ist einerseits extrem cool und andererseits auch irgendwie erschreckend wie kaltblütig Billy damit umgeht und wie sehr es ihm Spaß macht.

Der Charakter von „Doc“ Scurlock sagt es im Film am besten und es trifft auch auf mich als Zuseher zu: „Ich muss sehen, dass ich wegkomme, denn wenn ich ihn wiedersehe … er hat eine Macht. Eine Gabe, dich dazu zu bringen, ihm zu folgen, ob du willst oder nicht.“ Und Ja, dem Ruf von Billy The Kid in „Young Guns“ folge ich gerne immer wieder mal.

Einfach, damit es erwähnt ist: Dass die Besetzung (Jack Palance, Terence Stamp, Emilio Estevez, Charlie Sheen, Kiefer Sutherland, Lou Diamond Philipps, und andere) mit dem Film groß rauskamen und steil Karriere (wenn auch teilweise nur im B-Movie-Bereich – ich blicke in deine Richtung, Lou Diamond Philipps) machten, spricht schon Bände.

„Young Guns“ bekommt von mir auch heute noch 8 von 10 möglichen, historisch vermutlich nicht allzu korrekte, Punkte.

The post Young Guns (1988 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2020/11/12/young-guns-1988-filmkritik/feed/ 0
Assassin’s Creed: Liberation HD (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2020/03/10/assassins-creed-liberation-hd-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2020/03/10/assassins-creed-liberation-hd-game-review/#respond Tue, 10 Mar 2020 06:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=31288 Aveline de Grandpré ist ein Mischlingskind. Ihr Vater ist ein Franzose, ihre Mutter ist eine Afrikanerin. Sie selbst lebt in New Orleans mit ihrer Stiefmutter und ihrem Vater, da ihre leibliche Mutter verschwunden ist. Trotzdem ist Aveline keine Sklavin, sondern … Weiterlesen

The post Assassin’s Creed: Liberation HD (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>

Aveline de Grandpré ist ein Mischlingskind. Ihr Vater ist ein Franzose, ihre Mutter ist eine Afrikanerin. Sie selbst lebt in New Orleans mit ihrer Stiefmutter und ihrem Vater, da ihre leibliche Mutter verschwunden ist. Trotzdem ist Aveline keine Sklavin, sondern dank ihres reichen Vaters und ihrer Ziehmutter frei und kann sich unter den oberen 10.000 herumtreiben.

Doch Aveline ist mehr als das – Aveline ist eine Assassinin und versucht sich gegen die Sklaverei aufzulehnen. Dazu nutzt sie anders als ihre Vorgänger auch mal Verkleidungen und nicht nur ihre Klinge. Aber die Geschichte kommt anders, denn wie es scheint könnte ihr Mutter noch am Leben und ihr Mentor nicht der sein, für den sie ihn hielt.

Lange Zeit habe ich „Liberation“, als Ableger des „großen Bruders“ „Assassin’s Creed 3„, nicht gespielt, weil ich einfach keine Möglichkeit dazu hatte. Dann kam es auf den PC und ich habe es seit Jahren bei Steam rumliegen. Kam aber nie dazu. Und jetzt – als Teil vom Season Pass von „Assassin’s Creed Odyssey“ hab ich mich endlich drüber getraut und bin – positiv überrascht. Da es ja immer hieß, es sei ein „kleines“ Assassin’s Creed hatte ich nicht damit gerechnet, dass die Story mich dann doch gespannt mitschleift und das Spiel ziemlich Spaß macht.

Das liegt an der Umgebung – die Sümpfe von Lousiana sind spannend, die Schmuggler nett und die Kämpfe (Quick-Time-Events) gegen Krokodile, sowie die Suche von Collectibles angenehm kurzweilig. Das liegt sicher auch daran, dass es von allem eine überschaubare Anzahl gibt. Wir suchen hier also zB keine 100 Federn, sondern 10 Münzen. Das macht es schon mal einfacher. Und da die Gebiete auch noch kleiner sind, geht das auch rascher und besser als früher.

Dazu kann Aveline etwas, was alle vor ihr nicht konnten: Sie kann sich aussuchen, ob sie als Sklavin verkleidet herumläuft (dann ist es so, dass alle ihre Aktivitäten sofort verdächtig sind) oder als edle Dame (die kann sich fast alles erlauben ohne verdächtig zu sein) oder als Assassinin (die hat zwar einen höheren Grundwert an Verdacht, dieser wird aber nur höher, wenn sie dumme Sachen macht).

Das ändert teilweise die Herangehensweise an Missionen – Nebenmissionen wohlgemerkt, da in den Hauptmissionen für euch entschieden wird, welche (Ver)Kleidung ihr tragen müsst. Zwischen den Missionen bzw. in Nebenmissionen ist es dann teilweise eure Sache.

Das System ist durchdacht und kann sicher auch als Systemkritik betrachtet werden, da natürlich eine Aussage dahintersteckt. Die Thematik mit der Sklaverei ist immerzu präsent und auch wenn die Story sich dann doch um viel persönliches dreht, so spielt Avelines sozialer Status immer eine Rolle. Es kann zB auch passieren, dass sie – sollte sie als feine Dame mit zu viel Geld unterwegs sein – von Räubern überfallen wird. Was schlecht ist, dann als edle Dame verkleidet fällt es a) schwer sich richtig zu verteidigen und b) fällt es viel mehr auf, sollte sie es tun.

Die Grafik ist sicher kein Meisterwerk, aber das geht in Ordnung zumal das Originalspiel ja doch einige Jahre auf dem Buckel hat und für einen Handheld entwickelt wurde. Unter diesen Vorraussetzungen muss ich sagen, dass es sogar wirklich gut aussieht (von einer etwas seltsame Gesichtsbeleuchtung, die hin und wieder auftritt abgesehen. Das Kampfsystem funktioniert wie eh und je (Konterknopf und Aus die Maus), auch das Anschleichen und Klettern sind altbewährt.

Schade finde ich, dass die Geschichte teilweise nur in Textfenstern weitererzählt wird, allerdings ist auch das vermutlich der Handheld-Herkunft geschuldet. Die langen Ladepausen kann ich angesichts der Grafik und überschaubaren Größe der Gebiete trotzdem nicht ganz nachvollziehen.

Alles in allem kam mir „Liberation“ nach „Origins“ und „Odyssey“ gerade recht, um mich wieder auf die alten Tugenden von „Assassin’s Creed“ zu erinnern, was dazu geführt hat, dass ich mich in der ersten Episode des zweiten DLC-Teils „The Fate Of Atlantis“ wieder mehr wie ein Assassine benommen habe und weniger wie ein Krieger (und dazu, dass ich die alte „Ezio Collection“ wieder ausgegraben und alle Ezio-Teile neu durchgespielt habe).

Allein schon dafür – Danke!

„Assassin’s Creed Liberation HD“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, aus seiner „kleinen“ Herkunft das Beste herausholende, Punkte.

The post Assassin’s Creed: Liberation HD (Game-Review) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2020/03/10/assassins-creed-liberation-hd-game-review/feed/ 0
Jojo Rabbit (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2020/01/25/jojo-rabbit-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2020/01/25/jojo-rabbit-filmkritik/#respond Sat, 25 Jan 2020 06:00:37 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=31897 In den späteren Jahren des zweiten Weltkrieges, lebt Johannes „Jojo“ Betzler (Roman Griffin Davis) alleine mit seiner Mutter Rosie (Scarlett Johansson) in Nazi-Deutschland. Der Vater ist an der Front in Italien und seine ältere Schwester ist vor kurzer Zeit an … Weiterlesen

The post Jojo Rabbit (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
In den späteren Jahren des zweiten Weltkrieges, lebt Johannes „Jojo“ Betzler (Roman Griffin Davis) alleine mit seiner Mutter Rosie (Scarlett Johansson) in Nazi-Deutschland. Der Vater ist an der Front in Italien und seine ältere Schwester ist vor kurzer Zeit an einer Grippe verstorben. Aktuell geht gerade sein Traum in Erfüllung, denn er wird dem „Deutschen Jungvolk“ beitreten.

Da er aber im Herzen ein sehr unsicherer Junge ist, hat er einen imaginären Freund, der ihn in schwierigen Situationen unterstützt. Sein „Freund“ ist niemand anderer als sein Idol Adolf Hitler (Taika Waititi). Als Jojo eines Tages Geräusche in seinem Haus hört, geht er der Sache nach und entdeckt versteckt in einem Geheimraum ein jüdisches Mädchen namens Elsa (Thomasin McKenzie), dem seine Mutter Rosie Zuflucht gewährt hat…

Der neuseeländische Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Taika Waititi. Ich muss zugeben bevor er „Thor: Ragnarok“ inszeniert hat, hatte ich noch nie von ihm gehört. Bei Thor wurde ihm auch in meinem Freundeskreis vorgeworfen, dass er alle emotionalen Szenen einfach mit Humor überspielt/zerstört, da das sein klarer Schwerpunkt ist. Nun, das kann man freilich so sehen, doch bei seinem aktuellen Werk, das auf dem Buch Caging Skies von Christine Leunens basiert, ist das sicherlich nicht der Fall.

Kritik gibt es natürlich auch hier und zwar wie die Nazis porträtiert werden. Ich habe damit kein Problem, auch weil ich den in einem Interview geäußerten Zugang des Regisseurs gut verstehe: Wie nimmt man etwas Furchtbarem am meisten Schrecken? In dem man über es lacht. In der heutigen Zeit heißt das für mich, sich gegen jede Form von Extremismus aufzulehnen, ohne Angst. Müsste man diese haben, dann wären nämlich sowieso bereits die falschen Menschen an der Macht.

Und was das Bedenkliche an der Figur eines „sympathischen Nazis“ betrifft. Erstens ist er das gar nicht, er macht nur zwei mal in seinem Leben das Richtige. Zweitens wird man ja nicht als Nazi geboren. Soll heißen: der ursprünglich gute, kindliche Kern eines Menschen kann zerstört sein oder auch verschüttet. In diesem Fall blitzt er eben dennoch manchmal durch. Heißt das jetzt Nazis sind gute Menschen? Das heraus zu lesen ist für mich dumm und nur dazu da, um sich künstlich aufzuregen.

So, jetzt aber zum eigentlichen Film und der funktioniert und zwar perfekt. Der Wechsel zwischen Humor und Drama, kindlichem Spaß und Kriegshorror ist dermaßen homogen, dass ich selbst ein paar mal den Kopf schütteln musste. Die Nazis sind dabei extrem stupide, stumpf und grotesk, so dass man sich sofort von ihnen distanzieren möchte. Ganz im Gegensatz zu Jojo und den beiden Damen in seinem Haus.

Wie bringt man einem Kind Fremdenhass bei? Man sagt ihm einfach, dass Juden Blut trinken, alles Schöne vernichten wollen und den Teufel in ihren Köpfen haben, der sie steuert. Jojo glaubt diese Dinge, ist auf seine Weise bereits fanatisch und wird quasi nebenbei erwachsen, als er intensiveren Kontakt zu einem jüdischen Mädchen hat. Da zweifelt er dann an seinem „Wissen“, doch um am Ende auch noch seinen Egoismus zu überwinden, da muss er sich noch mal einen richtigen Ruck geben.

Das ist der Kern der Story und es zieht einen hinein, daran hält man sich fest innerhalb all des Wahnsinns rund herum. Dazu passt natürlich auch Jojo´s Version von Hitler in seinem Kopf, denn wie sollte wohl das Idol eines zehnjährigen sein? Väterlich, cool und schräg wie Jojo selbst natürlich. Der Humor nimmt dabei den zahlreichen intensiveren Szenen nichts an Stärke, er hilft nur dabei nebenbei auch durchatmen zu können.

Roman Griffin Davis wurde ja quasi hiermit entdeckt und er passt ideal in die Titelrolle. Liebenswert, trotzig, voll mit Träumen und Zielen und klar ein Außenseiter. Thomasin McKenzie (Leave no Trace) als Elsa ist faszinierend und geheimnisvoll, verspielt und dann doch wieder unglaublich konsequent. Ihr darf auf keinen Fall etwas passieren, das ist klar. Die Erwachsenen sind ebenfalls voll bei der Sache und leben ihre Rollen.

Vor allem Scarlett Johansson (The Island) und Sam Rockwell (Moon) stechen dabei heraus. Sie, die liebende Mutter, die ihren Schmerz (fast) nie zeigt und auf ihre Art gegen die Unterdrückung der Nazis kämpft und er als verletzter und desillusionierter Captain, der sich nun mit der Ausbildung vom deutschen Jungvolk herumschlagen muss. Und Waititi selbst als Hitler? Als überdrehte Karikatur funktioniert er genau so wie er ist sehr gut.

Insgesamt also ein Film, der für mich sehr schön zeigt wie schnell man auf etwas hin gedrillt werden kann, doch auch dass es durchaus möglich ist, mit der Wahrheit dagegen anzukämpfen. Außer natürlich, man ist schon zu festgefahren. Schräg, skurril, traurig und zutiefst menschlich mit Szenen zwischen Jojo und dem Mädchen und Jojo und seiner Mutter (wie sie zum Beispiel seinen Vater „spielt“) als klare Highlights. Ich war danach, wachsamer, traurig und fühlte mich irgendwie wohl zugleich. Und ja, das war sehr stimmig so.

„Jojo Rabbit“ bekommt von mir 9/10 trotz übermächtigen Widerständen eigene Werte entwickelnde Empfehlungspunkte.

The post Jojo Rabbit (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2020/01/25/jojo-rabbit-filmkritik/feed/ 0