P8,5 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Thu, 25 Jun 2026 13:59:37 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Pizza Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/27/pizza-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/27/pizza-movie-filmkritik/#respond Sat, 27 Jun 2026 05:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38726 Jack (Gaten Matarazzo) ist nach einer verpatzten Aktion als Maskottchen der Football Mannschaft, bei fast allen auf seiner Hochschule unten durch. Sein Zimmerkollege Montgomery (Sean Giambrone) leidet unterdessen darunter, dass er sich nicht traut, seinen Schwarm anzusprechen. Als sie – … Weiterlesen

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Jack (Gaten Matarazzo) ist nach einer verpatzten Aktion als Maskottchen der Football Mannschaft, bei fast allen auf seiner Hochschule unten durch. Sein Zimmerkollege Montgomery (Sean Giambrone) leidet unterdessen darunter, dass er sich nicht traut, seinen Schwarm anzusprechen.

Als sie – nachdem sie wieder einmal von anderen Studenten gemobbt wurden – eine Schachtel mit Tabletten/Drogen finden und beide auch noch jeweils eine davon schlucken, beginnt eine Nacht voll mit irrwitzigen Strapazen…

Nick Kocher und Brian McElhaney wurden vor Jahren auf Medien wie YouTube bekannt als Sketch-Duo „BriTANicK“ und gewannen Preise als Schreiber der Gags für Saturday Night Live. Im Jahr 2026 haben sie sich nun nach drei Kurzfilmen getraut, ihren ersten Spielfilm zu inszenieren, bei dem sie natürlich auch das Drehbuch beigesteuert haben und als Produzenten agieren. Sehen kann man das Ergebnis nun auf Hulu bzw. Disney+.

Ihr erster Film ist dabei ein Fest geworden, voll mit verrückten und kreativen Ideen, bei dem es nüchtern betrachtet um Nichts geht, man aber beim Anschauen das Gefühl hat, es würde um Alles gehen. Ich weiß im Prinzip nicht wirklich, wie ich dieses Erlebnis beschreiben soll, weswegen ich einfach ein paar Begebenheiten vorbringen möchte.

Daniel Radcliffe (Guns Akimbo) spricht Lysander Featherhelm, einen Schmetterling einer der Hauptfiguren und es kommt kurzfristig auch zu einem Körpertausch mit seinem Besitzer. Wenn ich sonst nichts über diesen Film gewusst hätte wäre mir bei dieser Beschreibung sofort klar gewesen, dass ich den Film sehen will.

Von einer Musikerin, die durch Elektroschocks ihren Sänger zum Singen bringt, weil dies die Schreie bei einer Geburt nachstellen soll über einen Lieferroboter, der sich für einen zufriedenen Kunden inklusive positiver Bewertung sogar mit Stiegen (seinem Todfeind!) anlegt bis hin zu den sämtlichen Stufen, die der Drogenkonsum auslöst und die allesamt großartig sind, ich hab schon lange nicht sehr so oft grinsen und lachen müssen.

Die wichtigsten Figuren sind nicht nur Außenseiter, sondern vor allem die beiden Jungs werden als echte Loser gesehen. Diese Tatsache gepaart mit diesem Gefühl, dass die Suche nach einer Pizza zur wichtigsten Nacht ihres bisherigen Lebens wird und sie dabei als Menschen wachsen und zwischenmenschlich einiges seltsames aber auch sehr emotionales abläuft, das ist genau meine Art von schräg.

Sean Giambrone (Die Goldbergs) als Montgomery und Gaten Matarazzo (Stranger Things) als Jack ergänzen sich perfekt als beste Freunde, die schließt man ins Herz, weil sie einfach ehrlich sind (und schlecht lügen können) und ihnen nur selten etwas gelingt. Lulu Wilson (Becky, Wrath of Becky) als Lizzy vervollständigt das Trio und ihre Blicke mit ihren weit aufgerissenen Augen, spiegeln schön den vorherrschenden Irrsinn wider.

Es gibt noch zahlreiche weitere starke Schauspieler in witzigen Rollen und gerade weil sie das so ernst spielen, ist es so lustig. Auch die Metaebene darf dabei natürlich nicht fehlen. In Summe zwar sicherlich kein Film für Jedermann, aber was „Stoner Komödien“ betrifft (aus Mangel eines passenderen Genres, nenne ich das mal so) ist das mit Abstand das herzlichste und unterhaltsamste Werk, dass ich jemals gesehen habe.

„Pizza Movie“ bekommt von mir 8,5/10 die Nacht nicht vor der Frühstücks-Pizza lobende Empfehlungspunkte.

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The Boys – Staffel 5 – Serienfinale (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/06/the-boys-staffel-5-serienfinale-serienkritik/#respond Sat, 06 Jun 2026 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38866 Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die … Weiterlesen

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Nachdem nur noch Butcher (Karl Urban), Starlight (Erin Moriarty) und Kimiko (Karen Fukuhara) frei sind, haben „The Seven“ bzw. Vought bzw. Homelander gewonnen. Er ist im Grunde der mächtigste Mann im Staat. Aber Starlight führt mittlerweile einen Guerilla-Krieg gegen die Firma und hat immer wieder kleine Erfolge, die aber von der Regierung sofort zerlegt werden. Beweisvideoes werden als KI-Slop abgetan und überhaaupt – wie könnte man gegen diese Maschine gewinnen?

Hughie (Jack Quaid), Frenchie (Tomer Capone) und Mother’s Milk (Laz Alonso) sind in Gefangenschaft. In einem Lager. Bewacht von Superhelden. Es gibt kein Entkommen.

Aber Butcher hat einen Plan – es gibt immer noch das V1 – das allererste Serum. Und Homelander ist auf dem Weg, es zu finden. Also muss er schneller sein. Aber dazu braucht er Hilfe. Und deshalb müssen die anderen „Boys“ befreit werden.

Natürlich läuft nichts nach Plan. Und es spritzt Blut. Und Gedärm. Und … nun, Homelander lässt sich als „Gott“ ausrufen …

Nein, die Marketing-Abteilung hat entweder die Drehbücher nicht gelesen oder das Memo nicht bekommen. Was ich meine? Nun, wenn man sich die Plakate für Staffel 5 von „The Boys“ ansieht, dann wirkt es als würde der dritte Weltkrieg – Superhelden gegen alle anderen – über die Welt hereinbrechen. Die Welt würde brennen. Ein wenig wie im Musikvideo von „Falling In Revers“ namens „Watch The World Burn“. Aber wie es aussieht wurde der Truppe von Amazon das Budget auf ein Fünftel (ich habe da mehrere Versionen gelesen, die hier kam am öfteren vor) gekürzt und alles was geplant war, musste anders umgesetzt werden. Also keine Materialschlacht. Gar keine. Das ist ein etwa so, als würde man „Return Of The Jedi“ angucken und die Schlacht draußen vorm Fenster des Imperators nicht mal aus der Ferne sehen. Von den Bodentruppen will ich noch nicht mal anfangen.

Für viele Fans war das ein Schlag ins Gesicht – und die haben es den Macher:innen richtig übel genommen. Die finalen Folgen – vor allem die letzten beiden Folgen – wurden fast überall völlig zerrissen. Dabei haben Eric Kripke und sein Team nur das gemacht, was sie machen konnten: Sie haben sich auf die Figuren und emotionale Pay-Offs fokussiert. Meiner Ansicht nach das einzig richtige. Und in den meisten Fällen haben sie auch absolut geliefert. Gibt es auch ein paar Logiklöcher? Oder ein paar Dinge, die nicht zusammenpassen – in dem Sinn, dass sich halt Charaktere hin und wieder so verhalten, wie das Drehbuch es braucht und nicht, wie sie es eigentlich tun sollten? Oder das Kräfte unverhältnimäßig stark sind in der einen Szenen und in der anderen das komplette Gegenteil? Ja, gibt es. Allerdings hätte es viel schlimmer kommen können.

ABER – und das ist für mich ein großes ABER – die Serie liefert in meinen Augen da wo es notwendig ist. Wir kriegen die Storylines geklärt, die zu klären waren und es treffen die richtigen Personen im Showdown aufeinander. Starlight gegen The Deep? Passt. Das Ende von The Deep? Perfekt. Butcher gegen Homelander? Absolut. Ist das Ende Genugtuung pur? Auf jeden Fall. Hughie und Butcher prallen ein letztes Mal zusammen? Aber absolut. Ergebnis? Tränendrücker.

Und natürlich muss jemand am Weg noch das Leben lassen – völlig klar. Und ich war überrascht wie berührt ich war. Mir hat es wirklich Tränen in die Augen gedrückt. Und das war nicht mal in der letzten Folge. Trotzdem – das kam unerwartet (nicht der Charaktertod, sondern die Tränen). Lag vielleicht daran, dass es mein Lieblingscharakter war und auch die Art wie er gestorben ist („I bet you never danced a day in your whole life“) … wenn, dann so. Perfekt.

Auch von der Action-Seite gibt es ein paar super Momente – so zum Beispiel der Gefängnisausbruch. Hammer – richtig cooles, starkes Action-Kino mit sehr psychohygienisch tollen Momenten. Auch die Over-The-Top-Satire kommt nicht zu kurz. Grenzgenial – das Werbevideo von Homelander in welchem Jesus ihm seine Krone überreicht (mit Einblendungen für die Postproduktion á la „remove cables“ beim Runterschweben von Jesus und ähnlichem). Oder die Szene in welcher quasi der Cast von Supernatural sich wieder trifft (mit ein paar anderen Gesichtern dazu) – das war handlungstechnisch völlig irrelevant, aber super anzusehen und lustig – vor allem wie Spider-Man bzw. der Deal von Marvel und Sony aufs Korn genommen wurde. Super!

Und ja, das Ende … für mich war es absolut stimmig, auch wenn es relativ rasch kam und tatsächlich ziemlich kompakt war. Aber die rund 30 Minuten, die es gedauert hat – großes Kino. Und auch Ryan durfte nochmals auftrumpfen. Und dann war es zu Ende. Und es waren noch 35 Minuten übrig. Anders als zuletzt im „Stranger Things„-Finale fand man hier allerdings etwas, um die Zeit gut zu füllen bzw. musste der Showdown so kurz sein, denn es gibt ja noch die „eigentliche“ Story zu Ende zu erzählen – nämlich die von Butcher. Und auch diese bekommt in meinen Augen ein würdiges, passendes Ende. Butcher hat gewonnen, aber er hat alles verloren. Eine der vielleicht härtesten und emotional am tiefsten gehenden Szenen ist jene als Butcher Ryan anbietet für ihn ein neues Leben anzufangen.

Alles in allem – ich war zufrieden. Es war kein Spektakel bzw. mehr „out with a whimper not with a bang“, aber dennoch mit allen für mich wichtigen Teilen drin. Hätte man sich die Gastauftritte der Gen V-Spin-Offs sparen können? Ja. War Soldier Boy notwendig? Nein, hätte man auch anders lösen können – aber es ist immer schön Jensen Ackles zu sehen, also was soll’s? Großartigster Soldier Boy-Moment nachdem er wieder aufgetaut wurde und Homelander das erste ist, was er sieht: „Did you fuck me?“ – Homelander (entsetzt): „What?“ – Soldier Boy: „Is this some kind of incest thing?“ Großartig und beschreibt den Charakter absolut perfekt.

Dass „Liebe“ das eine ist, was Sage nicht mit einberechnet hat – Klischee, billig, völlig aus dem Nichts kommend und nicht passend – aber Schwamm drüber. Was soll’s?

Alles in allem fand ich, dass die Serie einen gebührenden Abschluss bekommen hat. Wäre mehr drin gewesen? Hätte auch ich mich darüber gefreut, wenn man Kripke und seinem Team mehr Geld gegeben und sie mit den Worten „Lasst die Welt brennen!“ losgeschickt hätte, um zu machen, was sie machen wollen? Oh ja. Das wäre episch geworden. Nun. Das ist es nicht. Aber im Rahmen dessen, was möglich war, ist das hier mit Sicherheit die bestmögliche Lösung.

Allein, wie peinlich Homelander ohne Kräfte ist – und wie er reagiert als er begreift, was los ist: Großartig. Genau das, was wir brauchten, was sein musste, was notwendig war. Wenn es Katharsis gibt, dann ist es das hier.

„The Boys – Staffel 5 – die letzte Staffel“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, zwar mit kleineren Portionen kochenden, aber diese sehr schmackhaft machende, Punkte.

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Ghost Of Yotei (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/19/ghost-of-yotei-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/19/ghost-of-yotei-game-review/#respond Tue, 19 May 2026 05:00:59 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38820 Attsu hat (fast) alles. Einen liebevollen Vater, eine liebende Mutter, einen – trotz aller geschwisterlichen Streitigkeiten – tollen Bruder. Sie leben in einem kleinen Haus, der Vater ist Schmied, die Mutter liebt Musik und bringt diese auch Attsu näher. Als … Weiterlesen

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Attsu hat (fast) alles. Einen liebevollen Vater, eine liebende Mutter, einen – trotz aller geschwisterlichen Streitigkeiten – tollen Bruder. Sie leben in einem kleinen Haus, der Vater ist Schmied, die Mutter liebt Musik und bringt diese auch Attsu näher. Als beim Pilze sammeln ein Fremder zu ihnen stößt und ihnen zeigt, wo sie die besten Pilze finden, da vertrauen Attsu und ihr Bruder Jubei ihm zu schnell und er kommt mit ihnen mit – zum Abendessen, wie die beiden denken.

Dann stellt sich heraus, dass der Fremde auf den Namen Saito hört, ihren Vater kennt und eine – in seinen Augen – Rechnung mit ihm offen hat. Denn Saito ist der Anführer der Yotei-Six, einer Bande zusammengewürfelter Schurken, die die gesamte Insel unter ihre Gewalt bringen wollen und ein eigenes Shogunat ausrufen möchten.

Am Ende der Nacht liegt Attsus Leben in Trümmern. Die Familie tot. Sie selbst wurde mit dem Schwert ihres Vaters an den brennenden Gengko-Baum im Garten fixiert und zum Sterben zurückgelassen.

Aber sie kann sich befreien, schafft es irgendwie auf das Festland und schlägt sich dort durch. Unter anderem als Söldnerin. Sie dient in der Armee, lernt mit verschiedenen Waffen kämpfen und kommt Jahre später unter dem Deckmantel eine Kopfgeldjägerin zu sein, zurück in ihre Heimat. Ihr einziges Ziel: Die Yotei-Six finden und allesamt töten …

Lange hat es gedauert, bis der Nachfolger zu „Ghost Of Tsushima“ gekommen ist und laut war der Aufschrei, als man hörte, dass eine Frau nun die Hauptfigur sein würde. „Woker Mist!“ haben sie gerufen. Und hatten damit Unrecht. Zum Teil. Naja. Um es gleich zu sagen: Ja, alle wichtigen und starken Figuren in der Geschichte sind Frauen. Das ist mir schon auch aufgefallen – egal ob es sich um eine Verbündete von Attsu handelt oder die meisten Figuren in den Nebengeschichten. Ein paar sind schon auch Männer, aber die dienen in erster Linie dazu, Attsu mit neuen Waffen auszustatten und verschwinden dann wieder aus der Handlung.

Die wirklich ausgearbeiteten Figuren sind Frauen. Und die wirklich starken Figuren sind auch Frauen. Sogar in den Reihen der Bösewichter. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Man kann aber auch sagen, dass es passt, weil natürlich alle einer Frau, die sich wie ein Samurai benimmt (von der Moral mal abgesehen) eher von oben herab behandelt wurde. Klar, dass sich da eher Frauen ihr gegenüber aufgeschlossen zeigen.

Zuerst mal zu den Dingen, die ich nicht so toll fand, damit wir die aus dem Weg haben.

Die Story ist ein Klischee und wer „Kill Bill“ denkt, der oder die denkt richtig. Mehr ist nicht dahinter. Ja, es gibt, ein oder zwei Überraschungen, die aber in Wirklichkeit abzusehen sind. Es gibt ein paar Kopfgeldmissionen, in denen es scheinbar eine Wahl gibt, was man tun kann, aber das Spiel entscheidet für euch. Als Beispiel sei eine Mission genannt in der eine Frau gesucht wird, weil sie einen Freier ermordet hat. Wie sich herausstellt hat er sie geschlagen, weshalb sie zum Messer griff. Attsu lässt sie gehen. Das kann man nicht beeinflussen. Keine einzige Situation kann man im Grund beeinflussen. Die Story läuft wie sie läuft. Schade, wie ich finde. Da hätte man durch ein paar Kleinigkeiten durchaus eine interessante Möglichkeit für leichte Variationen in der Story schaffen können.

Auch das Ende der Story hat mir so nicht besonders gut gefallen – einerseits weil der letzte Kampf ein wenig zu unspektakulär ausfällt und andererseits weil ein Charakter stirbt, der nicht hätte sterben müssen. Da ging es nur darum, dass man nochmals auf die Tränendrüse drückt. Aus meiner Sicht hätte ein Überleben weit mehr Sinn gehabt. Wie man sich vorstellen kann, geht es im Spiel darum, dass man durch blinde Rache alles verlieren kann – selbst das wenige, was man noch hat. „Fight for the living – not the dead“, wie es ein wichtiger Charakter im Spiel auf den Punkt bringt.

Und ohne Spoiler – es ist ja wohl allen klar, wie es endet – kann ich sagen: Dadurch, dass Attsu die Reihen von Saito ausdünnt und ihm nach und nach alles nimmt (ja, ein wenig wie im „Punisher“ mit Travolta), stehen sich die beiden fast ebenbürtig gegenüber. Das letzte Kapitel heißt auch „The Cost Of Revenge“ und tja, was soll ich sagen. Dass Saito am Ende (fast) allein dasteht ist ja eigentlich schon die Message. Dass Attsu auch noch jemanden verliert, den sie eigentlich liebt, endet sich im Grunde genommen fast wie er. Mit einer kleinen Ausnahme, aber das wäre jetzt ein riesengroßer Spoiler.

Hätte man zum Beispiel die oben erwähnten Entscheidungen eingebaut und aufgrund von ein paar Zahlen im Hintergrund festgelegt, dass zB Attsu sich von ihrer Rache lösen kann oder auch nicht und je nachdem hätte die Person, die ihr nahesteht überlebt oder nicht – das wäre meiner Ansicht nach weit besser gewesen, hätte die Message besser transportiert und wäre auch nicht allzu schlimm gewesen ins Spiel zu implementieren. Aber gut. Das ist Wunschdenken. Es ist, was es ist und ich finde das die Atmosphäre als auch die Story im ersten Teil weit besser waren. Ich fand auch, dass Jin ein besserer Charakter war.

Grundsätzlich ist Attsu anfänglich nicht allzu liebenswert oder gar sympathisch. Ja, das ändert sich während des Spiels und gegen Ende mochte ich sie gern. Hat aber gedauert. Auch die Rückblenden, die man immer wieder sieht sind zwar nett, spielerisch aber völlig unnötig. Auch die eingestreuten „Feuer entzünden“ oder „Essen braten“-Minispiele sind völlig sinnfrei. Immerhin kann man die überspringen.

Entgegen vieler anderer Stimmen bin ich auch von der Optik nicht restlos überzeugt. Ja, das Spiel sieht gut aus, aber es gibt einen Punkt (gilt für alle Spiele) an denen Style einfach nur noch das ist. Style. Und Attsus Reise führt sich durch Gegenden, die sind dermaßen Postkartenmotive – allein von den Farben und der Intensität dieser Farben her – das tut fast schon weh. Sieht das alles wundervoll aus und ziemlich cool inszeniert – ja. Absolut. Sieht man es nach einer Weile nicht mehr, weil einfach alles so dermaßen durchgestylt ist, dass es fast schon wieder langweilig ist? Ebenfalls ja.

Klettern in solchen Spielen ist übrigens auch hier – wie meistens – einfach nur die richtigen Tasten drücken und den Stick in die richtige Richtung halten. Mit einem Wort: Anspruchslos. Aber das will ich dem Spiel nicht vorhalten, dass ist in den meisten aktuellen Open-World-Spielen ja auch so.

Was hat mir gefallen?

Die Story ist im Regelfall gut inszeniert. Die Dialoge sind super geschrieben und gerade eine (männliche) Person im Spiel hat sich für mich als absoluter Anker und Favorit herauskristallisiert. Tolle Figur. Auch das Attsu immer menschlicher und zugänglicher wird ist gut gemacht. Manche Set-Pieces sind richtig cool, wenn auch manchmal bzw. gar oft die Auflösung nicht so der Hammer ist (Flucht durch rausreiten und Punkt). Dennoch: Die Story und die Charaktere halten bei der Stange und das funktioniert schon alles gut. Auch wenn ich gestehen muss, dass es hin und wieder ein paar Abfälle in der Qualität der Dialoge gibt. Vor allem wenn es um ein „Treffen“ mit dem/der ehemlaigen Kitsune geht. Diese Überzeugungsarbeit, die Dialoge … ich sehe, warum das so notwendig war, aber irgendwie hätte man das schon ein wenig besser hinkriegen können. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

Das Gameplay selbst – das Wechseln zwischen den verschiedenen Waffen, das Stein-Schere-Papier-Prinzip im Kampf – funktioniert super und vor allem das Sounddesign ist ein Hammer. Wenn Klingen auf Klingen oder auf Fleisch treffen – das spürt man fast körperlich. Auch die Option Waffen vom Schlachtfeld aufzuheben und als Wurfgeschosse zu verwenden macht – ebenfalls dank Sounddesign – richtig Laune und manche Massenschlachten hätten ruhiger aufgrund ebendieser Tatsache gern länger ausfallen können. Generell gibt es weniger Rätsel und viel mehr Kämpfe. Aber da diese so viel Spaß machen ist das als großes Plus zu verbuchen.

Alles in allem also ein würdiger Nachfolger? Ja. Kann man so sagen. Vom Gameplay her ist „Yotei“ sicher das bessere Spiel, aber es verlässt sich wie sein Vorgänger zu viel auf etabliertes Game-Design und traut sich bei der Story zu wenig. Es gibt Spiele, wo es passt, wenn man nichts enscheiden kann – „Assassin’s Creed Shadows“ oder „The Last Of Us Part II“ als Beispiel -, aber andere, wie dieses hier, hätten von einem Minimum an Entscheidungsfreiheit klar profitiert.

Alles in allem bekommt „Ghost Of Yotei“ von mir 8,5 von 10, seinem Vorgänger leider nicht das Wasser reichen könnende, Punkte.

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They Will Kill You (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/16/they-will-kill-you-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/16/they-will-kill-you-filmkritik/#comments Sat, 16 May 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38756 Asia Reaves (Zazie Beetz) bewirbt sich in einem elitären, sehr altem Hochhaus als Hausmädchen. Managerin Lily (Patricia Arquette) übernimmt die Führung durch das Gebäude und sofort fallen Asia die zahlreichen Schlösser an den Türen auf. Nachdem sie sich am Abend … Weiterlesen

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Asia Reaves (Zazie Beetz) bewirbt sich in einem elitären, sehr altem Hochhaus als Hausmädchen. Managerin Lily (Patricia Arquette) übernimmt die Führung durch das Gebäude und sofort fallen Asia die zahlreichen Schlösser an den Türen auf.

Nachdem sie sich am Abend schlafen gelegt hat, brechen plötzlich gleich mehrere verhüllte Gestalten in ihr Zimmer ein und wollen sie mit Gewalt entführen. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass Asia ebenfalls ein paar Tricks auf Lager hat…

Es gibt ja (zum Glück) immer noch so Trailer, da weiß man nach der Erstsichtung genau, den Film will ich sehen. So ging es mir bei dem neuesten Film des Russen Kirill Sokolov (No Looking Back), der neben der Regie auch das Drehbuch mitgeschrieben hat. Was jedoch so ganz nebenbei auffällt, sind die Ähnlichkeiten zu der fast zeitgleich startenden Fortsetzung von Ready or Not (dazu aber bald mehr).

Es folgen Spoiler. Ich werde euch den Film gleich mal so beschreiben, dass ihr euch auskennt. Laut Interview war eine der Regieanweisungen an die Darsteller, nicht zu übertreiben, damit das Endergebnis niemals lächerlich wirkt. Das münzt ihr nun um auf einen Film, bei dem ein Auge samt Sehnerv die Verfolgung seiner potentiellen Opfer aufnimmt und ein besessener Schweinekopf auf einer Dame den Endkampf bestreitet.

Dabei sind die Bösewichte vor allem dazu da, dass man über ihr Ableben (und Zurückkommen) lachen kann, aber das macht gar nichts, denn Antiheldin Zazie Beetz (Bullet Train) als Asia ist so ein Powerhouse, die läuft den gesamten Film über auf 120 Prozent und neben ihrer Energie, versprüht sie auch noch ordentlich Charisma.

Dabei ist die Choreographie wirklich kreativ, was die Waffen, die Bewegungen – auch beim Ausweichen – und den Einsatz unterschiedlicher Waffen betrifft und obwohl sich die Story fast nur auf ein Gebäude beschränkt, variieren sogar die Schauplätze plus die Musik, die hebt das Geschehen zusätzlich auf eine fetzige Ebene.

Gegen was Asia ankämpft sind ja unsterbliche Satanisten und die sind auch der wahre Gegner des Zuschauers. Wäre nämlich Beetz nicht so cool und die gesamte Inszenierung nicht so involvierend und irrsinnig – übrigens auch eine eigene Kunst, dass man als Zuschauer die Regeln innerhalb dieser Welt als völlig normal wahrnimmt – dann würde sich ein gewisses Gefühl einschleichen.

Richtig, ich meine den repetitiven Kreis des Tötens und fast sofortigen Wiederbelebens. Am Ende ist man als Betrachter wie die Überlebenden zwar erschöpft, aber daran langweilig zu werden, hat sich Asia vorbei gemordet. Das einzige störende für mich war ein Fehler, bei dem ein Kopf nachgewachsen ist und das Gesicht eines anderen Schauspielers trug, nur um in der nächsten Szene wieder auf den richtigen zu wechseln, so etwas hätte nicht passieren müssen.

In Summe aber was den kreativen Wahnsinn betrifft und dabei beziehe ich mich auf Optik, Design, Choreographie und Schauspiel, ganz großes Kino. Die Minimalstory startet das Geschehen und die Videospiel-Mentalität treibt das wilde Treiben bis zum Endboss an. Als der Schlussspann anfing, musste ich dann erleichtert grinsen, was nie ein schlechtes Zeichen ist.

„They Will Kill You“ bekommt von mir 8,5/10 den Circle of Death durchbrechende und stechende Empfehlungspunkte.

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Robocop – Rogue City: Unfinished Business (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/28/robocop-rogue-city-unfinished-business-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/28/robocop-rogue-city-unfinished-business-game-review/#respond Sat, 28 Mar 2026 06:35:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38658 Das Polizeirevier wird überfallen – es gibt eine Menge an toten Polizisten und die Ausrüstung, die für Robocop im Keller gebunkert war, wurde gestohlen. Wie sich herausstellt ist dies womöglich der Fall, weil die Komponenten in der EDV für die … Weiterlesen

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Das Polizeirevier wird überfallen – es gibt eine Menge an toten Polizisten und die Ausrüstung, die für Robocop im Keller gebunkert war, wurde gestohlen. Wie sich herausstellt ist dies womöglich der Fall, weil die Komponenten in der EDV für die Herstellung einer wirklich bösen Maschine geeignet sind. Eine Söldnertruppe hat den Überfall durchgeführt und alle Spuren führen zum Omni-Tower.

Robocop (Peter Weller) zögert nicht lange und fährt hin, um die Verantwortlichen zu stellen.

Die haben aber keine Freude damit, dass der blecherne Polizist vor ihrer Haustür auftaucht und riegeln alles ab. Das bedeutet, dass alles Bewohner:innen im riesigen Wolkenkratzer mit eingeschlossen sind. Denn der Omnitower beherbergt viele Menschen und die meisten davon vegitieren am Rande der Existenz dahin. Es hat sich sogar eine kleine Stadt in dem Hochhaus gebildet.

Robocop macht sich also auf den Weg, um die Täter zu finden und lässt sich dabei von nichts aufhalten. Außer von verschlossenen Stahltüren. Aber auch da kommt Hilfe, denn eine unbekannte Frau, die irgendwo im Turm sitzt, hat viele Informationen und Codes und aus irgendeinem Grund nimmt sie Kontakt zu Robocop auf, um ihm zu helfen.

Die Frage stellt sich nur, ob sie ein falsches Spiel spielt oder es ehrlich meint. Dazu kommt, dass der Bösewicht hinter allem sich auch offenbart und es gibt mehr Verbindungen zu Robocops Vergangenheit, als ihm klar war …

„Unfinished Business“ ist eine Stand-Alone-Erweiterung des First-Person-Shooters „Robocop: Rogue City“ und offen gestanden gibt es nicht wirklich viele Änderungen zum Hauptspiel. Das Setting ist neu, die Story ist neu und das war es dann im Grunde auch schon.

Apropos Story: Die ähnelt im Kern und der Optik und so generell der Geschichte von „Dredd“ mit Karl Urban oder von mir aus auch „The Raid“.

Das macht mir persönilich nichts aus, denn lieber gut geklauft als schlecht erfunden. Naja. Sagen wir mal so. Aber egal, denn was die Macher:innen hier aus dem Setting rausgeholt haben, das finde ich richtig großartig – und nichts davon hat sich für mich irgendwie aufgesetzt angefühlt. Also die optische Abwechslung ist unerwarteterweise tatsächlich vorhanden – innerhalb des Rahmens, dass die ganze Story halt in einem riesigen Hochhaus spielt.

Aber auch so ist man bemüht, immer wieder mal kleine Hubs einzubauen, in denen Robocop herumläuft, kleine Nebenaufgaben löst – wie zum Beispiel einen Mordfall aufklären oder mit Hilfe seiner Scanfähigkeiten eine entlaufene Ratte finden. Das macht Laune und passt gut als kurze (oder längere, wenn man alle Nebenmissionen machen will) Verschnaufspause, denn der Rest ist Ballern in Reinform.

Und das macht erneut einfach Riesenspaß. Als Robocop gibt es ja sowas wie „in Deckung gehen“ quasi nicht und der Schnellste ist er auch nicht, dafür hat seine Waffe absollut Durchschlagskraft und die Geräuschkulisse ist grandios übertrieben. Und Blut spritzt literweise. Auch Arme und Beine werden da schon Mal weggeschossen.

Das macht insofern richtig Laune, weil der Tonfall des Spiels wirklich gut an den ersten Film rankommt und herrlich „Over-The-Top“ ist. Ich kann es schwer beschreiben und ich bin mittlerweile in einem Alter in dem ich übertriebene Gewalt eigentlich schlecht aushalte und auch nicht brauche, aber hier – da passt das alles super zusammen und wirkt einfach stimmig.

Das liegt auch daran, dass Robocop hier mit ein paar NPC interagieren darf, die ihn durch das Spiel begleiten und er darf hier auch wirklich ein paar mal richtig trockenen Sarkasmus in die Welt werfen (und Peter Weller als Original-Robocop und Synchronsprecher ist wieder dabei und liefert einen tollen Job). Ich habe ein paar Mal wirklich sogar laut auflachen müssen. Und die Figuren sind. angenehm schräg ohne nervig zu werden. Also wirklich – die Dialoge und alles: Das ist fast perfekt geschrieben für das Robocop-Universum. Und wenn ihr die Radios in der Spielwelt einschaltet, dann hört ihr verschiedene Werbungen, die ebenfalls vom Sarkasmus (oder ist das schon Zynismus) perfekt in dieses Universum passen.

Was mich überrascht hat: Wie viele. Mühe man sich gegeben hat, um auch anderen Figuren als Robocop einen Hintergrund zu verpassen und man spielt tatsächlich im Laufe der Handlung mehrere(!) andere Personen als Robocop. Meist in Flashbacks und um die Story zu erklären, aber auch da: Wow, sag ich. Fand ich wirklich gut und hat auch vom Timing her einfach gepasst.

Man merkt es vielleicht: Ich finde „Unfinished Business“ sogar besser als das Hauptspiel (von dem man übrigens Null mitnimmt. Das Aufleveln von Robocop beginnt wieder von Vorne mit dem Verteilen von Skill-Punkten und funktioniert genau gleich), denn es erzählt seine Story kompakter und trotzdem – wie ich finde bzw. wie mir vorkommt – mit mehr Aufwand. Und das honoriere ich tatsächlich.

Ich kann also allen, die einfachen und unkomplizierten Shooter-Spaß (und das ist es – vor allem, wenn dann die geniale Musik vom ersten Film einsetzt). Was halt immer noch nicht wirklich klappt oder gut aussieht: Gesichtsanimationen. Das funktioniert einfach nicht. Aber auch das passt irgendwie zum Charme des Spiels.

Ganz ehrlich: Wenn die gleichen Leute ein drittes Spiel mit Robocop machen: I would buy that for a dollar!

„Robocop: Rogue City – Unfinished Business“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, alles fokussierter, aber in meinen Augen von technischen Abstrichen her alles richtig machende, Punkte.

PS: Und Ja, man kann ein paar Katzen streicheln.

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Dust Bunny (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/21/dust-bunny-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/21/dust-bunny-filmkritik/#respond Sat, 21 Feb 2026 05:00:55 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38458 Die acht jährige Aurora (Sophie Sloan) lebt in New York City mit ihren Pflegeeltern. Sie warnt diese nicht den Boden in ihrem Zimmer zu berühren, da dort ein Monster lauert, dass sie fressen wird. Sie nehmen diese Warnung natürlich nicht … Weiterlesen

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Die acht jährige Aurora (Sophie Sloan) lebt in New York City mit ihren Pflegeeltern. Sie warnt diese nicht den Boden in ihrem Zimmer zu berühren, da dort ein Monster lauert, dass sie fressen wird. Sie nehmen diese Warnung natürlich nicht ernst und eines nachts sind sie verschwunden und das junge Mädchen befindet sich alleine in der Wohnung.

Sie wendet sich an ihren Nachbarn (Mads Mikkelsen), dem sie vor kurzem in der Nacht gefolgt ist und den sie aus ihrer Sicht dabei beobachtet hat, wie er einen Drachen getötet hat. Sie redet den Mann an und will ihn engagieren, um das Monster unter ihrem Bett zu töteten…

Produzent und Drehbuchautor Bryan Fuller hat vor Jahren bei Start Trek: Yoyager mitgeschrieben und in den letzten Jahren die Star Trek: Discovery Serie mitentwickelt. Die Hannibal Serie aus dem Jahr 2013 stammt ebenfalls aus seiner Feder und dort war ja Mads Mikkelsen die titelspendende Hauptfigur. Den hat er nun erneut besetzt und zwar in seinem Regiedebüt Dust Bunny, bei dem auch das Drehbuch von ihm stammt und er auch als Produzent mit an Bord ist.

Geworden ist daraus ein Erlebnis, nach dem man – würde man danach bewusst Ausschau halten – lange suchen müsste. Ich meine damit einen Film, der sich im Einheitsbrei erfrischend anders anfühlt. Dass dabei genau gar nichts erklärt wird und somit alles der eigenen Interpretation bzw. Fantasie überlassen ist, ist ein dicker Pluspunkt. Im Mittelpunkt steht die magnetische Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren.

Sophie Sloan als Aurora ist richtig großartig, diese kindliche Weisheit, der trockene Humor ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit plus ihre gesamte Gestik, sie fordert einfach ganz nebenbei deine volle Aufmerksamkeit. Mads Mikkelsen (Polar) als „besorgter Nachbar“ beginnt schweigsam und mysteriös, wie er mit Aurora wie mit einer Erwachsenen spricht und wie man ihn langsam besser kennenlernt, da entwickelt sich zwischen den beiden eine ganz eigene, ziemlich witzige Dynamik.

Überhaupt sind skurrile Momente zwischen Figuren hierbei eine Mechanik, die sich durchzieht durch die gesamte Laufzeit und klar zu den Highlights zählt. Dazu tragen auch ein selbstverliebt, giftiger Auftritt von Sigourney Weaver (The Gorge) als Auftraggeberin und ein für ihn typischer, etwas außerhalb der Norm funktionierender Killer, gespielt von David Dastmalchian (Late Night with the Devil) mit dazu bei.

Dann wäre da die Cinematographie, die eine eigenständige Welt erzeugt, die fantasievoll und anders wirkt. Die Kamerafahrten, wo sich die Kamera befindet in vielen Einstellungen, was für Zwischenschnitte passieren, das wirkt genau so, als wäre jede kleinste Szene genau so geplant gewesen. Die Farben und Kostüme verstärken dabei noch den Retro-Fantasy Look, der irgendwie zeitlos wirkt, eben alt und dennoch modern.

Das einzige, was ich als Kritik anbringen muss, sind wieder mal die CGI-Effekte, was ich hier aber als „jammern auf hohem Niveau“ bezeichne. Das Monster alleine oder beim Leute Fressen sieht gut aus, nur wenn im Vordergrund ein Mensch ist und dahinter das Wesen, da ist der Effekt klar erkennbar. Ist aber wohl wie humanoide, hüpfende CGI-Kreaturen, die sollte man einfach weg lassen, denn so etwas sieht nie gut aus. Da die dazugehörige Szene hier aber emotional wichtig ist, lass ich das gerne durchgehen.

In Summe also ein schönes Märchen für Erwachsene, dass mehrere Genres bedient und es wohl schwer haben wird, ein großes Publikum für sich zu gewinnen. Wisst ihr was, das macht diesen Film über zwei Außenseiter für mich dann noch einmal sympathischer. Fuller kann aus meiner Sicht in Zukunft gerne öfters auf dem Regiestuhl Platz nehmen. In diesem Sinne: alleine zu sein muss nicht schlimm sein, Jemanden zu haben im Leben, aber auch nicht.

„Dust Bunny“ bekommt von mir 8,5/10 das gerufene Monster nicht mehr los werdende Empfehlungspunkte.

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Deathstalker (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/#respond Sat, 31 Jan 2026 05:00:02 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38467 Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich … Weiterlesen

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Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich nicht versehentlich an ein Amulett gebunden hätte, welches für das Ritual benötigt wird. Und er bekommt es nicht wieder los. Na dann. Dann muss er wohl oder übel versuchen was dagegen zu tun.

Am Weg stoßen dann noch Doodad (Patton Oswalt) und Brisbayne (Christina Orjalo) zu ihm und unterstützen ihn. Wäre da nicht noch Jortak (Paul Lazenby), der mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen hat und jetzt dem Oberbösewicht dient …

Steven Kostanski hat „Psycho Goreman“ gemacht und allein diese Info hätte schon gereicht, dass ich „Deathstalker“ sehen wollte. Als ich dann den Trailer gesehen habe, da war mir klar – die Mischung 80iger-Sword-And-Sorcery, handgemachte Effekte, Gummimasken, Blutfontänen und Steven Kostanski? Das passt sowas von perfekt, eine perfektere Mischung gibt es nicht.

Und ich hatte Recht.

„Deathstalker“ ist kein Remaster, sondern ein Remake, wie man das wohl heutzutage nennen würde. Die Story ist ähnlich wie im Film aus 1983 und ist ganz genau so sinnfrei wie super. Ding A muss nach B und dort wird C erweckt, weil D passiert ist. Juckt niemanden. Es geht hier um coole, eklige Monster, Zweikämpfe, Kunstblutfontänen, coole Sprüche und unpassenden Humor. Genau so soll es sein.

Das einzige was man im Jahre 1983 mehr hatte, waren nackte Frauenhintern und Kampfbikinis. *seufz* Man(N) kann 2026 nicht alles haben. Aber okay – der Rest passt super und macht von A bis Z Spaß und Freude. Die Monster sind schön kreativ (mit ein paar Verneigungen an den 1983iger-Film) und eklig. Die Schwertkämpfe bzw. die Kämpfe grundsätzlich auch super anzusehen. Der Humor passt meistens. Alles gut.

Das Casting ist treffsicher – Daniel Bernhardt passt optisch super in die Rolle, auch schauspielerisch ist er perfekt gecastet und seine Mimik und trockenen Wortmeldungen sind ein Highlight. Muss man leicht zu unterhalten sein, um die Witze lustig zu finden? Ja. Aber – ich meine, wir reden hier von mir also: Alles paletti.

Das Overacting ist super, vor allem Paul Lazenby hat einen riesengroßen Spaß und Christina Orjalo ist der übliche weibliche Sidekick mit Potential, macht ihre Sache aber ebenfalls toll. Doodad ist für die Story wesentlich, aber mit Schauspiel hat das (dank der Maske) wenig zu tun.

Ich kann es nur wiederholen: Sprüche super, Schauspiel passt, Casting top, Effekte handgemacht und eklig, Story hanebüchen (und deshalb perfekt) – alle Zeichen auf großartig.

Mit zwei Ausnahmen: Die beiden Kämpfe gegen die Endgegner (Zauberer gegen Zauberer, Deathstalker gegen Endboss) sind im Vergleich zu der Ideenvielfalt zu Anfang dann eher unterwältigend, auch wird gegen Ende dann auffällig zu CGI gegriffen und das finde ich schade. Aber in Summe: Der Film hat das Herz auf dem richtigen Fleck. Aber wie heißt es so schön: „Jedes Herz sieht anders aus“ (und Deathstalkers Antwort darauf: „No. I had a lot of hearts at the tip of my blade and the all looked pretty much the same.“

Der Soundtrack ist auch super mit seinen E-Gitarren und die Nummern im Abspann rocken auch so richtig. Also alles zusammen: Ein Film wie aus den 80iger, nur besser gemacht und weniger nackte Haut.

Super Film – ansehen!

„Deathstalker 2025“ bekommt 8,5 von 10 möglichen, genau das seiende, was er sein will, Punkte.

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Predator: Badlands (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/16/predator-badlands-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/16/predator-badlands-filmkritik/#respond Tue, 16 Dec 2025 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38232 Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) ist ein Predator, der auf dem Planeten Yauta Prime wohnt. Da er jedoch ein Runt ist, was so viel wie Zwerg bedeutet und ihn von der Größe und dem Gesicht her klar von seinen Artgenossen unterscheidet, ist … Weiterlesen

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Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) ist ein Predator, der auf dem Planeten Yauta Prime wohnt. Da er jedoch ein Runt ist, was so viel wie Zwerg bedeutet und ihn von der Größe und dem Gesicht her klar von seinen Artgenossen unterscheidet, ist er eine Schande für seine Familie, weswegen sein Vater seinen Tod anordnet.

Er kann jedoch auf einen gefährlichen Planeten flüchten, auf dem er den Apex Predator Kalisk jagen will, den noch nie zuvor ein Wesen töten konnte, um sich als Krieger zu beweisen. Gerade als er von der bedrohlichen Fauna und Flora überwältigt werden würde, trifft er auf eine synthetische Dame namens Thia (Elle Fanning), der der Unterleib abgetrennt wurde…

Dan Trachtenberg ist derzeit der Mann, der die Zügel beim Predator Franchise, fest in den Händen hält. Seit seiner Wiederbelebung der Filmreihe 2022 mit Prey, war er dieses Jahr auch maßgeblich am Anthology-Animationsfilm Predator: Killer of Killers für Hulu beteiligt. Mit Badlands meldet er sich nun zurück und er wagt etwas, dass zuvor noch kein Predator-Film gemacht hat, er stellt den Jäger als Helden in den Mittelpunkt.

Wobei hier eher das „Anti“ noch davor gehört, denn Dek ist schwach, eine Schmach für die Familie und soll deshalb beseitigt werden. Was auch sein weniger imposantes Aussehen erklärt, was viele „Fans“ schon beim ersten Teaser angegriffen haben. Nun sämtliche bisher bekannten Predatoren sehen sicherlich cooler aus, doch abgesehen davon, dass dies sicherlich gewollt war, kann man bei Dek sämtliche Emotionen von seinen Augen und sogar seinem Mund ablesen.

Dadurch baut man eine Bindung zu ihm auf. Die braucht man auch, denn auf dem Planeten, auf dem der Großteil der Handlung spielt, ist von Gras bis hin zur kleinsten Made, so ziemlich alles tödlich oder will dich einfach nur fressen. Hier beweist Trachtenberg wieder sein Können, denn neben der an sich sehr atmosphärisch-stylischen Action, gibt es hier zwei, drei Szenen, die einen echten WOW-Faktor haben und zu den aller coolsten Momenten zählen, auf das gesamte Franchise bezogen.

Ihm eine Androidin als Sidekick zur Seite zu stellen (aka eine Verbindung zum Alien-Franchise einzubauen), die über erweiterte Emotionen verfügt, mit der Entdeckungslust eines Kindes auf diesen Planeten und seine Kreaturen reagiert und den Mund zumindest zu Beginn meistens offen hat, lockert dieses Szenario auf und sorgt für etwas Humor, der jedoch nie überstrapaziert wird. Er ist eher situationsbedingt oder entsteht durch Szenen, die ich so noch nie gesehen habe, wenn etwa Thia ihre Beine zur Hilfe kommen.

Elle Fanning (Live by Night) als Thia ist für mich dann auch ein Highlight und dass sie durch ihre Gefühle am Lebendigsten von Allen wirkt (obwohl sie ja ein künstliches Wesen ist), ist genau die Art von Ironie, die ich gerne habe. Dimitrius Schuster-Koloamatangi (Red, White and Brass) als Dek ist wohl der erste Schauspieler im Predator Kostüm, der wirklich spielen muss und wie bereits eingangs erwähnt weiß man immer genau, was er gerade fühlt. Guter Job also auch von ihm, nicht nur auf die physische Ebene bezogen.

Die Grundsympathie für diese Figuren geht dann von einer Sache aus und wer mich kennt der weiß, dass ich so etwas immer gerne sehe. Es geht darum, dass Dek kleiner und schwächer ist und Thia zerbrochen und ihre Emotionen etwas zu sehr liebt. Genau, ich rede davon dass sie Außenseiter sind und getötet/ausgeschaltet werden sollen, sich aber über die unfairen Regeln hinweg setzen und ihren eigenen Weg finden.

Was das PG 13 Rating angeht, nun da es keinen einzigen Menschen in diesem Film gibt, fällt das so gut wie nie auf. Zerlegt werden Aliens und synthetische Menschen und das zur Genüge, aber wenn das Blut großteils weiß oder grün ist, dann kommt man trotz der vorherrschenden Gewalt, mit so einer niedrigen Freigabe durch. Sämtliche CGI-Momente sind dabei großartig gelungen und stimmig im Aussehen, bis auf etwas, dass man nicht machen sollte und das ist es animierte, humanoide Figuren in der Totale springen zu lassen, das sieht einfach nie echt aus.

Für mich ist das Experiment, einen etwas anderen Predator Film zu machen, somit auf allen Ebenen gelungen. Auch die Einzelkämpfer hin zum Rudel Dynamik von Dek, passt sehr gut. Gibt es weitere Filme im Franchise wäre ich zwar für klassische Beiträge vielleicht wie bei Prey in verschiedenen Epochen spielend, doch parallel auch die Abenteuer von Dek und Thia weiter verfolgen zu können, wäre ebenfalls eine interessante Geschichte.

P.S.: Ja, auch ich habe die „Disney hat ein weiteres Franchise zerstört“ oder „das ist jetzt für Mädchen“ Kritiken gesehen und ja, das kommt von Kanälen, die das so machen müssen, einfach weil sie ein gewisses Klientel haben. Was stimmt, ist dass die beiden besten Androiden weiblich sind (genau wie die Stimme ihrer Auftraggeber) alle männlichen Untergebenen reines Kanonenfutter sind und Deks Daddy natürlich ein ganz toxischer ist, aber wisst ihr was, das sagt mir mein Hirn, gespürt habe ich es aber nicht aka mein inneres Girlboss Alarm System, hat nicht ausgeschlagen.

„Predator: Badlands“ bekommt von mir 8,5/10 die aus der Gemeinschaft entstehende Stärke, langsam zu schätzen lernende Empfehlungspunkte.

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M3GAN 2.0 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/06/m3gan-2-0-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/06/m3gan-2-0-filmkritik/#respond Sat, 06 Dec 2025 05:00:04 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37874 Zwei Jahre sind bisher vergangen, seit M3gan Amok gelaufen ist. Gemma (Allison Williams) ist mit ihrer Nichte Cady (Violet McGraw) mittlerweile in ein neues Haus gezogen und während sie Cady auf ihr zukünftiges Leben als Erwachsene vorbereiten will, verbringt sie … Weiterlesen

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Zwei Jahre sind bisher vergangen, seit M3gan Amok gelaufen ist. Gemma (Allison Williams) ist mit ihrer Nichte Cady (Violet McGraw) mittlerweile in ein neues Haus gezogen und während sie Cady auf ihr zukünftiges Leben als Erwachsene vorbereiten will, verbringt sie viel ihrer Arbeitszeit damit, auf die Gefahren von AI aufmerksam zu machen und und auf Gesetzesänderungen zu drängen.

Eines Tages steht jedoch die Regierung vor ihrer Türe weil sie Amelia (Ivanna Sakhno) aufhalten soll, die mit Hilfe von M3gans gestohlener Technologie erschaffen wurde. Dabei könnte ihr durchaus die Tatsache zu Hilfe kommen, dass M3gan weit nicht so endgültig zerstört wurde, wie Gemma dies die letzten zwei Jahre über angenommen hat…

M3gan aus dem Jahr 2022 hat nur 12 Millionen Dollar gekostet und über 180 eingespielt. Der Film hat damals nicht zuletzt auf Grund der Mischung aus Horror und Humor so gut funktioniert. Nun drei Jahre später gibt es eine Fortsetzung, bei der Regisseur Gerard Johnstone wieder mit an Bord ist und auch am Drehbuch mitgeschrieben hat. Dieses mal hat es finanziell nicht wirklich funktioniert, der Film gilt als Flop.

Warum das so ist? Nun das könnte mehrere Gründe haben. Erstens wurde für diesen zweiten Teil das Genre gewechselt. Dies ist kein Horrorfilm mehr, sondern ein SciFi-Actionabenteuer. Zweitens ist M3gan hier nicht mehr die Böse, sondern mutiert zur (Anti)Heldin. Drittens kann man hier durchaus als von „Woker Zeitgeist Kost“ geschädigter Seher etwas klar erkennen, denn hier sind alle Damen auf ihre Art und Weise tough, dafür ist jedes einzelne männliche Wesen entweder dumm, machtgeil, skrupellos oder es treffen gleich mehrere der eben genannten Attribute auf sie zu.

Ist das nun aber deshalb ein schlechter Film für mich? Ganz im Gegenteil, ich finde ihn großartig und rein vom Instant-Unterhaltungswert (ein Partyfilm eben) ist dies einer der besten Filme des Jahres 2025 für mich. Der Star ist wie zu erwarten war ganz klar M3gan und das auch schon, wenn sie noch gar keinen Körper hat. Wie sie sämtliche FBI-Agenten lahm legt, indem sie die ihr zur Verfügung stehende Vernetzung des „smarten“ Zuhauses nutzt, hat mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Dieses Lächeln hat sich bei mir dann durch den gesamten Film gezogen. Von M3gans boshaften, vor allem wegen der Ehrlichkeit/dem Wahrheitsgehalt dahinter entwaffnenden Dialogen über Gespräche mit Cady, wo ihre in gewisser Weise ständig manipulierende Art einer ehrlichen Verletzlichkeit und Sehnsucht nach mehr (als nur ein Roboter zu sein) weicht, über Montagen und ein Geheimversteck, dass mir 80er Jahre Serien Vibes vermittelt hat ist hier so ziemlich nichts verboten.

Der Film ist wie man auf englisch so schön sagt „all over the place“ aber wenn so etwas passen kann, dann in einem Horrorfilm, auch wenn dieses Genre nur mehr ansatzweise vertreten ist. Dass der übermäßige Einsatz von AI angeprangert wird und dann doch (mindestens indirekt) wieder gefeiert wird, empfinde ich angesichts der paradoxen Art, wie wir Menschlein funktionieren, keineswegs unstimmig. Hinzu kommen bekannte Themen wie „immer aus Allem eine Waffe machen zu wollen“ und „die Schöpfung erhebt sich gegen ihren Meister“.

Allison Williams (The Perfection) als Gemma darf dieses mal auch ihre lockere, verspieltere Seite durchscheinen lassen und Violet McGraw (Thunderbolts) als Cady, ist sichtlich reifer, weniger naiv und um einiges kämpferischer geworden als im ersten Teil. M3gan wird ja auch auf englisch nicht von der Dame gesprochen, von der sie gespielt wird, aber die Kombination funktioniert wieder sehr gekonnt. Vom Design her ist sie nun aber weniger gruselig, sondern hat eher was faszinierendes an sich.

In Summe also ein Film, der offensichtlich vielen Menschen nicht das gegeben hat, was sie von einem M3gan Film erwartet haben. Gerade deshalb habe ich ihn aber auch gefeiert. Sympathische Figuren, mit denen man mitfiebern kann treffen auf Gegner, denen man schnell ein Ende bereiten will. Geistreich witzige Gespräche treffen auf stylishe Roboter-Fights. Umgeben sind diese Ladys dann von dummen Männern, die mich nicht geärgert sondern einfach witzig sind, weil man (also ich zumindest) genau solche Menschen aus dem echten Leben kennt. Nein, ich wusste nicht dass ich diesen Film auf diese Art dieses Jahr feiern würde, aber so ist eben AI, die kann dich durchaus auch positiv überraschen.

„M3gan 2.0“ bekommt von mir 8,5/10 das Upgrade unerwartet nicht rein egoistisch einsetzende Empfehlungspunkte.

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Arcadian (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/#respond Thu, 20 Nov 2025 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38242 Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr … Weiterlesen

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Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr interessiert ist. Immerhin sind menschliche Kontakte selten in dieser Welt. Aber nachts, nun, da muss man Zuhause sein, alles abschließen und sich ruhig verhalten.

Denn in der Nacht, da kommen SIE. Niemand weiß, woher sie kommen, warum sie Menschen jagen und was sie wollen. Aber sie sind da und sie sind gefährlich und lautlos. Und sie scheinen intelligent zu sein.

Und dann kommt Thomas eines abends nicht nach Hause …

Die wichtigste Information zuerst: Guckt euch nicht den Trailer an. Und dann die zweite: „Arcadian“ ist kein Action-Film. Und die dritte wichtige Info: Nicolas Cage ist nicht die Hauptrolle.

So, jetzt wo das ist aus dem Weg ist: „Arcadian“ ist richtig gut. Vorausgesetzt man kommt mit der korrekten Erwartungshaltung in den Genuss den Film zu sehen. Ja, ich sage Genuss, denn „Arcadian“ macht ein paar Sachen richtig gut. Zum einen: Es lässt viele Dinge im Dunkeln, das hält das Mysterium am Leben und man braucht die Antworten zum Folgen des Plots auch nicht. Das zweite ist der „Slow Burn“. Der Film lässt sich Zeit, lässt die Figuren und ihre Verbindungen vorzustellen und man merkt, wie sehr Paul seine Söhne liebt. Allerdings ist Paul nach einer Weile nicht mehr der Hauptfokus, aber bis dahin ist Cage ein Hammer wie immer. Etwas weniger aufgeregt und sehr bodenständig, aber 100% passend.

Und es gibt eine Szene, die ich einfach absolut großartig fand und die Pauls Charakter super beschreibt: Als seiner Söhne eines Nachts nicht nach Hause kommt, macht er sich in der (gefährlichen) Nacht auf, um ihn zu suchen und irgendwann findet er ihn. Es ist klar, dass dieser Sohn selbst schuld an der Misere und der Gefahr ist, in der sie nun stecken, da die Monster sie gefunden haben. Pauls erste Reaktion: Er fragt seinen Sohn, ob er verletzt ist. Die zweite Reaktion: Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sich, einfach froh, dass er ihn gefunden hat. Kein Vorwurf, nichts. Es ist im Blick seines Sohns völlig klar, dass er weiß, er hat Mist gebaut. Kein Grund es ihm nochmals unter die Nase zu reiben. Stattdessen zeigt er ihm einfach, wie sehr er ihn liebt. Eine Mini-Szene, die man rasch übersehen kann, aber ich fand das einfach großartig (ja, seit ich Vater bin springe ich auf solche Szenen einfach an, ich gebe es zu).

Aber keine Angst – wenn dann die Monster kommen, dann wird es cool. Denn die Monster sind … schräg. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher ob ich lachen soll, aber dann stellt sich heraus, dass sie einfach richtig gefährlich und intelligent – bis zu einem gewissen Grad.

Ja, der Film ist sehr vorhersehbar, das kann ich nicht abstreiten. Ab einem gewissen Punkt war absolut klar was passieren würde und sogar wie es passieren würde, aber es war trotzdem spannend anzusehen.

Schauspielerisch sind die drei jungen Leute die Hauptakteur:innen und sie machen ihre Sache richtig gut. Nic Cage ist Nic Cage (soll heißen: immer gut).

Regisseur Benjamin Brewer hat hier sienen ersten Langfilm abgeliefert (nach Musikvideos und einem Kurzfilm), hat aber bereits bei einigen Filmen mitgearbeitet (zum Beispiel bei „Everything Everywhere All At Once“ – bei den Effekten). Deshalb sehen wohl die Monster auch einfach gut und echt aus. Eine Szene mit einem langen Arm ist übrigens richtig unheimlich geworden. Und die Art, wie die Monster sich in einer Gruppe fortbewegen: Schräg aber auch irgendwie cool. Und nur am Rande: Die Monster wurden von „Goofy“ (ja, der Goofy von Mickey Mouse) inspiriert. Und ja, das sieht man.

Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Wackelkamera, die fand ich einfach zeitweise unnötig stressig und unübersichtlich. Aber alles in allem: Ja, der Film war klasse.

Der Fairness halber: Ich habe drei Anläufe gebraucht, um ihn mir anzusehen. Das lag allerdings scheinbar nicht am Film, sondern einfach daran, dass ich viel zu müde für einen Slow Burner war. Denn ehrlich: „Arcadian“ macht verdammt viel richtig.

„Arcadian“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, erst beim dritten Versuch, dann dafür richtig, zündende Punkte.

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