P8,5 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 28 Mar 2026 06:35:55 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Robocop – Rogue City: Unfinished Business (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/28/robocop-rogue-city-unfinished-business-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/28/robocop-rogue-city-unfinished-business-game-review/#respond Sat, 28 Mar 2026 06:35:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38658 Das Polizeirevier wird überfallen – es gibt eine Menge an toten Polizisten und die Ausrüstung, die für Robocop im Keller gebunkert war, wurde gestohlen. Wie sich herausstellt ist dies womöglich der Fall, weil die Komponenten in der EDV für die … Weiterlesen

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Das Polizeirevier wird überfallen – es gibt eine Menge an toten Polizisten und die Ausrüstung, die für Robocop im Keller gebunkert war, wurde gestohlen. Wie sich herausstellt ist dies womöglich der Fall, weil die Komponenten in der EDV für die Herstellung einer wirklich bösen Maschine geeignet sind. Eine Söldnertruppe hat den Überfall durchgeführt und alle Spuren führen zum Omni-Tower.

Robocop (Peter Weller) zögert nicht lange und fährt hin, um die Verantwortlichen zu stellen.

Die haben aber keine Freude damit, dass der blecherne Polizist vor ihrer Haustür auftaucht und riegeln alles ab. Das bedeutet, dass alles Bewohner:innen im riesigen Wolkenkratzer mit eingeschlossen sind. Denn der Omnitower beherbergt viele Menschen und die meisten davon vegitieren am Rande der Existenz dahin. Es hat sich sogar eine kleine Stadt in dem Hochhaus gebildet.

Robocop macht sich also auf den Weg, um die Täter zu finden und lässt sich dabei von nichts aufhalten. Außer von verschlossenen Stahltüren. Aber auch da kommt Hilfe, denn eine unbekannte Frau, die irgendwo im Turm sitzt, hat viele Informationen und Codes und aus irgendeinem Grund nimmt sie Kontakt zu Robocop auf, um ihm zu helfen.

Die Frage stellt sich nur, ob sie ein falsches Spiel spielt oder es ehrlich meint. Dazu kommt, dass der Bösewicht hinter allem sich auch offenbart und es gibt mehr Verbindungen zu Robocops Vergangenheit, als ihm klar war …

„Unfinished Business“ ist eine Stand-Alone-Erweiterung des First-Person-Shooters „Robocop: Rogue City“ und offen gestanden gibt es nicht wirklich viele Änderungen zum Hauptspiel. Das Setting ist neu, die Story ist neu und das war es dann im Grunde auch schon.

Apropos Story: Die ähnelt im Kern und der Optik und so generell der Geschichte von „Dredd“ mit Karl Urban oder von mir aus auch „The Raid“.

Das macht mir persönilich nichts aus, denn lieber gut geklauft als schlecht erfunden. Naja. Sagen wir mal so. Aber egal, denn was die Macher:innen hier aus dem Setting rausgeholt haben, das finde ich richtig großartig – und nichts davon hat sich für mich irgendwie aufgesetzt angefühlt. Also die optische Abwechslung ist unerwarteterweise tatsächlich vorhanden – innerhalb des Rahmens, dass die ganze Story halt in einem riesigen Hochhaus spielt.

Aber auch so ist man bemüht, immer wieder mal kleine Hubs einzubauen, in denen Robocop herumläuft, kleine Nebenaufgaben löst – wie zum Beispiel einen Mordfall aufklären oder mit Hilfe seiner Scanfähigkeiten eine entlaufene Ratte finden. Das macht Laune und passt gut als kurze (oder längere, wenn man alle Nebenmissionen machen will) Verschnaufspause, denn der Rest ist Ballern in Reinform.

Und das macht erneut einfach Riesenspaß. Als Robocop gibt es ja sowas wie „in Deckung gehen“ quasi nicht und der Schnellste ist er auch nicht, dafür hat seine Waffe absollut Durchschlagskraft und die Geräuschkulisse ist grandios übertrieben. Und Blut spritzt literweise. Auch Arme und Beine werden da schon Mal weggeschossen.

Das macht insofern richtig Laune, weil der Tonfall des Spiels wirklich gut an den ersten Film rankommt und herrlich „Over-The-Top“ ist. Ich kann es schwer beschreiben und ich bin mittlerweile in einem Alter in dem ich übertriebene Gewalt eigentlich schlecht aushalte und auch nicht brauche, aber hier – da passt das alles super zusammen und wirkt einfach stimmig.

Das liegt auch daran, dass Robocop hier mit ein paar NPC interagieren darf, die ihn durch das Spiel begleiten und er darf hier auch wirklich ein paar mal richtig trockenen Sarkasmus in die Welt werfen (und Peter Weller als Original-Robocop und Synchronsprecher ist wieder dabei und liefert einen tollen Job). Ich habe ein paar Mal wirklich sogar laut auflachen müssen. Und die Figuren sind. angenehm schräg ohne nervig zu werden. Also wirklich – die Dialoge und alles: Das ist fast perfekt geschrieben für das Robocop-Universum. Und wenn ihr die Radios in der Spielwelt einschaltet, dann hört ihr verschiedene Werbungen, die ebenfalls vom Sarkasmus (oder ist das schon Zynismus) perfekt in dieses Universum passen.

Was mich überrascht hat: Wie viele. Mühe man sich gegeben hat, um auch anderen Figuren als Robocop einen Hintergrund zu verpassen und man spielt tatsächlich im Laufe der Handlung mehrere(!) andere Personen als Robocop. Meist in Flashbacks und um die Story zu erklären, aber auch da: Wow, sag ich. Fand ich wirklich gut und hat auch vom Timing her einfach gepasst.

Man merkt es vielleicht: Ich finde „Unfinished Business“ sogar besser als das Hauptspiel (von dem man übrigens Null mitnimmt. Das Aufleveln von Robocop beginnt wieder von Vorne mit dem Verteilen von Skill-Punkten und funktioniert genau gleich), denn es erzählt seine Story kompakter und trotzdem – wie ich finde bzw. wie mir vorkommt – mit mehr Aufwand. Und das honoriere ich tatsächlich.

Ich kann also allen, die einfachen und unkomplizierten Shooter-Spaß (und das ist es – vor allem, wenn dann die geniale Musik vom ersten Film einsetzt). Was halt immer noch nicht wirklich klappt oder gut aussieht: Gesichtsanimationen. Das funktioniert einfach nicht. Aber auch das passt irgendwie zum Charme des Spiels.

Ganz ehrlich: Wenn die gleichen Leute ein drittes Spiel mit Robocop machen: I would buy that for a dollar!

„Robocop: Rogue City – Unfinished Business“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, alles fokussierter, aber in meinen Augen von technischen Abstrichen her alles richtig machende, Punkte.

PS: Und Ja, man kann ein paar Katzen streicheln.

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Dust Bunny (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/21/dust-bunny-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/21/dust-bunny-filmkritik/#respond Sat, 21 Feb 2026 05:00:55 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38458 Die acht jährige Aurora (Sophie Sloan) lebt in New York City mit ihren Pflegeeltern. Sie warnt diese nicht den Boden in ihrem Zimmer zu berühren, da dort ein Monster lauert, dass sie fressen wird. Sie nehmen diese Warnung natürlich nicht … Weiterlesen

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Die acht jährige Aurora (Sophie Sloan) lebt in New York City mit ihren Pflegeeltern. Sie warnt diese nicht den Boden in ihrem Zimmer zu berühren, da dort ein Monster lauert, dass sie fressen wird. Sie nehmen diese Warnung natürlich nicht ernst und eines nachts sind sie verschwunden und das junge Mädchen befindet sich alleine in der Wohnung.

Sie wendet sich an ihren Nachbarn (Mads Mikkelsen), dem sie vor kurzem in der Nacht gefolgt ist und den sie aus ihrer Sicht dabei beobachtet hat, wie er einen Drachen getötet hat. Sie redet den Mann an und will ihn engagieren, um das Monster unter ihrem Bett zu töteten…

Produzent und Drehbuchautor Bryan Fuller hat vor Jahren bei Start Trek: Yoyager mitgeschrieben und in den letzten Jahren die Star Trek: Discovery Serie mitentwickelt. Die Hannibal Serie aus dem Jahr 2013 stammt ebenfalls aus seiner Feder und dort war ja Mads Mikkelsen die titelspendende Hauptfigur. Den hat er nun erneut besetzt und zwar in seinem Regiedebüt Dust Bunny, bei dem auch das Drehbuch von ihm stammt und er auch als Produzent mit an Bord ist.

Geworden ist daraus ein Erlebnis, nach dem man – würde man danach bewusst Ausschau halten – lange suchen müsste. Ich meine damit einen Film, der sich im Einheitsbrei erfrischend anders anfühlt. Dass dabei genau gar nichts erklärt wird und somit alles der eigenen Interpretation bzw. Fantasie überlassen ist, ist ein dicker Pluspunkt. Im Mittelpunkt steht die magnetische Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren.

Sophie Sloan als Aurora ist richtig großartig, diese kindliche Weisheit, der trockene Humor ihrer entwaffnenden Ehrlichkeit plus ihre gesamte Gestik, sie fordert einfach ganz nebenbei deine volle Aufmerksamkeit. Mads Mikkelsen (Polar) als „besorgter Nachbar“ beginnt schweigsam und mysteriös, wie er mit Aurora wie mit einer Erwachsenen spricht und wie man ihn langsam besser kennenlernt, da entwickelt sich zwischen den beiden eine ganz eigene, ziemlich witzige Dynamik.

Überhaupt sind skurrile Momente zwischen Figuren hierbei eine Mechanik, die sich durchzieht durch die gesamte Laufzeit und klar zu den Highlights zählt. Dazu tragen auch ein selbstverliebt, giftiger Auftritt von Sigourney Weaver (The Gorge) als Auftraggeberin und ein für ihn typischer, etwas außerhalb der Norm funktionierender Killer, gespielt von David Dastmalchian (Late Night with the Devil) mit dazu bei.

Dann wäre da die Cinematographie, die eine eigenständige Welt erzeugt, die fantasievoll und anders wirkt. Die Kamerafahrten, wo sich die Kamera befindet in vielen Einstellungen, was für Zwischenschnitte passieren, das wirkt genau so, als wäre jede kleinste Szene genau so geplant gewesen. Die Farben und Kostüme verstärken dabei noch den Retro-Fantasy Look, der irgendwie zeitlos wirkt, eben alt und dennoch modern.

Das einzige, was ich als Kritik anbringen muss, sind wieder mal die CGI-Effekte, was ich hier aber als „jammern auf hohem Niveau“ bezeichne. Das Monster alleine oder beim Leute Fressen sieht gut aus, nur wenn im Vordergrund ein Mensch ist und dahinter das Wesen, da ist der Effekt klar erkennbar. Ist aber wohl wie humanoide, hüpfende CGI-Kreaturen, die sollte man einfach weg lassen, denn so etwas sieht nie gut aus. Da die dazugehörige Szene hier aber emotional wichtig ist, lass ich das gerne durchgehen.

In Summe also ein schönes Märchen für Erwachsene, dass mehrere Genres bedient und es wohl schwer haben wird, ein großes Publikum für sich zu gewinnen. Wisst ihr was, das macht diesen Film über zwei Außenseiter für mich dann noch einmal sympathischer. Fuller kann aus meiner Sicht in Zukunft gerne öfters auf dem Regiestuhl Platz nehmen. In diesem Sinne: alleine zu sein muss nicht schlimm sein, Jemanden zu haben im Leben, aber auch nicht.

„Dust Bunny“ bekommt von mir 8,5/10 das gerufene Monster nicht mehr los werdende Empfehlungspunkte.

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Deathstalker (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/31/deathstalker-2025-filmkritik/#respond Sat, 31 Jan 2026 05:00:02 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38467 Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich … Weiterlesen

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Die Deadits sind auf dem Vormarsch und wie es aussieht soll ein altes Übel – das ultimative Böse – wieder erweckt werden. Das juckt jetzt Deathstalker (Daniel Bernhardt), legendärer Söldner, nicht besonders. Zumindest würde es das nicht, wenn er sich nicht versehentlich an ein Amulett gebunden hätte, welches für das Ritual benötigt wird. Und er bekommt es nicht wieder los. Na dann. Dann muss er wohl oder übel versuchen was dagegen zu tun.

Am Weg stoßen dann noch Doodad (Patton Oswalt) und Brisbayne (Christina Orjalo) zu ihm und unterstützen ihn. Wäre da nicht noch Jortak (Paul Lazenby), der mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen hat und jetzt dem Oberbösewicht dient …

Steven Kostanski hat „Psycho Goreman“ gemacht und allein diese Info hätte schon gereicht, dass ich „Deathstalker“ sehen wollte. Als ich dann den Trailer gesehen habe, da war mir klar – die Mischung 80iger-Sword-And-Sorcery, handgemachte Effekte, Gummimasken, Blutfontänen und Steven Kostanski? Das passt sowas von perfekt, eine perfektere Mischung gibt es nicht.

Und ich hatte Recht.

„Deathstalker“ ist kein Remaster, sondern ein Remake, wie man das wohl heutzutage nennen würde. Die Story ist ähnlich wie im Film aus 1983 und ist ganz genau so sinnfrei wie super. Ding A muss nach B und dort wird C erweckt, weil D passiert ist. Juckt niemanden. Es geht hier um coole, eklige Monster, Zweikämpfe, Kunstblutfontänen, coole Sprüche und unpassenden Humor. Genau so soll es sein.

Das einzige was man im Jahre 1983 mehr hatte, waren nackte Frauenhintern und Kampfbikinis. *seufz* Man(N) kann 2026 nicht alles haben. Aber okay – der Rest passt super und macht von A bis Z Spaß und Freude. Die Monster sind schön kreativ (mit ein paar Verneigungen an den 1983iger-Film) und eklig. Die Schwertkämpfe bzw. die Kämpfe grundsätzlich auch super anzusehen. Der Humor passt meistens. Alles gut.

Das Casting ist treffsicher – Daniel Bernhardt passt optisch super in die Rolle, auch schauspielerisch ist er perfekt gecastet und seine Mimik und trockenen Wortmeldungen sind ein Highlight. Muss man leicht zu unterhalten sein, um die Witze lustig zu finden? Ja. Aber – ich meine, wir reden hier von mir also: Alles paletti.

Das Overacting ist super, vor allem Paul Lazenby hat einen riesengroßen Spaß und Christina Orjalo ist der übliche weibliche Sidekick mit Potential, macht ihre Sache aber ebenfalls toll. Doodad ist für die Story wesentlich, aber mit Schauspiel hat das (dank der Maske) wenig zu tun.

Ich kann es nur wiederholen: Sprüche super, Schauspiel passt, Casting top, Effekte handgemacht und eklig, Story hanebüchen (und deshalb perfekt) – alle Zeichen auf großartig.

Mit zwei Ausnahmen: Die beiden Kämpfe gegen die Endgegner (Zauberer gegen Zauberer, Deathstalker gegen Endboss) sind im Vergleich zu der Ideenvielfalt zu Anfang dann eher unterwältigend, auch wird gegen Ende dann auffällig zu CGI gegriffen und das finde ich schade. Aber in Summe: Der Film hat das Herz auf dem richtigen Fleck. Aber wie heißt es so schön: „Jedes Herz sieht anders aus“ (und Deathstalkers Antwort darauf: „No. I had a lot of hearts at the tip of my blade and the all looked pretty much the same.“

Der Soundtrack ist auch super mit seinen E-Gitarren und die Nummern im Abspann rocken auch so richtig. Also alles zusammen: Ein Film wie aus den 80iger, nur besser gemacht und weniger nackte Haut.

Super Film – ansehen!

„Deathstalker 2025“ bekommt 8,5 von 10 möglichen, genau das seiende, was er sein will, Punkte.

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Predator: Badlands (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/16/predator-badlands-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/16/predator-badlands-filmkritik/#respond Tue, 16 Dec 2025 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38232 Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) ist ein Predator, der auf dem Planeten Yauta Prime wohnt. Da er jedoch ein Runt ist, was so viel wie Zwerg bedeutet und ihn von der Größe und dem Gesicht her klar von seinen Artgenossen unterscheidet, ist … Weiterlesen

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Dek (Dimitrius Schuster-Koloamatangi) ist ein Predator, der auf dem Planeten Yauta Prime wohnt. Da er jedoch ein Runt ist, was so viel wie Zwerg bedeutet und ihn von der Größe und dem Gesicht her klar von seinen Artgenossen unterscheidet, ist er eine Schande für seine Familie, weswegen sein Vater seinen Tod anordnet.

Er kann jedoch auf einen gefährlichen Planeten flüchten, auf dem er den Apex Predator Kalisk jagen will, den noch nie zuvor ein Wesen töten konnte, um sich als Krieger zu beweisen. Gerade als er von der bedrohlichen Fauna und Flora überwältigt werden würde, trifft er auf eine synthetische Dame namens Thia (Elle Fanning), der der Unterleib abgetrennt wurde…

Dan Trachtenberg ist derzeit der Mann, der die Zügel beim Predator Franchise, fest in den Händen hält. Seit seiner Wiederbelebung der Filmreihe 2022 mit Prey, war er dieses Jahr auch maßgeblich am Anthology-Animationsfilm Predator: Killer of Killers für Hulu beteiligt. Mit Badlands meldet er sich nun zurück und er wagt etwas, dass zuvor noch kein Predator-Film gemacht hat, er stellt den Jäger als Helden in den Mittelpunkt.

Wobei hier eher das „Anti“ noch davor gehört, denn Dek ist schwach, eine Schmach für die Familie und soll deshalb beseitigt werden. Was auch sein weniger imposantes Aussehen erklärt, was viele „Fans“ schon beim ersten Teaser angegriffen haben. Nun sämtliche bisher bekannten Predatoren sehen sicherlich cooler aus, doch abgesehen davon, dass dies sicherlich gewollt war, kann man bei Dek sämtliche Emotionen von seinen Augen und sogar seinem Mund ablesen.

Dadurch baut man eine Bindung zu ihm auf. Die braucht man auch, denn auf dem Planeten, auf dem der Großteil der Handlung spielt, ist von Gras bis hin zur kleinsten Made, so ziemlich alles tödlich oder will dich einfach nur fressen. Hier beweist Trachtenberg wieder sein Können, denn neben der an sich sehr atmosphärisch-stylischen Action, gibt es hier zwei, drei Szenen, die einen echten WOW-Faktor haben und zu den aller coolsten Momenten zählen, auf das gesamte Franchise bezogen.

Ihm eine Androidin als Sidekick zur Seite zu stellen (aka eine Verbindung zum Alien-Franchise einzubauen), die über erweiterte Emotionen verfügt, mit der Entdeckungslust eines Kindes auf diesen Planeten und seine Kreaturen reagiert und den Mund zumindest zu Beginn meistens offen hat, lockert dieses Szenario auf und sorgt für etwas Humor, der jedoch nie überstrapaziert wird. Er ist eher situationsbedingt oder entsteht durch Szenen, die ich so noch nie gesehen habe, wenn etwa Thia ihre Beine zur Hilfe kommen.

Elle Fanning (Live by Night) als Thia ist für mich dann auch ein Highlight und dass sie durch ihre Gefühle am Lebendigsten von Allen wirkt (obwohl sie ja ein künstliches Wesen ist), ist genau die Art von Ironie, die ich gerne habe. Dimitrius Schuster-Koloamatangi (Red, White and Brass) als Dek ist wohl der erste Schauspieler im Predator Kostüm, der wirklich spielen muss und wie bereits eingangs erwähnt weiß man immer genau, was er gerade fühlt. Guter Job also auch von ihm, nicht nur auf die physische Ebene bezogen.

Die Grundsympathie für diese Figuren geht dann von einer Sache aus und wer mich kennt der weiß, dass ich so etwas immer gerne sehe. Es geht darum, dass Dek kleiner und schwächer ist und Thia zerbrochen und ihre Emotionen etwas zu sehr liebt. Genau, ich rede davon dass sie Außenseiter sind und getötet/ausgeschaltet werden sollen, sich aber über die unfairen Regeln hinweg setzen und ihren eigenen Weg finden.

Was das PG 13 Rating angeht, nun da es keinen einzigen Menschen in diesem Film gibt, fällt das so gut wie nie auf. Zerlegt werden Aliens und synthetische Menschen und das zur Genüge, aber wenn das Blut großteils weiß oder grün ist, dann kommt man trotz der vorherrschenden Gewalt, mit so einer niedrigen Freigabe durch. Sämtliche CGI-Momente sind dabei großartig gelungen und stimmig im Aussehen, bis auf etwas, dass man nicht machen sollte und das ist es animierte, humanoide Figuren in der Totale springen zu lassen, das sieht einfach nie echt aus.

Für mich ist das Experiment, einen etwas anderen Predator Film zu machen, somit auf allen Ebenen gelungen. Auch die Einzelkämpfer hin zum Rudel Dynamik von Dek, passt sehr gut. Gibt es weitere Filme im Franchise wäre ich zwar für klassische Beiträge vielleicht wie bei Prey in verschiedenen Epochen spielend, doch parallel auch die Abenteuer von Dek und Thia weiter verfolgen zu können, wäre ebenfalls eine interessante Geschichte.

P.S.: Ja, auch ich habe die „Disney hat ein weiteres Franchise zerstört“ oder „das ist jetzt für Mädchen“ Kritiken gesehen und ja, das kommt von Kanälen, die das so machen müssen, einfach weil sie ein gewisses Klientel haben. Was stimmt, ist dass die beiden besten Androiden weiblich sind (genau wie die Stimme ihrer Auftraggeber) alle männlichen Untergebenen reines Kanonenfutter sind und Deks Daddy natürlich ein ganz toxischer ist, aber wisst ihr was, das sagt mir mein Hirn, gespürt habe ich es aber nicht aka mein inneres Girlboss Alarm System, hat nicht ausgeschlagen.

„Predator: Badlands“ bekommt von mir 8,5/10 die aus der Gemeinschaft entstehende Stärke, langsam zu schätzen lernende Empfehlungspunkte.

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M3GAN 2.0 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/06/m3gan-2-0-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/06/m3gan-2-0-filmkritik/#respond Sat, 06 Dec 2025 05:00:04 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37874 Zwei Jahre sind bisher vergangen, seit M3gan Amok gelaufen ist. Gemma (Allison Williams) ist mit ihrer Nichte Cady (Violet McGraw) mittlerweile in ein neues Haus gezogen und während sie Cady auf ihr zukünftiges Leben als Erwachsene vorbereiten will, verbringt sie … Weiterlesen

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Zwei Jahre sind bisher vergangen, seit M3gan Amok gelaufen ist. Gemma (Allison Williams) ist mit ihrer Nichte Cady (Violet McGraw) mittlerweile in ein neues Haus gezogen und während sie Cady auf ihr zukünftiges Leben als Erwachsene vorbereiten will, verbringt sie viel ihrer Arbeitszeit damit, auf die Gefahren von AI aufmerksam zu machen und und auf Gesetzesänderungen zu drängen.

Eines Tages steht jedoch die Regierung vor ihrer Türe weil sie Amelia (Ivanna Sakhno) aufhalten soll, die mit Hilfe von M3gans gestohlener Technologie erschaffen wurde. Dabei könnte ihr durchaus die Tatsache zu Hilfe kommen, dass M3gan weit nicht so endgültig zerstört wurde, wie Gemma dies die letzten zwei Jahre über angenommen hat…

M3gan aus dem Jahr 2022 hat nur 12 Millionen Dollar gekostet und über 180 eingespielt. Der Film hat damals nicht zuletzt auf Grund der Mischung aus Horror und Humor so gut funktioniert. Nun drei Jahre später gibt es eine Fortsetzung, bei der Regisseur Gerard Johnstone wieder mit an Bord ist und auch am Drehbuch mitgeschrieben hat. Dieses mal hat es finanziell nicht wirklich funktioniert, der Film gilt als Flop.

Warum das so ist? Nun das könnte mehrere Gründe haben. Erstens wurde für diesen zweiten Teil das Genre gewechselt. Dies ist kein Horrorfilm mehr, sondern ein SciFi-Actionabenteuer. Zweitens ist M3gan hier nicht mehr die Böse, sondern mutiert zur (Anti)Heldin. Drittens kann man hier durchaus als von „Woker Zeitgeist Kost“ geschädigter Seher etwas klar erkennen, denn hier sind alle Damen auf ihre Art und Weise tough, dafür ist jedes einzelne männliche Wesen entweder dumm, machtgeil, skrupellos oder es treffen gleich mehrere der eben genannten Attribute auf sie zu.

Ist das nun aber deshalb ein schlechter Film für mich? Ganz im Gegenteil, ich finde ihn großartig und rein vom Instant-Unterhaltungswert (ein Partyfilm eben) ist dies einer der besten Filme des Jahres 2025 für mich. Der Star ist wie zu erwarten war ganz klar M3gan und das auch schon, wenn sie noch gar keinen Körper hat. Wie sie sämtliche FBI-Agenten lahm legt, indem sie die ihr zur Verfügung stehende Vernetzung des „smarten“ Zuhauses nutzt, hat mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Dieses Lächeln hat sich bei mir dann durch den gesamten Film gezogen. Von M3gans boshaften, vor allem wegen der Ehrlichkeit/dem Wahrheitsgehalt dahinter entwaffnenden Dialogen über Gespräche mit Cady, wo ihre in gewisser Weise ständig manipulierende Art einer ehrlichen Verletzlichkeit und Sehnsucht nach mehr (als nur ein Roboter zu sein) weicht, über Montagen und ein Geheimversteck, dass mir 80er Jahre Serien Vibes vermittelt hat ist hier so ziemlich nichts verboten.

Der Film ist wie man auf englisch so schön sagt „all over the place“ aber wenn so etwas passen kann, dann in einem Horrorfilm, auch wenn dieses Genre nur mehr ansatzweise vertreten ist. Dass der übermäßige Einsatz von AI angeprangert wird und dann doch (mindestens indirekt) wieder gefeiert wird, empfinde ich angesichts der paradoxen Art, wie wir Menschlein funktionieren, keineswegs unstimmig. Hinzu kommen bekannte Themen wie „immer aus Allem eine Waffe machen zu wollen“ und „die Schöpfung erhebt sich gegen ihren Meister“.

Allison Williams (The Perfection) als Gemma darf dieses mal auch ihre lockere, verspieltere Seite durchscheinen lassen und Violet McGraw (Thunderbolts) als Cady, ist sichtlich reifer, weniger naiv und um einiges kämpferischer geworden als im ersten Teil. M3gan wird ja auch auf englisch nicht von der Dame gesprochen, von der sie gespielt wird, aber die Kombination funktioniert wieder sehr gekonnt. Vom Design her ist sie nun aber weniger gruselig, sondern hat eher was faszinierendes an sich.

In Summe also ein Film, der offensichtlich vielen Menschen nicht das gegeben hat, was sie von einem M3gan Film erwartet haben. Gerade deshalb habe ich ihn aber auch gefeiert. Sympathische Figuren, mit denen man mitfiebern kann treffen auf Gegner, denen man schnell ein Ende bereiten will. Geistreich witzige Gespräche treffen auf stylishe Roboter-Fights. Umgeben sind diese Ladys dann von dummen Männern, die mich nicht geärgert sondern einfach witzig sind, weil man (also ich zumindest) genau solche Menschen aus dem echten Leben kennt. Nein, ich wusste nicht dass ich diesen Film auf diese Art dieses Jahr feiern würde, aber so ist eben AI, die kann dich durchaus auch positiv überraschen.

„M3gan 2.0“ bekommt von mir 8,5/10 das Upgrade unerwartet nicht rein egoistisch einsetzende Empfehlungspunkte.

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Arcadian (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/20/arcadian-filmkritik/#respond Thu, 20 Nov 2025 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38242 Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr … Weiterlesen

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Paul (Nicolas Cage) hat die Apocalypse überlebt. Mit den beiden Jungs Joseph (Jaeden Martell) und Thomas (Maxwell Jenkins) lebt er in seinem Haus, abgelegen. Das nächste Anwesen ist das von den Roses, an deren Tochter Charlotte (Sadie Soverall) Thomas sehr interessiert ist. Immerhin sind menschliche Kontakte selten in dieser Welt. Aber nachts, nun, da muss man Zuhause sein, alles abschließen und sich ruhig verhalten.

Denn in der Nacht, da kommen SIE. Niemand weiß, woher sie kommen, warum sie Menschen jagen und was sie wollen. Aber sie sind da und sie sind gefährlich und lautlos. Und sie scheinen intelligent zu sein.

Und dann kommt Thomas eines abends nicht nach Hause …

Die wichtigste Information zuerst: Guckt euch nicht den Trailer an. Und dann die zweite: „Arcadian“ ist kein Action-Film. Und die dritte wichtige Info: Nicolas Cage ist nicht die Hauptrolle.

So, jetzt wo das ist aus dem Weg ist: „Arcadian“ ist richtig gut. Vorausgesetzt man kommt mit der korrekten Erwartungshaltung in den Genuss den Film zu sehen. Ja, ich sage Genuss, denn „Arcadian“ macht ein paar Sachen richtig gut. Zum einen: Es lässt viele Dinge im Dunkeln, das hält das Mysterium am Leben und man braucht die Antworten zum Folgen des Plots auch nicht. Das zweite ist der „Slow Burn“. Der Film lässt sich Zeit, lässt die Figuren und ihre Verbindungen vorzustellen und man merkt, wie sehr Paul seine Söhne liebt. Allerdings ist Paul nach einer Weile nicht mehr der Hauptfokus, aber bis dahin ist Cage ein Hammer wie immer. Etwas weniger aufgeregt und sehr bodenständig, aber 100% passend.

Und es gibt eine Szene, die ich einfach absolut großartig fand und die Pauls Charakter super beschreibt: Als seiner Söhne eines Nachts nicht nach Hause kommt, macht er sich in der (gefährlichen) Nacht auf, um ihn zu suchen und irgendwann findet er ihn. Es ist klar, dass dieser Sohn selbst schuld an der Misere und der Gefahr ist, in der sie nun stecken, da die Monster sie gefunden haben. Pauls erste Reaktion: Er fragt seinen Sohn, ob er verletzt ist. Die zweite Reaktion: Er schließt ihn in die Arme und drückt ihn an sich, einfach froh, dass er ihn gefunden hat. Kein Vorwurf, nichts. Es ist im Blick seines Sohns völlig klar, dass er weiß, er hat Mist gebaut. Kein Grund es ihm nochmals unter die Nase zu reiben. Stattdessen zeigt er ihm einfach, wie sehr er ihn liebt. Eine Mini-Szene, die man rasch übersehen kann, aber ich fand das einfach großartig (ja, seit ich Vater bin springe ich auf solche Szenen einfach an, ich gebe es zu).

Aber keine Angst – wenn dann die Monster kommen, dann wird es cool. Denn die Monster sind … schräg. Im ersten Moment war ich mir nicht sicher ob ich lachen soll, aber dann stellt sich heraus, dass sie einfach richtig gefährlich und intelligent – bis zu einem gewissen Grad.

Ja, der Film ist sehr vorhersehbar, das kann ich nicht abstreiten. Ab einem gewissen Punkt war absolut klar was passieren würde und sogar wie es passieren würde, aber es war trotzdem spannend anzusehen.

Schauspielerisch sind die drei jungen Leute die Hauptakteur:innen und sie machen ihre Sache richtig gut. Nic Cage ist Nic Cage (soll heißen: immer gut).

Regisseur Benjamin Brewer hat hier sienen ersten Langfilm abgeliefert (nach Musikvideos und einem Kurzfilm), hat aber bereits bei einigen Filmen mitgearbeitet (zum Beispiel bei „Everything Everywhere All At Once“ – bei den Effekten). Deshalb sehen wohl die Monster auch einfach gut und echt aus. Eine Szene mit einem langen Arm ist übrigens richtig unheimlich geworden. Und die Art, wie die Monster sich in einer Gruppe fortbewegen: Schräg aber auch irgendwie cool. Und nur am Rande: Die Monster wurden von „Goofy“ (ja, der Goofy von Mickey Mouse) inspiriert. Und ja, das sieht man.

Mein größter Kritikpunkt ist allerdings die Wackelkamera, die fand ich einfach zeitweise unnötig stressig und unübersichtlich. Aber alles in allem: Ja, der Film war klasse.

Der Fairness halber: Ich habe drei Anläufe gebraucht, um ihn mir anzusehen. Das lag allerdings scheinbar nicht am Film, sondern einfach daran, dass ich viel zu müde für einen Slow Burner war. Denn ehrlich: „Arcadian“ macht verdammt viel richtig.

„Arcadian“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, erst beim dritten Versuch, dann dafür richtig, zündende Punkte.

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Silent Hill 2 (2024 Remake Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/28/silent-hill-2-2024-remake-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/28/silent-hill-2-2024-remake-game-review/#respond Tue, 28 Oct 2025 05:00:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38168 James Sunderland hat einen Brief erhalten. Seine Frau Mary hat ihm geschrieben. Sie sei in Silent Hill. Sie warte dort auf ihn – an dem Ort, an dem sie so viele gemeinsame Erinnerungen hätten. Aber James kann sich nicht erinnern, … Weiterlesen

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James Sunderland hat einen Brief erhalten. Seine Frau Mary hat ihm geschrieben. Sie sei in Silent Hill. Sie warte dort auf ihn – an dem Ort, an dem sie so viele gemeinsame Erinnerungen hätten. Aber James kann sich nicht erinnern, dass sie jemals an einem Ort namens Silent Hill gewesen wären. Und was noch viel seltsamer und tragischer ist: Mary ist tot. Sie ist schon lange tot. Sie kann ihm also unmöglich einen Brief geschrieben haben. Aber es ist ihre Handschrift. Also macht James sich auf den Weg nach Silent Hill, denn wen auch nur die kleinste Möglichkeit besteht, dass Mary noch am Leben ist, dann muss er sie finden. Und wenn sie nicht mehr am Leben ist, dann muss er zumindest herausfinden, was hier eigentlich los ist …

Die ursprüngliche Version von „Silent Hill 2“ kam 2001 in den Handel, zuerst für die Playstation, dann für die XBox und den PC. Und es bekam eigentlich durch die Bank positive Kritiken. Was auch immer wieder fiel, war die Anmerkung, dass Computer/Videospiele jetzt endlich erwachsen geworden seien. Nun, wenn man mit erwachsen meint, dass die Handlung voller Symbole ist, die Atmosphäre verstörend und je nach Ende (es gibt sechs verschiedene Enden), auch halbwegs heftig und deprimierend. Die Monster sind grauenvoll und haben alle etwas mit der Psyche der vor Ort anwesenden Personen zu tun, denn James ist nicht der einzige Mensch in Silent Hill.

So trifft er zum Beispiel sehr rasch auf Maria, die quasi 1:1 aussieht wie seine verstorbene Frau. Auch einen Typen namens „Eddie“, der aus irgendeinem Grund hier ist. Und alle suchen etwas – vielleicht in Silent Hill, vielleicht in sich selbst. Ohne zu viel zu spoilern – immerhin gibt es noch Menschen da draußen, die das weder das Spiel durchgespielt haben, noch wissen, was es mit „Silent Hill“ als „Stadt“ auf sich hat.

Und ja, als ich „Silent Hill 2“ damals gespielt habe – es war psychologischer Horror pur. Das Sounddesign. Der Nebel in der Stadt. Das Kampfsystem bzw. die Tatsache, dass man eigentlich fast wehrlos war. Und – natürlich – Pyramid Head. Und die Musik. Oh, Himmel – die grandiose, absolut tolle Musik. Also alles in allem: Ja, es war ein Hammer. Ich habe – zur Vorinfo – den ersten Teil nie gespielt, in den dritte nur mal reingeschnuppert und alle anderen Teile nur am Rande mitverfolgt. Aber „Silent Hill 2“, nun, das blieb in meinem Kopf.

Und jetzt – im Jahr 2024 gibt es ein Remake. Die Grafik wurde überarbeitet, die Handhabung verbessert und manche Teile der Handlung (glaube ich) erweitert und manche Laufwege gekürzt. Glaube ich. Zumindest kam es mir so vor, als wäre das Spiel „runder“ als damals. Aber es kann sein, dass ich mir das auch nur einbilde.

Das Positive: Nachdem die letzten Silent Hill-Spiele ja eigentlich allesamt Flops waren (zurecht, ich habe in eines oder zwei mal reingespielt), war es jahrelang still um die einst so vielversprechende Marke. Das hat sich letztes Jahr geändert, als Konami (die Besitzer der Marke) bei einem Showcase gleich mehrere neue Silent-Hill-Spiele angekündigt haben. Fans waren skeptisch. Aber die Ankündigung des Remakes hat auf jeden Fall für viel positiven Wirbel (und durchaus finanziellen Erfolg, was man so liest) gesorgt.

Und zeitgleich wurden weitere Spiele angekündigt: „Silent Hill f“ und „Silent Hill Townfall“. Die ersten Trailer mach(t)en auf jeden Fall Lust auf mehr. Wer weiß, vielleicht, so stand die Frage im Raum, meint es Konami ja ernst mit dem Wiederbeleben der Marke – ihr wisst schon, nachdem ein Projekt von „Mr. Metal Gear“ namens „Silent Hills“ inklusive Demo-Trailer namens „P.T.“ eingestampft wurde – und bringt wieder gute Spiele der Reihe, die den Titel und die damit verbundene Erwartungshaltung ernstnehmen.

„Silent Hill 2 Remake“ ist jedenfalls ein verdammt gutes Zeichen für die Zukunft. Die Atmosphäre stimmt, die Optik sieht zeitgemäß (wenn auch nicht atemberaubend) aus und die Quality-of-Life-Verbesserungen sind willkommen.

Ich kann allen, die das Spiel bis jetzt nur vom Hörensagen kannten, das Remake absolut ans Herz legen. Die Story trifft immer noch die richtigen Töne und die Emotion passt. Musik und Monster-Design sind zeitlos gut und ja, die Spannungsschraube ist konstant hoch. Hammer-Remake, sag ich nur!

„Silent Hill 2 (Remake)“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, nach wie vor mit leichten Schwächen (Kampfsystem) belastete, aber atmosphärisch top seiende, Punkte.

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Assassin’s Creed Shadows (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/18/assassins-creed-shadows-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/18/assassins-creed-shadows-game-review/#respond Sat, 18 Oct 2025 05:00:34 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38099 Das Leben ist Idylle. Japan. Freies Land. Ehre. Pflicht. Höflichkeit. Aber die Zeiten sind hart und Nobunaga will das gesamte Land unter seiner Herrschaft vereinen. Und dazu schreckt er auch vor Waffengewalt nicht zurück. Er überzieht das gesamte Land mit … Weiterlesen

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Das Leben ist Idylle. Japan. Freies Land. Ehre. Pflicht. Höflichkeit. Aber die Zeiten sind hart und Nobunaga will das gesamte Land unter seiner Herrschaft vereinen. Und dazu schreckt er auch vor Waffengewalt nicht zurück. Er überzieht das gesamte Land mit Krieg, verleibt sich eine Provinz nach der anderen ein verlangt absoluten Gehorsam. So passiert das auch in Iga, Heimatort von Naoe, die mit ihrem Vater und ihrer Großmutter ein beschauliches Leben lebt. Ihre Mutter ist verschollen – totgeglaubt.

Als Iga von Nobunaga und seiner Armee überfallen wird, muss sich Naoe beweisen – als Shinobi und als Erbin ihres Vaters. Jener Tag bzw. jene Nacht verändern alles. Zum einen erfährt Naoe viel über ihre Vergangenheit und ihr Vater hat viel vor ihr geheimgehalten. Das meiste davon hat mit einer versteckten Klinge zu tun.

Als Nobunaga dann Iga niederbrennt ist ein Samurai in der Gruppe dabei, der als Nobunagas Kampfhund dient – Yasuke. Ein schwarzer Samurai und klarer Feind von Naoe. Sie kommt nur knapp mit dem Leben davon.

Nachdem Naoe sich von den Schrecken dieser Nacht erholt hat und bereit ist in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten, wird klar, dass auch der schwarze Samurai eine Rolle spielt, die anders aussieht als zuerst gedacht: Als Naoe in eine Falle gerät, da rettet er sie. Und schwört ihr die Treue. Denn auch er hat eine Vergangenheit mit der versteckten Klinge. Und das Wort „Templer“ hat für ihn eine viel größere und bedrohlichere Bedeutung als für Naoe.

Was sich jedoch bald ändern wird …

Viel hing am Erfolg von „Assassin’s Creed Shadows“. Ubisoft ist gestrauchelt, ach, was schreibe ich: Die sind schwer gestürzt. Und nachdem „Star Wars Outlaws“ den gewünschten Erfolg (weder in den Kritiken noch finanziell) gebracht hat, war die Frage, ob Ubisoft weiterhin Ubisoft bleiben wird. „Shadows“ hat die Sache zumindest zum Teil wieder rausgerissen – auch wenn eine zweimalige Verschiebung notwendig war, damit der Start möglichst bugfrei und rund abläuft. Aber das hat sich ausgezahlt – ich zumindest hatte bei meinem Durchspielen in über 100 Stunden keinerlei Probleme oder Bugs. Null. Nada. Keine.

Zumindest das ist Ubisolft geglückt. Allerdings muss man anmerken, dass auch „Dragon Age: The Veilguard“ technisch betrachtet absolut reibungslos gestartet ist und ich habe selten ein so poliertes (positiv gemeint) Spiel gespielt in den letzten Jahren. Geholfen hat es trotzdem nicht und das Spiel ist gnadenlos gescheitert.

Ein Schicksal, welches auch „Assassin’s Creed Shadows“ hätte bevorstehen können. Ich habe null Kenntnis über Verkaufszahlen, soweit ich jedoch herausfinden konnte war „Shadows“ ein Erfolg. Trotzdem hat Ubisoft ein paar seiner großen IPs ausgegliedert und (wenn ich mich korrekt entsinne) mit Tencent bzw. deren Geld ein neues Studio namens „Vantage Studios“ gegründet, welches die größten Marken á la Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six überwachen soll.

Wie dem auch sei – das nur als Hintergrund und warum der Erfolg von „Shadows“ für Ubisoft so wichtig war bzw. immer noch ist.

Was ist jetzt aber mit dem Spiel an sich? Nun, zuerst die Eckdaten: Wir bewegen uns in der Gegend von 1756 durch Japan. Wir haben zwei Protagonist:innen. Naoe als schleichende Shinobi und Yasuke als Samurai mit mächtig Durchschlag. Letzteren schaltet man allerdings erst im Laufe der Story frei. Bei mir hat das schon mal gut 15 Stunden gedauert, wenn nicht sogar länger. Und die beiden spielen sich tatsächlich verschieden. Mit Yasuke Aussichtspunkte erklettern? Vergesst es. Mit Naoe eine halbe Armee konfrontieren? Keine Chance. Die beiden haben klar ihre Rollen. Es gibt auch Missionen, die entweder die eine oder der andere annehmen kann und der oder dem anderen versperrt sind. Das ist im Regelfall allerdings von der Story her völlig klar und nachvollziehbar. Bis auf kleinere Ausnahmen, in denen zB Yasuke einen Gefangenen befreien soll. Ich hatte jedoch mehr Lust auf Stealth. Die Folge: Als ich dann vor dem Gefängnis saß meinte Naoe sinngemäß: „Da ist ein Gefangner den Yasuke befreien sollte.“ Und das war es dann. Nix mit „trotzdem Tor öffnen“ oder so. Hätte man vielleicht besser lösen können. Wobei das bei mir nur ein einziges Mal vorkam.

Von den doppelten Protagonist:innen abgesehen gibt es auch noch ein paar weitere Neuerungen: Die Aussichtspunkte zum Beispiel. Die sind immer noch da, nur ist es dieses Mal so, dass sie nicht die gesamte Karte aufdecken, sondern nur einen Teil und außerdem muss man selbst die Gegend von dort oben aus absuchen und so deckt man nach und nach interessante Orte auf. Diese werden mit einem Fragezeichen markiert und wer wissen will, was sich dort versteckt muss schon selbst hinlaufen/reiten. Hat ein wenig gedauert, bis mir das klar wurde – finde ich aber im Nachheinein ein passende und coole Idee. Wer alle Aussichtspunkte einer Provinz erreicht hat, deckt (seit dem letzten Patch zumindest) die gesamte Provinz auf. Find ich auch gut.

Neu ist auch, dass die Möglichkeit die Skilltrees bis oben zu nutzen nicht nur an Erfahrungspunkte, sondern an Wissenslevel geknüpft ist. So muss man – auch hier pro Person verschiedene – Nebenaufgaben erfüllen und beim Erreichen einer bestimmten Anzahl wird das nächste Wissenslevel freigeschaltet und man kann auf neue Skills zugreifen. Auch zuerst ungewohnt, aber mit der Zeit hat mir das auch gefallen. Zumal die Nebenaktivitäten Spaß machen und man kommt auch ganz nach oben wenn man nicht alle „abarbeitet“.

Einige werden vermutlich sauer sein, dass die versteckte Klinge nicht automatisch alle Gegner liquidiert, dazu muss man erst Skills freischalten, die in meinen Augen jedoch rasch zu erreichen sind und mit der richtigen Ausrüstung wird man immer noch zum tödlichsten Schatten in der Nacht. Ich hatte zB meine Tanto ausgerüstet, was bedeutet, dass Doppel-Attentate möglich waren und noch dazu Kleidung angelegt, die ich mit einem Buff verstärkt hatte, welcher es Nao ermöglichte nach erfolgreichem Einsatz der versteckten Klinge ein Wurfmesser auf den nächstbesten Gegner zu werfen – One-Hit-Kill inklusive. Macht Spaß, kann ich nur sagen.

Genauso wie es Spaß macht mit Yasuke versperrte Türen einfach niederzurennen oder Gegner mit dem berüchtigten Kick durch die Gegend zu kicken. Auch die Auswahl der Waffen ist breit und passt zur jeweiligen Figur, auch wenn ich für mich realativ rasch beschlossen hatte, mich auf Katanas, Bogen und die versteckte Klinge zu konzentrieren.

Das Kampfsystem setzt auf Parieren oder Ausweichen – roten Angriffen muss man ausweichen und blaue Angriffe kann man parieren. Allerdings habe ich das Timing nie so richtig hinbekommen. Macht aber nix – vorausgesetzt es stört euch nicht, wenn eure Figur (Naoe zumindest – Yasuke steckt so viele Treffer ein, dass er ohnehin fast nicht sterben kann – mit der richtigen Rüstung!) herumrollt wie Geralt in „The Witcher: Wild Hunt„.

Ihr merkt es schon: Ich mochte und mag „Shadows“. Nämlich wirklich. Das Gameplay ist großartig. Stealth funktioniert toll – vor allem mit Naoes Greifhaken und der Möglichkeit Lichtquellen zu löschen. Die zerstörbare Umgebung macht auch Laune. Und das sich die Jahreszeiten (je nachdem wie oft man die Schnellreise nutzt und andere Parameter, die gezählt werden) unregelmäßig ändern fand ich auch toll. Zumal Japan im Winter wirklich gänzlich anders aussieht als im Frühling oder Herbst (grandiose Farben! Überhaupt sieht das Spiel wahnsinnig toll aus!). Mitzählen darf man allerdings nicht und das Timing ist manchmal storytechnisch ein Problem. Wenn ich zB rasch und dringend aus Storygründen von A nach B muss und auf einmal ist am Weg statt Herbst Winter, dann passt das nicht immer so ganz mit der Zeit zusammen, die da am Weg überhaupt vergehen kann. Aber geschenkt. Das sind Kinderkrankheiten und das System selbst ist super. Und – wie gesagt – optisch generell 1A.

Was ich Ubisoft allerdings ankreide bzw. was sie wirklich selten hinbekommen ist das Erzählen der Story: Vorweg: Ich mag die Story. Ja, es ist eine Rachgeschichte, aber es steckt mehr drin. Nur wird sie ein wenig holprig erzählt. Am Anfang hat man eine richtige Wagenladung an Rückblenden, Zwischensequenzen und Story – und dann passiert viele Stunden in denen man/frau die zwölf Attentatsziele und alle anderen (unglaublich viele) Zielpersonen ausschaltet wenig bis nichts. Die Figuren bleiben wenig im Kopf, die Geschichten sind nett, aber nicht herausragend und eigentlich bleibt man nur dran, weil die Game-Mechaniken einfach toll sind und super funktionieren. Das Gameplay macht einfach Spaß. Und dann wird am Ende wieder ein Haufen Story aus dem Ärmel geschüttelt.

Da hat man eine große Chance verpasst. Die Storyrückblicke und/oder die Offenbarungen und diverse Plot-Twists (nennen wir es mal so) hätte man ja mit den Zielen verknüpfen können und wie in den älteren Teilen (oder das letzte Mal in großartiger Form in in „Origins„) nach Erledigen der Zielpersonen in Zwiegesprächen und/oder spielbaren Rückblicken erzählen können. Das wäre sich locker ausgegangen. So wäre man mehr an der Story drangeblieben und gerade die Rückblenden hätten sich perfekt dafür angeboten. Die Reihenfolge wäre ja egal gewesen, weil man ja eh alle in den richtigen Kontext setzt. Schade. So meuchelt man sich stundenlang durch austauschbare Gegnerhorden (erneut: Gampelay ist großartig), bis am Ende dann auf einmal alles gleichzeitig passiert.

Naoe und Yasuke sind toll – vor allem in Kombination. Und die Szenen in welcher sie (zwei Mal) als Gegner aufeinandertreffen fand ich richtig großartig. Vor allem das zweite Mal, als Naoe realisiert, wer sie da begleitet hat die ganze Zeit und warum sie anfangs als Monster gesehen wurde. Da hatte ich wirklich nasse Augen – das war ganz großes Kino. Ja. Danach sind Yasuke und Naoe ein bisschen sehr schnell sehr gute Freunde (je nachdem, welche Missionen ihr als nächstes angeht kann es schon sein, dass die beiden fünf Minuten später scherzen wie ewige Freunde). Hat man das mal akzeptiert ist allerdings wieder alles in Butter und die Beziehung der beiden, geprägt von Respekt und einem gemeinsamen Ziel, ist wunderbar anzusehen. Auch wenn man in den Missionen immer nur einen der beiden spielt, so gibt es auch immer wieder mal Aufträge, bei denen beide zB ein Schloss stürmen und Naoe die Schützen ausschalten muss während Yasuke im Hof aufräumt. Funktioniert. Aber auch das hätte man sicher besser lösen können.

Auch besser hätte man die Gegenwartsstory lösen können, die mit einer ziemlich interessanten Prämisse einhergeht. IHR/WIR, die Spieler:innen, sind das nächste Ziel der Templer:innen. Gehirnwäsche, Lügen und KI – mit diesen Methoden sollen wir unterjocht werden. Und die spielbaren Erinnerungen von Naoe und Yasuke erwecken den Geist der Rebellion in euch/uns. Coole Idee – auch nett gemacht, aber leider sind die Storyschnipsel im Animus-Hub, im sogenannten „Vault“ versteckt. Ihr müsst regelmäßig neu generierte Missionen erfüllen, damit Punkte sammeln und nur dann könnt ihr Belohnungen freischalten. Es gibt mehrere „Projekte“. Und in 21 Stufen pro Projekt schaltet man entweder Ausrüstung, Keys oder eben Storyschnipsel (Audio-Logs, Textfragmente, usw) frei. Nett und eigentlich okay. Ein bisschen zäh ist es dennoch, wenn ich drei Tage warten muss auf die nächsten generierten Missionen und doch nur wissen will, wie dieser Teil der Story weitergeht.

„Assassin’s Creed Shadows“ bekommt von mir 8,5 von 10 möglichen, ein rundum cooles Erlebnis bietende, Punkte.

PS: Nein, „Assassin’s Creed Shadows“ ist kein „Ghost Of Tsushima“ oder „Ghost Of Yotei“. Es ist in erster Linie ein „Assassin’s Creed“ mit all dessen Vor- und Nachteilen. Das muss euch klar sein, sonst werdet ihr enttäuscht. Ich für meinen Teil? Ich find’s/fand’s großartig.

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American Horror Story: Asylum (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/16/american-horror-story-asylum-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/16/american-horror-story-asylum-serienkritik/#respond Thu, 16 Oct 2025 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=31674 Im Jahre 1964 wird Kit Walker (Evan Peters) in die Irrenanstalt Briarcliff eingeliefert, die von der beinharten Schwester Jude (Jessica Lange) geleitet wird. Kit soll ein berüchtigter Killer sein, der seinen Opfern die Haut abzieht, doch Kit beteuert seine Unschuld. … Weiterlesen

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Im Jahre 1964 wird Kit Walker (Evan Peters) in die Irrenanstalt Briarcliff eingeliefert, die von der beinharten Schwester Jude (Jessica Lange) geleitet wird. Kit soll ein berüchtigter Killer sein, der seinen Opfern die Haut abzieht, doch Kit beteuert seine Unschuld. Was ihm keiner glaubt, da er an einer Alien-Entführungs-Geschichte als Alibi festhält.

Doktor Thredson (Zachary Quinto) kommen bei seiner Behandlung jedoch langsam Zweifel, ob er wirklich der gesuchte Mörder ist. Gleichzeitig erreicht die Reporterin Lana Winters (Sarah Paulson) Briarcliff und trifft sogleich auf Widerstand durch Schwester Jude. Das geht so weit, dass Lana schließlich selbst zur Patientin wird, da sie von ihrer Homosexualität geheilt werden soll…

Dies ist Staffel 2 der AHS-Serie und sie stammt aus dem Jahr 2012. Wie schon ist der ersten Staffel spielt auch hier ein Großteil der Handlung in nur einem Gebäude, dass man getrost als eigenständigen Charakter bezeichnen kann. Während es sich bei „Murder House“ um ein Familiendrama gehandelt hat, ist „Asylum“ sozusagen ein Arbeitsplatzdrama. Das Spiel mit den verschiedenen Zeitebenen, wurde dabei beibehalten, nur umgedreht.

Die Handlung beginnt im Heute und spielt dann fast ausschließlich bis auf kleine Unterbrechungen in der Vergangenheit und im Finale, werden die Auswirkungen präsentiert. Die dreizehn Folgen bis dahin sind prall gefüllt mit Wahnsinn und Horror. Alien Entführungen, Mutanten Nazi-Experimente, dämonisch Besessene, Haut sammelnde Killer und barbarische Methoden anwendende Irrenanstalts-Mitarbeiter.

Dass das alles innerhalb dieser Welt „normal“ und vor allem stimmig wirkt, ist doch eine eigene Kunst. AHS ist ja klar eine Serie, auf die man sich einlassen muss, damit sie richtig funktioniert. Wenn übermenschlichem Schrecken eigentlich immer menschliche Abgründe voraus gehen und viele der unangenehmsten Aktionen ihren Ursprung im echten Leben haben, dann ist der Grusel dennoch viel realer, als man es sich wünschen würde.

Vor allem wie man mit sogenannten geistigen Krankheiten oder Homosexualität umgegangen ist bzw. „Heilung“ herbeiführen wollte, da muss man schon ein paar mal schlucken. Besonders auch weil das Ambiente der 60er Jahre so authentisch eingefangen wurde und man sich völlig in die Zeit versetzt fühlt. Die Darsteller geben wieder alles, sowohl bekannte Gesichter als auch neue, was wiederum einige Fernsehpreise nach sich zog.

Von den Neuen ist mir vor allem James Cromwell (I, Robot) als Doktor Arden im Gedächtnis geblieben, der einfach eine einschüchternd abstossende Präsenz hat und innerhalb seiner alles der Wissenschaft untergeordneten Unmenschlichkeiten, kaum zu überbieten ist und wie er liebt und dies auslebt, davon fange ich erst gar nicht an. Zachary Quinto (Hotel Artemis) ist nun beim Hauptcast dabei und sein Doktor Thredson ist eine Schlüsselfigur für fast jeden der übrigen Mitspieler (mehr verrate ich lieber nicht).

Während die beiden Männer zwar vielschichtig sind, aber dennoch eben die bleiben, die sie sind, entwickeln sich die Damen ziemlich weiter. Sarah Paulson (Ocean´s Eight) als Reporterin und Jessica Lange (Tootsie) als Oberschwester erleben dabei mehr, als man es irgendeinem Menschen wünschen würde und was man für sie empfindet als Zuschauer, ändert sich auch mehrere Male. Als Gaststars sind diesmal unter anderem Franka Potente (Die Bourne Identität), Ian McShane (John Wick 3) oder Adam Levine (Popstar) mit dabei.

Viel der Spannung kommt daher, dass man sich eine (oder mehrere) der Protagonisten als Identifikationsfigur heraus sucht (wie immer eben bei einer Serie/einem Film) und bei Asylum eben nie genau weiß, ob man sich die Richtige ausgesucht hat. Da kann man sich schnell auch einmal betrogen fühlen als Zuschauer oder das Vertrauen verlieren, wenn wieder neue, bisher versteckte Geheimnisse ans Licht kommen. Natürlich passiert das ebenso in die andere Richtung.

Insgesamt ist Staffel 2 von AHS für mich deshalb in keiner Weise schwächer als die erste, sie funktioniert nur etwas anders. Lauter, mit (noch) mehr miteinander verwobenen Personen versehen und mit sich weiter auswirkenden Schrecken. Man wird vom Sog hier nicht so schnell geschluckt wie bei „Murder House“, dafür ist man nach ein paar Folgen richtig drinnen, ohne es wirklich bemerkt zu haben. Auch das Ende ist sehr gelungen, ambivalente Gefühle mit einbezogen.

„AHS Asylum“ bekommt von mir 8,5/10 einen Ausweg aus einem Leben voller Schrecken suchende Empfehlungspunkte.

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American Horror Story: Murder House (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/07/american-horror-story-murder-house-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/07/american-horror-story-murder-house-serienkritik/#respond Tue, 07 Oct 2025 05:00:55 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=31663 Nach ihrer Fehlgeburt war Vivien Harmon (Connie Britton) am Boden zerstört und ging auf Distanz zu ihrem Mann Ben (Dylan McDermott). Der wiederum hatte während dieser Zeit eine Affäre mit seiner Studentin Hayden (Kate Mara). Um ihre Ehe zu retten, … Weiterlesen

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Nach ihrer Fehlgeburt war Vivien Harmon (Connie Britton) am Boden zerstört und ging auf Distanz zu ihrem Mann Ben (Dylan McDermott). Der wiederum hatte während dieser Zeit eine Affäre mit seiner Studentin Hayden (Kate Mara). Um ihre Ehe zu retten, wollen sie gemeinsam mit ihrer Teenager Tochter Violet (Taissa Faramiga) von Boston nach Los Angeles ziehen.

Dort erfahren sie warum das Haus das sie sich kaufen möchten, um einiges billiger auf dem Markt ist. Hier sind nämlich über die Jahre bereits mehrere schlimme Dinge passiert und auch die beiden Vorbesitzer fanden ein blutiges Ende. Familie Harmon lässt sich davon jedoch nicht abschrecken und nimmt das Haus dennoch, was sie schon sehr bald bereuen werden…

Die Serie American Horror Story oder kurz AHS, geschaffen von Brad Falchuk and Ryan Murphy (Scream Queens), begann mit dieser Staffel im Jahre 2011. Den Titel „Murder House“ hat sie nachträglich spendiert bekommen, da alle folgenden Staffeln, einen Beinamen tragen. Ich habe mit der Serie im Jahr 2019 angefangen, kam nach zwei Staffeln wegen einer veränderten Lebenssituation jedoch nie weiter und bevor das vielleicht nie was wird, gebe ich jetzt passend zu Halloween, sechs Jahr später meine beiden Eindrücke der ersten zwei Staffeln am Blog frei.

Für mich war dies bis jetzt eine Serie von deren Existenz ich bereits wusste, die ich jedoch noch nicht für mich entdeckt hatte. Das hat sich nun geändert. Wie AHS als Anthologie-Serie funktioniert, jede Staffel an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit spielt und zahlreiche Stars im Laufe der Jahre immer wieder andere Charaktere spielen, ist an sich schon ein sehr innovatives Konzept.

Ich bleibe bei meiner Kritik nun aber bei den Ursprüngen der Serie. Alleine schon die Titelsequenz von Kyle Cooper (auch die von Seven ist von ihm) und seiner Firma in Kombination mit der Musik von Charlie Clouser (Saw) und Sounddesigner Cesar Davila-Irizarry ist derart unangenehm und an den Nerven zerrend, dass mein Kater jedes Mal beim Vorspann den Kopf gehoben hat und mit den Ohren wackelte. Ja, das heißt was, das macht er sonst nämlich nie.

Wenn wir schon bei unheilvoll und/oder ungemütlich sind: die Form wie hier die Grundatmosphäre bedrohlich und schleichend immer mehr an den Nerven zerrt oder vielmehr öfters noch von ihnen zehrt, ist anstrengend und auf eine faszinierende Art spannend zugleich. Soll heißen: müde und nicht ganz bei der Sache war es mir unmöglich eine der zwölf Folgen der ersten Staffel anzusehen, ich musste dafür immer voll bei der Sache sein.

Der „Over the Top“ Charakter einiger Sequenzen lenkt dabei gekonnt ab von der ständig lauernden Gefahr, auf die man dann nur allzu gerne vergisst, was freilich ein Fehler ist. Genau so geht es auch den Figuren, von denen keiner sicher ist. Schon in den ersten beiden Folgen passiert so viel, dass es wohl andernorts, für eine ganze Staffel gereicht hätte. Von vielen Charakteren würde man dabei gerne noch mehr sehen/erfahren, was nie ein schlechtes Zeichen ist.

Der Hauptcast gibt klar durchgehend sein Bestes und wird dabei von zahlreichen Gaststars in bester Spiellaune unterstützt. Hervorheben möchte ich gleich mal Evan Peters (The Lazarus Effect), der als Tate auch im Vergleich mit all der allgegenwärtigen psychischen und physischen Grausamkeiten, das wahre Monster der Geschichte ist und dabei trotz all der narzisstischen Egomanie, dennoch immer wieder sympathisch erscheint.

Taissa Farmiga (The Final Girls) hat als Violet die meisten Szenen mit ihm und sie ist ebenfalls großartig als Prototyp eines Teenagers, der seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden hat. Dylan McDermott (Survivor) als ihr Vater Ben ist das beste Beispiel dafür, dass es hier kaum rein weiße oder rein schwarze Figuren gibt. Er hat moralisch sicherlich hohe Ziele, doch sein Fleisch ist einfach viel zu schwach.

Mit Connie Britton (American Ultra) als zunehmend verzweifelte Mutter ist die Familie komplett. Jessica Lange als Bindeglied zahlreicher Figuren ist ebenfalls eine Klasse für sich. Freude bereiten zusätzlich Zachary Quinto (Star Trek), Kate Mara (Morgan), Sarah Paulson (Glass), Rosa Salazar (Alita) und viele mehr in wiederkehrenden Nebenrollen.

Wer also eine auf mehreren Ebenen gruselige Serie sucht, die abwechselnd mit subtilen und plakativen Mechaniken arbeitet und starke Darsteller dabei hat, die allesamt keine Helden sondern (mehr oder weniger) normal gestörte Leute spielen, der ist bei dieser ersten Staffel von AHS, genau richtig. Und das Wichtigste: viel hier beim Betrachten hervor gerufene Gefühle sind nicht angenehm, doch man fühlt hier wirklich etwas, was ich bei der Abstumpfung heutzutage, auch über mich selbst wahrlich nicht immer behaupten kann.

„AHS: Murder House“ bekommt von mir 8,5/10 auf eine sehr erwachsene Art unheimliche und nach Liebe suchende Empfehlungspunkte.

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