P8 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Fri, 14 Aug 2026 05:54:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.10 Die Melodie des Meeres aka Song Of The Sea (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/08/15/die-melodie-des-meeres-aka-song-of-the-sea-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/08/15/die-melodie-des-meeres-aka-song-of-the-sea-filmkritik/#respond Sat, 15 Aug 2026 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39050 Der kleine Ben hat ein Problem mit seiner Schwester. Sie nervt ihn unglaublich. Seine Mutter ist vor Jahren verschwunden, ihr Vater trauert immer noch und seine kleine Schwester Saoirse spricht nicht mehr. Das nervt. Außerdem will sie immer seine Sachen. … Weiterlesen

The post Die Melodie des Meeres aka Song Of The Sea (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Der kleine Ben hat ein Problem mit seiner Schwester. Sie nervt ihn unglaublich. Seine Mutter ist vor Jahren verschwunden, ihr Vater trauert immer noch und seine kleine Schwester Saoirse spricht nicht mehr. Das nervt. Außerdem will sie immer seine Sachen. Insbesondere eine Muschel, die ihm ihre Mutter hinterlassen hat. Dass sie mitten im Nirgendwo einem Leuchtturm am Meer wohnen, macht die Sache nicht besser. Nur sein Hund ist ihm ein Quell der Freude.

Aber da gibt es dann auch noch Großmutter, die beschließt, dass die Kinder in die Stadt ziehen müssen. Vor allem, da sie Saoirse erst gestern völlig nass am Strand liegend gefunden hat. Die Kinder sind ja in Lebensgefahr!

Kinder eingepackt, Vater und Hund zurückgelassen, ab in die Stadt. Aber Ben mag nicht. Er haut ab und macht sich auf den Weg retour. Saoirse folgt ihm – und dann passiert es. Sie verschwindet. Und plötzlich merkt Ben, dass seine Schwester ihm doch wichtig ist und er tut alles, um sie zu finden.

Dazu muss er sich aber duch viele Gefahren und Sagengestalten kämpfen … denn es gibt einen Grund, weshalb Saoirse verschwunden ist …

Wenn ich früher gemerkt hätte, dass die Macher:innen von „Song Of The Sea“ jene sind, die auch „Wolfwalkers“ gemacht haben, dann hätte ich mir den Film schon viel früher angesehen. Denn „Wolfwalkers“ fand ich wirklich großartig. Richtig großartig.

Und auch „Song Of The Sea“ enttäuscht nicht, auch wenn es eine völlig andere Art von Film ist. Hier ist ganz viel Melancholie und Traurigkeit dabei, das Ende ist bittersüß, wunderschön und traurig zugleich. Auch sind viele der Sagengestalten ein wenig seltsam für mitteleuropäische Menschen.

Ich weiß nicht, wie die alle namentlich heißen, aber sie sind toll. Der Kern der Geschichte beginnt relativ spät, wie ich der Fairness halber anmerken muss und der 2D-Animationsstil mag vielleicht nicht den Geschmack von allen treffen, aber was hier an Herzblut drinsteckt, das ist so richtig, richtig zu bemerken.

Die Entwicklung die Ben durchmacht, seine Erkenntnis, dass er seine kleine Schwester über alles liebt und alles für sie auf sich nehmen würde – das wird richtig herzerwärmend erzählt. Dann gibt es noch eine Hexe, die Menschen und anderen ihre Gefühle raubt und sie damit in Stein verwandelt. Der Grund? Sie hatte einen Sohn, der war ein Riese, aber … lange Geschichte, aber sie ist nicht 100%ig böse. Auch wie das gelöst wird – super.

Die Musik ist ohnehin auch toll und herzergreifend. Wäre auch seltsam, wenn die Musik bei einem Film mit diesem Titel schlecht wäre.

Ich hab den Film mit meinen Kindern angesehen und zeitweise war ich kurz am überlegen, ob er ihnen nicht zu steil wird – die Teile mit der Hexe zum Beispiel. Der Weg zu ihrer Hütte ist mit Statuten ausgelegt und man sieht natürlich, dass das früher Menschen waren. Und die Metapher von „zu Stein werden ohne Emotionen“ … ich war mir nicht sicher, ob sie das nicht verwirrt.

Absolutes Gegenteil: Die haben mir erklärt, was da passiert. „Schau mal, Papa! Die haben keine Gefühle mehr, drum sind sie zu Stein verwandelt. Weil, wer nichts mehr fühlt, der mag auch nichts mehr machen, sondern nur noch starr herumsitzen.“

Hola, die Waldfee (wie Snöfried denken würde). Und auch, wenn das Ende ein bisschen traurig ist, so ist es auch wunderschön. Und wenn dann die Kleine zum ersten Mal spricht – Tränen, sag ich nur. Tränen. Bei mir, nicht bei den Kindern.

„Die Melodie des Meeres“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut sehenswerte und märchenhafte, Punkte.

The post Die Melodie des Meeres aka Song Of The Sea (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/08/15/die-melodie-des-meeres-aka-song-of-the-sea-filmkritik/feed/ 0
Louis Theroux: Inside The Manosphere (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/07/14/louis-theroux-inside-the-manosphere-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/07/14/louis-theroux-inside-the-manosphere-filmkritik/#respond Tue, 14 Jul 2026 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39031 Louis Theroux hat schon ein paar spannende Dokumentationen gemacht, keine Frage. Da ging es um Nazis, Boybands, Girlbands und allerlei anderes Zeug. Dieses Mal hängt er sich in die Welt der Influencer und verbringt Zeit mit drei sehr berühmten Männern, … Weiterlesen

The post Louis Theroux: Inside The Manosphere (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Louis Theroux hat schon ein paar spannende Dokumentationen gemacht, keine Frage. Da ging es um Nazis, Boybands, Girlbands und allerlei anderes Zeug.

Dieses Mal hängt er sich in die Welt der Influencer und verbringt Zeit mit drei sehr berühmten Männern, die mit Frauenhass und Männlichkeitsklischees großes Geld machen. Und – leicht widersprüchlich – zB OnlyFans-Girls promoten, während sie gleichzeitig behaupten, diese Art des sich verkaufens würden sie widerlich finden.

Die Frage: Wie sind die Typen wirklich und glauben die den ganzen Mist, den sie erzählen?

Louis geht der Frage auf den Grund …

Louis Theroux hat schon einige Dokumentationen produziert und als Moderator bzw. als derjenige, der im Bild die unangenehmen Fragen stellt, geleitet und geführt. Also quasi was Michael Moore machte, nur mit weniger Populismus.

In diesem Fall hat er sich drei Influencer geschnappt, um mit Ihnen Zeit zu verbringen. Da wäre mal HS, das muskelbepackte Mama-Bubi, der denkt, er hätte dicke Eier und wisse wie das Leben läuft, weil er x Follower auf Insta hat und viel Kohle – dank Product-Placement. Und so weiter.

Dann gibt es noch Myrone (oder so ähnlich geschrieben), der absolut viele – natürlich männliche – Follower hat. Der Hauptgrund dürfte seine absolut wilden Aussagen über die Beziehung zwischen Männern und Frauen sein. Also, ich sag mal so: Wenn jemand eine strikte Hierachie und Gewalt in Beziehungen propagiert, dann erreicht er halt ein wenig gewisses Publikum. Spannend vor allem: Der Typ hat ne Freundin. Die richtig, richtig nett wirkt.

Und natürlich noch Sneako – der ein Maga-Mann ist und schrägerweise irgendwann dann zum Islam konvertiert. Wie das zusammenpasst? Was weiß denn ich. Und da gibt tes dann noch jemand. Niemand besonderes, aber mir fällt der Name nicht ein und er ist mir zu unsympathisch, um ihn zu googeln.

Wie dem auch sei – der Blick auf diese Personen ist amüsant, schmerzhaft, abstoßend und faszinierend zugleich. Was man vor allem sieht: Das sind alles noch kleine Kinder im Kopf, die nie erwachsen geworden sind und einer Fantasie nachlaufen, die es nicht gibt. Und sie verkaufen diese Fantasie auf Social Media an viel zu junge Leute, die diesen Mist glauben.

Der zweite Punkt: Da gibt es genug junge und – offen gesprochen – sehr hübsche Frauen, die ebenfalls den leichten Weg gehen wollen und mit ihrem Aussehen Geld machen möchten, während sie gleichzeitig den Eindruck erwecken möchten, alles sei easy. Das wird ein ganz anderes, schräges Erwachen werden eines Tages, aber um die geht es hier nicht.

Der dritte Punkt: Es ist absolut klar, dass die Typen das Leben von dem sie reden (mit einer! Ausnahme) nicht leben. Die sind einfach 100% im Social Media-Modus. Und spannend: Sie alle sind ohne Vaterfiguren aufgewachsen. Sie lieben ihre Mütter, sagen sie lieben Frauen und zwar in dem Sinn, dass sie (die Männer) Feministen sind und besser als die Frauen wissen würden, was für die Frauen gut sei. Großartige Logik. Das Problem des Feminismus (oder seinem Ruf) in einem Satz zusammengefasst. Hammer.

Ich finde die Fragen, die Louis immer wieder stellt absolut nachvollziehbar und gut. Wirklich gut. Zum Beispiel interviewt er auch Angie, die Freundin von Myrone und die wirkt richtig nett. Und neben ihr bzw. in ihrer Anwesenheit – da wirkt der Typ auch nett. Man merkt, sie ist ihm wichtig, er spricht mit ihr ab, wie weit er gehen darf, was er sagen darf und sie bestätigt auch, dass alles nur Show ist und er zuhause ganz anders.

Dumm nur, dass er kurz nach dem Interview die Beziehung beendet. Scheinbar war das Feedback seiner Fans zu diesem Interview, dass er ein Weichei sei und zu freundlich zu seiner Freundin. Lasst das mal sickern. Und seine Reaktion: Beziehungsende. Mhm. Was für ein Vorbild.

Und am schlimmsten ist HS: Wenn der Typ nicht die Scheinheiligkeit in Person ist, dann weiß ich auch nicht. Die Szene, die wirklich offenbart, wie er ist, kommt gegen Ende des Films – als er Louis in Anwesenheit seiner Mutter trifft und das gesamte Ding live streamt, ohne Louis etwas davon zu sagen. Und diese Inszenierung für die Kamera – Hallelujah ist das peinlich.

Und dann die Aussage in die Kamera „you see him filming – it’s gonna show up in his documentary edited. We don’t edit. all the truth all the while.“ Tags darauf erscheien snippets (also edits) aus dem stream auf Social Media. Mhm. Leicht scheinheilig.

Wie dem auch sei – alles spannend anzusehen. Aber die Frage ist: Was ist schlimmer? Jemand, der diesen Mist wirklich glaubt oder jemand, der ihn nicht glaubt und ihn nur vor der Kamera verzapft, um Geld zu machen?

Schwere Frage. Die Konsequenzen für Fans und Follower dieser Dogmen – und noch schlimmer: Für alle Frauen, die diesen Typen über den Wegen laufen, sehen wir ja jeden Tag. Wie viele Frauenmorde in allein in Österreich in diesem Jahr? Und in Deutschland? Und den USA?

2026. Und immer noch dieser Mist.

„Louis Theroux: Inside The Manosphere“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, man hätte sicher noch tiefer gehen könnende, Punkte.

The post Louis Theroux: Inside The Manosphere (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/07/14/louis-theroux-inside-the-manosphere-filmkritik/feed/ 0
Good Luck, Have Fun, Don’t Die (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/#respond Sat, 13 Jun 2026 05:00:41 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38614 In einem Imbiss der Marke Norms in Los Angeles erscheint um exakt 23:10 Uhr ein seltsam gekleideter Mann. Er sagt er sei aus der Zukunft und die Erde wurde von einer künstlichen Superintelligenz zerstört, was er mit seiner Zeitreise verhindern … Weiterlesen

The post Good Luck, Have Fun, Don’t Die (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
In einem Imbiss der Marke Norms in Los Angeles erscheint um exakt 23:10 Uhr ein seltsam gekleideter Mann. Er sagt er sei aus der Zukunft und die Erde wurde von einer künstlichen Superintelligenz zerstört, was er mit seiner Zeitreise verhindern soll.

Für diese Mission braucht er eine ihm unbekannte, bestimmte Kombination von Menschen, die sich in diesem Lokal befinden. Da ihn erwartungsgemäß niemand der anwesenden Menschen ernst nimmt, macht er sie auf die Bombe aufmerksam, die um seinen Körper geschnallt ist…

Seit dem 2016 erschienenen, für mich sehr starken aber kommerziell nicht erfolgreichen A Cure for Wellness, hat Regisseur Gore Verbinski keinen Film mehr inszeniert. Neun Jahre später meldet er sich nun zurück, wieder mit einem großartig schrägen Projekt, dass Außenseiter in den Mittelpunkte stellt und nicht einmal die Hälfte seiner Kosten von 20 Millionen Dollar wieder einspielen konnte.

Keine Ahnung, ob er sich nun wieder eine Auszeit gönnt, aber ich freue mich einfach mal darüber, dass es den Film gibt. Was man dem Werk vorwerfen könnte, ist dass man mit der Kritik mit Schwerpunkt AI aka Künstliche Intelligenz, um einige Jahre zu spät dran ist. Die Übertreibungen der Inszenierung, bezogen darauf wie sich die Welt verändert hat, setzen für mich dieses Argument aber wieder außer Kraft.

Das ganze Abenteuer hat eine gewisse LARP (Life Action Role Play) Atmosphäre, die dem etbalierten „Ende der Welt Szenario“, einen witzigen Unterton verpasst. Der Mann aus der Zukunft mit seinem seltsamen Outfit und das Mädchen im Prinzessinnen-Kostüm führen dieses Team an und die beiden sind sowohl als Figuren als auch von den Darstellern her top.

Sam Rockwell (JoJo Rabbit) liefert vor allem am Anfang im Diner eine Ein Mann Show ab und man hängt an seinen Lippen während man sich fragt, ob er vielleicht einfach nur verrückt ist. Haley Lu Richardson (The Last Survivors) als Ingrid ist ein perfekt natürlicher Antipol zur heutigen Gesellschaft, mit ihrer Allergie auf elektronische Geräte und WiFi.

Neben der bereits angesprochen Grundstimmung, den Figuren und wie seltsam außerhalb der Norm sich das ganze Abenteuer anfühlt, sind es dann die satirischen Übertreibungen, die leider wohl teilweise nicht allzu weit von der Realität entfernt sind. Handys und Gedankenkontrolle sind dabei eine Sache.

Besonders auf die USA bezogen ist das mit dem Klonen von Opfern von Schießereien in Schulen eine Schlag in die Magengrube, der in Summe bitterböse ist. Dass auch die Schützen geklont werden können, dabei der Staat noch mehr dazu zahlt als bei den Opfern und sie stolz darauf sind, dass die Wahrscheinlichkeit bei 70 Prozent liegt, dass dieser nicht wieder tötet, spiegelt dabei den nicht gesellschaftsfähigen Humor wider.

Wenn man sich nur mit nimmt, mehr in die Gesichter seiner Liebsten zu schauen und weniger auf seinen Handy-Bildschirm, dann hat der Film aus meiner Sicht bereits gewonnen. Etwas hinter die Kulissen zu schauen und Eigenheiten nach dem „Gleich machen Prinzip“ nicht ausmerzen zu wollen, sondern zu feiern, sind ebenso gute Impulse.

„Good Luck, Have Fun, Don´t Die“ bekommt von mir 8/10 an den Wiederholungen wachsende Empfehlungspunkte.

The post Good Luck, Have Fun, Don’t Die (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/06/13/good-luck-have-fun-dont-die-filmkritik/feed/ 0
Pretty Lethal – Schön Tödlich (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/18/pretty-lethal-schoen-toedlich-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/18/pretty-lethal-schoen-toedlich-filmkritik/#respond Sat, 18 Apr 2026 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38668 Bones (Maddie Ziegler) und vier weitere Ballerinas aus Amerika werden zu einem Tanzwettbewerb nach Budapest eingeladen. Mitten in den ungarischen Wäldern, hat ihr Bus Probleme und sie und ihre Trainerin entscheiden sich nicht auf die Reparatur zu warten, sondern in … Weiterlesen

The post Pretty Lethal – Schön Tödlich (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Bones (Maddie Ziegler) und vier weitere Ballerinas aus Amerika werden zu einem Tanzwettbewerb nach Budapest eingeladen. Mitten in den ungarischen Wäldern, hat ihr Bus Probleme und sie und ihre Trainerin entscheiden sich nicht auf die Reparatur zu warten, sondern in der Nähe nach einem Telefon zu suchen um Hilfe zu holen, da keines der Handys hier ein Netz hat.

Sie landen schließlich in der Bar von Devora (Uma Thurman), die verspricht ihnen eine Mitfahrgelegenheit zu rufen. Nach einem kurzen Handgemenge, liegt ihre Trainerin jedoch plötzlich tot am Boden und die fünf jungen Damen sind Zeuginnen, die Devora so überhaupt nicht brauchen kann…

„End the wokeness and the fun begins“. Ja, es ist mir schon klar, dass der neue Film von Regisseurin Vicky Jewson (Close) wie ein feministisch feuchter Traum klingt aber wisst ihr was, in Pretty Lethal kämpfen fünf junge Ballerinas gegen einen Haufen böser Männer und das ist nicht woke, sondern einfach nur ein Riesenspaß. Das liegt neben all den vorhandenen Übertreibungen vor allem auch an der Botschaft, die nicht „the message“ ist, die einige YouTuber berechtigter Weise hervor heben.

Auch auf Grund der Protagonistinnen aber besonders vom Grad der gezeigten Gewalt, könnte man diesen seit Ende März bei AmazonPrime erhältlichen Film dabei durchaus als kleine Schwester von From the World of John Wick: Ballerina bezeichnen. Man bekommt hier eben Dance-Fu statt Gun-Fu. Neben dem Zusammenhalt in der Gruppe – gemeinsam sind wir stärker und so – wird dabei auch gewürdigt was es bedeutet, eine Ballerina zu sein.

In meinem Job arbeitet auch eine Kollegin, die nebenbei noch Ballet-Lehrerin ist und wow ist die einerseits herzlich und hat ein fröhliches Gemüt und andererseits ist sie unglaublich diszipliniert. Das spürt man hier auch, die Arbeit dahinter, das Training bestimmt dein Leben, die Schmerzen, die Ehre vor Leuten auftreten zu dürfen. Das alles gipfelt in einer völlig überdrehten Szene, bei der Bones gefoltert wird.

Aber genug vom ernsten Hintergrund, denn dies ist ein überdrehter Partyfilm, der die Laune des geneigten Zuschauers, ordentlich nach oben zieht. Wei die jungen Damen in ihrem Umfeld alles nutzen, mit dem sie die Männer abstechen können, hat man das in dieser Form, eigentlich noch nie gesehen. Das sind keine Kämpferinnen, aber sie können sich schnell bewegen, tanzen und sie wollen überleben.

Der Realitätsanspruch ist nicht vorhanden und dennoch muss man hervorheben, dass hier keine zarte Dame einen zwei Meter Typen durch die Gegend wirft, das wäre dann nämlich auf eine sehr Spaß bremsende Art unrealistisch. Die Mädchen punkten mit Geschwindigkeit und diesem leichten Irrsinn in den Augen und dabei geht nie der spielerische Zugang verloren.

Der gesamte Cast gibt dabei alles, von den fünf Heldinnen glänzt die 23 jährige Maddie Ziegler (My Old Ass) als Bones am Hellsten, sie tanzt seit sie zwei Jahre alt ist und ich kenne sie bisher nur aus Musikvideos von SIA, wobei sie damals noch ein Kind war. Sie ist richtig cool, bad ass und ja, auch gaga im Kopf, so soll das sein. Auch Uma Thurman hat sich hier nach The Old Guard 2 wieder etwas rehabilitiert, ihre Gangsterboss-Lady verbindet eine einschüchterne Aura mit der Tragik von gescheiterten Träumen.

Das ergibt in Summe genau so ein Erlebnis, das ich als puren Partyfilm bezeichnen würde mit verrückten Situationen, extrovertierten Hauptfiguren und einer Tanz-Kampf-Choreographie, die frisch wirkt und nie so übertrieben aussieht, dass sie an Coolness einbüßen würde. Den Rest liefert die bissige Dynamik unter den Ballerinas, die sich freilich erst im Laufe der Handlung zusammen raufen zu einem Team.

„Pretty Lethal“ bekommt von mir 8/10 die lebensbedrohlichen Sorgen einfach wegtanzende Empfehlungspunkte.

The post Pretty Lethal – Schön Tödlich (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/04/18/pretty-lethal-schoen-toedlich-filmkritik/feed/ 0
The Super Mario Galaxy Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/#respond Thu, 16 Apr 2026 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38717 Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist … Weiterlesen

The post The Super Mario Galaxy Movie (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist nett und schließt sich ihnen gleich mal an.

Die Verstärkung ist auch gut, denn Bowser Junior, der seinen geschrumpften Vater aus dem Schloss von Peach und den Fängen von Mario und Luigi retten will, taucht auf und er entführt Rosalina. Diese hat die Macht das Universum zu verändern ist die Mutter aller Sterne. Bowser Junior will ihre Macht nutzen um seinen Papa stolz zu machen und bedroht damit mehr oder weniger das ganze Universum.

Das kann Peach nicht zulassen und sie macht sich mit Toad auf den Weg, um für Ordnung zu sorgen. Mario und Luigi und Yoshi bleiben derweil Zuhause und sorgen für Ruhe im Königreich. Oder zumindest haben sie das vor, denn Bowser Junior ist gewitzt und überfallt in deren Abwesenheit Peachs Schloss …

Es ist ja immer die Frage, was man sich von einer Videospielumsetzung erwartet. Viel Fanservice? Treue gegenüber den Figuren? Viele Referenzen auf die Spiele? Was ist es? Die Antwort ist auf alle Fragen: Ja. Will man auch eine gute Story? Das hängt wohl vom Spiel ab, würde ich mal meinen. Hätte „The Last Of Us“ funktioniert, wenn man eine andere Story genommen hätte? Wohl kaum. Das Spiel lebt von der Story. Hat der erste Super Mario-Film (also der animierte erste) funktioniert, weil die Story so toll war? Wohl eher nicht. Aber die Interaktion der Figuren war cool, die Optik ein Traum und alles war knallbunt, spaßig und einfach toll anzusehen. Ein Zuckerschock zum Ansehen, sozusagen. Mit viel Herz dabei.

Und beim zweiten Teil verhält es sich ähnlich, nur – das muss ich leider festhalten – mit weniger Herz. Denn die Story von „Galaxy“ ist kurz: Rosalina wird entführt. Peach macht sich auf, sie zu retten. Mario und Luigi und Yoshi folgen ihr. Punktum. Mehr ist da nicht. Und ich meine wirklich: Mehr ist da nicht.

Charaktermomente, wie es sie im ersten Teil gab, als zum Beispiel Luigi seinen Mut findet oder Donkey Kong und Mario sich nach und nach anfreunden – das ist hier alles nicht drin. Yoshi taucht auf – Toad beschwert sich, dass der jetzt einfach so als neuer bester Freund dabei ist. Und das war es dann auch schon. Das einzige, was man halbwegs als Charakterentwicklung bezeichnen könnte, ist die Entwicklung von Bowser selbst, der nämlich am Anfang unter Stockholm-Syndrom leidet und Mario und Luigi als seine neuen besten Freunde sieht. Aber das dauert nicht lange und sein Sohn holt sein altes Ich zurück.

Das war wirklich alles.

Aber mehr braucht es auch nicht. Der Film ist nämlich ebenfalls kunterbunt und wie ein Zuckerschock zum Ansehen. Der Weg von A nach B (also bis zur Rettung) ist nachvollziehbar und hat ein paar Stopps drin – wie das halt bei Heldenreisen üblich ist. Wieso diese Stopps passieren wird nicht lang erklärt, sondern die Sternentore mit denen man herumreist führen halt zu diesen Planeten und dort angekommen, muss man halt gucken, wie man weiter und näher ans Ziel kommt. Das geht immer recht flott und bunt und auch actionreich zu. Und macht gute Laune.

Die Witz-Dichte ist gesunken, der Actionanteil und vor allem die Anzahl der Anspielungen auf die Spiele – ist drastisch gestiegen. Aber – und das finde ich gut – es wirkt für mich weniger, wie hineingestopft, sondern passt irgendwie organisch dazu. Ich meine – natürlich gibt es Jump N Run-Passagen. Natürlich gibt es Power-Ups. Das passt schon alles zusammen und führt auch logisch (nach Videospiel-Logik) von A nach B nach C.

Und es macht einfach Spaß. Ist es simpel, billig und eigentlich fast schon faul, wenn es am Ende einen Abschnitt gibt, in welchem Mario mit Anhang einen Graben durchqueren muss, der von Feuerseilen und Blöcken blockiert wird und auf einmal die Kamera zur Seite dreht, dadurch eine 2D-Optik entsteht und dann der Film herauszoomt und man sieht, dass Bowser Junior die Fallen bedient und er das auf einem Bildschirm tut, der aussieht wie „Super Mario Land“? Ja. Das ist billig. Aber hey – es sieht auch richtig, richtig cool und gut aus.

Solche Gimmicks gibt es Zuhauf und der Film wurde tatsächlich nie langweilig. Dazu passiert zu viel. Allerdings sitzen auch nicht mehr alle Witze und generel – wie oben bereits geschrieben – das Herz war beim ersten Film deutlich mehr angesprochen als hier.

Auch, dass Peach einen neue Hintergrundstory bekommt ist wohl Geschmackssache. Mir war’s egal. Allerdings war das Ende wirklich follt vorbei. Fast ein wenig zu flott. Dafür sahen die Kampfpassagen mit Bowser Juniors Pinsel, der seine Gestalt verändern kann, richtig gut aus. Aus meiner Sicht gibt es für jedes Minus ein Plus oder wenn man es umdrehen mag, für jedes Plus ein Minus. Ein Meilenstein der Filmgeschichte – nein. Niemals. Hirnlose, witzige, harmlose Unterhaltung und eine große Verbeugung vor den kreativen Ideen und Welten der Spiele? Oh ja. Und das sage ich als jemand, der die meisten der Spiele nur von Hörensagen kennt. Aber sogar ich wusste großteils wo was her ist.

Einzig: Ich habe Donkey Kong und seine Bande vermisst. Der war im ersten Teil richtig cool. Und Yoshi ist (da er ja nicht redet) für mich kein ganzer Ersatz. Neuzugang Rosalina ist okay, spielt aber – abgesehen davon entführt zu werden – keine große Rolle im Film. Dafür ist der Zweikampf am Anfang mit ihr und einem Riesenroboter richtig cool.

Alles in allem: Eine solide Fortsetzung, die bunter und actionreicher ist, dafür das Herz und die Handlung vernachlässigt bzw. aufs nötigste reduziert. Kann man sich ansehen, ist unterhaltsam, aber man versäumt auch nichts, wenn man den Film ignoriert. Also alles beim Alten.

„The Super Mario Galaxy Film“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer eine Handlung oder Charakterentwicklung braucht, darf gerne 3 Punkte abziehen, Punkte.

The post The Super Mario Galaxy Movie (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/feed/ 0
Primate (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/21/primate-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/21/primate-2025-filmkritik/#respond Sat, 21 Mar 2026 05:00:41 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38543 Lucy (Johnny Sequoyah) kehrt nach einer längeren Zeitphase in ihr Zu Hause in einen abgelegenen Teil von Hawaii zurück. Dort wartet neben ihrem gehörlosen Vater (Troy Kotsur) und ihrer kleinen Schwester Erin (Gia Hunter) auch Schimpanse Ben auf sie, der … Weiterlesen

The post Primate (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Lucy (Johnny Sequoyah) kehrt nach einer längeren Zeitphase in ihr Zu Hause in einen abgelegenen Teil von Hawaii zurück. Dort wartet neben ihrem gehörlosen Vater (Troy Kotsur) und ihrer kleinen Schwester Erin (Gia Hunter) auch Schimpanse Ben auf sie, der seit er ein Baby war, Teil der Familie ist.

Nachdem der Vater kurz danach beruflich außer Haus ist, feiern die beiden Schwestern mit drei Freunden eine Poolparty. Was fröhlich beginnt, wird schnell zu einem Horror-Szenario, denn Ben hat sich mit Tollwut angesteckt, ist aus seinem Käfig ausgebrochen und hat sich zur Aufgabe gemacht die Menschen innerhalb seines Hauses, auf möglichst blutige Art und Weise, aus dem Leben scheiden zu lassen…

Ich musste vorher auf der imdb als Bestätigung nachsehen, aber ich habe wirklich bis jetzt noch keinen Film von Regisseur Johannes Roberts gesehen. Mein Kollege Fireagent hingegen schon und der fand seine Projekte mittelmäßig (47 Meters Down Uncaged und The Strangers: Prey at Night) oder richtig schlecht (Resident Evil: Welcome To Racoon City). Ich hatte dennoch nichts zu verlieren, denn meine letzten Creature Feature Erlebnisse, waren alles andere als berauschend (Killer Whale, Coyotes oder Rippy, um nur ein paar zu nennen).

Vielleicht ist es ja genau diese Herangehensweise gewesen aber wow, ich hatte hiermit eine Menge Spaß. Dabei gibt es gleich mehrere Dinge, die ich gefeiert habe. Ein paar Beispiele? Ein Soundtrack, der wie aus einem Slasher aus den 80er Jahren klingt. Eine Anspielung auf Shining, bei der ich echt von einem zum anderen Ohr grinsen musste. Keine CGI-Effekte, alles animatronisch oder mittels Kostümen gelöst.

Nach 85 Minuten laufen die Credits – endlich mal wieder eine nicht extra lang gedehnte Handlung – und dennoch kommt dir das Gesamterlebnis satt und nicht zu kurz vor. Hinzu kommen kleine Dinge, die eine gewisse Liebe zum Medium Film verlangen und heutzutage, viel zu selten vorkommen. Etwa wenn eine Betrunkene sich ins Bett fallen lässt und die Kamera sozusagen „mit fällt“ oder wenn auf die lautlose Sicht des gehörlosen Vaters gewechselt wird, was auch gezielt für unangenehme Spannungsmomente sorgt.

Für mich auch erfrischend, dass bis auf Kleinigkeiten auf Gefühlsdrama innerhalb der Hauptfiguren verzichtet wird. Der Tod der Mutter wird bereits im Vorspann gezeigt und wie verschieden damit umgegangen wird. Der Vater stürzt sich in die Arbeit, die ältere Tochter verlässt ihr Zuhause, die jüngere zieht sich zurück. Dass der Schimpanse als Familienmitglied gesehen wird und man ihn wegen dem bereits erlittenen Verlust zunächst nicht aufgeben will, ist bitter und nachvollziehbar.

Dass durch extreme Erlebnisse Trennungen untereinander überwunden werden können, ist ebenso bekannt. Weswegen hier auch vor allem Hauptfigur Lucy richtig gut funktioniert. Für mich auch interessant ist es, dass die zweit prominenteste Figur ihr Gegenpol ist, also die extrovertierte Dame, die auf Lucy´s Love Interest klebt und in einem anderen Film, wahrscheinlich als Erste gestorben wäre.

Dann wären da die Morde. Die sind schnell und brutal, wie Tierattacken eben sind und auch schön blutig. Dabei macht Tollwut Ben hier nicht nur zu einem Killer, sondern auch zu einem kleinen Sadisten, der scheinbar Spaß am Morden hat (die Szene mit dem Kiefer oder dem Autoschlüssel, ihr werdet wissen was ich meine). Das ist vielleicht nicht realistisch, dafür aber ist man noch mehr involviert, weil man richtig wütend wird auf den kleinen Mistkerl.

Abgerundet von starken Performances der wichtigsten Personen – Johnny Sequoyah als Lucy hat dabei alle Sympathien auf ihrer Seite – ist das in Summe ein Genrebeitrag, der alle bekannten Einzelteile so aneinanderreiht, dass ich ihn richtig gefeiert und für die kleinen Details geschätzt habe. So produziert man einen Film, der am Papier haarsträubend klingt und macht ihn innerhalb des Subgenres, zu einem der unterhaltsamsten Erlebnisse der letzten Jahre.

„Primate“ bekommt von mir 8/10 den Evolutionstheoretikern das Fürchten lehrende Empfehlungspunkte.

The post Primate (2025 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/03/21/primate-2025-filmkritik/feed/ 0
War Machine (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/03/17/war-machine-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/03/17/war-machine-2026-filmkritik/#respond Tue, 17 Mar 2026 05:00:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38605 Nach einem Einsatz, bei dem er selbst verletzt wurde und einen persönlichen Verlust hinnehmen musste, bewirbt der Staff Sergeant (Alan Ritchson) sich immer wieder bei dem Trainings-Programm für die Army Rangers. Er wird jedoch wegen seiner Verletzung aus medizinischen Gründen, … Weiterlesen

The post War Machine (2026 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Nach einem Einsatz, bei dem er selbst verletzt wurde und einen persönlichen Verlust hinnehmen musste, bewirbt der Staff Sergeant (Alan Ritchson) sich immer wieder bei dem Trainings-Programm für die Army Rangers. Er wird jedoch wegen seiner Verletzung aus medizinischen Gründen, mehrmals abgewiesen. Nach zwei Jahren wird er nun endlich aufgenommen und bekommt die Nummer 81.

Er ist zwar der mit Abstand begabteste Rekrut, doch er sondert sich auch ab und treibt seine Leistungen ohne Rücksicht auf seine Gesundheit voran, weswegen er beinahe hinaus geschmissen wird. Er darf sich jedoch beweisen, als Anführer der verbliebenen Rekruten, in einer abschließenden 24 Stunden Rettungsmission…

Regisseur Patrick Hughes hat zuletzt mit The Man From Toronto, seinen für mich bisher schlechtesten Film abgeliefert (mein Liebling von ihm war bisher The Hitman’s Bodyguard). Nun Anfang März 2026 meldet er sich auf Netflix zurück mit einem SciFi-Actionfilm, bei dem die Story von ihm stammt, er am Drehbuch mitgeschrieben hat und auch als Produzent agiert. Für die Hauptrolle konnte Alan Ritchson verpflichtet werden, den man seid seinem Erfolg mit der Reacher Serie, nun auch öfters in Filmen zu sehen bekommt.

War Machine ist dabei abgesehen vielleicht vom letztjährigen Havoc, der wohl brutalste Film, den ich jemals von Netflix produziert gesehen habe. Die Story – richtig geraten, um die geht es eigentlich nicht, sondern rein ums Spektakel – könnte man als Mischung aus zwei Franchises eines anderen Muskelmannes bezeichnen und zwar aus Predator und Terminator. Zwar ist die Maschine hier wirklich nur das, doch hat ihre kompromisslose Jagd doch die Bösartigkeit eines lebenden Wesens an sich.

Ritchson hat mittlerweile ja eine gewisse Niche für sich entdeckt und zwar spielt er öfter Jemanden, der in bestimmten Dingen sehr gut ist – eben oft z.b. darin Menschen zu helfen und vor allem Feinde auszuschalten – dafür hat er mit sozialen Kontakten, die nicht zu seinem engen Kreis gehören, ein Problem. Er ist hier nicht getrennt von den Anderen, weil er der Beste ist, sondern weil er sich absondert.

Was er nicht kann oder viel mehr will, ist Leute anzuführen. Das wollte ich nur hervorheben, denn es bleibt natürlich keine bis wenig Zeit, hier Figuren zu etablieren. Dass sie dir dennoch nicht egal sind (also die paar wichtigsten Rekruten sind gemeint), das liegt an den Spannungen und den Dynamiken untereinander. Somit ist die Sache mit den Emotionen klar und die Action kann losgehen und wow, das fetzt ordentlich.

Wie eine umgekehrte Moby Dick Situation ist diese „Wal Machine“ unerbittlich und scheinbar so programmiert, dass sie einen einmal gescannten Feind so lange jagt, bis er tot ist. Ist das effizient? Völlig egal, Hauptsache ist es macht Spaß. Von einer Panzerauto-Verfolgungsjagd, die wie eine gescriptete Sequenz aus einem der Reboot Tomb Raider Spiele wirkt bis hin zu einem Finale, dass einem Kaiju-Battle ähnelt, das rockt und ist zu keiner Sekunde langweilig.

Dennoch ist es eine Kriegsszenario und Krieg ist kein Spaß. Weswegen explodierende Körper und abgetrennte Gliedmassen, alle paar Minuten die Leinwand rot färben, was den Film erdet zusätzlich zu dem sehr militärischen Ranger Setting. Alan Ritchson (The Ministry of Ungentlemanly Warfare) trägt als 81 den Film charismatisch auf seinen breiten Schultern, als ein traumatisiert Getriebener, mit unglaublichen Kampfpotential. Der Rest des Casts ist ebenso voll bei der Sache.

Ergibt in Summe einen Film, der von der Action her mitreißt und man an die Hauptfiguren doch ehrlich die eine oder andere Emotion verschwendet, bevor sie als Kanonenfutter enden. Die Effekte sind top und die Härte ist erfrischend roh und wuchtig. Nicht ein Film zum Nachdenken (große Überraschung), sondern einer zum Abschalten oder als nötiger Eskapismus mit Australien als perfekte Kulisse, für dieses tödliche Abschlusstraining.

„War Machine“ bekommt von mir 8/10 mit genug Druck auch den stärksten Feind zum Explodieren bringende Empfehlungspunkte.

The post War Machine (2026 Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/03/17/war-machine-2026-filmkritik/feed/ 0
Elfen Lied (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/#respond Tue, 27 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38445 Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt … Weiterlesen

The post Elfen Lied (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>

Diclonius sind Menschen, die mit zwei Hörner und vier zusätzlichen, unsichtbaren, Armen geboren werden. Diese Wesen werden entweder direkt nach der Geburt getötet oder sie werden in einem Labor untergebracht, wo sie gefangen gehalten werden und Experimente an ihnen durchgeführt werden, denn man ist der Ansicht, ihre Mission sei es, die gesamte Menschheit zu vernichten.

Lucy ist eine Diclonius und sie kann aus ihrer Gefangenschaft entkommen, wird aber verwundet und an den Strand gespült. Durch ihre Verletzung entwickelt sie eine zweite Persönlichkeit namens „Nyu“, die wie sich ein Kleinkind verhält und auch der Sprache nicht wirklich mächtig ist. Sie wird von Kohta, der seine Schwester durch eine mysteriöse Krankheit und seinen Vater bei einem Unfall verloren hat, und seiner Freundin Yuka gefunden und die beiden nehmen Lucy/Nyu bei sich auf.

Aber das Militär sucht sie und will sie um jeden Preis finden, denn sie ist viel zu gefährlich, um in Freiheit herumzulaufen. Während Nyu jedoch bei Kotha und Yuka wohnt, lernt sie mehr und mehr, dass Menschen vielleicht doch auch liebenswürdig sein können … außerdem verbindet Kohta und Lucy mehr als Kohta ahnt …

Ich bin immer wieder über den Namen „Elfen Lied“ gestolpert und habe das von Gustav Klimt inspirierte Cover-Art immer wieder mal wo gesehen. Und dann habe ich gelesen, dass es einer der besten und emotionalsten, aber auch brutalsten Anime ist, die es gibt. Spannend, dachte ich. Als ich dann festgestellt habe, dass es ohnehin nur eine Staffel mit 13 Folgen gibt, dachte ich, vielleicht sollte ich mal reinschauen.

Und ja, „Elfen Lied“ ist brutal. Das erste Bild nach dem Vorspann ist eine abgetrennte Hand. Und die nächsten Minuten folgt Blutbad um Blutbad, denn Lucy bricht aus ihrem Gefängnis aus und nimmt buchstäblich keine Gefangenen. Da explodieren Köpfe, werden Herzen rausgerissen oder Kugelschreiben durch Augen geschossen, Arme und Beine abgetrennt und generell Menschen im Vorbeigehen in zwei Stücke gerissen. Dazu kommt noch, dass Lucy – bis auf einen Eisenhelm – nackt durch die Gegend läuft und vom Alter her wohl eine junge, erwachsene Frau ist.

Also gleich vom Anfang weg schon mal starker Tobak, der mich aber jetzt ganz offen gesprochen, nicht so richtig abgeholt hat. Solche Szenen hat man halt schon oft gesehen und auch wenn der Gewaltgrad wirklich halbwegs hoch ist, so ist das Story-Element per se nicht neu. Und sorry, aber nackte Zeichentrickfiguren spielen in meinem Leben per ses keine Rolle, stören mich aber auch nicht, zumal es im Kontext der Handlung ja auch Sinn hat.

Aber ich bin dran geblieben und muss sagen, ja, der Animé, der auf einem Manga basiert, traut sich einiges und zeigt auch einiges, was man in anderen Serien sicher nicht oder zumindest nicht so zeigen würde. Ich habe unlängst einem Freund, der mich nach Serientipps gefragt hat, davon erzählt und eine Sache, die gesagt habe: „Also vom Ende von Folge 4 bis fast zum Ende von Folge 5 war ich die ganze Zeit über kurz davor loszuheulen. Das war richtig heftig.“

Und ja, es ist richtig heftig. So gibt es zum Beispiel einen Charakter, der obdachlos ist und von Zuhause floh, weil sie von ihrem Stiefvater missbraucht wurde. Und auch wenn nichts gezeigt wird, so ist die Rückblende mehr als nur ein kurzer Schlag in die Magengrube. Man sieht – in dunklem Schwarz-Weiß gehalten, wie sich das junge Mädchen vor dem Typen (man sieht nur sein Gesicht bis unter der Nase, also sein schweinisches Grinsen) ausziehen muss und dabei am ganzen Leib zittert. Dann muss sie sich auf alle viere begeben und sich mit dem Hintern in seine Richtung drehen. Dann kommt ein Schnitt, aber man weiß ja leider, was da dann kommen würde … mir wird jetzt noch übel, wenn ich daran zurückdenke. Und noch heftiger ist die nächste Szene als das Mädchen endlich die Kraft findet, es ihrer Mutter zu sagen, ist deren Reaktion ihr eine Ohrfeige zu verpassen und ihr ins Gesicht zu schreien, dass alles ihre (das der Tochter!) Schuld sei, denn wenn sie nicht wäre, dann „er“ wieder Interesse an ihr.

Alter Verwalter. Das sind Szenen auf die ist man einfach nicht vorbereitet und mich haben sie absolut hart erwischt. Ich halte Gewalt gegen Kinder weder im echten Leben noch in Geschichten/Filmen/Büchern aus und das hier war richtig heftig.

Umso schöner, wenn man dann sieht, wie sie unter der Obhut von Kohta und Yuka aufblüht und zu einer richtig wichtigen Figur in der Serie wird. Dazu kommt eine zweite Diclonius, die ihren Schöpfer (ein Forscher) „Papa“ nennt und alles für ihn tun würde. Also auch eine junge Frau mit dem Gemüt eines kleinen Kindes. Diese bekommt den Auftrag Lucy zu finden und zurückzubringen. Was sie versucht. Endet nicht gut für sie. Und die Reaktion vom Forscher hat mich dann überrascht – aber das wäre ein zu großer Spoiler.

Was ich damit sagen will: Die Serie scheut sich nicht auch absolut erwachsene Themen anzusprechen und zu zeigen und löst damit absolut Emotionen aus. Die Macher wussten schon, welche Knöpfe sie drücken müssen, damit man mitgerissen wird.

Was für mich dann aber von Anfang an – und je länger, desto schlimmer wurde es – doch ein Problem für mich war und ist: Der Umgang mit Liebe, Verliebtsein und Sex. Nur als Warnung: Sex kommt per se nicht vor, von zwei Küssen abgesehen. Aber diese kindlich übertriebene Darstellung oder das Nyu auf einmal Kohtas Hand nimmt und sich auf ihre Brust legt, während er sie völlig überfordert machen lässt, nur um dann zu fragen: „Du willst, dass ich meine Hand bewege?“. Das klingt nach ziemlich schlimmen Fantasien der Macher und nicht nach einer erwachsenen Serie. Überhaupt ist Kohta ein strunzdummer Protagonist, den man zwar als netten, sympathischen, aber schwer traumatisierten Hauptcharakter etablieren will, aber ehrlich: Der ist einfach nur strunzdumm und traumatisiert.

Im Gegenzug gibt es dann wieder Szenen, die großartig sind, als zum Beispiel Kohta einer anderen Figur erklärt, man könne sie nicht weiter einfach so durchfüttern und diese Person denkt, sie müsse jetzt gehen und alles zurücklassen, was sie lieb gewonnen hat, nur um völlig überrascht zu sein als er weiterspricht und anführt, dass sie ab jetzt auch ihren Teil im Haushalt übernehmen müsse: Den Hund füttern oder Fenster putzen, egal was, aber zumindest irgendwas. Das war eine schöne Szene.

Alles in allem wäre die Serie aus meiner Sicht weit besser, wenn man diese peinlichen sexuellen Teile weggelassen hätte, weil sie wenig bis nichts zur Handlung beitragen und einfach wirklich meistens peinlich sind. Speziell Yuka hat da ein paar richtig dumme Szenen, in denen sie absolut eifersüchtig auf Nyu ist, weil sich Kohta Sorgen um sie macht.

Udn wieder erneut gibt es extrem coole Szenen, die völlig anders verlaufen sind als ich das gedacht hätte.

Ich bin mir also uneins mit mir: Einerseits sind verschiedene Story-Stränge und die Beziehungen der Figuren untereinander richtig cool und nehmen teils unerwartete Wendungen. So bleibt zum Beispiel keine der Hauptfiguren schwarz/weiß, sondern alle bekommen Hintergrundgeschichten, die teilweise die Bösen auf einmal zu Guten machen und umgekehrt. Andererseits gibt es richtige Momente zum Fremdschämen.

Schade – aber das ist einfach der kulturelle Unterschied zwischen Japan und Europa, meine ich. Da sind einfach Dinge drin, die bei uns schwer unpassend und peinlich sind, während sie in Japan keine Rolle spielen oder sogar erwartet werden. So ist zum Beispiel Yuka, die schwer in Kohta verliebt ist und ihn sogar küsst, eigentlich seine Cousine. Würde bei uns gar nicht gehen. In Japan ist das kein Thema.

Auch gibt es später im Plot ein paar „Überbösewichte“, die mehr oder minder aus dem Nichts in den Plot geschrieben werden und das Ende fand ich eher unterwältigend, als wirklich episch und mitreissend. In Summe hatte „Elfen Lied“ für mich jedoch genug tolle Szene und starke Charaktermomente, die ihn zu einer Empfehlung machen. Man muss halt mit ambivalenten Gefühlen gegenüber ein paar der Figuren leben können.

Vor allem jene Momente in denen Lucy einfach Lucy sein darf sind richtig cool geworden – von der veränderten Körpersprache, Frisur, Augen und vor allem der extrem trockenen und kühlen Stimme – das ist 1A.

„Elfen Lied“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer Splatter mag oder auf nackte Anime-Figuren steht darf noch einen Punkt draufschlagen, von 10 möglichen Punkten.

PS: Und wen die Geschichte frappierend an „Stranger Things“ erinnert: Ihr habt Recht. Wurde von den Macher auch so bestätigt, dass sie schwer von „Elfen Lied“ inspriert wurden. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass sie komplette Handlungsstränge (und teilweise Szenen) geklaut haben.

The post Elfen Lied (Serienkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/01/27/elfen-lied-serienkritik/feed/ 0
Black Phone 2 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/24/black-phone-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/24/black-phone-2-filmkritik/#respond Sat, 24 Jan 2026 05:00:18 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38188 Im Jahr 1982 – also vier Jahre nach dem Finn (Mason Thames) den Kindermörder bekannt als Grabber (Ethan Hawke) getötet hat – hat seine Schwester Gwen (Madeleine McGraw) immer wieder Träume von drei Morden, die im Alpine Lake Camp im … Weiterlesen

The post Black Phone 2 (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Im Jahr 1982 – also vier Jahre nach dem Finn (Mason Thames) den Kindermörder bekannt als Grabber (Ethan Hawke) getötet hat – hat seine Schwester Gwen (Madeleine McGraw) immer wieder Träume von drei Morden, die im Alpine Lake Camp im Jahr 1957 passiert sind, wo auch ihre Mutter früher gearbeitet hat.

Sie überredet Finn und einen Freund sie dorthin zu begleiten, damit sie ihren Visionen nachgehen kann. Bei der Anreise kommt es zu einem Blizzard, der das Camp, die drei Kids und die Leiter, vorübergehend von der Außenwelt abschneidet. In der zweiten Nacht läutet die Telefonzelle, Finn hebt ab und es meldet sich die Stimme des Grabbers, der schwört sich für seinen Tod zu rächen…

Nach dem vor allem von der menschlichen Ebene extrem gelungenen Erstling aus dem Jahr 2021, meldet sich Scott Derrickson (The Gorge) nun als Autor und Regisseur, mit einer Fortsetzung zurück, die einerseits die Vergangenheit ergründet, Lücken schließt und zu einem vielleicht sogar noch stimmigeren Ende führt und andererseits die übernatürliche Ebene, um einiges präsenter erscheinen lässt bzw. erweitert und in den Vordergrund bringt.

Dabei bleibt der Kernfokus auf den Darstellern und somit hat der Film eigentlich bereits gewonnen, denn die beiden Jungstars, sind großartig. Madeleine McGraw als Gwen ist dieses mal die eigentliche Hauptfigur und wow, sie hat von ihrer Intensität kein bißchen verloren. Den Schmerz, die Trauer, den Schrecken, schaut ihr einfach ins Gesicht oder beobachtet ihr gesamtes Wesen, da spürst du jede Emotionen.

Wenn sie dann nebenbei Sachen wie „Fuck you with a dinosaur dick!“ bringt, dann bricht das die Intensität kurz, man kann lächeln und durch schnaufen, bevor der Überlebenskampf wieder weiter geht. Auch ihre Anspielung auf die schlimmste Szene im Original ist zwar für ihren Vater und das Publikum ein Schlag in die Magengrube, zeigt aber auch, wie stark sie gewachsen ist. Und keine Sorge – kleiner Spoiler – ihr Vater ist auf dem richtigen Weg.

Bei den Traumsequenzen/Visionen sticht der visuelle Stil hervor, dieser grieselige Retro-Look, der diesen Momenten eine ganz eigene Oldschool Atmosphäre verleiht, involvierend ist und eine andersartige Stimmung verbreitet. Dazu kommt eine Ebene – die zugegeben leicht auch innerhalb der Filmlogik unstimmig hätte sein können, doch für mich hier funktioniert – und zwar wie weit der Grabber als Geist wirklich in die Realität eingreifen kann.

Hier kommt auch die andere Mechanik ins Spiel und zwar die „Nightmare on Elm Street“ in Träumen töten und du stirbst auch im echten Leben Formel. Ist das billig geklaut? Da es hier nur auf Gwen bezogen ist und mit ihren Fähigkeiten zu tun hat, kommt es mir nicht so vor und außerdem seien wir mal ehrlich: wer ist bezogen auf eine gewisse Freddy Krueger Formel nicht ausgehungert und wie oft wird diese in Filmen wirklich aufgegriffen?

Das durch Slasher etablierte Camp-Setting plus die vorherrschende Eiseskälte leisten ebenfalls ihren Beitrag, dass man hier durchgehend das Gefühl einer lauernden Bedrohung hat. Ethan Hawke (Predestination) lässt seinen jungen Co-Stars das Rampenlicht, doch wenn er auftritt, ist er schön sinister und diabolisch. Der Rest des Casts wirkt voll involviert, Mason Thames (How to Train Your Dragon) alls Finn wirkt traumatisiert und aggressiv, während Demián Bichir (The Nun) als Campleiter viel Herz ins Spiel bringt und Arianna Rivas (A Working Man) als seine Nichte Mustang, den nötigen Kampfgeist mitbringt.

Für mich also eine würdige Fortsetzung, vor allem eben weil Gwen und Finn der Mittelpunkt sind und so der stärkere Schwerpunkt auf der Geister-Ebene, dem Film nichts an seiner bodenständigen Erzählweise raubt. Auch der Abschluss der Story ist versöhnlich und stimmig geraten, was die Figuren klar auch verdient haben. Natürlich kann man den Grabber auch endlos wieder „ausgraben“, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das nicht der Plan von Derrickson ist und das ist gut so.

„Black Phone 2“ bekommt von mir 8/10 was dich nicht umbringt, dich zu gleichen Teilen stärker und seltsamer machende Empfehlungspunkte.

The post Black Phone 2 (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/01/24/black-phone-2-filmkritik/feed/ 0
Sisu 2 aka Sisu: Road to Revenge (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/10/sisu-2-aka-sisu-road-to-revenge-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/10/sisu-2-aka-sisu-road-to-revenge-filmkritik/#respond Sat, 10 Jan 2026 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38356 Im Jahr 1946 hat Finnland das Gebiet rund um Karelien an die Soviet Union abgetreten, im Rahmen von Friedensverhandlungen als Folge der Beendigung des zweiten Weltkrieges. In diesem Gebiet wurde die Familie von Ex-Elitesoldat Aatami Korpi (Jorma Tommila) brutal ermordet, … Weiterlesen

The post Sisu 2 aka Sisu: Road to Revenge (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Im Jahr 1946 hat Finnland das Gebiet rund um Karelien an die Soviet Union abgetreten, im Rahmen von Friedensverhandlungen als Folge der Beendigung des zweiten Weltkrieges. In diesem Gebiet wurde die Familie von Ex-Elitesoldat Aatami Korpi (Jorma Tommila) brutal ermordet, doch er besucht sein zu Hause noch ein letztes mal, um sein Haus abzubauen und nach Finnland zu übersiedeln.

Als die Rote Armee von seiner Ankunft erfährt, entlässt der KGB Yeagor Dragunov (Stephen Lang) aus einem Gefängnis in Sibirien. Da dieser Aatamis Familie getötet hat und er daraufhin hunderte russische Soldaten getötet hat, hat Yeagor ihn in gewisser Weise erschaffen und bekommt nun eine Chance, dieses lose Ende zu beseitigen…

Nach dem Erfolg des ersten Sisu Filmes im Jahr 2022, meldet sich der Finne Jalmari Helander, als Regisseur und Drehbuchautor nun drei Jahre später mit dieser Fortsetzung zurück. Mit einem Budget von über 12 Millionen Dollar, handelt es sich hiermit um eine der teuersten finnischen Produktionen überhaupt. Jorma Tommila übernimmt erneut die Hauptrolle und als sein Gegenspieler konnte Stephen Lang (Don´t Breathe) engagiert werden.

Was ich sofort sagen kann – und nach diesen Worten können Fans des Erstlings, eigentlich sofort zum Filmgenuss des zweiten Teils übergehen – ist ändere eine Formel nicht, wenn sie funktioniert. Helander konzentriert sich auf den Kern des Franchise, sprengt alles andere weg und schaltet bei allem was übrig bleibt, für eine Fortsetzung typisch, mindestens einen Gang höher. Dabei schafft er es immer, dass ich bei einigen Aktionen klatschen musste, ohne dass es lächerlich werden würde.

Das schreibe ich so, obwohl es eine Szene gibt, in der ein Panzer einen Salto macht. Nein, wir befinden uns nicht bei einem der späteren Fast and Furious Filme, der Panzer fährt dann eben nicht weiter, sondern ist einigermaßen kaputt. Der ruhige Start sorgt dabei dafür, dass man den Protagonisten versteht, ohne ihn kennen zu müssen, weswegen man diese Weiterführung auch anschauen kann, ohne den ersten Teil zu kennen.

Sprechen tut unserer Antiheld wiederum kein Wort und seine Feinde tötet er weiterhin reihenweise effektiv, oft auf kreative Art und Weise und fast immer relativ brutal. Da er nun aber großteils mit einem Fahrzeug unterwegs ist, kommt ein gewisses nostalgisches „Mad Max“ – Feeling auf und wow, ich kann nur sagen, so gestaltet man Verfolgungsjagden, ohne dass sie auch nur ansatzweise langweilig werden würden.

Als Feinde werden die Nazis hier durch Russen ersetzt, die ebenfalls bestens als Kanonenfutter zu gebrauchen sind, bis auf Stephen Lang als Yeagor Dragunov natürlich. „Wir haben die Kinder und die Frau mit den Schaufeln zerstückelt, weil wir Kugeln sparen mussten“. Mehr muss man eigentlich nicht wissen über ihn, abstossend auf eine Art und Weise, dass es dir eine Gänsehaut verpasst, wenn du zu viel darüber nachdenkst. Lang spielt solche Bösewichte einfach großartig.

Jorma Tommila als Aatami Korpi überzeugt erneut als Mann, der (mal abgesehen von seinem Hund) so wirkt, als hätte er nichts mehr zu verlieren und dann doch immer wieder einen Grund findet, immer wieder aufzustehen, nachdem er niedergeschlagen wurde. Das passiert augenscheinlich ziemlich oft und wenn einer genau weiß wie man danach wieder aufsteht, dann ist es Aatami. Am Ende gibt es dann sogar eine Szene, bei der ich leicht feuchte Augen bekommen habe, denn trotz allem bleibt er immer ein Mensch und verkommt nie zur Killermaschine.

Insgesamt also eine Fortsetzung, die das Konzept des Erstlings kopiert, noch persönlichere Beweggründe einbaut, dabei noch etwas waghalsiger agiert und ein Finale liefert, dass noch stimmiger wirkt, als das des Originals. Agendas sind wiederum keine vorhanden und das ist sehr gut so. Da das Einspiel nicht so mächtig war, könnte es das durchaus gewesen sein und wenn es so sein sollte, ist das Ergebnis als Ganzes in sich sehr stimmig geraten.

„Sisu 2“ bekommt von mir 8/10 die wohl gefährlichste Übersiedlung aller Zeiten hinter sich bringende Empfehlungspunkte.

The post Sisu 2 aka Sisu: Road to Revenge (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2026/01/10/sisu-2-aka-sisu-road-to-revenge-filmkritik/feed/ 0