P7,5 | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Fri, 16 Jan 2026 07:09:01 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Still Wakes The Deep (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/17/still-wakes-the-deep-game-review/#respond Sat, 17 Jan 2026 05:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38371 Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause … Weiterlesen

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Caz hat einen schlechten Tag. Oder eine schlechte Woche. Oder einfach Pech. Er ist auf der Ölplattform Beira D, weil er vor den Behörden flieht und hofft, dass Gras über seine Missetat wächst und er bald wieder zurück nach Hause kann. Seine Frau war darüber nicht sehr erfreut, es gab einen handfesten Streit und sie drohte sogar mit Scheidung. Auch vermisst er seine beiden Töchter.

Aber an diesem Tag holt ihn alles ein, denn der Boss will ihn sehen und Caz vermutet, dass die Polizei ihn aufgespürt hat. So ist es auch. Er wird gefeuert und macht sich gerade auf dem Weg zum Hubschrauber, der ihn zurück aufs Festland bringen soll, als eine Explosion die Plattform erschüttert.

Und schon bald darauf ist nichts mehr so wie es einmal war …

Ich habe schon öfter von „Still Wakes The Deep“ gehört und war immer interessiert daran, aber ich bin nich dazu gekommen. Nun – endlich – war es soweit und ich muss sagen, ich bin ziemlich beeindruckt. Zumindest zum größten Teil. Aber der Reihe nach.

„Still Wakes The Deep“ ist ein Horror-Spiel, in welchem ihr in der First-Person-Perspektive durch die Plattform hetzt und versucht irgendwie von dort wegzukommen. Das ist auf sich allein gestellt schon mal ein Hammer, denn die Macher:innen geben sich weder grafisch noch atmosphärisch eine Blöße. Das Spiel sieht verdammt gut aus (Ausgenommen Gesichter) und die Atomsphäre, die manche Areal verströmt, die ist zum Schneiden dick.

Dazu kommt ein extrem gelungenes Sound-Design und die Belichtung ist ein Hammer. Was ich auch großartig finde – die Handlung ist örtlich irgendwo in den Gewässern in der Gegend von Schottland angesiedelt, was bedeutet die hervorragenden englischen Synchronsprecher haben alle einen schottischen Dialekt. Herrlich. Wie oft man hier „mate“ hört oder „f*ckin“. Fühlt sich einfach echt und gut an.

Der große Nachteil von „Still Wakes The Deep“ ist allerdings das Gameplay, denn wenn man es genau nimmt, dann läuft man herum, klettert mal wo rauf oder runter und hin und wieder drückt man einen Hebel. Und wenn man das fünfte Mal eine Sicherung tauscht und die genau gleiche Animation sieht, dann fragt man sich schon, ob das nicht vielleicht auch anders gegangen wäre. Naja.

Wie dem auch sei – die Beira D-Plattform ist der Hauptcharakter, denn das Ding ist beeindruckend. Man fühlt sich tatsächlich wie an einem richtigen Ort. Manchmal dachte ich mir, kann ich das Öl und den Rauch wirklich riechen. Das ist wirklich beeindruckend, wie gut die das hinbekommen haben.

Wo sie halt dann aus meiner Sicht straucheln sind ein paar andere Dinge, nämlich konkret die Story an sich. Die leiht sich ein paar Momente aus „John Carpenter’s The Thing“ und ähnlichen Filmen. Ja, die Explosion passiert, weil die Herren wo bohren, wo sie nicht bohren sollten. Und ja, dann kommt was aus dem Boden und macht sich auf der Station breit. Ja, auch zu Body-Horror-Momenten kommt es. Und zwar zu einigen. Und wie soll man das Ding denn besiegen? Oder will man das überhaupt? Eigentlich will man nur weg.

Und das alles funktioniert, aber zu keiner Sekunde hatte ich zu keiner der Figuren (auch zu Caz selbst) auch nur irgendwie eine emotionale Verbindung. Irgendwo habe ich gelesen, dass es im Spiel darum geht, sich Dingen zu stellen und das Weglaufen alles nur schlimmer macht (Caz Flucht vor der Polizei quasi als Metapher), aber ich glaube, da hat sich ein Redakteur oder Spieler mehr Gedanken gemacht als die Macher:innen selbst.

Das nächste ist das Ende. So toll die Atomsphäre ist und so spannend die Wege und Mittel wie Caz und seine Kumpels versuchen, die Lage zu retten oder zumindest Zeit zu gewinnen – das ist alles cool und toll inszeniert, aber die Begegnungen mit diversen Monstern sind … naja, suboptimal umgesetzt, sag ich mal (ihr könnt euch nur verstecken oder weglaufen) und das Ende kommt dann richtig, richtig abrupt. Da hatte ich irgendwie das Gefühl, dass den Macher:innen die Geduld oder Ideen ausgegangen sind.

Egal – in Summe war „Still Wakes The Deep“ ein cooler Trip, den ich sogar so gern gespielt habe, dass ich mir den DLC „Siren’s Rest“ auch besorgt habe. Dazu ein anderes Mal mehr.

Wer also ein Horror-Spiel mit toller Atmosphäre, cooler Grafik und einem absolut kultigen und gut umgesetzten Ort spielen mag, den man ja in Spielen eher selten betritt (ich kann mich nur an die berüchtigte Mission in „Splinter Cell“ erinnern, die auf einer Ölplattform spielt), dann unbedingt zugreifen. Auch wenn das Ganze schon nach knappen 6 Stunden wieder vorbei ist.

„Still Wakes The Deep“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, mit Atmosphäre und (dafür gibt es nen Extrapunkt) schottischem Charme punktenden, Punkte.

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Alien: Earth – Staffel 1 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/20/alien-earth-staffel-1-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/20/alien-earth-staffel-1-serienkritik/#respond Sat, 20 Dec 2025 05:00:40 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38248 Im Jahr 2120 kontrollieren fünf große Unternehmen die Erde und das kolonisierte Solarsystem. Nach einer 65 Jahre andauernden Mission der Weyland-Yutani Corporation, wobei es dabei ging diverse Alien-Spezies einzufangen und zu studieren, ist das Raumschiff bereit für die Heimreise auf … Weiterlesen

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Im Jahr 2120 kontrollieren fünf große Unternehmen die Erde und das kolonisierte Solarsystem. Nach einer 65 Jahre andauernden Mission der Weyland-Yutani Corporation, wobei es dabei ging diverse Alien-Spezies einzufangen und zu studieren, ist das Raumschiff bereit für die Heimreise auf die Erde, doch es kommt durch Komplikationen, zu einem Absturz des Schiffes.

Es landet mitten im Gebiet der Prodigy Corporation, die sofort eine Rettungsmission startet, die schon schnell zu einer „die Kreaturen für sich beanspruchen“ Mission wird. Mittendrin ist dabei Wendy (Sydney Chandler), die vor kurzem noch ein sterbendes kleines Mädchen war und deren Bewusstsein sich nun in einem synthetischen Prototyp von Prodigy befindet…

Noah Hawley ist manchen Leuten ein Begriff, weil er für Serien wie Legion oder Fargo verantwortlich war und dabei auch bei einigen Folgen Regie geführt hat. Aktuell widmet er sich der Erweiterung eines Franchise, dass letztes Jahr mit Romulus wieder auf der Bildfläche erschienen ist und es auch weitere Filme geben wird. Zwischen August und September 2025 wurden nun auf Hulu (bei uns Disney+) die acht Folgen der Alien: Earth Serie veröffentlicht.

Sie spielt zwei Jahre vor den Ereignissen des ersten Alien-Films, jedoch in einer alternativen Zeitlinie, außerhalb des Kanons der Filme. Eines ist dabei unmissverständlich klar und das Thema wird auch immer wieder aufgegriffen: dies ist eine Peter Pan Story, eingebettet ins Alien-Universum. Die Größe ist weitläufig, durchaus auch stellenweise berauschend und behandelt Themen wie was macht Persönlichkeit und Identität aus und die Anmaßungen der Superreichen.

Was ziemlich schnell auffällt, ist dass die Facehugger und Xenomorphs hier nicht die Hauptrolle spielen. Es ist die Story der jungen Prototyp Hybriden – also die mit dem Bewusstsein der Kinder in künstlichen Körpern – der Hauptfokus und nebenbei werden noch ein paar andere Kreaturen eingeführt, die was den Body-Horror betrifft, in ihren Arten zu töten den Ekelfaktor der Aliens sogar noch übertreffen.

Man könnte durchaus sagen, dies ist eine Mischung aus Gesprächen/Beobachtungen über Existenz und Macht an sich und der Freude daran Menschen zuzusehen, wie sie auf unterschiedliche und stets blutige Art und Weise zerlegt werden. Die Effekte sind dabei richtig großartig, ebenso die Kameraeinstellungen und die Art, wie der Score bei jeder Folge mitsammen mit den Einblendungen der Titel und der kurzen Zusammenfassung der letzten Ereignisse ein unangenehmes Gefühl erzeugen und dich die Rocksongs am Ende jeder Folge, gehypt zurück lassen.

Mit Effekte meine ich dabei sowohl das CGI, als auch die handgemachten Gore-Momente. Die Schauspieler sind dabei ebenso perfekt in ihren Rollen. Egal ob Sydney Chandler (Don´t Worry Darling), die mit weit geöffneten Augen die Welt entdeckt und im weiteren Verlauf immer unheimlicher wird, oder Samuel Blenkin (Mickey 17) als Boy, der Prototyp überhaupt auf die überheblichste Form von Narzissmus und Amoralität bezogen über Timothy Olyphant (Havoc) als Synth mit speziell trockenen Humor, das ist großes Kino.

Was mich zu den Negativpunkten bringt, denn so gut auch die Darsteller sind, so ambivalent sind die Gefühle, die man ihren Figuren gegenüber hat. Es geht mir nicht darum, dass ich schwarz und weiß brauche und eine klare Identifikationsfigur, aber auch auf Grund der Masse an Figuren wird man als Zuseher hier eher zum Voyeur, als dass man zum Mitfiebern motiviert werden würde. Coole Aktionen liefern viele der Charaktere, aber um keinen hat man Angst bzw. gibt es genug andere Sachen, auf die man sich hier konzentrieren kann.

Nach den ersten vier Folgen, gibt es bei Folge fünf so etwas wie einen Mini-Alienfilm zu bewundern (also die Ereignisse, die zum Absturz in Folge eins geführt haben) und der ist von der Intensität wohl nicht ohne Grund die am Besten bewertete Folge auf der IMDB, aber hier ist mir etwas bei ein paar Aktionen so richtig aufgefallen, nämlich wie dumm einige die Protagonisten teilweise agieren. Atemschutz bei einer operativen Entfernung eines Aliens? Brauchen wir nicht, wird schon keinen Abwehrmechanismus haben.

Einen Container mit Kreaturen richtig mit Deckel verschließen? Aber nein, da dauert ja dann das hin und her viel zu lange. In eine Zelle eintreten, ohne dabei auf das darin befindliche Alien zu achten? Nicht nötig, will ich Jemanden helfen, verschwindet der Rest der Welt einfach aus der Wahrnehmung. Das ging dann so weit, dass ich wirklich in einer Folge eine Pause einlegen musste, um all die vom Drehbuch auferlegten Unachtsamkeiten aka Blödheiten abschütteln zu können.

Das sind Wissenschaftler und Ärzte und auch wenn die Hybriden Kinder sind, sollen sie doch angeblich super intelligent sein. Wäre dies ein Final Destination Film, der Tod bräuchte überhaupt nix zu planen und vorzubereiten, die beseitigen sich schon von selbst. Neben der für Disney typischen finalen Übermacht der weiblichen Hauptfigur, hat mich das mehrmals völlig aus der Immersion heraus geworfen. Was eben gerade deswegen schade ist, weil einige Teile hier so gut wären.

Ein starker Beginn, der in der fünften Folge seinen Höhepunkt findet und dann geht es bergab. Wenn eine Story sich so verläuft in mehreren Handlungssträngen und am Ende zwar eine Neuaufstellung liefert, aber für keinen der wichtigen Figuren Antworten liefert, dann werden die zunächst selbst erzeugten Erwartungen, einfach nicht erfüllt. Was Hawley für die bereits genehmigte zweite Staffel vor hat, ist dennoch spannend und ich werde sie mir sicherlich ansehen, aber ich würde es nicht Vorfreude nennen, eher Neugier.

„Alien: Earth“ Staffel 1 bekommt von mir 7,5/10 sich selbst etwas im Weg stehende und dabei zu viel wollen und zu wenig aussagende Empfehlungspunkte.

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Tron: Ares (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/02/tron-ares-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/02/tron-ares-filmkritik/#respond Tue, 02 Dec 2025 05:00:04 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38192 29 Minuten. Dann zerfallen alle Dinge oder Lebewesen, die aus dem Grid in die reale Welt geholt werden. Deshalb setzen zwei verfeindete Firmen alles daran, den Code dafür zu finden, permanente Sachen zu erschaffen. Genau diesen Code hat Eve Kim … Weiterlesen

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29 Minuten. Dann zerfallen alle Dinge oder Lebewesen, die aus dem Grid in die reale Welt geholt werden. Deshalb setzen zwei verfeindete Firmen alles daran, den Code dafür zu finden, permanente Sachen zu erschaffen. Genau diesen Code hat Eve Kim (Greta Lee) gerade gefunden und wird deswegen gejagt.

Ihr Konkurrent Julian Dillinger (Evan Peters) hat Ares (Jared Leto) aka sein Master Control Program – den perfekten Soldaten – ausgeschickt, um Eve um jeden Preis einzufangen und ihr Wissen zu stehlen. Dabei wird schnell klar, dass Ares eigenes Interesse seine 29 Minuten zu verlängern ihm wichtiger ist, als seine Befehle…

Manche „Franchises“ funktionieren außerhalb der Norm (wobei ich mich damit auf die drei Filme beziehe, nicht die zahlreichen Spiele oder die kurzlebige Uprising Serie). Im Jahr 1982 entstand der erste Tron, damals ein visueller Vorreiter was computergenerierte Effekte betrifft. Trotz finanziellem Erfolg sollte es bis 2010 dauern, bis die Story mit Legacy fortgesetzt wurde. Auch hier wurde genug eingespielt, dennoch vergingen weitere 15 Jahre bis zum dritten Teil.

Die ersten beiden Teile gelten mittlerweile als Kult, ein Status, den Ares inszeniert von Regisseur Joachim Rønning (Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales) sicherlich auch in Zukunft nicht erreichen wird. Er ist auch der erste Flop innerhalb der Filmreihe und konnte bisher nicht mal sein Budget wieder einspielen. Ich hatte damit jedoch meinen Spaß, weil ich ihn auf eine bestimmte Weise erlebt habe, aber vorher muss ich kurz weg von der digitalen, auf die Meta- (aka reale) Ebene gehen.

Der ganze Diskurs rund um Produktionen von Disney, ist schön langsam lächerlich. Ja, die haben die letzten Jahre unglaublich viel Mist produziert. Dennoch bin ich kein „Simp“ wenn ich etwas von ihnen gut finde und kein „Hater“, wenn mir etwas nicht gefällt. Es ist übrigens auch nicht jeder konservativ denkende Mensch ein Nazi und nicht jeder Liberale würde gerne neben Stalin auf dem Thron (fast hätte ich jetzt unabsichtlich Tron geschrieben) sitzen. Zur Wiederholung: das Schubladendenken ersetzt den Diskurs und das ist schade.

Das reicht jetzt, so viel zum „Tiefgang“, den der Film in keiner Weise hat. Dafür ist er für Tron typisch, ein audiovisueller Trip – den ich genau als solchen und viel weniger als einen Film erlebt habe – der neben der Optik eindeutig auch von der Musik der Nine Inch Nails geprägt ist, die der Sache klar ihren Stempel aufdrücken und für Eigenständigkeit sorgen (wie es Daft Punkt bereits beim Vorgänger gemacht haben).

Das Szenario an sich entspricht im Prinzip einer einzigen, langen Verfolgungsjagd, am besten vergleichbar mit den ersten beiden Terminator Filmen. Der Suspense-Faktor und die geistreichen Dialoge fehlen zwar, aber bei einem überlangen Musikvideo, ist das auch nicht nötig. Auf Jared Leto hacken Filmfreunde seit Morbius ja gerne herum, aber als Ares finde ich seine zurückhaltende Art, seiner Figur entsprechend sehr passend. Wie er dabei dennoch sporadisch Humor einbindet, ist ebenfalls sehr gelungen.

Greta Lee (The Morning Show) als Eve Kim lernt man zunächst unnahbar und als Arbeitstier kennen, doch im Laufe der Handlung ist man schon auf ihrer Seite, vor allem ihre physische Präsenz kommt für mich gut zur Geltung. Evan Peters (American Horror Story) ist verschenkt als Elon Musk Verschnitt aka Tech-Millionär ohne Moral und Jodie Turner-Smith ist als Athena sehr arrogant und unsympathisch, was sie seit ihren Interviews zu The Acolyte, sowieso auch als reale Person für mich ist.

Schaut man also hinter die Schauwerte oder hinterfragt die Logik, dann wird man hiermit kein freudiges Erlebnis haben. Auch wie das Vermächtnis von Flynn aus Legacy zu Beginn lieblos gehandhabt wurde, ist nicht die feine englische Art (eher die Disney Art, Mann durch Frauen ersetzen und so), aber es war mir ziemlich egal. Wohl sicherlich einer der oberflächlichsten Blockbuster des Jahres, dafür liefert er auf dieser Ebene ein perfektes Erlebnis mit ebensolchen Effekten. Das hat für mich in diesem Fall gereicht.

„Tron: Ares“ bekommt von mir 7,5/10 mit der Naivität eines Kindes, das echte Leben als erstrebenswerte Alternative zum Grid glorifizierende Empfehlungspunkte (ob das jetzt ironisch war, kann jeder für sich entscheiden).

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The Fantastic Four: First Steps (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/22/the-fantastic-four-first-steps-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/22/the-fantastic-four-first-steps-filmkritik/#respond Sat, 22 Nov 2025 05:00:51 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38069 Die Fantastic Four sind so beliebt wie nie zuvor und werden allerorts als Helden gefeiert. Nebenbei kommt auf Reed (Pedro Pascal) und Sue (Vanessa Kirby) gerade ihre größte Aufgabe zu, denn sie bekommen ein Baby. Die heile Welt wird jedoch … Weiterlesen

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Die Fantastic Four sind so beliebt wie nie zuvor und werden allerorts als Helden gefeiert. Nebenbei kommt auf Reed (Pedro Pascal) und Sue (Vanessa Kirby) gerade ihre größte Aufgabe zu, denn sie bekommen ein Baby. Die heile Welt wird jedoch abrupt durch das Auftreten eines außerirdischen Wesens namens Shalla-Bal (Julia Garner) gestört, das die Ankunft von Galactus ankündigt.

Der wiederum ist eine Kreatur mit gewaltiger Macht, der ganze Planten frisst, um den Schmerz seines schier endlosen Hungers zu stillen. Die FF brechen daraufhin mit ihrem Raumschiff auf, um Galactus zu konfrontieren oder/und mit ihm zu verhandeln, bevor er ihren geliebten Planeten samt jedem einzelnen Lebewesen vernichten kann…

Dies ist der bereits 37te Film des MCU und er leitet die Phase 6 des Marvel Cinematic Universe ein. Neben der vergessenen Version aus den 90er Jahren, den beiden trashig unterhaltsamen Filmen aus den Jahren 2005 und 2007 und der ziemlich verpatzten Version von 2015, ist dies dabei bereits die vierte Inkarnation und gleichzeitig auch der vierte Versuch, die allerste Superhelden-Familie von Marvel, erfolgreich auf die Leinwand zu bringen.

Regie führt hier Matt Shakman, der bereits bei der Wanda Vision Serie Erfahrungen mit Marvel sammeln konnte. Ich finde einige der hier getroffenen Entscheidungen dann richtig gut, andere Dinge haben mich hingegen wiederum gestört. Um darüber Worte verlieren zu können, werde ich ab jetzt spoilern. Zunächst mal zur Optik, dieser retro futuristischen Alternativversion der 60er Jahre. Die ist frisch, unverbraucht und mischt gekonnt nostalgische und zukünftige Technologien miteinander.

Die CGI-Momente sind top und auch Galactus ist schön riesig, bedrohlich und wirkt einigermaßen unaufhaltsam. Von der Story her gibt es dabei eine kurze Anspielung auf einen Kult, der ein Ende durch ihn herbeisehnt und dann ist mir im Schlussspann doch echt etwas passiert, dass mir noch nie in einem MCU-Abenteuer passiert ist, ich habe einen Song gehört, den ich mir dann suchen musste, seitdem schon mehrere male gehört habe und auch anderen vorgespielt habe.

Let Us Be Devoured heißt das gute Stück von Andrea Datzman und es spiegelt für mich perfekt eine Ebene von Nerd-Humor wider, die ich liebe. Schaut euch den Film an und hört danach den Song, wenn ihr den genau so feiert, dann seid ihr mit mir auf einer Wellenlänge. Überhaupt ist der Score von Michael Giacchino (Star Trek) wirklich großartig, im Sinne von Stimmung erhellend und zum Mitsummen anregend.

Neben Optik und Musik ist hier ein dritter fetter Pluspunkt, wie mit Johnny Storm und Ben Grimm umgegangen wird. The Thing war noch nie so herzlich und verkommt nie zum Opfer diverser Scherze. Die Fackel ist dann aber mein charakterliches Highlight. Der ist zwar immer noch am Papier ein Frauenheld, aber auf eine viel verspieltere Art und Weise und neben seinem gewinnenden Auftreten, kann er Leute und deren Emotionen, sehr gut lesen.

Wenn man bedenkt wie anders Joseph Quinn zuletzt in Gladiator 2 gespielt hat, dann kann man eindeutig seine Bandbreite erkennen. Was mich zu den negativen Aspekten führt und da hätten wir Pedro Pascal (der witziger Weise auch bei G2 dabei war). Nein, ich bin nicht auf den „der ist überall dabei, jetzt hassen wir ihn“ Wagen aufgesprungen aber sorry, hier läuft für mich 100 prozentig Pedro Pascal über die Leinwand und nicht Reed Richards. Irgendwie hat er sich einfach wie ein Fremdkörper angefühlt.

Vanessa Kirby (Hobbs and Shaw) als Sue ist besser und es ist nur ihrer Schauspielkunst zu verdanken, dass sie gegen das Girlboss-Disney-Drehbuch ankämpfen kann. Bis sie quasi im Alleingang beim Finale Galactus besiegt, ja genau den, das Gott ähnliche Wesen, dass ganze Planeten frisst. Wer mir jetzt erzählen will, dass das nur ein Metapher sein soll, dass nichts zwischen eine Mutter und ihr Kind kommen kann, dann kann ich nur danke sagen, aber nein danke, das kaufe ich ihnen nicht ab. Die Stärke der Familie als Motiv, funktioniert aber unabhängig davon als heiler Ruhepol in einer bedrohlichen Welt.

Der weibliche Silver Surfer ist mir dafür egal (also auf den Backlash bezogen, weil nicht der männliche gewählt wurde), aber da sie Johnny am Ende um seinen Heldenmoment beraubt, ergibt das in Kombination mit Sue doch einen unnötigen und durchaus langweilig gelösten Moment „for the modern audience“. Die Möglichkeit für ein richtig starkes Gesamtpaket ist somit durchaus spürbar, wird aber durch einige Entscheidungen nach unten gezogen.

Was die Einzigartigkeit des Settings und den Wiedererkennungswert und Funfaktor der Musik betrifft, ist dies somit sicherlich das Highlight innerhalb des MCU der letzte Zeit. Für einen Hit ist es mir dann aber durch die bremsenden Faktoren doch zu wenig, der beste FF-Film der bisher jemals gedreht wurde, ist es dennoch. Auf jeden Fall ist es gut, dass es nun dauert bis Ende 2026, bevor der nächste Film des MCU startet, wobei ein mit nostalgischen und neuen Charakteren überfülltes und hier im Schlussspan auch angekündigtes Mammut-Projekt wie Avengers: Doomsday, wahrscheinlich sowieso ein Hit wird, auch wenn ihn die längere Anlaufzeit, nicht wirklich besser machen sollte.

„Fantastic Four First Steps“ bekommt von mir 7,5/10 wie man von der Außenwelt aufgenommen wird nicht immer lenken könnende Empfehlungspunkte.

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The Stuff (1985 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/01/the-stuff-1985-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/01/the-stuff-1985-filmkritik/#respond Sat, 01 Nov 2025 10:40:31 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38176 Es sickert aus der Erde. Es ist köstlich – es nimmt die Welt im Sturm. Genug ist nie genug und es ist alles, was du brauchst: The Stuff. Das neue Dessert für alle. Quasi ein Joghurt, aber eines, dass es … Weiterlesen

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Es sickert aus der Erde. Es ist köstlich – es nimmt die Welt im Sturm. Genug ist nie genug und es ist alles, was du brauchst: The Stuff. Das neue Dessert für alle. Quasi ein Joghurt, aber eines, dass es in sich hat.

Aber Jason (Scott Bloom) sieht eines Tages, wie sich „The Stuff“ im KÜhlschrank von allein bewegt und ahnt, dass etwas nicht stimmen kann. Auch seine Eltern und sein Bruder beginnen, sich seltsam zu verhalten.

Woanders wird David (Michael Moriarty) engagiert, um herauszufinden, wie und wo „The Stuff“ produziert wird, denn der unheimliche Erfolg ruft natürlich Neider auf den Plan. Das Rezept ist streng geheim und David ist Experte für Industrie-Sabotage.

Und David findet viel heraus. Vielleicht zu viel …

Larry Cohen, Drehbuchautor und Regisseur von „The Stuff“, war mir in erster Linie durch den alten Film namens „American Monster“ bekannt, Originaltitel „Q – The Winged Serpent“, den ich vor vielen, vielen Jahren mal gesehen habe und der mir damals sehr gut gefallen hat.

Mit „The Stuff“ hat er sich allerdings selbst übertroffen und gleichzeitig ins Aus geschossen. Soweit ich recherchieren konnte, wäre der Film um einiges länger als er jetzt tatsächlich ist. Das Studio hat viel rausgeschnitten und Cohen war mit dem Endprodukt nicht so richtig zufrieden. Ich verstehe, warum. Dazu gleich mehr. Zuerst noch die Info: Auch das Studio war nicht erfreut über den Film, denn die wollten einen Body-Horror-Film haben – ähnlich wie „The Blob“. Was sie bekommen haben ist eine Satire, eine ziemlich irre, geniale Satire, aber dennoch eine Satire. Und Angst hat man bei „The Stuff“ eigentlich keine Sekunde.

Der Grund warum beide Seiten unzufrieden waren ist einfach erklärt: Man kann aus einer Satire keinen Horrorfilm schneiden und wenn man diese Satire dann als Horrorfilm vermarktet, dann sind potentielle Fans enttäuscht und das finanzielle Einspielergebnis, nun, ist suboptimal.

Im Gegenzug hat man als Regisseur, der den Film gedreht hat, immerzu das Wissen, dass der Film als Satire – hätte man ihn in seiner ursprünglichen Form belassen – wirklich toll funktioniert hätte. Nur kann man das halt niemanden beweisen, wenn das Studio den Film so nicht veröffentlichen will. Ein Problem, welches ja auch heute noch des Öfteren so gibt.

In Summe ist es schade, denn man merkt die fehlenden Teile des Films den ganzen Film lang und gerade gegen Ende fällt es extrem auf, dass hier komplette Szenen fehlen müssen. Weil die Stimmung von Szene A zu B nicht. zusammenpasst, weil Personen, die eben noch an Ort X waren auf einmal an Ort Y sind und so weiter.

Dabei hat der Film vieles, was für ihn spricht. Das beginnt bereits bei der ersten Szene. Ich habe kurz überlegt, ob ich was übersprungen haben unabsichtlich, oder ob sonst etwas falsch lief, aber nein – der Film beginnt genau so: Ein Bauarbeiter sieht etwas Weißes aus der Erde blubbern. Und sein erster Reflex ist es, den Finger reinzustecken und das Zeug in den Mund zu schieben(!). Ein Kollege kommt und fragt, was er macht. Er sagt: „Das musst du probieren – das ist köstlich!“. Und dann sehen wir in der nächsten Szene bereits, wie „The Stuff“ die Welt im STurm nimmt.

Wer hier bereits den Kopf schüttelt, der oder die hat noch gar nichts gesehen. Das geht so weiter. Und natürlich sind sich alle Macher:innen bewusst gewesen, was sie hier für einen Film machen – und haben einen großen Spaß dabei. Allen voran Michael Moriarty, der David super charmant spielt und der den Film über weite Strecken zusammenhält.

Auch die Nebenfiguren sind toll. Ob nun „Choclate Charlie“ (Garret Morris) oder Nicole (Andrea Marcovicci) oder Col. Spears (Paul Sorvino). Alles Unikate. Charlie zum Beispiel ist das Gesicht eines Schokoladeartikels, der von „The Stuff“ quasi aus dem Rennen geworfen wurde. Und der Typ ist – im positiven Sinne – irre. Nicole ist die Marketingleiterin, die „The Stuff“ eigentlich erst so populär gemacht hat – aber sie ahnte bereits, dass da was schräg war und tut sich mit David zusammen. Und Col. Spears? Nun, der ist ein völlig eigenes Kaliber und als US-Colonel großartig überzeichnet. Als sie zB eine Anlage stürmen und „The Stuff“ alle, die es übernommen hat, verlässt und dadurch tötet ist richtig sauer, weil die jetzt alle tot sind und nicht er es war, der sie umgenietet hat. Liest sich schräg, ist aber völlig absurd und witzig anzusehen.

Im Kern ist „The Stuff“ also eine Mischung aus „Invasion der Körperfresser“ und „The Blob“, gemischt mit ganz viel satirischer Konsumkritik, die auch heute noch funktioniert.

Witzig finde ich: Auch wenn der Film im Grunde floppte, so gibt es eine ganze Staffel von „Supernatural“, die genau die gleiche Handlung aufgreift und die Story so richtig zelebriert. Da sieht man, welches Potential die schräge Story gehabt hätte.

Was soll ich sagen? Wer folgende Zeile nicht per se großartig findet, ist im falschen Film: „Ladies and gentleman: We are under attack by a popular dessert known as ‚The Stuff‘!“. Großartig. Einfach großartig.

„The Stuff“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, leider durch Studioschnitte seiner Glorie beraubte, Punkte.

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Haunted Hotel (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/14/haunted-hotel-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/14/haunted-hotel-serienkritik/#respond Tue, 14 Oct 2025 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38109 Katherine (Eliza Coupe) hat ein Hotel geerbt, da ihr Bruder verstorben ist. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Ben (Skylar Gisondo) und Esther (Natalie Palamides) zieht sie ein, stellt aber rasch fest, dass sich hier einiges tut, was so nicht klar … Weiterlesen

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Katherine (Eliza Coupe) hat ein Hotel geerbt, da ihr Bruder verstorben ist. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Ben (Skylar Gisondo) und Esther (Natalie Palamides) zieht sie ein, stellt aber rasch fest, dass sich hier einiges tut, was so nicht klar war. Denn das Hotel ist verwunschen. Alle, die in dem Hotel oder in einem gewissen Umkreis davon sterben, bleiben als Geister hier.

Dieses Schicksal hat auch Katherines Bruder Nathan (Will Forte) ereilt, er immer noch als Geist hier ist, sein Dasein eigentlich ganz okay findet und mit Tipps und Tricks bei der Hotelführung mitredet. Wenn auch selten wirklich hilfreich.

Trotz diverser Rückschläge versucht Katherine das Hotel zu führen und auch davon leben zu können. Die Anwesenheit der Geister macht das allerdings schwierig. Dazu kommt noch die Präsenz eines Höllendämons namens Abbadon (Jimmi Simpson), der im Körper eines ewig jungen Kindes gefangen ist und sich der Familie sozusagen angeschlossen hat, wenn auch aus völlig eigenen Motiven heraus.

Alltag? Pft. Wer braucht schon Ruhe und Ordnung?

Netflix kann durchaus gute Serien produzieren, was ich vor allem im Animationsbereich manifestiert (haha, Wortspiel!). Um es gleich vorweg zu sagen: „Haunted Hotel“ erfindet weder das Rad neu, noch sind die Figuren besonders kreativ geworden – trotzdem macht die Sache jedoch Spaß. Das liegt an den flotten Dialogen und den schrägen Möglichkeiten, welche die Geister und die Interaktion mit ebendiesen bieten. Zumindest in den ersten Folgen ist es noch die Überraschung, wie die Familie mit der Situation umgeht, die für gute Laune sorgt – so spielt Töchterlein Esther in der ersten Folge mit einem typischen Slasher-Killer „Mörder“ und „Opfer“. Das war schon witzig anzusehen. Auch die anderen Geister, insofern sie eine Persönlichkeit bekommen haben, sind unterhaltsam und schräg.

Je länger die Serie dauert, desto mehr rücken diese Dinge jedoch in den Hintergrund, einfach weil der Faktor des Neuen wegfällt und man schon ein wenig daran gewöhnt ist, dass jetzt dann wieder etwas Schräges passiert. Da gibt es einen gewissen Gewöhnungseffekt. Die Macher:innen – allen voran der Showrunner Matt Roller, der auch bei Community und Rick und Morty mitgewerkt hat, bemühen sich, diese Tatsache zu entkräften indem sie sich auf die Schicksale der menschlichen Protagonist:innen konzentrieren und eben deren Eigenschaften.

Da gibt es zum Beispiel Ben, der ältere Sohn, der eine Affäre mit einem Geist aus den 1920er Jahren anfängt. Oder Esther, die ihre Freizeit mit Abbadon verbringt und sich selbst schwarze Magie beibringt, was sie oft zur Lösung aber auch zur Ursache diverser Probleme werden lässt. Katherine muss mit dem Hotel, dem finanziellen Kollaps (der allerdings nie irgendwie richtig Thema wird) und ihrem Single-Dasein umgehen. Das führt zum Beispiel in einer Folge dazu, dass sich die Honeymoon-Suite in Katherine verknallt und diese das anfangs durchaus genießt. Und ja, ihr lest richtig: Ein Zimmer verknallt sich in Katherine.

Heimlicher (oder auch nicht ganz so heimlicher) Star der Show ist allerdings Abbadon, der – all seiner magischen Höllenkräfte beraubt – ein Dasein als junger Knirps fristet, allerdings mit dem Wissen von Äonen aus der Hölle und keiner Ahnung, wie die aktuelle Welt funktioniert. Das wird oft wirklich cool genutzt – als Beispiel eine Folge, die er damit verbringt hinter einer Tür zwischen zwei Wänden gefangen zu sein, weil er Türstopper ihn einsperrt. Geniale Szenen und Dialoge. Sein einziger Freund – und ehemals Erzfeind -: Eine Spinne. Großartig.

Vom Zeichenstil und den Animationen her ist alles erste Sahne. Und ja, die Macher:innen sind sich auch nicht zu schade immer wieder Referenzen oder visuelle Witze und Hommagen an Horrorklassiker einzubauen. So steht zum Beispiel Quint (aus „Der weiße Hai“ ) im Wasser im See und angelt. Allerdings nur die obere Hälfte, weil die untere ja der weiße Hai gefressen hat. Und solche Anspielungen gibt es Zuhauf. Ich habe sicher nicht alle mitbekommen. Die, die ich verstanden habe waren allerdings sehr liebevoll eingebaut.

Die letzten Episoden sind dann – wie ich finde – besser als die kurzen, netten, aber unspektakulären Folgen in der Mitte – und gerade die letzte Folge ist ein Hammer. Da haben die Macher:innen wohl erst entdeckt, was für Potential diverser Charaktere eigentlich haben. Auch eine Folge in welcher Esther einen Zombie als Vater-Eratz in die Sprechstunde schickt ist super geworden.

Leider muss ich auch ein Thema ansprechen, welches mir schon stark gegen den Strich geht: Ja, die Serie hat die üblichen Klischees. Katherine ist die Powerfrau, die intelligent ist und an welcher die gesamte Last der Familie und des Hotels hängt. Esther ist die kleine Wunderfee, die quasi alle anderen mit ihrem IQ und ihrem arkanem Wissen in den Schatten stellt. Ben ist der dumme männliche Teenager, der selten mit dem Kopf, sondern mit dem zwischen den Beinen denkt. Und Nathan ist einfach ein Depp, der im Leben nichts auf die Reihe gebracht hat und auch als Geist nicht die beste Figure macht und der sich nutzlos vorkommt. Ihr seht worauf ich hinauswill: Die Männer sind dumm. Die Frauen sind super. Damit muss man leben – oder es ignorieren können. Wen sowas stört: Macht einen Bogen.

In diesem Fall hat es mich nicht gejuckt, weil einfach rundherum viel passiert und die Gag-Dichte hoch ist, als auch die Synchronsprecher (in der englischen OV) einen Hammer-Job machen. Gerade diverse Mini-Szenen und Momente sind großartig. Es gibt zB eine Folge in welcher die Eigenschaften von Ben in Form von „Klonen“ ein Eigenleben entwicklen und eine ist dabei, die nennt sich „Katzen-Ben“, der trägt einen Hoodie mit Katzenohren und macht relativ oft unterwürfige Gesten mit einem leicht sexuellen „Miau“ dazu. Das führt den (Original)-Ben dazu, ihm während einer Flucht die Worte „I don’t understand how you’re a part of me.“ entgegenzuschmeißen.

Das sind so kleine, aber feine Momente, in denen subtilerer, anarchischer Humor durchscheint, der aber nie zum richtigen Ausbruch kommt. „Rick und Morty“ ist das hier nicht. Es ist nicht mal „Community“. Aber es funktioniert, macht Laune und tatsächlich hoffe ich auch eine zweite Staffel. Und wenn wir schon dabei sind: Bringt „Inside Job“ zurück!

„Haunted Hotel“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, sein Potential nicht vollends ausschöpfende, aber sehr unterhaltsame, Punkte.

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28 Years Later (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/09/02/28-years-later-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/09/02/28-years-later-filmkritik/#respond Tue, 02 Sep 2025 05:00:30 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37964 Es ist 28 Jahre her, dass die Seuche ausbrach und fast alle Menschen in rasende Bestien verwandelt hat, die übereinander hergefallen sind. England … war tot. Zumindest hatte es so den Anschein. Das Leben findet immer einen Weg und auch … Weiterlesen

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Es ist 28 Jahre her, dass die Seuche ausbrach und fast alle Menschen in rasende Bestien verwandelt hat, die übereinander hergefallen sind. England … war tot. Zumindest hatte es so den Anschein. Das Leben findet immer einen Weg und auch hier sind Menschen Menschen geblieben. Es ist eine Insel, die das „Glück“ hat, dass nur bei Ebbe ein Weg zu ihr führt und dieser kann gut verteidigt werden. Das Leben dort ist zwar wieder in mittelalterlichere Gefilde gerutscht, aber immer noch relativ modern.

Der Tatsache, dass es das draußen Mutierte gibt und zwar mittlerweile in vielen Varianten – inklusive so genannter Alphas, die stärker, mächtiger und böser sind als normale Bestien und diese sogar befehligen können – wird insofern Rechnung getragen, als das alle Jugendlichen in einem gewissen Alter ein Ritual durchführen müssen: Sie müssen mit ihrem Vater aufs Festland und dort eine Weile überleben, damit sie zum Mann werden.

Spike (Alfie Williams) ist so ein Junge. Und sein Vater Jamie (Aaron Taylor-Johnson) macht sich mit ihm auf die Reise. Dabei lassen sie Spikes Mutter Isla (Jodie Comer) zurück. Die übrigens schwer krank ist, mit Aussetzern und Aggressionsanfällen zu kämpfen hat und von der niemand weiß, wie man ihr helfen kann.

Aber auf seinem „Ausflug“ entdeckt Spike ein Feuer in der Ferne und sein Vater erklärt ihm, dass das der verrückte Dokter Nelson (Ralph Fiennes) ist, der dort hausiert. Als Spike das Wort „Doktor“ hört kann er nicht umhin daran zu denken, dass dieser vielleicht seiner Mutter helfen könnte …

Lange ist es her, dass ich „28 Days Later“ im Kino gesehen habe. Das gleiche gilt für „28 Weeks Later“ und ich hätte nicht gedacht, dass Danny Boyle und Alex Garland sich sogar nochmals zusammentun, um einen weiteren Teil der Reihe zu drehen. Wie ich – nach der Ansicht des Films, wie ich anmerken muss – erfahren habe, wird es sogar eine Trilogie und der zweite Teil „The Bone Temple“ wird nächstes Jahr in die Kinos kommen.

War meine Erwartungshaltung groß? Offen gestanden: Nein. Danny Boyle kann zwar quasi nicht viel falsch machen in meiner Welt (immerhin hat er uns „Trainspotting“, „Slumdog Millonaire„, „Sunshine„, „Shallow Grave“ oder „The Beach“ gebracht – neben dem erwähnten „28 Days Later„), aber bei Alex Garland bin ich mittlerweile vorsichtig, denn der Mann kann zwar spannende Drehbücher schreiben, aber meistens enden die Filme in einer – für mich – nicht sehr zufriedenstellenden Art und Weise (siehe „Men“ oder „Annihilation„). Aber dazu ein anderes Mal mehr.

Bei „28 Years Later“ hatte ich quasi null Erwartung. Der Trailer war schräg, machte mir aber irgendwie nicht so richtig Lust auf den Film. Irgendwann wurde die Neugier aber zu groß – also habe ich ihn mir angesehen und … nun, ich bin mir uneins mit mir selbst. Der Film auf sich allein gestellt wird (und hat auch, soweit ich weiß) viele ärgern, weil er mit Sicherheit nicht das ist, was viele von ihm wollten. Das haben aber Garland als auch Boyle bereits vor dem ersten Screening gesagt: „Der Film wird mit Sicherheit nicht das sein, was ihr euch erwartet.“

Und damit haben sie völlig Recht.

Ich versuche es mal anders herum: Welche Zombie-Geschichte (oder wie immer ihr die Monster im Film nennen wollt) wurde noch nicht erzählt? Eben. Ich glaube nicht, dass es noch viel gibt, was man zu diesen Kreaturen oder im Kontext mit diesen Kreaturen sagen kann. Also ging Garland mit seinem Drehbuch einen Schritt zurück, quasi fast zum Ursprung. Damit meine ich: Er erzählt keine Geschichte über Monster oder Infizierte oder Zombies. Er erzählt eine völlig andere Geschichte. Eine Coming-Of-Age-Geschichte. Und eine darüber, wie die Zivilsation sich möglicherweise entwickelt hätte.

Wer sich jetzt denkt: „Was is’n das für ein Blödsinn?“, der oder die weiß, warum der Film die Gemüter spaltet. Denn das ist tatsächlich die Story des Films. Spike muss erwachsen werden und das bedeutet in seinem Fall, den Tod akzeptieren lernen und auch zur Kenntnis nehmen, dass Erwachwachsene ebenfalls Fehler machen. Das klingt jetzt alles sehr kryptisch, aber ist schwer viel über die Story zu verraten, ohne gleich in Spoiler-Gebiet zu kommen.

Ohne zu viel zu verraten: Ralph Fiennes ist nicht der Bösewicht im Film. Er ist sogar eine helfende Hand, wenn auch richtig schräg. Eine Figur wie diese bzw. mit diesen Gedanken habe ich so noch nie in einem Film gesehen. Er baut einen Tempel aus Knochen. Weil er der Meinung ist, dass dies der einzige Weg ist der Nachwelt von dem zu erzählen, was hier geschehen ist und die Opfer der „Seuche“ zu ehren. Unheimlich und schräg: Ja. Aber wenn ihr den Film seht, dann werdet ihr merken, was für ein gutes Herz eigentlich in dem Mann steckt.

Eine zweite Ebene ist die Entwicklung der Welt – was passierte in all den Jahren? Nun, die Gesellschaft hat sich verändert. Da gibt es die Insel – die ist wie man sich das vorstellt und auch aus anderen Serien kennt. Und dann gibt es das Festland. Da haben sich die Infizierten verändert. Es gibt welche, die aus Fleischmangel Würmer essen (aber auch Menschenfleisch fressen würden). Und die Alphas, die eben zu Stärke und Größe mutiert sind. Und die „normalen“ Infizierten, die auf die Alphas hören – weil Nahrungskette und Recht des Stärkeren und so. Und dann gibt es da draußen auch irgendwo andere Mensche, wie Spike feststellt. Und Spike fragt sich, wie diese wohl leben.

Die Antwort kommt – zum Teil – ganz am Ende des Films, welches für viele völlig unerwartet und der Seite her quasi unangekündigt ins Drehbuch geflattert gekommen ist. Ich spoilere jetzt, weil ich sonst nichts erklären kann: Eine Gruppe von jungen Erwachsenen springen über eine Barrikade und killen Infizierte mit Power-Ranger-Moves. Sie haben auch Trainingsanzüge an und (ich hoffe, meine Erinnerung täuscht mich da jetzt nicht) Goldkettchen um. Völlig. Irre.

Aber das kommt nicht aus dem Nichts – Am Anfang des Films sehen wir einen jungen Mann, der gerade noch mit dem Leben davonkommt. Der Junge ist aufgewachsen mit Teletubbies und – korrekt – Power Rangers. Und einer der großen Helden in dieser Zeit war Jimmy Savile. Der hat x Kindersendungen erfunden und so weiter und so fort. Bis man nach seinem Tod bemerkt hat, dass er ein Kinderschänder war. Ein Riesenskandal und ehrlich gesagt eine ziemliche Horrorstory, nur leider nicht erfunden. Nutzt Google oder guckt die Doku auf Netflix an. Irre. Jedenfalls ist das Ende kein Ende und die Implikationen – was ist mit dieser Gesellschaft passiert – machen Lust auf den nächsten Film.

Mit einem Dämpfer: Nia DaCosta wird Regie führen (bzw. hat sie das bereits) und die gute Frau hat bei mir mit dem Remake von „Candyman“ keinen Stein im Brett. Aber schauen wir mal.

Was „28 Years Later“ betrifft: Ja, doch. Mir hat er mit all seinen schrägen Entscheidungen im Drehbuch und in der Machart (gefilmt auf iPhones und mit Action-Kameras) gut gefallen. Ein schräger, irrer Film, der seine Story halt noch nicht fertig erzählt hat, aber da kommt ja noch was. Schauspielerisch sind alle ausnahmslos top. Da gibt es keine Kritik von meiner Seite.

Kleiner Rüffel für das Drehbuch: Es gibt schon die eine oder andere Szene, die man wirklich, wirklich hätte kürzen oder ändern können. Aber wer weiß, vielleicht ist sie ja wichtig für den nächsten Teil.

„28 Years Later“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, neugierig auf die Fortsetzung machende und tatsächlich völlig anders seiend als erwartete, Punkte.

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Dangerous Animals (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/08/16/dangerous-animals-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/08/16/dangerous-animals-filmkritik/#respond Sat, 16 Aug 2025 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37905 Zephyr (Hassie Harrison) ist ein Freigeist, der die Welt bereist. Gerade befindet sie sich in Australien, wo sie einfach nur surfen und ihr Leben genießen möchte. Deshalb verschwindet sie auch in aller Frühe nach einer Nacht mit Moses (Josh Heuston), … Weiterlesen

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Zephyr (Hassie Harrison) ist ein Freigeist, der die Welt bereist. Gerade befindet sie sich in Australien, wo sie einfach nur surfen und ihr Leben genießen möchte. Deshalb verschwindet sie auch in aller Frühe nach einer Nacht mit Moses (Josh Heuston), denn Bindungen weicht sie gerne aus.

Tucker (Jai Courtney) ist der Captain eines Bootes, dass für Touristen Hai-Tauchgänge in Käfigen anbietet. Seine wahre Berufung im Leben ist aus seiner Sicht jedoch eine ganz andere, weswegen er aktuell gerade Zephyr betäubt und auf sein Boot gebracht hat…

Der australische Regisseur Sean Byrne, sucht sich seine Projekte offensichtlich sehr genau aus. Nach seinem schrägen Debüt The Loved Ones aus dem Jahr 2009, folgte 2015 „The Devil´s Candy“. Zehn Jahre später hat er nun seinen dritten Film gedreht und dabei erstmals nicht auch das Drehbuch geschrieben. Das stammt erstmals von Nick Lepard, der als nächstes „Keeper“ für Osgood Perkins geschrieben hat.

Was der Film ist, ist ein „Serienkiller Haifilm“. Ja, das habt ihr richtig gelesen und ja er ist auch besser, als es diese Beschreibung vermuten ließe. Warum es so gut funktioniert, liegt an mehreren Dingen, die einfach zusammen passen. Da wäre mal als zentraler Punkt die Performance von Jai Courtney (Black Site). Das einzige was er noch mehr liebt als seine Stimme zu hören, sind Haie und wie sie die schwächeren Kreaturen vernichten.

Er ist kein sexuell orientierter Killer, obwohl er Frauen eindeutig als Beute sieht und auch wenn er im Kern wahrscheinlich ein kleiner, verängstigter Junge ist, ist sein Auftreten eine Naturgewalt. Innerhalb seiner unerschütterlichen Weltanschauung, ist er somit dennoch vielschichtig. Ebenso stark vertreten ist die gute Seite durch Hassie Harrison (Yellowstone) als Zephyr. Die ist kämpferisch von der ersten Minute ihrer Gefangenschaft an.

Geprägt von einer Vergangenheit inklusive Jugendknast und dem Weg von den einen Adoptiveltern zu den nächsten und dem aktuellen Leben aus ihrem Van heraus inklusive Bindungsängste, ist sie am Papier ein wandelndes Klischee was Toughness betrifft, aber wow, sie macht das gut und Klischees kommen ja irgendwo her und haben ihren wahren Kern. Von ihr weiß man genug, um zu ihr zu halten und er hat genug Mysterium um sich herum, dass man das zusätzlich unangenehm findet.

Die Action, wenn diese beiden in mehreren Fluchtszenarios aufeinander treffen, ist wuchtig und brutal und man bildet sich teilweise richtig ein, das nun selbst physisch gespürt zu haben. Die Momente mit den Hai-Attacken sind erstens von den Effekten her sehr gut gelungen und außerdem so gestaltet, dass man mitfühlt und sich wünscht, selbst nie als Hai-Köder in einem Snuff-Film eingesetzt zu werden.

Der Score ist plakativ wie ein Hai-Angriff, jedoch niemals nervig, eher spiegelt er gekonnt das enervierende Gefühl wider, wenn du in einem blutigen Wasser still halten sollst, damt du nicht gefressen wirst. Auch in ausweglos erscheinenden Situationen niemals aufgeben und die richtigen Bindungen/Beziehungen stärken dich, denn Niemand ist alleine besser dran. Das sind dann die zwei universellen Weisheiten, die man sich hier mitnehmen kann.

Ein Mix zweier Genres, die sich erstaunlich gut vereinen haben lassen. Die Darsteller sind einnehmend, die Optik bestechend und wunderschön, ganz im Kontrast zur schmutzigen Grundatmosphäre. Fühlt sich in Summe an wie ein aquatischer B-Movie Killer-Thriller fürs Heimkino, wo ein gnadenloser Killer auf ein unbeugsames Final Girl trifft, dass schon von Beginn an final ist. Auch wenn es wieder Jahre dauert, ich wäre bei Byrnes nächsten Film auf jeden Fall dabei.

„Dangerous Animals“ bekommt von mir 7,5/10 die natürliche Hierarchie der Natur herausfordernde Empfehlungspunkte.

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Drop – Tödliches Date (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/05/24/drop-toedliches-date-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/05/24/drop-toedliches-date-filmkritik/#respond Sat, 24 May 2025 05:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37665 Violet (Meghann Fahy) ist nervös. Nach drei Monaten Kontakt über eine Dating-App, trifft sie Henry (Brandon Sklenar) endlich zu einem richtigen Date. Ihrer Schwester Jen (Violett Beane) hilft ihr dafür beim Einkleiden und passt auf ihren kleinen Sohn auf. Was … Weiterlesen

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Violet (Meghann Fahy) ist nervös. Nach drei Monaten Kontakt über eine Dating-App, trifft sie Henry (Brandon Sklenar) endlich zu einem richtigen Date. Ihrer Schwester Jen (Violett Beane) hilft ihr dafür beim Einkleiden und passt auf ihren kleinen Sohn auf.

Was zunächst wie ein perfekter Abend wirkt, wird von zahlreichen Nachrichten auf Violets Handy gestört. Plötzlich nimmt Jemand, der sich ebenfalls im Restaurant befindet, über ihr Telefon Kontakt zu ihr auf und zeigt ihr, dass ein Mann in ihr Zu Hause eingedrungen ist und wenn sie nicht tut, was er will, dann wird dieser ihren Sohn töten…

Der neueste Film von Regisseur Christopher Landon, dessen frühere (mir bekannten) Filme Scouts vs Zombies, Happy Death Day und Freaky mich immer sehr gut unterhalten haben, ist nicht nur sein unblutigster, sondern auch einer, der kaum Humor einsetzt. Dafür ist es ein Thriller, der vom Aufbau an Hitchcock Werke erinnert, clever moderne Technologien einbindet und die „was wäre, wenn du erpresst wirst, dein Date umzubringen“ Prämisse, spannend bis zum Ende durchzieht.

Die Rahmenhandlung, wird dabei wohl leider niemals nicht aktuell sein, denn es geht um häusliche Gewalt. Wie Hauptfigur Violet sich durch ihr erstes Date wieder in die Welt hinaus wagt, ist von der Inszenierung her angenehm menschlich, wirkt einfach ehrlich und macht es möglich, sofort ein Gefühl für diesen Charakter zu entwickeln. Wie macht sich der Sohn, bei dem ihre Schwester als Babysitter fungiert?

Wird das erste Date furchtbar bzw. wie viele Drinks sind im Vorfeld nötig, um meine Nervosität zu bekämpfen? Man kann diese Anspannung fühlen und den Aufwand dahinter spüren und wenn man ein Mensch ist, der das ganze Dating-Spiel unheimlich anstrengend findet, dann fühlt man sich hier eindeutig sehr verstanden. Natürlich war es das in diesem Fall wert, denn Henry ist das perfekte Date. Blöd nur, dass er heute Nacht sterben soll.

Wie die zahlreichen Nachrichten und auch Überwachungsvideos in die „normalen“ Einstellungen mit Inserts eingeblendet werden, habe ich dabei in noch keinem Film zuvor so homogen erlebt. Das wirkt interaktiv und ermöglicht uns Zuschauern, gleichzeitig mit Violet zu reagieren und nicht erst auf ihre Reaktion warten zu müssen. Ist was passiert immer logisch oder kann man Passagen als konstruiert erleben? Sicherlich.

Die Kunst ist es wie immer wieder mal, dass ich darüber gar nicht nachdenken wollte, weil ich mich ja mitten auf einem Trip befinde. Sieht der CGI-Effekt beim bereits im Trailer gezeigten Fensterbruch künstlich aus? Oh ja und wie, aber auch das hat mir das Gesamterlebnis nicht verdorben und die Spannung, leidet dadurch ebenso wenig. Dass Alles so rund läuft, dazu tragen auch die Darsteller einen großen Teil bei, vor allem natürlich die Hauptrolle.

Meghann Fahy (The Unbreakable Boy) habe ich zuvor noch nie gesehen, doch die sollte man sich durchaus merken. Einnehmend, natürlich und sich gegen das eigene Traumata aufbäumend ist ihre Violet einfach eine Figur, der man ein Happy End vergönnt. Brandon Sklenar (1923) war mir bisher ebenso kein Begriff, aber sein Henry hat Charisma, ist hilfsbereit und verständnisvoll, einfach sympathisch der Kerl. Es gibt übrigens Gerüchte, er sollte der neue Batman für James Gunn DC-Reboot werden, das könnte ich mir durchaus vorstellen.

In Summe daher ein kleiner Thriller, perfekt für Pärchen, egal ob sie schon lange zusammen sind, oder die Liebe noch frisch ist. Leicht angreifbar ist die Sache natürlich, aber die Atmosphäre, das Schauspiel und der menschliche Kern haben den Film für mich zu einem sehr unterhaltsamen Erlebnis gemacht. Zusätzliche Ebenen außer der reinen Thriller-Ebene gibt es obendrein und im Gegensatz zum Hollywood-Trend der letzten Jahre wird hier gezeigt, dass es zwar sehr schlechte weiße, heterosexuelle Männer gibt, aber auch die richtig guten Exemplare laufen da draußen umher.

„Drop“ bekommt von mir 7,5/10 den Begriff „ein unvergessliches Date haben“, neu definierende Empfehlungspunkte.

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Vaiana 2 – Moana 2 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/03/27/vaiana-2-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/03/27/vaiana-2-filmkritik/#respond Thu, 27 Mar 2025 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=37503 Vaiana ist mittlerweile eine geübte Seefahrerin und sucht alle Inseln nach anderen Völkern ab. Und tatsächlich – es gibt eine Insel, wo sie Spuren findet. Eine Vase mit einem seltsamen Symbol. Als sie nach Hause zurückkommt, wird sie zur „Wegfinderin“ … Weiterlesen

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Vaiana ist mittlerweile eine geübte Seefahrerin und sucht alle Inseln nach anderen Völkern ab. Und tatsächlich – es gibt eine Insel, wo sie Spuren findet. Eine Vase mit einem seltsamen Symbol. Als sie nach Hause zurückkommt, wird sie zur „Wegfinderin“ gekürt und während dem Ritual bzw. der Zeremonie schlägt ein Blitz ein und sie hat eine Vision: Es gab eine Insel, zu der führten alle Seestraßen und dort trafen sich alle Völker. Aber ein alter Gott hat diese Insel versinken lassen und seitdem haben die Völker keinen Kontakt mehr.

Also muss Vaiana diese Insel finden und wer wäre besser geeignet, eine Insel aus dem Wasser zu ziehen als der gute, alte Maui. Aber der hat gerade Probleme mit einer „Fledermaus-Lady“ und ist schwer beschäftigt.

Also scharrt Vaiana eine kleine Crew um sich und macht sich auf den Weg zur Insel, denn ein Stern am Himmel wird ihr den Weg zeigen …

Sagen wir’s wie es ist: Niemand hätte einen Nachfolger zu Vaiana gebraucht. Der Film war fertig. Punkt. Und wie üblich konnte Disney keine Ruhe geben, immerhin war Vaiana einer ihrer letzten großen Hits. Und tja, die erste Idee war, eine Serie zu machen und auf Disney+ zu packen, aber irgendeiner am Entscheidungsweg dürfte dann die Einspielergebnisse nochmals gecheckt haben und war dann der Meinung: Nein, da machen wir keine Serie daraus, sondern einen Film. Mit Cliffhanger. Also mindestens den Mittelteil einer Trilogie, würde ich mal denken.

Und das merkt man dem Film an allen Ecken und Enden an. Einerseits gibt es ganze Reihe an Nebenfiguren, die in einer Serie vielleicht so etwas wie Charakter entwickelt hätten, hier jedoch auf eine einzige Eigenschaft reduziert werden und diese definiert sie den ganzen Film lang. Da haben wir den Maui-Fanboy (stark), den Gärtner (alt, Griesgram), die Technikerin (Ladyboss, die ein technisches Genie ist … kommt mir irgendwoher bekannt vor …) und natürlich der Hahn und das Schwein. Tja, was soll ich sagen? Ist halt jetzt so.

Dann kommen noch die Kokomora (die Kokusnusspiraten) dazu und – siehe da. Einer von den Kleinen begleitet die Truppe dann mehr oder weniger freiwillig und außerdem sind die doch gar nicht böse, die wollten doch auch alle nur „nach Hause“. Dumm nur, dass sie dazu durch eine riesige Riesenmuschel durchfahren müssen und das geht halt ohne Hilfe nicht. Außen rumfahren ist scheinbar kein Thema, aber was weiß ich – ich bin kein Seefahrer.

Die Musik ist ganz okay geworden, wenn auch nie auch nur irgendwie an den genialen Soundtrack des ersten Teils heranreichend (Lin-Manuel Miranda ist nicht mehr dabei gewesen beim Komponieren). Ja, es gibt ein, zwei Nummern, die ganz okay sind, aber mitsummen musste ich nur bei einer Nummer und da habe ich nach ein paar Sekunden gemerkt, dass es ein Reprise einer Nummer aus dem ersten Film ist. Sagt ja auch schon was aus, nicht?

Dazu kommt, dass die Bösewichtin keine Bösewichtin ist und der wirkliche Bösewicht im Film nur in den End-Credits vorkommt. Mit Tamatoa natürlich, denn es wäre ja eine Frechheit, wenn man den Fan-Liebling mit dem Hammer-Song nicht irgendwie mal einbaut in den Film. Und ja, es ist schon ein wenig unverschämt, wenn man in einem Kinderfilm quasi wie bei einem Staffelfinale den Bösewicht von Staffel 2 offenbart. Fand ich dreist.

An sich ist der Film schon lustig und unterhaltsam, wenn auch relativ viel Füllmaterial vorkommt und ich mir schon mehrmals gedacht habe, ob es nicht besser wäre, wenn man mehr Zeit auf die Nebenfiguren als auf Slapstick-Momente von Huhn und Schwein verwendet hätte. Aber ist halt so.

Dank des Einspielergebnisses kann man wohl ableiten, dass es einen dritten Teil geben wird und rein optisch war der Film schon wirklich beeindruckend. Vaiana ist in meinen Augen noch immer eine der besten „modernen“ Disney-Prinzessinen („Ich bin keine Prinzessin!“) – von Merida abgesehen (ich denke immer noch, dass die mehr Popularität verdient hätte) – von daher finde ich mehr File mit ihr immer gut. Und ja, sie kann unglaublich viel, aber das war auch im ersten Teil schon so und tatsächlich ist das ja das schöne an ihr: Sie kann vieles, ist aber tatsächlich nicht präpotent und vergeigt es trotzdem immer wieder mal. Fand ich gut. So auch hier – das Ende ist hochdramatisch und wirklich super gemacht, das war schon alles richtig spannend dann. Es dauert halt nur gefühlt doppelt so lang als es sein müsste.

Alles in allem finde ich „Vaiana 2“ eine Fortsetzung, die ganz okay ist, die aber trotzdem niemand gebraucht hätte. Immerhin ist sie gut genug geworden, dass sie Teil 1 nicht schmälert. Auch wenn ich auch hier anmerken muss, dass das emotionale Finale (inkl. Zeitlupe, Musik, und Inszenierung mitsamt Message) aus Teil 1 niemals erreicht werden kann. So gesehen auch hier keine Verwunderung. Aber es passt.

„Vaiana 2“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, optisch großartige, aber musikalisch Abstriche machen müssende, Punkte.

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