Komödie | Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Sat, 07 Feb 2026 20:24:49 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 The Wrecking Crew (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/02/07/the-wrecking-crew-filmkritik/#respond Sat, 07 Feb 2026 05:00:09 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38474 Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, … Weiterlesen

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Beide hatten kein gerade enges Verhältnis zu ihrem Vater und auch die Beziehung zueinander, ist über die Jahre ziemlich abgekühlt. Als der Vater der beiden Halbbrüder James (Dave Bautista) und Jonny (Jason Momoa) jedoch unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, raufen sich die zwei zusammen.

Vor allem auch weil ihr Vater scheinbar an seine Kinder Informationen weiter gegeben hat, die sie jedoch nicht bekommen haben. Was der Yakuza wiederum egal ist, denn die wollen zuerst Jonny und dann auch den Rest der Familie am Liebsten ganz von der Bildfläche verschwinden lassen…

Regisseur Angel Manuel Soto hat zuletzt mit Blue Beetle einen Comichelden verfilmt und als nächstes wagt er sich an eine filmische Version der „Just Cause“ Computerspiele. Dazwischen hat er eine Buddy-Actionkomödie für AmazonPrime gedreht, die sich als Hommage an die gute alte Zeit sieht, als solche Filme an der Tagesordnung standen. Durch Drehorte wie Hawaii und Neuseeland wird dabei zusätzlich ein gewisses tropisches Urlaubsfeeling erzeugt, was trotz ernsten Momenten, den lockeren Grundton unterstreicht.

Ich beginne gleich mit der einzigen Sache, die den Spaß hier etwas (nicht zu viel) bremsen könnte und das ist die eigene Erwartungshaltung. Dave Bautista und Jason Momoa machen gemeinsame Sache (Gegner waren sie ja bereits) und vermöbeln böse Jungs…baby yeah, count me in! Nicht falsch verstehen, das Ergebnis bereitet durchgehend Freude, hat Charme, Witz, knackige Action, übercoole Momente und brutale ebenso, aber gefeiert wie zuletzt etwa den ähnlich funktionierenden Heads of State, habe ich den Film nicht.

Warum das Werk hier so gut funktioniert, liegt dennoch an den beiden Herren. Batista hat nun endlich aufgehört, sich seine Haare (also hier den Bart) zu färben, denn das wirkt bei ihm extrem künstlich. Außerdem sind seine Oneliner wieder witzig, gerade bei ihm fällt mir immer auf, wenn ein Regisseur ihn nicht richtig führen kann oder er sich scheinbar nicht so wohl fühlt. Vielleicht schaltet er aber auch einfach zwischen „ich mache diesen Film gerne“ oder „ich verdiene damit mein Geld“ hin und her und das merkt man dann auch.

Sein James hat eine gewisse Würde an sich, ist Familienmensch und scheut nicht davor, sein Ego hinten an zu stellen. Jason Momoa schaltet in den letzten Jahren ja zwischen anspruchsvolleren Projekten immer wieder in seinen „von der Leine gelassenen“ Over the Top Modus (wie etwa in Aquaman 2) und den zelebriert er als Jonny durchgehend. Dabei ist seine Überdrehtheit natürlich nur ein Schutz, um seinen Schmerz zu verstecken, dabei hilft natürlich auch der Alkohol, denn nüchtern ist er in diesem Film kaum.

In Nebenrollen glänzen dann die Ladies, so wie Morena Baccarin (Elevation) als Momoas On/Off Freundin Valentina, die tough, verspielt und ziemlich clever ist und Frankie Adams (Mortal Engines) als nicht minder kämpferische Kusine der beiden Herren. Neben Situationskomik, lockeren Sprüchen und Familiendrama, wissen auch die Action-Momente zu gefallen. Abwechslungsreich von fast nacktem Kampf mit allem, was man in die Finger bekommt über Schießereien bis hin zu diversen Verfolgungsjagden.

Dabei geht es immer wieder auch blutig zu, wie etwa bei voller Fahrt ein Arm abgetrennt wird, habe ich so noch nie gesehen. Den Rest erledigt die atemberaubende Kulisse, die wie bereits erwähnt, einfach nach Freizeit und Entspannung schreit. Gerade deshalb wirken die ganzen Schurken hier wie Störfaktoren, die schnellstens entfernt gehören, damit wir alle in unseren wohl verdienten Freizeit-Modus umschalten können.

Das ergibt in Summe keinen Überhit, aber auf Streaming-Filme innerhalb des rein auf Unterhaltung zielenden Action-Genres bezogen, sicherlich einen der bessern Projekte der letzten Jahre. Besonders für Bautista freut mich dies, nach seinen drei Flops (In the Lost Lands, Afterburn und Trap House) in Folge, hat er und wir mit ihm scheinbar wieder Spaß vor der Kamera zu stehen. Also einfach hinsetzen, die Probleme der Welt für eine kurze Zeit vergessen, Dinge kaputt machen und danach mit mehr Energie weiter machen, das passt durchaus.

„The Wrecking Crew“ bekommt von mir 7,5/10 sich durch viel Zerstörung am Ende zusammen raufende Empfehlungspunkte.

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Stranger Things – Staffel 5 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/08/stranger-things-staffel-5-serienkritik/#respond Thu, 08 Jan 2026 05:00:14 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38392 18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der … Weiterlesen

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18 Monate ist es her, dass sich die Erde geöffnet hat und die Welt Risse bekam. In der Zwischenzeit wurden diese Risse in der Erde mit Metallplatten zugetuckert. Unsere Heldinnen und Helden leben in Hawkins, welches durch Militärblockaden von der Außenwelt abgetrennt wurde, ihr fast normales Leben.

Und wann immer eine Lieferung an Material ins „Upside-Down“ gehen soll, dann wird ein Crawl durchgeführt, was bedeutet, dass sich Hopper (David Harbour), der ja wieder da ist, einschleicht und das in Quadranten unterteilte „Upside Down“ nach Vecna durchsucht, denn der ist auch verschwunden.

Dann wird plötzlich Holly Wheeler entführt und es sieht so aus, als ob die Demogorgans Kinder entführen. Vecna scheint sein Endgame zu planen, aber niemand weiß genau, wie dieses aussehen soll. Und wo ist er überhaupt?

Die finale Staffel von „Stranger Things“ wurde ja heiß herbeigesehnt und über drei Jahre mussten Fans auf den Abschluss der Serie warten. Ein Warten welches sich, das vorab, nur bedingt gelohnt hat. Denn irgendwie scheinen es die Drehbuchautoren im Jahr 2025 nicht auf die Reihe zu bekommen ihre Geschichten zu einem befriedigenden, fehlerlosen Ende zu bringen. Scheint eine wirklich schwere Sache zu sein. Find ich spannend, denn in meiner Welt schreibt man Dinge in die Drehbüchber bei denen man weiß, warum sie passieren, wie sie passieren und auch was diese für Auswirkungen haben. Aber das liegt vielleicht an mir und meiner viel zu hohen Erwartungshaltung, dass Menschen, die Geschichten schreiben, sich auch was denken dabei.

Das klingt jetzt vielleicht hart, aber ehrlich: Das hier hätte so viel besser sein können. Zugegeben: Es hätte auch viel schlimmer sein könne. Wenn ich die Serie bzw. das Finale in einem Satz bewerten müsste, dann würde ich sagen: „War schon okay.“

Das Potential für richtig Großes oder ein episches Finale … nun, das wurde halt nicht genutzt. Und die Art und Weise wie Netflix die Veröffentlichung gestaffelt hatten, die hat sicher ihren Teil zur Erwartungshaltung beigetragen. Zuerst ein paar Folgen, dann vor Weihnachten ein paar Folgen und dann die allerletzte Folge nach Silvester. Da baut sich schon Erwartung auf, was passieren wird im Finale. Nun, so stellt sich heraus, wissen wir: Nicht viel. Wirklich nicht viel. Und episch ist es nur, wenn man riesengroße Monster per se als episch empfindet.

Man merkt, ich bin unterwältigt, auch wenn ich über weite Strecken gut unterhalten wurde, das muss ich schon zugeben. Es ist halt schade, wenn so viel mögliches Potential liegengelassen wird und so viele Momente, die gut hätten sein können, einfach zu kitschig oder zu belanglos oder sogar zu verwirrend vorbeigehen. Und wie oft hier Dinge einfach zufällig passieren oder gelöst werden – sogar Gustav Gans, der ja bekanntlich immer Glück hat, würde skeptisch werden.

Also, was sind jetzt die Dinge, die mir nicht gefallen haben. Ich nehme ein paar Beispiele, deshalb folgen Spoiler. Nehmen wir eine Szene in der Nancy und wie auch immer ihr Partner heißt – der ist über die letzten zwei Staffeln so irrelevant geworden, dass ich nicht mal mehr seinen Namen weiß – in einer Situation sind, die vermutlich mit dem Tod endet. Dann folgt eine emotionale Szene in welcher sich die beiden freundschaftlich trennen. Ihr wird ein „Anti-Verlobungs-Ring“ überreicht und sind sie sind im guten auseinander gegangen. Und dann hört die Bedrohung auf. Einfach so. Sie werden nicht gerettet oder so, sie haben einfach Glück. Völlig daneben. Die Szene selbst war auch schräg und unpassend, wie ich finde, aber das nur am Rande.

Aber das ist symptomatsich für die Staffel. Es gibt ein paar emotionale Szenen zwischen den Akteur:innen und irgendwie wären die Konflikte und die Emotionen ja da, aber es wird einfach so … banal abgehandelt, dass quasi nichts bei mir ausgelöst wurde. Außerdem ein paar Mal innerlich zusammenzucken, weil es so peinlich war. Als weiteres Beispiel eine Szene in der mehrere Charaktere von Demo-Dogs gejagt werden, während sie laut(!) Kate Bush über eine Boombox abspielen (fragt nicht) und die Dinger suchen in Zeitlupe den gesamten Raum ab. Als ob man nicht hören würde, woher die Musik kommt. Es ist einfach so viel derart konstruiert auf Spannung gebürstet, dass es schon nicht mehr spannend ist.

Das für mich größte Manko sind jedoch die ellenlange Dialoge über „Theorien“. Wie oft hier jemand Theorien durch die Gegend posaunt um von jemand anderen gesagt zu bekommen wie unwahrscheinlich das ist, nur um mit einem „aber versuchen wir es“ zu enden – das hält man kaum mehr aus. Wie oft hier Dinge erklärt und konstruiert werden, damit auch nur irgendwas Sinn ergibt … es ist einfach mühsam, wie ich finde.

Und das Ende – oh Himmel – das Ende. Der Kampf gegen den Mind Flayer ist einfach nur schlimm, weil peinlich. Und das Ende von Vecna ist … nun, ich sage mal so: Das Wort antiklimatisch wurde hierfür erfunden. Das war also das große Finale, welches man sich für nach Silvester aufgespart hat. Na dann … sechzig Minuten, dann ist es vorbei. Dann kommt ein Epilog (etwa nochmals sechzig Minuten) in denen wir erfahren, was mit allen nach dem Ende passiert ist. Und das war einerseits cool (die Rede von Dustin) und andererseits zäh (die Erzählung von Mike) und außerdem bar jedweder Logik. Da wird niemand für irgendwas zur Rechenschaft gezogen. Hopper ist wieder Polizist. Wie das denn? Der Typ hat Dutzende Soldaten erschossen? Die große Böse in dieser Staffel namesn Dr. Kay (Linda Hamilton) bekommt nicht mal ein Ende. Der Storystrang mit dem Militär? Ist halt weg, pft.

Nein, nein und nochmals Nein. Das hat einfach nicht gepasst.

Andererseits gibt es viele Charaktermomente in der Staffel, die gut waren, die mich mitgenommen haben, Szenen, die Spaß gemacht haben und Momente, bei denen man das Gefühl hatte, dass wirklich was passiert. Aber jede dieser Szenen wurde dann torpediert von einer der folgenden Szenen, bei den ich mir unweigerlich den Kopf kratzen und mich fragen musste, was das denn jetzt war.

Und der große Elefant im Raum: Will hat sein Outing als homosexuell. Ja, eh. War eh klar. Stört mich jetzt auch nicht groß, aber Himmel – auch das wurde in den Sand gesetzt. Da hat wohl jemand zu oft „Herr der Ringe“ geguckt, denn die Szene endet wie das Treffen von Elronds Rat in welchem Frodo der Ring übertragen wird. „You have me“, „and me“, „and me.“ Ich habe nur darauf gewartet, dass jemand sagt: „One does not simply enter the upside down and destroys Vecna“ oder so. Hätte gepasst. Wäre lustig gewesen. Hätte die Szene sogar aufgewertet.

Also unterm Strich: Ja, es ist das Ende. Ja, es ist gut, dass es das Ende ist. Und ja, es gab ein paar Highlights, aber für mich überwiegen leider die Lowlights. Es ist keine Katastrophe geworden, es ist sogar streckenweise wirklich cool gemacht – vor allem in Folge 4 als die Militärbasis überfallen wird, aber in Summe eher „Meh“ als „Yeah“.

„Stranger Things – Staffel 5“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, leider hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibende, Punkte.

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Persona 5 Tactica (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/01/03/persona-5-tactica-game-review/#respond Sat, 03 Jan 2026 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38381 Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich … Weiterlesen

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Eigentlich wollte man sich nur auf einen Kaffee im Café treffen, und zwar im ehemaligen Treffpunkt der Phantom-Diebe. Im LeBlanc. Aber als alle eintreffen passiert etwas Seltsames. Anstatt ihrer normalen Kleidung haben plötzlich alle ihre Phantom-Diebe-Kostüme an und befinden sich im Meta-Verse. Aber in einer Gegend, die sie nicht kennen und sie wissen auch nicht, wie sie dorthin gekommen sind.

Was aber gleich klar ist: Die Herrscherin dieser Welt – Marie – hat es in sich, denn bereits beim ersten Treffen werden ein Großteil der Phantom-Diebe einer Gehirnwäsche unterzogen und nur durch Glück und die Intervention einer Dame names Erina können Joker und Morgana entkommen.

Und dann geht es darum ihre Freunde zu befreien, rauszufinden was hier los ist, wie man hierher kam und wie man wieder nach Hause kommt …

Wie üblich: Ich war skeptisch. Nachdem man „Persona 5“ Jahre später eine verlängerte und verbesserte Version namens „Persona 5 Royal“ hinterhergeschoben hat, die sogar. zwei neue Charaktere einbaute bzw. ausbaute, war es irgendwie zu erwarten dass da noch mehr kommen würde. Und ja, da kam noch mehr. So gab es ein weiteres Spin-Off namens „Dancing in Starlight“ (ja, ein Tanzspiel) und einen richtigen Nachfolger innerhalb des „5er“-Universums, der die Rundenkämpfe mit Actionkämpfen ausgetauscht hat und auch die Story weitergeführt hat – „Persona 5 Strikers„.

Die Sache war für mich erledigt. Die Phantomdiebe hatten – meiner Ansicht nach – ausgedient.

Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich gelesen und entdeckt habe, dass es einen weiteren „Persona 5“-Ableger geben sollte. Und dieses Teil sollte noch dazu ein Taktik-Spiel werden und eine leichten Kawaii-Look (große Köpfe, kleine Körper, einfach niedlich). Ach – das konnte doch nix werden.

Doch tatsächlich fand ich „Tactica“ doch ziemlich unterhaltsam. Es braucht eine Weile bis es in Fahrt kommt, dann aber macht es richtig Laune. Es ist nämlich so: Ihr habt pro Kampf drei Figuren im Spiel. Die haben alle Fernwaffen und ihre Persona-Fähigkeiten. Jeder Person kann in einem bestimmte Radius ziehen und Fähigkeiten oder Waffen einsetzen.

Der Trick dabei ist – solange man keinen Angriff ausführt kann man auf dem Spielfeld hundertmal herumlaufen und zwischen den Figuren wechseln – jedoch immer nur in der begrenzten Reichweite. Was später, wenn dann Lifte, Schalter und andere Dinge ins Spiel kommen, noch wichtig wird.

Außerdem können eure Figuren (also auch die Gegner) in Deckung gehen – dazu reicht es, einfach neben einer Mauer oder so zu stehen. Da nehmen sie auch weniger Schaden und man kann sie nicht KO-Schlagen. Stehen sie aber frei, dann kann man sie niederschlagen und man darf einen zweiten Zug machen. Diese Fähigkeit wird später essentiell um zu gewinnen. Dazu kommt der Triple-Threat: Ein Dreieck zwischen euren drei Spielfiguren und ein paar weitere Vorgaben, dann werden auf Knopfdruck von eurem Team alle in dem Dreieck quasi umgepustet. Special-Attake, sozusagen.

Die regulären Missionen sind im Regelfall eher einfach – bis später halt, wo sie dann doch herausfordender werden. Die wirklich heftigen Aufgaben – aber auch die Orte, wo ihr die ganzen Taktiken und wie ihr diese nutzen könnt so richtig lernt – sind Nebenquests. Das sind richtige Puzzle in denen ihr meistens in einem einzigen(!) Zug eine Reihe von Gegner ausschalten müsst – oder eben andere Herausforderungen bei denen ihr beweisen müsst, dass ihr die Fähigkeiten verstanden habt.

Dann zur Story: Die braucht auch eine Weile, aber tatsächlich ist die richtig gut und emotional geworden. Das Ende wird dann extrem durchgeknallt und es gibt dann mal eine gute 30-minütige Pause in denen elendig lange erklärt wird, was jetzt passiert ist und wer eigentlich der „Oberboss“ ist. Hätte ich nicht gebraucht, hätte man sicher auch besser lösen können, aber okay. Das Ende selbst ist dann wieder gut gelungen und es gibt sogar eine „Post-Credits-Szene“, die mir wirklich ans Herz ging.

Auch die neuen Figuren Thoshiro und Erina sind perfekt – zum Glück, denn um diese beiden dreht sich die komplette Story. Wer sie sind, warum sie sind wo sie sind, was sie personifizieren und wie sie sich entwicklen. Und wie gesagt: Ja. Hat für mich gut funktioniert.

Alles in allem war ich also wirklich gut unterhalten, die Gefechte waren teilweise anspruchsvoll, aber nicht frustig, die Optik hat mir nach einer Weile gut gefallen, die Zwischensequenzen haben richtiges Zeichentrickfilm-Niveau und die Story hat mich – wenn sie dann mal richtig losging – doch mitgerissen.

„Persona 5 Tactica“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, absolut im Persona 5-Universum funktionierende, Punkte.

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Coyotes (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/30/coyotes-2025-filmkritik/#respond Tue, 30 Dec 2025 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38337 Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts … Weiterlesen

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Ein Sturm im Nobelviertel Hollywood Hills. Deswegen sind Scott (Justin Long) und seine Frau Liv (Kate Bosworth) gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Hund, mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten. Da man sich so miteinander beschäftigen muss, wird Scotts Arbeitswut und seine mangelnden Aktivitäten mit seiner Familie, zum Thema gemacht.

Bald kann „der Mann im Haus“ jedoch auf eine ganz andere Art und Weise die Liebe zu seiner Familie, unter Beweis stellen. Sein Haus wird nämlich von einer Meute von hungrigen Kojoten umzingelt und sie scheinen neben einer extra Portion an Aggression, auch einen starken Appetit auf Menschenfleisch im Gepäck zu haben…

Regisseur Colin Minihan (Extraterrestrial) hat früh in seiner Karriere, bei über 100 Musikvideos die Regie übernommen. Ein paar Minuten zu unterhalten, ist eine Sache, aber bei einem Spielfilm die Spannung zu halten, eine ganz andere. Ich kenne seine anderen Filme nicht, aber seine Coyotes sind für mich auf mehreren Ebenen nicht stimmig inszeniert. Dazu passend auch ein kleines Detail und zwar dass die imdb als Genre für den Film, Horror nicht mit angegeben hat.

Was am ehesten noch funktioniert, ist dass man dem Hass auf reiche Menschen von Normalsterblichen (also uns Zusehern), ein Ventil liefert, um der Schadenfreude freien Lauf zu lassen. Abgesehen davon, dass man im besten Fall nicht ein Mensch sein möchte, der so tickt, funktioniert der Film selbst im Verlauf der Handlung, dann doch nicht wirklich so. Sicherlich sterben hier reiche Leute, doch du freust dich erstens nicht darüber, weil sie dir egal sind und zweitens spielen sie nicht die Hauptrolle.

Die spielt die „sympathische“ reiche Familie und eigentlich ist der Schwerpunkt der Story/Moral eben Familie an sich und dass man sie wahrnehmen soll, für einander da sein wollen sollte und nicht immer nur an die Arbeit denkt. Ob sich das Verhalten des Vaters nach Ende der Ereignisse ändern wird, ehrlich gesagt ich habe keine echte Änderung gespürt. Falls man es übrigens nicht gemerkt hat, dass war mein Versuch, ein paar positive Sachen als erstes zu bringen.

Wo A Breed Apart nicht zuletzt an den Effekten gescheitert ist, liegt hier eher der Schwachpunkt in der Art der Inszenierung und der Tatsache, dass Kojoten einfach nicht furchterregend aussehen. Ja, das Heulen hat schon was gruseliges und Hundeattacken im echten Leben, können durchaus auch tödlich enden, doch das weiß man einfach, man sieht und spürt es hier jedoch nie. Ebenso kommt keine Spannung auf, eher das Gegenteil ist der Fall, schnell macht sich Langeweile breit.

Ihr könnt es schon erahnen, nein, es ist auch nichts hier so schlecht, dass es wieder lustig wäre und das Wort Trash, kann ich höchstens auf das Drehbuch beziehen, aber nicht auf die Effekte oder das Schauspiel, obwohl dies ja am Papier ein Creature Feature sein soll. Ohne das Genre Horror? Nun man sieht zumindest eine übel zugerichtete Person, aber ansonsten ist die Sache ziemlich zahm geraten.

Justin Long (It’s a Wonderful Knife) als Scott läuft ziemlich planlos durch die Gegend und sein über sich hinauswachsen – wenn man es denn so nennen kann – ist eher lächerlich. Kate Bosworth (Before I Wake) als seine Frau Liv wirkt etwas lebendiger, kann aber auch keine Impulse setzen, die im Gedächtnis bleiben würden. Nur beim Miniauftritt von Katherine McNamara zu Beginn musste ich grinsen (so einen „Cameo-Kill“ hat sie auch bei Life Snatcher schon hingelegt), weil sie als Einzige so over the top furchtbar ist, dass man ihr die Kojoten „gönnt“.

Nicht dass es hier im Vorfeld einen Hype gegeben hätte, aber sorry, das ist in Summe einfach ein „big nothing burger“. Horror ist es nur im Ansatz, eine Komödie ist es höchstens in Form von satirischen Spitzen und für Trash ist es vor allem von der Professionalität zu gut. Somit kann ich den Film eigentlich Niemanden wirklich empfehlen und eine Botschaft, kann ich mir hier sowieso keine mitnehmen. Ein Erlebnis der Marke: nicht ärgerlich, eher unheimlich belanglos und nichts aussagend.

„Coyotes“ bekommt von mir 3,5/10 den Hass auf reiche Menschen durch die Wut auf uninspirierte Drehbücher ersetzende Empfehlungspunkte.

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Jingle Bell Heist (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/25/jingle-bell-heist-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/25/jingle-bell-heist-filmkritik/#respond Thu, 25 Dec 2025 05:00:43 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38297 Sophia (Olivia Holt) ist verzweifelt, denn sie kann sich die Behandlungen ihrer kranken Mutter nicht mehr leisten. Deshalb plant sie nach kleineren Diebstählen, einen größeren Raub. „Opfer“ soll der extrem kalte und korrupte Geschäftsmann Maxwell Sterling (Peter Serafinowicz) sein, für … Weiterlesen

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Sophia (Olivia Holt) ist verzweifelt, denn sie kann sich die Behandlungen ihrer kranken Mutter nicht mehr leisten. Deshalb plant sie nach kleineren Diebstählen, einen größeren Raub. „Opfer“ soll der extrem kalte und korrupte Geschäftsmann Maxwell Sterling (Peter Serafinowicz) sein, für den sie auch arbeitet.

Der wiederum ist für den Gefängnisaufenthalt von Nick (Connor Swindells) verantwortlich, weswegen sich dieser ebenso mit einem kleinen Raubzug bedanken möchte. Als Sophia und Nick aufeinander treffen, sieht es zunächst nicht nach einer möglichen Zusammenarbeit aus, doch die beiden raufen sich schließlich zusammen und schmieden einen Plan…

Ich muss zugeben, manche Sachen kann man sich als jüngerer Mensch nicht vorstellen und irgendwann passen sie dann auf einmal doch für dich. Zum Beispiel romantische Weihnachtskomödien. Letztes Jahr im Dezember war ich krank und da liefen im Free-TV täglich drei dieser Filme. Ihr wisst gar nicht wie gut sich die 100 prozentige Wohlfühl- und Happy End Garantie eines solchen Filmes positiv auswirkt, wenn man geschwächt und verunsichert und mit Fieber danieder liegt.

Ironischerweise wäre diese Einleitung für den diesjährigen Weihnachtsfilm am Blog gar nicht nötig gewesen, denn Michael Fimognari (arbeitet nach den beiden „To All the Boys“ Fortsetzungen nun wieder als Regisseur für Netflix) setzt seinen Schwerpunkt nicht auf die Romantik, die entsteht ganz natürlich im Laufe der Story. Von der gesamten Atmosphäre her ist dies eher eine Screwball Komödie, eingebettet in einen Christmas-Heist-Plot.

Dabei hat mich vor allem der Mix aus der Leichtigkeit der Inszenierung, in der Wechselwirkung mit der Schwere der tragischen Ereignisse, die das Leben für dich bereit halten kann, sofort zu den Figuren halten lassen. Hier gibt es keine Prinzessin, die sich in einen bürgerlichen Mann verleibt, viel mehr sehen wir zwei völlig normale Menschen (was immer dies auch bedeuten möge), die vor allem aus finanziellen Gründen ihre jeweiligen Familien nicht zusammenhalten können.

Da sie um dies zu lösen zwar ein Verbrechen planen, als Opfer dafür aber einen arroganten reichen Kerl auswählen, der auch noch ein Betrüger ist, macht das die Sache moralisch einwandfrei unbedenklich. Schön sind dabei auch kleine Momente, wo Figuren auf eine bestimmte Art und Weise reagieren, einfach weil dieser Szene zwischenmenschlich nette Momente vorausgegangen sind oder wenn Jemand vergeben kann, auch wenn Teile der Wahrheit zunächst zurückgehalten wurden.

Olivia Holt (Heart Eyes) als Sophia versprüht extreme „so eine Dame braucht man in jedem Freundeskreis“ Vibes, sie ist aufgeweckt und in den entscheidenen Momenten bissig, dabei auch noch ziemlich herzlich und sympathisch tollpatschig. Connor Swindells (Sex Education) als Nick ist der ruhigere, schüchternere Gegenpart und dank der Chemie zwischen den beiden ist es eine Freude ihnen zuzusehen, wie sie sich näher kommen und das wie bereits erwähnt ganz nebenbei.

Schräge Nebenfiguren tragen ihren Part zur Unterhaltung bei und fertig ist ein Film für die Feiertage, wie ich ihn für das was er ist, eigentlich nur als perfekt bezeichnen kann. Charmante Darsteller, eine nicht künstlich lang gestreckte Laufzeit und sogar die eine oder andere Überraschung ist mit dabei. Wem also ähnliche Produktionen z.b. von Hallmark zu seicht oder kitschig sind, der wird hiermit sicherlich mehr Freude haben.

P.S.: Für mich hat dieses Jahr mir eines gezeigt, nämlich dass es Filme gibt, die perfekt ihr Klientel bedienen und ich sie dafür auch schätzen kann, egal ob das nun mein Genre (oft auch normalerweise überhaupt nicht mein Cup of Tea) ist, oder nicht. Das waren etwa The Lost Bus auf Filme bezogen, die auf wahren Begebenheiten basieren oder F1, was Sportfilme betrifft. JBH ist dies für mich, wenn ich an „Romantic-Christmas-Comedy“ denke.

„Jingle Bell Heist“ bekommt von mir 8/10 den Weihnachtsgeist zuerst stehlen müssende und danach erst einfangen könnende Empfehlungspunkte.

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Best Of Worst Case: Mantopus! (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/12/18/best-of-worst-case-mantopus-filmkritik/#respond Thu, 18 Dec 2025 05:00:57 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38278 Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden … Weiterlesen

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Charles Landor (Joshua Kennedy) ist Regisseur und seine Filme sind Monsterfilme. Leider kommt er damit beim Publikum nicht mehr besonders gut an. Die Kritiker zerreissen ihn und sogar sein Produzent meint, er solle doch besser Cowboy-Musicals machen, denn die würden Kohle bringen.

Als frustriert durch die Nacht wandert und eher verloren einen eher seltsamen Laden betritt, da findet er auf einmal Inspiration in Form eines Hybridwesens: Halb Mensch, halb Oktopus.

Er kauft das Monster und will damit den ultimativen Monsterfilm drehen. Durch das Versprechen sich nach seinem letzten Film endgültig aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen, bringt er seinen Produzenten dazu, noch einmal Geld für einen Film rauszurücken.

Und dann beginnt der Dreh. Und alle, die dem Film im Weg stehen, finden ein unrühmliches Ende mit seltsamen Saugnapfspuren an ihren Körpern …

Dieser Film ist wohl nur etwas für Trashfreunde wie mich, denn der Film ist zwar 2025 gedreht worden, aber die gesamte Machart, die Optik, der Schnitt, die Farben und sogar das Schauspiel schreien so laut 50iger-Jahre, dass man schon taub sein muss, wenn man das nicht hört.

Und Regisseur Kennedy zieht das auch extrem konsequent durch. Wenn man es durch den doch relativ modernen Vorspann nicht besser wüsste (oder wenn man es nicht gelesen hätte), nie würde man auf die Idee kommen, dass das hier ein neuer Film ist.

Ich bin offen gestanden ziemlich beeindruckt von dem, was die bei dieser Produktion involvierten hier durchgezogen haben, wie homogen das Ganze ist und wie richtig abgedreht und aus der Zeit gefallen der gesamte Film wirkt. Hammer!

Wenn ihr auf alte Creature-Features á la Ray Harryhausen steht, dann werden euch die Effekte hier auch gefallen. Oder wenn ihr die Monster in Power Rangers cool findet – ja, dann mögt ihr auch den Mantopus.

Was sicher Geschmacksache ist – hier aber einfach dazu gehört – ist das Schauspiel, dass halt wirklich so gespielt wird wie man eben in den 50iger Jahren meinte, dass Schauspiel sein muss. Völlig overacting und trotzdem völlig deplaziert. (oder deswegen). Perfekt.

Allein die Art und Weise wie Regisseur und Hauptdarsteller Kennedy spricht und seine Mimik dazu – das ist einfach ein Hammer. Absoluter Respekt. Allerdings bedeutet das auch, dass die Zielgruppe für diesen Film hier richtig, richtig klein ist, denn mir fällt offen gesagt niemand – von mir selbst abgesehen – niemand ein, der oder die sich diesen Film hier freiwillig bis zum Ende ansehen würde. Schade.

Storymäßig bedient man sich bei den Großen und zitiert mehr als einmal den guten alten King Kong. Ihr wisst schon: Filmschönheit verliebt sich, Tier/Monster entkommt, klettert auf ein Gebäude mit der Liebsten in der Hand und dann kommen Kugeln zum Einsatz. Alles so, wie man es erwartet.

Dazu gibt es noch eine nette Nebenhandlung um die „Schöne“, da auch der Regisseur in ihr die neue Filmdiva sieht – was natürlich der „alten“ nicht so gut gefällt und die durchaus rabiat wird, als sie denkt, sie würde abgesägt werden. Passend.

Alles in allem sicher kein Film für alle, aber jene, die gute bzw. schlechte alte Film mögen, die finden hier einen, den sie sicher noch nie gesehen haben, der sich aber genauso anfühlt, als hätte man in einem Hinterzimmer bei einem Flohmarkt einen alten, verlorenen Horrorfilm gefunden, der jetzt knappe 70 Jahre lang vergessen war.

Ja, Mantopus! liefer genau das, was er verspricht. Nicht mehr und nicht weniger. Dass der Film NULL Brutalität zeigt, ist natürlich auch klar. Morde werden angedeutet oder sind aufgrund der Effekte halt einfach lustig anzusehen. Und der Mantopus hat den einen oder anderen Trink drauf, das muss man ihm lassen. Da war ich doch kurz überrascht.

„Mantopus!“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wenn man auf diese Art von Film steht hier nicht viel falsch machen könnende, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil: (Trashfaktor: alles bzw. eigentlich nichts)

Es gehört meines Erachtens schon ein gehöriges Maß an Filmtechnik und -wissen dazu, einen Film so zu drehen wie diesen hier. Er mag alt und billig aussehen, aber diesen Look zustande zu bringen und auch die Schauspieler:innen so anzuleiten, dass hier alles zusammenpasst: Hut ab! Trashfaktor eigentlich null, denn trashig ist das hier nicht. Es ist tatsächlich absolut genial produziert (scheinbar mit einem Budget von gerade einmal 75.000,– Dollar). Wenn man rein nach der Optik geht: Alles. Trashfaktor: alles.

Aber ist es noch ein Trashfaktor, wenn es genauso gewollt ist? Hm. Das sollen andere entscheiden. Fest steht: Wer Monsterfilme der 50iger (man denke an „Primevals„), der oder die macht hier alles richtig.

Fazit: Trashfans: Wenn euch der Trailer zusagt: Unbedingt ansehen!

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The Running Man (1987 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/15/the-running-man-1987-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/15/the-running-man-1987-filmkritik/#respond Sat, 15 Nov 2025 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38226 Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) hat Pech: Er wird für ein Verbrechen verurteilt, welches er nicht begannen hat und muss nun in der Game-Show „The Running Man“ um sein Leben kämpfen. Die Menschen werden von einem korrupten Staat regiert, der sie … Weiterlesen

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Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) hat Pech: Er wird für ein Verbrechen verurteilt, welches er nicht begannen hat und muss nun in der Game-Show „The Running Man“ um sein Leben kämpfen.

Die Menschen werden von einem korrupten Staat regiert, der sie mit der Show ablenken möchte. Brot und Spiele. Der Clou dabei: Wer „The Running Man“ überlebt wird begnadigt, bekommt einen Preis und kann sich alle Wünsche erfüllen.

Nur stellt Richards rasch fest, dass auch das (so wie alles andere quasi auch) eine Lüge ist …

Stephen King hat vor vielen Jahren einmal versucht Bücher unter einem anderen Namen zu veröffentlichen, unter anderem um zu gucken, ob diese sich auch verkaufen würden. Und … tja, was ich soll ich sagen. Das hat sieben Jahre funktioniert und durchaus ein paar wirklich bekannte und erfolgreiche Bücher geschrieben, so zum Beispiel (bereits verfilmt) „Thinner“ oder (vor kurzem im Kino) „The Long Walk“. Und natürlich – „The Running Man“.

Und was in den 1980iger noch „in“? Genau One-Man-Armeen aka Arnold Schwarzenegger oder Sylvester Stallone. Und das hier ist ein Schwarzenegger-Film durch und durch. „The Running Man“ hat alles was ein Schwarzenegger-Film braucht und dazu noch etwas Neues: Für die 80iger ein cooles Artdesign, Bossgegner, eine Art Level-Struktur und Gesellschaftskritik. Das war neu. Glaube ich. Ich habe keine Ahnung, ich war damals knappe 10 Jahre alt und habe den Film ein paar Jahre später gesehen und – und alle meine Freunde genauso – habe ihn geliebt.

Ich glaube, ich habe „The Running Man“ sicher fünfzig Mal gesehen. Der Film ist kein Meisterwerk, aber ich fand ihn damals – und ich finde es immer noch – einen der besten Schwarzenegger-Filme überhaupt. Das liegt an den coolen Gegnern, in Form von „Subzero“ oder „Chainsaw“ oder „Dynamo“, die alle ihr eigenes Ding hatten.

Und ja, das war 1987 – also fünf Jahre VOR dem ersten Mortal Kombat. Ich lehne mich jetzt ein wenig aus dem sprichwörtlichen Fenster und sage es mal so: Wer den Film heute sieht und sich denkt, er hat Mortal Kombat (sogar den Auwahlbildschirm!) zu verdanken: Nein. Falsch. Umgekehrt 🙂

Und ziemlich so läuft der Film auch ab: Eine Reihe von Zweikämpfen von Richards, der die Typen alle fertig macht (meist durch Einsatz ihrer Trademarks) und coole One-Liner schiebt. Daneben gibt es noch einen Plot mit Widerstandskämpfern, die sich gegen das Regime auflehnen und die Macher der Show blosstellen wollen. Außerdem reißt Richards – nachdem ihn anfangs alle hassen, weil er ja ein Verbrecher ist – das Ruder herum und wird ein Publikumsliebling.

Was ich ein wenig schade fand war das Ende, welches die coolen Zweikämpfe gegen eine relativ austauschbare „Wir stürmen die Zentrale mit Soldaten“-Szene tauscht, auch wenn der Payoff gegen den Moderator der Show sehr zufriedenstellend ausfällt.

Jahre später habe ich das Buch gelesen und war dann überrascht wie viele Freiheiten sich der Film genommen hat, denn in meiner Welt stimmte an „The Running Man“ alles und er war auch stimmig. Also wirklich: Großartig. Und ich war überrascht, wie viel davon nicht von King kam, sondern von Steven E. de Souza, der das Drehbuch geschrieben hat und Paul Michael Glaser, der die Regie übernommen hatte (Fun Fact: Kennt ihr Starsky & Hutch? Ja? Er hat Starsky gespielt). Ich weiß nicht, wer das Set- und Figurendesign gemacht hat, aber: Hut ab! Großartig.

Im Jahr 2025 kann man rückblickend wirklich nur noch sagen: Ja. Er ist immer noch genauso großartig. Ganz genau so großartig. Die Effekte mögen gealtert sein, die Dialoge mögen an der cheese oder cringe-Grenze kratzen, aber alles in allem: Ja. Das ist immer noch ein Film, den man sich problemlos heute anschauen kann.

Es gibt gerade eine Neuverfilmung des Buches von Edgar Wright im Kino, deshalb kam ich auch auf die Idee mir den alten Film nochmals anzusehen und ich muss sagen: Ich werde mir den neuen Film nicht ansehen. Jetzt wo ich den alten Film wieder gesehen habe merke ich, ich brauche keinen anderen „Running Man“ als diesen. Auch wenn Wright meinte, er würde sich mehr ans Buch halten (SPOILER: gegen Ende des Buches fetzt Richards mit einem Flugzeug in die Zentrale und das letzte was alle sehen ist Richards, der ihnen den Mittelfinger zeigt bevor sie alle hochgehen). Und ich mag bis jetzt alle(!) Filme von Edgar Wright. Hier werde ich trotzdem passen. Es gibt nur einen echten „Running Man“ – Hi, Arnold!

„The Running Man“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, für mich immer und ewig ein Kultfilm bleibende, Punkte.

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The Stuff (1985 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/11/01/the-stuff-1985-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/11/01/the-stuff-1985-filmkritik/#respond Sat, 01 Nov 2025 10:40:31 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38176 Es sickert aus der Erde. Es ist köstlich – es nimmt die Welt im Sturm. Genug ist nie genug und es ist alles, was du brauchst: The Stuff. Das neue Dessert für alle. Quasi ein Joghurt, aber eines, dass es … Weiterlesen

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Es sickert aus der Erde. Es ist köstlich – es nimmt die Welt im Sturm. Genug ist nie genug und es ist alles, was du brauchst: The Stuff. Das neue Dessert für alle. Quasi ein Joghurt, aber eines, dass es in sich hat.

Aber Jason (Scott Bloom) sieht eines Tages, wie sich „The Stuff“ im KÜhlschrank von allein bewegt und ahnt, dass etwas nicht stimmen kann. Auch seine Eltern und sein Bruder beginnen, sich seltsam zu verhalten.

Woanders wird David (Michael Moriarty) engagiert, um herauszufinden, wie und wo „The Stuff“ produziert wird, denn der unheimliche Erfolg ruft natürlich Neider auf den Plan. Das Rezept ist streng geheim und David ist Experte für Industrie-Sabotage.

Und David findet viel heraus. Vielleicht zu viel …

Larry Cohen, Drehbuchautor und Regisseur von „The Stuff“, war mir in erster Linie durch den alten Film namens „American Monster“ bekannt, Originaltitel „Q – The Winged Serpent“, den ich vor vielen, vielen Jahren mal gesehen habe und der mir damals sehr gut gefallen hat.

Mit „The Stuff“ hat er sich allerdings selbst übertroffen und gleichzeitig ins Aus geschossen. Soweit ich recherchieren konnte, wäre der Film um einiges länger als er jetzt tatsächlich ist. Das Studio hat viel rausgeschnitten und Cohen war mit dem Endprodukt nicht so richtig zufrieden. Ich verstehe, warum. Dazu gleich mehr. Zuerst noch die Info: Auch das Studio war nicht erfreut über den Film, denn die wollten einen Body-Horror-Film haben – ähnlich wie „The Blob“. Was sie bekommen haben ist eine Satire, eine ziemlich irre, geniale Satire, aber dennoch eine Satire. Und Angst hat man bei „The Stuff“ eigentlich keine Sekunde.

Der Grund warum beide Seiten unzufrieden waren ist einfach erklärt: Man kann aus einer Satire keinen Horrorfilm schneiden und wenn man diese Satire dann als Horrorfilm vermarktet, dann sind potentielle Fans enttäuscht und das finanzielle Einspielergebnis, nun, ist suboptimal.

Im Gegenzug hat man als Regisseur, der den Film gedreht hat, immerzu das Wissen, dass der Film als Satire – hätte man ihn in seiner ursprünglichen Form belassen – wirklich toll funktioniert hätte. Nur kann man das halt niemanden beweisen, wenn das Studio den Film so nicht veröffentlichen will. Ein Problem, welches ja auch heute noch des Öfteren so gibt.

In Summe ist es schade, denn man merkt die fehlenden Teile des Films den ganzen Film lang und gerade gegen Ende fällt es extrem auf, dass hier komplette Szenen fehlen müssen. Weil die Stimmung von Szene A zu B nicht. zusammenpasst, weil Personen, die eben noch an Ort X waren auf einmal an Ort Y sind und so weiter.

Dabei hat der Film vieles, was für ihn spricht. Das beginnt bereits bei der ersten Szene. Ich habe kurz überlegt, ob ich was übersprungen haben unabsichtlich, oder ob sonst etwas falsch lief, aber nein – der Film beginnt genau so: Ein Bauarbeiter sieht etwas Weißes aus der Erde blubbern. Und sein erster Reflex ist es, den Finger reinzustecken und das Zeug in den Mund zu schieben(!). Ein Kollege kommt und fragt, was er macht. Er sagt: „Das musst du probieren – das ist köstlich!“. Und dann sehen wir in der nächsten Szene bereits, wie „The Stuff“ die Welt im STurm nimmt.

Wer hier bereits den Kopf schüttelt, der oder die hat noch gar nichts gesehen. Das geht so weiter. Und natürlich sind sich alle Macher:innen bewusst gewesen, was sie hier für einen Film machen – und haben einen großen Spaß dabei. Allen voran Michael Moriarty, der David super charmant spielt und der den Film über weite Strecken zusammenhält.

Auch die Nebenfiguren sind toll. Ob nun „Choclate Charlie“ (Garret Morris) oder Nicole (Andrea Marcovicci) oder Col. Spears (Paul Sorvino). Alles Unikate. Charlie zum Beispiel ist das Gesicht eines Schokoladeartikels, der von „The Stuff“ quasi aus dem Rennen geworfen wurde. Und der Typ ist – im positiven Sinne – irre. Nicole ist die Marketingleiterin, die „The Stuff“ eigentlich erst so populär gemacht hat – aber sie ahnte bereits, dass da was schräg war und tut sich mit David zusammen. Und Col. Spears? Nun, der ist ein völlig eigenes Kaliber und als US-Colonel großartig überzeichnet. Als sie zB eine Anlage stürmen und „The Stuff“ alle, die es übernommen hat, verlässt und dadurch tötet ist richtig sauer, weil die jetzt alle tot sind und nicht er es war, der sie umgenietet hat. Liest sich schräg, ist aber völlig absurd und witzig anzusehen.

Im Kern ist „The Stuff“ also eine Mischung aus „Invasion der Körperfresser“ und „The Blob“, gemischt mit ganz viel satirischer Konsumkritik, die auch heute noch funktioniert.

Witzig finde ich: Auch wenn der Film im Grunde floppte, so gibt es eine ganze Staffel von „Supernatural“, die genau die gleiche Handlung aufgreift und die Story so richtig zelebriert. Da sieht man, welches Potential die schräge Story gehabt hätte.

Was soll ich sagen? Wer folgende Zeile nicht per se großartig findet, ist im falschen Film: „Ladies and gentleman: We are under attack by a popular dessert known as ‚The Stuff‘!“. Großartig. Einfach großartig.

„The Stuff“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, leider durch Studioschnitte seiner Glorie beraubte, Punkte.

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Haunted Hotel (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/14/haunted-hotel-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/14/haunted-hotel-serienkritik/#respond Tue, 14 Oct 2025 05:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38109 Katherine (Eliza Coupe) hat ein Hotel geerbt, da ihr Bruder verstorben ist. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Ben (Skylar Gisondo) und Esther (Natalie Palamides) zieht sie ein, stellt aber rasch fest, dass sich hier einiges tut, was so nicht klar … Weiterlesen

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Katherine (Eliza Coupe) hat ein Hotel geerbt, da ihr Bruder verstorben ist. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern Ben (Skylar Gisondo) und Esther (Natalie Palamides) zieht sie ein, stellt aber rasch fest, dass sich hier einiges tut, was so nicht klar war. Denn das Hotel ist verwunschen. Alle, die in dem Hotel oder in einem gewissen Umkreis davon sterben, bleiben als Geister hier.

Dieses Schicksal hat auch Katherines Bruder Nathan (Will Forte) ereilt, er immer noch als Geist hier ist, sein Dasein eigentlich ganz okay findet und mit Tipps und Tricks bei der Hotelführung mitredet. Wenn auch selten wirklich hilfreich.

Trotz diverser Rückschläge versucht Katherine das Hotel zu führen und auch davon leben zu können. Die Anwesenheit der Geister macht das allerdings schwierig. Dazu kommt noch die Präsenz eines Höllendämons namens Abbadon (Jimmi Simpson), der im Körper eines ewig jungen Kindes gefangen ist und sich der Familie sozusagen angeschlossen hat, wenn auch aus völlig eigenen Motiven heraus.

Alltag? Pft. Wer braucht schon Ruhe und Ordnung?

Netflix kann durchaus gute Serien produzieren, was ich vor allem im Animationsbereich manifestiert (haha, Wortspiel!). Um es gleich vorweg zu sagen: „Haunted Hotel“ erfindet weder das Rad neu, noch sind die Figuren besonders kreativ geworden – trotzdem macht die Sache jedoch Spaß. Das liegt an den flotten Dialogen und den schrägen Möglichkeiten, welche die Geister und die Interaktion mit ebendiesen bieten. Zumindest in den ersten Folgen ist es noch die Überraschung, wie die Familie mit der Situation umgeht, die für gute Laune sorgt – so spielt Töchterlein Esther in der ersten Folge mit einem typischen Slasher-Killer „Mörder“ und „Opfer“. Das war schon witzig anzusehen. Auch die anderen Geister, insofern sie eine Persönlichkeit bekommen haben, sind unterhaltsam und schräg.

Je länger die Serie dauert, desto mehr rücken diese Dinge jedoch in den Hintergrund, einfach weil der Faktor des Neuen wegfällt und man schon ein wenig daran gewöhnt ist, dass jetzt dann wieder etwas Schräges passiert. Da gibt es einen gewissen Gewöhnungseffekt. Die Macher:innen – allen voran der Showrunner Matt Roller, der auch bei Community und Rick und Morty mitgewerkt hat, bemühen sich, diese Tatsache zu entkräften indem sie sich auf die Schicksale der menschlichen Protagonist:innen konzentrieren und eben deren Eigenschaften.

Da gibt es zum Beispiel Ben, der ältere Sohn, der eine Affäre mit einem Geist aus den 1920er Jahren anfängt. Oder Esther, die ihre Freizeit mit Abbadon verbringt und sich selbst schwarze Magie beibringt, was sie oft zur Lösung aber auch zur Ursache diverser Probleme werden lässt. Katherine muss mit dem Hotel, dem finanziellen Kollaps (der allerdings nie irgendwie richtig Thema wird) und ihrem Single-Dasein umgehen. Das führt zum Beispiel in einer Folge dazu, dass sich die Honeymoon-Suite in Katherine verknallt und diese das anfangs durchaus genießt. Und ja, ihr lest richtig: Ein Zimmer verknallt sich in Katherine.

Heimlicher (oder auch nicht ganz so heimlicher) Star der Show ist allerdings Abbadon, der – all seiner magischen Höllenkräfte beraubt – ein Dasein als junger Knirps fristet, allerdings mit dem Wissen von Äonen aus der Hölle und keiner Ahnung, wie die aktuelle Welt funktioniert. Das wird oft wirklich cool genutzt – als Beispiel eine Folge, die er damit verbringt hinter einer Tür zwischen zwei Wänden gefangen zu sein, weil er Türstopper ihn einsperrt. Geniale Szenen und Dialoge. Sein einziger Freund – und ehemals Erzfeind -: Eine Spinne. Großartig.

Vom Zeichenstil und den Animationen her ist alles erste Sahne. Und ja, die Macher:innen sind sich auch nicht zu schade immer wieder Referenzen oder visuelle Witze und Hommagen an Horrorklassiker einzubauen. So steht zum Beispiel Quint (aus „Der weiße Hai“ ) im Wasser im See und angelt. Allerdings nur die obere Hälfte, weil die untere ja der weiße Hai gefressen hat. Und solche Anspielungen gibt es Zuhauf. Ich habe sicher nicht alle mitbekommen. Die, die ich verstanden habe waren allerdings sehr liebevoll eingebaut.

Die letzten Episoden sind dann – wie ich finde – besser als die kurzen, netten, aber unspektakulären Folgen in der Mitte – und gerade die letzte Folge ist ein Hammer. Da haben die Macher:innen wohl erst entdeckt, was für Potential diverser Charaktere eigentlich haben. Auch eine Folge in welcher Esther einen Zombie als Vater-Eratz in die Sprechstunde schickt ist super geworden.

Leider muss ich auch ein Thema ansprechen, welches mir schon stark gegen den Strich geht: Ja, die Serie hat die üblichen Klischees. Katherine ist die Powerfrau, die intelligent ist und an welcher die gesamte Last der Familie und des Hotels hängt. Esther ist die kleine Wunderfee, die quasi alle anderen mit ihrem IQ und ihrem arkanem Wissen in den Schatten stellt. Ben ist der dumme männliche Teenager, der selten mit dem Kopf, sondern mit dem zwischen den Beinen denkt. Und Nathan ist einfach ein Depp, der im Leben nichts auf die Reihe gebracht hat und auch als Geist nicht die beste Figure macht und der sich nutzlos vorkommt. Ihr seht worauf ich hinauswill: Die Männer sind dumm. Die Frauen sind super. Damit muss man leben – oder es ignorieren können. Wen sowas stört: Macht einen Bogen.

In diesem Fall hat es mich nicht gejuckt, weil einfach rundherum viel passiert und die Gag-Dichte hoch ist, als auch die Synchronsprecher (in der englischen OV) einen Hammer-Job machen. Gerade diverse Mini-Szenen und Momente sind großartig. Es gibt zB eine Folge in welcher die Eigenschaften von Ben in Form von „Klonen“ ein Eigenleben entwicklen und eine ist dabei, die nennt sich „Katzen-Ben“, der trägt einen Hoodie mit Katzenohren und macht relativ oft unterwürfige Gesten mit einem leicht sexuellen „Miau“ dazu. Das führt den (Original)-Ben dazu, ihm während einer Flucht die Worte „I don’t understand how you’re a part of me.“ entgegenzuschmeißen.

Das sind so kleine, aber feine Momente, in denen subtilerer, anarchischer Humor durchscheint, der aber nie zum richtigen Ausbruch kommt. „Rick und Morty“ ist das hier nicht. Es ist nicht mal „Community“. Aber es funktioniert, macht Laune und tatsächlich hoffe ich auch eine zweite Staffel. Und wenn wir schon dabei sind: Bringt „Inside Job“ zurück!

„Haunted Hotel“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, sein Potential nicht vollends ausschöpfende, aber sehr unterhaltsame, Punkte.

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Best Of Worst Case: Bambi: The Reckoning (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2025/10/04/best-of-worst-case-bambi-the-reckoning-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2025/10/04/best-of-worst-case-bambi-the-reckoning-filmkritik/#respond Sat, 04 Oct 2025 05:00:13 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38082 Xana (Roxanne McKee) ist mit ihrem Sohn auf dem Weg zum Kindsvater. Die beiden leben getrennt. Aber am Weg passiert etwas sehr Seltsames und Tödliches: Das Auto wird von einem Hirsch von der Straße gerammt und das Tier verfolgt ganz … Weiterlesen

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Xana (Roxanne McKee) ist mit ihrem Sohn auf dem Weg zum Kindsvater. Die beiden leben getrennt. Aber am Weg passiert etwas sehr Seltsames und Tödliches: Das Auto wird von einem Hirsch von der Straße gerammt und das Tier verfolgt ganz offensichtlich möderische Absichten. Noch dazu scheint es mutiert zu sein, denn ein normaler Hirsch hat weder solche Kraft noch sieht er so aus.

Die Flucht gelingt (wenn auch nicht allen), aber das Tier nimmt die Verfolgung auf. Und wie sich herausstellt ist es nicht allein der Hirsch, sondern generell ein paar Bewohner:innen des Waldes, die sich jetzt mal die Zeit nehmen, um Rache zu üben an den Menschen, die sie offensichtlich zu lange zu schlecht behandelt haben …

Da haben wir ihn nun – den vierten Vertreter des „Twisted Childhood Universe“. Was vor ein paar Jahren mit „Winnie The Pooh: Blood And Honey“ seinen Anfang nahm, hat nun Bambi erreicht.

Und was soll ich sagen? Der Film wird online von einigen als der bis dato beste Eintrag der „Reihe“ tituliert. Das mag jetzt bei einer Trashfilm-Reihe wie dieser allerdings nicht viel heißen, auch wenn man anmerken muss, dass „Blood And Honey 2“ schon weit positiver ankam und auch „Peter Pan’s Neverland Nightmare“ manche wirklich überzeugt hat. Letzteren hab ich noch nicht gesehen. Werde ich sicher irgendwann mal nachholen, aber ich bin jetzt nicht per se ein Fan der Reihe.

Damit kommen wir zu „Bambi“. Das weltbekannte Rehkitz ist erwachsen geworden, ist dank Sondermüll im Wald mutiert und nun macht es Jagd auf Menschen. Und Bambi mordet viel, das kann ich euch sagen.

Was ich euch auch sagen kann: Es ist jetzt nicht der großartigste Film aller Zeiten geworden. Tatsächlich empfand ich ihn sogar als halbwegs langweilig und ganz offen gesprochen bin ich ein wenig entsetzt, wie wenig man die Tatsache nutzt, dass das hier freaking Bambi ist. Streicht den Namen und ihr habt keine Ahnung, dass dies Bambi sein soll. Also man macht aus der an und für sich spannenden Situation wieder mal nichts.

Es gibt dann auch noch die drangepeppte Storyline mit der Mutter-Sohn und Kindsvater (natürlich der Böse) – Dynamik, aber die war einfach nur aufgesetzt. Und es gibt noch Jäger, die Bambi jagen, weil sie … halt Bambi jagen. Fein. Na dann.

Alles in allem hab ich mir ja nicht viel erwartet und vielleicht werden ja ein paar Dinge, die ich oben erwähne im Film erklärt, aber tatsächlich waren mir die im Film vorkommenden Figuren dermaßen egal, dass ich gedanklich mehrmals leider davongewandert bin und erst wieder zum Film zurückkam als irgendjemand einen Schrei ausgestoßen hat (was, das sei der Fairness halber angemerkt, oft passiert).

Schauspielerisch haben wir genau das Niveau welches zu erwarten war, aber da habe ich schon weit schlimmeres gesehen. Tatsächlich gibt es wenig Kritik meinerseits. Die Farbgebung ist auf Grau und Grau und Bläulich ausgelegt. Das CGI ist besser als erwartet und die paar Szenen in denen der Film sowas wie Humor durchsickern lässt – konkret: Die Persiflage auf „Jurassic Park“ (Bambi hat gelernt Türen zu öffnen) und die Szene mit den Hasen – da macht er richtig Spaß. Aber das kommt leider zu selten und zu kurz vor.

Am Ende kommt dann noch der Versuch auf die Tränendrüse zu drücken, aber – ihr erahnt es – meine einzige Emotion war: „Mhm. Na dann.“ Auch wenn (Vorsicht: Leichter Spoiler) das Rehkitz zuckersüß ist.

Alles in allem: Ist eh okay. Meine Referenz bei Tierhorror ist und bleibt „Rise Of The Animals„, weil wenn Trash, dann richtig Trash. Und ja, ich erwähne das immer wieder: Da wird ein Pferd k.o. geschlagen 🙂 In „Rise Of The Animals“. Nicht hier. Hier schlägt Bambi andere tot. Ist aber weit weniger lustig.

„Bambi: The Reckoning“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, eh ganz okay seiende Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: Drehbuch, Schauspiel):

Wieder so ein Fall bei dem man sagen kann, dass der Film für einen richtigen Trashfilm zu gut gemacht ist. Aber gleichzeitig ist er nicht gut genug um als „echter“ Film durchzugehen. Wir bewegen uns hier im Graubereich, wobei man schon anmerken muss, wenn sich jemand einen Film mit dem Titel „Bambi: The Reckoning“ ansieht, dann muss ja doch klar sein worauf man sich einlässt.

Fazit: Einmal ansehen geht okay, ist aber nichts Besonderes.

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